Ihre Meinung zu: OSZE-Mission in Ukraine: Schwierig, aber besser als nichts

24. Februar 2015 - 2:31 Uhr

Die OSZE soll die Waffenruhe in der Ukraine überwachen. Keine leichte Aufgabe - zumal beide Konfliktparteien der Organisation vorwerfen, auf der falschen Seite zu stehen, wie der stellvertretende Missionsleiter sagt. Henryk Jarczyk hat ihn getroffen.

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Kommentare

Satelliten

"Das Minsker Abkommen erlaube es der OSZE, nun auch Satellitenbilder und Radar zu benutzen."

Wer hat denn die Nutzung von Satelliten bisher verboten?

Toll!

Mal eine andere Perspektive! Herzlichen Glückwunsch an Henryk Jarczyk - dem es als erstes eingefallen ist mal mit der OSCE zu sprechen! sehr interessant.

Leider aber auch etwas oberflächlich. Wo ist den die Antwort auf die Frage wer den Waffenstillstand gebrochen hat? Welche Informationen hat die OSCE über die Hilfslieferungen? Gibt es zwischen mariupol und der russischen Grenze eine russische Armee die sich auf den Angriff vorbereitet? Welche Rolle spielt das JCCC? Wie Ist da die Stimmung zwischen russischen und ukrainischen Soldaten?

Soviele fragen...

Mangels Mandat kann die OSZE nicht wirksam kontrollieren

Wenn die Befehlsgewalt bei der politischen Führern und vor Ort bei den Kommandeuren liegt, sind die OSZE-Beobachter auf die Zusammenarbeit und den Willen der örtlichen Führer angewiesen. Das Minsker Abkommen erlaubt zwar die Verwertung von Satellitenaufnahmen und den Einsatz von Drohnen, aber ein Mandat zur Durchsetzung bei den politischen und militärischen Führern hat die OSZE nicht. Das war von Putin in Minsk so gewollt.

Im Ergebnis führt das dazu, dass die Prorussen bei Mariupol weiterhin angreifen und versuchen, wie angekündigt die strategisch wichtige Stadt in ihre Gewalt zu bekommen. Eine Eroberung ist weiter nicht ausgeschlossen. Und bei Donezk und Debalzewo wird auch weiterhin geschossen. Der Waffenabzug kann von der OSZE mangels Verifizierung der Waffen, ihrer Verbringung und Stationierung ebenfalls nicht ordnungsgemäß kontrolliert werden. Der Kreml macht es der OSZE bewusst schwer, ihrer Aufgabe voll gerecht zu werden.

Angreifen

Man kann es nicht oft genug schreiben, auch wenn es bei den Kiew-Abschreibern nicht ankommt: Kiew und insbesondere deren nationalistische Kampftruppen wollten nie eine tatsächliche Einigung. Deshalb werden sie jede mögliche Provokation selbst veranstalten, dh. schießen und anschließend "Haltet den Dieb rufen".
Wer darauf immer noch hereinfällt kann einem Leid tun. Weitaus mehr leidet aber die betroffene Bevölkerung. Was, bitte sehr, ist eigentlich für erklärte Europäer so schrecklich an einer Autonomie oder gar Föderalisierung eines ethnisch schon immer zweigeteilten Landes? Wieso glauben hier einige, sich für kundig haltende, dass alleine Zentralismus zur "Befriedung"" nötig ist?
Gibt es eigentlich auch Hinweise auf eine Zusammenarbeit zwischen Kiew und der OSZE?

Vertrauenssache

Die Situation der OSCE ähnelt dem eines Ringrichters, der vollkommen regelwidrig und wie verrückt auf einander einprügelnde Boxer auseinanderhalten soll, und dies noch, ohne selbst Schaden zu erleiden. Denn im Gegensatz zu manchen investigativen Journalisten sind wohl die meisten OSZE-Beamten nicht bereit ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen. Wer den Artikel sorgfältig liest, kann viel daraus entnehmen. Z.B. über die viel zu schwache Autorisierung der... immerhin.."Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa", der u.a. auch Russland angehört - also eigentl. beste Voraussetzungen. Kann die zögerliche Protektion der OSZE evtl. damit zusammenhängen, dass dies mit Nato-Interessen kollidiert? Dass man sich modernste Technik erst erbetteln muss? Und: Russland war als Landmacht noch nie der typische imperialistische Aggressor, das ist Kennzeichen der Seemächte (Brit.Empire). Und überdies: die SU war reaktiver West-Export, vom "deutschen Philosophen" (Marx z.B.).

