Kommentare

36 Stunden Woche

Aus meiner Sicht ist nichts gegen eine 36 Stunden Woche einzuwenden!

Super Idee von den Arbeitgebern

Mit dem Wegfall des 8-Stunden-Tages könnten endlich legal deutlich mehr Überstunden gemacht werden.

Es glaubt doch wohl niemand, dass ein Mitarbeiter, der von Montag bis Mittwoch schon 36 Stunden gearbeitet hat, am Donnerstag gegen Mittag ins Wochenende gehen darf.

Da ist dann immer noch genug zu tun, um Donnerstag 10 und Freitag mindesten 8 Stunden zu arbeiten.

Den 8-Stundentag gibt es doch auch nur, soweit ich weiß, in Betrieben mit 3-Schicht-System, weil einer geht, wenn der andere übernimmt. Naja und in Behörden vermutlich.

In unseren Arbeitsverträgen steht jedenfalls. "Die Mindestarbeitszeit pro Tag beträgt 8 Stunden (ohne Pausen). Reisezeiten zählen nicht als Arbeitszeit." Der letzte Satz verstößt gegen geltende Gesetze, das weiß ich auch, daher interessiert er mich nicht.

Da unsere Mitarbeiter viel unterwegs sind, will man mit der Klauses sicherstellen, dass sie früh (um 5 oder 6 Uhr) losfahren, 8-9 Stunden beim Kunden sind und dann noch (2-3 Std) zurück fahren.

Flexibel ist Trumpf!

Also so: Wenn jeder von 8 bis 16 00 arbeitet, kann niemand niemand mehr aufsuchen: Die Mitabeiterin, die sich scheiden lassen möchte, läuft nach 16 Uhr ebenso vor eine geschlossene Tür bei ihrem Rechtsanwalt, wie ihr Kollege, der zur technischen Untersuchung zur KfZ-Prüfstelle muss. Schon diese Beispiele zeigen: Heute finden beide Termine außerhalb ihrer Arbeitszeit. Das setzt aber bei anderen Unternehmen andere Arbeitszeiten voraus.
Hinzu kommt, dass in den anderen Betrieben auch Eltern mit Kindern arbeiten, die sich z.B. nach der Kindertageseinrichtung richten müssen.
Wenn die SPD die 24-Std.-Kita nicht als (politischen) Selbstzweck, sondern als ein Instrument der Flexiblisierung einbettet, dann sollte Frau Nahles sich mal die dynamisch gewordene Realität anschauen! Warum kein Arbeitsvertrag für 26 oder für 36 Stunden? Mit der Arbeitszeit dann, wenn die Arbeit anfällt? - Wobei Frau Nahles zuzugestehen ist: Zumindest in (zu) engen Grenzen herrscht auch heute schon Fleixibilität.

find ich gar nicht so schlecht

für meine Arbeit wäre ein Wochenkontigent möglich. Da arbeitest Du mal etwas mehr und bleibst zu Zeiten wo du keine Termine hast einfach weg - wenns passt und auch während des Tages und nicht wie bei der flexibeln Zeit nur morgens oder abends!

Warum nicht gleich

Eine Jahresarbeitszeit? Ist diese im Juni oder Juli erreicht, hat man den Rest des Jahres Urlaub, natürlich bei vollen Bezügen. ;-)

Richtig so

Es gibt genügen Montageunternehmen die bei einem Maschinenumbau 80-90 Wochenstunden von Ihren Monteuren abverlangen.
Der Zeitdruck wird von den Großunternehmen vorgegeben und ein ausweichen ist leider nicht möglich.
Die Rechnung 1 Mann = 100 Stunden oder 100 Mann = 1 Stunde funktioniert halt nur in der Theorie.
Obwohl dies gegen gesetzliche Regelungen verstößt wird dies sowohl von den Gewerbeaufsichtsämtern wie auch von den Gewerkschaften notwendigerweise akzeptiert und toleriert.

Persönliche erbrachte Arbeitszeit waren 42 Stunden am Stück unterbrochen lediglich zur Nahrungsaufnahme.

Ui.. Sich selbst

Ui..

Sich selbst organisierende Mitarbeiter...
Null-Stunden Arbeitsverträge...
Arbeit auf Abruf...
Bereitschaftsdienst ohne Bezahlung...

Unsere Arbeitswelt wurde schon genug zerschossen!

Es hat nichts, aber auch gar nichts mit "modern oder zeitgemäß" zu tun, es geht nur um Lohndruckerei.

Arbeitgeber wollen Acht-Stunden-Tag kippen

Und wieder zulasten der Beschäftigten.

"Flexiblere Beschäftigungsmodelle" bedeutet nichts anderes, als ständig für die lieben Arbeitgeber verfügbar sein zu müssen.

Wer wohl ausschließlich davon profitiert?

Zu wessen Vorteil das wohl ist?
Schichtzulage weg?
Überstunde erst weg wenn 36 Std. gearbeitet? Arbeitsbeginn-Ende heute so morgen so dann entstehen erst gar keine Überstunden oder Zulagen jeglicher Art u. wenn die Maschienen erst mal laufen brauch ich gar keine Schicht mehr usw.?

was für ein Versuch

normal würde ich den Argumentern der Arbeitgeber erst einmal Recht geben.

Aber ich kenne die Praxis.
Faktisch übernimmt die Arbeit bereits dank Mobiltelefon und Internet weite Bereiche meiner Freizeit.
Überstundenkonten - wo vorhanden - laufen ins Uferlose.

Auch Vertrauensarbeitszeit (wovon das vorgeschlagene Modell ja praktisch eine Abwandlung darstellen könnte) hat gezeigt das der Arbeitnehmer nur sich selbst mehr ausbeutet, sprich mehr Stunden arbeitet.

Diese Änderung würde nur dazu führen, das weniger Leute die selbe Arbeitslast zu tragen hätten.

Derartige Modelle sollen mal schön drüben in Amerika bleiben. Bei uns ist alles ganz gut so wie es ist.

Warum nicht?

In einigen Bereichen würde diese Regelung meiner Meinung nach Sinn machen.

