Haftpflichtprämien: Hebammen in Existenzangst

02. Juli 2015 - 18:39 Uhr

Die Versicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen sind noch einmal gestiegen. Weil sich Geburtshilfe für sie kaum mehr lohnt, geben immer mehr frustriert auf. Das führt zu Engpässen - und dürfte sich noch verschärfen. Von Sandra Stalinski.

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Kommentare

Hebammen

Die Versicherungsprämien sind so hoch weil Hausgeburten riskant sind und die Betroffenen Eltern selbstverständlich votr Gricht klagen, wenn etas schief geht

1000€ und mehr!

ist doch interessant: Eltern sind bereit für einen Kinderwagen über 1000€ auszugeben – aber bei der Geburt wird g'schpart. Ich bin sehr froh von einem Hebammenteam betreut worden zu sein. Die Ärztin war in Rufweite, aber die Hebammen hatten den Hut auf. Alles war für mein Kind richtig so. Ich würde nach dieser elementaren Erfahrung dafür sogar extra bezahlen. Aber es ist extrem toll, dass das in Deutschland (noch) eine Kassenleistung ist.

Ein modernes Problem

Die eigentlich sehr einfache Dienstleistung der Hebammen birgt ein extrem großes Risiko durch einen Hebel: Betroffen ist ein ganz junger, noch sehr empfindlicher Mensch und jeder "Schaden" wird sofort mit der durch die moderne Medizin auch bei Behinderten extrem langen, noch verbleibenden Lebenszeit multipliziert. Früher sah man ein behindertes Kind als Schicksal an und lebte damit - heute sucht man Verantwortliche und wer nicht schnell genug weglaufen kann, wird verhaftet. Insbesondere wenn da noch sehr viel Geld im Hintergrund winkt (durch eine Versicherung, die nur unser aller Geld umlegt oder gar eine Konzernmutter wie Lufthansa). Selbst bei Wirtschaftsprüfern ist die Haftung selbst bei grober Fahrlässigkeit, nicht aber bei Vorsatz, beschränkt. Der Rest sollte auch bei Hebammen vergesellschaftet werden. Dass es dann nicht so komfortabel zugeht, als wenn die Versicherung alles zahlt, stimmt leider. Aber auch das ist ein Unding.

Gute Nacht Deutschland

Da wundert sich jemand, dass die Deutschen immer weniger Lust haben sich zu vermehren? (1,2 Kinder pro Frau)

Elterngeld hört sich toll an. Aber abgesehen von finanziellen Anreizen wie der Herdprämie, Kindergeld oder dem schon genannten Elterngeld ist nicht viel mit Kinderfreundlichkeit in Deutschland.

Direktes Geld an die Eltern ist meiner Ansicht die schlechteste Möglichkeit die Vermehrungsrate des deutschen Volkes zu erhöhen. Denn dieses Geld fließt oft in ganz andere Kanäle.
Investitionen in Hebammen, kostenlose oder subventionierte Kindergarten-/Krippenplätze sind wesentlich sinnvoller.

Wenn es so weiter geht stirbt der Beruf "Hebamme" in Deutschland aus. Fahren die Schwangeren dann ins Ausland zum entbinden? Oder sinkt die Kinderrate mittelfristig unter 1,0 ?

Es wird höchste Zeit, dass die Politik sich der Hebammen annimmt. Das Problem ist ja nicht neu, sondern bahne sich die letzten Jahre bereits an.

Warum werden nicht einfach

Warum werden nicht einfach die Preise für die Schwangeren erhöht, damit es sich wieder lohnt? Großzügige private Zuzahlung darf man doch wohl erwarten, schließlich entscheidet sich jeder freiwillig für Kinder. Nur die Kosten - die will man dann der Öffentlichkeit aufbürden. Soviel Egoismus ist nicht auszuhalten! Die oberste Regel in der Solidargemeinschaft lautet, unnötige Kosten zu vermeiden. Und dazu gehört, keine Kinder zu bekommen, wenn man sie sich nicht leisten kann und nicht die ganze Gesellschaft in Haftung zu nehmen.

