Aufzuchtbedingungen im Schweinestall

Ihre Meinung zu Preisverfall beim Schweinefleisch sorgt für Probleme

Die Nachfrage nach Schweinefleisch sinkt, die Preise sind niedrig. Wie sollen Landwirte in dieser Situation ihre Tierhaltung verbessern? Wird Landwirtschaftsminister Özdemir sie unterstützen? Von Oda Lambrecht.

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112 Kommentare

Kommentare

tagonist
Das Essvieh selber töten und schlachten und schon haben wir

...den Salat.
Auch wenn das für viele Menschen fies klingt: Mir sind Tiere (abgesehen einmal von Katzen) vollkommen egal.
Massentierindustrie ist aber auch unabhängig vom Tierwohl eine höchst zu hinterfragende Praxis, das geht vom Punkt der mangelnden Nachhaltigkeit über ökologische Folgen und riesigen Problemen bei Arbeitsrechten bis hin zu Gesundheitsinteressen.
Fleisch ist lecker, absolut keine Frage, egal von welchem Viech und ob von Innen oder Aussen, aber es ist aktuell einfach zu billig, omnipräsent und es wird leider immer noch viel zu unreflektiert verzehrt.
Das ist natürlich unmöglich, aber persönlich wäre es mir am liebsten wenn jeder Konsument am Prozess der Fleischproduktion selber zumindest ab und zu beteiligt wäre. Egal ob mit Bolzenschussgerät oder Hackebeil, Hauptsache ordentlich Blut und Schnodder auf den Klamotten und der Haut.
Frisch schmeckts eh am Besten und danach sollte den allermeisten Essern der Krautsalat deutlich besser munden als das Schnitzel.

Kristallin
Sinkende Nachfrage @12:14 Uhr von DerVaihinger

>>>Es wird immer etwas geben, was der eine mehr, der andere weniger mag.
Aber Schweinefleisch aus Kantinen, Mensen usw. fernzuhalten, ist keine Lösung>>>

Die Nachfrage nach Schweinefleisch sank aber vor dem Angebot! Deshalb gibt es auch in größeren Firmenkantinen weniger Schweinefleischgerichte.
Die Nachfrage ist gesunken. Gründe: Gesundheit, Vegetarisch/Tierwohl, schmeckt nicht, religiöse oder esotherische diverse Gründe.

SirTaki
Fleisch für uns, Brosamen für die Bauern

Der Landwirt steht zwischen den Stühlen von betriebswirtschaftlicher Hofführung, marktgrerechtem Angebote und Nachfrage, Zwischenhandel und Kaufkraft der Kunden. Das sind die Aussagen, die man mit einer sachlichen Betrachtung bekommt. Ethisch und moralisch wird mancher Landwirt zu einem Schurken gestempelt, der nicht dem nachkommen kann, was immer neue Auflagen ihm vorgesetzt und aufgedrückt werden. Die kleinen Hofstellen werden weiter verschwinden, weil kaum jemand davon eine ganze Familie und die Altenteiler unterhalten kann. Der Handel aber und die Kunden drehen stets mit an den Schrauben und betreiben Gewinnmaximierung und billige Preise. Was nichts kostet, weil zu billig, landet dann auch noch schwupps schnell auf dem Müll. Wenn man aber richtig zulangt, den Landwirten die echten Kosten begleicht, dem Handel die Gewinnmargen etwas abzwackt und dem Kunden einen ausgleichenden Preis abverlangt, wird der Wert eines Schweinekotelettes spürbar. Das wäre ein guter Ansatz.