@Helmut Baltrusch 07:07

Da ich Ihren Beiträgen entnehme, dass Sie allumfassend über die Lage in der Ukraine, über die Verhandlungstaktik Putins in Minsk und die Möglichkeiten der OSZE Vertreter informiert sind, bitte ich Sie mir doch folgende Frage zu beantworten:
Wer besitzt die Satelitenaufnahmen und wer verweigert den Zugang zu diesen? (MH17) Ich nehme ja nicht an dass die "Seperatisten" oder das Batallion "Assow" über diese Informationen verfügen. Es wäre also zum besseren Verständnis der User dieses Forums wenn Sie in Ihren Beiträgen weniger prowestliche Propaganda betrieben sondern Ihr profundes Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen würden. Damit wäre Allen geholfen und der überhitzten Diskussion ein Stück Schärfe genommen. Mit solchen Beiträgen wie den Ihren kommen wir einer Normalität im Umgang miteinander keinesfalls näher.

Was ist mit der Zivilbevölkerung?

Ein interessanter Beitrag. Und tatsächlich endlich mal wieder einer, der nicht als Quelle den Kiewer Militärsprecher hat. Das er in der gegebenen Kürze oberflächlich bleibt, kann man kaum vorwerfen.

Was mich allerdings traurig macht, wenn denn schon jemand anders als der Militärsprecher gefragt wird, dass man keine Frage zur Bevölkerung stellt. Werden die Zivilisten im Donbass von der Kiewer Armee beschossen? Wird eine extreme Menge ziviler Infrastruktur zerstört und werden vermehrt Krankenhäuser und Kindergärten beschossen? In den Berichten der OSCE tauchen Streubomben auf, gibt es irgendwelche Bestrebungen dem Einsatz dieser geächteten Waffen zu unterbinden? Welche Meinung hat Herr Hug zu der Theorie, dass die Rebellen seit Monaten ihre Städte selber beschießen um das Kiew in die Schuhe zu schieben?

Aber ich muss wohl einsehen, dass ich mich mit dem Interesse für die von der Kiewer Armee verursachten Leiden in den Städten des Donbass, zu einer kleinen Minderheit zählen muss.

"Doch vor allem Seiten der

"Doch vor allem Seiten der prorussischen Separatisten bedürfe es langer Diskussionen."

Wer hätte das gedacht? Bin so verwundert...

"Deshalb werden sie jede mögliche Provokation selbst veranstalten, dh. schießen und anschließend "Haltet den Dieb rufen"."

Wer hier ein Dieb ist, ist ganz klar. Angefangen bei Krim...

@ 09:00 von Hasen

Herr Baltrusch betreibt keine "prowestliche Propaganda", sie aber betrieben prorussische Propaganda, wie aus ihren Nebelkerzen bezüglich MH17 zu entnehmen ist. Wer sich da den vorliegenden Evidenzien verschließt, ist nämlich alles andere als sachlich und objektiv.

@Helmut Baltrusch

"Mangels Mandat kann die OSZE nichtwirksam werden"

"Die Prorussen greifen bei Mariupol weiter an
und versuchen ,wie angekündigt die strategisch wichtige Stadt in ihre Gewalt zubekommen"

Sie widersprechen sich aber gewaltig.Ich frage mich schon immer,wo Sie über die Kämpfe und über den Verlauf der Kämpfe so gut
Bescheid wissen,dass Sie hier solche Aussagen treffen können.Auf der einen Seite sagen Sie die Separatisten lassen keine Beobachter in das
Gebiet und auf der anderen Seite wissen Sie aber genau,wer dort die Waffenruhe verletzt.Der Hund beisst sich bei Ihnen immer in den Schwanz.Jetzt kann man Satelittenbilder zur Verwertung benutzen.Ja,wer hat denn solche Verwertung vorher verboten?Wenn Beweise
per Satelittenaufnahmen schon dagewesen wären,dann hätte man die von westl.Seite auch ausgewertet und dies mit dem grössten Vergnügen,so aber musste man immer der Kiewer Seite abnehmen,dass tausende Russen mit allem Kriegsgerät,per
Tarnung unsichtbar gem.in die UA einmarschiert sind.

