Müllbeutel "Gelber Sack" liegen  vor einem Haus.

Ihre Meinung zu Können Bakterien unser Müllproblem lösen?

Forscher haben in der Arktis und den Alpen neue Mikroorganismen entdeckt, die Plastik zersetzen können - und das auch bei niedrigen Temperaturen. Doch reicht das für eine industrielle Anwendung? Von Alexander Steininger.

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160 Kommentare

Kommentare

Traumfahrer

Ich denke, es wäre sinnvoller endlich weniger Plastik herzustellen, weniger Lebensmittel in Plastik zu packen, weniger einfach nur weg zu werfen, und dafür nach mehr Alternativen zu suchen. Bis dies mit den Mikroorganismen  wirklich funktioniert, vergehen doch wieder viele Jahre, in denen immer noch zu viel Plastik eh nicht ordentlich beseitigt wird. 

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Miauzi

Nun - diese Idee mit Bakterien ist ... sie ahnen es sicherlich ... schon Jahrzehnte alt

und es ist wie mit der Kernfusion - alle paar Jahre hört oder liest man ... "man hat was entdeckt ... das könnte xxx lösen"

anstatt man die bereits seit Jahrzehnte bekannten und erprobten Technologien einsetzt ... oder wie sie selbst vorgeschlagen haben -> weniger Kunststoffe z.B. für Verpackungen zu verwenden

draufguckerin

Ich stimme Ihnen zu. Allerdings finde ich es sinnvoll, sich nicht nur auf den Weg "Vermeidung" zu versteifen, sondern auf vielen Wegen zu forschen und Recycling zu ermöglichen. Deshalb: Grünes Licht für die Entwicklung enzymatischer und bakterieller Restmüllbeseitigung.

Miauzi

wir haben nicht ein sondern mehrere Müll-Probleme ... also falsche Fragestellung

 

diese Probleme sind nicht am Ende der "Kette" zu lösen - sondern nur am Anfang ... d.h. es dürfen nur sortenreine Produkte hergestellt werden - die auch zu 100% einem ECHTEM Recycling zuführbar sind.

und "echt" ist nur wenn aus Produkt A wieder das gleiche Produkt entstehen kann ... wie das z.B. bei Metallen seit Jahrtausenden praktiziert wird.

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sonnenbogen

Na klar, warum werden Kupferkabel denn isoliert, ist doch unsinnige Umweltbelastung.

harry_up

...oder ist Ihr Kommentar eher unsinnig?

Miauzi

es zeugt ehr von null Verständnis für technische Dinge

---

und Kabel-Isolation ... PVC erschien als ideale Lösung ... bis es brennt ... dann wird die Isolation von Kabel zum schlimmsten Problem ... bis hin zum Dioxin

Alter Brummbär

Sie dürfen bei ihren Kupferkkabeln gerne die Isolierung entfernem und schauen was dann passiert.

Miauzi

Nun - bei alten Kabeln macht man das auch ... das Kupfer selbst wird eingeschmolzen werden 

das macht man schon seit Jahrzehnten so - bei Metallen ist die Recyclingrate seit Jahrzehnten sehr hoch 

Bei Stahl lebt eine ganze Branche davon -> Stahlwerke die ausschliesslich Schrott statt Roheinsen verarbeiten

---

aber die Kabel-Isolierung ... meist aus PVC ... war schon immer ein Problem

früher hat man sie sogar abgefackelt ... so wie man es immer noch auf den Halden mit europäischem Elektro-Müll in Afrika macht.

Ja - schon in der DDR wurde ein Verfahren entwickelt mittels flüssigem Stickstoff das PVC einen Kälte-Schock zu verpassen und es von den Kabeln "abplatzen" zu lassen ... 

schabernack

➢ Na klar, warum werden Kupferkabel denn isoliert, ist doch unsinnige Umweltbelastung.

Kupferkabel werden isoliert, damit Sie nicht tot umfallen, sobald Sie Ihren Toaster in die Steckdose einstöpseln. Erst kommt der Sonnenbogen vom Stromschlag, und dann fallen Sie um.

Miauzi

Nun ... ohne die Isolation der Kabel IM Generator entsteht nicht einmal der Strom!

Also gibt es auch keinen Stromschlag beim Endkunden.

