Kommentare

Erster Gedanke: Ich wohne

Erster Gedanke: Ich wohne nicht an der Strecke.
Aber an der Autobahn, würde da doch lieber mit den Strommästen tauschen. Obwohl die Autobahn 2 Kilometer entfernt ist, hört man sie durchs Tal. Schrecklich.

Alle Banken , Konzerne, Manager weg, dafür unterirdische Leitungen. Und dann kann kann man vielleicht mit Autobahnen leben. Aber alles zusammen ist schrecklich. Überall wird alles verschandewlt, es gibt keine Ruhe in der Natur mehr und kein intaktes Landschaftsbild.

Goldene Nase

"Tennet" - das ist auch eine tolle Firma. Hat JAHRE den Netzausbau komplett vernachlässigt, obwohl doch unser Strompreis einen Riesenbatzen "Netzentgeld" beinhaltet. Komisch, oder?

Jetzt darf der Stromkunde ein zweites Mal Tennet dafür bezahlen. Doppelt blechen für Tennet. Kein Wunder, dass dieser Konzern sich so freut!

Stromtrasse

Wer bezahlt diese Stromtrassen wer bezahlt die Durchleitungsgebühren wer bezahlt die Solarparks wer bezahlt die Windkrafträder wer bezahlt wir die Bürger.
Wer bekommt die Gewinne die Firmen und Aktionäre.
Wir müssen dezentrale Stromversorgungen haben selber Strom erzeugen unabhängig werden von den Großkonzernen. Es ist absoluter Blödsinn Strom im Norden zu erzeugen den man im Süden braucht. Wenn die Masten mal umkippen ist der Strom weg. Es ist viel zu teuer die Kosten zahlen wir.

Nord-Süd-Trasse für Strom

Sollten wir jetzt langsam vernünftig werden und dafür sorgen, dass der Strom aus Windenergie auch in den Süden kommt ! Wäre ja zu schön, um wahr zu sein !
Lassen wir uns doch nicht davon abbringen, dass wir KEINE Atomenergie mehr wollen ! Tun wir doch endlich etwas für dir Energiewende !
Lassen wir doch die Energiewirtschaft im Regen stehen und fördern soviel erneuerbare Energie wie möglich von Nord nach Süd !

Die Trasse ist sehr sinnvoll

Die Trasse ist sehr sinnvoll und es ist traurig, dass so viele Leute dagegen Sturm laufen.
Storm kann teilweise nicht verwertet werden.
Windräder werden teilweise an suboptimalen Standorten gebaut.

Ich hoffe, dass die Vernunft siegt.

Stromlinienförmig

Wer Strom haben möchte, muss auch mit Leitungen leben. Eine Hochspannungsleitung geht auch bei uns ganz in der Nähe vorbei. Wir haben es akzeptiert, sonst müssten wir umziehen. Ähnlich verhält es sich auch mit Flughäfen und ähnlichen Anlagen der modernen Zivilisation.

@Gandhismus

Ich hoffe nicht, dass Sie zu denjenigen gehören, die nach dem St.-Florians-Prinzip fühlen und handeln ... !
"Überall könnt ihr alles bauen und machen, nur nicht vor meiner Haustür ...."
Wir sind extra z.B. zu einem Windradpark gefahren und dort zu einer Tageszeit, an der keinerlei Nebengeräusche stattfinden, dem Windradbetrieb zugehört !
Wir konnten keinerlei unzumutbare Lärmbelästigung feststellen.
In unserem damaligen Wohnort waren 400 m Abstand vom Wohnort vorgeschrieben und der Geräuschpegel war dort nicht mehr zu hören !
Wenn jetzt auch noch 800 m Abstand zu den Wohngebäuden vorgeschrieben werden, kann ja demnach wohl nichts mehr zu hören sein.
Zum Landschaftsbild kann ich nur sagen:
Seit dem Aufbau der jungen Bundesrepublik werden mächtige Strommasten in die Landschaften gesetzt, damit haben wir in den letzten 60 Jahren gelebt und nicht gelitten !
Vor dem Krieg gab es an jeder Hauptstraße die Überlandleitungen, die es manchmal auch heute noch gibt. Damit werden wir doch wohl leb

Großprojekte

Irgendwie hat mir noch niemand schlüssig erklären können, weshalb wir die Energiewende unbedingt mit Großprojekten umsetzen müssen. Weshalb werden Millionen in Großprojekten in der Nordsee versenkt statt kleinere lokale Stromernteanlagen zu bauen? Muss alles mit diesen zentralistisch organisierten Kraftwerken umgesetzt werden? Welchen Vorteil hat ein Bayer von Windrädern an der Nordsee? Auf den Bergen weht der Wind doch auch recht beständig..

