Ihre Meinung zu: Machtergreifung der Roten Khmer vor 40 Jahren

17. April 2015 - 9:52 Uhr

Kambodscha erinnert an die Machtergreifung der Roten Khmer unter Pol Pot vor 40 Jahren. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Millionen Opfer der Gewaltherrschaft. Die Aufarbeitung kommt nur schleppend voran.

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Kommentare

Ein kleiner Blick

in die Geschichte zeigt den Verursacher dieser Tragödie: Wenn die Franzosen die Kolonien in Indochina friedlich aufgegeben hätten und die USA den Vietnamkrieg nicht auf Laos und Kambodscha ausgeweitet hätten, wäre die Kmer Rouge niemals so stark und so rigoros geworden.

Die Roten Khmer ...

.
...sind ebenfalls ein klassisches Beispiel
dafür, daß der Kommunismus men-
schenverachtend ist, weil er Menschen
durch Massenmord tötet.

1,7 Millionen Kambodschaner in knapp
drei Jahren ermorden lassen - das hat
noch nicht mal "Herr Dschugaschwili",
(ein Bankräuber), besser bekannt als
Josip Stalin, in dieser kurzen Zeit ge-
schafft. Der benötigte für seine "Säube-
rungen" eine längere Zeit.

Warum erhebt sich das kambod-
schanische Volk nicht gegen die
nach wie vor Herrschenden und in
die Pol-Pot-Ära (mit)-Verstrickten ?

der sozialismus hat wieder nicht gesiegt

scheinbar hat linke politik noch nie
zu freiheit und wohlstand für die breite
masse der bevölkerung geführt,sondern nur
zu drangsal und tot ,wenn sie konsequent
angewandt wird.
aber gut,125 versuche sind gescheitert,vielleicht gelinkt es beim 126 zigten.

Gewaltherrschaft und

Gewaltherrschaft und massenhaftes Töten von Menschen sind krank - gleichgültig unter welcher Flagge die Gewalttäter segeln.
Wie die Geschichte beweist, sind solche
Gewaltherrschaften keineswegs ausschließlich in kommunistischen Systemen zu finden.
Gewalt löst keine Probleme, sondern schafft neue.

um 10:30 von flegar

Absolute Zustimmung zu Ihrem Kommentar. Gruß.

Hun Sen

Pol Pot hat ein Blutbad angerichtet.
Ähnlich wie Stalin und Mao wollte er die Gesellschaft neu erfinden.
Es war ein gebildeter, in Paris studierender Mann. Seine rote Gesinnung mit aller Macht durchsetzen war sein Wille.
Binnen drei Monate war die Struktur des Landes zerstört.
Jetzt regiert Hu Sen seit dreißig Jahren in dem bettelarmen Land.
Auch er ein Mann mit roter Gesinnung aber durch und durch korrupt.
Beispiel: Ankor Wat
3 Millionen Besucher pro Jahr

Eintritt 20 Dollar am Tag
Die Ausbeutung des Tempels, Einnahme und Verwaltung der Einnahmen hat Hu Sen per Vertrag einer Vietnamesischen Firma übergeben mit einem Vertrag über 50 Jahre.
Von den 60 Millionen Dollar Eintritt sehen die Kambodschaner nur einen kleinen Teil. Hu Sen flüchtete damals nach Vietnam. Aus der Zeit stammt seine Verbindung.
Dieses ist nur ein kleines Beispiel über einen Menschen mit der ach so guten roten Gesinnung.

Die Kontrolle der Weltöffentlichkeit hatte versagt

Vielleicht erinnern sich noch manche, in welchem Umfang damals versucht wurde, die Verbrechen in Kambodscha zu negieren (Verlangen nach "Beweisen" im Fall eines völlig abgeschotteten Staates sind absurd), herunterzuspielen oder davon abzulenken (z.B. mit Verweis auf die bösen USA). Gerade die linken Gruppen haben sich derart hervorgetan, denn irgendwie fühlte man sich wohl dem Steinzeitkommunismus Pol Pots verbunden. Man hoffte auf einen neuen Weg, neben dem versagenden Russlands, Chinas und Jugoslawiens.