Wenn ich eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden habe (5*8Std) und mir diese einteilen könnte wie ich möchte wäre ich Zufrieden. Wenn ich mit einer Aufgabe beschäftigt bin und einfach 10 oder 11 Stunden Arbeiten kann ist der Auftrag erledigt und ich muss nicht am nächsten Tag weitermachen. Dafür könnte Ich mir aber einen Freitag oder Montag frei nehmen bzw. Später kommen / früher gehen. In Stressigen Zeiten fallen natürlich immer mal ein paar Überstunden an, das ist klar.
Auch für Wochenendpendler wäre dieses Modell in meinen Augen sehr Attraktiv.

Es ist auch Klar das dieses Modell zum Beispiel im Schichtbetrieb beim Autobauer oder bei Servicehotlines nicht funktioniert, aber wenn es realisierbar ist, warum nicht. Meine Familie würde sich über mehr Papa am Wochenende freuen.

Das Arbeitszeitgesetz

gibt bereits massivst Flexibilität her. Acht Stunden am Tag sind bei weitem nicht das Limit.

Demzufolge liegt hier entweder massive Unkenntnis dieses Gesetzes vor oder die reine Absicht den Arbeitnehmerschutz auszuhöhlen und den Weg zu mehr Ausbeutung zu ebnen.

Nicht alle Arbeitnehmer sind in der Lage die dann resultierenden 45 oder 50h-Wochen zu leisten.
Die Folge wird eine Benachteiligung von unflexibleren Personengruppen (z.B. Familienvätern / Müttern) sein.

...

Wer kann von sich behaupten, daß er 8 stunden am tag arbeitet oder gar 36 Stunden die woche? Ich habe einen Arbeitsvertrag in dem steht das ich 173 Stunden im Monat arbeite. In der Realität komme ich auf 200 Stunden im Monat (ohne Überstunden)...

Der 8-Stundentag war und ist...

eine soziale Forderung!
Dafür haben Arbeiter und Gewerkschaften schon vor 100 und mehr Jahren gekämpft!!
Immer wieder kommen die "Arbeitgeber" (besser Kapitalisten) und wollen die erkämpften sozialen Ziele zu Gunsten höherer Renditeziele abbauen.

Es gibt bereits eine

Es gibt bereits eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, nämlich pro Werktag 8 Stunden, also 48 Stunden. Da die meisten nur 5 Tage pro Woche arbeiten, also durchschnittlich 9,6 Stunden pro Tag. Die maximale Arbeitszeit pro Tag ist auf 10 Stunden begrenzt.

Ich verstehe daher nicht, was "die Arbeitgeber" damit nun erreichen wollen. Vermutlich 12 Stundentage, und sich dann beschweren, dass die Leistung nachlässt...

Aufweichung

Es handelt sich hier um eine klare Aufweichung der ohnehin bereits sehr aufgeweichten Arbeitszeitregelungen. Viele Unternehmen gehen durch Gleitzeiten und verkürzten Kernzeiten abweichende Wege. Zwar sind derlei Vereinbarungen zumeist eine historisch gewachsene Firmenkultur westdeutscher Bundesländer und in den östlichen Bundesländern vergleichsweise seltener anzutreffen, aber im Kern ist es das bereits eine Aufweichung.

Das Abstellen auf eine Wochenarbeitszeit würde einer 6 - in Einzelfällen auch 7 - Tagewoche die Flügeltüren öffnen. Nicht permanent, aber ich sehe hier eine überdeutliche Verschiebung hin zu neuen prekären Arbeitsverhältnissen.
Als Personalcontroller sehe ich tagtäglich die Irrsinnsblüten aufgeweichter Arbeitszeiten. Mag zwar in 7 von 10 Fällen weniger Kosten und Flexibilität erzeugen - und auch die Arbeitsmarktstatistiken schönen - aber das macht die Menschen körperlich und seelisch kaputt.

Das wären Verhältnisse wie im 19. Jahrhundert.

Von mir ein klares Nein!

Acht Stunden sind kein Tag

Was Arbeitgeber möchten, ist grundsätzlich für den Arbeitnehmer falsch. Darum Hände weg, von der acht Stundenregelung. Die Arbeit darf niemals das Leben beherrschen, soll heißen, nach einer Phase der Arbeit muss eine wesentlich längere Phase der Erholung und Freizeitgestaltung folgen. Die Arbeit ist für den Menschen da, nicht umgekehrt.

herrlich

Schön zu sehen,wie sich Arbeitgeber Sorgen um die Arbeitnehmer und deren Familien machen. Nur irgendwie bezweifele ich,dass es um deren Wohl gehen soll.

Wenn gleichzeitig die wöchentliche Höchstarbeitszeit gesenkt werden soll,könnte man natürlich nochmal drüber reden.
Schlimm genug,dass sich da in den letzten Jahrzehnten nicht getan hat. Das hat man sich früher sicher anders vorgestellt...

Es ist schon interessant, wie

Es ist schon interessant, wie AGs immer "mehr Flexibilität" verlangen, aber nicht bereit sind, selbst dafür etwas tun.
-
Zumal diese Tages-Arbeitszeit-Flexibilität de-facto bereits existiert. Ein guter Arbeitgeber regelt das nämlich auf einer persönlichen Ebene... mündlich... auf eine Geben-und-Nehmen Art.
-
Eine gesetzliche Regelung, wie sie den AGs vorschwebt ist vielmehr ein Instrument zur Ausbeutung, nichts anderes.

Liebe Arbeitgeber, was fordern Sie, es ist

mit Gleitzeit: Flexible Arbeitszeitgestaltung? -Einfache Gleitzeit -Qualifizierte oder variable Gleitzeit oder Gleitzeit ohne feste Kernarbeitszeit schon heute möglich! "Sie müssen, wenn es in Ihrem Betrieb möglich ist, einführen!!!!!!!!!!!!!!!!!"