Warum nicht das Gasnetz nutzen?

Wenn man den Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren will, kann man da für das bereits vorhandene Gasleitungsnetz nutzen. Man wandelt den Windstrom in Gas um und transportiert das Gas durch die Gasleitungen nach Süden. Dort kann man das Gas dann wieder in Strom und Wärme umwandeln. Die Methode nennt sich "Power to Gas" (http://www.powertogas.info/)
Das spart den Bau teurer Stromtrassen und viel Streit um den Streckenverlauf der Stromleitungen. Und die Energiewende wird so auch voran getrieben.

@Balor

Einfaches Gesetzt in der Technik: Umso größer umso billiger und umso effizienter!

Da machen oft kleine Projekte wenig Sinn, vorallem bei einem Stromnetz wo jeder von jedem Abhängig ist.

Landschaftszerstörung

Nachdem unsere Landschaft verspargelt wurde, Wälder gerodet und Felder mit bester Ackerkrumme mit Solarmodulen überzogen wurden, folgt der nächste Anschlag auf die Reste unzerstörter Natur: Eine Mega-Stromtrasse.

Hat die Natur auf einmal keinen Wert mehr? Wenn überhaupt sind die etwas teueren Erdkabel konsensfähig!

@Gehirn

Bezahlt wird die Trasse wahrscheinlich mit 80~100% Fremdkapital, was soviel wie Banken bedeutet.
Bearbeitungsgebühren, hohe Kosten für Juristen fallen an, dann werden mehrere Abteilungen mehrere Jahre damit verbringen das Projekt zu überwachen.
Und letztendlich kriegt auch Max Mustermann auf seinem Bankkonto Zinsen.
"Es ist viel zu teuer die Kosten zahlen wir."

Es sollte heißen "Die Zinsen kriegen wir"

Hauptsache man kann schimpfen.
Übrigens: Nach der EEG Reform werden diverse Milliarden die in Windrad-Projekte gesteckt wurden eine Nullrendite liefern. Ergo verdient die Bank nix, Max Mustermann bekommt aber trotzdem seine Zinsen.

@Diego90

Blöd nur, dass dieses Gesetz anscheinend für die Windanlagen in der Nordsee nur bedingt gilt. Die kosten und kosten und kosten und am Ende hat der Stromkunde keinen Vorteil davon.
Größer=billiger=besser ist kein Naturgesetz.
Dass es eine Untergrenze für die Größe von Projekten gibt, sehe ich ein. Aber diese Mammutprojekte, die uns da vorgesetzt werden, die verstehe ich nicht.
Wir zahlen jetzt ja schon dafür, dass die Dinger nur rumstehen und rosten. Hallo?!

Wir brauchen die Energiewende...

...aus ökologischen und ökonomischen Gründen. Die fossilen Energien werden immer knapper und teurer. Die regenerativen Energien werden immer günstiger. Wenn man die Endlagerung des atomaren Mülls einrechnet, sind die regenerativen bereits jetzt günstiger als die fossilen - und sie reduzieren die Folgekosten aufgrund zerstörter Lebensgrundlagen.
Michael Streibel

@Balor

Doch ist es. Fehlplanungen gibt es überall. Sie können auch Windanlagen in der Nordsee nicht mit normalen Windanlagen vergleichen. Da sind die Kosten viel höher, wegen Anbindung, Konstruktion etc. dafür ist deren Leistung auch viel größer und vor allem kontinuierlich. Da hat rein gar nichts mit Größer=Billiger zu tun.

"Wir zahlen jetzt ja schon dafür, dass die Dinger nur rumstehen und rosten. Hallo?!"

Dann bedanken sie sich doch bei den Grünen und der SPD, die diese Gesetzte geschrieben haben. Das ist Politik pur und hat nichts mit Technik, oder technischen Problemen zu tun.

Es macht doch auch kein Sinn, das jedes Dorf ein Teil der Autobahn übernimmt, am besten nur bis zu nächsten Abfahrt, alles andere wäre ja schon wieder ein Großprojekt.

Der normale Wahnsinn

Es wäre sehr viel einfacher, die großen stromfressenden Betriebe in den Norden um zu siedeln. Und gut wäre es.
Das würde dem strukturschwachen Norden nützen. Aber genau das wollen einige Leute nicht.
Und es wäre vor allen Dingen weitaus schonender für die Umwelt.

