Kommentare

Das sind also die "Erfolge"?

So schauen also die "Erfolge" aus, die von unseren Politikern und Medienleuten landauf, landab verkündet werden?

Danke für die Reportage.

Danke für die Reportage.

Natürlich ist nichts zu

Natürlich ist nichts zu spüren. Es gibt ja auch keinen Aufschwung. Die Arbeitslosenzahlen wären noch viel schlechter, würden nicht laufend Leute auswandern. Nach wie vor werden massenweise Leute aus ihren Häusern, bzw. Wohnungen vertrieben. Viele haben keine Bleibe mehr, obwohl der Lehrwohnungsbestand immens ist. Der Schuldenstand ist schlechter denn je. Gleichzeitig gibt es neue Maulkorbgesetze, die den chinesischen kaum nachstehen. Wahltag ist Zahltag.

Tja. liebe Politiker in

Tja. liebe Politiker in Brüssel, so siehts aus.
Am bestem war der Abschlußsatz von dem Spanier: "Europa solle ein Europa der Menschen sein, und nicht der Märkte und des Geldes".
Kann ich nur voll und ganz zustimmen.

Benötigt werden also Kapital und Risikobereitschaft

und natürlich eine Umgebung, wo beides sich lohnt. Erhöhung der Betriebskosten z.B. durch höhere Löhne, Steuern oder Sozialabgaben würde den neugegründeten Textilbetrieb sofort ruinieren und anderen den Mut nehmen, es zu versuchen. Dieser Weg ist mühsam und dauert lange. Da lacht doch wieder das linke Herz, staatliche Konjunkturprogramme, Ausdehnung des öffentlichen Dienstes, Staatsunternehmen usw. Nur hat das bisher noch nirgendwo funktioniert und Planwirtschaft schon gar nicht. Versuchen wir es also auf die alte Art, bis einer mal irgendwo zeigt, wie es besser geht. Die Umwelt geht drauf und wir verkonsumieren die Lebensgrundlage unserer Kinder. Denn die ganzen Kredite, die heute aufgenommen werden - sind unsere Altersvorsorge! Wenn die nicht zurückgezahlt werden, stehen wir im Alter mittellos da. Also sollten wir heute Kredite nur dann aufnehmen, wenn wir sicher wissen, dass sie sich rentieren. Wir haben alle schon viel zu viel Geld aus dem Fenster geschmissen, für Konsum heute.

Was für ein Hohn

Die Krise ist laut Auskunft der spanischen Regierung schon seit Jahren angeblich vorbei, und es dauert nur noch ein bisschen, bis die Erfolge des Sparprogramms sichtbar zutage treten.

Was für ein Hohn, aber irgendwie muss man das Sparen ja schönreden. Und Merkel rechtfertigt mit diesen vermeintlichen Erfolgen die Hilfsmilliarden, um daheim in Deutschland die Skeptiker zum Schweigen zu bringen.

Die Realität sieht anders aus: Arbeitnehmer-Rechte wie im Mittelalter, Rekordarbeitslisigkeit, Perspektivlosigkeit, Wut auf die korrupten Politiker und ein völlig zerstörtes soziales Gefüge. Aber darüber schweigt man lieber. Die nächste Wahl wird nun endlich die überfällige Quittung servieren. Das Zwei-Parteien-System wurde bei den letzten Kommunalwahlen bereits vom Volk zu Grabe getragen.

Wehklagen weit und breit

Ja natürlich war die Welt noch schöner, als man immer neue Schulden machen konnte, und davon kräftig konsumierte.

Ja klar war die Wirtschaft in Schwung, denn es wurde ja Geld ausgegeben.

Aber das Geld gab es eigentlich nicht. Jetzt ist es natürlich schmerzhaft, denn es muss das Geld wieder zurückgegeben werden, was einst verlottert wurde. Und die süße Erinnerung an die lebhaften Zeiten hält noch an.

Schuld daran ist der Mond. Denn einer muss ja Schuld sein. Die Schuld bei einem selbst zu suchen ist ja sowas von 2010.

Fairniss

Man sollte einfach mal zur Kenntnis nehmen das Wirtschaftlicher Erfolg nicht überall gleich sein wird und kann.
Auch wir Deutschen haben sowohl Wirtschaftlich wie auch Einkommensmäßig ein Nord-Süd Gefälle und ein noch größeres West-Ost Gefälle

Auch wenn es kaltherzig klingt,

aber so ist es halt, wenn man dringend notwendige Reformen um Jahre / Jahrzehnte verspätet durchführt. Wir sollten alle der Regierung Schröder für die von den Rotsocken viel gescholtene Agenda 2010 danken. Aus meiner Sicht einer der wichtigsten Gründe warum Deutschland all diese Rettungsprogramme stemmen kann.

Wer 3 Millionen Wohnungen zuviel baut ...

... der muß sich nicht wundern wenn Geld fehlt.
Im Film wurde bereits die Lösung erwähnt: hohes persönliches Risiko.
Der tolle neue Bürgermeister wünscht Kapital für Investitionen, während die Folgen des letzten Investitionsprogramms durch Entwertung unserer Rentenansprüche getilgt werden.
Wirklich ein Europa der Menschen, deutsche Rentner den Spaniern überflüssige Trabantenstädte bezahlen.

Klasse Bericht, ...

... der dem unsäglichen "Spanien ist auf Genesungskurs" Fakten entgegen bringt.

Wenn man sich die Staatsschuldengrafik der einzelnen EU-Länder der letzten Jahre anschaut, fällt eines sofort ins Auge:
Das "zarte" Wachstum in Spanien ist fast gänzlich Staatsschuld-finanziert. Kein EU-Land (ausser die Pflegefälle) hat in den letzten Jahren so viel Staatsschulden aufgebaut wie Spanien. Von Nachhaltigkeit keine Spur.

Trotzdem verpufft es.
Ich bin selbst Halb-Spanier und als Einzelkämpfer hier in D. Andere Familienmitglieder in Spanien haben resigniert, leben mit 35 noch zu Hause oder hangeln sich von einem Schulabschluss zum Nächsten.

Es braucht eine Währung, die maßgeschneidert ist für das eigene Volk.

Daher werden viele aus meiner Familie und vielleicht auch ich (obwohl ich noch nie links gewählt habe, EHRLICH!) PODEMOS wählen am Ende des Jahres.

Denn ein Euro-Austritt ist für Länder wie Spanien und Griechenland ALTERNATIVLOS!

Schöne Grüße aus Bayern, Daniel.

euro zu hart

die kombination euro und austerität vernichtet die weniger wettbewerbsfähigen regionen europas. es passiert genau das gleiche wie bei uns in brandenburg passieren würde, wenn man statt soli und länderfinanzausgleich die beamten entlassen und die mwst auf 30% anheben und die renten in brandenburg um 40% kürzen würde. zudem müsste man in brandenburg hartz4 abschaffen, denn sowas gibt es in südeuropa nicht!
.
ganz genau so einfach ist das und das wissen alle diejenigen, die diese katastrophe zu verantworten haben.

@derAndy21 um 17:51

Aus Ihrem Kommentar kann man ersehen, dass Sie sich über die tatsächlichen Folgen der Hartz-Reformen noch nie Gedanken gemacht haben.
Die direkte Folge dieser "Reformen" war eine Aufblähung des Niedriglohnsektors in Deutschland. Fragen Sie doch mal Griechen, Italiener, Spanier oder Portugiesen, was sie davon halten. Das und der dauerhafte "Exportweltmeistertitel" sind mit Gründe für die dauernde Miesere in Südeuropa.

Europa für Menschen

"Wir glauben an ein gemeinsames Europa, aber es soll ein Europa der Menschen sein, und nicht der Märkte und des Geldes".

Der spanische Bürgermeister von Briviesca hat Recht und Unrecht zugleich. Die EU ist nun mal ein Wirtschaftsraum und im Kapitalismus geht es niemals um die Menschen. Menschen sind nur als Kunden interessant.
Der Verdrängungsprozess, der mit der EU Einzug hielt, wird sich mMn mit TTIP und Konsorten noch verschärfen.

Ein Europa von und für Menschen wäre schön, aber glauben denn selbst Linke an eine Verwirklichung? Dann sind sie sehr realitätsfern...

wenn es niemand versteht,...

