Kommentare - Tsipras verteidigt Einigung mit Eurostaaten - und teilt aus

14. Juli 2015 - 22:06 Uhr

Nach der Einigung mit den Geldgebern steht Griechenlands Ministerpräsident Tsipras zu Hause unter Druck: In einem TV-Interview verteidigte er nun die Ergebnisse des Gipfels. Diese könnten Wachstum ermöglichen. Gleichzeitig kritisierte er Eurostaaten für ihre Verhandlungsführung.

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Kommentare

Die Anderen sind Schuld

Ja ja, meine Mutter sagte immer: "... die Anderen stehen im Stall ..."
Tsipras sucht wie immer die Schuld nur bei Anderen für dieses gesamte Schulden-Dilemma von Griechenland.
Seine eigene Schuld für seine Unfähigkeit erfolgreiche Verhandlungen zu führen, sieht er überhaupt nicht .... kritikfähig ist er auch nicht. Ich bin es leid, dieses seit Wochen immer wieder aufgewärmte Thema weiter zu diskutieren. Tsipras soll endlich aufhören, ganz Europa nach seinem Gusto ändern zu wollen. Das was er möchte, kann er anderen Politikern in Europa nicht aufdrängen - er sollte endlich die Realitäten akzeptieren und dafür sorgen, dass Griechenland zukunftsfähig und ein akzeptabler Partner in der €-Group wird. Andere Länder mussten auch "harte Zeiten" mit sparen und Opfern hinnehmen, u.a. auch wir in Deutschland - wenn ich da an Hartz-4, auf sensiblen Gebieten harte Einsparungen im Staatshaushalt und in den kommunalen Einrichtungen, höhere Steuern und und und ... Tsipras die Griechen müssen das auch

ganz schlechter Stil

man ist ja nichts anderes gewöhnt von Tsipras, da verpokert er sich gewaltig, wird trotzdem gerettet und sofort werden wieder die Feindbilder geschürt.... anstatt einmal wirklich konstruktive Politik in seiner Heimat zu machen!!

aber vielleicht brauchen die Griechen so einen Führer, der weiß wie sie ticken und sie dann am Nasenring in die Zukunft führt...

sollte er erfolgreich sein in Griechenland, werde ich meinen Hut ziehen und dann auch einmal in Griechenland Urlaub machen.

90 Milliarden ELA EU

90 Milliarden ELA EU Steuergelder, 86 Milliarden 3. Hilfspaket, 35 Milliarden Investitionsprogramm, 12 Milliarden Überbrückungsgeld. Macht umgerechnet 80000€ Unterstützung für eine 4 köpfige Familie. Das sollte ja wohl eine Weile reichen und Grund für Dankbarkeit sein. Mit der selbst erwirtschafteten Produktivität müsste der Lebensstandard sonst schlagartig auf die Hälfte sinken.

Griechische Reaktion beschämend

Tsipras täte besser daran das griechische Volk deutlich und klar zu sagen wie die wirkliche Situation in Griechenland ist. Die Griechen schweben immer noch hoch über jede Realität und leben deswegen weit, weit über ihre Verhältnisse. Erst wenn ihnen wirklich klar ist, dass durch die jetzige Europa-Hilfe sie nicht auf einem Niveau unterhalb Bulgariens abstürzen, aus dem sie die kommenden Jahrzehnten nicht mehr herauskommen, würden sie die Hilfe der Europa-Steuerzahler schätzen. Ich finde die Reaktion der Griechen beschämend.

Peinlich ...

... für die Griechen! Setzt ihn bitte ab, dann kann man wieder vernünftig reden.

Ich bin gespannt auf die Umsetzung der Massnahmen, rechne aber mit dem ueblichen Unwillen zu Reformen. Doch Vorsicht! Diesmal hat Europa eine klare Grenze aufgezeigt!

Tsipras hat sich überschätzt

Tsipras hat sich überschätzt und ist in der Realität angekommen. Wenn ich Geld leihen möchte, muss ich mir eben in die Bücher schauen lassen, so auch das 'demokratische' Griechenland. Stolz hin, Stolz her.

Glaubwürdigkeit?

Wie kann man einer Regierung glauben, das sie sich an verabschiedete Gesetze halten werden, wenn sie vorher nur Unglaubwürdigkeit, Wandelbarkeit, Selbstdarstellung, Diffamierung der ihnen helfen wollenden gestrotzt haben?
Das Volk sagt nein zu Sparmaßnahmen, dann sollte sich Tsipras auch an das halten. Aber er wird sich dessen wohl erst nach Erhalt der Rettungsmilliarden besinnen und die beschlossenen Reformen wieder rückgängig machen. Ich frage mich zudem, was Steuererhöhungen bringen sollen, wenn keine funktionierende Steuerverwaltung Bestand hat?

So viele Meinungen, so viele Irrwege, so viel nutzloses

Dabei drehen sich alle im Kreis. Kein Euro Schulden wird abgebaut. Die Schuldentragfähigkeit niedriger denn je. Die Armen können sich weiter keine Lebenserhaltenden Medikamente leisten. Die Reichen teilen die neuen Milliarden wieder unter sich auf und überlassen die spätere Rückzahlung wieder dem ausgebluteten Volk. Warum nennt man das Lösung, warum nennt man das Einigung. Selbst Diktat wäre noch zu verharmlosend. Willkür und Diktatur des Marktet. Ausverkauf der Staaten, Plünderung der Völker... Eigentlich ist alles noch viel Schlimmer, weil ja auch Arroganz, Ignoranz und ethische Gleichgültigkeit der Mächtigen hinzukommen. Mit einem Wort. Hoffnungslos. Die Einigung die keine ist. Weder für uns Deutsch noch für Grieche noch für Letten, Balten,Engländer, Finnen, Slowenen, Portugiesen Spanier, Italiener. Eingung ist das nicht, eher Betrug und Ausverkauf der letzten Ressourcen

Das ergibt keinen Sinn mehr

Das Ganze "Rettungskonzept" ist doch nur noch ein Witz. Die Griechen zum Euro zu zwingen in dem Milliarden Kredite auf Griechenland geworfen werden ; hat nicht funktioniert und wird nicht funktionieren.

Eine Ansteckungsgefahr für andere EU-Länder sehe ich nicht !

Das was helfen würde wäre die Drachmen und ein halbieren der EURO Schulden.

Alles andere ist doch nur ein Beschäftigungs Programm für Banker und EU Politiker.

Befremdlich

Es ist einfach nicht nachzuvollziehen, dass die helfenden Händen immer wieder gebissen werden. Unter den Prämissen , die Griechenland vorweisen kann,würde ein Unternehmen sofort liquidiert werden. Alle EU Bürger bezahlen mit ihren Steuergeldern die griechische Dramen und werden dafür auf übelste Art und Weise beschimpft.... Beschämend ....

Tsipras teilt aus...

..nun gut, wenn es denn hilft. Tsipras ist jedenfalls momentan in Griechenland so ziemlich die einzige Figur, der ich die Umsetzung der aeusserst schwierigen Reformvorhaben zutraue. Wenn er die Aufgaben im eigenen Haus nun genauso knallhart anpackt, wie er in den letzten 6 Monaten in Bruessel usw. verhandelt hat, dann sollte eine Erholung Griechenlands moeglich sein.
Ich mag ihn zwar nicht, wuensche ihm aber trozdem, dass seine eigenen Politikergenossen, sein eigenes Volk, ihm nun nicht durch endlose Debatten, Streiks usw. einen Strich durch die Rechnung machen. Um seines Volkes willen.

@skymaster

"Am 14. Juli 2015 um 22:35 von skymaster

Tsipras hat sich überschätzt"

.

Er hat sich nicht überschätz. Er hat nur geglaubt dass deutsche Politiker logisch sowie in volkswirtschaftlichen und nicht nur in BWL Dimensionen denken können. Das war sein Fehler. Er war zu leichtgläubig deutschen Politikern gegenüber.

Tsipras verhält sich nachvollziehbar.

Hat irgendjemand (z. B. die Regierungschefs am Sonntag) geglaubt, Tsipras hätte seine Meinung geändert? Er hat seinem Volk empfohlen, im Referendum Reformen abzulehnen. Sein vermeintlicher Sinneswandel wäre vollkommen unglaubwürdig und gegen sein eigenes Volk gerichtet. Das griechische Parlament wird morgen irgend etwas beschließen, um die 86 Milliarden zu bekommen, und dann werden die Gesetze wieder abgeschwächt, verwässert, verschleppt usw.

