Emmanuel Macron

Ihre Meinung zu Brexit-Deal: Macron fordert klare Ansage von Johnson

Nach seinem Besuch in Berlin will der britische Premier Johnson bei Frankreichs Staatschef Macron für seinen Brexit-Kurs werben. Doch der macht deutlich: Eine Neuverhandlung auf Basis der britischen Vorschläge sei "keine Option".

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
110 Kommentare

Kommentare

catze
Ich verstehe

Ernsthaft nicht wie manche noch die Rosinenpicker verteidigen können und hier mitten in Europa leben und von all den Annehmlichkeiten einer EU Profitieren.Wie zb Reisen ohne Pass oder Grenzen,Waren und Dinge die genormt sind und so das Leben leichter machen uswusw.Irgendwie ist das Reiner Opportunismus immer wieder der EU die Schuld in die Schuhe zu schieben,wer wollte den raus?Wer gehen will soll gehen ,leise die Tür zumachen und vorher seine Verpflichtungen erfüllen,all das machen die Brexitiers nicht,und dann kommen noch manche auf dieser Seite des Kanals und blasen ins gleiche Horn.Echt jetzt?

Cosmopolitan_Citizen
Boris Johnson hat mit falschen Behauptungen und ...

... aus persönlichen Karrieregründen dem Vereinigten Königreich den Brexit-Schlamassel eingebrockt. Ein Opportunist, der sein Fähnchen stets in den Wind gehängt hat.

Nun ist in dem Amt, das er um jeden Preis haben wollte und seine Reise nach Berlin und Paris hat keine substanziellen inhaltlichen Verhandlungsziele, sondern ist auf die Fabrikation einer Wahlkampf-Vorlage ausgerichtet.

Die Insel wird nach einem Brexit nicht im Meer versinken und seine Wirtschaft wird weiter bestehen. Nur nicht so erfolgreich, wie sie sein könnte, bliebe sie in der EU.

Die für die Menschen bittere Ironie: die Beschäftigten in der "City" und den erfolgreichen Unternehmen von UK, die gegen den Brexit gestimmt haben, werden sich anpassen und glimpflich davon kommen. Die Bewohner des gebeutelten Nordostens, die Pro-Brexit gestimmt haben, werden ihre Industrie-Jobs nicht wieder bekommen und für Sozialausgaben wird es im Niedrig-Steuerland kein Geld geben.

Cosmopolitan_Citizen
Wenn Kosten-/Nutzen Überlegungen ein Kriterium für ...

... die Entscheidung bezüglich des Brexits wären, dann gäbe es diese Brexit-Farce nicht.

Der Nettozahler UK bezahlt 21 Euro-Cent pro Tag und Kopf in die EU-Kasse. Peanuts.

Das ist gut investiertes Geld, denn UK

(1) ist Teil eines Marktes von 510 Millionen erreichbaren Konsumenten vor der Haustüre

(2) setzte (2018) 46 % seiner Exporte mit einem Wert von rund 320 Mrd. Euro in der EU ab

(3) ist in ein Handelsvertragsgeflecht mit über 100 Ländern der Erde eingebunden

(4) kann global bei Währungs- und Handelspolitik mit den anderen Großräumen auf Augenhöhe verhandeln

(5) kann Bürgern wirtschaftliche und berufliche Freiheiten bieten, welche es als einsame Insel nicht kann.

(6) ist Teil einer starken Sicherheitsgemeinschaft, welche sich gegen externe Bedrohungen besser wappen kann.

Die Diskussion wurde von Populisten wie BJ von der Sachebene weg auf das Niveau niedrigster Instinke geholt.

DeHahn
Spiegelverkehrt

"Ich meine......das das Neoliberale Projekt EU eher ein Interesse an einem harten Brexit hat als so mancher Brexiteer." @Autochon
.
Wenn man sich ständig im Spiegel betrachtet, sollte man bedenken, dass alles seitenverkehrt ist.

proehi
08:45 von IBELIN

"Die EU zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen.
Zu schnelle Erweiterung, zu viele EU Kandidaten, zu starke Deutsche Dominanz, praktisch keinen Grenzschutz, Zusammenwachsen einer Kern EU versaeumt, Bruesseler Lobbyismus, Gemauschel und Korruption.
Als "gesundes" Land wuerde ich dieser EU nicht beitreten wollen."

Ihre EU-Kritik ist ja nicht komplett von der Hand zu weisen und sie ließe sich durchaus noch erweitern.

Aber erwarten Sie von einer noch recht jungen Staatengemeinschaft mit zuvor nicht dagewesener Aufgabenstellung, dass alles in sich "weiter"entwickelnden Gesellschaften auf Anhib klappt? Dann sollten Sie draußen bleiben.

Wenn Sie aber schon drin sind und selbst als Nettozahler profitieren, wäre es wohl angemessener, aktiv, kraftvoll und kooperativ an der Verbesserung der Situation - eine stetige Aufgabe - zu arbeiten.

Allerdings fürchte ich, Johnson lässt sich von ganz anderen Flausen treiben.

Pilepale
Macron hat gut reden - und der EU-Fanatiker kommt ins schwitzen

Wer sich die Zahlen zum Handelsdefizit des Vereinigten Königreichs anschaut, sollte sich ein wenig Luft aufsparen für die Franzosen Schelte. Den in der 5. Republik sieht die Situation nicht besser aus. Obwohl dort nicht so viele Jahre mit hunderten Milliarden US-$ an Defiziten auflaufen wie bei den Briten.

(Jahr / Defizite in Milliarden US-$)
2008 / -100
2009 / -76
2010 / -87
2011 / -123
2012 / -105
2013 / -100
2014 / -97
2015 / -64
2016 / -66
2017 / -83
2018 / -90
Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15613
/umfrage/handelsbilanz-von-frankreich/

Bei den Zahlen kann man als Staatschef Herrn Putin schon mal einladen um den Puls zu fühlen, ob Russland nicht ein paar Milliarden des Defizits übernimmt, zusätzlich zu den Verlusten durch die Sanktionen.

Ich verstehe nicht wie man diese Zustände auch noch medial schönschreiben kann???

Was werden wir den von den ör zu lesen bekommen, wenn die Franzosen sagen, sie können nicht mehr?

B. Pfluger
Johnson's Besuche

bei Merkel und Macron sind doch nur eine
Alibiübung um seinen Leuten zuhause vorzugaukeln, dass es wieder mal die sture
EU ist, die seine "Wünsche" strikt ablehnt.
Nach dem Motto: Ich habe für GB alles
unternommen aber die böse EU ist schuld daran, wenn es zu einem harten Brexit kommt.
Diese Besuche sind reine Taktik um sich als
"Macher" zu inszenieren. Johnson weiss ganz genau, dass an dem aushandelten Vertrag nicht mehr zu rütteln ist - hat er ja bereits
gesehen als Theresa May's Besuche zu keiner
Einlenkung der EU geführt haben - und nun versucht er das selbe Spiel zu wiederholen.

Pilepale
Zahlen lügen nicht

Welche Strategien würde denn die EU-Fanatiker vorschlagen um UK behilflich zu sein, das enorme Handelsdefizit das jedes Jahr generiert wird, abzubauen, wenn es in der EU bliebe?

Hier die Handelsdefizite der letzten Jahre. Werte in Milliarden $.
(Jahr / Defizit)
2008 / -185
2009 / -164
2010 / -175
2011 / -170
2012 / -222
2013 / -119
2014 / -185
2015 / -166
2016 / -227
2017 / -202
2018 / -187

Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15634
/umfrage/handelsbilanz-von-grossbritannien/

In BRD hat die geballte Lobby-Franktion auf den Putz gehauen, als im aktuellen Quartal das BIP um 0,1 % sank. Ohne Gegenwehr der Presse natürlich. Auch der ör Medien nicht. Was soll man zu Zahlen der Briten sagen, die ja über ein Jahrzehnt sehr schlecht sind?

andererseits

Boris Johnson ist schon an seinem Ziel angekommen: Er wollte Premierminister werden; Politik gestalten wollte und will er höchstens nachrangig, und wenn dann eher in Trumpscher Immobilienmaklermanier ("Was kostet die Welt? ... respektive Grönland"). Johnson hat vor dem Brexit-Referendum in seinen hanebüchenen Aussagen über die EU das populistische blaue vom Himmel gelogen und sucht nun für sein vorhersehbares Scheitern eines vernünftigen Brexit einen Sündenbock, am besten natürlich die verhasste EU. Mag Merkel noch vorsichtig gewesen sein in ihrer Distanzierung; Macron wird hoffentlich Klartext reden.

1.Senator
Von Anfang an war in der Diskussion...

...das Thema "Backstop" DER
Knackpunkt, wo die Briten -
meines Erachtens zu Recht -
befürchten, dass ihnen Irland
"abhanden kommen" könnte!
Merkwürdiger Weise wird -
auch seitens der EU - der Focus
aber nicht genug auf Irland gelegt,
sondern man behandelt dies, als
sei dies ein eher britisches Problem!
Warum hat man nicht längst ein
Referendum in Irland durchgeführt,
oder mit dem Ziel angeregt, die
IREN zu fragen was sie wollen?!?
So wie ich die Berichte in den letzten
Jahren verstanden habe, könnte es
nämlich durchaus sein, dass ein
vereinigtes Irland mehrheitlich
durchaus in der EU verbleiben will!
Die wirtschaftliche Verflechtung ist
mittlerweile so weit fortgeschritten,
dass eine neuerliche Grenzziehung
beiden Landesteilen nur Schaden
würde!
Wäre es nicht an der Zeit, dieses
Problem JETZT ein für alle mal zu
lösen, indem man vor allem die
Iren entscheiden lässt?

GeMe
Freihandelsabkommen mit den USA

Dass die USA sich auf ein Freihandelsabkommen mit GB freuen, ist verständlich, denn bei den bevorstehnden Mängeln, zu denen es in GB nach dem Brexit kommen wird, können die USA gute Geschäfte machen.

Angefangen bei Lebensmitteln über Medikamente bis zu Autos wird in GB ein großer Bedarf bestehen, den die USA sicher gerne decken werden.

Im Gegenzug kann GB dann Minzsoße, clotted cream, Orangenmarmelade und schottischen Whiskey liefern.

Wird sicher der "beste Deal aller Zeiten". Fraglich eben nur für wen.

Der_Mahner
Knickreflex

Alles Show - denn am Ende wird die EU wieder einknicken. Wetten?

realitychecker
09:52 von krittkritt Irland: Ende des Terrors = Karfreitagsabkom

Die Brexit-Torys hatten bekanntlich in alter "British Emprire"-Haltung das Thema der Grenze und die Implikationen des Karfreitagsabkommens völlig ignoriert während der Brexit-Kampagne. Arroganz & Ignoranz par exellance.

Zur den Details: In Nordirland wird demografisch bedingt das Verhältnis von republikanisch gesinnten Katholiken und unionistisch orientierten Protestanten bald ausgeglichen sein. Früher hatten die Unionisten quasi zementartig ein Mehrheit auf die sie ihr faktisches Unterdrückungssystem bis in die 1960er aufbauten. Die Unterdrückung ist ein Faktum. Das erstreckte sich in alle Gesellschaftsbereiche, Arbeit, Wohnen etc.

Die NICRA-Bürgerrechtsbewegung der 1960er war ein von der US-Civil-Rights-Bewegung inspirierte gewaltlose Bewegung. die auf kalte Ablehnung der nordirischen Protestanten und aus London stieß.

Die IRA war maginalisiert und wurde erst durch das Bloody-Sunday-Massaker der Armee stark.

Das Karfreitags-Abk. erlaubt eine friedliche Vereinigung.

bobby3001
@Einfach Unglaublich, 8:34 Uhr

Jetzt legen Sie die Karten doch mal auf den Tisch: Welcher Kompromiss soll denn zwischen GB und EU rauskommen? Entweder gibt es in Nordirland zur Republik Irland eine harte Grenze ab dem 31.10.2019 mit all den Folgen eines erneuten Konflikts in Nordirland oder es gibt keine harte Grenze, dann muss GB aber weiterhin in der Zollunion bleiben, weil Nordirland sonst als unkontrollierbares Einfalltor in die EU fungieren kann und zollfreie Ware transportiert und EU-Bürger weiterhin Reisefreiheit genießen können. Beide Optionen möchte Johnson nicht. Also was soll die EU nun verhandeln? Bitte bekennen Sie Farbe.

bobby3001
@IBELIN, 08:45 Uhr

Selbst wenn Sie mit Ihrer Einschätzung über die EU recht hätten, sind dies alles lösbare Probleme. Auf der anderen Seite ist die EU der Garant für eine noch nie dagewesene Friedensperiode in Europa, Freier Handel, die Möglichkeit der EU-Bürger sich überall niederlassen zu können und die tiefgreifende Zusammenarbeit vieler Kulturen und Nationen in Straßburg und Brüssel an Themen, die Nationalstatten nicht mehr alleine gelöst bekommen, aufgrund einer gemeinsamen Wertvorstellung. Das dies Populisten rechts wie links nicht gerne hören und so tun, als wäre dies Bevormundung der Nationalstaaten, ist selbst erklärlich, macht es aber nicht richtiger oder besser. Es dient lediglich zur Erweiterung der eigenen Macht. Wenn man dies als Wähler durchschaut hat, wird die Zeit der Populisten eine sehr überschaubare Episode werden.

Pilepale
Der Trumpism Effekt

Die Austeritätspolitik und das Euro-Korsett schafft nur Chaos und fördert Schaden in der EU und in Europa. Das Technokraten den Bürger in sehr vielen Staaten auf antidemokratischem Wege erzählen wollen, was sie zu tun haben, erzeugt das eine Trotzreaktion. Wenn noch dazu die meisten sehen, dass sich die Eliten die Taschen füllen, der Pöbel aber alles andere Stemmen muss, dann bleibt bei einer "Wahl" nur Clinton oder Trump zur Auswahl.

Mark Blyth erklärt die Zusammenhänge recht gut. M.M.n. genauso gut wie das Herr Flassbeck tut. Hier ein 30 Sekunden Video von ihm zu dem BREXIT.
https://www.youtube.com/watch?v=7lD474zXIzc

Wer seinen Namen in die Suchmaschine eingibt, wird sehr viel zum Thema BREXIT und Austerität finden. Sehr interessant und aufschlussreich.

Pilepale
@ witch of endor um 10:58

Danke für Ihren Kommentar.

"Das ist Unsinn. Wenn sie einen Kreditvertrag unterschreiben sind die Ratenzahlung kein Zeichen von Härte sondern Teil des Vertrages.

Die EU handelt nach ihren Regeln. Sie zeigt keine Härte, sondern macht, was ihr erlaubt ist."

Aha. Aber, was passiert denn bitte wenn jemand den Kreditvertrag nicht mehr bedienen kann? Wollen Sie die Briten Pfänden? Eine Atommacht?

"Ob diese Regeln gut oder schlecht sind ist etwas anderes. Genau wie man manche Gesetze gut oder schlecht finden kann. Aber man muss sich daran halten, sonst ist man ein Verbrecher."

Wie schön das ausgerechnet ein EU-Fanatiker solche Zeilen schreibt. Sie wissen hoffentlich, dass die EZB sich bisher an kaum einen Vertrag gehalten hat? Deren Vorsitzende haben sogar eine Freibrief der sie theoretisch bis an ihr Lebensende vor Strafverfolgung schützt.

Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, wenn die Gesetze nicht mehr passen, wird versucht die Gesetze zu ändern oder die Gesetze werden gebrochen.

DayReaper
Zündler Boris

Das Beste was passieren konnte, dass Johnson Primeminister wurde. Jetzt kann er doch mal in erster Reihe beweisen wie "leicht" der Brexit umzusetzen ist und wie "gut" es GB danach gehen wird. Da wird nicht viel bei rauskommen. Alles was rechte/populistische Nationalisten können, ist mit erlogenen Fakten und Geschwätz Strohfeuer legen. Echte Lösungen haben Sie nicht parat. Total verblendet ist auch die Annahme die USA unter Trump würde mit UK ein für Sie vorteilhaftes Freihandelsabkommen eingehen. Als ob. Trump tut was für Trump und vielleicht noch die USA gut ist.

Mir tut die junge Generation im UK leid, die die Suppe auslöffeln muss wenn die alte, im Geiste an der Romatik des Common Wealth hängengebliebene Mischpoke abgetreten ist.

Auf eine Frage
@ proehi um 10:50

>>Allerdings fürchte ich, Johnson lässt sich von ganz anderen Flausen treiben.<<

So wird es sein.

Als größter Profiteur einer Zersplitterung und Schwächung der EU betrachtet sich ja offenbar Herr Trump, der in der EU vor allem einen Rivalen sieht, statt einem Bündnispartner.
Und als Profiteur sieht er sich sicherlich auch nur, weil Weitsichtigkeit nicht seine vorzüglichste Charaktereigenschaft ist.
Diese "Flause" aus den USA wird den Herrn Johnson noch ganz schön vor sich her treiben.

Dörfler
Ich bin immer noch

der Meinung das es keinen Austritt geben wird. Es gibt ein zweites Referendum und alles war für die Katze.

Werner40

Johnson’s Alibibesuche sind wohl rein innenpolitisch motiviert. Er weiß genau, dass es nur 3 Möglichkeiten gibt. Da er im Parlament nur 1 Stimme Mehrheit hat wird es wohl auf einen automatischen harten Brexit hinauslaufen, ohne dass das Parlament mehrheitlich für eine der Optionen votiert hätte.

witch of endor
um 11:12 von 1.Senator

"Merkwürdiger Weise wird -
auch seitens der EU - der Focus
aber nicht genug auf Irland gelegt,
sondern man behandelt dies, als
sei dies ein eher britisches Problem!"

Ahem, die Einhaltung eines Backstops ist eine zentrale Forderung der Regierung der Republik Irland.

Da eine Änderung des Withdrawal Agreements die Zustimmung aller EU Staaten erfordert, wird ein Vertrag ohne Backstop immer am Veto Irlands scheitern.

Und Volksbefragung....Ja, warum macht man keine Volksbefragung?

Das ist hier der falsche Ort, um zu fragen. Das ist allein Sache der Republik Irland, Nordirland und somit Großbritanniens.

witch of endor
um 11:15 von Der_Mahner

"Alles Show - denn am Ende wird die EU wieder einknicken. Wetten?"

Um was wetten wir?

karwandler
re 1. senator

"Warum hat man nicht längst ein
Referendum in Irland durchgeführt,
oder mit dem Ziel angeregt, die
IREN zu fragen was sie wollen?!?

Glauben Sie denn, die pro-britische Fraktion in Nordirland würde sich widerstandslos in einem vereinigten Irland wiederfinden?

Cosmopolitan_Citizen
@Pilepale 10:51: Was soll diese Statistik aussagen ?

Das Bemühen um eine sachliche Unterlegung eines debattierten Themas ist der Würdigung wert.

Wenn man über den unsachlichen Teil, wie "EU-Fanatiker" oder "gleichgeschmierte Presse" (ein Zeichen argumentativer Unsicherheit in der Sache) hinwegsieht, stellt sich die Frage, was die zitierte Statistik dem geneigten Leser denn sagen soll ?

Frankreich hat ebenso wie UK und die USA ein Handelsbilanzdefizit im Bereich von 1,5 bis 3,5 % des BIP. Noch nicht dramatisch, aber klar erkennbar. Es gibt jeweils andere Gründe für diese Tatsache, aber eine gleiche Ursache liegt in den Defiziten bei der Wettbewerbsfähigkeit, die durch Produkt-Innovation, Produktivität, Kostenstrukturen, Qualität und Service bestimmt wird.

Nun die Frage:

- was soll die Statistik im im Kontext des Artikels aussagen ?

- wer "schreibt" was genau "medial schön" ?

- was sollen die Franzosen "nicht mehr können" ?

- was hat Herr Putin mit dem Sachverhalt zu tun und was sollte er aus welchem Grund "übernehmen" ?

Superschlau

Boris kann sich doch auf den Kopf stellen. Entweder er macht, was die EU will, oder es gibt eine harte Grenze. Er könnte ebenso versuchen, mit der Schwerkraft verhandeln zu wollen, weil er weder Fallschirm, noch hart aufklatschen will. Beides geht nicht.

Wanderfalke
@Mehlwurm - 09:08

"Ich persönlich Vermute das sich die Erwartungen, das es in GB nach dem Brexit zu blühenden Landschaften kommt und die britische Bürger erleben das Britannien wieder so "Great" werden kann wie im Elisabethanische Zeitalter, wohl eher als Seifenblase erweisen. Eine Seifenblase die schnell platzen wird."

Für das Platzen dieser in die Welt gesetzten Seifenblasen braucht der großmäulige Johnson einen Sündenbock - und das wird die EU sein.

Wohlwissend, dass die EU diesen Zinnober nicht mitmacht, hat er auch nichts Verhandelbares im Gepäck. Seine Tour durch Europa dient einzig der späteren Legendenbildung: "Seht her - ich wollte ja verhandeln, aber die EU hat uns hängen gelassen."

Gutmenschenspeerspitze
@22. August 2019 um 11:08 von Pilepale

Wenn Zahlen einer negativen Handelsbilanz von Brexitfanatikern der EU vorgeworfen werden, muss man vielleicht auch über die negative Produktivität des einzelnen Landes sprechen. Die Zahlen der Statistik ohne Hintergrund hier ins Forum zu werfen halte ich daher für den perfiden Versuch gegen die Gemeinschaft zu hetzen.
Schlimm.

dilbert_66
Infolge des Brexit

werden in Großbritannien als erstes Benzin, Medikamente und Grundnahrungsmittel knapp werden. Das sagen Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler heute schon voraus. Denn die britische Wirtschaftskraft hinkt seit jeher den anderen G7-Staaten hinterher. Hinzu kommt die höchste Pro-Kopf-Verschuldung privater Haushalte in Europa und die nach wie vor virulenten Folgen der Bankenkrise von 2008.

Wenn die Briten also nicht wissen, womit sie im nächsten Winter heizen sollen, wenn einfache Krankheiten nicht mehr behandelt, Standard-OPs nicht mehr durchgeführt werden können, die Kinder wieder zum Plündern von Feldern und Scheunen ausgeschickt und Fallen für Nachbars Katze aufgestellt werden müssen, wenn die Lebensqualität und ~erwartung für die breite Masse sich der des frühen 19. Jahrhunderts wieder angleicht, dann sollten sie wenigstens wissen, wem sie das alles zu verdanken haben. Den Pinocchios Farange und Johnson nämlich.