...wird sich auch nichts ändern: Es muss ein Systemwechsel her - der Hedgefond-Kapitalismus fordert bereits Opfer. Das Real-Geld wandert nur noch zu den Investoren/Kapitaleignern, das die Masse Arbeitender erschafft. ist doch logisch! Schaut Euch an, was an den Börsen läuft! Und unsere Politiker sind die Dealer...Das ist überall gleich: In den USA, wie in Europa, in China, .... Multis, Oligarchen, Konzerne, Superreiche,... beherrschen mit ihrer Gier den Markt und werden sich am Schluss gegenseitig selber auffressen...Wer immer noch meint, Griechenland habe noch eine Chance, der versteht einfach nicht dieses System! Nur, wenn Mensch sich wieder für Mensch interessieren würde, gäbe es Lösungen für alle. Aber das scheint heute Lichtjahre weit entfernt. Erst wenn Selbige selber betroffen sein werden, kommt vllt. das Erwachen. Denn durch Leid entsteht Empathie.

@Theodortugendreich

"während die Folgen des letzten Investitionsprogramms durch Entwertung unserer Rentenansprüche getilgt werden. Wirklich ein Europa der Menschen, deutsche Rentner den Spaniern überflüssige Trabantenstädte bezahlen."

Wie werden denn wegen Spanien (oder gar Griechenland) Ihre Rentenansprüche entwertet?

Die Absenkung des Rentenniveaus wurde schon vor der Krise beschlossen und damit gab man den Grundsatz auf, daß die Menschen auch allein von der staatliche Rente leben können sollten.
Das hat wenig mit dem Ausland, sondern mehr damit zu tun, daß die Rente hauptsächlich über die Löhne finanziert wird und sich andere Gruppen an einer allg. Grundrente nicht beteiligen sollen/wollen.
Dasselbe Szenario hätte uns auch mit der D-Mark geblüht.

Aber Sie haben insofern recht, daß auch die Spanier von unfertigen, überteuerten oder fehlgeplanten Wohnungen nicht profitieren.
Wir sollten die Frage stellen, wer hier trotzdem den großen Reibach gemacht hat, dann sehen wir schnell den Fehler im System.

17:37, Autograf

"Denn die ganzen Kredite, die heute aufgenommen werden - sind unsere Altersvorsorge! Wenn die nicht zurückgezahlt werden, stehen wir im Alter mittellos da."

Sie wissen, dass unsere Renten umlagefinanziert sind, also von der erwerbstätigen Generation bezahlt werden?

Ich weiß, dass die neoliberale Fraktion das ändern und die Rentenfinanzierung auf Kapitalbasis umstellen, sie also, wie alles andere auch, den "Märkten" ausliefern möchte.

Noch ist es allerdings nicht so weit. Noch sind nicht alle Dämme gebrochen.

17:56, Theodortugendreich

"Wirklich ein Europa der Menschen, deutsche Rentner den Spaniern überflüssige Trabantenstädte bezahlen."

Könnten Sie mir bitte erklären, wie unser umlagefinanziertes deutsches Rentensystem überflüssige Trabantenstädte in Spanien bezahlt hat?

Verbindlichen Dank im Voraus.

@17:37 von Autograf

Wieso ist diese Subventionierung Links/ Planwirtschaft.
Sie brauchen heuute doch nur unsere Globalplayer anschauen. Für neue Entwicklungen, die Geld kosten, soll der Staat aufkommen (ist ja nicht Sache des Unternehmens). Dafür bekommt nach der Entwicklung der Kunde den Preis einschl. hoher Entwicklungskosten.
Und außerdem sind doch die Bürgerlichen und nicht die Linken in Spanien am Ruder.
Langsam geht dem Euro die Luft aus.

Spanien hat einen langen Weg zur politisch-wirtschaftlichen Vern

Sicher ist nur, daß Spanien bei einer allgemeinen Arbeitslosigkeit von 25% und einer Jugendarbeitslosigkeit von 50% in so schwere wirtschaftliche Wirren geraten ist, daß die alberne Beschwörung von Marktkräften dem Land nicht auf helfen wird; hier muß der Staat handeln, doch dieser hat seine Finanzen in Unordnung gebracht und muß nun schon das europäische Ausland, um Geld anbetteln, weil ihm in der Not niemand etwas leihen will, was schon immer die Unsitte der Geldverleiher gewesen ist.
Wichtig ist hier vor allem, daß eine Verelendung des Volkes vermieden wird, sprich man Obdachlose in ohnehin leer stehenden Häusern und Wohnungen einquartiert und man eine notdürftige Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern sicherstellt; da Spanien reich an Bauruinen ist und zudem eine recht ertragreiche Landwirtschaft betreibt, sollte dies kein Hexenwerk sein. Ist dies getan, so beginnt der schwierige Teil: Die allmähliche Hebung des Gewerbes und des Volkswohlstandes aus eigener Kraft.

