Kommentare

Verfrühte Ausgabenkürzungen?

Über Jahrzehnte haben so ziemlich alle Länder in Europa gewaltige Schuldenberge angehäuft. Die Verpflichtung zu mehr Haushaltsdisziplin kommt viel zu spät, nicht zu früh. Gekürzt wird nur teilweise halt an den falschen Stellen. Wenn z.B. Griechenland trotz De-facto-Pleite und Rekord-Arbeitslosigkeit noch Geld übrig hat deutsche U-Boote und andere Rüstungsgüter zu kaufen, dann liegt da der Hase im Pfeffer.

Prophezeihung: Keine Konsequenzen, denn

die Gesellschaft ist durch die Politik mittlererweile so stark gespalten, dass jede Bevölkerungsgruppe mittlererweile nur noch für sich selbst denkt und wählt.

Die demographische Entwicklung fördert die suggerierten konservativen Parteien und die wahren Hoffnungsträger bleiben auf der Strecke.

Die Mehrheit im Volk wählt die Konstanz ihrer Beamten- und Pensionsbezüge, sowie günstige Steuersysteme für Besserverdiener und Reiche.

Nichts wird sich an der weiteren Verbreitung der Europäischen Verelendung und auch Deutschlands ändern, auch mit noch so vielen wahren und noch dramatischeren Armutsberichten nicht.

Diese Thematik in den Medien ist nur ein Feigenblatt unserer Gesellschaft, um sich weiterhin als Gutmensch und Erfinder des Humanismus zu identifizieren.

Pure Heuchlerei.

Ach was !

Ach was, jeder Vierte in Europa, was die da reden. Die EU hat doch Wohlstand gebracht, und wenn man Murksel hört geht's doch allen so gut. Hoffentlich werden die Euroskeptiker stärker und beenden diesen Wahnsinn. Die Befürworter werden nicht von ihrer Linie abweichen, sonst müssten sie die Fehlentwicklungen die sie verursacht haben zugeben.

Sparen oder Wachstum. Beides

Sparen oder Wachstum. Beides geht nicht, und nur eines geht auch nicht. Grund: Wir leben in einem total verkehrten Gesellschaftsmodell.

Die Perversion geht so weit, dass die meisten Menschen glauben gelernt haben, es ginge nicht anders und es würden zB die Regale sonst leer sein.

Nur ein Beispiel: Würde es Obsolezenz nicht geben, also dass Dinge kaputt gehen sollen, müssten wir 1. nicht so viel arbeiten und 2. keinen solchen Wachstum benötigen. Die Leute hätten zudem mehr Freizeit für ihre Familie. Ausserdem wird der ganze Arbeitsfleiss von uns überwiegend zu Gunsten einiger Weniger (Reiche Schicht) ausgenutzt.
Weiteres Beispiel: Ohne Banken und Börse wären die Preise niedriger. Usw. Usw. Alles was uns erzählt wird, momentan, kann man getrost als Betrug ansehen.

fehlgeleitete Kritik an der EU

Das ist ja gerade das Perverse an der EU-Kritik aus Deutschland.

Kein Land hat so sehr vom EURO profitiert wie wir. Unser Außenhandel hat sich enorm vergrößert seit der EURO-Einführung. Wir sind reich geworden - und zwar auch auf Kosten der südlichen Mitgliedsstaaten.

Aber die Kritik an der EU, die man aus Deutschland hört, und die sich auf diese Ausbeutung beziehen müsste, die gibt es nicht.

Stattdessen wird rumgeheult, dass ein kleiner Teil der Einnahmen wieder ausgezahlt wird in die Rettungsschirme, und dass die enormen Gewinne aus dem EURO ungerecht verteilt worden sind (nur die Top 10% der Deutschen haben was vom Kuchen abgekriegt) - woran ja Deutschland selbst Schuld ist und nicht die EU.

Armut in Europa

gestern war ich bei einem Freund in "seiner" Apotheke. Er kämpft ums Überleben und mit unsinnigen Verordnungen und - Vorschriften machen ihm die "allmächtigen" Behörden alles noch schwerer. Ich fürchte sehr um seine Gesundheit.
Wenn wir die, die Leistung bringen wollen, so kaputt machen, wer soll dann den sozial Schwachen noch helfen?
Der Staat verteilt Wohltaten ohne zu fragen, wer das erarbeitet.

09:56 von Vivala Revolution

Im Grunde haben Sie ja recht. Was Sie aber nicht bedenken ist, daß es vermehrt zu sozialen Spannungen und Radikalisierungen kommen wird. Die Benachteiligten werden versuchen, das ihnen Zustehende sich mit Gewalt zu holen, wenn sie endlich realisieren, daß Wahlen nix ändern.
Aber gegen diese Radikalisierung haben die Herrschenden schon Vorkehrung getroffen: Totalüberwachung.

Arm im Land

Erst wenn Frau Merkel sieht, dass an jeder zweiten Straßenecke eine Suppenküche ist, wird sie strahlen vor Lächeln und Wohlgefallen.

Auch durch den von Politikern..

Auch durch den von Politikern geforderten Wirtschaftswachstum werden kein/e Arbeitslose/r mehr eingestellt. Durch Wachstum werden Reiche nur reicher. Gruss

Na bei dieser Meldung muss

Na bei dieser Meldung muss ich mich doch gleich einmal in Brüssel bedanken.
DANKE, IHR LIEBEN POLITIKER FÜR DEN SEGEN, WELCHEN DIE EU ÜBER DIE BÜRGER BRINGT. MACHT BITTE WEITER SO, DENN DANN IST DER SPUK FRÜHER VORBEI!!!!

Das diese EU nur ein Bündniss der Konzerne ist, wird immer deutlicher.
Früher gab es einmal den "Zehnt" den man abgeben musste. Heute sind wir bei knapp 60% was man abgeben muss. Früher hieß das Feudalismus, heute "soziale" Marktwirtschaft.
Was nützt ein Europa der Territorien, wenn es kein Europa der Menschen ist. Man braucht nur die Nachrichten zu sehen, und wird bemerken, das die Konflikte immer größer statt kleiner werden. Und dann wundert man sich, wenn extreme Parteien Zulauf bekommen. Wer regiert uns eigentlich, und warum?

@Demokrat

In GB ist es nach dem Krieg sogar gelungen, die extrem hohen Nachrkriegsschulden (relativ zum BIP) nach und nach abzubauen, während man gleichzeitig die Sozialsysteme ausgebaut hat. Zugleich gab es monströse Spitzesteuersätze von 90 %, die damals hohe Akzeptanz hatten. Es kommt wirklich darauf an, wo man kürzt und wo man Steuern erhöht (um einen ausgeglichenen Haushalt zu haben).

Gerade das Einkommen der kleinen Leute geht zu fast hundert Prozent in den Konsum; kürzt man dort, geht es auf die Binnenkonjunktur und senkt die Einnahmen für die Sozialkassen. Senkt man die Einkommens- und Kapitalsteuern in Spitzensegment, um dort die Leute zu "entlasten", geht das gewonnene Geld ins Finanzcasino und bildet Blasen. Leider ging die Entwicklung genau in die falsche Richtung.

Bei Konjunkturprogrammen sollte man m.E. darauf achten, dass man bleibende Werte schafft, wie einst in den USA mit den Wasserkraft-Großprojekten des New Deal. Dann ist das Geld nämlich nicht weg.

Kürzungen müssen doch sein - oder?

Wie sollen sonst höhere Rüstungsausgaben finanziert werden, wie von der NATO gefordert?
Nach dem Rückgang der Rezession in vielen europäischen Ländern soll Europa nun mehr Geld für Rüstung ausgeben, fordert die NATO.
Die Südeuropäer werden sich darüber freuen.

Es ist müsste verboten werden,

dass sich die Menschheit selbst als intelligente Spezies beweihräuchern darf. Solange sie so handelt, also ihresgleichen in Massen ausschließt oder ausgewählt bevorzugt, am alten Schlechten festhält und das neue Gute verdammt, solange ist sie alles andere als intelligent.

Unser gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches System ist längst am Ende und wird, genau wie Kommunismus und Sozialismus, zusammenbrechen.

Zu viele "Verlierer" werden eines Tages ein paar wenigen "Gewinnern" gegenüber stehen. Es ist nur noch ein Frage der Zeit, wann die kritische Masse erreicht sein wird. Ich hoffe sehr, dass die heutigen "Verlierer" dann mehr Verstand an den Tag legen werden, als die Entscheider von heute. Andernfalls gibt es ein großes Drama, was in die Geschichtsbücher eingehen wird - sofern es dann überhaupt noch Bücher oder ähnliches geben wird.

Vielleicht erlebt aber auch der Faustkeil eine neue Renaissance.

und kein Sparkurs führt dazu,

dass das ganze System scheitert und noch mehr Sozialfälle werden.

09:56, Paco

" Hoffentlich werden die Euroskeptiker stärker und beenden diesen Wahnsinn."

Von rechts kommt die Rettung gewiss nicht. Auch wenn in Krisenzeiten viele Menschen dort immer wieder ihr Heil suchen. Man springt eben in den Fluß, um dem Regen zu entkommen.

Das Problem liegt im Webfehler unseres Wirtschaftssystems. Dummerweise sind die "Euroskeptiker" alles andere als antikapitalistisch.

Und woher soll die Kohle kommen?

Man kann selbstverständlich mit Recht gegen den Sparkurs sein, muss dann aber dazu sagen, woher ansonsten die Kohle kommen soll. Kredit bekommen ja so einige der betroffenen Staaten nicht mehr und selbst wenn, für jeden gepumpten Euro müssen dann Zinsen gezahlt werden, womit?

Im Rausch des Euro haben so manche Staaten wieder Kredite in einem Umfang bekommen, die mit ihren vormaligen Währungen undenkbar gewesen wären, sozusagen das größte Konjunkturprogramm der Wirtschaftsgeschichte. Aber sie haben es verjubelt und dann wird im Ernst argumentiert, noch mehr Geld würde etwas ändern?

09:53 von Demokrat1990

Sie schreiben: "Über Jahrzehnte haben so ziemlich alle Länder in Europa gewaltige Schuldenberge angehäuft. "
Z. B. Spanien: 2007 = 36,3% des BIP, 2013 = 93,9%. Irland: 2007 = 24,9%, 2013 = 123,7%.
Deutschland: 65,2% zu 78,4%, Griechenland 107,4 zu 175,1%, EU-Durchschnitt: 58,9% zu 87,4%.
Hat natürlich nichts mit der zur Staatsschuldenkrise umbenannten Finanzmarktkrise (Zockerkrise) zu tun.
Ne, ist klar.
Übrigens: Anfang 2010 waren die griechischen Staatsschulden zu 100% in "Privatbesitz". Ende 2013 hafteten die EU-Bürger für 98,3% der griechischen Schulden. Hat doch prima geklappt.

Valdepena- Stimmt schon !

Ich wollte es so direkt nicht sagen, weil ich die Veröffentlichung nicht riskieren wollte.

Sie sprechen aus, was ich inständig erhoffe....

Danke, Angela! ...

... Und was soll's, können wir doch durch Dein Handeln jetzt endlich erkennen, wo wir uns hinorientieren müssen! Igitt, bloß nicht hin zu diesen ganzen selbstverschuldeten Armen, nicht wahr?

Ein Hoch auf Europa, ein Hoch auf unsere erfolgreiche Kanzlerin!

Die Eurogegner haben recht-

Die Eurogegner haben recht- egal was die etablierten Parteien oder die an die Leine gelegten Informationsmedien behaupten! Die Diffamierungen sind angesichts solcher Tatsachen fast schon ein Verbrechen, denn sie lenken von den eigentlichen Tätern ab!

" Die Errungenschaften des europäischen Sozialmodells, das in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Armut drastisch verringert und den Wohlstand gefördert habe"

Dieses System hat durch das Anhäufen von Schulden den Wohlstand mehrerer Generationen auf eine Generation übertragen. Die hat diesen Wohlstand verlebt. Jetzt geht es abwärts.

Wer das nicht glaubt kann es nachrechnen.
Die hohe Verschuldung macht unsere Regierungen immer handlungsunfähiger.

Es gibt nur 2 Wege:

1.) Währungszusammenbruch -> Weltwirtschaftskrise -> Rationierung der Grundnahrungsmittel -> wieder unten anfangen.

2.) Lange "Hungerphase". Entschuldung der Staaten durch Ausgabenkürzung, Steuererhöhung und mäßiger Inflation über viele Jahre.
Ob man damit den Kollaps noch verhindern kann ist zu bezweifeln (der ist rein rechnerisch wegen des Zinseszinses unumgänglich). Aber man kann ihn vielleicht noch ein Weilchen hinauszögern.

Aber klar ist: Es geht in jedem Fall abwärts. Wie und wie heftig werden wir sehen...

Ohne die Armut der Kleinen,

wäre der Reichtum der Großen nichts wert.
Darum wird alles getan, daß sich nichts daran ändert.
Für die Kleinen gibt es ab und zu ein paar Krümel, die vom Tisch fallen, die sie sich aber selbst finanzieren müssen, siehe Finanzierung der Mütterrente.

EU ist nicht das, was sich die Bürger unter einer

Europäischen Einigung vorstellen.

Die Phrasen Frieden und Freiheit werden hier genauso mißbraucht wie in den USA.

Die EU ist eine Wirtschaftsunion mit dem Ziel Unternehmer reicher zu machen. Ob dabei die Arbeitsplätze in Asien geschaffen werden oder hier ist eine Frage der Effizienz.

Brüssel ist eine einzige Showbühne, auf der sich die Lobbyisten vornehm im Hintergrund halten.

Die Wirtschaft regiert.

Früher konnten die Arbeitnehmer am Wohlstand des Unternehmens partizipieren. Diese Zeiten der 60er und 70er-Jahre sind aber lange vorbei. Heute wird nur noch gezahlt, was die osteuropäische Masseneinwanderung hergibt. Das ist strategisches Lohndumping, das durch die grösste und mächtigste Lobbyistenvereinigung Europas, dem " European Round Table" in seinem Lissaboner Programm initiiert wurde und durch schröder als Agenda2010 eingeführt wurde.

Globalisierung ist nicht der wahre Grund unseres "neuen" Volkswohlstands, sondern die rein egoistische Gewinnmaximierung einiger Weniger.

Was eine Neuigkeit!

Nachdem seit Beginn der Krise Linke Parteien immer und immer wieder davor gewarnt haben, wo uns diese rigiden Sparkurse hinführen würden. Nachdem in quasi allen Europäischen Ländern Raubbau am Sozialsystem stattfand, damit Deutsche Bank und Co ihre Rendite behalten durften statt faule Kredite abschreiben zu müssen, ja nach all dem wird nun festgestellt: Ja, es gibt einen Zusammenhang zwischen Sparpolitik und Armut.

Super.
Frau Merkel: SIE und ihr Finanzminister stehen an Vorderster Front, wenn es darum geht, wer für das alles Verantwortlich ist. Hoffentlich lassen sie es sich aber gut gehen bei einem Festgelage mit irgendeinem weiteren Bänker oder Industriellen - die ja genau hiervon profitieren.

dafür lösungen?

"Nur 27 Prozent der Menschen weltweit haben demnach Zugang zu umfassenden sozialen Sicherungssystemen"

gibt es nicht und jeder neue schritt der globalisierung macht es schwerer;
angleichung bedeutet für jeden normalo z.b. in europa abstieg - das sagt, aus guten grund, aber keiner laut

Würfeln

Die Zahlen vielleicht nicht, aber die Verarmung in Europa ist doch bekannt und somit nicht neu, und das wird so weiter gehen, weil es keine größere politische Kraft mehr gibt, die etwas daran ändern will. Die einstmals für das Soziale zuständigen Sozialdemokraten sind Konservative und haben es sich selbst neben Merkel gut eingerichtet. Es ist beschämend, das der Rechten in Europa die soziale Frage überlassen wird, die Sorge der einstmaligen Volksparteien beschränkt sich auf das Würfeln um die lukrativen Pöstchen.

Sparkurs führt zu Armut in Europa - Nein wirklich?

Frau Wagenknecht von den Linken warnt seit Jahren vor dieser Art Sparkurs in angeschalgenen Volkswirtschaften. Dazu kommt, dass all jene Länder nur durch Investitionen aus ihren Miseren kommen und eine Beendigung deutscher Niedriglohnpolitik hilft ebenfalls, die bislang praktisch viele Partnerländer unterbietet. Der Vorteil unserer schlimmsten Arbeitgeber wird gleichzeitig zum Chancennachteil unserer Partner. Toll, das wir uns hinstellen und auf unseren Erfolg hinweisen, wenn wir damit Partner teilweise niederkonkurieren.
Die Beschäftigten in unserem Niedriglohnsektor sind dabei auch betroffen und haben ebenfalls nichts von den Erfolgen, außer dass sie morgens für knapp über Harz4-Niveau aufstehen dürfen. Super Politik, Frau Merkel! Aber die Wahlen sind ja vorbei. Jetzt dürfen die Sender solche News wieder bringen.

Der zynische Kommentar von Frau Merkel: "Wir sind

gegen eine EU als Sozialunion".

Eine solche Sozialunion passt eben nicht zu ihrer Austeritätspolitik.

Solidarität muss sein!

Um den Euro zu stützen, die Osterweiterung der EU zu finanzieren, Brüssel zu füttern, die beabsichtigte Einwanderung aus Afrika abzufangen, da ist es eines jeden EU Bürgers moralische Pflicht, sich ohne Murrens enteignen zu lassen. Denn diese Verarmung ist doch der heroischste Suizid einer sozial eingestellten Völkergemeinschaft, den es je gegeben hatte. Auch sollte es dann in eines jedem EU Bürgers Kopf selbstverständlich sein, dass dieser zu Gunsten dieser Ideen seinen Gürtel enger schnallt, auf Luxus wie TV, Auto und so weiter verzichtet; es ist doch letztendlich für einen guten Zweck. Jeder, der sich hierin solidarisch verweigert, der ist es nicht wert, Mitglied einer solchen Völkergemeinschaft zu sein.

Schieflage

Es wird eben wieder einmal, am verkehrten Ende gespart, denn mit zunehmender Armut auf der einen Seite, gibt es immer mehr Millionäre auf der anderen.

hat

das Geld nur falsch verteilt.
Während einige wenige unglaubliche Mengen an Geld horten und dieses nicht mehr ausgeben können (und damit in den Wirtschaftskreislauf zurückführen), leben am anderen Ende der Fahnenstange Menschen von der Hand in den Mund.
Würde man ein wenig dieser Summen umverteilen, dann käme auch die Binnenkonjunktur wieder in Schwung.
In allen Ländern Europas...

@Demokrat1990

"Wenn z.B. Griechenland trotz De-facto-Pleite und Rekord-Arbeitslosigkeit noch Geld übrig hat deutsche U-Boote und andere Rüstungsgüter zu kaufen, dann liegt da der Hase im Pfeffer."

Die U-Boote waren Bedingung damit Griechenland von Deutschland und anderen EU-Ländern Geld bekommt.
Frau Merkel hat darauf persönlich bestanden.
Die Franzosen bestanden z.B. darauf das Fregatten abgekauft werden.
Wichtig dabei zuwissen ist das die Griechen vor der Finanzkrise immer wieder Mängel an den neuen U-Boote gesehen haben und deshalb die U-Boote nicht nehmen wollten.
Aber mit der Finanzkrise und der Abhängigkeit vom Geld wurde natürlich alles anders.

Vielleicht ist nicht immer der Abhängig schuld an seiner Sucht, sondern auch mal der Dealer, denn dieser will ja auch verdienen.

10:28 von Lederstiefel

"...und kein Sparkurs führt dazu, dass das ganze System scheitert und noch mehr Sozialfälle werden."...

Was schließen wir daraus? Dass das "System" sowieso scheitert und es an eben diesem liegt. Also sollte das "System" gewechselt werden...

Und jetzt

Geben wir geld aus das wir nicht haben? Wer soll das erwirtschaften?

Armut in Europa

Die 25% Armut wird auf über 50% steigen. Auf dem Weg dahin wird es zu immer mehr Unruhen und dann mehr kommen. Das liegt daran, dass die Politiker überfordert sind und nach dem Paradigma sparen: "Machterhalt und Pfründesicherung".
Von restrukturieren verstehen die Politiker nichts. Nur wenn systemisch und demokratisch denkende Fachleute und Querdenker gehört werden, sind nachhaltige Konzepte umsetzbar. So verbrennen unsere Politiker Milliarden Euro für sinnlose Projekte anstatt es in die Menschen, Arbeit und Bildung direkt zu investieren. Politiker sparen um Ihren eigenen Standard zu sichern. Dabei verlernten sie zu sehen, wer und was Ihren Standard sichert. Nachhaltige Konzepte für Europa sind verfügbar, aber sie brauchen Augen, Ohren und Hände.
Also richten wir uns auf schlimme Zeiten ein.

Vollkommen falsch,

da die Verschuldung durch die steuerliche Verschonung des obersten Drittels der Gesellschaft erfolgt ist. Markantes Beispiel die deutsche Einheit, die über Steuern hätte finanziert werden müssen, aber durch die Sozialkassen und die Kommunen erfolgte. Jetzt sind die Städte und Gemeinden so gut wie Pleite, und alle Bürger müssen mit Einschränkungen, Leistungskürzungen und höheren Gebühren leben. Das ist gewollte Politik, wie die Finanzierung der Rentenreform wieder einmal zeigt. Richtig ist, dass es abwärts geht, allerdings nur für das untere Drittel der Gesellschaft.

ILO vs. IWF

Also der IWF, das ist der Verein mit dem Slogan "Wir haben von nichts gewusst", u.a. mit herausragenden Führungs-Persönlichkeiten bekannt aus Funk, Fernsehen und internationalen Strafgerichten, z.B. Strauss-Kahn (auch bekannt unter DSK), Multitalent Rodrigo Rato (u.a. Bankia, die Rechte Hand von Aznar, Causa Barcenas (die kleinen Umschläge mit gebündelten Inhalt), Gürtel-Connection, Berater von Telefonica u.a. netten Firmen etc.) und einer Dame mit Erfahrungen in Hausdurchsuchungen im Privatbereich. Dieser IWF hat z.B. in den "Südstaaten" eine Herabsetzung der Ges.Steuer von 30 auf 25% durchgesetzt (wenn denn mal überhaupt Steuern geflossen sind, jetzt noch weniger von fast nichts) und damit dies auch finanzbar ist, die MWSt, von Grundnahrungsmitteln bis Kleinwagen um einige Prozente heraufgesetzt. Dieser Verein ist natürlich eng verbunden mit dem christlichen Verein aalglatter älterer Männer (u. einiger Damen im besten Alter), die jetzt die EU weiter steuern möchten. Schön !

Es ist nicht nur die Kürzung -

das wäre noch verschmerzbar - wenn einem nicht so zusehends die Möglichkeiten genommen würden, sich aus eigener Kraft hochzuarbeiten.

In D stehen wir noch recht gut da. Aber das Elend anderer Staaten kann uns noch bitter kosten, ob wir in der EU bleiben oder nicht. Wir müssten schon einen Eisernen Vorhang um unsere Grenzen bauen, um das abzuschwächen.

Hier fiel irgendwo England. Der "welfare state" ist tot. Die Studiengebühren sind so hoch, dass sich kein talentierter Mensch aus einer niederen Schicht mehr akademisch beweisen kann, ohne sich finanziell zu ruinieren. Wir reden hier von im Schnitt 10.000 GBP. Dabei geht es dem Bildungswesen prächtig - die Krise wurde nur als Ausrede genommen, die Studierenden auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Sollte das britische Uni-Wesen aber mal in die Krise geraten (was nicht unwahrscheinlich ist), ist England - sein marodes Bankenwesen hat schon sehr an Glanz verloren - eine seiner letzten großen Einnahmequellen los. Und dann gibt es Krach...

10:30 von aehrenr

"...Im Rausch des Euro haben so manche Staaten wieder Kredite in einem Umfang bekommen, die mit ihren vormaligen Währungen undenkbar gewesen wären (...). Aber sie haben es verjubelt und dann wird im Ernst argumentiert, noch mehr Geld würde etwas ändern?"...

Eins ist sicher richtig: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Euro und den Schulden der überschuldeten Länder. Allerdings steht die Frage, ob die Kohle tatsächlich weg ist - oder ob sie inTaschen wanderte, wo sie einen Teil der Guthaben bildet, aus denen sich die Schulden jetzt zusammensetzen. Denn der "kleine" Grieche z.B. hat wohl sicher nichts "verjubelt", genausowenig wie der "kleine" Deutsche. Die Jubelorgien fanden in der Industrie, bei den Banken und den vielfach (auch bei uns) geschmierten Behörden statt. Das ganze Geld liegt nun unerreichbar auf irgendeiner hohen Kante - unerreichbar aber nur, wenn sich der "kleine" Mann nicht erinnert, wo es etwas zu holen gibt. Wir das ein Jubel sein, wenn er sich einmal besinnt...!

Sparkurs führt zu Armut in Europa

dann ist ja das Ziel fast erreicht:

Die Armen werden immer zahlreicher, die Mittelschicht immer dünner, die Wohlhabenden immer wohlhabender.

Danke EU!
So hab ich mir Europa nicht vorgestellt...

Früher hieß das Feudalismus, heute "soziale" Marktwirtschaft.

"Früher hieß das Feudalismus, heute "soziale" Marktwirtschaft."
Das ist nicht ganz richtig, das "Soziale" an der Marktwirtschaft, haben die SPD und Grünen unter Schröder, die CDU, CSU, SPD und FDP unter der Frau aus dem Osten durch das "Freie" ersetzt. Die Politiker müssen jetzt nichts mehr tun, denn der "Freie Markt" wird's schon richten"! Siehe TTIP da verhandelt nur noch die Industrie ohne Politiker und ganz geheim in Hotelhinterzimmern und damit es keine EU-Wähler mitkriegt und ist man gegen solche Machenschaften dann ist man entweder ein Rechtsradikaler und Ausländerfeind oder ein Linksradikaler Spinner der die DDR wieder herstellen will. Der Lupenreine Franz Joseph Strauß wäre entzückt über die Entwicklung in Deutschland.

11:02 von tomtomtoy

"...Und jetzt Geben wir geld aus das wir nicht haben? Wer soll das erwirtschaften?"...

Ich habe es nicht, und meine Nachbarn wohl eher auch nicht. Ob Sie es haben, weiß ich nicht - aber sicher ist: Die deutschen Milliardäre und anderen Krisengewinnler, die haben es! Es ist bereits erwirtschaftet und sorgt nun dafür, dass es per Zinsen immer noch mehr wird... Holen wir es uns!

Wem gehören denn die "Schulden"?

An wen müssen denn die europäischen Länder ihre angeblichen Schulden zurückzahlen?

Richtig! An die Personen, denen die Banken gehören, die von uns schon mehrmals mit Milliardensummen "gerettet" wurden (wo ist das Geld eigentlich hingeflossen?) und die ohnehin unermesslich reich sind (Vermögen der Rothschilds allein: 100 Billionen US $).

Irgendwann kommt der große Knall. Dann wird Heulen und Zähneknirschen sein; aber nicht bei der Bevölkerung sondern bei den Bankenbesitzern sowie ihren Handlangern und Marionetten.

Ich hab nur eine Frage:

Wieviel hat den dieser Bericht gekostet? Ich meine das ganze Personal, die Gutachten, die Berater, wer auch immer da dran gearbeitet haben? Ein paar Millionen doch mindestens. Und wofür? Um uns etwas mitzuteilen, was jeder von uns weiss. Jedenfalls jeder, der mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht.

Und genau das ist der Punkt. Man fragt sich, wo ist all das Geld hin, das früher für die Menschen da war. In sinnfreie Berichte, Gutachten, Richtlinien, Arbeitskreise, Arbeitsgruppen, Berater, Brüssel, Strassburg etc etc.

Der Staat dient nicht mehr dem Bürger. Alle Bürger werden dem EU Konstrukt untergeordnet. Weil nicht scheitern darf, was längst gescheitert ist.

Ja ja immer die gleiche Leier

Ausgegeben werden kann nur, was auch erarbeitet wird. Da sollte es dem Staat nicht anders gehen als jedem privaten Kommentator hier. Aber wenn ich die Beiträge hier so lese, scheint es wohl für die Meisten eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass Geld zu verfrühstücken, was Andere erarbeitet müssen.

Das es einigen Ländern "jetzt so schlecht" geht, liegt daran, dass sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Wenn dies jemand in D tut muss er auch in Privatinsolvenz gehen und das ist auch kein Zuckerschlegen. Die die jetzt am lautesten jammern, fanden die Slebstbedienungsmentalitäte am Staat bisher immer klassen. Nun ein Krug geht halt nur solange zu Brunnen bis er bricht.....

Nun undwas heist Arm? Dieser Begriff ist definiert, aber unterscheidet sich grundlegend. Arm sind die Menschen in Afrika aber nicht hier in D. Hier bekommt jeder im Falle des Falles eine staatlich bezahlte Wohnung und eine Regelleistung zum Leben. Also etwas Bescheidenheit wäre auch mal gut.

Umverteilung von Unten nach Oben

Der "Sparkurs" ist nur eine Episode in der jahrzehntelangen Umverteilung von Unten nach Oben.

Weltweite Einkommensverteilung: 1960,1970,1980,1989,1998
untere 20% "low": 2.3%,2.3%,1.7%,1.4%,1.2%
mittlere 60%: 27.5%,23.8%,22.0%,15.9%,9.8%
obere 20%: 70.2%,73.9%,76.3%,82.7%,89.0%
Gini-Index: 54%,57%,60%,65%,70%
Nach 1998 gab's dann keine Daten mehr von der UNDP.

Auch in Europa stieg die Einkommensungleichverteilung an.

Noch in der Legislaturperiode 13 wehrte sich die damalige Bundesregierung (CDU/CSU, FDP) im Jahr 1997 gegen eine verbesserte Berichterstattung über die Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland (Arbeitstitel im Bundestag: "Verteilungsbericht"). Das angestrengte Wegsehen hat Tradition in Deutschland. Mit dem Wissen von heute sollte man sich noch einmal die Bundestagsdrucksache 13/7828 ansehen.

Klar, dass wir heute die Folgen der Umverteilung von unten nach oben nicht verstehen. Das ist aber kein Problem, dass sich nur auf Europa beschränkt.

@gerd-leo

"...Es ist beschämend, das der Rechten in Europa die soziale Frage überlassen wird.."
Große Aufschrei der Politik "Die Rechten sind im Vormarsch"?!

Sie haben vollkommen recht.
Dieser Pseudo-Beißreflex ist nichts anderes als das Eingeständnis des eigenen Versagens. Die Politik beschäftigt sich mit sich selbst und hat schon lange ihre Kernaufgaben zur Steuerung des sozialen Friedens in die Hände des freien Marktes abgegeben. Für wirtschaftliche Interessen wird das Eingreifen des Staates wohlwollend als Wachstumsnotwenigkeit bei allen Reden unserer "Eliten" angepriesen. Umverteilung von oben nach unten wird aber als "linker Traum" diffamiert. Es gäbe genügend gerecht zu verteilen. Dazu müsste man den Mut besitzen "heilige Kühe" zu schlachten und den eigenen persönlichen Machtanspruch kritisch zu hinterfragen.
Greift der Staat nicht in den Prozess der sozialen Ungerechtigkeit aktiv ein - stehen uns "turbulente" Zeiten bevor.

Wen wundert's?!

Einige Waehler haben bei den Europa-Wahlen doch auf diese Missstaende aufmerksam machen wollen - doch "die da" in Bruessel hoeren eh nicht zu. Damit meine ich Herrn Juncker genau so wie die SPD - die zwar dem deutschen Waehlerwillen nachkommen - aber die anderen europaeischen Laender einfach ignorieren: solange es Deutschland gut geht, muss auch in Bruessel nichts veraendert werden..

Liebe Tagesschau-Team, sicherlich werden sie diesen Beitrag "zensieren" - dennoch ist das die Wahrheit..

@Sparkurs führt zu Armut in Europa 11:15 fetsfets

"So hab ich mir Europa nicht vorgestellt..."

Europa?
Sie irren. Es ist nicht nur Europa.
It's global (capital)ism würde Charly M. sagen.

Das durch die Welt geisternde Finanzkapital,
längst kaum noch mit Realwerten unterlegt,
findet kaum noch Anlagemöglichkeiten,
ohne sich mit dem Mittelstand UND den Ärmsten anzulegen.

@ Paco: Das hat wenig mit dem € zu tun

Die Staatsschulden haben die Länder selbst gemacht.
Wer sich mit den Konsequenzen eines auf Zinsiszins besierenden Geldsystems ein wenig geschäftigt versteht, dass diese Systeme zyklisch zusammenbrechen. Ob mit oder ohne Europa - das spielt keine Rolle.

Die Probleme sind kompliziert, Geschimpfe auf Europa ist sehr oberflächlich und erfasst nur einen kleinen Teil der zugrunde liegenden Ursachen. Solche Polemik schadet sehr, denn sie propagiert vollkommen falsche Lösungsansätze.

Alternativlos

Jetzt mal ehrlich, was ist den bitte die Alternative?
Man will die Reichen nicht besteuern - alle europäischen Länder (ok ausgenommen Norwegen) haben Schulden.
.
Letztlich muss man irgendwann sparen. 50 Jahre hat man regelmäßig über seine Verhältnisse gelebt. 2008 hat man in Deutschland zig Milliarden Schulden gemacht, damit man neue Autos kaufen kann.
.
Wie hat man denn geglaubt das zu bezahlen? Mit Luftbuchungen? Jeder Kredit ist eine Wette in die Zukunft, in Europa ist diese Wette nicht aufgegangen.
.
Das hohe Wohlstandsniveau in Europa wurde erkauft mit Schulden, seit Jahrzehnten.
.
Jetzt muss man sparen, auch weil man denjenigen, die wirklich viel Geld haben nicht an die Tasche will, wobei diese am meisten von der Schuldenpolitik profitieren.
.
Die Meinung, man könnte auch das zukunünftige Rentenpaket in Höhe von jährlich 11. Mrd. mal ebend aus der Portokasse zahlen ist einfach nur naiv.
.
Also spart man bei denen, die keine politische Macht haben... den Jungen!

Lüge statt Wahrheit

Das ist alles nur, weil wir die Lüge leben statt der Wahrheit zu folgen.
 
Das Geld-, Wirtschafts- und Politiksystem kann niemals dauerhaft und friedlich zum Wohle aller funktionieren. Alle Drei müssen ersatzlos gestrichen werden.
 
Geld verwandelt reale Werte in Abstrakte. Und da Geld sich naturgemäß immer auf einer Seite akkumuliert wird es niemals zum Erhalt von Gerechtigkeit und Vernunft beitragen.
 
Wirtschaft in Zusammenhang mit Geld führt zwingend zu Wachstumswahn, Ungleichverteilung und Machtkonzentration. Der tatsächliche Bedarf, die Belange der Natur, der vernünftige Umgang mit Ressourcen oder Menschlichkeit spielen in diesen Systemen keine Rolle.
 
Politik ist weder demokratisch noch am Gemeinwohl interessiert, sondern dient allein dazu die Masse im Zaum zu halten, deren Mitbestimmung auszuschalten und sie dem Moloch der Eliten verfügbar zu machen. (Natur)Völker mit Mitbestimmungsrechten für alle werden von uns bis heute systematisch vernichtet.
 
Æ

Unsere Politikermäuschen kuschen vor den Marktratten,

anstatt die zu vertreten, von denen sie gewählt wurden. Warum wählen wir nicht gleich die Lobbyisten in die Parlamente?
Ayn Rand lässt grüßen.

Ein Armutszeugnis für die Politik...

In der Tat, dass was viele hinsichtlich der Folgen der Austeritätspolitik prognostiziert haben, ist eingetreten. Das marode gewordenen System ist erheblich ins Wanken geraten und wird nun durch „Sparen“ bei den sozialen Grundleistungen, die zurecht als eine wesentliche Errungenschaft des Nachkriegseuropas angesehen werden, die u.a. für Wohlstand und Frieden gesorgt haben, stabilisiert.

Während das Kapital in Form der „marktkonformen Demokratie“ sich auf ein Wachstum um jeden Preis und ohne eigenes Risiko kapriziert hat, werden die Gesellschaften, die Bürger in Haftung für dieses einseitige Spiel genommen und werden damit vielfach um ihre Lebensleistung gebracht, so wie sich dies in Griechenland, Portugal... exemplifiziert.

Das nach der Studie der ILO mittlerweile schon nahezu ¼ der Menschen Europas der Armut anheim gefallen sind, ist eine Schande, ein Armutszeugnis der etablierten Politik, die den (sozialen) Frieden erheblich gefährdet- so muss, so wird Europa scheitern...!

11:02, Izmi

>>10:28 von Lederstiefel
"...und kein Sparkurs führt dazu, dass das ganze System scheitert und noch mehr Sozialfälle werden."...

Was schließen wir daraus? Dass das "System" sowieso scheitert und es an eben diesem liegt. Also sollte das "System" gewechselt werden...<<

Knapp, klipp und klar auf den Punkt gebracht. Wenn es um Wirtschaftspolitik geht, könnte meine Übereinstimmung mit Ihnen nicht größer sein.

Verweis zur Quelle fehlt!!!

Den Originalbericht findet der interessierte Leser hier:

http://goo.gl/cf53tA

Anmerkung: weil die TS lange Links kürzt , muss ich einen Link-Shortener Service benutzen.

Ich empfinde es als peinlich, dass im Jahre 2014 Journalisten immer noch nicht verstanden haben, dass für Publikationen im Internet ein Verweis auf die Originalquelle obligat ist.

Es ist das Prinzip des Internets, es verschwindet nicht, wenn Sie es ignorieren. Publizieren im Netz bedeutet, auch die Originalquellen zu verlinken.

Handeln Sie bitte zukünftig danach, es erscheint provinziell und ist einem Medium wie der Tagesschau absolut unangemessen, wenn solche profanen Fehler hier immer wieder auftauchen.

Bitte auch die Praktikanten und weitere Frischlinge dieses journalistische Grundwissen verinnerlichen lassen: "Im Internet immer die Originalquelle verlinken!"

11:07, Koenigswasser

". Dieser Verein ist natürlich eng verbunden mit dem christlichen Verein aalglatter älterer Männer (u. einiger Damen im besten Alter), die jetzt die EU weiter steuern möchten. Schön !"

Dummerweise hat dieser Verein durch den Souverän bei der letzten Europawahl einen eindeutig demokratisch legitimierten Auftrag bekommen. Nicht von mir, aber leider denkt die Mehrheit nicht so wie ich.

Ich bin der Meinung, daß die Mehrheit uns in den Abgrund reißt. Daran kann man verzweifeln, oder man kann es sportlich nehmen.

Ich versuche das letztere. Und in der Katastrophe, die die Mehrheit anrichtet, so gut klarzukommen wie es nur irgend geht. Und dabei noch ein halbwegs solidarischer Mensch zu sein.

Einfach ist das alles nicht.

11:19, tisiphone

" Man fragt sich, wo ist all das Geld hin, das früher für die Menschen da war. In sinnfreie Berichte, Gutachten, Richtlinien, Arbeitskreise, Arbeitsgruppen, Berater, Brüssel, Strassburg etc etc."

Nein, genau da ist das Geld nicht. Sie haben das Prinzip des Kapitalismus nicht verstanden. Das Geld, von dem Sie reden, wurde wenigstens ausgegeben und damit dem Geldkreislauf wieder zugeführt.

Das Geld, das fehlt, wurde aber abgeschöpft wie die Sahne von der Milch und wanderte in die Taschen der Begüterten, die in allen Ländern dieser Erde immer reicher werden. Dieses Geld soll natürlich noch mehr werden, deswegen wird es investiert, also verliehen.

Daraus resultieren die Staatsschulden, denn den Staaten leihen die Reichen ihr Geld. War bis vor kurzem eine ziemlich sichere Anlage.

Außerdem wandert es in den Immobilienmarkt. Daraus resultieren die hohen Mieten.

Es findet eine rasende Umverteilung von unten nach oben statt. Und mit "oben" meine ich nicht "die Politiker" oder "Brüssel".

@ Tango_Korrupti

"Irgendwann kommt der große Knall. Dann wird Heulen und Zähneknirschen sein; aber nicht bei der Bevölkerung sondern bei den Bankenbesitzern sowie ihren Handlangern und Marionetten."

Ich stimme zu, der große Knall wird kommen.

Aber: Heulen werden die Kleinen. Alle privaten Rentenversicherungen, alles angesparte - weg. Sehr viele werden durch eine Wirtschaftskrise ihren Job verlieren (wer dann Schulden hat, z.B. ein Haus abbezahlt hat richtig Probleme), die Sozialsysteme werden zusammenbrechen.

Wer reich ist verliert zwar nominell mehr Geld. Er hat aber (wenn er schlau ist) einen abbezahlten Wohnsitz, Vermögen weltweit in verschiedenen Formen angelegt und 5 bis 10% seines angelegten Geldes als physisches Gold angelegt.

Die Reichen werden weder hungern noch frieren. Wir beide vielleicht schon.

soziale Marktwirtschaft kaputt

Die europäischen Wohlfahrtsstaaten fallen durch Finanzkrise u Währungsspekulation als Ausgleichsfaktor aus und decken so auf, das unser Wirtschaftssystem eigentlich eine riesige Umverteilungsmaschine geworden ist, in der der Status quo nur durch permanente Verschuldung der öffentlichen Hand aufrecht erhalten werden kann.

Es wird Zeit, dass man endlich aufhört, sich mit der wirtschaftswunderlichen Fiktion einer "sozialen" Marktwirtschaft zu belügen und anfängt, den Wohlstand dort gerecht zu verteilen, wo er durch harte Arbeit geschaffen wird - in den Betrieben und Unternehmen.

11:27, To_LE

"Ausgegeben werden kann nur, was auch erarbeitet wird. Da sollte es dem Staat nicht anders gehen als jedem privaten Kommentator hier."

All die Staatsschulden wurden erarbeitet, von den Besitzenden wurde das Geld dann abgeschöpft und an die Staaten verliehen.
Jeder Schuld steht ein Vermögen in gleicher Höhe gegenüber. Das ist eigentlich ganz leicht zu verstehen.

Die immensen Staatsschulden sind also die direkte Folge und das Abbild immensen privaten Reichtums. Was jetzt gemacht wird, ist, diese Vermögen zu retten, da sich ihre Besitzer verspekuliert haben.

Wenn Sie schreiben:

"Das es einigen Ländern "jetzt so schlecht" geht, liegt daran, dass sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. "

dann schieben Sie den Spekulationsopfern, also den hart arbeitenden Menschen wie Sie und ich, die Schuld an der Misere zu.

Das hört der Reiche natürlich gerne.

Wichtige Mitteilung - für die Zeit vor Wahlen!

Gerade stelle ich mir bei einigen Meldungen vor, dass die besser noch vor der Europawahl gekommen wären. Was hätte das für eine Auswirkung gehabt und warum kamen die Meldungen dort nicht?

Ich gehe mal davon aus, dass die praktischen Konsequenzen von vielen Medien udn vielleicht aucheinigen Journalisten gar nicht gewünscht sind, die sich nach solchen Erkenntnissen aufdrängen würden.

wer hätte das gedacht

wenn man den armen was wegnimmt verarmen sie noch mehr
wenn man ihnen alles wegnimmt sogar total
uuuiiiii !!!!
dabei konnte man doch überall lesen das das alles nur simulanten sind weil wenn man nicht zu faul ist und wirklich will dann findet man auch arbeit usw usf und man sie nur mal durch kürzung auf 0 motivieren muss...

tscha
QED wie der lateiner (nach verteilung von getreide an die armen) abzukürzen pflegte.

Wenn man die Kommentare hier

Wenn man die Kommentare hier liest, fragt man sich wer Merkel und ihre Helferlein gewählt hat. Danach ist es wieder keiner gewesen!

Immer sind die Anderen schuld

In einem früheren Beitrag zum TA-Artikel wies ich auf die Umverteilung von Unten nach Oben hin. Da es mir aber vergleichsweise gut geht, frage ich mich auch, welche Rolle ich selbst bei dieser Verteilung spiele. Bin ich wirklich so viel besser, als "die da Oben", die nur schlauer umverteilen, als die Mehrheit der Menschen?

Nach meinem Gefühl haben "die da Oben" durchaus erkannt, dass sich die Menschen an die Grenzen dessen herantasten, was unsere materiellen Ressourcen hergeben. Sie häufen darum mehr an, als sie brauchen und schaffen damit sich und ihren Familien ein Polster, während "die da Unten" den ihnen verbliebenen Rest auch nur von Unten nach Oben verteilen.

Es wird immer spürbarer, dass zu viele Kredite (z.B. Geld und andere Ressourcen) nicht zurückgezahlt werden können. Bequemerweise nehmen wir diese Kredite bei Menschen auf, die wir nicht um deren Einverständnis bitten müssen. Ich befürchte darum, dass die "Sparkurse" und Verteilungskämpfe noch heftiger werden.

@MrEnigma

"Jetzt mal ehrlich, was ist den bitte die Alternative?
Man will die Reichen nicht besteuern"

Sie haben recht, das will "man" nicht, aber genau das wäre der Ausweg.

Stattdessen zwingt man Millionen in Armut und Elend, alles gerechtfertigt mit wirtschaftsideologischen Phrasen, bestellt und bezahlt von denen, die es sich leisten können.

Es gibt einen simplen und eigentlich offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Armut der einen Seite und dem Reichtum der anderen.
Jede angeblich sinnvolle Sparbemühung zur Reduzierung der Staatsverschuldung dient nur der Verschleierung dieses Zusammenhangs, denn trotz der Sozialkürzungen steigt ja die Verschuldung, wie auch die Vermögen.

Die Armut ist real, der Reichtum aber fiktiv. Damit letzterer etwas Wert ist, müssen die Menschen gegen Ende des Zyklus immer mehr gezwungen werden, diese selbsterfundene Regel anzuerkennen.

Leider wurde die Säkularisierung auch dazu mißbraucht, die unbegrenzte Gier salonfähig zu machen, was sie niemals sein dürfte

11:54 von MrEnigma

"...Also spart man bei denen, die keine politische Macht haben... den Jungen!"

Die "Jungen" sollten sich klarmachen, dass es auch in ihrer Alterklasse "Junge" gibt, die per Erbschaft oder durch Glück, seltenst noch durch ihrer Hände Arbeit, viel Geld und damit "politische Macht" haben, die sie weder heute noch in Zukunft - also als Alte - mit den übrigen Menschen teilen wollen. Auch die alten superreichen "Knacker" von heute waren gestern jung...

Eu=Sündenbock

Man sollte differenzieren. Die Eu ist nicht der Grund für den Sozialabbau in den einzelstaaten, wohl aber ein hervorragender Sündenbock. Sozialpolitik wird nach wie vor in den einzelstaaten gemacht. Ein Grund ist die Abkehr von Keynes (der leider nie richtig befolgt wurde) und die Hinwendung zu den Chicago boys (friedman & co). Das hat in D. bereits in den 80ern begonnen. Zeitgleich gab es auch immer mehr sozialkürzungen, angefangen von Bafög und steuererleichterungen für gutverdienende, Senkung des spitzensteuersatzes etc. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks gabs dann kein halten mehr, musste man ja nicht mehr als leuchtende Alternative Richtung Osten erscheinen. Mittlerweile befinden wir uns in einer abwärtsspirale im Wettbewerb mit anderen Ländern um die niedrigsten Löhne und die geringsten Sozialleistungen. Zugleich gibt es ein gigantisches umverteilungsmodell von staatsgeldern Richtung Banken, mit der Begründung, sie seien systemimmanent.

Merkel treibt uns in eine 2. Weimarer Republik mit

weit schlimmeren Ausmaßen, weil ganz Europa nun betroffen ist.

Armut wird immer grösser und die Arbeitslosigkeit bleibt konstant.

Sind das nicht paradisische Zustände für ausländische Investoren, um ihr Geld zu vervielfachen ?

Weiter so, Merkel. Wir wissen aus der Geschichte, wozu diese Gewinnmaximierung auf Kosten des Binnenmarktes führen wird.

Ich dachte immer als Kind des Wirtschaftswunders, dass die deutschen nun schlau(er) sind. Aber das ist leider ein mehrheitlicher Trugschluß.

12:00 von fathaland slim

"...Knapp, klipp und klar auf den Punkt gebracht. Wenn es um Wirtschaftspolitik geht, könnte meine Übereinstimmung mit Ihnen nicht größer sein."

Freut mich! Jetzt gilt es nur noch, eine größere Mehrheit zur Übereinstimmung mit unserer Sache zu bringen! Ich bin und bleibe optimistisch!

ILO-Bericht und was er übersieht

Die Errungenschaften des europäischen Sozialmodells, das in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg die Armut drastisch verringert und den Wohlstand gefördert habe, sei "durch kurzfristige Anpassungsreformen untergraben" worden, kritisieren die ILO-Experten.
Die ILO schiebt die Verarmung in Europa die unbestreitbar ist wie viele Kommentatoren hier auf die Bankenkrise ab und das die kleinen Leute dafür gezahlt hätten.
Hier wird meiner Ansicht nach ein ganz entscheidender Punkt übersehen.Nach dem WK II waren die Märkte noch gegeneinander abgeschottet und wir hatten einen ungesättigten Markt mit enormer Nachfrage die auch die Löhne steigen ließ. Jetzt haben wir globale Märkte,es gibt keine Abschottung mehr gegen die aufholenden Schwellenländer.Kapital und Investitionen fließen in die Schwellenländer ab wo aktraktive Bedingungen für das Kapital herrschen.Hier hätte Europa mit einer Erhöhung seiner Produktivität gegenhalten müssen.Hat es aber nicht.Das führt jetzt dazu, dass die Armut wächst

12:19 von spetzki

"...Wer reich ist verliert zwar nominell mehr Geld. Er hat aber (wenn er schlau ist) einen abbezahlten Wohnsitz, Vermögen weltweit in verschiedenen Formen angelegt und 5 bis 10% seines angelegten Geldes als physisches Gold angelegt."...

Was bedeutet "reich" sein? Geht es wirklich um den "abbezahlten Wohnsitz, Vermögen weltweit" und Gold? Ich denke, eher nicht. Es geht um Macht! Wer Geld hat, hat die Macht, selbst in demokratisch verfassten Staaten eben diese Demokratie zu umgehen (oder sogar zu übergehen), um seine Interessen durchzusetzen. Nimmt man also den Reichen ihr "Geld", d.h. eigentlich, ihre Macht (!), so nützt auch der dicke Goldklumpen nur noch wenig. Bestenfalls kann man ihn gegen Benötigtes umtauschen. Wenn nicht eine anders denkende "Macht" den Reichen selbst das noch nimmt, eingeschlossen Grund und Boden sowie den"abbezahlten Wohnsitz". Und wenn die Reichen nicht aufpassen und nicht bald sehr große Komprisse mit den Armen eingehen, wird genau das passieren. Arme Reiche!

Willkommen im Vereinigten armen Europa

Ist das der Preis, den wir zahlen müssen, nur um Grenzen verschwinden zu lassen? Nur um nicht mehr Währungen umzurechen zu müssen?
Nein Danke zu so einem Europa. Die EU ist zum scheitern verurteilt. Die EG hätte doch gereicht!
Hoffe Frankreich tritt bald aus, das wäre der Anfang vom Ende der EU. Und das wäre auch gut so!

So, so....

...dann ist die Lösung also, dass wir den Sozialstaat, den wir uns noch nie haben leisten können (kann man an der jährlichen Neuverschuldung der letzten 50 Jahre in allen europäischen Ländern feststellen) wieder in alter Form herstellen und uns selbst und unsere Kindern weiter um die Zukunft bringen. Wir haben von der Substanz gelebt und sind nun am Ende damit. Es gibt halt nichts mehr. Und wenn 123 Millionen Menschen direkt von Armut bedroht sind von 300 Millionen Europäern, dann ist das ja fast jeder Zweite. Wer hat den Bericht verfasst? Die Frau Wagenknecht?

12:36, Zeitungsjunge

"Wenn man die Kommentare hier liest, fragt man sich wer Merkel und ihre Helferlein gewählt hat. Danach ist es wieder keiner gewesen!"

Sie verwechseln das Forum hier mit der wirklichen Welt.

Eine Krankheit des Internetzeitalters, Stichwort "second life".

eu-kritische Kommentare

Alle Kommentare kritisieren die EU. Und dennoch hat die Mehrheit der Wähler die CDU oder SPD gewählt? Schreiben diejenigen nicht mehr, die mit dem Kurs der EU einverstanden sind? Oder gab es vielleicht Wahlbetrug? Es müssten doch viel mehr alternative Parteien gewählt haben, weil viel mehr Leute den EU-Kurs nämlich nicht gut finden.
Die reichen Griechen sollen eigentlich die Schulden abbauen. Und die reichen Spanier ebenfalls.Man sollte sie dazu zwingen. Aber die haben ihr Geld längst in physisches Gold angelegt und in ihren Tresoren gespeichert und warten nun auf den Zusammenbruch der Währung. Mit dem Gold bleiben sie auf jeden Fall reich.
Wenn die Regierung nicht bald nach links rückt, sehe ich schwarz für die Zukunft unserer Kinder

12:59, Izmi

"Freut mich! Jetzt gilt es nur noch, eine größere Mehrheit zur Übereinstimmung mit unserer Sache zu bringen! Ich bin und bleibe optimistisch!"

Leider hält sich mein Optimismus sehr in Grenzen, wenn ich mir die Wahlergebnisse und den Großteil der Kommentare hier ansehe. Da kann man schon resignieren.

Ich fürchte, daß der Kapitalismus zusammenkracht und die meisten lernen nix draus.

Das alles, was hier läuft, passiert doch wider besseres Wissen.

"Sparkurs führt zu Armut in Europa"

Nein! Doch! OH!

12:36 von Zeitungsjunge

"Wenn man die Kommentare hier liest, fragt man sich wer Merkel und ihre Helferlein gewählt hat. Danach ist es wieder keiner gewesen!"
=> Ja, auf den Gedanken könnte man kommen. Aber wer sich das System genauer betrachtet weiß, dass es innerhalb von diesem gar keine Wahl gibt. Und Ihre Kanzlerin höchstselbst hat es Ihnen, wie auch allen Anderen, längst gesagt, indem sie wiederholt von der Alternativlosigkeit desselben gesprochen hat.
 
Und nicht nur sie, Zitat:
"Wenn die Mehrheiten sich verändern, mag es eine andere Koalition geben. Aber es wird keine andere Politik geben. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Das wissen alle Beteiligten."
Joschka Fischer
 
Entgegen der landläufig vorherrschenden Meinung bietet nur der Wahlverzicht innerhalb eines solchen Systems die Chance auf Veränderung. Aber auch nur dann, wenn der Wahlverzicht nicht auf Faulheit oder Desinteresse fußt. Wer den Wandel will, muss einer Alternative auch das nötige Leben einhauchen.
 
Æ

13:07 von Jonas Hamilton

"...Kapital und Investitionen fließen in die Schwellenländer ab wo aktraktive Bedingungen für das Kapital herrschen.Hier hätte Europa mit einer Erhöhung seiner Produktivität gegenhalten müssen.Hat es aber nicht.Das führt jetzt dazu, dass die Armut wächst..."

Wie verträgt sich Ihre Theorie mit den immer neuen Export-Rekorden, wenn nicht die Produktivität in Deutschland so hoch ist? Und dabei trotzdem die Armut wächst?
Sicher gibt es in Europa Unterschiede in der Produktivität, nur ist in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum die höchste Produktivität der Maßstab, und damit Gesamt-Europa so zu bewerten, wie Deutschland. Insgesamt attraktivere Bedingungen, wo nicht nur das unterste Lohnlevel oder fehlender Umwelt- und Arbeitsschutz die Attraktivität ausmacht, sondern auch große Stabilität und soziale Ruhe eine Rolle spielen, zeigt doch, dass auch hier das Kapital glücklich ist - vor allem, weil es ungehindert die finanziellen Vorteile ausbeuten darf. Und das ist der Grund allen Übels!