@hammer

"für meine Arbeit wäre ein Wochenkontigent möglich. Da arbeitest Du mal etwas mehr und bleibst zu Zeiten wo du keine Termine hast einfach weg..."
.
Das könnten Sie problemlos individuell mit Ihrem AG vereinbaren.
Oder: In vielen Betrieben existieren Gleitzeit-Modelle.
In der Kernzeit besteht dann Anwesenheitspflicht - zB 10-15 Uhr bei Bürotätigkeit. Rahmenzeit von 7-20 Uhr.
Flexibilität ist so gegeben, für beide Seiten.
.
Interessanter ist übrigens die derzeit gültige Begrenzung der Regelarbeitszeit auf 10 Stunden täglich, diese stellt wohl (noch?) niemand in Frage.

@GeMe

"Es glaubt doch wohl niemand, dass ein Mitarbeiter, der von Montag bis Mittwoch schon 36 Stunden gearbeitet hat, am Donnerstag gegen Mittag ins Wochenende gehen darf."

Natürlich- bei uns ist das automatisch so. Die Mitarbeiter stempeln elektronisch. Am Jahresende muss das Zeitkonto auf Null stehen. Ob der Mitarbeiter dann ab "Donnerstag gegen Mittag" Zeitausgleich einreicht oder in 3 Wochen eine ganze Woche zu Hause bleibt ist seine Sache. Grundsätzlich sollen aber keine solche exzessiven Zeitverschiebungen stattfinden, da Abteilungen dauernd besetzt sein müssen. Das ist dann eine Sache der internen Kommunikation.

Die leitenden Angestellten sind nicht in der Zeiterfassung, arbeiten alle (ohne Zwang) meist 50-60h pro Woche, verdienen aber dementsprechend hoch.

Max 10h Durchschnitt 8h

Ich bin echt froh, dass ich nicht unter das Arbeitszeitgesetz falle. Wenn ich unterwegs beim Kunden bin und dann noch 8h, die ich eigentlich noch arbeiten könnte im Hotel sitzen müsste, würde ich meine Arbeit kaum schaffen und meine Familie hätte noch weniger von mir. So kann ich aber bereits nach 3 Tagen wieder nach Hause fahren und habe mehr bewirkt, als wenn ich die ganze Woche max 10h beim Kunden sein darf.

tiberius gracchus

Und, was soll daran neu sein? Schauen Sie sich einmal die Tarifverträge der DB an. Dort ist die Jahresarbeitszeit Vertraglich fest gelegt und wie Sie die abarbeiten bleibt Ihnen "weitestgehend" selbst überlassen. Und ja die Jungs draußen auf der Montage haben diese teilweise "schnell" erledigt und bummeln die im Winter ab, wenn sie draußen nicht arbeiten können. Wir im Büro haben eine Kernarbeitszeit von, bis die eingehalten werden muß und länger als 10Std am Tag darf nicht, den Rest können Sie gleiten. Versand und Warenannahme sind wieder anders geregelt, da dort eben das Lager entsprechend besetzt sein muß. Oder schauen Sie sich den Einzelhandel an Teilweise von 07:00 - 22:00Uhr geöffnet (die möchten Sie aber sicher nicht an einem Stück arbeiten). Flexibilität ist keine Scifi sondern schon Realität. Nur sind hier die Gewerkschaften gefragt wie die Flexibilität angewendet und VERGÜTET wird. Davor wollen sich die Arbeitgeber drücken um auf gesetzlichem Wege Kosten zu sparen.

@Thomas Wohlzufrieden

"Die Arbeit darf niemals das Leben beherrschen, soll heißen, nach einer Phase der Arbeit muss eine wesentlich längere Phase der Erholung und Freizeitgestaltung folgen. Die Arbeit ist für den Menschen da, nicht umgekehrt."

Ja ne, is klar... und Schlafen, Haushalt, Essen und Körperpflege gehört für Sie vermutlich nicht zu "Erholung und Freizeitgestaltung". Wie viele Angestellte haben Sie denen Sie ein auskömmliches Gehalt zahlen, die dafür nach einem Tag Arbeit erst mal 2 tage frei haben müssen?

Grundsätzlich wird der Arbeitgeber das bezahlen was gearbeitet wird, nicht umsonst gibt es den Begriff der Stundenlöhne. Auf der Basis kann doch jeder selbst entscheiden ob ihm das Geld eines Teilzeitjobs reicht.

Jeder Arbeitnehmer sollte auf Abruf und dann auch

mehr als 10 Stunden am Stück arbeiten müssen. Wir müssen uns Anpassen!
Ironie aus
Die Frage ist, an wen müssen wir uns anpassen? Es ist Zeit für eine Art Französische Revolution. Nur dieses Mal erhebt sich der Pöbel.
MfG

Arbeitszeitgesetz

Es gibt bereits ein Arbeitszeitgesetz, das sowohl die tägliche als auch die wöchentliche Höchstarbeitszeit regelt: wöchentlich max. 48 Stunden, täglich max. 10, wobei nach 6 Stunden Arbeitszeit 30 Minuten Pause einzulegen sind und nach 9 Stunden nochmals 15 Minuten.
Außerdem ist zwischen zwei Schichten eine Ruhezeit von 11 Stunden einzuhalten.
Wundert mich, dass die Arbeitgeber das nicht kennen...

@ tiberius gracchus: Nachtrag

Zulagen zu WE, Nacht usw. gibt es trotzdem, aber genau das ist es was die Arbeitgeber nämlich mit Kippen des 8Std Tages erreichen wollen Zulagen für Arbeiten zu ungünstigen Zeiten sparen und nicht die "Flexibilität" der Arbeitszeiten bzw der Arbeitnehmer erhöhen. Im Übrigen können wir unsere Arbeitszeit gerne auf 36Std/Wo VERKÜRZEN (zur Zeit 39Std/Wo) und es gibt noch genug Firmen, die offiziell die 42Std/Wo fahren.

@phase3

Das deuten sie aus der Forderung, aber es steht nicht drin. Und das wird man sicherlich gesetzlich regeln können, dass dies nicht möglich ist.

