Ihre Meinung zu: ARD-Reporter blickt auf die Ereignisse auf dem Maidan zurück

20. Februar 2015 - 16:29 Uhr

Schüsse, Tote, Verletzte und überall Trauernde: Als vor einem Jahr die Situation auf dem Maidan eskaliert war, berichtete ARD-Reporter Bernd Großheim von dem zentralen Platz in Kiew. Heute blickt er auf die entscheidenden Stunden der Revolution zurück.

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Kommentare

Beginn einer Katastrophe, Ende ungewiss

Unkommentiert und ohne Partei zu ergreifen:
http://www.arte.tv/guide/de/057960-000/kiew-brennt
Schade, dass für so einen Film kein Platz im Ersten war. Es war ja Karneval.

Es wäre gut gewesen, es hätte in dem Jahr geklärt werden können, wer nun tatsächlich geschossen hat. Aber so groß ist das Interesse in Kiew daran ja doch nicht. Man lässt dann lieber mal die Bäume mit den Projektilen fällen, die lassen sich ja nicht verdrehen.

Nicht geklärt werden konnte, was tatsächlich mit dem vermeintlichen Entführungsopfer Bulatow geschehen ist. Selbst in der Ukraine wird seine Geschichte bezweifelt.

Nicht geklärt wurde, wer für den Tod der vielen Menschen in Odessa verantwortlich ist.

Ich bin überzeugt,

dass das ein letztes Aufbäumen des Janukowitsch-Regimes war. Die tapferen Bürger vom Maidan konnten dieses Regime niur noch vertreiben. Natürlich hat es dem Kreml nicht gefallen, seinen getreuen Vasallen zu verlieren und so begann die russische Strafaktion gegen das ukrainische Volk.

Was die Faschismuslüge betrifft:
An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Millionen gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.

Es war keine Revolution, es

Es war keine Revolution, es war ein Umsturz.
Mit Anschliesenden Bürgerkrieg.

Der Maidan traegt seinen Namen zurecht!

Denn dort sind vor einem Jahr einfache Buerger fuer die politische Unabhaengigkeit ihrer Ukraine auf die Strasse gegangen und einige haben dafuer den hoechsten Preis zahlen muessen! Diese Menschen sind fuer Europa und fuer ihr Recht und das Recht ihrer Kinder selber Europaeer sein zu duerfen auf die Strasse gegangen und dort auch gestorben! Damit haben sie indirekt unser aller Rechte und Freiheiten verteidigt!!!
Dafuer meinen tiefsten Dank und meine aufrichtige Hochachtung!

Revolutionen von unten

Werden stets mit Blut geschrieben und sollten daher besonders im Gedächtnis behalten werden.

Hier ist der Rollback gescheitert und so mussten die Feinde der Revolution einen Krieg beginnen, der noch nicht entschieden ist.

Warum kommt es zu keiner Untersuchung?

Es gab in diesen Tagen viele Tote. Die Bestürzung und die Trauer ist auch nach einem Jahr noch groß und verständlich.
.
Warum aber gibt es seit einem Jahr keine ordentliche, d.h., kriminal-technische Untersuchung dieser Vorgänge?
.
Warum gibt es ebenso keine Untersuchung der Vorgänge in Odessa?
.
Warum gibt es keine Ergebnisse aus den kriminal-technischen Untersuchungen in den NIederlanden zur Ursache des Flugzeugunglücks MH117?
.
Solange diese Fragen nicht eindeutig beantwortet sind, werden alle beteiligten Seiten wieder und wieder versuchen, die Toten in ihrem Sinne propagandistisch zu instrumentalisieren.
.
Das ist im Andenken an die Opfer unwürdig.

Wahrheit starb zuerst ...

Gerade behauptet Herr Lielischkies via Twitter: "Viele Erinnerungen an die #ARD-Monate auf dem Maidan. So viel Mut und Solidarität, Junge und Alte. Keine Faschisten!"

Klar doch. Der Rechte Sektor wurde zwar da gegründet, das Bat. Asow vertreten...
Und ja, der Polizeipräsident von Kiew gehört zum Rechten Sektor und es gibt ein paar Freiwilligenbataillone die unter merkwürdigen Zeichen marschieren.

um 16:46 von sasch: " Was die

um 16:46 von sasch:

"
Was die Faschismuslüge betrifft:
An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Millionen gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.
"

Das Auswärtige Amt hat den Mitgliedern des Bundestags eine Argumentationshilfe (»Stand 18.2.«) an die Hand gegeben,
Auszug:

2. Behauptung: In Kiew sind Faschisten an der Macht.

Richtig ist: An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Mio. gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel am 27.2.2014 gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.

Quelle gefunden !

"Offene Fragen zu Ereignisse auf dem Maidan"

Ein sehr interessantes, informatives und unaufgeregtes Interview mit der Ukraine-Expertin Ina Kirsch in der "Wiener Zeitung" von heute. Frau Kirsch berichtet trocken und nachvollziehbar über die Ereignisse auf dem Maidan, auch über gekaufte Demonstranten und über abgesägte Bäume, an denen man die Richtung von Schüssen hätte feststellen können.

Und diese Frau war persönlich vor Ort!

Lesenswert m.E. auch die Leserkommentare - besonders die aus Deutschland!

Ich finde es lohnt sich, im Internet zu stöbern.

17:06 von spom

An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Millionen gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.

17:09 von derkleineBürger

Diese Verlautbarung einer demokratischen Regierung ist jedenfalls glaubhafter als die russische Staatspropaganda! Aber dafür sind glaubhafte Quellen ja da!

großzüge Unterstützung

gab es nicht nur die Bürger, sondern vor allem durch die prowestlichen Oligarchen, auch des aktuellen Präsidenten, aber auch durch die Amerikaner und EU
Hier wurde eindeutig der Unmut der Menschen missbraucht, um selber an die Macht zu kommen. Durch die vielen Opfer konnte man nun noch militanter gegen den gewählten Präsidenten vorgehen, wahrscheinlich war für ihn das Schicksal Allendes geplant.
Die Schlussfolgerung, wenn Demonstranten so brutal und massiv mit Molotowcocktails und Waffengewalt vorgehen, bedeutet dies nichts Gutes .

