Detail Navigation:
Rund 160.000 Flüchtlinge aus Syrien sind im Libanon gestrandet - eine enorme Belastung für das kleine Nachbarland. Bei seinem Kurzbesuch sagte Entwicklungsminister Niebel dem Land zusätzliche 15 Millionen Euro zu. Damit soll vor allem den Kindern geholfen werden.
Syriens Bürgerkrieg droht sich auf den Libanon auszudehnen. Bei Straßenschlachten wurden mindestens zwei Menschen getötet. Demonstranten beschuldigen das Assad-Regime, den libanesischen Geheimdienstchef ermordet zu haben. Nun wird befürchtet, dass das fragile Miteinander im Libanon dauerhaft in Gewalt umschlagen könnte.
Der syrische Bürgerkrieg wird auch für den benachbarten Libanon zu einer Zerreißprobe. Nach dem Attentat auf den Geheimdienstchef Al Hassan kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Demonstranten beschuldigen das Assad-Regime, hinter dem Anschlag zu stecken - und ihren eigenen Ministerpräsidenten, die Verantwortlichen zu decken.
Tausende Menschen haben in der libanesischen Hauptstadt Beirut Abschied genommen von den Opfern des Anschlags vom Freitag. Nach der Beisetzung entlud sich die Wut vieler Trauernder, sie durchbrachen Sperren, nahmen Kurs auf den Regierungssitz. Auch in der Nacht gab es Gefechte.
Im Libanon ist es nach der Trauerkundgebung für die Opfer des Anschlags vom Freitag zu Ausschreitungen gekommen. Aufgebrachte Bürger durchbrachen in Beirut nach Angaben von Augenzeugen Zugangssperren und versuchten, den Sitz der Regierung zu stürmen. Die Polizei setzte Tränengas ein, Schüsse waren zu hören.
Bei einer schweren Bombenexplosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Bei dem Anschlag wurden offenbar zwei Gebäude zerstört. Ob die Autobombe einer christlichen Partei galt, die auf der Straße ihr Hauptquartier hat, ist noch unklar.
Mit einer Messe in Beirut beendet Papst Benedikt XVI. heute seinen Besuch im Libanon. Gestern Abend sprach das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Kundgebung vor 20.000 jungen Leuten und drückte insbesondere den eigens angereisten syrischen Christen seine Bewunderung aus.
Eigentlich wollte der Papst bei seinem Besuch im Libanon vor allem für die Akzeptanz der Katholiken in der Region eintreten. Konfrontiert mit den anti-westlichen Protesten forderte er nun aber zu Toleranz und Respekt gegenüber anderen Religionen und Kulturen auf. Die Gewalt verurteilte er.