Ihre Meinung zu: Lkw-Fahrer dringend gesucht: Drohen britische Verhältnisse?

18. Oktober 2021 - 7:21 Uhr

In Großbritannien führt der Mangel an Lkw-Fahrern zu leeren Supermarkt-Regalen - doch Experten warnen: Auch in Deutschland drohen solche Engpässe. Warum ist Nachwuchs so schwer zu finden? Von Uli Scherr.

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Kommentare

„Warum ist Nachwuchs so schwer zu finden?“

Warum wohl? Weil die Wertschätzung, die denen, die bereit sind die in diesen Jobs üblichen Arbeits-„Bedingungen“ auf sich zu nehmen dafür entgegengebracht wird noch unterirdischer ist als die (die Arbeitsbedingungen).

Europäisches Ausland - welche Länder denn genau?

Man sei auf Arbeitskräfte "aus dem europäischen Ausland angewiesen"?

Na, wenn es ums meckern geht, was die Osteuropäer alles an Geld haben wollen nennt man das Kind beim Namen.

Nur zuzugeben, dass die westeuropäische Wirtschaft ohne Osteuropäer am Boden liegt ist man nicht bereit.

Wer soll denn hier in Deutschland diese Arbeit machen? Franzosen? Spanier? Flüchtlinge?

Wo sind die Fachkräfte?

"Das wird über kurz oder lang die nächsten fünf Jahre bei uns in Deutschland genauso passieren. Weil die Gesellschaft uns nicht anerkennt", sagt der Berufskraftfahrer. Aber nicht nur Berufskraftfahrer fehlen. Es fehlen auch Pflegekräfte in den Kliniken und Altenheimen. Es fehlen Bäcker, Köche, Kellner. Es fehlen Handwerker, Lehrer und Ärzte. Es fehlt eigentlich in jeder Berufssparte an Personal. Wer soll das noch verstehen? Es wanderten doch in den letzten 10 Jahren Millionen Fachkräfte aus Rumänien, Bulgarien, Polen, vom Balkan, aus der Türkei, von Syrien, vom Irak und Afghanistan nach Deutschland ein. Wo sind die denn alle – und was tun die eigentlich?

Ausbildung

"Nach Angaben des Spitzenverbandes der deutschen Transportlogistiker BGL gehen bundesweit jedes Jahr rund 30.000 Kraftfahrer in Rente; gleichzeitig werden aber nur rund 17.000 neue Leute ausgebildet."

*

Und fahren irgendwann selbstfahrende LKWs auf den Straßen sagt man diesen 17.000, dass sie selbst an ihrer Arbeitslosigkeit schuld seien, weil sie sich ein Beruf ohne Zukunft ausgesucht haben.

Warum immer mehr?

Man kann ja mal die Frage stellen, ob es ein Naturgesetz ist, dass immer mehr transportiert werden muss bei einer stagnierenden Bevölkerungszahl. In den letzten Jahren sind die Kolonen von LKW auf der rechten Spur so dicht geworden, dass man schon zielen muss, um vor einer Ausfahrt zwischen zwei Brummies durchzukommen. Die Lage auf den Rastplätzen ist unterirdisch und wir können unser Land gar nicht schnell genug zubetonieren um genügend Stellplätze für die LKW zu finden. Nur weil wir anscheinend immer mehr shoppen wollen? Der Leitspruch "mehr Güter auf die Schiene" ist inzwischen Symbol des Versagens von Generationen von Verkehrsministern. Davon hat man sich offensichtlich verabschiedet und überlegt nur noch, wie man den Bedarf der LKW-Branche managen kann.

Fahrer? Früher hat man seinen "2-er" beim "Bund" gemacht. Da war LKW-Fahrer eine Berufsperspektive für ausgeschiedene Zeitsoldaten. Der Nachwuchs fehlt jetzt natürlich. Die gehen jetzt alle in Rente.

@08:37 von Louis2013

"Es wanderten doch in den letzten 10 Jahren Millionen Fachkräfte aus Rumänien, Bulgarien, Polen, vom Balkan, aus der Türkei, von Syrien, vom Irak und Afghanistan nach Deutschland ein. Wo sind die denn alle..."

So weit ich das beobachte, arbeiten die meisten Menschen aus den von Ihnen aufgezählten osteuropäischen Ländern bei uns z.B. als LKW-Fahrer, aber auch in der Pflege, der Gastronomie, auf dem Bau usw. Schon mal auf einer Baustelle in der Nachbarschaft geschaut, wer da schuftet? Dafür finden sich schon lange nicht genug "Biodeutsche". Flüchtlinge würden vermutlich auch zumeist arbeiten, wenn sie denn eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung hätten (Ausnahmen gibt es sicher). Da fänden sich bestimmt ein paar, die, wenn ihnen jemand der Führerschein bezahlt, auch LKW-Fahrer würden.

Der Fahrer ist ja nur das

Der Fahrer ist ja nur das Ende der Schlange! "Just in Time" Aller Laster Anfang! Die EU läuft doch! Du bist zu teuer der aus der Ukraine z.b. machts für nen Euro weniger die Stunde, ist happy bekommt die Deutsche Staatsbürgerschaft und wird mit dem Gehalt ein Fall für die Sozialkasse und zack trägt der Rest der Gemeinschaft die Kosten ,während der Unternehmer die Gewinne kassiert!

Ein Bekannter

von mir ist jahrelang für eine dänische Firma gefahren, weil er viel besser verdient hat, als bei einer deutschen, noch dazu in einem top ausgestattetem LKW mit allem Schnickschnack, um die Fahrten so bequem wie nur irgend möglich zu machen. Mittlerweile hat er sich selbstständig gemacht, Fahrer braucht er keine händeringend suchen, sie fahren für ihn unter denselben Bedingungen, wie er damals für das dänische Unternehmen, trotz natürlich blöder Arbeitszeiten, aber wenn das Drumrum passt, scheint das auch kein Problem zu sein. Der Artikel beschreibt ja schon woran es hakt und solange sich das nicht ändert…

Zum Vorgängerthread Tempolimit:
Danke Anna-Elisabeth, so war es gemeint ;)

Liegts am Geld ?

Anerkennung der Leistung ist meist auch eine Frage des Geldes. Also vielleicht liegts an der nicht angemessenen Bezahlung der Fahrer ?
Und vielleicht auch am Druck, Stress an der Überwachung ?
Ich würde es erst mal mit besserer Bezahlung versuchen und dann die Arbeitsbedingungen verbessern.

08:34 von Tada

"Wer soll denn hier in Deutschland diese Arbeit machen? Franzosen? Spanier? Flüchtlinge?"

Geflüchtete auch, klar. Ich kenne einen, der vor kurzem seinen LKW-Führerschein gemacht und die IHK-Prüfung abgelegt hat und jetzt in Festanstellung bei einem Logistikunternehmen die Rewe-Märkte beliefert. Können Sie doch echt froh drum sein.

Wertschätzung ist das

Wertschätzung ist das richtige Wort.
Ich greife nur einen Umstand heraus. Schon vor Jahrzehnten beobachtete ich, z.B. an der Autobahnraststätte Frechen bei Köln, dass die Parkplätze für Lkw nicht ausreichen. Die Fahrer riskieren aber persönlich gesalzene Geldstrafen, wenn sie ihre Ruhezeiten nicht einhalten. Also gab es an besagter Raststätte zu sehen, dass die Lkw in der Zufahrt parkten. Wo sollen sie denn hin? 20 Jahre weiter lese ich in der Lokalpresse über die Nutzung von Parkplätzen nahe eines übervollen Autohofes: "... zum nächtlichen Parken von LKW genutzt wird. Wir bitten darum, möglicherweise entstehende Belästigungen durch das Parkverhalten an das Ordnungsamt ..." usw. In der Zeit hat die Politik gewusst, dass die Plätze fehlen, und nichts getan. Um glückliche Hühner und zufriedene Schweine machen sich mehr Leute Sorgen als um unterbezahlte Lkw-Fahrer, die übernachten müssen (in einer Art Wandschrank in der Fahrerkabine), aber nicht dürfen!

Weckruf

Die Situation sollte ein Weckruf sein, dass massiv in autonomes Fahren und 5G investiert wird! Bildungsminister Deutschland Anja Maria-Antonia Karliczek meinte ja mal in einem inzwischen zu einem Meme gewordenen Interview, 5G sei nicht an jeder Milchkanne nötig. Denkste!

rer Truman Welt

Angebot und Nachfrage regelt doch den Markt oder? Wieso wollen denn die Menschen nicht für das Geld diesen Job machen?
Ach so, weil ihnen auf der Straße nicht oft genug zugewunken wird wie dem Schornsteinfeger?
Es werden deutenfe Erzählungen kreiert (Narrative), deren Urheber sollten besser SF Drehbücher schreiben. Die wären sicher erfolgreich.
Was wäre wenn das Google Management zu dieser zukünftigen Problemstellung einmal befragt würde? Ob die darin ein Problem überhaupt erkennen würden?
Dieser Job hat soviel Zukunft wie die der Bandarbeiter im der Automobilindustrie und Untertage-Kumpels in den 70'er Jahren - wieviele gab es damals und wieviele gibt es heute? Der technologische Fortschritt hat sie überflüssig gemacht. In zwanzig Jahren lenkt hier niemand mehr einen LKW über die Straßen ebensowenig wie PKW 's -> das wäre viel zu gefährlich! Darüber einmal nachgedacht hinsichtlich des fehlenden Nachwuchses - mal völlig abgesehen von Bedingungen und Bezahlung?

08:37 von Louis2013

"Wo sind die denn alle – und was tun die eigentlich?"

Na, die machen genau das, was Sie darüber aufzählen. Manche, wie mein polnischer Nachbar, sind auch selbstständige Handwerker, ein syrischer Geflüchteter, den ich kenne, macht eine Ausbildung bei DB Systel.
Was denken Sie, wo wir ohne die stünden?

Wieso sollte man einen Beruf wählen, der keine Zukunft hat ?

Für jemand, der nur kurzfristig "als Übergangslösung" einen Job sucht, vielleicht noch eine Möglichkeit - wenn die Bezahlung stimmt. Aber wie sieht das in mehr als 10 Jahren aus - dann kommen doch die autonom fahrenden LKWs, und dieser Beruf ist dann - nicht so plötzlich - obsolet ! Man fängt doch keinen Beruf an, wenn man weiß, dass der keine Zukunft hat...

Wehrpflicht

Das kommt dabei raus, wenn man die Wehrpflicht abschafft. Vorher gabs jedes Jahr junge Männer, die beim Bund ihren LKW-Führerschein gemacht haben. Das hat den Fahrerschwund der Berufskraftfahrer wenigstens etwas ausgeglichen, auch wenn nicht jeder der durfte dann auch Kutscher wurde.

2 Fliegen mit einer Klatsche

Warum nicht einfach das Bahnnetz ausbauen? Das ist dann auch gleich umweltfreundlicher.

Mehr als drei Viertel aller

Mehr als drei Viertel aller Kraftfahrer in Deutschland arbeiten im Niedriglohnbereich, kritisiert die Gewerkschaft ver.di. Der durchschnittliche Einstiegslohn liegt der Gewerkschaft zufolge unter 1900 Euro monatlich. Lohnerhöhungen sind schwer zu realisieren, weil in der Logistik-Branche ein massiver Preiskampf stattfindet.
#
#
Am Wochenende und Nachts in Europa unterwegs und satte 1900 Euro Lohn.
Ein Zeitplan der nicht einzuhalten ist und Strafen muss der Fahrer selbst zahlen.
Wer macht diesen Knochenjob freiwillig?

08:46 von dr.bashir Das

08:46 von dr.bashir

Das unsere Straßen und Autobahnen so voll sind, liegt nicht nur an "unserem" Konsum, sondern auch daran, das Deutschland ein "Transitland"ist.
Und es sind nicht nur die Verkehrsminister, die daneben liegen, es sind alle Sparten betroffen.
Wenn ich an meine Schulzeit zurück denke, kommt mir immer in den Sinn, das gesagt wurde "ohne mindestens einen Realschulabschluss wirst du nichts". Und das ist im Laufe der Jahre nicht besser geworden. Die "einfachen - und damit schlechter Bezahlten - Berufe" sind einfach immer schlecht geredet worden. Niemand wollte mehr Bäcker, Schlachter oder LKW-Fahrer werden, weil es in anderen Berufen mehr zu verdienen gab und die Arbeitszeiten/Arbeitsbedingungen besser waren.
Aus der Familie : Bäcker gelernt, Familie gegründet, Geld/Arbeitszeit passt nicht, also ab in die Industrie.
Super, kann doch so weiter gehen, dann kommt es wirklich so, wie in GB.