tut mir leid

Aber auch zu den aktuellen spanischen Verhältnisse lässt sich nur feststellen:
Das kommt raus, wenn Visionäre (Politiker) in der Marktwirtschaft herumpfuschen und deren Gesetzmässigkeiten ausser Kraft setzen bzw. verfälschen...
Die Immobilienblase ist ein Resultat der Euroeinführung und den damit verbundenen künstlich niedrigen Zinsen - damals herrschte geradezu Goldgräberstimmung in Spanien...ohne jegliche wirtschaftspolitische Grundlage...
Nach jedem Saufgelage kommt nun mal der Kater...
Die Euroeinführung war politisch gewollt - wirtschaftlich (in diesem Ausmass) nicht fundiert...

@Gnom, 18:09 Uhr

"Ein Europa von und für Menschen wäre schön, aber glauben denn selbst Linke an eine Verwirklichung? Dann sind sie sehr realitätsfern...

Ja und nein. In Zeiten, in denen unsere Informationsquellen wie Fernsehen und Zeitung von Medien-Großunternehmen dominiert werden, kann man schon mal die Hoffnung aufgeben.
Aber vielleicht gibt es ja eine zweite Aufklärung? Die Mittel hat ja jeder, der im Internet surft :)

Andererseits, wenn man seine Hoffnung aufgibt bzw. resigniert und nur noch mitschwimmt, welchen Sinn hat dann das eigene Leben?

Und gerade die Kommentare unter diesem Beitrag zeigen, dass es genug andere Leute gibt, die sich noch nicht haben einwickeln lassen von der Meinungsgleichmache.

*Scheiße, das klingt irgendwie pathetisch ;)

Ein Europa der Menschen. Sind

Ein Europa der Menschen. Sind Arbeitnehmer die gespart haben keine Menschen? Warum wird Geld so herablassend behandelt. Ich habe Jahre lang gespart und für mich ist Geld = Leben. Denn meine Lebenszeit steckt in den Ersparnissen.

Die Dumpingzinsen zerstören unser Leben. Ein Ende des Euro wäre für alle die beste Lösung. Die EZB macht mit ihrer Geldpolitik alle kaput wofür wir gearbeitet haben.

Die Probleme muß jedes Land selber lösen.

Die Märkte und das Geld sind bestimmt nicht Schuld an der Kriese. Die Probleme habe sicher andere Ursachen.

Schön, daß auch mal ehrlich berichtet wird.

Aufschwung in Spanien?

In Spanien löst sich gerade der gesamte Mittelstand auf.

In den Marinas klebt an mehr als der Hälfte aller Boote ein Schild 'se vende'. In den Städten hängt dieses Schild an vielen Häusern. Kaum eine Straße ist ohne ein Haus mit dem Kaufangebot.

An den Straßenrändern stehen Autos und Motorräder mit Verkaufsangeboten.

Von den Besitzern ausgewilderte Pferde sind seit Jahren ein Problem in ganz Spanien.

Auf den Parkplätzen sieht man kaum ein Auto ohne Dellen, Kratzer und massivere Schäden. Was die Versicherung an Wertminderung bezahlt hatte, wurde zur Ergänzung des Lebensunterhaltes benötigt.

Ich empfinde es als positiv, aber auch schon lange überfällig, daß auch die Hofberichterstattung der ARD endlich (!) damit beginnt, die Wahrheit über die 'Erfolge' der brutalen Sparpolitik zu veröffentlichen.

Erholt haben sich in Spanien, Portugal, Irland ... nur die Banken.

Die Banken sind aber nicht unser Europa!

Europa solidarisch?