Herr Tsipras sagt: "Die

Herr Tsipras sagt:
"Die Vereinbarung sei auf Druck "starker Staaten" auf Griechenland zurückzuführen. Diese Art und Weise der Druckausübung "ehrt nicht die Tradition Europas", sagte Tsipras. Dennoch sei für Griechenland auch Positives herausgekommen."
*
Den meisten Druck haben Staaten wie Finnland, Polen und die baltischen Staaten gemacht.
Sind das die "starken Staaten" die er meint?
Und wenn er sagt dass für GR auch Positives heraus gekommen ist soll er das doch genießen und sich freuen.
Es hat selbst Schuld denn noch vor vier Wochen hätte er für viel weniger Auflagen Milliarden bekommen. Da wollte er nicht!
Jetzt ist es härter geworden.
Wer hat daran wohl auch Schuld?

Verhandlungstaktik

In der Tat war die Verhandlungstaktik der europäischen Partner - voran Deutschland - sehr hart. Sie hat Hr. Tsipras mit seinen Spielchen der letzten Monate überwunden. Aber wie er jetzt auch feststellt: Es kam für Griechenland auch für ihn einsehbar Gutes dabei rum. Mögen die verordneten, ungeliebten Reformen Frucht tragen. Dann tragen die europäischen Partner auch das Ihre dazu bei.
Wenn ich daran denke: Allein die Unabhängigkeit der Statistikbehörde ... Dass man Griechenland dazu zwingen muss ...

@ Liane8151

Ich denke er ist endlich in der Realität angekommen. Ob er sich durchsetzen kann bezweifle ich aber.

@Liane8151

Am 14. Juli 2015 um 22:46 von Laurisch-Karsten
@Liane8151
"Am 14. Juli 2015 um 22:22 von Liane8151
Die Anderen sind Schuld"
.
Na ja nicht ganz. Die alten griechischen Politiker tragen auch ein gerütteltes Maß an Verantwortung. Allerdings Tsipras hat erst seit knapp 5 Monaten das sagen und da musste er sich erst ein Mal einen Überblick verschaffen und ganz "nebenbei" mit der realitätsfernen Dampfwalze Deutschland verhandeln.
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45442/1.html

@22:22 von Liane8151

Tsipras sucht wie immer die Schuld nur bei Anderen für dieses gesamte Schulden-Dilemma von Griechenland

Schon klar - all die Probleme in GR, die Tsipras anpacken will, wurden einzig und allein von ihm selbst verursacht.
Dürfte immerhin für einen Eintrag im Guinness Book reichen, wenn dem tatsächlich so ist.

Andere Länder mussten auch "harte Zeiten" mit sparen und Opfern hinnehmen, u.a. auch wir in Deutschland - wenn ich da an Hartz-4, auf sensiblen Gebieten harte Einsparungen im Staatshaushalt und in den kommunalen Einrichtungen, höhere Steuern und und und ...

Und was hat es gebracht? Strassen und Schulen vergammeln um die Wette, Langzeitarbeitslosigkeit wurde noch fester zementiert, das allgemeine Lohnniveau liegt deutlich unter dem, was angemessen ist und und und...

Etwas mehr

Dankbarkeit würde ich von den Griechen erwarten angesichts der Geduld die Europa mit Ihnen hat. Demokratie heisst jedes Volk bekommt was es verdient und ist auch dafür erstmal selber verantwortlich.

Tsipras versucht wenigstens

Tsipras versucht wenigstens auf die Leute, die ihn GEWÄHLT haben zu achten. Ich finde es süffisant, wenn wir auf unsere Politiker schimpfen, weil sie es bei uns nicht tun, und andererseits Tsipras entweder Populismus oder den Galgenvogel vorzuwerfen.

peinlich

Die bisherigen Kommentare über mir sind für mich nur zum Fremdschämen.
Mir ist jedenfalls nicht klar,warum ich als Bürger eine linke Regierung wählen sollte,obwohl es mir bestens geht. Und trotzdem ist das in Griechenland passiert. Oder gehts den meisten Leuten dort etwa doch nicht so gut?

