Ihre Meinung zu: Katholische Kirche: Die Wut der frommen Frauen

17. Mai 2019 - 8:28 Uhr

In der katholischen Kirche streiken die Frauen. Die Initiative "Maria 2.0" fordert das Diakonat und das Priesteramt auch für Frauen - und bringt die männlichen Würdenträger in Erklärungsnot. Von Anja Würzberg.

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Kommentare

Die Zeiten ändern sich

Das männliche Machtgefüge in der katholischen Kirche bröckelt...die Frauen haben viel zu lange geschwiegen...sie haben sich "abspeisen" lassen mit meistens sozialpädagogischen Jobs in der Kirchenhierarchie...

Es betrifft nicht nur das Priesteramt

Ein "weltliches" Problem des Priesteramtes nur für Männer ist, dass in katholischen (wirtschaftlichen) Gesellschaften, z. B. der Caritas, per Satzung gefordert ist, dass in einem Führungsgremium (Aufsichtsrat oder Vorstand), ein "geistlicher Rat" (die Formulierung kann variieren) gefordert ist, der Priester sein muss. ... Damit sitzen dann in den Entscheidungsgremien leider oft genug Männer als - rechtlich heißt das "geborene Mitglieder" - die da eigentlich nicht besonders kompetent sind (ausnahmen bestätigen die Regel) und die dort eigentlich auch fehlbesetzt sind, und dann keine Zeit mehr für ihre eigentliche Berufung, dass Priesteramt haben.
DIESEN Misstand zu beseitigen, könnte mal ein Zwischenschritt sein, denn ich denke, dass die "Kerle" sich nur so sehr an den Ausschluss von Frauen klammern, weil mit dem Priesteramt tatsächlich SEHR viel Macht verbunden ist... In anderen Ländern noch mehr als in Deutschland... Das macht das Problem auch so schwer; es betrifft die ganze Welt.

Die Zeiten ändern sich....

...die Kirche nicht...

zu spät

Nicht versuchen ein totes Pferd zu reiten. Ich glaube nicht, dass die Kirche attraktiver wird wenn vorne eine Pfarrerin am Altar steht. Die Kirche hat nicht nur die Zeichen der letzten Jahre übersehen, die Zeichen sind seit mindestens 100 Jahre erkennbar.
Ich bin geschieden und somit aus der Gemeinschaft der Christen ausgeschlossen worden.

tja

Ich bin selbst nicht Gläubig freue mich aber für jeden, der es ist, da es sicher schön ist einen solchen Anker zu haben.

Was ich jedoch nicht verstehe, warum die katholische Kirche nach wie vor solch eine Macht hat.

In ihrer Geschichte ist sie doch vor allem durch Machtmissbrauch, sexuelle Gewalt, Vertuschung und Deckung von Verbrechen und Verschwendungssucht aufgefallen.

In der NS-Zeit hat sie die Nazis aktiv beim Genozid an den Juden unterstützt.

heute noch Vergewaltigen "Würdenträger" aus ihren Reihen Kinder und werden nie dafür zur Rechenschaft gezogen.

Ich glaube den gläubigen dieser Welt wäre mit einer neuerlichen Aufspaltung der Kirche gedient.

Sollen die reaktionären Menschenfeindlichen alten Männer in Rom weiter ihr Süppchen kochen und wir haben dann Hier in Deutschland eine oder mehrere Bischöfin oder Kardinalin/Kardinälin (Autokorrekt kennt die Worte nicht mal, das es ein Neologismus ist sagt einiges aus)

Da hat Bischof Feige aus Magdeburg...

...dem obersten deutschen katholischen Würdenträger Grundlegendes voraus:
Er ist Realist.
Da Kardinal Marx aber nun mal dem Papst näher steht, muss er sich derzeit noch der Order aus Rom unterwerfen.
Die Männer in den langen Gewändern werden es eh nicht richten (blödes Wort in dem Zusammenhang), das müssen und das werden die Frauen.
Ich hoffe inständig, dass sie Erfolg haben und endlich diese Gewänder und die Hirne ihrer Träger ordentlich durchlüften.

VIEL ERFOLG, MARIA 2.0!

Viel Arbeit im Weinberg

Der emeritierte Papst hat Recht: Es gibt viel zu tun im Weinberg. Nirgendwo steht geschrieben, dass die Treckerfahrer allesamt Männer sein müssen.

Wenn man sich den Artikel 3

Wenn man sich den Artikel 3 vom deutschen Grundgesetz anschaut...

Art 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

hegen mich doch erhebliche Zweifel, ob die Institution „katholische Kirche“ sich tatsächlich mit beiden Beinen auf dem Grundsatz des Grundgesetzes befindet.
Eine Gleichberechtigung von Mann und Frau wird systematisch in der katholischen Kirche verhindert.

Katholische Kirche - Die Wut der frommen Frauen

"Nur seinen eigenen Job, den traut Kardinal Marx einer Frau offenbar nicht zu."

Diesen Satz halte ich für polemisch und nicht zielführend. Ich denke, Herr Marx traut Frauen eine ganze Menge zu, sei es das Amt des Priesters oder Kardinals. Nur ist dies nicht seine Entscheidung, sondern die des Vatikans, wie wir aus dem nächsten Satz entnehmen können:

"Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ist oberster deutscher Katholik. Die Anweisung aus Rom ist eindeutig: Frauen dürfen nicht geweiht werden."

Warum wird Herr Marx dann als Ziel der Kritik von Frau Würzberg anvisiert ?

Zudem gebe ich zu Bedenken, dass das Thema Gleichberechtigung in der Kirche vor allem im westlichen Europa ein Thema ist. In Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien sind andere Themen von Bedeutung.

Ich bin ganz zufrieden mit meiner "Mitgliedschaft" in der evangelischen Kirche, hatten wir doch eine glaubhafte Landesbischöfin, die sich oft in die politische Diskussion eingeschaltet hatte.

Gruß Hador

Mal anders gesehen:

"und oberster deutscher Katholik"???
Na, da hat jemand das mit dem katholisch sein wohl nicht verstanden. Einen Oberst gibt es in der Kirche so nicht, auch wenn ich selbst die Hierarchie gut finde, damit nicht jedes Grüppchen macht, was es will - das wären dann Sekten.
Ein Staat funktioniert auch nur dank Hierarchie, was nicht heißt, dass jeder Staat eine Diktatur ist.

"Die katholische Kirche braucht die Frauen dringender als die Frauen die katholische Kirche."
Und das ist, so glaube ich, der Punkt, an dem es bislang scheitert. Frauen brauchen die Kirche nicht. Deshalb ist der Drang der Frauen zu Priesterweihe nicht so stark ausgeprägt, dass ordentlicher Druck aufgebaut wird. Zwar gehen meistens Frauen in die Kirche, aber sie können (wie wir bei Protesten gesehen haben) sich einfach vor der Kirche treffen und eigenen Gottesdienst feiern.

Das abgesehen davon, dass Deutschland in der Weltkirche nicht den Ton angibt und es in anderen Ländern noch andere Meinungen gibt.

Globale Zusammenhänge.

Auch die mehr als verwunderliche Feststellung, dass Frauen die Kirche mehr brauchen als umgekehrt, zeigt auf spektakuläre Weise die Ahnungslosigkeit der Autorin bezüglich Struktur und spiritueller Funktion der katholischen Kirche.

Mit der Feststellung, dass die Kirche aus globalen Werten und Paradigmen und nicht aus nationalen Befindlichkeiten heraus handelt, hat die Autorin dann zur Abwechslung einmal recht. Daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, ist dann anscheinend wieder zu viel verlangt.

Und ob die Frauen die Kirche brauchen!

"Die katholische Kirche braucht die Frauen dringender als die Frauen die katholische Kirche."

Dies kann nur jemand äußern, der nicht die leiseste Ahnung davon hat, was ein Sakrament ist. Wer meint, auch ohne Sakramente - in erster Linie ohne Beichte und Eucharistie - gut auskommen zu können, wird sich noch umgucken. Eins ist aber klar: Dieser jemand kann kaum zu den frommen Katholiken gezählt werden. Dabei soll es sich hier gerade um die frommen Katholikinnen handeln. Irgendetwas passt hier ganz und gar nicht.

Was für ein Thema

Ich selbst bin katholisch.
Als Kind habe ich eigentlich Frauen in der Kirche nie wahrgenommen (funktional).
Wenn man mal von den Nonnen absieht, die jeden Sonntag in den ersten beiden Reihen ihre Plätze einnahmen.

Inzwischen habe ich mich von der Religion verabschiedet.
Bin allerdings noch in der Kirche.

Ich habe gar keine Meinung dazu, ob mehr Frauen in der katholischen Kirche bzw. Frauen im Priesteramt aktiv werden sollen.

Für mich ist das kein gesellschaftliches Thema - sondern ein internes der Kirche.

Das müssen die Gläubigen also die Katholiken selbst austragen.
Ich finde, alle anderen sollten sich da raus halten.

Das Thema betrifft schliesslich nur praktizierende Katholiken.

Anders ist das bei den Missbrauchsfällen - da geht es um die Gesetze der jeweiligen Länder, die umgangen werden.

Aber die Regeln der Religionsausübung obliegen (so sie gesetzeskonform sind) ausschließlich der betreffenden Glaubensgemeinschaft.

Egal ob Christen, Juden, Muslime etc.

Definitionen des Organisierten Verbrechens erfüllt

Es war ein spannendes Gespräch mit dem Kommissar der wissenschaftlichen Polizei, der auf dem Gebiet der Bekämpfung des internationalen Organisierten Verbrechens arbeitet. Er erklärte mir u.a., dass seine Abteilung für die Fälle und Hinweise zuständig ist, die genau definierte Kriterien erfüllen, - was das "Organisierte Verbrechen" im Detail auszeichne, sei klimperklein "operationalisiert".