MargaretaK.
11:32 Uhr von eine_anmerkung

Ihre Antwort an 11:02 Uhr von fathaland slim
>>>Es ist wirklich schon beeindruckend welche Verschwörungstheorien Sie sich in Ihrer (scheinbar) Filterblase zurechtlegen? Da wird schonmal Tierquälerei mit "anitarabischer Stimmung" relativiert. Sorry, ich fasse es nicht.<<<

Ja, die Tierquälerei.
Sie haben offenbar nicht die geringste Ahnung, wie es in deutschen Schlachthöfen zu geht. Das Schächten von Tieren bei Muslimen und Juden ist da das prozentual kleinere Problem. In deutschen Schlachthofen werden Tieren bei lebendigem Leib, Bäuche aufgeschlitzt und Innereien entfernt. Ausnahmen? Auf Grund des straffen zeitlichen Ablaufs der Schlachtung - eher nicht. Tierquälerei beginnt übrigens nicht erst beim Töten.

Ich nehme deshalb an, dass es vermutlich eher nicht um Tierleid, sondern um etwas anderes geht. Sind Sie Vegetarier? Oder kaufen Sie Fleisch- und Wurstprodukte im Bio-Hofladen? Ware aus dem Supermarkt geht auf Grund von Tierwohl nämlich nicht.

Gast
Früher wurde weniger Fleisch gegessen,

weil man sich von seinem Einkommen soviel Fleisch wie heute nicht leisten konnte. Das ist heute anders, weil Massenproduktion das Fleisch preiwerter herstellt als tierwohlmäßig und haltungshochwertiger hergestelltes Fleisch. Trotzdem wurde die Massenproduktion auch deshalb angestrebt, um die Selbstversorung mit Fleisch zu erreichen. Außerdem sind die Fleischpreise langsamer gestiegen als die Einkommen. Was gekauft wird, liegt auch an der Einstellung zum Essen. Will ich möglichst preiswert satt werden oder lege ich Wert auf hochwertiges (dadurch häufig teureres) Essen. Deshalb geben die genussfreudigeren Franzosen auch freiwillig mehr Geld für Lebensmittel aus. Wie genussfreudig ist unser Minister, dass er mehr Genussfreude durch Essen nach Art der Franzosen vermitteln kann:von Herrn Özdemir weiß ich das nicht, von Herrn Hofreiter wurde mir (durch Herrn Kubicki, für mich vöiig überraschend) übermittelt, dass er Genussmensch ist

MargaretaK.
- 12:25 Uhr von DerVaihinger

>>>Dokumentationen über Tiertrnsporte und Tierverladungen in Südeuropa und Nordafrika habe ich dagegen schon mehrere gesehen.
Da muss man schon hartgesotten sein.<<<

Selbstverständlich gibt es diese Dokumentationen. Diese Art von Tiertransporten gibt's aber nicht nur Richtung Süden um Muslime zu "beglücken". Das wollen Sie doch damit ausdrücken, nicht wahr.
Diese Transporte finden auch Richtung Osten statt. Rinder, die bei Minus 25° C, von Brandenburg durch Russland transportiert werden -ohne Pause. Zu Zuchtzwecken! Bei diesen vielen Zuchttieren treten die sich vermutlich schon auf die Klauen.
Gibt's übrigens auch Dokumentationen.

Fuchs123
Fehlende oder falsche Ziele

Seit Jahren wird nicht nur über die Fleischproduktion geredet, auch bei anderen Lebensmittels ist es doch so, daß die Handelskonzerne ihr Auskommen haben, die Hersteller sprich Landwirte nur bedingt. Egal wer jetzt den Preis bestimmt, er ist häufig zu niedrig bei Schweinefleisch, Butter, Milch, Eiern.....Auf der anderen Seite sind viele Verbraucher die sich höhere Preise für gesunde Lebensmittel nicht leisten können. Der Handel drückt die Preise, weil er angeblich im Interesse der Verbraucher handelt, aber ein auskömmliches EInkommen will jeder haben, auch der Landwirt. Klar gibt es auch da Gewinner. Man muss sich allerdings schon mal fragen, will ich bei Lebensmitteln eine Wahl haben, ein Stück weit unabhängig von Groß-Konzernen und ausländischen Lieferungen sein oder möchte ich vernünftig im Land erzeugte Lebensmittel. Vernünftig erzeugt auch mit weniger Dünger und Pestizid, dann müssen die zu niedrigen Preise rauf. Dünger und Pestizide verseuchen Grundwasser, Reinigung bezahlt wer?

