Juncker und Tsipras in Brüssel

Ihre Meinung zu Nebulöses Treffen in Brüssel - Juncker empfängt Tsipras

"Es geht ums Ganze", titelt heute das Athener Boulevardblatt "Ethnos": Angesichts der Dramatik des griechischen Schuldendramas ist das wohl kaum übertrieben. Die Zeit läuft. Am Abend trafen sich Tsipras und Juncker in Brüssel - ganz privat, wie es hieß.

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100 Kommentare

Kommentare

Gast
Die Austeritätspolitik ist auf der ganzen Linie gescheitert!

Die Kosten der GR-Schulden sind bekannt. ca. 330 Milliadn €. Die Kosten eines GREXITS stattdessen unbekannt. Niemand kann exakt sagen, was ein Unfall kosten würde. Das Großkapital braucht so was nicht. Die wohlen „Ruhe und Ordnung“ um weiter wie bis her die großen Gewinne abzusahnen. Alleine schon aus diesem Grund wird man bis Ende dieser Woche eine Lösung für dieses Problem finden. d.h. bis zum 5.Juni wird ein Vertrag unterschreiben sein, der für beide Seiten annehmbar ist! Und das haben wir der GR-Regierung zu verdanken. Weil die GR-Regierung nicht, und dass zu recht, von ihrer Roten Linie zurückgewichen ist. Die Rote Linie ist unter anderem die nicht mehr weitere Kürzung von Renten und von den Gehältern im öffentlichen Dienst. Warum ist das so. Weil die Tsipras-Regierung Rückgrat hat und auch noch die große Unterstürzung der Hellenen! Und das will man vor allem in der BRD brechen, bzw. verhindern. Beides wurde in den MM absichtlich falsch dargestellt. Beginn einer neuen Zeitrechnung

Helmut Baltrusch
Gläubiger sind Athen bei Suche nach Kompromiss entgegen gekommen

Einerseits heißt es aus der Brüssel-Gruppe und vom ARD-Korrespondenten Krause, die Gläubiger wären der Tsipras-Regierung bei der Suche nach einem Kompromiss entgegen gekommen, andererseits verlautet von den Geldgebern, der neue Plan der Links-Rechts-Regierung in GR müsse erst geprüft werden. Entspräche dieser den Anforderungen der Institutionen, müssten die EURO-Finanzminister über die Freigabe der restlichen 7,2 Mrd. € aus dem 2. Hilfsprogramm entscheiden.

Klar ist nur, dass das heutige Gespräch Junckers mit Tsipras wohl eher das problematische Verhältnis von GR zur EU betrifft und keine Entscheidung über die Bewertung der jüngsten Pläne aus Athen zu erwarten ist. Auch über die Probleme der EU mit GR ließ sich Junckers nicht aus. Da die Zeit im Schuldendrama bis zur Insolvenz läuft, wäre es besser, Tsipras würde sich in Brüssel auch mit den Geldgebern treffen, um die Verhandlungen schon aus Zeitgründen abzuschließen. Für Reformen umzusetzen, ist die Zeit wohl schon zu knapp.

Hille-SH
Wie lange noch ?

Wie lange will man einen Nackten denn noch... und immer wieder nach Geld durchsuchen, nur um immer wieder festzustellen, "der hat nichts" ?

Griechenland ist zahlungsunfähig und der Staatsbankrott ist defacto festgestellt !

Man kann allerdings auch weiterhin Perlen (Milliarden) vor die Säue schmeißen, die man noch nicht einmal selber besitzt, um die Realitäten nicht erkennen zu müssen und sich nicht seiner Verantwortung stellen zu müssen, jahrelang, trotz etlicher Mahnungen aus berufenem Munde, auf dem Holzweg gewesen zu sein.

Ich glaube es sind 3 Mrd. Euro, die Griechenland (Banken) noch via ELA-Kredite erhalten DARF, danach ist auch diese Quelle versiegt.

Aber um Recht & Gesetz, Verträge oder gar parlamentarische Mitbestimung geht es beim Währungszerfall ohnehin nicht mehr, nicht wahr !?

Die Willkür der Hinterzimmer-Politik hat schon lange Einzug gehalten und regiert !

zefix
Warum

dieses rumgeeiere, "nebulöses Treffen in Brüssel" - GR wird, wie schon x mal, einen "allerletzten Aufschub bekommen"
Schmeißt die Tsipras-Hütchen-Spieler aus dem Euro - genug ist genug.

kleinermuck2012
Schulden müssen zurückbezahlt werden

Ansonsten bricht unser Finanzsystem zusammen. Deshalb kann es auch nicht mehr lange gut gehen, dass die USA ihre Schulden exportieren.... Man siehe die faulen Immobilienanleihen aus den USA.... Die Dollars sind zurück in den USA und die Schulden in Europa...
MfG

Autograf
Vielleicht sollte man am WE nicht nach Griechenland reisen

Alle Euroländer müssten einer Lösung zustimmen und auch ein paar Parlamente, bevor auch nur ein Euro fließen kann. Ob das überhaupt noch einer für möglich hält? Oder werden schon längst Scheine mit Köpfen gemacht? Sowas erfolgt immer "überraschend". Griechenland gat bessere Chancen außerhalb des Euro aber natürlich weiter innerhalb der EU. Es muss, mit unserer Hilfe, eine Strukturreform durchführen, bevor es wirtschaftlich gesunden kann. Dazu muss das Volk aber verstehen, dass es keine Alternative hat.

Berni 1
Immer das gleiche....

griechisch / europäische Schauspiel.
Das Volk wird für blöd verkauft.
Ich bin mir ganz sicher, dass das wieder ein alternativloser fauler Kompromiss werden wird. Und unsere Abgeordneten werden dem wieder zustimmen.
Wir zahlen und die Griechen kassieren ohne Gegenleistung.
Und das nächste Paket über 30 Mrd. wird bereits geschnürt.
Da nicht Volkes Wille sondern Politiker`s Wille geschieht, werde ich mich bei der nächsten Wahl aus Protest enthalten.
Da immer mehr Menschen meiner Meinung sind, wird die nächste Wahlbeteiligung zu einer nie da gewesene Enthaltungsquote der Wähler führen.
Wen juckt das schon?!
Die Presse vielleicht?
Aber höchstens über eine Schlagzeile!

Berni 1
Nur etwas naive...

Menschen glauben dass die Schulden bei 330 Mrd. liegen. (Zuschüsse der EZB in ? Höhe um die GR Banken über Wasser zu halten)
In einem halben Jahr werden die bei 400 Mrd. liegen plus EZB in ? Höhe.
Aber richtig ist wir müssen uns nicht mit unangenehmen Dingen beschäftigen.
Schieben wir das besser in die Zukunft.

Economist70

Die griechische Regierung wirkt dilettantisch und einige Journalisten haben sich auch schon über sie lustig gemacht. Sie sind es aber nicht. Sie haben auf Zeit gespielt um ihren Bürgern die Kapitalflucht zu ermöglichen - immerhin knapp 100 Mrd. EUR sind seit dem Wahlsieg im Januar ins Ausland geflossen. Da diese Liquidität den griechischen Banken jetzt fehlt musste sie die Zentralbank und letztlich die EZB durch ELA Notkredite ersetzten. Sollte Griechenland jetzt doch austreten bleiben die anderen (vor allem Deutschland) auf dieser Rechnung (Targetsalden) sitzen. Ein nettes Geschenk und man fragt sich wo die eigentlichen Diletanten sitzen.

hessin65

Über 90% der Deutschen sind für einen Austritt Griechenland. Warum wird das von unseren Politikern ignoriert?

roli
ist das wiklich alles noch sinnvoll?

auch ich würde die Griechen gerne im Euro behalten, aber nicht um jeden Preis. Die neue Regierung hält sich nicht an die Absprachen und kommt damit durch! Die Spanier sind nicht dumm und wählen links, sind das die nächsten, die so mit uns umspringen? Wer kommt dann, die Italiener? Wenn wir nicht bald aufhören den Griechen nachzugeben ist der Euro insgesamt bald tot!