Seitdem ist man für schwerste Menschenrechtsverletzungen, insbesondere Massenmorde und Genozide, hellhöriger geworden. Das internationale Vorgehen gegen Serbien aber auch jetzt gegen die IS sind Beispiele positiver Weiterentwicklungen des Völkerrechts.

Auch wenn diese Möglichkeit, in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates unter irgendeinem Deckmäntelchen einzugreifen, auch missbraucht wurden, so im Fall Irak seitens der USA und im Fall der Ukraine seitens Russlands.

Kommunistische Ideologie

und Faschistische Ideologie liegen sehr nahe beieinander. In Deutschland fühlt sich Kommunismus aber eher harmlos an, da die Deutschen mit Faschismus die schlimmeren Erfahrungen gemacht hat als mit dem Kommunismus. Das dürfte in manchen Ländern der Erde anders herum sein.

um 10:36 von Carlsand

Zitat: "Der Sozialismus hat wieder nicht gesiegt." Zitat Ende. Richtig. Gesiegt hatte wieder einmal ein Gewaltregime, egal, ob ein rechtes oder linkes. Hätte der Sozialismus gesiegt, wäre die Welt jetzt ein bessere.

Das hat nichts...

mit Kommunismus zu tun. Es sind Diktaturen wie in vielen anderen Ländern auch. Aber wir brauchen uns mit unserer Demokratie auch nicht so weit aus den Fenster lehnen. Gefangennahme und Folter ohne Gerichtsprozesse in Guantanamo. Und das Gefängnis besteht heute noch. Ein Land zu Bombadieren wegen Angeblichen Chemiewaffenbesitz. Und selbst wenn dann, ist es ein Grund ein Land anzugreifen !?
Das mit Kambotscha war Schrecklich, gewusst haben es derzeit alle. Wurden aber von der Weltgemeinschaft Massnahmen unternommen um das zu Unterbinden ?!
Und heute wiederholt sich die Geschichte nur in einen anderen Land mit der IS. Die Namen haben sich geändert, die Gräultaten Leider nicht.

Unser Herr Kretschmann hat gratuliert!

Kein Witz. Der amtierende Ministerpräsident von den Grünen in Baden-Württemberg, Herr Kretschmann, war bei der Machtergreifung der Roten Khmer damals beim Kommunistischen Bund Westdeutschland. Und dort hat Herr Kretschmann ein Glückwunschtelegramm zum Pol Pot zur Machtergreifung über Kambodscha geschickt.
Herr Kretschmann von den Grünen hat den größten Massenmörder des 20. Jahrhunderts nach Hitler und Stalin gratuliert! Das muss man sich mal vorstellen!
Und unsere Presse tut das stillschweigend unter den Tisch kehren. Die stört sich nicht daran! Ich aber denke das gehört heute öffentlich gemacht!

Hun Sen war Kommandeur eines Rote-Khmer-Regiment!

@ LLogik 67
Er ist aber dann zu den Vietnamesen übergelaufen und von den Vietnamesen nach ihren Sieg über die Steinzeitkommunisten der Roten Khmer als Stadthalter in Kambodscha eingesetzt worden.

@ Wohlzufrieden

Meine These
zum Nachdenken

Der am meisten soziale Staat ist der unsozialste Staat.
Der Mensch nimmt sich nicht so viel wie er braucht, sondern so viel wie er bekommen kann.
Darum funktioniert jede rote Gesinnung nicht, sondern ist, da sie diese These nicht berücksichtigt, unmenschlich.

@Bürger Europas: Jugendsünde

Jemand hat mal gesagt: wer mit 18 nicht Kommunist ist, der hat kein Herz, wer es mit 28 immer noch ist, hat keinen Verstand.

Betrachten wir das also genau wie die Sponti-Vergangenheit eines durchaus anerkennenswerten späteren Außenministers als "Politische Jugendsünde". Vielleicht wusste er es nicht besser, und von den Missetaten Pol Pots war vielleicht auch noch nicht soviel bekannt.

