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Wieder haben in Kairo Tausende Ägypter demonstriert und wieder kam es dabei zu Ausschreitungen. Anlass der Proteste war der zweite Jahrestag des Sturzes des langjährigen Machthabers Mubarak. Die Wut der Menschen richtete sich nun gegen Mubaraks Nachfolger Mursi.
Sie wollen friedlich demonstrieren und werden selbst zu Opfern: In der Gegend um den Tahrir-Platz in Kairo sind Frauen vermehrt von Gruppen von Männern sexuell angegriffen worden. Die meisten Täter entkommen. Doch das Tabuthema wird nicht mehr totgeschwiegen.
Erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 besucht ein iranisches Staatsoberhaupt Ägypten. Ahmadinedschad nimmt an der Konferenz islamischer Staaten in Kairo teil. Am Flughafen wurde er von Ägyptens Präsident Mursi mit Bruderküssen empfangen. Unter Mubarak wäre das undenkbar gewesen.
In Ägypten sitzt der Schock nach den Ausschreitungen der vergangenen Tagen tief. Die Angst vor einem Staatskollaps war Thema bei den Freitagspredigten. Anschließend demonstrierten wieder Tausende gegen Präsident Mursi. In Kairo kam es zu Zusammenstößen. Erneut wurde ein Mensch getötet.
Die Gegner von Präsident Mursi fordern in Kairo Tag für Tag bei Protesten seinen Rücktritt. Bei Straßenschlachten mit der Polizei wurden in der Nacht zwei Demonstranten erschossen. Zudem nutzten Plünderer das Chaos und überfielen ein Luxushotel. Die Grenze zwischen Protest und Randale ist fließend.
In Ägypten sind in der Nacht erneut Tausende zu Protesten gegen Präsident Mursi auf die Straße gegangen. In Kairo, Port Said, Ismailia und Suez wurde demonstriert - trotz Ausgangssperre. Es soll mindestens einen Toten geben. Die Opposition lehnt Gespräche ab. Das Land ist tief gespalten.
In Ägypten zieht Präsident Mursi die Zügel weiter an. Nachdem er bereits den Ausnahmezustand über einige Regionen verhängt hat, will er nun Sondervollmachten zum Einsatz der Armee im Inland durchsetzen. Sein Dialogangebot wies die Opposition zurück, die Proteste gehen weiter.
Vandalen und Gesetzesbrecher - das sind für Präsident Mursi die Urheber der blutigen Unruhen in vielen Städten Ägyptens. Er verhängte den Ausnahmezustand sowie eine nächtliche Ausgangssperre über die am stärksten betroffenen Regionen. Mursi lud die Opposition zu Gesprächen ein.
Nach den schweren Zusammenstößen in der Hafenstadt Port Said hat Ägyptens Präsident Mursi über die am stärksten betroffenen Regionen den Ausnahmezustand verhängt. In Port Said, Ismailija und Suez gilt für 30 Tage eine nächtliche Ausgangssperre. In einer Fernsehansprache lud Mursi die Opposition zu Gesprächen ein
Kein Ende der Gewalt in Ägypten: Während des Trauerzugs für die Opfer der Gewalt vom Vortag sind erneut drei Menschen in der Stadt Port Said ums Leben gekommen. 400 Menschen wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei verletzt. Die Gewalt erschüttert auch Mursis Kritiker.