Kommentare

Mein Beiled

den Angehörigen.
Das Mitleid mit den Bergsteigern , na ja.....
Jeder der dort hinauf steigt hat seinen TOT mit einkalkuliert, alles Andere ist unrealistisch.
Einzig die Sherpas , die für ein paar lumpige € ihr Leben riskieren um diese Egozentriker da hinaufzubringen haben mein allertiefstes Mitgefühl.
Schade um die Recourcen , die die Rettungskräfte im Tal jetzt wohl bitter benötigen würden, aber leider müssen Die ja die zahlenden Ausländer vom Berg pflücken.

@nordstern 2

Ich würde es schon etwas differenzierter betracht. Ohne den Tourismus im Himalaya und am Everest wäre Nepal noch viel ärmer als ohnehin schon. Sie müssen bei ihren Ressourcen schon Rettungsaktionen für Touristen mit einkalkulieren.

Jedes Menschenleben ist gleich, also traure ich genauso um jeden Bergsteiger wie um jeden Einheimischen, der durch diese Naturkatastrophe sein Leben verloren hat.

@Mark McWire

Selbstverständlich ist jedes Leben gleich zu betrachten.
Auch mit dem Einwand des Tourismus mögen Sie in gewissen Sinne und sehr differenziert recht haben.
Es ist aber doch wirklich so das Derjenige der sich " wissendlich " in Lebensgefahr begibt einfach auch damit rechnen MUSS bei seinem Vorhaben zu Tode zu kommen. Die Sherpas werden bei einer, Lt. TS Prämie von 10000 $ p.P mit 200 € im Monat abgespeist. Das finde ich für eine solche Leistung schlicht zu wenig, außerdem haben diese Armen , lt. TS kaum Geld für eine Vers. für die Familie.
Leider passiert es auch immer wieder das dann auch noch Retter in Lebensgefahr geraten oder gar zu Tode kommen bei diesen Vorhaben.
In diesen Regionen finde ich einfach Extremsport sollte keinesfalls auf Kosten Anderer gehen. Wenn 2 Ereignisse dann kausal zusammenfallen werden die eh schon Benachteiligten wieder den Kürzeren ziehen. Leider

@ nordstern 2

Es ist völlig berechtigt, die Tourismusmassen am Everest sachlich zu kritisieren.

Aus der Ferne aber Menschen zu verurteilen spricht nicht für eine kompetente Sichtweise.

Mein Beileid den Opfern und Ihnen mein Mitleid.

Wie man es macht, macht man es falsch

Auch mir bereitet es ein gewisses Grummeln, dass stark limitierte Ressourcen (Hubschrauberflüge) nun bevorzugt zur Bergung von Touristen eingesetzt werden, anstatt den unzähligen, von sonstigen Verkehrswegen abgeschnittenen Nepali zu Hilfe zu kommen.

Das Land hängt aber wirtschaftlich vom Tourismus ab. Würde die Entscheidung andersherum ausfallen, kämen in Zukunft weniger Touristen und vielen Nepali würde die Existenzgrundlage entzogen.

Das ehtische Dilemma der Triage: Wem wird zuerst geholfen, wem danach, wem nicht.

Nichtsdestotrotz, auch verletzte Bergsteiger haben m.E. ein Recht auf Rettung, egal ob freiwillig/"selbstverschuldet" dort. Wer schon mal in dieser Höhe war weiß, wie schnell die Umgebungsbedingungen feindlich werden können.

Was bleibt ist der ungute Geschmack, dass der Reiche im Zweifelsfall doch immer im Vorteil ist.

Mein nepalesischer Freund befindet sich in Sicherheit, das ist für mich die schönste Nachricht des Tages.

Hier

kommen jährlich einheimische Rettungskräfte um Ihr Leben und zurück bleiben Frauen und Kinder.
WO ??
In Island.
WARUM ??
Weil Touristen, die teuer bezahlte Touren ; TROTZ WETTERWARNUNG UND VERBOT SEITENS DER BEHÖRDEN; durchführen und dann in Schwierigkeiten kommen.
Bilanz 2014.
2 Tote RETTER. 1 Tote Touristin. UND 5 aus Lebensgefahr gerettete Touristen.
Fragen Sie mich bitte nicht wer da in der TRIAGE an LETZTER Stelle stehen sollte.
Die Touren kann man absagen und es ist höchstens der Stolz verletzt aber kein Kind verliert seinen PAPA

@ nordstern 2

Ich nehme an, Sie beziehen sich auf mich.

Ich möchte definitiv nicht in der Haut des zuständigen Entscheidungsträgers stecken, denn Prügel wird er in jedem Fall beziehen.

Und einfach zu sagen, der Extrembergsport sollte aus Prinzip unterbleiben, wird der wirtschaftlichen Situation des Landes und seiner Menschen nicht gerecht.

Zudem sind die geografischen Bedingungen anders - eine Tour mal eben abzusagen geht nicht so einfach, wenn der Treck über Wochen ausgelegt ist. Die Bergsportler sind dann nämlich schon irgendwo im Gelände.

Das sind keine Tagestouren; unter 2 Wochen bis zu Monaten läuft da so gut wie nichts.

Wie ein anderer Kommentator sagte: Differenzierte Sichtweise.
Öfters mal gibt es kein "nur so ist richtig".