Tsipras wird ja wohl noch erwähnen dürfen,wie das Ergebnis aus seiner Sicht erreicht wurde. Denn eine Verhandlung würde ich das Ganze auch nicht nennen.

Allerdings kann ich seine Zustimmung nicht ganz nachvollziehen. Er scheint wohl so naiv gewesen zu sein und dachte,er könnte mit dem Referendum im Rücken ein besseres Ergebnis erzielen.
Er muss jetz wohl erstmal mitmachen,damit Griechenland nicht komplett den Bach runtergeht. Denn raus aus dem Euro wollte er ja nie.

Berechenbar

Aus meinem post vom 22.6. "Mein Tip: nach langen und unglaublich schwierigen Verhandlungen wird in aaaaallerletzter Minute ein Kompromiss gefunden, der Griechenland (wieder einmal) rettet (für ein paar weitere Monate). Und dann wird man sich in Brüssel gegenseitig auf die Schultern klopfen, bis es weh tut, und die Politiker werden mit dem tollen Kompromiss nach Hause in ihre Länder fahren, wie stolze Kater, die eine frisch gejagte Maus ins Haus tragen und dafür gelobt werden wollen.". Wir leben in der Zeit der konservierten Probleme. Weil kein Politiker mehr den Schneid hat, unpopuläre Maßnahmen zur Lösung von Problemen umzusetzen, schiebt man unter Einsatz von mehr und mehr Geld die Lösung von Problemen auf, und zwar mindestens in die nächste Legislaturperiode. Das erinnert an den früher einmal propagierten Umgang mit Atommüll, der zukünftigen Generationen einmal als " Rohstoffquelle " dienen sollte. Noch eine Prognose? Griechenland wird uns auch in drei Jahren noch unterhalten.

@Bernd1

"Am 14. Juli 2015 um 22:52 von Bernd1
Herr Tsipras sagt: "Die
Herr Tsipras sagt:
"Die Vereinbarung sei auf Druck "starker Staaten" auf Griechenland zurückzuführen. Diese Art und Weise der Druckausübung "ehrt nicht die Tradition Europas", sagte Tsipras. Dennoch sei für Griechenland auch Positives herausgekommen."
*
Den meisten Druck haben Staaten wie Finnland, Polen und die baltischen Staaten gemacht."

.

Das ist nicht ganz korrekt. Die Idee mit dem "Teilgrexit" kam von Schäuble. Also von Deutschland. Er hat einen Grexit übrigens immer noch nicht ausgeschlossen.

Das Gesicht des

globalen Finanzfaschismus - den man natürlich nicht so nennen darf - wird immer deutlicher. (Und die Rolle, die Deutschland dabei spielt, ebenfalls.) Die Ausplünderung ganzer Staaten wird zum Alltag. Das neueste "Reformpaket" wird Griechenland niemals wirtschaftlich konsolidieren, so wie die bisherigen auch nicht. Und das war auch nicht ihr Sinn. Es geht vielmehr darum, Griechenland weiter in der Schuldknechtschaft zu halten und zum Ausverkauf staatlicher Infrastruktur an die internationalen Blutsauger-Gesellschaften zu zwingen.
Schade, dass Tsipras dem "mental waterboarding" durch die EU-Handlanger, wie der Guardian das nennt, nicht länger standgehalten hat. Schade auch, dass der deutsche Normalbürger sich einreden lässt, in Griechenland würde deutsches Geld verschwendet. Das Gegenteil ist der Fall: Deutschland verdient an der Krise wie kein anderes Land - allein durch die Zinsen jährlich ca. 300 Millionen Euro.

Griechenland Bankrott

Ich kann die Griechen nicht verstehen, wer hat denn die Schulden gemacht? Wer hat die Gelder alle eingesackt? Was ist davon beim kleinen Mann angekommen?
Wenn ich die Zahlen der Staatsbediensteten bei 10 Milionen Einwohner lese 3 Millionen
Staatbedienstete. Das ist doch ein Witz. In Deutschland haben wir bei 80 Millionen Bürgern gerade mal 2 Millionen. Über uns Deutsche schimpfen aber noch mehr Geld wollen. Meiner Meinung nach sehen die Griechen kein Land mehr. Schade ist es nur für die kleinen Leute.

ups

Also grad waren noch weniger Kommentare da. Ich meine die ersten.