@Christiane Holldack

"Ich kenne viele, die von solchen Krankenhausgeburten traumatisiert sind"

Achja, und ich kenne viele, wenn nicht so gar die meisten, die von solchen "Krankenhausgeburten" eben nicht "traumatisiert" sind.

Den Beruf der Hebamme wird es in der Zukunft nicht mehr geben, warum auch?

Mehr gibts dazu nicht zu sagen, willkommen im Kapitalismus.....

@Sozialhilfeempfänger

" die ganzen Flüchtlinge, werden bei Erkrankung medizinisch versorgt.
Das bezahlen wir alles mit."

Lieber Sozialhilfeempfänger: Armes, armes Deutschland, kann sich keine HIlfe für Flüchtlinge mehr leisten.....

Hier geht's aber nicht darum, ob und was Krankenkassen für die Arbeit von Hebammen bezahlen, sondern darum, dass Hebammen selbst horrende Versicherungsbeiträge (offensichtlich Haftpflichtversicherung) bezahlen müssen.

Und was haben jetzt die kassierenden Versicherungsgesellschaften mit kranken Flüchtlingen zu tun?

Eine Geburt im Krankenhaus ist viel teurer ...

es sei denn, es geht etwas schief. In NL steht deshalb der Rettungswagen vor der Tür. Auch das ist billiger. Eine Geburt ist keine Krankheit - niemand lebt im Krankenhaus, weil er einen Herzinfarkt bekommen könnte. Wenn uns die Kinder lieb sind, muss auch die Hebamme vom Staat bezahlt werden, und die Haftung ab einer bestimmten Grenze bis auf Vorsatz soll auch beim Staat liegen. Das ist billiger, als jede Geburt ins Krankenhaus zu verlegen, wo es auch zu Fehlern kommen kann.

Komisch

...für andere Sachen-von denen unser Volk nicht profitiert-ist immer Geld da.Aber für den Nachwuchs in DE nicht.
Ich weiß wovon ich rede-denn ich hab zwei Schulpflichtige Kinder.
Es ist nur noch beschämend was in meinem geliebten Land los ist.
Gerade diejenigen,die sich am meisten für die Bevölkerung einsetzen-Pol.FW.Gesundheitswesen,werden am meisten verarscht.
(Und meine Cousine ist Hebamme)

@ 20:00 von W_W

Ich hoffe, das ist hochironisch gemeint. Oder was meinen Sie, wer im Alter die Krankenkassenbeiträge bezahlt, damit die Krankenkasse ihre immensen Alterszipperlein bezahlen kann? Von Ihren Beiträgen kann die Krankenkasse das nicht. Das werden meine Kinder sein, die das dann bezahlen - übrigens auch Ihre Rente, denn Ihre Rentenbeiträge sind nach dem Generationenvertrag für die Rente Ihrer Eltern verwendet worden ... Die Kosten von Kindern werden trotz aller Hilfen auch heute noch hauptsächlich den Eltern aufgebürdet, deren Nutzen später aber auf alle verteilt, wenn wegen all dem, was wir so an Müll und Schulden hinterlassen, die jetzigen Kinder bis zum Mindestlebensstandard besteuert werden müssen. Daher kommt das Demographieproblem, dass übrigens mathematisch beweisbar schon seit 30 Jahren unverrückbar feststeht. Es ist keine Erfindung, sondern elementare Mathematik.

Krankenhaus Trauma

Als ich meinen Sohn geboren habe war ich bedient von der Hektik und Unprofessionalität dieser Schöneberger Klinik.
Der kleine wollte nicht kommen so war ein Notfall vorrangig. Das ist verständlich, aber muss man mich dann mitsamt dem Gynstuhl auf den Gang schieben und alle Ärzte beliebiger Fraktion bekommen Einblick in mein Innenleben ?
Ich fand das sehr erniedrigend. Unser zweiter Sohn wurde dann zuhause geboren, es war wie im Traum. Die Hebamme wusste genau was zu tun ist. Halt ein Profi in Sache Geburt und eine Frau die Gefühle versteht.

