Detail Navigation:
Vor dem Beginn des NSU-Prozesses nächste Woche haben in München tausende Menschen bei einer Demo gegen Rechtsextremismus an die Opfer der Terrorzelle erinnert. Sie forderten einen konsequenten Kampf gegen die braune Gefahr. Die Polizei zählte rund 2500 Teilnehmer, die Organisatoren sprachen von 6000 Menschen.
Die umstrittenen Äußerungen des hessischen FDP-Chefs Hahn über Vizekanzler Rösler sorgen für Wirbel. Ein FDP-Abgeordneter nannte die Wortwahl "grenzdebil". Andere Liberale hingegen sehen darin einen Anstoß zur Diskussion über Alltagsrassismus. Rösler selbst versucht, die Wogen zu glätten.
FDP-Spitzenpolitiker halten die umstrittenen Äußerungen des hessischen Vorsitzenden Hahn für ein Missverständnis. Dieser habe nur den Rassismus in Deutschland ansprechen wollen. Rösler selbst sagte, Hahn sei über jeden Verdacht des Rassismus erhaben. Unterstützung kommt auch vom Ausländerbeirat.
Hessens FDP-Chef und Integrationsminister Hahn hat die Akzeptanz "unseres asiatisch aussehenden Vizekanzlers" infrage gestellt. Er habe damit eine Debatte über alltäglichen Rassismus gegenüber Rösler anstoßen wollen, rechtfertigte sich Hahn. Die Opposition sprach von einem rassistisch motivierten Ausfall.
Nicht nur Westham United oder Lazio Rom haben mit rassistischen Ausfällen ihrer Anhängerschaft zu tun. Diese Woche haben zwei muslimische Spieler beim israelischen Hauptstadt-Club Beitar Jerusalem unterschrieben. Die Fans laufen Sturm, aber Verein und Politik halten dagegen.
Der Fußball-Weltverband FIFA bestraft Ungarn und Bulgarien: Wegen rassistischer Vorfälle müssen die Nationalteams beider Länder ihre nächsten Heimspiele in der WM-Qualifikation vor leeren Rängen austragen. Bei künftigen rassistischen Vorfällen sei mit deutlich härteren Strafen zu rechnen.
Das vom AC Mailand wegen rassistischer Schmährufe abgebrochene Freundschaftsspiel hat in Italien für Debatten gesorgt. Dabei sind Hakenkreuze und rassistische Beleidigungen in den Stadien keine Seltenheit. Und ein Umdenken der Verantwortlichen hat gerade erst begonnen.
Italiens Fußball startet mit einem Skandal ins neue Jahr: Der Rekordmeister AC Mailand hat ein Freundschaftsspiel beim Viertligisten Pro Patria abgebrochen. Auslöser waren Schmährufe gegen afrikanischstämmige Profis. Als Erster ging der früher in Deutschland spielende Kevin Prince Boateng vom Platz.
Am 23. November 1992 kamen eine Großmutter und ihre zwei Enkelinnen bei rassistischen Brandanschlägen in Mölln ums Leben. Die Tat erschütterte damals ganz Deutschland. 20 Jahre nach den Anschlägen haben Hunderte Menschen der Opfer gedacht - und ein Signal entsandt.
Mit einer offiziellen Gedenkfeier will die Stadt Mölln heute an die Opfer der Brandanschläge von Neonazis vor 20 Jahren erinnern. Dazu werden Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig und der türkische Botschafter in Deutschland erwartet. Außerdem will die Familie der Opfer kommen.