Ihre Meinung zu: Kometen-Mission: Erstes Foto und Standprobleme

12. November 2014 - 21:49 Uhr

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist es gelungen, ein Mini-Labor auf einem Kometen abzusetzen. Inzwischen ist ein erstes Foto eingetroffen. Doch bei der Landung gab es laut ESA Probleme.

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Kommentare

Eine historische Leistung

Zum ersten Mal ist es gelungen, mit einem unbemannten Raumfahrtzeug auf einem Kometen zu landen.

Wie komplex diese Aufgabenstellung ist, darüber kann man sich mit dieser 3D-Darstellung ein Bild machen:

http://sci.esa.int/where_is_rosetta/

Und der Grösse des Vorhabens angemessen wurden jetzt bereits mehr neue Daten über Kometen gemessen, als es je zuvor möglich war. Die Mission ist somit jetzt bereits ein voller Erfolg.

Eine der wohl interessantesten Fragestellungen ist, ob das Leben selbst über Kometen auf die Erde gekommen ist. Die Antwort auf eine solche Fragestellung käme einer wissenschaftlichen Revolution gleich.

Man muss der ESA zu diesem grossartigen Erfolg gratulieren. Chapeau!

Ich drücke weiter die Daumen

Es wäre natürlich schade, wenn der Lander keine feste Verankerung hätte. Dann könnten einige der geplanten Experimente nicht durchgeführt werden. Selbst in diesem Fall wäre Rosetta aber immer noch eine größtenteils erfolgreiche Mission.

Für die Standprobleme und die derzeitige Unsicherheit habe ich Verständnis. Man konnte ja bis dato nur darüber spekulieren, welche Konsistenz die Oberfläche eines Kometen hat. Wie Fels? Wie Eis? Wie sehr weicher Schnee? Oder vielleicht alles davon, je nachdem, auf welchem Fleck man gerade landet? Der erste Landversuch auf einem solchen Himmelskörper war zwangsweise mit großen Unsicherheiten verbunden, und es wäre nicht das erste Mal, dass die Natur unsere menschlichen Pläne durchkreuzt.

Ich drücke die Daumen. Vielleicht findet man einen Weg, die Harpunen im Nachhinein zu feuern und doch noch eine feste Verankerung zu erreichen.

CometLanding Rosetta

Wie wunderbar wäre es, wenn sich die Menschen endlich auf das wichtige besinnen würden. Wie hier zum Beispiel die Landung von Philae. Wenn alle stets so wie das Rosetta Team an einem Strang ziehen würden...wären wir vielleicht wirklich die Krönung der Schöpfung.

Nein keine Ungeduld aber Fehlschlag!

Nein, Ich glaube es ist nicht so das die Zuschauer ungeduldig sind aber wenn man es ankündigt das man Bilder liefert und diese nicht bringt ist es ein Fehlschlag -da nützt auch eine Vielleicht-Landung sehr wenig.
Auf jeden Fall ist das alles nicht sehr telegen und publikumsfreundlich.
Sicher werden möglicherweise einige Experimente noch Ergebnisse liefern hoffentlich im Sinne der Steuerzahler aber auch das Puplikum sollte mit Bildern von der Landung zufrieden gestellt werden und das ist bislang nicht der Fall.
Fazit: Das wichtigste Bild fehlt eben!

Philae zeigt, dass es Wichtigeres als das Hickhack

der Politik und das tägliche Einerlei in
den Medien gibt.

Erfreulich ist auch, dass die ESA keine Scheuklappen trägt und mit der NASA wie
auch mit dem russischen Pendant, Roskosmos, kooperiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Weltraumorganisation

Sehr schön

Man muss ja nicht immer gleich alles so negativ sehen. Irgendwie wieder typisch, googelt man, findet man massenhaft euphorische Meldungen auf englisch. Und massenhaft schwarzseherische auf Deutsch. Aber wir erfüllen halt mal wieder das Klischee und können uns nicht einfach freuen, oder? ;)

Probleme mit den Kaltgasdüsen waren übrigens bereits vor der Landung bemerkt worden, anders als der Artikel es vermuten lässt. Das Problem wurde jedoch nicht als so schlimm eingestuft.

