Kommentare

Ein kluger Schritt

Klarer kann man es nicht sagen und mehr kann man auf Putin nicht mehr zu gehen:

Machst du Frieden, werden nicht nur die Sanktionen aufgehoben, sondern wir arbeiten sogar noch wirtschaftlich zusammen.

Wenn Putin auch diese ihm hingestreckte Hand zurückschlägt um lieber weiter die Ukraine zerstört - müssen wir unsere Konsequenzen ziehen.

Und die gehen dann in die andere Richtung.

Na ja!

Solange in Russland Repressionen gegen Minderheiten wie Homosexuelle oder Angehörige asiatischer Minderheiten fortbestehen, sollte die Annäherung sehr langsam voranschreiten. Man sollte die Augen nicht vor den Defiziten des russischen Systems bishin zur Kriegstreiberei in der Ukraine verschliessen.

Nicht genug,

dass Frau Merkel gegen den Willen ihres eigenen Volkes ein Freihandelsabkommen mit den USA aushandelt. Nein, sie möchte jetzt auch Russland einen Platz im sinkenden Schiff anbieten.
Ich fühle mich bei all Diesem nicht wohl.
Was die Welt braucht, ist Solidarität mit den Ärmsten und nicht immer mehr Wachstum.

Ein Spiel mit dem Feuer

Rußland hat Europa mit seinen eingefrorenen Konflikten durchlöchert, es nutzt wirtschaftliche Abhängigkeiten für politischen Druck, der mitunter auch militärisch kulminiert. Solange Rußlands langfristige Strategie derart ist, dass es, wie in Syrien und der Ukraine, für seine Militärstützpunkte bereit ist, humanitäre Katastrophen zu befördern, sollte Europa sich Rußland nicht annähern.

Rußlands Handeln im Ukraine Konflikt zeigt auf, dass es uns als Gegner definiert und der russische Informationskrieg gegen unsere Bevölkerung, ist alles andere als eine Kleinigkeit.

Eine einseitige Annährung ist das, was wir in den letzten 20 Jahren hatten und es hat nicht dazu geführt, dass es sich in Rußland zum Besseren gewandelt hat, die Ära Putin wird immer schlimmer. Dem nun nach den letzten Vorkommnissen noch eins aufsetzen zu wollen, ist einfach Wahnsinn. Rußland soll ruhig im Osten lernen, normale Beziehungen zu entwickeln, das hat mehr Sinn für den Welthandel. Hier ist die Erde verbrannt.

wenn merkel kiew zu einen

wenn merkel kiew zu einen nationalen dialog
drängen würde, dann hätten wir schon friede.
kiew hat bisher nur schulden und krieg geliefert. ich verstehe auch bis heute noch nicht wie der westen diesen putsch und das gemetzel an der östlichen bevölkerung so egal ist.
menschen die in der ostukraine protestiert haben sind von panzer einfach überfahren worden, ist das demokratie? ich bin froh das sie sich jetzt wehren können.
der schlüssel liegt in kiew nicht in russland

Warum nicht?

Die russische Föderation hat ja ohnehin nur Rohstoffe anzubieten, und die werden ja bereits abgewickelt, wenn auch die Relevanz von russischem Erdgas weiter sinken wird.

Bis Russland in der Lage ist, etwas sinnvolles zu exportieren, werden noch ein paar Jahre vergehen. Da sind die Chinesen 25 Jahre voraus.

Die EU würde also nix verlieren, sondern nur was exportieren können, wenn Russland mal wieder Euros oder Dollars hat.

Schwierig wirds natürlich im Bereich Korruptionsbekämpfung, da ist Russland ganz weit hinten und fällt weiter zurück. Aber das müssen die Russen selbst lösen.

Reichlich spät diese Einsicht!

Europa (EU) zerfällt! Die EU- Wirtschaft leidet und wir können uns nicht so wie Russland auf eigene Beine stellen. Wir sind abhängig vom Export von Waren und Import von Rohstoffen.
Da bringt es wenig, dass die EZB nun Geld druckt, um u. a. auch so manche Kriegskasse zu füllen.
Die russische Wirtschaft hat längst Kontakte zu anderen Staaten aufgenommen.

Frau Merkel kommt zur Einsicht

So sachnell kann eine Wandlung bei Frau Merkel sein.Nun kommt die Befreiung des Donbass nicht mehr voran,sondern die v.den Separatisten eroberten Gebiete werden immer grösser und nun sieht man,dass die Sanktionen nichts gebracht haben,weil Putin in der Bevölkerung weiterhin unbestritten ist.
Die dt.Politik begeht immer wieder den gleichen Fehler.Sie unterschätzt Russland und wer Russland unterschätzt,sollte nicht mit
Sanktionen drohen und schon garnicht mit
Krieg.Entweder geht es mit Russland,dann
haben alle was davon,oder gegen Russland,dann hat keiner mehr was davon.

Ich bin der Ansicht, dass wir

Ich bin der Ansicht, dass wir den USA und der Ukraine klar verdeutlichen müssen, dass wir die weitere Militarisierung zur Konfliktlösung nicht länger mittragen. Wir sollten die Sanktionen gegenüber Moskau sofort beenden, wenn nicht ernsthaft verhandelt wird, unabhängig davon, ob Moskau seine Kräfte abzieht. Wir sollten den USA klar machen, dass wir die militärische Unterstützung der Ukraine durch die USA nicht länger mittragen. Wir sollten Russland klar machen, dass wir im falle des konfliktes zwischen USA und Russland neutral bleiben, falls die USA Kiew weiter militärisch unterstützen..

geschickte Taktik Merkel

Eine gewiefte Taktikerin ist die Bundeskanzlerin, das muss man ihr lassen. Durchsetzung der eigenen Ziele durch Umarmung der Gegenseite.
Putin soll ohne Gesichtsverlust nachgeben können (Ukraine) und dann "gestärkt" (Freihandelsabkommen) aus der ganzen Misere rauskommen. Er muss was rausholen für Russland, zumindest muss er es so seinem Volk präsentieren können.
Wohlstand in der Mittelschicht ermöglicht mehr Menschenrechte, auch in Russland.

"Von Lissabon bis Wladiwostok" kann erst nach UA-Frieden kommen

Während im Ukrainekonflikt noch keine Entspannung sichtbar ist, versuchen Merkel und Gabriel mit ihrem Vorschlag eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes von EU und Eurasischer Union Bewegung in die festgefahrene politische Lage zu bekommen. Voraussetzung für einen Dialog über eine mögliche gemeinsame europäische Perspektive wäre ein vollkommener Frieden in der Ukraine.

Es ist aber fraglich, ob sich Putin durch Eingehen auf seine Idee von vor fünf Jahren von seinen Plänen der Abwendung von Europa und dem Westen sowie der Zuwendung zu den BRICS-Staaten bei mehr russischer Eigenständigkeit und Durchsetzung von großrussischen Interessen in den Nachbarstaaten abbringen lässt. Zwar hätte ein gemeinsamer eurasischer Wirtschaftsraum auch Vorteile für Russland, eine Freihandelszone würde Russland aber dem Wettbewerb mit der EU vollends aussetzen.

So sollte man die Initiative der deutschen Regierung eher als Köder und Chance zu einer friedlichen Lösung des Ukrainekonfliktes sehen.

Ob ausgerechnet TTIP das richtige Mittel ist?

Bei dem Desaster, das sich durch den Kriegskurs von Poroschenko und Co in der Ukraine abzeichnet, ist wieder mit Russland vernünftig zu reden und Handelsbeziehungen neu aufzubauen wichtig und gut. Aber im Stile von TTIP? Nein Danke! Weder in Europa noch sonstwo.

Auf die Antwort von Russland

bin ich jetzt gespannt.

Da Sie sich in den letzten Monaten stark umorientieren mussten und neue Verbindungen eingegangen sind und viele neue Verträge machen mussten laut den Berichten in vielen diversen Medien.

Und wenn ich gestern gelesen habe das der Vorschlag ja von Russland schon 2010 gemacht wurde,und jetzt von Frau Merkel kommt in dem Moment wo der Euro am Fallen ist.
Und Gabriel sogar laut Bericht noch weiter gehen will,Drehscheibe Ostukraine.

Dort ist Alles kaputt und Europa ist nicht gerade zuverlässig beim Handel wie sich gerade gezeigt hat für Russland ( Gründe jetzt mal ausgeblendet ) und rein Handelstechnisch gedacht.

Ich weiß nicht,das ganze ergibt so ein ungutes Bauchgefühl.

Dazu massive Aufrüstung in der Ukraine und extrem hohe Korruption im Land.

Das dann als Drehscheibe ???.

Jetzt wird es interessant nach dem ganzen Vorgeplänkel.

Gruß

endlich ein sinnvoller Ansatz

endlich mal ein Vorschlag, der, weg von den bisherigen stereotypen Schuldzuweisungen, einen Weg vorschlägt, diesen Konflikt ohne Gesichtsverlust zu lösen. Frau Merkel tut gut daran, entgegen amerikanischen Säbelrasselns auf Maximalforderungen zu verzichten und so Putin zu ermöglichen "druckfrei" seinen Einfluß auf die Separatisten geltend zu machen. Er braucht eigendlich nur Waffen und russisches "Personal" abzuziehen. Wenn die EG ebenfalls ihren (finanziellen) Einfluß auf die Ukraine nutzt, sehe ich durchaus eine Chance auf eine nachhaltige Entspannung. Aber was EG und Rußland nützt, wird den Amerikanern nicht unbedingt gefallen.

Nach all den Sanktionen und

Nach all den Sanktionen und schlechten Nachrichten endlich ein einlenken, finde ich schon sehr komisch, man hätte auch gleich verhandeln statt sanktionieren können. Dann hätten weniger Menschen ihr Leben verloren, oder wären nicht arbeitslos und wir hätten bessere Beziehungen zu Russland, diese haben bei dieser Nummer sehr stark gelitten.
Nicht Russland benötigt uns, sondern wir Russland, das ist ein großer Unterschied, hoffen wir das Putin nicht nachtragend ist, wobei die Nato Ost Erweiterung das eigentliche Problem bleiben wird, soviel Verstand sollten die beteiligten haben.
Ein Freihandelsabkommen ist ja eigentlich eine gute Sache, sofern die Inhalte von Politikern ausgehandelt, transparent sind und den Interessen der Bürger dienen und nicht den Konzernen, wie das bei TTIP , CETA und TISA der Fall ist.

@. trauriger Bürger

"dass Frau Merkel gegen den Willen ihres eigenen Volkes ein Freihandelsabkommen mit den USA aushandelt. "

Offensichtlich haben Sie sich nicht richtig in-
formiert;
denn nicht Merkel handelt TTIP mit den USA
aus, sondern die EU.

Trotzdem hat Deutschland ein wichtiges Wort
auf EU-Ebene mitzureden und sollte die Un-
terschrift verweigern.
Aber Merkel hat ja gerade in Davos ihre Zu-
stimmung erklärt.
Sie ist eben stets den US-Amerikanern hinten
reingekrochen.
Und den deutschen Arbeitgebern ebenso.

Die CDU/CSU ist und bleibt eben stets eine
Arbeitgeberpartei mit wenig Weitsicht.

Eine einseitige Annährung?

Dann scheinen Sie nur tagaktuell zu leben. Der Begriff "von Wladivostok bis Lissabon" stammt nicht, wie hier unterschwellig dargestellt, von Merkel, sondern von Putin in seiner Rede am 25.09.2001 im Bundestag!
Damals war die Ukrainekrise noch in den Wolken. Aber hat jemand in der Politik auch nur im Ansatz einen Schritt in diese Richtung unternommen? Ich erspare mir die Latte an Beispielen, die genau das Gegenteil darstellten. Also aufhören mit der Lebenslüge, der Westen ist schon immer (einseitig) auf Russland zugegangen.

Der Kompromiss

Der Ami und Europa entziehen den Kriegstreiber Poroschenko das Geld und das Vertrauen . Das wäre eine Basis , dass man in der Ukraine Frieden schafft . Das weiß auch Putin , jetzt hoffe ich das auch unsere Politiker es begreifen , dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben . Es hätte gar nicht erst 5000 Menschen ihr Leben lassen mussten und die gesamte Infrastruktur in der Ost-Ukraine zerstört wurde . Ich freue mich für die geschundenen Menschen dort , wenn es Frieden gibt .

Umdenken

Man muss Russlands Stellung als Großmacht endlich anerkennen und darf nicht einfach über deren Interessen hinweg gehen. Erst wenn sich Russland vollkommen akzeptiert und in seiner politischen, militärischen und wirtschaftlichen Größe vom Westen her anerkannt sieht, wird sie wieder ein zuverlässiger und kooperativer Partner sein. Die Sowjetunion war eine Weltmacht, und dieses Selbstverständnis trägt Russland in sich.

Merkel hat sich blamiert

Merkel hätte wissen müssen, das es ohne Russland nicht geht. Aber dieses Verhalten des hin und her ist bei ihr keine Ausnahme, sondern die Regel. Statt blindem Gehorsam den USA gegenüber hätte Selbstbewusstsein gezeigt werden müssen. Auf der anderen Seite kann man nicht zeigen was man nicht hat.

@. nyhof

"kiew hat bisher nur schulden und krieg geliefert."

Zumindest Ihre letzte Behauptung ist doch
wohl völlig an den Haaren herbeigezogen.

Hat die Ukraine etwa Rußland oder einen an-
deren autonomen Staat militärisch angegrif-
fen?

Es war doch auch von der UNO unbestitten,
dass Russland der Agressor war und ist.
Beginnend mit der völkerrechtswidrigen
Anektion der Krim.

Das Freihandelsabkommen

TTIP, CETA und TISA mit seinen Schiedsgerichtsverfahren und seinem Investorenschutz ist abzulehnen. Diesbezüglich ist den USA nicht über den Weg zu trauen.
Viel wichtiger finde ich eine wirtschaftliche Annäherung zu Rußland, auch wenn das den USA nicht passen würde. Rußland gehört zu Europa und eine wirtschaftliche Annäherung würde eine ganze Region stabilisieren. Rußland müßte nur bei der Korruptionsbekämpfung härter durchgreifen.

Späte Einsicht ?

Nein, es ist wohl eher der Druck der Wirtschaft, die auch TTIP, CETA und dergleichen befeuert. Nach den Sanktionen gegen Russland hat man festgestellt, dass der Europäischen und besonders die deutsche Wirtschaft darunter leidet, da die Exporte zurückgehen, weil der große Abnehmer Russland fehlt. Wenn Russland sich jetzt nach Osten orientiert, also die Geschäfte mit den Asiaten macht, dann hat die deutsche Wirtschaft das Nachsehen. Das ist der einzige Grund, weshalb Frau Merkel
Entgegenkommen zeigt.

Am 23. Januar 2015 um 09:57

Am 23. Januar 2015 um 09:57 von paddi
"Ich bin der Ansicht, dass wir...."

Sie sprechen mir aus dem Herzen.

Neutralität statt Zusammenrottung könnte den ersehnten Frieden fördern.

Putin 2001

Schon 2001 ist Putin auf uns zugegangen und hat uns so eine Handelspartnerschaft angeboten, jetzt wollen Merkel & Co. Putin das anbieten.
Dieser Schritt ist schon lange überfällig. Ja es stimmt das die USA vom Export- und Import einer unserer größten Handelspartner ist, aber Russland ist auch unter den Top 10 und in den osteuropäischen Staaten mit Sicherheit an oberster Stelle. Auch sollte man nicht vergessen das Russland unser unmittelbarer Nachbar ist und von Werte-, Umwelt- und Sicherheitsstandards eher auf unserer Wellenlänge ist, dort gibt es zmd. kein Gengemüse, oder Fracking.

als Russe täte ich ablehnen

Bei TTIP mitmachen, obwohl die Bevölkerung hier dagegen ist. Mitmachen, nein Danke. Wen TTIP nützt ist lange klar, meine kleine Family garantiert nicht.

Eure Ressourcen werden dann richtig ausgebeutet und der Gewinn fließt nach USA. Was sonst?

Nur Putin wird es lächelnd zur Kenntnis nehmen. Europa wird weiter zerfallen, dank Draghi und Merkel. € ist nur das Papier wert, die Kaufkraft wird sinken. Vertrauen in EU und Politik, da müsste ich sehr viel glauben. Nur der Glaube habe ich verloren...

Ukraine Regierung hat einen fragwürdigen Hintergrund und die Zeit arbeitet für Putin. Kiew ist der Wendepunkt. Mit China zusammenarbeiten oder mit Europa.
Putin wartet ab, bis die Wahlen In EU vielleicht neue Verhandlungspartner erzeugen.
Putin ist kein lupenreiner Demokrat, sondern ein Zar auf Zeit. Das was Putin ausmacht, das er cool bleibt. Die atomare Bedrohung ist noch da, Waffen auch.
Amerika ist weit weg von Russland. Also wen trifft es, uns!

Der Zug ist abgefahren

Putin ist in der Vergangenheit mit genau dieser Idee bei Angela Merkel abgeblitzt. Warum sollte er das jetzt noch wollen? Russland orientiert sich nach Asien und das ist auch gut so.
Da die Ukraine Krise sowieso nicht bald gelöst wird, ist diese Entwicklung für Russland alternativlos.

"Wir sind abhängig vom Export

"Wir sind abhängig vom Export von Waren und Import von Rohstoffen."

Der deutsche Export nach Rußland besteht
nur aus Peanuts im Vergleich zum Gesamt-
ergebnis.

Und die Rohstoffe aus Rußland kann man
auch anderswo beziehen.
Andere Mütter haben auch schöne Töchter.

Außerdem ist Rußland durch seine verfehlte
Wirtschaftspolitik - auch durch Putin ver-
schuldet - zu mindestens 90 % von Energie-
exporten abhängig.
Also wieder von uns als Abnehmer.
Der Schrott, den die russische Industrie fer-
tigt, ist auf internationalen Märkten nicht
absetzbar.
Außer Rüstungsgütern.
Außerdem sind russische - auch Staatsunter-
nehmen - erheblich im Ausland verschuldet.
Und zudem hat Rußland seine Finanzreser-
ven im Ausland festgelegt.
Und ist somit von den internationalen Fi-
nanzmärkten abhängig.
Durch die Sanktionen - vor Allem der USA -
kann es bereits jetzt nur stark eineschränkt
darüber verfügen.
Heute bestimmen die westl. Finanzmärkte
darüber, wohin die Richtung geht und erst
dann die Atomwaffen

Handel mit Russland

Neulich las ich in einem Artikel, dass der Handel mit Russland wegen der Sanktionen um 50% gesunken ist, während in der gleichen Zeit der Handel der USA mit Russland gestiegen ist. Wie geht das an? Spielt da etwa jemand mit gezinkten Karten ein falsches Spiel? Wann werden unsere Politiker endlich begreifen, dass die Amerikaner bei Allem nur eigene Interessen verfolgen?

Wie kann man Merkel dafür loben?

Natürlich, wer viele Jahre von den Mainstreammedien "wir sind die Guten" in die Hirne gehämmert bekam, findet den Vorschlag von Frau Merkel gut. Dabei erkennen diese Kommentatoren gar nicht, was dahinter steckt. Russland soll, wie wir, zu einer "marktkonformen Demokratie" ausgebaut werden. Unter den Fittichen der US-Amerikaner. Dass Gabriel noch einen draufsetzt mit TTIP, sagt alles über unser politisches Personal. Was das Volk denkt, ist denen scheißegal. Hauptsache die Amerikaner sind zufrieden.

@. dergemeine Schi...

"weil Putin in der Bevölkerung weiterhin unbestritten ist."

Putin ist keineswegs in "der" Bevölkerung un-
umstritten.
Sondern in der Mehrheit.
Trotzdem gibt es immer noch einen nicht
kleinen "denkenden" Teil der russischen
Staatsbürger, der ihn äußerst kritisch betrach-
tet.
Und auch gegen die Anektion der Krim und
seine militärischen Aktivitäten in der Ukraine
sind.
Die Ukrainer sind für sie schließlich nach wie
vor der Bruderstaat.
Und Brüder überfällt man nicht in ihren Au-
gen. Zumal sie sich nicht von den Brüdern
und Schwestern in Kiew bedroht fühlen.

Das Problem Nato Ost

Das Problem Nato Ost Erweiterung verschwindet nicht einfach, hier wird Russland weiterhin entschieden dagegen vorgehen, während wir auf der anderen Seite sitzen und Kredite (Waffen) in der Ukraine verteilen.
Nicht weil die Ukraine den ultimativen Krieg will kaufen sie Waffen, sondern um den Nato Mindeststandard zu erfüllen.
Frieden braucht man damit die Ukraine aufgenommen werden kann, denn das ist mit Bürgerkrieg nicht möglich.
Nun müssen wir Russland mehr geben, damit sie den US ARMEE Stützpunkt vor ihrer Grenze akzeptieren, das ist der reinste Wahnsinn, aber typisch für unsere kurzsichtige Politik.
Die beste Möglichkeit um Frieden zu wahren, wäre Russland und alle anderen Länder mit in die Nato zu nehmen, dann dürfte es nie wieder Krieg geben, weil sich keiner angreifen kann und man müsste die Probleme dieser Welt diplomatisch lösen.

Beeindruckend

Nettes Kunststückchen: die pro russische bzw anti amerikanisch eingestellten Bürger kassieren indem sie diesen Schritt auf Putin zugeht. Sie stellt ausgerechnet ein Freihandelsabkommen in Aussicht stellt als Lösung für Frieden und Wirtschaft und macht TTIP zur Bedingung. Damit könnte man später strenggenommen sogar TTIP Gegnern vorwerfen, sie würden den Friedensprozess im Osten behindern.
.
Die USA würden soetwas natürlich unterstützen. Da fänden sich sicher Argumente Kiew zu mehr Kompromisbereitschaft zu bewegen. Anschliessend kann sich Frau Merkel vom Volk als Friedenengel und der Wirtschaft als TTIP Retterin feiern lassen.
.
Diese Show ist natürlich nicht für Herrn Putin gedacht, denn wenn Frau Merkel etwas "vorschwebt" ist das noch unverbindlicher als manche Verträge, fragen Sie Vattenfall.

Freihandel mit Russland

ist auf jeden Fall sinnvoller als mit den USA, die mittels Freihandelsabkommen nur ihre Dominanz in Europa ausbauen werden und uns was Handel angeht eigentlich nichts bieten können was wir nicht sowieso schon selbst produzieren.
Aber russische Rohstoffe kombiniert mit europäischen Knowhow, das wäre ein echtes Erfolgsrezept! Von der Stabilität die man damit der Region bringen würde, politisch und wirtschaftlich, mal ganz zu schweigen.
Diesmal aber bitte ohne Schiedsgerichte usw usw.

Ich befürchte nur es handelt sich um eine Nebelkerze... allein der Hinweis "nach TTIP" könnte man darüber reden... jaja, hauptsache erstmal TTIP unterschreiben.

@. Donhausn

"Eine gewiefte Taktikerin ist die Bundeskanzlerin, das muss man ihr lassen. Durchsetzung der eigenen Ziele durch Umarmung der Gegenseite."

So gewieft ist das nicht; denn der Vorschlag
ist keineswegs neu.
Wurde aber ebenso das Angebot an Putin,
der EU beizutreten, von diesem abgelehnt.

Letzteres vermtl. weil Rußland ohnehin nicht
die Antikorruptionsauflagen gewillt ist, zu er-
füllen, wie auch die Menschenrechtsauflagen.

Putin ist offensichtlich trotz seines anson-
sten scharfen Verstands andererseits auf
dem geistigen Level der Sowjetunion stehen
geblieben.
Das russische Volk hätte endlich einmal
besseres verdient.
Es lebt auf dem Lande immer noch wie zu
Zaren- und Sowjetzeiten.
Ich habe die im Verfall befindlichen Dörfer
gesehen, in denen die Menschen bereits
seit Jahrhunderten nichts anderes kennen.

Wegen der enormen Kosten der Krimanekti-
on kommen auch wieder die schmalen Ren-
ten i. H. v. 60,-- € nicht mehr an.

Es ist ja nicht einmal willens, freie Wahlen zu
ermöglichen.

Frechheit

Das gernzt ja schon an Frechheit , was sich Diese Person herausnimmt!

Erst den Konflikt provozieren und anheizen, dann nach dem der Schuss nach hinten losgegangen ist, auch noch Forderungen stllen!

Ich hoffe, das sich putin nicht auf diese falsche Spiel von Frau Merkel einlässt.

Ich bin fuer stärkere Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland , aber dazu muss bei uns die Regierungsführung ausgetauscht werden!

Nur zuverlässige und ehrliche Partner können einen Erfolg garantieren , nicht Personen die so reden und aber anders handeln.

Frau Merkel führt Deutschland zum Ruin, es wird Zeit das diese abdankt!!!

@Phonomatic

Da bin ich Ihrer Meinung. Ich denke auch, dass Russland seine aggressive Außenpolitik in seinen Ex-Republiken nicht aufgeben wird. Da helfen auch keinerlei Versprechungen. Seit längerer Zeit wird in Russland der Geist des Nationalismus gesät und trägt nun Früchte. Das Volk steht hinter Putin und sieht für alles, was im eigenen Land oder in anderen Ländern schief läuft, den Westen als Verursacher. Das Kriegsgefangene der Separatisten öffentlich vorgeführt und von der Menge beschimpft und bespuckt werden, stört in Russland nicht, denn sie wurden zuvor durch die russischen Medien als Faschisten diffamiert und entmenschlicht.
Ich denke, man sollte die Türen offen halten, aber es wird in Zukunft immer wieder Rückschläge geben. Den Umgang mit Ländern, die nicht mehr unter russischer Kontrolle stehen möchten, kann nur Russland selbst ändern.

@Phonomatic

09:40 von Phonomatic:
"Eine einseitige Annährung ist das, was wir in den letzten 20 Jahren hatten und es hat nicht dazu geführt, dass es sich in Rußland zum Besseren gewandelt hat [...]"

Es gab nur eine einseitige Annäherung an Russland in den letzten Jahren: Die der NATO. Dieser Osterweiterung sowie die russische Reaktion darauf sind maßgeblich die Ursache dieser Krise.

Immerhin erstaunt mich der Kurswechsel von Merkel. Vor wenigen Wochen brachte sie in Sydney schwerste Vorwürfe gegen Putin und jetzt kommen verhandelbare Angebote. Dabei hat sich die Lage in der Ukraine eher verschlimmert als verbessert. Die neuen Friedensversprechen werden offensichtlich genauso ignoriert wie die aus Minsk.

Es wäre wünschenswert, dass Deutschland und die EU wieder eigene Politik betreiben.

Lächerlich, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Putin hat diesen Vorschlag in einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" vor einiger Zeit geäußert... Das war im November 2010, wenn ich mich nicht irre...

Egal. Fakt ist, damals gab es außer ein paar böswillig-hämischen Kommentaren in den deutschen "Qualitatsmedien"... GARNICHTS, nicht die leiseste deutsche Reaktion. Warum auch, man arbeitete im Rahmen der EU an den Assoziierungsabkommen für Georgien, Moldawien und der Ukraine.

HEUTE, ist das Schnee von gestern. Inzwischen gibt es die EU-Sanktionitis und damit kein Vertrauen mehr in die EU und vor allem in Deutschland. VOR ALLEM DAS STÄNDIGE Gerede über die angebliche Unzuverlassigkeit Russlands bei der Lieferung von Erdgas hat in Russland viele verärgert und die Abschreibung von 4,7 Milliarden Euro für das politische Ende von Southstream, die die USA, die EU und die Regietung von Bulgarien zu verantworten hat...

Macht man "mit solch zuverlässigen Partnern" Geschäfte?

Ja, aber sie bekommen keine Vorzugsbehandlung mehr.

Ernsthaft ?

Frau Merkel allein kann so etwas natürlich nicht "anbieten".
Ob die Sache also ernst gemeint ist, wird die Reaktion der anderen, vor allem der Osteuropäer zeigen.
Nur wenn von dort heftige Kritik kommt, ist es ein deutscher Alleingang und insofern könnte er tatsächlich ehrlich gemeint sein.

Auch die USA müssten dieses "aus der Reihe tanzen" eigentlich scharf verurteilen, hat doch Obama erst bei seiner jüngsten Rede die Bündnistreue und die geschlossene Front gegen Russland gelobt.

Aber schon allein wegen Tipp, das in Osteuropa zumindest von den Regierung stark begrüßt wird, dürfte dort kaum Interesse für einen Freihandel mit Russland bestehen.
Denn Tipp ist die Voraussetzung für den großen Start des Frackings und des Gasexports aus den USA, das alles soll endlich die langfristige Unabhängigkeit von Russland bringen.
Man wird also die in Osteuropa erhofften Investitionen nicht riskieren wollen, indem man jetzt einen Schritt auf Russland zugeht.

Krim vergessen?

Geht es denn "nur noch" um den Donas?

Damit Russland wieder in den Kreis der zivlisierten Staaten zurückkehren kann, muss die territoriale Integrität der Ukraine wiederhergestellt werden. So, wie das in Euro "nach Helsinki" vereinbart ist.

Deshalb darf die Krim nicht vergessen werden!

@. walter1234dd

"Es hätte gar nicht erst 5000 Menschen ihr Leben lassen mussten und die gesamte Infrastruktur in der Ost-Ukraine zerstört wurde ."

Daraus wird ein Paar Schuhe:
Rußland hätte die Ukraine mit der Krimanekti-
on nicht angegriffen und die Unruhen in der
östlichen Ukraine nicht angeheizt und deren
Terroristen nicht mit Personal, Waffen und
Geld ausgestattet.

Außerdem dürfen sich die Amis - wie Sie sie
nennen - nicht aus der Ukraine heraushalten.

Sie sind neben Rußland und GB vertragliche
Schutzmächte der Ukraine.
Bloß Rußland hat nicht nur die darin ver-
traglich festgelegte Unabänderlichkeit der
ukraine nicht nur verletzt, indem es die Krim
anektiert hat und russisches Militär und
Ausrüstung in die östlichen Ukrainegebiete
gesandt hat und immer noch so weiter
macht.
Wir können froh sein, dass die USA und GB
auf diesen Angriff mit einem Gegenangriff
reagiert hat.
Heute bin ich dafür, dass die USA und GB
vertragsgemäß Truppen zur Unterstützung
in die Ukraine verlegen.

@09:58 von Helmut Baltrusch

Ihre Analyse in Ehren, auch wenn der Punkt "Bewegung in die festgefahrene politische Lage zu bekommen" automatisch mit drin ist im Paket - was Frau Merkels Strategie fast brilliant macht - habe ich den Verdacht das es in erster Linie der Startschuss für eine politische Offensive Pro TTIP ist. Wie Sie richtig sagen, ob Putin das zum einen überhaupt noch interessiert oder ob ein solches Abkommen für Russland wirklich vorteilhaft ist ist doch eher zweifelhaft. Ich möchte hinzufügen, dass ich nicht daran glaube, dass Herr Putin Frau Merkel in dem Punkt ernst nimmt.
.
Es ist nur Show und es wurden geschickt 2 Dinge in einen Zusammenhang gebracht, die eigentlich nichts miteinander zutun haben. Nämlich TTIP und Frieden in der Ukraine. Das war das Ziel der Rede und ich wette, wir werden in nächster Zeit diese Themen häufiger in einem Satz zu hören bekommen.

180 Grad Wende

Für Putin bedeutet dieses Angebot die Chance, die Zukunft Russlands um 180 Grad zum Besseren zu wenden. Raus aus der Isolation, raus aus finanziellem und wirtschaftlichem Niedergang. Auch politisch würde russlands Einfluss wieder steigen.
Russlands Oligarchen werden erfreut sein über dieses Angebot. Der Totgeburt Eurasische Union könnte Leben eingehaucht werden.
ABER: Putin müsste die Krim zurückgeben. Die Ukraine hat sich für eine offene Gesellschaft entschieden die dann in vom Volk wahrgenommener Konkurrenz zu Putins Diktatur stehen würde. Am Ende steht auch für die russische Machtelite einiges auf dem Spiel.
Für Europa würde der Deal eine größere Abhängigkeit von einem politisch fragwürdigen Partner bedeuten. Aber auch der mögliche Einfluss würde zunehmen.

Wer hat denn da eingesagt?

Sage einer Frau Merkel sei nicht flexibel. Ist der Frau die Veränderung in der Weltwirtschaft seit dem Fall des eisernen Vorhangs entgangen? Die politische Veränderung der einzelnen Ostblockländer durch die Öffnung für den freien Handel. Wie viele dieser Länder instabil geworden sind und nur durch finanzielle Unterstützung schlimmeres verhindert wurde. Nachdem es mit dem anfüttern der Ukraine nicht geklappt versuchen wir es gleich mit Russland um so die Glut des Feuers das von der EU gelegt wurde zu löschen. Glaubt Frau Merkel, dass auch Putin mit Geld still gehalten werden kann, so wie viele der westlichen EU-Politiker. Geld das niemand erwirtschaftet hat und deshalb mit der Notenpresse erzeugt wird. Wohin wird uns die Handlungsweise der "sogenannten mächtigsten Frau" der Welt noch führen?

Am 23. Januar 2015 um 10:39 von Herr Mann

Handel mit Russland

Spiegel Online heute:
"Der Rückgang der Exporte hat sich zuletzt Monat für Monat beschleunigt, so dass wir für 2015 eine noch schlechtere Entwicklung befürchten müssen, sollte es nicht bald eine politische Lösung der Krise geben", sagte Cordes. Er beklagte, dass es vor allem die Europäer seien, "die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen".

Demnach nimmt der Handel Russlands mit asiatischen und lateinamerikanischen Partnern zu. Selbst US-Exporte seien im vergangenen Jahr um ein Prozent gestiegen.

Cordes sieht in Deutschland auch Arbeitsplätze gefährdet: "Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland rund 300.000 Arbeitsplätze allein von Exportgeschäften mit russischen Partnern abhängen, so könnte ein dauerhafter zwanzigprozentiger Rückgang im schlimmsten Fall zum Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen führen."

So oder so ähnlich gibt es die Berichte aber schon eine ganze Weile.

Nur mal um Ihre Gedanken zu unterstützen ;-).

Gruß

@europeo

nyhof: "kiew hat bisher nur schulden und krieg geliefert."
europeo:
"Zumindest Ihre letzte Behauptung ist doch
wohl völlig an den Haaren herbeigezogen."
..
Es war Poroschenkos Interimsvorgänger, der Hardliner Turtschinov, der zuerst das Militär in die Ostukraine geschickt hat.
Seit diesem Zeitpunkt werden die Toten gezählt.

@ 09:40 von Phonomatic

Sie schreiben:
"Ein Spiel mit dem Feuer
Rußland hat Europa mit seinen eingefrorenen Konflikten durchlöchert, es nutzt wirtschaftliche Abhängigkeiten für politischen Druck, der mitunter auch militärisch kulminiert."
*
Vielleicht haben Sie nicht bemerkt dass Russland einem extremen wirtschaftlichen Niedergang entgegen geht?
Die Sanktionen der EU, USA und anderer wegen der Ukraine zusammen mit dem Absturz der internationalen Erdöl- und Gaspreise zwingt Russland wirtschaftlich in die Knie.
Jetzt ist der optimale Zeitpunkt um Putin mit solchen Ideen und Vorschlägen von seinen militärischen Abenteuern abzubringen.
Momentan ist nicht die EU wirtschaftlich von Russland abhängig wie Sie schreiben, sondern umgekehrt Russland von der westlichen Allianz!
*
Die Sanktionen waren richtig und jetzt ist ein guter Zeitpunkt Putins Regierung mit gegenläufigen Vorschlägen zu einer Umkehr seiner Aggressionsolitik gegenüber seinen Nachbarn zu bringen!
*
Merkel und Gabriel haben Recht

Europa braucht den russischen Raum

Europa ist ohne die Russen in einer Sackgasse aus der es kein Entrinnen gibt. Russland hat Rohstoffe und jede Menge Raum, der noch zubetoniert werden kann. Besonders Deutschland ist schon weit über das erträgliche Maß besiedelt und Wachstum nicht mehr möglich. Hunderte von Milliarden werden in die Banken gepumpt, die vor allem eines nicht haben, Geldprobleme. Geld ist so viel vorhanden wie noch nie und damit so billig wie noch nie. Nur, es will keiner haben, weil nichts damit zu verdienen ist. Die es gebrauchen könnten, ja, denen hat man es ja weggenommen. Nur wer etwas verdient, kann am Wirtschaftskreislauf teilnehmen.
15 Euro Mindestlohn in Europa würde wieder Handel unter den Menschen möglich machen.

"Merkel lockt Russland mit Handel"

ist eine Umkehrung der Urheberschaft.

Putin hat selber vor einigen Tagen seinen Vorschlag von 2001 erneuert, eine Handelszone von Lissabon bis Wladiwostok einzurichten. Merkel hat es lediglich aufgegriffen – aber unter Bedingungen, die Russland kaum erfüllen wollen wird, jedenfalls nicht so, wie die EU Russlands Rolle im Ukrainekonflikt interpretiert.

Russland würde auch niemals den im TTIP immer noch enthaltenen, auch bei uns umstrittenen Investorenschutz zulassen, weil es sonst die Kontrolle über Rohstoffvorkommen – Russlands Export-Haupteinnahmequelle – an ausländische, am ehesten us-amerikanische Investoren verlieren würde. Freihandel der EU mit Russland bedeutet unter der Voraussetzung, dass das TTIP realisiert wird, automatisch quasi auch Russlands Freihandel mit den USA.

Freihandel kann auch Handel ohne Aufgabe der staatlichen Souervänität sein. Merkels und Gabriels Vorschlag könnte eher tricky aber auch durchschaubar sein als redlich.

@ 10:48 von mündig12

Sie schreiben:
"Ich befürchte nur es handelt sich um eine Nebelkerze... allein der Hinweis "nach TTIP" könnte man darüber reden... jaja, hauptsache erstmal TTIP unterschreiben."
*
In dieser Meldung steht nirgendwo dass erst einmal TTIP unterschrieben werden müsste bevor man mit Russland über eine Freihandelszone redet. TTIP wurde lediglich als Beispiel für eine solche Vereinbarung mit Russland genannt. Ihre Aussage geht also wohl eher an der Realität vorbei.
Für mich kommt dieser Vorschlag Merkels genau zum richtigen Zeitpunkt denn die Wirtschaft Russlands ist in ihrer schwersten Krise nach den Saktionen und dem Absturz der Erdöl- Gaspreise!

Übrigens...

hat erst vor ein paar Wochen noch die Eurasische Union der EU die Freihandelszone vorgeschalgen als Ersatz für TTIP. Nun, TTIP wird kommen. Das wird jedoch die mögliche wirtschaftliche Bedeutung einer Freihandelszone zwischen EU und eurasischer Union nicht mindern. Im Gegenteil.

Wenn ich hier manches hirnlose Gefasel lese...

"Rohstoffe kann man auch woanders kaufen" sagt hier ein einschlägig bekannter Forist, der weder über Transportkosten, noch über die Richtigkeit seiner hohlen Sprüche nachgedacht hat...

Russland sitzt auf Rohstoffen die Europa und vor allem Deutschland nicht hat und wenn es sich bewahrheitet, das im Raum Magadan noch seltene Erden dazukommen, wird der Tag kommen, wo die stolzen EU-Länder betteln werden, das Russland ihnen bitte bitte davon etwas verkauft.. Aber nan sollte nicht vergessen, das China und Russland nicht nur Partner, sondern verbündet sind. Wenn China und Russland gleichzeitig an der Schraube drehen, dann jault in Europa die Elektronik-Branche auf und reißt die Hufe hoch. SO sieht das aus...
Nein. Russland muss nur die Sanktionen aussitzen, sich konsequent anderweitig orientieren und das Ende des Euro abwarten, das Draghi und Co. Schon hinbekommen werden. Dann werden die Westeuropäer nicht mehr so stolz und selbstgerecht sein.

Freihandel EU + Russland

Das Freihandelsabkommen mit den USA lässt die jeweils eigenen Produkte leichter auf dem Markt des anderen verkaufen. Weniger Genehmigungen werden benötigt, weniger Papierkram, weniger Hemmnisse.
Doch genau diese Hürden stellen für den EU-Bürger große Vorteile dar. Das geht von Kennzeichnungsplichten und Gesetzten bei Lebensmitteln oder Drogerieprodukten bis hin zu unserem gerechten und gleichen Gesundheits- oder Bildungssystem. So liberal wie die USA ist, wollten wir Deutsche nie sein. Dementsprechend haben wir eine soziale Marktwirtschaft.

Das die USA eine wesentlich größere Macht (mit Ihren Mega-Konzernen) auf die EU-Märkte ausüben könnte ist klar. Mono- oder Oligopolo gesteuert aus Übersee sind vorprogrammiert. Verlierer sind die EU-Bürger, welche dann Produkte konsumieren die sie nie haben wollten.

Hingegen sehe ich größere Chancen mit Russland als Handelspartner. Da diese (außer bei Öl- und Gas) auf Augenhöhe mit uns agieren könnten. Wenn der Wille da ist.

Positiv, aber wieder am Problem vorbei

So sinnvoll und in seiner eher versöhnlichen Weise sehr wohl begrüßenswert dieser Vorschlag auch grundsätzlich ist – er zeugt doch wieder einmal von einem nahezu bestürzenden Unverständnis für die eigentliche Ursache der Krim-Abspaltung und des Ukraine-Krieges: die Leute im Südosten der Ukraine (einschließlich Krim) haben sich erhoben, weil in Kiew einfach über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde und weil sie von Kiew terrorisiert werden. Es k**zt mich offen gesagt nur noch an, wie hier immer so getan wird, als wäre das alles ein Problem zwischen Kiew und Moskau. Nein, es ist ein Problem zwischen Kiew und den Menschen im Osten! Die müssen in die Verhandlungen einbezogen werden, sonst wird sich garantiert überhaupt nichts lösen. Den Menschen im Osten muß ein Ausweg angeboten werden – nicht Rußland!

09:58 von Helmut Baltrusch

"...eher als Köder und Chance zu einer friedlichen Lösung des Ukrainekonfliktes..."
Köder trifft es wohl ganz gut, nur, sind Sie sicher, dass die Kiew-Ukrainer ein tatsächliches Interesse an der Beendigung eines beiden Seiten Zugeständnisse abverlangenden Konflikts haben? Hoffentlich ist es so.
Aber immerhin haben Sie ja in einem kürzlichen Post zumindest mal die Möglichkeit zugestanden, dass auf Kiewer Seite eben nicht nur sog. reguläre Truppen kämpfen. Die besitzen doch nicht etwa weitreichende Waffen? Gibt es inzwischen irgendeinen Hinweis auf ihre Entwaffnung durch Kiew. Oder nicht etwa doch das Gegenteil?

Ein sinnvoller Schritt

Allerdings dürfte auch die illegale Annexion der Krim nicht vergessen werden.

Das Problem ist, das eine Gewaltspirale nur schwer zu stoppen ist, sobald sie einmal in Gang gesetzt worden ist. Russland kann seine Truppen und schweren Waffen (denn genau darum handelt es sich, russische Truppen) nur bedingt zurückziehen, weil dann natürlich die ukrainische Armee vorrücken würde. Internationale Friedenstruppen wären ideal, nur leider würde Putin möglicherweise das nicht zulassen, weil er innenpolitisch das Gesicht wahren will. Er würde russiche "Friedenstruppen" verlangen, bei denen es sich genau wie auf der Krim um nichts weiter als eine Besatzungsmacht handeln würde.

Eine Zwickmühle, aber ich hoffe, dass Verhandlungen doch noch dazu führen, dass Russland seine Expansionspolitik aus dem 19. Jahrhundert in eine dem 21. Jahrhundert angemessene Form zurückführt. Länder zu annektieren führt langfristig zu nichts als Ärger, das sollte Putin eigentlich aus der Geschichte bekannt sein.

@Wolkenspalter

„Russland würde auch niemals den im TTIP immer noch enthaltenen, auch bei uns umstrittenen Investorenschutz zulassen, weil es sonst die Kontrolle über Rohstoffvorkommen – Russlands Export-Haupteinnahmequelle – an ausländische, am ehesten us-amerikanische Investoren verlieren würde.“ Am 23. Januar 2015 um 11:20 von Wolkenspalter

Das würde für mich bedeuten, dass die EU profitiert, wenn sie bei den Verhandlungen zu TTIP Verstärkung aus Russland bekommt.

Ein netter Scherz

6 Jahre hat man Russland die Visa-Erleichterung vor die Nase gehalten und kam nicht in die Gänge.

Jetzt hat man unter mehr als fragwürdigen Umständen zum Grossangriff auf die russische Wirtschaft geblasen und plötzlich kommt den Deutschen die Idee: oops, hey, vielleicht ticken die Russen wie wir. Für ein paar Wirtschaftsabkommen machen die bestimmt alles.

Und man glaubt, die Russen vertrauen auf dieses "Angebot"?

Findet sich nicht jemand, der Frau Merkel die Rede des Präsidenten zur Heimkehr der Krim erklärt? In der Übersetzung war da übrigens zu hören: wir haben es versucht, wir haben verhandelt, wir wurden veräppelt. Jetzt orientieren wir uns neu.

Und nein, Frau Merkel, es gibt sogar Leute, die nicht für ein paar Euronen bereit sind, alles zu vergessen.

Wir sind in der aktuellen Krise in erster Linie, weil man es nicht nötig fand, sich an Zusagen zu halten. Da macht es natürlich Sinn, den Russen.... Angebote zu machen. Da vertrauen sie bestimmt total drauf.

seufz.

@ 11:20 von Wolkenspalter

Sie schreiben:
"Putin hat selber vor einigen Tagen seinen Vorschlag von 2001 erneuert, eine Handelszone von Lissabon bis Wladiwostok einzurichten. Merkel hat es lediglich aufgegriffen – aber unter Bedingungen, die Russland kaum erfüllen wollen wird, jedenfalls nicht so, wie die EU Russlands Rolle im Ukrainekonflikt interpretiert."
*
Abgesehen davon dass Putin bei seinem Vorschlag völlig andere Vorstellungen hatte hat Merkel die richtigen Bedingen in Ihrem Vorschlag.
Putin weiß ganz genau dass die russische Wirtschaft am Ende ist wenn es mit den Sanktionen und den gleichzeitig extrem niedrigen Erdöl- und Gaspreisen so weiter geht.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um mit vernünftigen Vorschlägen einer wirtschaftlichen Übereinkunft Putin von seinen Aggressionen gegenüber seinen Nachbarn abzubringen und Frieden an den Grenzen Russlands herbei zu führen.
Insofern ist Merkels und Gabriel Vorschlag zur richtigen Zeit der richtige Weg!
Wieviel bedeutet Herrn Putin sein Volk?

Ein trojanisches Pferd - und

Ein trojanisches Pferd - und Putin wird ablehnen. Wenn die Bedingung eine Durchsetzung der Waffenruhe wäre, könnte man so ein Angebot ernstnehmen. Wenn man aber erstmal alle "Terroristengebiete" aufgeben muss, um dann auf die Erfüllung eines schwammig formulierten Angebots hoffen darf, dann ist das eine Beleidigung. Russland hat sich im Bezug auf die NATO-Osterweiterung an genau sowas schon einmal die Finger verbrannt. Ich bin gespannt, wann die Ersten Russland für die Ablehnung dieser Finte an den Pranger stellen.

2001?

Wer hier behauptet Putin hätte dies bereits 2001 vorgeschlagen der sollte sich mal die Rahmenbedingungen dafür anschauen. Putin wollte eine Art zwei Parteienlösung die die RF und die EU als Partner vorsieht. Die kleineren ehemaligen Sowjetrepubliken hätten kein Mitspracherecht und hätten die Wahl gehabt sich alles diktieren zu lassen oder unter zu gehen. Hinzu kommt das lediglich die EU am Tisch gesessen hätte und nicht die Mitglieder. Selbst wenn man davon absieht das die 140 Mio Russen dann das selbe Stimmrecht hätten wie 600Mio Europäer. Ist das selbst heute nach 13 Jahren weiterer (politischer) Einigung innerhalb der EU ja noch eines der Hauptstreitpunkte beim TTIP. Zumindest ist dies der einzige Unterschied von TTIP und CETA im Vergleich zu den bisher bestehenden 160 Freihandelsabkommen die Deutschland beschlossen hat.

Wandel durch Handel

Wenn die Meldung stimmt, was ich sehr hoffe, ist das eine positive Entwicklung in die richtige Richtung. Bin angenehm überrascht. Es wäre zum Wohl aller Beteiligten.

@ 11:29 von Royal Palm Estate

Sie schreiben:
"Wenn ich hier manches hirnlose Gefasel lese...
Russland sitzt auf Rohstoffen die Europa und vor allem Deutschland nicht hat und wenn es sich bewahrheitet, das im Raum Magadan noch seltene Erden dazukommen, wird der Tag kommen, wo die stolzen EU-Länder betteln werden, das Russland ihnen bitte bitte davon etwas verkauft.. "
*
Sie vergesen dabei vielleicht dass die russische Wirtschaft aktuell an Rand einer extremen Krise ist.
Von wegen "hirnloses Gefasel":
Der Absturz der internationalen Erdöl- und Gaspreise hat zusammen mit den Sanktionen dazu geführt dass die viel zu einseitig auf Energieexport ausgerichtete russiche Wirtschaft fast am Ede ist. Wenn die Öl- und Gaspreise ein Jahr lang so bleiben ist der Staat Russland absolut pleite!
Man muss nur mal genauer hinschauen!
Und wenn Herr Putin nicht bald reagiert wird sein Volk, welches jetzt noch zu einem großenTeil hiner ihm steht. seinen Kopf fordern!
Der schlimmste Feind eines Despoten ist der Hunger des Volkes!

Nebelkerzen

Solange man nicht auf Kiew einwirkt, sich ebenfalls an den Waffenstillstand zu halten, ist das alles nichts als leeres Gerede und soll nur vorgaukeln, daß man deeskalieren wolle.
Fakt ist, dass man seit Anbeginn der Sanktionen die Aufhebung der Sanktionen daran geknüpft hat, daß sich Kiew und Moskau einigen. Kiew ist aber gerade deshalb schon an einer solchen Einigung gar nicht interessiert, weil damit die Sanktionen gegen Russland ja aufrecht bleiben. Man hat also Kiew einen gewaltigen Anreiz gegeben, jeden Fortschritt zu blockieren. So kommt es dann, dass Herr Pooshenko eine Militäroffensive befiehlt, ein paar tage später aber (nachdem die offensive kläglich gescheitert ist), wieder davon redet, es gebe keine militärische Lösung. Ein paar wochen später übergibt er dann trumphierend neue Panzer und Flugzeuge an die ukr. Armee und spricht von kompletter Rückeroberung. Und der irrsinige Kreislauf an völlig gegensätzlichen Äußerungen beginnt von vorn. Und zig Menschen sterben derweil...

Handel und Frieden ohne TTIP

Drei Themen werden in Merkels Beitrag miteinander verbunden: TTIP, der Unkraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland. Wer den ARD-Fernsehbericht "Putins Volk" gesehen hat, konnte hören, dass Russlands Bürger die Sanktionen auch als Chance zu mehr Eigenanstrengung sehen. Freihandel ist gut und der Vorschlag "von Wladiwostok bis Lissabon" stammt von Putin, aber niemals in der Art wie bei TTIP. Das ist von Lissabon bis Wladiwostok unannehmbar, wenn man an europäische Werte glaubt. Und was den Frieden in der Ukraine anbelangt, müsste Merkel endlich der ukrainischen Regierung auf die Finger klopfen.

Kann man das ernst nehmen?

Der Vorschlag lag von russischer Seite schon ewig vor. Die EU hat sich dauerhaft quer gestellt. Alleine das Abkommen zur Visafreiheit wurde schon seitens der EU geblockt. Und so etwas ist ja noch Kleinkram gegen einen Wirtschaftsraum. Wieso sollte es nun anders laufen?

Dazu kommt dann noch das Verhalten der EU im Ukrainekonflikt. Wer Sanktionen ausspricht, handelt nicht nur gegen die Grundsätze der WTO sondern auch gegen die der UNO.
Hier stellt sich die Frage, in wie weit denn die EU zukünftig ihre Wirtschaftskriegsführung durchziehen will.

Am 23. Januar 2015 um 11:27 von Bernd1

Netter Versuch ;-).
Ihnen ist aber schon klar das TTIP kommt so sicher wie das Ahmen in der Kirche.
Denn Alle bedenken der Bevölkerung werden weggewischt.

Und TTIP mit uns oder EUROPA und Freihandel mit Russland,bedeutet dann das Alles durchgeschleust werden könnte ohne das Russland was dagegen machen kann.
So ist das beim Freihandel nämlich.

Und die Sanktionen sind nur ein geringer Punkt,die Hauptlast liegt zur Zeit auf dem ÖL was extrem billig ist und Russland zu schaffen macht.