@22:52 von Bernd1
Polen wohl eher nicht. Aber ich denke das Schäuble-Papier könnte er gemeint haben. Das war ganz sicher Druck für ihn.
Die andere Vereinbarung wäre nur für 5 Monate gewesen,also nichts was man gebrauchen kann. Hat man die letzten 5 Monate gesehen.
Seh grad im anderen Thread schreibst du selber,dass Schäuble damit Druck gemacht hat. Also warum das Fragezeichen?

Hätte, hätte

Bei aller berechtigten Kritik am Kurs von PASOK und Nea Demokratia: Gab es denn keine mehrheitsfähige Partei mit einem Programm, dass auf die nötigen Reformen im Inneren drängte statt auf weitere Milliardengeschenke des Auslands?

Ich verstehe nicht, warum manche Foristen Tsipras so loben. Der Mann hat die finanzielle Situation der Griechen drastisch verschlimmert - und es war absehbar, weil Tsipras nur das Leid der Griechen sah, nicht aber, wie es dazu kam oder die Perspektive der Europäer.

Die Welt braucht keine Politiker seines Schlags, nicht einen. Statt dessen brauchts sie beispielsweise mehr Steinmeiers, die internationale Konflikte geduldig und mit viel Sensibilität für die Bedürfnisse der Gegenseite lösen.

22:50 von Laurisch-Karsten

Sein ehemaliger Finanzminister sagt, Tsipras hatte keinen Plan B. Schäuble und die, laut italienischem Finanzminister anderen 14, hatten einen alternativen Plan, der in volkswirtschaftlicher Dimension angelegt war: den Grexit. Varouvakis hätte diesen wohl auch bevorzugt.

Vielleicht können Sie mir aber erklären, welches realistische Ziel er mit dem Referendum verfolgt hat? Das werden doch nicht die Vereinbarungen vom Montag sein.

Die Luxussteuer soll von fünf auf 13 Prozent steigen

Die Luxussteuer soll von fünf auf 13 Prozent steigen. Uhhhh das hat echt was, in Deutschland zahlt jeder meist 19% MwSt. Da werden die Superreichen in Griechenland ja jetzt richtig zur Kasse gebeten. TOLL. Irgend was kneift mich gerade mal wieder. Man will nicht wirklich so richtig ans Geld der Superreichen oder?

G.

@Liane8151 22:22

Zitat:
"Ich bin es leid, dieses seit Wochen immer wieder aufgewärmte Thema weiter zu diskutieren."

Dann lassen Sie es doch, oder machen Sie das berufsmäßig ?

Zitat:
"Andere Länder mussten auch "harte Zeiten" mit sparen und Opfern hinnehmen, u.a. auch wir in Deutschland - wenn ich da an Hartz-4, auf sensiblen Gebieten harte Einsparungen im Staatshaushalt und in den kommunalen Einrichtungen, höhere Steuern und und und ... Tsipras die Griechen müssen das auch"

Sie betrachten demnach "harte Zeiten" und "Opfer bringen" z.b. von den Dumpinglöhnern oder den Arbeitslosen als etwas positives. Daraus schließe ich, das Sie niemals davon betroffen waren. Nach dem Sprichwort " Wasser predigen und Wein saufen".

@22:22 von Liane8151

Das wäre die einzigste Variante gewesen. Das neue Programm ist nicht tragfähig. Der IWF bestätigt diese Aussage.
Und da Sie Hartz IV und die damit einhergehende Verarmung in Deutschland ansprechen -> genau das bringt keinen volkswirtschaftlichen Nutzen und außerdem haben die Griechen dieses soziale Netz nicht.
Dass die Hälfte der griechischen Bevölkerung nicht krankenversichert ist, kann man hier von Hartz IV-Empfängern nicht behaupten. Der Vergleich liegt also daneben.