Was mich jenseits dieser Betrachtung aber immer wieder fasziniert ist dies: Während rechtsextreme Ansichten in DEU (verständlich aus dem historischen Kontext) als "Igitt!" gebrandmarkt werden, gelten linksextreme immer noch als "schick" und "progressiv", und historisch belegte Massenmörder zieren auch heute noch als Ikonen ungestraft T-Shirts und Wahlplakate.

Eigentlich merkwürdig, wo man doch angesichts weltweit über 100 Mio Toter im Namen dieser Ideologie (lt. dem "Schwarzbuch des Kommunismus") genauso sagen könnte:
"Kommunismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen."

11:31 von Technocore

"Was mich jenseits dieser Betrachtung aber immer wieder fasziniert ist dies: Während rechtsextreme Ansichten in DEU (verständlich aus dem historischen Kontext) als "Igitt!" gebrandmarkt werden, gelten linksextreme immer noch als "schick" und "progressiv", und historisch belegte Massenmörder zieren auch heute noch als Ikonen ungestraft T-Shirts und Wahlplakate."

Schade, dass die Verbrechen, die in diesem Teil Asiens geschehen sind, ideologisch nun genutzt werden. Agent-Orange, kurz vorher in der selben Region Asiens eingesetzt, ist ähnlich abscheulich.
Das alles hat nichts mit "Igitt!", "schick" und "progressiv", zu tun. Es ist Beides furchtbar und abscheulich!

@MUJO um 11:06

Das hat nichts mit Kommunismus zu tun. Es sind Diktaturen wie in vielen anderen Ländern auch. Aber wir brauchen uns mit unserer Demokratie auch nicht so weit aus den Fenster lehnen. Gefangennahme und Folter ohne Gerichtsprozesse in Guantanamo. Und das Gefängnis besteht heute noch. Ein Land zu Bombadieren wegen Angeblichen Chemiewaffenbesitz. Und selbst wenn dann, ist es ein Grund ein Land anzugreifen !?
Das mit Kambotscha war Schrecklich, gewusst haben es derzeit alle. Wurden aber von der Weltgemeinschaft Massnahmen unternommen um das zu Unterbinden ?!

Ich darf mal Ihrer Logik folgen: Wenn die Vorgänge in Kambodscha "nichts mit Kommunismus zu tun" haben, was hat dann "unsere Demokratie" mit "Gefangennahme", "Folter" und "Bombadieren" [sic!] zu tun?

"ist ebenfalls eng mit der

"ist ebenfalls eng mit der Zeit der Roten Khmer verbunden."

vorsicht bei sowas. Wie gleich danach auch bemerkt wechselte er die Seiten. Menschen koennen sich aendern, koennen Fehler machen. Kiesinger war ja auch eng mit der NSDAP verbunden, trotzdem war er ja dann halbwegs tragbar.

10:30 von flegar

Ein kleiner Blick
in die Geschichte zeigt den Verursacher dieser Tragödie: Wenn die Franzosen die Kolonien in Indochina friedlich aufgegeben hätten und die USA den Vietnamkrieg nicht auf Laos und Kambodscha ausgeweitet hätten, wäre die Kmer Rouge niemals so stark und so rigoros geworden.///
*
*
"Dasselbe können Sie den Russen bei Ihrem Versuch der Befriedungs Afghanistans vorwerfen!" Da halt ichs mehr mit:

10:51 von Seacow
Kommunistische Ideologie
und Faschistische Ideologie liegen sehr nahe beieinander. In Deutschland fühlt sich Kommunismus aber eher harmlos an, da die Deutschen mit Faschismus die schlimmeren Erfahrungen gemacht hat als mit dem Kommunismus. Das dürfte in manchen Ländern der Erde anders herum sein.

wenn-wenn nicht wäre

""um 10:30 von flegar"
------------
ja ganz toll,wenn sich alle an die gesetze
halten würden,bräuchten wir keine polizei.
und schuld sind natürlich immer die anderen.