Das ist EU: Sie sollte die Gemeinschaft aller europäischen Länder werden. Dazu hat man versucht, ein bisschen gemeinsame Werte zu schaffen (keine Todesstrafe z.B.). Aber die Eurokraten in Brüssel nehmen die Menschen nicht mit: Verpflichtet einem Neoliberalismus der Lobbyisten, die das EU-Parlament umlagern, fern den Menschen, die dieses gewählt haben, irritiert, wenn Tsipras einen Plebiszit veranstaltet – den unter sich tagenden Eurokraten völlig fremd: TTIP wird allein entschieden, niemand hat da mitzureden. Und die Menschen wenden sich ab, haben nicht das Gefühl, dass Europa ihre Sache ist, wo sie was mitzuentscheiden haben. Sie versuchen, sich regionale Entscheidungsräume zu schaffen (Katalonien, Schottland), oder kehren zurück zum Nationalismus, die reichen Nordländer und die gerade aufgestiegenen Ostländer üben Besitzstandswahrung, und halten Fremde von ihren Fleischtöpfen fern. Die ärmeren Südländer dagegen drohen an der Konstruktion Europa zu scheitern.

17:51 von derAndy21

Auch wenn es kaltherzig klingt,

aber so ist es halt, wenn man dringend notwendige Reformen um Jahre / Jahrzehnte verspätet durchführt. Wir sollten alle der Regierung Schröder für die von den Rotsocken viel gescholtene Agenda 2010 danken. Aus meiner Sicht einer der wichtigsten Gründe warum Deutschland all diese Rettungsprogramme stemmen kann.
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Gegenüber Griechenland ist für Spanien pro Einwohner nur 25 % der Hilfen erfolgt!
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Die Griechen haben Ihe Eröffnungsbilanz- Tricks von 2002 perfektioniert.
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1.
Und die Moral von der Geschicht Ehrlichen hilft man nicht?
*
2.
Wer zuerst spart hat verloren?

@AlterSimpel "warum die Rentner bezahlen"

Die Rentner haben Ansprüche die auf Euro-Beträge lauten.
Die EZB flutet in unterschiedlicher Weise den Markt mit Geld.
Dies führt zur Geldentwertung.
Die Löhne müssen dieser Entwertung entsprechend angepasst werden. Dann erst folgt die Rentenanpassung. In dieser Hundekurve liegt eine Unterschleife die den wertmäßigen Rentenanspruch absenkt.
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Ergänzend wandern durch das Tiefzinsniveau große Geldbeträge in Dinge die sich nicht richtig rechnen.
Das hat Folgen für den Gang der Wirtschaft, die Löhne und demzufolge der Renten. (Siehe dieser TV-Beitrag)
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Es gibt auch Privatrenten, die sich aus den Kapitalanlagen der Versicherer speisen.
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Letztendlich entwertet sich auch die klassische Sparanlage.
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Wer mit 50+ einen Kredit aufnehmen will um von der Geldflut zu profitieren, der merkt, daß andere Sicherheiten gefordert werden als noch mit 40. D.H. die Rentner sind hier durch Altersausschluß die benachteiligten.

@digitalerFußabdruck "Arbeitnehmerrechte wie im Mittelalter"

Es geht hier nicht um kolumbianische Minenarbeiter.
Die ehemaligen Angestellten der Textilfabrik haben sich selbstständig gemacht.
Das kann für befähigte ein Vorbild sein.
Solange man in China geschickter ist und geringere Ansprüche hat, muß der Europäische Arbeiter, wenn er etwas macht was ein Chinese genauso gut und schnell machen kann, zu Chinesenlohn arbeiten.

19:52, Theodortugendreich

"Solange man in China geschickter ist und geringere Ansprüche hat, muß der Europäische Arbeiter, wenn er etwas macht was ein Chinese genauso gut und schnell machen kann, zu Chinesenlohn arbeiten."

Sehr gute Idee. Alle Länder dieser Erde sollten um die niedrigsten Löhne konkurrieren. Das wird uns mit Sicherheit voranbringen und großen Wohlstand schaffen.

Eigentlich sollte man die Sklaverei wieder einführen, oder? Dann bräuchte man gar keine Löhne mehr zu zahlen und wir wären unschlagbar konkurrenzfähig...

19:48, Theodortugendreich

"Die EZB flutet in unterschiedlicher Weise den Markt mit Geld.
Dies führt zur Geldentwertung."

