Lkw stehen auf dem Parkplatz der Raststätte Eichelborn-Nord an der BAB 4 zwischen Weimar und Erfurt

Ihre Meinung zu Neue EU-Standards: Gegen die rauen Sitten im Trucker-Geschäft

Mehr Lohn, neue Sozialstandards, Unterkünfte entlang der Route: Die EU-Verkehrsminister haben sich mehrheitlich auf Verbesserungen der Arbeitsbedingungen von Lkw-Fahrern geeinigt. Von Andreas Meyer-Feist.

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139 Kommentare

Kommentare

gestört aber geil
EU-Standards ohne Bindung

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit.

Mifra
....

Kommt wohl leider etwas zu spät. inzwischen sind die ersten LKWs bereits ohne Fahrer unterwegs.... Wenn auch noch nicht im "Regelbetrieb"...

Sparer

großer Schritt in die richtige Richtung, das ist zur Abwechslung mal eine sinnvolle gesamteuropäische Lösung (und ein Konjunkturprogramm für Trucker-Hotels). Fehlt nur noch ein umsetzbarer Vorschlag, wie das alles effektiv überwacht werden soll, und woher das Geld für die dafür nötigen zusätzlichen Beamten kommen soll.
Dass Polen und sicherlich auch andere osteuropäische Länder wie Bulgarien und Rumänien gegen die Regelungen sind, ist klar, verlieren diese Länder doch ihren Wettbewerbsvorteil, den sie durch die Ausbeutung ihrer Fahrer bislang genossen haben.

sfrings75
Im Radio: Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit sei das Ziel

Dann fangen wir doch mal bei den Vorständen der Unternehmen an. Die bekommen hundert-tausende Euro pro Jahr, weil sie so viel Verantwortung tragen (sollen!).

Nun, unsere LKW Fahrer tragen auch viel Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass die Waren überhaupt verkauft werden können. Ohne LKW Fahrer wären die Hersteller der Waren pleite.

Karl Klammer
Jetzt wirds auf den Parkplätzen noch voller

Irgendwo muß noch der Wohnwagen parken
damit die Fahrer oder Fahrerinnen auch schlafen können.

ferrum
Parkplätze

Es ist kaum vorstellbar, dass es genügend Hotels mit ausreichend Parkplatzkapazität gibt und geben wird. Wenn man sie schaffen wird, muß man wieder mal große Flächen unter Asphalt verschwinden lassen. Es gibt einfach zuviel Lkw Verkehr. Mittel-und Südeuropa sind zu dicht besiedelt.

Stefan T
um 08:18 von gestört aber geil

"Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit." - Wenn Arbeitnehmerschutz für Sie "Bevormundung" ist - na denn. Sie scheinen ja kein Arbeitnehmer zu sein.

In-U2-I-Trust
Gar nicht dumm. Erst absolut

Gar nicht dumm.
Erst absolut unrealistische Vorgaben festlegen (Hotelübernachtungen).
Danach den Staatssäckel füllen durch Bussgelder.

Brüssel weiss wie man Geld herein holt

Superschlau

Sehe Ich das richtig, es soll in der Nacht nicht im LKW geschlafen werden? Nun, dann wird eben die Nacht gefahren und tagsüber gepennt. Wo schlafen die dann alle? So viele Hotels neben der Strecke gibt es nicht. Wie kommen die vom Rastplatz zum Hotel, bzw. wo stellen die am Hotel die Mühlen ab? Einheitliche Bezahlung? Also so viel Geld, wie im Land üblich, in dem gefahren wird? Bekommen dann deutsche Fahrer weniger, wenn sie mal nach Warschau müssen? Alles völlig unausgegoren. Besser wäre es, Fahrten zu vermeiden und nicht durch unsinnige EU Bestimmungen Transport auch noch anzuheizen. Zu viel Müll wird einfach durch die Gegend gefahren, um Subventionen abzugreifen.
Just in Time ordentlich besteuern, so daß Lagerhaltung wieder rentabel wird. Stärkung der Bahn. Sollten da Hotels an den Autobahnen entstehen, muß das das Transportgewerbe bitte alleine bezahlen. Das wäre ein Erfolg.

Karl Klammer
@gestört aber geil - britischen Spediteure können sich freuen

Genau deshalb , sind Volksumfragen unsinn.

Sobald britischer LKW Fahrer auf europäischem Boden ist,
gilt auch das jeweilige Länderrecht und dessen STVO :-)

Deeskalator
wie wärs wenn wir es Japan gleich tun

und einsehen, dass das Just in Time Prinzip Schrott ist.
es frisst bloß die Infrastruktur auf und verstopft die Straßen.

Es ist nur daher in Deutschland so beliebt, weil die Unternehmen so eine Teil ihrer Produktionskosten auf den Steuerzahler umlegen können.

Sie Sparen ein wenig Geld bei der Lagerhaltung, dafür muss Papa Staat ein vielfaches der Summe in die Wiederinstandsetzung des durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verursachten Verschleißes stecken.

Frei nach dem Prinzip, ich spar mir die Heizkosten, indem ich das Haus meines Nachbarn anzünde.

