Ihre Meinung zu: Johnsons Brief an EU: Die harten Folgen eines harten Brexit

20. August 2019 - 12:21 Uhr

Der jüngste Vorstoß des britischen Premiers Johnson stößt im eigenen Land auf Skepsis: Ein harter Brexit brächte auch für Großbritannien dauerhafte Sicherheitsrisiken mit sich, warnt eine Labour-Politikerin. Von Imke Köhler.

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Das Ding mit den Wirtschaftsräumen

Sehr interessant dass sich Brüssel in der Frage des BREXITs der ehemaligen "Freunde und Partner" so unerbittlich zeigt in dem es keine Möglichkeit anbietet, wie dieses Problem zu lösen wäre. Es ist ja nicht so dass es dieses Problem erst seit dem BREXIT gibt.

Als Brüssel, mit anderen Hauptstädten die Flamme der Brüsseler Freiheitsauslegung nach Osten trug und mit der damaligen Ukraine einen Vertrag unterzeichnen wollte, hatte ein anderer Staat Probleme kundgetan, was mit deren Wirtschaftsraum geschehen wird. Das von Brüssel preferierte Szenario dürfte bekannt sein. Selbst wenn man die schön gefärbte Variante der öR Medien nimmt.

Ach der brexit. Auf einmal

Ach der brexit.
Auf einmal bekommen alle nasse füsse. Und das, obwohl gar nichts passieren wird.
Und die engländer werden sich umsehen. Weil nichts besser wird. Nur teurer.
Einfach klasse, diese Posse.

blame game

"Die Botschaft von Großbritanniens Premier Boris Johnson ist und bleibt: Er wolle einen Deal, ein Austrittsabkommen mit der EU. In seinem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk heißt es sogar, dieser Deal habe höchste Priorität für seine Regierung."

Alles Geschwafel. Weder hat Johnson konkrete Vorschläge noch bleibt überhaupt die Zeit für einen veränderten Austrittsvertrag.

Dient nur dem absehbaren und geplanten blame game: An allem, was den Briten ab dem 1.11. hart auf die Füße fällt, ist dann die EU schuld.

Wenn Johnson tatsächlich eine

Wenn Johnson tatsächlich eine Lösung für die betroffenen Menschen des Backstops wollte, ließe er die Nordiren entscheiden ob sie zolltechnisch bei GB oder lieber in der EU verbleiben möchten. Aber die DUP würde das wohl kaum gutheißen.

GB

war früher auch ohne EU-Mitgliedschaft überlebensfähig und wird dies auch nach jedwedem Brexit, ob hart oder weich, wieder sein. Ansonsten müsste auch die Schweiz schon lange untergegangen sein. Man muss sich nur auf seine Stärken besinnen. Ein Weg wäre z.B. nach dem Vorbild von Irland und Luxemburg (die dies sogar inmitten der EU und zum Schaden der anderen EU-Mitglieder betreiben) GB als Steueroase zu etablieren. Auf diese Weise könnte jede Menge an international operierenden Firmen und Investments angezogen werden.

Wie soll denn eine Lösung aussehen?

GB will raus. Damit wird die Grenze in Irland zu einer EU- Außengrenze.

Es gibt zwei Möglichkeiten.

1. Entweder diese neue Grenze wird so gesichert wie jede andere EU-Außengrenze (hier kann die EU nicht entgegenkommen).

2. Oder diese Grenzsicherung wird nicht notwendig weil hinter der Grenze die gleichen Regeln herrschen. (Das will Johnson nicht.)

GB muss sich entscheiden WO sie die EU-Regeln enden lassen wollen und damit WO die EU-Außengrenze liegt. Dass es diese Grenze geben wird, das ist ja der ureigentliche Sinn des Brexits.

Oder kann mich jemand aufklären, was den Briten eigentlich vorschwebt? Eine unkontrollierte Außengrenze ist sicherlich EUseitig nicht machbar oder annähernd mehrheitsfähig (Einstimmigkeit ist ja gefordert).

Ich bin da ganz unemotional, wenn es Sinn macht darf die EU gerne "nachverhandeln": aber es macht leider keinen Sinn, denn von dieser Position kann die EU ja nicht abrücken...

Sicherheitsrisiken gibt es praktisch nicht, weil

nichts mehr als gesichert angenommen werden kann. Ein Risiko ist eine Vorab-Bewertung. Und wie will man etwas bewerten, wenn nicht mal der Rahmen steht?
Was einen beunruhigen sollte, ist die Ruhe, die das Ganze so abstrahlt. Es ist eine Ruhe wie vor einem großen Sturm, wo die Anzeichen für diesen eine wunderbares Landschaftsbild zaubern.

Diese ganze Brexit Geschichte

Diese ganze Brexit Geschichte ist schon sehr humorig, das hätten gute Satiriker auch nicht besser schreiben können.

Der Mann mit den Lösungen der keine Lösungen anbietet.

Wer bekommt die "Silberne Zitrone"

Eigentlich geht es nur noch darum, wer die "Silberne Zitrone" bekommt; May oder Johnson.
Unverständlich, dass Herr Johnson nicht schon längst den Brexit final vollzogen hat. Nach allem was er bisher verkündet hat stehen GB - ohne EU-Mitgliedschaft - Blühende Landschaften bevor.

Derselbe Unfug.

Der Backstop war ein Vorschlag der britischen Seite, das Grenzproblem an Nordirland weiter vor sich her zu schieben, bis jemand eine Lösung einfällt (ohne eine Änderung des Nordirlandstatus oder eine Beendigung des Karfreitagsabkommens und damit neuen Konflikten ist da letztlich nichts zu machen, und das geht nicht von heute auf morgen). Johnson lehnt das ab, ohne aber eine Lösung zu haben. Das läuft auf "erstmal Bürgerkrieg, bis uns was besseres einfällt" hinaus.

Das Fazit bleibt dasselbe: man will den Brexit auf Kosten des irischen Friedens herbeiführen, aber dem Wähler vorgaukeln können, das sei die Schuld der EU.

Die Welle von Populisten in der Weltpolitik, deren Schwerpunkt statt auf Lösung von Problemen darauf liegt, Sündenböcke für dieselben zu finden, während sie ihre eigenen Schäfchen ins trockene bringen, ist einfach nur zum Kotzen.

Der Brexit wird viele

Der Brexit wird viele Probleme und Wohlstandsverlust bringen. Warum lässt man ihn nicht sein ? Gemeinsam ist man stärker.

Nicht zufällig......

könnte man Boris Johnson auch als "Mini-Donald" bezeichnen! Der Unterschied ist nur, daß der echte Donald über die notwendigen Möglichkeiten verfügt und Boris Johnson eben nicht. Er tut zwar immer noch so, als ob Großbritannien der Nabel der Welt sein, aber die Zeiten Queen Victorias sind vorbei, als ein paar Segelschiffe reichten um "Halbwilde" oder "Wilde" zu beeindrucken und den Daumen drauf zu halten! Theresa May hat das schnell erkannt, was Boris Johnson und seine Anhänger erst lernen müssen, daß Großbritannien inzwischen die Rolle des Bettlers übernommen hat. Ich würde mir jedenfalls wünschen, wenn die EU treu zu Irland steht!

Brexit, endlich einen Schuldigen gefunden

Wenn mal was nicht klappt zwischen der EU u. GB, dann wird der Brexit ein immerwährender, willkommener Grund sein, auch wenn er es in Wirklichkeit mal nicht sein sollte.

Hat man doch tatsächlich einen vor kurzem stattgefundenen Arzeneimittelengpass in GB auf den Brexit geschoben, obwohl der noch gar nicht vollzogen war, quasi schon mal im Voraus ;-)

Artikel: "Wenn es aber keinen Zugriff mehr auf das gesammelte Wissen anderer Sicherheitsbehörden gäbe, werde es auch mit der verschärften Kriminalitätsbekämpfung an der Grenze schwierig."
Das wäre dumm von der EU, da man sich hier ins eigene Fleisch schneidet. Aus meiner Sicht deshalb eine substanzlose Drohung.

Es Wird Nimmer Besser

Die politische Welt, ist linde ausgedrückt, in Aufruhr und brennt. Alles hat mit einem geistig Benebelten angefangen, der beabsichtigte, "make America great again". Das wäre - per se - kein schlechtes Ansinnen; dabei kommt es aber gerade auf das WIE an. Und hier ist völlig daneben gegriffen worden; stetig wird nachgefeuert, dass der Band ja nicht erlöscht.
Dem Ganzen aber nicht genug, müssen Vollidioten in allen Herren-Länder eifrig diesem unerträglichen Unsinn nacheifern. Die aktuelle und folgende Generationen dieser betroffenen Länder können einem aus tiefsten Herzen bitter leid tun.

Wenn er den mal da ist, der

Wenn er den mal da ist, der Brexit, dann sehen alle was Sache ist.
Das Gejammer ist ja nicht mehr auszuhalten.
Es wird auf jeden Fall Gewinner und Verlierer geben, ein Weltuntergang gibt es aber nicht.
Wer möchte kann ja nach englischer Manier eine Wette platzieren, hat er /sie recht Gewinn, kein Recht behalten, Einsatz futsch :-)

Cleverly

"Die Europäische Union, das sind vernünftige, pragmatische Leute. Es kann niemand daran interessiert sein, den Austausch von Geheimdienstinformationen zu reduzieren", meint er.

Das trifft ja durchaus zu. Die spannende Frage ist nur, ob auch ein entsprechendes Abkommen mit der EU auf den Weg gebracht wurde. Ich habe so meine Zweifel, dass man sich darüber schon mal Gedanken gemacht hat.

Was..

mir so ins Auge fällt : Hier gibt es tausend und noch mehr "Kleinigkeiten" , für die es seitens der Engländer noch keine Lösung gibt.. ich hoffe , das die
EU weitergedacht hat.

Der einzig logische Ausweg

wäre Nordirland an Irland anzugliedern. Und das heißt dann wieder Bürgerkrieg.
Selbst der umkämpfte Backstop ist ja keine Lösung des Problems "Außengrenze", sondern nur eine Verschiebung.

Johnsons Brief an die EU:Die harten Folgen eines harten Br...

Was aber in dem Zusammenhang auffällt:Die Rufe nach einem neuen Referendum oder Neuwahlen,die sind leise geworden.
Haben da welche die letzten Umfragen dazu gelesen(siehe Handelsblatt,t-online) ?

re sparer

"GB

war früher auch ohne EU-Mitgliedschaft überlebensfähig und wird dies auch nach jedwedem Brexit, ob hart oder weich, wieder sein."

Ein banaler Satz.

Ein Land überlebt auch mit 10% BIP Rückgang. Aber gemütlich ist es nicht.

14:00 von Werner40

Der Brexit wird viele Probleme und Wohlstandsverlust bringen. Warum lässt man ihn nicht sein ? Gemeinsam ist man stärker.

Und daher glaube ich nicht, dass der Brexit überhaupt kommt. Das Gezeter geht jetzt schon über drei Jahre. Was Johnson bezwecken will, kann ich nicht nachvollziehen.

Am 20. August 2019 um 13:50 von Skywalker

Angstmache, weiter nichts.
Wie ging das denn früher, wo es keine Freizügigkeit gab und auch Grenzen ?.

Und wo ist denn der Schutz der EU Außengrenze ?, der besteht nur aus lauter Löchern, ein Schweizer Käse ist dagegen eine dichte Masse.
Hätten wir eine Grenze, gäbe es ja keine Probleme mit illegaler Einwanderung.
Also von Grenze würde ich jetzt nicht unbedingt reden wollen.

@13:49 von Sparer

Die Schweiz hat sehr viele Veträge mit der EU die unter andrem die Freizügigkeit regeln und vieles mehr, solche Verträge wird es bei einem harten Brexit eben nicht geben.
Und warum sollten sich dann Firmen in GB ansiedeln selbst wenn es zur Steueroasen wird, sie haben damit ja keine Zugang zum EU Binnenmarkt und das wollen die Firmen ja, es wird kein Unternehmen von Luxemburg oder Irland nach GB ziehen.

re pilepale

"Sehr interessant dass sich Brüssel in der Frage des BREXITs der ehemaligen "Freunde und Partner" so unerbittlich zeigt in dem es keine Möglichkeit anbietet, wie dieses Problem zu lösen wäre."

Natürlich gibt es eine Lösung. Die Zollgrenze zwischen GB und der EU liegt in der Irischen See. Nordirland bleibt bis zu einer anderen Lösung in der Zollunion.

Genau diese Lösung hat GB abgelehnt.

