Hubertus Heil trifft sich in einem Café mit jungen Menschen aus Indien.

Ihre Meinung zu Einwanderung: Wie Arbeitsminister Heil um indische Talente wirbt

Arbeitsminister Heil ist in Indien unterwegs, um junge Menschen für Deutschland zu begeistern. Er wirbt mit dem neuen Einwanderungsrecht, bittet aber um Verständnis für Bürokratie. Dabei gibt es auch kritische Fragen. Von Samuel Jackisch.

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100 Kommentare

Kommentare

Adeo60

Deutschland braucht qualifizierte Einwanderung dringender denn je. Die Rufe der deutschen Wirtschaft sind unüberhörbar. Deshalb ist der Besuch von Arbeitsminister Heil in Indien sehr, sehr wichtig.

Natürlich leidet das Ansehen Deutschland darunter, dass der wachsende Rechtsextremismus in den letzten Jahren zugenommen hat. Man kann nur hoffen, dass sich junge, ambitionierte Menschen davon nicht abschrecken lassen.

Wir alle sind gefordert, damit Deutschland seine hohe internationale Reputation sichert und ausbaut, Rassismus, Hass und Gewalt keine Chance erhalten.

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Möbius

„Deutschland braucht qualifizierte Einwanderung dringender denn je. Die Rufe der deutschen Wirtschaft sind unüberhörbar.“

 

Na und ? Die deutsche Wirtschaft ist doch selbst schuld - wie jemand der ohne schwimmen zu können vom 3m-Brett ins Wasser springt und jetzt plötzlich merkt das er ein Problem hat …

 

Die Wirtschaft in Deutschland bildet kaum aus. Man hat massiv Druck auf die Politik gemacht, Bewerber aus dem Ausland zu holen die bereit waren auch für weit weniger Geld zu arbeiten .. nun kommt dieses Geschäftsmodell an seine Grenzen. Und Sie haben Mitgefühl mit der deutschen Wirtschaft ? Achgottchen !

Glauben Sie mir: man hat jahrzehntelang Boni und Dividenden abgesahnt ohne Ende … es trifft keine Armen ! 

Glasbürger

So funktioniert das nicht. Wer herkommen möchte, um künftig hier mit allem drum und dran zu leben, der muß sich nicht nur selbst integrieren, sondern auch akzeptiert werden. Angesichts solcher Vorfälle wie letztem Sylvester oder auch aktuell in den Freibädern und vielen kriminellen "Einzelfällen", nehmen Vorurteile und fremdenfeindliches Verhalten aber immer mehr zu. Nicht zuletzt durch "rechte", fremdenfeindliche, aber auch fehlgeleitete, alles beschönigende und tolerierende "linke" Kreise befeuert. Ist das jemandem aus Indien, der hier im guten Glauben und mit besten Absichten herkommt zuzumuten? Zudem wir doch auch genug eigene Fachkräfte haben, die zur Zeit arbeitslos sind. Und genug eigene Idioten, die auf alles losgehen, was irgendwie anders aussieht, haben wir leider auch. Tatsächlich sollten wir besser erstmal unsere eigenen Dinge ordnen und zum Funktionieren bringen, bevor wir auf weitere, massive Einwanderung setzen. Es sei denn, man möchte künftig eine blaue Regierung haben.

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Minka04

Mich wurde auch mal interessieren, ob man sich in der Regierung schon Gedanken darüber gemacht hat, wo diese ganzen Wohnungen für die Fachkräfte auf die Schnelle herkommen sollen? Wir haben dich jetzt schon zuwenig bezahlbaren Wohnraum.

Tino Winkler

Es läuft doch alles geordnet, erst mit der AfD wird es chaotisch wenn vor Erstklässlern für die AfD geworben wird.

amran.juli

"um künftig hier mit allem drum und dran zu leben, der muß sich nicht nur selbst integrieren, sondern auch akzeptiert werden. Angesichts solcher Vorfälle wie letztem Sylvester oder auch aktuell in den Freibädern und vielen kriminellen "Einzelfällen"..."