@22:28 von Werner40

Da sollte man die Fakten sprechen lassen:

ELA-Kredite sind Kredite für Banken zur Liquiditätsbeschaffung, wenn es zu einem Bankenrun kommt und die Banken mehr Geld ausgeben müssen, als sie aufsichtsrechtlich zur Verfügung haben müssen. Entsprechend Basel II sind das 8% der Guthaben. Die EZB hat im Zweifelsfall dafür zu sorgen, dass ein Liquiditätsabfluß der diese Marke überschreitet, die Bank in ihrer Funktion zu unterstützen. Die Einschränkung der ELA-Kredite widerspricht diesem.
Die 86 Mrd. Euro aus dem dritten Rettungspaket dienen der Bedienung von Altschulden. Das nennt sich Umschulden.
Von dem Geld sehen die Griechen gar nichts.
Das 35 Mrd. Euro Investitionsprogramm können aufgrund der Sparmaßnahmen gar nicht kofinanziert werden. Das bleibt eine Luftnummer.
Das ganze Programm liefert keine Lösung des Schuldenproblems.

@22:35 von skymaster

Tsipras hat die Sturheit des dt. Finanzministers unterschätzt, ein totes Pferd durch antreiben zum Laufen zu bekommen wollen.
Schäuble hat alle logischen und ökonomischen Argumente in den Wind geschossen.

@22:43 von Sca

???
Das Programm sieht alles andere als Hilfe vor!
Griechenland war schon vor 5 Jahren Pleite, nur wollten das die Deutschen und die Franzosen nicht zulassen. Deren Banken hatten sich nämlich mit Krediten vollgesogen. Also hat Deutschland und Frankreich mit der damaligen Regierung den Banken die wertlosen Griechenlandkredite abgekauft mit dem Geld der Steuerzahler. Deutschland und Frankreich sind hier also der Insolvenzverschleppung schuldig.
Der Plan hätte ja klappen können, wenn nicht parallel ein rigoroses Sparprogramm durchgesetzt worden wäre, welches die griechische Wirtschaft zusammenbrechen lies (und damit die Steuereinnahmen). Und mit dem Einbruch der Wirtschaft und den explodierten Arbeitslosenzahlen brach das ganze Gemeinwesen zusammen.
Von Hilfe kann dabei beim besten Willen keine rede sein.

Wenn man in die schwierigen Verhandlungen reingeht...

… Muss man 1. Einen felsenfesten Plan B haben, und 2. Bis zum bittersten Ende gehen wollen und können. Für Griechenland wäre das klar eine sofortige Einführung von Drachme. Diese Option sollte man vorbereitet und warmgehalten haben. Dann hätte die Drohung mit dem s.g. "Grexit auf Zeit" gar nicht gewirkt, sondern nur geholfen. Wenn ich mich nicht arg täusche, hat man sich in Griechenland keinen Plan B zugelegt, und deswegen flog der ganze Bluff auf, sobald man die Karten sehen wollte. Schade. Das war eine historische Chance, etwas Europa- und sogar weltweit zu bewegen. Diese Chance ist jetzt vertan, wenn es im Parlament und auf den Strassen nicht anders entschieden wird.

22:52 von Bernd1

Es war genau ein starker Staat - Deutschland!
Vor 2 Wochen ging es um die letzte Tranche des zweiten Hilfspakets und nicht um eine dauerhafte Lösung.
Die hat Syriza seit der Wahl angestrebt und die ist insbesondere von Deutschland verweigert worden! Auch das neue Paket bringt keine dauerhafte Lösung, sondern nur eine Zeitverlängerung von 3 Jahren - das bescheinigt der IWF dem Programm und nicht irgendwelche linken Ökonomen.

Der grexit kommt mit Volldampf

Der Drexit kommt mit Volldampf angerauscht.
Griechenland kann sich dafür bei ihrer
Amateur-Regierung
und ihrem Zick-Zack-Läufer Tsiparas
dafür bedanken.

Griechenland braucht Reformen

Griechenland braucht Reformen, um seine Wirtschaft wettbewerbsfähig zu machen. Leider verschließen sich Herr Tsipras, viele griechische Politiker und viele Menschen in Griechenland dieser Einsicht. Herr Tsipras hat unter Druck unterschrieben. Aber was macht Griechenland, sobald die anderen Euro-Staaten Geld nach Athen überwiesen haben? Hält es sich dann an das Vereinbarte? Für heute haben die griechischen Gewerkschaften erst einmal einen Generalstreik ausgerufen. Damit zeigen sie, wie man es nicht macht. Sie handeln schlicht verantwortungslos.

