Kommentare

Es liegt mir ja fern, Panik

Es liegt mir ja fern, Panik zu verbreiten, dies aber:
"Selbst wenn das Virus in Deutschland vorkäme, wäre das Verbreitungsrisiko gering. Angehörige müssten die Erkrankten ohne Schutz pflegen oder selbst beerdigen, damit sich Ebola weiter verbreiten kann."
Halte ich für arg beschwichtigend.

Etliche Pflegekräfte,Ärzte etc haben sich inzwischen schon infiziert, dazu braucht es also keinen direkten Kontakt der Angehörigen mit Kranken.
Und wo sich ein Angehöriger an einem Leichnam anstecken könnte, ist das genauso bei den Mitarbeitern in Bestattungsinstituten, Krankenhäusern etc möglich.

Sicher, eine solche Breite wie in Afrika würde es nicht annehmen, aber so zu tun, als wären die diversen Übertragungsrisiken bei uns in D dann auf einmal nicht existent, ist einfach blauäugig.
Nur allzu oft kommt es auch in D in Krankenhäusern u. Praxen zu "harmloser" Kontamination, auch dt Gummihandschuhe bekommen Risse usw.
Lauter Leute waschen sich nicht die Hände nach dem öff. WC Besuch...

Mir gefaellt das Runterspielen der Infektionsgefahr nicht!

Wenn hier von Urin, Schweiss und Koerperfluessigkeiten die Rede ist , so nebenbei, kommt mir die Scene vor Augen: Gedraenge an einem Flugschalter, es ist heiss, beim leichten vorbeistreifen eines Unterarms nehme ich etwas fremden Schweiss auf am Finger und kratze damit einen Pickel im Gesicht 10 Sek. spaeter ohne es wirklich wahrgenommen zu haben. Amen? oder nicht. Das ist hier die Frage.

@tick tack tick tack

*Lauter Leute waschen sich nicht die Hände nach dem öff. WC Besuch...*

Ja. Wenn man bedenkt, das auch hier in diesem Artikel Urin als Infektionsguelle genannt wird . Wie siehts mit Stuhl aus? Denn gesch....en wird welt weit ......auch auf Airports. Is das zu paranoid? Ich hoffe es. Is ja gruselig.

.....und , ich haette da noch eine wichtige Frage:

WIE lange kann das Virus ausserhalb des Wirts(Urin, Spucke, Schweiss) leben bevor es unwirksam wird? Das ist eine sehr wichtige Frage. Ist eine Klobrille auf der winzige Tropfen Urin eines Infizierten sind noch Stunden spaeter fuer "Sitzer" infektioes? DAS sind die massgebenden Fragen. Wer ist schon ohne gelegentliche Pickel am Hintern?

Wie lange ist der Weg nach Deutschland für das Virus?

Wenn ich bedenke das im aktuellen Focus (Nr. 32/14 S.18 ff) darüber berichtet wird, wie schnell und einfach Flüchtlinge aus Afrika über Italien bis nach Deutschland gelangen, befürchte ich das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch ein infizierter Mensch hier eintrifft.

Kann die Krankheit nicht schnellstens eingedämmt werden, so befürchte ich das es nur eine Frage der Zeit ist, bis der erste Fall in Deutschland auftritt. Da die Symptome, wie hier bei tagesschau.de beschrieben, nach 2 Tagen bis 3 Wochen (!) auftreten, können in dieser Zeit unzählige Kontakte stattfinden.

Als Berufspendler der täglich mit der Deutschen Bahn durch die Republik fährt, bekomme ich langsam Angst.

Ich kann nicht verstehen wieso nicht bereits nach der ersten Meldung vor einigen Wochen internationale Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit getroffen wurden. Inzwischen sind nicht "nur" drei Länder in Afrika betroffen, sondern es gibt bereits den ersten Fall in Saudi Arabien.

@Tickticktack

Ja ist schon seltsam das sich nicht nur Angehoerige anstecken die Leichen waschen, sondern auch Pflegepersonal und Aerzte die mit den Kranken direkt arbeiten.
Vermutlich dachte der Autor nicht daran das man es besonders betonen muss das man sich in Gefahr begibt wenn man direkt an der Infektionsquelle arbeitet.
Bei Leichen die durch einen Erreger der Stufe 4 anfallen, wird kein normaler Bestatter mehr gerufen. Die gehen ans Gesundheitsamt und werden entsprechend behandelt.
Das es in Krankenhaeusern zu Infektionen durch Unachtsamkeit kommt ist klar, allerdings ist auch klar das die Achtsamkeit bei einer derartig ansteckenden Krankheit erheblich erhoeht ist was das Risiko sich versehentlich anzustecken senken duerfte.