James Cleverly

Aus dem Beitrag:>>James Cleverly, der Sprecher der Tories, sieht diese Gefahr dagegen nicht. "Die Europäische Union, das sind vernünftige, pragmatische Leute. Es kann niemand daran interessiert sein, den Austausch von Geheimdienstinformationen zu reduzieren", meint er. "Das ist nicht in deren Interesse, das ist nicht in unserem Interesse." Es sei unrealistisch, dass die EU ihre eigene Sicherheit oder die Großbritanniens behindern wolle: "Das ist lächerlich."<<

Die Sache ist doch, dass der gesamte Brexit weder im Interesse der Briten noch im Interesse der EU ist. Die ganze Angelegenheit ist lächerlich.

Die Verträge die innerhalb der EU aktiv sind, sind zu großen Teilen äußerst sinnvoll und Herr Cleverlys Aussage zum Austausch der Geheimdienstdaten könnte auf alle erdenklichen anderen Regelungen übertragen werden die künftig ungeregelt bleiben werden.

Schizophrene EU

Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit.

Und in diesem Fall ist es die EU selbst, die eine harte innerirische Grenze verlangt. Sie besteht gegenüber dem EU Mitglied Republik Irland darauf, Kontrollen beim Grenzverkehr mit Nordirland durchzuführen.

Wenn es um den heiligen EU Binnenmarkt geht ist der EU das Karfreitagsabkommen völlig egal.

Und den Foristen, die reflexartig schreiben, es wäre doch Frau May gewesen, die den Backstop in den Vertragsentwurf aufnehmen wollte, sei gesagt: wenn es der EU zu der Zeit nicht wichtig war, dann macht es auch keinen Sinn jetzt darauf zu bestehen.

Merke: neuer Prime Minister - neuer Ausstiegsvertrag!

@13:33 von Pilepale

"Sehr interessant dass sich Brüssel in der Frage des BREXITs der ehemaligen "Freunde und Partner" so unerbittlich zeigt in dem es keine Möglichkeit anbietet, wie dieses Problem zu lösen wäre. Es ist ja nicht so dass es dieses Problem erst seit dem BREXIT gibt."

Die EU bietet eine Lösung an: Den Backstop

Den will UK nun nicht mehr, bietet aber keine Alternative. Alle von UK vorgeschlagenen Regelungen hätten bedeutet, dass sich die EU in ihrer inneren Struktur verbiegen müsste, nur damit UK seinen Willen kriegt. Niemand kann im Traum daran glauben, dass irgendwer darauf eingehen würde.
Das destruktive Element ist hier ganz klar auf der Insel zu finden.

um 13:49 von Sparer

"GB
war früher auch ohne EU-Mitgliedschaft überlebensfähig und wird dies auch nach jedwedem Brexit, ob hart oder weich, wieder sein. "

Ich weiß zwar nicht wie alt Sie sind aber GB war Ende der 60er, Anfang der 70er wirtschaftlich quasi Bankrott. Das Commonwealth existierte nur noch auf dem Papier und die ersten beiden Beitrittsgesuche zur EG wurden von Frankreich abgeblockt. Erst Pompidou gab den Widerstand auf. Das Commonwealth wird nicht wieder auferstehen. Die Industrie wurde weggethatchert und der Bankensektor ist auf Teilhabe am Binnenmarkt angewiesen. Hinzu kommen die durch den (harten) Brexit verstärkten Absetzungsbewegungen in Schottland, Nordirland und selbst neuerdings in Wales. Wo also sehen Sie rosige Aussichten?

Hat Grönland eigentlich ...

... aufgehört zu existieren, als es 1985 nach einer Volksabstimmung aus der EG austrat?

#Groexit

rer Truman Welt

Hier kann betrachtet werden, wie jemand in einer eigenen Wirklichkeit lebt. Großbritannien steht vor einer Talfahrt - so oder so. Wie heftig es ins Tal gehen wird, hängt davon ab, ob mit oder ohne Vertrag mit der EU. Für die EU wird es Konjunkturdellen geben, mehr aber auch nicht.
Wer hat hier welche Verhandlungsposition ? Bobbele darf bitten, aber sicher nichts fordern, weil er der EU weit weniger anbieten kann als die EU Großbritannien. Ich würde Bobbele in einer solchen Situation wie die, die er mit seinem mündlichen und schriftlichen Äußerungen geschaffen hat, gar nicht empfangen. Mir müsste er zunächst einmal sagen, was er mir für was anbietet. Ansonsten steht der Vertrag, und wenn er ihn nicht akzeptieren will, dann läßt er es eben. Nur dann weiß er, ist er in 2 Monaten kein Premierminister mehr. Also, wer will was?

@13:34 von karwandler - blame game

"Alles Geschwafel. Weder hat Johnson konkrete Vorschläge noch bleibt überhaupt die Zeit für einen veränderten Austrittsvertrag.

Dient nur dem absehbaren und geplanten blame game: An allem, was den Briten ab dem 1.11. hart auf die Füße fällt, ist dann die EU schuld."

Zumindest hier ist Johnson konsequent. Denn alles was vor dem 1.11. mit UK passierte war ja auch schon die Schuld der EU - auch wenn es um Regelungen ging, die ausschließlich auf nationaler Ebene festgelegt wurden.

Johnson wird krachend scheitern - EU muss hart bleiben

Dass hier kann Johnson sich knicken, genauso wie den Brexit. Er wird krachend scheitern!!

https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-reaktionen-101.html

Die Botschaft von Großbritanniens Premier Boris Johnson ist und bleibt: Er wolle einen Deal, ein Austrittsabkommen mit der EU. In seinem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk heißt es sogar, dieser Deal habe höchste Priorität für seine Regierung. Dass die EU nicht bereit ist, den Backstop aus dem Vertrag zu streichen, wie von ihm gefordert, umschreibt Johnson so: "Die Freunde auf der anderen Seite des Ärmelkanals" seien gerade etwas widerwillig ihre Position zu ändern, aber er sei zuversichtlich, dass sie das noch tun würden.

Die EU muss gegenueber diesem Populisten hart bleiben, damit seine Bevölkerung nicht leidet! Englands Bevölkerung will den Brexit nicht!! Wie oft noch??

Eben britisch

Die Briten wollen von Allem nur den größt-möglichen Nutzen und bleiben damit bei ihrer schon jahrzehntelangen Einstellung. Mr. Johnson versucht nun, noch mehr Druck auf die EU auszuüben und spielt dabei auf volles Risiko. Die meisten Briten können sich, wie auch ihr Premierminister, noch nicht über die Auswirkungen eines ungeordneten Brexits auf ihr Land im Klaren sein. Gibt die EU jetzt nach, werden weitere EU-Mitglieder versuchen, noch mehr Vorteile mit Drohung auf einen Austritt zu erpressen. Das Dilemma hat sich aber die EU bzw. frühere EWG selbst eingebrockt. Daran sind maßgeblich auch die großen Wirtschaftskonzerne schuld, denen Wachstum und Profit über Alles gehen. Ausbaden dürfen das ganze Schlamassel mal wieder die Bürger, die diese EU aufgedrückt bekommen haben. Es ist abzusehen, dass sich global neue wirtschaftliche Allianzen bilden werden, da Chaoten wie z. B. die Herrn Trump und Johnson ihre Macht zeigen wollen und dadurch ihre bisherigen Partner vor den Kopf stoßen.

@ karwandler

Ich denke, mittlerweile würden die Briten auch ein niedrigeres BIP als Preis des Brexits akzeptieren.

Hauptsache raus aus der inzwischen verhassten EU.

Geld ist eben nicht alles. Nationale Souveränität - der Herr im eigenen Hsus zu sein, ist vielen einfach wichtiger.

Das sollten wir akzeptieren und uns darum bemühen, mit den Briten auch nach dem Brexit erstklassige politische und wirtschaftliche Beziehungen zu pflegen.

Donald Trump wird es sicher tun.

@13:50 von Skywalker

Sie bringen es hier auf den Punkt. Die Zahl der sinnvollen Möglichkeiten hält sich in Grenzen, UK lehnt alle davon ab und hofft, dass sich wie durch ein Wunder doch noch irgendetwas ergibt.

Der Geburtsfehler des Brexit liegt darin, dass hier eine rein destruktive Entscheidung getroffen wurde. Es gab nie einen konstruktiven Plan oder eine Überlegung, was genau nach dem Brexit geschehen sollte - zumindest keinen, der auf der realen Welt beruhte. Es ging ausschließlich um Wunschvorstellungen.

Den Linken wird Gutmenschentum und Träumerei vorgeworfen, aber hier wurde aus Arroganz und Nationalismus die Wirklichkeit ausgeblendet.
Das vorläufige Resultat ist diese mehrjährige Peinlichkeit und ein Kollaps der Inlandsinvestitionen. Was danach kommt werden wir sehen.

Einfach Unglaublich

Und was bietet Johnson jetzt an um dieses Dilemma zu lösen?

14:24 von Mickel

"sie haben damit ja keine Zugang zum EU Binnenmarkt und das wollen die Firmen ja, es wird kein Unternehmen von Luxemburg oder Irland nach GB ziehen."

Ich habe ein Konto bei einer britischen Bank. Bereits im Frühjahr ist diese aufgrund des Hin und Hers nach Luxemburg umgezogen. Ein zurück nach London käme wohl nur infrage wenn man den Brexit abbläst oder das Abkommen doch noch ratifiziert.

@ 13:33 von Pilepale

Unerbittlich ist nicht Brüssel sondern die Realität. Die Realität ist in der heutigen komplexen Welt, dass die Beziehung zwischen Staaten nicht mehr durch Kanonenboote sondern durch eine extrem große Zahl von Verträgen, die bei auftauchender Notwendigkeit über Jahrzehnte geschlossen wurden, geregelt ist, von Landerechten für Flugzeuge bis zur Einfuhr von Salat in einer Geschwindigkeit, dass er nicht welk geworden ist, bevor er beim Verbraucher landet. Aus all diesen Verträgen, die bisher von der EU für alle Mitgliedsstaaten abgeschlossen wurden, einschließlich der Freizügigkeit untereinander, steigt UK zu einem Stichtag komplett aus. Es muss das, was über Jahrzehnte in langwierigen und mühsamen Verhandlungen vereinbart wurde, so schnell vollständig neu verhandelt werden, wie es braucht, bis der erste das Flugzeug oder den Salat vermisst. Und das geht nicht. Es wird viele Monate dauern, bis UK mit jedem betroffenen anderen Land entsprechende Verträge hat - solange funktionierts nicht.

Er ist schon lustig...

Johnson will ein neues Abkommen mit der EU aushandeln, eins ohne Backstop. Dabei ist gerade der Backstop für die EU die Grundvoraussetzung für ein Abkommen, der wichtigste Punkt. Ohne eine Backstopregelung gibt es für die EU überhaupt keinen Grund, ein Abkommen auszuhandeln, von dem nur UK profitiert. Da ist der ungeregelte Austritt genauso gut.
Aber das hat Johnson genauso wenig verstanden wie dass ein Austritt ohne Backstop ein Verstoß gegen das Karfreitagsabkommen ist und den Terror in Nordirland wieder anheizen sollte. Und damit wird Nordirland automatisch Richtung Republik Irland getrieben, sobald Schottland die Union verlässt und das UK damit nachhaltig schwächt.
Und dann dürfte Johnson als der Premierminister in die Geschichte eingehen, der das Vereinigte Königreich zerstört hat. Aber soweit denkt der Mann nicht, dem geht es nur um seine Karriere.

@14:32 von Einfach Unglaublich

"Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit."

Die EU hat bereits verhandelt.

"Und in diesem Fall ist es die EU selbst, die eine harte innerirische Grenze verlangt. Sie besteht gegenüber dem EU Mitglied Republik Irland darauf, Kontrollen beim Grenzverkehr mit Nordirland durchzuführen.

Wenn es um den heiligen EU Binnenmarkt geht ist der EU das Karfreitagsabkommen völlig egal."

Stimmt nicht - genau deshalb beharrt die EU ja auf dem backstop um eine harte innerirische Grenze zu verhindern.

"Merke: neuer Prime Minister - neuer Ausstiegsvertrag!"

Vertragspartner ist UK und nicht Johnson und mit UK wurde verhandelt. Die inneren Probleme der Briten sind nicht in erster Linie das Problem der EU.
Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, dass die EU auf einen sinnvollen Vorschlag eingehen würde - der ist allerdings nicht zu erwarten, da dies nur durch ein Entgegenkommen der Briten möglich wäre.

Hektiker ?

Nach Johnsons Aussage hat ein geregelter Brexit für ihn höchste Priorität. Da kann man schon verstehen, dass er schon 4 Wochen nach Amtsantritt einen Brief nach Brüssel schickt, wo er doch ab jetzt noch gut 10 Wochen bis zum Austrittstermin und somit unendlich viel Zeit zum Verhandeln hätte.

