Ihre Meinung zu: Brexit-Deal: Macron fordert klare Ansage von Johnson

22. August 2019 - 7:34 Uhr

Nach seinem Besuch in Berlin will der britische Premier Johnson bei Frankreichs Staatschef Macron für seinen Brexit-Kurs werben. Doch der macht deutlich: Eine Neuverhandlung auf Basis der britischen Vorschläge sei "keine Option".

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Kommentare

Alle Probleme sind loesbar..

Nordirland wird Teil Irlands...Schottland wird EU Mitglied .. und der Rest macht Brexit ... So einfach ist das ...

Alle reden von Lösungen

Wo sind sie denn? Es gibt nur die Alternativen bei der Irlandgrenze: GB bleibt in der Zollunion, harte Grenze zwischen Nordirland und Irland, Nordirland und Irland vereinigen sich, Nordirland bleibt in der Zollunion.
Oder?

rer Truman Welt

Da gehe ich (ausnahmsweise) einmal mit Merkel: Eine Lösung der inner-irischen Grenze kann in 2 Jahren oder in 2 Monaten erarbeitet werden.
Message an Johnson ->
mache diesbezüglich jetzt mal einen konkreten und diskutierbaren Vorschlag, dann können wir sehen, ob auf dieser Basis verhandelt werden kann - und impliziert damit gleichzeitig, daß sein Drohen und Rumkrakehlen keinen Eindruck macht.

Wie am Ende ein Politiker ein Verhandlungsergebnis dem Volk darstellt bzw. verkauft, kann eh niemand beeinflussen - siehe Trump. Sich daran von der eigenen Verhandlungstaktik her zu orientieren ist mehr als ungeschickt. Es sollte überhaupt keine Rolle spielen und schon gar nicht öffentlich thematisiert werden. Auf Johnsons laufende Provokationen und Drohungen sollte am besten überhaupt nicht reagiert werden. Da können wir alle von den Chinesen lernen! Narzissten ignorieren ist für diese die härteste Strafe, die sie erfahren können! Leider wird diese Erkenntniss viel zu wenig berücksichtigt.

Eine Neuverhandlung wird kommen

Dieser Satz entlarvt.
°°° Eine Neuverhandlung auf Basis der britischen Vorschläge sei "keine Option".°°°
Wie das nachher bezeichnet wird ist egal, aber es wird Änderungen der alten Verhandlungs Ergebnisse geben.

Ich hoffe

Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen.

Klare Ansage von Johnson?

Egal, wie das Gezerre ausgeht, vielleicht denken alle (auch ein nicht unerheblicher Teil der Foristen hier) mal an die Konsequenzen, wenn Populisten an die Macht kommen. Das Fatale ist nämlich, dass die in den meisten Fällen keineswegs dumm sind, oft hochgebildet aber mit einem krankhaften Drang nach Anerkennung und Macht und die Folgen sind nicht mal ansatzweise abzuschätzen. Aktuelle Beispiele gibt es dafür aktuell leider genug (USA, Brasilien z.B.).

No Deal

Für mich steht fest, dass Boris Johnson mit einem No-Deal aus der EU möchte.

Denn nur so können die reichen Hintermänner wie Arron Banks ihren Reichtum weiter verstecken, Arbeitnehmerschutz aushöhlen, Fortschritte in Umwelt- und Verbraucherschutz zurücknehmen.

Als nächstes wird es vermutlich ein Handelsabkommen mit den USA geben. Die USA haben zwar schon höhere Lieferquoten für Fleisch von der EU zugesagt bekommen.

Aber das betrifft ja nur das "langweilig gute" Fleisch. Damit kann man ja kaum Gewinn machen. Nein die US-Agrar-Lobby will das Hormonfleisch verkaufen, weil man damit sehr viel Geld machen kann.

Natürlich nennt man es nicht Hormonfleisch. Sondern "fortschrittliche und moderne Tierhaltung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen"

Ich hoffe nur, dass GB die EU nicht allzusehr mitziehen wird, wenn das Land mit einen No-Deal auf Grund läuft.

Wer den schwarzen Peter hat...

... ist doch klar:

Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht.

(Ja, Vertragsentwürfe können bis zur Unterschrift vor- und nachverhandelt werden. Das ist ganz normal und kein Gesetz(entwurf) kommt aus dem Gesetzgebungsprozess heraus wie es/er herein gekommen ist.)

Erfreulich ist, dass Frau Merkel betont hat, dass man zu einer gemeinsamen Lösung kommen will. Das sollte sie ihren EU Kollegen doch vielleicht noch einmal sagen.

Ich meine...

...das das Neoliberale Projekt EU eher ein Interesse an einem harten Brexit hat als so mancher Brexiteer.

Denn Ein ohne größere wirtschaftliche Krise vollzogener Brexit animiert zur Nachahmung.

Ein nach dem brexit verarmendes GB schreckt ab.
Die daraus entstehende Angst hält dann die restlichen EU Länder erst mal in diesem unangenehmen Projekt.

Von daher ist es eigentlich egal, was Macron oder andere EU Granden sagen.

Die Marschrichtung erscheint mir klar.

Die EU

zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen.
Zu schnelle Erweiterung, zu viele EU Kandidaten, zu starke Deutsche Dominanz, praktisch keinen Grenzschutz, Zusammenwachsen einer Kern EU versaeumt, Bruesseler Lobbyismus, Gemauschel und Korruption.
Als "gesundes" Land wuerde ich dieser EU nicht beitreten wollen.

07:50 Elefant

Und Sie meinen, das wollen die Nordiren ? Was meinen Sie, wie die aus England stammenden Nord-Iren darüber denken ?

Macron fordert klare Ansage von Johnson

Beim Brexit und beim ausgehandelten Vertragsentwurf sind sich alle Mitgliedsstaaten der EU einig. Was Johnson jetzt noch will ist vergebliche Liebesmühe. Also soll er in GB bleiben und erst mal Ordnung in seiner Partei und seinem Staat schaffen.

07:50 von Elefant

«Alle Probleme sind loesbar..
Nordirland wird Teil Irlands...Schottland wird EU Mitglied .. und der Rest macht Brexit ... So einfach ist das ...»

Und das alles im Zeitraffer in den nächsten 70 Tagen bis zum 31.10.

That simple …

@guggi

Gibt es etwa zwischen USA und GB keine Handelsverträge? Lohnt sich das auch wirklich, da ja USA nicht so nahe zu GB liegt wie die EU? Und was haben Sie bitte davon, bitte erläutern ?

um 08:34 von Einfach Unglaublich

"Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht."

Johnson will nicht verhandeln. Er bereitet sein Land nur darauf vor, der EU den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Und zum 83. mal erkläre ich es ihnen gerne.

Die EU und auch GB sind durch internationales Recht an das Karfreitagsabkommen gebunden.
Der Backstop ist keine Frage des "Wollens" sondern ein Verpflichtung.
Die EU, und auch GB sind zu einem Backstop (oder vergleichbares) verpflichtet.

Nur hängen das die Brexiteers nicht gerne an die grosse Glocke, weil sie dann der EU nicht die Schuld in die Schuhe geben können.

Ich bin ja mal gespannt ob Boris Johnsen tatsächlich die

EU am 31.10 "ohne Deal" verlässt.

Ich persönlich erwarte das der Brexit ein weiteres mal verschoben wird weil Boris Johnsen noch nicht seine "Neuverhandlung auf Basis der britischen Vorschläge" mit der EU hatte.
Frage: Könnte es sein das, bei den Verhandlungen zum Brexit, damit gerechnet wurde das die EU, wie zu Zeiten der "eisernen Lady", die Wünsche aus GB erfüllt?

Ich persönlich Vermute das sich die Erwartungen, das es in GB nach dem Brexit zu blühenden Landschaften kommt und die britische Bürger erleben das Britannien wieder so "Great" werden kann wie im Elisabethanische Zeitalter, wohl eher als Seifenblase erweisen. Eine Seifenblase die schnell platzen wird.

Ich Vermute das es so kommen wird weil, aus meiner Sicht, die Verknüpfungen der wirtschaftlichen Wertschöpfung inzwischen deutlich komplexer geworden und intensiver miteinander Verknüpft sind als sie es damals, in den Zeiten in denen Britannien wirklich als GREAT bezeichnet werden konnte, waren.

Haben sie das auch gehört?

Dieses komische plobb Geräusch? Das war die Luft die aus Johnsons Segel oder besser aus seinem Fallschirm entwich. Die Bundeskanzlerin hat geschickt diplomatisch gesagt das es am ihm und seiner Regierung liegt endlich zu Potte zu kommen. Diplomatie ist halt fechten mit Worten ( das sollten sich andere staatsführer mal zu Herzen nehmen). Jetzt hat Johnson, durch macrons Aussage, wieder etwas Luft in sein " die EU ist schuld" Fallschirm bekommen aber es ist trotzdem ein freier fall der Glaubwürdigkeit. Seine Anhänger werden trotzdem den Fall nur als neuen großen Anlauf sehen.

08:22 von guggi

«Ich hoffe, Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen.»

Und da handelt GB dann genau was frei in die USA …?

Fallen immer After Eight, Pfefferminz-Soße, und Fish ‘n' Chips dazu ein …

Und Whiskey aus den Highlands in Schottland. Da haben die USA ja schon lange großes Interesse dran, auf dass Scotch Wiskey unverzollt Kentucky Bourbon möglichst viel Konkurrenz mache …

Merkel will einknicken.