@sasch

"Ich bin überzeugt, dass das ein letztes Aufbäumen des Janukowitsch-Regimes war."

Hm, wirklich?
Gehen wir dieser Geschichte mal nach.
Am Vortag der Schüsse saßen Janukowitsch, Steinmeier, der Außenminister von Frankreich und Polen, sowie die Oppositionsführer zusammen und haben einen "Zukunftsplan" entwickelt.
Dieser sah vor:
- Übergangsregierung
- neue Verfassung
- Präsidentschaftswahlen
- Untersuchung der letzten Gewalttaten

Hm, wenn ich dies so sehe, dann glaube ich nicht, das Janukowitsch, der diesen Vertrag mit unterzeichnet hat, irgendeinen Grund hätte nun die Protestanten auseinander zutreiben.
Eine russische Intervention kann man ebenso ausschließen, da die Aktion sonst massiv nach hinten losgegangen wäre.
D.h. ihr Überzeugung mag zwar toll sein, scheint aber sehr sehr unwahrscheinlich.

Btw die Swobada-Partei war an der Übergangsregierung beteiligt, das können Sie gerne leugnen, aber die Geschichte gibt mir Recht.

@ um 17:12 von sasch:

"An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt."

Unfug. Erinnern Sie sich denn nicht mehr an die Mitglieder der Swoboda die nicht nur an der Regierung sondern auch in vielen anderen wichtigen Positionen vertreten waren?

Haben Sie sich die Bilder am 01.01.2015 von den Fackelzügen in der gesamten Ukraine angesehen? Überall rot-schwarze Fahnen. Und auch in dem von mir oben angeführte Arte-Film können Sie diese immer wieder sehen.

zu 17:11 von Wollux

"Offene Fragen zu Ereignisse auf dem Maidan"
*
Von Anfang an weiss keiner, wer weshalb und auf wen schießt.
*
Wäre es schlauer gewesen, das halbe Jahr bis zu den zugesagten Wahlen zu warten?

Oh ja eine kleine Gruppe

Oh ja eine kleine Gruppe Faschisten, ist diese kleine Gruppe nicht eingebunden in der Poro-Regierung? Es ist traurig, viele Menschen sind da gestorben für die Freiheit, aber noch immer wird das Volk von der Regierung, mit anderer Grossmacht zusammen, verspottet, gedemütigt u. beschossen, wenn alte Mütterchen gefragt werden, was ist so schlimm in diesem Land, sie würden vor Angst, man sieht es ihnen an, nicht sagen, diese Regierung, sondern das was die Reg. hören will aus Angst vor Konsequenzen durch Faschisten. In der heutigen Zeit, wo gedacht wird, man bekommt korrupte u. faschistische Regierungen in den Griff, kommt dann einer über den Teich schiebt Millionen/Milliarden Dollars rein u. gibt dieser Reg? ist es eine? noch recht u. unsere Reg. klatscht Beifall, sie sollten sich alle schämen in der Reg., aber das ist ja nicht mehr in, sondern Menschen ermorden u. dann mit Trauermiene Blumen für die Verstorbenen hinlegen, obwohl sie es waren, wie grausam diese Menschen sind!

um 17:14 von sasch: " Diese

um 17:14 von sasch:
"
Diese Verlautbarung einer demokratischen Regierung ist jedenfalls glaubhafter als die russische Staatspropaganda! Aber dafür sind glaubhafte Quellen ja da!
"

? Sind diese Sätze keine Staatspropaganda ?
Welche von Ihnen sogar 1:1 kopiert wurden ?

@Stein im Schuh

"Denn dort sind vor einem Jahr einfache Buerger fuer die politische Unabhaengigkeit ihrer Ukraine auf die Strasse gegangen ..."

Politische Unabhängigkeit hängt sehr von politischer Bildung ab.
Da eine unabhängige politische Bildung in der Ukraine aber nicht gewährleistet ist (alle Medien gehören irgendwelchen Oligarchen) darf man an Ihrer Aussage sehr zweifeln.

Desweiteren werden nun Leute in der Ukraine gejadgt die meines Erachtens nichts mit den Schüssen auf dem Maidan zutun haben, deren Familien werden bedroht etc etc.
Desweiteren vermisse ich sehr stark die Aussage bezüglich der erschossenen Polizisten, welche den Protestanten gegenüber standen?
Haben diese ebenso für Europa gestritten? Oder waren es nicht eher Vertreter des Staates d.h. Janukowitsch-Schergen? Wie erklären Sie sich dies?

Mein Dank gilt den vielen Sicherheitskräften die keine gewaltätige Aktion bis zu diesem Tag zuließen, das gilt ebenso für Janukowitsch selbst.

um 16:46 von sasch

"Natürlich hat es dem Kreml nicht gefallen, seinen getreuen Vasallen zu verlieren und so begann die russische Strafaktion gegen das ukrainische Volk."

Eine wage Unterstellung, leider ist etwas danenben...
Janukowitsh war mit Sicherheit kein Vasall vom Putin.
Janukowitsch war ein Dieb, gar keine Frage. Er und seine „Familie“ haben das Land so beraubt, dass die Ukraine kurz vor der Pleite stand. Dann gings nur darum, wer mehr bittet. Russland hat 15 milliarden günstiger Kredit geboten und dazu „Freundschaftspreise“ für Gas, gesamt wäre es um die 30mlrd. EU konnte nur 10 bieten, klar für wen sich janukowitsch entschieden hat.

Das was Sie „Strafaktion“ nennen bezeichnen andere als Kamp der Ostukraine gegen faschistische Putschregierung in Kiew

"Viele Erinnerungen an

"Viele Erinnerungen an die
"Viele Erinnerungen an die #ARD-Monate auf dem Maidan. So viel Mut und Solidarität, Junge und Alte. Keine Faschisten!"
-> Tja...Herr Lilischkies berichtete auch nicht v. Faschisten,als er Asow-Kämpfer mit Wolfsangel & schwarzer Sonne im Emblem in Mariupol interviewte.