Gast
Überfällig

Grundsätzlich mal der richtige Weg in die richtige Richtung, was die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung und Sozialstandarts angeht. Doch damit manifestiert man die rollende Vorratslagerung für die Wirtschaft, spricht den Warenverkehr auf der Straße.
In anbetracht des Klimawandels wird somit auch festgeschrieben, dass täglich noch mehr Abgase in die Atmosphäre gelangen. Erwiesenermaßen hat die Schiene eine bessere Ökobilanz, doch die wird - was den Warenverkehr angeht - stückweise ab- statt aufgebaut.
Schön, dass was für die Trucker getan wird, was längst überfällig war, aber mit Blick auf den Klimaschutz muss das Verkehrskonzept insgesamt vollständig überholt werden - ein Konzept in dem die Trucker auch ihren Platz haben.
Neben den Sozialstandarts für die Trucker ist auch ein ökologisch-ökonomisches Verkehrskonzept ebenso überfällig, wenn man die Klimaziele ernsthaft erreichen will.
Doch danach sieht es selbst nach 20 Klima-Konferenzen und unübersehbaren Zeichen nicht aus.

Sisyphos3
08:18 von gestört aber geil

Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit.
,
stimmt
frei von Bevormundung
auf britischen Straßen (!)

Sparer
@8:34 von ferrum

Mit der zu dichten Besiedelung haben sie recht. Auch in D. halte ich das für ein großes Problem, das man auch an der Entwicklung der Immobilienpreise und Mieten ablesen kann. Leider agiert unsere Bundesregierung seit mehr als 3 Jahren so, als ob es dieses Problem nicht gäbe und allein durch beständigen Zuzug ein annehmbares (leider nur rein quantitatives) Wirtschaftswachstum zu erzielen wäre.

Derdarki
Was für ein irrsin

Das einzige was den Lohn aufwertet sind die Spesen durch Übernachtung. Sollte mir das wegfallen verklage ich die EU. Bei Geld von nahezu 1000€im Monat was mir dann fehlen würde kann man kaum von Verbesserung reden. Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren. Oder noch besser Parkplätze und rastanlagen zu bauen. Ganz davon abgesehen das es keine hotels gibt mit LKW Parkplatz. Ich habe selten so einen geistigen dünnpfiff gesehen wie diese deppen in Brüssel....

Hansix
Wenig nachgedacht!

Ich halte das neue Abkommen für schwachsinnig. Bisher mussten die Brummi-Fahrer nach einem Parkplatz suchen, um auszuspannen. Jetzt suchen sie nach einem Parkplatz und einem freien Hotel zum Schlafen. Diese Forderung dürfte noch schwieriger zu erfüllen sein. Auch werden Trucks ohne Besetzung noch anziehender für Diebe. Ich erwarte große Proteste.l

Realist70
Typisch Ost EU Mitglieder

Es ist definitiv ein wichtiger und auch richtiger Schrit. Die LKW Fahrer können in erster Linie mal nichts dafür, dass die Politik nicht in der Lage ist ein vernünftiges Verkehrskonzept in die Wege zu leiten. Und wir Verbraucher helfen hier und bei der Luftverschmutzung gar nicht, wenn wir weiterhin bei Amazon und Co. bestellen (aber das ist ein anderes Thema).

Ich hoffe, dass dieser neue Standard das EU Parlament passiert. Damit sich die ewigen Nörgler aus Polen, Ungarn etc. nicht noch mehr auf dem Rücken anderer Europäer ausruhen können. Alle monetären Vorteile der EU und militärischen Schutz wollen sie genießen, aber nichts zum Wertesystem, dem sie beigetreten sind (und das vorher klar war) beitragen wollen. Genauso wie in der Flüchtlingspolitik. Hoffentlich wird dem Osten bald der Geldhahn zugedreht.

wasssolldas
Geniestreich!

Bis die ganzen Hotels in denen 2.000.000 Trucker pennen sollen fertig gebaut sind, fahren die LKW von alleine.

Die Fernfahrer-Hoteliers können dann wohl nur noch auf die nächste FDP-Finanzspritze warten...

Account gelöscht
Neue EU-Standards:Gegen die rauhen Sitten im Trucker-Geschäft...

Im Artikel steht nicht,ab wann die neuen Regeln gelten sollen.Vom ersten Tag der Fahrt eines Truckers ? Die EU-Arbeitszeitrichtlinie gilt für Trucker erst ab dem dritten Tag einer Fahrt.
Auch wird deutlich,wie die polnische Regierung um "ihre Bürger besorgt" ist.Sie ist für möglichst miserable Standards.

Derdarki
Was für ein irrsin

Das einzige was den Lohn aufwertet sind die Spesen durch Übernachtung. Sollte mir das wegfallen verklage ich die EU. Bei Geld von nahezu 1000€im Monat was mir dann fehlen würde kann man kaum von Verbesserung reden. Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren. Oder noch besser Parkplätze und rastanlagen zu bauen. Ganz davon abgesehen das es keine hotels gibt mit LKW Parkplatz. Ich habe selten so einen geistigen dünnpfiff gesehen wie diese deppen in Brüssel....