Dezentral

Eine dezentrale Lösung klingt toll, ist aber nicht machbar.
Eine Dezentrale Lösung ist nur möglich, wenn es lokale Erzeugermöglichkeiten gibt. Und die gibt es nicht. Einzig in kombination mit BHKWs wäre dies Möglich. Aber wir wollen weg von fossilen Energien. Auf grund geringer Verfügbarkeit bräuchte man eine riesige Menge an speichern. Das wäre finanziell gar nicht zu stemmen.

Eine WKA erzeugt an der Nordsee teilweise das dreifache im Vergleich zu südlichen Ländern. Somit wäre selbst nach 66% Leitungsverlusten eine Stromtrasse sinnvoller als die Dinger da unten zu bauen.

Großprojekte

Strom kann über weite Wege nur in solchen Großtrassen ohne Totalverluste transportiert werden. Und in den Bergen (im Süden) weht NICHT beständig der Wind wie im Norden. Das sind nun einmal Gegebenheiten, aus denen sich recht einfach ableiten lässt, dass ein solches Großprojekt sinnvoller ist.
Es ist sicherlich die Variante mit dem größten Kosten/Nutzen-Faktor und als solche schon sehr sehr teuer! Ich denke teurere Maßnahmen sind nicht zumutbar und Abstriche bei der Leistung nicht zielführend.
Man muss sich auf jeden Fall von dem idealisierten, idyll-geprägtem Bild von Umweltschutz verabschieden!!!

Großprojekt in Deutschland sind tot,

das sollte sich doch zwischenzeitlich herumgesprochen haben. ( Feldhamster, Grasmücken und jedwedes vor dem Aussterben bedrohtes Getier wird schon einmal vorsorglich in Stellung gebracht werden....... ). Bei der Energiewende ist sicher mehr gefragt als das Herunterbeten alter Konzepte !

Stromkabel

Warum baut man die Trasse nicht entlang der Autobahn? Das Land gehört schon dem Bund, da da auch schon eine Strasse liegt werden auch keine grossen Hürden durch Umweltschutz bestehen. Durch die Einsparungen das Land nicht mehr kaufen zu müssen kann man sicherlich auch ein Erdkabel nehmen(geht vielleicht auch gar nicht anders).

Speicherung

@autodidact: Großartige Idee, die Betriebe in den Norden zu verpflanzen. Natürlich inklusive der Mitarbeiter, ihren Wohnungen und Häusern und den Städten, in denen diese leben...
Ok, jetzt ernsthaft. Natürlich wäre es großartig, Energie-Erzeugung und -Nutzung unmittelbar nebeneinander zu haben. Aber dann reden wir wirklich über dezentrale Lösungen und ganz andere Technikansätze. Das Problem bei der ganzen Sache ist ja weniger die Produktion des Stroms als viel mehr die Speicherung! Windenergie ist nun einmal nicht so zuverlässig in der "Produktion", dass er eine permanente Grundversorgung alleine garantieren kann. Deshalb haben wir ja aktuell einen Mix. Strom wird in genau dem Moment gebraucht, in dem er im wahrsten Wortsinn GEBRAUCHT wird! Allerdings erzeugt Wind auch dann viel Strom, wenn er eben nicht gebraucht wird. Deswegen wird garantiert der Mensch reich wie Dagobert Duck, der die passende Batterie für unsere Stromversorgung im Ganzen erfindet und das Patent dafür anmeldet..

Warum keine Erdkabel?

Es wäre in dem Zusammenhang interessant, um wie viel teurer ein Erdkabel wäre, technisch machbar ist es allemal.
Es hätte ja mit Sicherheit eine viel höhere Akzeptanz, ginge viel schneller, weil sich nicht 1000 Gegeninitiativen bilden. Wenn man die wegfallende "Entwertung" unserer wunderschönen Landschaft einmal mit einrechnet, ist es am Ende gar nicht teurer?
Ich würde für das Erdkabel gerne ein paar € mehr bezahlen!

wenn...

der süden den strom nicht möchte,dann bekommt er den strom eben nicht...aber dann auch keine subventionen mehr auf den atomstrom...das wird dann für die kunden dort richtig teuer...

Autobahn = Stromversorgung

Netter Vergleich. Nur leider total daneben, weil es ja schließlich auch die Gemeindestraßen gibt, die für den lokalen Verkehr völlig ausreichen. Die Versorgungsleistung lässt sich so nicht vergleichen.
Aber zur eigentlichen Aussage:
OK, die Anlagen in der Nordsee sind also teurer, da sind wir uns einig. Sie sind schlecht geplant und kosten unnötig. Da sind wir uns auch einig. Dass die Kosten für Großprojekte häufig aus dem Ruder laufen, ist vermutlich auch relativ unstrittig.
Weshalb jetzt genau soll ich also diese Großprojekte, mit denen die Energiewende umgesetzt werden soll, gut finden? Überall hört man von Smart Grid und dann konzentriert sich alles auf einige wenige (und besonders teure) Projekte, die noch dazu besonders teure Umbaumaßnahmen in der Infrastruktur benötigen.
Sollte man sich nicht lieber auf Speichertechnologien konzentrieren?