Das war zu erwarten.
Sie ist bei allen wichtigen Entscheidungen eingeknickt.
Zum Glück gibt es Macron und Frankreich.

Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht.

Von wegen.

Zum Verhandeln gehören Vorschläge. Boris liefert aber seit Jahren nur Lügen und Geschwätz.

Das muss weiter und am besten auch noch klarer aufgezeigt werden. Womöglich mal ein paar Anzeigen in der Britischen Presse schalten? Oder einen Bus mieten?

Verhandelt wurde und die Einigung war sehr gnädig für UK, trotz aller Verleumdungen. Jetzt heißt es 'Good Riddance'..

Die Lösung liegt auf dem Tisch

Ich kann es nur wiederholen: Nordirland vereinigt mit Irland; Schottland in die EU; der Rest macht richtig Brexit....

Nur gut, dass die EU-Staaten an

einem Strang ziehen. So kann Johnson den schwarzen Peter nicht einem einzelnen Land der EU zuschieben. Die Besuche Johnsons und seine Briefe deuten doch nur darauf hin, dass er im eigenen Land Stimmung gegen die EU machen will: wir wollen ja, die EU nicht.
Ich glaube, dass Johnson so langsam eiskalte Füsse bekommt. Es mehren sich wirtschaftliche Probleme und auf Trump`s zusagen, dass man mit GB ganz hervorragend zusammen arbeiten würde,
kann man sich sowieso nicht verlassen.
Trump kann ja mal versuchen, US-Autos in GB zu verkaufen oder andere Produkte die die Briten noch weniger mögen als wir.
Ich mag die Briten an sich sehr gern, war schon ein paar mal dort. Aber, mit ihrem Referendum und mit ihrer Regierung haben sie auf`s falsche Pferd gesetzt.
Eigentlich schade.

um 08:34 von Einfach Unglaublich

"Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht."
Es wurde doch lange genug verhandelt bis dann ein Vertragsentwurf vorlag. Wollen Sie jetzt wieder von vorn beginnen, bis Johnson erreicht hat, was er will? Das wird aber nicht passieren, denn Verhandlungen wurden lange genug zwischen der EU und GB geführt.

@ Elefant

"Alle Probleme sind loesbar.. Nordirland wird Teil Irlands...Schottland wird EU Mitglied .. und der Rest macht Brexit ... So einfach ist das ..." Am 22. August 2019 um 07:50 von Elefant

Aber die Stadt London und Gibraltar haben auch für den Verbleib in der EU gestimmt.

08:34 von Einfach Unglaublich

«Wer den schwarzen Peter hat … ist doch klar:
Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht.»

Soll er mal Vorschläge machen, was er denn genau in einem Austrittsvertrag gerne drin stehen hätte, der Boris J.

Sie gehen auch nicht in Verhandlungen mit irgendwem über irgenwas, und murmeln dann nebulös in den Raum:

«Das muss aber anders werden.
Wie genau, das sag‘ ich aber nicht …»

Und es sei die Frage, ob man da über den "Schwarzen", oder aber treffender über den "Tumben Peter" zu sprechen habe …

08:45 von IBELIN

genauso isses! hört man hier nur nicht gerne

Schwammiger Premier

Johnson sollte endlich klar machen, wie er die Grenze innerhalb von Irland sicher verhindern will, wenn er schon den Backstop ablehnt. Es wäre höchste Zeit.

Diese Grenze kann ja auch nicht im Interesse der Brexiteers sein. Oder doch?

Die Lösungssuche kann auch ewig dauern!

"Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleiben soll, bis eine andere Lösung gefunden ist, die Kontrollen überflüssig macht. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten. Die Brexit-Hardliner in Johnsons Tory-Partei fürchten, dass Großbritannien durch den Backstop dauerhaft eng an die EU gebunden bleiben könnte. Eine eigenständige Handelspolitik wäre so unmöglich."
Da liegt ja "der Hase im Pfeffer"! Man fürchtet nicht zu Unrecht, das die EU GB dauerhaft in der Zollunion halten will. Und mit der Zollunion ist gleichzeitig auch die Personenfreizügigkeit verbunden, eines der Hauptpunkte warum so viele Briten für einen Austritt waren.

Europa ist sich einig

Die EU wird jedenfalls nicht Irland im Regen stehen lassen, nur um den Brexit Protagonisten einen Gefallen zu tun.

Bärendienst

Die Betreiber des Brexit haben das britische Volk gespalten, aber die restliche EU geeint.
Ob Johnson die Folgen seiner Politik überhaupt erkennt?

@ collie4711

Merkel will einknicken.

Völliger Quatsch.
Sie zieht die Fäden und sie wird niemals einknicken.

Es ist ein Pokerspiel!

Und gewinnen wird nicht unbedingt der mit den besseren Karten.
Natürlich wird Frau Merkel einknicken, nur wird man das möglichst als alleinige Alternative aussehen lassen und schönreden.
Bei einem harten Brexit ist Deutschland als Hauptexporteur nach GB der Gelackmeierte, denn alle Waren aus Deutschland werden dadurch in GB teurer und werden weniger gekauft, ein wichtiger Markt ist in Gefahr.

@collie4711

Wo bitte will Merkel denn einknicken? Sie ist keinen Deut vom ausgehandelten Vertrag abgewichen und hat nur das in Aussicht gestellt, was sowieso vereinbart war.
Ich bin nun wirklich kein Fan von Merkels Politik, aber so plakative, einfach so hingeworfene, nicht begründete Einwürfe kann man nicht so stehen lassen.

re einfach unglaublich

"Wer den schwarzen Peter hat...

... ist doch klar:

Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht."

Dass Sie glauben, Johnson wolle verhandeln, ist bekannt.

Dass alle Fakten das Gegenteil beweisen interessiert Sie nicht.

Wer einem anderen eine Grube

Wer einem anderen eine Grube gräbt hat selber keinen Keller!!
Je schwerer es man jemanden Macht, umso mehr Gründe gibt man diesem sich ähnlich zu verhalten in der Zukunft.
Dieser ganze Hass, weil sich jemand aus einem Verein verabschieden will, also ich finde das kindisch.

um 08:22 von guggi

"...Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen."

Die Briten werden ausflippen vor Freude, wenn Trump ihnen sein eiskaltes Händchen reicht! Da sind die bestimmt total scharf drauf! Abkommen mit den USA haben in den letzten 2 Jahren gezeigt, dass sie zu gar nichts führen. Die können jederzeit einfach per Twitter aufgekündigt werden. Woher Sie Ihren Glauben haben, mit den USA stünden die Briten besser da, ist mir ein Rätsel.

Eines aber bringt Washington London ein! Militärbündnisse gegen den Iran. Noch mehr Entfremdung zu Moskau und Peking. Spielball zwischen der EU und den USA...

Wer nach dem jetzigen "Grönland-Desaster" dieser "Politiker" in Washington noch immer nicht gemerkt hat, wie Trump (medizinisch) tickt, dem kann nicht mehr geholfen werden! Trump interessiert nur Macht! Und wenn er seinen Willen nicht bekommt, verhält er sich wie ein Kleinkind, das zu lange keine Flasche mehr hatte!

@guggi

und wird dann von den USA dermaßen über den tisch gezogen, dass der New Model Army-hit "51st state" doch noch aber sowas von wahr wird.

08:45 von IBELIN

«Die EU zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen.»

Was hätte sich die EU bevor was anderem überlegen sollen?

Nach der sog. "Ost-Erweiterung" gab es eine bis zu max. 7 Jahre lange Übergangsfrist. In der jeder Mitgliedsstaat eigenständig entscheiden konnte, wann es den Menschen aus den neuen Mitgiedsländern vollständige Personen- und Niederlassungs-Freiheit gewährt.

GB wollte: "… das ist sofort … unverzüglich …"
Und dann über ach gar so viele Ost-Europäer auf der Insel GB lamentieren.

"Sich selbst ins Knie schießen".
Und dann dem Hersteller der Patronen die Schuld dafür ans Bein binden …

Um Johnson......

zu zitieren: Natürlich gibt es gute Chancen für einen geregelten Austritt! Aber nur, wenn die EU so tanzt, wie London pfeifft! Die ganze Show des Boris Johnson zielt nur darauf ab, den "schwarzen Peter" der EU in die Schuhe zu schieben, wo doch die britische Regierung soooooo weit entgegenkommt, aber mit Absicht dazu keinen Ton von sich gibt und alles nebulös läßt. Zu befürchten ist, daß Frau Merkel das wie immer nicht merkt! Das Wort "Nein" kennt sie nicht, auch wenn es manchmal die einzige Alternative ist!

Neue alte Welt!

In der politischen Arena von heute und der Welt von heute wird vor allem eines deutlich und daraus resultiert auch die wohl grösste Gefahr, dass einige derer die schon zu den Mächtigen alter Zeiten gehörten, wieder eine Art Politik an den Tag legen, vor der man uns doch des öfteren gewarnt hat.
Dass Macron dann wenig Entgegenkommen zeigt, ist eine Sache unter vielen anderen, so verbissen Johnson selbst an seiner radikalen Strategie auch festzuhalten gedenkt und was Trump anbelangt da erübrigt sich fast schon jeder weitere Kommentar.
Putin wurde dann mal von dem wichtigsten Treffen der Grossen dieser Welt, wegen der Ukraine ausgeschlossen.
Auch wenn Macron jetzt erwägt aus dem G7 wieder einen G8 zu machen, so ist es doch sehr bedenklich welche Töne aus den USA, England und Frankreich zu vernehmen gilt.
In allen drei Nationen und auch von Macron waren diese Töne in den letzten Wochen zu hören, gewinnen Grande Nation, die Verteidigung, das Volk, die glorreichen Zeiten wieder an Bedeutung

um 09:10 von collie4711

Seltsame Wahrnehmung haben Sie. Wo knickt Frau Merkel denn ein? Der Backstop war eine Idee der Briten, da europäische Vorschläge wie z.B. eine Zollgrenze in der irischen See nicht gewünscht waren. Sollte Johnson eine derartige Alternative anbieten kann der Backstop auch in 2 Tagen aus dem Vertrag genommen werden. Nichts anderes hat Merkel gesagt und befindet sich dabei auf einer Linie mit Macron, den anderen europäischen Regierungschefs und der Kommission.