European Son
@Superschlau 08:40

"Just in Time ordentlich besteuern, so daß Lagerhaltung wieder rentabel wird"

Und Sie sind dann einer der Ersten, die dann der EU die Schuld dafür geben, daß alles so viel teurer geworden ist.

kannnichtanders
Vier Sterne + SPA ?

Wovon träumen denn die Eurokraten, von Hotels in ihrem Standard? In den günstigen Hotels entlang der Autobahn ist Erholung gar nicht denkbar. Von schön ist keine Rede, Aufenthaltsräume gibt es nicht, die Betten und Bettwäsche ist erbärmlich und die Zimmer voll mit chemischen Raumspray. Jeder Brummi-Fahrer ist in seiner Kabine zu Hause, mit eigenen Sachen, Fernseher und einem Bett, das er kennt und in dem er erholsamer schläft als jeder Außendienstler der sich durch verschiedenste Hotelbetten quält. Ich will hier nicht mit Camping-Romantik kommen, aber so geht die Regulierungswut deutlich zu weit. Mehr kontrollierte Pausen- und Freizeiten mit Heimfahrten wäre deutlich hilfreicher als eine Idee, die noch keine Infrastruktur hat in der Menge der Hotels und nötigen riesigen zusätzlichen Parkflächen... Aber vielleicht ist das ja auch nur der Teil der ganzen Idee, der zum Opfern gedacht ist um dann Zustimmung für das schmälere Paket zu erzielen...

BotschafterSarek
@In-U2-I-Trust

absolut unrealistische Vorgaben festlegen (Hotelübernachtungen)

Tja, Politiker sind eben nicht in erster Linie dem Profit der Spediteure verantwortlich, sondern dem Gemeinwohl. Und dazu gehört selbstverständlich auch der Schutz der Gesundheit der Berufskraftfahrer. Die permanenten Übernachtungen auf einer Liege im Führerhaus - ohne vernünftige Matratze - geht auf Dauer auf den Rücken. Es ist unverantwortlich, dass die Unternehmer ihren Fahrern das ständig abverlangen. Und wie immer, wenn Unternehmer nicht aus eigener Motivation vernünftig handeln (faire Bezahlung, Arbeitsschutz, Umweltschutz, Verbraucherschutz), müssen sie durch politische Regulierung dazu gezwungen werden.

Vollgas
Mich wundert immer wieder,

welche Themen bei der TS vorgetragen werden.
Die "Gelb-Westen" in Frankreich und nun die Trucker-Problematik. Nach den wahren Ursachen wird nicht geforscht oder hinterfragt. Die Trucker sind doch der Personenkreis, der an der "Lieferkette" am schlechtesten gestellt ist. Der sitzt nur auf dem "Bock" und bringt Waren/Gegenstände von A nach B. Aber während der Konsument, jeder Bürger, egal ob Arm oder Reich ist doch derjenige, der nichts bezahlen will. Also alles billig haben will. Wer trägt dann die Kosten, die angefallen sind, um ein Produkt auf den Verkaufstisch zu präsentieren ?? Es wird durch die vielen "Hände" vom Hersteller, Zwischenhändler, Großhändler etc. und jeder möchte seinen Anteil davon abhaben, nicht umsonst. Also ist der Truckerfahrer der am Ende steht, der "Dumme". Und der Konsument fragt nicht danach !!!

European Son
@Deeskalator 08:51

"und einsehen, dass das Just in Time Prinzip Schrott ist.
es frisst bloß die Infrastruktur auf und verstopft die Straßen."

Und wie kommen Ihrer Meinung nach dann die Waren von der eigenen Produktionsstätte zur Stätte der Weiterverarbeitung oder des Vertriebs?

Kessl
Traumtänzer

Die schaffen es seit Jahrzehnten nicht ausreichend Parkplätze für LKW bereit zu stellen aber fordern jetzt für jeden Trucker ein Zimmer?
Warum erkennen die nicht langsam das sie absolut kein Talent haben und treten zurück?
Politiker machen die Welt jeden Tag ein bisschen schlechter!

Gast
Das wird hart für die Fahrer...

denn das bedeutet ja, dass sie dann eher in einem Zelt oder direkt an der frischen Luft neben dem Truck als im Truck schlafen müssen, wenn kein Hotel zur Verfügung steht...!? Das hat auch einen Vorteil: So kann der Fahrer eher mitbekommen ob seine Ladung geplündert wird und kann sich so in zusätzliche Lebensgefahr für seinen Arbeitgeber bringen ;-)

Hmm, aber das sind ja alles studierte Leute, die darüber zu entscheiden haben. Außerdem wurden sie ja in ihr Amt gewählt, nicht wahr ?

lh
Zu viele LKWs unterwegs

Güter gehören endlich auf die Schiene!
Das wäre mal ein Schritt in Richtung "die EU tut was gegen den Klimawandel und die Umweltverschmutzung!"
Dann wäre hier auch Ende mit der modernen Sklaverei!

Oder will man jetzt wieder Fläche für Truckerhotels zubetonieren?
Wer soll den Irrsinn kontrollieren?

hinten
Bevormundung

Die Unternehmer im Speditions-Gewerbe werden mit Arbeitnehmer-"Schutzvorschriften" immer mehr bevormundet und können kaum noch auf dem freien Markt agieren. Gut, dass die Briten sich aus dem Bevormundungs-Szenario mit Hilfe des Brexit verabschieden.

hinten
@ Derdarki

Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren.