Frustriert
Wann gib`s mal was Neues?

Ich kann das Geplänkel zum Thema Staatspleite Griechenlands schon lange nicht mehr hören und sehen.
Die Lkw, "beladen" mit unseren Steuergeldern, sind doch schon seit langem gepackt und abfahrbereit. Muß man diese Politkomödie in Brüssel dem Steuerzahler in Europa auch noch zumuten. Herr Gauweiler ist doch schon vor Wochen wegen Zustimmungsverweigerung für neue Hilfszahlungen zurückgetreten.
Ich frage mich, warum man die politischen Entscheidungsträger nicht wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zur Verantwortung zieht. Politische Immunität kann doch kein Freibrief sein. Erlauben sie sich einmal in der Privatwirtschaft ein solches Handeln.
Man sollte die Zahlung und die Gewährung den üppigen Diäten und Vergünstigungen an Politiker von der Rückzahlung von Krediten aus Griechenland abhängig machen. Dann würde schnell wieder Vernunft eintreten. MfG Frustriert

IchEinfachNurIch
Oh man...

...wieder ein Spielchen und ein Hin und her. Langsam muss sich jeder Politiker fragen ob er richtig seine Arbeit macht. Was für ein Hingeeiere und das zu lasten aller EU Bürger. Schrecklich

Economist70
@simeht

Sie Schreiben "Die Austeritätspolitik ist auf der ganzen Linie gescheitert"

Was heisst eigentlich "Austerität" im Falle Griechenlands? Sie haben lange über ihre Verhältnisse gelebt und riesige Schulden angehäuft (durch grosszügige Renten, und Sozialleistungen). Dann kam die Krise und sie haben weiter Schulden angehäuft, also jedes Jahr mehr Geld ausgegeben als sie Verdient haben. Das gilt auch heute noch. Ist Austerität nicht ehr der Fall, in dem man weniger ausgibt als man einnimmt?

Hille-SH
@hessin65

Was glauben Sie wird passieren, wenn diese 90 % erfahren, dass Frau Merkel zugestimmt hat, Griechenland fortan und dauerhaft zu alimentieren, "alternativlos" auf Kosten des dt. Steuerzahlers und um den "sozialen Frieden in Europa nicht zu gefährden". Das es dafür keinerlei rechtliche Grundlage gibt, ist den europäischen Protagonisten dieser Posse absolut wurscht...

Es geht nicht um die "armen Griechen" denen man helfen müsse, wie Herr Martin Schulz unlängst und äußerst heuchlerisch zu verstehen gab, es geht um den "Nato-Fels" in der südöstlichen Peripherie Europas.

Eine jede Forderung Washingtons erklärt Angela Merkel sogleich zur Staatsräson.

Was Sie oder die anderen 60-70 Mio. Deutschen als Wähler wünschen oder fordern, ist Angela Merkel so unwichtig wie das Wetter von morgen, werte hessin65.

Sie haben am 22.09.2013 ihr Kreuz gemacht, damit genug der demokratischen Mitgestaltung durch Sie als Bürger.

Wichtig sind "beruhigte Märkte" und "gewogene Investoren", nicht etwa Sie...

Melanda
Der arme Kerl tut mir nur noch leid

Ich bin wirklich kein "Linker" ganz im "Gegenteil". Aber alle Welt tut so, als ob Tsipras für das "griechische Dilema" verantwortlich ist. Das waren die "bürgerlich-konservativen", die sich jetzt "vornehm" zurückgezogen haben und und es genüsslich beobachten, wie das "Strafgericht" die "andern" trifft. Ich möchte nicht mit ihm tauschen. Erinnert mich irgendwie and die Situation nach dem 1. Weltkrieg: Das Kaiserreich hat das "Schlamassel" verursacht, und die "demokratischen Repräsentanten" der Weihmaer Republik haben die "Prügel" dafür bekommen.

Saubär
Alles weg.

Die rund 85Mrd € Bürgschaft der Deutschen Steuerzahler ist weg. Ob GR im Euroraum bleibt oder nicht. Sämtliche Regeln und Verträge wurden gebrochen. Mit der GR-Krise ist das letzte Tabu ebenfalls gefallen: Die Schuldenunion. Im Falle GR umso dramatischer, da man dort nicht bereit ist für seinen eigenen Staat zu sorgen und mit (einem vollkommen schleierhaften) Selbstverständnis erwartet, dass die europäischen Steuerzahler dafür einspringen. Solch geheime Treffen, werden die Situation nur verschärfen. Der Norden/Geber, Süden/Empfänger, werden sich politisch weiter voneinander entfernen. Denn solange man erwarten kann, dass Andere monetär einspringen, wird man im Süden Links wählen - im verteilen anderer Leute Gelder ist man schließlich besonders gut. Im Norden wird man daraufhin rechter wählen, denn Kleinstaaterei und Abgrenzung ist schließlich ihr Ding. Ohne einen Kurswechsel wird die EU an der GR-Krise/Schuldenunion scheitern.

fathaland slim
15:56, Berni 1

Sie schreiben:
"Immer das gleiche....
griechisch / europäische Schauspiel.
Das Volk wird für blöd verkauft.
Ich bin mir ganz sicher, dass das wieder ein alternativloser fauler Kompromiss werden wird."

Der Forist "Autograf" schrieb um 15.42:

" Es (Griechenland) muss, mit unserer Hilfe, eine Strukturreform durchführen, bevor es wirtschaftlich gesunden kann. Dazu muss das Volk aber verstehen, dass es keine Alternative hat."

So ist also die Alternativlosigkeit, wenn es un das deutsche Volk geht, ein für-blöd-verkaufen, während sie für das griechische Volk eine Notwendigkeit ist...

Weiterhin schreiben Sie:

"Wir zahlen und die Griechen kassieren ohne Gegenleistung.
Und das nächste Paket über 30 Mrd. wird bereits geschnürt."

Dazu ist anzumerken:"Wir" zahlen nicht, "wir" geben Kredite. Diese müssen zurückgezahlt werden. Würden "wir" die Kredite nicht geben, könnte Griechenland die jetzt fälligen Kredite nicht zurückzahlen. Das Land würde pleite gehen, dann würden "wir" wirklich zahlen.

Gast
@hessin65: Wohl kaum

90% aller Deutschen? Sie träumen. Diese Zahlen sind gefühlt und basieren nicht auf Fakten. Zum Glück!

fathaland slim
16:12, hessin65

"Über 90% der Deutschen sind für einen Austritt Griechenland. Warum wird das von unseren Politikern ignoriert?"

Würden Sie dafür bitte einen Beleg beibringen?

Außerdem meinen Sie nicht "Austritt", sondern "Rauswurf". Austreten müssten nämlich die Griechen, und zwar freiwillig. Rauswerfen kann man sie nicht. Insofern geht ihre etwas weinerliche Politikerschelte am Thema vorbei.

DenkMal_1
Wichtigtuer Juncker

"Zur Erinnerung: Die EU-Kommission ist kein Geldgeber, es geht also nicht um ihr Geld."
Ja, Herr Juncker, also ist Ihr Alleingang nicht nur sinnlos, sondern sogar kontraproduktiv. Es ist nicht neu, dass Juncker eine wohlwollende Haltung GR gegenüber hat. Die EZB und der IWF wollen und können aber (wegen des möglichen Domino-Effektes) - wenn überhaupt - nur sehr wenig nachgeben.
Wahrscheinlich wird Tsipras dieses Treffen hoffnungsvoll verlassen, was Tempo und Ernsthaftigkeit der Reformen weiter ausbremsen dürfte.
Von mir zur Erinnerung: Die Bedingungen, die GR zur Auszahlung der 7,2 Mrd. € zu erfüllen hat, wurden mit der Vorgängerregierung in GR ausgehandelt und waren und sind Voraussetzung für die weitere Unterstützung Griechenlands. Der Versuch von Tsipras und Varoufakis, das alles als Schikane gegenüber einer ungeliebten linken Partei darzustellen, zeugt von erstaunlichem Nichtwissen.

Jacob_a_B

und das alles nur weil
- 1999 Gerhard Schröder seine linken Freunde in Griechenland reingeschmuggelt hat
- sich die SPD und die Grünen 2003 nicht an die Regeln halten wollten!!

Danach konnte man niemandem mehr wirklich böse sein, jetzt eiert die Merkel auch noch herum weil sie nicht als Böse Frau in die Geschichtsbücher will...

der Rest der großen Koalition ist auch nur ein Haufen von Ja Sagern...
erbärmlich aber wahr....

da werde ich wohl meinen steuerlichen Wohnsitz nach Griechenland verlegen müssen um wenigstens ruhe vor dem Finanzamt zu haben, wenn all das Geld das gebraucht wird von den Deutschen eingetrieben wird

fathaland slim
16:28, roli

"Die neue Regierung hält sich nicht an die Absprachen und kommt damit durch! Die Spanier sind nicht dumm und wählen links, sind das die nächsten, die so mit uns umspringen?"

Wen meinen Sie denn mit "uns"? IWF, EZB und EU-Kommission, also die "Troika"? Dann möchte ich Sie bitten, mich nicht bei "uns" einzubeziehen, denn ich fühle mich von diesem Verein nicht vertreten. Von denen kommt nämlich das, was Sie als Absprachen und ich als Diktat bezeichne. Wenn Sie sich auf deren Seite verorten, dann finden Sie mich auf der anderen. Und ja, ich werde dann umspringen, daß die Wände wackeln...

Don-Corleone
Alternative .

@-Berni 1 :

Nicht-Wählen wäre das Dümmste,
was Sie machen könnten .
Statt Nicht-Wählen sollten Sie
vielleicht mal radikaler wählen ,
auch diese Möglichkeit steht Ihnen
zur verfügung .
ansonsten:
Keinen müden Cent f.d. Griechen ,
es reicht mir langsam .
merkel/CDU trägt d. Verantwortung
aber ihr ergebene parteien ,
ca. 80 % Mehrheit , werden d.
Duktus von merkel abnicken ,
Wie gehabt ..............!
Skandal ohne Ende , auch f. Deutschland !

Kaladhor
@roli um 16:28

...ist der Euro insgesamt bald tot!

Es hat sich anscheinend immer noch nicht herumgesprochen, dass genau das bereits der Fall ist, es wurde nur noch nicht publik gemacht.

Der Euro lag bereits bei seiner Einführung im Koma, da man es vorher versäumt hat, die ganze Finanz- und Wirtschaftsgesetzgebung in den Teilnehmerländern zu harmonisieren.
Das erste was passiert ist, war dann auch ein "Wettkampf" im Ringen, wer die niedrigste Unternehmensbesteuerung bot. Hat Irland nicht besonders gut getan.

fathaland slim
16:52, Economist70

" Sie haben lange über ihre Verhältnisse gelebt und riesige Schulden angehäuft (durch grosszügige Renten, und Sozialleistungen). "

Tatsächlich? Sozialleistungen? In einem Land in dem es so gut wie kein Sozialsystem gibt? Wie geht das?

"Dann kam die Krise und sie haben weiter Schulden angehäuft, also jedes Jahr mehr Geld ausgegeben als sie Verdient haben."

Schauen Sie sich den Schuldenstand des griechischen Staatshaushaltes an, da hat sich seit Jahren nichts verändert.

" Ist Austerität nicht ehr der Fall, in dem man weniger ausgibt als man einnimmt?"

Austerität heißt im vorliegenden Fall, daß durch die Maßnahmen, die die "Troika" diktiert hat, die Einnahmen weggebrochen sind. Und da Griechenland ja nicht mehr ausgeben darf als es einnimmt und dies auch nicht tut, brechen dadurch notgedrungenermaßen die Ausgaben weg.

Die ganzen "Hilfszahlungen" der EU, welche Kredite sind, gehen in den Schuldendienst. Mit denen werden keine anderen Ausgaben gedeckt.

garden.of.delight..
@hessin65

Meines Wissens ist weder ein Rauswurf noch ein Austritt moeglich.
Der Lissaboner Vertraegen sei Dank ;-)

Sagt zumindest das Handelsblatt.

Es bleibt also spannend. :-)

Wenn alle Laender, die irgendwie "nicht reinpassen", gehen muessten, wuerden wir sehr schnell wieder bei der EU landen, wie sie Ende der 60er Jahre existierte.

Eventuell ergaenzt um die osteuropaeische Niedriglohnzone.

Ob dieses Konstrukt dauerhaft stabil waere, kann aber auch bezweifelt werden.
Denn auch geringe Entwicklungsstand Osteuropas und die dadurch hervorgerufenen Migrationsstroeme rufen Spannungen hervor, die sich auch irgendwann entladen.

fathaland slim
17:01, Saubär

"Mit der GR-Krise ist das letzte Tabu ebenfalls gefallen: Die Schuldenunion."

Dieses ideologische Tabu hätte gar nicht erst aufgestellt werden dürfen, dann wäre uns der ganze Schlamassel erspart geblieben.

Wie kann man denn eine gemeinsame Währung betreiben, wenn man nicht bereit ist, füreinander einzustehen?

Griechenland ist für 2% der Wirtschaftsleistung des Euroraumes verantwortlich und für weniger als 3% der Schulden. Ihre 80 Milliarden, die angeblich verloren sind, klingen wie viel Geld, sind aber im Vergleich ein Fliegenschiss.

Die ganze Aufregung ist rein ideologisch begründet. Wenn man wollte, könnte man Griechenland sämtliche Schulden erlassen und keiner würde es merken.

Aber das braucht man gar nicht. Man muß einfach nur sicherstellen, daß GR seine Schulden nach wie vor am Kapitalmarkt refinanzieren kann, so wie das jedes andere Land macht.

Das würde aber den ideologischen Plan, nämlich den marktradikalen Umbau der Eurozone, konterkarieren.

Cicero-secundus
Bitte sehr, ...

.
...gibt es Erkenntnisse darüber,
ob inzwischen dieses unsäglich
ungerechte griechische Gesetz
definitiv aufgehoben wurde,
demzufolge es der griechischen
Oberschicht

v e r b o t e n....i s t ,

S t e u e r n....zu....z a h l e n ???

Toll: Vor einigen Tagen wurde abends
im TV gezeigt, wie griechische Multi-
Millionäre ihr Geld vor dem Zugriff
griechischer Finanzämter in
Groß Britannien
in Sicherheit bringen,
bzw. bereits gebracht haben !

Die anderen EU-Bürger zahlen ja
gerne für den ach so maroden
griechischen Staatshaushalt !

(Satire aus)

Durch eine falsche Steuergesetzge-
bung, die ganz offenkundig nur den
Interessen einer Wirtschaftselite
und Lobbyisten dient, kann man
einen Staatshaushalt auch völlig
ruinieren.

Griechenland ist ein Paradebeispiel
hierfür - auch dafür, wie man ander-
er EU-Steuerbürger Geld verbren-
nen kann !

Ich boykottiere Griechenland auf meine Art:
Ich fahre niemals mehr dorthin in
Urlaub, ich gehe nicht mehr zu
"meinem Griechen" zum Essen.

firefighter1975
16:12 von hessin65

"Über 90% der Deutschen sind für einen Austritt Griechenland. Warum wird das von unseren Politikern ignoriert?"

Es wäre verständnisförderlich, wenn Sie abschließend zu Ihrer Aussage belegen würden, wo denn Ihre "90 % der Deutschen" herkommen. Irgendwelche konkreten Links zu den von Ihnen genannten 90 % ?

Ich muss Ihnen sagen, dass ich die von Ihnen genannte Zahl für reichlich unrealistisch halte und hätte gern entsprechende Quellen, die Ihre Aussage belegen.

MfG firefighter

DerRückspiegel
cui bono?

Ich vermute, dass beide Seiten von Extremforderungen ausgehen, die eine Annäherung erschweren.
Junker ist Griechenland-freundlich? Na und! In seiner jetzigen Rolle ist er auf eine breite Zustimmung in der EU angewiesen und fungiert wahrscheinlich eher als Vermittler.
Griechenland kann seine Forderungen nicht zu weit treiben, so lange kleinere Länder schlechtere Lebensverhältnisse haben, aber trotzdem Griechenland unterstützen. Und die Eurozone muss darauf achten, dass sie eine dauerhafte Lösung erreicht. Es kann nicht sein, dass sich das Problem alle paar Monate wiederholt. Da immer wieder das Schreckgespenst Grexit an die Wand gemalt wird, würde mich interessieren, was ein No-Grexit kostet.

florasofti
Never Ending Story

Mensch Hellenen, ihr seid aber auch hartnäckig.. Bravo!

Gast
@17:45 von fathaland slim

Wie kann man denn eine gemeinsame Währung betreiben, wenn man nicht bereit ist, füreinander einzustehen?

Kann man schon, wenn sich jeder an die Regeln hält. Ich bin nicht gegen ein Einstehen füreinander, aber bedingungsloses Einstehen geht nicht, bei gleichzeitiger absoluter Haushaltssouveränität.

Austerität wurde im Prinzip schon vereinbart mit der 3%-Regel.

Ihre Gedanken sind äußerst interessant und unterstützenswert, allerdings setzt das auch wieder voraus, dass nicht jeder wieder zuerst an sich denkt.

Wenn man wollte, könnte man Griechenland sämtliche Schulden erlassen und keiner würde es merken.

Stimmt, aber im Moment sieht es so aus, dass wir in 5 Jahren wieder auf dem selben Stand sind, wenn wir das täten. Und dann lohnt es sich eben nicht.

karwandler
re fathaland slim

" Man muß einfach nur sicherstellen, daß GR seine Schulden nach wie vor am Kapitalmarkt refinanzieren kann, so wie das jedes andere Land macht."

Das Wort "einfach" finde ich entzückend ...

Gast
so ist es ! 16:53 von Odin-HH

Wie Recht Sie haben.....
.
Erstaunlich, dass so viele Deutsche das nicht verstehen, nicht verstehen wollen. Weil es sich gar nicht gut anfühlt.........

karwandler
re fathaland slim

"Die ganzen "Hilfszahlungen" der EU, welche Kredite sind, gehen in den Schuldendienst. Mit denen werden keine anderen Ausgaben gedeckt."

Das stimmt natürlich nicht. Da Griechenland auch ohne Schuldendienst seine Staatsausgaben nicht durch Einnahmen decken kann, muss notgedrungen gepumptes Geld auch dazu dienen.

fathaland slim
17:50, DerRückspiegel

" Da immer wieder das Schreckgespenst Grexit an die Wand gemalt wird, würde mich interessieren, was ein No-Grexit kostet."

So lange sichergestellt wird, daß Griechenland weiterhin das machen kann, was alle Staaten machen, nämlich Kredite durch neue Kredite ablösen, kostet der überhaupt nichts.

Im Gegensatz zu einem Grexit, der dazu führen würde, daß GR seine Schulden nicht mehr bedienen könnte. Sämtliche offenen Kredite müssten abgeschrieben werden.

HamburgerHumanist

"Dagegen sehen die Gläubiger Griechenland am Zug."
Griechenland hat seinen Zug schon lange gemacht. Noch nie wurde von einem Land und seiner Bevölkerung in so kurzer Zeit so viel abverlangt. Was hat es gebracht? Nichts. Die Schuldenquote ist heute höher als vor den Reformen. Und weil das alles so schlecht funktioniert hat, wollen die Gläubiger mehr davon. Wie verblendet muss man sein. Nun müssen die Gläubiger erkennen, daß dieser Weg nicht funktioniert. Die Gläubiger sind am Zug, nicht Griechenland!

Laureat
Juncker regelt mit unserem Geld - na prima

Ich gewinne täglich mehr den Eindruck, dass das ehemalige Staatsoberhaupt Juncker des Steuerbetrugsparadieses Luxemburg die EU Gelder und somit auch das Geld der deutschen Steuerzahler im Alleingang verwaltet.

Tsipras nennt er seinen Freund das ist ja auch ok, aber die Steuerbetrugstechniken seines Heimatlandes hat er bis heute nicht als Ungleichheit und falsches Signal in Europa angesehen, dieser Mann muss ausgebremst werden.

Ein Grexit komme für ihn nie in Frage ist gleichlautend mit der Aussage, Griechenland bleibt im Euro, egal was es (den deutschen Steuerzahler) auch kostet. Dieses Signal war so früh in die Welt posaunt, dass Tsipras sich ebenfalls sehr früh sehr entspannt zurück lehnen konnte.

Ich war immer ein Freund der EU, mittlerweile aber werde ich zunehmend skeptischer bei dem, was uns hier widerfährt. Auch in der Flüchtlingsaufnahme wälzt man das Problem zunehmen einseitig auf Deutschland ab.

fathaland slim
18:09, cowboy8

" Ich bin nicht gegen ein Einstehen füreinander, aber bedingungsloses Einstehen geht nicht, bei gleichzeitiger absoluter Haushaltssouveränität."

Da haben Sie natürlich Recht, denn eine gemeinsame Währung bei absoluter Haushaltssouveränität der Nationalstaaten kann nicht funktionieren.

Das Problem ist, daß die ganze Diskussion hochideologisch geführt wird. Was gäbe es für ein Geschrei, wenn die Haushaltssouveränität offen und nicht lediglich, wie jetzt, durch die Hintertür, eingeschränkt würde? Die Rechten würden sich die Hände reiben. Dabei wäre alles viel einfacher, wenn man nicht mit Erpressung, sondern einem klaren gesetzlichen Rahmen arbeiten würde. Man hat es bei der Konstruktion des Euros versäumt, das Notwendige klar zu formulieren, das rächt sich jetzt. Und anstatt aus den damals gemachten Fehlern zu lernen, wurschtelt man weiter. Bloß die nationale Souveränität nicht weiter einschränken!Dabei existiert die sowieso schon gar nicht mehr, wie man am Beispiel Griechenland sieht.

fathaland slim
18:18, karwandler

>>re fathaland slim
"Die ganzen "Hilfszahlungen" der EU, welche Kredite sind, gehen in den Schuldendienst. Mit denen werden keine anderen Ausgaben gedeckt."

Das stimmt natürlich nicht. Da Griechenland auch ohne Schuldendienst seine Staatsausgaben nicht durch Einnahmen decken kann, muss notgedrungen gepumptes Geld auch dazu dienen.<<

Das würde bedeuten, daß Griechenlands Schuldenstand in absoluten Zahlen wachsen würde. Meines Wissens tut er das nicht. Aber wenn Sie andere Informationen haben, lasse ich mich gern belehren.

Demokratie-Jetzt

"Nebulös" ist nicht nur dieses Treffen, sondern nebulös ist die gesamte griechische Beziehung zur EU, angefangen mit der Bilanzfälschung, um überhaupt reinzukommen, und dann die völlige Unwilligkeit aller gr. Regierungen, das Fakilaki-System zu reformieren, bis hin zur permanenten Unverschämtheit der Tsipras-Regierung.

Diese Leute schaden der EU in ihrer Glaubwürdigkeit mehr als jeder Austritt kosten könnte.

Alle wissen es, nur unsere Politiker nicht.

Die Kluft zwischen der EU-Bevölkerung und dem EU-System wird immer größer ....

karwandler
re fathaland slim

"So lange sichergestellt wird, daß Griechenland weiterhin das machen kann, was alle Staaten machen, nämlich Kredite durch neue Kredite ablösen, kostet der überhaupt nichts."

Griechenland macht überhaupt nicht das, was alle Staaten machen. Die finanzieren sich am Kapitalmarkt nach Marktkonditionen und nicht aus Hilfsfonds zu Sonderkonditionen, die es auch nur geben kann, weil andere Länder dafür bürgen.

Es braucht schon eine riesige rosarote Brille, um die Finanzierung Griechenlands als "gar nichts Besonderes" anzumalen.

karwandler
re fathaland slim

"Das würde bedeuten, daß Griechenlands Schuldenstand in absoluten Zahlen wachsen würde. Meines Wissens tut er das nicht."

Dann haben Sie gefühlte 285.903 posts zum Thema Schuldenkrise Griechenland übersprungen.

fathaland slim
18:14, karwandler

>>re fathaland slim
" Man muß einfach nur sicherstellen, daß GR seine Schulden nach wie vor am Kapitalmarkt refinanzieren kann, so wie das jedes andere Land macht."

Das Wort "einfach" finde ich entzückend ...<<

Es wäre wirklich entzückend, wenn man einfach mal ideologisch abrüsten würde und nicht versuchen würde, auf dem Rücken des schwächsten Mitgliedes der Eurozone eine wirtschaftsliberale Agenda durchzusetzen. Es gibt Modelle, beispielsweise die Schulden eines jeden Landes, die 60% des Bruttosozialproduktes übersteigen, in eine so genannte Bad Bank auszulagern, für die die Eurozone als Ganzes haftet. Davon würden auch wir profitieren, denn wir liegen ja mit unserer Verschuldung nun auch weit über den Maastricht-Kriterien...

Und dann muß man den nächsten Schritt tun und die nationale Haushaltssouveränität einschränken. Anders geht es nicht. Wenn so weitergewurschtelt wird wie bisher, wird uns der Laden auf vielfältige Weise um die Ohren fliegen.

friedrich peter peeters
16.06 Economist Schlaue Griechenpolitik

Wer geschäftlich mit den Griechen zu tun hat/hatte weiss wie recht Sie haben mit Ihrem Urteil. Es ist erstaunlich mit welchem Diletantismus in Brüssel und in Europas Haupstädten in den letzten Monaten mit den Griechen verhandelt worden ist. Alleiniges Ziel der Griechen war noch ein maximum an Krediten aus aller Welt herein zu schleppen um es schnellstmöglich ausser Lande in Sicherheit zu bringen. Alles andere war Theater incl. der Champagner-Sozialismus. Man muss was hier passiert ist unter rein geschäftliche Gesichtspunkte bewerten und feststellen die Politik ist gigantisch reingelegt worden. Es wäre nicht nötig gewesen.

Gast
Griechenland

Fakt ist doch, das Griechenland nicht in der Lage ist die angenommenen Schulden zurückzuzahlen, Fakt ist, dass man dafür neue Kredite braucht, aber Fakt ist auch, dass man nicht in der Lage ist sein eingefahrenes System zu ändern, auch großmundige Versprechen ändern nicht daran.
Diese Regierung ist angetreten, dem Volk weniger zu belasten, aber woher sollte dann das Geld für die Schuldenbegleichung kommen?
Die Herren in Brüssel können doch auch nur der Finanzwelt folgen, sie können Griechenland kein Geld geben, das Geld gehört ihnen einfach nicht.
Mit den immer wiederholenden nichtssagenden Versprechungen wird es nur noch langweilig, wer sollte denn noch darauf hören, es sind nur Luftblasen und das müsste auch der Herr Juncker schon mitbekommen haben, oder?

ahr66
Griechenland verdient Lösungen statt Ideologie

Mal losgelöst von all den Projektionen eigener Ideen und Ideologien hier im Forum auf die Situation Griechenlands in der EU: Ich rechne es den EU-Verantwortlichen durchaus positiv an, dass sie die Griechen eben nicht umstandslos vor die Hunde gehen lassen wollen, sondern weiter zu verhandeln versuchen. Ein "Grexit" würde nämlich am allermeisten den Menschen in Griechenland schaden. Die würden dann von heute auf morgen in einem Land leben, das einerseits offiziell eine Weichwährung besäße, in dem aber andererseits große Mengen an Euro als Parallelwährung kursieren würden. Unter solchen Bedingungen wird man wohl kaum eine wenig produktive Wirtschaft international wettbewerbsfähig machen können. Dafür würde man aber beste Voraussetzungen für eine weiteres Anwachsen von Korruption und Schattenwirtschaft schaffen. Das kann keiner ernsthaft wollen.

fathaland slim
18:37, karwandler

"Griechenland macht überhaupt nicht das, was alle Staaten machen. Die finanzieren sich am Kapitalmarkt nach Marktkonditionen und nicht aus Hilfsfonds zu Sonderkonditionen, die es auch nur geben kann, weil andere Länder dafür bürgen.

Es braucht schon eine riesige rosarote Brille, um die Finanzierung Griechenlands als "gar nichts Besonderes" anzumalen."

Es wurde Griechenland unmöglich gemacht, sich am Markt zu refinanzieren, was bis zur Finanzkrise, die nicht durch Griechenland ausgelöst wurde, trotz der dubiosen Zahlen problemlos möglich war. Möglich war das deswegen, weil die "Märkte" trotz des Schuldenuniontabus in den Euro als ganzes vertrauten. Aber dann kam der Angriff der "Märkte" auf einzelne Länder, und die Eurozone erstickte fast an ihren eigenen Tabus, denn darauf war sie nicht vorbereitet. Deswegen das ganze alternativlose Hilfskreditgeeiere. Und das erzeugt einen solchen Hass, wie auch in diesem Forum deutlich zu sehen ist, daß einiges irreparabel kaputt zu gehen droht.

fathaland slim
18:39, karwandler

>>re fathaland slim
"Das würde bedeuten, daß Griechenlands Schuldenstand in absoluten Zahlen wachsen würde. Meines Wissens tut er das nicht."