Die Mission ist so oder so großartig. Und auch ohne Landeeinheit wäre sie bereits sinnvoll. Und selbst wenn es einen vollen Fehlschlag gegeben hätte: Man hätte etwas daraus gelernt. Und darum geht es ja.

Übrigens sehr schön auch dazu: ESAs Kurzfilm "Ambition" auf youtube. Unbedingt ansehen!

@ Strandy

Es gibt doch schon Bilder. Eines vom Landeanflug aus ca. 3 km Entfernung, wie es auch die Tagesschau hier zeigt. Und auf anderen Nachrichtenplattformen gibt es ein Bild aus noch näherer Entfernung (wohl wenige Sekunden vor bzw. nach der Landung aufgenommen), das sehr gute Details der Oberfläche zeigt.

In den kommenden Tagen werden zweifelsohne noch sehr viele Bilder folgen. Rosetta war zehn Jahr lang unterwegs. Der Philae-Lander ist erst vor wenigen Stunden gelandet. Ein bisschen Geduld muss man bei der Erforschung des Weltraums schon mitbringen!

Eine technische Meisterleistung!

Wenn man mal darüber nachdenkt, dass die Landung mit einem "Gerät" gemacht wurde, dass man vor über 10 Jahren (!) entwickelt und zusammengebaut hat, dann per Rakete ins All geschossen und den dort herrschenden harten Bedingungen ausgesetzt hat, dann wird einem erst deutlich, wie hervorragend die Leistung der Ingenieure und Techniker war und ist!
Mir geht es zumindest so...

@schnabeltier

Wenn man mal darüber nachdenkt, dass die Landung mit einem "Gerät" gemacht wurde, dass man vor über 10 Jahren (!) entwickelt und zusammengebaut hat...
Ja, Weltraumfahrzeuge haben keine eingeplante Obsoleszenz. Die können auch nach mehr als 30 Jahren noch fast einwandfrei funktionieren, wie die Voyager-Sonden.

eine Milliarde Euro ....

.... das Geld hätte man sinnvoller einsetzen können als für so einen Quatsch ins All zu schießen.
Zb in Kitas und damit in die Zukunft investiert.
Schade um das Steuergeld.

was mit nur einer Milliarde

ereichbar ist wenn man sie vernuenftig einsetzt .. einfach fantastisch .. wenn man bedenkt wieviel sinnlose Milliarden seit dem Start der Sonde versenkt wurden . Und Deutschland nur mit 300 Mio . und dafuer eine epochale Leistung und kein Baudisaster . Nochmals Gratulation und Hochachtung .

@von the-Dude

um einmal die Relationen zu veranschaulichen: 300 Mio. Ausgaben fuer das erfolgreiche Kometenprojekt ( ca. 4 Euro / Buerger) verteilt auf 10 Jahre .. 40 Cent / Buerger. In jeden Schueler investiert der Staat im Mittel aus Steuergeldern 5800, Euro pro Schuljahr. Ich sehe da auch ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Gelder zur Zukunftssicherung, aber sicherlich mit anderen Ergebnissen wie Sie. Waere bei der Verwendung der Steuermittel im Bildungsbereich ein aehnliches Verantwortungsbewusstsein wie in der Wissenschaft koennten die Kosten dort wesentlich gesenkt werden.

Nette PR

Hallo zusammen, ich teile weder die Euphorie der Event-Zuschauer, noch den Pessimismus der Kritiker hier. Raumfahrt ist Grundlagenforschung: teuer, aber trotzdem irgendwie notwendig.

Ich setz mich jetzt aber nicht stundenlang vor die Glotze um ein paar wackelige Bilder zu sehen, sondern halte es eher mit Sheldon Coopers trockenem Kommentar: "Die haben auch Hunde da rauf geschickt."

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