Wenn man nun genau diese polizeilichen Definitionen auf das Phänomen "offizielle weltweite katholische Kirche" anwenden würde, so müsste seine Abteilung eigentlich klipp&klar tätig werden - die Hauptkriterien seien nämlich allesamt erfüllt. Er möge das allerdings nicht gerne laut sagen.

Aber, man habe ja den heiligen Schein - im Falle der katholischen Kirche. Da würden dann tatsächlich Wunder wahr.

Demonstrieren und notfalls austreten

Wenn ich den Sprecher der Dt. Bischöfe i Vatikan sagen höre: " demonstrieren ist keine Lösung " dann ist das doch lachhaft. Am Besten 1000 Jahre noch so weiter machen und die Privilegien als Mann behalten. Es muss sich was ändern , lieber Pabst

Deutscher Alleingang

"steht nun eine große Drohung im Raum: [...] dass Frauen die katholische Kirche scharenweise verlassen werden, wenn die derzeitigen Proteste keine Wirkung zeigen."

Das nun wirklich halte ich für Unsinn.

Wie soll man durch Verlassen der Kirche (wohlgemerkt nur durch Frauen in Deutschland) eine Weltkirche zum Umdenken zwingen?

Raus ist raus, da hat man kein Mitspracherecht mehr.

Ich finde, dass sich da deutsche Frauen viel zu wichtig nehmen. Es wird gar nicht versucht sich international zu organisieren, zu groß scheint der eigene Teller zu sein.

Ich bin ziemlich sicher, dass in den meisten Ländern die Frauen eher Familienplanung, als Priesterweihe im Kopf haben.
Man könnte natürlich argumentieren, dass mit der Priesterinnenweihe Familienplanung zum Thema wird. ("Seid fruchtbar und mehret euch" kann schon mit 2 Kindern erfüllt sein, nirgends steht "ohne Unterbrechung".)

Aber im deutschen Alleingang wird das nichts.

.... einfach wechseln

Es soll sogar telefonisch möglich sein, den patriarchalen Verein, mit seinen teils pädophilen "Würdenträgern" den Rücken zu kehren. Als Katholik hat man sogar die Wahl, dabei noch Christ zu bleiben.

Unverständlich

Warum wird vom Papst und den Bischöfen sprich den Nachfolgern der Apostel etwas verlangt, was noch nicht einmal Jesus Christus - der Religionsstifter - tat? Jesus Christus überwand jede Verkrustung der altjüdischen Gesetze, die es zu überwinden gab. Dennoch gab es unter den Aposteln keine Quotenfrauen - geschweige, dass es ein 50:50-Verhältnis zwischen Männern und Frauen gegeben hätte. Zufall? Kaum. Die Katholische Kirche hat schlicht und einfach keine Legitimation, hier anders zu verfahren.

Ich empfehle den frauen, aus

Ich empfehle den frauen, aus der kirche auszutreten und eine neue zu gründen.
Heinrich8, luther und mohammed haben auch was neues erfunden, als das altbackene überaltert war. Ohne frauen werden die priester alt aussehen. Obwohl, die meisten sind ja schon im rentenalter.

Überall wo

alte Männer zu viel Macht haben gehts schief.

Maria 2.0

"Maria 2.0" sagt eigentlich alles. Als wenn es an der heiligen Jungfrau Maria etwas zu verbessern gäbe!

Anstatt die demütige Haltung des Originals ("Fiat mihi secundum verbum Tuum!") als Vorblid anzunehmen, versucht frau hier ein Upgrade zu definieren. Man kann nur mit dem Kopf schütteln. Verwundern tut es aber nicht. Der omnipräsente Feminismus, der sich gern über jedwede religiösen Belange hinwegsetzt, hinterlässt halt Spuren.

Schismen

Wenn einem eine Religionsgesellschaft nicht gefällt, dann sollte es kein Problem sein in eine andere zu wechseln.

Fakt ist nun einmal, dass die katholische Kirche wie der Islam patriarchalische Organisationen sind. Es gibt keine Imamin oder eine Päpstin.

Wenn eine Minderheit das anders wünscht, hat sie allerdings nicht das Recht, der Mehrheit dies vorzuschreiben.

Martin Luther gefiel die katholische Kirche nicht und es entwickelten sich die protestantischen Kirchen. Heinrich der 8. löste die anglikanischen von der römisch katholischen Kirche und auch die Altkatholiken fanden den Papst nicht unfehlbar.

Also sollen die Frauen doch eine eigene Kirche aufmachen mit Pastorinnen und Päpstinnen.

Es ist ein freies Land in dem Religionsfreiheit gilt.

@ 08:33 landart

Sozialpädagogische Jobs gibts nicht in der "Kirchenhierarchie", sondern in Beratungs- und Krisen-Einrichtungen, stationären und ambulanten Teams unterschiedlichster Ausrichtung, und die sozialpädagoginnen machen da einen hervorragenden Job, sind gut zu entsprechenden Einrichtungen anderer Träger vernetzt. Das ist ja die Crux, dass an der Basis von Einrichtungen, Organisationen und Initiativen in kirchl. Trägerschaft hervorragende professionelle Arbeit von Frauen wie Männern geleistet wird - aber das Bild der Kirchenhierarchie, die innere Stuktur der Kirche diesen Geist leider oft so gar nicht atmet und vor allen Dingen aus einer anderen Welt zu stammen scheint. Die Initiative Maria 2.0 ist übrigens nicht die erste Initiative von Frauen, die Kirche als Institution kritisch zu sehen und Reformen anzumahnen. Aber sie scheint - ausgehend von einer Gruppe von 10 Frauen in der Münsteraner Pfarrei Hl. Kreuz - den Nerv auf eine ganz besondere Art zu treffen. Das freut mich sehr.

Junia

Hm, ich wundere mich, warum die Bewegung sich auf Maria bezieht. Die hatte kein Amt in der Kirche. Passender wäre die "Apostelin Junia" aus dem Römerbrief gewesen.

Soviel Verständnis ich auch für den Wunsch nach einer Öffnung von Weiheämtern für Frauen habe (eben auch wegen der Apostelin Junia, die zeigt, dass es in der Frühen Kirche Frauen in hohen Ämtern gab), desto unverständlicher ist mir der Weg, den diese Frauen einschlagen. Wer die Weiheämter mit Druck und Erpressung für Frauen öffnen will, dem geht es offenbar nicht darum, die Kirche voranzubringen, sondern das persönliche Ego zu befriedigen.

@ Schäfer

Die Evangelen nehmen Sie auch als geschiedene/n.

Und die Schäfchen ziehen von dannen...

Die Kirche - insbesondere die Katholiken - vergeben eine historische Chance mit ihrem institutalisierten Konservatismus: den Menschen in sehr bewegten, spaltenden und verunsichernden Zeiten wieder das Gefühl für das Gemeinsame, ein aufrichtiges Miteinander und Hoffnung auf eine gemeinschaftlich gestaltete sichere Zukunft zu geben. Wie soll das ohne Frauen in den entsprechenden Positionen erfolgreich sein? Wer möchte Teil eines Patriarchats sein, das dem Wandel der Zeit gegenüber blind ist und keine Zukunftsperspektiven bietet? Es ist dringend Zeit, dass die Kirche die Sorgen und Wünsche der Gesellschaft ernst nimmt, gemeinsam gestaltet und das Vetrauen ihrer Anhänger und womöglich dann wieder zurückkehrender Schäfchen wieder gewinnt, die Vergangenheit offensiv und transparent aufarbeitet und letztlich das stärkt, für das der Glauben unabdingbar ist: Vertrauen, Menschlichkeit und Hoffnung.

@ berelsbutze

Da haben Sie wohl nicht verstanden, dass das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religionsausübung auch deren grundgesetzwidrige Inhalte schützt. Religionsausübung schlägt Gleichberechtigung...
... und das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Beschneidung)
... und den Tierschutz (betäubungsloses Schlachten).

Leider wird Religionsfreiheit halt immer noch nicht als das Recht, frei von Religion zu sein, verstanden.

Kathechismus gegen heilige Schrift

Leider enthält der Kathechismus mehr päbstliche Dogmen als Bibeltexte.
Wenn man sich jedoch mehr mit der Bibel beschäftigt als es der katholischen Kirche genehm ist bleibt automatisch das Forschen nacht den Apogryphen nicht aus. Daraus entstehen dann Fragen nach dem Marienkult. Somit entstehen dann diskrepanzen mit der katholischen Kirchenlehre.
Übrigens ich bin weder Ketzer noch gehöre ich einer sogenannten Sekte an.

@harry_up

Da Kardinal Marx aber nun mal dem Papst näher steht, muss er sich derzeit noch der Order aus Rom unterwerfen.

Das hat rein gar nichts mit näherstehen oder nicht nahestehen zu tun. Laut Kirchenrecht der katholischen Kirche hat der Bischof von Rom (der Papst) seit dem 1. Vatikanischen Konzil eine unversale Jurisdiktion in allen Teilkirchen (Bistümern). Wenn irgendein deutscher Bischof auf die Idee käme, ohne Erlaubnis aus Rom Frauen zu weihen, wird er schneller exkommuniziert werden, als das Öl auf den Händen der Neugeweihten eingezogen ist. Damit ist er dann automatisch auch sein Amt los.

Also: Die Gestaltungsmöglichkeiten der deutschen Bischöfe sind extrem begrenzt.

Fokussierung allein auf Untaten von Männern: gerecht?

Die provokanten, zugespitzten Forderungen der Aktivistinnen von Maria 2.0 sind von der katholischen Kirche wahrzunehmen und sie werden auch wahrgenommen. Es ist ein Aufschrei.

