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Der Frühling will einfach nicht kommen: In Polen sind nach heftigem Schneefällen 100.000 Haushalte ohne Strom. Auch in Deutschland hält das Winterwetter an. Etwas wärmer, dafür umso nasser ist es in Spanien und Portugal: Dort gaben Behörden für bestimmten Regionen Hochwasseralarm.
Jetzt ist es offiziell: Der März 2013 war zu kalt. Vor allem im Norden und Osten Deutschlands hätten arktische Luft für Kälte- und Schnee-Rekorde gesorgt, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Die Ostertage würden kälter als Weihnachten 2012. Dies sei aber kein Widerspruch zu den Klimawandel-Theorien.
Der Frühling hat begonnen, doch eisige Kälte und dicke Schneeschichten geben dem Aufkommen entsprechender Gefühle keine Chance. Jetzt ist Zweck-Optimismus gefragt: Ein Blick auf das Wetter von vor 50 Jahren hilft zum Beispiel. Oder die Ansichten der Winterspezialisten: Für einige Menschen darf es mit dem Frühling nämlich sogar noch etwas dauern.
Kälte, Schnee und Glätte statt Sonnenschein: Einen Tag vor Frühlingsbeginn sorgen Kaltlufteinbrüche aus Ost- und Nordeuropa weiter für Winterwetter und Schneefälle im Osten und Norden Deutschlands. Unwetterwarnungen bleiben für viele Regionen des Landes bestehen - ein Verkehrschaos blieb aber aus.
Warnstreiks bei der Bahn haben bundesweit zu Zugausfällen und Verspätungen geführt. Betroffen waren der Nah- und Fernverkehr. Die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen waren den ganzen Tag über zu spüren. Die Tarifverhandlungen für die Bahn-Beschäftigten wurden am Abend auf Dienstag vertagt.
Kräftige Schneefälle und teils extreme Straßenglätte haben in Norddeutschland den Verkehr massiv behindert. Besonders auf den Autobahnen rund um Hamburg gab es Schwierigkeiten mit querstehenden Lastwagen und blockierten Abfahrten. Mehrere Autobahnen mussten gesperrt werden.
Für Tausende Pendler ist dieser Montagmorgen zur Geduldsprobe geworden. Mitarbeiter der Deutschen Bahn legten in vielen Regionen die Arbeit nieder. In fast allen Bundesländern gab es Ausstände. Zudem sorgte das anhaltende Winterwetter für weitere Behinderungen.
Nach dem Winterwetter-Chaos am Flughafen Frankfurt normalisiert sich die Lage langsam. Auch heute wurden aber wieder mehr als 150 Flüge gestrichen - eine Folge des Durcheinanders vom Vortag. Im Bahnverkehr sorgt der "Märzwinter" bundesweit für Verspätungen.
Das gestrige Chaos am Frankfurter Flughafen wirkt nach: Hunderte Passagiere mussten die Nacht in Feldbetten verbringen. Erneut wurden Flüge gestrichen. Die A45 ist nach der Massenkarambolage zumindest in einer Richtung wieder befahrbar. Eine Besserung des Wetters ist so schnell nicht in Sicht.
Wegen starker Schneefälle war der Frankfurter Flughafen zeitweise geschlossen - inzwischen entspannt sich die Lage: Zwei Startbahnen seien wieder geöffnet, vereinzelt landeten auch wieder Maschinen, teilte eine Flughafensprecherin mit. Auch heute wird mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet.