DeutschlandTrend

Ihre Meinung zu DeutschlandTrend: Schlechte Chancen für AfD

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die neugegründete Alternative für Deutschland auf drei Prozent. Im ARD-DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin sehen drei Viertel der Befragten sie aber nicht im Bundestag. Die Union verlor einen Prozentpunkt, die Ergebnisse der anderen Parteien blieben unverändert.

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85 Kommentare

Kommentare

Gast
@17:16 — christerix: Bail-Out

Verstehen Sie mich nicht falsch. Selbstverständlich kann man darüber streiten, ob Deutschland Bürgschaften für die Schulden anderer Länder übernehmen sollte oder nicht.

Man kann das gut oder schlecht finden. Und wenn es Ihnen wichtig ist, dass deutschland das nicht (mehr) tut, dann sollten Sie eine Partei wählen, die dies ablehnt. Aber zu sagen, es sei VERBOTEN, weil das so im EU-Vertrag stünde, ist schlicht falsch.

Bernd1
@ 12:36 — Zeitkritisch

Sie schreiben:
"Die Befragung ist vom 2./3. April - da war die AfD noch gar nicht gegründet.
Des Weiteren ist es mir ein Rätsel, wie man über 3 Wochen alte Werte mit denen der Vorwoche vergleichen kann. Läuft bei Ihnen die Zeit inzwischen rückwarts?
Es wäre interessant, mal eine aktuelle Umfrage zu sehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da inzwischen andere Werte herauskommen."

Wie kommen Sie denn darauf dass diese Umfrage vom 2./3. April ist?
Es steht doch deutlich in der Medung:

Erhebungszeitraum: 23. bis 24. April 2013

Außerdem stimmen die Wete auch in etwa mit den Ergebnissen des ZDF-Politbarometer überein. Da sind die Prozentzahlen ähnlich!

Gast
@16:04 — cowboy8

„Es ist ein ganz normaler Haftungsausschluss, wie er überall zu finden ist, z.B. in Restaurants:...“

Sie irren! Ihr Vergleich ist irreführend, weil hier die Staatshaftung für die Schulden eines Mitgliedslandes eine ganz andere Potenz und Brisanz haben- und eben deshalb ist es ausgeschlossen worden [No-Bail-Out] für die Schulden eines anderen Staates aufzukommen. Dies war eine der Voraussetzungen, dass das BVerfG für diesen Vertrag überhaupt sein „Go“ gegeben hat.

Dies können Sie nicht konterkarieren, indem Sie darauf abstellen, dass es aber freiwillig erfolgen kann [oder über Kredite und Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB]...- diese Vertragsauslegung ist schlicht falsch, weil sie durch die kalte Küche das ermöglicht, was ja ausgeschlossen werden soll....!

Nny

Ich glaube nicht, dass die Partei eine lange Lebensdauer haben kann.
Mit ihren teilweise sozialdarwinistischen Ansichten darüber, wie Gesellschaft, Staat und Wirtschaft zu organisieren seien, euphemistisch umschrieben mit dem Wort "Freiheit", werden diese Leute hierzulande niemals politisch relevant werden.
Die weich gespülte, mehrheitsfähigere Version dieser Ideologie in Form der FDP muss doch schon jetzt bei jeder Wahl um den politischen Bestand bangen.
Radikalere Positionierung führt idR nicht zu mehr Wählerstimmen.

Die AfD kann nur hoffen, dass sie lediglich als Anti Euro Partei wahrgenommen wird, und bis dahin die ganzen kruden Ansichten und und Verstrickungen, die ihr Anhaften, nicht ausgebuddelt werden, sonst geht es mit diesen Leuten schneller zu Ende als mit einer Eintagsfliege.

daneel
Ja und nein

"...verschenkt letztendlich nur seine Stimme ( da die 5% Hürde wohl nicht übersprungen werden kann) und bewirkt letzendlich genausoviel wie jemand der nicht wählen geht."

Dies ist ein Problem unseres Wahlrechts. Will man eine Hürde haben, müsste man eine "Drittstimme" haben: Wenn die Partei, die ich mit der Zweitstimme wähle, die Hürde nicht überschreitet, dann soll sie an eine bestimmte andere Partei gehen. Vorteile: Leute können wählen, wen sie wollen, ohne Angst, dass ihre Stimme nicht zählt. Auch Leihstimmen würden dann unnötig sein.

Aber ganz umsonst ist eine Stimme an eine Partei, die nicht über die Hürde kommt, nicht. Denn wenn man nicht wählt, kann man nicht mitteilen, "Ich wähle nicht, weil...". Stimmen für eine Partei, die die Hürde nicht erreicht, sind hingegen schon ein Signal.

Bernd1
@ 18:16 — daneel

Sie schreiben:
"Dies ist ein Problem unseres Wahlrechts. Will man eine Hürde haben, müsste man eine "Drittstimme" haben: Wenn die Partei, die ich mit der Zweitstimme wähle, die Hürde nicht überschreitet, dann soll sie an eine bestimmte andere Partei gehen. Vorteile: Leute können wählen, wen sie wollen, ohne Angst, dass ihre Stimme nicht zählt. Auch Leihstimmen würden dann unnötig sein."

Das ist ja eine interessante Idee, aber Wahlen haben nichts mit einer "Wünsch dir was" TV-Show zu tun.
Wer eine Partei wählt die dann nicht in den Bundestag kommt hat Pech gehabt und findet seine Stimme nicht in der Sitzverteilung des Parlamentes wieder.
So ist seit 65 Jahren gut und richtig wie ich finde!

Wahlen sind kein Spielfeld für Versuche über Tricks an seiner eigentlichen Entscheidung vorbei noch Enfluss nehmen zu können. Da muss sich jeder vor der Wahl eindeutig festlegen was er gerne möchte.
Ich gehe jedenfalls davon aus dass Ein-Themen-Parteien wie die AfD und die Piraten scheitern werden!

Gast
@18:09 — Didi: Bail-Out

Wer den Art. 125 aufmerksam liest, wird feststellen, dass dort nichts von einem Verbot stehet und dass er genauso formuliert ist, wie alle anderen allgemeinen Haftungsausschlüsse auch.

Gast
wenn ich lese:

"Also? Wofür steht diese Partei wenn nicht für rechten Dreck"

dann frage ich mich, welcher tiefrote stammtisch um die mittagszeit schon wieder geöffnet hat.
scheint ja bei manchen eine erhebliche - sagen wir - unsicherheit auszulösen, diese afd. aber ein wenig furcht soll ja bekanntlich die sinne schärfen und zu neuen erkenntnisse führen.
sagt man.
naja, wird bei einigen wenigen nicht viel helfen. ;-)

egal. so wie die partei sich momentan darstellt, ist sie es wert, gewählt zu werden. denn wenn ich mir das gelaber der anderen eliten im bundestag anhöre; wenn ich sehe, wie sie sich gegenseitig die programmpunkte klauen und sich somit selbst belügen (aktuell: frauenquote); wie sie vor der eu kuschen, dann kann es nur frei nach "mutti" heißen: 'afd? alternativlos!'

@Christliberal
"...verschenkt letztendlich nur seine Stimme"
soll heißen?
nun, bevor bevor ich cdu/csu, spd etc. meine wertvolle stimme in den alten rachen werfe, verschenke ich sie lieber an was neues.

so long.

daneel
falsch verstanden

"Wahlen sind kein Spielfeld für Versuche über Tricks an seiner eigentlichen Entscheidung vorbei noch Enfluss nehmen zu können. Da muss sich jeder vor der Wahl eindeutig festlegen was er gerne möchte."

Die 5-Prozent-Hürde ist willkürlich. Dass man eine Hürde braucht, kann man akzeptieren, aber ob 4 oder 6 ist doch willkürlich. Dies führt dazu, dass eine kleine Verschiebung eine große Wirkung haben kann. Mein Vorschlag tut genau das Gegenteil: Man kann sich frei entscheiden, ohne taktisch wählen zu müssen. Wenn die Vermutung nahe liegt, dass die gewünschte Partei nicht über 5% kommt, dann wählen viele eine, die nicht ihre erste Wahl ist. Ist das richtig? Oder Wähler werden über Leihstimmenkampagnen aufgefordert, eine Partei zu wählen, die sie sonst nicht wählen würden. Gerade dies verzerrt die Demokratie.

Gast
@18:09 — Bernd1

In der ursprünglichen Meldung war der 02./03. April ausgewiesen, das wurde wahrscheinlich korrigiert.

Umso interessanter finde ich aber die Ergebnisse des von Ihnen angesprochenen ZDF Politbarometers. Nach Aussagen des Tagesspiegels - der die Umfrage gemeinsam mit dem ZDF in Auftrag gibt - kommt die AfD derzeit auf 9% (+11% können es sich vorstellen). Die Berichterstattung titel aber dennoch: "Wähler haben kaum Interesse an Alternative für Deutschland."

Nunja, 9% wären über 5 Mio. Stimmen (+X)- und das keine 14 Tage nach dem Gründungsparteitag. Das als "kein Interesse" zu bezeichnen wirft aus meiner Sicht ein interessantes Bild auf die Berichterstattung.

Wieviel Prozent haben gleich die FDP/Linke/Grüne? Die Aussagen (und auch Online-Umfragen) passen derzeit nicht zusammen. Es wird spannend...