Dienst in der katholischen Kirche verlangt "Dienen in Demut", für jeden und jede, die sich in der Kirche engagiert. Das Ziel ist Jesus Christus, nicht eigene Selbstverwirklichung.

So sehr die Anklagen der Mitstreiterinnen von Maria 2.0 auf offene Wunden, Fragen und Lösungsbedarfe hinweisen, so bleibt doch die Fokussierung der Vorwürfe allein auf männliche Würdenträger zu kritisieren.

Männer, geweihte Priester, haben schändliche Verbrechen begangen, zu nennen sind die Missbrauchsfälle. Aber die Frauen in der kath. Kirche sind nicht ohne Schuld, wie z.B. die Berichte über Prügelstrafen und Drangsalierungen von Schutzbefohlenen aus einigen von Ordensschwestern geführten Einrichtungen nachweisen.

Machtmissbrauch ist für jeden ein Thema:
"Herr, vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

@Schaefer

"Ich bin geschieden und somit aus der Gemeinschaft der Christen ausgeschlossen worden." Am 17. Mai 2019 um 08:47 von Schaefer

Was erzählen Sie denn da???
Erstens darf man sich auch als kirchlich verheirateter Katholik trennen und getrennt leben. Nur eben eine erneute Heirat würde das Sakrament der Ehe brechen.

Ich selbst bin gar nicht kirchlich verheiratet, weil mein Mann damit nichts anfangen kann, er ist evangelisch. Deshalb hat mich niemand aus "der Gemeinschaft der Christen" ausgeschlossen. Und die Kinder sind alle katholisch getauft, jetzt war das 3. bei seiner Erstkommunion.

Vielleicht sollten sich einige vor(!) dem Sakrament der Ehe Gedanken darüber machen, was sie da eigentlich vor haben. Kirchliche Trauung ist keine nostalgische Party im stilechten Ambiente für hübsche Fotos.

@Fam.Schmidt

Die Zeiten ändern sich...die Kirche nicht

Das ist nur bedingt ein Fehler. Die Kirche hat sich nicht dem Zeitgeist anzupassen, sie ist dem Evangelium Christi verpflichtet, und das ändert sich nicht.

Wohl aber hat sie das Wort Gottes immer wieder neu zu betrachten und in die jeweilige Zeit zu übersetzen. Und wenn inzwischen klar ist, dass der "Apostel Junias", der bisher im Römerbrief stand, tatsächlich eine "Apostelin Junia" war, dann muss man schon neu über die Weihe für Frauen nachdenken.

Manch andere Anpassungen an den Zeitgeist, die manche sich wünschen, kann es aber nicht geben, ohne dass die Kirche ihre biblische Existenzberechtigung verliert.

@me2001

Ach du liebe Zeit.
Sie schreiben: "Wer meint, auch ohne Sakramente - in erster Linie ohne Beichte und Eucharistie - gut auskommen zu können, wird sich noch umgucken."

Ein leicht fundamentalistischer Ansatz? Wir haben Religionsfreiheit.

Was soll da dieses "subtile" drohen mit irgendwelchen Folgen?

Aber wenn Sie schon so anfangen:

Haben Sie schon mal bedacht: wenn Gott, das allwissende und allmächtige Wesen ist, als das es allgemein verstanden wird - dass es diesem Gott ziemlich egal ist (immerhin ein Gott) wie man das Geschenk des Lebens würdigt?

Anders gesagt: religiöse Riten sind nicht von Gott gemacht. Sie wurden von Menschen entwickelt.
Wenn ein schlechter Mensch regelmäßig zur Beichte geht und Absolution erhält, wird ein so allmächtiges Wesen wie Gott, ihn bestimmt nicht besser bewerten, als einen guten Menschen, der sich den menschlichen Zeremonien entzogen hat.

wenn er Gott ist!

„Die katholische Kirche

„Die katholische Kirche braucht die Frauen dringender als die Frauen die katholische Kirche“

Das ist richtig und vollkommen richtig wird die Aussage, wenn man in diesem Satz das Wort „Frau“ durch „Mensch“ ersetzt.

09:21 von Tada

Das abgesehen davon, dass Deutschland in der Weltkirche nicht den Ton angibt und es in anderen Ländern noch andere Meinungen gibt.
.
das ist jetzt ein Punkt, der passt ins westliche Weltbild
da meint man ja den Ton angeben zu müssen - andere Meinungen zählen ohnehin nicht
egal bei jedem Thema
das bekommen sie auch nicht weg, das war seit der Kolonialzeit so
da kümmert nicht, dass weltweit 1.3 Mrd. Katholiken leben
aber hierzulande gerade mal 22 Mill die den wohl auch sagen was "Sache ist"

mein Vorschlag sich nen neuen Martin Luther suchen der ne andere Kirche kreiert
womöglich eine wo alle 4 Jahre gewählt wird
ob Gott jetzt Mann oder Frau ist womöglich Gender oder Schwul eben "zeitgemäß"

Gleichberechtigung: theologisch gesehen

Zu: 09:12 von berelsbutze

Ihr Verweis auf das Grundgesetz bzw. den Kanon der universellen Menschenrechte ist hier notwendig. Aber es gibt auch eine theologische Deutung.

Das Neue Testament fordert auf zu einem neuen Umgang miteinander und in der Nutzung der persönlich gegebenen Macht. Da jeder Mensch Macht zum Entscheiden hat, gut oder böse in das Leben anderer zu intervenieren, zeigt die Lehre Jesu Christi die Richtung auf, wie ein wirksam gutes Zusammenleben gelingen kann.

Die Superkultur von Eurasien ist bestimmt vom Patriarchat, von der Dominanz der Männer. Vielleicht gab Jesus Christus den Männern das Mandat für das Priesteramt, da zuallererst Männer das "Dienen in Demut" zu üben haben. Es sollten die Männer sein, welche sich mit "die Ersten werden die Letzten sein" auseinandersetzen müssen.

Jesus Christus will die Geschwistergemeinschaft wirksam verändern. Saat soll aufgehen. Mit der Berufung zum Priesteramts sollen Männer lernen, dass eine bessere Gesellschaft gelingen kann.

Die katholische Kirche

ist nicht zu retten, auch wenn das Zölibat (hält sich sowieso kaum einer dran) aufgehoben wird oder Frauen ein Priesteramt einnehmen dürften. Die evangelische Kirche ist ja trotz der erlaubten vorgenannten Punkte nicht wegen Überfüllung geschlossen.

@Superschlau

"Ich empfehle den frauen, aus der kirche auszutreten und eine neue zu gründen.
Heinrich8, luther und mohammed haben auch"... Am 17. Mai 2019 um 09:37 von Superschlau

Ach du Schreck!
Haben Sie keine anderen Beispiele?

Heinrich hat mehrere seiner Frauen köpfen lassen.

Mohammed und Luther haben sich von ihren (ersten und da einzigen) Frauen aushalten lassen - in beiden Fällen waren es intelligente Geschäftsfrauen, ohne die die Verbreitung der religiösen Ansichten im Sand verlaufen wäre.

Luther war bei weitem nicht der einzige Reformator seiner Zeit gewesen, er hat nicht einmal als erster die Bibel übersetzt. Es gab auch Reformatoren vor seiner Zeit, die hatten aber nicht einmal den Buchdruck, um ihre Ideen zu verbreiten, geschweige denn eine Frau, die das finanziert hatte.

Mohamed hat erst nach dem Tod seiner ersten Frau mehrere Frauen geheiratet; ich vermute vorher hätte ihm seine erste Frau den Kopf ordentlich gewaschen.

Wozu braucht man eigentlich heute noch eine Kirche?

Christ ist man entweder aus sich heraus oder eben nicht. Jesus hatte damals auch keine "Kirche" und seine Anhänger, übrigens erstaunlich viele Frauen, die obendrein auch noch höchste Ehren und Würden genossen, auch nicht.
MMn war und ist die Institution "Kirche", egal welche, nur dazu da, um die "Schäflein" in genehme Bahnen zu lenken und zu melken, sprich "Profite" einzufahren.
Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken?
Vielleicht kommt man dann sogar auf ganz andere Ideen, statt ein verstaubtes und überlebtes Relikt vergangener Zeiten künstlich am Leben halten zu wollen?

09:31 von Thomasi

Am Besten 1000 Jahre noch so weiter machen
....Es muss sich was ändern ,
.
die Kirche existiert seit 2.000 Jahren
und warum soll sich was ändern - sind die paar deutschen Katholiken der Nabel der Welt ?

es gibt bei den Christen Protestenten, davor spalteten sich Orthodoxe ab und dazwischen was weiß ich wer
gibt's halt noch mal ne Gruppe mehr die "ihren" Gott sucht und vielleicht findet

Die Kirche kann kein

Buettel des Zeitgeistes sein. Wir kritisieren keute die Anbiederung der Kirche an den vergangenen Zeitgeist. Insofern sollte man den Ball flach halten.

Trotzdem: Die Einbindung von Frauen in geweihte Aemter ist ueberfaellig. Man sollte mit der Weihe von Diakoninnen beginnen und das wirken lassen bis zum naechsten Schritt.

re: Fam.Schmidt

In seinem Wesen darf sich die Kirche nicht ändern, nur um dem Zeitgeist zu folgen.

Ich finde Maria 2.0 toll

... und wünsche den Frauen alles Gute. Es ist an der Zeit aufzustehen und zu demonstrieren "ohne uns Frauen geht gar nichts". Toll, dass die Frauen mit Maria 2.0 die Initiative ergriffen haben und ebenso toll, dass ihre Aktionen einen solch großen Widerhall in den Medien finden. Solange Männer Frauen nicht genauso ernst nehmen wie sich selbst, wird es keine Gleichberechtigung geben.

Neues Testament: privilegierte Rollen für Frauen

Zu: 09:37 von me2001

Ihre Argumentation ist zunächst korrekt. Doch Sie begehen den Fehler, den Text des Neuen Testaments wörtlich zu nehmen.

Die vier Evangelien wurden vermutlich weniger von genialen Einzelpersonen als jeweils von Autorenkollektiven verfasst. Jedes Evangelium richtet sich wie die Apostelbriefe an eine jeweils konkrete Zielgruppe und verfolgt die Vermittlung einer bestimmten Botschaft. Eine Legitimation abzuleiten, dass das Priesteramt nur Männern offensteht, da der Nazaräer nur Männer als Apostel auswählte, wäre nicht statthaft.

Frauen werden durchaus vielfach im Neuen Testament genannt. Sie übernehmen viele Rollen. Frauen hatten in der Schaar der Jünger Jesu Christi wichtige Funktionen.

Extrem wichtig ist aber die Ostergeschichte:

Der Auferstandene zeigte sich zuallerst drei ausgewählten Frauen. Frauen erhielten damit zuerst die "Frohe Botschaft von Versöhnung und der Überwindung von Leid und Tod". Frauen sind also tatsächlich privilegiert im Christentum.

eine merkwürdige Zeit

wer musizieren will geht in keinen Tennisverein
und ein Literatenverein der Gedichte vorträgt macht (üblicherweise)
keine Kurse für Holzdecken montieren
Warum der Aufstand bei Kirchen ?
Muslime haben ihre Vorstellungen, Juden haben die
Vielfalt ist doch ne eigentlich tolle Sache
wenn da keiner reingezwungen wird ist alles im grünen Bereich

Einfach austreten?

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein." Mt 16,18-19

Einfach austreten und woanders eintreten oder womöglich sogar eine eigene Kirche gründen, wie einige hier empfehlen? Übersetzt: Aus der einzigen Kirche austreten, die die obige Zusage Christi hat, und sich einer Kirche zuwenden, die diese Zusage nicht hat? Guter Rat ist bekanntlich teuer. Dieser hier... naja, das sieht doch jede(r), oder?

"Die katholische Kirche

"Die katholische Kirche braucht die Frauen dringender als die Frauen die katholische Kirche."

Wirklich ? Wenn die Frauen die Kath. Kirche wirklich nicht brauchen dann haben diese das Katholisch sein nicht ganz verstanden da man im kath. Sinn die Kirche braucht für ein Leben nach dem Tod.
Im übrigen sind die Teilnahmen am "Streik" sehr gering. In Bayern findet der gar nicht statt und es gibt bereits eine größere Gegeninitiative zu Maria 2.0 nämlich Maria 1.0. Einfach mal googeln

Ohne passende Argumente...

... muss ja der Kindesmissbrauch her, der ja gar nicht zu diesem Thema gehört und von den protestierenden Frauen auch nicht angesprochen wird.

Auch wenn das schon 1000 Mal durchgesprochen wurde:
Wer Augen davor verschließt, dass Kindesmissbrauch nicht an der Kirche liegt, da zum Beispiel weitaus mehr Täter aus der Familie der Opfer kommen, der hat kein Interesse an wirksamen Prävention und kein Interesse an Aufklärung.

Jede Tat muss strafrechtlich verfolgt werden und dafür ist der Staat zuständig.
In manchen Ländern ist der Staat so schwach, dass es wirksamer ist die Täter innerhalb der Kirche ins Kloster zu schicken, damit sie nie wieder an ein Opfer kommen. Dabei ist die Kirche immer ein Spiegel der Gesellschaft.

Aber da ist noch die Sache mit dem Teller und seinem Rand und dass man vom Sofa aus die Welt rettet, weil man Flatrate hat.

@09:37 von Superschlau

"Ich empfehle den frauen, aus der kirche auszutreten und eine neue zu gründen.
Heinrich8, luther und mohammed haben auch was neues erfunden, als das altbackene überaltert war. Ohne frauen werden die priester alt aussehen. Obwohl, die meisten sind ja schon im rentenalter."

In der Tat. Heinrich der achte hat Frauen enthaupten lassen, damit er mit der naechsten Frau.....
Mohammeds Frauenrechte sind in allen muslimischen Laendern mehr als sichtbar, und Martin Luther hat alles moeglich gemacht.

Die Weihe von Frauen muss eine theologische Entwicklung sein und hat mit dem persoenlichen Glauben an Gott nichts zu tun. Ein Kirchenaustritt, weil mir dies oder jenes versagt wird ist zu begruessen. Ansonsten wuerde die Glaubensgemeinschaft erpressbar.

Ich bin fuer die Weihe von Frauen, aber als theologische Entwicklung ( die es in der Kirchengeschichte mehrfach gab) nicht als Folge von Erpressung.

Kirchen sind Parallelwelten

und scheren sich nicht um Grundgesetze.

Sie formulieren stattdessen eigene Gesetze, die sie über die demokratisch legitimierten Vereinbarungen einzelner Staaten stellen und in den Staaten weltweit durchsetzen.

Alle Kirchen - egal welcher Glaubensrichtung - verhalten sich insofern ähnlich wie multinationale Konzerne. Sie verfügen über erhebliche Mittel und Einfluß, verfolgen aber knallhart ihre eigenen Vorstellungen und Interessen, die sie offen über die einzelnen Gesellschaften stellen.

Die Kirchen bilden somit eine Parallelwelt, ein Staat im Staate, der letztlich darauf ausgerichtet ist, die eigenen Mitglieder zu bevorzugen und ihnen einen Vorteil gegenüber den Nichtmitgliedern zu geben.

Damit erfüllen sie das menschliche Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit, schaffen aber durch die - notwendige - Abgrenzung der Gruppe innerhalb der Gesellschaft zwangsläufig Konflikte - mit anderen Gruppen, sind somit Machtinstrument.

Kirchen gibt es, weil sie sich als Machtinstrument eignen.

Kirchen sind Parallelwelten

und scheren sich nicht um Grundgesetze.

Sie formulieren stattdessen eigene Gesetze, die sie über die demokratisch legitimierten Vereinbarungen einzelner Staaten stellen und in den Staaten weltweit durchsetzen.

Alle Kirchen - egal welcher Glaubensrichtung - verhalten sich insofern ähnlich wie multinationale Konzerne. Sie verfügen über erhebliche Mittel und Einfluß, verfolgen aber knallhart ihre eigenen Vorstellungen und Interessen, die sie offen über die einzelnen Gesellschaften stellen.

Die Kirchen bilden somit eine Parallelwelt, ein Staat im Staate, der letztlich darauf ausgerichtet ist, die eigenen Mitglieder zu bevorzugen und ihnen einen Vorteil gegenüber den Nichtmitgliedern zu geben.

Damit erfüllen sie das menschliche Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit, schaffen aber durch die - notwendige - Abgrenzung der Gruppe innerhalb der Gesellschaft zwangsläufig Konflikte - mit anderen Gruppen, sind somit Machtinstrument.

Kirchen gibt es, weil sie sich als Machtinstrument eignen.

Unter den Soutanen, Muff von

Unter den Soutanen, Muff von mehr als tausend Jahren !

Ich hoffe Maria 2.0 bekommt massenhaften Zulauf, so dass die katholische Kirche sie nicht mehr ignorieren kann, und endlich mit Reformen beginnt.

Gruß Hador

re: Thomasi

"Es muss sich was ändern." Da haben Sie Recht. Aber nicht nur der Papst und die Bischöfe , sondern alle Gläubigen, auch die Frauen. Alle müssen sich am Evangelium orientieren, nicht am Zeitgeist. Wer nach dem Evangelium zu leben versucht, wird erkennen, dass die Forderungen der Frauen von Maria 2.0 weit davon entfernt sind.

Katholische Kirche: Die Wut der frommen Frauen

Wie gut, dass es noch so eifrige kämpferische Frauen in der christlichen Kirche gibt, die sich nicht zufrieden geben mit der Lage der Frau in der Kirche bzw. in der Gesellschaft, sondern für Reformen kämpfen.
Eine Kirche mit Missbrauch wird genauso wenig benötigt wie das Provokations-Gastspiel für eine Million Dollar einer Frau, die sich selbst als Madonna bezeichnet. Auch die Nutznießer dieser Welt, die kein Fettnäpfchen auslassen um permanent vor den Kopf zu stoßen, sind einfach unerwünscht!

Krude Rechtsauffassung

Dieser Club wird totalitär regiert. Tretet aus diesem Club aus und gründet einen neuen !

Katholische Kircher ist einer privater Club

Die katholische Kirche und ihre Anhänger sollten wie ein privater Club gesehen werden für Menschen, die dort wegen ihrer Spiritualität Mitglied sein wollen. Man kann eintreten und austreten, wann man will. Was dieser Club in seiner Satzung stehen hat, geht mich nichts an, solange die Satzung nicht gegen die "guten Sitten" verstößt.

Leider lässt sich der Staat von diesem Club zur Eintreibung von "Steuern" missbrauchen, und obendrein schaut er bei deren internem Treiben weg, auch wenn offenkundige Gesetzesbrüche bekannt werden - siehe die bekannt gewordenen Missbräuche. Das ist für mich ein Skandal, der viel mehr Gewicht hat als die Frage, nach welchen Spielregeln Funktionärsstellen besetzt werden.

re: Leberkas

Wenn Sie den Katechismus und die Bibel genau kennen, werden Sie feststellen, dass zwischen beiden keine Diskrepanz besteht. Der Katechismus orientiert sich an der Bibel. Der Marienkult nimmt oft heidnische Züge an. Wenn man die wesentlichen dogmatischen Aussagen der katholischen Kirche über Maria genau untersucht, wird man feststellen, dass Maria ein Bild für Israel und die Kirche ist und nicht eine heidnische Göttin.

@tisiphone

Wenn ein schlechter Mensch regelmäßig zur Beichte geht und Absolution erhält, wird ein so allmächtiges Wesen wie Gott, ihn bestimmt nicht besser bewerten, als einen guten Menschen, der sich den menschlichen Zeremonien entzogen hat.
wenn er Gott ist!

Wenn er Gott ist, dann ist er vor allem eines: Souverän! Weder Sie noch ich können beurteilen, wen Gott wie bewerten wird.

@ Glasbürger

"Wozu braucht man eigentlich heute noch eine Kirche? Christ ist man entweder aus sich heraus oder eben nicht...."

Manche Christen "brauchen" ihre Kirche, weil sie ein Gemeinschaftsprojekt ist. Das gibt es bei den meisten Religions"-gemeinschaften".

Sicherlich kann der eigene Glaube auch selbstständig und allein erlebt und ausgelebt werden. Aber in der Gemeinschaft ist eben vieles besser, einfacher und schöner. Denken Sie an Sport- oder Kulturvereine. Parteien und Bürgerinitiativen folgen dem gleichen Prinzip mit "Satzung" und/oder "Präambel".

Kirchen kann man nicht abschaffen oder gar verbieten. Die Gläubigen würden sich selbst organisieren - dann vielleicht sogar in einem rechtsfreien, undemokratischen Raum. Und das sollte man aufgrund der vielen schlechten Erfahrungen verhindern.

Agenda von Maria 2.0

Zu: 10:32 von Tada

Ich muss Sie korrigieren. Der anklagende Verweis auf den vielfachen Missbrauch von Kindern durch geweihte Seelsorger der katholischen Kirche steht ganz oben auf der Agenda der Aktivistinnen von Maria 2.0.

Mein Rat: Schauen Sie sich einfach einmal ein wenig um auf der Webseite der Initiative, Stichwort "Maria 2.0".

Ach ja, Machtmissbrauch, speziell Missbrauch von Kindern findet überall dort statt, wo Männer starke Hierarchien und besondere Vertrauensverhältnisse ausnutzen können:

- in der katholischen Kirche
- in islamischen Waisenhäusern
- in Sportvereinen
- in Familien
- in Schulen
- als Sextouristen
- als Internetvoyeure
- etc. etc. etc.

Die katholische Kirche hat nun vorzuleben, wie ein latentes Risiko und ständige Versuchung zum Missbrauch überwunden werden können. So könnte die Kirche zum neuen "Stern von Bethlehem" für die Menschheit werden.

Der Beitrag von Maria 2.0 ist dabei wichtig, wenn sich daraus Dialog und Diskurs ergeben, eben Veränderung.

Weiter so

Protestieren mit spürbaren Auswirkungen sind die besten Möglichkeiten in einer nicht demokratischen Institution wie der Kirche.
Auch wenn ich ausgetreten bin, wünsche ich den Damen viel Erfolg.

Ach du liebe Zeit.

@tisiphone 10:12

"Ach du liebe Zeit." Nein, die liebe Zeit hat hiermit nichts zu tun, denn Jesus Christus hat Zeitloses gelehrt.

Religionsfreiheit ist die Freiheit eine bestimmte Religion anzunehmen bzw. abzulehnen. Sie umfasst nicht die Freiheit, eine angenommene Religion nach eigenem Gutdünken zu verunstalten.

Ja, ich habe über Ihre Fragen nachgedacht. Allerdings habe ich dabei die Worte Jesu Christi (für Christen - bekanntlich - Sohn Gottes) berücksichgt, die da wären: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!", "Wem ihr die Sünden vergebt, sind sie vergeben." und viele mehr. Also nix mit "von Menschen ausgedacht"... Von Gott ausgedacht, von Gottes Sohn übermittelt!

Wenn Sie Hinweise auf die Gefahr ablehnen, die von der Hölle ausgeht, weiß ich nicht, was sie von einer Religion erwarten. Das Christentum fokusiert sich ganz auf die Bewahrung vor der ewigen Hölle und die Erlangung des ewigen Himmels. Unser Tun in diesem Leben, ist "nur" ein Mittel dazu. Ist dieses Wissen nicht mehr präsent?

@IBELIN

Ich bin fuer die Weihe von Frauen, aber als theologische Entwicklung ( die es in der Kirchengeschichte mehrfach gab) nicht als Folge von Erpressung.

Vollkommende Zustimmung.

Oh Gott

...dass das immer noch ein Thema ist. Frauen werden immer noch in großen Teilen der Gesellschaft benachteiligt, nicht nur in der Kirche. Geringere Bezahlung, deutlich kleinere Zahlen in Führungspositionen usw.
Dies im Land der Denker und Dichter, einfach nur armselig!
Oh Gott...

IBELIN

Ist Ihnen bekannt, dass zur Zeit Mohammeds das Haupt zu verhüllen ein Privileg war?
Das hatten allerdings nur Männer. Also VOR Mohammed.

So ist das eben: was heute von vielen als Rückschritt empfunden wird, war irgendwann mal ne total revolutionäre Sache.

Zu Heinrich VIII
1. Hat er nur eine wegen der nächsten Ehe enthaupten lasse. Die zweite war im Bett des Kammerdieners gelandet und das war Hochverrat. Deshalb war der Kopf ab.

2. Wichtige Dinge hat er auf den Weg gebracht - vielleicht aus falschen Motiven - aber die Emanzipation der britischen Regierung vom Vatikan war ein Paukenschlag. Und die Basis für eine wichtige Entwicklung.

3. Die von ihm beauftragte "Great Bible" war für die Entwicklung der englische Sprache unermesslichem Wert, ähnlich wie Luthers Bibel Übersetzung in Deutschland - aber effizienter weil vom König verordnet.

Heinrich VIII war mehr als "Tudors".
Islam ist mehr als Salafisten.

"Wenn ein schlechter Mensch

"Wenn ein schlechter Mensch regelmäßig zur Beichte geht und Absolution erhält, wird ein so allmächtiges Wesen wie Gott, ihn bestimmt nicht besser bewerten, als einen guten Menschen, der sich den menschlichen Zeremonien entzogen hat" Am 17. Mai 2019 um 10:12 von tisiphone

Deshalb reicht Beichten auch nicht aus.
Man muss bereuen, beichten, Wiedergutmachung leisten.

Da die meisten eben keine großen Sünder sind reichen paar Vater Unser und Ave Maria's aus.

Steinzeit trifft auf Mittelalter,

die Erde ist eine Scheibe und der liebe Gott ein Mann. Man muss es Glauben.

re: wie-

Die Frauen hatten keine privilegierten Rollen im NT. Sie dienten Jesus und kamen als erste zum Osterglauben. Mir ist keine Stelle bekannt, wo Frauen deshalb einen besonderen Posten in der Schar der Jesusanhänger oder in der Urgemeinde gefordert hätten. Sie wollten mit ihren Möglichkeiten der Gemeinde dienen, so wie Jesus es gefordert hatte: "Wer der Größte unter Euch sein will, soll der Diener aller sein." Leider sind die Dienstämter im Laufe der Kirchengeschichte zu Machtpositionen geworden. Übrigens sollten auch die Vertreter des Volkes Diener des Volkes sein und sind heute oft weit davon entfernt.

Mehr vertrauen!

@Augustus Cäsar 10:20
Schauen Sie das Zitat der Worte Christi in meinem Post von 10:29. Sie gelten nach wie vor!

@ 11:18 von Elitedemokrat

"... und nicht nur in Punkto Gleichberechtigung von Mann und Frau sehe ich die "katholische Kirche" außerhalb des Grundgesetzes! ..."
.
Jeder Verein hat seine Regeln.
Genau so könnten Frauen auch die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft einklagen oder ein Mitspielrecht in der Herrenmanschft vom 1. FC Bayern.
.
Wenn Ihnen die Vereinsstatuten nicht gefallen, treten Sie aus!
Die katholische Kirche hat soviel mit dem Grundgesetz zu tun wie der Islam, die Zeugen Jehovas, wer auch immer.
Es ist eine Religionsgemeinschaft.
Wenn die Ihnen nicht gefällt, lassen Sie es.

Zu sagen, "die Frauen" würden

Zu sagen, "die Frauen" würden streiken, ist nicht korrekt. Allenfalls streiken ein paar wenige Frauen. Diese aber umso medienwirksamer. Und ich bezweifle stark, ob es diesen ach so "frommen Frauen" wirklich um die katholische Kirche geht, wie Jesus sie gegründet hat. Den Titel der Bewegung Maria 2.0 halte ich für unpassend, da Maria (das Original) damals ihr "Fiat" sprach, ohne viel zu fragen. Aber die Protestler scheinen eh wenig von Kirche und Bibel zu verstehen. Jesus hat nun mal Männer als seine Stellvertreter eingesetzt, das hat nichts mit fehlender Gleichberechtigung zu tun. Weibliche Anhängerinnen hatte Jesus auch, er ist sogar einer Frau (Magdalena) als erstes nach der Auferstehung erschienen.

@Panikpille

Die Kirchen [...] die eigenen Mitglieder zu bevorzugen und ihnen einen Vorteil gegenüber den Nichtmitgliedern zu geben.

Das tut im Prinzip jeder Verein. Aber die Vorteile, die Kirchenmitglieder von ihrer Mitgliedschaft haben, sind in erster Linie religiöser Natur, Vorteile, die Nichtmitglieder gar nicht nutzen würden. Da besteht also kein Benachteiligung.

Und die Mitgliedschaft in einer Kirche ist immer noch freiwillig - niemand muss dazugehören, wenn er meint, dass seine Ansichten zu sehr von denen der Kirche abweichen, muss ihr nicht angehören.

@Bergschneider

Leider sind die Dienstämter im Laufe der Kirchengeschichte zu Machtpositionen geworden. Übrigens sollten auch die Vertreter des Volkes Diener des Volkes sein und sind heute oft weit davon entfernt.