" Russland war als Landmacht

" Russland war als Landmacht noch nie der typische imperialistische Aggressor, das ist Kennzeichen der Seemächte (Brit.Empire)."

Dann fehlt eben die Erklärung, wie Russland das größte Land der Erde ist, mit so vielen verschiedenen Völkern, die eigentlich nicht immer damit zufrieden sind, unter Russland zu leben?
Von der Geschichte der SSSR ganz zu schweigen, Baltische Länder, Krieg gegen Polen nach dem I Weltkrieg, Winterkrieg gegen Finnland...

kein leichter Job

Den Mitarbeitern der OSZE die sich dort wirklich um die Umsetzung der Minsker Vereinbarung kümmern und sich nicht vor langen Diskussionen mit den Parteien scheuen gilt großer Respekt.

Das einige Beteiligte auch mit Militärbeobachtern unter dem Namen der OSZE wie vor einem Jahr ihre Probleme haben, kann ich nachvollziehen. Dennoch oder gerade deshalb sollte man jeden auch noch so kleinen Schritt in Richtung Frieden begrüßen.

Auch diesen Hinweis sollte man ernst nehmen: "Solange sich die Politiker nicht mit den militärischen Führern vor Ort überall zu 100 Prozent einig seien, gebe es Verzögerungen der Umsetzung eines Waffenstillstandes."
Ich hoffe nur, dass sich die Politiker in Kiew etwas zurückhalten, zumal sie sowieso kaum Kontrolle über die Freiwilligenverbände haben.

Da die Separatisten nun angekündigt haben, mit dem Abzug der Waffen zu beginnen, hoffe ich, die Regierungstruppen ziehen endlich nach und nutzen die Situation nicht wieder aus.

07:51 von hbacc

"...Man kann es nicht oft genug schreiben, auch wenn es bei den Kiew-Abschreibern nicht ankommt: Kiew und insbesondere deren nationalistische Kampftruppen wollten nie eine tatsächliche Einigung. Deshalb werden sie jede mögliche Provokation selbst veranstalten, dh. schießen und anschließend 'Haltet den Dieb rufen'. ..."

Richtig. Und die "Haltet-den-Dieb-Rufe" werden immer krasser und einseitiger, je mehr sich ein möglicher Friede abzeichnet. Es ist eben wirklich so, dass die "Separatisten" mit dem Vertrag von Minsk wohl gut leben können, weil ihre Perspektive letztlich als Brücke zwischen Ost und West besser ist. Besser jedenfalls als das, was demnächst auf die übrige Ukraine zukommt, wenn IWF und auch die EU ihre Forderungen stellen bzw. umsetzen.
Und genau dieses Szenario fürchten auch die Pro-Kiew-Schreiber, weil dann mehr als klar wird, was die eigentlichen Ursachen für den Umsturz und den Krieg waren.

Eigentlich

sollte man das Interview gelesen haben, um es zu kommentieren.
07:07 von Helmut Baltrusch
" Der Kreml macht es der OSZE bewusst schwer, ihrer Aufgabe voll gerecht zu werden."
Aber!
"Das sei auf beiden Seiten so, sagt Hug."
Und dazu das Interview des ZDF von gestern mit dem Kommandeur der Selbstverteidigungskräfte (der ukrainischen!) in Mariupol anschauen. Der zeichnet ein ganz anderes Bild von der Lage als viele Journalisten aus ihrem Hotelzimmer in Kiew.
Nur ein Satz daraus. "Truppenbewegungen vor der Stadt gab es schon immer. Das ist völlig normal."

