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Rund um den Persischen Golf sind Waffenhändler gern gesehen. Das Misstrauen der Staaten untereinander und die Angst vor Anschlägen ist groß. Die Spannungen in der rohstoffreichen Region haben zu einem Wettrüsten geführt. Und davon profitiert nicht zuletzt die deutsche Rüstungsindustrie.
Saudi-Arabien will bei der deutschen Lürssen-Werft Patrouillenboote im Wert von 1,5 Milliarden Euro kaufen. Der Bundessicherheitsrat soll dafür bereits grünes Licht gegeben haben. Der erneute Rüstungsexport löste eine Protestwelle der Oppositionsparteien aus. Die Bundesregierung lehnte eine Stellungnahme ab.
Saudi-Arabien setzt offenbar weiter auf deutsche Rüstungstechnik: Laut einem Medienbericht steht der Verkauf von 30 ABC-Spürpanzern des Typs "Dingo 2" kurz vor dem Abschluss. Ein positiver Vorbescheid soll bereits erteilt worden sein. Die "Dingos" würden ältere "Fuchs"-Spürpanzer ersetzen, die ebenfalls aus Deutschland kamen.
Eigentlich liefert Deutschland keine Waffen in Spannungsgebiete. Eigentlich. Immer wieder weicht die Bundesregierung von dieser Regel ab - siehe jetzt Saudi-Arabien. In Erklärungsnot sehen sich aber weder die Kanzlerin noch der Verteidigungsminister. Sie haben zwei Botschaften zur Hand.
Grünen-Chefin Roth hat die Rüstungspolitik der Bundesregierung kritisiert. Merkel mache sich "zur Kumpanin von Menschenrechtsverletzungen" sagte Roth der "Süddeutschen Zeitung". Der "Spiegel" hatte berichtet, dass der Sicherheitsrat eine Anfrage aus Saudi-Arabien über den Kauf von Hunderten Panzern beriet.
Saudi-Arabien ist nach "Spiegel"-Informationen an einem Kauf von mehreren Hundert Radpanzern vom Typ "Boxer" aus Deutschland interessiert. Eine offizielle Anfrage sei am vergangenen Montag Thema in einer geheimen Sitzung des Bundessicherheitsrats gewesen, schreibt das Magazin.
Viele Tote, weit mehr als 100 Verletzte - das ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Ein Gastransporter war vermutlich gegen einen Brückenpfeiler gefahren, umgekippt und explodiert. Anfangs war auch über einen Anschlag spekuliert worden.
Autofahren? Verboten. Reisen? Nur mit Erlaubnis des Mannes. Schulsport? Nicht für Mädchen. Teilnahme an Olympischen Spielen? Ja! Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes erlaubte Saudi-Arabien Frauen, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Nach London reisen wird aber mutlich keine von ihnen.