Das "Freihandelsabkommen" UK/USA wäre kein Selbstläufer ...

... wie das Trump und die Brexiteers gerne hinstellen. In den USA kann der Präsident zwar ein Handelsabkommen inhaltlich formulieren, aber der Kongress kann es ablehnen. Irland hat dort eine starke Lobby sowohl in der GOP wie auch bei den Demokraten. Alles was das Karfreitagsabkommen gefährdet, würde ein solcher Ablehnungsgrund sein. Das haben namhafte Vertreter beider Parteien im Kongress schon klargemacht.

Hinzukommt, dass die von Präsidentenberater Bolton geäußerte Idee, einen ersten Vertrag nur auf unkritische Sektoren zu beschränken, auf weitere Ablehnung bei der Agrar-Lobby und anderen Sektoren der US-Wirtschaft stößt, weil sie bei einer solchen Vorgehensweise befürchten müssen, dass das Verhandlungsgewicht für ihre Anliegen gegen 0 tendiert. Bei den bisherigen Verhandlungsrunden mit der EU wurden daher auch sektorale Verhandlungen von der US-Delegation stets zurückgewiesen.

Nordirland-Konflikt

Erst die EU hat diesen Krieg im Karfreitags-Abkommen befriedet - und wenn man die Tore, Zäune und Wände zB in Belfast ansieht, dann ist klar: Bei einer Grenze bricht der Konflikt wieder aus. England hat diese Krieg damals nicht ansatzweise in den Griff bekommen! Backstop weg = Tod vieler Iren. Die einfachste Lösung wäre, Nordirland mit Irland wieder zu vereinen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, eben die Grenze ans Wasser zu legen. Wirtschaftlich kein Problem, einfacher als ein Freihafen. Das vielzitierte Chaos wird aber auch bei einem harten Brexit nicht entstehen - kurzfristige Engpässe sind unkritisch, die Preise werden halt steigen. Aber das kann ich mir bei einem Dyson, Segway oder Chivers-Marmelade auch leisten.

@ 08:45 von IBELIN

"Als "gesundes" Land wuerde ich dieser EU nicht beitreten wollen."
.
Sehen Sie es pragmatisch.....
Sie sollten sowohl als "gesundes" als auch als "krankes" Land der EU beitreten.
Im ersten Fall sichern Sie sich als Exportland einen Markt mit freiem Warenverkehr (s. D, verrechnen Sie mal die Peanuts, die wir einzahlen, mit z.B. Zöllen, Grenzkontrollen, "Bürokratie" etc.).
Im zweiten Fall können Sie die maroden Strukturen/Staatshaushalt in ihrem Land finanzieren/erneuern.
Und wenn Ihnen etwas nichts passt, können Sie die Backen aufblasen. Entweder auf der Bestimmerseite (s. F und D), oder auf der Nehmerseite (schönes Beispiel PL).
Wenn sich eine EU nicht finanziell rechnen würde, wäre wohl niemand drin.
.
Die Briten haben einen anderen Weg beschlossen. Und ob Sie es glauben oder nicht, trotzdem werden wir weiter Handel mit den Briten betreiben und GB wird nicht zum Armenhaus Europas werden.
Also, GB viel Glück und "bon voyage", wie der Brite sagt......

@ guggi

«Ich hoffe, Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen.»

Die USA haben es aber vermutlich nicht eilig, mit dem relativ unbedeutenden GB ein Abkommen zu machen. Mit Mexiko hat man über 10 Jahre verhandelt. Die Konditionen der EU wird GB ohnehin nicht bekommen. America first hat nichts zu verschenken.

Irland: Ende des Terrors = Karfreitagsabkommen.

@09:13 von Goerdy
Bisher hat Nordirland mehrheitlich für GB gestimmt.
Da gab es immerhin einmal den blutigsten Terror in Europa durch die katholische Befreiungsorganisation IRA.
Beantwortet durch den Terror der Protestanten Nordirlands.

Das Karfreitagsabkommen war da ein geradezu genialer Kompromiss. Der erfordert aber die offene Grenze.

Ob die Mehrheitsverhältnisse sic in Nordirland geändert haben, ist mir nicht bekannt.
Es ist offenkundig, dass niemand voraussagen kann, ob die Konflikte wieder aufflammen, oder ob sich die Situation grundsätzlich geändert hat.

um 09:29 von KarlderKühne

"Bei einem harten Brexit ist Deutschland als Hauptexporteur nach GB der Gelackmeierte, denn alle Waren aus Deutschland werden dadurch in GB teurer und werden weniger gekauft, ein wichtiger Markt ist in Gefahr."

Sie vergessen die Niederlande und Frankreich. UK importiert, genau wie Deutschland, bis zu 80% der Lebensmittel.

Und die EU wird nicht einknicken. Der BDI hat sich ganz klar gegen ein einknicken positioniert.

Denn die Forderungen von den Brexiteers würden die EU und den gemeinsamen Markt zerstören.

Und die "Mächtigen" aus Politik und Wirtschaft stellen die Einheit der EU und des gemeinsamen Binnenmarktes über den (schmerzhaften) Verlust des britischen Marktes.

Übrigens wird auch nach einem No-Deal-Brexit noch gehandelt. Die Briten werden weiter Käse aus Frankreich und Tomaten aus Holland kaufen. Autos, Maschinen usw.

Aber eben weniger durch Zollbeschränkungen und Tarife.

Wieviel weniger werden wir sehen.

09:03 von Hackonya2

«Gibt es etwa zwischen USA und GB keine Handelsverträge?»

Es gelten für GB alle Handelsverträge, die die EU (mit wem auch immer) abgeschlossen hat.

Die Schweiz ist das einzige Land, mit dem GB bisher einen neuen, anderen, leicht veränderten Handelsvertrag abgeschlossen hat, der gültig wird, wenn GB die EU verlässt.

Alle anderen Handelsbeziehungen von GB mit allen anderen Ländern (zu denen der EU + zu denen außerhalb) werden automatisch auf das Level "WTO Trading Rules" gesetzt, sobald GB austritt.

Auch der Freihandelsvertrag zw. der EU + JAP. Der erst kürzlich (04/2019) in Kraft trat. Von besonderer Wichtigkeit für GB. Da der Autokonzern Toyota seine Haupt-Produktions-Standorte in EUR in GB hat.

Die bei Toyota springen vor Freude schon jetzt im Viereck. Wenn dann ab dem 01.11.2019 (nach No-Deal-Brexit) Zölle für in GB hergestellte Toyota-KfZ anfallen, wenn diese in die EU eingeführt werden sollen.

Eigene KfZ-Produktion (außer Rolls Royce, Bentley) hat GB ja "eingestampft" …

Wunsch und Wirklichkeit

Da hängt er nun der Boris. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Wie wenig er selber glaubt an seinen Vorschlägen zeigt an wie er sucht nach Schuldigen. Und je deutlicher das wird in der UK desto eher wird es Neuwahlen geben. Man darf gespannt sein welchen Preis Amerika bereit ist zu zahlen für die UK.

Am 22. August 2019 um 08:11 von Meinung zu unse...

" Da gehe ich (ausnahmsweise) einmal mit Merkel: Eine Lösung der inner-irischen Grenze kann in 2 Jahren oder in 2 Monaten erarbeitet werden. "

Und in der Zeit kann GB keine Handelsverträge machen, kann ja auch 3 Jahre dauern oder länger.
Da ist der Satz den Sie gesprochen hat, Freihandelsvertrag mit GB aber wesentlich sinnvoller.
Und langsam sollte auch mal gut, das Theater ja gefühlt schon ewig, GB sollte gehen und dann neue Verträge machen.
EU ist wie ein Korsett in diesem Fall, keiner darf mehr selber etwas machen, ob das die Gründer für die Wirtschaftsvereinigung im Auge hatten, wage ich zu bezweifeln.
Oder Sie haben schlicht nicht daran gedacht, das es so ausufern könnte, auch nicht wer alles aufgenommen wird.
Der Deal ist vielleicht gut für die EU. aber nicht gut für GB.

An die EU-Fanatiker: Was passiert wenn UK drin bliebe?

Schon interessant wie sich die EU, also vor allem Berlin und dieses Paris, anstellt härte zu zeigen im Fall des Ausstiegs Londons. Und natürlich springt die gleichgeschmierte Presse die gleiche Gangart, den EU-Kritik scheint nicht zu ihren Aufgaben zu zählen.

Die harte Linie soll m.E. London bzw. UK dazu bewegen, abzunehmen von diesem BREXIT-Kurs und den Euro nicht crashen zu lassen. Aber was wäre denn bitte die Alternative?