13:39 von Carsten E

Wenn der Wind nicht beständig weht, dann muss die Energie halt gespeichert werden. Wie sehen denn die Kosten/Nutzen aus bei regenerativen Energien wie Windkraft? Sind da die laufenden Kosten nicht eh viel niedriger als bei konventionellen Kraftwerken? Schließlich müssen doch keine Verbrauchsgüter beschafft und Abfälle entsorgt werden. Die Kosten dürften doch eigentlich nur durch Wartung und Instandhaltung entstehen (die ich für Türme in der Nordsee für relativ hoch ansehe).
.
Mit dem Ausdruck "Abstriche bei der Leistung nicht zielführend" kann ich leider nichts anfangen. Welche Leistung? Die der Anlagen? Weshalb nicht zielführend? Welches Ziel? Die Energiewende? Brauchen wir einen optimalen Wirkungsgrad, wenn jeder seinen Strom selber macht?

Endlich!!!

Das deutsche Stromnetz kann sich endlich anpassen... Das wird letztlich auch die Strompreise senken. Man kann den Entscheidern hierbei nur Wünschen, das sie die Trasse auch durch bekommen. Ich finde es fast unzumutbar das jede Gemeinde einspruch erheben kann usw. Jedere hält seine Heimat natürlich für die Schützenswerteste. Das hierbei aber eine Notwendigkeit zum handeln besteht, sieht keiner. Damals als die ersten Trassen gebaut wurden, sah man sie als Heilbringer nun sind es verteufelte Ungetüme. Das erst dieser Netzausbau die Energiewende ermöglicht will nicht in die Köpfe.

@ ARD Bringt doch mal was über Netzauslastung, Preisentstehung usw. Es wäre für viele sicherlich eine Erleuchtung.

um 13:57 von Beate69

Sie haben recht mit Ihrem Kommentar. Hier ein Beispiel : In HH-Neugraben sollte 1965 ein Wohnhaus Projekt gebaut werden. Nach vielen Protesten und Einwenden irgendwelcher Bürger und Naturschützer,es lebte dort auch der seltene Wachtelkönig , ist das Wohnprojekt im Jahre 2010 in Angriff genommen worden. Und so viele lange Jahre
wird wohl auch das Fernleitung Netz brauchen. Das sind meine Befürchtungen.

keien Erdkabel

Ich stimmt Thomas Wohlzufrieden zu. Unsere Zivilisation hat überall in der Landschaft Spuren hinterlassen und das werden wir auch nicht so schnell ändern können.
Außerdem, warum Erdkabel? Sie sind teurer und man muss letztendlich so oder so einen Streifen frei halten für die Wartung. Das Kabel liegt dann nicht einfach unterirdisch und keiner sieht was davon.
Der einzige Unterschied ist, dass die Schneise nicht so breit ist. Ob aber nun 10 Meter oder 100 Meter breit sollte bei den Größenverhältnissen (Deutschland ist irgendwas zwischen 400.000 und 700.000 Metern breit) nun auch kein größeres Problem mehr darstellen. Wer die Auswirkungen übrigens mal sehen möchte: Im Nationalpark Müritz führt eine Stromtrasse (nicht ganz so breit) mitten durch den Wald. Ist im Grunde genommen nicht anderes als eine künstliche Lichtung. Viel schlimmer wird eine große "Autobahn für den Strom" ja wohl nicht werden.

@Balor

"Überall hört man von smart grid"

Erstens hilft "smart grid" nicht gegen den ausfallenden Atomstrom in Süddeutschland. "Smart GRid" kann höchstens den Kurzzeit-Speicherbedarf ganz leicht verringern. Drittens sind die Kosten für die "Smartmeter" für den Privatkunden meines Wissens so hoch und in den meisten Haushalten die Menge des verschiebbaren Stromverbrauchs so gering, dass es für den Privatkunden nicht kostendeckend ist.

Und es gibt wirklich Schlimmeres als Stromleitungen. Überall werden ständig Autobahnen und Umgehungen gebaut, das beeinträchtigt die Natur und verschandelt die Landschaft viel mehr.