Der Mann geht die Probleme konsequent und zügig an, der weiss ...

Weiss er was er will? Weiss er was er tut?

@Sparer (13:49)

GB war früher auch ohne EU-Mitgliedschaft überlebensfähig und wird dies auch nach jedwedem Brexit, ob hart oder weich, wieder sein. Ansonsten müsste auch die Schweiz schon lange untergegangen sein. Man muss sich nur auf seine Stärken besinnen. Ein Weg wäre z.B. nach dem Vorbild von Irland und Luxemburg (die dies sogar inmitten der EU und zum Schaden der anderen EU-Mitglieder betreiben) GB als Steueroase zu etablieren. Auf diese Weise könnte jede Menge an international operierenden Firmen und Investments angezogen werden.
__

1. "Früher" war die Welt auch noch anders, nicht globalisiert und die europäischen Länder hatten noch irgendwie was zu sagen. Heute geben China und Indien den Ton an.
2. Die Schweiz ist ein typischer Äpfel-Birnen-Vergleich. Die Schweiz hat EU-Recht unilateral adaptiert und ist in ein historisch gewachsenes Vertragswerk eingebettet.
3. Die "jede Menge international operierenden Firmen" wollen ein Standbein in der EU und ziehen deshalb gerade aus UK weg.

re wenigfahrer

"Und wo ist denn der Schutz der EU Außengrenze ?, der besteht nur aus lauter Löchern, ein Schweizer Käse ist dagegen eine dichte Masse."

Es geht um den Warenverkehr über eine Zollgrenze. Nicht um Fußgänger, die im Wald über die Grenze latschen.

Die blühenden Landschaften......

.... die prosperierende Wirtschaft, die Johnson herbeifabuliert, wenn man denn endlich, endlich(!) diese widerlichen Festlandseuropäer vom Bein hat...... gabs ja schon einmal. In den 70ern, als die 'splendid Isolation' eine Arbeitslosenquote von 40 Prozent erwirtschaftete. Die Briten wehrten sich in den 50ern noch, die DIN Norm anzuerkennen, um ihre nicht-metrischen-kollonialen Masssysteme behalten zu dürfen. Effekt: Inkompatibilitäten, Verteuerungen britischer Ersatzteile......
Schliesslich waren die Briten heilfroh, dass man über die EU Mitgliedschaft an europäische Fressnäpfe und europäische Fahrzeuge durfte.
So kurz ist das kollektive Gedächtnis der Briten, dass man jetzt den Mangel der Nachkriegszeit zu goldenen Zeiten verklärt. Erst einmal alles was man nicht begreift abschaffen. Bleibt nur zu hoffen, dass Boris Johnson irgendwann feststellt, dass er sich selbst nicht begreift....... :-)

@ karwandler um 14:27

Danke für Ihren Kommentar.

"Natürlich gibt es eine Lösung. Die Zollgrenze zwischen GB und der EU liegt in der Irischen See. Nordirland bleibt bis zu einer anderen Lösung in der Zollunion.

Genau diese Lösung hat GB abgelehnt."

So haben unsere ör Medien den Backstop, aber nicht erklärt.

"Genau an dieser Stelle wird der "Backstop" wichtig. Er besagt: Wenn die Europäische Union und Großbritannien es in der Übergangsphase nicht schaffen, ein gemeinsames Handelsabkommen auf die Beine zu stellen, dann bleibt ganz Großbritannien in der Zollunion der Europäischen Union und Nordirland zusätzlich noch im europäischen Binnenmarkt."Quelle:
www.tagesschau.de/ausland/backstop-101.html

Da steht Zollunion plus Binnenmarkt mit Nordirland. Teile der britischen Eliten möchten aber liebend gerne eigene Freihandelsabkommen mit wem auch immer aushandeln. Und da ist es nur nachvollziehbar, dass UK diese angebotene Endlosschleife der Brüsseler Bindung beibehalten will.

Die Welt wird sich

Weiter drehen, so wie sie es immer getan hat.

Wird sich jemand an Johnson und May erinnern in 500 Jahren... Oder an Großbritannien?

Die Weltgeschichte ist voller Treppenwitze!

@Einfach Unglaublich (14:32)

Schizophrene EU
Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit.
Und in diesem Fall ist es die EU selbst, die eine harte innerirische Grenze verlangt. Sie besteht gegenüber dem EU Mitglied Republik Irland darauf, Kontrollen beim Grenzverkehr mit Nordirland durchzuführen.
Wenn es um den heiligen EU Binnenmarkt geht ist der EU das Karfreitagsabkommen völlig egal.

__

Die EU verhindert überhaupt nichts. Vielleicht sollten Sie sich erst einmal die grundlegende Frage beantworten, wer hier austreten will, UK aus der EU oder umgekehrt. Wenn ich aus einem Verein austrete, habe ich von dem keine Privilegien mehr zu erwarten. Zumindest nicht ohne Gegenleistung. Aber das genau will Johnson: raus aus der EU ohne Verpflichtungen aber mit allen Privilegien. Für die EU gibt es aber ohne Backstop keinen Grund, dem Nichtmitglied UK irgendwelche Privilegien einzuräumen, sprich einen harten Brexit zu verhindern.

Alles wie gehabt.

Johnson will mit der EU neu verhandeln über Dinge, die nicht weiter verhandelbar sind. Weiterhin gibt es drei Möglichkeiten: No Deal Brexit, gar kein Brexit oder die Rückgabe Nordirlands an die Republik Irland (das dürfte die Schotten auf den Plan rufen).
Nr. 1 und 3 halte ich für ausgeschlossen, bleibt also nur Nr. 2. Wie lange jedoch bis zum endgültigen Verbleib GB's in der EU noch rumgeeiert wird, steht in den Sternen. Ich befürchte, das Brexit-Szenario wird uns noch jahrelang verfolgen und viel Energie auf beiden Seiten verbrauchen, die mit Sicherheit woanders besser eingesetzt wäre.

Heillos verknotet

"Die Europäische Union, das sind vernünftige, pragmatische Leute (...)", meint er [James Cleverly, der Sprecher der Tories]. "Das ist nicht in deren Interesse, das ist nicht in unserem Interesse"

Völlig "losgelöst" vom Thema, um das es gerade geht:

Wenn irgendetwas für alle Seiten nicht gut ist, sollte man es einfach lassen. DAS wäre vernünftig und pragmatisch.

@ WiPoEthik um 14:33

Danke für Ihren Kommentar.

"Die EU bietet eine Lösung an: Den Backstop"

Auch die Russen haben Vorschläge unterbreitet die "Brüssle" alle abgelehnt hat. Schon sehr bald wird Brüssel russische Forderungen erfüllen müssen, wenn das Tor nach Osten sich öffnen soll.

"Den will UK nun nicht mehr, bietet aber keine Alternative. Alle von UK vorgeschlagenen Regelungen hätten bedeutet, dass sich die EU in ihrer inneren Struktur verbiegen müsste, nur damit UK seinen Willen kriegt."

UK hat offensichtlich Alternativen angeboten, die Brüssel allerdings alle ablehnt. Weshalb sollte sich UK bis auf den Samtnimerleinstag an diese schädliche "Brüsseler" Zollunion binden? Mit einem Binnenmarkt auf einem Teil seines Territoriums.
Brüssel wird hier als die rationale Verhandlungspartei dargestellt. Bei der Presse ist das kein Wunder. Dabei ist Brüssle nicht bereit, Zugeständnisse einzugehen für diese, aus EU-Sicht neue und bisher nie dagewesenes Thema. Zumindest meiner Meinung nach.

14:17 von EPN

"""
Der einzig logische Ausweg
wäre Nordirland an Irland anzugliedern. Und das heißt dann wieder Bürgerkrieg.
Selbst der umkämpfte Backstop ist ja keine Lösung des Problems "Außengrenze",sondern nur eine Verschiebung
"""

Die Ursache des Dilemmas mit Nordirland liegt in der Tatsache, dass GB keinen historische und politische Legitimation besitzt Nordirland ihr Land zu nennen. Die moralische Ebene dagegen fällt nicht aus, sondern verpflichten GB das okkupierte Land freizugeben. Der einzige Grund für die Zugehörigkeit Nordirlands zum Little Empire liegt in einem Status Quo geboren aus Gewalt und Unterdrückung bis deutlich nach den 2. Weltkrieg.

Diesen Kernursachen, Realitäten und Fragen will sich aber niemand Hochrangiges in GB stellen. So wird mit wilden Verrenkungen um den heißen Brei geredet. Nur was kann die EU dafür? Das nordirische=britische Legitimationsproblem ist eine innere Angelegenheit. Die EU sollte sich nicht als Sündenbock zur Verfügung stellen und ihren Kurs fortfahren

Boris geht als Looser aus dem Brexit

May hat dann doch erkannt, dass es mit dem Brexit nicht vorangeht - und hat geschmissenü. Boris hat jedoch bereitwillig übernommen - aber er wird den Schwarzen Peter bekommen und behalten. Es gibt keinen Soft-Brexit mehr - allen Ärger wird man später auf ihn projizieren, er wird der Buhmann für alles.
---
Allerdings sind die Katastrophen-Ausblicke nichts anderes als Polemik: Mag sein, dass es kurzzeitige Lieferengpässe infolge Wartezeiten gibt, aber die Güter des tägl Bedarfs werden wohl kaum ausgehen. Parallelen zur Versorgung nach Kriegsende sind Panikmache, die die Industrie gerne schürt! Das regelt der Markt dann schon. Allerdings wird vieles bei dieser Gelegenheit teurer werden - soviel ist sicher.

@Einfach Unglaublich (14:35)

Hat Grönland eigentlich ...
... aufgehört zu existieren, als es 1985 nach einer Volksabstimmung aus der EG austrat?
#Groexit

____

Und welche wirtschaftliche Bedeutung hat Grönland heute, sowohl weltwirtschaftlich als auch innerhalb des Königreichs Dänemark? Bestimmt eine große, wenn man bedenkt, dass Trump erwägt, es als neue US-amerikanische Kolonie den Dänen abzukaufen.
Ist aber ein toller Vergleich, 50 Tausend Grönländer mit 50 Millionen Briten...

Und tschüss

Wohin politische Manipulation führen kann, haben die Engländer wahrscheinlich erst nach der Abstimmung wahr genommen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie überhaupt wussten, was danach auf sie zukommt. Jetzt ist das Kind vorsätzlich in den Brunnen geworfen worden, jetzt sollen sie die Suppe auslöffeln. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, in europäischen Grenzen selbstverständlich!

@Pilepale (15:20)

UK hat offensichtlich Alternativen angeboten, die Brüssel allerdings alle ablehnt. Weshalb sollte sich UK bis auf den Samtnimerleinstag an diese schädliche "Brüsseler" Zollunion binden? Mit einem Binnenmarkt auf einem Teil seines Territoriums.
Brüssel wird hier als die rationale Verhandlungspartei dargestellt. Bei der Presse ist das kein Wunder. Dabei ist Brüssle nicht bereit, Zugeständnisse einzugehen für diese, aus EU-Sicht neue und bisher nie dagewesenes Thema. Zumindest meiner Meinung nach.

____

Auch hier noch mal die Frage: wer will eigentlich raus? UK aus der EU oder umgekehrt? Wenn die Briten raus wollen, können sie raus (No-Deal Brexit). Wenn sie drin bleiben wollen, bleiben sie drinnen. Was aber nicht geht, ist von der EU noch obskure Sonderbehandlungen zu fordern, auch wenn das mit den Extrawürsten in der Vergangenheit immer gut geklappt hat. Die EU hat einen Vorschlag gemacht, den die Briten annehmen können oder nicht - neben den beiden oben genannten Optionen.

@ Autograf um 14:59

Danke für Ihren Kommentar.

"Unerbittlich ist nicht Brüssel sondern die Realität. Die Realität ist in der heutigen komplexen Welt, dass die Beziehung zwischen Staaten nicht mehr durch Kanonenboote sondern durch eine extrem große Zahl von Verträgen..."

Unerbittlich wird die Realität sein und zwar für Berlin bzw. Brüssel und deren Satelliten.

"Es wird viele Monate dauern, bis UK mit jedem betroffenen anderen Land entsprechende Verträge hat - solange funktionierts nicht."

UK ist nach BRD die zweitgrößte Volkswirtschaft in dem Ding EU. Soll heißen es hatte generelle Importe von 500 und generelle Exporte von 390 Milliarden €. Und Sie meinen, dass ein Brüssler Dekret, das aus Berlin aus verfasst wird, die anderen EU-Mitglieder zu den mörderischen Spardiktaten einen harten Wirtschaftskrieg zwischen UK und "Brüssel" unterstützen werden? Und das über mehrere Monate und Jahre?

Wie Sie meinen! Ihr aufwachen wird mit "erheblichen Störungen" kommen.

Es ist NICHT das Ende der Welt

Mit diesem BackStop wird es wohl kein Abkommen geben. Und ohne Abkommen gibt es einen ungeregelten Austritt. Die düsteren Szenarien halte ich persönlich in vielen Bereichen für überzogen. Ich glaube nicht an einen neuen Konflikt in Nordirland. In der heutigen proeuropäischen Generation (u 40) beiderseits der Grenze gibt es dafür keine Mehrheit.

Es wird so getan, als würde ohne Abkommen ein nie dagewesener oder unbekannter Zustand eintreten, auf den man sich bereits im Vorfeld gar nicht hätte einstellen können.
Beide Seiten werden für alle Szenarien bereits Planspiele durchgeführt und auf Arbeitsebene bereits entsprechende Vereinbarungen vorbereitet haben. Etwaige Engpässe werden - wenn überhaupt - nur kurzfristig auftreten und auch nur dann, wenn versäumt wird, sich vorzubereiten.

Na dann ...

lasst die Engländer doch in Ruhe ziehen und ein herzliches Willkommen für die Nordiren, Schotten und Waliser in der EU.

Vertraglose Zustand der UK

So wie es aussieht wird die UK ab 1.11.2019 keinen Vertrag mit der EU haben und keinen Vertrag mit Amerika, denn außer Absichtserklärungen gibt es anscheinend noch nichts. Verträge mit Amerika unter Zeit- und Finanzdruck zu schließen dürfte eine teure Sache werden. Schon jetzt wird in Amerika festgestellt, man könne ja Zug um Zug Teilverträge anschließen. Ich hoffe das die EU nicht der Lückenbüßer für die Notfälle der UK wird sondern das es zu handfeste, verbindliche Handelsverträge mit der UK kommt an die sich die UK halten muss.

Ich beneide die Briten...

dass die endlich raus dürfen.
Nur der deutsche Michel freut sich, für die gesamte Welt die Verantwortung zu übernehmen - und zu bezahlen. Das erleben gerade die Sparer. Und wenn die Wechsel in Jahren eingelöst werden, werden unsere Kinder das Wort Tratte nicht gerade toll finden. Das ist nämlich ein geplatzter Wechsel. Dann wird es nicht mehr lustig.

Brexit ist und bleibt Nonsens

Warum bleibt BJ bei genauso lautstarken wie
inhaltsleeren Parolen?
Weil er nur Unsinn zu vekaufen hat.
Kommt man ihm z.B. damit, dass die Direktinvestitionen
- also Zuflüsse mit Vertrauen in die britische Wirtschaft -
laut Berechnungen der EU Kommission wie folgt entwickelt haben:
2016 239 Mrd €
2017 106 Mrd €
2018 50 Mrd €
2019 21 Mrd € (1. Halbjahr)
dann wird er antworten:
(*) fake news
(*) "wir haben zu lange auf Experten gehört
(*) "für unsere gloreiche Zukunft benötigen wir keinerlei
Investitionen in England"
Dabei liegt es auf der Hand: Leute, die rechnen können, zählen nicht mehr auf England. Das verheißt wirklich nichts Gutes für die Chancen der jungen Engländer.

Ich hoffe jeden Tag so sehr, dass auch in Deutschland die Wähler Schaumschläger und Politiker an der Wahlurne
beurteilen. Mit den Zahlen wie vor ist nur eine Komponente des englischen Niederganges seit 2016 beziffert. Es ist einfach nur traurig.
Zudem ist BJ durch die Hintertür MP geworden.

Die Fronten sind doch klar

Die Fronten sind doch klar abgesteckt. Die EU will ein Abkommen, daß die Briten ablehnen. Was die Briten wollen, kann die EU nicht bieten. Dann hilft doch nur der ungeregelte Brexit mit gesondertem Handelsabkommen. Sonst lässt sich dieses Nordirland nicht gleichzeitig mit Irland und GB verbinden.
Das bedeutet, GB wird ordentliche Zugeständnisse machen müssen, oder die Grenze wird dicht gemacht. Aber die EU kann die grenze nicht ohne Abkommen offen lassen. Das ist absolut einfach.

...wirst du die Union zerstören

Als Kroesus, König der Lyder, sich über den Erfolg eines Krieges gegen die viel stärkeren Perser nicht sicher war, befragte er das Delphische Orakel. Die Antwort : Du wirst ein großes Reich zerstören.
Als Kemal (BJ), der Möchtegern- König der Luder, seine "Tinder-Machine" über die Auswirkungen eines harten Brexit befragte, antwortete sie: "Du wirst die Union zerstören ".
Kroesus griff an und zerstörte sein eigenes Reich.
BJ meint in seiner Arroganz, er werde die EU zerstören.
Aber wenn als Folge des Brexit Schottland und vielleicht sogar (nach Entfernung von Arselene und ihren DUPes) NI sich von England lossagen, wird BJ endlich die "völlig undemokratische, weil auf Unterwerfung und Ausbeutung beruhende Union (UK) zerstören!!!

re pilepale

"UK ist nach BRD die zweitgrößte Volkswirtschaft in dem Ding EU. Soll heißen es hatte generelle Importe von 500 und generelle Exporte von 390 Milliarden €. Und Sie meinen, dass ein Brüssler Dekret, das aus Berlin aus verfasst wird, die anderen EU-Mitglieder zu den mörderischen Spardiktaten einen harten Wirtschaftskrieg zwischen UK und "Brüssel" unterstützen werden? Und das über mehrere Monate und Jahre?"

Wenn Sie schon über GB und die EU reflektieren sollten Sie erstmal Ihren Deutschlandhass ("Brüssler Dekret, das aus Berlin aus verfasst wird") zügeln.

Danach können Sie sachlich weitermachen, wonach der Austritt aus GB ein Drittland macht, mit allen Handelsbestimmungen, die zwischen der EU und einem Drittland gelten. Änderungen daran wird es nur im Rahmen eines Handelsabkommens geben, das zwischen der EU und GB abgeschlossen wird.

Wie lange die Verhandlungen über sowas dauern können Sie aus diversen Beispielen ableiten.

@ nicht Elite Deutscher

Dann sind Sie wohl ein typisches Beispiel für jemanden, der in seiner bubble gefangen ist.

Wenn die MEHRHEIT für den Brexit gestimmt hat - auch die parlamentarische Mehrheit.

@Linux.... - 14:39

Zitat:"..Englands Bevölkerung will den Brexit nicht!! Wie oft noch??"

Deshalb hat ja auch eine Mehrheit dafür gestimmt!

gruß rambospike

@ Ziggy

Ich denke den Briten ist die Kontrolle an der inner-irischen Grenze nicht so wichtig.

Es ist die EU die ohne Backstop auf einer harten Grenze in Irland besteht.

Johnsons Brief an die EU...

Die Freunde auf der anderen Seite des Ärmelkanals" seien gerade etwas widerwillig ihre Position zu ändern, aber er sei zuversichtlich, dass sie das noch tun würden.
###
Britischer Humor !
Aber die EU hat weder bei May ihre Position geändert und diese wird bzw. darf sie auch unter Johnson nicht ändern. Und das ist auch gut so ! Dieser Johnson und seine Anhänger wollen den Brexit, also sollen sie auch mit den Konsequenzen klarkommen die auf England zukommen. Die EU hat mehrfach klar gemacht das es "keine" nachverhandlungen geben wird. Daran wird sie gemessen wenn sie glaubwürdig bleiben will !

@15:20 von Pilepale

"UK hat offensichtlich Alternativen angeboten, die Brüssel allerdings alle ablehnt."

Welche Alternativen sollten das sein? Das UK möchte eine Zollgrenze zur EU haben (wegen der Möglichkeit, eigene Handeslverträge abschließen zu können), aber gleichzeitig keine Grenze in zwischen Irland und Nordirland haben, und auch keine zwischen Nordirland und GB. Das geht schon rein logisch nicht, solange Irland in der EU bleibt - und Irland profitiert enorm von der EU und wird sicher nicht zulassen, dass es vom UK aus der EU gekegelt wird.

Es gab einen einzigen zwar faulen, aber akzeptablen Kompromiss, der vom UK vorgeschlagen wurde, und der das Problem auf die Zukunft verschiebt. Das ist genau der Backstop, den sie jetzt ablehnen.

15:14 von Pilepale @ karwandler um 14:27

"Da steht Zollunion plus Binnenmarkt mit Nordirland. Teile der britischen Eliten möchten aber liebend gerne eigene Freihandelsabkommen mit wem auch immer aushandeln. Und da ist es nur nachvollziehbar, dass UK diese angebotene Endlosschleife der Brüsseler Bindung beibehalten will."

Versehen oder was? Die möchten gerne eigene Freihandelsabkommen und dabei die angebotene Endlosschleife des Backstops beibehalten? Oder nicht beibehalten? Oder wissen die noch nicht was sie wollen oder nicht wollen?

Wie dem auch sei, meine Vorstellungsmöglichkeiten sind begrenzt. Es ist mir nicht möglich, mir eine innere Aussengrenze oder eine nur nach GB-Gutdünken offendichte EU-Aussengrenze oder eine ausschließlich mit technischen Mitteln (Johnson) durchlässig geschlossene Grenze für Warenströme vorzustellen. Wie Sie an anderer Stelle (15:20) schreiben, hat GB da ja konstruktive Vorschläge gemacht. Wer kennt diese sensationellen neuen Nachrichten. Wo sind die zu finden?

Wahnsinn, die Lösung naht.

Augenwischerei oder unglaubliche Dummheit.

Sofern Johnson nicht unglaublich dumm ist, handelt es sich nur um Augenwischerei, um die Verantwortung für den von ihm angestrebten ungeregelten Brexit wegzuschieben. Jeden Menschen mit etwas Verstand, der diesen auch einsetzt, sollte klar sein, dass der Brief absoluter Blödsinn ist. Wenn er wirklich Nachverhandlungen will, dann muss er etwas anbieten, über das man verhandeln kann. Unspezifizierte "alternative Lösungen" sind kein Angebot, sondern nur die eigene Bankrotterklärung, dass man selbst keine bessere Alternative kennt.

@ WiPo

Sie haben schon verstanden, dass das britische Parlament den Vertragsentwurf DREIMAL abgelehnt hat? (Es ist ein ENTWURF, kein Vertrag).

Es ist völliger Unsinn von einem Vertragspartner auf etwas zu bestehen, das der andere ablehnt.

Es gibt für das UK keinen Grund, bedingungslos zu kapitulieren.

Es ist schon unglaublich, aber die EU hat die Republik Irland tatsächlich dazu aufgefordert, bei einem harten Brexit Kontrollen an der inneririschen Grenze einzurichten. (Der Binnenmarkt geht der EU über alles).

14:22, fahtaland slim

Das bin ich nicht.

Gruß,

fathaland slim

@ nikioko

Nein, Ihre Haltung lehne ich ab.

Denn ich mag keine Politik der verbrannten Erde.

Ich bin dafür, dass auf Augenhöhe verhandelt wird und auch nach dem Brexit exzellente Beziehungen zum UK gepflegt werden.

No hard feelings.

Es steht der EU nicht gut zu Gesicht, sich wie das Klischee einer verlassenen Geliebten aufzuführen.

@14:32 von Einfach Unglaublich

Achso, wenn ein Staat eine andere Regierung bekommt, werden also die Verträge neu verhandelt.

Interessant, wie weit wollen Sie zurückgehen, bis zum Maastrichter Vertrag, bis zum 2+4 Vertrag, bis zum Potsdamer Abkommen oder noch weiter?

Sorry, das ist nicht nur weltfremd, sondern zeigt, welchen Geistes Kind sie sind. Glücklicherweise sind Menschen, die so denken, in der Minderheit.

re einfach unglaublich

"Es ist schon unglaublich, aber die EU hat die Republik Irland tatsächlich dazu aufgefordert, bei einem harten Brexit Kontrollen an der inneririschen Grenze einzurichten. (Der Binnenmarkt geht der EU über alles)."

Wie soll denn diese Grenze aussehen, wenn diesseits EU, jenseits nicht EU ist?

Werden Sie doch mal konkret.

@Exilrüganer - 15:32

Zitat:..."Ich glaube nicht an einen neuen Konflikt in Nordirland. In der heutigen proeuropäischen Generation (u 40) beiderseits der Grenze gibt es dafür keine Mehrheit."