Nehmen wir an in UK wird durch die gut geölte Brüssler Propagandamaschine der Brexit durch ein weiteres Votum abgeschafft. Was dann?
Ich kann mich noch gut an die Berichte der gleichen Presse erinnern, als es um die Griechenland Euro-schulden ging (aktuell über 327 Milliarden€).

Der Austrittskandidat, generiert nur durch sein Handelsdefizit mehr als ca. 100 Milliarde€ jedes Jahr. Kein Aufschrei in der Presse von Seiten der Regierungen/Presse, dass uns das, dass Genick brechen wird.

Also wie möchten es die EU-Fanatiker denn nun haben? €-Crasch mit oder ohne UK?

Ich verstehe

Ernsthaft nicht wie manche noch die Rosinenpicker verteidigen können und hier mitten in Europa leben und von all den Annehmlichkeiten einer EU Profitieren.Wie zb Reisen ohne Pass oder Grenzen,Waren und Dinge die genormt sind und so das Leben leichter machen uswusw.Irgendwie ist das Reiner Opportunismus immer wieder der EU die Schuld in die Schuhe zu schieben,wer wollte den raus?Wer gehen will soll gehen ,leise die Tür zumachen und vorher seine Verpflichtungen erfüllen,all das machen die Brexitiers nicht,und dann kommen noch manche auf dieser Seite des Kanals und blasen ins gleiche Horn.Echt jetzt?

Boris Johnson hat mit falschen Behauptungen und ...

... aus persönlichen Karrieregründen dem Vereinigten Königreich den Brexit-Schlamassel eingebrockt. Ein Opportunist, der sein Fähnchen stets in den Wind gehängt hat.

Nun ist in dem Amt, das er um jeden Preis haben wollte und seine Reise nach Berlin und Paris hat keine substanziellen inhaltlichen Verhandlungsziele, sondern ist auf die Fabrikation einer Wahlkampf-Vorlage ausgerichtet.

Die Insel wird nach einem Brexit nicht im Meer versinken und seine Wirtschaft wird weiter bestehen. Nur nicht so erfolgreich, wie sie sein könnte, bliebe sie in der EU.

Die für die Menschen bittere Ironie: die Beschäftigten in der "City" und den erfolgreichen Unternehmen von UK, die gegen den Brexit gestimmt haben, werden sich anpassen und glimpflich davon kommen. Die Bewohner des gebeutelten Nordostens, die Pro-Brexit gestimmt haben, werden ihre Industrie-Jobs nicht wieder bekommen und für Sozialausgaben wird es im Niedrig-Steuerland kein Geld geben.

Wenn Kosten-/Nutzen Überlegungen ein Kriterium für ...

... die Entscheidung bezüglich des Brexits wären, dann gäbe es diese Brexit-Farce nicht.

Der Nettozahler UK bezahlt 21 Euro-Cent pro Tag und Kopf in die EU-Kasse. Peanuts.

Das ist gut investiertes Geld, denn UK

(1) ist Teil eines Marktes von 510 Millionen erreichbaren Konsumenten vor der Haustüre

(2) setzte (2018) 46 % seiner Exporte mit einem Wert von rund 320 Mrd. Euro in der EU ab

(3) ist in ein Handelsvertragsgeflecht mit über 100 Ländern der Erde eingebunden

(4) kann global bei Währungs- und Handelspolitik mit den anderen Großräumen auf Augenhöhe verhandeln

(5) kann Bürgern wirtschaftliche und berufliche Freiheiten bieten, welche es als einsame Insel nicht kann.

(6) ist Teil einer starken Sicherheitsgemeinschaft, welche sich gegen externe Bedrohungen besser wappen kann.

Die Diskussion wurde von Populisten wie BJ von der Sachebene weg auf das Niveau niedrigster Instinke geholt.

@Autochon vom 22. August 2019 um 08:41 - Ich meine...

Meinst du mit deinem Post das die EU, damit es "nach dem brexit" kein "verarmendes GB" gibt den Briten weiterhin alle Vorteile ( Marktzugang, Subventionen, Arbeitnehmerfreizügigkeit für britische Bürger, etc. ) gewähren sollte?

Das wäre, auf das Leben eines Menschen bezogen, fast so als ob Jemand der -ohne das er eine andere Wohnung hat- seinen Mietvertrag kündigt aber dann fordert (versorgt mit Wasser, Strom, Telefon und Internet) weiterhin dort -ohne irgendwelche Pflichten- leben zu können weil ja der Vermieter sonst Schuld an seiner Obdachlosigkeit wäre.

Frage:Wer hat beim BREXIT- Referendum entschieden auf die Vorteile, die es durch die EU gibt, zu verzichten. War es wirklich die EU ?

guggi, 08:22

Ich hoffe Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen.

Sie leben nicht in GB bzw. der EU, oder warum wünschen sie der EU und GB Schlechtes?

re ibelin

"Die EU

zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen."

Hä?

Ich kann mich ja täuschen, aber ich dachte, dass die Briten austreten wollen, nicht dass sie rausgeschmissen werden.

re cosmopolitan-citizen

" In den USA kann der Präsident zwar ein Handelsabkommen inhaltlich formulieren, aber der Kongress kann es ablehnen. Irland hat dort eine starke Lobby sowohl in der GOP wie auch bei den Demokraten. Alles was das Karfreitagsabkommen gefährdet, würde ein solcher Ablehnungsgrund sein. Das haben namhafte Vertreter beider Parteien im Kongress schon klargemacht."

Ist völlig richtig, wird aber von den Brexit-Fans konsequent ignoriert.

re neutralewelt

" trotzdem werden wir weiter Handel mit den Briten betreiben und GB wird nicht zum Armenhaus Europas werden."

Zwischen Armenhaus und dem Ist-Zustand gibt es aber mindestens fifty shades of grey ...

10:05 von Pilepale

«Die harte Linie soll m.E. London bzw. UK dazu bewegen, abzunehmen von diesem BREXIT-Kurs und den Euro nicht crashen zu lassen.»

Nun hatte GB "ja schon immer" das Britische Pfund als Währung. Dessen Kurs auch nie an den Euro gekoppelt war (oder ist). "Was crasht denn da …?"

«Also wie möchten es die EU-Fanatiker denn nun haben?
€-Crasch mit oder ohne UK?»

Diese Frage müssten Sie versuchen, evtl. in einem anderen Forum beantwortet zu bekommen. "EU-Fanatiker" hat es hier in diesem Forum keine …

re pilepale

"Die harte Linie soll m.E. London bzw. UK dazu bewegen, abzunehmen von diesem BREXIT-Kurs und den Euro nicht crashen zu lassen."

Der Brexit steht, das wird nirgends in der EU in Frage gestellt. Wie Sie vom Brexit auf den Euro kommen ist rätselhaft, wie so oft.

um 08:34 von Einfach Unglaublich

Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht.

Ich hatte schon einmal gefragt, wie Sie zu dieser steilen These kommen, es kam jedoch keine Reaktion von ihnen. Es würde mich wirklich interessieren, wieso jemand verhandeln will, der außer der Behauptung, verhandeln zu wollen, keinen auch nur halbwegs brauchbaren Verhandlungsvorschlag macht.

Dementsprechend hat Merkel exakt richtig reagiert, indem sie darauf verwies, dass es an den Briten ist, einen konstruktiven Vorschlag zu machen, wenn sie mit der bisher ausgehandelten Situation unzufrieden sind.

Spiegelverkehrt

"Ich meine......das das Neoliberale Projekt EU eher ein Interesse an einem harten Brexit hat als so mancher Brexiteer." @Autochon
.
Wenn man sich ständig im Spiegel betrachtet, sollte man bedenken, dass alles seitenverkehrt ist.

@Schabernack: Handelsverträge wären ein Pro-Remain Argument ...

... wenn es in der Brexit-Diskussion noch um die Sache ginge.

Die EU hat Handelsverträge in unterschiedlichen Ausprägungen mit rund 104 Ländern der Welt. Den wichtigen mit Japan haben Sie genannt. Weitere Verträge wie der mit Mercosur und anderen Aspiranten sind in der Anbahnungsphase.

Für jeden Ökonom ist es ein No-Brainer, dass

(a) betriebswirtschaftlich derjenige die besten Konditionen (Rabatte etc.) bekommt, der das größte Einkaufsvolumen einbringt

(b) volkswirtschaftlich derjeinge die günstigsten Verträge aushandelt, der das größte Handelsvolumen als Vertragspartner aufweist. Eine EU wird mit der Größe ihres Binnenmarktes und ihres BIP immer ein größeres Gewicht einbringen als ein UK alleine.

Nüchtern betrachtet liegen die Vorteile für UK als Teil des Handelsvertragswerkes klar auf der Hand.

08:45 von IBELIN

"Die EU zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen.
Zu schnelle Erweiterung, zu viele EU Kandidaten, zu starke Deutsche Dominanz, praktisch keinen Grenzschutz, Zusammenwachsen einer Kern EU versaeumt, Bruesseler Lobbyismus, Gemauschel und Korruption.
Als "gesundes" Land wuerde ich dieser EU nicht beitreten wollen."

Ihre EU-Kritik ist ja nicht komplett von der Hand zu weisen und sie ließe sich durchaus noch erweitern.

Aber erwarten Sie von einer noch recht jungen Staatengemeinschaft mit zuvor nicht dagewesener Aufgabenstellung, dass alles in sich "weiter"entwickelnden Gesellschaften auf Anhib klappt? Dann sollten Sie draußen bleiben.

Wenn Sie aber schon drin sind und selbst als Nettozahler profitieren, wäre es wohl angemessener, aktiv, kraftvoll und kooperativ an der Verbesserung der Situation - eine stetige Aufgabe - zu arbeiten.

Allerdings fürchte ich, Johnson lässt sich von ganz anderen Flausen treiben.

Macron hat gut reden - und der EU-Fanatiker kommt ins schwitzen

Wer sich die Zahlen zum Handelsdefizit des Vereinigten Königreichs anschaut, sollte sich ein wenig Luft aufsparen für die Franzosen Schelte. Den in der 5. Republik sieht die Situation nicht besser aus. Obwohl dort nicht so viele Jahre mit hunderten Milliarden US-$ an Defiziten auflaufen wie bei den Briten.

(Jahr / Defizite in Milliarden US-$)
2008 / -100
2009 / -76
2010 / -87
2011 / -123
2012 / -105
2013 / -100
2014 / -97
2015 / -64
2016 / -66
2017 / -83
2018 / -90
Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15613
/umfrage/handelsbilanz-von-frankreich/

Bei den Zahlen kann man als Staatschef Herrn Putin schon mal einladen um den Puls zu fühlen, ob Russland nicht ein paar Milliarden des Defizits übernimmt, zusätzlich zu den Verlusten durch die Sanktionen.

Ich verstehe nicht wie man diese Zustände auch noch medial schönschreiben kann???

Was werden wir den von den ör zu lesen bekommen, wenn die Franzosen sagen, sie können nicht mehr?

Johnson's Besuche

bei Merkel und Macron sind doch nur eine
Alibiübung um seinen Leuten zuhause vorzugaukeln, dass es wieder mal die sture
EU ist, die seine "Wünsche" strikt ablehnt.
Nach dem Motto: Ich habe für GB alles
unternommen aber die böse EU ist schuld daran, wenn es zu einem harten Brexit kommt.
Diese Besuche sind reine Taktik um sich als
"Macher" zu inszenieren. Johnson weiss ganz genau, dass an dem aushandelten Vertrag nicht mehr zu rütteln ist - hat er ja bereits
gesehen als Theresa May's Besuche zu keiner
Einlenkung der EU geführt haben - und nun versucht er das selbe Spiel zu wiederholen.

um 10:03 von wenigfahrer

"Und in der Zeit kann GB keine Handelsverträge machen, kann ja auch 3 Jahre dauern oder länger."

Das ist nicht ganz richtig. Mitgliedsstaaten der EU dürfen keine eigenen Handelsverträge verhandeln oder abschliessen. Das ist richtig.

Mit dem Withdrawal Agreemen (der Deal von Th. May und der EU) verlässt GB offiziell die EU, it für eine Übergangszeit aber noch verpflichtet, sich an die Regeln der EU zu halten.

In dieser Zeit darf GB eigene Handelsverträge verhandeln. Aber noch nicht abschliessen, solange sie noch Teil des gemeinsamen Marktes sind.

Genau deswegen wurde der Deal ja gemacht. Damit GB seinen Platz in der Welt findet, ohne gleichzeitig komplett nackig da zu stehen.

@09:10 von collie4711

Merkel-Bashing?
Wo bitte ist Frau Merkel eingeknickt? Sie will eine Lösung, das ist gut so. Macron übrigens auch. Daran ist nichts falsch. Beide wollen nur nicht die unsäglichen Verhandlungsrunden und sie wollen keine Änderungen am Backstop-Modus.

um 10:05 von Pilepale

"Die harte Linie soll m.E. London bzw. UK dazu bewegen, abzunehmen von diesem BREXIT-Kurs "

Das ist Unsinn. Wenn sie einen Kreditvertrag unterschreiben sind die Ratenzahlung kein Zeichen von Härte sondern Teil des Vertrages.

Die EU handelt nach ihren Regeln. Sie zeigt keine Härte, sondern macht, was ihr erlaubt ist.

Ob diese Regeln gut oder schlecht sind ist etwas anderes. Genau wie man manche Gesetze gut oder schlecht finden kann. Aber man muss sich daran halten, sonst ist man ein Verbrecher.

Und die Brexiteers verlangen etwas, dass mit den Gesetzen (und auch Logik) nicht vereinbar ist.

09:49 von NeutraleWelt

«… trotzdem werden wir weiter Handel mit den Briten betreiben und GB wird nicht zum Armenhaus Europas werden.»

Das steht doch überhaupt nicht zur Debatte.

Eher ist die sinnbildich-übertragene Frage, warum sich GB nur noch im Rollstuhl sitzend fort bewegen will, wenn es doch zwei gesunde Beine hat, um selbst zu gehen …

08:21 von hippojim

Und womit begründen sie, dass es eine
Änderung des bestehenden Vertrages gibt?
Wunschdenken?

um 09:49 von NeutraleWelt

"und GB wird nicht zum Armenhaus Europas werden"

Ich bin mir recht sicher, daß die Briten nicht unter den Lebensstandart von zum Beispiel Albanien oder Bosnien sinken werden. Allerdings wird der jetzige nicht zu halten sein und im Vergleich zu ähnlich entwickelten Volkswirtschaften wird man deutlich verlieren, wenn in GB nicht doch noch Vernunft einkehrt.

Zahlen lügen nicht

Welche Strategien würde denn die EU-Fanatiker vorschlagen um UK behilflich zu sein, das enorme Handelsdefizit das jedes Jahr generiert wird, abzubauen, wenn es in der EU bliebe?

Hier die Handelsdefizite der letzten Jahre. Werte in Milliarden $.
(Jahr / Defizit)
2008 / -185
2009 / -164
2010 / -175
2011 / -170
2012 / -222
2013 / -119
2014 / -185
2015 / -166
2016 / -227
2017 / -202
2018 / -187

Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15634
/umfrage/handelsbilanz-von-grossbritannien/

In BRD hat die geballte Lobby-Franktion auf den Putz gehauen, als im aktuellen Quartal das BIP um 0,1 % sank. Ohne Gegenwehr der Presse natürlich. Auch der ör Medien nicht. Was soll man zu Zahlen der Briten sagen, die ja über ein Jahrzehnt sehr schlecht sind?

Boris Johnson ist schon an

Boris Johnson ist schon an seinem Ziel angekommen: Er wollte Premierminister werden; Politik gestalten wollte und will er höchstens nachrangig, und wenn dann eher in Trumpscher Immobilienmaklermanier ("Was kostet die Welt? ... respektive Grönland"). Johnson hat vor dem Brexit-Referendum in seinen hanebüchenen Aussagen über die EU das populistische blaue vom Himmel gelogen und sucht nun für sein vorhersehbares Scheitern eines vernünftigen Brexit einen Sündenbock, am besten natürlich die verhasste EU. Mag Merkel noch vorsichtig gewesen sein in ihrer Distanzierung; Macron wird hoffentlich Klartext reden.

Von Anfang an war in der Diskussion...

...das Thema "Backstop" DER
Knackpunkt, wo die Briten -
meines Erachtens zu Recht -
befürchten, dass ihnen Irland
"abhanden kommen" könnte!
Merkwürdiger Weise wird -
auch seitens der EU - der Focus
aber nicht genug auf Irland gelegt,
sondern man behandelt dies, als
sei dies ein eher britisches Problem!
Warum hat man nicht längst ein
Referendum in Irland durchgeführt,
oder mit dem Ziel angeregt, die
IREN zu fragen was sie wollen?!?
So wie ich die Berichte in den letzten
Jahren verstanden habe, könnte es
nämlich durchaus sein, dass ein
vereinigtes Irland mehrheitlich
durchaus in der EU verbleiben will!
Die wirtschaftliche Verflechtung ist
mittlerweile so weit fortgeschritten,
dass eine neuerliche Grenzziehung
beiden Landesteilen nur Schaden
würde!
Wäre es nicht an der Zeit, dieses
Problem JETZT ein für alle mal zu
lösen, indem man vor allem die
Iren entscheiden lässt?

09:08 von Mehlwurm

"Neuverhandlungen auf Basis der Britischen
Vorschläge".
Das Problem ist doch, dass GB bislang gar keine Vorschläge gemacht hat. Ausser
Forderungen an die EU ist ja bis jetzt nichts
aus GB gekommen.

Freihandelsabkommen mit den USA

Dass die USA sich auf ein Freihandelsabkommen mit GB freuen, ist verständlich, denn bei den bevorstehnden Mängeln, zu denen es in GB nach dem Brexit kommen wird, können die USA gute Geschäfte machen.

Angefangen bei Lebensmitteln über Medikamente bis zu Autos wird in GB ein großer Bedarf bestehen, den die USA sicher gerne decken werden.

Im Gegenzug kann GB dann Minzsoße, clotted cream, Orangenmarmelade und schottischen Whiskey liefern.

Wird sicher der "beste Deal aller Zeiten". Fraglich eben nur für wen.

Knickreflex

Alles Show - denn am Ende wird die EU wieder einknicken. Wetten?

09:52 von krittkritt Irland: Ende des Terrors = Karfreitagsabkom

Die Brexit-Torys hatten bekanntlich in alter "British Emprire"-Haltung das Thema der Grenze und die Implikationen des Karfreitagsabkommens völlig ignoriert während der Brexit-Kampagne. Arroganz & Ignoranz par exellance.

Zur den Details: In Nordirland wird demografisch bedingt das Verhältnis von republikanisch gesinnten Katholiken und unionistisch orientierten Protestanten bald ausgeglichen sein. Früher hatten die Unionisten quasi zementartig ein Mehrheit auf die sie ihr faktisches Unterdrückungssystem bis in die 1960er aufbauten. Die Unterdrückung ist ein Faktum. Das erstreckte sich in alle Gesellschaftsbereiche, Arbeit, Wohnen etc.

Die NICRA-Bürgerrechtsbewegung der 1960er war ein von der US-Civil-Rights-Bewegung inspirierte gewaltlose Bewegung. die auf kalte Ablehnung der nordirischen Protestanten und aus London stieß.

Die IRA war maginalisiert und wurde erst durch das Bloody-Sunday-Massaker der Armee stark.

Das Karfreitags-Abk. erlaubt eine friedliche Vereinigung.

@ schabernack um 10:35

>>Nun hatte GB "ja schon immer" das Britische Pfund als Währung. Dessen Kurs auch nie an den Euro gekoppelt war (oder ist). "Was crasht denn da …?"<<

Wenn die britische Wirtschaft demnächst zusammenbricht und deren Handel um bspw. 20% im Jahr 2020 absackt, glauben Sie als EU-Fanatikerin (denn anderes kann ich Sie nicht bezeichnen wenn SIe soetwas schreiben), dass das keine Auswirkungen auf den Euro haben wird?

Wenn also der Warenkauf von UK aus der EU dramatisch einbricht, wird das keine Auswirkungen haben auf Ihren Euro? Die Sanktionen gegen und von Russland, haben keine Auswirkungen auf die Wirtschaft in der EU, die denn Wert des Euros, theoretisch, abbilden soll?

Jetzt fügen die Einbußen aus den UK Handel hinzu, schauen SIe sich die Zahlen von Frankreich und Italien an und nehmen Sie noch eine Priese US-Dollar Anpassungen die Waschignton plant um den Euro-Währungsmanipulationen entgegenzutreten und US-Waren günstiger auf den Weltmarkt anzubieten.

Und die Chinesen,werden was tun?

@Einfach Unglaublich, 8:34 Uhr

Jetzt legen Sie die Karten doch mal auf den Tisch: Welcher Kompromiss soll denn zwischen GB und EU rauskommen? Entweder gibt es in Nordirland zur Republik Irland eine harte Grenze ab dem 31.10.2019 mit all den Folgen eines erneuten Konflikts in Nordirland oder es gibt keine harte Grenze, dann muss GB aber weiterhin in der Zollunion bleiben, weil Nordirland sonst als unkontrollierbares Einfalltor in die EU fungieren kann und zollfreie Ware transportiert und EU-Bürger weiterhin Reisefreiheit genießen können. Beide Optionen möchte Johnson nicht. Also was soll die EU nun verhandeln? Bitte bekennen Sie Farbe.

@IBELIN, 08:45 Uhr

Selbst wenn Sie mit Ihrer Einschätzung über die EU recht hätten, sind dies alles lösbare Probleme. Auf der anderen Seite ist die EU der Garant für eine noch nie dagewesene Friedensperiode in Europa, Freier Handel, die Möglichkeit der EU-Bürger sich überall niederlassen zu können und die tiefgreifende Zusammenarbeit vieler Kulturen und Nationen in Straßburg und Brüssel an Themen, die Nationalstatten nicht mehr alleine gelöst bekommen, aufgrund einer gemeinsamen Wertvorstellung. Das dies Populisten rechts wie links nicht gerne hören und so tun, als wäre dies Bevormundung der Nationalstaaten, ist selbst erklärlich, macht es aber nicht richtiger oder besser. Es dient lediglich zur Erweiterung der eigenen Macht. Wenn man dies als Wähler durchschaut hat, wird die Zeit der Populisten eine sehr überschaubare Episode werden.

Der Trumpism Effekt

Die Austeritätspolitik und das Euro-Korsett schafft nur Chaos und fördert Schaden in der EU und in Europa. Das Technokraten den Bürger in sehr vielen Staaten auf antidemokratischem Wege erzählen wollen, was sie zu tun haben, erzeugt das eine Trotzreaktion. Wenn noch dazu die meisten sehen, dass sich die Eliten die Taschen füllen, der Pöbel aber alles andere Stemmen muss, dann bleibt bei einer "Wahl" nur Clinton oder Trump zur Auswahl.

Mark Blyth erklärt die Zusammenhänge recht gut. M.M.n. genauso gut wie das Herr Flassbeck tut. Hier ein 30 Sekunden Video von ihm zu dem BREXIT.
https://www.youtube.com/watch?v=7lD474zXIzc

Wer seinen Namen in die Suchmaschine eingibt, wird sehr viel zum Thema BREXIT und Austerität finden. Sehr interessant und aufschlussreich.

@ guggi um 08:22

>>Ich hoffe Johnson zeigt der EU die kalte Schulter und macht anschliessend mit den USA ein Freihandelsabkommen.<<

Sie sollten den Briten nicht eine so düstere Zukunft erhoffen.
Denn dafür müsste Johnson sich und Großbrittanien von Trump doch ausnehmen lassen, wie eine Weihnachtsgans.

Johnsons Verhandlungsposition gegenüber der USA ist alleine, ohne EU, doch schwächer als je zuvor. Er bräuchte schon sehr, sehr viel Gnade und Milde von Trumps Seite für ein annähernd so vorteilhaftes Abkommen, wie Großbritannien bisher durch die EU-Mitgliedschaft geboten wird.

Backstop

Nach Jahrzehnten des Buergerkrieges, hier so nett als "the troubles", die "Schwierigkeiten" beschrieben in Nordirland, der weitesgehend von Amerikanern mit Katholisch-Irischen Wurzeln finanziert wurde und es bis in das Herz von London machte, wurde zwischen den Englaendern und Amerikanischen Katholiken mit der EU als Moderator ein Friedensabkommen ausgehandelt, dass den Katholiken in Nordirland gleiche Lebensbedingungen und Chancen wie sie ihre Protestantischen Mitbuerger haben, einraeumen sollte. Deshalb wollten die Briten den Backstop, um das nicht zu gefaehrden. Aber grosse Teile des Establishments hier wollen eigentlich lieber Sieg und Unterwerfung als Kompromis und Frieden. Wie aber Nancy Pelossi schon sagte, kein Freihandelsabkommen mit den USA ohne Frieden in Nordirland. Und keins mit der EU ohne Backstop. Und das alles hatte man beim Referendum uebersehen und nun sitzen sie im Dreck und versuchen jemanden zu finden, dem sie den schwarzen Peter zuschieben.

@ witch of endor um 10:58

Danke für Ihren Kommentar.

"Das ist Unsinn. Wenn sie einen Kreditvertrag unterschreiben sind die Ratenzahlung kein Zeichen von Härte sondern Teil des Vertrages.

Die EU handelt nach ihren Regeln. Sie zeigt keine Härte, sondern macht, was ihr erlaubt ist."

Aha. Aber, was passiert denn bitte wenn jemand den Kreditvertrag nicht mehr bedienen kann? Wollen Sie die Briten Pfänden? Eine Atommacht?

"Ob diese Regeln gut oder schlecht sind ist etwas anderes. Genau wie man manche Gesetze gut oder schlecht finden kann. Aber man muss sich daran halten, sonst ist man ein Verbrecher."

Wie schön das ausgerechnet ein EU-Fanatiker solche Zeilen schreibt. Sie wissen hoffentlich, dass die EZB sich bisher an kaum einen Vertrag gehalten hat? Deren Vorsitzende haben sogar eine Freibrief der sie theoretisch bis an ihr Lebensende vor Strafverfolgung schützt.

Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, wenn die Gesetze nicht mehr passen, wird versucht die Gesetze zu ändern oder die Gesetze werden gebrochen.

@ IBELIN um 08:45

>>zeigt deutlich, dass man einen Nettozahler verliert.
Das haette man sich mal vorher ueberlegen sollen.
Zu schnelle Erweiterung, zu viele EU Kandidaten, zu starke Deutsche Dominanz, praktisch keinen Grenzschutz, Zusammenwachsen einer Kern EU versaeumt, Bruesseler Lobbyismus, Gemauschel und Korruption.
Als "gesundes" Land wuerde ich dieser EU nicht beitreten wollen.<<

Sie unterschlagen vollkommen, dass gerade die Politik Großbritanniens immer ein Verfechter einer schnellen Erweiterung war, und die EU weniger als Wertegemeinschaft, sondern vor allem als gemeinsamen Wirtschaftsraum betrachtet hat.
Und ob Lobbyismus und Korruption in der EU stärker ausgeprägt sind, als in der Politik der einzelnen Mitgliedsstaaten... Dahinter würde ich mal ein großes Fragezeichen setzen.

10:46 von Cosmopolitan_Citizen

«@Schabernack: Handelsverträge wären ein Pro-Remain Argument … wenn es in der Brexit-Diskussion noch um die Sache ginge.»

Leider ging es schon nicht "um die Sache", als der Premier Mr. Cameron beschloss, die Brexit-Befragung anzusetzen.

Auch das bereits eine politisch-taktische Maßnahme, um irgend etwas für sich selbst + für die Tories zu erreichen.

Außer "End of Mr. Cameron as Prime Minister", weiterer Stimmenverlust durch die vorzeitigen Neuwahlen von Mrs. May, Verlust der absoluten Mehrheit der Tories (mit der DUP als Koalitionspartner), bis hin zu Boris J. gar nichts erreicht.

Nun geht es Boris J. darum, die Brexiteers der neuen Partei von Nigel F. "wieder ab zu jagen". Wenn es (vermutlich in nicht all zu ferner Zukunft) zu erneuten Parlamentswahlen im UK kommt.