Rote Khmer

@windsbraut123:
Nein!
Es sind beides beides abscheuliche Taten. Aber sie sind nicht "ähnlich abscheulich". Man vergleicht keine Genozide. Auch nicht mit anderen Kriegsverbrechen. Solche Relativierungen sind einfach nur daneben. Genau wie die englischen Bombenabwürfe im zweiten Weltkrieg den Mist der Nazis irgendwie besser gemacht hätte sollte man hier nicht durch Ablenkung relativieren.

um 11:29 von LLogik 67

Zitat: "Der Mensch nimmt sich nicht so viel wie er braucht, sondern so viel, wie er bekommen kann." Zitat Ende. Ja, das sind im Sozialismus alle, denen es dann auch gut geht, und im Kapitalismus sind es jene, die schon alles haben, und der große Rest geht leer aus. Siehe Armutsbericht.

ad LLogik 67, 11:29 ; Zudem ...

.
...setze ich noch einen drauf !

Die kommunistischen Diktaturen (von
1 freiwilligen Kommunismus habe
ich - merkwürdigerweise - noch niemals
etwas gehört, gesehen oder gelesen !)
bestrafen de facto die Fleissigen +
belohnen die Faulen (DDR)

Deshalb funktionieren derartige "Syste-
me" nicht, bzw. sie können gar nicht
existieren (Ideologie hin oder her).

Solange der Mensch 1 Raubtier auf
2 Beinen ist, kann dessen Gier nur
durch Formen sozialer Marktwirt-
schaft am ehesten in eine halbwegs
erträgliche Gesellschaft kanalisiert
werden.

Gier ausschalten ginge m.E. nur mit
Gefängnis ("Gulag"-Lösung à la UdSSR
-Sibirien) oder mittels Gehirnchirurgie
und genverändernden Maßnahmen.

Soweit ist die Medizin noch nicht,
aber ich bezweifle, daß das Raubtier
Mensch dieses überhaupt zulässt !

Der Mensch ist das unvollkemmenste
Wesen auf der Erde - Tiere hören auf
zu fressen, wenn sie satt sind.
Da fangen die meisten Gierschlinge
bei den Humanoiden erst an !

Der Mensch - Krone der Schöpfung ?

Der Westen ist mitverantwortlich

Ich möchte daran erinnern, dass nach dem Einmarsch Vietnams, dem Sturz Pol Pots 1979 und dem nachfolgenden Bürgerkrieg der Westen (also auch die damalige BRD) die Roten Khmer unterstützt und die neue von Vietnam gestützte Regierung nicht diplomatisch anerkannt hat. Die Steinzeitkommunisten haben Dank der Unterstützung durch die USA ihren Sitz bei den Vereinten Nationen bis 1993 behalten dürfen, weil man gegen Vietnam eingestellt war (obwohl Vietnam dem Morden ein Ende gesetzt hatte). Ohne Unterstützung durch den Westen hätte der Bürgerkrieg in Kambodscha nicht mehr als 10 Jahre angedauert.
Hier wurde eine unheilige Allianz mit China geschlossen. China hat Pol Pot 1975 an die Macht gebracht und ihn zum Ermorden eines großen Teils der Bevölkerung ermuntert (Umsetzung der Lehre von Mao).

noch eine Anmerkung

Ich möchte auch noch anmerken, dass die Kommunisten der damaligen DDR die diplomatischen Beziehungen zu Kambodscha während der Herrschaft von Pol Pot (1975 bis 1979) unterbrochen haben.

@Technocore, 11:31

Ihr "jemand" war übrigens Winston Churchill, also ein Erzkonservativer, das nur zur Einordnung.

Leider nennen Sie für Ihre "historisch belegten Massenmörder" keine Beispiele. Der Massenmörder Pol Pot ist mir jedenfalls bisher (zum Glück) weder auf T-Shirts noch auf Wahlplakaten begegnet.

Was mich an Ihrer Betrachtung fasziniert, ist, dass Sie die "Segnungen" des politischen (Neo-)Liberalismus in ihren Horrorkabinett anscheinend nicht für erwähnenswert halten.