Das Regiment Asow gilt als rechtsextrem und als ultranationalistisch ausgerichtet.Manche Angehörige der Einheit tragen an ihren Stahlhelmen nationalsozialistische Symbole wie das Hakenkreuz und die Siegrunen der SS.
Der Anführer der Einheit Andrij Bilezkyj erklärte unter anderem: „Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen.
Anführer und viele Mitglieder der Miliz sind Mitglieder der rechtsextremen Organisation Patriot der Ukraine , der SNA oder des Prawyj Sektor.Nicht wenige der Männer sind bekennende Neo-Nazis und Antisemiten, viele gelten als ultrarechte Nationalisten.

@sasch

"s. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt."

Auch wenn Sie es ständig wiederholen, wird es nicht wahr. Die Swoboda-Partei bekam nach dem Umsturz überpropotional (gemessen am Ergebnis der Wahlen) sehr wohl Posten in der Übergangsregierung.

"In Jazenjuks Übergangsregierung finden sich fünf Mitglieder seiner Partei Batkiwschina und drei von Swoboda. Von den Maidan-Aktivisten erhielten Oleh Musij (Gesundheit), Dmitrij Bulatow (Sport und Jugend) und Andrij Parubij (Sicherheit und Verteidigung) ein Ministeramt. Keinen Regierungsposten erhielt Dmytro Jarosch (Rechter Sektor), der „Maidan-Rat“ hatte ihn als Stellvertreter Parubijs vorgesehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Euromaidan

Ich empfinde es als eine Beleidigung wenn unsere Regierung versucht mich derart dreist zu belügen.

ps. Schauen Sie mal nach "Andrij Parubij". NeoNazi der ersten Reihe.

vorbei am hotel

vorbei am hotel ukraina
plötzlich schüsse
laut bbc reportage waren sniper im hotel ukraina
der rechte sektor hat gemordet.
und mit der opposition die macht ergriffen
ich bin bis heute noch fassungslos das die täter hofiert werden, und die opfer verhöhnt werden, und alles wegen einer eu - nato erweiterung?

@ um 17:14 von sasch

"Diese Verlautbarung einer demokratischen Regierung ist jedenfalls glaubhafter als die russische Staatspropaganda!"

Einfach nur ein Totschlagargument. Genau so wie die Geschichte mit den Trollen. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir uns umfassend informieren können und das auch tun. Und zu Ihrer Info: Ich sehe weder RT oä. Ich lese ukr. Zeitungen, empfohlen von Frau Atai.

Übrigens soll es auch schon demokratische Regierungen gegeben haben, die nicht ganz so glaubhafte Quellen hatten.

Nehmen Sie sich einfach die Zeit und sehen sich den Film in der ARTE Mediathek an. Und dann versuchen Sie es mit einer eigenen Meinung.

@Wollux

"Und diese Frau war persönlich vor Ort!"

Machen Sie sich gefast, dass dies als Verschwörungstheorie abgestempelt wird.

Ich weiß es klingt sehr komisch, aber in den letzten Tagen gab es auch öfters Meldungen aus den russischen Medien dazu. Zum einem befragte man den damaligen Innenminister, der einen Schießbefehl nicht gegeben hat (sonst würde es Unterlagen dazu geben) und es wurden ehemalige Berkut-Leute zu dem damaligen Tag befragt.
Deren Aussage war sehr emotional und auch spürbar einseitig, dennoch spiegeln diese das Bild von Frau Ina Kirsch wieder.

Das Volk ausgenutzt

Die Menschen standen auf dem Maidan um gegen die Oligarchen zu demonstrieren. Sie wollten ihre Unzufriedenheit zeigen. Dies wurde perfekt vom Rechten Sektor mit Hilfe amerikanischer Unterstützung ausgenutzt. Ein Teil wollte nach Europa, weil man ihnen Visafreiheit versprochen hat.
Nun hat die Ukraine rechte Bataillone und einen Oligarchen als Präsidenten.

Einmischung

Am 21.2.2014 wurde der Maidan um seinen Erfolg betrogen. Gewalt aller Seiten, auch "friendly fire" und ein Interessengemenge siegte über die Vernunft! Die Vereinbarung der korrupten, aber legalen Regierung mit der Opposition auf Vermittlung von Steinmeier/Sikorski/Fabius unter Einbeziehung der Ostukraine, wurde weggefegt. Nicht nur Russland, die Oligarchen und Radikale sondern auch die EU, die NATO und die USA mischten sich ein. Diese Einmischung von außen ist der eigentliche Skandal und Völkerrechtsbruch. Das Ergebnis: Annektion, Bürgerkrieg, Chaos, Flüchtlinge und tausende tödliche Opfer. In dieser Tragödie haben zu viele ihre Finger schmutzig gemacht, als das Sie nur auf eine Seite zeigen dürfen. Ein "mea culpa" aller Beteiligter und der unbedingte Wille zum Frieden ist der einzigste Weg! Das sollten auch die Medien vertreten

17:23 von HerrKunstprodukt

Ist jeder Rechtspopulist Faschist, nein!

Der inflationäre Missbrauch dieses Wortes basiert allein auf der russischen Staatspropaganda, denn Faschismus heisst:
nach einem Führerprinzip organisierte, undemokratische, rassistische, nationalistische Ideologie bzw. Staatsform.

Das konnte ich bei den letzten Wahlen und ihrem Ergebnis nicht erkennen!

@ 17:19 von Boris.1945

"Wäre es schlauer gewesen, das halbe Jahr bis zu den zugesagten Wahlen zu warten?"

Schlau von wem in wessen Interesse?

Ich mache ja auch immer wieder den Fehler, unbewusst das als "schlau" anzusehen, was im Interesse des Gemeinwohls ist.

Ganz offensichtlich existieren aber gerade bei und nach diesem Umsturz in der Ukraine völlig unterschiedliche Ansichten, was unter Berücksichtigung dieser oder jener Interessen denn als "schlau" zu gelten hat!

Zweierlei Maß wohin man blickt..

An der Ukrainekrise erkennt man sehr gut die Arbeitsweise der westlichen Medien. Wir leben nicht unter Stalin, d. h. wenn einer Beweise auf den Tisch legt, werden die nicht hinfortzensiert. Nur recherchiert halt auch keiner...

