Kommentare

Man kann nur hoffen...

...dass unsere Regierung auch nach der WM und Olympia den eingeschlagenen "Befriedungskurs" beibehält. Bezeichnend ist, dass diese" Politik der staatlichen Machtdemonstration" genau zu dem Zeitpunkt begann, als Brasilien den Zuschlag zu den beiden sportlichen Grossveranstaltungen bekam. Bisher habe ich, sowie die meissten Brasilianer, Rio tunlichst gemieden und es höchstens im Transitbereich des Flughafens betreten. Wäre wirklich schön, wenn sich das in Zukunft ändern würde.

@ Melanda

Schöne Grüße aus Kalifornien nach Brasilien.

Was ich jetzt schreibe ist leider nur Hörensagen, ich habe es in einem Bericht des US-Radiosenders NPR (dem ich ziemlich viel Sachlichkeit zutraue) gehört:

Das Polizeiaufgebot in Rio wurde extrem verschärft, aber ohne mehr Polizisten einzustellen. Die wurden einfach nur woanders abgezogen. Die Polizei wurde aus den Randgebieten ins Zentrum verlegt, und - völlig logisch - die Kriminalität siedelte in die Randgebiete um.

Viele Menschen, die aus Rio in die relativ sicheren Vorstädte (nicht die Favelas, wohlgemerkt, sondern die Mittelklasse-"Suburbs") zogen, sehen sich und ihre Kinder nun von zunehmendem Drogenhandel und Bandenkriminalität bedroht. Und die Polizisten, die sie davor schützen könnten, sind nicht vor Ort, da sie in der Bannmeile das Ansehen der Nation hochhalten müssen.

Wie gesagt: Keine Ahnung, ob das wirklich so schlimm ist, aber der Bericht (mit vielen Interviews) klang glaubhaft.

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