Grenzen des Wachstums

Wir erleben derzeit an einigen Stellen die Auswirkungen eines Prinzips:
"Ziel der Gesellschaftlichen Entwicklung ist Wachstum der Gewinne".
Folgerichtig wird alles diesem Ziel untergeordnet. Große Unternehmen verlagern durch "Just-in-time"-Logistik ihre Lagerhaltungskosten auf die Allgemeinheit, also die Autobahnen und Kraftfahrer.

Die Verlagerung auf die Schiene musste daher scheitern. Schiene bedeutet Laufzeit, Umladen etc.

Zudem ist der Nutzungszeitraum von Gütern immer kleiner (so empfinde ich das, Hat jemand Zahlen?) geworden. "Nachhaltigkeit" ist ein Schlagwort, sonst nichts.
Wirklich nachhaltige Produkte laufen der "Religion" des Wachstums zuwider.
Würde Nachhaltigkeit umgesetzt, müsste man das gesamte Wirtschaftssystem infragestellen. Elektromobilität, z.B., müsste zu einer Offensive der Umrüsttechnologie werden. Aber das ist nicht gewollt. Warum? zu wessen Nutzen?

@Louis2013

„ Wo sind die denn alle – und was tun die eigentlich?“

Warten auf eine Arbeitserlaubnis oder wahlweise auf eine zumindest zum Teil finanzierte Ausbildung, weil ihre eigene hier nicht anerkannt wird. Dazu kommt, dass dann meist verlangt wird, das man unsere Sprache schon recht gut beherrscht, was ohne Kontakte zu Deutschen und mit fehlenden Kursen nicht gerade einfach ist. Umgekehrt dürfen Sie gern mal versuchen, sich selbst arabisch oder rumänisch beizubringen.
Viele von den Familienvätern, die ich kenne, die dann endlich ihre Arbeitserlaubnis haben, fangen irgendwo als Hilfsarbeiter an, ungeachtet ihrer eigentlichen Ausbildung, um ihre Familie selbst versorgen zu können. Verrücktes Detail, da lernen sie meist auch recht schnell deutsch, es lebe der Kontakt!

Ohne entsprechende Angebote unserer Behörden oder Unternehmen wird das auch so bleiben.

@Louis2013

Ich kann mich noch sehr gut an 1970 erinnern. Da waren auch Pflegekräfte in Krankenhäusern total knapp und es wurden Philippinische Krankenschwestern GEZIELT angeworben die auch kamen und gute Arbeit leisteten und größtenteils in Deutschland blieben. Ich kenne einige aus unserer Pfarrgemeinde, die hier auch heirateten, sehr gut integriert sind und inzwischen im Ruhestand sich befinden.
Warum macht man dies nicht wieder, gezielt anwerben von bestimmten Berufsgruppen aus bestimmten Ländern die man benötigt und diese auch ordentlich behandelt.

Von der Straße auf die Schiene

Und nach wie vor ist ja die „just-in-time-Lieferung“ in der Industrie angesagt. Die Lagerhaltung wurde auf die Straße verlagert.

Gleichzeitig verdienten LKW-Hersteller sich eine goldene Nase. Den Umstieg auf die Schiene haben mehrere Bundesverkehrsminister über viele Jahre hinweg verschleppt, blockiert und verzögert.

Nun scheint es wohl eine größere Disruption zu geben. Die Logistik Ketten funktionieren nur bedingt.

Die weltweiten, zumeist fehl geleiteten Corona Maßnahmen haben die Verwundbarkeit des Systems gezeigt. Die Unternehmen werden ihre Hausaufgaben machen und umdisponieren.

Aber solange der Staat direkt und indirekt dieses Versagen großzügig mit Steuergeldern abmildert - der Staat hat es ja zu großen Teilen mit verschuldet - nehmen die Unternehmen das Kurzarbeitergeld gerne mit. Und produzieren dafür mehr im Ausland, wo der Staat nicht so großzügig ist.

Ist Geld die Lösung aller Probleme?

Ich bin Landesbeamter im höheren Beamtendienst. Als Lehrer an einem Gymnasium verdiene ich wirklich gut. Aber das Ansehen meiner Zunft in der Gesellschaft könnte schlechter nicht sein. Man ist der letzte Dreck. Und das wohl auch WEGEN des Gehalts. Die Folge: Der Beruf verweiblicht. Männer vermeiden so den Image-Schaden.

Mit dem Gehalt kann man solche Probleme der Akzeptanz nur bedingt regeln. Was müsste man euch den zahlen, damit ihr bereit wäret, in einem Pflegeheim oder als LKW-Fahrer zu arbeiten? Solange ihr Alternativen habt, ergreift ihr diese. Und die Smartphone-Pling-Pling-Generation will sich die Hände nicht mehr schmutzig machen.

08:56 von Zuschauer49 Ich

08:56 von Zuschauer49

Ich stimme Ihnen zu.
Bis auf die "glücklichen Hühner und Schweine", die sind auch wichtig - zumindest für die "fleichfressenden Pflanzen" unter uns.

@schnitzundschnitz

„ Die Situation sollte ein Weckruf sein, dass massiv in autonomes Fahren und 5G investiert wird! Bildungsminister Deutschland Anja Maria-Antonia Karliczek meinte ja mal in einem inzwischen zu einem Meme gewordenen Interview, 5G sei nicht an jeder Milchkanne nötig. Denkste!“

Nicht, dass ich was gegen 5G an meiner Milchkanne hätte, aber meinen Sie wirklich, das wäre die Lösung? Ein Fahrer muss ja trotzdem noch drin sitzen und besser bezahlt wird er dann sicher auch nicht, nach dem Motto, du musst ja nichts tun.

um 08:34 von Tada

//Man sei auf Arbeitskräfte "aus dem europäischen Ausland angewiesen"?

Na, wenn es ums meckern geht, was die Osteuropäer alles an Geld haben wollen nennt man das Kind beim Namen.//

Tja, das ist das Prinzip: Belastungen "Outsourcen".
Die schlechten Arbeitsbedingungen werden in Subunternehmen im Ausland verschoben. Auf diese Ausland kann man dann mit dem Finger zeigen: "Seht, wie schlecht es Arbeitern dort geht! Wir sind sooo toll!"

Ähnlich bei Umweltbelastungen.

Es ginge nicht nur darum zuzugeben, daß die Westeuropäischen Wirtschaft am Boden läge. Man müsste auch zugeben, daß das Wolkenkuckucksheim der immer schärferen Vorgaben und immer "güneren, gendergerechteren, diverseren und moralischeren" Produktionsweisen ein Etikettenschwindel ist.
Die Transportbranche ist nur im Augenblick ein Symptomträger. Das gilt in anderen Bereichen ebenso: Bekleidung, Landwirtschaft, Chemieindustrie...

um 08:46 von dr.bashir

//Man kann ja mal die Frage stellen, ob es ein Naturgesetz ist, dass immer mehr transportiert werden muss bei einer stagnierenden Bevölkerungszahl. //

Sie verstoßen gerade gegen die hochheilige Religion des Wachstums! Sie Pöhser Pursche!

Aber ich stimme Ihnen zu. Genau das ist die Frage.

Das Lkw-Aufkommen...

Das Lkw-Aufkommen hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Gut für die LkW- und Aufliegerhersteller, schlecht für unsere Straßen und unser Verkehrsaufkommen. Ich frage mich schon lange warum nicht ein großer Teil dieses Transportaufkommens auf die Bahn verladen wird? Sicherlich dann eine logistische Meisterleistung, aber zumindest teilweise sinnvoll und das würde unsere marode Bahn wirtschaftlich aufwerten.

Bahn, LKW und mehr

Wenn man an einem Werktag die Autobahn fährt, erkennt man, wie viele LKW's unterwegs sind. Das macht den Eindruck einen langen Zuges. Warum nicht die Bahn? Warum verhindert die Politik eine echte Wende? Dabei muss es gar nicht die Schnellbahn sein, eine langsame Bahn tut es auch. Mit 40 Km/h kann man in 20h, 800 Km machen. Und wenn man sich entlang der Autobahnen die Toiletten anschaut, dann sieht man den Zustand der Republik. Einfach nur dreckig. Die LKW Fahrer tuen mir wirklich Leid, deswegen bitte nicht noch mehr LKW Fahrer suchen, sondern der Optionen der Bahn. Und am Besten per Gesetz, kein Warentransit über Deutschland via LKW! Die Schweizer und Österreicher machen es vor.

22 Uhr Parkplatz Autobahn = Ortstermin

Danach stellt diese Frage keiner mehr. Wir brauchen nicht mehr LKW sondern Verkehrskonzepte. Solange der ukranische Fahrer auf dem titauischen LKW mit belgischen Hänger billiger ist als alles andere werden immer mehr nachgefragt.
Also Maut hoch bis zur "Kostengrenze". Dann Raststellen bauen und zwingend vorschreiben.
Dann die Ruhezeiten anpassen. Statt 7 Stunden fahrt, muss der Fahrer nach 6 Stunden anfangen einen Rastplatz anzufahren. Mit GPS und Smarthphon sollte das kein Problem sein.
Und dann eine Exra Maut für die die auf die Schiene könnten. Wer von Marseilles bis Oslo fahrt kann auf die Schiene.

Ich denke eine Päckchensteuer geht auch. Amazon liefert mir 1,3 Euro Artikel per Paket an die Tankstelle. Also 1,00 Euro Straßenabgabe drauf

Deutschland meinte lange

mit Hartz 4 den perfekten Hebel gefunden zu haben um Menschen in jeden noch so unattraktiven Job zu pressen...

Doch weit gefehlt, mittlerweile herrscht in Deutschland ein bedarf an Arbeitnehmern wie sie nur zu Zeiten des Wirtschaftswunders zu sehen waren...

Leider sind die die in Wirtschaft und Politik den Ton angeben mehr als unwillig das System "Knochenarbeit für einen Hungerlohn" wieder aufzugeben, da es wirklich seeehr lukrativ ist.

Natürlich führt dies nun zu Gefällen zwischen Wunschdenken der Industrie und der Realität.

10 Jahre Gnadenloser Aufschwung die sich in den Reallöhnen kaum bemerkbar gemacht haben in Kombination mit stark steigenden Lebenshaltungskosten haben en Langmut der meisten Bürger aufgebraucht.

Mal sehen, ob die Ampel einen neuen Aufbruch schafft der alle mitnimmt

um 08:59 von schnitzundschnitz

Autonomes Fahren ist ein Traum und keine Lösung.
Ein Ansatz wäre, den Beruf aktraktiver machen. Eine weiterer wäre, die unnötigen Tranzporte zu reduzieren. Ganz platt: weshalb müssen wir Jogurt von Bayern nach Niedersachsen zu transportieren und dafür Joghurt von Niedersachsen nach Bayern.
Das heißt auch, dass die Tranzportkosten möglicherweise stärker auf den Preis durchschlagen sollten.

Warum?

Warum werden nicht, zumindest zum Teil, die zugewanderten Fachkräfte zu Kraftfahrern ausgebildet? Die Bahn startete doch mal eine ähnliche Aktion für Lokführer? Wenn ich mir die Arbeitslosenzahlen der zugewanderten Fachkräfte anschaue, steht diese in einem Missverhältnis zu den benötigten Stellenbesetzungen und da lasse ich die schlechte Bezahlung als Argument nicht gelten. Besser ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit niedrigem Lohn als Hatz IV. Von eine damit verbundenen Willen zur Integration möchte ich erst gar nicht sprechen.

abgesehen von

vielleicht Bulgarien gibt es fast keine EU-Länder mehr deren Bürger nach Deutschland zum Arbeiten kommen...