Dann haben Sie gefühlte 285.903 posts zum Thema Schuldenkrise Griechenland übersprungen.<<

Verstehe ich Sie richtig, daß Sie hier Posts unserer lieben Mitforisten als Quelle angeben möchten?

Das kann ich, wie Sie vielleicht verstehen, nicht so richtig ernst nehmen.

Wikipedia ist mir da verlässlicher, und die decken meine Behauptung.

Oder das hier:

http://de.statista.com/statistik/daten/
studie/167459/umfrage/
staatsverschuldung-von-griechenland/

vonderLeine

Hoffentlich hat das ganze Getue bald ein Ende. GR bleibt sowieso im Euro, gleichgültig was irgendeine griechische Regierung anstellt.

DerRückspiegel
re fathaland slim

"So lange sichergestellt wird, daß Griechenland weiterhin das machen kann, was alle Staaten machen, nämlich Kredite durch neue Kredite ablösen, kostet der überhaupt nichts"

Das ist leider nicht richtig.
Was würde passieren? Um stets genügend Geld in diesem Schnellballsystem zur Verfügung zu haben, müsste die EZB die Geldmenge immer weiter vergrößern. Das führt aber zu einer massiven Deflation in Europa. Die Weltwirtschaftskrise um die 1930er Jahre ist dafür ein Beispiel. Speziell Deutschland musste damals wegen der recht hohen Reparationszahlungen in Gold bluten. Das führt zur politischen Instabilität.
Wenn die Risiken durch Griechenland steigen statt sinken, muss die EU oder Griechenland die Notbremse ziehen. Wenn der Euroraum überstrapaziert wird, fällt das fragile Kartenhaus in sich zusammen.

Helmut Baltrusch
@vonderLeine:"Hoffentlich hat das ganze Getue bald ein ...

... Ende. GR bleibt sowieso im Euro, gleichgültig was irgendeine griechische Regierung anstellt."

Offensichtlich werden die Verhandlungen in Brüssel wohl noch Tage dauern bis zu einem Ergebnis. Derzeit ringt Tsipras -vor seinem Gespräch mit Junckers- mit Vertretern der EURO-Gruppe in Brüssel, um seinen jüngsten Plan durchzusetzen.
Die Kreditgeber haben nach dem Gespräch am Montagabend im Kanzleramt eine eigene Liste mit Forderungen in die aktuellen Gespräche eingebracht. Diese Liste soll einschneidende Reformen beinhalten.

Bleibt Tsipras hart auf seiner Linie, auf das Wählervotum und die Wahlversprechen hinzuweisen, werden die Gespräche in Brüssel scheitern. Gehen Athen und die Brüssel-Gruppe einen Kompromiss ein, stehen die Einigungschancen wohl bei 50:50 %. Auf jeden Fall ist heute noch nicht mit einem abschließendem Ergebnis zu rechnen. Das Ringen um eine längerfristige Lösung der griechischen Schuldenkrise hält also mindestens noch einige Tage an.

Hille-SH
What ???

"So lange sichergestellt wird, daß Griechenland weiterhin das machen kann, was alle Staaten machen, nämlich Kredite durch neue Kredite ablösen, kostet der überhaupt nichts".

Ähhh, das aktuelle Problem Griechenlands ist doch, es kann seine Schulden nicht mehr tragen bzw. seinen Schuldendienst bedienen !!! Dies gilt für Altschulden und für etwaige neue Schulden.

Wenn zukünftig also der europäische bzw. dt. Steuerzahler, direkt oder indirekt (via EZB), diese Schulden wird übernehmen müssen, kostet uns das überhaupt nichts ???

Mounteneer
18:57 von fathaland slim

18:39, karwandler
>>re fathaland slim
"Das würde bedeuten, daß Griechenlands Schuldenstand in absoluten Zahlen wachsen würde. Meines Wissens tut er das nicht."
Dann haben Sie gefühlte 285.903 posts zum Thema Schuldenkrise Griechenland übersprungen.<<
Verstehe ich Sie richtig, daß Sie hier Posts unserer lieben Mitforisten als Quelle angeben möchten?
Das kann ich, wie Sie vielleicht verstehen, nicht so richtig ernst nehmen.

Wikipedia ist mir da verlässlicher, und die decken meine Behauptung.
Oder das hier:
http://de.statista.com/statistik/daten/
studie/167459/umfrage/
staatsverschuldung-von-griechenland/
////
*
*
Ihre eigene Quelle sagt ANDERES:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167459/umfrage/staatsvers…

Staatsverschuldung ab 2012= 303,43, 2013=316,43, 2014= 318,35
*
Schadet nicht auch "Mitforisten" trotz Quelle zu misstrauen!

fathaland slim
19:54, DerRückspiegel

>>"So lange sichergestellt wird, daß Griechenland weiterhin das machen kann, was alle Staaten machen, nämlich Kredite durch neue Kredite ablösen, kostet der überhaupt nichts"

Das ist leider nicht richtig.
Was würde passieren? Um stets genügend Geld in diesem Schnellballsystem zur Verfügung zu haben, müsste die EZB die Geldmenge immer weiter vergrößern. Das führt aber zu einer massiven Deflation in Europa. Die Weltwirtschaftskrise um die 1930er Jahre ist dafür ein Beispiel.<<

Wenn man es, was problemlos möglich wäre, Griechenland ermöglichen würde, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren, bräuchte man überhaupt kein Geld aus dem Nichts zu erschaffen. Wenn die Geldmenge größer wird, führt das übrigens zur Inflation, nichts zur Deflation.

Die Antwort auf die Weltwirtschaftskrise in den 20ern und frühen 30ern war die Austeritätspolitik von Reichskanzler Brüning, die aufgrund der damit verbundenen sozialen Härten die Menschen in die Arme der Nazis getrieben hat.

Cicero-secundus
ad Autograf, 15:42 ; Ja, ...

.
...nicht nur an diesem Wochende werde ich nicht mehr nach Griechen-
land reisen !

Ich boykottiere dieses Land bereits
seit dem Jahr, als dessen Schwindel
durch seine Betrügereien mit den
staatlichen (!) Bilanzen als Fälschung-
en im ganz großen Stilf aufflogen !
Das Ganze - wohlgemerkt - war keine
private Gesellschaft, kein Handels-
unternehmen, kein Konzern oder ähn-
liches.

Es war die Staatsregierung Griechen
-lands, die dieses exekutierte. In
meinen Augen kommt das einem
gewaltigen Terrorakt im Finanz-
system des (T)Euro gleich !

Griechische Millionäre dürfen kraft
eines griechischen Gesetzes des
Areopag von vor ca. 70 Jahren
keine Steuern entrichten !

Warum erhebt GR seit ca. 70 Jahren
0 Grundsteuern von seinen Grundeigentümern ?

Warum gibt es "fleiki-flaki" = offene
Schwarzgeldzahlungen in GR ??

Dafür dürfen für das Finanzloch an
dessen Stelle (ungern, weil nicht be-
fragt !) die €-Staaten-Steuerzahler (aus-)bluten !

Die künftige Rentnergeneration in DE erhält 0 € Rente!

fathaland slim
18:48, ahr66

"Ein "Grexit" würde nämlich am allermeisten den Menschen in Griechenland schaden. Die würden dann von heute auf morgen in einem Land leben, das einerseits offiziell eine Weichwährung besäße, in dem aber andererseits große Mengen an Euro als Parallelwährung kursieren würden. Unter solchen Bedingungen wird man wohl kaum eine wenig produktive Wirtschaft international wettbewerbsfähig machen können. Dafür würde man aber beste Voraussetzungen für eine weiteres Anwachsen von Korruption und Schattenwirtschaft schaffen. Das kann keiner ernsthaft wollen."

Danke, daß Sie darauf hinweisen. Diese Problematik wurde hier nämlich noch überhaupt nicht diskutiert.

Es besteht nämlich auch aus diesem von Ihnen aufgeführten Grund die Gefahr, daß die gesamte Situation komplett außer Kontrolle gerät und Griechenland zum Mafiastaat wird.

Dann könnte man beobachten, wie die reine marktwirtschaftliche Lehre in der Praxis funktioniert....

fathaland slim
19:59, Odin-HH

"Ähhh, das aktuelle Problem Griechenlands ist doch, es kann seine Schulden nicht mehr tragen bzw. seinen Schuldendienst bedienen !!! Dies gilt für Altschulden und für etwaige neue Schulden."

Weil es als unsicherer Kantonist, wie die Ratingagenturen festgestellt bzw. verfügt haben, sich nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren, das heißt alte Kredite mit neuen ablösen, kann. Deswegen muss die öffentliche Hand als Kreditgeber einspringen. Sonst würde das Land pleite gehen. Nicht weil es die Schuldensumme nicht mehr erhöhen könnte, sondern weil es gezwungen wäre, die Schulden bei Fälligkeit zurückzahlen zu müssen, ohne neue aufnehmen zu können.

"Wenn zukünftig also der europäische bzw. dt. Steuerzahler, direkt oder indirekt (via EZB), diese Schulden wird übernehmen müssen, kostet uns das überhaupt nichts ???"

So lange nur umgeschuldet wird, kostet das nichts und bringt sogar Zinsen. Kosten würde uns ein Grexit mit zwangsläufig folgendem Staatsbankrott. Dann wäre die Kohle futsch.

Autograf
@ 20:09 von Cicero-secundus

Nein, ich mag Griechenland und insbesondere die Griechen. Ich werde in Zukunft wieder gerne in dieses Mutterland der europäischen Kultur reisen. Nur ist Griechenland durch seine jahrhundertelange Zugehörigkeit zum osmanischen Reich unserem und vor allem seinem eigenen früheren Staatsverständnis entwöhnt worden. Anders als jedes andere EU-Land, selbst als Malta, gehört Griechenland heute staatsphilosophisch eher dem Orient an. Nur die orthodoxe Kirche hat noch eine Verbundenheit mit dem europäischen Kulturraum erhalten. Aber die Griechen sind intelligent und gut ausgebildet, und vor allem stolz auf ihr Land. Sie müssen - mit Hilfe der EU - erstmals seit der Staatsgründung die Möglichkeit bekommen, einen vernünftig funktionierenden Staat aufzubauen. Nur dazu müssen sie erst einmal von dem unseligen Kredit-Tropf los, der ihre Eigeninitiative schon immer gelähmt hat. Daher ist die Situation in Griechenland auch ganz anders als in Irland oder Portugal.

fathaland slim
20:04, Mounteneer

Wenn Sie sich die Entwicklung der Staatsverschuldung vor 2012 ansehen, dann ist die geringfügige Steigerung seitdem fast zu vernachlässigen. Tsipras will übrigens ausdrücklich die Staatsverschuldung nicht weiter erhöhen. Darum geht es bei den Verhandlungen gar nicht. Er behauptet ja, die schwarze Null wäre möglich. In den letzten drei Jahren war das Land auf jeden Fall ziemlich nahe dran.

Die jetzt fälligen Hilfskredite sind nicht dafür bestimmt, laufende Ausgaben des Staatshaushalts zu decken, es geht ausschließlich um Altschulden.

Cicero-secundus
ad Laureat, 18:29 ; D a n k e ...

.
...für Ihren inhaltlich zutreffenden
Beitrag, dem ich mich anschließe !

Leider wird der breiten Masse der
Bevölkerung in (T)Euro-Land erst ab
der nächsten Rentnergeneration
aufgehen, daß zB in Deutschland
kein Geld mehr für die Rentner da
sein wird, um deren monatlichen
Altersrenten zu bezahlen.

Das Geld hierfür wurde und wird
- derzeit immer noch - für Griechen-
lands Entschuldung verwendet.

Ich nenne diesen Vorgang "Geld-
verbrennung", weil die deutschen
Rentner in 20 Jahren keine nennens-
werte Rente mehr bekommen wer-
den, sondern sich mittels Suppen-
küchen der Kirchen über Wasser halten werden müssen.

Aber das interessiert keinen einzigen Politiker von heute !

Dem Entzug von Volksvermögen
in den Rentenversicherungskassen
steht 0 Gegenwert aus Griechen-
land entgegen.

Deshalb werde ich niemals in GR
meinen Urlaub verbringen, noch
griechische Produkte kaufen oder
gar jemals wieder ein gr. Restaurant
in DE aufsuchen !

Was, wenn das alle so machen würden ?

mittelweg
@20:08 von fathaland slim

"Wenn man es, was problemlos möglich wäre, Griechenland ermöglichen würde, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren [...]"

Wer ermöglicht das denn nicht?
Natürlich können der gr. Staat versuchen, sich am Kapitalmarkt zu finanzieren. Allerdings kauft doch kaum jemand griechische Anleihen und wenn, dann nur mit hohen Risikoaufschlägen (10-Jährige Staatsanleihen stehen bei über 8%).

Damit ist doch Griechenland nicht geholfen ...

Was Griechenland hilft ist nur die Erhöhung der Einnahmen verbunden mit Aufgabensenkungen.

fathaland slim
20:40, mittelweg

"Was Griechenland hilft ist nur die Erhöhung der Einnahmen verbunden mit Aufgabensenkungen."

Das ändert nichts daran, daß Altschulden umgeschuldet werden müssen. Denn so schnell lassen sich die Einnahmen nicht erhöhen, und die Ausgabenkürzungen sind jetzt schon weit über die Schmerzgrenze hinaus gediehen.

Wie Sie ja selbst schreiben, würde eine Refinanzierung der Altschulden die Gesamtverschuldung infolge der Risikoaufschläge etc. exorbitant erhöhen, deswegen muß die öffentliche Hand Europas einspringen. Man ist ja aus ideologischen Gründen nicht bereit, als Eurozone füreinander zu bürgen.

fathaland slim
20:39, Cicero-secundus

"Deshalb werde ich niemals in GR
meinen Urlaub verbringen, noch
griechische Produkte kaufen oder
gar jemals wieder ein gr. Restaurant
in DE aufsuchen !

Was, wenn das alle so machen würden ?"

Dann würden sämtliche Griechen auswandern und das Land menschenleer werden. Dann könnten Sie wieder hinfahren, weil die bösen, bösen Griechen alle weg sind.

Ich wundere mich übrigens, daß Sie einem Land, welches für 2% der Eurozonenwirtschaftsleistung verantwortlich ist, derart magische Qualitäten zuschreiben, daß es in der Lage wäre, die restlichen 98% komplett aus den Angeln zu heben.

Das hätte nicht mal Herkules geschafft.

mittelweg

"Ausgabenkürzungen sind jetzt schon weit über die Schmerzgrenze hinaus gediehen"

Lassen wir die Kirche im Dorf. Sicher kann man durch das verkleinern des Staatsdienstes und dem kürzen von selbst im europ. Vergleich überdurchschnittlichen Renten hier etwas bewirken. Wer legt eigentlich die Schmerzgrenze fest?