Warum wohl waren die baulichen Abmessungen der ersten Generatoren (und Motoren) im Gegensatz zu heute ... so gewaltig groß??

draufguckerin

"Sortenreine Produkte" - ok, aber Verpackungen sind überwiegend verunreinigt. Die müssen auch irgendwo hin. Was ist mit alten Klebstofftuben, Hundekot-Beuteln ... Wie stellen Sie sich in diesem Zusammenhang sortenreine Produkte vor? 

Viele Supermärkte bieten schon Joghurtbecher u.a. Verpackungen mit leicht zu entfernender Papierbanderole an. Da wären die Stoffe einfach zu trennen. Aber macht das jemand außer Ihnen und außer mir?

werner1955

einem ECHTEM Recycling zuführbar sind?

Leider sind di Entsorger und die Produzenten bisher nicht dazu in der lage. 

Alexander K.

Vor dem Einsatz muss die Forschung zu den unerwünschten Nebenwirkungen stehen.  Bis das dann so weit ist, sollten die Produktion von Plastik - Verpackungsmaterial sofort verboten werden. 

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schabernack

➢ Bis das dann so weit ist, sollten die Produktion von Plastik - Verpackungsmaterial sofort verboten werden.

So es so sei, braucht man ein anderes Material, das Verpackungsplastik ersetzt. Plastik hat ja so einige positive Eigenschaften als Verpackungsmaterial.

Was niemand braucht, sind bspw. Plastik-Blister-Umverpackungen, die man mit der Säge öffnen muss, damit man an das umverpackte Zeug im Blister dran kommt.

Sisyphos3

jein

habe mir gestern nen USP Stick gekauft

riesen Umverpackung die kriegte ich zu haus kaum mit der Schere auf

der Grund ?

wenn das Teil leicht zu öffnen ist und dazu noch ne entsprechende Größe besitzt

 kommen an der Ladenkasse sicherlich nichts an

 

Miauzi

Und wie kommen dann Lebensmittel wie Wust und Käse vom Erzeuger dann zum Verbraucher?

Selbst Tante-Emma-Läden haben Verpackungsmaterial benötigt.

Und was früher mal ging ... ich selbst bin 1962 geboren ... davon geht eben heute vieles NICHT mehr. 

Selbst in meiner Kindheit war z.B. Butter (oder Magarine) separat abgepackt und lag im Kühlregal.

Klärungsbedarf

ich habe noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel und andere Erinnerungen: Obst und Gemüse wurde lose verkauft (SB gab es eh nicht). Zum Milchkauf brachte man die Kanne mit, man konnte geschlagene Sahne kaufen (Behälter brachte man mit), Käse und Wurst kaufte man im Stück, Papier war wichtige Verpackung (Brot, Brötchen). Und Butter wurde übrigens auch lose verkauft. 

Miauzi

Und da wollen sie wieder hin?

was dann auch bedeutet das irgendjemand aus der Familie diese umständlichen Besorgungen/Einkäufe erledigen muss ... wahrscheinlich wieder bevorzugt die Frau 

Nee - zu der Zeit möchte ICH nicht zurück - meine Eltern waren schon froh das sie wenigstens einen Teil der Lebensmittel in "abgepackter" Form (Glasflaschen) bekamen und nicht mehr mit der Milchkanne los mussten!

Allerdings hatte man dann auch mit dem "Rumpel-Männchen" aka "VEB Sero" einen schon sher weitreichenden Ansatz fürs Recycling von Papier, Glas und Metall ... der für den "Punkte"-Betrug (gelber und grüner Punkt) totales "Gift" war

Klärungsbedarf

Es geht gerade nicht darum, wo ich hin will, sondern einige Legenden über zwingende Notwendigkeiten zu zerstören. Nichts muss so sein, wie es heute ist. In meiner Kindheit hatten wir zwei "Tante-Emma-Läden" im Umkreis von 100 m. Da holte man z.B. seine Brötchen zu Fuß. Der Laden hatte eine Handvoll Sorten, die am Morgen frisch vom Bäcker kamen - keine Vorgebackenen. Die kamen in eine Papiertüte und darauf wurde der Preis notiert. Vom Käufer aus gesehen, bekomme ich das heute nicht besser angeboten - vielleicht billiger, günstiger kaum. Übrigens: Viele Artikel sind nur deshalb  in Kunststoffverpackungen, damit man den Barcode unterbringen kann. 

w120

Grundsätzlich könnte man so manches ins heute übertragen,, aber es gab damals auch noch Waschbretter.

 

Ich erinnere mich an den Tante Emma laden, wenn ich das aber übertrage auf ein E-Center, dann wäre es ein Einkauf mit Übernachtung.

 

gelassenbleiben

es gibt unverpackt Läden, bringt man seine eigenen Gefässe mit, habe leider keinen in der Nähe. Obst und Gemüse gibt es aber in vielen Läden lose, auch da wo ich einkaufe.

 Beispiele gibt es auch woanders: Eigener (sogar Thermo!)-Kaffeebecher für to-go ist ideal und habe ich meist dabei

harry_up

Mit derartigen, nicht zu Ende gedachten "Extremforderungen" ist doch nicht geholfen.  

werner1955

sofort verboten werden?

Nein. ich möchte weiter sauber und gute produkte kaufen.

Questia

@werner1955•11:54 Uhr | Oder |

| "Nein. ich möchte weiter sauber und gute produkte kaufen." |

Das könnten Sie auch, wenn Sie diese in mitgebrachte, wiederverwendbare Behältnisse Ihrer Wahl füllen würden.

Ich glaube nicht, daß diese Produkte dann weniger gut wären. 

werner1955

Da ich aus finaziellen gründen als rentner fast nur beim Diskounter einkaufe gibts das nicht, Auch bin ich ehr der spontan Käufern von Sonderangeboten bei Restbeständen oder mit wenigen tagen MHD. 

unbutu77

"Kunststoff" ist in der Natur nicht wirklich zu finden, es war der Mensch der sich dieses Problem selbst erschaffen hat. Die Grundlagen der Kunststoffe sind Fosiles Öl deren vorräte endlich sind. Eine Kunststoffsteuer auf Verpackungen ist längst überfällig, auch muss die Industrie aufhören Verbund Kunststoffe die meistens nur mit erheblichem Aufwand  wiederzuverwerten sind zu benutzen.

Die Umwandlung durch Bakterien ist wieder einmal eine form des "Greenwashing" um das Image aufzuwerten. Wir als verbraucher können auch etwas tun indem wirKunststoff  beim Einkauf vermeiden und z.B.Milch in Mehrweg Glas statt Terapack kaufen....

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schabernack

➢ Wir als verbraucher können auch etwas tun indem wirKunststoff  beim Einkauf vermeiden und z.B.Milch in Mehrweg Glas statt Terapack kaufen....

Das kann man so machen, und sinnvoll ist es auch. Und die Milch zu geringerem Preis ist die aus dem Tetra-Pack.

Sisyphos3

und Tetra Pack was ja gerne als Negativ Beispiel verwendet wird

ist hervorragend zu recyclen 

also wie sie schon schreiben "sinnvoll" scheint mir auch der bessere Weg

hesta15

Noch nicht gehört wieviel Chemikalie zur Reinigung der Milchflasche verwendet wird dagegen istv der tetrapack recygelfähig ist.

gelassenbleiben

nicht alles was Herr Jauch sagt muss stimmen, vorallem wenn es in der Werbung ist. Es gibt Glasbehälter für leicht und weniger leicht zu reiningende Waren

hesta15

Die aussage das Milchflaschen nur mit hohen Aufwand zu reinigen sind stammt nicht aus der Webung,

Miauzi

Die Usprünge der "Kunststoffe" lag noch deutlich VOR der Kohle-Chemie ... ich sage da nur mal "Bakelit" 

Aber mit dem breiten Einsatz von Erdöl hat sich die Kunststoff-Herstellung deutlich vereinfacht.

---

Verbraucher können was beeinflussen?

Ja - wenn sie ein reicher Mensch sind ... ich z.B. habe kein Geld für ein Auto um zu einem Markt fahren zu können - der Milch in Glas-Flaschen anbietet

denn meine zu Fuss oder per Rad erreichbaren "Verkaufseinrichtungen" haben nur in diverse Kunststoffe abgepackte Lebensmittel

in welcher Bevölkerungsgruppe ist denn die höchte Kunststoff-Rate bei Verpackungen zu finden?

Einfach Antwort -> bei den sozial schwachen - denn das bissel Geld was diese (also auch ich) haben ... reicht nur für den Einkauf von solcherart verpacktem "Zeug"

also ist unsere Marktmacht -> absolut NULL

Vector-cal.45

Da ist was dran.

 

Ich ärgere mich auch darüber, dass unverpackte Lebensmittel (z. B. Nüsse, Reis, Hülsenfrüchte etc.) deutlich teurer angeboten werden, als die abgepackten.

 

Auf solche Weise können natürlich auch diese verpackungsfreien Supermärkte niemals Fuß fassen.

 

Sisyphos3

und wie bringen sie unverpackten Reis aus dem Laden ??

werner1955

auch diese verpackungsfreien Supermärkte niemals Fuß fassen?

Und warum bieten dann diese verpackungsfreien Supermärkte ihre Produkte die ja noch Verpakungskosten sparen nicht presiwerter an? 

harry_up

Bakelit, dieser damals als Errungenschaft gepriesene Kunststoff, aus dem ich ein Paar Sandalen mein Eigen nannte, wurde in der Sonne butterweich und bescherte dann einen unbeschreiblich widerlichen Fussgeruch.

Ja, und dann kam die Stragula-Zeit, ein Bodenbelag, den ich mit meinen Geschwistern regelmäßig plockern, also bohnern musste, bis er glänzte wie eine Speckschwarte...

schabernack

➢ Bakelit, dieser damals als Errungenschaft gepriesene Kunststoff, aus dem ich ein Paar Sandalen mein Eigen nannte, wurde in der Sonne butterweich und bescherte dann einen unbeschreiblich widerlichen Fussgeruch.

Was es nicht alles gab … Sandalen aus Bakelit. Ich bin zu jung.

Wir haben so ein altes Telefon aus Bakelit, Farbe schwarz. Das hat bei einem Spezial-Doktor eine Operation bekommen, und der Doc hat ihm einen USB-Stecker und etwas Elektronik implantiert. Meine Freundin stöpselt ihr i-Phone daran, und nimmt das, wenn sie länger mit ihren Freunden auf Sizilien telefoniert.

Und die Nichten staunen, was es früher so alles gab zum Telefonieren …

Sisyphos3

Und die Nichten staunen, was es früher so alles gab zum Telefonieren …

 

aber !   mit nem Telefon nicht  fotografieren konnte :-)

oder sich beim Sprechen ansehen ....

spax-plywood

Bakelit (Novolake und Resole) wurde und wird aus Phenol gewonnen. Und Phenol damals aus der Destillation von Steinkohle. Heute nach dem Hock- Verfahren, soweit ich weiss.

 

Miauzi

Darum habe ich ja auf dieses material hingewiesen - ein Kunststoff aus der VOR-Erdöl-Ära

diese begann erst in den 1950er - einer der Haupttreiber war die Kunstfaser ... ich sage da nur mal "Nylon" für z.B. Strümpfe

Erdöl stand ja nun weltweit in großen Mengen zur Verfügung und die Prozess-Ketten waren oft wesentlich einfacher als mit der Kohle

 

werner1955

bei den sozial schwachen?

Und warum ist das so? warum haben ander Menschen mehr möglichkeiten? Es gibt viel Gründe. Einer der wichtigsten ist persönliche Leistung mit eigenverantwortung. 

Alter Brummbär

Verpackungen, sind dabei noch das geringste Problem.

So ziemlich alle industriell hergestellten Produkte, enthalten Kunsstoff. 

schabernack

➢ So ziemlich alle industriell hergestellten Produkte, enthalten Kunststoff.

Es kommt darauf an, wie lange das Produkt mit oder aus Kunststoff verwendungsfähig bleibt. Recht lange beim Armaturenbrett im Auto, beim guten Koch-Rührlöffel, beim wasserdichten Koffer für meinen Photokram, und Bakelit ist unverwüstlich.

Man kann sich auch ein MacBook von Apple kaufen als Laptop, und das Gehäuse ist aus Metall. Die Dinger sind aber deutlich teurer als ihre Geschwister mit Gehäuse aus Kunststoff.

Sisyphos3

je nach Quelle wird ja behauptet 40 % des Mülls in unseren Ozeanen wären Netze

da wäre ja relativ einfach was zu machen die Dinger sind ja teilweise 100 km lang

NieWiederAfd

Eine Forschung in diese Richtung ist ethisch nur vertretbar, wenn sie nicht mit der Haltung verknüpft wird: "Wir machen weiter wie bisher mit der Müllproduktion; die Bakterien werden's schon richten."

 

Der erste Schritt ist: Müllvermeidung.

Der zweite: Nachhaltigkeit 

Der dritte: Recycling 

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werner1955

ethisch nur vertretbar?

Und bis es soweit ist geben ich alles zur termischen verwertung, Das spart Gas in der MÜllverbrennung und bei uns in Düsseldorf wird damit auch Strom und Fernwärme produziert. Win für mich und win für die Umwelt. 

sebo5000

Kaufen Sie besser weniger Plastik. Das wäre ein wirkliches WIN für die Umwelt....

werner1955

Will ich nicht. Ich bin spontankäufer bei Sonderangeboten und feierabenden Rabatten.  Auch helfe ich de rMüllverbrennung damit weniger gas zu zuheitzen zu verbrennen. Restmüll hat sonst fast keien heizwert, 

sonnenbogen

Also, die Studie zeigt, das wenn man Plastik in der Arktis vergraebt, kuemmert sich die Natur in Form von Bakterien und Pilzen schon darum....., man koennte meinen, die freuen sich.

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fathaland slim

Nein, das zeigt die Studie nicht.

Account gelöscht

Das wäre eine Hoffnung. Nur muss es dann auch viele Zentren geben in denen Plastikmüll durch Mikroorganismen zersetzt wird. Ginge die Rechnung auf, gäbe es weniger Müll in den Meeren. Und es würde weniger Plastikmüll exportiert. Laut Greenpeace und NaBu waren es im Jahr 2022 allein aus Deutschland 0,73 Millionen Tonnen. Hauptsächlich nach Malaysia und die Türkei. Letztere importierte 2020  136.083 Tonnen von hier.

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Miauzi

Bis "Mutter Natur" mittels Bakterien dieses "Plastik-Problem" gelöst hat ... wird sie wohl zunächst die Ursache - sprich den "Menschen als solches" - beseitigen

was letztlich eine Metapher ist - dass eher die Menschheit ausstirbt als das in der Arktis lebende Bakterien (die wegen der dortigen Kälte einen extrem langsamen Stoffwechsel haben!!) die von uns erzeugte planetenweite Müllwüste "auffressen"

*sarkasmus*

Account gelöscht

Wenn Sie recht haben dann wird wohl weiter Müll exportiert werden.

schabernack

➢ Wenn Sie recht haben dann wird wohl weiter Müll exportiert werden.

Es wird auch Plastikmüll importiert nach Deutschland. Von der Stadt Köln aus den Niederlanden, damit die Stadt ihre mit Kölschem Klüngel sehr überdimensioniert gebaute Müllverbrennungsanlage auslasten kann. Die Abwärme der Müllverbrennung geht ins Fernwärmenetz für die Heizung.

Account gelöscht

Das ist richtig. Nur was sind die Größenordnungen ? Allein in die Türkei wurden im Jahre 2020  656.960 Tonnen Müll aus Europa exportiert. 

Miauzi

weil durch die Mülltrennung im Restmüll faktisch kein Heizwert mehr ist

und

in den so tollen Müllverbrennungsanlagen ohne Flammen aus Erdgas so gar nichts geht

Die Wärme aus den Öfen stmmt eben NICHT vom Müll sondern von der "Überstützungsflamme" aus Erdgas.

Wenn man jetzt also Kunststoff aus den NL per LKW nach Köln ... aus energetischer Sicht absoluter Doppel-Wahnsinn ... da wäre es effektiver (und "umweltschonender") den Diesel der LKW gleich in den Verbrennungsofen einzuspiesen.

Aber dieser Unsinn ist ja auch mit den Heizwerken gemacht worden - die man mit Sägespänen betrieben wollte ... ab 30-40 km für den LKW der die Späne von einem Sägewerk zum Heizwerk transportiert - ist es wirtschaftlicher den Diesel gleich in den heizofen zu kippen und die Späne beim Erzeuger zu lassen.