Deutschland wird mittlerweile von der Schweiz als Niedriglohnland geführt und sowas spricht sich rum.

Warum sollen qualifizierte Wanderarbeiter nach Deutschland kommen wenn sie in anderen EU-Ländern deutlich mehr verdienen?

08:37 von Louis2013

und was tun die eigentlich?
---------------

ne interessante Frage

was tun die alle,
welche hier zulande Unterstützung kriegen
und dem Arbeitsmarkt trotzdem nicht zur Verfügung stehen

Tja ...

Der Brexit hat wohl in GB die ursächlichen Schwachstellen früher aufgedeckt.

"weil in der Logistik-Branche ein massiver Preiskampf stattfindet."
Liegt doch auf der Hand, wenn man bis zu 60 % der Fahrer aus Tschechien rekrutiert, die ein ganz anderes Lohnniveau haben.

Von dem abgesehen, die Güter gehören auf die Schiene, alleine schon aus Klimaschutzgründen. D hat es die letzten Jahrzehnte versäumt die Güter auf die Schiene zu bringen. Weil viiiiiiiiiiel zu teuer und es überall an effizienten Be- und Entladestationen fehlt.

Fehlendes Personal !

Dieses Problem ist schon seit Jahren bekannt. Nur wurden nicht die Bedingungen geschaffen, die den Mangel am nötigen Personal deutlich verbessern würde. Es fehlen auch sehr viele Parkplätze für die Fahrer, es wird von den Speditionen Druck ausgeübt, statt zum einen gut zu bezahlen, zum anderen den Fahrern die Zeit zu geben, die sie auch in Ruhe und Sicherheit bewältigen können. Dann kommt hinzu, dass viele Speditionen ausländische Fahrer beim Lohn benachteiligen, weil die ja oft nicht genug deutsch können, und im Heimatland der Grundverdienst unterirdisch ist, im Vergleich zu D.
Aber es ist nicht nur in dieser Branche so, sondern auch in anderen, wo es gleich zu geht. Und es auch ziemlich viele Bürger/innen tragen mit dazu bei, durch ihr Konsumverhalten, und dem Motto : "Geiz ist Geil". Außerdem fehlt vielen noch immer das eigentliche Verständnis für mehr Umwelt- Bewusstsein und Demuth. Man muss ja auch alles haben, was der Nachbar hat !

um 08:37 von Louis2013

>>" Es wanderten doch in den letzten 10 Jahren Millionen Fachkräfte aus Rumänien, Bulgarien, Polen, vom Balkan, aus der Türkei, von Syrien, vom Irak und Afghanistan nach Deutschland ein. Wo sind die denn alle – und was tun die eigentlich?...."<<

Die Frage ist sicherlich unangenehm, aber dennoch berechtigt. Warum nichtmal eine gesellschaftlich offene Diskussion ohne zu diskreditieren? Anhand von Zahlen, Daten Fakten?

@ dr.bashir

Da fänden sich bestimmt ein paar, die, wenn ihnen jemand der Führerschein bezahlt, auch LKW-Fahrer würden. Damit ist es NICHT getan. Mit dem Führerschein der Klasse C (den man mit mindestens 21Jahren in 3 Wo erwerben kann) können sie vielleicht (auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse) Ihr Wohnmobil über 7,5t fahren, mehr aber auch nicht. Eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer dauert 3 Jahre und es wird von ihnen etwas mehr verlangt als "nur" einen Lkw von A - B zu bewegen.

Warum

das keiner machen will?

Weil es moderne Sklaverei unter absoluten Zeitdruck ist. Sollte man sein Rentenalter erreichen, was bleibt bei der minimalen Bezahlung noch an Rente über?

08:56 von Zuschauer49

dass die Parkplätze für Lkw nicht ausreichen
-------

wobei man möglicherweise auf kostenpflichtige Parkplätze ausweichen könnte
Auf Autohöfen oder so
Aber sie haben recht,
man muß soviel Gebühren als LKW Fahrer bezahlen, da darf erwartet werden,
dass Parkplätze in genügender Anzahl vorhanden sind.

Andererseits vielleicht dieselben Gründe wie in unseren Städten
man will keine Autos und sorgt für unhaltbare Zustände
in Form von überhöhten Parkgebühren und sonstigen Gängelungen

Warum wohl fehlen

Warum wohl fehlen Arbeitskräfte in den schlecht bezahlten Jobs?
1. sind sie anstrengend
2. will unsere Jugend doch nur noch 4 Tage pro Woche für viel Geld und wenig Aufwand arbeiten und den Rest der Zeit chillen. Und dazu gehört bestimmt nicht, diese Zeit im Stau zu verbringen.

So 'ne Überraschung...

...eine weitere Branche, die nicht mehr funktioniert, weil Arbeitskräfte vor allem als notwendiges Übel betrachtet werden. Das kauft man dann möglichst billig ein, um Gewinne zu maximieren. Welche dann auf die Konten von Unternehmen und Menschen fließen, die vor allem möglichst selbst nichts dafür tun wollen und das Risiko von anderen tragen lassen.

Dummerweise sind Menschen aber nicht nur ein betriebswirtschaftlicher Faktor.

Sondierungspapier Ampel, wichtigsten punkte..

Bahn? Schiene statt Straße? Nichts!

08:46 von dr.bashir

»Der Leitspruch "mehr Güter auf die Schiene" ist inzwischen Symbol des Versagens von Generationen von Verkehrsministern. Davon hat man sich offensichtlich verabschiedet und überlegt nur noch, wie man den Bedarf der LKW-Branche managen kann.»

Die 3 großen Häfen, von denen aus Deutschland mit Gütern und Waren aus Übersee beliefert wird, sind Hamburg, Antwerpen und Rotterdam. Das Europäische Bahnprojekt Schienenweg Rotterdam - Genua ist fertig bis auf die Strecken in Deutschland. Das Mittelrheintal und die Anbindug an den Brenner Basistunnel. Das wird noch Jahrzehnte dauern in Deutschland.

Man wird weiter alles mit LkW von West nach Ost und Nord nach Süd durchs Land fahren müssen. Zu den Endabnehmern wie einzelne Supermärkte ist das OK, es geht auch meist kaum anders.

«Die Lage auf den Rastplätzen ist unterirdisch …»

Als Alternative zu Rastplätzen gibt es die Autohöfe. Am größten "Geiselwind" kostet die Nacht inkl. Dusche 4,50 €. 20 Nächte macht 90 € / Monat für den Fahrer.

@ Mauersegler

"Geflüchtete auch, klar. Ich kenne einen, der vor kurzem seinen LKW-Führerschein gemacht" Am 18. Oktober 2021 um 08:56 von Mauersegler

*

Dann ist das Problem doch aus der Welt, wenn Sie einen kennen.

*

Die Frage ist, ob der Mann noch bezuschusst wird und wie es für ihn im Lohndumping aussieht, wenn der Zuschuss endet.

08:53 von dr.bashir

Schon mal auf einer Baustelle in der Nachbarschaft geschaut, wer da schuftet?
-------------

Was erwarten sie ?
Nicht jeder hat ne Ausbildung als Neurologe oder ist Ingenieur
(Flaschner/Schlosser etc.)
Da wird man eben tun, für was man qualifiziert genug ist

Eigentlich ist Frage

doch ganz einfach zu beantworten, es gibt mehrere Faktoren warum das so ist, nicht nur bei den LKW Fahrern, das Geld alleine ist es nicht.
Hab einen Fahrer in Familie, mittleren Alters, Bezahlung kann sich sehen lassen, ist aber auch schon über 30 Jahre in der Firma, also kein Einstiegsgehalt.

Erstens es wird immer mehr transportiert, zweites man ist die ganze Woche unterwegs, wenn man Ausland mit fährt, der Lohn ist am Anfang mager für diese Bedingungen.

Und dann braucht man nur mal die Jugend fragen, was Sie für Arbeit machen wollen, da wird schnell klar, warum das so ist, am Geld allein liegt es aber nicht.
Natürlich geht man nicht aufs Gym um dann LKW zu fahren, oder auf dem Bau oder Handwerk zu arbeiten.
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, manche wollen Meister machen, und die Firma von Vater übernehmen.
Aber sonst sind die Vorstellungen ganz anders, nicht die von der Generation die in den nächsten Jahren in Rente geht.
Einfach mal selber die Jugend fragen.

Das Gehalt ist zu niedrig

Fahrer aus Osteuropa bekommen nur den dortigen Mindestlohn. Die kurven aber dann hier rum.
Das Ganze ist eigentlich illegal, denn die Billigheimer aus Osteuropa müssen sich rechtlich eigentlich an den hiesigen Löhnen orientieren. Wird aber hier nicht kontrolliert.
Die deutschen Speditionen können deshalb höhere Löhne als die jetztigen nicht zahlen.

Schon

der letzte Satz des Einleitungsabsatzes generiert bei mir ganz spontan die Antwort „weil es ein Knochenjob, oft lange fern von Heimat und Familie, mit mieser Bezahlung ist“.
Das kommt ua aus der gnadenlosen Konkurrenzsituation der Speditionsfirmen untereinander, der ua von den sehr unterschiedlichen Steuerbedingungen und den sklavischen Terminvorgaben der Auftraggeber befeuert wird.
Diese Kausalkette kann aber mE nur dann durchbrochen werden, wenn zum einen die steuerlichen Bedingungen für LKW in der EU harmonisiert werden, und zum anderen wir Verbrauchen uns daran gewöhnen, auf das gewünschte Produkt auch mal ein bisschen warten zu müssen.
Mit anderen Worten: nie.

Es sind nicht zu wenig Fahrer ...

... es sind zu viele LKWs. Vielleicht transportieren wir ja mal wieder ein wenig mehr Güter auf der Schiene, da braucht man wesentlich weniger Personal. Und vielleicht ist es auch nicht unbedingt nötig, den Joghurt 5x durch Europa zu fahren, bevor er auf dem Tisch steht.

Für mich ist das eine gesunde Korrektur. Vielleicht steigen ja jetzt mal die Löhne, das macht LKW-Transport teurer, das bringt vielleicht wieder mehr Verkehr auf die Schiene, das spart CO2 und entlastet die Autobahnen …

Und alles ohne Personalabbau! Klingt doch gut!

09:01 von Claus1963

Man fängt doch keinen Beruf an, wenn man weiß, dass der keine Zukunft hat...
-------

Wo leben sie ?

dann dürfte die letzten 20 Jahre im Kohlebergbau kein einziger Ausbildungsplatz besetzt worden sein !
ist es das ?
und "Autonom" fahrende LKW ....
vielleicht !
aber bereits in 10 Jahren das ist wohl ne Träumerei,
das sind Zeiträume in denen hierzulande nicht mal ein Flughafen gebaut werden kann

Was war zuerst da, Huhn oder Ei?

Beziehungsweise: Ein Überangebot billiger Arbeitskraft, die die Löhne unter Druck gesetzt hat oder ein Niedriglohnsektor, der sich nur noch mit Arbeitskräften aus Ländern mit geringeren Lebenshaltungskosten besetzen lässt?

Es vergeht doch selten eine Woche, in der man nicht hier einen Artikel liest zu dem Thema Fachkräftemangel, mal allgemein, mal speziell auf eine Branche gerichtet.

Mit wenigen Ausnahmen sind die Lohnaussichten und Arbeitsbedingungen in diesen Branchen so mies, dass man seinem Sohn von der Branche abraten würde. Wer sich für eine dieser Branchen entscheidet kann sich ausrechnen, dass er selbst unter optimalen Bedingungen keine Rentenansprüche jenseits der Grundsicherung zusammen kriegt.

Die Ursache allen Übels ist ein Zerfall der Einkommensstrukturen. Die Ursache dafür ist unter anderem ein großes Angebot von Arbeitern, die ihre Familie in ihren Herkunftsländern für's halbe Geld versorgt kriegen.

...die Ursache ist simpel, die Lösung nicht (siehe Brexit).

Rezepte aus der Vergangenheit

Vielleicht wird es dann ja auch wieder Firmen geben, die sich ein sogenanntes "Lager" anlegen. Den Jüngeren muss man das erklären: Das ist das Gleiche wie Just-in-time-Belieferung, nur aus dem eigenen Haus oder von einem Gebäude ganz in der Nähe.