Richtig. Freie Fahrt für LKW auf allen europäischen Autobahnen. Schluss mit unsinngen Vorschriften.

friedrich peter peeters
Die Fahrer dürfen zu Hause schlafen.

Das Transportgewerbe wird durch diese stark gestiegene Nebenkosten der Fahrer noch teurer. Schon jetzt gab es eine erhebliche Verlagerung zu Gunsten der Osteuropa-Staaten, jetzt dürfte sich mit voller Kraft die Automatisierung durchsetzen. Die Fahrer dürfen demnächst zu Hause schlafen.

hinten
@ kannnichtanders

Jeder Brummi-Fahrer ist in seiner Kabine zu Hause, mit eigenen Sachen, Fernseher und einem Bett, das er kennt und in dem er erholsamer schläft als jeder Außendienstler der sich durch verschiedenste Hotelbetten quält.

Ich hab früher viel Außendienst gemacht, aber meist im Dienstwagen geschlafen und die Spesen eingesteckt.

Knorlo
erst mal überlegen

Man sollte erst mal überlegen warum wir so viele LKW Fahrer haben? Warum muss alles durch Europa gekart werden?
Hier liegt doch das Problem.

JanoschausLE
Am 04. Dezember 2018 um 08:18 von gestört aber geil

"EU-Standards ohne Bindung

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit."

Nun,solange die englischen Trucker auf der Insel rumkurven mögen Sie ja Recht haben, aber, wenn sie auf den Kontinent kommen müssen sie sich an EU-und nationale -Gesetze halten. Also, das hat nix mit dem Brexit zu tun. Sie müssen doch auch im Ausland die jeweils nationalen Regeln beachten.

Karl Klammer
@lh - Güter gehören endlich auf die Schiene!

Seit den CSU Bundesmautministern
wurde in Punkto Schiene nix getan.
Der Gotthardbasistunnel ist fertig und
in Deutschland fehlen die Gleise um die Züge
überhaupt aufnehmen zu können.

DentDoc
@gestört aber geil

Arbeitnehmerschutz ist für Sie Bevormundung?
Urlaubstage auch? Feier-und Sonntage? „Schaden ja auch die Wirtschaft „ Und überhaupt alle Gesetze?

Ich stimme den Kollegen zu. Das war schon längst überfällig. Nur kommt es viel zu spät und in Anbetracht der Tatsache, dass unsere Ressourcen sich dem Ende zuneigen und Alternativen zur Verfügung stehen ist mir das Gesetz nicht nachhaltig genug. Sowohl umwelttechnisch als auch wirtschaftlich.

Kommerz

Die Arbeit als internationaler LKW-Fahrer wird in ein paar Jahren sowieso wegautomatisiert, da lohnt es sich kaum, jetzt, auf den letzten Metern, noch ein paar (unrealistische) Sozialstandards einzuführen. Mit der Verteuerung der Transporte duch diese Anforderungen wird der Niedergang des LKW-Fahrer-Berufs nur noch schneller vorangetrieben.

Mifra

"Nach dem Beschluss sind sich viele um den Hals gefallen. "

Wohl vor lauter Lachen!

"https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/die-selbstfahrenden-lkws…"

Wenn ich mir den Artikel so anschaue, dann wäre es wohl grob fahrlässig noch viele Unterbringungsmöglichkeiten für LKW-Fahrer zu schaffen, es sei denn man hat zukünftig andere Pläne für diese Unterkünfte.

Bernhardus
Mal gespannt,

wie die Niedriglohn-Länder diese EU-Vorschrift austricksen werden.
Der Bau der geforderten Unterkünfte wird wohl die Konjunktur am Bau mächtig ankurbeln.
Wenn ich mir die Rastplätze an den Autobahnen so anschaue, müssen hier Bettenburgen entstehen, die man sonst nur auf Malle sieht.
Ob diese Unterkünfte dem Komfort in manchen LKW-Kabinen Paroli bieten können, dürfte fraglich sein.

COJO
08:18 von gestört aber geil

"Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit."

Wieso? Wer oder was bei UNS in Europa fährt bestimmen doch wir bzw. die "Bevormunder aus Brüssel"
Kleine Gegenfrage: Wie sieht es bei Ihren Arbeitnehmerschutz aus, können wir den auch etwas reduzieren? Überspritzt auf Sklavenniveau?

Sebastian15
Die höheren Kosten....

.....werden doch von den Spediteuren, Frachtkunden etc. sozusagen eins zu eins an den Endverbraucher weitergegeben. Somit bedeutet diese Entscheidung aus Brüssel - bessere Bedingungen für die LKW-Fahrer hin oder her - dass der einfache Bürger mal wieder die Zeche zahlt!

COJO
um 08:31 von Mifra

"Kommt wohl leider etwas zu spät. inzwischen sind die ersten LKWs bereits ohne Fahrer unterwegs.... Wenn auch noch nicht im "Regelbetrieb"..."

