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Mehr als eine viertel Million Menschen sind laut einer neuen UN-Schätzung zwischen Oktober 2010 und April 2012 in Somalia verhungert - vor allem Kleinkinder. Ein extreme Dürre führte in die Katastrophe - Hilfslieferungen wurden behindert.
Nach der gescheiterten Geiselbefreiung in Somalia und den Luftangriffen in Mali mit dutzenden Toten bereitet sich Frankreich auf Racheakte militanter Islamisten vor. Präsident Hollande erklärte, öffentliche Gebäude würden verstärkt bewacht. Die Islamistengruppe Ansar Dine hatte zuvor Vergeltung angekündigt.
In Somalia ist eine Geiselbefreiung durch die französische Armee fehlgeschlagen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden mindestens ein Soldat und 17 Al-Schabaab-Kämpfer getötet. Über die Geisel, einen französischen Geheimagenten, gibt es widersprüchliche Angaben.
Nach fast drei Jahren sind 22 entführte Seeleute wieder frei. Den Durchbruch brachten nun Verhandlungen mit Sicherheitskräften der halbautonomen Region Puntland unter Vermittlung von Dorfältesten aus der Region. Somalische Piraten hatten die Besatzung seit März 2010 als Geiseln gehalten.
Vor der Küste von Somalia sind bis zu 55 Menschen ertrunken. Beim Versuch über den Golf von Aden zu flüchten, sank das Schiff. Offenbar befanden sich zu viele Passagiere an Bord. Das Unglück ist laut UN eines der schlimmsten Katastrophen der vergangenen zwei Jahre in der Region.
Das Landgericht Hamburg hat zehn Somalier zu Haftstrafen zwischen zwei und sieben Jahren verurteilt. Das Gericht sprach die Männer des Angriffs auf den Seeverkehr und des erpresserischen Menschenraubes schuldig. Die Piraten hatten am Ostermontag 2010 vor Somalia einen deutschen Frachter überfallen.
Besiegt ist Al Schabab zwar noch nicht - doch die internationalen Gegner der Islamisten-Miliz bekommen langsam die Oberhand in Somalia. Kenianische Truppen nahmen jetzt deren Hochburg Kismayo ein. Seit Jahren terrorisieren die Schabab-Mitglieder das zerrüttete Land am Horn von Afrika.
Auf den neuen somalischen Präsidenten Mohamud ist in Mogadischu offenbar ein Anschlag verübt worden. Mohamoud sei durch die zwei Explosionen aber nicht verletzt worden, teilte die Afrikanische Union in Somalia mit. Die islamistische Al-Schabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag.
Somalias neuer Präsident Mohamud steht vor großen Aufgaben. Seit zwei Jahrzehnten bekriegen sich im Land einzelne Stämme, Islamisten kämpfen für einen Gottesstaat. Regierungstruppen bemühen sich um Sicherheit. Doch es geht nur langsam voran - auch im Kampf gegen Korruption.
Die Präsidentschaftswahl in Somalia ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen: Der Wissenschaftler Hassan Sheikh Mohamud setzte sich in einer Stichwahl deutlich gegen Übergangspräsident Ahmed durch. Auf dem Akademiker und politischen Neuling ruhen jetzt die Hoffnungen der Bevölkerung.