Kommentare

Irrwitzige, unsoziale Mehrwertsteuer-Sätze.

23% Mehrwertsteuer auf verarbeitete Lebensmittel?
Was ist das für eine unsoziale, unsittliche Besteuerung?!
Griechenland ist offenbar von der EU und der Troika zum Ausplündern / Ausblutenlassen freigegeben.
Der skrupellose Umgang mit der griechischen Bevölkerung zeigt, wohin die Reise der EU führen würde, wenn die Brüsseler Apparatschiks zuvor nicht ihre Selbstzerstörung auf die Reihe kriegen.

Oh Mann - sonst keine anderen Sorgen?

Reis und Klopapier! - Es trifft doch immer die einfachen Leute, denen ihre Grundbedürfnisse nun "teuer" zu stehen kommen!
Europa hat seinen Preis! Selbst auf dem Klo werden sich die Griechen nun daran erinnern, das die Sache mit Europa vielleicht doch einfach "sch.." war!
Nach der Erleichterung kommt dann die Erkenntnis : "Auch beim Putzen muss man sparen - diese verflixten Deutschen!"
Europa! - Das ist Realsatire pur!

Ähnlich

In Deutschland zahlen wir schon lange (!!!) auf viele Waren des täglichen Gebrauch 19% Umsatzsteuer
z.B.
Toilettenpapier
Mineralwasser
Saft
Bier
etc.
Da kann man sich auch bei uns aufregen.

Mehrwertsteuer

Und wie wird das kontrolliert? Werden die Steuern überhaupt empfangen? Warum 23%, warum nicht in ganz Europa gleich?
Europa kann nur eins werden wenn die Sozialsysteme, Steuern, Arbeitsmarkt,...... überall angeglichen werden.

+10% für 61% u. 39%

Die nun eingeleitete weitere Deflationsrunde und Verkürzung der Geldzirkulation in Verbindung mit 4-6 Wochen Verhandlungen über weitere Einsparungen und fiktive Privatisierungen der nächsten 3 Jahre verstetigt entweder unsere Dauertransferleistungen (auch verkappt als humanitäre Hilfe) oder bewirkt am Ende doch den Grexit.
Schäuble riskiert aber seinen Job, wenn er die Verhandlungen dafür scheitern ließe und die Stopptaste drückt.

Merkels hegemonisches Hirngespinst des Euro für alle um jeden Spar-Preis ist nicht durchzuhalten, außer man will den Schuldturm ausbauen bis er einstürzt.

Irgendwann wird auch die viel zu politikhörige deutsche Wirtschaft meutern, die viel rationaler ist und weder per RF noch Iran oder China/Asien oder USA den Euroverlust kompensieren kann, der Austerität bedeutet. Denn die re-importieren wir bei einbrechenden EU-Märkten und globaler Krise bestimmt. Opel ist schon auf Kurzarbeit, Spanien bei Abwrackprämien und Italien und Frankreich ein Trauerspiel.

Nicht nur die Griechen treffen Preissteigerungen

Sprunghafte Preissteigerungen sind bei kleinem Einkommen nur schwer zu ertragen. Trotz unseres Fokus auf die griechische Bevölkerung und deren Kleinrentner trifft die GR-Rettung nicht nur diese Menschen.

Der Euro verliert täglich an Kaufkraft, denn offensichtlich scheint nicht der vor Wochen befürchtete Grexit die Märkte zu beunruhigen, sondern die Rettungspolitik.

Trotz Steuerstreit und durchwachsener Zahlen in den USA hat der Euro innerhalb nur einer Woche 2,5 % auf den Dollar nachgegeben. Das Unwort der möglichen Parität macht schon wieder die Runde.

Mit deutlichen Mehrkosten müssen wieder die Klein-Rentner rechnen, die sich in der Hoffnung auf eine stabile Währung permanent im Ausland aufhalten und trotz ihrer Kleinrente auf einen würdevollen Lebensabend hoffen.

Etwa 20 Prozent Kaufkraft haben sie allein in den letzten 12 Monaten verloren.

Was sind eigentlich verarbeitete Lebensmittel

Was sind eigentlich verarbeitete Lebensmittel? Ich hätte Reis ehrlich gesagt eher bei den Grundlebensmitteln vermutet, auch wenn da vielleicht zwischen Pflanze und Markt noch ein bisschen dran gearbeitet wurde.

Das Problem der Steuereintreibung zeigt sich hier mal wieder deutlich... weil man einfach nicht in der Lage ist die meisten Steuern einzutreiben, muss man stattdessen dort ansetzen, wo die Steuern weitgehend bereits funktionieren.

@Vereinsamte Staaten (10:00)

Darf ich sie daran erinnern, dass es das griechische Parlament war, dass die Mehrwertsteuererhöhung beschlossen hat? Es ist komplett unsachlich dafür die EU und/oder die Troika verantwortlich zu machen. Auch wenn griechische und linke Politiker etwas anderes behaupten, Griechenland wurde zu nichts gezwungen und auch nicht erpresst. Die Abgeordneten des griechischen Parlaments hatte die freie Entscheidung, was man sehr gut daran erkennen kann, dass nicht wenige Mitglieder der Regierungskoalition den Entwurf abgelehnt haben. Und wer die Entscheidung trifft, hat auch die Verantwortung.

@Vereinsamte Staaten

Naja ist doch das Übliche: Die Armen zahlen die Zeche und die Reichen zahlen nix ... weil man bei uns eben immer noch dem 60er-Jahre-Mythos glauben schenkt, dass ein Reicher mit Geld auch Arbeitsplätze schaffen wird. Deshalb hat die Troika ja auch die Besteuerung der Reichen/Steuerflüchtlinge NICHT zur Bedingung gemacht. Armen das Geld abknöpfen ist eben einfacher.

Wer es bis jetzt noch immer nicht verstanden hat,

kann hier nochmal nachlesen, wofür Griechenland neues Geld braucht:

"Mit Spannung wird zudem erwartet, ob Athen die heute fällige Rate an die Europäische Zentralbank (EZB) in Höhe von 3,5 Milliarden Euro fristgemäß zurückzahlt. Das Geld dafür sollte Dank eines Brückenkredits der Eurogruppe in Höhe von sieben Milliarden Euro vorhanden sein."

Also nichts mit humanitärer Hilfe. Im Gegenteil. Bei den von der EU geforderten Maßnahmen wird sich die Lage noch verschärfen.

Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Der Spaltpilz die Zweite

Die Lehmann-Pleite und das anschließende Kesseltreiben der Ratingagenturen hat nicht vermocht, die EU in die Knie zu zwingen, weil die die Macht der EZB gestärkt hat. Na, da kommt Griechenland gerade recht! Der IWF (!) rät zu einem Schuldenschnitt, und Frau Merkel fährt die Doppelstrategie von Nein zu Schuldenschnitt und JA zur Griechenlandrettung. Wenn dereinst doch ein Schuldenschnitt unvermeidlich ist, dann sitzt sie zwischen allen Stühlen.
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Es gab eine Zeit, wo Deutschland vor allem aus seiner Freundschaft zu Frankreich Stärke gezogen hat. Nun spielt Deutschland wieder die Rolle des Besserwissers und fällt damit zurück in die unseren Nachbarn nur zu bekannten alten Muster. Da nutzt Geld auch nix mehr.
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Weder ist diese Politik christlich noch sozial, sie dient einzig und allein dem Kapital. Das hat doch Frau Merkel im Sozialismus als Sekretärin für Agitation und Propaganda tagtäglich von sich gegeben. Und nun ist sie vom Gegenteil überzeugt? Hirnwäsche in Eigenregie!

Ja diese Sparmaßnahmen

Brecht hatte sagen lassen: "Das Fressen kommt vor der Moral!" Heut gilt: Wer in der EU ist, weiß, dass Moral oft billiger zu haben ist, es denn, er kauft beim Discounter!
Griechenland hat zu lange von der Substanz und den Krediten gelebt. "Easy living on credit" ist aber beim Auffwachen immer mit einer Katerstimmung verbunden.
Es wird sicher eine harte Zeit, vor allem weil man sich innerlich umstellen muss. Die Wirtschaft muss natürlich seitens der EU gefördert werden, damit GR wieder auf die Beine kommt - aber ein neuer Entwicklungsprozess braucht immer seine Zeit, bis er im Kopf und im Herzen angekommen ist - außer bei einigen wenigen - aber da unterscheiden sich die Deutschen nicht von den Griechen.
So wie sich die Griechen auf die "Real Existierende EU" einstellen müssen, müssen sich die Deutschen auf den politisch angestrebten demographisch-kulturellen Wechsel in der Gesellschaft einstellen - beides schafft verständlicherweise Widerstände.

reichtum tötet

ich selbst arbeite viel und verdiene gutes geld – bin beiweitem nicht annähernd reich – jedoch auch nicht der klassische, gerne stigmatisierte "neider" ... ich zahle steuern, leiste meinen beitrag zum gemeinwohl und übernehme in vielerlei hinsicht verantwortung.
das wäre geklärt ...
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reichtum tötet. nicht nur dort, wo kriege geführt werden, um per kriegsdarlehen zinsen zu kassieren – nein auch in griechenland. dort wurden politiker korrumpiert, um kredite aufzunehmen und dann korrumpiert um von diesem geld deutsche panzer zu kaufen. und wer hat das geld verliehen? diejenigen, die griechenland zu diesem zweck in den euro gemogelt haben: goldman sachs. das waren nämlich nicht "die griechen" sondern bestimmte interessenvertreter.
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nun gibt es euro an austerität. rezession. 50% jugendarbeitslosigkeit. tote mangels medizinischer versorgung. tota mangels lebensperspektive.
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aber merkel möchte weiter so machen.
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mehr steuern für reiche griechen oder andere "europäer" sind ausgeschlossen.