fathaland slim
12:15, falsa demonstratio

>>Am 13. Januar 2022 - 11:57 Uhr von fathaland slim
11:50, Giselbert: >>Ich bin auf jeden Fall für einen Schweinefleischtag in der Kantine, weil es viele gibt die das gerne essen!<<
.
Zitat: Ich esse gerne Austern. Ich möchte einen Austerntag in der Kantine!
.
Rhetorisch gefragt: Kann es sein, dass Sie das ernste Anliegen Giselberts verkennen?
.
Es geht um einen Kulturkampf: Abendländische Schweinefleischliebhaber gegen muslimische Schweinefleischverächter.<<
.
Und was ist mit uns, den dekadenten Austernliebhabern? Wir werden zwischen den Mühlsteinen dieses Kulturkampfes völlig zerrieben.

Einfach Unglaublich
Die Nachfrage beleben ...

... durch höhere Preise.
Ein ganz neues Konzept.

Aber die EZB versucht ja auch die Inflatiin durch Nullzinsen zu bekämpfen.

Es handelt sich wohl um politische Logik.

Einfach Unglaublich
@ vector

Die romantisierende Vorstellung veganer Paläodiät ist wohl eher Ihrer Fantasie entsprungen.

Auch Menschenaffen machen Jagd auf kleine Tiere, um ihren Proteinbedarf zu decken.

Informieren Sie sich mal über die Bedeutung des Konsums tierischer Proteine für die Entwicklung des menschlichen Gehirns. Diese ist wissenschaftlich belegt.

MargaretaK.
13:46 Uhr von sikgrueblerxyz

Herr Özdemir ist seit seiner Jugend Vegetarier.

Wolfes74
Verflixte Situation

Nun essen die Leute weniger (Schweine-)Fleisch, was ja erklärtes und durchaus berechtigtes Ziel ist und trotzdem passt es (noch) nicht. Die Landwirte müssen nun ihre Produktion umstellen. Weniger Schweine, dafür höhere Preise. Sollte auch für anderes Schlachtvieh gelten. Die Tiere wird es ggf. freuen, mehr Platz im Gehege zu haben.

Vector-cal.45
Ich persönlich…

… gebe trotz veganer Ernährung weit mehr für Lebensmittel aus als der Durchschnitt. Das liegt zum einen an dem Focus auf saisonale, möglichst regionale, hochwertige Bioprodukte. Zum anderen sicher daran, dass ich großen Wert auf hohe Nährwerte und deren biologischer Verfügbarkeit (Resorbtionsfähigkeit) lege.
Ein hochwertiges Glas Mandel- oder Nussmus, eine wichtige Kochzutat in der veganen Küche, kostet im Pfund gerne mal zwischen 15 und 12€.
Dafür habe ich dann allerdings etwas wirklich nahrhaftes im Vergleich zu minderwertigen Milchprodukten, die hauptsächlich mit unerwünschten Antibiotika glänzen.
Dennoch sind die Fleischpreise bei uns geradezu pervers. 0,55€ für 100g Schweine- oder Rindfleisch ist ein Hohn, bedenkt man den Aufwand, die verwendeten Ressourcen geschweige denn die Wertschätzung des Tieres.

Nachfragerin
@SinnUndVerstand - Massentierhaltung lässt Höfe aussterben.

12:23 Uhr von SinnUndVerstand:
"Es gibt auch heute wieder Foristen, die den Widerspruch zwischen ‚Tierschutz, Tierwohl‘ und ‚Hauptsache billig‘ nicht zur Kenntnis nehmen wollen, und das auflösen, indem sie pauschal auf die Bauern einprügeln, die an allem Schuld sein sollen, und dabei deren Einkommens- und Investitions-Situation und die vielen Existenzängste und Hofaufgaben schlicht ignorieren."
> Die Höfe werden aufgegebene, weil ein (echter) Bauer nicht mit der subventionierten Tierindustrie konkurrieren kann. Wer seinen Hof nicht auf "bio" oder "regional" umstrukturieren kann, ist raus.
_
"Wir brauchen ein Junktim zwischen Tierwohl, Existenzsicherung der Bauern, Investitionen in Umsteuerung, der Reduktion des Fleischkonsums und adäquaten Preisen."
> Es gibt kein Recht auf Ausbeutung oder schlechte Ernährung. Von daher reicht ein Gesetz, dass artgerechte Tierhaltung vorschreibt. Der Rest ergibt sich dann von selbst. (Aber das wird die Agarlobby verhindern.)

Nachfragerin
@Kristallin - Fleisch aus dem Supermarkt

12:27 Uhr von Kristallin:
"Kenne ich auch.... das ist in der Tat schon eine paradoxe Sache. 'Niemand' isst nach eigener Aussage Fleisch aus dem Supermarkt."
_
Also ich kaufe Fleisch nur bei Rewe & Co. Ich kaufe aber nicht viel und achte auf die Haltungsstufe.

MargaretaK.
13:56 Uhr von Giselbert

>>>Und wenn ich sehe wie astronomisch teuer biologische Früchte/Gemüse oder Fleisch sind, da braucht sich kein Grünenpolitiker wundern, wenn viele zu gespritztem Obst oder Fleisch aus der Massentierhaltung greifen.<<<

Unsere Lebensmittelpreise sind im Vergleich nicht "astronomisch hoch". In anderen (EU) Ländern haben Lebensmittel ein höheren Stellenwert. Da sind die Menschen bereit, deutlich mehr für Essen auszugeben. In Griechenland z.B. beträgt der ermäßigte Steuersatz 13% und der normale 24%. Ich erinnere mich als die Erhöhung stattfand (Steuersatz war schon immer höher im Vergleich zu Deutschland), wurde das hier von Vielen beklatscht. Ging es doch um die "reichen" Griechen.
Der Preis für Motorenöl bei uns kein Thema, den bezahlt man. Aber faire Preise für gesunde Lebensmittel - unmöglich.

fathaland slim
14:41, Giselbert

>>@ 14:20 Uhr von MargaretaK.
"Unsere Lebensmittelpreise sind im Vergleich nicht "astronomisch hoch". In anderen (EU) Ländern "
.
In meinem Kommentar war ersichtlich, dass ich nicht den Vergleich mit anderen Länder meinte, sondern Bio-Obst, Gemüse, Fleisch im Vergleich zu gespritztem Obst und Fleisch aus Massentierzuchthaltung innerhalb D. Und hier sind die Unterschiede astronomisch.<<
.
Astronomisch nicht unbedingt. Aber agrarindustriell hergestellte Lebensmittel sind natürlich billiger.
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Nicht preiswerter, sondern billiger.
.
Es ist eine Schande, daß manche Menschen sich nichts anderes leisten können.

Vector-cal.45
Und wenn ich …

… noch etwas in diesem Zusammenhang zufügen darf, folgendes ist mir absolut unerklärlich:
Die meisten Menschen, die sich einen neuen Fernseher, ein Handy, MP3-Player, Rasenmäher, Wandfarbe etc etc kaufen, lesen Vergleichstest, achten zumindest auf ein Mindestmaß an Qualität und erwarten vielleicht auch vom Billigsten keine Wunder;

Bei Lebensmitteln hingegen heißt es meistens erstmal: Hauptsache billig. Obwohl diese die Bausteine bilden, aus denen sich unsere Körperzellen permanent erneuern.

Viele pflegen ihren heißgeliebten PKW weit besser als ihre eigene Gesundheit. Das Auto wird von Hand gewaschen und poliert, kommt regelmäßig zur Inspektion;
Am eigenen Körper dagegen wird dauerhafter Raubbau betrieben, in erster Linie durch völlig falsche Ernährung (Zuviel Fleisch und Milchprodukte, Zucker, ungesunde Fette, zu wenig Nährstoffe, dazu Alkohol usw.).