Waren Sie mal in Derry, speziell im nichtprotestantischen Teil? Dort finden sich gefühlt an jeder Hauswand Gemälde, die zum Ausdruck bringen, wie verhasst die Briten dort immer noch sind. Hier liegt schon enormes Potential, den Konflikt wiederaufleben zu lassen.

Gruß rambospike

@ Paddy B. um 15:54

Der Backstop bietet keine Lösung an sondern das Verschieben eines Problems auf den Samtnimmerleinstag. Wenn die Russen der Berlin und Paris (und auch London) solch eine Lösung angeboten hätten um deren Wirtschaftszone zu schützen "Brüssel" hätte abgelehnt. Hat es ja auch und sich die ehemalige Ukraine durch einen Putsch geholt.

Ich bin nicht der Advokat der Briten, schon gar nicht dieses Elitenprojekts EU. Wenn der No-Deal kommt, wird es unschön. Egal was die zuckersüßen Versprechungen aus Brüssel und deren Presse-Sprachrohre verbreiten. Alle in der EU werden massive Verluste hinnehmen. Dann ist das eben so. Denn eine saubere Lösung in der eine Win-Lose Situation entsteht gibt es bei dem Thema nicht. Es steht m.E. nur Lose-Lose zur Auswahl.

Bei diesen Szenarien kann man als Staatsoberhaupt schon mal Schüttelanfälle in der Öffentlichkeit bekommen.

@ nikioko

Ja, es ist ein toller Vergleich.

Denn der Brexit ist nicht der erste Exit und es hat Grönland nicht geschadet.

Oder meinen Sie ernsthaft, Grönland wäre heute ein global player wenn es in der EU wäre?

Es hat Grönland sogar so attraktiv gemacht, dass Donald T. es kaufen möchte. lol

@Einfach Unglaublich (15:57)

@ WiPo
Sie haben schon verstanden, dass das britische Parlament den Vertragsentwurf DREIMAL abgelehnt hat? (Es ist ein ENTWURF, kein Vertrag).
Es ist völliger Unsinn von einem Vertragspartner auf etwas zu bestehen, das der andere ablehnt.
alles).

____

Sie unterlieger der irrigen Annahme, dass die EU auf irgendwas bestünde. Das ist nicht der Fall. Nicht die EU will austreten, sondern das UK. Und das können die jederzeit machen. Machen sie aber nicht, weil sie noch ein paar Bönbönchen haben möchten, den Preis dafür aber nicht bezahlen wollen. Und in dem Fall gilt das alte Prinzip: wer nicht will, der hat schon. Wenn UK den angebotenen Vertrag nicht akzeptieren wollen, dann sollen sie es lassen. Dann treten sie eben ohne Nebenabsprache aus dem Verein EU aus. Oder auch nicht. Ganz nach Belieben. Aber wer austreten will, hat kein Recht, dem Vereinsvorstand noch irgendwas zu diktieren.

@15:48 von Einfach Unglaublich

"Es ist die EU die ohne Backstop auf einer harten Grenze in Irland besteht."

Eine harte Grenze ist die natürliche Folge, wenn man keinerlei Verträge miteinander hat, die verhindern, dass eine Grenze entsteht. Ein Wirtschaftsraum kann nur funktionieren, wenn er auf seinem Gebiet seine Regeln durchsetzt, und das bedeutet Grenzen zu Gebieten, in denen anderen Regeln gelten.

GB behauptet nicht, dass es ohne Grenze ginge, sie behaupten nur, dass die Einschränkungen durch eine Grenze durch Automatisierung relativ gering gehalten werden können, ohne allerdings einen konkreten Vorschlag dazu gemacht zu haben (und eine Umsetzung bis Oktober wäre ohnehin nicht mehr machbar).

Als Zwischenlösung bis zur Umsetzung könnte man in Nordirland die gleichen Regeln wie in der EU gelten lassen, damit es keine Notwendigkeit für eine Grenze gibt. Das wäre der Backstop, erst von GB vorgeschlagen und jetzt von GB abgelehnt.

14:44, Einfach Unglaublich

>>Geld ist eben nicht alles. Nationale Souveränität - der Herr im eigenen Hsus zu sein, ist vielen einfach wichtiger.

Das sollten wir akzeptieren und uns darum bemühen, mit den Briten auch nach dem Brexit erstklassige politische und wirtschaftliche Beziehungen zu pflegen.

Donald Trump wird es sicher tun.<<

Die EU sollte sich also an Trump ein Beispiel nehmen?

Ob die Briten denn wirklich im eigenen Haus zwischen America First und Europe First eingeklemmt werden möchten?

Ich hege da leise Zweifel.

@ KalliBayern

Nee, es sind ja die EU Südstaaten, die mit den Folgen von Deutschlands Willkommenskultur zurecht kommen müssen!

Lampedusa ist keine deutsche Insel.

Die Mär vom armen ausgenutzten Deutschland passt hier nicht.

15:36 von KalliBayern

"Ich beneide die Briten...dass die endlich raus dürfen.
Nur der deutsche Michel freut sich, für die gesamte Welt die Verantwortung zu übernehmen - und zu bezahlen. Das erleben gerade die Sparer. Und wenn die Wechsel in Jahren eingelöst werden, werden unsere Kinder das Wort Tratte nicht gerade toll finden. Das ist nämlich ein geplatzter Wechsel. Dann wird es nicht mehr lustig."

Holla, das ist mal ein Glaubensbekenntnis. Bei so festem Glauben erübrigen sich Fakten und Sachverhalte, die diese feste Überzeugung begründen könnten.

Übrigens wollte Bayern auch schon mal raus. Raus aus Deutschland. Sie erinnern sich? Anno Dünnemals, als sich zusätzliche Kosten für die alten Länder abzeichneten um die neuen Länder zu "blühenden Landschaften" zu machen.

Hat man dann still und unauffällig begraben, wäre ein Minusgeschäft geworden. Da war sie dann doch schlau, unsere Bayrische Staatsregierung.

Aber Boris Johnson, ich hab da so meine Bedenken.

@ proehi um 15:55

Danke für Ihren Kommentar.

"Wie dem auch sei, meine Vorstellungsmöglichkeiten sind begrenzt. Es ist mir nicht möglich, mir eine innere Aussengrenze oder eine nur nach GB-Gutdünken offendichte EU-Aussengrenze oder eine ausschließlich mit technischen Mitteln (Johnson) durchlässig geschlossene Grenze für Warenströme vorzustellen. Wie Sie an anderer Stelle (15:20) schreiben, hat GB da ja konstruktive Vorschläge gemacht. Wer kennt diese sensationellen neuen Nachrichten. Wo sind die zu finden?"

Dass das mit den innen und außen aber doch nicht Grenzen keine gute Lösung ist scheint Ihnen nun auch aufgefallen zu sein.
Ich habe im übrigen in meinem 15:20 Kommentar auf die aufgezählten Vorschläge die User WiPoEthik veröffentlichte und festgestellt, dass London wenn das wahr ist Alternativen vorgebracht hat.
Sollte ich die Lösung parat haben, wäre ich eine schwerreiche Person. Diese würde ich nicht hier im Forum für Lau preisgeben, sondern würde es den beiden Parteien verkaufen.

Kommen wir wieder zurück

ins Mittelalter, wo jede Grafschaft, Fürstentum, etc. ihre eigenen Zollschranken und Steuern erhoben hat, um sich seinen Reichtum auf Kosten der anderen zu mehren.
Das UK Austritt, wird sich mit der Geschichte wiederholen, als England als Kolonialherr auf den Weltmeeren die Regeln bestimmte. Das wird nun nicht mehr eintreten, das Gegenteil wird kommen. England bzw. die Einwohner werden die Quittung dieses Brexits tragen. Auch wenn Mr. Johnons meint die Vergangenheit wieder aus dem Hut zu zaubern, ist die Wirtschaft doch auch nur vom europ. Festland abhängig. Auch wenn Mr. Johnons meint, die Finanzindustrie wird UK über Wasser halten, muss man Ihm Naivität vorwerfen. Die Kraft der Wirtschaft wird ihn hinweg spülen wie eine Flut. Bin gespannt, unter der Voraussetzung, Brüssel bleibt bei ihrer Linie, wie lange Mr.Johnons sich halten wird.

@Einfach Unglaublich

Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit.

Ich verstehe nicht, wie man zu einem derartigen Standpunkt kommt. Könnten Sie mal erklären, wie Sie auf die schräge Behauptung kommen. Insbesonders würde mich interessieren, über was die EU verhandeln soll. Darüber dass Johnson keine leeren Briefe mehr schreibt? Wenn Johnson eine Alternative zum Backstop will, dann muss er erst einmal sagen welche. Solange er das nicht tut, gibt es nichts, über das man verhandeln könnte.

Groß Britannien?

"Rule, Britannia! Britannia rule the waves; Britons never will be slaves."
.
Liebe Briten! Leider sind seit diesem Song gut 100 Jahre vergangen! Und die Welt hat sich seither sehr verändert. Weder sollt ihr Sklaven werden (dafür habt ihr ja haufenweise Sklaven für euch "erworben"), noch könnt ihr weiter die Welt regieren. Also fragt mal euren Arzt oder Apotheker! Denn der Boris erzählt euch uralte Märchen!

@ all: die Brexiteers haben verloren!! Mehrheit gegen Brexit!

@ all

Die Mehrheit hat sich gegen den Brexit entschieden!! Schaut mal hier:

https://petition.parliament.uk/petitions/241584

Revoke Article 50 and remain in the EU.
6,102,722 signatures

und dann hier in Gegenueberstellung die Brexiteers:

https://petition.parliament.uk/petitions/243319

Parliament must honour the Referendum result. Leave deal or no deal 29/03/19
181,648 signatures

und hier:

https://petition.parliament.uk/petitions/248281

Leave the EU Without a deal on April 12th.
247,835 signatures

Wer hat also eindeutig verloren??
Richtige Antwort: die Brexiteers rund um Jonson!! So schaut die Realität aus!

@ nicht Elite Deutscher

Hegen Sie etwa Hass Gefühle gegen die Briten weil sie sich gehen die EU entschieden haben?

Ich mag die Briten und finde es sehr bedauerlich, wenn sie die EU verlassen. Doch ich kann sie verstehen, denn die EU hat sich in eine Richtung entwickelt, die für die Briten nicht akzeptabel ist.

Doch auch wenn sie nicht mehr in der EU sind, werden sie immer ein wichtiger Teil Europas bleiben.

@15:57 von Einfach Unglaublich

"Es ist völliger Unsinn von einem Vertragspartner auf etwas zu bestehen, das der andere ablehnt."

A: Das tun die Briten ebenfalls
B: Es kam von UK noch kein sinnvoller/akzeptabler Gegenvorschlag zum aktuellen Vertrag

"Es gibt für das UK keinen Grund, bedingungslos zu kapitulieren."

Bedingungslos? Der Entwurf entsammt den gemeinsamen Verhandlungen beider Parteien.

"(...)aber die EU hat die Republik Irland tatsächlich dazu aufgefordert, bei einem harten Brexit Kontrollen an der inneririschen Grenze einzurichten."

Was erwarten Sie denn? Das ist die logische Konsequenz. Jeder weiß, dass die EU keinen harten Brexit will; sie muss jedoch auf die Realität reagieren.
Im Zweifel und ohne zusätzliche Verträge kann die EU ausschließlich ihre eigenen Grenzen kontrollieren. Eine fehlende Kontrolle hieße, dass jeder unkontrolliert über Nordirland Waren in die EU einbringen könnte - ohne Handhabe der EU.
Die Konsequenz würden bedeuten, dass die Rest-EU Irland kontrollieren müsste. Ein No-Go.

re einfach unglaublich

"@ nikioko

Ja, es ist ein toller Vergleich.

Denn der Brexit ist nicht der erste Exit und es hat Grönland nicht geschadet."

Grönland ist wie einige französische Besitzungen ein assoziiertes Überseegebiet der EU. Mit diversen Bindungen an die EU, z.B. womit Ihr Vergleich hinten runter fällt mit der Freizügigkeit.

"Es hat Grönland sogar so attraktiv gemacht, dass Donald T. es kaufen möchte. lol"

Wenn Sie das ernst nehmen ...

Grönland gehört zu Dänemark.

Dänemark ist EU- Mitglied !!!

@ Vollgas um 16:16

"Kommen wir wieder zurück

ins Mittelalter, wo jede Grafschaft, Fürstentum, etc. ihre eigenen Zollschranken und Steuern erhoben hat, um sich seinen Reichtum auf Kosten der anderen zu mehren."