Zumindest verbrauchen die pro Transporttonne weniger Platz in der Infrastruktur weil die dann ständig fahren können und zum zweiten werden sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse abgeschafft.

schmalz3
@08:31 von Mifra

Lastenbewegung ohne Fahrer gibt es schon ewig, nennt sich Bahn.(OK 1 Fahrer für das 50fache an Ladung) Das Problem ist das diese Transportart nicht mehr ausgebaut wird stattdessen will man Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Wie denn ? Auf den Rasthöfen ist doch jetzt schon kein Platz oder sollen diese auf Stelzen gestellt werden und somit überdachte Parkplätze. Desweiteren werden dadurch noch mehr LKW-Fahrer aus Osteuropa kommen, die hausen jetzt schon auf jeden Rastplatz. Und warum muss schon wieder von meinen Steuern die Industrie Subventioniert werden, was noch alles ?

Deeskalator
@Europa Son

Mit der Bahn, Bahn Cargo ist nur daher so in der Bredouille, weil das Planen, Beladen und auf die Schiene bringen eines Bahncontainers etwa 2 Tage benötigt.
Hat man eine vernünftige Lagerhaltung ist dies absolut kein Problem.

Oder was glauben sie wie die Firmen es gehandhabt haben bevor das Just in Time Prinzip eingeführt wurde?

Es würde nicht nur die Straße entlasten, sondern die Bahn würde eine bessere Auslastung erhalten, was langfristig sogar zu einer Reduktion der Fahrkartenkosten führen könnte.

Bevor sie jetzt sagen, die Bahn kann das nicht stemmen; wir nehmen einen kleinen Teil der Kosten für die Straßensanierung, stecken dies in die Bahn und schon kann es sehr funktionieren

COJO
08:34 von sfrings75

"Dann fangen wir doch mal bei den Vorständen der Unternehmen an. Die bekommen hundert-tausende Euro pro Jahr, weil sie so viel Verantwortung tragen (sollen!).

Nun, unsere LKW Fahrer tragen auch viel Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass die Waren überhaupt verkauft werden können. Ohne LKW Fahrer wären die Hersteller der Waren pleite"

Da wäre nur zu sagen:
Reich wird man nur durch Andere! Selbst kann man keinen Reichtum erarbeiten, der wird durch Abhängigkeiten ermöglicht.

Mifra
....

"Mit der Verteuerung der Transporte duch diese Anforderungen wird der Niedergang des LKW-Fahrer-Berufs nur noch schneller vorangetrieben."

Vielleicht ist das ja auch der ganze Plan dahinter? Wenn man höhere Preise mit höheren Transportkosten begründen kann und uns glauben macht das es für die LKW Fahrer ist.... Ob die Preise dann wieder runter gehen,wenn die LKW-Fahrer nicht mehr gebraucht werden ist fraglich und bleibt abzuwarten.

cari
So entlasten wir also die Autobahnen

Wie immer in Deutschland: Es gibt ein Problem. Man tut nichts gegen die Ursachen, sondern schafft für das Problem neue Strukturen.
Seit Jahren wird dafür plädiert, mehr Lastverkehr auf die Schiene zu verlagern, wir jammern über die Abgasbelastung und dann verbessern wir die Bedingungen für den LKW-Verkehr. Als ob das dazu führen würde, dass weniger über die Straße transportiert wird... Als ob das dazu führen würde, dass weniger LKW über die Autobahnen rasen (ich schreibe extra rasen, da man mit 110 km/h kaum noch einen Lkw überholen kann), als ob das zu weniger Abgasen führen würde...
Ich bin sehr für bessere Arbeitsbedingungen. Aber an der richtigen Stelle...

wenigfahrer
Wunschkonzert

der EU, Lagerhaltung findet auf der Straße statt,
der Punkt hätte geändert werden müssen um etwas
zu entlasten.
Wo sollen denn auf einmal die Ganzen Unterkünfte
herkommen, dann auch die Idee Wohnungen anzumieten.
Haben wir nicht in der Richtung schon reichlich Probleme.
Stehen dann die ganzen Trucks in Wohngebieten ?, oder vor
den kleinen Zimmervermietungen.
Das einzige was passieren wird, Zimmer für Urlauber werden
noch teurer und es werden mehr Trucks ausgeräumt, weil
Fahrer nicht mehr darauf aufpassen.
Das ist gut gedacht für die Fahrer, aber ganz mies umgesetzt.
Auf die Bettenhäuser entlang der Autobahn bin ich mal gespannt.

karwandler
re deeskalator

"Sie Sparen ein wenig Geld bei der Lagerhaltung, dafür muss Papa Staat ein vielfaches der Summe in die Wiederinstandsetzung des durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verursachten Verschleißes stecken."

Erklären Sie mal die Logik: Wenn 10 Lkw fahren, um ein Lager aufzufüllen, macht das weniger Verschleiß als wenn 10 LKW fahren, um just in time anzuliefern.