Schön, dass Sie auf den Begriff "Dienstämter" hinweisen, denn genau das sollen die Ämter in der Kirche sein. Auch das Leitungsamt ist letztlich ein Dienst an der Kirche, den ohne Leitung kann kein Gemeinwesen existieren. Nur die konkrete Ausgestaltung dieser Ämter in der heutigen Zeit ist das Problem - sicher auch bedingt durch die Anonymität heute, denn zur Zeit der Frühen Kirche kannten die Bischöfe noch jedes einzelne Mitglied der Gemeinde.

Papst Franziskus hat den Geistlichen immer wieder den Spiegel vorgehalten und geht ja auch mit wichtigen Zeichenhandlungen voran. Warum es nicht mehr ist, ob er das Kirchenrecht nicht ändern will oder sich gegen die Kurie nicht durchsetzen kann, weiß man nicht. Hoffen wir aber, dass dieser Weg weitergegangen wird.

Seit Jahrzehnten arbeite ich

Seit Jahrzehnten arbeite ich in Einrichtungen in kath. Trägerschaft. Ich kann sagen, dass ich dort immer sinnvolle Arbeit mit und für Menschen in unterschiedlichen schwierigen Lebenssituationen leisten konnte, eingebettet in Teams, in denen ich gerne war/bin. Das möchte ich nicht missen, und ich bin der festen Überzeugung, dass diese Einrichtungen unserer Gesellschaft gut tun. Es beutelt mich, dass die Kirche als religiöser Global Player so veränderungsresistent ist, Frauen weiter von Ämtern ausschließt, Transparenz und Überprüfung nach wie vor eher mittelalterlich geregelt sind und der Abschied vom Klerikalismus so schwer ist, selbst mit einem Papst Franziskus. Diese Differenzierung ist mir wichtig, gerade wenn ich manche plumpen einseitigen Reflexe hier lese.

@NeutraleWelt

Genau so könnten Frauen auch die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft einklagen oder ein Mitspielrecht in der Herrenmanschft vom 1. FC Bayern.

Oja, den Versuch möchte ich sehen.

Das Problem mit dem Klagen ist aber natürlich auch immer, welchen Stand man hinterher hat. Ich kenne jemanden, der erfolgreich gegen seine Kündigung geklagt hat. Kurz darauf ist er von allein gegangen, denn das Arbeitsklima war nicht gerade toll für ihn.

@ 11:22 Bergschneider

Wenn Sie theologisch und geschichtlich argumentieren, könnte man noch erwähnen, welch revolutionäre Seiten im Neuen Testament vorkommen, die wir heute so - auch durch manche "Harmonisierung" der Kirchen - nicht mehr wahrnehmen: Dass die Frauen die ersten Auferstehungszeugen sind, ist eine Provokation zur damaligen Zeit gewesen, in der Frauen gar keine Zeugenschaft zugestanden wurde. Das an Christi Himmelfahrt ein zum Tode am Kreuz verurteilter Revoluzzer in den Himmel erhoben wird, ist eine Provokation in einer Zeit, wo römische Kaiser und Helden als Festigung weltlicher Macht in den Himmel erhoben wurden... Also: Es wird Zeit, das revolutionäre und machtkritische aus der "Gründerzeit" wieder stärker zur Geltung kommen zu lassen - gerade mit und durch Frauen.

Hallo? Was luther henrich

Hallo?
Was luther henrich oder mohammed mit Frauen gemacht haben, steht doch garnicht zur debatte. Das sollte nur zeigen, das man neue kirchen gründen kann, wenn die alte zu halsstarrig wird.
Und selbstverständlich kann ich mir jederzeit eine kirche ausdenken, die höchste weihen hat.

Jesus hätte Frauen nicht ausgeschlossen.

Abgesehen davon, dass Jesus die Amtskirche nicht gegründet hat (nichts hätte ihm ferner gelegen), hat er nie irgendjemand ausgeschlossen.
Warum sich die Amtskirche so einen Humbug anmaßt, ist mir völlig unklar.
Selbst wenn irgendein Spaßvogel in der Bibel einen Halbsatz gefunden hat, wo eine Frau als minderwertig dargestellt wäre, so hat das nichts mit Jesus zu tun. Und wer die Bibel als das einzige Maß der Dinge nimmt, der möge mal recherchieren, wie es im Laufe der Geschichte zur Entstehung der Bibel gekommen ist. Die Evangelien wurden von einem Menschen ausgesucht, dem sie gefallen haben. Andere Schriften, die man ebensogut hätte aufnehmen können, wurden vernichtet oder ignoriert. Das ist nicht "Gottes Wort" sondern eine von Menschen zusammengestelle Sammlung. Sich darauf zu berufen um Leute auszuschließen, ist erbärmlich.

Eine Forderung gegen die Bibel

Letztlich fordert man eine Reform abseits des wahren biblischen Glaubens.
Frauen werden als Perle bezeichnet und sollten sogar Schutz genießen, aber niemals eine Führungsrolle innerhalb einer Christengemeinde übernehmen.
Wenn man der Bibel treu bleiben möchte, dann würde man diesen Veränderungen entgegenstehen. Wenn man die Abspaltung von den Schriften aber gewährt, dann bleibt nichts anderes übrig, als selbst als Sekte ( Abspaltung) dazustehen.
Möchte das die katholische Kirche?
Unter Papst Benedikt wollte man noch zurück zur biblischen Lehre, um glaubwürdiger zu werden. Unter Franziskus gibt es nun diese linkslastigen Bewegungen.
Ob das der Sinn ist, einen Glauben so zu gestalten, dass er gefällt?
Eigentlich ging es darum, Gott zu dienen, in seiner Forderung, in seiner Liebe und Erziehung für den Menschen.

Der Aufseher muss deshalb ein Mann sein, dem nichts vorzuwerfen ist, der nur eine Frau hat und in seinen Gewohnheiten maßvoll ist. ( Bibelzitat 1.Timotheus Kapitel 3 Verse 1-7)

Fehlgeleitete Diskussion

Die Liste der Handlungen, die nur Diakone, Priester und Bischöfe in der katholischen Kirche durchführen dürfen, ist sehr kurz: Das Evangelium mit Vollmacht verkünden (im Unterschied zum einfachen Vorlesen aus der Bibel), die Wandlung vornehmen, Firmen, die Beichte abnehmen und Weihen. Alles andere darf auch jeder andere, Mann und Frauen tun. Die Verwaltung einer Gemeinde, eines Bistums oder gar des Vatikan kann auch von einem Laien bestimmt werden. Viele Gemeinden auf der Erde werden von Laien geleitet und nur gelegentlich kommt ein Priester vorbei. Priestermangel und mangelnde Kompetenz der Priester wird schlichtweg dazu führen, dass diese Posten zukünftig an Laien fallen. Geweihte haben nur in geistlichen Fragen das letzte Wort. In vielen Ländern ohne Kirchensteuer bestimmen die Spender ganz wesentlich mit. Die Diskussion geht, wenn sie sich auf die geistlichen Ämter (s.o.) bezieht, fehl. Warum sollte jemand unbedingt so ganz wild darauf sein zu firmen?

Spaltung der Weltkirche?

Die ist schon seit vielen Jahrhunderten "gespalten". Allerdings nur, was die Kirchenobrigkeit angeht. Die Chefs haben es nicht so gern, wenn ihre Lämmchen wo anders beten gehen. Ansonsten würden sie auf die Protestanten verweisen, bei denen das Priesteramt für alle möglich ist. Aber Christus anzubeten reicht ja für die Kirche nicht. Es muss ja der Christus in der eigenen Kirche sein. Hat vermutlich was mit Spendengeldern zu tun...:D

Außerdem wäre es anmaßend für die Katholiken, nur von sich von der Christenheit zu sprechen. Da gibts neben den Protestanten auch noch die Orthodoxen. Und viele andere Gruppen, die auch Christus als Grundlage ihres Glaubens haben.

Es wäre mal schön, wenn sich die Kirchenbosse mehr für die Ökumene und allgemein für den Religionsfrieden einsetzen und sich nicht ständig die Wirtschaft und die Politik als Vorbild nehmen würden, bzw. ihre Glaubensgrundsätze auch an sich selbst zu verwirklichen und nicht nur vorzubeten!

Wollte Jesus nur Männer?

Wenn man sich näher mit dem beschäftigt, was über Jesus in der Bibel steht, dann wird man feststellen, dass Jesus der vielleicht erste Feminist aller Zeiten war. Und das in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft! Er ist immer wieder aktiv auf Frauen zugegangen, v. a. auf solche, die ausgestoßen waren. Das war revolutionär und bestimmt nicht gern gesehen. Wenn man nun bedenkt, dass die Bibel von Männern geschrieben wurde, und dass Frauen i. d. R. nicht erwähnt wurden, dann wird man sich 1. der Bedeutung dieser Szenen bewusst und 2. muss man davon ausgehen, dass bei "Jüngern" und "Aposteln" eben auch Jüngerinnen und Apostelinnen gemeint waren.
Ich bin überzeugt, dass man durch den Ausschluss der Frauen von den Ämtern einen ganz wichtigen Teil von Jesu Botschaft leugnet.
Übrigens sollte die Kirche m.M. nach nicht länger dem "Zeitgeist" hinterherlaufen, sondern endlich auf die Botschaft ihres Gründers hören.

@ BotschafterSarek, um 10:04

re @ harry_up

Das alles ist mir sonnenklar, nur:
Wenn ein Bischof aus Magdeburg diese Äußerung macht, verhallt sie viel leichter, als wenn sie aus dem Munde des Kardinals aus München käme.

@ 13:09 von andererseits

"Es beutelt mich, dass die Kirche als religiöser Global Player so veränderungsresistent ist, Frauen weiter von Ämtern ausschließt, Transparenz und Überprüfung nach wie vor eher mittelalterlich geregelt sind und der Abschied vom Klerikalismus so schwer ist, selbst mit einem Papst Franziskus."
.
Dann beten Sie nicht mehr zum ersten Chauvinisten Ihrer Religion!
.
Jesus!
.
Der hat schließlich die Regeln gemacht!
Oder wollen Sie seine Regeln in Frage stellen?
Oder wo waren die Jüngerinnen?

@yolo

Frauen werden als Perle bezeichnet und sollten sogar Schutz genießen, aber niemals eine Führungsrolle innerhalb einer Christengemeinde übernehmen.

Damit blenden Sie biblische Gestalten wie die Diakonin Phoebe oder die Apostelin Junia bewusst aus. Und auch in neuerer Zeit waren Frauen durchaus Leiterinnen von Diözesen - wenn auch ohne Weiheamt:

https://www.zdf.de/dokumentation/
dokumentation-sonstige/die-aebtissin-
eine-frau-kaempft-um-die-macht-in-der-
100.html

@Am 17. Mai 2019 um 12:59 von allergicus

Jesus hatte keine Stellvertreter. Das hätte nur zu Neid geführt und noch viel mehr, wer sollte denn die Vorstellung von Jesus vertreten können? Petrus? Johannes? Judas? Wenn man mal darüber nachdenkt, dann macht das Neue Testament nicht überall Sinn. Kann es ja auch garnicht, weil es von vielen Menschen geschrieben worden ist.

Ganz einfach: Jesus war ein Prediger. Hat ein Prediger etwa einen Stellvertreter? Anders gesagt, Jesus war der Stellvertreter Gottes. Deshalb und daran glauben auch die Christen an Jesus! In der Apostelgemeinschaft gab es ganz sicher keinen Stellvertreter! Da hatte jeder seine Aufgaben. Sicher gab es eine Hierarchie, die auf die damals wichtigen Fähigkeiten beruhte. Doch in der geistigen Haltung gab es eben nicht so etwas wie eine Ordnung, eine Hierarchie. Zumindest nicht unter den Menschen. So etwas hätte dem völlig widersprochen, was Jesus gepredigt hatte. Der hat doch genau diese Missstände der Herrschaft der Macht angeklagt!

@um 13:18 von Michael Maier

Das ist nicht "Gottes Wort" sondern eine von Menschen zusammengestelle Sammlung. Sich darauf zu berufen um Leute auszuschließen, ist erbärmlich.
---
Wenn das alle so sehen würden wie Sie, dann würde man sich die gesamte Schrift sparen können und müsste sich an gar nichts halten.
Der Glaube an Gott ist der zentrale Gedanke und auch der Glaube daran, dass die Bibel Gottes Wort ist.
Wenn man dies infrage stellt, was man ja tun kann, dann erübrigt sich aber der gesamte Glaube und die Diskussion bräuchte gar nicht geführt werden.
Für gläubige Katholiken ist Ihr Kommentar daher ziemlich wenig hilfreich, könnte ich mir vorstellen.

13:28 von Jayray

Außerdem wäre es anmaßend für die Katholiken
.
so anmaßend wie die knapp 2 % hierzulande
für alle Katholiken weltweit sprechen sollten
wobei nicht mal geklärt ist wer hierzulande überhaupt unzufrieden ist

@me2001

"Wer meint, auch ohne Sakramente - in erster Linie ohne Beichte und Eucharistie - gut auskommen zu können, wird sich noch umgucken."

Also ich lebe eigentlich ganz gut ohne. Die Eucharistie in der katholischen Kirche hat ja schon lange nichts mehr mit einem Abendmahl zu tun. Statt Brot gibt es winzige Fetzen Esspapier, pardon, "Hostien" und den Wein bekommen eh nur Pfarrer und mit viel Glück die Kommunionshelfer. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Jesus bei seinem Abendmahl nur selbst getrunken hätte.
Und was soll ich mit der Beichte? Ich habe einen stabilen moralischen Kompass und gegen den verstoße ich einfach konsequent nicht. Beichte ist mMn für Leute, die inkonsequent sind und Absolution dafür wollen.
Aber bitte, jeder soll nach dem leben, was ihn glücklich macht. Wenn ihnen das etwas bedeutet, okay. Aber sie sollten nicht so tun, als müsste das dann auch für alle anderen gelten.
Man kann Gott, wenn man an ihn glaubt, sicherlich auch anders dienen.

@Am 17. Mai 2019 um 08:58 von harry_up

"Richten" ist doch kein blödes Wort. Auch nicht in diesem Zusammenhang. Etwas zu richten oder herzurichten bedeutet, etwas für die Beteiligten annehmbar zu machen.

Das die Justiz dem nicht mehr (oder wohl noch nie, sieht man mal von Salomon ab) "gerecht" wurde, das ist eine, menschlich gesehen, traurige Sache. Aber Richter dienen ja auch nur dem Gesetz und nicht dem Menschen...XD

09:33 von Tada

"Ich bin ziemlich sicher, dass in den meisten Ländern die Frauen eher Familienplanung, als Priesterweihe im Kopf haben."

Das tut mir Leid, dass sie so ein Vorurteil haben.

13:47 von Silberdrache

wenn sie den ganzen "Mumpitz" nicht brauchen,
seien sie doch froh
und wie das Abendmahl mit Jesus ablief
wir waren wohl beide nicht dabei

@harry_up

Wenn ein Bischof aus Magdeburg diese Äußerung macht, verhallt sie viel leichter, als wenn sie aus dem Munde des Kardinals aus München käme.

Ich glaube, sie trauen der Katholischen Kirche Deutschlands mit ihren 23 Millionen Mitgliedern zu viel Bedeutung in der Weltkirche mit 1,3 Milliarden Mitgliedern zu.

@yolo

Ich wollte sie eigentlich bitten, auch nur ein einziges Bibelzitat zu bringen, das belegt, dass eine Frau kein Amt übernehmen dürfte. Dann bringen sie am Ende des Posts tatsächlich eins. Aus einem Apostelbrief. Darf ich sie daran erinnern, dass Paulus nicht Jesus war, ja, diesen sogar nie getroffen hat? Paulus war zunächst Geistlicher des jüdischen Tempels und entsprechend sozialisiert. Die Ablehnung von Frauen in Ämtern hat er von dort mitgebracht, es handelt sich nicht um irgendwas, das Jesus so gelehrt hätte.
Wenn sie dieses Bibel-Zitat so wichtig finden, dann müssten übrigens ALLE geweihten katholischen Geistlichen sofort von ihren Ämtern zurücktreten! Da steht, dass der Aufseher der Gemeinde verheiratet sein muss. Das verträgt sich nicht mit dem Zölibat.

@ Jayray, um 13:48

Ja, danke, Ihre Worte richten mich wieder auf :-).

Wollte Jesus nur Männer?

Wenn man sich näher mit dem beschäftigt, was über Jesus in der Bibel steht, dann wird man feststellen, dass Jesus der vielleicht erste Feminist aller Zeiten war. Und das in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft! Er ist immer wieder aktiv auf Frauen zugegangen, v. a. auf solche, die ausgestoßen waren. Das war revolutionär und bestimmt nicht gern gesehen. Wenn man nun bedenkt, dass die Bibel von Männern geschrieben wurde, und dass Frauen i. d. R. nicht erwähnt wurden, dann wird man sich 1. der Bedeutung dieser Szenen bewusst und 2. muss man davon ausgehen, dass bei "Jüngern" und "Aposteln" eben auch Jüngerinnen und Apostelinnen gemeint waren.
Ich bin überzeugt, dass man durch den Ausschluss der Frauen von den Ämtern einen ganz wichtigen Teil von Jesu Botschaft leugnet.
Übrigens sollte die Kirche m.M. nach nicht länger dem "Zeitgeist" hinterherlaufen, sondern endlich auf die Botschaft ihres Gründers hören.

Gehört die katholische Kirche

Gehört die katholische Kirche zu Deutschland?

09:37 von me2001

"Warum wird vom Papst und den Bischöfen sprich den Nachfolgern der Apostel etwas verlangt, was noch nicht einmal Jesus Christus - der Religionsstifter - tat?"

Jesus war weder der Religionsstifter noch hat er irgendwelche Bischöfe oder einen Papst eingesetzt.
Lesen Sie bitte daraufhin die Bibel.

Jesus hatte auch keine Macht.

"Die Katholische Kirche hat schlicht und einfach keine Legitimation, hier anders zu verfahren."
Jesus hat niemals die Katholische Kirche legitimiert.

@ Bergschneider

Ihnen ist aber schon bewusst das der Name Maria zu Zeiten von Jesus noch mehr verbreitet war als heute.
Maria die Mutter des Herrn wird nur 3mal genannt ansonsten ist immer von Maria die Rede ohne Bezug auf die Gottesmutter.
Die katholische Kirche hat daraus den Marienkult entwickelt.
Es gibt sehr viele leitende Tätigkeiten in den Instutionen der kath.Kirche bei denen eine Weihe nicht von Nöten ist. Diese könnten doch sicherlich von engagierten Frauen besser geleitet werden als von überlasteten Priestern.

09:31 von Thomasi

Es muss sich was ändern , lieber Pabst
.
haben sie ein Problem damit ?
also wenn ich nicht reingezwungen werde in den Verein
nichts mit denen zu tun haben muß
was kümmert´s mich was die tun oder lassen

@NeutraleWelt

"Der hat schließlich die Regeln gemacht!"
Bitte um ein Bibelzitat, in dem Jesus klar macht, dass niemals eine Frau ein geweihtes Amt übernehmen dürfte. Wenn sie dazu nämlich keines liefern können, dann sollten sie sich fragen, ob die Regel nicht erst nach Jesus' Tod entstanden ist.