Bei den eigenen Essgewohnheiten hört die Freundschaft eben auf, inklusive der mit sich selbst.

Account gelöscht
Preisverfall beim Schweinefleisch sorgt für Probleme....

Leider stehen in dem Artikel keine Zahlen über die finanzielle Höhe mit der Landwirte bei Einhaltung von Tierwohlkriterien unterstützt werden.

Bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU werden aus einem Haushaltsansatz von 387 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027 veranschlagt. Aber leider werden überproportional große Agrarkomplexe unterstützt und 80 Prozent an Produktivität gekoppelt, nicht an Tierwohl.

Kristallin
Unwissenheit @14:17 Uhr von Nachfragerin

>>>Also ich kaufe Fleisch nur bei Rewe & Co. Ich kaufe aber nicht viel und achte auf die Haltungsstufe.>>>

Na Sie gehören zu den Leuten, die wissen dass es Sie gibt und was diese bedeuten.
Viele wissen nicht mal, dass es überhaupt diese Stufen gibt. Wie mit meinem Beispiel mit der Milch, Kühe geben Milch weil Sie Kühe sind!
Ganz weit verbreitet diese Ansicht äh Unwissenheit.

Vector-cal.45
@ 14:35 Giselbert

Oh, da muss ich Sie berichtigen. Für eine vegane Ernährung muss man weder „halber Wissenschaftler“ sein, noch einer Mangelernährung vorbeugen. Das sind Mythen die gerne gestreut werden, oder aus Unwissen entstehen. In Wirklichkeit ist diese Ernährungsform einfach.

Übrigens sind viele Menschen heutzutage zumindest theoretisch angewiesen auf individuelle hochwertige Nahrungsergänzungsmittel. Das liegt nicht immer nur an einer schlechten Ernährung, sondern auch an dem nachlassenden allgemeinen Nährstoffgehalt der Lebensmittel durch Zucht, Monokultur usw.

Kennen Sie viele Menschen, die 2-3 mal die Woche Fleisch und Wurst essen und sonst nicht? Und landen dann nicht auch diese zwangsweise irgendwann wieder bei den üblichen Ketten oder der Dönerbude? Das gleiche können Sie auch auf die Milchprodukte münzen.

Kristallin
Nicht nötig @ 14:35 Uhr von Giselbert

>>>Das stimmt, bei veganer Ernährung muss man schon ein halber Wissenschaftler sein, um der Mangelernährung vorzubeugen.>>>

Nein, müssen Sie nicht zwingend! Ich nehme keine Nahrungsergänzungsmittel weil nicht nötig.
Andere nehmen welche, aus Faulheit weil sie sich auch als Veganer/Innen nicht ausgewogen ernähren u einseitig essen.
Geht vegan und unvegan das einseitige essen.

eine_anmerkung.
14:08 Uhr von MargaretaK.

>>"Herr Özdemir ist seit seiner Jugend Vegetarier."<<
.
Wenn das so ist macht man da nicht den Bock zum Gärtner wenn er sich für die Unterstützung von Schweinebauern einsetzen soll? Andersrum formuliert; wie glaubhaft sind dann seine diesbezügliche Bemühungen?

Oppenheim
Schweinefleisch

Ein Produkt wie jedes andere auch, das aus der Fleischindustrie stammt. Für viele unter uns ein Tier, dessen Leben und Wert wir schätzen. Für andere eine ungenannte Kreatur namens "Schwein", die ihrer Bestimmung nach aufgezogen wird und für die menschliche Ernährung dienen soll. Wer diese Kreatur aufzieht und zur Schlachtreife bringt, verdient damit denselben Respekt und hat dieselbe Funktion wie alle anderen Agrarwirte, die damit Handel betreiben. Wir Endverbraucher ringen um Moral und malen düstere Bilder von Viehhaltung. Gehen wir alle besser in uns, wie wir und womit wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Und welche Punkte man uns bei Arbeit und Wirken vorhalten kann, die nicht gut und vorbildlich sind. Vorbildlich und gemeinsames Ziel ist, unseren Verbrauch zu überprüfen. Preise zu formulieren und den Viehhaltern das zuzugestehen, was wir auch als angemessenen Lebensunterhalt erwarten würden. Alles andere im Handel ist aber nicht mit Moralkeule zu diskutieren, sondern Vernunft.

Vector-cal.45
@ 14:17 Nachfragerin

Bei sowas kriege ich immer einen Fön. Wenn jemand wirklich glaubt, diese fadenscheinigen „Haltungsstufen“ würden wirklich etwas entscheidendes zum Tierwohl beitragen, naja dann hat zu mindestens die Werbung gewirkt.

Schierpicht

Warum zusätzliches Geld in den Agrarsektor pumpen, eher die Subventionen, viele Milliarden €, an bessere Tierhaltung verknüpfen.

Kristallin
Und bei Gemüse @ 15:42 Uhr von eine_anmerkung

>>>Wenn das so ist macht man da nicht den Bock zum Gärtner wenn er sich für die Unterstützung von Schweinebauern einsetzen soll? Andersrum formuliert; wie glaubhaft sind dann seine diesbezügliche Bemühungen?>>>

Wie glaubhaft wären die Bemühungen denn von eine/r Minister/In welche/r zB kein Gemüse mag oder isst, wenn es um die Bemühungen für Obst u Gemüsebauern ginge?

eine_anmerkung.
13:36 Uhr von MargaretaK.

>>"Sie haben offenbar nicht die geringste Ahnung, wie es in deutschen Schlachthöfen zu geht. Das Schächten von Tieren bei Muslimen und Juden ist da das prozentual kleinere Problem. In deutschen Schlachthofen werden Tieren bei lebendigem Leib, Bäuche aufgeschlitzt und Innereien entfernt. Ausnahmen? Auf Grund des straffen zeitlichen Ablaufs der Schlachtung - eher nicht. Tierquälerei beginnt übrigens nicht erst beim Töten.
Ich nehme deshalb an, dass es vermutlich eher nicht um Tierleid, sondern um etwas anderes geht. Sind Sie Vegetarier? .. Tierwohl nämlich nicht."<<
.
Sie missverstehen mich. Der Umstand das ich die sogenannte Schächtung abartig finde heisst nicht, dass ich eine Tötung in heimischen Schlachthöfen nicht weniger schlimm finde wenn diese nicht konform verläuft, d.h. das Leiden der Tiere auf ein möglichstes Minimum reduziert (ordnungsgemäße Betäubung) und nochmal, ich bin nicht vegan.

Kristallin
Oder Nutriscore @ 15:45 Uhr von Vector-cal.45

>>>Bei sowas kriege ich immer einen Fön. Wenn jemand wirklich glaubt, diese fadenscheinigen „Haltungsstufen“ würden wirklich etwas entscheidendes zum Tierwohl beitragen, naja dann hat zu mindestens die Werbung gewirkt.>>>

Wie denn gewirkt? Ist doch wie mit dem "Nutriscore" diese Mogelpackung..... Darauf "achten" die durchschnittlichen Käufer/Innen kaum oder die Leute wissen, was der Score überhaupt ist, und halten nix davon.

Jetzt Zucker reduziert weil weniger drin, als in der normalen Packung har har.....

Einfach Unglaublich
@ Foren User

Nee, stimmt nicht. Früher waren Kinder auf Bauernhöfen auch bei Schlachtungen dabei. Da wurde keiner zum Vegetarier.