"so aber musste man immer der

"so aber musste man immer der Kiewer Seite abnehmen,dass tausende Russen mit allem Kriegsgerät,per
Tarnung unsichtbar gem.in die UA einmarschiert sind."

Entsprechende Sattelitenbilder gibt es schon lange, sogar auch in Medien. Ganz zu schweigen von den Waffen und Gerät, die unmöglich aus Ukraine stammen, dazu noch Interviews mit Soldaten, die sich "verlaufen" haben...

07:51 von hbacc

Wer's verstehen will, der kann aus den Berichten der OSZE und den Interviews mit Verantwortlichen dieser Organisation doch ziemlich deutlich herauslesen, dass die Separatisten nicht vernünftig mit der OSZE zusammenarbeiten - überraschung, diese hatten ja sogar Mitarbeiter einer Mission entführt - hier ist nun sogar die Rede davon, dass eine Seite offenkundig keine richtige Kontrolle über ihre Einheiten hat. Gemeint ist damit nicht die ukrainische Seite, wie sich aus dem Gesamtkontext ziemlich eindeutig erschließt.

Im übrigen hat niemand was gegen Dezentralisierung - aber dass es das ist was die Separatisten wollen, das sagen nur sie, nicht die. Die Separatisten haben immer noch eine Antrag auf Aufnahme in die RF offen und dieser ist auch immer noch nicht endgültig abgelehnt. Also machen Sie sich ruhig was vor, aber uns bitte nicht.

Rolle der OSZE

Die Übertragung dieser Aufgabe an die OSZE
ist das Mindeste an Zivilcourage gegenüber
den Amerikanern. Kiew würde lieber im Rahmen der UN die Amerikaner mit im Boot
sehen. Ich bin mir sicher, daß hinter den Ku-
lissen EU-Parlamentspräsident Schulz nicht
der einzige ist, der die USA zum Heraushalten
aufgefordert hat.

"...'Russland war als

"...'Russland war als Landmacht noch nie der typische imperialistische Aggressor, das ist Kennzeichen der Seemächte (Brit.Empire).'
...Dann fehlt eben die Erklärung, wie Russland das größte Land der Erde ist, mit so vielen verschiedenen Völkern, die eigentlich nicht immer damit zufrieden sind, unter Russland zu leben? ..."

Russland hat sich sicherlich auch Randzonen mit militärischer Gewalt einverleibt, aber der große Batzen wie das gesamte Hinterland des Ural wurde weniger durch Eroberungen als vielmehr durch Erschließung erlangt. Die anschließende Besetzung bzw. Besiedlung dieser riesigen Territorien erfolgte jedenfalls in wesentlich friedlicherer Form als es die "Erschließung" Nordamerikas durch den weißen Mann war.
Aus dem Vorgehen der russischen Inbesitznahme der Landmasse bis zum Pazifik nun aber einen vergleichbaren "Imperialismus" wie den der Briten, Spanier, Holländer, Belgier usw., ja selbst der USA zu konstruieren, geht an der Sache völlig vorbei.

@um 09:14 von Justin:

"Entsprechende Sattelitenbilder gibt es schon lange, sogar auch in Medien. "

Bitte nicht das schon wieder.

Der Beitrag von Herrn Jarczyk berichtet über die schwere Arbeit der OSZE. Und die sollten wir dankend zur Kenntnis nehmen.

Wie sollten für jeden auch noch so kleinen Erfolg dankbar sein und nicht wieder versuchen, die Situation eskalieren zu lassen. Auch nicht hier im Forum.

Wenn die OSZE den gleichen

Wenn die OSZE den gleichen Stellenwert wie die NATO genießen würde, und wenn die Mitgliedsstaaten nur annähernd soviel Geld für die OSZE, wie für die NATO und das Militär ausgeben würden, wäre der Frieden in Europa sicher. Auch im Ukraine-Konflikt war zuerst die NATO massiv präsent, bis die OSZE wieder alles "ausbügeln" darf.
Die europäischen Staaten sollten endlich massiv und nachhaltig die OSZE stärken und zur führenden Kraft machen.