Ebola ist momentan noch

Ebola ist momentan noch relativ lokal aktiv. Sollte sich der Erreger nach Ostafrika oder auf die Krisengebiete im Nahen Osten ausdehnen wird es ein riesiges globales Problem. Die Verantwortlichen der WHO und aller kriegführenden Parteien sind sich dessen hoffentlich bewußt.

Auch die Grippe überträgt sich nicht "durch die Luft"

sondern durch Tröpfcheninfektion, also Viren in Tröpfchen, die durchs Niesen, Husten oder Verbreiten anderer Körperflüssigkeiten oder Berühren damit kontaminierter Oberflächen übertragen werden. Habe ich schon vor 30 Jahren in der Schule gelernt. Vielleicht mal zumindest Tante Google fragen, bevor man hier Fragen und Antworten zusammenstellt. Mag ja sein, dass ein Tröpfchen Hustensekret mit Grippeviren sich leichter durch die Luft bewegt als der Urin eines Ebolakranken, aber ich würde mich nicht drauf verlassen, dass das Hustensekret eines Ebolakranken nicht infektiös ist. Und interessant wäre wirklich mal gewesen, wie lange denn das Virus auf kontaminierten Oberflächen überleben kann.
Hoffentlich ist wenigstens der Rest besser recherchiert (sofern das nötig war, denn der Rest sind ja überwiegend Hypothesen über die gute Hygiene in Deutschland sowie eine eher krasse Darstellung der Afrikaner, die scheinbar allesamt hygieneunfreundliche, misstrauische Analphabeten zu sein scheinen)

@ Nefertari 21:37

Nunja, gewöhlich halte ich nichts vom spekulieren, tue es aber hier trotzdem mal.
Die "Tröpfcheninfektion durch direktes Anhusten oder - niessen halte ich durchaus für möglich. Dass das Virus auf kontminierten Flächen überleben kann, wird offenbar angenommen, da Raumdesinfektionen durchgeführt werden. Wie lange? Ja, das ist eine der Million $-Fragen, nicht? Wieder spekulativ aber zumindest logisch nachvollziebar: Solange das betreffende Sekret nicht völlig ausgetrocknet ist, oder so lange, wie es lebende Zellen (bspw. Schleimhautzellen) enthält. Das kann dann zumal auch was länger sein, schätze ich.
Die Antwort auf die Frage, wie man sich schützen kann finde ich auch sehr hilfreich, nur, das ich eigentlich nicht so oft Flughund oder Affe esse.
Ob sich Ebola in Europa zur Pandemie auswachsen kann hängt möglicherweise eher davon ab, ob wir in den Medien dann bessere Hygienevorschläge erhalten als den Verzicht auf diverse Delikatessen wie Flughund oder Antilope.

@ tick tack tick tack 17:40

Fünf Bedienstete des Gesundheiswesens in Lagos/Nigeria stecken sich bei einem Liberianer an, der MIT VERDACHT auf Ebola schwerkrank im dortigen Krankenhaus eingeliefert wird.
Ich finde, das sagt uns doch entweder, die Ansteckungsgefahr ist weit höher, als hier in diesem Artikel suggeriert, oder aber - was ich nicht recht glauben will - dass medizinisches Personal gleich fünffach grob fahrlässig ihre eigene Gesundheit gefährdet haben müssen.
Der katastrophalen Hygienezustände wegen, oder so. Nunja...
Insofern halte ich Ihre Bedenken wirklich nicht für Panikmache.
Es gibt neun Kliniken in Deutschland, die auf die Behandlung hochkontaktiöser Erkrankungen spezialisiert sind. Nur neun.

Keine Panik vor Ebola

Kann das Virus auch nach Deutschland kommen?
Dass das Virus nach Europa gelangt, ist unwahrscheinlich.

Ich halte diese Aussage gelinde gesagt für reinsten Beschwichtigungsjournalismus um eine Panik zu vermeiden. Panik würde tatsächlich niemandem helfen, Verharmlosung aber auch nicht.

Damit die Aussage, das Ebola-Virus würde unwahrscheinlich nach Europa gelangen, fundiert wäre, müssten alle Reisewege von Westafrika nach Europa aller Reisenden (auch Flüchtlinge (wir erinnern uns an den Jungen aus Afrika im Fahrwerk des Flugzeuges nach Ramstein)) genauestens unter die Lupe genommen werden. Ich bezweifele, dass das geschieht. Daher halte ich es für unseriös eine Prognose über eine Wahrscheinlichkeit des Erreichens von Ebola in Europa abzugeben. Dafür wurden nicht genug Fakten berücksichtigt. Die Aussage der Unwahrscheinlichkeit stützt sich auf keine bekannten (veröffentlichten) Daten.

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