Wer hatte denn ein Interesse an einer Eskalation der Konflikte? Wem nützte es denn, dass plötzlich auf Demonstranten geschossen wurde? Janukowitsch war auch vorher klar, dass zu blutige Proteste sein Ende bedeuten. Nur würden die westlichen Medien es nie wagen, mal die Gewinner der "Revolution" als Hintermänner in Betracht zu ziehen. Wären ja Verschwörungstheorien.
Für Putin als Hintermann den Krieges im Osten gibt es zwar auch keine Beweise, das wird jedoch gebetsmühlenartig durch die Medien posaunt.

Und erschreckend gut organisierte Rechtsradikale, die gewalttätig am Maidan mitwirkten? Uninteressant, irrelevant. Wenn jetzt aber bei Pegida in Dresden ein paar NPD-Anhänger friedlich mitlaufen, huiuiui, da kriegen wir das wochenlang zu hören!

@16:46 von sasch

"An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Millionen gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt."

Doch, genau diese waren an der Übergangsregierung beteiligt und sind jetzt in den neuen Parteien von Jazenjuk & Co. aufgegangen, sind aber noch da. Sie haben auch nicht nur am Aufstand teilgenommen, sondern den Aufstand geführt.

@schmubu

"Janukowitsh war mit Sicherheit kein Vasall vom Putin."

Man könnte hier sogar noch etwas konkreter werden.
Janukowitsch war ein Vasall von Achmetow, denn immerhin hat dieser Oligarch den Wahlkampf von Janukowitsch maßgeblich finanziert.

Faktisch wird auch die heutige Regierung nur von den Interessen der Oligarchen geleitet und somit hat sich die Ukraine politisch keinen Milimeter von der politischen Ukraine unter Janukowitsch wegbewegt.

@ 16:46 von sasch

"Die tapferen Bürger vom Maidan konnten dieses Regime nur noch vertreiben"

Diese "tapferen Bürger" in Gestalt von Brandsätzen werfenden, mit Baseballschlägern schlagenden, mit Steinschleudern schießenden Banditen gehören maßgeblich zum Pravi Sektor, einer profaschistischen paramilitärischen Vereinigung, die im Geiste des bekannten Massenmörders Bandera maßgeblich und entscheidend die gewaltsame und verfassungswidrigen Machtergreifung ermöglichten, die in SA-Schlägermanier danach Jagd auf Kommunisten und andere jetzt Oppositionelle machten.
Diese Gewalttäter haben damit den Maidandemonstranten den friedlichen Charakter ihres Protestes genommen und sie letztendlich verraten. Wie war das noch mit den 100 Oligarchen, die nie mehr an die Macht kommen sollten? Verglichen mit den heutigen Machthabern war Janukowitsch ein Waisenknabe in Sachen Gewalt, Krieg und Oligarchenherrschaft. Ihm kann man gewiss nicht nachsagen, einen Krieg gegen das eigene Voolk angezettelt zu haben, Jazenjuk schon

Am 20. Februar 2015 um 17:14 von sasch

In der ukrainischen Übergangsregierung sitzen nicht nur Demokraten, sondern auch drei Minister der rechten Swoboda.

Für Russenhasser:

"Die Allukrainische Vereinigung „Swoboda“ ist eine ukrainische rechtspopulistische und radikal nationalistische Partei, abzielend auf eine ethnische ukrainische Identität."

@ Wollux

"Ich mache ja auch immer wieder den Fehler, unbewusst das als "schlau" anzusehen, was im Interesse des Gemeinwohls ist."

Hm, das kenn ich.
Am Vortag der Schüsse als man den Beschluss zur Übergangsregierung etc etc beschlossen hatte dachte ich: "Siehste, es geht doch."
Ich war stolz auf das was an diesem Vortag geschehen ist, hätte ich nur gewusst was am Folgetag passieren würde.

Für Janukowitsch gab es keinen Grund für einen Schießbefehl, er hatte seinen kleinen Erfolg, denn er hatte Zeit gewonnen. Zeit die er selber brauchte.
Janukowitsch ist nicht dumm, er hat gut gepokert, aber hat zuspät bemerkt das sein Gegenüber schummelt und das der Dealer gekauft ist.

@17:09 von derkleineBürger

ich glaube, wir werden noch etliche "Meinungen" daraus entdecken.

hier noch die Quelle zur Argumentatioshilfe

http://www.jungewelt.de/2015/02-20/031.php

@ sasch 17:31

In fast allen Videos der Maidanproteste, übrigens von Beginn an (ab Ende November 2013), sind Rot-Schwarz und die Flagge der Svoboda-Partei unübersehbar. Wenn Sie genauer hingucken, sehen Sie jedoch auch allenthalben Flaggen von UNA-UNSO, Patriot Ukraine, Kongreß der Ukrainischen Nationalisten, Trysub und Narodnaya Volya, um nur einige zu nennen.
Bitte informieren Sie sich über diese Organisationen und entscheiden Sie selbst, ob Sie denen noch die Bezeichnung „Rechtspopulisten“ zubilligen wollen...

Daß die bei den Wahlen keine große Rolle gespielt haben zeigt lediglich, daß sie keinen wesentlichen Rückhalt in der Bevölkerung genießen (zum Glück). Fatalerweise wurden sie jedoch reihenweise in die Nationalgarde aufgenommen und mit Kriegswaffen ausgerüstet.

@Kritikbuero

"...nicht hinfortzensiert"
Da bin ich mir mehr als unsicher. Und einen sog. unabhängigen TV-Sender werden wir wohl auch kaum finden.
Mich würde schon mal die wirkliche Stimmungslage im russisch besiedelten Teil der Ukraine interessieren. Was die Leute da zu der immer noch im Hintergrund wirkenden Dame Timoschenko sagen, was zu den Feldzügen der derzeitigen Machthaber in Kiew.
Ob für sie Autonomie (immer wieder ausgehandelt, immer wieder zusammengeschossen) auch Teufelswerk ist. Was sie von denen halten, die in Bandera einen Volkshelden sehen. Usw.
Stattdessen präsentieren uns User irgendwelche Mütterchen, die vor den "Russen" warnen. Ohne rot zu werden.

