Kommentare

Logisch oder?

Wenn es verboten ist, wird es nicht gemacht.
Wenn es erlaubt ist, wirds plötzlich gemacht. Darüber wundern sich Leute?

Hier von einem "Dammbruch" zu sprechen ist rhetorischer Blödsinn.

immer der gleiche Käse

Menschen, die sich für den Tod entscheiden, sind entweder desinformiert oder fühlen sich von außen dazu gedrängt, zu sterben. Ich mag es nicht mehr hören.
Warum kann es nicht eine schlichte Selbstverständlichkeit sein, davon auszugehen, dass ein Todeskandidat
1. sehr genau weiß, was er tut und
2. keine Belehrung durch andere wünscht
Sind wir schon dermaßen auf Fremdbestimmung konditioniert, dass wir durch Gesetze / Verordnungen festlegen wollen, wie lange sich jemand, und sei es unter Qualen, dem Willen, oder besser, der Willkür anderer unterzuordnen hat?

Flut?

In Belgien ist es erst seit kurzem erlaubt. Die nächste 2-3 Jahre wird die Zahl noch steigen, dann wird sich das Ganze irgendwie einpendeln.

@Frosthorn Zustimmung

Endlich mal ein voll zustimmungsfähiger Kommentar.

@23:04 von frosthorn

"Menschen, die sich für den Tod entscheiden, sind entweder desinformiert oder fühlen sich von außen dazu gedrängt, zu sterben."

Das ist eine Überspitzung. Die Frage geht eher in die Richtung, wie ein junger Erwachsener mit Liebeskummer davor bewahrt werden kann, auf die Werbung von Suizidhelfern hereinzufallen. Eine Wertedebatte, auch mit verfassungsrechtlich konfessionellem Hintergrund, ist unter meinen vorigen Ausführungen daher geboten.

Natürlich

steigen die Zahlen, ansonsten würde es ja nicht legalisiert werden, wenn es keine "Nachfrage" danach gäbe. Die Frage (an die Statistiker) ist doch, ob sich die Zahl der absoluten Todesfälle nach der Legalisierung erhöht, oder ob es nur eine Verschiebung weg vom "natürlichen" Tod hin zur Sterbehilfe gibt und die Todesfälle insgesamt konstant bleiben. Weiß das jemand?

endlich...

... jemand, der weiß, wovon er spricht - und der sehr differenziert und feinfühlig mit dem Thema umgeht! Danke für das Interview!

@Strubbi

"In Belgien ist es erst seit kurzem erlaubt. Die nächste 2-3 Jahre wird die Zahl noch steigen, dann wird sich das Ganze irgendwie einpendeln."

Irgendwie einpendeln? Das ist ja nun dem Ernst des Themas überhaupt nicht angemessen. Wir reden hier vom Tod und nicht der Nachfrage nach einem neuen Smartphone. Wenn die Zahlen des Professors stimmen und sich zwischen der Sterbehilfe wie in Oregon praktiziert und der wie in Belgien tatsächlich so signifikante Unterschiede auftun, kann man das nicht flapsig mit Anfangsbegeisterung abtun. Erfolgreichen Selbstmord begeht man schliesslich nur einmal. Da sind andere Faktoren am Werk, die ganz sicher untersucht werden müssen.

Mein Körper gehört mir

Wenn ich die Diskusion in der Politik und in den Medien verfolge, dann habe ich das Gefühl ein Sklve zu sein, über dessen Körper die Politik und somit die Wirtschaft zu entscheiden hat. Wenn ich meinem Leben ein Ende machen möchte, dann benötige ich keine Erlaubnis von Euch. Der Pilot hat bewiesen, dass Ihr null Ahnung habt worum es geht. Ganz ehrlich, liebe Politiker, Ihr gehört abgeschafft, ihr seid teuer, ineffektiv und dermassen arrogant, dass von einer Volksnähe nichts mehr übrig ist. Wir sind keine dummen Arbeitssklaven mehr. Also hört auf uns als solche zu behandeln. Mein Körper gehört mir, also schafft die Voraussetzung, wie ich mich töten kann, ohne anderen zu schaden. Wer sich töten will geht wie eine Abtreibungswillige zum Arzt und erklärt sich und seine Situation. Vielleicht kann man Ihm dort die Selbsttötung ausreden indem man die Situation verbessern/löst. Wenn nicht dann begleitet man Ihn und dokumentiert unter Zeugen, den Freitot. Er kann jederzeit abbrechen.

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