@ Vereinsamte Staaten

Die Mehrwersteuer wurde lediglich auf ein in der EU Vergleichbares Maß angehoben. Die liegen nämlich alle irgendwo zwischen 17 und 27 %.

Das die Preise in Griechenland zu teuer sind, liegt eher daran das diese durch Vetternwirtschaft usw. in die Höhe getrieben werden. Ein Taxifahrer muss sich ja z.B. die Lizens von seinem Vorgänger erkaufen, und das kostet richtig Geld da dieser dass als seine Altersvorsorge betrachtet.

Außerdem: Andere Steuern könnte Griechenland ja erheben, aber aufgrund seiner schlechten Verwaltung nicht eintreiben.
Unsozial und unsittlich ist letztendlich der griechische Staat, da er es immer noch nicht schafft, die Steuern selbst einzutreiben die er braucht um einen vernünftigen Sozialstaat aufzubauen. Zahlen dürfen sehr sittlich und sozial die anderen EU-Bürger...

SO ein Quatsch, der Staat braucht die Steuern

Ich kann es nicht verstehen, das hier nicht begriffen wird, das der Staat Gr. mehr Steuereinnahmen braucht und endlich eine Verwaltung die diesen Namen auch verdient. Die Griechen haben das Land mindestens seit dem 2. Weltkrieg verkommen lassen und nur auf Pump oder Subventionen gelebt. Das Rächt sich jetzt. Natürlich sind inzelne Maßnahmen hart aber es muss reformiert werden, da geht kein Weg dran vorbei. Das hat auch mit dem Euro oder Europa nur wenig zu tun. Das Problem ist die mangelhafte Einstellung zum Staat und die nicht vorhandenen Einsicht in das eigene Unvermögen. Man hat sogar jemanden gewählt, der denselben Quatsch versprochen hat der unfinanzierbar ist wie die Regierungen vorher. Dann hat man gegen Europa und € gestimmt. Und jetzt kommt "plötzlich" die Einsicht Mist ohne Euro und EU sind wir pleite und erledigt. Schuld sollen aber wieder die anderen sein, nein Schuld sind die Gr. selber und es muss sich was ändern, ein weiter so und andere sollen bezahlen geht nicht mehr.

Griechenland auf schwerem Weg in eine schwierige Normalität

Anstatt nach dem Referendum, bei dem über 61 % gegen die Sparvorschläge der Gläubiger stimmten, mit einem Plan B ohne neue Finanzhilfen der Euro-Gruppe aufzuwarten, musste die gr. Regierung mit Hilfe der Opposition neue und viel schärfere Bedingungen für ein 3. Hilfsprogramm akzeptieren. So stehen jetzt statt wirtschaftlicher Erholung und Reformen in eigener Regie Steuererhöhungen, Privatisierungen von Staatsvermögen und soziale Reformen zur Umsetzung an, die die Syriza-Regierung und die Bevölkerung nie haben wollten.

Daran ändert auch die Bankenöffnung nach dreiwöchiger Schließung und mittels Kapitalverkehrskontrollen stark eingeschränkten Auszahlungen und Auslandsüberweisungen nicht viel. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in GR fehlen Wachstums- und Beschäftigungsimpulse, die in den anstehenden Vertragsverhandlungen mit der Euro-Gruppe noch verifiziert werden müssen. Von Normalität und Änderung der Vergangenheitsmentalität mit Rahmenbedingungen für Investoren kann keine Rede sein

@Strubbi (10:11)

Gegenfrage: Warum sollte es europaweit einheitliche Steuern geben? Die EU darf keine Steuern erheben, das ist also rein nationale Angelegenheit. Und von einem wirklich vereinten Europa sind wir noch sehr weit entfernt (was allerdings definitiv nicht Schäubles Schuld ist). Der griechische Mehrwertsteuersatz wird vom griechischen Parlament bestimmt, sich dabei an den anderen EU-Ländern zu orientieren macht angesichts der griechischen Krise nur sehr wenig Sinn.

@spom

Griechenland braucht Geld nicht nur für den Schuldendienst. Auch Politiker, Beamte, Lehrer, Polizisten oder Soldaten bezahlen sich nicht von selbst. Genauso wenig Renten oder Arbeitslosengeld. Und natürlich gibt es noch viel mehr Staatsausgaben. Zu sagen, dass die Kredite (oder zumindest 90% davon wie oft fälschlicherweise behauptet wird) werden nur für einen bestimmten Zweck (Schuldenrückzahlung) ist komplett unsachlich. Geld ist Geld. Brückenfinanzierungs-Euros sind exakt identisch zu Mehrwertsteuer-Euros oder Euros aus jeder anderen Einnahmenquelle. Würde Griechenland keine Brückenfinanzierung erhalten, müssten sie entweder andere Ausgaben kürzen oder würden pleite gehen. Genau das will man aber ja gerade verhindern, ganz besonders die griechische Regierung (obgleich nicht wenige Experten sagen, dass darin auch eine Chance für das Land bestehen würde).

Peinlich, Tagesschau!

Liebe Tagesschau, Ihren Artikel so anzufangen, mit dem Ouzo in der Taverne, der teurer wird, ist eine glatte Unverschämtheit! Diese Erhöhung der Mehrwertsteuer betrifft GRUNDNAHRUNGSMITTEL und Sie suggerieren hier, dass dies für die Griechen der Ouzo sei. Peinlich!

Sind sie sich sicher, dass man die

Rückzahlung mit Spannung erwartet? Oder wollen sie Spannung aufbauen, wo die Luft momentan raus ist?
Mit Spannung sollten sie erwarten, wann die ersten Autos in Athen brennen. Ob die Armen der Ärmsten in Zukunft in Sammellagern versorgt werden müssen. Ob Athen die Reichen des Landes besteuern wird. Ob Steuern überhaupt eingetrieben werden und eingetrieben werden können. Ob die griechische Wirtschaft auf diese Weise wieder in Schwung kommt.
Wobei, das ist eigentlich auch nicht wirklich spannend....... Aber spannender, als die Frage mit der Rückzahlung.....
MfG

@Ce

Das würde doch schon vielfach erörtert: es gibt griechische Gesetze die verhindern dass die Reichen besteuert werden. Da müssten also auch die Griechen wieder selbst ansetzen. Merken Sie was? Es klappt nur mit Maßnahmen von außen. die Griechen bekommen es nicht auf die Reihe! die MWSt ist die einzige Steuer die mit einiger Sicherheit auch eingetrieben werden kann. Und zu der 3.5 Mrd. Rate an die EZB: auch dieses Geld haben die Griechen ja irgendwo irgendwann ausgegeben. Wären sie raus aus dem Euro ohne weitere Millarden-Geschenke hätten wir humanitär und gezielt helfen können. So gibt's den großen Zahltag mit der Gießkanne und die gr. Regierung muss selbst verteilen. Wie gut das klappt wissen wir alle.

@vanPaten:"Merkels hehemonisches Hirngespinst des Euro für alle

... um jeden Spar-Preis ist nicht durchzuhalten, außer man will den Schuldturm ausbauen bis er einstürzt."

Die Politik der Euro-Gruppe und der Regierungskoalition in Berlin funktioniert eben anders, als auf dem volkswirtschaftlich und juristisch begründeten Rechenwerk eines Finanzministers Schäuble, der zwecks freiwilligen Grexit einen Schuldenschnitt für GR mit Wiederaufstiegschance mittels Reformen in eigener Regie ermöglichen würde.

Auch nach der Wiedereröffnung der Banken wird zumindest für die Zeit der Verhandlungen über das dritte Hilfsprogramm einschl. Investitionen, Privatisierungen auf langer Bank und Sozialreformen die Deflationsentwicklung und Verringerung des Geldvolumens anhalten. Auch nach den Verhandlungen über ein neues Hilfspaket werden die Kapitalverkehrskontrollen mit den bekannten Wirkungen wohl fortgesetzt. Und solange der Grexit diskutiert wird, kommt GR auch nicht in ein ruhiges und investitionsfreundliches Fahrwasser.

Beispiel

da wurden Heute Nacht, ich schätze von Griechenland, in Asien 2,5 Milliarden Gold verkauft
Einer wußte das.
Tsipras wird wohl short gewesen sein.

10:00 von Vereinsamte Staaten

"Was ist das für eine unsoziale, unsittliche Besteuerung?!"
Zitat

Ja, das ist das echte, wahre Leben. Den Kleinen hängt man den "Fress"-Korb hoch und die Großen sacken Milliarden ein.