Dann könnte man auch - wieder so ein vergessenes Wort - Dinge "reparieren". Dann muss nicht ein LKW-Fahrer mit dem ganzen Produkt extra neu aus China kommen.

Und wo wir gerade bei China sind: Man könnte sogar wieder Dinge "herstellen". Hier bei uns.
Aber das wird mir jetzt zu kompliziert. Das überlasse ich mal der Maus.

08:53 von Dr.bashir@8:37 von louis2013

"Es wanderten doch in den letzten 10 Jahren Millionen Fachkräfte aus Rumänien, Bulgarien, Polen, vom Balkan, aus der Türkei, von Syrien, vom Irak und Afghanistan nach Deutschland ein. Wo sind die denn alle..."
Wieso Maßen wir uns eigentlich immer an, für o.g. Menschen sind diese Arbeiten grade gut genug, nur weil unsere Mitbürger lieber in der sozialen Hängematte liegen, statt für vielleicht ein paar Euro mehr zu arbeiten. Und dank den Versprechungen unserer nächsten Regierung wird diese noch bequemer. Vielleicht sollten wir mal von unserem hohen Roß runter kommen, unseren Kindern endlich wieder Bildung und Ausbildung angedeihen lassen. Und ihnen klar machen, dass eben nicht jeder tausende Euro verdienen kann.

09:04 von tagesschlau2012

Wer macht diesen Knochenjob freiwillig?
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keiner
zumindest keiner der die Alternative hat auch ohne Arbeit zu seinem Einkommen zu kommen

Fehlendes Personal !

Ich war selbst ein paar Jahre in dieser Branche unterwegs, zu einem "Hungerlohn". Wie da ein Fahrer dann noch mit den "Mondpreisen" an den Raststätten klar kommen soll, war mir echt ein Rätsel.
Was in meinen Augen ein absolut idiotisches Unding ist, sind Frachten quer durch Europa nach Afrika, weil dort billiger bearbeitet wird. Das sollte unterbunden werden, und die Kunden müssten halt hier höhere Preise zahlen, oder darauf verzichten. Es kann und darf nicht sein, dass bestimmte Berufsgruppen nicht die Wertschätzung und Bezahlung erhalten, weil viele Menschen zwar die Güter oder Genüsse wollen, aber alles nur zum billigsten Preis. Mit dazu beitragen tut auch die Werbung, die immer noch tiefere Preise für ein Discounter ankündigt, nur damit der Umsatz stimmt, aber niemand nur eine Sekunde an eine Wertschätzung und Respekt für die anderen, die eine sehr wichtige und unersetzliche Leistung bringen !

09:08 von Heidemarie

09:08 von Heidemarie Bayer

Warum kann "man deutsche Arbeitnehmer" nicht anständig behandeln und entlohnen?

@Claus1963

Es wird keine autonom fahrenden Lkw geben, nicht in 10 Jahren und auch nicht in 20.

Das kann ich dir als jemand der hauptberuflich solche Fahrzeuge entwickelt garantieren.

Wir werden so lange du und ich leben Lokführer und Lkw Fahrer brauchen.

um 09:04 von perchta

//Warum nicht einfach das Bahnnetz ausbauen? Das ist dann auch gleich umweltfreundlicher.//

Weil es nicht "einfach" geht, tausende Grundstückeigentümer zu enteigenen, viel belastete Ortschaften an Bahnstrecken noch weiter zu belasten, ein komplettes Netz nur für Güterverkehr neu aufzuziehen und das alles noch mit EU-Weiten Ausschreibungen, gendergerecht, divers, ökologisch, politisch korrekt durchzuführen.

Unser System ist einfach in dem Zustand der Selbsthemmung. Babylon lässt grüßen.

Re : perchta

Ja, das wäre eine Möglichkeit. Nur dagegen steht leider die immer länger werdende Zeit der Planung, Genehmigung, der Anhörungen, der Ausführung all der Arbeiten, bis dann das Bahnnetz tatsächlich in der Lage wäre, mehr Güter zu transportieren.
Seit fast zwanzig Jahren läuft ein europäisches Projekt, vom hohen Norden in den Süden. Einige Länder sind da der BRD um Meilen voraus, da ist D noch am Planen.
So sieht es leider aus !
Bis dieses Projekt tatsächlich durchgehend fertig ist, da sind die Schienen in Italien schon verrostet !

09:16 von

09:16 von eine_anmerkung.

//Sicherlich dann eine logistische Meisterleistung, aber zumindest teilweise sinnvoll und das würde unsere marode Bahn wirtschaftlich aufwerten.//

In dem Satz ist doch die Antwort auf Ihre Frage drin: ** unsere marode Bahn**.
Wie schnell käme die Bahn an ihre Grenzen? Ohne gutes Schienennetz und auch da werden Arbeiter gebraucht, die wieder zu wenig verdienen.

09:18 von jochjoch60

Warum verhindert die Politik eine echte Wende?
-------------

wer verhindert eine Wende ? die Politik oder "der Bürger",
der gegen ne neue Autobahntrasse ebenso wie gegen ne neue umweltfreundlichere Zugtrasse ist
(bei nem AKW genau so auf die Straße geht wie bei ner Windanlage)

und zu dreckigen Toiletten
wer ist dafür verantwortlich ?
Werden die einfach so dreckig oder liegts am Benutzer ?

Das muss sich ändern und zwar schnell.

Das fängt doch schon mit dem Führerschein an. Die Löhne sind fast unverändert geblieben seit den 90jahren aber der Führerschein kostet mittlerweile schon das Dreifache. Die Pflichten eines Berufskraftfahrers haben sich doch verdreifacht (Lenkzeitenregelungen, Ruhezeitenregelungen, usw.) Vom unterirdischen Lohn spreche ich erst gar nicht. Dann der Niedriglohnpreisdruck der Osteuropäer die dem Deutschen das LKW fahren quasi unmöglich machen. Die elenden Staus auf den Autobahnen, die elendige Warterei an den Grenzen, das Wochenende auf irgend einem Parkplatz herumhängen, usw.
Das muss sich ändern und zwar schnell.

09:18 von stgtklaus

Wer von Marseilles bis Oslo fahrt kann auf die Schiene.
---------------

ein wirklich ausgezeichneter Vorschlag !
nur hat die Bahn genug Kapazität ?
Der Wille der Politik vorhanden und des Bürger
ne Schienentrasse mal ohne Einspruch zu genehmigen

Vielen Dank an die Briten ....

... ohne deren mutige Entscheidung die EU zu verlassen wäre dieser Misstand wohl noch viele Jahre unter dem Teppich geblieben.
.
Dumpinglöhne führen zu Niedriglöhnen führen zu Engpässen.
.
Die Schlachter/ die Fleischindustrie sind die nächsten.

Lkw-Fahrer dringend gesucht

Der brutale Konkurrenzkampf unter den Speditionen und der enorme Preisdruck durch die "Auftraggeber" verhindern eine faire Bezahlung; denn wer kein günstiges Angebot macht, bekommt keinen Auftrag.
Hinzu kommen:
- ständiger Zeitdruck
- unregelmäßige Arbeitszeiten
- viele Überstunden
- überladene und nicht vorschriftsmäßig beladene Fahrzeuge
- schlecht gewartete und z.T. nicht verkehrssichere Fahrzeuge
- schlecht ausgestattete Fahrzeuge
- mageres Image usw.

Kein Wunder, dass für diesen "Traumjob" kaum noch Nachwuchs zu finden ist.

@09:49 von Sisyphos3

"Warum verhindert die Politik eine echte Wende?
-------------

wer verhindert eine Wende ? die Politik oder "der Bürger",
der gegen ne neue Autobahntrasse ebenso wie gegen ne neue umweltfreundlichere Zugtrasse ist
(bei nem AKW genau so auf die Straße geht wie bei ner Windanlage)

und zu dreckigen Toiletten
wer ist dafür verantwortlich ?
Werden die einfach so dreckig oder liegts am Benutzer ??

Also die Bürger sind schuld? Wirklich? Warum haben wir eine Regierung? Welchen Auftrag hat diese? Es gibt Beschlüsse über die CO² Reduktion und jetzt suchen wir noch mehr LKW Fahrer? Die Parteien ringen um die Macht und dann? Naja, die Bürger sind schwierig...

Und die Toiletten? Fahren Sie einfach über die Grenze nach PL, dort sind sie sauber. Warum?

Re : stgtklaus !

Ich habe als Fahrer in Marseilles Kartoffeln von einem Schiff geholt, und diese nach Finsterwalde in Ostdeutschland gefahren. Da frage ich mich, warum wurde diese Ware nicht nach Hamburg gefahren mit dem Schiff, das eh dahin weiter fuhr ??
Leider wurde durch die Öffnung aller Grenzen der EU auch eine unnötige Invasion der billigen Kräfte forciert, die sich nun immer mehr rächt, denn der größte Teil der ausländischen Fahrer wird durch die Logistik- Branche schamlos ausgenutzt und ausgebeutet. Das hängt aber nicht alleine am Konkurrenz- und Preiskampf, sondern daran, dass schon diese notwendige Wertschätzung und Achtung der Bosse fehlt, aber auch von vielen anderen Menschen, die zwar wissen, ohne diese Jobs geht es nicht, nur will ihn fast niemand wirklich machen, egal da oder in anderen Billig- Branchen !
Jetzt in der Pandemie wurde mal geklatscht, und dann ganz schnell wieder vergessen ! Dann soll alles wieder selbstverständlich sein, egal wie !

08:38 von Tada

«Und fahren irgendwann selbstfahrende LKWs auf den Straßen sagt man diesen 17.000, dass sie selbst an ihrer Arbeitslosigkeit schuld seien, weil sie sich ein Beruf ohne Zukunft ausgesucht haben.»

Auch irgendwann gibt es keine Selbstfahrenden LkW, die sich selbst be- und entladen, und perfekt an der Laderampe hinter dem Supermarkt einparken.

LkW-Fahrer ist weit mehr, als nur das Teil von A nach B zu fahren und sonst nix. Das Irgendwann, wenn Autonome LkW durch Städte cruisen, wohnt im Nirgendwo. Auf Autobahnen sieht man immer die vielen LkW hintereinander.

Diese LkW laden aber nicht an der Autobahn ihre Waren selbst, und spucken sie einige hundert Kilometer weiter irgendwann irgendwo anders direkt neben der Autobahn wieder aus.

Wo sind all die guten Vorsätze?

Nachhaltigkeit: Güter lange nutzen statt wegschmeißen und neu kaufen.
Kleine Wirtschaftskreisläufe: Produkte aus der Nähe, die in der Nähe produziert werden und aus der Nähe stammen?
Ökologischer Fußabdruck: Wieso ist die Kartoffel nach 500km LKW-Fahrt billiger als die Kartoffel vom Hof um die Ecke? Weil dazwischen eine EU-Außengrenze liegt? Eine Staatsgrenze?
Reparieren statt ersetzen: Warum kann ich viele Dinge des Alltags nicht mehr auf Baugruppenebene reparieren lassen?
Reparatur ist das beste Recycling.
Upgrade statt Neubeschaffung: Warum bekommen Autobauer nicht die Chance / Pflicht, Autos technisch zu upgraden.
Lieber wird Verschwenden belohnt, z.B. durch Abwrackprämien und Neukaufzuschuss.
Und dann wundert sich einer, daß das Logistiksystem kollabiert?

um 09:49 von Sisyphos3

//wer verhindert eine Wende ? die Politik oder "der Bürger",
der gegen ne neue Autobahntrasse ebenso wie gegen ne neue umweltfreundlichere Zugtrasse ist
(bei nem AKW genau so auf die Straße geht wie bei ner Windanlage)

und zu dreckigen Toiletten
wer ist dafür verantwortlich ?
Werden die einfach so dreckig oder liegts am Benutzer ?//

Sehr richtig! :-)

Schiene, Schiene, Schiene,

"Fahrer" sein war in Zeiten des Aufstiegs des Automobil-Kultes vielleicht noch irgendwie "Cool"
Aber wenn der Rauch sich verzieht bleibt ein Unterbezahlter Job mit Lausigsten Arbeitsbedingungen.
Allerdings auch mit "Rationalisierungspotential"
Die Rationalisierte Version ist der Zugführer der eine Ganze Schlange von LKW auf einmal bewegt.

Sicher; die "Sondertransporte" und die Nahverteilung werden bleiben, denn das sind die eigentlichen Stärken dieses Flexibleren Systhems.
(ein Bahnanschluss für Jeden Supermarkt und jeden Bauernhof würde die Infrastrukturkosten überdehnen)

>[..]Warum nicht die Bahn? Warum verhindert die Politik eine echte Wende?[..]<

Weil man (wieder)gewählt werden will muss 'man' sich seine Freundschaften erhalten.

Das wird mit einer neuen Regierung auch nicht anders werden, denn auch diese wird es auch unterlassen, global zu denken. Nich in Europa oder gar Deutschland kann die Klimakatastrophe erfolgreich bekämpt werden. Das geht höchstens noch global.

Am 18. Oktober 2021 um 09:16 von eine_anmerkung.

Ich frage mich schon lange warum nicht ein großer Teil dieses Transportaufkommens auf die Bahn verladen wird? Sicherlich dann eine logistische Meisterleistung, aber zumindest teilweise sinnvoll und das würde unsere marode Bahn wirtschaftlich aufwerten.
#
#
In Frankfurt wurde vor etwa 20 Jahren der Güterbahnhof zugunsten eines neuen Stadtteil entfernt.
Der Streik des Güterverkehrs der Bahn hat dann noch viele von der Schiene weggebracht. LKW ist billiger und sehr viel schneller.
Zeit hat keiner mehr.

Re : Tada !

Tja, es gibt Bereiche, da sind sich die Deutschen zu schade dafür, ob auf dem Feld, zum Spargelstechen, Obst ernten, Hotelzimmer reinigen, in großen Wäschereien arbeiten, oder LKW fahren, wo viele wochenlang unterwegs sind. Ja es gibt noch Deutsche, die einen LKW fahren, die noch einigermaßen ordentlich bezahlt werden.
Aber es ist auch zu beobachten, dass deutsche Speditionen ihren Sitz nach Polen und Tschechien verlagern, weil dort nicht so viele Steuern anfallen, und eher Personal zu finden ist, das zu Dumpingpreisen fährt.
Dann wird es auch den Osteuropäern zu leicht gemacht, in D zu fahren, als Konkurrenz zu den deutschen Firmen, die dann unterboten werden. Diese Praxis kostet hiesigen Firmen viel Geld, und wird nicht wirklich kontrolliert.
Natürlich sollten endlich auch die deutschen begreifen, dass nicht jede/r studieren und dann extrem viel verdienen kann. Und es sollte eine grundsätzlich bessere Wertschätzung aller Arbeit einkehren, egal welcher Art, denn alles ist wichtig !

09:16 von eine_anmerkung.

Die Kapazitäten und Infrastruktur dafür müssen erst mal wieder neu geschaffen bzw. überholt werden. Das Sparen an dieser Stelle rächt sich nun. Das wird sicherlich Jahrzehnte in Anspruch nehmen. In Osnabrück wurde ein neues digitales Stellwerk gebaut, zwei Ladekräne für die Schnittstelle Straße /Schiene (noch nicht in Betrieb), die Strecke Oldenburg Wilhelmshaven wird zweigleisig ausgebaut.

Wenn mehr Verkehr auf die Schiene soll, muss das zeitlich mit den Personenzügen koordiniert werden. Während der Umbauphase kommt es zu Einschränkungen für den regulären Berufs- und Reiseverkehr. Es werden Busfahrerinnen und Busfahrer für den Schienenersatzverkehr benötigt. Die fehlen derzeit genauso wie auch Lokführerinnen und Lokführer.

Da gibt es einiges zu tun und Geld auszugeben. ;-)

@09:25 von Klabautermann 08

"Eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer dauert 3 Jahre...."

Mag sein, weiß ich nicht. Für die Ausbildung ist aber sicher nicht der Staat zuständig. Wie für andere Fachkräfte auch nicht. Also liebe Wirtschaft - ausbilden.

Und wenn man keine Auszubildenden findet, dann liegt es daran, dass die potentiellen "Lehrlinge" andere Alternativen haben, die attraktiver sind. Das kann man nun wirklich keinem Jugendlichen vorwerfen, dass er sich die Entscheidung, wie er den Rest seines Lebens verbringen möchte, reiflich überlegt. Wenn ich mir einen Autobahnrastplatz anschaue, dann gibt es kaum ein Gehalt, dass mich dazu bringen könnte, den Großteil meiner "Freizeit" dort zu verbringen, anstatt bei meiner Familie.

Angeblich regulieren doch Angebot und Nachfrage den Preis. Hier ist das Angebot unattraktiv und deswegen gibt es zu wenig Nachfrage. Das sollten doch die tollen Wirtschaftler verstehen.

155 Millionen LKW-Leerfahrten

Im Jahr 2018 hat das Kraftfahrt Bundesamt eine Untersuchung zu LKW-Leerfahrten gemacht.

Von 419 Mio LKW-Fahrten waren 155 Mio sogenannte Leerfahrten also Fahrten ohne Fracht.

Da gibt es sicher ein enormes Optimierungspotential. Leerfahrten belasten nicht nur die Fahrer unnötig, sondern auch die Straßen und die Umwelt. Zudem verursachen sie Kosten für die Unternehmer, weil eine Leerfahrt ja keine Deckungsbeiträge erwirtschaftet.

In Zeiten von "Just-in-Time" sind Leerfahrten vermutlich nicht völlig zu vermeiden, aber dass mehr als 1/3 der LKWs leer herumfährt, kann auch nicht richtig sein.

um 09:25 von Traumfahrer

"Und es auch ziemlich viele Bürger/innen tragen mit dazu bei, durch ihr Konsumverhalten, und dem Motto : "Geiz ist Geil". Außerdem fehlt vielen noch immer das eigentliche Verständnis für mehr Umwelt- Bewusstsein und Demuth. Man muss ja auch alles haben, was der Nachbar hat !"

Diese Ansicht teile ich.
Ebend deshalb ist das BIP und das so ermittelte Wachstum kein geigneter Indikator für ein gesundes nachhaltiges Wachstum.

@ Traumfahrer 09:38

Da gebe ich Ihnen Recht. Nur weil es billiger in Afrika ist , es dorthin zu transportieren. Meiner Meinung nach würde das System aber kollabieren, wenn die Produkte nicht mehr billig wäre.

@Der Lenz

Sicher; die "Sondertransporte" und die Nahverteilung werden bleiben, denn das sind die eigentlichen Stärken dieses Flexibleren Systhems.

Richtig, das ist aber auch das einzige, wo LKWs langfristig noch ihre Berechtigung haben werden - und da vorzugsweise kleinere Fahrzeuge (die die Straßen weniger abnutzen und weniger verstopfen) mit emmissionsfreien Antrieben. Im Fernverkehr hingegen muss der Transport via Schiene Normalität werden. Das Geld, was momentan in den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraße gesteckt wird, gehört in den Ausbau des Schienennetzes.

Und ich denke, dann steigt auch das Ansehen der Lkw-Fahrer, weil sie dann eben nicht mehr als Umweltverpester wahrgenommen werden.

Jahrzehnte lang hat der

Jahrzehnte lang hat der europäische Westen eine neue Sklaverei betrieben, auf Kosten der ärmeren EU-Länder und der Türkei. Es hieß aber immer: "Wir geben den Menschen dort die Arbeit". Verlogene Gesellschaft! Eure Waren kommen aus China, eure Äpfel -- aus Chile, eure Kraftfahrer -- kaum über die Runden...

@10:03 von paganus65

"und zu dreckigen Toiletten
wer ist dafür verantwortlich ?
Werden die einfach so dreckig oder liegts am Benutzer ?//

Sehr richtig! :-)"

Danke nicht, dass das richtig ist. In meine Augen liegt es an Überbelegung der Parkplätze, denn die LKW's stehen schon lange vor den Parkplätzen auf den Standspuren. Die Reinigungskräfte, wenn sie überhaupt kommen, können sie die Reinigung nicht in Ruhe durchführen, selbst in der Nacht nicht. Es ist sicher zu einfach, zu sagen "ja der Bürger ist schuld". Mein Vorschlag, fahren Sie doch einfach entlang der Autobahnen und schauen Sie sich an, was an den Parkplätzen los ist. Ganz sicher bekommen wir die Probleme nicht durch noch mehr LKW-Verkehr in Griff.

Transport vermeiden ist kein Zauber

Regional kaufen hilft auch hier, .... mindestens ein wenig und es muss nicht teuerer sein, im Gegenteil!
Es braucht keine Heintje-Tulpen aus Amsterdam usw..
Regional geerntete Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Möhren ... gibt es am Ort oder in der Nachbarschaft. Heute in jedem Supermarkt.

Für ein Kilo Lebensmittel aus Übersee können laut Experten transport- und umwelttechnisch 11 Kilo regional geliefert werden.

Eine Infografik zeigt, wie klimaschädlich der Transport von Lebensmitteln ist. Vor allem das Flugzeug ist ein Klimakiller und belastet die Umwelt am meisten. Durch unser Verhalten als Konsumenten können wir dem entgegensteuern.

"https://reset.org/files/imagecache/big_image/inline-images/infografik-klima-lebensmittel-lufttransport-nachhaltigsein.png

@dr.bashir

Wenn ich mir einen Autobahnrastplatz anschaue, dann gibt es kaum ein Gehalt, dass mich dazu bringen könnte, den Großteil meiner "Freizeit" dort zu verbringen, anstatt bei meiner Familie.

Wohl wahr! Was ist eigentlich aus den Plänen geworden, Übernachtungen im Führerhaus zu verbieten und die Übernachtung im Hotel vorzuschreiben? Wenn die Spediteure nicht freiwillig bereit sind, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, muss es der Staat eben tun.

Am 18. Oktober 2021 um 08:33 von Nettie

„Warum ist Nachwuchs so schwer zu finden?“

Warum wohl? Weil die Wertschätzung, die denen, die bereit sind die in diesen Jobs üblichen Arbeits-„Bedingungen“ auf sich zu nehmen dafür entgegengebracht wird noch unterirdischer ist als die (die Arbeitsbedingungen).
__
Die Wertschätzung mag vllt auch eine Rolle spielen. Wenn aber die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen verbessert werden könnten, glaube ich, würde die "Wertschätzung" nicht mehr so wichtig sein. Denken Sie mal an die "Müllmänner". Die haben auch noch nie eine besonsere Wertschätzung erfahren und früher wollte das kaum ein deutscher Arbeiter machen. Da sie aber recht gut bezahlt werden UND, ganz wichtig, meist im ÖD beschäftigt sind, ist diese Arbeit heute für viele attraktiv geworden und ich sehe mittlerweile wieder sehr viele deutsche Müllwerker.
Wertschätzung ist ja ganz nett aber wenn es nur danach ginge, dürfte es z.B. keine Politiker, Finanzbeamte, Makler, Gebrauchtwagenhändler geben. Dafür kann man sich nämlich nix kau

09:25 von eine_anmerkung. Es wanderten doch in den

letzten 10 Jahren Millionen Fachkräfte aus Rumänien, Bulgarien, Polen, vom Balkan, aus der Türkei, von Syrien, vom Irak und Afghanistan nach Deutschland ein. Wo sind die denn alle – und was tun die eigentlich?...."<<

>>Die Frage ist sicherlich unangenehm, aber dennoch berechtigt. Warum nichtmal eine gesellschaftlich offene Diskussion ohne zu diskreditieren? Anhand von Zahlen, Daten Fakten?<<

Flüchtlinge: Drei von vier Syriern lebt von Hartz 4
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-09/fluechtlinge-syrer-hartz-iv?utm_r...

Lt Statistik der BfA hatten 2019 42% der Langzeitarbeitslosen einen Migrationshintergrund. Bei einem Bevölkerungsanteil 2019 von ca. 26%. Hartz IV seit 2005 und Langzeitarbeitslosigkeit ist vielleicht nicht zu 100 Prozent deckungsgleich, zum größten Teil aber vermutlich schon, so dass die Zahlen ganz ähnlich sein dürften. Die Stat. der BfA findet man unter dem Titel:
Migrationshintergrund. Methodenbericht Mai 2019

09:35 von Sparer

«Diese Kausalkette kann aber mE nur dann durchbrochen werden, wenn zum einen die steuerlichen Bedingungen für LKW in der EU harmonisiert werden, und zum anderen wir Verbrauchen uns daran gewöhnen, auf das gewünschte Produkt auch mal ein bisschen warten zu müssen.»

Und vieles würde teurer werden, wäre die Bezahlung für LkW-Fahrer besser. Die Kosten der Speditionen sind im Haifischbecken so knapp kalkuliert, dass Spediteure gar nicht anders könnten, höhere Lohnkosten auf den Warenstückpreis umzulegen. Irgendwas im Supermarkt wie Joghurt oder so würde teurer.

PS zu gestern und nun zu hier: Mein Rover ist ein Santana mit Erstzulassung 1999 in Spanien. Auf verschlungenen Wegen kam das Unikum dann zu mir. Man ist mit so was kein LkW-Fahrer, aber häufiger auch auf der rechten Spur der Autobahn unterwegs als mit kleineren schnelleren PkW. Man kennt auch den Gruß von Dank nach Überholvorgang mit Blinker rechts, Blinker links.

Mit dem Beruf Brummifahrer möchte ich nicht tauschen.

Da hilft die Marktwirtschaft,

die es bei uns ja angeblich gibt. Ist das Angebot für LKW-Fahrer nicht attraktiv genug, wird es von möglichen Bewerbern nicht angenommen. Die Unternehmer (Fuhrunternehmer und Transportgütersteller) und Regulierungsbehörden müssen darauf achten, dass die Bedingungen für diesen Arbeitsplatz nicht nur dem Kostendruck untergeordnet werden, wenn sie bei den Neueinstellungen mehr Erfolg haben wollen. Es droht darüber hinaus ein Strukturproblem, dass wegen vermehrter Verrentung von geburtsstarken Jahrgängen der Nachschub an Nachwuchskräften ausbleibt. Insgesamt scheint mir, dass die Probleme genau bekannt sind, aber der Schmerz des Nachwuchsmangels ist noch nicht groß genug, so dass die Reformnotwendigkeiten ignoriert werden, weil man sich weiter durchwursteln will.

um 10:01 von paganus65

Ihren Ausführungen ist nur zu zustimmen!
Selbst Lindner hat ja eingesehen, dass die Art der E-mobil Förderung völlig daneben ist.
Und so werden die Einsichten, die sie Ansprehen, sich auch in der Ampel immer mehr durchsetzen. Die sind wohl weiter als wir denken. Das hoffe ich.

@BotschafterSarek zu dr.bashir

Ich glaube kaum, dass Freizeit im Hotel mit der Freizeit mit Familie konkurrieren kann, so dass plötzlich mehr LKW-Fahrer da sind.

Früher habe es einen zweiten Fahrer, da konnten sich die beiden abwechseln und durchfahren.

Am 18. Oktober 2021 um 09:01 von Meinung zu unse... rer Truman

In zwanzig Jahren lenkt hier niemand mehr einen LKW über die Straßen ebensowenig wie PKW 's -> das wäre viel zu gefährlich! Darüber einmal nachgedacht hinsichtlich des fehlenden Nachwuchses - mal völlig abgesehen von Bedingungen und Bezahlung?
___
Darf ich fragen, was Sie zu dieser kruden Überzeugung bringt ?
Warum sollten denn wenigen Jahren keine, wie auch immer gearteten Fahrzeuge, unterwegs sein ?
Vllt wg. des "autonomen Fahrens"?
Das wird noch lange dauern und für LKW's noch viel länger, so diese überhaupt mal autonom unterwegs sein können.
Das erleben wir sicher nicht mehr.

@Der Mund 09:09

zitat: "Und die Smartphone-Pling-Pling-Generation will sich die Hände nicht mehr schmutzig machen."

Da Sie die "Smartphone-Pling-Pling-Generation", die sich ihre Hände nicht schmutzig machen wollen, erwähnen...

Wann haben Sie sich die Hände schmutzig gemacht? So als Landesbeamter, in Lehrfunktion, an einem Gymnasium!?

Es sind wohl eher die Arbeitsbedingungen, welche die potentiellen Bewerber abschrecken. Zumal man mit einem Abitur auch andere Chancen hat.

Fragen über Fragen...

Dier Löhne sind unterirdisch, die Arbeitsbedingungen unangemessen und die Anforderungen hoch. Das könnte für viele junge Menschen der Grund sein, warum sie sich nicht für Berufe entscheiden, die perspektivisch ein kontinuierlich-komplettes Auspressen der Arbeitskraft bedeuten, für das man nicht mal eine Entlohnung erhält die Zukunftsgedanken rechtfertigt.
Und so läuft das ja nicht nur in der Logistik-Branche. Das ist in den Pflegeberufen genauso. Die gesamte Mitarbeiterschaft der Dienstleitungsbranche arbeitet gezwungenermaßen so.

Ein Kabarettist empfahl -sinngemäß- einmal folgendes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, morgen fallen alle Unternehmensberater, alle Investmentbanker und alle Aktienanalysten tot um, oder morgen fallen alle Mitarbeiter der Dienstleistungsbranche tot um. Und jetzt überlegen Sie kurz, wen Sie persönlich vermissen würden.". Noch Fragen ?

@morgentau19

Drei von vier Syriern lebt von Hartz 4

Was hat das mit unserem Thema zu tun? Die Syrer haben wir nicht als Arbeitskräfte ins Land geholt, sondern aus humanitären Gründen, weil in ihrer Heimat ein Bürgerkrieg bzw. teilweise ein Stellvertreterkrieg herrscht. Da geht es um die Rettung von Menschenleben, und die ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Jedes Menschenleben ist unbezahlbar.

Trotzdem ist es natürlich anzustreben, dass viele der hier lebenden Flüchtlinge auch in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dazu braucht es aber nicht nur die Integrationsbereitschaft der Geflüchteten, sondern auch die der Einheimischen. Bei manchen habe ich aber eher den Eindruck, dass sie Migranten den Weg in die Mitte der Gesellschaft bewusst erschweren.

LKW wird als zukunftsunsicher dargestellt.

Die grüne Politik verteufelt derzeit den LKW-Verkehr. Wenn man aber nach einer Lösung sucht, so kann die nicht in eine Abschaffung des LKW-Verkehrs liegen (nur über 100-300km und bei entsprechender Menge) sondern in einer generellen Verringerung des Transportumfangs:
- Brauchen wir Mineralwasser aus allen Teilen Europas?
- Müssen wir Bierflaschen mit Brauereilogos prägen und somit 900km vor Wiederbefüllung fahren
- Müssen wir Milch durch ganz Deutschland kutschen
- müssen die Teile wirklich wegen weniger ct in China/Osteuropa gefertigt werden, oder ist der Transport nur zu billig?
- wie viele Tkm lassen sich durch langlebigere Produkte sparen?
usw.
All das führt zu weniger Verkehr auf der Straße, ohne sinnlos die gleiche Menge nur auf die Bahn zu verlagern.

In einer endlichen Welt, kann es kein unendliches Wachstum geben!
Wir müssen lernen, ohne Wirtschaftswachstum zu leben! Es wird funktionieren - ohne dass 90% der Menschen ärmer werden!

Am 18. Oktober 2021 um 08:54 von Demokritisch

Anerkennung der Leistung ist meist auch eine Frage des Geldes. Also vielleicht liegts an der nicht angemessenen Bezahlung der Fahrer ?
Und vielleicht auch am Druck, Stress an der Überwachung ?
Ich würde es erst mal mit besserer Bezahlung versuchen und dann die Arbeitsbedingungen verbessern.
__
Wir, also mein Mann, hatte viele Jahre eine relativ kleine Spedition, die sich auf Spezialtransporte beschränkte. Die Zeiten sind sehr eng getaktet, die Bezahlung vom Auftraggeber (wir waren wg. der speziellen Transporte nicht so sehr betroffen )lässt nicht viel Spielraum. Nach Möglichkeit sollte kein KM leer gefahren werden. Es ist kein ganz einfaches Geschäft. Mein Mann hat manche Nacht nicht geschlafen, ist vielfach selbst mit eingesprungen und damals gab es die "Ost"-Erweiterung noch nicht. Jedem, der hier einfach nach mehr Geld ruft, empfehle ich, sich mal mit der Materie zu befassen. Gruselig. Vor allem im Lebensmittel und Ersatzteilbereich stressig bis zum Umfallen für Chef UND Fahrer !

@Traumfahrer

"Re : Tada ! Tja, es gibt Bereiche, da sind sich die Deutschen zu schade dafür" Am 18. Oktober 2021 um 10:11 von Traumfahrer

*

Sind das denn feste Jobs, von denen man hier die Miete bezahlen kann?

Bei uns im Mietshaus wird die Putzkolonne bezahlt. Es sind ständig andere Leute.

*

Wenn man als Aufstocker arbeiten will, dann geht das realistisch nur mit monatlich gleichem Verdienst, denn das Amt neigt dazu einem den höchsten Verdienst von vor 2 Jahren anzurechnen, auch wenn im aktuellen Monat nichts läuft - zum Beispiel beim Spargelstechen. Zwar wird das dann nach 3 Monaten ausgeglichen, aber der Vermieter will nicht nur jeden Monat pünktlich die Miete haben, nein, er hat das Recht dazu.

Da sagen sich viele: Bevor ich aus der Wohnung fliege arbeite ich lieber gar nicht, als unregelmäßig.

um 10:26 von gman

Globalisierung ja, aber nicht gedankenlos. Das scheint mir ihre Meinung zu sein und dem stimme ich zu. Im Augenblick scheint mir die Entwicklung aus den Ruder gelaufen und dem muß entgegengewirkt werden.

@ Werdaswissenwill

"wird mit dem Gehalt ein Fall für die Sozialkasse und zack trägt der Rest der Gemeinschaft die Kosten ,während der Unternehmer die Gewinne kassiert!"

Genau das ist der Sinn der Zuwanderung! Senkung der Arbeitskosten - nichts anderes.

Und die Wegwerfgesellschaft mit kurzlebigen Produkten brauchen die Reichen um Gewinne zu generieren.
Die arbeitenden Menschen können auch mit wenigen, haltbaren und dafür etwas teureren Produkten leben - aber da gibt es nur einmal einen Gewinn für den Unternehmer!

Irgendwann ist Schluss

Ob Fleischzerleger, Erntehelfer, LKW-Fahrer etc., irgendwann ist Schluss mit menschenverachtender Ausbeutung. In diesen Bereichen werden Scheinselbständige und Leiharbeitskräfte aus dem Ostblock für´n Appel und´n Ei zu Arbeit jenseits aller Regulierungen gezwungen. Es wird behauptet, der Fahrtenschreiber sei nicht manipulierbar. Wer glaubt noch an die unbefleckte Geburt?
.
Vielleicht sollte man nicht die Steuern erhöhen, sondern die Buchhaltungen der Leiharbeiterfirmen mal genau prüfen, dann liegt ja auf der Hand, dass der AN 5 Euro die Stunde bekommt, der AG aber z.B. 12 Euro.
.
Und nun der passende Gaga dazu: von den 7% muss der "arme" AG leben, kicher, kicher.

09:04 von perchta

"Warum nicht einfach das Bahnnetz ausbauen? Das ist dann auch gleich umweltfreundlicher".
Hab' noch nie einen Güterwaggon vor dem Edeka hier im Dorf ausladen sehen.
Ja, der Vergleich hinkt und ich habe mich schon mal hier im Forum damit blamiert. Dennoch, wir brauchen Straßen, und wir brauchen Schienenstrecken. Beides. Die Riesenbrummis auf den Fernstrecken kann man nicht einfach streichen. Nicht von jedem Ausgangspunkt (Polen, Grenzübergang, ...) zu jedem Depot, Warenlager oder jeder Fabrik ist es sinnvoll oder möglich, einen ganzen Zug voll Gütern fahren zu lassen.
Frdl. Gruß, Zuschauer49

10:40 von

10:40 von BotschafterSarek

Danke für die sehr wahren Worte!