"Die Sache Wohlergehen der Bevölkerung im UK" + Handelsverträge des UK werden seit mehr als 3,5 Jahren von diversen Seiten konstant immer wieder "auf der Straße liegend vorsätzlich überfahren". Fahrerflucht inkl. …

es ist erschreckend

wie viele male europa, vor allem deutschland und franlreich, sich in innerpolitische angelegenheiten jedes staates einmischen.

hier geht es nicht um england, nein , hier geht es vor allem nur um irland und wenn die grenze zwischen irland und dem englischen irland kommt, dann ha es aber auch seinen grund. oder schon vergessen wie die konflickte enststanden sind un england eine grenze siehen musste um die nordische bevölkerung zu schützen? hier will deutschland -europa wieeder einmal den besserwisser spielen anstatt sich hinzusetzen und im kauf eines grenzverlaufes einzuplanen. naja . grosse dümme sprüche gegen trump der sich in alles innerpolitisch einmischt.
europa geht somit einen gefährlichen weg hier etwas mit aller macht durchzuboxen.
england wird der gewinner sein, mit schwierigleiten aber frei, so irland und europa dagegen werden einen hohen preis zahlen und ich meine nicht mit geld.

Zündler Boris

Das Beste was passieren konnte, dass Johnson Primeminister wurde. Jetzt kann er doch mal in erster Reihe beweisen wie "leicht" der Brexit umzusetzen ist und wie "gut" es GB danach gehen wird. Da wird nicht viel bei rauskommen. Alles was rechte/populistische Nationalisten können, ist mit erlogenen Fakten und Geschwätz Strohfeuer legen. Echte Lösungen haben Sie nicht parat. Total verblendet ist auch die Annahme die USA unter Trump würde mit UK ein für Sie vorteilhaftes Freihandelsabkommen eingehen. Als ob. Trump tut was für Trump und vielleicht noch die USA gut ist.

Mir tut die junge Generation im UK leid, die die Suppe auslöffeln muss wenn die alte, im Geiste an der Romatik des Common Wealth hängengebliebene Mischpoke abgetreten ist.

@ proehi um 10:50

>>Allerdings fürchte ich, Johnson lässt sich von ganz anderen Flausen treiben.<<

So wird es sein.

Als größter Profiteur einer Zersplitterung und Schwächung der EU betrachtet sich ja offenbar Herr Trump, der in der EU vor allem einen Rivalen sieht, statt einem Bündnispartner.
Und als Profiteur sieht er sich sicherlich auch nur, weil Weitsichtigkeit nicht seine vorzüglichste Charaktereigenschaft ist.
Diese "Flause" aus den USA wird den Herrn Johnson noch ganz schön vor sich her treiben.

Ich bin immer noch

der Meinung das es keinen Austritt geben wird. Es gibt ein zweites Referendum und alles war für die Katze.

Johnson’s Alibibesuche sind

Johnson’s Alibibesuche sind wohl rein innenpolitisch motiviert. Er weiß genau, dass es nur 3 Möglichkeiten gibt. Da er im Parlament nur 1 Stimme Mehrheit hat wird es wohl auf einen automatischen harten Brexit hinauslaufen, ohne dass das Parlament mehrheitlich für eine der Optionen votiert hätte.

um 11:12 von 1.Senator

"Merkwürdiger Weise wird -
auch seitens der EU - der Focus
aber nicht genug auf Irland gelegt,
sondern man behandelt dies, als
sei dies ein eher britisches Problem!"

Ahem, die Einhaltung eines Backstops ist eine zentrale Forderung der Regierung der Republik Irland.

Da eine Änderung des Withdrawal Agreements die Zustimmung aller EU Staaten erfordert, wird ein Vertrag ohne Backstop immer am Veto Irlands scheitern.

Und Volksbefragung....Ja, warum macht man keine Volksbefragung?

Das ist hier der falsche Ort, um zu fragen. Das ist allein Sache der Republik Irland, Nordirland und somit Großbritanniens.

um 11:15 von Der_Mahner

"Alles Show - denn am Ende wird die EU wieder einknicken. Wetten?"

Um was wetten wir?

re 1. senator

"Warum hat man nicht längst ein
Referendum in Irland durchgeführt,
oder mit dem Ziel angeregt, die
IREN zu fragen was sie wollen?!?

Glauben Sie denn, die pro-britische Fraktion in Nordirland würde sich widerstandslos in einem vereinigten Irland wiederfinden?

@Pilepale 10:51: Was soll diese Statistik aussagen ?

Das Bemühen um eine sachliche Unterlegung eines debattierten Themas ist der Würdigung wert.

Wenn man über den unsachlichen Teil, wie "EU-Fanatiker" oder "gleichgeschmierte Presse" (ein Zeichen argumentativer Unsicherheit in der Sache) hinwegsieht, stellt sich die Frage, was die zitierte Statistik dem geneigten Leser denn sagen soll ?

Frankreich hat ebenso wie UK und die USA ein Handelsbilanzdefizit im Bereich von 1,5 bis 3,5 % des BIP. Noch nicht dramatisch, aber klar erkennbar. Es gibt jeweils andere Gründe für diese Tatsache, aber eine gleiche Ursache liegt in den Defiziten bei der Wettbewerbsfähigkeit, die durch Produkt-Innovation, Produktivität, Kostenstrukturen, Qualität und Service bestimmt wird.

Nun die Frage:

- was soll die Statistik im im Kontext des Artikels aussagen ?

- wer "schreibt" was genau "medial schön" ?

- was sollen die Franzosen "nicht mehr können" ?

- was hat Herr Putin mit dem Sachverhalt zu tun und was sollte er aus welchem Grund "übernehmen" ?

re pilepale

"Sie als EU-Fanatikerin (denn anderes kann ich Sie nicht bezeichnen wenn SIe soetwas schreiben)"

Dann führen Sie aber mal bitte als Selbstbezeichung den "Anti-EU-Fanatiker".

Boris kann sich doch auf den

Boris kann sich doch auf den Kopf stellen. Entweder er macht, was die EU will, oder es gibt eine harte Grenze. Er könnte ebenso versuchen, mit der Schwerkraft verhandeln zu wollen, weil er weder Fallschirm, noch hart aufklatschen will. Beides geht nicht.

@Mehlwurm - 09:08

"Ich persönlich Vermute das sich die Erwartungen, das es in GB nach dem Brexit zu blühenden Landschaften kommt und die britische Bürger erleben das Britannien wieder so "Great" werden kann wie im Elisabethanische Zeitalter, wohl eher als Seifenblase erweisen. Eine Seifenblase die schnell platzen wird."

Für das Platzen dieser in die Welt gesetzten Seifenblasen braucht der großmäulige Johnson einen Sündenbock - und das wird die EU sein.

Wohlwissend, dass die EU diesen Zinnober nicht mitmacht, hat er auch nichts Verhandelbares im Gepäck. Seine Tour durch Europa dient einzig der späteren Legendenbildung: "Seht her - ich wollte ja verhandeln, aber die EU hat uns hängen gelassen."

11:15 von Pilepale / @schabernack

«Wenn die britische Wirtschaft demnächst zusammenbricht und deren Handel um bspw. 20% im Jahr 2020 absackt, glauben Sie als EU-Fanatikerin (denn anderes kann ich Sie nicht bezeichnen wenn SIe soetwas schreiben), dass das keine Auswirkungen auf den Euro haben wird?»

Bezeichnen Sie mich als "Fanatiker".
Dann liegen Sie wenigstens mit dem Geschlecht richtig …

Bricht sie zusammen, demnächst, die britische Wirtschaft?

Die einen sagen so. Andere sehen sie aufblühen, wie einst Phoenix aus der Asche aufstieg. Wenn sie denn endlich Joch + Knute der EU abgeworfen hätte. Die britische Wirtschaft, die gegängelten + geknechteten Briten.

Meine Glaskugel äußerst sich nicht, wie sehr die Briten im Detail "verarmen" werden. Sie sagt aber schon mit deutlichen Worten, dass der Brexit weder GB noch der EU zum Vorteil gereichen werde …

Zahlen, Zahlen, Zahlen.
Zahlen, die Untergang beschwören.

Können dann andererseits auch beschwören.
Dass JAP mit ≈ 240% Staatsverschuldung längst im Meer versank …

@collie4711

Wie kommen Sie darauf, dass Kanzlerin Merkel "einknicken will". Sie hat in der Brexit- Frage klar Position bezogen und ist davon nicht abgewichen. Sie hat sich erfolgreich darum gekümmert, dass die Flüchtlingsströme zurückgegangen sind, indem Sie u.a. Abkommen mit den nordafrikanischen Staaten auf den Weg gebracht hat. Sie hat gegenüber Donald Trump und seiner Politik des Isolationismus klare Kante gezeigt und damit die deutsche/europäische Interessen mit Nachdruck vertreten. Man muss nicht mit allen Entscheidungen von Frau Merkel einverstanden sein, aber sie ist ein Grundpfeiler der europäischen Politik und die Deutschen sind mehrheitlich stolz auf die Kanzlerin. Ich frage mich, wie man vorgeben kann, ein Patriot zu sein und gleichzeitig Deutschland und seine Politiker permanent und völlig unsubstantiiert schlecht zu reden versucht.

@Elefant (07:50)

Alle Probleme sind loesbar..
Nordirland wird Teil Irlands...Schottland wird EU Mitglied .. und der Rest macht Brexit ... So einfach ist das ...

