Kommentare - Tsakalotos wird neuer griechischer Finanzminister

06. Juli 2015 - 17:35 Uhr

Griechenland bekommt einen neuen Finanzminister: den bisherigen Vize-Außenminister Tsakalotos. Er dürfte einen stressigen Start haben. Denn die Euro-Gruppe und Kanzlerin Merkel machen Druck. Alle wollen nun schnell konkrete Pläne sehen.

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Kommentare

Reformen müssen sein, das ist

Reformen müssen sein, das ist klar.
So lange die Eurogruppe aber auch "das Sparen" zur Voraussetzung macht, wird das nichts...

Einfach

"einige Mitglieder der Euro-Gruppe hätten ihm klar gemacht, dass sie es vorziehen würden, wenn er nicht mehr an ihren Treffen teilnehmen werde."

Na das war ja einfach :-). Hätte man vor 5 Monaten schon wissen sollen.

Neue Besen, alte Besen - who cares

Bleibt zu hoffen, dass uns dieser Newcomer dann mit mehr Stil beschimpft als sein Vorgänger.

Was ich bei alle dem wirklich vermisse ist folgendes aus GR.

Wir haben auf beiden Seiten Fehler gemacht.
Wir sind bemüht nun wirkliche Reformen neben möglichen Sparauflagen anzugehen und umzusetzen. Wenn wir unseren Haushalt straffen wo es möglich ist, Strukturreformen unter Mithilfe der Geberländer im Steuer, Kataster und Rechtswesen durchführen, dann sollten wir binnen der kommenden zwei Jahre ohne weitere Hilfen aus dem Ausland auskommen (echte/eigene Ziele definieren).

Wir haben Verständnis für die wachsende Unzufriedenheit unter den Bevölkerungen aus den Geberländern und sind dankbar für die bislang geleisteten Hilfsleistungen und die Unterstützung.

So würde man gewiss auch in Deutschland weiteren Hilfen leichter zustimmen können, der gr. Seite ernsthafte Bemühungen entnehmen können. Was Varoufakis da geleistet hat war keine Glanzleistung sondern der Gipfel der Dummheit.

was lernen wir?

2008 versprachen angela merkel und peer steinbrueck, alles dafuer zu tun, dass sich nicht noch einmal wiederholt, das private zockerei durch steuerzahler "gerettet" werden muss.

2011 war dieses versprechen schon wieder makulatur, denn in jenem jahr wurde griechenland das beruehmte angebliche "rettungspaket" inklusive brutalem spardiktat aufgenoetigt, gegen den willen des seinerzeitigen premiers, der das volk darueber abstimmen lassen wollte, ob es sich so "retten" lassen wollte. das ergebnis war und ist, dass mit den abermilliarden schon wieder private zocker "gerettet" und die risiken der griechischen schuldtitel in die oeffentlichen haushalte verschoben wurden.

2015 versuchen die europaeischen finanzminister deshalb verzweifelt diesen erneuten wortbruch und verrat an den steuerzahlern mit besonderer haerte gegen eine angeblich unverantwortliche griechische regierung zu kaschieren.

ich liebe den kapitalismus. der ist so schoen ehrlich und aufrichtig!

Dijsselbloem kann wettern was

Dijsselbloem kann wettern was er will - keiner kann die Griechen aus dem Euro rausschmeissen, wenn sie nicht freiwillig gehen.

Schäubel lehnt Schuldenschnitt ab

"Das Bundesfinanzministerium lehnt nach eigenen Angaben einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. Dies sei kein Thema, erklärte ein Sprecher."
.
Der deutsche Michel würde noch in der "Steinzeit" leben, wenn die Siegerstaaten des Zweiten Weltkriegs (dazu gehört Griechenland, das im Krieg durch die deutschen Besatzungstruppen besonders zu leiden hatte) bei der Londoner Schuldenkonferenz im Jahr 1953 nicht die deutschen Schulden annulliert hätten.

Daran sollte sich der Christdemokrat Schäuble tunlichst erinnern und nicht arrogant einen Schuldenschnitt für Griechenland kategorisch ablehnen.

Den von den korrupten griechischen Vorgängerregierungen errichteten Schuldenberg von ca. 330 (!!!) Mrd. Euro wird das Land nie und nimmer abtragen können. Und bei einem Grexit, der eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands über Jahre hinaus zu Folge hätte, wird insbesondere der lohnsteuerzahlende deutsche Michel mit bis zu 80 (!!!) Mrd. Euro zur Kasse gebeten - jedoch nicht die deutschen Großbanken!