Ein Armutszeugnis für Deutschland...

...wäre es, wenn der Hebammen-Beruf aussterben würde.
Jede Frau sollte die Wahl haben zwischen einer Haus- oder Klinik-Geburt.
Wenn man sich den heutigen Krankenhausalltag betrachtet mit Unterbesetzung und vermehrtem Stressaufkommen, kann sich nur jedes Neugeborene wünschen in einer häuslichen, liebevollen Atmosphäre das Licht der Welt erblicken zu können.
Die Frage ist, kann man überhaupt in einem "K r a n k e n h a u s " eine "lichtvolle Welt" erblicken, mit überfordertem Personal, dem es an Zeit fehlt, einer jungen Mutter mit Rat und Tat vor und nach der Geburt zur Seite stehen zu können???
Fehler passieren am häufigsten dort, wo Menschen unter hohem Arbeitsdruck und Stress arbeiten, wie heutzutage in vielen Kliniken. Es ist meiner Meinung ein Irrsinn, den Hebammen-Beruf abschaffen zu wollen, in Zeiten wie diesen.

Die Welt steht Kopf!

Hebammen

Deutschland, armes Land,
die Zukunft unserer Nation wird auf das übelste bespart. Wir stecken alles in Fachkräfte die über das Mittelmeer kommen und haben kein Geld mehr für unsere Kinder.
Deutsche schämt Euch dafür, schämt Euch
für die Zukunft unserer Kinder.

Warum die Versicherung so teuer ist

Sicher, die meisten Hebammen sind nicht nur erfahren, sondern haben auch eine gute Ausbildung genossen, die sie gut anwenden können.

Daneben gibt es allerdings auch erstaunlich viele, die sicher auch mal eine medizinische Ausbildung genossen haben, aber irgendwann dazu übergegangen sind, ihren Beruf für Propaganda für esoterische Behandlungsmethoden zu missbrauchen.

Ganz klar, wenn die Hebamme meint, Homöopathie helfe genauso gut oder besser als Schulmedizin, dann bleiben die Nachwirkungen (bis hin zu schweren bleibenden Schäden) bei Mutter und Kind nicht aus.

Da habe ich Verständnis für die Versicherungen, die sich gegen solche Quacksalber absichern wollen. Leider müssen das die seriös arbeitenden Hebammen mit ausbaden.

Sinnvoller, als hier zu lamentieren, wäre es, wenn die Hebammen ihre Kolleginnen, die solchen Praktiken nachgehen, einfach ausschließen würden. Aber davon wollen die Verbände leider nichts wissen...

ag.

Ich hatte es bereits früher einmal geschrieben

Und ich schreibe es heute auch wieder. Mir scheint es, als wolle diese Versicherungsgesellschaft, die alleine den Markt bedient, sich eine goldene Nase verdienen. Ich kann mir eine solche Prämie nicht anders erklären.

Daher mein bereits gemachter Vorschlag nochmals zum überdenken. Der Verband der Hebammen soll einen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gründen, und die entsprechende Versicherung anbieten. Das ist keine einmalige Sache, sondern wurde schon von anderen Berufsgruppen praktiziert.

Good Bye Deutschland!

Man sollte Hebammen von der Versicherung und deren Veranwortungslast entbinden. Sie tun ihr bestes und Unfälle bei der Geburt sind eben Unfälle die passieren können.

Deutschland wird auf allen Ebenen immer bürokratischer, dekadenter, unmoralischer, kinderfeindlicher, ...

Wenn man Kinder liebt und eine intakte Familie hat sollte man am besten Deutschland verlassen.

@hut

Nennen Sie doch mal ein Beispiel, das funktioniert hat...

Warum diese Prämie zustande kommt ist ganz einfach:

Es gibt dank der modernen Medizin immer mehr Kinder, die infolge eines Fehlers bei der Geburt schwerbehindert weiterleben anstatt zu sterben wie früher. Das klingt sehr makaber, aber es kostet nun mal weniger, eine Beerdigung und Schmerzensgeld zu zahlen, als lebenslange Behandlungskosten.