"[Die] Refinanzierung der Altschulden [würde] die Gesamtverschuldung infolge der Risikoaufschläge etc. exorbitant erhöhen ..."

Langfristig ja.

"... deswegen muß die öffentliche Hand Europas einspringen"

Sie meinen die anderen Staaten? Die müssen nicht, tun es aber trotzdem. Dennoch hat Griechenland darauf keinen Anspruch.

"Man ist ja aus ideologischen Gründen nicht bereit, als Eurozone füreinander zu bürgen."

Das ist doch schlichtweg falsch. Stabilitätsmechanismen der Eurozone stützen sich doch allesamt auf diese Bürgschaften.

Mounteneer
20:25 von fathaland slim

19:59, Odin-HH
"Ähhh, das aktuelle Problem Griechenlands ist doch, es kann seine Schulden nicht mehr tragen bzw. seinen Schuldendienst bedienen !!!
/
Deswegen muss die öffentliche Hand als Kreditgeber einspringen. Sonst würde das Land pleite gehen. Nicht weil es die Schuldensumme nicht mehr erhöhen könnte, sondern weil es gezwungen wäre, die Schulden bei Fälligkeit zurückzahlen zu müssen, ohne neue aufnehmen zu können.

"Wenn zukünftig also der europäische bzw. dt. Steuerzahler, direkt oder indirekt (via EZB), diese Schulden wird übernehmen müssen, kostet uns das überhaupt nichts ???"

So lange nur umgeschuldet wird, kostet das nichts und bringt sogar Zinsen. Kosten würde uns ein Grexit mit zwangsläufig folgendem Staatsbankrott. Dann wäre die Kohle futsch.
/////
*
*
Selbst die 2012-2014 Schuldensteigerung ist trotz Kredit entstanden.
*
Wieviel zusätzlich dem Volk (aus Schlaglöchern wie bei uns) entzogen wurde kann uns keine Quelle beziffern.
*
Das Geld ist nicht weg, nur woanders?

fathaland slim
21:22, mittelweg

>>"Ausgabenkürzungen sind jetzt schon weit über die Schmerzgrenze hinaus gediehen"

Lassen wir die Kirche im Dorf. Sicher kann man durch das verkleinern des Staatsdienstes und dem kürzen von selbst im europ. Vergleich überdurchschnittlichen Renten hier etwas bewirken. Wer legt eigentlich die Schmerzgrenze fest?<<

Bitte lesen sie den Kommentar von 20:42 von ahr66 und meine Antwort/Ergänzung dazu.

Und was die Schmerzgrenze angeht, die hängt vom individuellen Schmerzempfinden und der Bereitschaft, anderen Schmerz zuzufügen, ab.

Da sind viele Menschen absolut bedenkenlos. Sonst gäbe es keine Folter, beispielsweise.

fathaland slim
21:31, Mounteneer

"Selbst die 2012-2014 Schuldensteigerung ist trotz Kredit entstanden.
*
Wieviel zusätzlich dem Volk (aus Schlaglöchern wie bei uns) entzogen wurde kann uns keine Quelle beziffern.
*
Das Geld ist nicht weg, nur woanders?"

Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Griechenland ist für weniger als 3% der Schulden der gesamten Eurozone verantwortlich.

Und deswegen sind unsere Straßen löchrig?

Das behauptet nicht mal die Bildzeitung, und die hetzt gegen die Griechen, wo sie nur kann.

Schauen Sie sich mal die Vermögensverteilung in Deutschland an. Dann kriegen Sie vielleicht eine Ahnung, wo das wirkliche Problem liegt.

Ich fürchte leider nur, daß Sie das als linksradikale Betrachtungsweise abtun und sich deswegen mit dieser Frage nicht beschäftigen wollen.

fathaland slim
21:22, mittelweg

Nachtrag: den Kommentar von ahr66, den ich Ihnen empfehle, finden Sie vor meinem Kommentar von 20:32, also chronologisch aus der Reihe gefallen. Der Forist hatte ihn wohl bearbeitet.

Mounteneer
21:56 von fathaland slim

Wieviel zusätzlich dem Volk (aus Schlaglöchern wie bei uns) entzogen wurde kann uns keine Quelle beziffern.
*
Das Geld ist nicht weg, nur woanders?"

Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Griechenland ist für weniger als 3% der Schulden der gesamten Eurozone verantwortlich.

Und deswegen sind unsere Straßen löchrig?
/////
*
*
Wenn Sie meinen Text gelesen hätten, könnten Sie feststellen, das ich nur behauptet habe, das das "griechische Volk" nicht nur um die Kredite, sondern auch durch Umwidmungen betrogen wurde. (Wie wir in D durch zunehmende Tiefe der Schlaglöcher!)
*
Wo Sie Recht haben ist, das ich bezweifle, das sich das Linksradikal ändern wird!
*
Die Gleicheren kosten mehr als die Reichen*.
*
Diese* sind nur zufrieden wenn Ihr Geld arbeitet. Deshalb lebt man im Kapitalismus meistens, in Ihrem Sinne "unfrei", aber besser!

non licet bovi
nein, Varoufakis &Co sind keineswegs dilettantisch...

...sondern hochprofessionell!
Bisher alles richtig gemacht, im Sinne von Vorteilsmaximierung.
#...bleiben die anderen (vor allem Deutschland) auf dieser Rechnung (Targetsalden) sitzen...#
Die Target2-Salden, also die Eurozonen-Verrechnungskonten die schon lange nicht mehr ausgeglichen sind, betragen gegenüber Deutschland im Moment etwas über minus 500 Milliarden €; davon nicht alles GR zuzurechnen, aber wohl ca. 300 Mrd. (Sinn, IFO)
mich wundert, dass dieses Thema in den "GR-Foren" fast nie zur Sprache kommt, das ist aber doch der versteckte Sprengsatz einer Grexit-Forderung!
was nutzt es Deutschland -angeblich ja der große Profiteur der GR-Krise-, seine Waren und Dienstleistungen an GR zu verkaufen, wenn sie nicht bezahlt werden...
das kann unmittelbar Arbeitsplätze in DL kosten, also gemach mit "schmeißt sie endlich raus..."

NH278
21:56 von fathaland slim

"Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Griechenland ist für weniger als 3% der Schulden der gesamten Eurozone verantwortlich."

Mit dem Unterschied, dass der größte Teil der übrigen Schuldner zwar Schulden hat, diese aber im Großen und Ganzen auch tragen kann. Und die, die damit Probleme hatten, haben sich diesen gestellt und Reformen durchlaufen, statt nur zu fordern und Traumtänzer zu wählen, die alles Mögliche versprechen und nichts davon halten.

"Schauen Sie sich mal die Vermögensverteilung in Deutschland an. Dann kriegen Sie vielleicht eine Ahnung, wo das wirkliche Problem liegt."

Die Vermögenden sind nicht daran schuld, wenn Staaten, Länder und Gemeinden mehr ausgeben, als sie einnehmen.

karwandler
re fatahland slim

"Oder das hier:"

Oder das hier zeigt, dass die Schulden Griechenlands 2012-2013-2014 angestiegen sind.

Der Rückgang 2011 auf 2012 kam durch den Schuldenschnitt.

Also: Griechenlands Schuldenstand ist gestiegen. q.e.d.

karwandler
re fatahland slim

"Denn so schnell lassen sich die Einnahmen nicht erhöhen"

Und wenn man gar nicht damit anfängt erst recht nicht.

Wo hat denn die Regierung Tsipras bis jetzt mal konkret den Hebel angesetzt, um Einnahmen zu generieren?