Egal

Wer griechische Finanzminister wird ist letztendlich egal. Frage ist was er will oder nicht will, oder was er macht.
Die Bedingungen/Auflagen sind verfallen. Es gibt neue Verhandlungen. Mehrere Regierungen haben schon mitgeteilt das sie endlich griechische Zugeständnisse wollen.
Die eigentliche Probleme:
- Klientelpolitik
- Funktionierende Behörde
- Weniger Beamte
- Steuern eintreiben
- Reorganisation der Renten
- vernünftige Sterbe-, behinderten- und andere Register.
müssen angegangen werden.
Auch die EU muss nachbessern. Aber man sollte nicht wie trotzige Kinder aufeinander einschlagen, sondern wie Erwachsene die ein Problem lösen wollen.

Die Bevölkerung ausbluten,

Die Bevölkerung ausbluten, damit man die Rettung der eigenen Banken, die sich in Griechenland verzockt haben, über die griechischen Banken dem griechischen Staat auflasten kann - das war die gerissene Politik der Eurogruppe in den letzten Jahren.

Vielleicht wird es besser

Ich glaub die Verhandlungen werden für Griechenland viel schwerer als vorher. Griechenland hat zwar eindeutig mit seinem Referendum Nein gewonnen, aber Europa hat ebenfalls was gewonnen, das Ergebnis der Börse. Die Daten der Börse sagen bis jetzt nur eins, egal ob Griechenland Bankrott geht oder nicht, es gibt nur minimale Schwankungen, und somit sind sich auch viele einig, dass es keinen befürchteten Crash geben wird. Das bedeutet doch auch, Europa hat den 1 Schritt zur Bewältigung der Griechenlandkrise geschafft, und zwar die Stabilität in Europa.
Jetzt werden wohl alle nur abwarten, was der neue Finanzminister zu bieten hat, und ob das natürlich wirklich eine neue Verhandlungsbasis schaffen kann, wohlgemerkt dass er auch keine 180 Grad Drehung machen wird.

Quadratur des Kreise

Zwar darf man von Tsakalotos nun etwas moderatere Töne erwarten, so das die Beschimpfung der europäischen Partner als "Terroristen" und "Blutsauger" wegfallen, aber wie soll man das Problem lösen.

Nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" wird das sicher nicht gehen.

Auch ein weiterer Schuldenschnitt würde hier nicht helfen. Damit hätte Griechenland ja immer noch nicht einen Cent an Geld generiert. Müsste sich nun also auf dem Weltmarkt Geld leihen. Nur wer tut das? Und, wenn überhaupt: Zu welchen Zinsen? 20%?, 25%? - Das ist illosorisch.

Weiter Geld von der EU trotz Schuldenschnitt und ohne Reformen? - Nicht denkbar. Das käme in den einzelnen Parlamenten der Länder nicht durch, schließlich haben die jeweiligen Politiker auch ein Wahlvolk, gegen dessen Willen sie nicht handeln wollen.

Ich befürchte, es kommen harte Zeiten auf die Griechen zu. Sie haben die Tragweite ihrer Entscheidung sicher nicht im Blick gehabt.

@17:56 von JCW

Sie schreiben: »Was er meint ist ein "Länderfinanzausgleich" innerhalb Europas.«

Natürlich. Jede Region, die sich eine Währung teilt, hat einen solchen Ausgleich zwischen den strukturschwächeren und -stärkeren Regionen. Wer das nicht will, darf halt einfach keine Währungsunion machen.

Ach man hat uns damals erzählt, es gehe auch ohne? Pech gehabt - war glatt gelogen.

Nun aber mal langsam!

Wir warten auf Vorschläge der griechischen Regierung. Inwieweit Ihre Reserven reichen und woher sie die haben, könnte noch besser erläutert werden.

Die EU hat Zeit und kann in Ruhe abwarten und Nothilfen leisten. Ein dritter Rettungsschirm bringt das "Fass ohne Boden" wieder ins Geschehen.

Mal sehen, wie lange es

Mal sehen, wie lange es dauert, bis Herr Tsakalotos in EU-Manier demontiert wird....

Dem Herrn Tsakalotos kann ich erstmal nur anraten ....

... sich eine Krawatte umzubinden wenn er bei der Troika in Bruessel vorspricht. Wichtiger noch ist dass er sich etwas zivilisierter als sein Vorgaenger verhaelt.
Aber noch hat er Zeit, erstmal muessen die Griechen ein Verhandlungsvorschlag (der sich hoffentlich deutlich von deren bisherigen Vorschlaegen untercheidet weil sonst ist das alles Zeitverschwendung). Und dann kann er seinen Flug nach Bruessel buchen.

Nein, und es gibt kein Geld solange die griechische Regierung an den neuen Vorschlaegen 'arbeitet'. Karrt stattdessen Lebensmittel und Medikamente nach Athen.

Griechenland ade

Ein neuer Finanzminister der Griechen wird es nicht richten. Das was gestern bei der Abstimmung herausgekommen ist bbedeutet das Ausscheiden aus dem Euro. Vertraglich ist es nicht geregelt so das es auch denkbar ist das Griechenland aus der gemeinschaftswährungausscheidet. Humanitäre Hilfe ist die Devise der Stunde. Ein Schuldenschnitt wäre das falsche Signal

So, und können wir uns jetzt

So, und können wir uns jetzt endlich bald damit abfinden, dass eine gemeinsame Währung ohne gemeinsame Finanz- und Schuldenpolitik und ohne gemeinsamen Finanzausgleich nicht geht, und endlich damit anfangen, damit dieses Kasperletheater langsam aufhören kann?

Völlig irrelevant !

Es geht faktisch darum, dass die Griechen, die um die es letztendlich geht, gestern Reformen und Einschnitten eine klare Absage erteilt haben.
Von daher kann es nur um ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro gehen.

WAS werden Spanier und Portugiesen im September für sich einfordern, warum sollten sie noch weiter reformieren, leiden, sparen und darben ? Welche Erleichterungen werden Frankreich und Italien sich "nehmen" und erneut unbezahlbare Wohltaten versprechen ?

Es ist sicher, dass unsere Forderungen in Höhe von 80 Mrd. verloren sind und dennoch überlegt man, ob meine eine Volkswirtschaft die sich VERWEIGERT und NICHT reformieren will, neue Milliarden, die man selbst nicht einmal besitzt, hinterher wirft und ebenfalls verbrennen wird.

Griechenland hat sich entschieden, ganz klar GEGEN die europäische Solidarität und die europäische Gemeinschaft.

"Wir helfen uns nicht selbst, dass übernehmt und bezahlt Ihr, so wie bisher, werte Nachbarn".

NEIN !

Schulden bei Banken

Das Urproblem der ganzen Geschichte wird überhaupt nicht mehr erwähnt: Europäische Banken auch deutsche und z.B. französische gaben einem erkennbar schwächelnden Schuldnerstaat sehenden Auges hohe Kredite. Als sich abzeichnete, daß das Geld futsch sein könnte, wurden diese Kredite flugs dem europäischen Steuerzahler übergeben - weil ja Banken bekanntlich systemrelevant sind, Steuerzahler sind es offensichtlich nicht. Jetzt sitzen die Banker da und lächeln und wir regen uns über die Griechen auf. Meiner Meinung nach werden wir gerade am Nasenring durch die Manege geführt.

@18:05 von noeuro14

>>
Die Drachme sollte sofort als virtuelle Währung eingeführt werden, in die alle Kontrakte des Landes einschließlich der Schuldkontrakte mit Ausländern umgewandelt werden.
<<

Die Schuldkontrakte bleiben bis auf weiteres in Euro. Die Tilgung steht ja auch noch in weiter Ferne, das sollte im Moment das geringste Problem der Griechen sein. Wenn die griechische Regierung gute Arbeit leistet wird die Drachme gegenueber dem Euro steigen, Zins und Tilgung in Euro werden also fuer die Griechen dann guenstiger. Wenn die Regierung versagt (und davon geht wohl jeder aus) wird es fuer die Griechen richtig teuer. Aber das kommt davon wenn man links waehlt.

Die Verschleppung des griechischen Staatsbankrotts verdoppelte d

Als Griechenland vor ein paar Jahren seine Schulden nicht mehr bezahlen konnte hatte es ungefähr 160 Milliarden Mark Schulden, nun aber haben sich diese verdoppelt und liegen gegenwärtig bei etwa 320 Milliarden Mark. Man merkt es: Hätte man Griechenland gleich in den Konkurs gehen lassen, so hätte man sich 160 Milliarden Mark gespart und dann sehen können, ob man den Griechen wieder auf die Beine helfen kann. So aber ist und bleibt Griechenland ein Fass ohne Boden: Ein Staat der unfähig und unwillig ist von seinen Bürgern die Steuern einzutreiben, der dazu ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans und der von einer korrupten, unfähigen und untätigen Verwaltung geplagt wird. Volkswirtschaftlich fehlt Griechenland auch jeder Anreiz seine Wirtschaft tragfähig zu machen, weil es ja stets frisches Geld geliehen bekommt und sich keine Sorgen machen muß, daß es dieses jemals zurückzahlen muß, weil der Schuldenberg schon jetzt so groß ist, daß in Griechenland niemals abtragen kann.