Wir haben aber so gut wie keine Inflation. Wie passt das zur Geldentwertung und mit ihrem Untergangsszenario der deutschen Renten zusammen?

"Letztendlich entwertet sich auch die klassische Sparanlage."

Die "klassische Spareinlage", also das Sparbuch, brachte immer schon Zinsen unterhalb der Inflationsrate. Sparbücher sind was für Kinder.

"Wer mit 50+ einen Kredit aufnehmen will um von der Geldflut zu profitieren, der merkt, daß andere Sicherheiten gefordert werden als noch mit 40. D.H. die Rentner sind hier durch Altersausschluß die benachteiligten."

50+? Liegt das tatsächliche Renteneintrittsalter nicht bei 60+?

Und inwiefern werden von Banken bei alten Leuten andere Sicherheiten verlangt als bei jungen?

@17:29 von Kaladhor - Europa der Menschen

"Am bestem war der Abschlußsatz von dem Spanier: "Europa solle ein Europa der Menschen sein, und nicht der Märkte und des Geldes".
Kann ich nur voll und ganz zustimmen."
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Dieser Satz ist ganz billige linke Rhetorik und Tagträumerei. "Europa der Menschen" - hört sich schon gut an. Aber wovon wollen diese Menschen leben, Steuern zahlen für Infrastruktur, Auto, Haus und Smartphone kaufen? Dafür braucht es "Märkte und Geld" - ganz einfach eigentlich.
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"Tja. liebe Politiker in Brüssel, so siehts aus." -> Was haben denn die Politiker in Brüssel mit der Geldverschwendung in den südlichen Ländern von Europa zu tun? Wenn ein Land seine Wirtschaft nicht im Griff hat, dann war's immer "Brüssel" - und die Wähler fallen auf diesen billigen Trick rein - sehr schade!

@18:07 von Kaladhor - Schulden als Lösung

"... tatsächlichen Folgen der Hartz-Reformen ... war eine Aufblähung des Niedriglohnsektors in Deutschland. Fragen Sie doch mal Griechen, Italiener, Spanier oder Portugiesen, was sie davon halten. Das und der dauerhafte "Exportweltmeistertitel" sind mit Gründe für die dauernde Miesere in Südeuropa."
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Das ist falsch. Nicht unsere Wettbewerbsfähigkeit ist das Problem, sondern dass die anderen Ländern den Zeitpunkt für notwendige Reformen verpasst haben. Im Moment (noch) sind wir sogar so solide, dass wir für andere Länder in Europa Hilfsprogramme finanzieren können. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir eben nicht so auf Pump gelebt haben und wirtschaftlich stabil sind.
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Genau das haben die anderen Länder gemacht: Auf Pump soziale Wohltaten finanziert. Das geht natürlich nur solange gut, solange die Wirtschaft boomt. In einer Krise funktioniert das nicht mehr. Das war einfach unseriöse Politik - die die Wähler haben wollten.

Millionen Wohnungen zuviel

#17:56 Theodortugendreich#

Die spanische Tragödie geht ja noch tiefer:
tausende spanische Jugendliche haben Studium oder Ausbildung abgebrochen, tausende gut Ausgebildete haben sich danach nicht um adäquates Weiterkommen bemüht, sondern sind der Versuchung des schnellen hohen Profits erlegen und ins boomende Baugewerbe eingestiegen...

als die Baublase platzte, standen sie auf der Straße und der Arbeitsplatz-Zug war abgefahren...
Dies war mit ein Grund für den enormen Anstieg der JugendArbeitslosigkeit; nicht wie oft behauptet, Unterlassungen von Frau Merkel. Die JA war schon vor der Finanzkrise extrem hoch, das aber hat was mit den verkrusteten Strukturen des Arbeitsmarktes zu tun...

Was #die Folgen des letzten Investitionsprogramms# betrifft: es wurden ja nicht nur überflüssige Trabantenstädte, sondern auch hunderte Millionen teure nie benutzte Flughäfen und leere sechsspurige Autobahnen nach Andalusien "verrentet"...

bei "Investitionsprogramm" zucke ich jedesmal zusammen...

@19:52 von Theodortugendreich

Solange man in China geschickter ist und geringere Ansprüche hat, muß der Europäische Arbeiter, wenn er etwas macht was ein Chinese genauso gut und schnell machen kann, zu Chinesenlohn arbeiten.

Wer sagt Ihnen, dass Chinesen geschickter als Arbeiter in der EU sind? Die große "Gefahr" Chinas für die westliche Welt ist die "Masse". Bis auf wenige Ausnahmen haben chinesische Betriebe sehr viele Angestellte, die alle nicht sehr viel verdienen. Die Produktivität des einzelnen Chinesen ist sehr gering. Aber das ändert sich zur Zeit recht rasant.
Wie wir darauf reagieren werden, weiß ich nicht. Aber da befinde ich mich mit Frau Merkel sicher in guter Gesellschaft. Ob wir die Importzölle anheben werden? Schaun mer mal...

re Spanien

Ich habe über viele Jahre den Bauboom, besser gesagt den Bauwahnsinn auf Mallorca erlebt. Wo noch voriges Jahr freie Sicht auf das Meer war, war nächstes. Jahr noch eine Immobilie mit Eigentumswohnungen errichtet, die kein Mensch mehr bezahlen konnte oder haben wollte. Eine riesige aufgeblähte Immobilienblase. Jetzt hat Spanien die Auswirkungen hierfür auszubaden.
So was kommt von sowas sagte man immer .

@19:45 von calm - Europa Zahlmeister?

"Aber die Eurokraten in Brüssel nehmen die Menschen nicht mit: Verpflichtet einem Neoliberalismus der Lobbyisten, die das EU-Parlament umlagern, fern den Menschen, die dieses gewählt haben, irritiert, wenn Tsipras einen Plebiszit veranstaltet..."
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Das ist eine haltlose Verschwörungstheorie! Für die nationalen Haushalte sind in erster Linie die Nationen selbst verantwortlich, also die einzelnen Regierungen (gewählt von der jeweiligen Bevölkerung). Die lassen sich von den "Eurokraten in Brüssel" auch nicht reinreden. Aber wenn's schiefgeht und man sich verzockt hat, dann ist "Brüssel" schuld am maroden Haushalt und soll es auch gleich richten, also die Schulden übernehmen. Das ist unfair und sehr unsolidarisch. "Brüssel" ist für die Schulden der Länder nicht verantwortlich!
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Und ein Plebiszit, der die Steuerzahler anderer Länder belastet ohne dass diese ebenfalls abstimmen dürfen, ist nicht wirklich demokratisch.

Mühe soll belohnt werden

Hier funktionert die Gemeinschaft, hier zahlt man Steuern, hier tritt man für einander ein. Alles Dinge, die die politisch Verantwortlichen aber auch die einfachen Bürger in Griechenland noch lernen müssen.

"Spanien ist auf Genesungskurs"

#17:57 Daniel C.#
#Daher werden viele aus meiner Familie und vielleicht auch ich .. .. PODEMOS wählen am Ende des Jahres#
und was könnte/sollte die ganz plötzlich besser machen?
sicher wird POD nicht die absolute Mehrheit erringen, also eine Koalition: mit wem?
Schuldenfinanzierte "Wachstumsprogramme" neigen zum Verpuffen, warum nur sind die nie nachhaltig? Wenn man dem SPIEGEL glauben darf, ist die Korruption in ES fast so verbreitet wie in GR, können Sie das in dieser Härte bestätigen?
Einzig der Austritt aus dem €-Verbund kann doch nicht die Patentlösung sein für Staaten mit angeschlagener bzw. schwacher Realwirtschaft; die unmittelbaren sozialen Folgen für den Normalbürger sind zu gravierend!
Und ob POD eine spanische Variante der Agenda 2010 auflegen wird wage ich zu bezweifeln...

Das ganze ideologische Rumreden

nützt gar nichts. Die letztlich wirtschaftsfeindlichen neoliberalen "Reformen", die man gerade auch Griechenland aufzwingen will, führen zur Verarmung von Staaten und Menschen. Sie nützen nur den internationalen Kapitalgesellschaften, die, wenn sie sich verspekulieren, mit Steurgeldern alimentiert werden, siehe Bankenkrise.
Das klingt nicht schön und passt nicht zu den einfachen Parolen ("wenn die anständig arbeiten würden wie wir, dann würde es ihnen auch besser gehen"), entspricht aber der Realität. Und die holt eben alle irgendwann ein.

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