____

So einfach ist es nun doch nicht. In Nordirland gibt es die Ulster Unionists, die etwas dagegen haben. Die sorgen ja jetzt schon dafür, dass ein Austrittsabkommen mit Backstop unmöglich ist.
Und Schottland müsste erst einmal mit dem Rest von UK raus aus der EU, um dann wieder aus diesem auszutreten und einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU zu stellen, was einen jahrelangen Beitritsprozess zur Folge hat.

@22. August 2019 um 11:08 von Pilepale

Wenn Zahlen einer negativen Handelsbilanz von Brexitfanatikern der EU vorgeworfen werden, muss man vielleicht auch über die negative Produktivität des einzelnen Landes sprechen. Die Zahlen der Statistik ohne Hintergrund hier ins Forum zu werfen halte ich daher für den perfiden Versuch gegen die Gemeinschaft zu hetzen.
Schlimm.

Goerdy, 09:13

Die Lösung liegt auf dem Tisch
Ich kann es nur wiederholen: Nordirland vereinigt mit Irland

Ein großer Teil der Nordiren möchte aber gar nicht, dass sich ihr Land mit Irland vereinigt.
Ein Zusammenschluß Nordirlands mit Irland würde voraussichtlich zu denselben Unruhen führen, wie eine Grenzziehung zwischen den beiden Ländern.

Infolge des Brexit

werden in Großbritannien als erstes Benzin, Medikamente und Grundnahrungsmittel knapp werden. Das sagen Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler heute schon voraus. Denn die britische Wirtschaftskraft hinkt seit jeher den anderen G7-Staaten hinterher. Hinzu kommt die höchste Pro-Kopf-Verschuldung privater Haushalte in Europa und die nach wie vor virulenten Folgen der Bankenkrise von 2008.

Wenn die Briten also nicht wissen, womit sie im nächsten Winter heizen sollen, wenn einfache Krankheiten nicht mehr behandelt, Standard-OPs nicht mehr durchgeführt werden können, die Kinder wieder zum Plündern von Feldern und Scheunen ausgeschickt und Fallen für Nachbars Katze aufgestellt werden müssen, wenn die Lebensqualität und ~erwartung für die breite Masse sich der des frühen 19. Jahrhunderts wieder angleicht, dann sollten sie wenigstens wissen, wem sie das alles zu verdanken haben. Den Pinocchios Farange und Johnson nämlich.

"Es lebe der Brexit".

11.47 - Auf eine Frage - Profiteure des Brexit

Man sollte die Profiteure des Brexit nicht nur politisch sehen in Form von Nationen. Profiteure des Brexit gibt es auch in Form von Privatpersonen die an der damalige Brexit-Umfrage sehr gut verdient haben, auch Politiker. Diese Art von Profiteure wird es wohl jetzt auch wieder geben.

@Goerdy (09:13)

Die Lösung liegt auf dem Tisch
Ich kann es nur wiederholen: Nordirland vereinigt mit Irland; Schottland in die EU; der Rest macht richtig Brexit....

____

Nichts liegt auf dem Tisch. Alles, was auf dem Tisch liegt, wurde abgelehnt. Haben Sie sich mal ansatzsweise mit dem Nordirlandkonflikt beschäftigt? Warum hat es dort wohl jahrzehntelang bürgerkriegsähnliche Unruhen gegeben? Warum sind bei der Gründung des Irischen Freistaats 1922 denn sieben der neun Grafschaften der Provinz Ulster beim Vereinigten Königreich verblieben?
Und was die Schotten angeht: die wären bei einem Austritt aus dem UK nicht dessen Rechtsnachfolger und könntne nicht dessen Mitgliedschaft nach dem Brexit übernehmen, sondern müsste sich komplett neu bewerben. Und Spanien dürfte angesichts der Situation in Katalonien und dem Baskenland etwas gegen den Beitritt haben. Die erkennen schon als einziges Land der EU die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an, aus denselben Gründen.

Endlich ´mal jemand, der Ahnung hat...

Die Briten brauchen uns nicht. Wir brauchen die Briten. Das ist die Wahrheit. Wir haben ca. 83 Mrd. Euro exportiert, und die Briten zu uns nur 37 Mrd Euro.
Das ist der Grund, weshalb wir nicht möchten, dass die austreten.
Ich beneide die Briten.
Die haben Verstand. Freundschaften zu anderen Nationen kann ich auch ohne Brüssel pflegen. Das ging auch schon vor Brüssel. Lach.

11:08 von Pilepale

Nette Statistik, die aber erstmal nichts zur wirtschaftlichen Lage in GB aussagt. Sie zeigt lediglich, daß GB seit den 80ern stark deindustrialisiert wurde und der Focus auf andere Zweige gelegt wurde (z.B. Finanzsektor). Dafür kann allerdings die EU nix, sondern vor allem die Torys (Thatcherism).

@Einfach Unglaublich (08:34)

Wer den schwarzen Peter hat...
... ist doch klar:
Johnson will verhandeln und Macron und Co. wollen es nicht.
(Ja, Vertragsentwürfe können bis zur Unterschrift vor- und nachverhandelt werden. Das ist ganz normal und kein Gesetz(entwurf) kommt aus dem Gesetzgebungsprozess heraus wie es/er herein gekommen ist.)
Erfreulich ist, dass Frau Merkel betont hat, dass man zu einer gemeinsamen Lösung kommen will. Das sollte sie ihren EU Kollegen doch vielleicht noch einmal sagen.

____

Was für ein Unsinn. Wenn ich aus dem Sportverein austreten will, dann trete ich aus. Oder ich lasse es bleiben. Aber ich fordere nicht, die Anlagen des Vereins weiter benutzen zu dürfen, wofür mir der Verein ein Angebot nach meinem Gusto vorzuschlagne hat. Es gibt ein Angebot der EU. Das wollen die Briten nicht. Na, dann eben nicht. Dann eben raus ohne wenn und aber.

Ist Deutschland von sprichwörtlich „schwarzen Schafen“

umgeben?
Meine Frage ist ernst gemeint. Seit meinem 16 Lebensjahr habe ich viel von dieser Welt gesehen und bin aus monetären Gründen per Bahn, Auto und Fähren unterwegs gewesen.
Dazu gehörten vor allen damals (noch) nicht EU Länder. Klar mit Passkontrolle und Zollkontrolle (je nach dem) aber doch immer (außer DDR u.Albanien) problemlos. Nach Griechenland per Auto durchquerte man da einige nicht EU Länder ohne Zäune oder Mauern.
Die sogenannte „BackStop“ Regelung, um die es ja geht, mit der die Folgen des Brexit aus EU Sicht für die Briten abgefedert werden soll, könnte ja rein theoretisch betrachtet genau so behandelt werden, eben großzügig. Das heißt für mich eben so, wie es sich unter vergangenen und zukünftigen Partnern geziemen könnte/sollte. Der Brexit schließt eine gute oder sogar bessere zukünftige HandelsBeziehung zur EU nicht aus und auch das wäre unter zukünftigen Partnern eine Option m.M.n.

@Fuchs123 (09:33)

@collie4711
Wo bitte will Merkel denn einknicken? Sie ist keinen Deut vom ausgehandelten Vertrag abgewichen und hat nur das in Aussicht gestellt, was sowieso vereinbart war.
Ich bin nun wirklich kein Fan von Merkels Politik, aber so plakative, einfach so hingeworfene, nicht begründete Einwürfe kann man nicht so stehen lassen.

____

Eben. Der Vertrag sieht vor, dass der Backstop eingeführt wird, bis es eine bessere Lösung gibt. Wenn Johnson jetzt schon die bessere Lösung hat, dann kann man die einfügen und den Backstop streichen. Nichts anderes hat die Merkel gesagt.

Trump's Unterstützung für den Brexit zahlt ...

... auf "America first" ein und nicht auf die Bedürfnisse von UK. Boris Johnson weiß das, aber er hat sein Schicksal als Premier mit diesem Ticket verbunden.

Die offene Feindseligkeit, die Trump gegenüber der EU zeigt, entstammt

- einem Bauchreflex ("zuviel Mercedes auf der 5th Avenue")

- der MAGA-Ideologie, nach der alle Länder im Handel grundsätzlich Feinde, nicht etwa nur Wettbewerber, geschweige denn Partner sind.

Diese zu schwächen gehört folgerichtig zum Portfolio dieser Ideologie. Letzlich geht es dabei darum, die EU in Einzelteile zu zerbrechen und mit 28 Zwergen (für diese weniger vorteilhafte) Verträge auszuhandeln anstatt mit einem Partner, der beim BIP und im Handelsvolumen nahe auf Augenhöhe ist.

Die EU muss sich von Trump's Palatin Johnson für dessen Karrierebedürfnisse nicht über den Tisch ziehen lassen, aber sie darf sich von dem Land und seinen Menschen nicht abwenden. Die Verhältnisse ändern sich wieder, auch wenn es Zeit braucht.

Erfolgreichen Nachmittag!

@10:51 von Pilepale

Die Nachteile die mit einem Handelsbilanzdefizit einhergehen gleichen Sie aber nicht dadurch aus, dass Sie den Handel komplett einstellen oder erschweren.
Es gibt ja einen Grund aus dem Frankreich so viele Produkte importiert - das machen sie nicht um sich zu schaden.

re dörfler

"Ich bin immer noch

der Meinung das es keinen Austritt geben wird. Es gibt ein zweites Referendum und alles war für die Katze."

Man kann alles Mögliche glauben. Daneben gibt es aber auch noch den Faktor von mehr oder weniger wahrscheinlich.

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