@Helmut Baltrusch

07:07 von Helmut Baltrusch:
"Wenn die Befehlsgewalt bei der politischen Führern und vor Ort bei den Kommandeuren liegt, sind die OSZE-Beobachter auf die Zusammenarbeit und den Willen der örtlichen Führer angewiesen. [...] Das war von Putin in Minsk so gewollt."

Putin gibt also beiden Seiten die Befehle? Das klingt irgendwie unglaubwürdig.

"Im Ergebnis führt das dazu, dass die Prorussen bei Mariupol weiterhin angreifen und versuchen, wie angekündigt die strategisch wichtige Stadt in ihre Gewalt zu bekommen."

... für den wichtigen Landkorridor nach Portugal. Warum weiß die OSZE von diesen Angriffen nichts? Oder steht die auch unter der Konrolle Putins?

Nein, es gibt keine Beweise der Aktivität der russischen Armee

und der Waffenlieferungen an die Ostukraine. Wenn es so ist, wie Sie und Herr Balrusch behaupten, dann stünde Ukraine praktisch im Krieg zu Russland. Warum werden dann diplomatische Beziehungen nicht eingefroren? Welches Land,bitte schön, würde dulden, dass eine fremde Macht auf seinem Gebiet ungestraft agiert, ohne den Krieg zu erklären?

@Justin

09:06 von Justin:
"'Doch vor allem Seiten der prorussischen Separatisten bedürfe es langer Diskussionen.'

Wer hätte das gedacht? Bin so verwundert..."

Der Satz musste dort stehen und es würde mich nicht wundern, wenn er dazugedichtet ist. In allen Sätzen davor berichtet Alexander Hug von "beidseitigen" Verstößen.

um 09:16 von Phonomatic:"ja

um 09:16 von Phonomatic:
"ja sogar Mitarbeiter einer Mission entführt"

...und jetzt betreiben Sie NATO-Propaganda.

Damals wurden die Mitarbeiter der OSZE bei einer Mission sicherlich nicht entführt.
Denn die festgesetzten Mitarbeiter (begleitet v. ua Militärbeobachtern) befanden sich zu diesen Zeitpunkt NICHT auf einer OSZE-Mission.Sondern machten etwas, was NICHT ihr Aufgabengebiet umfasste.Darum wurden sie festgesetzt.
Ob sie als angestellte
OSZE-Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt Spionage betrieben oder in ihrer Freizeit "Land & Leute kennen lernen wollten" wurde nicht geklärt.(Stand auch so beim Deutschlandfunk)

Insgesamt ist auffällig,dass die ua/Söldner-Seite praktisch auf alles mögliche absichtlich schießt (inkl. Zivilgebäude), die Rebellen aber gezielt auf die militärischen Einheiten.
Würde die ua-/Söldner-Seite damit aufhören,würden die Rebellen sicherlich
v. allein das Feuer einstellen.

Satellitenbilder? Also die, die wir zu Gesicht bekamen,gaben nicht viel her....

09:16 von Phonomatic

Sind Sie wirklich sicher, die vollständigen Berichte der OSZE zu kennen? Oder kennen Sie nur die "bearbeiteten" Verlautbarungen? Am besten "gewürzt" mit den bekanntermaßen wahren Auslassungen der Kiewer.
Man kann sich natürlich auch immer nur genehme, die eigene vorgefasste Meinung stützende Teile von Verlautbarungen aller Art heraussuchen.
Im übrigen hat das Sprachrohr Poroschenko Krieg erklärt und, richtig, im Krieg wird gelogen und betrogen und vor allem werden Menschen umgebracht. Die jeweils "Guten" sind nicht immer so richtig nett. Auch deutsche Städte sind mal befreit worden - mancher konnte sich damit nicht so recht anfreunden, wenn er im Keller saß und die Häuser ringsum versanken. Ich war dabei.

Status Quo einfrieren?