@MartinBlank 10:15

"Wir sind reich geworden - und zwar auch auf Kosten der südlichen Mitgliedsstaaten."

Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Südlichen Mitgliedsstaaten haben mit ihrem Geldentwertungswahn unsere Ersparnisse und unsere Altersvorsorge ruiniert.

Man muß sich nur die Lohnentwicklung in den südlichen Mitgliedsstaaten ansehen, da wird einem übel. 5-6% Steigerung Jahr für Jahr nach der Euroeinführung, bei 2% Leitzins.
Hätten sich die Menschen dort mit 2% Lohnerhöhung zufriedengeben und darauf verzichtet sich auf Teufel komm raus zu verschulden (Bauboom), dann gäbe es die Kriese überhaupt nicht.

Zu behaupten, wir Deutschen hätten vom Euro profitiert ist doch wohl ein Witz. Die einzigen die vom Euro profitiert haben, sind die Schuldner, die Zinsen weit unterhalb der realen Inflation zahlen. Aber alle Menschen, die in Vorleistung gehen, werden durch den Euro enteignet.

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Außerdem spart kein einziger Eurostaat. Die Staaten machen weiter Schulden was da

13:14, heute journal

" Wir haben von der Substanz gelebt und sind nun am Ende damit. "

Diesen seltsamen Satz lese ich immer wieder.

Wenn man sich allerdings klarmacht, daß wir mehr Waren in Europa herstellen, als wir jemals mit aller Gewalt verbrauchen können und gleichzeitig genügend Arbeitskräfte vorhanden sind, um jede gewünschte Dienstleistung zu erbringen, dann wundere ich mich wirklich, wie sich eine solche Meinung in den Hirnen der Menschen festsetzen kann.

Wir haben eine Absatz- und keine Produktionskrise.

Ich glaube, obige Sichtweise ist darauf zurückzuführen, daß die Rolle des Geldes falsch verstanden wird. Geld ist kein endlicher Rohstoff, auch wenn es sich für unsereins, der durch den Monat kommen muß, oft so anfühlt.

Geld ist eine Rechengröße, mit der die Verteilung organisiert wird. Dummerweise wird es gehortet und damit dem Kreislauf entzogen.

Geld, das nicht zirkuliert, sammelt sich irgendwo an. Es entwickelt dann Warencharakter und wird an Märkten gehandelt. Da liegt das Problem.

13:23 von fathaland slim

"...Leider hält sich mein Optimismus sehr in Grenzen, wenn ich mir die Wahlergebnisse und den Großteil der Kommentare hier ansehe. Da kann man schon resignieren."...

An dieser Stelle vergleiche ich dann immer die politische Lage Anfang 1914 mit Ende 1918. Leider lag ein Krieg dazwischen - aber diesmal gehts vielleicht auch ohne! Sonst wär es eh egal, weil den überlebt keiner...

wenigstens die Bereitschaft

Solange die Schuldner in der EU (und der Welt)
nicht wenigstens die Bereitschaft erkennen lassen, das mit ihren Gläubigern zu tun, was einst ein französischer König an einem Freitag dem dreizehnten mit seinen Gläubigern getan hat, solange bleiben die gesellschaftlichen Verhältnisse hier und überall in allen wesentlichen Punkten unverändert.

Irgendwann werden sich die

Irgendwann werden sich die Wähler der Schlachter Deutschlands auch die Frage gefallen lassen müssen: Wie konntet ihr die wählen? Geschichte wiederholt sich, nur die Jäckchen die sie trägt sieht anders aus.

14:13, AE-35

"Entgegen der landläufig vorherrschenden Meinung bietet nur der Wahlverzicht innerhalb eines solchen Systems die Chance auf Veränderung. Aber auch nur dann, wenn der Wahlverzicht nicht auf Faulheit oder Desinteresse fußt. Wer den Wandel will, muss einer Alternative auch das nötige Leben einhauchen."

Das müssen Sie mir bitte mal erklären. Wie Sie durch Verzicht auf die Wahrnehmung des Wahlrechts, das unsere Vorfahren teils unter Einsatz ihres Lebens erkämpft haben, einer Alternative das nötige Leben einhauchen wollen.

Meiner Ansicht nach ist es drietegal, weswegen man nicht wählt. Das Resultat ist das gleiche.

Gut zu beobachten in den USA, wo die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei weit unter 50% liegt. Wie die Mächtigen da zittern!

um 14:13 von AE-35

"ntgegen der landläufig vorherrschenden Meinung bietet nur der Wahlverzicht innerhalb eines solchen Systems die Chance auf Veränderung. Aber auch nur dann, wenn der Wahlverzicht nicht auf Faulheit oder Desinteresse fußt. Wer den Wandel will, muss einer Alternative auch das nötige Leben einhauchen."
der wahlverzicht ändert leider nichts. Man muss die Parteien da trffen wo es weh tut. Und das ist der Geldbeutel, sprich wahlkostenerstattung. Da hilft nur ungültig wählen.
(leider ist das System bei der Europawahl anders, weswegen ich da sonneborn unterstützt habe. Der hat zwar keine Lösungen parat aber wenigstens weiß man da, daß es sich um Satire handelt).

14:20 fatahlands.: Sie hätten

14:20 fatahlands.: Sie hätten das einigen Leuten aus Politik und Wirtschaft vor Jahren schon vortragen sollen, aber zum Glück gibt es jetzt echte Wissenschaftler in der Politik, die sich des Problems annehmen. Ein Hoffnungsschimmer!

14:20, Izmi

"An dieser Stelle vergleiche ich dann immer die politische Lage Anfang 1914 mit Ende 1918. Leider lag ein Krieg dazwischen - aber diesmal gehts vielleicht auch ohne!"

Na, Sie sind mir ja wirklich ein Optimist!

" Sonst wär es eh egal, weil den überlebt keiner..."

Ich nehme das zurück. Und nenne Sie einen resignierten Fatalisten.

Als solcher kommt man ganz gut durch den Schlamassel hindurch, bis einem irgendwann der Himmel auf den Kopf fällt.

Im Prinzip ist das die Haltung der Bewohner des berühmten gallischen Dorfes.

War mir immer ziemlich sympathisch, auch wenn es nicht sehr politisch ist.

EU bringt nichts

Die EU bringt nichts. Sie hat mehr Nachteile als Vorteile.

Die "Vorteile" der EU sind überwiegend Märchen.

14:20 von fathaland slim

Es tut mir leid, ich bin für Ihre Erläuterung wahrscheinlich zu ungebildet. Der Staat schröpft seit eh und jeh seine Bürger und hat auch zu Zeiten von Vermögenssteuer und Superreichensteuer zuletzt in den 60ern einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen. Es wurde immer mehr Geld ausgegeben, als man hatte. Immer zu Lasten der Zukunft, in der ja irgendwann mal ein finanzielles Wunder geschehen wird. Immer zu lasten der Bevölkerung und deren Kindern und Kindeskindern. Wäre die BRD der Otto Normalverbraucher wäre man schon längst bei der Schuldnerberatung. Wo hat den da irgendwo Geld nicht zirkuliert, bzw. sich an anderer Stelle angesammelt? Meinen Sie, man hätte das Volk halt noch mehr schröpfen müssen, als da eh schon der Fall war? Sorry, ich versteh's einfach nicht.

14:29, dermulla

" Man muss die Parteien da treffen wo es weh tut. Und das ist der Geldbeutel, sprich wahlkostenerstattung. Da hilft nur ungültig wählen."

Damit treffen Sie bloß dummerweise CDU und AfD überhaupt nicht. Da springt dann schon die Finanz- und Großindustrie ein. Oder glauben Sie wirklich, daß für eine Partei, die die Interessen des Kapitals vertritt, Geld irgend eine Rolle spielt?

Alle diese Nichtwähl-Verweigerungsstrategien sind pubertär, untertanig und generell für die Katz.

14:33, Zeitungsjunge

"14:20 fatahlands.: Sie hätten das einigen Leuten aus Politik und Wirtschaft vor Jahren schon vortragen sollen, aber zum Glück gibt es jetzt echte Wissenschaftler in der Politik, die sich des Problems annehmen. Ein Hoffnungsschimmer!"

Wenn Sie meinen, daß die von Ihnen erwähnten Wissenschaftler, die Sie wohl in der AfD verorten, meinen kapitalismuskritischen Ansatz teilen, dann sind Sie aber wirklich auf dem falschen Dampfer. Die sind Teil des Problems, nicht der Lösung.

Die wollen nämlich an den von mir beschriebenen Zuständen überhaupt nichts ändern. Sie glauben, daß die Lösung in einem radikal wirtschaftsliberalen Ansatz liegt.

Gesellschaftspolitisch sind sie dafür nicht ganz so liberal.

Eben Brüder und Schwestern im Geiste von Bush dem Jüngeren bzw. den Wirtschaftswissenschaftlern, die ihm seine Politik einflüsterten. Da finden Sie sogar personelle Parallelen.

75% der Bevölkerung geht es noch VIEL zu gut...

..ansonsten würden von diesen 75% mindestens jeder zweite erkennen, dass er selbst der Armutsspirale viel näher steht als er es selbst jemals vermuten würde.
Fakt ist auch, wer einmal vom Sog nach unten erfasst wird, der hat es verdammt schwer da wieder heraus zu kommen.
Freie Arbeitsplätze werden u.a. in Deutschland schon längst nicht mehr nach der reinen Qulifikation besetzt, Alter, Herkunft, soziales Umfeld spielen da eine ebendso große Rolle, wie der Richtige Wohnort.

Das Problem ist, dass die Politik die Gesellschaft wissentlich spaltet: Der Geldadel aus Fabrikanten und Spekulanten verführt die Politiker, mittels hervoragend organsierten Lobbyismus, dass jene nur noch das entscheiden, was dem Geld-Adel nicht schadet, sondern meist weiterne Profit bringt.
Die Mittelschicht, mal nach Griechendland rüber schauen, wird in unserem Land ausgebeutet mit immer Neuen und höheren Abgaben, und immer mit dem Vorwand: das ist eine Investition in die Zukunft, allerding nur für Einige wenige!

14:34 von fathaland slim

"...Und nenne Sie einen resignierten Fatalisten."...
Wäre ich ein solcher, könnte ich das als Beleidigung auffassen. Da ich aber ein "politischer" Mensch war, bin und bleibe, stell ich Ihre Sicht auf mich mal in das Panoptikum der Fehlurteile. Allerdings ist eines richtig: Ich werde müde nach den langen Jahren der Auseinandersetzungen um Wege und Wirklichkeiten - nur macht mir die Zeit und auch viele andere Menschen immer wieder Hoffnung... es geht voran!