MWST-Erhöhungen und Treuhandfond (=Korruptionsfond) hat man knallhart gegen Griechenland innerhalb von Tagen mit Hilfe der Supermacht Deutschland durchgepeitscht.

An Steuerfluchtorte wie Luxemburg, Holland, Groß-Britannien, Irland für Weltkonzerne oder eine Regulierung von Spekulationssteuern etc. sind Jahrzehnte gedacht. Schäuble & Co halten sich da sehr vornehm zurück.

Aber Repressalien gegen Normalbürger in Griechenland binnen 72 Stunden.

Hallo liebe TS-Redakteure oder Wirtschaftsredaktionsleiter der Printer: wo, ja wo bleibt da Euer unabhängiger, mit westlich Werte verbundener Aufschrei!!

Oder seit Ihr garnicht so unabhängig, wie Ihr immer vorgebt!

Und wer darf wieder mal bezahlen?

Eben: Der kleine Mann.

Übrigens: Reis IST ein Grundnahrungsmittel. Wahnsinn, wie man die Leute verarschen kann und niemand regt sich darüber auf. Mein Dank an Herrn Martin Schulz für seine feistdreisten Lügen.

Es ist doch wurscht,...

ob ein "Armer" oder ein "Reicher" verarbeitete Lebensmittel kauft, ein Bier bestellt oder Taxi fährt: Jeder bezahlt die gleichen 23% MwSt.
Deshalb ist die Behauptung, ..."die Reichen zahlen nix..." in diesem Zusammenhang unzutreffend.
So viel Korrektheit muss schon sein.

3,5Mrd dank Kredit vorhanden - das ist nicht richtig

Banken vergeben Kredite mit Geld, dass zu 99% nicht existiert. Von dem 7Mrd Kredit sind lediglich 70Mio Euro vorhanden.

Die restlichen 99% werden erst dann existieren, wenn sie erarbeitet und zurückgezahlt sind.

Und genau das ist ja gerade fragwürdig. Wir alle (EU und USA) befinden und in einer Schuldenspirale, die sich immer schneller dreht. Es ist schon lange völlig unmöglich, soviel Geld zu erwirtschaften - es sei denn, wir rauben Asien, Afrika und Australien aus.

Vorhanden ist nur ein Schuldschein, kein Geld! Und das auch nur deswegen, weil irgendein Banker die Zahl in seinen Computer eingetippt hat.

Also, bitte behauptet nicht, dass das Geld plötzlich "vorhanden" ist.

Ich finde es echt traurig, dass wir weder in der Schulde noch in der Ausbildung zum Bankangestellten lernen, wie unser Finanzsystem wirklich funktioniert.

Re: Irrwitzige, unsoziale Mehrwertsteuer-Sätze.

Haben sie das ironisch gemeint, oder sind Sie Grieche?

23% Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sind in der EU völlig normal. Und zwar seit vielen Jahren, länger sogar, als die EU.

Ich finde es bedenklich, wie hier gewettert wird.

Ständig lese ich Kommentare, wie arm und bemitleidenswert die Griechen sind. Dabei wird immer vergessen, dass beinahe alle Griechen aktiv oder passiv von der Korruption, Misswirtschaft, etc. der Vergangenheit profitiert haben! Dies reicht von der Putzfrau bis zum Bankdirektor!

Das traurige an der Situation ist nicht, dass nun die Griechen die Rechnung präsentiert bekommen, sondern der Fakt, dass ganz Europa für deren Fehlverhalten zahlen/büßen muss!

Als Folge werden nun ständig die EU und die Währungsunion verteufelt, obwohl (nach aktuellem Wissensstand) NUR Griechenland den €uro mit vollem Wissen und somit Absicht „heruntergewirtschaftet“ hat.

Was passiert wohl mit Privatpersonen, die bei Steuern betrügt und erschwindeltes Geld für persönliche Bereicherung nutzen?
Sagt man zu diesen auch „Du Ärmster! Warte, hier hast du eine Spende dafür, daß du andere betrogen hast!“ *Sarkasmus*
Nein, solche Personen gehen dafür ins Gefängnis!

@Sonnenschein und Regen

Das ist kein schönreden, das sind die Fakten. Kein Fakt, sondern klar falsch ist es allerdings zu behaupten, die Alternative Griechenlands sei der Exodus. Eine Pleite und ein Grexit ist nicht das Ende. Und das ist ja noch nichtmal die einzige Alternative. Griechenland stehen diverse Möglichkeiten offen, an die benötigten Mittel zu kommen. Steuerabkommen mit anderen Ländern um zumindest einen Teil der ausstehenden (geschätzt) 70 Milliarden hinterzogenen Steuern zu kommen zum Beispiel. Oder ein Vermögensabgabe. Beides Gebiete, die ich von einer linken Regierung erwartet hätte. Außerdem ist das angesprochene Papier unter Mitwirken Griechenlands entstanden und ist keine einseitige Forderungsliste.

10:26 von Jadawin1974

Die Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel beträgt in Deutschland 7%.
Auf den großen griechischen Inseln betragen die ab sofort statt 6,5% - 23%. Das wird dem griechischen Binnenmarkt sicherlich einen großen Aufschwung bescheren. Und erst recht dem Tourismus. Oder?
Die MwSt-Erhöhung wurde vor allem von Herrn Schäuble durchgestzt. Nur die von ihm geplante Erhöhung für Hotels wurde am letzten Tag der Verhandlungen reduziert - von 6,5% auf 13 statt auf 23%.
Wie war das noch mal in Deutschland mit der Hotelbesteuerung?
Umfrage: "Mit 56 Prozent halten deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen den geplanten Deal mit Griechenland für schlecht. ... Paradox ist allerdings: 46 Prozent der Befragten sind mit dem Vorgehen von Angela Merkel einverstanden." (Welt am Sonntag=
Was die Medien uns so alles verkaufen können. Ist schon toll.
§ 65 Grundgesetz: Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.

@ um 10:50 von harry_up

"Es ist doch wurscht,...
ob ein "Armer" oder ein "Reicher" verarbeitete Lebensmittel kauft, ein Bier bestellt oder Taxi fährt: Jeder bezahlt die gleichen 23% MwSt.
Deshalb ist die Behauptung, ..."die Reichen zahlen nix..." in diesem Zusammenhang unzutreffend."

Nicht ganz "wurscht", denn dem "Armen" bleibt nach der MWST-Erhöhung wenn überhaupt noch weniger übrig, der "Reiche" kann diese Erhöhung auf jeden Fall besser verkraften.

@mau71 (10:40)

Der Artikel suggeriert in keinster Weise, dass Ouzo zu den Grundnahrungsmitteln zu zählen ist. Es wird nur berichtet, dass Ouzo (in der Taverne) von der Mehrwersteuererhöhung betroffen ist. Das ist die einzige Erwähung, gleich zu Beginn. Das Wort Grundnahrungsmittel kommt gar nicht vor. Bleiben sie doch bitte bei den Fakten und was wirklich geschrieben wurde, nicht was sie fälschlicherweise hineininterpretieren.

@harry_up; 10:50

Die Behauptung ist vielleicht nicht hundertprozentig richtig, grundsätzlich ist es aber so, dass ein armer Mensch vielleicht 50 % seines Einkommens für Nahrungsmittel aufwenden muss, während ein reicher Mensch vielleicht nur 0,5 % seines Einkommens für Nahrungsmittel ausgibt. Der Reiche zahlt somit vermutlich genau soviel wie der Arme oder sogar mehr, es trifft den Armen aber ungleich härter, weil er so noch weniger sparen oder konsumieren kann als vorher. Im Verhältnis zum Einkommen zahlt der Arme somit viel, der Reiche fast nichts!

@ um 10:39 von Faktenchecker12

"Zu sagen, dass die Kredite (oder zumindest 90% davon wie oft fälschlicherweise behauptet wird) werden nur für einen bestimmten Zweck (Schuldenrückzahlung) ist komplett unsachlich."

Von den jetzt bewilligten Überbrückungszahlungen in Höhe von 7 Mrd. werden doch nachweislich 3,5 Mrd. für die heute fällige Rate gebraucht. Und rechnen Sie mal die seit Ende Juni bis ca. August fälligen Raten zusammen. Da bleibt von dem neuen Kredit leider nichts, aber rein gar nichts.

@ harry_up

Der Reiche lässt sich sein authentisches Bier aus Tschechien direkt importieren und bezahlt dafür den in Tschechien üblichen MwSt-Satz. ; )

Übrigens Spaß beiseite. Es geht um das Prinzip, das breite Schultern mehr Lasten tragen können und auch sollen. Das ist das Prinzip der "Solidarität". Gab es auch mal in Deutschland. Die MwSt-Erhöhung widerspricht aber diesem Prinzip.

DENN es macht schon noch einen Unterschied, wenn sich z.B. der Preis für die Kukident um € 2 erhöht. Eine Oma mit nur € 200 im Monat muss da bereits schon ganz schön schlucken. Ein einkommenstarker Grieche mit € 4000 lächelt darüber nur ganz kurz.