@12:53 von Thomas Wohlzufrieden

"Die Arbeit darf niemals das Leben beherrschen" und "Die Arbeit ist für den Menschen da, nicht umgekehrt" - dieses Prinzip wird m.E. "erfolgreich" in einem südöstlichen EU-Land gehandhabt, welches derzeit wegen eben dieses "Erfolgs" die Medien beherrscht.
Im übrigen verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Wir hatten schon im letzten Jahrhundert Gleitzeit und mußten u.a. dafür unterschreiben, pro Tag nicht länger als 10 Stunden im Büro zu sein. Dazu haben sich "13:06 von peter04" und "13:07 von Skywalker" schon sinngemäß geäußert.
Doch Interesse an der Arbeit zu haben und Lust (!) an dem Tag etwas zu Ende führen zu können kommt Ihnen sicher nicht in den Sinn. Sollte es aber.

@GL_sputnik

Wenn sie am Anfang der Woche jeden Tag 10 oder 11 Stunden durcharbeiten, dann ist ihre gelieferte Arbeitsleistung nicht die gleiche, wie bei einer Aufteilung der 8 Stunden auf 5 Tage.

Die Leistung lässt nämlich mit der Zeit nach und mit so einer Regelung würden sie für die gleiche Zeit weniger Leistung erbringen.

Ich hätte nichts gegen eine sehr flexible Arbeitsregelung, aber die sollte dann nicht dazu führen, dass die Arbeitnehmer in den ersten drei Tagen der Woche 12 h am Stück arbeiten und sich am Donnerstag Nachmittag und den ganzen Freitag dann frei nehmen.

Richtmaß sollten 8 h pro Tag sein, aber wann diese Zeit unterbrochen wird, die sollte frei nach angefallenem Aufwand wählbar sein, so dass man auch mal Behördengänge und ähnliches problemlos durchführen kann ohne jedes mal eine Erlaubnis dafür einholen zu müssen.

Ausnahmen müssen die Regel bestätigen

Generell ist ja nichts gegen einen 8-Stunden-Arbeitstag auszusetzen, aber es müssen praxisnahe Ausnahmeregelungen geschaffen werden, die Rechtssicherheit geben und nichts mit Ausbeutung zu tun haben.

Beispiel: Silvesterparty - 23:30h - Liebe Gäste, wir müssen jetzt schließen, unsere Mitarbeiter haben bereits 7 Stunden gearbeitet und müssen gleich noch aufräumen... praxisnah? Ich glaube, Frau Nahles würde sich am meisten aufregen, wenn Sie aus ihrer Feierlokalität "verwiesen" würde.

"Grundsätzlich wird der

"Grundsätzlich wird der Arbeitgeber das bezahlen was gearbeitet wird, nicht umsonst gibt es den Begriff der Stundenlöhne. Auf der Basis kann doch jeder selbst entscheiden ob ihm das Geld eines Teilzeitjobs reicht."

In Bürojobs ist es nicht unbedingt nachweisbar, was in einer bestimmten Zeit wirklich gearbeitet wurde. Man hört von zahlreichen Privaterledigungen während der Arbeitszeit.

40 Stunden - egal wann

Bei uns auf Arbeit ist das bereits gelebte Praxis. Hauptsache 40 Stunden von Montag bis Freitag, der Rest ist freie Arbeitseinteilung des Angestellten, nennt sich Zeitsouveränität.

Wozu brauch es da ein neues Gesetz?

SOSO!

Hat irgendeiner der Herren die derlei Forderungen aufstellen mal 8 Stunden am Stück ein Dach gedeckt?
Oder in einer Küche gearbeitet und bei 35° C acht Stunden lang gekocht?

Ich kenn beides. Ich kenn auch beides mit 12h. Sogar mit 15h.

Dann aber weil ich das will und nicht weil irgendwelche Schlaumeier-Funktionäre das gern so festlegen wollen.

Bin gespannt, wann gefordert wird, das Mindestalter wieder zu senken, so auf 8 Jahre oder so.
Weil die lieben Kleinen ja heute so gut entwickelt seien...

In Krankenhäusern und bei der

In Krankenhäusern und bei der Bundeswehr gibt es 24 h Schichten.
An Hochschulen kann die Arbeitsbelastung bis zu 100 h pro Woche betragen (38,5 h bezahlt).
Es gibt Branchen wo man zu Belohnung um 16:00 am Samstag nach Hause gehen darf wenn das Projekt für Montag fertig ist.
Es gibt natürlich auch Leute die soviel arbeiten das sie irgendwann tot umfallen (z.B. Praktikanten bei Investmentbanken).

Es gibt also genügend Möglichkeiten das Gesetz umzugehen in Branchen wo es nötig ist. Für flexible Arbeitszeiten ist der Arbeitgeber verantwortlich.

Tricks vom Arbeitgeberverband

Wenn Arbeitnehmer flexible Arbeitszeiten wünschen, können sie das schon heute mit Arbeitgebern vereinbaren. Dafür braucht es keine Gesetzesänderung.
Was die Arbeitgeber wollen: Flexibilität nach ihren Interessen. Und wie der Arbeitnehmer das mit seiner Planung vereinbaren soll, ist dann allein sein privates Problem. Die ganze Familie des Arbeitnehmers muss sich dann darauf einstellen, wann der Arbeitnehmer arbeiten soll. Bei zwei Berufstätigen muss jeder sein Leben allein meistern. Aufeinander abstimmen lässt sich dann nichts mehr, weil der Partner selbst gar nicht entscheiden kann, sondern er sich nach seinem Arbeitgeber richten muss.
Dann ist für Familienleben kein Platz mehr. Wer Familienleben will, hat sich dann eben für Hartz IV entschieden.
Der Trick ist mE: Wer so was fordert, bestimmt die Richtung der Diskussion. Was wir am Arbeitsmarkt brauchen, ist ein sicherer Rahmen, um den herum Menschen ihr Leben außerhalb von Arbeit frei gestalten können.

um 13:27 von Klabautermann 08

Das freut mich natürlich für sie. Ich persönlich bin Standbauer auf selbstständiger Basis. Somit falle ich nicht unter das Arbeitszeitgesetz, arbeite aber zuweilen fast 100 h pro Woche. Überstundenzuschlag gibt's für mich natürlich nicht, da ich vorher ein Angebot abgegeben habe (wobei das darin enthalten ist, genauso wie ggf Hotelkosten, Auslöse etc.).
Allerdings achte ich darauf, daß ich nach Beendigung eines Auftrags genügend Erholungszeit habe. Kann also vorkommen, daß ich 2-3 Monate alles ablehne und Urlaub mache(soweit finanziell möglich).
Grundsätzlich jedoch ist das Ansinnen des Arbeitgeberverbandes durchschaubar. Es wird versucht Schicht- und Feiertagszuschläge auszuhebeln. Dem muß rigoros entgegengetreten werden.