Nur mal für Sie zum nachdenken,angenommen das Öl steigt wieder und der Euro ist jetzt gerade bei ca. 1,12 $ fallend,jetzt spricht man schon von Ziel 0,90$ ;-) aus ganz bösen Kreisen.

Ihr Gesicht an der Tanke würde ich dann gern sehen ;-),und Russland würde das mehr helfen als Sanktionen weg.

Schaun wir mal was die Russen abwägen und wie es mit ihren Reserven aussieht.

Gruß

Russland ist kein vertrauenswürdiger partner

Russland sollte isoliert werden. Er ist kein vertrauenswürdiger Partner. Alleine der Grund, dass er uns für blöd verkaufen will, mit der Behauptung dass er die Seperatisten nicht unterstützt, ist ein Beweis, dass man ihm nicht vertrauen darf. Russland ist ein fanatisches Land meiner Meinung nach. Zudem hat es kein Interesse den Frieden wiederherzustellen. Die Abmachung ist nichts wert. Erstaunlich ist, dass es ja Einfluss auf die Seperatisten nehmen will, obwohl es die ja nicht unterstützt. Mit einem Land, dass Terroristen unterstützt sollte man jeden Kontakt abbrechen. Die Seperatisten geben offen zu dass sie ihr Gebiet ausgeweitet haben, das geht nunmal nur mal mit Gewalt. Dies ist also ein Beweis, dass sie die Waffenruhe gebbrochen haben. Schließlich dürfte eine solch kleine region langsam keine Munition mehr haben. Würde Russland solche Leute die nicht mehr militärisch unterstützen wäre endlich Frieden.

dergemeine Schi..., Frau Merkel kommt zur Einsicht..

sie haben noch die wichtigste Möglichkeit vergessen:
Es geht am besten "ohne Russland" !

@11:27 von Bernd1: ach keine Nebenkerze?

"Er nennt in Davos ausdrücklich TTIP als Vorbild, das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA: Als Nächstes könnte Europa mit Russland über den Freihandel reden."
.
Aus der Meldung kopiert. Ich weiss nicht wie herum Sie das lesen, für mich klingt das nach einer klaren Reihenfolge. Und Herrn Gabriel wird vermutlich in den nächsten Tagen oder Wochen fallen lassen, dass man nicht Verhandlungen über ein weiteres Freihandelsabkommen beginnen kann, wenn ein anderes noch nicht mal durch ist.
.
Davon abgesehen: Frau Merkel war wieder schlau genug den Stein ins rollen zu bringen und sonst allgemein zu bleiben. Herr Gabriel durfte dann konkret werden.

09:42 von nyhof

Sie sind bestimmt ein russischer Landsmann. Aber destotrotz muss man die Augen auf machen. Die Seperatisten haben immer mehr Munition und andere Kriegsgeräte. weder in den besetzten Gebieten von donezk als auch in lugansk, werden Munition und andere Geräte hergestellt. Das heißt Russland hilft diesen Terroristen. Zudem haben letztere selbst es offen gelegt, dass es gebietsgewinne gab. Wie gewinnt man ein Gebiet?
In diesem Fall mit Gewalt. Also sind die Seperatisten und Russland die Terroristen. Mit einem solchen land darf man sich nicht wirtschaftlich. Ein solches Land sollte isoliert werden.

Wie sagte die Kanzlerin: "Ein

Wie sagte die Kanzlerin: "Ein Präsident der auf sein eigenes Volk schiessen lässt verliert ihren Augen jedwede Legitimation"

Wie recht sie doch mit dieser Aussage hat.

Obwohl ein solches Handelsabkommen gut für die EU wäre, noch besser was Herr Gabriel sagt - TTIP ausarbeiten - davon ein "Spiegeldokument" auf Russland beszogen - und beide Dokumente Gleichzeitig unterzeichnen.

@nochein@Argument

"Geht es denn "nur noch" um den Donas?
Damit Russland wieder in den Kreis der zivlisierten Staaten zurückkehren kann, muss die territoriale Integrität der Ukraine wiederhergestellt werden. So, wie das in Euro "nach Helsinki" vereinbart ist.
Deshalb darf die Krim nicht vergessen werden!"

34% der Restukrainer meinten im Oktober '14, Kiew soll die Rückholung nicht anstreben.

Immerhin meinten im April 83% der Krimbewohner, das Referendum hätte den Mehrheitswillen wiedergespiegelt und 74% meinten, es ginge ihnen als Teil der RF besser.
(alle Zahlen: Gallup)

Gegen solche Zahlen können Sie nicht ernsthaft Formalien wie die territoriale Unversehrtheit oder die ukr. Verfassung anführen.

Eine autonome Republik, die sich in den Umsturzwirren von Kiew losgesagt hat und inzwischen teil der RF ist, könnte man höchstens durch eine neuerliche Abstimmung wieder in die Ukraine zurückführen.

Das Volk will, was das Volk will, so hieß es auch auf dem Maidan.
Das gilt es nun für alle zu akzeptieren.

Frau Merkel ist eine Lügnerin

Wann wird den Menschen in Deutschland offenbar, dass sie von ihren Politikern belogen werden. Dieses geht jetzt schon so seit 2 Jahren. Die Wahrheit, die auch bei dem EU-Überfall auf die Ukraine, wird hier nicht präsentiert.
Letzte Woche führten chinesische Medien verschiedene Interviews, wo sich herausstellte, dass es sich bei den Maidan-Demonstranten um gelenkte und finanzierte arbeitslose Ukrainer, Polen, Balten und Rumänen handelt. 5,000 Menschen die mit viel Geld aus EU- und US-Mitteln finanziert wurden.
Wieviel Geld ist da tatsächlich geflossen?
Herr Jazenjuk muss weltweit als unerwünschte Person geführt werden und sein Auslandsvermögen konfisziert werden.
Eine Freihandelszone gegenüber der eurasischen Union ist die Angst der EU vor einer "Gesamt-asiatischen Freihandelszone". Diese würde China, Indien, Malaysia, Indonesien, Vietnam und Thailand einschließen... Andere Staaten haben die Unterstützung auch schon angekündigt. TTIP, EU und USA wären dem Untergang geweiht...

@Taktiker... ich glaube Putin wird zwar Ja sagen und

"netter Vorschlag" und dann zu seinem Sekretär "Wirf es in den Papierkorb, wo schon Southstream, die Unterlagen über die Sanktionen, und der andere EU-Kram liegen."

Ich denke, Putin wird diesen plumpen Versuch höflich und zurückhaltend kommentieren, und eventuell aufseine Rede zum Beitritt der Krim zu Russland verweisen, wo er ja beinahe wörtlich gesagt hat "wir haben es MIT Zusammenarbeit versucht, wurden verraten und orientieren uns jetzt um."

ANGESICHTS des politischen Klimas der Hetze und anti-russischen Hysterie in Politik und Medien in Westeuropa, die ja auch hier im Forum erste Auswirkungen zeigt, denke ich wird die Reaktion aus Moskau nicht ablehnend aber eher unterkühlt sein.
Russland braucht doch nur abwarten, die Sanktionen so lange durchhalten bis Draghi und Co. Europa runiert haben und dann die russischen Oligarchen ermuntern, aus den Scherben vor allem Hoch-Technologie aufzukaufen, die Russland braucht.

Ein vergifteter Köder

Mit TTIP Rußland locken zu wollen, zeugt von beinahe grenzenloser Chuzpe. Dieses Abkommen ist noch nicht mal in der EU mehrheitsfähig. Weshalb sollte Rußland Monsanto und wie die sauberen Konzerne alle heißen die Tür öffnen, um in kürzester Zeit festzustellen, daß man die Ressourcen verramscht hat? Der Ausverkauf würde noch bestätigt durch amerikanische Winkeladvokaten, abgewickelt über eine göttliche Mission sattsam bekannter Banken.
-
Rußland tut gut daran, seinen eigenen Weg zu gehen - Reformen, die den Staat und seine Bevölkerung ausplündern, sind schärfstens abzulehnen, auch hierzulande. Mit der Unterschrift unter TTIP, TISA oder CETA wird lediglich die arbeitende Bevölkerung auf Generationen hinweg versklavt. Demokratische Rechte werden damit hinweggefegt - aber das kann Merkel ja egal sein. Wie sagte sie einmal sinngemäß? Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Danke, Mutti, daß du uns gewarnt hast - vor dir selbst.

@hbacc: Es gibt beiderseits Radikale, die keinen Frieden wollen

Unabhängig von regulären Kämpfern, die auf Befehl handeln, gibt es auf beiden Seiten militante "Störenfriede", die keine Waffenruhe und die Umsetzung von Minsk wollen und immer wieder Angriffe auf Zivilisten starten. Die Angriffe dieser Tage auf zivile Businsassen mit über 20 Toten dürften dazu zählen. Diese radikalen Kräfte sollten festgesetzt und bestraft werden. So wurde kürzlich ein Rebellen-Kommandeur, der sich der Festnahme entziehen wollte, erschossen. Es ist Sache der politischen Führungen, diese extrem Militanten aus dem Verkehr zu ziehen.

In dieser diffizilen Lage kommt es erst einmal darauf an, das Minsker Abkommen vom September umzusetzen. Neuverhandlungen und die Berücksichtigung der illegitimen "Wahlen" ("Der Donbass gehört nicht mehr zur Ukraine") wird es nach dem Willen von Kiew nicht geben können. Nach der Umsetzung von Minsk kann es dann Verhandlungen über einen umfassenden Frieden geben - einschl. der Krim.

11:18 von Bernd1

Die Sanktionen der EU, USA und anderer wegen der Ukraine zusammen mit dem Absturz der internationalen Erdöl- und Gaspreise zwingt Russland wirtschaftlich in die Knie.

Die Sanktionen haben daran den kleineren Anteil. Wenn sich die Situation in Rußland verschlimmert, sollte man dem Land ruhig helfen - der Crash von 1990 darf sich auf keine Fall wiederholen - aber noch ist die Situation nicht sonderlich schlimm.

Jetzt ist der optimale Zeitpunkt um Putin mit solchen Ideen und Vorschlägen von seinen militärischen Abenteuern abzubringen.

Dieser Plan wird nicht aufgehen. Es ist auf's falsche Pferd gesetzt, wenn man das militärisch zu Erreichende als Grundlage nimmt um darauf aufbauend höhere friedlich zu erreichende Anreize zu setzen.

Anders gesagt: mit einem Jahr Krieg in der Ukraine erreicht Putin dann ein Ziel, dass er in 10 Jahren Verhandlungen aufgrund mangelnder Attraktivität dieses Angebotes nicht erreichen konnte. Da stellen sich doch strat. Fragen ...

@europeo, 10:46

"Putin ist keineswegs in "der" Bevölkerung unumstritten. Sondern in der Mehrheit.
Trotzdem gibt es immer noch einen nicht kleinen "denkenden" Teil der russischen Staatsbürger, der ihn äußerst kritisch betrachtet.
Und auch gegen die Anektion der Krim und seine militärischen Aktivitäten in der Ukraine
sind."

Nach Gallup sind 83% mit Putin als Präsident zufrieden, bei Obama sind es nur 48%.
Ob Sie das auch als Kritik der "denkenden Amerikaner" an Obamas Politik gegen Russland auslegen wollen?

Natürlich hat jeder Politiker auch Kritiker, aber die hohen bzw. gestiegenen Zustimmungswerte für Putin beständig auf angeblich erfolgreiche mediale Volksverdummung oder auf die angeblich geringe Bildung seiner Symphatisanten zu reduzieren ist kaum belegbar.

Im übrigen sind auch in einem Allzeithoch 65% der Russen mit ihrem Grad an Freiheit zufrieden, in den USA sind das in absteigender Tendenz 79%.
Bald gibt es keine Differenz mehr.

neues durchdachtes Regierungsschauspiel

um TTIP den Weg zu ebnen. Glaubt jemand ernsthaft an ein plötzliches Umdenken unserer Regierung ? Hier wird m.E. versucht die Bürger durch einen fingierten Versuch den (TTIP-Gegenwind) Wind aus dem Segel zu nehmen. Die Forderungen an RU werden so hoch gesteckt dass diese nicht annehmen können. Und dann wird uns weiter erzählt das wir auf TTIP, CETA & Co nicht verzichten können. So manipuliert Politik.

@ 11:54 von Gordons_Gekko

Sie schreiben:
"Nebelkerzen
Solange man nicht auf Kiew einwirkt, sich ebenfalls an den Waffenstillstand zu halten, ist das alles nichts als leeres Gerede und soll nur vorgaukeln, daß man deeskalieren wolle."
*
Wer ab und zu die Nachrichten hört oder sieht könnte wissen dass genau das regelmäßig passiert!
Sowohl Merkel als auch Steinmeier reden regelmäßig mit den Vernatwortlichen in Kiew und fordern regelmäßig sowohl in persönlichen Gesprächen wie auch öffentlich von der Ukraine die Waffenruhe einzuhalten!
Allerdings ist es schwierig von den Regierenden In Kiew etwas zu verlangen was regelmäßig von Russland durch Nachschublieferungen an Waffen und Soldaten an die Separatisten unterlaufen wird.
Wer glaubt dass diese ohne die (schon von Beobachtern belegten) Lieferungen aus Russland so lange gegen die ukrainische Armee durchhalten könnten denkt relatv naiv. Woher bekommen die Separatisten sonst diese Mengen an Waffen und vor allem Munition?
Die wenigen eroberten Waffen reichen niemals!

Die Position Merkel

Ich finde es schon immer sehr amüsant zu lesen, dass es Merkel ist, die den Konflikt schürrt, provoziert und vor allem Russland Sanktionen aufzwingt.

Haha...wer´s glaubt! Denkt denn hier wirklich einer mal daran, dass nicht Deutschland die treibende Kraft ist, sondern lediglich zwischen den Stühlen sitzt?

Frankreich, Großbritannien, die USA...alles Atommächte! Die USA sogar die einzig verbliebende Weltmacht! Alle wollen Russland sanktionieren! Und ausgerechnet Deutschland soll der Auslöser dafür sein? Alle tanzen also nach Merkels Pfeife? Wer das glaubt, hat schon verloren.

1. Uns bleibt gar nichts anderes übrig, als mit den westlichen Verbündeten mitzuziehen, zumal ganz Europa derzeit eher russlandkritisch eingestellt ist.

2. Auch wenn es einen anderen Anschein hat, hat Merkel nur die Möglichkeit, eine Vermittlerrolle einzunehmen. Und das macht sie mit Bravour! Genau da stiehlt sie unseren westlichen Allierten die Show.

Weiter so, Frau Merkel!

Wir wissen doch das Russland

Wir wissen doch das Russland sehr viel Gas und Öl hat, auch wenn beide Rohstoffe noch günstiger werden, könnte man Gewinne machen, indem man einfach mehr als sonst verkauft, was sehr einfach ist, da die Preise schön niedrig sind und so vermutlich auch mehr als sonst verbraucht wird.
Wir dagegen setzen auf den Export von besonders teuren Waren, die man nur kaufen kann solange man auch die über die nötigen Finanzen verfügt und durch die Weltwirtschaftskrise werden wir eher Probleme bekommen als Russland.

Taktik?

ich denke, dass Frau Merkel, wenn es heute in den Nachrichten heisst, dass unsere Exporte nach Russland drastisch eingebrochen sind, und der CHF sich vom Euro losgekoppelt hat und die EZB ihren letzten Taschenspieler-Trick ausgepackt hat, und Griechenland nicht mehr brav den Dummen spielt, und ein Teil der Deutschen aufbegehrt....sie befürchten muss, dass die deutsche Wirtschaft nicht mehr so glänzt, wie gehabt. Und dass das eines Tages auf ihr Konto gehen wird...und sie schlau genug ist, auf mehreren Tasten zu klimpern! Denn: Ihr gelobtes Amerika, das wird sie verstanden haben, pfeift auf Freundschaft und will nur dies: Macht und Kontrolle für Geld und Bodenschätze...
Aber wie immer: Was sie anpackt, hat wenig Linie. Was kommt vor einem EU-Handel (den wir ja schon ausgiebig betreiben)? Eine komplexe Idee, die sich an den Bürgern orientiert - und nicht allein am Geschäftemachen. Denn das machen eh nur einige Wenige....

@Helmut Baltrusch

"Von Lissabon bis Wladiwostok"

Ihr Beitrag hat einen einzigen Schwachpunkt.
Nicht Frau Merkel bestimmt,was Russland
machen muss,sondern Putin bestimmt,was
Russland macht.Putin war nicht die letzten Sanktionsmonate untätig und nun kehrt
die Einsicht bei Frau Merkel ein,dass sie Putin und auch die Bevölkerung Russlands unterschätzt hat.Man hatte hier und in den USA geglaubt,dass die Bevölkerung gegen Putin opponiert und dass
es einen Putsch gegen Putin kommt.Diese
Überlegung ist nicht eingetroffen und die Offensive der UA-Armee ist kläglich gescheitert und schon fängt man an, sich
Schrittweise aus dieser Stillstandspolitik
zu entfernen.Nun möchte die Kanzlerin ihr Gesicht wahren und "bietet Putin an",was
dieser wahrscheinlich mit einem Lächeln
quittieren wird.Es dürfte Frau Merkel nicht
leichtfallen hier ihr Gesicht zu wahren,denn
die dt.Wirtschaft wird den Druck auf Merkel erhöht haben und Russland hat mit dem Iran,ebenfalls einen Partner gefunden,der den Sankt.des Westen trotzt.

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Wir haben eine sehr weit vorausschauende Kanzlerin, die leider allzu oft im eigenen Land gescholten wird. Dem Rest der Welt kann man eine solch weise Regierungsspitze nur wünschen, dann wäre es mit dem Weltfrieden um Lichtjahre besser bestellt.

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