@ sasch

Schon interessant, wenn Sie Handreichungen aus dem Auswärtige Amt 1:1 übernehmen.

Hier der Text aus der Handreichung:
2. Behauptung: In Kiew sind Faschisten an der Macht.

Richtig ist: An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Mio. gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel am 27.2.2014 gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.

und nun Ihr "Textbaustein":
Was die Faschismuslüge betrifft:
An den Maidan-Protesten beteiligten sich radikale Gruppen, einige davon mit rechtsextremer Gesinnung. Diese machten zahlenmäßig jedoch nur einen kleinen Anteil an den Protestierenden (bis zu zwei Millionen gleichzeitig landesweit) aus. An der nach dem Machtwechsel gebildeten Übergangsregierung waren diese Gruppierungen nicht beteiligt.

17:31 von sasch

"...Der inflationäre Missbrauch dieses Wortes basiert allein auf der russischen Staatspropaganda, denn Faschismus heisst:
nach einem Führerprinzip organisierte, undemokratische, rassistische, nationalistische Ideologie bzw. Staatsform.
Das konnte ich bei den letzten Wahlen und ihrem Ergebnis nicht erkennen!"

Wofür stehen denn die rechten Bataillone? Sie stehen für eine Ideologie, die auf die Ukraine ausgerichtet den "starken Staat" erfordert (Banderas als ukrainisches Identifikationssymbol mit Führerqualität), mit eigenen, vom übrigen Militär gesonderte Befehlsstrukturen (die Bataillone sind der Regierung direkt unterstellt), dazu undemokratische Praktiken (der gewaltsame Sturz der alten Regierung geht auf sie zurück) und vor allem eine Ablehnung alles Russischen - letzteres hat durchaus die Qualität von Rassismus.
Jede Nation entwickelt im Prinzip ihren eigenen Faschismus, aber die Grundtendenzen wie undemokratische Gewalt nach innen wie außen und Rassismus sind deutlich zu sehen.

wie tief kann man nur sinken

Warum berichtet die ARD nicht darüber, dass ein BBC Team zweifelsfrei ermitteln konnte, dass die Schüsse auf Polizisten wie auch Demonstranten von einem Mann ausgingen, der dafür vom rechten Sektor angeheuert wurde. Von einem Mann der heute die rechte Hand von Jazenjuk ist. Fünf Minuten Recherche im Internet würden dafür reichen.
So strickt ihr weiter an der Legendenbildung und deckt Faschisten...

re 17:32 von Wollux

Ganz offensichtlich existieren aber gerade bei und nach diesem Umsturz in der Ukraine völlig unterschiedliche Ansichten, was unter Berücksichtigung dieser oder jener Interessen denn als "schlau" zu gelten hat!
@ 17:19 von Boris.1945
"Wäre es schlauer gewesen, das halbe Jahr bis zu den zugesagten Wahlen zu warten?"
*
Bei Vorlage von Wahlergebnissen aus der gesamtem Ukraine könnten manche Kommentare unterbleiben.
*
Der Maidan-Putsch oder wie man es nennen sollte, hat die Teilung vor einer "gemeinsamen Wahl" provoziert.
*
Wir werden niemals erfahren, ob zu Gusto von Putin oder dem Willen der Mehrheit im Osten?

@ 17:29 von Shantuma

"Machen Sie sich gefast, dass dies als Verschwörungstheorie abgestempelt wird."

Der inflationäre Gebrauch hat diesen inquisitorischen Bannspruch ja wohl inzwischen auch zur Lachnummer gemacht - genau wie "Putin-Troll" und "Putin-Versteher" - oder haben Sie diese Unterstellungen in letzter Zeit nochmal gelesen?

Wie ich kürzlich las, ist der (eher aufklärungsunwillige) Generalstaatsanwalt der Ukraine kürzlich abgelöst worden. Genauere Informationen habe ich noch nicht gesucht.

Ich vermute, dass die Regierung der Ukraine alles auf eine Karte gesetzt hat: Den Sieg über die Ostukrainer! Und da das nicht gelungen ist, wird der Laden jetzt wohl auseinanderfallen und es wird wohl auch das Eine und das Andere an's Licht kommen.

Oder - und besser - von einem unbestechlich dem Recht dienenden Generalstaatsanwalt aufgedeckt.

Es war die Revolution die massiv ....

... von den bösen Amis unterstützt wurde. Sei es nun moralisch oder mit Kriegsgerät wie z.B. Bauarbeiterhelmen und Mülltonnen-Verschalungen als Schutzausrüstung für die Kämpfer sowie natürlich ein paar Dutzend Schraubendrehern nebst Klebeband als Stichwaffen. Alles natürlich 'Made in China' damit niemand Verdacht schöpft.

18:46 von montideluxe

"...Es war die Revolution die massiv von den bösen Amis unterstützt wurde. Sei es nun moralisch oder mit Kriegsgerät wie z.B. Bauarbeiterhelmen und Mülltonnen-Verschalungen als Schutzausrüstung für die Kämpfer sowie natürlich ein paar Dutzend Schraubendrehern nebst Klebeband als Stichwaffen. Alles natürlich 'Made in China' damit niemand Verdacht schöpft."

Man kann die Wahrheit natürlich ins Lächerliche ziehen, wenn sie dann endlich und allgemein erkannt wird. Es nutzt nur nichts. Lügen haben kurze Beine. Siehe Bush mit der seinen zum Irak, oder auch die von Johnson zum Vietnamkrieg. Irgendwann kommt alles raus.

Was wäre wenn?

Wenn diese Morde nicht geschehen wären, hätte es keinen Machtwechsel gegeben. Diese Morden waren sozusagen der Hebel, um die alte Regierung endgültig zu kippen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und wenn ich den Poroschenko mit geballter Faust von den 100 Helden sprechen höre, wird mir übel. Nicht ein Mal den Brand im Gewerkschaftshaus in Odessa hat man nicht aufgeklärt.
.
Bitte, meinen Respekt vor den Menschen, die so tapfer waren, und mein Beileid all denen, die jemanden verloren haben. Sie alle haben einen Anspruch auf sorgfältige Aufklärung. Die brauchen keine geballte Faust, sondern eine Erklärung und eine Entschuldigung.

Wenn Klitschko heute

Janukowitsch als "Diktator" bezeichnet, ignoriert er die Tatsache das dieser ein demokratisch gewählter Präsident der Ukraine war und das seine Wahl auch nicht von westlichen Wahlbeobachtern beanstandet wurde (die heute marginalisierte Partei der Regionen, Janukowitschs Machtbasis, holte 30%). Russland hat auch nicht mit Strafzöllen "gedroht", sondern auf die Konsequenzen der Unterzeichnung hingewiesen. Das heutige Assozierungsabkommen berücksichtigt genau deshalb die russischen Bedenken. Hätte man die russischen Bedenken gleich am Anfang berücksichtigt, hätte sich die Geschichte anders entwickelt. Erst durch die Nichtunterzeichnung wurden Menschen mobilisiert für eine "EU Anbindung" zu demonstrieren. Und im Kielwasser eben dieser Demonstranten konnten Militante und Extremisten die Ereignisse weiter vorantreiben. Die "EU Annäherung" hat auch bis heute für die Ukraine keinen Nutzen gebracht, da private Investitionen Ausbleiben.

@ 18:17 von Boris.1945

"
Bei Vorlage von Wahlergebnissen aus der gesamtem Ukraine könnten manche Kommentare unterbleiben.
*
Der Maidan-Putsch oder wie man es nennen sollte, hat die Teilung vor einer "gemeinsamen Wahl" provoziert.
*
Wir werden niemals erfahren, ob zu Gusto von Putin oder dem Willen der Mehrheit im Osten?"

Da die Frage an mich gerichtet ist: Könnten Sie bitte erläutern, was Sie mit "zu Gusto von Putin oder dem Willen der Mehrheit im Osten?" meinen und worauf Sie das beziehen?

"Wenn Klitschko heute

"Wenn Klitschko heute Janukowitsch als "Diktator" bezeichnet, ignoriert er die Tatsache das dieser ein demokratisch gewählter Präsident der Ukraine war"
..
Es nutzt nix daß ein Täter mal demokratisch gewählt wurde. Das rechtfertigt in keiner Weise seine Verbrechen.

USA, alles klar

Man hat die Gelegenheit genutzt, durch Scharfschuetzen Chaos erzeugt, einen Umsturz inszeniert und den USA genehme Marionetten eingesetzt. Das war keine Revolution und das Ergebnis hat nichts damit zu tun, was die missbrauchten Maidan-Demonstranten wollten.

FRIEDLICH für Freiheit - Demokratie - Wohlstand

ich freue mich über die vielen Menschen, die FRIEDLICH für Freiheit - Demokratie - Wohlstand demonstriert haben. Und das ist erst ein Jahr zurück. Danke!

Nach dem ersten,

für mich guten objektiven und neutralen Bericht "Todesschüsse auf dem Maidan", nun dieser reisserische Bericht und nun heute Abend die Rede von Poroschenko, die einmal mehr nicht den Tatsachen entsprach, sondern nur einseitige Propaganda beinhaltete.
Eine echte Schande, aber auch sehr erwartet diese Rede, die natürlich wieder nur Beschuldigungen und einseitige Schuldzuweisungen inne hatte.
Das einzig erfreuliche dabei aber, so traurig der Anlass auch ist, waren die Pfiffe gegen Poroschenko.
Es scheint offenbar nicht nur die deutsche Presse langsam begriffen zu haben, dass es in diesem Konflikt kein "wir sind die guten und das sind die bösen" gibt, sondern auch Teile der ukrainischen Bevölkerung.
Ich denke, dass man dem gesamten Konflikt von Beginn an nur dadurch gerecht werden kann, wenn man einsieht, dass hier von vielen Seiten, Ost wie West und Innerpolitisch(Ukraine), Fehler gemacht wurden.

um 20:16 von joeking: " ich

um 20:16 von joeking:
"
ich freue mich über die vielen Menschen, die FRIEDLICH für Freiheit - Demokratie - Wohlstand demonstriert haben.
"

Nur wurden genau diese durch viele GEWALTÄTIGE Menschen missbraucht,die eine Regierung,durch einen Putsch, an die Macht verholfen, welche die Ukraine in den wirtschaftlichen Ruin & in den Krieg stürzte.
Und während dieses Krieges die Freiheit der Bevölkerung und der Presse einschränkte

Unheilvoller Anfang

Ein schwarzer Tag in der Geschichte Europas, nicht nur wegen der getöteten Polizisten und Demonstranten, sondern vor allem auch wegen der politischen und gesellschaftlichen Folgen unter denen ganz Europa jetzt zu leiden hat. Viele Tausend Tote sind gefolgt und wenn die Eskalation derart weiter geht, wird diese Zahl noch gigantisch steigen. Millionen vertriebene auf beiden Seiten des Bürgerkriegs.

Die politische Führung nutzt diese Veranstaltung aus, um weiteres Öl in das Feuer ihres Krieges zu gießen. Und die Politprominenz aus Europa wird sie dabei unterstützen.

Ich bin gespannt, ob bei dem Gedenktag an die Opfer von Odessa Politiker und Journalisten auch so viel Trauer und Empathie zeigen. Oder ist etwa gar kein Gedenktag geplant?

Und folgendes ist nun wahr

Es war eben nicht die BERKUT, die dort geschossen hat.Auch wenn die Staatsmedien das immer und immer wieder behaupteten.
Heute müssen sie dann wohl zugeben die Unwahrheit gesagt zu haben.
PS: Sind die verhafteten Berkut Polizisten nun eigentlich wieder freigelassen worden???

kein Aufklärungswille

Ein Aufklärungswille zu den offenen Fragen (siehe vorhergehende kritische Beiträge) ist bei keiner der mehr als zwei "Parteien" zu erkennen. Aber Kriegsbereitschaft in wechselndem Ausmaß Es sind Menschen kriegsbereit, die eine emotionale Vorstellung haben "wofür", aber eine politische Analyse mit anschließenden konkreten Befriedungszielen läßt auf sich warten.
.
Man erinnert noch sehr gut die Bilder von Westerwelle und Steinmeyer auf dem Maidan....

Es kann noch schlimmer kommen

Es ist gewiss vernünftig den Maidan von seinen Ergebnissen her zu betrachten:
1) Ein korrupter aber gewählter President vertrieben, ein neuer Oligarch - auch dank Wahlboykott im Osten ins amt gewählt.
3) Die Krim verloren, und das Land durch eine anti-rusische Rhetorik gespalten
4) Einen Bürgerkrieg begonnen. (Drei Eskalationswellen - mitte April, Ende Juni und Mitte Januar - gingen alle von Kiev aus).
5) Absurz der Wirtschaft (-12 % in 2014, die östlichen Landesteile dabei nicht mitgerechnet)
6) Fall der Landeswährung von einem Kurs zum Dollar von rund 8:1 auf 28:1
7) Schwelender Haß, der sich am Maidan noch berechtigt gegen die Elite richtete, teilt jetzt das ganze Land.
Wer darin nicht keinen Faschismus erkennen will, bitte sehr, es kann noch schlimmer kommen.

Revolution

Für eine Volkserhebung sollte meines Erachtens auch andere Städte betroffen worden sein. Oder ging es nur den Kiewer Bürgern schlecht in der UA? Ein Land das von uns nur auf eine Stadt reduziert wird zeugt von Oberflächlichkeit. Einfach mal darüber nachdenken warum Biden Hamburger und Dollarnoten auf dem Maidan verteilt hat.

Opfer

Ja, die Auseinandersetzungen zwischen der demokratisch
gewählten Regierung und dem Euro-Maidan waren brutal.
Es gab Tote und Verletzte auf beiden Seiten. Demonstranten wurden zusammengeschlagen, aber auch
Polizisten, einige von denen wurden in Brand gesteckt mit
Chlorbomben beworfen.
Unzweifelhaft wurde ab dem 19.02.2014 von beiden
Seiten scharf geschossen - Demonstranten und Polizisten
sagen noch heute - gezielt wurde auf die Beine.
Das waren alle keine Killer.
Die Killerkommandos agierten nach bisherigen Erkenntnissen aus dem Hotel Ukraine, dass fest in der Hand der "Rechten" war.
Es wurden sowohl Polizisten als auch Demonstranten
mit Kopfschüssen ermordet
Spuren dieser Greueltaten werden vernichtet. Die Opferanwälte klagen die jetzige Regierung an.
Wo bleiben die Sanktionen Europas gegen Kiew,
um Druck auf die Ermittlungen auszuüben.
Gleiches gilt für die Aufklärung der in Odessa verbrannten
Opfer .

Das Ende der Ukraine

Der Maidan markiert den Anfang vom Ende des ukrainischen Staates und Schuld daran ist der ukrainische Nationalismus selbst. Denn es sind dessen offenkundige Anleihen bei den UPA-Faschisten und Bandera-Huldigern, die das Land innerlich zerissen haben. Die in den östlichen Landesteilen, die so hohe Opfer im Kampf gegen den Faschismus erbracht haben, dass es auch 2 Generationen nach dem Großen vaterländischen Krieg zur Identität gehört.
Um zu verstehen, wie es im westen des Landes zu diesem nationalistischen Schwelbrand kommen konnte reicht es nicht aus, die Korruption der Janukowisch-Zeit oder die Härten nach 1992 aufzuzählen. Vom westlichen Exil aus (in das viele Bandera-Anhänger fliehen konnten) wurde über Jahrezehnte ein Netz gepflegt, dessen unheilvollte Saat unter den für die einfachen Leute üblen Bedingungen der letzen Jahre irgendwann aufgehen musste.
Nutzen tut dies nur wenigen oligarchischen und geopolitischen Interessen. Den Schaden haben hat neben der Ukr. die Nachbarn RF+EU.

@20:46 von propagandafeind

>>
1) Ein korrupter aber gewählter President vertrieben, ein neuer Oligarch - auch dank Wahlboykott im Osten ins amt gewählt.
<<

Bei einer Wahl die im Osten bewaffneten Terroristenbanden unterbunden wurde.

>>
3) Die Krim verloren, und das Land durch eine anti-rusische Rhetorik gespalten
<<

Bis dato ist die Krim immer noch ukrainisch, im Moment halt nur von russischen Truppen besetzt. Das die anti-russische Rhetorik vielleicht etwas mit genau dieser Besatzung und Moskaus Kriegstreiberei im Donbas zu tun hat dürfte jedem Beobachter klar sein, der die Welt nicht durch die ideologische Brille betrachtet.

>>
4) Einen Bürgerkrieg begonnen. (Drei Eskalationswellen - mitte April, Ende Juni und Mitte Januar - gingen alle von Kiev aus).
<<

Sieh mal einer an, jetzt soll der selbsternannte Volksbuergermeister angeblich ein Verbuendetet Kiews gewesen sein. Oder haben vielleicht sogar die Amis die ukrainischen Polizisten im Donbas ermordet ? Hier lernt man immer was dazu.

@20:46 von propagandafeind und es geht weiter

>>
5) Absurz der Wirtschaft (-12 % in 2014, die östlichen Landesteile dabei nicht mitgerechnet)
<<

Passiert in Ländern die terroristischen Aktionen und Angriffen von Nachbarländern ausgeliefert sind. Immerhin ist der wirtschaftlichen Schaden für den Aggressor in Dollar/Euro/Rubel oder wie auch immer bewertet deutlich höher und das ist gut so.

"ich freue mich über die

"ich freue mich über die vielen Menschen, die FRIEDLICH für Freiheit - Demokratie - Wohlstand demonstriert haben. Und das ist erst ein Jahr zurück. Danke!"

Die Ukraine hat seit mehr als 20 Jahren Demokratie und wen haben die jetzt wieder gewählt ... Also alles beim Alten. Und Wohlstand kann man nicht herbeidemostrieren oder einfordern.

Bißchen mehr haben Reporter schon gesehen!

Ich weiss noch, dass uns Bilder von Leuten die aus dem Hotelzimmerfenster schossen erst sehr spät gezeigt worden sind. Warum, verstehe ich nicht oder es ist Angst.

Solange uns viele Informationen vorenthalten werden, um den Ukrainekrieg als regionale Angelegenheit darzustellen, wird es in der Ostukraine leider weiter eskalieren.

Kriegsreporter jedenfalls brauchen wir bei der ARD dringend.

@19:44 von Izmi

>>
Man kann die Wahrheit natürlich ins Lächerliche ziehen, wenn sie dann endlich und allgemein erkannt wird. Es nutzt nur nichts. Lügen haben kurze Beine.
<<

Die Wahrheit ist dass die Demonstranten auf dem Maidan eben mit Bauarbeiter-Helmen und Muelltonnen-Verkleidungen als 'Schild" sowie Schraubendreher als "Waffe" durch die Gegend gelaufen sind. Lächerlich ist also eher wenn Leute wie Sie ständig behaupten, die bösen Amis (als Land mit den wohl modernsten Militär der Welt) hätten diese Demonstranten militärisch unterstützt. Ohne Frage haben die Demonstranten Unterstützung aus dem Westen erfahren, aber mehr in Form von guten Worten, Butterbroten und heißem Tee. Und die Gelder die in den über 10 Jahren zuvor für Demokratisierungsprojekte in die Ukraine geflossen sind sind bis vor kurzen auch immer dankend vom Kreml angenommen worden. Kann so schlimm also nicht gewesen sein.

@21:28 von montideluxe

"... die bösen Amis ... hätten diese Demonstranten militärisch unterstützt. ..."

Ihre unfassbar unpassende Ironie bei einem solchen Thema endet nun auch noch in Behauptungen, die niemals jemand aufgestellt hat. Niemand hat je behauptet, die Demonstranten wäre MILITÄRISCH unterstützt worden!

@ montideluxe

"Die Wahrheit ist dass die Demonstranten auf dem Maidan eben mit Bauarbeiter-Helmen und Muelltonnen-Verkleidungen als 'Schild" sowie Schraubendreher als "Waffe" durch die Gegend gelaufen sind. "

Bitte sehen Sie sich die ARTE Doku "Kiew brennt" an. Sie werden die Waffen der Demonstranten sehen.

@21:35 von ohohnein

>>
Ihre unfassbar unpassende Ironie bei einem solchen Thema endet nun auch noch in Behauptungen, die niemals jemand aufgestellt hat. Niemand hat je behauptet, die Demonstranten wäre MILITÄRISCH unterstützt worden!
<<

Dann nehmen Sie von mir aus 'finanziell'. Scheint aber nicht viel Geld gewesen zu sein wenn sich die "US-finanzierten' Demonstranten nur Schraubenzieher leisten konnten. Richtig ?

@21:09 von propagandafeind

Oje, das Argument alle Ukrainer seien Faschisten und sind alle in Richtung Osten unterwegs ist schon lange und oft genug widerlegt worden. Das hält sich nur in Gegenden, wo es nur russisches Staats-TV gibt. Tatsache ist, dass eine rechte Partei kurzfristig an der ukrainischen Regierung beteiligt war als Janukowitsch abgehauen ist. Nach den letzten Präsidenten- und Parlamentswahlen konnten wir alle und Russland doch sehen wie die tatsächlichen Gegebenheiten aussehen. Das Ukrainer durch Russland Ihre Freiheit eingeschränkt sehen, können doch auch viele verstehen.

Jeder westliche Kritiker muss akzeptieren, dass bis jetzt der Westen immer friedlich die Ukraine unterstützt hat. Dagegen handelte Putin militärisch und sprach zu unseren Regierungen anderes. Dafür bekam er bisher lediglich friedliche Sanktionen. Wie es weiter geht, wird Putin sich auch aussuchen. Irgendwann wird es ein ENDE geben.

Wer war es...

wer steckte dahinter?
Darueber die Wahrheit herauszufinden, wuerde vielleicht auch heute noch helfen, dem Ganzen ein Ende zu setzen, in dem die Leute dort endlich mal aufwachen.

@ 21:50 von Sosiehtsaus News

"Oje, das Argument alle Ukrainer seien Faschisten und sind alle in Richtung Osten unterwegs ist schon lange und oft genug widerlegt worden."
Was soll die Übertreibung? So etwas behauptet keiner. Aber wir können doch auch nicht die Augen verschließen vor einem bewaffneten Rechten Sektor, vor dem Bat. Asow mit seinen bedenklichen Zeichen, vor Fackelzügen in vielen ukr. Städten zu Ehren Banderas uva.

"Jeder westliche Kritiker muss akzeptieren, dass bis jetzt der Westen immer friedlich die Ukraine unterstützt hat."
So einfach ist das leider nicht. Wir haben viel Geld zur freien Verfügung überwiesen. Erinnern Sie sich noch an die prompte Reaktion aus Kiew, als Herr Poroschenko die Aufrüstung verkünden konnte? Vergessen sollten wir auch nicht die bisherigen Lieferungen von Uniformen, gepanzerte Truppentransporter ua. Hinzu kommen Militärberater, gemeinsame Nato Manöver ua.

@spom

"Unkommentiert und ohne Partei zu ergreifen:
http://www.arte.tv/guide/de/057960-000/kiew-brennt
Schade, dass für so einen Film kein Platz im Ersten war. Es war ja Karneval."

Ich finde es schockierend, dass die Maidanbewegung derart vorbehaltlos von unseren Medien und Politikern unterstützt wurde.

Und ich denke - da es sehr unwahrscheinlich ist. dass alle im Land der selben Meinung wie der Maidan -, dass es Spannungen geben musste. Das sind schlicht und ergreifend keine demokratischen Zustände, wie sie sich abgespielt haben.

Und ich kann den Riss durch die ukrainische Gesellschaft sehr nachvollziehen. Ich glaube kaum, dass sich jeder zum Maidan hinzurechnen wollen würde. Die haben ja nicht nur Russland verprellt, sondern einen großen Teil der eigenen Bevölkerung gleich mit.

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