"Es lebe der Brexit".

friedrich peter peeters
11.47 - Auf eine Frage - Profiteure des Brexit

Man sollte die Profiteure des Brexit nicht nur politisch sehen in Form von Nationen. Profiteure des Brexit gibt es auch in Form von Privatpersonen die an der damalige Brexit-Umfrage sehr gut verdient haben, auch Politiker. Diese Art von Profiteure wird es wohl jetzt auch wieder geben.

dermulla
11:08 von Pilepale

Nette Statistik, die aber erstmal nichts zur wirtschaftlichen Lage in GB aussagt. Sie zeigt lediglich, daß GB seit den 80ern stark deindustrialisiert wurde und der Focus auf andere Zweige gelegt wurde (z.B. Finanzsektor). Dafür kann allerdings die EU nix, sondern vor allem die Torys (Thatcherism).

schokoschnauzer
Ist Deutschland von sprichwörtlich „schwarzen Schafen“

umgeben?
Meine Frage ist ernst gemeint. Seit meinem 16 Lebensjahr habe ich viel von dieser Welt gesehen und bin aus monetären Gründen per Bahn, Auto und Fähren unterwegs gewesen.
Dazu gehörten vor allen damals (noch) nicht EU Länder. Klar mit Passkontrolle und Zollkontrolle (je nach dem) aber doch immer (außer DDR u.Albanien) problemlos. Nach Griechenland per Auto durchquerte man da einige nicht EU Länder ohne Zäune oder Mauern.
Die sogenannte „BackStop“ Regelung, um die es ja geht, mit der die Folgen des Brexit aus EU Sicht für die Briten abgefedert werden soll, könnte ja rein theoretisch betrachtet genau so behandelt werden, eben großzügig. Das heißt für mich eben so, wie es sich unter vergangenen und zukünftigen Partnern geziemen könnte/sollte. Der Brexit schließt eine gute oder sogar bessere zukünftige HandelsBeziehung zur EU nicht aus und auch das wäre unter zukünftigen Partnern eine Option m.M.n.

Cosmopolitan_Citizen
Trump's Unterstützung für den Brexit zahlt ...

... auf "America first" ein und nicht auf die Bedürfnisse von UK. Boris Johnson weiß das, aber er hat sein Schicksal als Premier mit diesem Ticket verbunden.

Die offene Feindseligkeit, die Trump gegenüber der EU zeigt, entstammt

- einem Bauchreflex ("zuviel Mercedes auf der 5th Avenue")

- der MAGA-Ideologie, nach der alle Länder im Handel grundsätzlich Feinde, nicht etwa nur Wettbewerber, geschweige denn Partner sind.

Diese zu schwächen gehört folgerichtig zum Portfolio dieser Ideologie. Letzlich geht es dabei darum, die EU in Einzelteile zu zerbrechen und mit 28 Zwergen (für diese weniger vorteilhafte) Verträge auszuhandeln anstatt mit einem Partner, der beim BIP und im Handelsvolumen nahe auf Augenhöhe ist.

Die EU muss sich von Trump's Palatin Johnson für dessen Karrierebedürfnisse nicht über den Tisch ziehen lassen, aber sie darf sich von dem Land und seinen Menschen nicht abwenden. Die Verhältnisse ändern sich wieder, auch wenn es Zeit braucht.

Erfolgreichen Nachmittag!

WiPoEthik
@10:51 von Pilepale

Die Nachteile die mit einem Handelsbilanzdefizit einhergehen gleichen Sie aber nicht dadurch aus, dass Sie den Handel komplett einstellen oder erschweren.
Es gibt ja einen Grund aus dem Frankreich so viele Produkte importiert - das machen sie nicht um sich zu schaden.

karwandler
re dörfler

"Ich bin immer noch

der Meinung das es keinen Austritt geben wird. Es gibt ein zweites Referendum und alles war für die Katze."

Man kann alles Mögliche glauben. Daneben gibt es aber auch noch den Faktor von mehr oder weniger wahrscheinlich.