Es mag ketzerisch klingen, aber mit dem Staus Quo einer völkerrechtlich nicht anerkannten Rebellenrepublik im Osten bei Waffenstillstand mit der Ukraine wären die meisten Europäer zufrieden. Die Ukraine wäre es zweifelsohne nicht, hätte aber wenig Möglichkeiten etwas zu unternehmen, sie hängen am Geldtropf, die viel angeführten Milizen am Tropf der Oligarchen, die wieder abhängig sind vom Westen - da wird nicht viel passieren. Das Land ist wirtschaftlich und militärisch ausgezehrt. Poroschenko wird es nie zugeben, er spricht martialisch, aber auch er kann Ruhe an der Front gebrauchen. Ebenfalls nicht zufrieden sind die Rebellen, die meinen sie könnten mehr, vielleicht Mariopol und darüber hinaus. Aber auch sie können nicht allein entscheiden. Sie hängen am Waffen-, Geld- und Personaltropf der Russen, kein Tag Offensive ohne Lieferungen aus Russland. Also es läuft alles auf eine Person: Was macht Putin?

um 09:38 von

um 09:38 von karabass:
"
Welches Land,bitte schön, würde dulden, dass eine fremde Macht auf seinem Gebiet ungestraft agiert, ohne den Krieg zu erklären?
"

...also wenn dem so wäre...
...wäre die Ukraine in einer Reihe mit Jemen,Somalia & Pakistan....

@hbacc

"Kiewabschreibern"? Dass hier immer gleich bewusste Propagandavorwürfe aufkommen.

Aber wenn die Separatisten so sehr am Frieden interessiert sind: warum findet sich auf novorus.info jeden Tag eine neue Karte, auf der die neuen Geländegewinne verzeichnet sind? Warum wird (auch dort nachzulesen) die Losung ausgegeben: wenn wir Mariupol nicht bekommen können, holen wir uns Kharkiv? Glauben Sie, dass die dort friedlich die Bürgermeister der Orte auf dem Weg dahin zum Tee aus dem Samowar einladen werden und sie bitten werden, sich ihnen anzuschließen?

@Fregattenkapitän

"Jetzt kann man Satelittenbilder zur Verwertung benutzen.Ja,wer hat denn solche Verwertung vorher verboten?Wenn Beweise
per Satelittenaufnahmen schon dagewesen wären,dann hätte man die von westl.Seite auch ausgewertet und dies mit dem grössten Vergnügen,..."

Verboten? Wer hat etwas von verboten gesagt? Die OSZE hat keine eigenen Satelliten und ist daher darauf angewiesen, Daten von Besitzern solcher Systeme zu erhalten. Sie schlagen auf den Westen ein, wo doch der Osten ebenso über Satelliten verfügt und dies genauso gerne ausgeschlachtet hätte. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen: beide Seiten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert und wollen etwas verbergen - nämlich die eigenen Truppenbewegungen.

Ganz schön mutig

Wie es aussieht, wollen die Rebellen als erste ihre schweren Waffen zurückziehen. Was passiert eigentlich, wenn das die Ukrainische Armee oder eher die "Freiwilligen" Bataillone ausnutzen?
Wenn Kiew seine schweren Waffen trotz der Vorleistung der Rebellen nicht zurückzieht, ist es dann ein Verstoß gegen Minsk2?
Wie wird dann die EU reagieren? Spannender Tag heute.

Der wichtigste Satz

" Solange sich die Politiker nicht mit den militärischen Führern vor Ort überall zu 100 Prozent einig seien, gebe es Verzögerungen der Umsetzung eines Waffenstillstandes."

Genau das ist der Punkt solange Freiwilligen Bataillone (Asow, Donbass) sich frei jeglicher Befehlsketten bewegen können wird es schwierig einen Waffenstillstand durchzusetzen. Vorallem da diese direkt nach Minsk II verlautet haben sich nicht an den Vertrag zu halten.

@Helmut Baltrusch

Nicht nur die sogenannte Separatisten machen es der OSZE schwer. Genau das gleiche kann man über Kiew berichten, wenn man denn wollte.
Fakt ist eins! Wird der Abzug nicht 1:1 auf beiden Seiten vollzogen, wird es bald wieder Kampfhandlungen geben!
Und ich gebe aber beiden Seiten die Schuld daran!!!