Das fehlte aber in der Regel bei der Vorstellung dieser ganzen Konzepte - hat aber niemand daran gehindert Mio von DM in den 1990er in solchen Projekten zu versenken.

Sisyphos3

Aber dieser Unsinn ist ja auch mit den Heizwerken gemacht worden - die man mit Sägespänen betrieben wollte ... ab 30-40 km für den LKW der die Späne von einem Sägewerk zum Heizwerk transportiert - ist es wirtschaftlicher den Diesel gleich in den heizofen zu kippen und die Späne beim Erzeuger zu lassen.

 

 

??

und was ist mit den aktuell so populären Pellets ?

Miauzi

Ich habe ca. 10 Jahre im Erwachsenen-Sektor diverse Themen aus dem Bautechnik-Bereich unterrichtet.

Natürlich gehört beim "Facility Management" - also dem Ansatz vom "Lebenszyklus" eines Bauwerkes - auch der finale Teil - der Rückbau - mit dazu.

Bauschutt ist das zweitgröße Abfall-Problem in D-Land - das erste sind Abfälle aus der Landwirtschaft.

In der Gesamtbilanz ist Hausmüll und damit der "Kunststoff" von dort - ein Nebenthema.

Gebäude so zu entwerfen und auch zu bauen - dass sie 70-100 Jahre später deutlich weniger Probleme in Sachen Abfall und dessen Recycling verursachen ... steht bisher kaum auf der politischen Agenda

(ansonsten hätte man erst gar nicht mit dem Bau von AKW angefangen!)

Seit den 1980er gibt es zumindest einen Hauch von Ansatz ... zerbröselter "Beton-Schutt" muss per Gesetz z.B. als Unterbau in Strassen eingesetzt werden - egal ob Neubau oder Sanierung.

Hätte man das nicht gemacht ... gäbe es seit Anfang der 1990er keinen Deponieraum mehr in D-Land 

fathaland slim

Ich habe mal beim Ausräumen einer Küche ein durchsichtiges Plastikbehältnis gefunden, in dem Haferflocken aufbewahrt wurden, die dann von Schmetterlingen, landläufig Motten genannt, befallen wurden. Es war die Dattelmotte, wie ich herausfand. Als ich den Behälter geleert und gereinigt habe, entdeckte ich, daß er von innen angenagt war. Ein wenig mehr Recherche offenbarte mir, daß Dattelmottenraupen dafür bekannt sind, auch Plastik fressen und verdauen zu können. Und zwar mit Hilfe von Bakterien, die symbiotisch in ihnen leben. Das Thema, das hier diskutiert wird, ist also wissenschaftlich altbekannt.

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schabernack

➢ Es war die Dattelmotte, wie ich herausfand. Als ich den Behälter geleert und gereinigt habe, entdeckte ich, daß er von innen angenagt war. Ein wenig mehr Recherche offenbarte mir, daß Dattelmottenraupen dafür bekannt sind, auch Plastik fressen und verdauen zu können.

Applaus für die Dattelmotte. Noch besser das Tier als die Steinlaus von Loriot.

Miauzi

Danke für dieses konkrete Beispiel ... ich hatte es ja in einem meiner Beiträge nur erwähnt dass es seit Jahrzehnten bekannt ist 

 

wie es auch bekannt ist - dass es Bakterien gibt die Zellulose zersetzen ... ist sogar Unterrichtsstoff im Fach Biologie in der Schule

in den 1970er hat man damit sogar einen SFi-Film in D-Land produziert ... eines der damaligen Probleme -> riesige Müllberge mit Papier-Abfällen

also kam ein "genialer" Wissenschaftler auf die Idee - die Bakterien so zu "modifizieren" - dass sie sich über diese Papier-Berge "hermachen" konnten.

Nun - was passierte? Die Bakterien fanden auch am Papier von Geldscheinen, Konto-Büchern und Aktien ihre Freude.

Und heute? Nun - da läuft ja inzwischen vieles OHNE papier als Informationsträger ... halt elekronisch. Aber der Preis ist ein deutlich höherer Energieverbrauch und somit ein Pushen des CO2-Ausstoßes.