@Abydos

"...2011 war dieses versprechen schon .. makulatur, ... das ergebnis war .., dass mit den abermilliarden schon wieder private zocker "gerettet" wurden..."

Das ist dochPolemik. Zunächst mal mussten damals die privaten Gläubiger immerhin 1/3 ihrer Forderungen abschreiben, da es einen Schuldenschnitt von über 100 Mrd. gab.

Dann handelt es sich auch meist keineswegs um "Zocker". Eine Regierung bietet am Markt Schuldscheine an, um sich zu finanzieren. Würden diese Schuldscheine, die auch Deutschland anbietet, nicht mehr gekauft, wäre auch Deutschland sofort pleite.

Es sind zudem oft Lebensversicherer, die mit Staatsanleihen die Ruhegelder ihrer Mitglieder absichern. Läßt man die allzu dolle bluten, spüren das hier bei uns die zukünftigen Rentner, die das dann letztendlich bezahlen.

Ein Zusammenbruch des Bankenwesens führt dazu, dass die Wirtschaft keine Kredite mehr erhält. Folge ist eine schlimme Rezession mit vielen Arbeitslosen. Also zahlen wieder die Leute.
Sie machen es zu einfach.

@SanVito

"Ein schlimmeres Bashing (Schulz, Schäuble,, Gabriel....) gegen linke gewählte Politiker - wann gab es das?"
Und was ist mit rechten gewählten Politikern? Gab es nicht schon mal ein Bashing gegen Herrn Wilders, der mit einer Regierung zumindest zusammenarbeitete und jedenfalls auch rechtmäßig gewählt war? Er lebt übrigens unter ständigem Polizeischutz wegen der vielen Morddrohungen gegen ihn. Was ist mit gewählten Rechtspolitikern in Skandinavien? Auch Herr Haider war gewählt worden. Wieso dürfen Rechtspopulisten beschimpft werden, Linkspopulisten aber nicht? Populisten sind immer problematisch, eben wegen ihrer vereinfachenden Ankündigungen im Wahlkampf. Herr Tsipras hat seinem Volk "Freibier für alle" versprochen und dann hinterher dazugesagt, er erwarte, dass die Deutschen das bezahlen: "Egal, was die Deutschen sagen, am Ende werden sie zahlen." Sollen wir uns diesen Stil wirklich gefallen lassen?

Stellt euch vor, Griechenland verlässt die Eurozone

... und keiner merkt es.
Ich hätte eigentlich auch keine Probleme mit einem Schuldenschnitt für Griechenland.
Aber erst, wenn sie ihre Wirtschaft auf solide Beine gestellt haben.

@ 18:00 von S. Busch

Ich verstehe Ihren Vergleich bzgl. des zweiten Weltkriegs nicht.
Welches Land hat nicht unter den Untaten des sogenannten dritten Reiches gelitten?
Von daher auch noch eine Rangfolge von "der hat aber mehr gelitten, als der..." ist geschmacklos.
Zudem ist im Nachkriegsdeutschland aufgrund des "Verliererstatus" alles getan worden um auch nicht den Hauch von Verdacht bestehen zu lassen, das deutsche Ihre Geschichte nicht bereuen.

Griechenland hat seine Schulden selber gemacht und über seine Verhältnisse gelebt.
Ob das die Steuer-, oder die Rentenpolitik ist. Annähernd keine Reformen durchführen zu wollen, macht nicht vertrauenswürdig.
Weiter Schulden zu machen und gleichzeitig zu sagen, das man das ehedem nicht zurückzahlt, macht keinem Freude weiterhin Geld zu verschenken.
Ab und zu ein ehrlich gemeintes !!Danke!!,
wäre schon hilfreich gewesen.
Beleidigungen die Schäuble in Uniform zeigen, oder die Geber als Terroristen zu verunglimpfen hilft nicht.

18:10 von montideluxe

"Dem Herrn Tsakalotos kann ich erstmal nur anraten ... sich eine Krawatte umzubinden wenn er bei der Troika in Bruessel vorspricht. (...) Aber noch hat er Zeit, erstmal muessen die Griechen ein Verhandlungsvorschlag (...). Und dann kann er seinen Flug nach Bruessel buchen.
Nein, und es gibt kein Geld solange die griechische Regierung an den neuen Vorschlaegen 'arbeitet'. Karrt stattdessen Lebensmittel und Medikamente nach Athen."