Duisburg
Ausbeutung wohin man schaut

und das, obwohl die SPD viele Jahre in der Regierung war, unglücklicherweise bei der Agenda 2010 sogar federführend.
Aber es ist noch reichlich Platz nach unten.
Aus meiner Sicht hat sich die SPD von 2 Buchstaben getrennt, vom S und vom D. Was bleibt ist das P, nur dafür muss man die nicht mehr wählen.
Zum einen ist der Mindestlohn zu niedrig, zum anderen wird der nicht einmal bezahlt, ohne Konsequenzen für DHL, DPD, Hermes und Co.
Wenn man hier mal Milliarden Sanktionen verhängen und die Manager ins Gefängnis stecken würde, würde sich auch etwas ändern. Aber der Dieselskandal zeigt ja, wie es um die Gerechtigkeit in Deutschland bestellt ist.
Vielleicht wird die deutsche Regierung wach, wenn hier mal Gelbwesten auf die Straße gehen. Ausgebeutete haben wir im 2 stelligen Millionenbereich, es haben nur noch nicht alle begriffen, dass sie ausgebeutet werden.
Leider weiß die Politik, dass die Deutschen zu träge für Widerstand sind.

COJO
08:34 von ferrum

"Es ist kaum vorstellbar, dass es genügend Hotels mit ausreichend Parkplatzkapazität gibt und geben wird. "

Da sich der Transport damit automatisch verteuert, wird der Transport-Verkehr also zumindest nicht mehr so stark zu wie es die letzten Prognosen vorhersagen.
Und nun werden die Parkplätze nicht mehr nur vom Steuerzahler bezahlt, sondern das Gewerbe zahlt den. Das werden dann die zusätzlichen und bestehenden Bestimmungen regeln, denn bisher musste man da die Ausnahme zur Regel erklären, das braucht man dann nicht mehr, weil der Betreiber der Parkplätze dann nicht mehr der Staat wäre.

COJO
um 08:40 von In-U2-I-Trust

"Brüssel weiss wie man Geld herein holt"

nein, endlich sind da ein paar Leute am Werk die Volkswirtschaft verstehen, und das eben nicht nur nach gestrigen Bedingungen sondern den Bedingungen die uns morgen erwarten.

claudio_im_osten
Na endlich.

Es wird dringend Zeit, dass diesem Chaos abgeholfen wird.
Dass die Polen mit der derzeitigen Situation weiter leben wollen, kann ich gut verstehen - aber bitte nicht mehr weiter so mit diesem endlosen Lohn- und Sozialstandard-Dumping mit dem Ergebnis, dass wir auf unsere Kosten denen auch noch die Infrastruktur bereit stellen sollen.

COJO
08:40 von Superschlau

Sie liefern schon die Gegenargumente für ihre Gegendarstellung.
Wie wollen sie denn sonst Fahrten vermeiden? Mit freiwilliger Selbstbestimmung? Das funktioniert nicht, weil alles auf Just in Time abgestimmt ist und der Steuerzahler die Kosten trägt, und die Belastung auf die Fahrer abgewälzt wird.
Und wegen der Besteuerung: zusätzliche Steuern bringen gar nichts, weil die der Endverbraucher dann zahlt, oder wurde durch die LKW-Maut weniger Fahrten erzeugt? Und dazu kommt, wir hoch soll am Produkt noch die Staatsquote sein? Sprich soll der Staat noch mehr Steuern einnehmen um noch mehr Subventionen zu zahlen, für Dinge die er (der Staat) nicht GEREGELT bekommt?

Deeskalator
@Karwandler

siehe meine Antwort an Europa son 3 Posts über ihrem

Sisyphos3
09:57 von cari

ich schreibe extra rasen, da man mit 110 km/h kaum noch einen Lkw überholen kann
.
dann überholen sie doch schneller !

COJO
09:04 von Derdarki

Sie müssen weiter denken als Ihr LKW an Reichweite hat. Das heißt nicht das Sie im Unrecht sind, was Ihre Problematik als Fahrer betrifft, aber wie soll es gelöst werden? Es gibt keine Ultimative Lösung die allen Recht ist.
Sie werden aber sehen, das dies ein Schritt in die richtige Richtung ist. Wahrscheinlich schon wenn das zur Richtlinie wird, weil Sie als Fahrer und als Mensch aufgewertet werden.
Sie dürfen nämlich nicht vergessen, das Sie bald mit einer Maschine (Level 5 Fahrzeuge)konkurrieren, und das unausweichlich!!

BotschafterSarek
@hinten

Die Unternehmer im Speditions-Gewerbe werden mit Arbeitnehmer-"Schutzvorschriften" immer mehr bevormundet und können kaum noch auf dem freien Markt agieren.

Wenn der Erfolg der Unternehmer im Speditionsgewerbe auf schlechten Arbeitsbedingungen beruht, dann ist es richtig, dass der Staat oder die EU hier regulierend eingreifen und das tun, was eigentlich Aufgabe der Spediteure wäre: Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen.

Und am freien Markt ändert sich nichts, denn natürlich müssen bei Inkrafttreten einer solchen Regelung auch Spediteure aus Nicht-EU-Ländern diese Regeln einhalten, wenn sie in EU-Staaten fahren. Es herrschen also weiterhin gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle.

Sisyphos3
08:34 von ferrum

es gibt genug Autohöfe
mit freien Parkplätzen
kosten halt Geld
parkt man eben die Rastplätze zu

selbstverständlich gibt es zu viele LKW´s
aber wie auf die Bahn bringen
mit fehlenden Schienen
und bauen sie mal ne zusätzliche Bahnstrecke
da prozessieren sie Jahrzehnte mit den Anwohnern

Karl Klammer
@Sebastian15 - der einfache Bürger zahlt die Zeche

Die Zeche zahlt der LKW Fahrer/in
mit seiner Gesundheit und Löhnen, für die
Sie natürlich "niemals" aufstehen würden.

COJO
09:06 von Hansix

Jedes Problem erzeugt eine Lösung und zwar erst mal die Billigste.
Bisher war der Billigste der Fahrer, den man schlecht bezahlt weil er mit jedem auf der Welt konkurriert auch mit dem der hier schuftet um seiner Familie in Mali zu ernähren. Und genau der Fahrer soll dann das hohe Risiko tragen, für eine Fracht die teilweise mehr wert ist, als sein Lebenseinkommen?
Mit der Forderung wird es schnell ausreichend sichere Parkplätze geben, weil die Privatwirtschaft nun etwas dran verdienen kann, weil sie eben nicht mehr mit dem steuerbezahlten Parkplatz konkurriert.

COJO
um 09:14 von Vollgas

"Also ist der Truckerfahrer der am Ende steht, der "Dumme". Und der Konsument fragt nicht danach !!!"

Wieso? Dieser Richtlinienvorschlag erzwingt ja gerade eine Lösung des bisher ungelösten Problematik. Und gleichzeitig wird der Wettbewerb weg vom Staat wieder gefördert und das eben nicht zu Lasten der Fahrer, dem Steuerzahler, und dem der die Sozialkasse sonst noch bezahlt. Prinzipiell wird das regionale Produkt dann besser gestellt und das gilt dann auch für den Fahrer.

BotschafterSarek
@Karl Klammer

@lh - Güter gehören endlich auf die Schiene!

Seit den CSU Bundesmautministern
wurde in Punkto Schiene nix getan.
Der Gotthardbasistunnel ist fertig und
in Deutschland fehlen die Gleise um die Züge
überhaupt aufnehmen zu können.

Das ist sicher richtig. Aber die Aussage an sich war und bleibt richtig, Güter gehören auf die Schiene, das ist umweltfreundlicher und es reduziert die Unfallgefahr auf unseren Straßen.

Karl Klammer
@Duisburg - Ausbeutung wohin man schaut

Dann sollten Sie sich mal die prekären
Zustände der Lokführer ansehen !
Die können bis zu 12 Stunden mit pausen
wo sie irgendwo stehen auf dem Führerhaus machen.
Da kontrolliert keine BAG.

wenigfahrer
Am 04. Dezember 2018 um 09:06 von Realist70

"Ich hoffe, dass dieser neue Standard das EU Parlament passiert. Damit sich die ewigen Nörgler aus Polen, Ungarn etc. nicht noch mehr auf dem Rücken anderer Europäer ausruhen können. Alle monetären Vorteile der EU und militärischen Schutz wollen sie genießen, aber nichts zum Wertesystem, dem sie beigetreten sind (und das vorher klar war) beitragen wollen. Genauso wie in der Flüchtlingspolitik. Hoffentlich wird dem Osten bald der Geldhahn zugedreht. "

Von Realist haben Sie aber sehr wenig, und was hat Militärschutz und Flüchtlinge mit den Truckfahrer zu tun, und bedrohen tut uns auch niemand.
Beide Themen haben nichts mit Trucks auf der Straße zu tun.

Die Truckfahrer sparen sich die Auslöse damit Sie mehr Geld in der Tasche haben, die schlafen nicht zum Spaß in Ihrem Auto.
Das entfällt bei dieser Reglung, das hat also 2 Seiten für die Fahrer, und durchführbar ist es auch kurzfristig nicht.
Das geht völlig an den Möglichkeiten und der Realität vorbei.

Karl Napf
09:16 von Kessl

das hat doch methode. wer sich zuhause als unfähig erwiesen hat, wird nach brüssel verbracht. bestes beispiel der franzose moscoskowi, oder so. selbst hollande hat erkannt, das dieser herr unfähig als FM war, jetzt ist er dafür in brüssel zuständig

Vollgas
@von COO um 10:31

Da muss ich Ihnen widersprechen. Die regionale Ausrichtung wäre sehr schön, wenn aber Südfrüchte und andere Produkte - abgesehen von Tomaten oder Gurken aus den Gewächshäusern - produziert werden, welche nach nichts "schmecken !!" verkauft werden wollen, da muss man die Sonne nach Mitteleuropa für 24 Stunden einfliegen lassen. Wenn der Fall mit Auto bzw. Autoteile oder anderen nicht mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht werden - Supply Chain lässt Grüßen - , diese über die Strassen transportieren müssen, ist es auch wieder der Konsument, der es so will. Es wird doch kein Konsument an dem Ursprung des Produktes hinfahren und kaufen. Die Bequemlichkeit zeigt sich doch schon mit dem bestellen im Internet. Die Menschen sind nicht bereit noch in die Geschäfte zu gehen. Die Zustellung erfolgt dann über die Strasse über ein regionales Handelszentrum und das muss auch beliefert werden.

karwandler
re deeskalator

"siehe meine Antwort an Europa son 3 Posts über ihrem"

Die geht von einer sehr schönen Theorie aus: Zulieferer schicken jeweils Containerladungen an einen Empfänger.

riewekooche
@08:18 von gestört aber geil

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein.