@ Heidemarie Bayer

"Warum macht man dies nicht wieder, gezielt anwerben von bestimmten Berufsgruppen aus bestimmten Ländern die man benötigt und diese auch ordentlich behandelt."

Weil die Verhältnisse in Deutschland mittlerweile so mies sind, das freiwillig keiner mehr kommt. Rente mit 67 z.B. Die Löhne sind auch nicht mehr toll. Außerdem ist das Sozialsystem für Flüchtlinge mittlerweile so gut, dass der Unterschied zu einer mies bezahlten Arbeit zu gering ist!

Nur um z.B. Krieg zu entfliehen! Selbst da gibt es bessere Zufluchtsländer.

Am 18. Oktober 2021 um 09:04 von ich1961

Das unsere Straßen und Autobahnen so voll sind, liegt nicht nur an "unserem" Konsum, sondern auch daran, das Deutschland ein "Transitland"ist.
Und es sind nicht nur die Verkehrsminister, die daneben liegen, es sind alle Sparten betroffen.
___
Da haben Sie sehr viel Wahres geschrieben und jeder Punkt ist zutreffend. Ich mag dieses Pauschalurteil über Chefs jedweder Genese nicht mehr hören. Es hat hier ausserdem fast jeder die Möglichkeit sich selbständig zu machen. Man braucht nicht einmal viel Geld, je nach Art der Selbständigkeit. Was man braucht ist vor allem Fleiss und die Bereitschaft, dass zuerst die Arbeit mit vollem Einsatz zu kommen hat. Da sind viele im Zeitalter des "Lifestyle" nicht mehr zu bereit. Da ist es natürlich einfacher, über diejenigen zu schimpfen, die dazu bereit waren und heute vllt den Lohn dafür einfahren.
Mit Fug und Recht, wie ich finde !

Verwaltungskram

Ein LKW-Fahrer braucht alle 5 Jahre:
5Module nach §95a (ab 500,-),
Allgemeinarztattest (50,-),
Augenarzt (60,-)
Führerscheinstelle (incl. Fahrerkarte) (ca. 60,-)
Bei Gefahrgut: ADR-Schein (ca. 200,-)
"eigentlich" zahlen die Speditionen die Module und den ADR-Schein ihren Fahrern, versuchen sich davor aber oft zu drücken. Die anderen Kosten trägt meistens der Fahrer.

Lenk- und Ruhezeiten:
9h täglich (2x die Woche 10h), spätestens alle 4,5h einePause von 45 Min. Bei Stückelung mindestens 15 Min. lang
max 56 Stunden in der Woche
Gefahrguttransporte müssen bei Glätte auf einen Parkplatz.

Be- und Entladezeiten gelten als Arbeitszeit, werden aber oft als Pause eingestellt, "wenns eng wird".

Höchstgeschwindigkeiten:
Autobahn 80km/h
Bundesstraße: LKW bis 7,5t 80km/h, ab 7,5t 60km/h.
LKWs habe geeichte Tachos für die Fahrerkarte, ein PKW, der mit 80 km/h vorrausfährt, bremst den LKW auf 71km/h.

Für viele Fahrer dürfte die Anhebung des Mindestlohns auf 12,- eine Verbesserung bringen.

@paganus65

"Etikettenschwindel" trifft ganz genau zu.

Es ist wie mit den Nutztieren, die quer durch die EU gefahren werden, um "Made in Germany" auf das Fleisch zu stempeln.

Genauso sieht es mit Arbeitsbedingungen und Umweltschutz aus.

Hier feuert man, dass Zechen geschlossen werden und man verschweigt, dass die sich wegen der Kosten nicht mehr rentieren, und die Kohle wird aus Ländern importiert, in denen Arbeitsbedingungen unter Tage katastrophal sind.

@paganus65 „Weil es nicht

@paganus65
„Weil es nicht "einfach" geht, tausende Grundstückeigentümer zu enteigenen, viel belastete Ortschaften an Bahnstrecken noch weiter zu belasten, ein komplettes Netz nur für Güterverkehr neu aufzuziehen und das alles noch mit EU-Weiten Ausschreibungen, gendergerecht, divers, ökologisch, politisch korrekt durchzuführen.“

Ganz sicher geht nicht alles, aber viele stillgelegte Strecken gibt es noch, sie sind bloß marode. Man könnte, wenn man wollte, kostet aber…

@weingasi1, 10:28

"Wertschätzung ist ja ganz nett aber wenn es nur danach ginge, dürfte es z.B. keine Politiker, Finanzbeamte, Makler, Gebrauchtwagenhändler geben. Dafür kann man sich nämlich nix kau"

Ich finde Wertschätzung nicht nur "ganz nett" (aber Ihrer Meinung nach offenbar durchaus verzichtbar), sondern halte sie für elementar. Denn um das Überleben von allem und jedem, das bzw. der wirklich wertgeschätzt wird, wird sich auch ganz ohne "Kaufkraft" von den allermeisten Menschen immer gekümmert.

Am 18. Oktober 2021 um 09:13 von paganus65

Man müsste auch zugeben, daß das Wolkenkuckucksheim der immer schärferen Vorgaben und immer "güneren, gendergerechteren, diverseren und moralischeren" Produktionsweisen ein Etikettenschwindel ist.
___
Das sehe ich ähnlich. Vor lauter innergesellschftlichem Optimierungszwang und Gleichmacherei in möglichst jeder Beziehung, geraten wichtige Dinge aus dem Fokus.

09:21 von Sisyphos3

"was tun die alle,
welche hier zulande Unterstützung kriegen
und dem Arbeitsmarkt trotzdem nicht zur Verfügung stehen"
Alleinerziehend ihre Kinder aufziehen,
Sich weiterbilden, um trotz Behinderung wieder einen Job zu kriegen,
Sich mit 50 Jahren, hoher Qualifikation und geringen Ansprüchen vergeblich um eine Arbeit bemühen ("tut mir leid, dass Ihr bisheriger Arbeitgeber zugemacht hat, aber Sie sind für den Posten überqualifiziert". Alternativ schon in der Stellenanzeige: "Sie sollten zu unserem jungen Team passen", Übersetzung: Sie dürfen nicht mehr verlangen als eine Raumpflegerin).
Eigene Beobachtungen, nicht mich betreffend.
Frdl. Gruß, Zuschauer49

@ covid-strategie

Zitat: "Von der Straße auf die Schiene..."
#
Der Zug ist bereits wortwörtlich abgefahren. Im gleichen Rahmen in dem immer mehr auf die Straße gebracht wurde, hat die privatisierte DB Streckenteile, Abstellgleise ec. abgebaut und stillgelegt.
Da bräuchte es heute mehr Zeit und Geld als für neue Autobahnen. Für die allermeisten Stillegungen und Abbauten müsste ein neues, öffentliches Verfahren betrieben werden ... inkl. Planfeststellung. Dann fehlen ebenso Lokführer und entsprechendes Wagen- und Lokmaterial, dass kann man nicht mal eben so kaufen ... das dauert.
Kurz: Für 30% "Güter auf die Bahn" braucht diese 15 Jahre Vorlaufzeit.
Es wäre bei weitem billiger gewesen, die Bahn als Staatsunternehmen von Grunde auf zu sanieren. Heute zahlt der Steuerzahler ein Vielfaches ...

@Am 18. Oktober 2021 um 09:16 von eine_anmerkung

Es ist derzeit etwa 3x so teuer, eine LKW-Ladung z.B. von Süddeutschland nach Hamburg mit der Bahn zu transportieren, als mit dem LKW.

Die gleiche Fuhre ist mit dem Laster in einem oder zwei Tagen am Ziel, bei der Bahn dauert es ca. 3 Tage, bis der Laster die Ware am Bahnhof abholen kann (bzw. die bahneigene Spedition Schenker sie anliefert).
Dann vergeht meistens noch ein Tag, bis die letzte Meile (meistens sind das um die 50 bis 70) gefahren wird.

@BotschafterSarek

Deutschland soll als Erstes damit aufhören, die Welt zu retten. Dann hätte es sofort etwas Geld frei für andere Projekte.

Und dann: Wie will Deutschland die Welt überhaupt retten, wenn es bald keine Karftfahren haben wird? Und dann irgendwann mal vielleicht keine Hosen und Stiefel?!.

Überheblichkeit?

Einige gefallen sich darin, "der Jugend" vorzuwerfen, dass sie bestimmte Berufe nur noch ungern ergreift. Das ist natürlich komplett albern. Wenn diese Leute Kinder haben (oder hätten) und die mit 15 oder 16 fragen "Mama/Papa, was soll ich denn nach der Schule machen?", dann würden wohl die wenigsten dem eigenen Nachwuchs eine "Karriere" als LKW-Fahrer empfehlen. Aber es ist natürlich schön, am Vormittag im Warmen am Computer zu sitzen und anderen zu empfehlen, einen unattraktiven Job zu ergreifen.

Warum sollte ein 18-jähriger, der in 3 Jahren zum "Bachelor of International Business" werden kann, wo er dann in gepflegten Meetingräumen mit Gleichgesinnten agile Power-Point-Slides anschaut, in der gleichen Zeit eine Ausbildung zum LKW-Fahrer machen?

Und anscheinend braucht unsere Wirtschaft all diese Business-Bachelors. Ich habe jedenfalls noch nichts von einer nennenswerten Arbeitslosigkeit unter denen gehört. Wenn die LKW-FahrerIn würden, fehlten sie im Meetingraum.

10:03/Der Lenz ein frommer Wunsch

ist "Schiene, Schiene, Schiene". Ich plädiere dafür, die Probleme von heute mit den Möglichkeiten von heute zu lösen, anstatt die Probleme von heute auf die geplanten Strukturen der längeren Zukunft der nächsten Jahre zu verschieben, weil diese Strukturen erst aufgebaut werden müssen.

Am 18. Oktober 2021 um 10:27 von BotschafterSarek

Was ist eigentlich aus den Plänen geworden, Übernachtungen im Führerhaus zu verbieten und die Übernachtung im Hotel vorzuschreiben? Wenn die Spediteure nicht freiwillig bereit sind, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, muss es der Staat eben tun.
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Ein absolut bärenstarker, supertroopermega Vorschlag. Dann brauchen die Fahrer nicht nur einen Parkplatz für die Nacht, sondern gleichzeitig ein Hotelzimmer. Vllt kann man ja so eine Art "pop-up"-Hotels oder kleine Zeltstädte aufbauen, in den die Fahrer dann unterkommen. Muss natürlich Flächen deckend den ganzen Kontinent überziehen !

@ Fools Büttel 10:39

Der Kabarettist hat es schonungslos auf den Punkt gebracht . Nur glaube ich das manche falsch geantwortet hätten. Eine soziale Marktwirtschaft haben wir nicht mehr .

09:27 von Sisyphos3 - Autohöfe

"wobei man möglicherweise auf kostenpflichtige Parkplätze ausweichen könnte
Auf Autohöfen"
Schlimmer. Auf dem riesigen Autohof 800mtr. von mir entfernt haben sie inzwischen einen Mann mit gelbem Parka an der Zufahrt plaziert, der die Lkw ab einer gewissen Uhrzeit gleich wieder rauswinkt "einmal um den Kreisverkehr und wieder zurückfahren, wir sind voll".
Von daher resultiert die von mir zitierte Veröffentlichung einer Gemeindeleitung, man solle die dann illegal im Dorf parkenden Lkw melden. Die standen natürlich nicht auf dem Friedhofsparkplatz in der Ortsmitte, sondern längs irgend einer gottverlassenen Industriestraße mit reichlich Platz und ohne Anlieger.

Wie kann man sich beschweren, dass Baustoffe fehlen, die Güterbeförderung im Lande prekär zu werden droht usw., und so gnadenlos mit denen verfahren, die uns unser Zeug liefern.