Rechnen Sie doch einfach mal, dass ein schwer Pflegebedürftiger Mensch monatlich Kosten von 5.000€ "produziert" - die Haftpflicht der Hebamme muss das bezahlen.

Gehen Sie mal von einer Lebenserwartung von 50 Jahren aus - bei 60.000 Kosten p.a. macht das 3 Mio € Kosten. Jetzt können Sie rechnen, wie oft die 6.000 Versicherungsprämie bezahlt werden müssen, um wenigstens einen solchen Fall zu finanzieren.

Erst gestern gab es genau zu diesem Thema einen guten Bericht darüber wie Eltern für angebliche Geburtsfehler immer mehr Geld aus Ärzten und Hebammen herausklagen. Ich verstehe die Versicherungen und ich würd es genauso machen.
Der Artikel war auf SPon, der Titel war " Rechtsstreit nach der Geburt: Arztfehler oder Schicksal?"

Eine Sauerei die ihres gleichen sucht...

Eine gute Hebamme ist gold wert und noch wichtiger bei der Entbindung, Vor- und Nachsorge als ein Arzt. Dennoch sind die Arbeitsbedingungen und der Verdienst wesentlich schlechter und die Versicherungsgesellschaften hängen wie Blutegel an den Hebammen.

Ich sehe mehrere Lösungen für diesen gravierenden Missstand:
- Hebammen in den öffentlichen Dienst integrieren
- Eine staatliche Versicherung einführen
- Gründung einer Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit durch den Hebammenverband, falls notwändig mit Bürgschaft vom Bund
- Die jeweilig zuständige Krankenkasse zur Absicherung eventueller Haftpflichtfälle verpflichten
- Verpflichtung der Krankenhäuser zur Weiterbildung eines bestimmten Prozentsatzes der angestellten Ärzte zur Hebamme und Angebot der Hebammendienste

@ 19:05 von anyalii: Supi!

Aber es ist extrem toll, dass das in Deutschland (noch) eine Kassenleistung ist.

Und ich musste letztens für meine erste Brille einen Haufen Geld abdrücken, weil dies eben (trotz medizinischer Notwendigkeit) KEINE Kassenleistung (mehr) ist.

Innerhalb von 10 Jahren ein Anstieg von 1.254,8 Prozent

Womit begründen die Haftpflichtversicherer einen derartig hohen Anstieg in dieser winzig kurzen Zeit?
Ist das Risiko nennenswert angestiegen? Wohl kaum, da durch die erhöhten Prämien ja schon früher immer Hebammen aufgegeben hatten.
Oder möchten sich die "armen" Versicherungskonzerne einfach nur bereichern?

@19:13 von Tada
...aber eine Hausgeburt muss auch nicht sein. Das Ziel ist nun mal gesundheitliche Grundversorgung und nicht Wellness-Erlebnis.

Was ist falsch an einer Hausgeburt oder einer speziellen Geburtsklinik, so lange keine Komplikationen zu erwarten sind? Für Mutter und Kind verläuft die Geburt entspannter. Nicht so kühl steril wie im Kreißsaal und ganz ohne fremde Personen. Dazu sehr viel billiger.

Habe zwei Geburten als Vater

Habe zwei Geburten als Vater erlebt. Die erste: Krankenhaus, hektisch, zwei verschiedene Ärzte, drei Hebammen, mehrere, teilweise unfreundliche Krankenschwestern etc., volle Geburtsstation mit Baulärm, mieses Essen etc. Die zweite: zu Hause, nur mit Hebamme, Ruhe, keine Hektik, Geborgenheit für Kind und Mutter, alles in Ordnung!
Zum Thema Sicherheit: Hausgeburten sind sicher, Hebammen wissen, wann sie eine Geburt "abgeben" müssen. Zu Hause gibt es übrigens auch keine Krankenhauskeime ...
Vorschlag: Jede Klinik baut auf ihrem Gelände ein Geburtshaus, von Hebammen geführt. Wird's mal schwierig, wird schnell verlegt, dann dürfen Ärzte mit High-Tech ran. Ist sicher viel, viel billiger und sicherer. Und: Kaiserschnitte nur im Notfall und nicht, weil die Klinik damit ordentlich Geld einnimmt.

Wertschätzung?

Erst wer einmal mehrere Jahre im Ausland gelabt hat, weiss diesen Service und das Wissen der Hebammen zu schätzen. Hier in Guatemala, wo meine Tochter vor 5 Monaten zur Welt kam gibt es das nicht. Qualifizierte Ärzte kosten dann schon mal $2000 für die Geburt. Bei jeglicher Komplikation (Steissgeburt, Nabelschnur um Hals, etc.) werden hier dann sofort Kaiserschnitte gemacht (>50% in Lateinamerika). Zwischenfälle, welche die Hebammen im Normalfall problemlos im Griff haben und die Betreuung vor und nach der Geburt dass ist etwas wunderbares. Mensch, wie blöd ist man da in Dtl. das nicht wertzuschätzen und den Hebammen die Perspektive zu nehmen. TRAURIG! So wird das nix mit steigenden Geburtszahlen...

Um endlich mal mit der Mär aufzuräumen,

dass eine Geburt bei einer (Geburts-)Hausgeburt eine Extrawurst sei, welche zu Lasten der Allgemeinheit ginge.
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Für eine solche Geburt erhält die freiberufliche Hebamme ca. 600€
Die Klinik kann für den gleichen "Vorgang" ca. 2000€ von der Krankenkasse einstreichen.
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Und das Paradoxe an der Situation der freien Hebammen ist, dass deren Versicherungsprämien steigen wegen der Regresspflicht gegenüber den Krankenkassen. Übrigens, der Großteil der Komplikationen treten in Kliniken auf. Der Versicherungsschutz des dortigen Geburtshilfepersonal ist bestenfalls sehr schwach.
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Meine Tochter ist in einem Geburtshaus in einer absolut entspannten Atmosphäre zur Welt gekommen. Ihre Lebensfunktionen wurden stets überprüft, um Komplikationen zu vermeiden. Keine verantwortungsvolle Hebamme riskiert zu Gunsten ihrer Homöopathiehörigkeit die Gesundheit von Mutter und Kind.
Freie Hebammen sparen unserem Gesundheitssystem MRD €, obwohl nur 2% der Geburten dort (noch) stattfinden.

21:32 von HFW

"Schuld sind die Eltern, nicht die Kassen oder Krankenhäuser
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Erst gestern gab es genau zu diesem Thema einen guten Bericht darüber wie Eltern für angebliche Geburtsfehler immer mehr Geld aus Ärzten und Hebammen herausklagen. "
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Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Informationen herhaben, aber sie sind definitiv falsch.
Klar, es klagen auch Eltern, wenn etwas schief geht. Der Großteil der Kosten, wegen derer diese Prämien immer weiter steigen, sind aber durch Regressforderungen von Krankenkassen und Pflegeversicherung begründet. Wieso wird sowas nur bei Hebammen gemacht? Ich kenne keinen Fall, wo mal ein Tabakkonzern bspw. für die Krebsbehandlung eines Kettenrauchers zur Kasse gebeten wurde.

@20:27 von Maria von der Spree &00:18 von akubra

Jeder, der zwischen der Geburt im Krankenhaus und daheim unterscheiden kann, wird sich für das eigene Zuhause entscheiden.
Ich bin Vater und meine Tochter kam im Krankenhaus zur Welt. Ging nicht anders, da sie per Kaiserschnitt geholt werden musste. Hätte sich das vermeiden lassen, wären wir daheim geblieben. Es ist jetzt schon mehr als zehn Jahre her, damals waren wir auch zu schlecht informiert.

Ein Grund für die exorbitant gestiegenen Versicherungsbeiträge könnte auch ein "fauler Deal" zwischen Versicherer und Marburger Bund sein: Man möchte Geburten doch bitte nur noch in Krankenhäusern durchführen! Neben dem ersten Fläschchen gibt es, gratis auf Kosten des Hauses, multiresistente Keime.

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