Sprich: Die Erhöhung der MwSt trifft vor allem (und mal wieder) die Ärmsten und Schwachen am härtesten. Ausgerechnet die also am allerwenigsten zu der miserablen Lage GRs beigetragen haben, denn diese haben vor allem die Reichen mit ihren Spekulationen und Finanzgebaren zu verantworten!

Die Fratze des Kapitalismus wird immer hässlicher!

Warum ...

... regt sich Hierzulande kein Protest ? Es gibt auch in D ein riesiges Heer von Rentnern die jeden Monat mit einer Rente auskommen müssen die den Namen nicht verdient, eine so gern als "Bildungsfern" Titulierten Bevölkerungsschicht geht es nicht besser.
Allein erziehende Mütter die nicht wissen wie sie Ihre Kinder satt bekommen geschweige auch mal in Urlaub fahren können !
Und da regt man sich über einen "umgefallen Sack Reis" auf der nun etwas mehr kostet ??
gehts noch ? Haben WIR keine Probleme ?
Ich weiß, nun bin ich gleich ein Rechtspopulist.
Ja, Griechenland soll und muss geholfen werden! Aber das Thema Griechenland ist - für die Politik und auch die Medien - vorzüglich geeignet von anderen Problemen abzulenken.

Selbst Reis und Kloopapier werden teurer.....

Diese aufgezwungene Mehrwertsteuererhöhung ist nicht nur unsozial,weil Massensteuer,nein sie wirkt auch als Begrenzung von kaufkräftiger Nachfrage.

Bei den von der EU aufgedrückten Privatisierungen wird man in Zukunft sehen,wer sich dort breitmacht:Warren Buffet hat sich gerade mal die Insel Agios Thomas gekauft-für 15 Millionen Euro.Schulz,Gabriel und Schäuble machen´s
möglich.

800 millionen

um wieviele prozentpunkte müsste man die steuern für "einkommen" und/oder kapitalerträge bei den wohlhabenden griechen ab 200.000,- € pa erhöhen, um 800 millionen zusammenzukratzen? geld das ohnehin nur gehortet oder in finanzprodukte investiert wird, weil es kaum möglichkeiten gibt dieses geld auszugeben.
.
ich denke diese einkünfte müssten eventuell um 1 oder 2 prozentpunkte mehr besteuert werden – wahrscheinlich eher um 0,5 prozent – um 800 millionen zusammen zu bekommen, die auf kosten der ärmsten generiert werden.
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und die wohlhabenden griechen (nicht die reichsten) begehren inzwischen auf, dass die steuern für die reichen erhöht werdne sollen.
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in griechenland sterben menschen!
wieso werden NICHT die steuern für die reichen erhöht? gleiches gilt übrigens auch für deutschland. zu kohl-zeiten (alter kommunistischer klassenkämpfer) lag der spitzensteuersatz bei 53% – heute bei 42%.
.
das was mit europäischen bürgern in griechenland veranstaltet wird hat NICHTS mit europa zu tun!

@ um 11:03 von sfrings75

"23% Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sind in der EU völlig normal. "

Sie gehen sicher nicht so oft einkaufen.
In D zahlen Sie 7%, in Frankreich 5,5% bzw. 10%, in Spanien 4%, in Österreich 8%, in Finnland 14%, in Italien 4% bzw. 10%, in Portugal 6%....

@sporm (11:20)

Sie haben meinen eigentlichen Punkt nicht verstanden. Gebraucht wird Geld für alle Ausgaben. Es ist eben nicht so simple wie sie es darstellen. In Juni, Juli und August gibt Griechenland auch Milliarden für andere Dinge aus (Beispiele siehe oben). Und es lässt sich nicht seriös zuordnen, welches Geld aus welcher Einnahmequelle für welche Ausgaben verwendet wird. Genauso gut könnte man sagen, die Schulden werden aus der Einkommenssteuer bezahlt und die Militärausgaben aus der Brückenfinanzierung. Nochmal: Geld ist Geld. Und Griechenland hat zu wenig.

@strubbi

Bravo. Das ist nämlich ein Kernpunkt! In einem Währungsraum sollten zumindest die Kernsteuersätze einmal harmonisiert werden. Aber wir kriegen ja infachste Sachen noch nichtmal in Deutschland auf die Reihe: Wenn eine Stadt viel Geld spart durch Cleverness oder auch dadurch, dass es seine Leistungen einschränkt, wie z.B. die Strassenreiningung einspart und hier die Bürger in die Pflicht nimmt dann kann diese Stadt nachher über den Kommunalsoli der Nachstadt die Strassenreinigung bezahlen.

Sie würden sich aufregen, wenn sie innerhalb

eines Tages 10% mehr bezahlen müssten.

Faktenchecker12

Von wegen "Griechenland wurde zu nichts gezwungen".
Varoufakis sagte bei den Verhandlungen: „Bitte, lasst uns vier oder fünf Reformen beschließen, auf die wir uns alle einigen können und die wir alle für notwendig erachten. Dann können wir sie umsetzen und ihr könnt sie dann beurteilen und zu einer Einschätzung über sie gelangen.“
Die Antwort war:
„Nein, Nein, wir brauchen eine umfassende Einigung, bevor wir diese Reformen durchführen. Wenn diese Reformen jetzt von euch durchgeführt werden, wäre es ein einseitiges Handeln. Wir haben sie noch nicht abgesegnet. Prinzipiell sind wir einverstanden, aber wir haben noch nicht den Primärüberschuss bestimmt.“
Also konnte die griechische Regierung faktisch nichts tun, was ihr in den deutschen Medien vorgeworfen wurde.
Quelle: http://www.zeitschrift-luxemburg.de/wir-haben-ihre-macht-unterschaetzt-e...

es wurde bestimmt, dass es nur dann Gespräche

mit Gläubigern gibt, wenn diese Mwst erhöht wird.

Selbst Reis und Klopapier werden teurer

Drastische Mehrwertsteuererhöhungen, wenn die Binnennachfrage so am Boden liegt wie bei den Hellenen sind nur ein Indiz für die absolute Sinnfreiheit der Reformen. Tsipras lässt die sicherlich nur passieren um sie scheitern zu sehen. Und das werden sie. Jeder BWL-Student im ersten Semester könnte Ihnen das vorrechnen.

@ 11:31 von Faktenchecker12

"Und es lässt sich nicht seriös zuordnen, welches Geld aus welcher Einnahmequelle für welche Ausgaben verwendet wird. Genauso gut könnte man sagen, die Schulden werden aus der Einkommenssteuer bezahlt und die Militärausgaben aus der Brückenfinanzierung. Nochmal: Geld ist Geld. Und Griechenland hat zu wenig."

Richtig. Aber mit immer neuen Schulden wird die Schuldenlast nur noch höher. Ein immer größerer Teil des verfügbaren Geldes, sei es aus eigenen Einnahmen oder Krediten, wird zur Tilgung der Verbindlichkeiten notwendig sein. Griechenland wird schon die jetzigen Schulden nie zurückzahlen können. Von daher bringen Verhandlungen allein nur für neue Kredite überhaupt nichts.

11:09 von Faktenchecker12

Wie wärs mal mit einem Faktencheck ihrerseits?
Steuerabkommen: Über ein Jahr hat die griechische CDU-Schwesterpartei das schweizer Angebot nicht beantwortet.
Jetzt wurde Abkommen geschlossen. Das soll noch diesen Monat durchs griechische Parlament.
Zu den Verhandlungen - Herr Varoufakis: "...Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden ... ein paar Monate später, steckten sie ... zu den Medien durch, dass wir das Land nicht reformiert hätten und Zeit vergeudeten!"
Der österreichische Bundeskanzler: "...Deutschland hat hier eine führende Rolle übernommen in Europa – und in dem Fall keine positive. Außerdem hat Schäuble nicht dazugesagt, was die humanitäre Hilfe gekostet hätte, die man bei einem Grexit auch leisten hätte müssen. ..."

@Sonnenschein und Regen (11:23)

Griechenland hätte allerdings keine Schulden, wenn man seine anderen Ausgaben in der Vergangenheit selbst hätte finanzieren können. Und da muss man nicht weit zurückgehen. Die Verantwortlichkeiten gegenüber die Gläubigern (z.B. IWF) sind real und legitim. Griechenland hat sich dieses Geld geliehen. Und wenn man die Staatspleite vermeiden will - erkärtes oberstes Ziel der Regierung - dann müssen die Schulden bezahlt werden. In der Prioritätsliste der Ausgaben steht der Schuldendienst also ziemlich weit oben und nicht - wie sie es zu sehen scheinen - ganz unten. Aus welchen Einnahmen das Geld dafür kommt, ist letztendlich sekundär. Und ich wiederhole: Einzelne Einnahmen lassen sich nicht seriöse speziellen Ausgaben zuordnen.

Bravo Deutschland!

So soll das sein, bezahlen müssen diese Politik die kleinen Leute, die jetzt noch weniger Geld in der Tasche haben. Die Deutschen nehmen das willig und gehorsam schon seit Jahrzehnten hin. Warum soll es anderen besser gehen! Wenn schon Rückschritte, dann für alle!

@Vereinsamte Staaten: Unsoziale Steuer?

"Was ist das für eine unsoziale, unsittliche Besteuerung?!
Griechenland ist offenbar von der EU und der Troika zum Ausplündern / Ausblutenlassen freigegeben."
Haben Sie und viele andere Foristen hier im Forum sich nicht darüber beschwert, dass Deutschland den Griechen soviel Geld überweisen muss? Jetzt wo Griechenland und seine Bürger, mal selbst etwas für seine Schuldentilgung tun muss, beschweren sich die gleichen Leute wieder über eine unsoziale Besteuerung. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist eine soziale Steuer, weil sie die Reichen mehr trifft, als die Armen. Die Mehrwertsteuererhöhung wird nur ein Teil einer notwendigen Steuerreform in Griechenland ausmachen.

@Vereinsamte Staaten um 10:00

Griechenland ist offenbar von der EU und der Troika zum Ausplündern / Ausblutenlassen freigegeben.
............
Tsipras schießt wieder einmal über das Ziel hinaus und damit den Vogel ab.
.
Die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel von 13 auf 23% zu erhöhen,
geht nicht auf die Kappe der EU, der Troika,
diese Reformvorgabe wurden nicht verlangt.
.
Das Verhalten von Tsipras ist exzentrisch,
nicht mehr Links, sondern Links-Extrem.
.
Tsipras zieht Griechenland damit vollends in die Pleite, in den Grexit.

800 Millionen Mehreinnahmen ?

Die Troika rechnet also damit, daß Gr. mit der MWSt-Erhöhung 800 Mio € mehr einnimmt.
Klingt gut.

Ist aber schlecht für die Rentner, v.a. für die 44%, die schon unter der Armutgrenze und die in der Angst vor einer inzwischen 9ten Rentenkürzung leben.
Ihr einziger Strohalm dürfte sein, daß die verlangten Privatisierungen von Strom- und Wasserunternehmen die Mehrausgaben kompensieren. Allerdings könnte es auch genau andersherum laufen.

Was jetzt fehlt sind Arbeitsplätze. Das könnte auch zur Entlastung der Rentner beitragen, die bisher arbeitslose Verwandte mitfinanzieren mussten.
Bei den geforderten Arbeitsmarktreformen ist aber immer wieder von "vereinfachten Massenentlassungen" die Rede. Das klingt nicht gut.

Das Tal der Tränen, durch das die Griechen Läuterung erfahren sollten, wird für einige noch tiefer und länger.
Vom Licht am Ende des Tunnels reden im Moment viele, aber gesehen hat es noch keiner.
Der einzige Trost: es könnte alles noch viel schlimmer sein.
Das klingt, naja ...

Mehrwertsteuer

die Erhöhung der Umsatzsteuer von
13 auf 23 %
(erhöht den Preis um 9 % Beispiel: 2,00 € Brutto geteilt durch 113 * 123= 2,17699)
ist weniger ein Problem, sondern ob diese Erhöhung auch beim Finanzamt ankommt.
Was nützt es wenn fast jeder Gewerbetreibende 30 - 70 % seines Umsatzes ohne Rechnung / Quittung macht.
Dann landet die erhöhte Umsatzsteuer in den Taschen der zb. Gastwirte.

Und es ist ausgesprochen unsozial Grundnahrungsmittel mit dem erhöhten Umsatzsteuerbetrag zu belegen.
In Deutschland sind die meisten Grundnahrungsmittel mit 7 % belegt, nur alles andere mit 19 %.

Wieder die Armen

Die Armen, die keine Krankenversicherung mehr haben, dürfen wieder zahlen und die Reichen kaufen sich neue Yachts.
Was für eine EU Ordnung.

Die Griechen werden dafür abgestraft, daß sie sich für die EU entschieden haben und das Nachbarland Türkei genießt das Wachstum der Wirtschaft und feiert, daß Frau Merkel die Türkei nicht in die EU aufnehmen wollte.

Herr Juncker beklagt sich auch noch, daß die Welt die EU nicht ernst nimmt und möchte eine eigene Armee haben :-).

@11:16 von Faktenchecker12

Doch, der Artikel suggeriert es! Warum wohl wurde der Ouzo gleich als einleitender Vorspann genutzt? Um gleich einen Aufreger für jene anzusetzen, die schon immer genau wussten, dass "die faulen Griechen den ganzen Tag Ouzo auf Kosten des deutschen Steuerzahlers trinken.

Grundnahrungsmittel wurden sehr wohl auch genannt - Reis und Mehl z.B. gehören nämlich dazu!

@Inge N.

Verzeihen sie mir wenn ich den Aussagen von Varoufakis, der demokratische Regierungen Terroristen nennt und durch noch viel mehr unseriöse und unverschämte Behauptungen aufgefallen ist, keinen Glauben schenke. Noch dazu in einer Zeitschrift, die nach eine Marxistin benannt ist. Dieser Mann taugt nicht mal im Ansatz als eine glaubwürdige Quelle. Aber nehmen wir mal an, dieser Dialog hätte exakt so stattgefunden. Ihr Schlussfolgerung ist trotzdem falsch. Das griechische Parlament hätte trotzdem jede Maßnahme beschließen können, die ihnen sinnvoll erscheint. Dafür was sie beschlossen und auch was sie nicht beschlossen haben, sind die Entscheider schon selbst verantwortlich. Und die sitzen in Athen, nicht Brüssel oder Berlin. Mag gut sein, das Tsipras, Varoufakis und Co sich genötigt fühlen, aber die einfachen Fakten sprechen eine klare Sprache. Dafür seine Möglichkeiten nicht auszunutzen kann niemand anderes verantwortlich gemacht werden.

Das gute an einer Mwst Erhöhung ist aber

das jeder seine Steuerabgaben selber in der Hand hat. Bei einer Rentenkürzung ist alles Geld weg. Und alle die vom Grexit faseln: Gr. würde dann in ein absolutes Nichts abstürzen. Alle Schulden wären dann zwar unbezahlbar und deshalb wohl zu streichen, aber niemand würde nach diesem Desaster und Reformunwillen der Gr. denen auch nur eine müde Drachme leihen. Da Gr. jetzt schon überhaupt mit der Einnahmen und Ausgabensituation nicht klar kommt, würde Gr. auf dritte Weltlandniveau abstürzen. Also versucht man alles um einen Grexit zu verhindern (finde ich auch vernünftig mittlerweile). Die Schulden werden nach den ersten sichtbaren Reformen auf 1000j gestreckt also quasi nicht zurückgezahlt, da wette ich drauf. Aber erst mal müssen die Gr. auch was zeigen, sonst können die anderen Europäer das nicht ihren Wählern und Parlamenten verkaufen, das Gr. schon wieder Milliarden bekommt. Weil warum sollen wir immer später in Rente und Gr. bekommt Geschenke für nichts und leere Versprechungen.

In der jüngsten Vergangenheit...

...war GR nicht in der Lage die komplette Mehrwertsteuer einzuziehen. Bestes Beispiel dafür war die Insel Santorini. Sehr viele Touristen, sehr gute Einnahmen bei den Kaufleuten. Aber unterm Strich wurde viel weniger MwSt. an den Staat wie in den Vorjahren überwiesen. Wie nennt man das ? Betrug.
Ich glaube nicht an eine Gesundung dieses Landes. Irrwitzig und unlogisch ist auch die weitere Bereitstellung von 7 Milliarden Euro mit gleichzeitiger Rückzahlung von 4,2 Millia.an die EZB und 2 Millia. an den IWF. Das ist doch nur eine Hin-und Herschieberei von Geldern.

11:44 von davidw.

"Die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel von 13 auf 23% zu erhöhen,
geht nicht auf die Kappe der EU, der Troika,
diese Reformvorgabe wurden nicht verlangt."

Sie wurde verlangt. Punkt für Punkt. Und das Gesetz war pünktlich zu beschließen. Gefälligst.

@whisky&Sonnenschein und Regen

Um ehemalige Regierung gehts nicht. Dass die totale Versager waren, steht für micht nicht weiter in Frage. Fakt ist aber, dass auch die neue Regierung - meinem Informationsstand nach - dieses Geldpotential bisher nicht oder kaum angezapft hat. Wenn das geschieht - aber wirklich erst wenn - dann werde ich voll des Lobes sein (in diesem einen Punkt).
Und zur Vermögensabgabe: Wer soll sie geschluckt haben? Denn die einzigen, die das können, sind die Griechen selbst. Varoufakis hat vor ein paar Wochen das explizit ausgeschlossen.

Als in Deutschland die MWSt

Als in Deutschland die MWSt um 3% auf fast alles erhöht wurde ( Mehreinnahmen viele Milliarden und keine lächerlichen 0,8 ) und der Soli eingeführt wurde gab es kein Geschrei wie in Griechenland. Wenn GR sein BIP nicht erhöht wird der Lebensstandard deutlich sinken.

@Faktenchecker12

"Griechenland wurde zu nichts gezwungen und auch nicht erpresst [...] Es ist komplett unsachlich dafür die EU und/oder die Troika verantwortlich zu machen"

Griechenland steht mit dem Rücken zur Wand. Die Voraussetzungen für weitere Verhandlungen sind an Forderungen der Troika geknüpft.
Diese Forderungen erfüllt Gr. nun.