Frdl. Gruß, Zuschauer49

um 10:24 von jochjoch60

//Danke nicht, dass das richtig ist. In meine Augen liegt es an Überbelegung der Parkplätze, denn die LKW's stehen schon lange vor den Parkplätzen auf den Standspuren.//

Na ja... ich bin viel in Schweden unterwegs, als Urlauber.
Wenn man den Vergleich ähnlich starkt frequentierter Einrichtungen zwischen Schweden und D zieht, ist es ernüchternd.
Es ist vielfach eine mangelnde Wertschätzung für alles und jedes in unserer Gesellschaft spürbar.
Eben auch für den Mitmenschen. Auch für den Arbeiter.
Und diese Krankheit durchzieht unsere Kultur.
Jetzt wird das aber sehr komplex: Fehlende Wertschätzung der Arbeitgeber, schlechte Arbeitsbedingungen, fehlende Wertschätzung des Bürgers für öffentliches Eigentum. Da kann einem schnell der Kopf brummen.
Aber was wir sehen ist: Es funktioniert vieles nicht mehr. Systemkomponenten kommen an ihr Ende. Jetzt halt der Güterverkehr als Selbstverständlichkeit unserer Kultur. Als Glaubensbekenntnis: "Ich kann alles sofort haben!"

@Cillie21

Jaaaa die Böse Jugend wieder.

Was fällt denen ein, einfach damit unzufrieden zu sein, dass sie im vergleich zur vorangegangene Generation mehr Verantwortung für deutlich weniger Geld haben?
Zeigen sie mir mal bitte einen aktuellen Industriearbeiter (unter 40) der auch nur ansatzweise die Chance hat über Automatismen auf über 60.000€ Jahresgehalt zu kommen...

Oder einen normalen Arbeitnehmer der in der Lage ist eine Immobile zu Finanzieren...
In meiner Elterngeneration kostete ein Einfamilienhaus 5 bis 7 Jahresgehälter Mittlerweile sind es eher 15 bis 20.

Liegt aber alles daran, das die Blagen faul sind. (Achtung Sarkasmus)

10:01 von schabernack

LkW-Fahrer ist weit mehr, als nur das Teil von A nach B zu fahren und sonst nix.

Eine verkürzte Ausbildung wird auch vom Arbeitsamt bezahlt und dauert wenige Monate. Geschenkt bekommt man den Führerschein aber nicht, man muss sich umfangreiches praktisches und theoretisches Wissen aneignen, dazu gehören Inhalte wie Ladesicherung, Gefahrguttransport etc. Zudem müssen gesundheitliche Voraussetzungen (keine Seheinschränkung) erfüllt sein.

Zu 10:33 von logig "Selbst ..."

Selbst Lindner hat ja eingesehen, dass die Art der E-mobil Förderung völlig daneben ist.

Falsch, Lindner hatte nie eine andere Sicht:
„Die Automobilindustrie etwa ist in exzellenter Verfassung – die brauchen keine Milliardensubventionen für Elektroautos“.
Selbst der VW-Boss sieht das jetzt so.

Man hat nichts gelernt aus der schädlichen EE-Förderung, siehe EEG. Hunderte Milliarden € zu Lasten von Verbrauchern und Steuerzahlern in der Sonne verbrannt und im Winde verweht; nichts gewonnen für Klima und Umwelt wie man sehen kann.
Und jetzt wieder eine milliardenschwere Förderung von Batterieautos mit einer sogenannten Umweltprämie auch für Plug-in-Hypbride. Was für ein Unfug!

"Selbst Habeck und Baerbock ..." wäre die bessere Nachricht!

Am 18. Oktober 2021 um 10:26 von gman

Eine Infografik zeigt, wie klimaschädlich der Transport von Lebensmitteln ist. Vor allem das Flugzeug ist ein Klimakiller und belastet die Umwelt am meisten. Durch unser Verhalten als Konsumenten können wir dem entgegensteuern.
__
Ja, könnte man eventuell, wenn "man" denn wollte. Wollen aber nun mal nicht alle, sonst würden sich diese Artikel nicht verkaufen lassen und wären sehr schnell aus den Regalen verschwunden. Da bestimmt nämlich wirklich die Nachfrage das Angebot.
Hinsichtlich des "Klimakillers" Flugverkehr habe ich kürzlich noch gelesen, dass dieser max. 40% der Emissionen, die durch die Digitalisierung (Internet z.B.) ausmacht.
Das nutzen wir doch auch alle, siehe dieses Forum.

Es ist ja auch so.

"Lkw würden als "Stinker und Umweltverpester" gelten, und die Fahrer bekämen deshalb nicht den Respekt, den sie verdienten"

So ist es auch wirklich ... immer noch!
Ich fahre sehr selten Pkw, aber fast immer hinter einem Lkw (insbesondere beim Anfahren) kommt pechschwarzer Russ inklusive viel giftiges Blei aus dessen Auspuff. Das sind leider meine Erfahrungen der letzten Jahre. Ich versuche dann immer mind. 250 Meter Abstand zu halten, aber es bleibt extrem ungesund!
Ja, die Fahrer können nix dafür, aber die profitgeilen Spediteure schon, die ständig solche in Osteuropa völlig kaputt gefahrenen Lkw auf unsere Strassen lassen.

Re : paganus65 !

Die Kartoffeln, die ich gefahren habe, von Marseilles nach Ostdeutschland, kamen aus China. Es werden hier ja so wenige angepflanzt und geerntet. Da ist es billiger, diese über 1000 km zu transportieren, als nebenan diese zu pflanzen !

@Sisyphos3

"
Am 18. Oktober 2021 um 09:21 von Sisyphos3
08:37 von Louis2013

und was tun die eigentlich?
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ne interessante Frage

was tun die alle,
welche hier zulande Unterstützung kriegen
und dem Arbeitsmarkt trotzdem nicht zur Verfügung stehen"

Nun, die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Es Rentner, oder es sind Menschen, die gerade eine Aus- oder Weiterbildung machen. Nur dann steht man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Da ich Ihre sonstigen Posts kenne, kann ich Ihnen guten Gewissens unterstellen, daß Sie mit ihrem Euphemismus "Menschen, die dem Arbeitsmarkt trotzdem nicht zur Verfügung stehen" eigentlich meinen: "Was ist denn mit den faulen Socken?"

Und da kann ich Sie beruhigen, die machen schlimmstenfalls ca. 1 Prozent der Menschen aus, die Unterstützung erhalten. Alle anderen schreiben fleißig Bewerbungen.

10:28 von weingasi1

"Wertschätzung ist ja ganz nett aber wenn es nur danach ginge, dürfte es z.B. keine Politiker, Finanzbeamte, Makler, Gebrauchtwagenhändler geben"
(Tränen lach) Ja, danke. Ich hätte mich ja niiiie getraut, sowas zu schreiben, auch wenn's meine Meinung ist - in der festen Erwartung, meinen Beitrag mit "rot" um die Ohren zu kriegen...
Frdl. Gruß, Zuschauer49

@ 09:09 Der Mund - ist Geld die Lösung? Sicher nicht…

„ Als Lehrer an einem Gymnasium verdiene ich wirklich gut. Aber das Ansehen meiner Zunft in der Gesellschaft könnte schlechter nicht sein. .. wohl auch WEGEN des Gehalts. Die Folge: Der Beruf verweiblicht. Männer vermeiden so den Image-Schaden.“

Dadurch wird der Beruf auch immer mehr Links-Grün. So mein Eindruck.

„Mit dem Gehalt kann man solche Probleme der Akzeptanz nur bedingt regeln. Was müsste man euch den zahlen, damit ihr bereit wäret, in einem Pflegeheim oder als LKW-Fahrer zu arbeiten? Solange ihr Alternativen habt, ergreift ihr diese. Und die Smartphone-Pling-Pling-Generation will sich die Hände nicht mehr schmutzig machen.“

Das ist das eigentliche Problem. Den Wohlstand wollen alle genießen, aber erarbeiten will ihn keiner mehr…

Es gibt immer mehr „als-ob-Jobs“. Also man tut so als würde man arbeiten… dabei verwaltet man sich gegenseitig, versucht immer mehr Auflagen, Vorgaben, Gesetze und Regulierung zu erfüllen.

Die Komplexitätsfalle hat uns voll umklammert.

Am 18. Oktober 2021 um 10:40 von BotschafterSarek

Am 18. Oktober 2021 um 10:40 von BotschafterSarek
@morgentau19

Drei von vier Syriern lebt von Hartz 4

Was hat das mit unserem Thema zu tun? Die Syrer haben wir nicht als Arbeitskräfte ins Land geholt, sondern aus humanitären Gründen, weil in ihrer Heimat ein Bürgerkrieg bzw. teilweise ein Stellvertreterkrieg herrscht. Da geht es um die Rettung von Menschenleben, und die ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Jedes Menschenleben ist unbezahlbar.

Trotzdem ist es natürlich anzustreben, dass viele der hier lebenden Flüchtlinge auch in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dazu braucht es aber nicht nur die Integrationsbereitschaft der Geflüchteten, sondern auch die der Einheimischen. Bei manchen habe ich aber eher den Eindruck, dass sie Migranten den Weg in die Mitte der Gesellschaft bewusst erschweren.
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So sehe ich das auch! Und diejenigen die den Weg erschweren, maulen dann herum dass die Migranten sich nicht integrieren wollen -.-

Zu 10:43 von logig "gedankenlos"

"Globalisierung ja, aber nicht gedankenlos. Das scheint mir ihre Meinung zu sein und dem stimme ich zu. Im Augenblick scheint mir die Entwicklung aus den Ruder gelaufen und dem muß entgegengewirkt werden.

@logig, ja da läuft aktuell viel aus dem Ruder. Eben melden die Nachrichten den höchsten bisher registrierten Dieselpreis. "Berührt mich nicht, ich fahre keinen Diesel, ich fahre E" ist die gedankenlose Reaktion eines Zeitgenossen.
Bisher und wohl noch lange fahren so gut wie alle LKW mit Diesel. Der Dieselpreis wird die Preise alle Güter die transportiert werden weiter in die Höhe treiben. Der Batterieautofahrer wird davor nicht geschont.

09:01 von Meinung zu unserer Truman Welt

«In zwanzig Jahren lenkt hier niemand mehr einen LKW über die Straßen ebensowenig wie PKW 's -> das wäre viel zu gefährlich!»

Wer glaubt denn ernsthaft an das Autonome Märchen, in 20 Jahren werden nur noch mehr oder weniger große selbst fahrende und von Geisterhand gelenkte Duracell-Häschen auf Rädern durch Städte und über Land hoppeln und hupen.

Zu 11:08 von weingasi1 "Klimakiller"

"Hinsichtlich des "Klimakillers" Flugverkehr habe ich kürzlich noch gelesen, dass dieser max. 40% der Emissionen, die durch die Digitalisierung (Internet z.B.) ausmacht.
Das nutzen wir doch auch alle, siehe dieses Forum."

Ja, diese fragwürdige "Berechnung" war in den Gazetten zu lesen. Laut der Berechnung sollen das Internet und Computer für 1,8 bis 2,8 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sein. Bereinigt um die Kürzung von Lieferkettenpfaden soll der Anteil sogar bei 2,1 bis 3,9 Prozent. Damit soll das Internet und die Server sowie Privatcomputer klimaschädlicher als der Flugverkehr sein, der im Jahr 2018 einen Anteil von 3,01 Prozent an den globalen CO2-Emissionen gehabt haben soll.
Flugzeuge werden noch nicht mit EE-Energie betankt. Computer & Co. dagegen zunehmend und hier wird Luft- Bahn- und Straßenverkehr vermieden, was gegengerechnet werden müsste. Stichwort Homeoffice!

Das Internet ist kein Klimakiller, im Gegenteil!

LKW-Fahrer gesucht: Drohen britische Verhältnisse ?

Die Frage könnte auch anders gestellt werden: Wenn die LKW-Fahrer knapp werden, etwa weil sich Arbeitsbedingungen bis in die hintersten Ecken von Osteuropa herumgesprochen haben, wie werden dann die deutschen Gewerkschaften reagieren ?
Werden Sie, wie in Großbritannien die Gewerkschaft Unite, so konsequent sein, Lohnerhöhung zwischen 6,2 Prozent bei DHL bis zu 36 Prozent bei einem Distributionszentrum von Heinz (Ketchup) durchsetzen ?
Oder wird nur an die "soziale Verantwortung appelliert" ?

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