Ohja, Schlips ist wichtig, nicht zu knallig und mit korrektem Knoten. Sowie erstklassigem Zwirn maßgeschneidert. Das macht einen Ökonomen, einen EU-Politiker aus. Da sieht man immer gleich: Der hat was drauf. Schade nur, wenn dann die vorgetragenen "Verhandlungsvorschläge" den Foristen hier nicht passen - aber kann ja eben nicht jeder mit Krawatte und Anzug ne gute Figur machen, "linke" schon gar nicht. Seufz - und dann bleibt uns guten Menschen in Rest-EU nichts anderes übrig, als unverkäufliche Lebensmittel heranzu"karren". Damit man sieht, wir tun alles!

"Die griechische Regierung

"Die griechische Regierung habe sich 'einseitig aus den laufenden Verhandlungen' mit den Gläubigerinstitutionen über die Bedingungen für weitere Finanzhilfe zurückgezogen, hieß es in der EU."
Das ist eine offensichtliche Fehldarstellung. Die Euro-Gruppe hat ein Ultimatum gestellt, die Tsipras-Regierung hat darauf mit der Ankündigung des Referendums reagiert, das griechische Volk hat entschieden. Niemand hat sich aus irgendwas zurückgezogen. Es ist einfach dem Versuch der Boden entzogen worden, die Ablehnung der bedingungslosen Kapitulation zu personalisieren.
Die Entscheidungsträger der EU können zeigen, was sie unter 'Respektierung des Volksentscheids' verstehen. Wenn das - wie es zur Zeit aussieht - zu keiner Änderung der Position führt, tragen sie die Verantwortung für das Scheitern der EU als Ganzer. Wer Mitglieder hinausmobbt, nur weil sie keinen preussischen Kadavergehorsam praktizieren wollen, zerstört, was er angeblich dadurch schützt.

liebe Griechen- macht es wie wir

@ Laureat
Danke für diesen treffenden Kommentar!
Ich füge hinzu:
- zahlt einfach eure Steuern- wie wir auch
-versteuert auch eure Reeder
-spart an unnnötigen Ausgaben eures Millionenheeres von unbeschäftigten Beamten
-zahlt Grund- und Grunderwerbssteuer- wie wir auch
-saniert eure Renten- das heisst nicht kürzen- sondern nicht bis zu drei Renten pro Rentner
-seid ehrlich wenn ihr ein Geschäft betreibt und führt die Mehrwertsteuer auch ab (in unserem Urlaub dort gab es nie ne ordentliche Rechnung)
-merzt eure ganze Schatten- und Korruptionswirtschaft aus
denn:
wenn ihr aus dem Euro geht , geht auch Merkel
wenn Merkel noch mehr Geld zu euch schiebt geht sie ebenso
#deshalb: Macht euer eigenes Ding - dann könnt ihr stolz sein !

und nachdem ihr in den letzten Wochen 50 Milliarden von euren Konten abgeräumt habt - seid ihr ja auch nicht wirklich arm- oder?

@18:11 von Odin-HH

>>
Griechenland hat sich entschieden, ganz klar GEGEN die europäische Solidarität und die europäische Gemeinschaft.
<<

Sagen wir mal so, 30% der Griechen (oder 60% der abgegebenen Stimmen) sind auf die Versprechen der Linken hereingefallen. Das passiert hier in Deutschland auch alle 4 Jahre, gluecklicherweise nur bei 5-7% der Buerger.

Geld sollte es nicht mehr sein aber wir sollten als EU Verbund Flotten von Lastwagen mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten auf den Weg bringen, natuerlich sehr sichtbar als humanitaere Geste der EU welche aufgrund der Unfaehigkeit der griechischen Regierung erforderlich ist.

@petralein

"Als sich abzeichnete, daß das Geld futsch sein könnte, wurden diese Kredite flugs dem europäischen Steuerzahler übergeben -"

Die Banken mussten zuvor immerhin auf 1/3 ihrer Forderungen verzichten. Sie unterschlagen hier, das es bereits einen Schuldenschnitt von über 100 Mrd. EURO gegeben hat. Das hat aber auch nichts genützt, weil die Griechen einfach so weiter gewirtschaftet haben.

@ Gruselhut 18.10 h

Es gibt bereits einen Finanzausgleich , gesteuert über den EU- Haushalt.
Nettoempfänger GR hat daraus im Jahr 2013 ca. 5,4 Milliarden erhalten ( Deutschland netto 14 Milliarden einbezahlt ).
Für 2014 finde ich keine Daten, wird aber ähnlich sein.
Und dieses Geld fließt vollkommen unabhängig von Schulden, Krise, EZB etc.

Darfs noch ein wenig mehr sein ?