 

Ich finde es unangemessen. den Indern aus dem Fehlverahlten anderer Migrantengruppen einen strick drehen zu wollen. Die sind in dieser Hinsicht eher unauffällig bis unsichtbar. Wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft eine größere indische Tempelgemeinde. die sich regen Zulaufs, vor allem durch junge Inder und Inderinnen erfreut. Und noch nie gab es irgendeine Art von Ärger oder Belästigung. Im Gegenteil, die Gemeinde ist besonders auffällig für gemeinnützige/caritative Arbeit und Wirken  - für alle die die Gemeinde besuchen, nicht nur für Glaubensanhänger.

w120

Das junge InderInnen in Deutschland arbeiten oder/und sich ausbilden lassen, das ist doch eine gute Sache.

Selbst wenn sie dann wieder gehen, haben sie uns kennengelernt.

 

Wir rekrutieren Ausgebildete aus anderen Ländern, dann müssen wir auch akzeptieren, wenn das andersrum geschieht.

 

Aber speziell bei Pflegekräften, die ja in großer Zahl fehlen, dann muss auch Geld in die Hand genommen werden, um diese Zugänge vernünftig zu entlohnen.

Dabei nicht die "alten" Kräfte vergessen.

Ansonsten hat das so etwas den Geschmack eines Sklavenmarktes.

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Minka04

Bin ganz ihrer Meinung. Wir können doch nicht von den ausländischen Fachkräften verlangen, dass sie unter den gleichen schlechten Bedingungen weiterarbeiten, wo unsere deutschen Fachkräfte das Handtuch geschmissen haben. Reicht es nicht schon, dass es so auf unseren Feldern mit den Saisonkräften gemacht wird? Die haben noch den Vorteil, dass sie mit dem wenigen Geld nach der Saison wieder nach Hause gehen, wo das Geld noch etwas mehr wert ist. 

wenigfahrer

" Aber speziell bei Pflegekräften, die ja in großer Zahl fehlen, dann muss auch Geld in die Hand genommen werden, um diese Zugänge vernünftig zu entlohnen. "

Das gilt nicht nur für diese Gruppe, und da ich das in der Familie habe, die Summe der Entlohnung ist in dem Fall ziemlich gut.

Falls Sie die Presse noch auf anderen Seiten lesen, wissen Sie auch was die Folge ist, niemand kann mehr die Plätze bezahlen, die Rente müsste sich mehr als verdoppeln um die 3000 Euro bezahlen zu können, alles hat vor und Nachteile, wo kein Geld ist, muss der Staat einspringen, also der Steuerzahler.

Das sollte Ihnen auch klar sein.

w120

Um so etwas beurteilen zu können, muss man mit konkreten Zahlen arbeiten.

Die Kosten setzen sich aus vielen Elementen zusammen.

 

Und auch bessere Arbeitszeit ist ein Gewinn.

FakeNews-Checker

Wie  wäre  es  stattdessen  mal  mit  anständigen  Lohn-  und  Arbeitsbedingungen,  damit  nicht  immer  mehr  deutsche  Fachkräfte  ins  Ausland  abwandern ?

HSchmidt

Anderen Ländern die (auch dort dringend benötigten) Fachkräfte abzuwerben, nur weil wir nicht in der Lage sind auszubilden und gut  zu bezahlen - das find ich einfach nur schäbig.

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ich1961

Lesen sie den artikel noch mal. zumindest für Indien trifft das nicht zu.

Möbius

Das Problem bei all diesen Ansätzen ist das Deutschland etwas „will“ - und alles dafür tut es auch zu bekommen. Dabei hat man aber relativ wenig Verständnis für die Belange der nachgesuchten Fachkräfte. 

 

Das fängt schon bei der notorisch schwierigen Wohnungssuche an. Hier sollte - eigentlich - der Staat unterstützen, was er aber nicht tut, angesichts der Misere auf dem Wohnungsmarkt auch nicht tun kann. 

 

Gerade für die Inder ist das Fehlen einer indischen Community in Deutschland ein Riesenproblem. Die Sprachbarriere und die kulturelle Barriere tun ein Übriges. 

Das Beispiel der jungen Frau - die nicht als Fachkraft, sondern zur Ausbildung kommt - ist nicht unbedingt repräsentativ, auch wenn es schön klingt. Ich nehme an sie geht nach Bremen…Und dann wohnt Sie sowieso erstmal im Wohnheim - wenn sie Glück hat.. 

Allerdings sind die Arbeitsmöglichkeiten in diesem Bereich in Deutschland begrenzt, wenn sie mit der Ausbildung fertig ist. 

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w120

Ich bin davon überzeugt, dass die InderInnen noch etwas haben, was leider hier vielen Menschen verloren gegangen ist, sei es durch die Schuld des Staates, sei es durch eigene Bequemlichkeit, dass ist der Hunger nach Bildung, der Wille sich selbst durchbringen zu können, eine bessere Stellung im Leben zu erreichen. 

 

Dafür werden sie bereit sein auf viele Bequemlichkeiten zu verzichten.

Und wenn genug kommen, dann werden sie auch Communities bilden und finden. 

Mauersegler

Gerade für die Inder ist das Fehlen einer indischen Community in Deutschland ein Riesenproblem. Die Sprachbarriere und die kulturelle Barriere tun ein Übriges. 

Wieso "gerade für die Inder"? Es gibt 172000 Inder:innen in Deutschland, 10 Prozent davon in Berlin. Die Sprachbarriere ist gering, da diese Menschen selbstverständlich Englisch sprechen. Eine unterschiedliche Kultur ist nur für Fremdenfeinde eine "Barriere". 

land_der_lemminge

Ich kann das gerede um Schaaren von Deutschen, die auf Auslaender losgehen nicht nachvollziehen.

Hier vor Ort sind viele qualifizierte Zuwanderer.

Insbes. aus Indien und China.

Allerdings ist der Arbeitsmarkt hier von echtem Arbeitskraeftemangel bestimmt mit ca. 3% Arbeitslosenquote.

Das nimmt Aengste.

Wenn es einen echten Hemmschuh gibt fuer jene Menschen, dann ist es das Verwenden der deutschen Sprache.

Schwer zu  lernen und ausserhalb von D Wertlos.

Im Unterschied dazu Englisch.

Leicht zu lernen und ueberall in Verwendung.

Und im Fall der Inder auch im Heimatland von erheblicher Bedeutung.

Nebenher existieren in den Staedten der USA und auch GB bereits grosse indische/chinesische Communities.

Ein weiterer Nachteil fuer D.

 

 

wenigfahrer

Ich hab so das Gefühl das wohl weniger funktionieren wird als es angedacht ist, Indien hat auch eine ganz andere Kultur, das ist ja nicht wie in den Urlaub fahren, sondern es braucht Menschen die bleiben wolle.

Versuche und Reden gab es ja schon vorher, und es kommen ja auch täglich Menschen zu uns, sieht man an der Bevölkerungsuhr. da steht täglich was zuwandert und wie viel es bis jetzt im Jahr sind.

Kann also jeder selber nachsehen, ich hab also einige Zweifel das der Plan so aufgehen wird.

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ich1961

////Indien hat auch eine ganz andere Kultur,////

Wie machen das bloß die vielen anderen Zugewanderten? Für viele ist nur "der rechte Rand" das Problem.

 

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werner1955

um indische Talente wirbt?

Also i´gerade in China sind sehr viel Junge, anständig erzogenes und disziplinierte jugendliche Arbeitslos. Hier sollten wir aktiv werden. 

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Account gelöscht

Meinen Sie, die würden nach hier kommen ? Oder die hätten das nötig ?

Account gelöscht

Der Clou wäre natürlich wenn kaum jemand kommen würde, kaum jemand Interesse hätte. Denn so attraktiv ist die hiesige Arbeitswelt im unteren Bereich kaum. Und dann ist immer die Rede von Fachkräften. Doch was machen Arbeitsemigranten zum größten Teil ? Paketfahrer, Gastronomie, Hotellerie. Natürlich auch Bau und Ernte. Ob das so begeisternd ist ?

Auch wenn der Minister Heil bezogen auf die Geschichte, die 1960er Jahre ein bisschen von der Realität redet (nicht immer als Menschen behandelt), immerhin.

hesta15

Seit 10 Jahren wird in Deutschland von anähernd 3 Millionen Menschen studiert, warum haben wir keine Fachkräfte?

Mega

Ich werde den Eindruck nicht los, dass unsere Politiker auf Betteltour gehen. Wir haben den Anschluss verpasst, mit den Rest der Welt zu reden. Wir sind trotz unserer wirtschftlichen Stärke nicht der Mittelpunkt der Erde. 

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