@Justin

"Entsprechende Satelittenbilder gibt es schon lange,sogar auch in Medien"

Werter Forist ,
beleidigen Sie nicht meinen Intellekt.Diese getürkten Satelittenbilder ?Wenn es verwertbare Satelittenbilder gegeben hätte,dann hätte die Nato diese mit Sicherheit
gross rausgebracht.MH17 ist das beste Beispiel.Die USA haben gross angekündigt
Satelittenbilder zu zeigen und bis heute wurde nicht ein einziges gezeigt.Es ist auch sehr ruhig geworden um Flug MH17.Warum?
Ihre Aussage zum Krieg mit Polen und der SSSR hat auch einen Haken.Polen hat nach dem 1.Weltkrieg 1920 die UdSSR angegriffen und dieser Krieg wurde durch den Vertrag von Riga 1921 beendet.Betreiben Sie hier bitte nicht bewusst Geschichtsverfälschung,weil das so in Ihr Weltbild besser passt.

@09:47 von birdycatdog

Danke für den Link. Also wenn das die offizielle Separatistenseite ist, dann wär ich äußerst vorsichtig.

Mit den Zielsetzungen ist Frieden nicht vorstellbar. Auf keinen Fall wird sich die Ukraine - oder irgendwer in der Ukraine - damit abfinden, vollständig vom Meer abgeschnitten zu sein.

@Phonomatic

Wenn Sie mal richtig aufgeklärt werden wollen,dann würde ich Ihnen mal empfehlen
sich ein paar Interwievs mit Frau Prof.Krone-Schmalz anzuschauen.Sie brauchen nur einmal googeln und da bekommen Sie einige
Interwievs zu sehen,welche Ihren Kiewhorizont erweitern hilft.Ihre einseitige Parteinahme für so ein Regime lässt aber keine Möglichkeit zu,dass Sie auch durch diese
erhellenden Interwievs eine andere Denkweise,was den Ukrainekonflikt anbelangt,annehmen werden.Wer in einer
tiefen Spur sich festgefahren hat ,der kommt ohne Hilfsmittel oder fremder Hilfe nicht mehr aus dieser Spur raus und manch einer möchte da auch nicht rauskommen
und fährt sich immer tiefer fest.

@derkleinebürger

"Satellitenbilder? Also die, die wir zu Gesicht bekamen,gaben nicht viel her...."

Stimmt. Sowohl die westlichen als auch die östlichen.

@karabass
Einfach mal ein bekanntes Videoportal bemühen und zur Bestätigung das zu der Videoplattform gehörende Kartenmaterial zum Vergleich heranziehen. Dazu noch einmal prüfen, welches Waffensystem sich NICHT in ukrainischem Arsenal befindet (befunden hat) und - voila - Sie finden Ihre Beweise dafür, dass die Separatisten Unterstützung (vielleicht auch nur in Form von Materiallieferungen) aus Russland bekommt. Plus die freiwilligen Soldaten, die auch im Urlaub nicht die Hand von der Waffe nehmen können.

@hbacc
"Auch deutsche Städte sind mal befreit worden - mancher konnte sich damit nicht so recht anfreunden, wenn er im Keller saß und die Häuser ringsum versanken. Ich war dabei."
Aha, daher also Ihre Argumentation. Ich vermute mal, dass Sie damals auf der westlichen Seite waren?

@birdycatdog - Nachtrag

novorus.info

Alleine, dass weiterhin ein "Noworussia" mit diesen dargestellten Außengrenzen propagiert wird, ist im Grunde schon ein Bruch von Minsk 1 und 2.

10:06 von Fregattenkapitän

Wie schaffen Sie es nur?
Mir ist es bisher nicht gelungen, das für jeden, der sich in der Geschichte auch nur etwas auskennt, etwas merkwürdige "Freundschaftsverhältnis" zwischen dem heutigen Polen und den ukrainischen Nationalisten etwas näher darzustellen.

@cowboy

@birdycatdog
Warum sollte die Ukraine vom Meer abgeschnitten sein?Ich glaube nicht,dass die Separatisten die Absicht haben bis Odessa zu marschieren,denn dort ist auch das Schwarze Meer noch immer vorhanden.

Darstellung: