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Hilfspakete haben Konjunktur - auch die deutschen Unis sind chronisch klamm. Für sie gibt es den Hochschulpakt. Doch wegen der vielen Studierenden reichen die Gelder von Bund und Ländern nicht. Jetzt wird der Pakt aufgestockt und transparenter. Ein Erfolg für Ministerin Wanka.
Wegen doppelter Abiturjahrgänge und wegfallender Wehrpflicht gibt es in Deutschland so viele Studienanfänger wie nie zuvor. Bund und Länder einigten sich nun auf eine Aufstockung des Hochschulpakts in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Zudem gaben die Länder grünes Licht für eine Qualitätsoffensive zur Lehrerbildung.
Nach den Plagiatsaffären prominenter Politiker will Bildungsministerin Wanka einheitliche Prüfregeln einführen. Der Wissenschaftsrat solle Standards für das Verfahren bei Doktorarbeiten entwickeln, sagte Wanka in einem Zeitungsbericht. Auf dem Prüfstand stünden Gutachter und Dauer der Verfahren.
Sieben Monate hat sie Zeit - und sie will es gut machen: Johanna Wanka ist im Bundestag als neue Bildungsministerin vereidigt worden. Eigene Schwerpunkte will sie in ihrer kurzen Amtszeit bis zur Wahl setzen, etwa in der Hochschulpolitik. Optimistisch äußerte sie sich zu ihrer eigenen beruflichen Zukunft. Von Norbert Carius.
Für Johanna Wanka ist es ein nahtloser Übergang: In Niedersachsen abgewählt, tritt sie im Bund die Nachfolge von Annette Schavan als Bildungsministerin an. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte ihr am Vormittag die Ernennungsurkunde und verabschiedete Schavan.
Niedersachsens bisherige Wissenschaftsministerin Johanna Wanka wird neue Bundesbildungsministerin und Nachfolgerin von Annette Schavan. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. Bevor sie in die Politik ging, war die 61-jährige Mathematik-Professorin Wanka Rektorin der Hochschule Merseburg.