Eigentlich seltsam, wo man doch angesichts von etwa 10 Mio. Hungertoten jährlich genauso sagen könnte: "Kapitalismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen."

@wohlzufrieden

Ihre Heranziehung des armutsberichts zur SozialismusVerherrlichung und Verlagerung der Massenmordverbrechen in Kambodscha von den Kommunisten auf die USA ist schon ein starkes Stück.

Es gibt on Deutschland keine absolute Armut, wie sie sie für ihre KapitalismusKritik heranziehen denn es hungert niemand, niemand muss auf der Straße leben, jeder wird von der Gemeinschaft versorgt.

Die relative Armut, das einige weniger als andere haben wird es immer geben, wer das verleugnet verleugnet die Einzigartigkeit jedes Menschen und ist daher kein Fehler des Kapitalismus sondern seine Stärke und die größte schwäche sozialistischer Wirtschaftssysteme.

12:50 von

12:50 von elcondorpasa
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das wuste ich nicht,das ehrt ja die -ddr-
da stellt sich die frage,warum haben sie
da keine lehre aus bezogen? aus dieser sogenannten -endstufe- des sozialismus,dem kommunismus.
aber,welche länder hatten denn überhaupt
diplomatische beziehungen zu kombodscha
in der zeit?

@flegar

"zeigt den Verursacher dieser Tragödie: Wenn die Franzosen die Kolonien in Indochina friedlich aufgegeben hätten und die USA den Vietnamkrieg nicht auf Laos und Kambodscha ausgeweitet hätten..."

Typischer Reflex: Schuld sind scheints nicht die Roten Khmer und dessen Finanziers, die Chinesen, sondern natürlich die pösen Westmächte Frankreich und USA.

Der Vietkong, der ja Südvietnam angegriffen hat, wich für den Nachschub auf Routen in Laos und Kambotsch aus, da die Routen innerhalb Vietnams von den USA verschlossen waren.

Daraufhin bombardierte die USA diese Routen. Das hat aber sicher nichts mit den Roten Kmer zu tun. Vielmehr kämpften diese bereits viel früher im Norden des Landes mit Unterstützung Chinas gegen den Pro-westlichen Diktator in Kambotscha. Nach Abzug der USA war der Weg frei.

@ MUJO

"Das mit Kambotscha war Schrecklich, gewusst haben es derzeit alle. Wurden aber von der Weltgemeinschaft Massnahmen unternommen um das zu Unterbinden ?!"

Wie hätte das denn aussehen sollen? Die Roten Khmer wurden massiv von China unerstützt. Die einzigen, die da hätten eingreifen können, waren die USA. Aber die wollten natürlich nach den Protesten in der westlichen Welt nicht gleich wieder ein zweites Vietnam. Das wäre bei der Bevölkerung nicht durchgekommen.

Der wahre Schuldige ist hier sicher China, denn ohne dessen Unterstützung hätten die Roten Khmer das -zweifelsohne auch grausame Regime- in Kambotscha nicht stürtzen können.

@Technocore

"Kommunismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen."
Wenn ich Ihrer Logig folge, dann sind Christentum und Islam auch Verbrechen.
Komunismus, Sozialismus Kapitalismus sind Geselschaftsformen und bedeuten nicht zwangsläufig Gewalt. Nur die Wege der Umsetzung der Geselschaftsformen können oder besser gesagt waren immer blütig. Christianisierung und Islamisierung haben auch nicht weniger Opfer gebracht. Weil jede Ideologie wurde und wird von Eliten für Massenmobilisierung mit dem Ziel der Machergreifung benutzt. Wohl gerade deswegen, weil jede dieser Lehren Vorteile für die Anhänger versprechen sind die für deren Missbrauch prädestiniert.