Abgesehen davon, daß die Briten dann ohnehin nicht mehr auszuliefern haben: Wenn ein Kabinenschlafverbot in der EU gilt, dann für alle, ganz gleich, woher sie kommen.

Ich frage mich allerdings, wo 2Mio Wohnungen und Zimmer für die Fahrer herkommen sollen - und um wieviel teurer Logistik damit werden wird. Und was passiert, wenn der LKW im Stau steckenbleibt und innerhalb der erlaubten Fahrzeit das Ziel nebst Zimmer nicht erreichen kann.

Besser wäre es gewesen, die Logistik mehr auf die Schiene zu verlagern, und den LKW-Fernverkehr damit zu verringern.

Boris.1945
08:34 von Karl Klammer

Jetzt wirds auf den Parkplätzen noch voller

Irgendwo muß noch der Wohnwagen parken
damit die Fahrer oder Fahrerinnen auch schlafen können.
////
*
*
Richtig, die auch NL ohne Mautzahlungen, nur zu den Stauzeiten unterwegs sind.
*
Aber wer arbeitet, dem ist auch sonst nicht zu trauen.
*
Sicher haben LKW-Fahrer auch das Rechtsüberholverbot für Radfahrer aufgehoben und Ihnen im Wissen des toten Winkels, die Lizenz zum Selbstmord gestattet.
*
Ode waren das die EXperten des Verkehrssichwerheitstages.
*
Ironie aus.

Nettie
Mehr Realitätssinn, bitte!

@08:31 von Sparer
„Fehlt nur noch ein umsetzbarer Vorschlag, wie das alles effektiv überwacht werden soll, (...)“

Ersetzen Sie „überwacht“ durch „umgesetzt“, dann stimmt‘s.

Das ist doch absolut typisch - und gerade das Problem:

Die „Politik“ schmeißt den Bürgern ständig irgendwelche „Vorgaben“ vor die Füße, ohne sich vorher groß über die Realitäten vor Ort zu informieren (oder sich gar mit denen auseinanderzusetzen).

Und überlässt es dann denen (den Bürgern) - unter Androhung von Geld- und anderen Strafen - zuzusehen, wie sie damit klarkommen.

Da können die sich auch gleich selbst um eine Lösung dieses - in der Tat erheblichen - Problems kümmern. Wäre ohnehin besser.

Walter2929
09:59 von karwandler

>>Erklären Sie mal die Logik: Wenn 10 Lkw fahren, um ein Lager aufzufüllen, macht das weniger Verschleiß als wenn 10 LKW fahren, um just in time anzuliefern.<<

Ganz einfach; bei "just in time" braucht man nur eine kleine Lagerhaltung VorOrt beim Verbraucher, ist aber dadurch auf sehr schnelle Lieferbarkeit (Mobilität) angewiesen. Das geht heute nur per LKW. Größere Lagerhaltung VorOrt kann durch die Bahn gewährleistet werden weil der "Zeitdruck" viel kleiner ist. Bedeutet dann nur den Kurz-Strecken-Verkehr von Güterbahnhof zum Verbraucher. Aber, warum sollte ein Zulieferer eine große Lagerhalle bauen wenn er nicht weiß ob er in 2 Jahren den Vertrag noch hat (?).

Deeskalator
@Karwandler

>>Die geht von einer sehr schönen Theorie aus: Zulieferer schicken jeweils Containerladungen an einen Empfänger.<<

Das hat überhaupt nicht mit einer schönen Theorie zu tun.
Dies ist ein weltweit viel praktiziertes Beispiel.
Niemand sagt, dass der Güterwagon dem Unternehmen in die Produktionshalle gerollt wird.

was wir momentan haben, ist dass ein Zulieferer aus Bulgarien etwas für einen verarbeitenden Betrieb in Groß Britannien herstellt, dies wird nun über diverse Autobahnen eben auch in Deutschland zum Bestimmungsort gefahren, erhebliche Abnutzung inklusive.
Werden die Güter aber nun nur per LKW zum Verladebahnhof gefahren dort auf Güterwagons geladen und zum Verladebahnhof in GB gebracht kann es dort wieder auf LKWs verladen werden.
So würden 95% des Weges nun nicht mehr auf die Straße sondern die Schiene entfallen.

Wir müsste dafür kaum neu bauen, sondern Altes reaktivieren da Deutschland bis tief in die 90er hinein genau so viele seiner Güter transportierte.

Karl Napf
@botschafter

nach deiner logik müssten dann auch die besucher der weihnachtsmärkte für die verschanzungskosten und polizeisicherung die kosten übernehmen

Kein Einstein
04. Dezember 2018 um 10:03 von claudio_im_osten

Das sind nicht "die Polen" die so weiter leben wollen sondern die polnischen und deutschen Speditionen.