In den 90er wurde Jugoslawien zerschlagen. In Jugoslawien haben die gegener dieser zerschlagung, mehrheitlich Serben, ebenfalss auf die "jedes Dorf seine eigene Fahne und eigenen Staat" hingewiesen. Der Trend scheint jetzt da angekommen zu sein, wo der Schlammasel begann.

Außerdem sind wir schon lange drin in der Neo-Aristokratisierung unserer Gesellschaft. Zu den Bankstern, Industriellen und korupten Politikern holen sich jetzt die Aristokraten ihr Stück vom Kuchen. Siehe aktuelle Hohenzollern Forderungen.

@ Tastatur

Es gibt KEINEN Vertrag, da der Entwurf vom britischen Parlament nicht ratifiziert wurde!

Ist das denn so schwer zu verstehen?

Es gibt nur einen Entwurf der so lange geändert werden muss, bis er von beiden Partner akzeptiert wird. Und das heißt in diesem Fall, dass er im Londoner Parlament MEHRHEITSFÄHIG ist.

Doch daran scheint die EU kein Interesse zu haben.

@ karwandler

Ich werde mal ganz konkret.

Die innerirische Grenze sollte auch ohne Backstop genauso aussehen wie heute.

Was befürchten Sie? Iren, die illegal einwandern? Zigarettenschmuggel?

Geschenkt- das Karfreitagsabkommen und der damit verbundene Friede ist mir wichtiger als der "Binnenmarkt".

Ihnen und der EU anscheinend nicht.

@15:57 von Einfach Unglaublich

"Es ist schon unglaublich, aber die EU hat die Republik Irland tatsächlich dazu aufgefordert, bei einem harten Brexit Kontrollen an der inneririschen Grenze einzurichten."

Wenn sich EU und das UK von einer gemeinsamen Zollunion verabschieden, dann kann keine der beiden Seiten ein Interesse daran haben, dass Waren unkontrolliert über die dadurch entstehende Zollgrenze gelangen. Kontrollen sind für beide Seiten nötig, um die eigenen Regeln auf dem eigenen Gebiet auch wirksam durchzusetzen. Wenn es dem UK egal wäre, dass Waren ungehindert über die Zollgrenze mit der EU kommen, könnten sie auch gleich in der Zollunion bleiben.

Unglaublich wäre es eher, wenn nicht kontrolliert würde. Eine solche "wilde Zollunion" mit offener Grenze, aber ohne regelnde Verträge, so dass keine Seite irgendeine Kontrolle hätte, wäre vermutlich ohne Beispiel, weil sie langfristig gar nicht funktionieren kann. Sie würde nur dazu führen, dass die Zölle beider Seiten umgangen werden.

14:32 von Einfach Unglaublich

«Schizophrene EU
Sie besteht gegenüber dem EU Mitglied Republik Irland darauf, Kontrollen beim Grenzverkehr mit Nordirland durchzuführen.»

Die EU besteht gegenüber der EU-Mitgliedern POL, UNG ind KRO ja auch darauf, dass diese Länder gegenüber der Ukraine, Serbien und Bosnien-Herzegowina Grenzkontrollen durchführen.

"Das Ganze in Grün". Auf der einen Seite der Grenze ein EU-Mitgliedsland.
Auf der anderen Seite eines, das der EU nicht angehört.

Vorschläge zur inner-irischen Quadratur des Kreises sind aber hoch willkommen …

Und schizophren von der EU wäre es.
Würde sie die Grenze von IRL als Außengrenze der EU in anderer Art bewertet sehen wollen, nachdem GB hart brexiteerte. Was unterscheidet dann die Grenze IRL / N-IRL prinzipiell von der zw. bspw. POL / UKR? Richtig - gar nix …

Abgesehen von der wichtigen Frage des "Nordirland-Konflikts".
Und der Frage nach einer evtl. "Ireland-Reunion".

"Sagen Sie doch mal", wie die Grenze IRL / N-IRL "nicht-schizophren" aussehen sollte …

@ nicht Elite Deutscher

Die USA haben auch Louisiana und Alaska gekauft und niemand denkt daran, diese Gebiete "wegzuschmeißen" - wie Sie sich auszudrücken belieben.

Jaja der Backstop

Wie lange geht jetzt schon Brexit? Mehr als 3 Jahre?
Wenn jetzt noch keine Lösung gefunden wurde, dann wird es bis Ende Oktober auch keine geben.
Für den Knackpunkt Backstop gab es jetzt lange genug Zeit zum Überlegen und kein Ergebnis. Wie realistisch sollen dann Szenarien sein bei denen nach einem Vertragsgebundenden Austritt die irische Insel nicht wieder geteilt werden soll. Das geht halt nur mit Zollunion und ähnlichen Vertragsregelungen.
Ich will nicht, dass die Briten über die offene Grenze dort Waren am Zoll vorbeischmuggeln können und die Briten sollen das andersrum sicherlich genausowenig.

> Die EU will nicht

> Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit.

Es gibt ja nichts zu verhandeln. Der britische Vorschlag zur Verschiebung des Irlandproblems war ja der Backstop. Es liegt von britischer Seite kein anderer Vorschlag, der in Großbritannien mehrheitsfähig wäre, vor.

Was soll die EU denn anbieten? Daß sie Irland aus der EU ausschließt, damit Großbritannien dann eine Zollunion mit Irland bilden kann, nach den Vorgaben Großbritanniens? Oder was?

Solange Großbritannien kein im Parlament mehrheitsfähiges Modell anbieten kann, ist jegliche Verhandlung für die Katz.

@ Vollgas

Grönland ist KEIN EU Mitglied.

1985 aus der EG ausgetreten - nach Volksentscheid.

Wozu gibt es eigentlich Wikipedia?

@ karwandler

Spricht ja auch nichts dagegen, ein faires Abkommen mit dem UK zu schließen.

In BEIDSEITIGEM Einverständnis!

16:08 von Einfach Unglaublich

«Denn der Brexit ist nicht der erste Exit und es hat Grönland nicht geschadet.

Oder meinen Sie ernsthaft, Grönland wäre heute ein global player wenn es in der EU wäre?»

Grönland konnte nie aus der EU austreten, da es nie zur EU gehörte.
Und "Global Player" ist Grönland auch nicht.

Womit sollte es auch "playen" auf dem Weltmarkt?
Mit Robben, Eisbären, und Eisbergen …?

Kein komplett ausgehandelter Vertrag

Es wird seitens der EU immer wieder behauptet, der Vertrag mit UK sei komplett ausgehandelt und könnte daher nicht mehr angepasst werden.

Das ist aber nicht korrekt.
Das UK Parlament hatte per Gericht durchgesetzt, dass die UK Regierung diesen Vertrag nicht ohne Zustimmung des Parlaments mit der EU abschließen darf.
Und das ist natürlich sowohl der UK Regierung wie auch der EU bekannt.

D.h. tatsächlich liegt erst ein "Vertragsentwurf" vor, der erst zu einem Vertrag werden kann, wenn auch das UK Parlament zustimmt.

Die EU ignoriert das einfach vollständig.
Und somit steht die Weigerung der EU, noch über irgendwelche Änderungen zu verhandeln, im Widerspruch zu den Rechten des UK Parlaments.
Die EU trifft damit ein erheblicher Teil der "Schuld", wenn es zu einem No Deal Brexit kommen sollte, was ich für extrem wahrscheinlich halte.

@Sparer

"war früher auch ohne EU-Mitgliedschaft überlebensfähig und wird dies auch nach jedwedem Brexit, ob hart oder weich, wieder sein. Ansonsten müsste auch die Schweiz schon lange untergegangen sein."

Es geht nicht ums Überleben, sondern darum wie gut man wirtschaftlich verflochten ist. Und da ist ein EU Austritt eine Erschwernis für die Briten. Die Schweiz hat EU Regeln akzeptiert, die England ja gerade loswerden will.

@ Paddy

Ja und?

Dann kassiert keiner Zölle für die Waren die über die innerirische Grenze gehen.

Und anders als in einer Zollunion kann das UK dann trotzdem mit anderen Staaten bilaterale Handelsverträge abschließen, die von den EU Regelungen abweichen können.

Das ist den Briten wichtig - sicher nicht hypothetische Zölle auf Whisky und Bier.

@16:08 von Pilepale

"Der Backstop bietet keine Lösung an sondern das Verschieben eines Problems auf den Samtnimmerleinstag. "

Deswegen nannte ich ihn ja einen faulen Kompromiss. Aber angesichts der Tatsache, dass niemand eine Lösung kennt, die alle Anforderungen erfüllt, ist ein Verschieben des Problems auf den Sankt-Nimmerleins-Tag noch die gescheiteste (Nicht-)Lösung von allen.

Zur Erinnerung, das sind die Anforderungen:

1. Eine Grenze irgendwo zwischen GB und EU (= Brexit)
2. Keine Grenze zwischen GB und Nordirland
3. Keine Grenze zwischen Nordirland und Irland
4. Keine Grenze zwischen Irland und EU

Das geht schon rein logisch nicht.

Eventuell kann man tatsächlich eine technische Lösung erreichen, womit für 3. zumindest "keine extrem sichtbare Grenze" möglich wäre. Selbst wenn man jetzt dafür einen konkreten Plan hätte, würde das aber Zeit kosten und man bräuchte eine Übergangslösung. Diese Übergangslösung wäre wieder der Backstop, d.h. Verschieben des Problems bis zur echten Lösung.

"Es gibt nur einen Entwurf der so lange geändert werden muss, bis er von beiden Partner akzeptiert wird. Und das heißt in diesem Fall, dass er im Londoner Parlament MEHRHEITSFÄHIG ist.

Doch daran scheint die EU kein Interesse zu haben."

Da es im britischen Parlament diverse Fraktionen gibt, die alle eine unterschiedliche Meinung zum Brexit haben, ist für die EU unmöglich einen Vertrag zu machen der allen passt.

Im GB Parlament geht das Spektrum von "in der EU verbleiben" bis "No-Deal Brexit."

Nebenbei muss eine Vertrag auch von allen verbleibenden 27 EU-Regierungen akzeptiert werden.

Die Briten wollen raus aus der EU. Es ist nicht das Problem der EU, den Briten diesen Austritt möglichst angenehm zu gestalten.

Die EU hat ein Angebot gemacht. Wenn das den Briten nicht passt..... Pech für die Briten.

An die Brüsseler Vertrags Apologeten

Warum wird hier ständig auf das Einhalten von Verträgen rumgeritten?

Brüssel und einige wirtschaftliche Starke Mitglieder dieses Dings, halten sich doch schon seit Jahren selbst nur an Verträge wenn es opportun ist. Was sollen also diese Vertrags Kommentare aussagen?

Das UK akzeptieren wird, dass es ein "Drittstaat" geworden ist und alle anderen ehemaligen "Brüder und Schwestern im Brüssler Geiste" an Verträge halten werden? Weil ihnen Brüssel als Komensation Ausgleichszahlungen anbieten wird? In mehreren hundert Milliarden Euro Höhe?
In welcher völlig abgekapselten Echo-Chamber lebt ihr alle bitte?

@Einfach Unglaublich, 16.12 Uhr

Nun legen Sie doch endlich mal die Mär von der Deutschen Willkommenskultur zu Seite.
Deutschland hat in einer schwierigen Situation Menschen in Not geholfen. Das Flüchtingsproblem hat sich zwischenzeitlich deutlich entspannt - auch dank der Aktivitäten von Kanzlerin Merkel, die u.a. Vereinbarungen mit den nordafrikanischen Staaten abgeschlossen und somit den Zustrom erfolgreich begrenzt hat. Aktuell haben 300.000 Menschen aus den Hauptasylländern einen Job gefunden, fast 90.000 mehr als im Vorjahr. Vor allem der Pflegebereich profitiert davon. Freuen Sie sich doch einfach über diese positive Entwicklung.

um 15:48 von Einfach Unglaublich

Ich denke den Briten ist die Kontrolle an der inner-irischen Grenze nicht so wichtig.

Da dürften Sie falsch denken. Gerade die Älteren dürften sich noch gut an den Terror der IRA erinnern - der inzwischen wieder beginnt. Zudem sind die Nordiren und damit auch die DUP extrem gegen Grenzkontrollen, BJ braucht die aber für eine Mehrheit.

@Einfach Unglaublich (16:39)

@ karwandler
Spricht ja auch nichts dagegen, ein faires Abkommen mit dem UK zu schließen.
In BEIDSEITIGEM Einverständnis!

____

Was soll denn an dem jetzigen Zustand unfair sein? UK hat drei Möglichkeiten:
1) in der EU bleiben
2) aus der EU austreten mit allen Konsequenzen
3) aus der EU austreten mit Verbleib im Binnenmarkt und mit Backstop-Lösung

Das ist mehr als fair, denn die dritte Lösung müsste eigentlich gar nicht angeboten werden und ist reines Wohlwollen der EU.

@ Einfach Unglaublich

"Es gibt nur einen Entwurf der so lange geändert werden muss, bis er von beiden Partner akzeptiert wird. Und das heißt in diesem Fall, dass er im Londoner Parlament MEHRHEITSFÄHIG ist.

Doch daran scheint die EU kein Interesse zu haben."

Natürlich nicht, wieso auch??
Die EU hat zusammen mit den Briten jahrelang einen Vertrag ausgearbeitet. Den können die Briten nun annehmen, es auch lassen oder dreimal nackt auf einem Bein rückwärts um den Buckingham Palast hüpfen.

Die EU hat gar keinen Einfluss mehr auf das Prozedre - das müssen die Briten schon selber hinkriegen. Zeit genug zur Vorbereitung hatten die allemal.

@Giselbert

"Das wäre dumm von der EU, da man sich hier ins eigene Fleisch schneidet. Aus meiner Sicht deshalb eine substanzlose Drohung."

Gar nicht so substanzlos. Man kann vertrauliche Daten nicht einfach so einem Drittstaat mitteilen wenn es dazu keine Regeln gibt, auch wenn dies prinzipiell für beide Seiten sinnvoll ist. Das Ganze muss vertraglich abgesichert werden. Das braucht aber Jahre, weil es tausende solcher Fälle gibt... Es ist ja nicht so, dass die EU nicht weiter sicherheitspolitisch und wirtschaftlich mit GB zusammenarbeiten WILL, aber entweder man übernimmt Regeln die bestehen oder man investiert viel Zeit in die Ausarbeitung neuer Regeln.

@Einfach Unglaublich, 16.12 Uhr

Nun legen Sie doch endlich mal die Mär von der Deutschen Willkommenskultur zu Seite.
Deutschland hat in einer schwierigen Situation Menschen in Not geholfen. Das Flüchtingsproblem hat sich zwischenzeitlich deutlich entspannt - auch dank der Aktivitäten von Kanzlerin Merkel, die u.a. Vereinbarungen mit den nordafrikanischen Staaten abgeschlossen und somit den Zustrom erfolgreich begrenzt hat. Aktuell haben 300.000 Menschen aus den Hauptasylländern einen Job gefunden, fast 90.000 mehr als im Vorjahr. Vor allem der Pflegebereich profitiert davon. Freuen Sie sich doch einfach über diese positive Entwicklung.

@Paddy B. (16:44)

Zur Erinnerung, das sind die Anforderungen:
1. Eine Grenze irgendwo zwischen GB und EU (= Brexit)
2. Keine Grenze zwischen GB und Nordirland
3. Keine Grenze zwischen Nordirland und Irland
4. Keine Grenze zwischen Irland und EU
Das geht schon rein logisch nicht.

____

Wenn UK austritt, muss es eine Grenze zwischen EU und UK geben. Die kann entweder an der tatsächlichen Grenze liegen, was einen Bruch des Karfreitagsabkommens darstellt oder in der Irischen See, so dass Nordirland grenztechnisch ein Teil der EU bleibt (Backstop-Lösung). Welches Schweinderl hättens denn gern? Die eierlegende Wollmilchsau ist leider schon weg.
Übrigens ist die offene Grenze zu Nordirland der einzige Grund, warum Irland nicht Teil des Schengenraums ist.

@wenigfahrer

"Angstmache, weiter nichts.
Wie ging das denn früher, wo es keine Freizügigkeit gab und auch Grenzen ?.

Und wo ist denn der Schutz der EU Außengrenze ?, der besteht nur aus lauter Löchern, ein Schweizer Käse ist dagegen eine dichte Masse.
Hätten wir eine Grenze, gäbe es ja keine Probleme mit illegaler Einwanderung.
Also von Grenze würde ich jetzt nicht unbedingt reden wollen.
"

Sie haben ja gar nichts verstanden. Es geht nicht um Personenverkehr, sondern um WARENverkehr. Personenkontrollen hat es da immer gegeben da Irland nicht im Schengenraum ist.

@ schabernack

Die grammatische Form des Konjunktiv 2 "wäre" bezeichnet etwas Unmögliches.

Warum Sie mir unterstellen, ich hätte geschrieben, Grönland wäre aus der EU ausgetreten, weiß ich nicht.

Wenn Sie nach oben scrollen, werden Sie meinen Beitrag finden, dass Grönland 1985 aus der EG (Europäischen Gemeinschaft) ausgetreten ist.

@ Paddy B. um 16:44

Danke für Ihren sachlichen Kommentar.

"Deswegen nannte ich ihn ja einen faulen Kompromiss. Aber angesichts der Tatsache, dass niemand eine Lösung kennt, die alle Anforderungen erfüllt, ist ein Verschieben des Problems auf den Sankt-Nimmerleins-Tag noch die gescheiteste (Nicht-)Lösung von allen.

Zur Erinnerung, das sind die Anforderungen:

1. Eine Grenze irgendwo zwischen GB und EU (= Brexit)
2. Keine Grenze zwischen GB und Nordirland
3. Keine Grenze zwischen Nordirland und Irland
4. Keine Grenze zwischen Irland und EU

Das geht schon rein logisch nicht."

Wie ich die Brexiteers verstanden habe, ist denen aber ein fünfter Punkt wichtig.

5. das eigenständige aushandeln von Freihandelsabkommen.

Und das geht eben nicht wenn GB in der Zollunion verbleibt und NordIrland in diesem Binnenmarkt. Vielleicht wäre der Backstop dann wirklich eine Übergangslösung? Versuchen Sie es!

Die Zeit kann m.E. allerdings auch für Agitation genutzt werden auf beiden Seiten des Kanals. Und das will niemand

Menetekel vs. Ideen...

Wenn ich die Sache einigermaßen richtig auf dem Schirm habe, werden derzeit von der EU&Friends Menetekel an die Wand gemalt mit Schlagworten wie "Medikamenten- u. Lebensmittelverknappung", "Sicherheits- u. Organisationschaos" usw... Und dazu der leidige "Backstop" in Nordirland.
_
Freilich wird ein harter Brexit auch teils unerfreuliche Auswirkungen haben... Aber ich bin mir sehr sicher, daß "die Wirtschaft" sich längst bestmöglich positioniert hat. Es krakeelen nur noch jene, ohne Möglichkeiten zur bisherigen Vorteilssicherung.
_
Und mit anhaltender Chuzpe könnte B.Johnson sogar ein großer werden... Kürzlich hörte ich von Überlegungen, Nordirland - in contra zur Republik Irland - zur steuerbegünstigten Freihandelszone zu machen... Immerhin eine Idee auch gegen die EU-Blockadepolitik...

@16:31 von Einfach Unglaublich

"Ich werde mal ganz konkret.

Die innerirische Grenze sollte auch ohne Backstop genauso aussehen wie heute.

Was befürchten Sie? Iren, die illegal einwandern? Zigarettenschmuggel?

Geschenkt- das Karfreitagsabkommen und der damit verbundene Friede ist mir wichtiger als der "Binnenmarkt".

Ihnen und der EU anscheinend nicht."

Dann mache ich das für Sie auch mal ganz konkret und Spinne ihr Szenario weiter.

Nun ist also UK ausgetreten und es gibt keine innerirische Grenze.
Die Briten bekommen von Trump nun kurzfristig einen ganz tollen Deal. Visafreiheit, Chlorhühnchen, Genmais und weiteres Zeugs das wir hier nicht haben wollen.

Besonders schmackhaft ist an dem Deal, dass die USA nun Zugriff auf den EU-Binnenmarkt hat. Denn man schifft einfach alles nach Belfast, lädt es dort auf einen Laster und schickt es nach Dublin. Da die Waren dann bereits in der EU sind werden sie in der EU nicht noch einmal kontrolliert; es sei denn man kontrolliert alles was aus Irland kommt.

@Einfach Unglaublich

Ich verstehe IHR Problem nicht.Die Briten wollen raus ,kein Problem aber wie Sie schon sagten in beiderseitigem Einverständniss.Soll man jetzt so lange Nachverhandeln bis es den Herrschaften in den Rosinenpicker Kram passt?Wenn jemand unbedingt die Scheidung will dann muss er auch mit den Konsequenzen leben und nicht alle Probleme und Schulden seinem ExPartner hinterlassen .Die Briten glauben aber Ernsthaft Alle Früheren Verbindlichkeiten die Sie eingegangen sind sind Makulatur.Ganz Ehrlich? Raus mit Ihnenund nein Keine weiteren Nachverhandlungen mit den Rosinenpickern.

um 16:33 von schabernack

"Die EU besteht gegenüber der EU-Mitgliedern POL, UNG ind KRO ja auch darauf, dass diese Länder gegenüber der Ukraine, Serbien und Bosnien-Herzegowina Grenzkontrollen durchführen."
So sind nun mal die Bestimmungen der EU, auch wenn sie Ihnen nicht in den Kram passt. Wer diese Bestimmungen will, hat ja das Recht, in Abstimmung mit der Bevölkerung für "JA" oder für "Nein" abzustimmen.
"Was unterscheidet dann die Grenze IRL / N-IRL prinzipiell von der zw. bspw. POL / UKR? Richtig - gar nix …" Falsch!
Die einen gehören zur EU und die anderen nicht!, auch wenn es Ihnen schwer fällt, das zu begreifen.

15:48, Einfach Unglaublich

>>Ich denke den Briten ist die Kontrolle an der inner-irischen Grenze nicht so wichtig.

Es ist die EU die ohne Backstop auf einer harten Grenze in Irland besteht.<<

Wenn GB aus der EU ausscheidet, dann gibt es natürlich eine "harte" Grenze zur EU.

Wozu sollte man sonst rausgehen?

Und wenn dann über Irland nach wie vor unkontrolliert Waren nach GB eingeführt und aus dem Land ausgeführt werden könnten, dann hätte man sich das ganze Affentheater doch nun wirklich sparen können, oder?

@Einfach Unglaublich (16:02)

Nein, Ihre Haltung lehne ich ab.
Denn ich mag keine Politik der verbrannten Erde.
Ich bin dafür, dass auf Augenhöhe verhandelt wird und auch nach dem Brexit exzellente Beziehungen zum UK gepflegt werden.
No hard feelings.
Es steht der EU nicht gut zu Gesicht, sich wie das Klischee einer verlassenen Geliebten aufzuführen.

___

Es stünde der EU nicht gut zu Gesicht, vor den Forderungen UKs wieder einmal einzuknicken. Wenn die gehen wollen, dann sollen sie mit Gott gehen, aber gehen.
Entweder wollen sie dazu gehören oider nicht. Ihre Entscheidung. Aber die Vereinsmitgliedschaft zu kündigen und dann noch was ohne Gegenleistung zu fordern, ist einfach nur dreist.
Und nein, es wird nicht auf Augenhöhe verhandelt. UK will raus aus der EU, also muss es auch mit den negativen Konsequenzen zu leben. Die EU kann nicht ihre Regeln für ein Nichtmitglied verbiegen. Wenn UK keinen Backstop will, dann eben nicht, dann wird es ein ganz normaler Austritt.

@Einfach Unglaublich (16:02)

Nein, Ihre Haltung lehne ich ab.
Denn ich mag keine Politik der verbrannten Erde.
Ich bin dafür, dass auf Augenhöhe verhandelt wird und auch nach dem Brexit exzellente Beziehungen zum UK gepflegt werden.
No hard feelings.
Es steht der EU nicht gut zu Gesicht, sich wie das Klischee einer verlassenen Geliebten aufzuführen.

___

Es stünde der EU nicht gut zu Gesicht, vor den Forderungen UKs wieder einmal einzuknicken. Wenn die gehen wollen, dann sollen sie mit Gott gehen, aber gehen.
Entweder wollen sie dazu gehören oider nicht. Ihre Entscheidung. Aber die Vereinsmitgliedschaft zu kündigen und dann noch was ohne Gegenleistung zu fordern, ist einfach nur dreist.
Und nein, es wird nicht auf Augenhöhe verhandelt. UK will raus aus der EU, also muss es auch mit den negativen Konsequenzen zu leben. Die EU kann nicht ihre Regeln für ein Nichtmitglied verbiegen. Wenn UK keinen Backstop will, dann eben nicht, dann wird es ein ganz normaler Austritt.

Pilepale, 13:33

Sehr interessant dass sich Brüssel in der Frage des BREXITs der ehemaligen "Freunde und Partner" so unerbittlich zeigt in dem es keine Möglichkeit anbietet, wie dieses Problem zu lösen wäre.