@ D.Menz

Ihre letzten drei Sätze gefallen mir, das ist eine gute Grundlage für neue Gesetze.

Arbeitgeber wollen Acht-Stunden-Tag kippen

Das AZG ist eigentlich voll ausreichend. Gerne können Arbeitgeber kürzere tägliche Arbeitszeiten mit Ihren Mitarbeitern per TV festlegen. Die wöchentl. AZ sollte tats. auf max. 32 Arb.-Std. (max. 8 Arbeitsstd./Arbeitstag) und einer max. 5 Tagewoche begrenzt werden. Durch ein solches flexibles Arbeitszeitmodell könnte man Vollbeschäftigung erreichen. Zusätzlich könnte man die Mitarbeiter_Innen am Unternehmensgewinn (z. B. 50 %) - neben einem existenzsichernden Einkommen - beteiligen. So kommt Geld in die Steuerkasse und Sozialversicherungsbeiträge in die Sozialkassen. Auch ist ein solches Modell familienfreundlich. Das v. g. Modell sollte der DIHK und die Arbeitgeberverbände mal in Erwägung ziehen !

Eventuell könnte....

ein bedingungsloses Grundeinkommen diese Diskussion in den Gedanken der Menschen etwas beflügeln. Somit kann man dann mit den Arbeitgebern verhandeln das man ohne hin nur noch eine Stundenhöchstdauer pro Woche, Monat,Jahr benötigt um als Mensch sein Leben zu gestallten. Sicherlich ist das Thema viel komplexer. So ein Gesetz darf auch nicht den Menschen bestrafen der gerne 31Tage*24Stunden = 744 Tagesstunden arbeiten möchte. ;-) Doch im Rahmen der immer stärkeren Automatisierung muss sich der Mensch fragen, wie soll die Arbeitswelt von morgen aussehen? Der Mensch muss sich wohl erst einmal selbst finden - bevor er über ein Arbeitszeitmodel nachdenkt das schon jetzt die Zukunft nicht berücksichtigt.

Ich weiss nicht ob ich heulen

Ich weiss nicht ob ich heulen oder Schreien soll bei solchen Ideen.
Es gibt heute kaum noch Arbeitsplätze mit einer 5 Tage Woche. Conti Schichten sind normal. Auch mal gerne 3 Wochen durch Arbeiten. Was sonst noch? Leben kann man von Deutschen Löhnen sowieso nicht mehr. Nur Überleben.

Arbeitgeber wollen Acht-Stunden Tag kippen.......

Ein besonders menschenfreundlicher Vorschlag.Er kommt von Leuten die den Hals nicht voll kriegen.
Gestützt auf so eine Arbeitsproduktivität wird man dann auch Exportweltmeister und drückt andere über die Handelsbilanzüberschüsse Deutschlands in Handelsbilanzdefizite wirtschaftlich an die Wand.

gleitende Arbeitszeiten

sind bei Behörden schon ganz normal.

Ab Freitag um 12......

Oder - Papa hat Mittwoch 14:00 einen Zahnarzttermin. Dann eben Montag und Dienstag statt bis 16:00 bis 18:00 arbeiten, schon ist das Problem gelöst.

Und die Idee ist wirklich grundsätzlich gut; es kommt schlußendlich nur darauf an, was daraus gemacht wird.

Sicher gibt es Arbeitsstellen zuhauf, bei denen das nicht möglich ist. Aber das wäre wohl auch keine Verpflichtung.

Und Thema Überstunden - um die zu machen, braucht es keine gleitende Arbeitszeit.

alles viel zu starr

Wöchentliche Höchstarbeitszeit? Wie wäre es mit Lebenshöchstarbeitszeit. Ein junger Mensch kann leicht viel länger arbeiten als ein älterer Mensch. Im Alter könnte dann gut durch Verkürzung der Arbeitszeit ein angespartes Arbeitszeitkonto aufgezehrt werden.

was denn noch?

Was für ein Unfug die Arbeitgeber da doch verlangen. Das wird doch genauso mißbraucht werden wie bisher, nur in anderer Form, womöglich sogar noch heftiger. Am Ende werden weiterhin Überstunden verlangt und wenn's ganz dicke kommt, ohne jeden Ausgleich. Dass man nich nach einer Wiederbelebung des Sklaventums fragt, ist ja doch noch erfreulich.

Die Arbeitszeitrichtlinien könnten ruhig noch strenger werden. Keine maximalen zehn Stunden mehr. Acht Stunden, Aus die Maus. Wenn mehr Arbeit anliegt, soll der Chef halt mal Flexibilität zeigen und sich Leute besorgen dafür - es gibt doch zig Arbeitnehmerüberlasser, de haben vielleicht noch ein paar Leute übrig. Arbeitgeber verlangen immer mehr Flexibilität, dabei sind sie selbst so starr wie gute deutsche Eichen.

Wirklich merkwürdig, früher kam man mit 35 oder 40 Stunden aus und alles hat funktioniert. Aber man muss ja heute wohl die 24-Stunden-Gesellschaft komplett auf die Spitze treiben.

einen an der Waffel

zumeist junge Medienschaffende machen sich völlig kaputt, weil sie sich oder sonstwem iwas beweisen wollen - und viele Arbeitgeber versuchen für sich soviel wie möglich aus diesem Wahnsinn rauszuholen. Wer den Crunch noch als besonderen Anreiz sieht und tatsächlich die Überstunden auch noch macht, die einem durch die Blume abverlangt werden, weil es in den meisten Klitschen überhaupt keine Planungsphasen mehr gibt, der zeichnet sich durch ein völlig ungesundes Verhältnis zur Arbeit aus.