Kein vergeben, kein vergessen

Was für die Kriegsverbrechen der Nationalisten und Faschisten (beides übrigens 2 paar Stiefel. Ich mag es nicht wenn man das gleichsetzt!) gilt, gilt auch für die Kommunistischen Verbrechen. Stalin, Mao, die Roten Khmer. Auch das darf man niemals vergessen, niemals vergeben. Man muss aber auch bedenken das ein Kommunistisches Land (Vietnam) dem Einhalt geboten hat. Den Kommunismus an sich zu verteufeln ist also auch falsch, es gibt viel zu viele Zweige des Kommunismus, dabei aber auch nicht vergessen das dass Kommunistische Vietnam auch keine Weiße Weste hat. Hoffen wir das die Opfer und deren Angehörige genugtuun erfahren

Ach und in Deutschland ist es doch nicht viel anders als in Kambodscha. Hier kann sich auch keiner mehr die Nazigräuel vorstellen und viele wollen davon auch nichts mehr hören

Grüße eines Sozialisten.....

um 13:51 von erixx

Sehr guter Kommentar. Gruß.

@flegar

"Wenn die Franzosen die Kolonien in Indochina friedlich aufgegeben hätten und die USA den Vietnamkrieg nicht auf Laos und Kambodscha ausgeweitet hätten, wäre die Kmer Rouge niemals so stark und so rigoros geworden."

Bei der ersten Aussage muß ich Ihnen zustimmen...

Bei der zweiten Aussage, muß ich leider entgegnen....

Denn: Hätte Nordvietnam mit seinen sogenannten "Ho-Chi-Minh-Trail" nicht die Neutralität Kambodschas ins Absurdum geführt, dann wäre dieser Krieg ein Krieg in Vietnam geblieben.

Nicht die USA weiteten den Krieg nach Laos und Kambodscha aus, sondern das kommunistische Nordvietnam mißbrauchte und unterwanderte die NEUTRALITÄT beider Staaten!

Übrigens: Ho Chi Minh träumte davor schon lange von einem Vereinten Kommunistischen INDOCHINA....

@Hrvat

"Den Kommunismus an sich zu verteufeln ist also auch falsch"
Ich stelle mir gerade vor, hier würde jemand schreiben: "Den Faschismus an sich zu verteufeln ist also auch falsch"...

Man darf sich diese Hintertürchen nicht offen halten, dass es viele Strömungen des Kommunismus gibt und es vielleicht doch sein könnte, dass eines davon irgendwann mal zum Guten führt. Ich wünsche mir, dass man diese Hoffnung aufgibt, solange ich lebe.

@Wohlzufrieden

Einspruch
die Funktionäre eines solch sozialistischen Staates werden mehr haben als die anderen.
Wie hieß es in der DDR.
Aus unseren Betrieben kann man noch viel mehr herausholen.
Das haben die Menschen dann auch wörtlich genommen.

@HugoMauser

"Der wahre Schuldige ist hier sicher China, denn ohne dessen Unterstützung hätten die Roten Khmer das -zweifelsohne auch grausame Regime- in Kambodscha nicht stürzen können."

China schickte 18 000 Berater nach Kambodscha...alles junge Angehörige der vordem in China marodierenden "Roten Garden", die Mao wieder gerne beruhigt haben wollte....weil seine Ziele (u.a.: Vernichtung seiner Kritiker) erreicht waren.
So exportierte China seine "Grosse Proletarische Kulturrevolution" 1=1 in seinen 'Vorgarten'.

Die Khmer Rouge waren übrigens mit Original-Waffen und -Uniformen aus China ausgerüstet.....

11:29 von LLogik 67

"...Der am meisten soziale Staat ist der unsozialste Staat.
Der Mensch nimmt sich nicht so viel wie er braucht, sondern so viel wie er bekommen kann.
Darum funktioniert jede rote Gesinnung nicht, sondern ist, da sie diese These nicht berücksichtigt, unmenschlich."

Das mag ja nach Ihrer Llogik so sein, führt aber, wenn man diesen Gedanken weiterverfolgt, in eine von Gier und Geiz geprägte Welt, in der ich nicht leben möchte. Denn letztendlich wird genau diese Einstellung zu dem diktatorischsten System führen, dass es geben kann: der Alleinherrschaft des oder der Gierigsten und Geizigsten über den Rest der Weltbevölkerung. Kann man das wollen, ist das dann menschlich?