Lassen Sie uns doch bitte wissen, wie das Problem, nämlich die Grenze zwischen Irland (EU) und Nordirland (GB) ohne Zollunion, vermieden werden könnte.
Niemand, Johnson eingeschloßen, kennt bisher eine Lösung. Mit Unerbittlichkeit hat das nichts zu tun, mit Realitätssinn dagegen eine ganze Menge.

@wenigfahrer

"Und wo ist denn der Schutz der EU Außengrenze ?, der besteht nur aus lauter Löchern, ein Schweizer Käse ist dagegen eine dichte Masse.
Hätten wir eine Grenze, gäbe es ja keine Probleme mit illegaler Einwanderung.
Also von Grenze würde ich jetzt nicht unbedingt reden wollen.
"
Noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar eben: Großbritannien ist ja eine (mehrere) Insel(n), da ist das mit der Personenkontrolle kein großes Problem bei der Einschiffung oder am Flughafen.

Wenn Sie keine Mauer bauen ist jede Landgrenze löchrig und zu Fuß problemlos zu überwinden.

@13:34 von karwandler

>> blame game > Dient nur dem absehbaren und geplanten blame game: An allem, was den Briten ab dem 1.11. hart auf die Füße fällt, ist dann die EU schuld. <<
_
Machtpolitik war und ist eben ein "schmutziges" Geschäft...

Sparer, 13:49

Ansonsten müsste auch die Schweiz schon lange untergegangen sein.

Die Schweiz hat umfangreiche Verträge mit der EU, und ist Nettozahler ohne Mitgliedsstatus.

re einfach unglaublich

"Es gibt nur einen Entwurf der so lange geändert werden muss, bis er von beiden Partner akzeptiert wird. Und das heißt in diesem Fall, dass er im Londoner Parlament MEHRHEITSFÄHIG ist."

Dass er in den EU Staaten auch mehrheitsfähig sein müsste kommt bei Ihnen grundsätzlich nicht vor.

@karwandler (16:21)

re einfach unglaublich
"@ nikioko
Ja, es ist ein toller Vergleich.
Denn der Brexit ist nicht der erste Exit und es hat Grönland nicht geschadet."
Grönland ist wie einige französische Besitzungen ein assoziiertes Überseegebiet der EU. Mit diversen Bindungen an die EU, z.B. womit Ihr Vergleich hinten runter fällt mit der Freizügigkeit.
"Es hat Grönland sogar so attraktiv gemacht, dass Donald T. es kaufen möchte. lol"
Wenn Sie das ernst nehmen ...

____

Einige französische Überseegebiete, die sog. Überseedépartements, sind Teil Frankreichs und damit der EU und auch Teil der Eurozone (Guadeloupe, Réunion, Guyane). Aber es gibt auch niederländische Überseegebiete wie Aruba oder Curacao. Hat aber nichts damit zu tun, dass das Beispiel Grönland Blödsinn ist.

16:53, Einfach Unglaublich

>>Warum Sie mir unterstellen, ich hätte geschrieben, Grönland wäre aus der EU ausgetreten, weiß ich nicht.

Wenn Sie nach oben scrollen, werden Sie meinen Beitrag finden, dass Grönland 1985 aus der EG (Europäischen Gemeinschaft) ausgetreten ist.<<

Zwei Namen für das selbe Kind.

Die EG wurde 1992 in EU umbenannt.

@16:44 von Einfach Unglaublich

"Dann kassiert keiner Zölle für die Waren die über die innerirische Grenze gehen.
Und anders als in einer Zollunion kann das UK dann trotzdem mit anderen Staaten bilaterale Handelsverträge abschließen, die von den EU Regelungen abweichen können.
Das ist den Briten wichtig - sicher nicht hypothetische Zölle auf Whisky und Bier."

Es geht ja auch nicht um Whisky und Bier, sondern um alle möglichen Waren. Wenn man Zölle sparen kann, wenn man mit z.B. Stahl, Maschinen, Autos einen Zwischenstop in Irland macht, dann wird das gemacht werden. Und wenn man so Chlorhühnchen und Genmais in die EU einführen kann, wird auch das gemacht werden.

Bei den Zöllen hätte man einen Unterbietungswettbewerb oder würde sich auf gleiche Sätze einigen (aber dann hätte man gleich in einer gemeinsamen Zollunion bleiben können), bei den Standards würde effektiv immer der niedrigere Standard von beiden gelten.

In diesem Fall, nein danke. Ich will nämlich, dass auch die EU vom UK unabhängig ist.

@ nikioko

Doch das geht!

Aber dafür muss man als Kind in den 1970ern in der Schule Mengenlehre gehabt haben.

Denn danach kann Nordirland gleichzeitig Teil der Menge des UK UND Teil der Menge des grenzenlosen Waren- und Personenverkehrs auf der irischen Insel sein.

Schnittmenge

@14:00 von Werner40

>> Der Brexit wird viele Probleme und Wohlstandsverlust bringen. Warum lässt man ihn nicht sein ? Gemeinsam ist man stärker. <<
_
... vielleicht, weil viele das doch anders sehen und konstatieren: "Gemeinsam ist man nur ärmer"...?!

16:31 von Einfach Unglaublich

«Die innerirische Grenze sollte auch ohne Backstop genauso aussehen wie heute.

Was befürchten Sie? Iren, die illegal einwandern? Zigarettenschmuggel?»

Butterschmuggel, Schafschmuggel, Kleeblattschmuggel.
In umgekehrter Richtung Schmuggel von unverzolltem After Eight …

Oder bspw. Toyota verlegt die Autoproduktion von GB nach IRL.
Führt dann die dort produzierten PkW weiterhin nach GB ein, als sei der Brexit zolltechnisch eine Fata Morgana aus einem Sciene Fiction Film.

In jedem 3. Toyota ist geschmuggelte Butter drin.
Und in jedem 10. ein Schaf im Kofferraum.
So könnte es schon gehen, die Irish Frontier 2.0 …

«Geschenkt- das Karfreitagsabkommen und der damit verbundene Friede ist mir wichtiger als der "Binnenmarkt".»

Für Länder, die nicht zur EU gehören (nicht wie u.a. NOR "assoziiert" sind), oder für solche, die austreten, gibt es weder Binnenmarkt, noch zwangsweise "offene" Grenzen.

Da hätte man in GB mal früher, mal sehr viel besser, drüber nachdenken sollen …

@Einfach Unglaublich

Was Sie nicht geschrieben haben ist allerdings, dass der Grönland-Vertrag von 1984 die Anwendung der Europäischen Verträge auf Grönland beendete und die, nach dem Muster der für die überseeischen Hoheitsgebiete geltenden Regelungen besondere Beziehungen zwischen Grönland und der EWG herstellte. Diese gingen 1993 auf die EG über. In der EU genießt Grönland allerdings weiterhin den zollrechtlichen Status eines überseeischen assoziierten Landes. Diese Angaben hätte ich mir von Ihnen gewünscht.
Zur Frage GB:
Die Briten haben grob gesagt 3 Möglichkeiten.
1. Austritt aus der EU ohne Abkommen (harter Brexit)
2. Austritt mit Abkommen (inkl. des Backstop,...)
3. In der EU bleiben (Abblasen des Brexit)

Eine Grundlage für Nachverhandlungen gibt es nicht und ist auch den übrigen Mitgliedsstaaten nicht vermittelbar. Da 2) aktuell nicht mehrheitsfähig, 3) nicht von Boris Johnson gewollt ist, bleibt wohl nur 1) - mit allen Konsequenzen.

@Einfach Unglaublich

"Die EU will nicht verhandeln und verhindert damit einen Ausstiegsvertrag. Sie provoziert mit ihrem Starrsinn einen harten Brexit.

Und in diesem Fall ist es die EU selbst, die eine harte innerirische Grenze verlangt. Sie besteht gegenüber dem EU Mitglied Republik Irland darauf, Kontrollen beim Grenzverkehr mit Nordirland durchzuführen.
"

Sie verbreiten Lügen! Die EU wollte die Zollgrenze in der irischen See. Der Backstop kam von England. Die Ursache der Grenze ist ja Großbritannien mit dem Brexit- dass es also eine EU Außengrenze gibt ist keine Verhandlungssache seitens der EU, sondern eine Tatsache falls der Ausstieg vollzogen wird. "Wir wollen raus aber keine Grenze" ist Schizophrenie par Excellence...

@ catze

Ja, natürlich verhandelt man so lange, bis beide Seiten zustimmen können.

Wenn man einen Vertrag will.

yoatmon, 14:15

Die politische Welt, ist linde ausgedrückt, in Aufruhr und brennt. Alles hat mit einem geistig Benebelten angefangen, der beabsichtigte, "make America great again". Das wäre - per se - kein schlechtes Ansinnen

Erstens waren rechte Rattenfänger schon in europäischen Staaten unterwegs, bevor der Benebelte die USA (ver)kaufte.
Und zweitens kann man nichts "great again" machen, was noch nie großartig war.

Des Volkes Stimm(e)ung schwankt

Wer ein Beispiel für die Nachteile direkter Volksdemokratie braucht, der möge den Brexit studieren.

Während man noch um die Umsetzung des denkbar knappen Mehrheitsbeschlusses ringt, schwankt das Meinungspendel derweil - wieder knapp - in die Gegenrichtung um dann wieder....?

Sicheres Rezept für Management- und Führungs-Chaos: "Die Veränderungsgeschwindigkeit auf der Beschlussebene (Wähler) sei höher als auf der Umsetzungsebene (Politik )".

Manche Entscheidungen sollten vielleicht doch nicht von emotionalisierten Laien und Amateur-Stammtischpolitikern getroffen werden?

Würden wir das hier in Deutschland tun, hätten wir morgen möglicherweise weder Strom noch Autos...?

Aber schön, dass "BJ" schon mal versucht die Voraussetzungen für spätere Schuldzuweisungen an die EU zu schaffen. So macht man das das Populist - erst Randalierer und dann "ich war es nicht" rufen.

re einfach unglaublich

"Grönland ist KEIN EU Mitglied.

1985 aus der EG ausgetreten - nach Volksentscheid.

Wozu gibt es eigentlich Wikipedia?"

Jedenfalls nicht dazu, Informationen vereinfacht, verändert oder missverständlich abzuschöpfen.

16:44 von Einfach Unglaublich

Ja klar wäre es für die Briten ein tolles Geschäft Waren aus anderen nicht EU Ländern über ihr Land die offene irische Grenze in die EU zu bringen, niedrigerer Zoll als in der EU, niedriger Sicherheitsstandards, usw. des wäre doch ein Traum für GB.

Johnson will den vereinbarten Backstop im Abkommen streichen,

was die EU ablehnt.
Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleibt, bis das Problem anderweitig gelöst ist. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten.
Das ist des "Pudels Kern". Diese sogenannte Garantieklausel die verhindern soll, dass zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen und das der alte Konflikt zwischen katholischen Befürwortern einer Vereinigung Irlands und protestantischen Loyalisten wieder schüren könnte, ist doch nur Vorwand.
Die EU will GB in der Zollunion halten, das ist der wahre Grund, warum man nicht zu einer Einigung kommt.
Nun kommt mir nicht damit, das ja GB den Backstop wollte, nein es war Frau May, die das vorschlug und damit in ihrem Parlament krachend scheiterte. Und eine Zollgrenze in der irischen See ist für GB verständlicherweise unannehmbar.

@Einfach Unglaublich

"
Hat Grönland eigentlich ...
... aufgehört zu existieren, als es 1985 nach einer Volksabstimmung aus der EG austrat?
"

Naja, 35.000 Einwohner, die nur überlebensfähig sind, weil sie jährlich mit 500 mio EUR aus Dänemark unterstützt werden...

um 16:42 von omni_verum

Und somit steht die Weigerung der EU, noch über irgendwelche Änderungen zu verhandeln, im Widerspruch zu den Rechten des UK Parlaments.

Das ist gleich doppelt Unsinn. Wenn verhandeln will, braucht man erst einmal etwas, über das man verhandeln kann. Johnson hat jedoch nichts angeboten, sondern nur eine bereits verhandelte Lösung abgelehnt.

Dann ist es so, dass die EU, das heißt alle verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten, dem Vertrag ebenfalls zustimmen müssen, nicht nur das UK Parlament. Für den derzeit ausgehandelten Vertrag gibt es die Zustimmung. Bei einer Änderung müsste man selbige erneut einholen, was aufgrund der Größe etwas länger dauern kann und auch Kosten verursacht. Dementsprechend muss GB eben schon etwas anderes als Befindlichkeitsstörungen anbieten, damit die EU diesen Verwaltungsakt nochmal auf sich nimmt.

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