Es gibt einen klaren sachlichen Zusammenhang zwischen den nun beschlossenen Gesetzen und den Forderungen der Troika: es wird genau das beschlossen, was die Troika fordert.

Eine weitere Voraussetzung ist übrigens die "Rücknahme von Gesetzen, die 2015 beschlossen wurden und nicht mit den Institutionen abgesprochen waren."

http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-1095.html

Das sei auch an die Adresse derer gesagt, die immer wieder meinten, Tsipras hätte ja längst schon diese oder jene Reform umsetzen können.
Spätestens jetzt müsste er sie alle zurücknehmen, denn es gab in den letzten 6 Monaten keine gültige Absprache.

Reis und Klopapier, aber ...

Milliardär Warren Buffett und US-Filmstars kaufen jetzt griechische Liegenschaften und Inseln für Millionen € aber trotzdem zu Spotpreisen.
... und da lies man, dass die Eilande Privatpersonen gehören und daher keinen Cent in die Staatskasse bringen.
In Deutschland zahlt man horrend und grenzwertig bis zu 6,5 % Grunderwerbsteuer, das kassieren z.B. Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Saarland. Wer hier kauft finanziert das böse GR-Spiel indirekt mit.

Was in GR nicht erhoben wird muss die MWSt ausgleichen. Steuerbescheide für über 70 Mrd.€ wurden nicht bezahlt ohne jede Sanktion! Nichts funktioniert, trotzdem werden weiter rund 800.000 Beamte bezahlt, Renten und Pensionen dazu. Die werden nicht erwirtschaftet, Steuern nicht erhoben, man lebt auf Kosten Dritter. Deutsche Sparer werden milliardenschwer enteignet, Steuerzahler haften, die ganz sicher noch zur Kasse gebeten werden. Aber man berichtet über Reis und Klopapierpreise in Griechenland.

mau71 (11:51)

Nein, tut er nicht. Ouzo wird nicht als Grundnahrungsmittel bezeichnet und auch nicht mit Reis oder Mehl gleichgesetzt. Sie interpretieren absichtlich Dinge hinein, die dort einfach nicht stehen. Ouzo ist ein typisch griechisches Produkt, deswegen wird damit eröffnent. Und weil es nunmal so ist. Ende der Geschichte. Ihre Aussage ist unverschämt und ebenso ist es die Unterstellung, die Tagesschau wollte das suggerieren. Vollkommen unbegründet.

@ pkeszler

"Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist eine soziale Steuer, weil sie die Reichen mehr trifft, als die Armen."

Lernt man einen solch groben Unfug im Grundstudium BWL oder woher kommt dieser Satz? Sicher, dass der Dozent sich nicht nur einen Scherz mit den naiven Studenten erlauben wollte, als er das "so" gesagt hat?

Im Ernst: Klar bezahlen die Reichen mehr bei der MwSt drauf, denn die kaufen sich halt auch viel mehr Dinge. Belasten tut die das aber nur unwesentlich. Kaufen diese sich halt nicht 3 Audis sondern "nur" 2. Und abends geht man trotzdem ordentlich feiern.

Genau das tut aber eine MwSt. von 23% bei den Ärmeren: Sie belastet deren zur Verfügung stehenden minimalen Geldreserven gewaltig. Und statt abends zu feiern, stürzt sich dann so jemand demnächst von der Brücke.

Erhoffte 800 Millionen......

....Mehreinnahmen durch die MwSt.-Erhöhung.
Eher ein kläglicher Betrag angesichts der gewaltigen Schuldensumme.

@spom (11:40)

Da sind wir absolut einer Meinung. Griechenland braucht einschneidende Maßnahmen, sowohl intern als auch was die Schulden angeht. Nur Sparen und Umschuldung (was ja längst stattfindet, von privaten zu öffentlichen Gläubigern) wird (höchstwahrscheinlich) nie zu einem auf eigenen Beinen stehenden Griechenland führen. Das Hauptproblem dürfte dabei die Innenpolitik der anderen Euroländer sein. Dem (deutschen, französischen, finnischen usw) Volk zu verkaufen, dass das Geld "weg" ist und man die Bürgschaften einlösen müssen wird, ist sehr schwierig. Auch fehlt in Griechenland (sowohl im Volk als auch der Politik) meiner Einschätzung nach das Verständnis, dass es ohne tiefgreifende Reformen nicht geht (und nein, dass ist ausnahmsweise kein Euphemismus für Sparmaßnahmen). Es geht vielmehr um strukturelle Dinge zur Wirtschaftsstärkung und eine Verbesserung der Einnahmen.

@DeHahn

"Weder ist diese Politik christlich noch sozial, sie dient einzig und allein dem Kapital. Das hat doch Frau Merkel im Sozialismus als Sekretärin für Agitation und Propaganda tagtäglich von sich gegeben. Und nun ist sie vom Gegenteil überzeugt?"

Mit solchem Personal in Führungspositionen musste ja der Sozialismus scheitern ... :)

"Wenn dereinst doch ein Schuldenschnitt unvermeidlich ist, dann sitzt sie zwischen allen Stühlen."

Solange die Griechen sich weitere Kürzungen oder wie hier: Erhöhungen gefallen lassen, kann man den Schuldenschnitt vielleicht bis nach der nächsten BT-Wahl hinauszögern.
Dann wird einfach behauptet, die Umstände hätten sich geändert und gut ist.
Es wäre nicht das erste Mal, daß ein "Mit mir wird es keinen xyz geben" sich als, sagen wir mal vorsichtig "Irrtum" erweist.

tja

Schön zu sehen,wie das Prinzip 'Teile und Herrsche' immer noch prächtig funktioniert...

Hat Herr Schulz nicht vor ein paar vor Wochen noch gesagt,man wolle auf keinen Fall eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Rentenkürzung um die normalen Bürger nicht zusätzlich zu belasten? So wichtig war ihm das Anliegen dann wohl doch nicht.

Luftbuchungen….

Das Leben verteuert sich erheblich für die verarmte griechische Gesellschaft und das soll zur Gesundung der maroden Staatsfinanzen beitragen…?

Was nutzt diese Erhöhung, wenn die Touristen wegbleiben, weil man bspw. gegenüber der Türkei als Urlaubsland nicht wettbewerbsfähig ist, weil zu teuer, und die inländische Bevölkerung den Konsum entsprechend drosselt?

Überdies wird seit Langem beklagt, dass es in Griechenland an einem wirksamen Steuersystem mangelt, dass die erhobene Steuer auch wirklich in die Kassen des Staates spült und somit die Erhöhung der Mehrwertsteuer auch wirklich zu Mehreinnahmen führt.

Ich denke, dass sind wieder Luftbuchungen der Institutionen, die die weiteren Kredite rechtfertigen sollen, wohl wissend, dass nur ein Bruchteil, wenn überhaupt, der Rechnung aufgehen wird.

12:01, Werner40

"Als in Deutschland die MWSt um 3% auf fast alles erhöht wurde ( Mehreinnahmen viele Milliarden und keine lächerlichen 0,8 ) und der Soli eingeführt wurde gab es kein Geschrei wie in Griechenland. Wenn GR sein BIP nicht erhöht wird der Lebensstandard deutlich sinken."

Es gab Geschrei wie in Deutschland üblich (Wahlbetrug! etc). In Griechenland ist wohl anderes Geschrei üblich.

Zu Ihrem letzten Satz: Der steht da etwas beziehungslos. Denn Verbrauchssteuererhöhungen führen natürlich dazu, dass das BIP weiter abstürzt. Der Lebensstandard wird also deutlich sinken, was er schon die letzten fünf Jahre kontinuierlich tut.

@Orfee: Wieder die Armen - nein alle zahlen MWS!

"Die Armen, die keine Krankenversicherung mehr haben, dürfen wieder zahlen und die Reichen kaufen sich neue Yachts. Was für eine EU Ordnung."
Was hat denn das jetzt mit der EU zu tun? Das ist doch überall auf der Welt so, selbst in den USA.
Wer viel Geld hat, kann sich mehr leisten. In Deutschland bekommt man beim Kauf eines neuen Autos oder eines Fernsehers u.a. auch keine Mehrwertsteuer geschenkt, auch nicht als armer Rentner. Da müssen Sie doch auch 19 % Mehrwertsteuer bezahlen, außer für Lebensmittel und Bücher.

Aufwachen! Bitte!!! Das wollte man auch schon hier bei uns!

Zitat:" Für viele Waren und Dienstleistungen, für die bislang der ermäßigte Satz von 13 Prozent galt, wird nun der reguläre Satz von 23 Prozent fällig."
Auch bei uns stand schon häufiger die Aufhebung des ermäßigten MwSt. (7 %) auf Lebenmittel, Bücher. etc. zur Diskussion!
Man wollte sie ebenfalls auf die normale 19% anheben.
Und bei uns gibt es noch weitere direkte Verbrauchsteuern: z. B. Kaffeesteuer (1 kg Röstkaffee über 2 Euro !!)
Von der Treibstoffsteuer ganz zu schweigen (65 Cent auf jeden Liter)
Es würde mich einmal interessieren, was die einzelnen EU-Staaten erheben!
Das wären Fakten!

@AlterSimpel (12:01)

Zusammenhang? Offensichtlich. Zwang, Erpressung? Nein. Am Ende entscheiden die Griechen. Die Regierung, das Parlament, das Volk. Es gab mehrere Neuwahlen in den letzten fünf Jahren, dazu das Referendum. Kann niemand (ernsthaft) behaupten, die Griechen hätte nicht die Wahl. Und wenn man sich für weitere Hilfspakte entscheidet, auch wenn nur wegen der erhaltenen Kredite, dann ist das trotzdem eine freie Entscheidung, auch wenn es dafür Bedingungen gibt. Ansonsten würden sie den anderen Regierungen die selbe Entscheidungsfreiheit absprechen. Dieser Kurs ist nicht alternativlos, der Grexit ist nicht ausgeschlossen, nur nicht gewollt. Ist es die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera? Ja. Aber es ist eine Wahl. Und die Verantwortung dafür, dass man vor dieser Wahl steht, trägt Griechenland selbst. Im Übrigen gab es bis Ende Juni durchaus ein Programm, ausgehandelt von der alten Regierung und im Februar verlängert.

11:02, sfrings75

"Ich finde es echt traurig, dass wir weder in der Schulde noch in der Ausbildung zum Bankangestellten lernen, wie unser Finanzsystem wirklich funktioniert."

Wenn das gelehrt würde, dann würden es ja offenbar, wie irrwitzig dieses ganze Konstrukt ist. Der Grund, weswegen es nicht massiven, breiten Widerstand gegen unser Finanzsystem gibt, liegt daran begründet, dass die meisten gar nicht verstehen, wie es funktioniert.

Eigentlich tun das nur noch Hans Olaf Henkel und Peer Steinbrück, nach Aussage des letzteren.

@RoyalTramp

"Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist eine soziale Steuer, weil sie die Reichen mehr trifft, als die Armen."
Lernt man einen solch groben Unfug im Grundstudium BWL oder woher kommt dieser Satz?"
Wahrscheinlich hat der Dozent beim BWL- Studium aber mehr Ahnung von Wirtschaft und Steuern, als so mancher Forist hier im Forum.
Wer einen größeren Teil seines Einkommens für seinen Lebensunterhalt, hauptsächlich für Lebensmittel, ausgibt, dem kommt natürlich der ermäßigte Steuersatz für Lebensmittel prozentual mehr zu Gute, als bei den Reichen, die viel mehr in Restaurants essen gehen und den vollen Mehrwertsteuersatz bezahlen müssen. Insofern ist diese Steuer gerechter, als andere Steuern.

@pkeszler

"Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist eine soziale Steuer, weil sie die Reichen mehr trifft, als die Armen."

Jeder Mensch braucht gleich viel zu überleben.
Arme und Reiche müssen nun einen gleichen Betrag zusätzlich bezahlen, zB für Reis.
Der Arme hat aber von seinem kleinen Budget weniger übrig als der Reiche, er kann sich zB keine Medikamente mehr leisten, während das im größeren Budget des Reichen noch möglich ist.
Was also soll daran bitte "sozial" sein?

Eine MWSt-Erhöhung wirkt sich wie eine Preiserhöhung für das Lebensnotwendige aus. Sie war noch nie "sozial".
Nebenbei belastet sie den für Griechenland so wichtigen Binnenkonsum zusätzlich.

Diese geforderte Reform ist Austerität 2.0, sie nutzt allein den Kreditgebern und ist, zum jetzigen Zeitpunkt sozialer Sprengstoff.

Allein die Logik der Krise diktiert, daß man diese "Reform" jetzt erzwingt: weil man es jetzt kann und die Menschen Angst vor noch Schlimmerem haben.

11:09, Gambit

"Als Folge werden nun ständig die EU und die Währungsunion verteufelt, obwohl (nach aktuellem Wissensstand) NUR Griechenland den €uro mit vollem Wissen und somit Absicht „heruntergewirtschaftet“ hat."

Ein Blick in die Staatshaushalte der anderen Eurostaaten sollte Sie eines besseren belehren. Allein "Wir" haben über zwei Billionen € Schulden und reißen die Maastrichtkriterien deutlich. Wenn man die Verschuldung pro Kopf herunterbricht, dann ist die pro Grieche übrigens nicht höher als pro Deutschem. Der Unterschied liegt darin, dass GR kein Industrieland ist und deswegen keine Sicherheiten dagegengerechnet werden können.

Außerdem ist GR für insgesamt 3% der Euroraumschulden verantwortlich. Big Deal.

Es war schon in der Schule so, dass der Kleinste immer die Prügel abbekam. Das sind wohl menschliche Instinkte der unangenehmen Art, an die diese ganze Pleitegriechenkampagne appelliert.

Und wenn der Kleinste dann weggemobbt ist, kommt der Nächstkleinste an die Reihe....

...

Ging die Französische Revolution nicht ähnlich los? Der unterschied ist, heute gibt es die "Demokratie" und damit sie Vorstellung man könnte alles richten mit dem Kreuz an der richtigen stelle. Jetzt wird der Griechischen Bevölkerung vor Augen geführt das sie keine macht besitzt etwas zu ändern. Alles was es jetzt noch braucht ist Einen charmanten Führer der zur Gewalt und Tötung der Aristokraten aufruft und wir haben wieder das Mittelalter...

@12:05 von Faktenchecker12

Dass Ouzo als Grundnahrungsmittel bezeichnet wird, habe ich ebenso wenig behauptet, als dass er mit diesen gleichgesetzt wird!
Danke für Ihre Aussage "... und weil es nunmal so ist..." - da präsentieren Sie hier doch endlich mal Fakten ;)

re auslandsrentner

"Der Euro verliert täglich an Kaufkraft"

Bei fast nicht vorhandener Inflation ist der Satz natürlich reiner Unfug.

"Mit deutlichen Mehrkosten müssen wieder die Klein-Rentner rechnen, die sich in der Hoffnung auf eine stabile Währung permanent im Ausland aufhalten und trotz ihrer Kleinrente auf einen würdevollen Lebensabend hoffen"

Wer seine Rente einem Wechselkursrisiko aussetzt ist selbst schuld.

@AlterSimpel:"GR steht mit dem Rücken zur Wand. Die ...

... Voraussetzungen für weitere Verhandlungen sind an Forderungen der Troika geknüpft. Diese Forderungen erfüllt GR nun."

Es ist normal, dass der Kreditgeber eines bankrotten Landes, dass die finanziellen Hilfen mangels Rückzahlungsmöglichkeiten de facto als Geschenke erhält, auch die Bedingungen der Kreditvergabe bestimmt. Schließlich werden die Mittel i.H.v. 86 Mrd. aus dem Europäischen Rettungsschirm mit den europäischen Steuerzahlern als Bürgen geleistet.

Diese Entwicklung hat die Tsipras-Regierung selbst zu verantworten, zumal sie kein Plan B hatte, nachdem das Land nach eigenen Vorstellungen bzw. Reformen in eigener Regie und ohne neue Schulden aufzubauen wäre. Dann hätte sich GR auch eine Fortsetzung der Austeritätspolitik in noch drastischerer Form ersparen können. Die verantwortlichen Syriza-Politiker machten aber nur unhaltbare Wahlversprechen - ohne ein Konzept entwickelt zu haben für die Umsetzung ihrer Ideen. Offenbar waren die heeren Syriza-Ideen nicht praxistauglich.

@AlterSimpel:"GR steht mit dem Rücken zur Wand. Die ...

... Voraussetzungen für weitere Verhandlungen sind an Forderungen der Troika geknüpft. Diese Forderungen erfüllt GR nun."

Es ist normal, dass der Kreditgeber eines bankrotten Landes, dass die finanziellen Hilfen mangels Rückzahlungsmöglichkeiten de facto als Geschenke erhält, auch die Bedingungen der Kreditvergabe bestimmt. Schließlich werden die Mittel i.H.v. 86 Mrd. aus dem Europäischen Rettungsschirm mit den europäischen Steuerzahlern als Bürgen geleistet.

Diese Entwicklung hat die Tsipras-Regierung selbst zu verantworten, zumal sie kein Plan B hatte, nachdem das Land nach eigenen Vorstellungen bzw. Reformen in eigener Regie und ohne neue Schulden aufzubauen wäre. Dann hätte sich GR auch eine Fortsetzung der Austeritätspolitik in noch drastischerer Form ersparen können. Die verantwortlichen Syriza-Politiker machten aber nur unhaltbare Wahlversprechen - ohne ein Konzept entwickelt zu haben für die Umsetzung ihrer Ideen. Offenbar waren die heeren Syriza-Ideen nicht praxistauglich.

@ Gambit, 11:09

"Ständig lese ich Kommentare, wie arm und bemitleidenswert die Griechen sind. Dabei wird immer vergessen, dass beinahe alle Griechen aktiv oder passiv von der Korruption, Misswirtschaft, etc. der Vergangenheit profitiert haben! Dies reicht von der Putzfrau bis zum Bankdirektor!

Das traurige an der Situation ist nicht, dass nun die Griechen die Rechnung präsentiert bekommen, sondern der Fakt, dass ganz Europa für deren Fehlverhalten zahlen/büßen muss! "

Offenbar teilt fast niemand Ihre Sicht der Dinge , obwohl sie eindeutig zutreffend ist.

Und das Klientelsystem in Griechenland wird sich wohl so schnell auch nicht ändern,- dazu ist es zu tief in der Gesellschaft verwurzelt.
Alle sog. Finaz"hilfen" sind vergeudet und von ihnen profitieren die Nutznießer dieses fragwürdigen Systems nur weiterhin, letztendlich auf Kosten und zum Schaden der anderen Europäer, vornehmlich der deutschen.

Wie war es denn damals bei uns?

Auch wir hören immer wieder das Märchen, dass mit dem Euro KEINE Teuerung einhergegangen war. Klar, die Miete wurde korrekt 1:2 umgerechnet, auch das Gehalt.
Mit hochpreisigen Waren im Warenkorb wie Auto und Fernseher die werbewirksam abgerundet wurden, und ebenfalls abgerundeten selten benötigten Güter (Klo- und Zahnbürste) wurde der Schnitt gedrückt. Aber bei Zahnpasta, Klopapier, Brötchen und Brot, da wurde aufgerundet. Genau mit diesem "Kleinvieh" des täglichen Bedarfs wird bei Preiserhöhungen, MwSt-Erhöhungen etc. der grosse Reibach gemacht und man kann medienwirksam hervorheben, dass es ja gar nicht so schlimm ist, weil anderes, teures und selten benötigtes nicht betroffen ist.

@mau71

Ähm, Ouzo ist ein typisch griechisches Genußmittel und wird als solches in der Einleitung erwähnt.
In keiner Weise wird in der Formulierung angedeutet, es handele sich um ein Grundnahrungsmittel.

Wenn Sie das als manipulativ und suggestiv ansehen, sagt das mMn weit mehr über Sie aus, als über den Stil der Tagesschau.
Joghurt und Fahrscheine werden auch in der Einleitung erwähnt... hmm lecker Fahrscheinsalat mit Joghurtdressing.

Oder formuliert der Artikel schlicht, daß eine ganze Bandbreite von Produkten und Dienstleistungen betroffen sind, ohne darauf Bezug zu nehmen wie diese definiert sind?
Das Wort Grundnahrungsmittel kommt gar nicht vor und neben Mehl und Reis sind etliche Dinge ebenfalls erwähnt, die nicht in diese Kategorie fallen - der Ouzo ist eins von vielen.

Ich habe eher den Eindruck, Sie wollen den Artikel unbedingt so interpretieren, daß Sie wütend sein können.

Ich habe kürzlich aus einem Interview eines Toilettenpapier

Herstellers erfahren, dass der Deutsche für den Abschluss eines großen Geschäftes Geschäftes ca. 20 Blatt Zellstoff nutzt, im Süden Europas sind es 10 Blatt und die Skandinavier haben mit 30 Blatt ein besonders intensives Reinigungsbedürfnis. Weitere Einsparungen für den Süden halte ich anhand dieser Zahlen und für eine optimale Hygiene zumindest quantitativ für nicht empfehlenswert.

Die eigentliche Frage aber die sich mir stellt ist, ob sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer überhaupt auf die Belastung der GR im Alltag auswirkt, da dort bislang die Einnahme von Steuern stets stark vernachlässigt wurde.

Wenn wir über Versagen und Zahlen daraus sprechen dann über solche:

n-tv 20.7.15
"Seitdem Tsipras angetreten ist, bewegte sich un den Verhandlungen erst einmal garnichts: Die Hängepartie kostete das Land nach Reuters-Berechnungen 63 Milliarden Euro. Allein die Verzögerungstaktik der vergangenen drei Wochen habe rund 30 Milliarden Euro gekostet, sagte ein hochrangiger EU-Vertreter."

mau71 (12:50)

Haben sie Informationen, dass Ouzo von der Mehrwertsteuererhöhung ausgenommen ist? Sicher unterlaufen auch der Tagesschau mal Fehler. Aber ihre Suggestions-Unterstellungen sind komplett an den Haaren herbeigezogen. Das ist keine Gedicht von Schiller zur freien Interpretation. Das ist ein Nachrichtenartikel. Lesen, verstehen, fertig. Und jetzt lassen sie uns diese Diskussion, die niemals hätte anfangen sollen, endlich beenden. Außer natürlich sie haben was Handfestes und nicht nur ihre Interpretation.

@Didi

"Ich denke, dass sind wieder Luftbuchungen der Institutionen, die die weiteren Kredite rechtfertigen sollen"

Damit haben Sie wohl leider recht.
Im Wesentlichen bleibt die Troika-Politik dieselbe.
Mit harschen und plakativen Maßnahmen soll ein drittes Hilfspaket vor der eigenen Bevölkerung gerechtfertigt werden.
Den Preis dafür, daß die Geldgeber wie bisher via Griechenland v.a. ihre eigene Kredite gegenseitig bedienen, müssen, auch wie bisher, die Griechen zahlen.

Und das nur, weil die Euroländer sich nicht trauen, ihren Wahlvölkern die eventuelle Notwendigkeit eines Schuldenschnitts (und damit ihr eigenes, 5jähriges Versagen) zu offenbaren.

Verständlich auch, daß die versprochenen 35 Juncker-Investitions-Milliarden nur recht verschämt erwähnt werden, denn ob sie den bisher angerichteten Schaden der Troika (Rückgang BIP um 25%) überhaupt noch zumindest ausgleichen können, ist höchst fraglich.
Selbst wenn, es hilft nur der "arbeitenden Mitte", die Rentner blieben dabei außen vor.

12:15, Faktenchecker12

" Das Hauptproblem dürfte dabei die Innenpolitik der anderen Euroländer sein. Dem (deutschen, französischen, finnischen usw) Volk zu verkaufen, dass das Geld "weg" ist und man die Bürgschaften einlösen müssen wird, ist sehr schwierig."

Die Staatsschulden Griechenlands belaufen sich auf 3% der Euroraumgesamtverschuldung. Würden die komplett von den übrigen Euroländern übernommen, dann können Sie leicht ausrechnen, um welchen Prozentsatz sich die Verschuldung dieser Länder erhöhen würde.

Die Privatvermögen in Deutschland sind, wie eine andere Meldung heute auf tagesschau.de besagt, im letzten Jahr um 2,8% gestiegen.

Ja, der deutsche Michel wird bis auf's Hemd ausgezogen, und nachfolgende Generationen werden schwer an der "Griechenrettung" tragen....

Mehrwertsteuererhöhung stärkt die Binnennachfrage

Die Anhebung der Mehrwertsteuer um 10 Prozentpunkte auf 23 Prozent wird zu einer Stärkung der Binnennachfrage in Griechenland führen.

Die Vorgaben der Institutionen wird sich als ein Segen für Griechenland erweisen. In diesem Jahr werden sich die Steuereinnahmen um 800 Mio. Euro erhöhen, im nächsten Jahr werden es dann bereits 2 Mrd. Euro sein. Das ist das Geld, welches die griechische Regierung dringend für Investitionen benötigt!

@Gambit (11:09)

Mitleid lässt sich nicht abstellen, nur weil man weiß, dass eine Situation selbstverschuldet ist. Das ist nur menschlich. Problematisch wird es erst dann - und das geschieht ganz massiv - wenn versucht wird die Verantwortung auf andere abzuwälzen. Wahlweise die EU, Deutschland oder die Banken. Ich glaube an Selbstverantwortung, sowohl individuell als auch als Gesellschaft. Und ich weiß, dass die Griechen sich die Krisen größtenteils selbst "eingebrockt" haben. Aber deswegen tut mir ein weinenender griechischer Rentner trotzdem leid oder wenn jemand seine Medikamente oder sein Essen nicht mehr bezahlen kann. Das schließt sich nicht aus.

12:01, gman

"Deutsche Sparer werden milliardenschwer enteignet"

Wie man hier heute lesen kann, sind die Privatvermögen in Deutschland im letzten Jahr um 2,8% gestiegen.

So eine Enteignung lasse ich mir gefallen.

@AlterSimpel

"Diese geforderte Reform ist Austerität 2.0, sie nutzt allein den Kreditgebern und ist, zum jetzigen Zeitpunkt sozialer Sprengstoff."
Sie fordern also indirekt, dass die anderen Staaten der Eurozone weiterhin die Schuldenpolitik Griechenlands unterstützen und auf weitere Schuldentilgungen verzichten sollen? Preiserhöhungen sind auch in den anderen Ländern, die einen noch niedrigeren Lebensstandard als die Griechen haben, nicht gern gesehen und wollen eben nicht mehr für Griechenland aufkommen. Wann soll denn Griechenland mit der Schuldentilgung beginnen, wenn nicht jetzt?

13:02, Laureat

"Die eigentliche Frage aber die sich mir stellt ist, ob sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer überhaupt auf die Belastung der GR im Alltag auswirkt, da dort bislang die Einnahme von Steuern stets stark vernachlässigt wurde."

Selbstverständlich müssen die Verbraucher den erhöhten Mehrwertsteuersatz bezahlen.

Ob der dann von den Händlern auch abgeführt wird, ist eine andere Frage, aber für den Verbraucher völlig unerheblich.

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