"Oder wo waren die Jüngerinnen?"
Die Bibel erwähnt durchaus Frauen, die zu Jesus' Gefolgschaft gehörten. Allen voran Maria Magdalena. Haben sie den Namen schon einmal gehört? Es werden auch weitere Frauen erwähnt, nur werden ihre Namen nie genannt. Das war zu dieser Zeit bei Überlieferungen von Geschichten durchaus nicht unüblich.

@ 13:29 von alleswasrechtist

"Wenn man sich näher mit dem beschäftigt, was über Jesus in der Bibel steht, dann wird man feststellen, dass Jesus der vielleicht erste Feminist aller Zeiten war. Und das in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft! Er ist immer wieder aktiv auf Frauen zugegangen, v. a. auf solche, die ausgestoßen waren. Das war revolutionär und bestimmt nicht gern gesehen. Wenn man nun bedenkt, dass die Bibel von Männern geschrieben wurde, und dass Frauen i. d. R. nicht erwähnt wurden, dann wird man sich 1. der Bedeutung dieser Szenen bewusst und 2. muss man davon ausgehen, dass bei "Jüngern" und "Aposteln" eben auch Jüngerinnen und Apostelinnen gemeint waren."
.
.
Echt? Jesus war Feminist? Na klar, was anderes würde ja heute nicht mehr gehen....
.
Schreiben Sie doch mal einen neue Bibel?
Statt "Maria 2.0" vielleicht "Luther 2.0"?
.
Vielleicht zu viel Monty Python? Loretta und so?

08:33 von landart

Das männliche Machtgefüge in der katholischen Kirche bröckelt...
.
was veranlasst sie zu dieser Mutmaßung ?

weil eine Gruppe die einen gewisser Teil
der grad mal knapp 2 % der Mitglieder weltweit repräsentiert aufmucken

13:42 von Jayray

Wenn Sie Jesus für einen einfachen Prediger halten, obwohl Sie spätestens hier im Forum darüber informiert wurden, dass Jesus für alle Christen Gottes Sohn ist, dann ist das Ihre Ansichtssache.

Aber Sie werden doch wohl noch erlauben, dass das, was Sie sich da selbst zusammengereimt haben der katholische Kirche und uns Katholiken so ziemlich egal ist.

Alleine schon die

Alleine schon die praktizierte Frauenfeindlichkeit stellt schon ein anhaltendes Verbrechen dar....

Geschweige denn von den schweren Gewaltverbrechen und Vergewaltigungen an millionen von Kindern

bringt die männlichen Würdenträger in Erklärungsnot.

bring ich mich als Gastwirt bei meinen Gästen in Erklärungsnot
wenn ich keinen Schweinbraten anbiete ?
hier wie dort gibt's Alternativen
zu seinem Schweinebraten zukommen ebenso den Weg zu Gott zu finden

13:38 von NeutraleWelt

“Oder wo waren die Jüngerinnen“

Ich bin überzeugt davon, dass es Jüngerinnen gab. Jesus war weder ein Macho noch selbstgerecht. Ich erinnere an die “gefallene“ Maria Magdalena. Für ihn waren wohl besonders jene wichtig, die ausgegrenzt wurden - Frauen, Behinderte...
JüngerInnen waren nichts anderes als SchülerInnen von Jesus. Es bedeutet Zugehörigkeit.
Ich persönlich gehe davon aus, dass es dieses auseinandergetüfle wie heutzutage in “JüngerInnen, Jünger/innen, Jünger*innen einfach nicht gab.

@yolo

Wenn das alle so sehen würden wie Sie, dann würde man sich die gesamte Schrift sparen können und müsste sich an gar nichts halten.
Der Glaube an Gott ist der zentrale Gedanke und auch der Glaube daran, dass die Bibel Gottes Wort ist.
Wenn man dies infrage stellt, was man ja tun kann, dann erübrigt sich aber der gesamte Glaube und die Diskussion bräuchte gar nicht geführt werden.
Für gläubige Katholiken ist Ihr Kommentar daher ziemlich wenig hilfreich, könnte ich mir vorstellen.

Völlig richtig, ohne die Grundannahme, dass die Bibel Gottes Wort ist, könnte man die Kirchen gleich auflösen - und Judentum und Islam gleich mit, denn sogar der Koran bezieht sich grundlegend auf das Alte Testament.

Aber die Frauen, die jetzt demonstrieren, sind ja gläubige Katholikinnen. Insofern läge es auch denen fern, etwas gegen die Bibel zu fordern. Aber schließt die Bibel die Weihe von Frauen wirklich aus? Ich glaube Nein!

re: Jayray

Jesus war ein Prediger. Aber hat schon vor seiner Hinrichtung den Zwölferkreis gesammelt der seine Sache weiterführen sollte. Diese Apostel hat er immer in seiner Nähe gehabt, damit er sie besonders lehre. Aus ihnen entstand zusammen mit den übrigen Jüngern die Urgemeinde, aus der die Kirche hervorging.

10:28 von Sisyphos3

"Warum der Aufstand bei Kirchen ?"

Weil das der Wunsch und das Bedürfnis der Aufständischen ist?

11:06 von wie-

Sie haben Recht mit der Korrektur meiner Ausführung.

Allerdings bin ich der Meinung, Aufklärung von Straftaten gehört in den Bereich der Polizei eines Landes, der Profis.

Die Kirche verfügt gar nicht über eine interne Polizei und was da im Laufe der Jahrzehnte zusammengekommen ist, ist mit "Kirche ist was auch immer" nicht zu erklären. Die ersten Opfer waren schon lange erwachsen und die Täter machten weiter. Wie war das möglich? Haben die ersten Opfer etwa nie etwas gesagt? Würde ihnen nicht geglaubt? Hat man ihnen selbst Schuld gegeben?
Ich halte das für ein gesellschaftliches Probkem.
Auch heute haben wir immer noch Fälle von Missbrauch außerhalb der Kirche, wo man sich fragt, wie konnte das jahrelang so gehen. Meist ist keine Vertuschung im Spiel, sondern Inkompetenz.

Also: Solche Fälle nur in die Hände von Profis und Meldepflicht mit professionellen Anlaufstellen, die auch gleich die Zeugen beraten, die etwas vermuten, aber keine falschen Anschuldigungen verbreiten wollen.

13:47 Silberdrache

Ich sehe das wie Sie. Ich glaube, gehöre aber keiner Kirche an.
Bei meinem Gespräch mit Gott, brauche ich keinen Vermittler. Egal, ob ich für etwas danke, um etwas bitte (auch um Verzeihung).
In der Arbeit mache ich ja auch nicht den Weg über die Sekretärin, wenn ich mit meinem Chef was zu bereden habe.

10:37 von Panikpille

"Kirchen gibt es, weil sie sich als Machtinstrument eignen."

Biss'l einseitige Analyse, oder?

@ Silberdrache

"Statt Brot gibt es winzige Fetzen Esspapier, pardon, "Hostien" und den Wein bekommen eh nur Pfarrer und mit viel Glück die Kommunionshelfer." Am 17. Mai 2019 um 13:47 von Silberdrache

Also ist Ihnen das Ambiente nicht authentisch genug?
Und nur deshalb die Beschwerde?

Im übrigen sind Hostien total praktisch. Bei der diesjährigen Erstkommunion hatten wir 2 Kinder mit Glutenunverträglichkeit. Die haben halt einfach extra Hostien ohne Gluten bekommen.

Wein bekommen die Kinder sowieso nicht.

Warum Beichte?

@Silberdrache 13:47

Also, wenn es Jesus Christus nach der vollendeter Auferstehung ein Anliegen war, das folgende zu sagen, dann muss die Sündenvergebung eine Bedeutung haben. Und die hat sie auch. Die Konsequenz der Nichtvergebung liegt hoffentlich auf der Hand.

"Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten." (Joh 20,21-23)

@ NeutraleWelt

"Echt? Jesus war Feminist? Na klar, was anderes würde ja heute nicht mehr gehen...." Am 17. Mai 2019 um 14:07 von NeutraleWelt

Nehmen Sie die Erzählung, in der Jesus die Steinigung (kein schöner Tod) einer Prostituierten verhindert hatte.

Da wollten die Kerle die Frau für Prostitution bestrafen, und Jesus stellt sich hin und sagt "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

In einer heutigen Verfilmung würde man ihn sagen lassen:
"Ich seid doch alle ihre Freier gewesen und jetzt wollt ihr sie alle umbringen und nicht euch selbst, obwohl ihr dasselbe getan habt ".

Na wenn das kein Kampf für dieselben Rechte für Frauen ist, dann weiß ich auch nicht.

@ Margareta K.

"Ich persönlich gehe davon aus, dass es dieses auseinandergetüfle wie heutzutage in “JüngerInnen, Jünger/innen, Jünger*innen einfach nicht gab." Am 17. Mai 2019 um 14:17 von Margareta K.

Das halte auch ich für denkbar.

Macht oder keine Macht

@Sausevind 14:01
Das Jesus Christus Macht besaß, bewies er hinlänglich und eindrucksvoll mittels Seiner Wunder. Aber Ihnen geht es vielleicht vielmehr um eine Vollmacht, eine Kirche zu errichten usw... Dazu die folgende Aussage:

"Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde." (Mt 28,18)

Mir reicht das. Mehr brauche ich nicht.

Wenn man das Christentum als eine separate Religion ansieht, war Jesus Christus zweifelsohne ihr Stifter. Wenn man das Christentum als vollendetes Judentum ansieht, war er ein Vollender. Jedenfalls hat er von "Seiner Kirche" gesprochen (s. Zitat in meinem Post um 10:29) und sie damit legitimiert. Diese auf Petrus gebaute Kirche wurde relativ kurz darauf (Anfang des 2. Jh. nachweislich) Katholische Kirche genannt.

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