Die Menschen müssen dazu

Die Menschen müssen dazu angehalten werden, nach 8 Stunden auf der Arbeit gefälligst heimzugehen. Die gesetzlichen Bestimmungen diesbezüglich müssen nicht gelockert, sondern erheblich verschärft werden.

Ahhhh, Sommerloch! Jetzt

Ahhhh, Sommerloch!
Jetzt werden wieder die Parolen ausgegraben, damit das Wahlvolk was zum Diskutieren hat.
Betriebliche Notwendigkeiten, wenn ich das schon höre, von einem der noch nie gearbeitet hat, sondern sein Geld mit Sprüchen verdient. Verdient, ist da vieleicht auch nicht das richtige Wort!
Was ist denn mit den familiären Notwendigkeiten? Die gleichen Nasen regen sich dann wieder auf, wenn der Nachwuchs fehlt, oder die Scheidungsrate zu hoch ist, und und und.
Ich kann dieses gesülze nicht mehr hören!
Irgendwann muss doch auch die größte Profitgier einmal gestillt sein, oder?
Ich sehe es schon Vater Montags frei, weil war ja am Sonntag arbeiten. Und die Frau am Montag in der Spur, hatte ja Sonntag frei!
Wann bekommt das Lobbyistenpack endlich einmal Zutrittsverbot bei politischen Entscheidungen?

Ja, aber...

wie bekommt man dies dann in Zukunft mit dem Zweit- oder gar Drittjob geregelt?
Zwei Jobs a acht Stunden bekommt man ja noch unter, aber bei 2x10 Stunden, plus Fahrzeit heim und zur Arbeit sieht einen das Bett dann nur noch im Vorbeilaufen.
Bei drei Jobs müsste dann gleichzeitig auch noch der 30-Stunden-Tag eingeführt werden. Ja, wenn's die Wirtschaft doch brauch...!

War vor ein paar Jahren bei

War vor ein paar Jahren bei der Zeitarbeit 13-14 Std. jeden Tag unterwegs zum großen Teil mit dem Fahrdienst über mehrere Anfahrstellen morgens u. abends um 8Std. zu arbeiten u. davon landeten 7,5 auf der Lohnabrechnung u. 0,5 oder Mehrstunden auf dem Arbeitszeitkonto das ich bei Kündigung gerichtlich habe klären lassen müssen da wieder einmal getrickst wurde zu meinem Nachteil u. Fahrgeld vom Firmensitz zum Kunden sollten wir auch noch bezahlen.
Ich wünsche schon mal viel Spaß wenn diese Methodik auch sonst sich sogar gesetzlich durchsetzt!
(Übrigens sollte man schon mal Arbeitsrecht studiert haben nur auf das Zeitkonto bezogen)
Die meisten Kollegen haben mir nicht mal geglaubt als ich Schriftstücke ihnen gezeigt habe bzw. Gesetzestexte dazu.Bei den russischen Kollegen hätte ich es noch verstaden aber nicht bei den deutschen Jungschleimern die es lesen u. verstehen konnten.Ich habe es mal nicht geschluckt sondern nach 9 Monaten gewonnen.

Tipp

Ich kann jedem empfehlen mal die Doku "Frohes Schaffen - Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral" zu gucken. Vielleicht ändert das bei einigen mal die Sichtweise.

irgendwie erinnert mich das

an die Forderung nach "Flexibilisierung" des Kündigungsschutzes. Da ging es doch auch aussschließlich darum, mehr auf die Interessen der Arbeitnehmer einzugehen, indem man die Kündigungszeiten verlängert, befristete Arbeitsverhältnisse durch Festanstellungen ersetzt und dem Arbeitnehmer eine angemessene Lebensplanung ermöglicht. Auf ähnliche Weise will man jetzt auch wieder den Mitarbeitern behilflich sein.
Den Arbeitgebern ist es einfach ein Bedürfnis, dass die Beschäftigten freier über ihre Zeit bestimmen dürfen. Und jetzt gibts hier Foristen, die glauben das nicht! Kopfschüttel ...

8-Std.-Arbeitstag

Ja - DAS könnte den Arbeitgebern so passen !
Dafür haben wir in den 60er Jahren NICHT gekämpft !
Es ist doch heute sowieso schon aufgeweicht ohne Ende - Überstunden sind doch an der Tagesordnung ! Und zwar nicht nur in der "Freien Wirtschaft", NEIN - im öffentlichen Dienst werden sowohl von den Angestellten, als auch von den Beamten täglich Überstunden erwartet, sonst ist man/frau nicht belastungsfähig !
Im öffentlichen Dienst sind in den letzten 10 Jahren soviele Stellen nicht mehr besetzt, also eingespart worden, dass die tägliche Arbeit einfach nicht mehr in den normalen 8 Stunden geschafft werden kann ! Warum haben wir denn so viele Wartezeiten in den Gemeindebüros oder warum haben wir denn Fristversäumnisse und Prozesslängen bei den Gerichten ???
Warum müssen denn Arbeitssuchende in den Wartebereichen der Ämter stundenlg. warten ? Warum können denn einige säumige Steuerzahler nicht vom Finanzamt belangt werden ?
Und ... !
Nee - die Lobby der Arbeitgeber soll sich WENIGSTENS dara

Flexibilität ist doch etwas Feines

Ich denke, dass viele Arbeitnehmer für eine Flexibilisierung offen sind.

Wichtig wäre hier allerdings, dass es stringente Durchführungswege dazu gibt. Ohne Sicherheit und Orientierung wird das Ganze nicht funktionieren.

Fraglich ist allerdings, ob und wie einem Arbeitgeber eine Flexibilisierung dieses auch monetär wichtig ist.

Alleine das unternehmerische Risiko immer mehr dem Mitarbeiter ans Bein zu binden ist zwar eine Lösung, aber sicherlich keine Lösung, die nachhaltig gesund sein kann und darf.

Gesetzlich 10 Std., tariflich 8 Std.

Jetzt kommen wohl die ersten Sommerlochthemen. Da wird dann schon mal geschludert: Ich weiß nicht, ob hier die Arbeitgeber Verwirrung stiften oder ob die Berichterstattung nicht aufgepasst hat. Das Arbeitszeitgesetz beschränkt die tägliche Arbeitszeit auf 10 Stunden. Kürzere Zeiten (z.B. 8 Stunden) wurden dagegen tariflich vereinbart. Änderungswünsche müssen die Arbeitgeber hier mit den Gewerkschaften aushandeln, nicht mit dem Gesetzgeber (es sei denn, sie wollen 11 Stunden usw.)

OXI

Das sich die Arbeitgeber das gerne wünschen kann ich mir gut vorstellen. Es ist doch langsam unerträglich sich das Rede von bedingungsloser Flexibilität anhören zu müssen. Jeder Schritt in die Aufweichung kostet Arbeitsplätze und die Gesundheit von Arbeitnehmern. Nochmal ein klares OXI von mir

um 13:50 von g461714

Das kenne ich von einigen deutschen Firmen. Die Anfangzeit und die Endzeit ist festgelegt zB. morgens zwischen 7 und 9 Uhr muss man anfangen und zwischen 4pm und 6pm kann man aufhoeren.Mittag 1 Stunde max.

Ich warte immer noch drauf

Ich warte immer noch drauf bis dieses fortschrittliche, höchst effiziente Arbeitszeitmodell des Schichtdienstes auch auf Beamte/Verwaltungen übertragen wird.

Was Schichtdienste dem Menschen zumutet, interessiert immer weniger. Selbst steuerliche Vergünstigungen werden gestrichen.
Bevor immer mehr verlangt wird vom Industriearbeitern, sollten doch Politiker und Manager mit Vorbildfunktion glänzen.

Oder kommt es da nicht auf Effizienz an? Oder zu wenig zu tun, für die ganzen Leute?
Schichtdienst muss viel besser entlohnt werden.

Was da für Experimente an den Arbeitern mit den verschiedensten Schichtzeit-Modell durchgeführt wird, ist haarsträubend.

Das zehrt zusätzlich noch an den Nerven.

PS:Nachtschichtler sind quasi von gesetzlichen Ruhezeit-Vorschriften ausgenommen.

was für ein 8-stunden tag? so

was für ein 8-stunden tag?

so wenig wird doch nur noch im metallbereich und im öfentlichen dienst gearbeitet.

wobei es selbst hier ausnahmen gibt, denn auch polizeibeamte z.b. rbeiten durchaus auch schon mal 55-60 stunden pro woche.

und in der gastronomie und in er landwirtschaft sind arbeitszeiten von 12 oder 16 stunden pro tag öfters anzutreffen, als man denken sollte.

wer mir solche - meist unbezahlten - 16 stunden schichten aus der gastronomie jetzt noch mehr "flexibilisieren" will, der mus mit einer endgültigen kriegserklärung rechnen.

legal sind 10-14, aber bitte mit pausen, und vor allem bezahlt!

Entkriminalisieren! Individualisieren!

Nicht jede Arbeit belastet gleich. Das ArbZG tut aber so.
Dabei berücksicht es überhaupt nicht, ob der Arbeitnehmer eine leichte oder schwere Tätigkeit hat, ob er in seiner Ruhezeit ruht oder auf Kneipentour geht oder den Garten 10 mal umgräbt.
Übrigens sind die 8 Stunden sehr wohl gesetzlich und nicht tariflich, aber man darf sie 6 Tage lang machen. Ein Witz, wo man heutzutage Freitagnachmittag doch schon keinen mehr im Büro antrifft.
Die Stundengrenzen sind absolut nicht zeitgemäß und kriminalisieren diejenigen, die gerne mal etwas mehr machen, oft wirklich auch im eigenen Interesse.
Dass hier in den Kommentaren viele aufschreien ist natürlich klar. Die die den Karren ziehen haben eben seltener Zeit zum Surfen.

@ um 16:44 von americafl

Bei uns gibts nichtmal ne Kernzeit oder Zeitbeschränkung der Mittagspause. Nur wenns mal nen Meeting gibt, sollte man auch anwesend sein. Ich kann theoretisch auch vormittags 8-13 Uhr im Büro sitzen, dann meine Sachen packen, mich zum Picknick an den Stand legen und Abends dann nochmal 3 Stunden zuhause Zeug wegarbeiten. Genauso gibt es Kollegen, die Mo-Do ihre 40 Stunden vollmachen (oft auch durch Reisezeit) und Freitag schon Wochenende haben. Hauptsache man kommt in der Woche auf sein 40 Stunden.

Geht alles jetzt schon, daher nochmal meine Frage, wozu es da neue Gesetzte benötigt?

weil 10 h max gelten

allein schon deswegen brauchst du das. Du darfst heute nicht 2 mal 12 und 2 mal 8.
Ausserdem musst du 11 h ruhen, selbst wenn dir 6 Stunden Schlaf reichen. Also ist es nix mit noch was zuhause machen nachdem die Kinder im Bett sind und dann um 9 beim Meeting.

Ach ja, das BDA-Wunschprogramm

Aus dem Artikel:
"Die Arbeitgeber haben die Bundesregierung aufgefordert, den Acht-Stunden-Tag aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen."

Vielleicht sollte man hier nochmal daran erinnern, dass es sich bei dem ohnehin schon zerfledderten Arbeitszeitgesetz um ein Arbeitnehmer-Schutzgesetz handelt.
Die dort vereinbarten Pausen- und Ruhezeiten stehen ja deswegen dort, weil die Arbeitgeber beim Schaffen der "Spielräume für die betrieblichen Notwendigkeiten" auch darauf gerne verzichten, wie es manche Branchen in der Praxis belegen.

Die Begründung von Eric Schweitzer, flexible Arbeitszeiten gewännen "angesichts von Digitalisierung und der Notwendigkeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer mehr an Bedeutung", trifft ja keineswegs für alle Berufe zu, die das Gesetz umfasst.

Dass gerade der BDA hier die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorheuchelt, ist einfach nur lachhaft, weil es meist die Arbeitgeber sind, die sich auf dem Sektor höchst unflexibel zeigen.

Umgekehrt

Erst im September anfangen und dann bis einschließlich März arbeiten :)
Ironie aus: wenn die Arbeitszeit doch nur amtlich kontrolliert würde!

In zu vielen, vor allen Dingen in großen Untenehmen, wird sich doch ein Sch...dreck darum gekehrt, gerad bei den "soften" Berufen, z.B. Einkauf bei a&l oder F&E bei ...

Ich frage mich gerade, wie

Ich frage mich gerade, wie denn flexiblere, und damit wahrscheinlich laengere und unkalkulierbarere taegliche Arbeitszeiten die "Vereinbarkeit von Familie u Beruf" verbessern sollen?

8h pro Tag verursachen mehr Schaden als Nutzen

Deutschland ist Exportweltmeister und hat millionen Arbeitslose. Und trotzdem wird in den Kommentaren die 40h-Woche verteidigt.

Aufgrund der fortschreitenden Automatisierung produzieren wir zu viel und haben gleichzeitig zu wenig Arbeit für alle Menschen im Land.

Dazu kommen all die Jobs die nur existieren um sich selbst zu erhalten.

Vielleicht ist es Zeit die maximale Wochenarbeitszeit verkürzen.

Z.B. maximal 20h pro Woche, Verzicht auf Arbeit die nur existiert um sich selbst zu erhalten, Verzicht auf die gewaltige Überproduktion und Verzicht auf die hohe Arbeitslosigkeit/Menschen in Praktika/Menschen in Weiterbildungsmaßnahmen.

@phase3

"Arbeitgeber wollen Acht-Stunden-Tag kippen
Und wieder zulasten der Beschäftigten."

Wieso denn eigendlich "zu Lasten der Beschäftigten"?

Ist doch super, wenn man mal 4 Tage a 10 Stunden arbeitet und dann dafür einen Tag mehr frei hat.

@püppie

"Nicht alle Arbeitnehmer sind in der Lage die dann resultierenden 45 oder 50h-Wochen zu leisten."

So ein Unsinn. Es hat ja keiner eine 50h-Woche gefordert.

Auf gehts,

eine 16h Arbeitspflicht gegen Sachleistungen muß her- SO hat der Wirtschaftsaufschwung schon Ende des 18 Jhrh funktioniert, bevor Bismarck Versicherungen und die Kommunisten Arbeitnehmerrechte durchsetzten. ... Als Nächstes muß das Mindestalter fallen, und Kinderarbeit umbenannt werden in "praktische Orientierungsstufe"

es geht nicht um die die wenig arbeiten wollen

es geht um die die das leisten was die anderen nicht leisten wollen oder können. Wenn die mehr machen wollen dann sollen sie das dürfen ohne gegen ein Gesetz zu verstossen. Ein Gesetz aus Zeiten körperlicher Arbeit ohne Flexibilität und Mobilität.
Dass die Arbeitgeber das nur zum Auspressen wollten ist doch ein blödes Gerücht. Es gibt glücklicherweise noch Menschen mit Zielen und Fähigkeiten. Auch wenn das in so einem Kommentarblog einem anders vorkommt.

@scheff2, 19:05

Dass die Arbeitgeber das nur zum Auspressen wollten ist doch ein blödes Gerücht. Es gibt glücklicherweise noch Menschen mit Zielen und Fähigkeiten. Auch wenn das in so einem Kommentarblog einem anders vorkommt
Ich bin ein Mensch mit Zielen und Fähigkeiten. Ich kann erfahrungsgemäß mehr leisten als manch anderer und freue mich darüber. Und wissen Sie, was mein Arbeitgeber damit anfängt? Er presst mich aus. Wenn ich nun meine Arbeitsbereitschaft völlig an seine Wünsche anpasse, dann bleiben genau die auf der Strecke, die diese Leistung nicht bringen können. Und grade das wäre in seinem Sinne. Sie können mich nicht davon überzeugen, dass die Arbeitgeber diese Forderung stellen, um den durch irrwitzige Vorschriften gefesselten Arbeitnehmern zu helfen.

@scheff2

"es geht um die die das leisten was die anderen nicht leisten wollen oder können"
SO eine Einstellung ist unsolidarisch, und gefährdet den Arbeitsfrieden. Ausserdem nehmen Sie einem Schwächeren seinen Arbeitsplatz weg, UND riskieren daß es IHNEN einmal genauso gehen wird. Arbeitnehmer MÜSSEN sich einig sein- sonst ist der Einzige der profitiert der Unternehmer. NIEMAND wird es Ihnen lohnen, wenn Sie sich derart anbiedern.

scheff2 - 19:05

"Dass die Arbeitgeber das nur zum Auspressen wollten ist doch ein blödes Gerücht. Es gibt glücklicherweise noch Menschen mit Zielen und Fähigkeiten. Auch wenn das in so einem Kommentarblog einem anders vorkommt."

Es wird trotz Arbeitszeitgesetz niemanden der Spaß für Mehrarbeit noch das Privileg der Selbstausbeutung genommen.

Allerdings scheinen Ihre Vorstellungen über krankmachenden Leistungsdruck und fragwürdige Arbeitsbedingungen nicht besonders ausgeprägt zu sein.

Bei den Berichten der Krankenkassen über die Zunahme von psychischen und physischen Berufserkrankungen, bzw. Berufsunfähigkeiten kann es sich dann wohl auch nur um Gerüchte handeln - gelle.

so ein Quatsch

wenn der "Schwächere" den Arbeitsplatz garnicht ausfüllen kann. Machen Sie doch mal aus einem Burgerausteiler einen begabten Softwaremann mit Führungsqualitäten. Ich bin gespannt.

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