Das Beste wäre.....

wenn sich die Mobber in Kürze Herrn Varoufakis zurückwünschen würden !
Wünschen wir dem Neuen Standhaftigkeit und viel Erfolg !

Gut, dass er weg ist - helfen wird es nicht.

"Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit." - Anatole France

Ich hoffe die Griechen können mit ihrer Entscheidung leben.

der Schuldenschnitt wird kommen

und von Merkel & Co, zwecks vergeblicher Gesichtswahrung, als Nothilfe für die griechische Bevölkerung verpackt. Aber wer hilft dem Teil der älteren deutschen Bevölkerung, der Papierkörbe durchsuchen muss oder Leergut sammelt, um über die Runden zu kommen?

und der neue ist dann auch wieder nicht recht

ja und der neue ist dann auch wieder nicht recht. schaut man sich in der welt um merkt man das diesen leuten sehr vieles nicht recht ist. alle möglichen leute sollen zurücktreten (und natürlich am besten durch genehme ersetzt werden). jetzt sogar die "legitimierten".

wie diese leute drauf sind wird hier eindrucksvoll offentbart.

FAZIT=GR-EXIT - keine illegale EZB-Finanzierung mehr!

Jetzt nicht wieder auf LOS, alle Ereigniskarten wurde bereits gezogen, die Hypotheken sind schon weit über dem Schornstein und die (EZB)Bank darf nicht mehr zahlen. Es hilft nichts mehr, den Finanzminister auszuwechseln.

Vielleicht haben die Hellenen es verdrängt oder sie und ihr MP Tsipras wollen es nicht wahrhaben, sie haben am Sonntag den GR-EXIT gewählt.
Zeit und Mühe für den GR-EXIT einsetzen! Kein weiterer fauler Kompromiss und kein neue Papier mit vielen griechischen Unterschriften die die Tinte nicht Wert sind. Mehrheitlicher Vertragsbruch, Kreditbetrug und Enteignungen zeigen keine Demokratie, das lag so nicht in der Wiege. Weder LINKS noch RECHTS!

Verlässlichkeit, Vertragstreue, Rechtsstaatlichkeit müssen wieder Einkehr halten, ansonsten ist der D-EXIT nach der Verfassung geboten. Was sich jetzt darstellt, ist nicht akzeptabel.
GR-EXIT: Besser für ALLE! Einfach und billig geht ohnehin nichts mehr. Den Armen helfen, aber nicht alle Griechen sind das!

besser hätte man es heute auch nicht schreiben können

Da fällt mir der Text von Theodorakis aus dem Zyklus "18 kleine Lieder der Bitteren Heimat" .. damals (1974) betraf es die Chunta .... aber jetzt ist es wieder aktuell :

Zitat: Liedtext !
"Beweine nicht die Griechen, wenn du sie siehst gebeugt
Beweine nicht das Griechentum, wenn es niederkniet
Es hat ein Messer im Rücken, den Strick um den Hals
Beweine nicht das Griechentum
....
Sieh, es springt auf; sieh, es springt auf
Faßt Mut und grollt
Und trifft die Bestie mit der Harpune der Sonne« "

....also wird es eine Lösung geben bei der weder Tsipras noch Merkel ihr Gesicht verlieren.

"Euro-Gruppen-Chef

"Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem stellt derweil den Verbleib Griechenlands in der Eurozone infrage."
-
Das hätte man seinerzeit der Regierung Kohl erklären sollen.
-
Jetzt ist es zu spät dafür. Denn erstens stellt sich die Frage nach dem WIE (wenn die Griechen nicht selber wollen). Und zweitens sind die Folgen unabsehbar.
-
Eigenlich sollten die reichen "Nordstaaten" dankbar sein. Denn der "wirtschaftsschwache Süden" bewahrt sie vor einer allzustarken Währung (fragt die Schwiz'r).

Grexit

Ein Grexit käme einem Schuldenschnitt gleich, noch nicht einmal in Euro zu schaffen, in Drachmen wären die Schulden astronomisch. Für den Rest der EU, gerade für Deutschland, wäre das eine Katastrophe. Wäre ich Tsipras, ich würde das Szenario ausrechnen lassen so gut es geht.
.
Wenn unsere Regierung aus dämlichen Ideologischen Gründen - vermutlich reicht Ihnen schon der Gysi mit seinen Reden - das riskiert, dann hat Merkel gute Chancen auf den Titel der Eurozerstörerin - tragisch nachdem ihr Mentor Helmut Kohl diesen doch mit ins Leben gerufen hat.
.
Und weil die Politiker selber so dumm waren die Währung auf Religionsniveau zu heben (scheitert der Euro, dann scheitert Europa), können die politischen Konsequenzen noch dramatischer werden als die wirtschaftlichen.

Die Wirtschaftslehre nach Keyne.....

.... aber auch Marxist. Mal abwarten was bei eventuellen Verhandlungen mit ihm herauskommt. Wichtig wären Investitionen für die Wirtschaft. Einen Schuldenschnitt darf es nicht geben, dazu ist zuviel Geld der europäischen Steuerzahler geflossen.

@Laureat, 17:51 Uhr

"Was ich bei alle dem wirklich vermisse ist folgendes aus GR.

Wir haben auf beiden Seiten Fehler gemacht.
Wir sind bemüht nun wirkliche Reformen neben möglichen Sparauflagen anzugehen und umzusetzen. Wenn wir unseren Haushalt straffen wo es möglich ist, Strukturreformen unter Mithilfe der Geberländer im Steuer, Kataster und Rechtswesen durchführen"

Haben Sie sich jemals die im Netz verfügbaren Vorschläge des griechischen Verhandlungsteams mit eigenen Augen angesehen? Vielleicht haben die Griechen das ja schon vor einigen Wochen geäußert ...

Und haben nicht sowohl Varoufakis als auch Tsipras beide bei Interviews gesagt, dass beide Seiten Fehler gemacht haben, und dass es dumm wäre, etwas anderes zu behaupten?

"Bleibt zu hoffen, dass uns dieser Newcomer dann mit mehr Stil beschimpft als sein Vorgänger."

Haben Sie sich diese "Beschimpfungen" auch im Original angesehen bzw. angehört?

17:58 von Gruselhut

Dijsselbloem kann wettern was
Dijsselbloem kann wettern was er will - keiner kann die Griechen aus dem Euro rausschmeissen, wenn sie nicht freiwillig gehen.
///
*
*
Gerade fordert Gr nochmals 3 Mrd. Nothilfe-Nachschlag!
*
Eine Überschreitung des ausgeschöpften Pogramms müsste entsprechend der Würde der zahlenden EU-Bürger in den Ländern per Referendum abgestimmt werden?
*
Ironie aus?

Schuldenschnitt? Warum?

Griechenland hat doch schon im Jahre 2012 100 (Einhundert!) Milliarden Euro Schulden erlassen bekommen.
Der Vergleich mit dem Erlass von deutschen Reparations-Verpflichtungen hinkt wie er nicht schlimmer hinken kann.

Außerdem war da auch noch ein Zauberwort, ich glaube es heißt BITTE, der Grieche dagegen FORDERT, das ist ein großer Unterschied.

"Völlig irrelevant" Bravo!

Genauso ist der Sachverhalt. Wo kommen Gemeinschaften hin, wenn sie sich nicht an Regeln halten? Bereits in den kleinsten Zellen sozialer Einrichtungen, den Familien, müssen Regeln aufgestellt und eingehalten werden. Sonst herrscht Chaos und Anarchie

Bereits bei den Kindern lässt sich erkennen, wie schnell sie in der Lage sind "aufgeweichte Regelwerke" für ihre eigenen Bedürfnisse auszunutzen. Dies scheint ein von Grund auf menschlicher Zug zu sein und wird auch von vielen Erwachsenen praktiziert. Früh übt sich... das haben die Griechen wohl ganz besonders gut drauf! Und alle Zeitgenossen, die sehen, dass es wohl auch ohne Regeln geht, werden umgehend angesteckt - wenn es auch abgedroschen klingt, so hat das Sprichwort, dass es ohne Fleiss eben auch keinen Preis gibt, gerade in diesem Fall ganz besondere Gültigkeit. Und wie naiv muss man eigentlich sein, wenn man der Meinung ist, dass ein "Nein" zu Reformen nicht automatisch auch das Aus des guten Willens bedeutet?

Nachfolger

Nun haben wir ja einen bekannten Nachfolger.
Wie üblich in der griechischen Linken, kein armer Mann. Er hat aber vermutlich nicht mehr wie 1 Million auf seinem Konto.
Varoufakis ist gegangen. Er hat den oligarchen gedient. Zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Meldungen und wenn einer das Wissen über diese kommenden Meldungen hat, kann er sich an der Börse dumm und dämlich verdienen.
Mehr wollte er nicht.

Abrüsten ! Beiderseits !

Die Schlacht ist vorbei ! Die Griechen wissen, dass sie verloren haben. Sie wollten aber auch in der gefühlten Niederlage zumindest einen Rest an Würde (ja, ich benutze dieses Wort bewusst) bewahren.

In dieser emotional aufgewühlten und durch persönliche Miseren-Erfahrung geprägten Epoche wurden sie von einer Regierung in ein Referendum geführt, das in einem schier einem auswegslosen Labyrinth endet.

Den Kritikern wie den Syriza- Sympathisanten kann ich nur empfehlen abzurüsten. Beide Seiten haben gute und schlechte Argumente und es zählt nicht mehr, wer unter dem Summenstrich gewonnen hat. Die Griechen sicher nicht.

GR wie auch Europa braucht eine Lösung. Obwohl der Grexit wahrscheinlicher als alles andere ist, gilt es jetzt Kleinlichkeit und Rechthaberei zu überwinden.

Es ist unabingbar dass
- Schulden umstrukturiert
- Reformen durchgeführt
- Wachstumsimpulse gesetzt werden,
über die Strukturförderung die alle EU-Länder bekommen können. Unter Verzicht auf die Co-Finanzierung.

>> Die Stabilität der

>> Die Stabilität der Währungsunion stehe durch die Griechenlandkrise "nicht infrage", sagte Dombrovskis. <<

So so, die Stabilität der Währungsunion. Aber wie steht es um die Wertstabilität unserer Ersparnisse und Altersvorsorge und des Euro?

Seit der ganze Wahnsinn 2008 los ging wurden doch alle Probleme in Inflation verwandelt. Anstatt das die Steuerzahler für die Staatsschulden einstehen, werden Sparer über Inflation enteignet. Soll das Europa sein?

Auch ist auffällig, daß immer nur die Lohnentwicklung nach 2008 angeführt wird um die Ultra-Euro-Schwemme zu rechtfertigen. Warum aber wird so oft die Lohnentwicklung von 1998 bis 2008 nicht gegengerechnet? Dann sieht man nämlich, daß die Lohnentwicklung nach 2008 nur einer Korrektur der Übertreibungen vor 2008 ist.

Es geht hier nicht um Griechenland, es geht hier um Gerechtigkeit. Griechenland will uns den NeoSozialismus durch die Hintertür aufdrängen.

Wir wollen den Grexit und keine neuen Verhandlungen.

@Strubbi, 18:00 Uhr

"Mehrere Regierungen haben schon mitgeteilt das sie endlich griechische Zugeständnisse wollen.
Die eigentliche Probleme:
- Klientelpolitik
- Funktionierende Behörde
- Weniger Beamte
- Steuern eintreiben
- Reorganisation der Renten
- vernünftige Sterbe-, behinderten- und andere Register.
müssen angegangen werden."

Auch an Sie die Frage: haben Sie sich jemals die Vorschläge der griechischen Seite mit eigenen Augen angesehen?

Und wie viele von diesen von Ihnen wiederholten Problemen sind tatsächlich (noch) durch Fakten hinterlegt? Ich verweise auf Monitor vom 05.02.2015 (https://www.youtube.com/watch?v=2NRidsLp1ME)

Ich empfehle auch die Analysen der Berliner Zeitung oder der NachDenkSeiten zu den Mythen über Griechenland.

Ich stimme Ihnen aber vorbehaltlos zu, dass beide Seiten Fehler gemacht haben, sich ändern müssen und aufeinander zugehen müssen.

Schnurzegal...

...ob er eine Krawatte trägt... Das einzige was bisher von den Griechen versäumt wurde sind erst mal die 1,6 Mrd. an den IWF, das wären damit bisher nur ein paar Tage Versäumnis... Kurze Verschnaufpause und Steigerung des Selbstwertgefühls der Bevölkerung für Griechenland durch das Referendum... Krawatte? Nee nee...

Martin Schulz...

...sagte noch vor Wochen bei M. Illner, "dass man Griechenland seit 2008 insgesamt mit mehr als 500 Mrd. Euro unterstützt habe".

Tatsächlich !?
Und mit welchem Resultat Ihr hehren Retter, Ihr Experten und Kenner, WAS steht denn nun unterm Strich ???

Und warum MUSS oder SOLL dieser Wahnsinn nun fortgeführt werden - offensichtlich ebenfalls ohne wirklichen Plan ?

Schulden- Erlass - wofür?

Denken wir einmal, alle griechischen Milliardenschulden werden erlassen! Blenden wir aus, das kein Geldgeber etwas zurückbekommt.

Dennoch kann Griechenland sich selbst nicht "ernähren"! Das ist die Situation.

Aus eigener Leistung der Volkswirtschaft Griechenland können die Rentner, Arbeitnehmer und Staatsbedienstete sowie Investitionen nicht bezahlt werden.

Das bedeutet, dass "Andere" den griechische Staat finanzieren.

Lasst es doch bitte PRIVATE und nicht Instutionen tun!

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