@Izmi

Einspruch:
Die Antwort ist:
ein freiheitlicher Rechtsstaat mit einer sozialen Marktwirtschaft um diese These in gesündere Bahnen zu lenken.
Das muss erarbeitet werden und kann vorgeschrieben werden wie in einer Diktatur.

@ Llogik 11:29

"...Der am meisten soziale Staat ist der unsozialste Staat."

Ich weiß nicht, worauf Sie diese These stützen.
Für mich wäre ein sozialer Staat (sofern es den im Wortsinne gäbe) am sozialsten.

"Der Mensch nimmt sich nicht so viel wie er braucht, sondern so viel wie er bekommen kann."

Hier liegt die Krux begraben. Aber dies ist das Gegenteil von "sozial".
Diese Aussage mag auf Sie (und leider die Mehrheit) zutreffen, aber es gibt auch noch anders denkende und handelnde Menschen.
Ich brauche für mich bewusst so wenig wie nötig und habe dadurch Ressourcen frei, anderen etwas zu geben.

"Darum funktioniert jede rote Gesinnung nicht, sondern ist, da sie diese These nicht berücksichtigt, unmenschlich."

Entschuldigung?
Es funktioniert genau solange nicht, wie jeder für sich, wie Sie es postuliert haben, ganz selbstverständlich so viel wie möglich haben will. A-sozial oder unmenschlich, wie Sie richtig sagen ;).

Das alles hat nichts mit "rot" zu tun, sondern mit Egoismus.

@Autograf

"Die Kontrolle der Weltöffentlichkeit hatte versagt

Vielleicht erinnern sich noch manche, in welchem Umfang damals versucht wurde, die Verbrechen in Kambodscha zu negieren (Verlangen nach "Beweisen" im Fall eines völlig abgeschotteten Staates sind absurd), herunterzuspielen oder davon abzulenken (z.B. mit Verweis auf die bösen USA). Gerade die linken Gruppen haben sich derart hervorgetan, denn irgendwie fühlte man sich wohl dem Steinzeitkommunismus Pol Pots verbunden."

Sehr richtig....

Und: Das ZK der SED gratulierte die Roten Khmer über das NEUE DEUTSCHLAND zum "grandiosen Sieg über das Lon Nol-Regime".....genauso wie der westdeutsche *KBW und andere "progressive Kräfte" der guten alten BRD.

*der KBW schickte übrigens 1978 eine eigene Delegation zu seinem Politstar Pol Pot nach Phnom Penh.

@ 16:58 von träumensollteerlaubtsein

Mein Dank für diesen Kommentar.

Endlich mal ein wenig Logik statt all dieser Un - Llogik.

Gruß, zopf.

17:11 von Mayaguez_75

"Vielleicht erinnern sich noch manche, in welchem Umfang damals versucht wurde, die Verbrechen in Kambodscha zu negieren ..."

Richtig. Vor allem die Zusammenarbeit und Unterstützung der "Khmer Rouge" durch die USA ist mir noch deutlich in Erinnerung, als die vietnamesischen Truppen versuchten, PolPot und seinen Krieg nach innen und außen zu stoppen.

12:28 von Spoing

"Man vergleicht keine Genozide. Auch nicht mit anderen Kriegsverbrechen. Solche Relativierungen sind einfach nur daneben. Genau wie die englischen Bombenabwürfe im zweiten Weltkrieg den Mist der Nazis irgendwie besser gemacht hätte sollte man hier nicht durch Ablenkung relativieren."

Sie scheinen es doch durch eine andere Brille zu sehen.
Beide Verbrechen gehen von Vorsatz und Missachtung des menschlichen Lebens aus. Den Opfern wird man nicht gerecht, theoretische Unterschiede zu diskutieren.
Die Schublade mit den Nazis und britischen Bomben ist hier ebenfalls nicht angebracht.
Seltsam, dass in diesen Foren teilweise nicht anerkannt wird, dass Gewalt an Menschen gleich zu bewerten ist!

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