@23:15 von rolando1951

Gute Fragestellung.
Antwort: Es waren die Regierungen davor! Neben einem leichten strukturellen Defizit, welches u.a. aus dem Militärausgaben herrührt und aus Steuersenkungen für Wohlhabende durch die Nea Demokratia, als das Land boomte, war da noch eine Finanzkrise.
In Griechenland, wie in allen anderen Staaten auch, wurden die Banken durch den Staat gerettet. Erst in diesem Moment ist Griechenland umgekippt.
Die vielen Staatsbediensteten sind eine Mär. Griechenland liegt im europäischen Mittelfeld, was angesicht der technischen Infrastruktur dort kein Wunder ist.
Die höchste Quote an Staatsbediensteten haben übrigens die Dänen. Denen geht es aus Sicht der Verschuldung übrigens besser als Deutschland.

Ich rate Ihnen, die Bedeutung

Ich rate Ihnen, die Bedeutung des Wortes "Insolvenzverschleppung" vor der Benutzung nachzulesen. Von Hilfe kann und muss indes sehr wohl die Rede sein. Griechenlands sämtliche Probleme lassen sich auf eine nahezu absurde Misswirtschaft der griechischen Regierungen der letzten Jahrzehnte zurückführen. Die europäische Finanzkrise war da lediglich der Tropfen, der das ohnehin schon randvolle Fass zum überlaufen gebracht hat. Dass die EU durch Nothilfen Zeit erkauft hat um den völligen Kollaps zu vermeiden sollte ihr die griechische Bevölkerung danken und der Ärger, den die Gläubigerstaaten heute ernten auf die politischen Entscheidungsträger in Griechenland gerichtet sein, die mit ihrer Hinhaltetaktik diese Zeit haben fruchtlos verstreichen lassen anstatt echte Reformen zu ergreifen.

03:07 von tada

Man kann allerdings erwarten das in 6 Monaten wenigstens ein Ansatz zu Reformen stattfindet. Aber nichts, rein garnichts sinnvolles zu tun sondern im Gegenteil den Staat noch völlig platt zu machen zeigt die absolute Unfähigkeit dieses Mannes.

Ein bissiger Verlierer

Die Art ist leider ein schlechtes Zeichen. Die gesamte gr Regierung ist in sich verstritten und Herr Tsipras kämpft um sein politisches Überleben. Er wird bald von seiten der Opposition die Quittung bekommen. Er ist der Verlierer und mit ihm das griechische Volk. Er sagt ihnen immer noch nicht was auf sie zukommt. Er schwingt hochtrabende Reden und beschwört den Geist eines historischen Europas. Eine bittere Lehrstunde fur Hr Tsipras. Jetzt kommt er in der Realität an. Ob er genug Realist ist um die Reformen umzusetzen mag ich allerdings bezweifeln. Allein der Wile dies zutun scheint zu fehlen.

Die damaligen Vertragspartner haben …

Griechenland bewusst in diese Misere geritten. Dass deren „Normalverbraucher“ von den „Sparmaßnahmen“ nicht zu überzeugen sind, sollte wohl jedem klar sein.
Leider hilft aber die Politik nicht mit, wenn es auf internationaler Ebene darum geht, Steuerbetrüger zu fangen. Warum zahlen weder Banken, Großkonzerne noch Milliardäre praktisch keine Steuern mehr – oder sollte man sagen, dass die Konzerne inzwischen von den Staaten finanziert werden?
Hier lägen so viele Gelder brach, die den Volkswirtschaften helfen würden. Als kleiner AN kann man kaum seine „Investitionen“ steuerrechtlich geltend machen. Jede Bank, Versicherung, jeder Konzern rechnen dem Staat jedes Blatt Papier vor!

@22:22 von Liane8151

".....auch wir in Deutschland - wenn ich da an Hartz-4,...."
Ich glaube mal die Griechen während froh wenn es dort Hartz 4 geben würde. In Griechenland gibt es keine Sozialhilfe dort steht man vor den nichts nach ein Jahr Arbeitslosigkeit, so eine Hätte können wir uns gar nicht vorstellen.

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