Oppenheim
Markt in der EU, Vorgaben, Folgen

Der Markt in der EU sollte immer schon Angebot und Nachfrage regulieren helfen. Subventionen betrafen Südeuropa wie alle ländlichen Regionen, die nicht große Indurstriestandorte und Wirtschaftskraft vorhalten können. Das war seit jeher mit großen Risiken bei Schwankungen behaftet. Dass wir in Deutschland viele Lebensmittel im Vgl. mit anderen Ländern zu Schleuderpreisen verkaufen, ist auch nicht neu. Viehhaltung jeglicher Art hat aber bei kruzfristigen Änderungen der Rahmenbedingungen keine Chance so zu reagieren wie andere Produktionsbereiche. Tiere verbleiben monatelang in der Haltung. Ändert sich die Abnahme, der Preis, haben Viehhalter andere Probleme, das zeitnah umzusetzen. Bricht der Preis ein- dann haben sie massive Verluste. Das Problem ist gerade wieder aktuell. Die Marktmechanismen und EU-Vorgaben müssen auf den Prüfstand, denn die erreichen jeden. Kleine Höfe haben da einen deutlich schwerere Stand als große Anlagen. Das gehört auch in die Diskussion.

eine_anmerkung.
13:19 Uhr von SinnUndVerstand

>>"Natürlich gibt es Aufschrei und Proteste gegen Tierquälerei bei Transporten, allerdings mehrheitlich aus Ihnen politisch nicht so nahestehenden Ecken und weniger aus muslimfeindlichen Ecken. Letztere ‚entdecken‘ das Tierwohl meist dann, wenn es sich politisch für andere Zwecke nutzen lässt."<<
.
Irgendwelche politischen oder mir nahestehenden Ecken sind mir da völlig piepschnurzegal, genauso wenig wie irgendwelche religiösen Begründungen. Meine ganz persönliche Meinung ist das diese, in meinen Augen, abartige Tiertransporte in dieser Form abgeschafft gehören und das die Tötung eines Tiers ausschließlich unter einer Betäubung desgleichen zu erfolgen hat. Ich bin nicht vegan, aber dafür trete ich ein. Unterstellen Sie mir also bitte da nicht wieder irgendwas!

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Einfach Unglaublich
Es ist ja die EU ...

... die durch ihre Subventionsrichtlinien den kleinen Bauernhöfen das Wasser abgegraben hat und uns mit Massentierhaltung und Großschlachtereien beglückt hat.

Wann wird dem Brüsseler Wahnsinn mal Einhalt geboten?

Oppenheim
Streit um die richtige Ernährung

Wer nun diesen Streitpunkt aufgreift, sollte sich zuerst erinnern, dass jegliches Produkt aus der Natur in Anbau, Zucht, Verkauf und (Massen)Herstellung Vor- wie Nachteile hat. Die Avocado wie Agave braucht Wasser und Wärme, meist in wasserarmen, dafür sehr heißen Klimazonen angebaut. Die Umweltfolgen kann man überall dazu nachlesen. Schweinhaltung oder Rinderzucht, wie Schafe, Geflügel usw. neuerdings auch Wildtiere brauchen ihre Bedingungen und Faktoren. Alles mit Auswirkungen. Wer nun welche Ernährungsform vorzieht, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Hier mit Ethik und Klimawandel zu argumentieren, greift viel zu kurz. Unsere Weltbevölkerung steigt an, der Bedarf ist ansteigend, die Bedürfnisse (als Luxus-Ableger) kommen hinzu. Wir wollen alles übers Jahr kaufen können. Auch diese Faktoren treiben die Spirale von Markt, Nachfrage und Endverbraucherpreis in irrwitzige Dimensionen. Also ist es besser, es sachlich anzugehen und sich die Materie etwas detaillierter anzusehen.

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eine_anmerkung.
15:53 Uhr von Kristallin

>>"Wie glaubhaft wären die Bemühungen denn von eine/r Minister/In welche/r zB kein Gemüse mag oder isst, wenn es um die Bemühungen für Obst u Gemüsebauern ginge?"<<
.
Ich würde sagen genauso wenig glaubhaft wie ein Nichtraucher der fürs Rauchen eintritt.