@heute journal 13:14

"Wir haben von der Substanz gelebt und sind nun am Ende damit. Es gibt halt nichts mehr." Wer hat denn dieses Ammenmärchen erfunden? Das ungeheure Wachstum der Arbeitsproduktivität seit dem II. Weltkrieg ist kaum zu bestreiten, man muss sich ja nur Fabriken von heute und von damals ansehen. Wo wurde da "von der Substanz gelebt"? Dass das Resultat auf Seiten derer, die das alles erarbeitet haben, nun statt des 3-Stunden-Tags die großflächige Verarmung ist, verdankt sich also nicht dem, dass ein ursprünglich großer Kuchen dank "Alkoholkonsums" u.dgl. inzwischen aufgezehrt wurde, so dass es "halt nichts mehr gibt". Wie man an den Frechheiten von Unternehmern und Politikern unschwer sieht, hat sich das Ganze für einige enorm gelohnt; für die einen durch Gewinn-, für die anderen durch internationalen Machtzuwachs.

14:42, heute journal

" Der Staat schröpft seit eh und jeh seine Bürger und hat auch zu Zeiten von Vermögenssteuer und Superreichensteuer zuletzt in den 60ern einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen."

Der Staat hat Aufgaben, die er finanzieren muß. Der Bundeshaushalt ist öffentlich einsehbar, da können Sie nachsehen, wo die ganze Kohle hingeht. Entgegen landläufiger Meinung sind die ganzen Skandale (Flughafen, Bahnhof, Elbphilharmonie) Peanuts und fallen bei der Gesamtsumme überhaupt nicht ins Gewicht.

"Wäre die BRD der Otto Normalverbraucher wäre man schon längst bei der Schuldnerberatung."

Ein Staat ist kein Privatbürger, sondern die Summe all dieser.

"Meinen Sie, man hätte das Volk halt noch mehr schröpfen müssen, als da eh schon der Fall war?"

Das Volk wird nicht vom Staat geschröpft, sondern von Privatleuten. Bitte schauen Sie sich die Entwicklung der Privatvermögen in diesem Lande an und betrachten Sie, wieviel % der Bevölkerung wieviel % der Kohle ansammelt. Staatsschulden sind Privatvermögen!

Immer weg damit, wir habens ja

Unglücklicherweise erscheint Kapital nicht aus dem Nichts, sondern muss erwirtschaftet werden. Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern. Wenn man mehr ausgibt als man zur Verfügung hat, wird das in jedem Fall irgendwann zur Pleite führen. Das gilt sowohl für private als auch für öffentliche Haushalte. Jetzt neue Kredite aufzunehmen um die Raten für die alten Kredite zu zahlen hilft niemandem. Mehr ausgeben als man hat ist allerdings schon seit Jahrzehnten die Methode der Wahl unserer Politiker. Der letzte Kanzler mit einem ausgeglichenen Haushalt war Kurt-Georg Kiesinger (kennt den eigentlich noch jemand ?). Danach (von Brandt bis Merkel quer durch alle Parteien, bis auf die Linken, die durften noch nicht) wurde nur noch auf Pump finanziert als gäbe es kein Morgen. Und da die Pleite immer näher kommt, wird bei denen gespart, die sich nicht wehren können. Ist alternativlos... schon klar.

14:42, heute journal

"Es tut mir leid, ich bin für Ihre Erläuterung wahrscheinlich zu ungebildet."

Bitte stellen Sie Ihr Licht nicht so unter den Scheffel. Sie müssen gar nicht gebildet sein, Sie müssen nur mit offenen Augen durch die Welt laufen. Wir sind vom Überfluss umgeben. Jeden Tag werden Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, während viele Familien nicht wissen, wie sie ihre Kinder anständig satt kriegen. Das ist nur ein Beispiel, das brutal verdeutlicht, daß wir ein Verteilungs- und kein Produktionsproblem haben.

Der Staat ist insofern daran schuld, daß er zulässt, daß sich einige wenige obszön bereichern. Diese leihen dann dem Staat das Geld, wofür sie natürlich Zinsen erwarten. Sie berauben uns also noch mal.

Ich finde den polemischen Begriff "Raubritterkapitalismus" gar nicht so schlecht.

Geld ist für unsereins eine lästige Notwendigkeit und gleichzeitig ein Mittel, mit dem wir diszipliniert werden, während es für die Finanzmärkte eine Handelsware ist. Da liegt der Hase im Pfeffer.

14:53, Izmi

""...Und nenne Sie einen resignierten Fatalisten."...
Wäre ich ein solcher, könnte ich das als Beleidigung auffassen"

Mir liegt wirklich nichts ferner, als Sie beleidigen zu wollen.

Manchmal hat man aber darauf, wie das, was man sagt, vom Gegenüber aufgenommen wird, keinen richtigen Einfluss.

Einer der vielen Fallstricke in der politischen Auseinandersetzung.

14:27/14:29 von fathaland slim/dermulla

fathaland slim: "Das müssen Sie mir bitte mal erklären."
dermulla: der wahlverzicht ändert leider nichts.
=> Ihre Fragen habe ich sehr wohl mit meinen beiden Kommentaren 11:56 und 14:13 erklärt.
 
Wer immer nur von rechts nach links und umgekehrt denkt bzw. denken lässt, spielt zwar den Ball, aber immer nur quer und niemals vorwärts. Dieses Vorgehen ist der sicherste Weg zum eigenen Stillstand oder gar zur eigenen Niederlage. Während die Eliten handeln (Geld => Realwerte) werden die Massen (Geld => Schulden) abwärts geführt. Die Ersteren ziehen Gewinne aus dem kommenden Zusammenbruch, den verführten Letzteren droht alles Leid dieser Welt.
 
Danach initiieren eben jene siegreichen Eliten den Neustart. Neues Spiel, alte Regeln. Und wieder steht schon zu Spielbeginn fest, dass es einen Gewinner geben wird und auch wer das ist.
 
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."
Albert Einstein
 
Æ

um 13:14 von heute journal

die substanz eines staates ist sein land, seine einwohner und deren zukunft.
nichts sonst
und seit dem letzten krieg haben wir davon nichts mehr verloren - bis jetzt -
im gegenteil profitieren wir derzeit über einen substanzzuwachs von den fehlern der staaten die ihr sozialsysthem einstampfen und dadurch an substanz; einwohnern, verlieren.
die staaten die ihr sozialsysthem gewahrt haben sind übrigens auch besser durch die kriese gekommen
denn das verarmen lassen ist gleichbedeutend mit der veräusserung der zukunft der betroffenen - die sie dann woanders (wiede)finden müssen, während das wahren derselben die leute sogar produktiv werden lässt, was mehrwert erzeugt.
was man sich wirklich nicht leisten kann ist das abschaffen von sozialsysthemen
das geht an die einzig relevante substanz.

um 15:08 von AllesKannGutWerden

ausgelichene haushalte gab es genau einen in der brd
der starthaushalt
während der verhandlungen über den nächsten ist der finanzminister zurückgetreten weil er die unseriöse aufteilung in konsumptive und investitionskosten-für letztere darf man schulden aufnehmen ohne das sie als solche deklariert werden, nichtmittragen wollte
seitdem haben wir nicht nur keine ausgeglichenen, sondern auch keine verfassungskonformen haushalte mehr in diesem unserem lande gesehen.
sry

15:08, AllesKannGutWerden

". Und da die Pleite immer näher kommt, wird bei denen gespart, die sich nicht wehren können. Ist alternativlos... schon klar."

Es wird immer auf Kosten von denen gespart, die sich nicht wehren können. Wir sollten uns aber hier mal über den Begriff "Sparen" Klarheit verschaffen. Wie er hier verwendet wird ist nicht korrekt. Hier wird nämlich "sparen" als synonym für "Kürzen" gebraucht.
Das ist aber Unsinn. Man spart, indem man Geld auf die hohe Kante legt. Und das tun die Reichen, sonst würden sie nicht immer reicher. Dieses Geld, das sie auf die hohe Kante legen, müssen sie aber irgendwo herhaben, oder?

Siehe oben.

Und ich sage es jetzt noch mal. Dieses Geld verleihen sie, um dann Zinsen dafür zu kriegen. So entstehen Staatsschulden.

Schulden sind nämlich immer Geld, das ein Gläubiger einem Schuldner geliehen hat.

Wo es große Vermögen gibt, gibt es auch viel zu verleihen.

Oder mit anderen Worten: wo viel Geld ist, da sind auch viele Schulden.

Eigentlich einfach zu verstehen.

Die Meinung eines Lobbyisten

Wie sooft wird die Höhe der Sozialausgaben kritisiert. Unbeantwortet bleibt jedoch, woher das Geld kommen soll ohne wirtschaftsschädigend zu wirken. Interessanterweise werden auch Steuererhöhungen kritisiert. Ohne Einnahmen gibt es aber kein Geld zum Ausgeben, und die Sozialausgaben sind die höchste Belastung eines Staates wie z.B. Deutschland. Wichtig ist auch, dass Sozialausgaben keine Zukunftsinvestition sind. Sie sind zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Menschen gedacht, die sich nicht selbst versorgen können. Selbst das Argument der Kaufkraft ist nicht logisch, denn diese Menschen kaufen vermutlich überwiegend günstigere und somit ausländische Produkte.
Die Konsolidierung ist jetzt notwendig, da sich gezeigt hat, dass die Menschen bei Wahlen keine Partei unterstützen die in guten Zeiten Schulden zurückführen will. Somit ist eine Krise notwendig die zum Umdenken zwingt, sonst sehen bald alle europäischen Haushalte aus wie die Griechische 2009.

15:22, AE-35

Danke für Ihre Ausführungen. Meine Frage haben Sie allerdings nicht beantwortet.

Ja isses denn die Possibility?

"Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld." - Jean Paul Getty
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Wenn man die politische Debatte so verfolgt, dann ist immer häufiger nur vom Geld die Rede. Man redet nicht über Strukturpolitik, man redet davon, dass nicht genug Geld für Straßen- und Brückenreparaturen da ist. Etc..
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Früher hieß es, dass gute Lohnsteigerungen die (Binnen-)Konjunktur stärken, heute redet man davon, dass mehr Lohn Geld kostet. Und die Außenhandelsüberschüsse versickern in Privattaschen. Aber über das Geld in Privattaschen, da redet man nicht drüber!

15:24, Der Lenz

"die substanz eines staates ist sein land, seine einwohner und deren zukunft.
nichts sonst."

Da stoßen Sie leider bei den Menschen auf ein Verständnisproblem, für die das Geld die Substanz an sich ist. Dies resultiert natürlich aus ihrer persönlichen Erfahrung, denn wir haben den angeblichen Wert des Geldes dermaßen verinnerlicht, daß wir ihn gar nicht mehr in Frage stellen. Wer den Wert des Geldes im persönlichen täglichen Leben in Frage stellt, erleidet auch leicht Schiffbruch, denn Geld ist nicht nur ein Tausch-, sondern auch ein Disziplinierungsmittel. Man wird mit Geld für Wohlverhalten belohnt.

Aber eigentlich hat Geld bei Lichte betrachtet überhaupt keinen Wert. Man kann es nicht essen, nicht darin wohnen, gar nichts. Man kann es mittlerweile nicht einmal mehr anfassen, es sind nur noch Zahlen, die auf Kontoauszügen auftauchen. Es wird kaum noch gedruckt, sondern kommt und geht, wie seine Herren es wollen.

Es ist nichts als ein Tauschmittel, das gehortet wird, wie Muscheln.

um 14:53 von heute journal

unbenötigte finanzmittel zirkulieren nicht nd werden so der wirtschaft entzogen was das ganze systhem kolabieren lassen kann (was zu zeiten von golddeckung u.ä. mehrmals geschehen ist; schon in rom gab es deshalb zwischenzeitlich nurnoch "transverrubel" - bis konstantin das problem durch beschlagnahme und einschmelzen von tempelschätzen löste)
was ist daran so schwer zu verstehen?
es giebt immer nur eine definierte menge geldes
egal wie groß die ist
wenn davon 90% in den taschen von 10% sind bekommen diese ein wieder-anlageproblem -sie können ihr geld nichtmehr ausgeben- schlimstenfalls liegt es auf konten, unter matratzen,in geldspeicherschwimmbecken unnütz rum während der rest der welt versuchen muss mit den restlichen 10%umlaufwährung, von denen ständig wieder teile auf den großen haufen landen, den ganzen laden am laufen zu halten, wobei aber immer und überall deckungslücken auftreten.
deshalb sind umverteilungen, weg von den haufen, sinnvoll - auch für die haufen-besitzer.

um 14:43 von fathaland slim

"Damit treffen Sie bloß dummerweise CDU und AfD überhaupt nicht. Da springt dann schon die Finanz- und Großindustrie ein. Oder glauben Sie wirklich, daß für eine Partei, die die Interessen des Kapitals vertritt, Geld irgend eine Rolle spielt?

Alle diese Nichtwähl-Verweigerungsstrategien sind pubertär, untertanig und generell für die Katz."
nun, die Finanzierung der afd ist mir weitgehend unbekannt. Die unionsparteien können zwar auf Gelder aus der Wirtschaft bauen, aber dennoch sind sie auf wahlkostenerstattung angewiesen. Ist schließlich ein Recht grösser Apparat, der versorgt werden muss. Ausserdem ist die CDU auf Koalitionen angewiesen. Alleine regieren wird wohl nix mehr. Wenn man aber die anderen Parteien damit unter Druck setzen kann, könnte sich vielleicht etwas bewegen. Denn egal, welche Partei sonst noch zur Wahl steht. So sie denne in regierungsverantwortung stehen oder standen, ist/war von parteiprogrammen oder wahlversprechen keine Rede mehr. Ob SPD, grüne,linke etc.

All das

bestärkt mich in der Meinung, dass ein Reset des Finanzsystems in naher Zukunft kommen muss.

Die angehäuften Schulden können nicht mehr bedient werden. Das ist der Zeitpunkt für einen klaren Systemabbruch und für einen Neustart.

Das ganze ist sowohl äusserst schmerzhaft, als auch unbedingt notwendig.

Es ist nur schade, dass sich niemand Verantwortlicher diese Fakten klar zu benennen traut. Lieber veräppelt man das Volk solange es geht und macht sich irgendwann klammheimlich von dannen, denn sobald diese Erkenntnis beim Fußvolk durchdringt, wird es ungemütlich hier im Land.

Oder macht uns die EU und die Währung..

Oder macht uns Europa und die Währung (€) arm? Denn durch den Euro ist alles ist teurer geworden und da kommen die Armen nicht mehr mit? Gruss

15:33, Serpens

" Wichtig ist auch, dass Sozialausgaben keine Zukunftsinvestition sind. Sie sind zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Menschen gedacht, die sich nicht selbst versorgen können."

Sie möchten also die Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können, verhungern lassen? Das sind sehr viele, wenn Sie sich mal die große Anzahl von Menschen, die trotz Vollzeitarbeitsplatz auf Transferleistungen angewiesen sind, vergegenwärtigen.

Es dürfte auch Ihnen klar sein, daß es einfach immer weniger Arbeitsplätze gibt, die sich selbst tragen. Ein Großteil des Arbeitsmarktes ist mittlerweile subventioniert. Die Produktion ist nahezu komplett automatisiert, und erinnern Sie sich noch an Berufe wie Schrankenwärter, Busschaffner,Straßenfeger etc? Alles verschwunden. Fahrkarten gibt's auch fast nur noch am Automaten.

Wo sollen denn da all die Arbeitsplätze herkommen, wenn man sie auf Deubel komm raus wegrationalisiert?

Erwerbsarbeit ist ein Auslaufmodell, neue Konzepte sind gefragt!

15:53, denkerundlenker

"Oder macht uns Europa und die Währung (€) arm? Denn durch den Euro ist alles ist teurer geworden und da kommen die Armen nicht mehr mit?"

Dann müssten die Menschen aber nur im Euroraum verarmen, während es ihnen im Rest der Welt besser ginge.

Dem ist aber nicht so.

Die Wahrnehmung, daß durch den Euro alles teuer wurde ist das, was man eine kognitive Dissonanz nennt. Es gibt lediglich eine zeitliche Koinzidenz von Euro und Wirtschaftskrise. Diese ist weltweit. So mächtig ist der Euroraum nicht, daß er die ganze Welt in den Abwärtsstrudel reißen könnte.

Ich bin als prekärer Freiberufler in der Lage, meinen Lebensstandard seit Jahrzehnten zu halten. Meine Erfahrung deckt sich offensichtlich nicht mit der Ihrigen.

Mich macht nichts arm, aber auch nichts reich. Ich komme auf niedrigem Niveau durch, ohne Angst vor dem Totalabsturz haben zu müssen.

Das ist ja schon mal was, finde ich.

Ich war aber zum Glück noch nie auf Transferleistungen angewiesen, was nicht mein Verdienst ist.

ich protestiere...

...gegen diese ueble propaganda.

denn das muss propaganda sein, (vielleicht sogar von moskau bezahlt?), widerspricht es doch in beinahe allen positionen und aussagen den positionen und aussagen, die wir hier auf tagesschau.de in den zurueckliegenen monaten als alternativlos praesentiert bekamen.

an was soll ich nun glauben, an eure berichterstattung, die davon kuendet(e), dass die suedeuropaeischen krisenstaaten nur zu faul, korrupt, gierig, masslos, reformunwillig usw. (gewesen) sind oder an die un-spezialorganisation ilo, die genau das an kritikpunkten auflistet, was u.a. auch hier in den kommentaren in den zurueckliegenden monaten immer wieder als unrealistisch, traumtaenzerhaft, linksradikal, undemokratisch, ueberaengstlich usw. denunziert und abgekanzelt wurde?

waere es nicht vielleicht doch mal an der zeit, liebe ard, nicht so viel in boersenhurraberichterstattung zu investieren und auf zu beruhigende maerkte ruecksicht zu nehmen, sondern sich an den sendeauftrag zu erinnern?

Verschwörungstheoretiker

Wenn ein Leserbriefschreiber/Kommentator so etwas wie den "Weltbericht zur sozialen Sicherung" der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlicht hätte, würde er vermutlich für einen Verschwörungstheoretiker gehalten.

Aber die ILO ???

15:34 von fathaland slim

"Danke für Ihre Ausführungen. Meine Frage haben Sie allerdings nicht beantwortet."
=> Bitte! Es liegt nicht an den fehlenden Antworten, sondern am jeweiligen Denken. Immerhin aber, verstehe ich, warum sie mich nicht verstehen. ^^
 
Æ

"Menschenrecht auf soziale

"Menschenrecht auf soziale Sicherheit"? Was fuer ein Bloedsinn! Wieso sollte das ein Menschenrecht sein? Niemand kann ein Recht darauf haben, dass die Gesellschaft ihn ohne Bedingungen durchfuettert. In der Natur hat schliesslich auch kein Lebewesen ein Recht darauf, nicht gefrssen zu werden und immer einen vollen Futternapf zu finden. Europa weiss vielleicht nicht mehr, wie man lebt und ueberlebt ohne auf staatliche Ausgaben zu warten und als einzelner die Hand aufzuhalten und den Staat alles fuer sich richten zu lassen, von Wohnung ueber Kinderbetreuung bis Unterhalt.

@10:39 von spetzki

Guter Kommentar, genauso sehe ich das auch. Das gute daran ist, dass weder "die Wirtschaft" noch "die Politik" den Kollaps aufhalten koennen. Das schlimme ist, das man nicht abschaetzen kann, was nach einem Kollaps der Finanzsysteme kommt und wie schlimm das passieren wird. Von einer Hungersnot ueber Buergerkriege bis hin zu totaler Anarchie ist alles moeglich.

17:20, tirilei

" Niemand kann ein Recht darauf haben, dass die Gesellschaft ihn ohne Bedingungen durchfuettert. In der Natur hat schliesslich auch kein Lebewesen ein Recht darauf, nicht gefrssen zu werden und immer einen vollen Futternapf zu finden.Europa weiss vielleicht nicht mehr, wie man lebt und ueberlebt ohne auf staatliche Ausgaben zu warten und als einzelner die Hand aufzuhalten und den Staat alles fuer sich richten zu lassen,"

Dann bin ich wohl nicht Europa. Ich habe mich immer selber ernährt, ohne Transferleistungen.

Ihre sozialdarwinistischen Ausführungen gehen im übrigen in die Irre. Wir sind hier nicht im Tierreich, sondern wir reden über eine menschliche Gesellschaft, in der wenige alles an sich raffen und der große Rest sehen kann, wo er bleibt.

Schön für Sie, daß Sie sich offensichtlich auf der Sonnenseite dieses Systems befinden.

Es gibt das schöne alte deutsche Sprichwort: "Hochmut kommt vor dem Fall".

17:02, AE-35

" Es liegt nicht an den fehlenden Antworten, sondern am jeweiligen Denken. Immerhin aber, verstehe ich, warum sie mich nicht verstehen."

Ich bin von der etwas schlichteren Fraktion. Ich bin darauf angewiesen, daß man sich klar, deutlich und verständlich ausdrückt. Sonst verstehe ich nur Bahnhof.

Vor allem dann, wenn verschwörerisch geraunt wird.

@12:25 von fathaland slim

"Jeder Schuld steht ein Vermögen in gleicher Höhe gegenüber."

Eben nicht und das ist ja der eklatante Fehler in unserem Finanzsystem mit Zins und Zinseszins. Die Kreditinstitute vergeben mehrfach Kredite auf eingelagertes Kapital. Wenn alle Sparer ihr Kapital auf einmal ausbezahlt haben wuerden, dann saehe es fuer das Bankenwesen ganz duester aus. Weiterhin ist wegen der Zinsen die Schuld immer hoeher als das Vermoegen, das hinter dem Kredit (=Schuld) steht. Dadurch werden die Reichen ja immer reicher zumindest auf dem Papier, da der Gegenwert des Geldes ja nicht um den Zinsbetrag waechst, eher sinkt der Wert ueber die Zeit, egal ob es sich nun um Gold, Immobilien oder was-auch-immer handelt.
Eine gute Lektuere, um das zu verstehen ist der Roman "Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach oder das Video vom Goldschmied Fabian auf YouTube.

um 15:44 von fathaland slim

das problem liegt sogar tiefer
beim begriff "wert" an sich und seiner umdeutung imlaufe des letzten jh.
wenn jemand früher (zwischen aufklährung und verblödung) von anderen werten sprach war wirklich noch gmeint das dinge auf einer wichtigkeitsskala unterschiedlich angeordnet, anders bewertet waren.
der wert dabei ist die zahl die der position laut skala zugeordnet ist.
ein wert für sich alleine ist komplett aussagefrei.
währungen (€, $)haben nie wert
sie sind nur die bezeichnungen der scalen auf denen werte abgelesen werden.
muscheln sind hingegen recht konkret
wie menschen und ihre sorgen
ihre gefühle
das sind die dinge um die es sich dreht im leben
dienge die keine werte haben, da unberechenbar, unbezahlbar

-the best things in life are free-
j.lennon

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