Papier wird heute durch moderne Technologie besser in den Recycling-Kreislauf eingebunden als damals

fathaland slim

Zellulose wird ja eigentlich von einer Unzahl von Organismen abgebaut. Wäre das nicht so, dann würde die Erdoberfläche aus einer ungeheuer dicken Schicht dieser Substanz bestehen. Die ja jede Pflanze in großen Mengen synthetisiert.

Ich kompostiere all meine Eierkartons, die ja, wie Papier und Pappe generell, aus Zellulose bestehen. Die verrotten sehr schnell und ergeben prachtvollen Humus.                

Sisyphos3

soll man sogar in die BIO Tonne werfen

Klärungsbedarf

Es ist ja auch bekannt, dass Wespen sich sogar durch Metall beißen, Kunststoffe sind für die ein Spaß. Hatte letztes Jahr die Erfahrung im Dach.

Lieschen Müller

Moin, das geht auch mit Wachsmotten: 

https://www.deutschlandfunk.de/mit-enzymen-im-speichel-wachsmotten-zers…

Es bleibt die Frage ob das eine wissenschaftliche "Spielerei" ist, ohne aktuell erkennbaren Nutzen, oder ob sich in irgendeiner Weise eine "Mottenfarm" denken lässt, die Plastik auffuttern können. Das Endergebnis müsste noch untersucht werden, ob das wie Kompost in die Natur kann oder ob da noch zu viele Rückstände drin sind. Interessanter Gedanke, aber nicht mein Fachgebiet.  Schönen Himmelfahrtstag!

Sisyphos3

also ich habe auch Verpackungsmaterial/nen Teppich in der Garage gefunden 

welches von Mäusen gefressen wurde

wobei gefressen oder nur zernagt ?

Marder fressen ja auch keine Kühlwasserschläuche oder Zündkabel - nagen sie nur an

und Bakterien in dem Zusammenhang erinnert mich an ne Klausur vor 50 Jahren Englischübersetzung "Oel eathers"

spax-plywood

Bei der enzymatischen Zersetzung kommt letzten Endes auch nur CO2 und Wasser heraus (Ausnahme PVC und Fluor- Chlor- Kunststoffe).  Warum verbrennt man den Kunststoff nicht einfach? Oder verschwelt ihn zu Primärchemikalien?

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Miauzi

Weil bei der Verbrennung von Kunststoffen -> toxischer Sondermüll entsteht ... der dann auf Spezial-Deponie gelagert werden muss

 

spax-plywood

Welcher Art von Sondermüll, der nicht auch bei der Enzymatischen Zersetzung entsteht? Chlorierte Dioxine/Furane werden durch eine spezielle Verfahrenskontrolle an der Bildung gehindert und Metalle bleiben auch bein Enzymverfahren zurück. Das ist einfach die Schere im Kopf die das thermische Verfahren nicht will 

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Das können sie (sehr aufwändig) durch spezielle Verbrennungssteuerung verhindern.

BILD.DirEinDuHättestEineMeinung

Weil die Kunststoffe, um die es hier geht, nicht in Form von grossen Haufen herum liegen, sondern in kleinen und kleinsten Stückchen in unserer Umwelt.

Sie hier herauszufilternk und dann zu verbrennen ist unglaublich aufwändig.

 

Dort wo sie tatsächlich in grossen Mengen anfallen, wäre eine Enzymatische Zersetzung in kurzkettige Moleküle der Weg zu einem echten Recycling.

Denn aus denen könnte man dann wieder reine Kunststoffe herstellen.

spax-plywood

Ich versuche mir vorzustellen wie man großflächig verteiltes Mikroplastik nach diesem Verfahren abbauen will. Großflächiges Besprühen ganzer Landstriche mit Substanzen, deren Auswirkungen auf die Umwelt gar nicht absehbar sind? Wie soll das gehen?  

werner1955

mach ich. Gebe alles bis auf Papier und Glas in die Restmülltonnen. 

jaja...

1. thermische Verwertung ist das Standardverfahren...

2. ...selektive Wahrnehmung: nichts mit Mikroplastik oder Kunststoffvernichtung... lediglich Aufspaltung in ein Recyclingprodukt...

3. schönen Feiertag noch...