Gruß

Mitleid

Ob Sherpa oder gesponsorter Bergsteiger, beide sind Menschen und verdienen die Hilfe ihrer Artgenossen, sofern möglich. Aber ein Sherpa und der Bergsteiger aus der Industrienation wissen sehr genau, das oberhalb der letzen bewohnten Ortschaft im Himalaya der Lebensraum des Homo sapiens endet. Trotz des Wissens aller Gefahren, zieht es den Wohlstands- Esel aufs Glatteis, inklusive seiner Sherpas Horde.
Soviel zum Mitgefühl der Lebensmüden.
Wir sollten mal langsam über einen Entschädigungsfonds für Bergsteiger und Sherpas im Himalaya nachdenken.
Übrigens ist nicht jeder männlicher Nepalese auch ein Sherpa.

@ Träumer 22:14 - aufwachen!

"...kämen in Zukunft weniger Touristen und vielen Nepali würde die Existenzgrundlage entzogen."

Der Tourismus liegt vorerst und mindestens auf mittlere Sicht auf Eis - und damit auch die Existenzgrundlage Nepals.

Selbst wenn man mit den Bergungs- und Aufräumarbeiten dank ausländischer Hilfe relativ "gut" vorankommt, ist nicht abzusehen, wie lange, wie viele Jahre es dauern wird, bis eine halbwegs funktionierende Infrastruktur (wieder) hergestellt sein wird. - Ganz zu schweigen vom Vertrauen der Bergsteiger in den Berg! Viele der Einheimischen werden versuchen, die Region zu verlassen.

@ Bernd Hartenhauer

Mit Verlaub, nicht jeder, der sich in Nepal zu Fuß in die Bergwelt aufmacht, will auf den Everest.
Es gibt dort viele Wandertouren ohne klettertechnische oder sonstige Anforderungen - hervorragend geeignet für jeden, der sich gerne bewegt, die Natur liebt und Anstrengung nicht scheut, sofern er mit der Höhe klar kommt.

Soviel zum Wohlstands-Esel und Lebensmüden.

Was rasch endet, sind Straßenverbindungen. Dörfer sind noch viele, viele Tagesmärsche entfernt anzutreffen.
Das erschwert aktuell zusätzlich die Hilfsmaßnahmen wie auch die "Bergung" von "geschockten" Touristen.

Auch ich habe Kritik an konkreten Auswüchsen des Bergtourismus aufgrund eigener Erfahrungen vor Ort.

Pauschalisierungen helfen jedoch nie weiter.

Gruß

@ Caro-Line

Ich staune, ganz ehrlich, was Sie so alles sicher wissen.

Gewiß, der Aufbau wird einiges an Zeit beanspruchen. Allerdings ist es nicht das erste schwere Beben gewesen, und jedesmal wurden die Städte wieder aufgebaut und sind zudem gewachsen.

"Ganz zu schweigen vom Vertrauen der Bergsteiger in den Berg!"
Welchen Berg meinen Sie bitte?
In Nepal gibt es einige Tausende.

"Viele der Einheimischen werden versuchen, die Region zu verlassen."
Ach so. Dann sagen Sie mir bitte doch auch, wohin. So als Mittelloser, der sich keine (Aus-)Reise leisten kann.

Ich war vor Ort. Habe mit zahlreichen Nepalis gesprochen. Habe einen Freund dort.

Ernstgemeinte Frage: Sie auch?

Gruß

Pauschalierung vs Lebensmüdigkeit

Sicher ist die Bergwelt mit all ihren Fazinationen für den Menschen ein besonderes Highlight und wird es immer bleiben.
Aber jeder Mensch, wecher wohlwissend den natürlichen Bereich verläßt, handelt vorsätzlich fahrlässig und reißt zudem noch viele Einheimische mit in Tod, welche mangelnder Bildung der Glückseeligkeit des Geldes verfallen sind.
Natur ist der Bereich, wo menschlisches Leben möglich ist.
Bei genauerem Hinschauen stellt man fest, das die sogenannte Natur als Lebensraum für den Menschen kleiner ist als man glaubt.
Pauschalierungen gegen Lebensmüde helfen sicher nicht weiter, Fehleinschätzungen der Sachlage aber auch nicht.

@ Bernd Hartenhauer

"Aber jeder Mensch, wecher wohlwissend den natürlichen Bereich verläßt..."

Wie definiert sich denn der "natürliche Bereich"?
Ihnen ist schon bewusst, dass auch in Nepal Touren möglich sind, die unter Alpenhöhe bleiben?

Zudem je nach Route eine sehr gute Infrastruktur mit festen Unterkünften etc. besteht.

Ein Klassiker ist die Annapurna-Umrundung.
Die letzte Nachtunterkunft steht auf knapp 5.000 m, der Pass liegt auf gut 5.400 m und - perverserweise - erhalten Sie selbst dort oben Mars, Coca-Cola und Pringels...

Gruß

@ Bernd Hartenhauer - Nachtrag

"Natur ist der Bereich, wo menschlisches Leben möglich ist.
Bei genauerem Hinschauen stellt man fest, das die sogenannte Natur als Lebensraum für den Menschen kleiner ist als man glaubt."

Auf dieser Route befindet sich in einer Richtung das letzte dauerhaft von Menschen bewohnte Dorf auf 4.500 m, jenseits des Passes eine Kleinstadt auf 3.800 m...

... wo menschliches Leben möglich ist...

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