Was den Windstrom auf See betrifft, ja, er ist teuer, aber weniger schwankend; da man zum Preis der kwh bei Wind aber ja eigentlich die Kosten für Speicher/Backups mit dazurechnen müsste, ist beim derzeitigen Stand der Erfahrung wohl nicht auszuschließen, dass sich der Aufpreis im Vergleich zu Wind an Land lohnt. So hieß es jedenfalls neulich in einer Wissenschaftssendung.

2022 fertig?

Wer glaubt an das Datum? Ich wohne in Berlin und heute ist noch nicht der 1. April. Abgesehen davon ist eine solche Trasse doch wohl eher gestern als über-übermorgen nötig, weshalb man da doch eher ein bisschen Tempo machen sollte.

Die ganzen Windkraftfirmen, die jetzt ja weniger zu tun bekommen (dank gekürzter Förderungen) könnten sicher die Masten bauen und dann braucht man nur noch die Isolatoren und das Kabel. Das kann nicht so ewig dauern.

@Gehirn

Wir brauchen nicht unbedingt Dezentralisierung (häufig nur zu wesentlich höhere-n Kosten oder Umweltschaden machbar), wir brauchen eine Reverstaatlichung der Enegieversorgung. Ob ich an Bonzen von erpresserischen Monopolisten zahle oder an dezentrale Privatleute als Subventionsprofiteure ist mir völlig egal. Die Gewinne sollen in den Staatshaushalt oder Investitionen fließen, Zusatzkosten für Umweltmaßnahmen sollen über die sozial gerechtere Steuer und nicht den Strompreis finanziert werden.

@Thomas Wohlzufrieden

Nun ja, mit Flughäfen ist das aber so eine Sache. Hier in Berlin haben die 3 Millionen in der Stadt beschlossen, dass sie einen einzelnen Flughafen im Süden der Stadt haben wollen ... und damit den gesamten konzentrierten Lärm dann auf die 500.000 Menschen im Süden der Stadt ausgelagert ... anstatt ihn auf drei Flughäfen zu verteilen.

Bei Stromleitungen (und Autobahnen) geht das mit dem Verteilen schlecht, aber bei Flughäfen schon. Es gibt nur einen einzigen Grund für die Konzentration der Flugbewegungen: Kosteneinsparung. Dagegen spricht sich die alte Weisheit von Paracelsus aus ("Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Nur die Menge macht, dass ein Ding nicht Gift ist.") und die Tatsache, dass die "Mehrkosten" sich in ARBEITSPLÄTZEN niederschlagen, die dann wegfallen.

Also für Flughäfen gilt meines Erachtens die "muss man akzeptieren"-Regel nicht.

@KLeiner Hobbit

"Warum nicht das Gasnetz nutzen"

Weil es viel ineffizienter und teurer wäre. Zweimal umwandeln statt einmal durch die Leitung.

Windkraft, Stromleitung

Wenn man die ganzen Meinungen liest so kann ich mir nur der Anschließen, die Rücksicht auf die Belange der ganzen Umwelt eingeht. Die Wohnung oder das mühsam ersparte Haus an einem Windpark oder unter einer großen Hochspannungsleitung bedeutet in der Regel bis zu 70% Wertminderung. Dies hat nichts mit, nicht vor meiner Haustür zu tun! Windkraft kann eine erhebliche Immission erzeugen. Je nach Größe und Hersteller der Anlagen. Hochspannung bedeutet Elektrosmog und auch Sichtbehinderung. Dort die Kabel in die Erde verschwinden lassen wo es notwendig ist, Windparks erstellen im Einklang mit der Natur und den Menschen vor Ort. Nur auf dieser Grundlage werden wir unser atomfreies Ziel erreichen.

14:39 von tanaka

(...) ist beim derzeitigen Stand der Erfahrung wohl nicht auszuschließen, dass sich der Aufpreis im Vergleich zu Wind an Land lohnt.
"Nicht auszuschließen" = "man weiß es nicht, hält es aber für unwahrscheinlich"
Und genau deshalb bin ich noch nicht überzeugt, dass es sich lohnt.

@Abseits des Mains

Erdkabel sind nicht etwas teurer, sondern um ein Mehrfaches teurer. Es geht hier nicht um Peanuts.
Und meines Wissens sind Hochspannungs-Erdleitungen auch Naturverschandeler. Der Boden muss großflächig gerodet und aufgerissen werden und auch gerodet bleiben, damit man im Fall der Fälle dran kann. Die Überbodenleitungen sind umweltkompatibler, auch wenn Sie den Anblick nicht schön finden.

Liebe Leute, an alle hier, die die Umstellung auf erneuerbare Energien unterstützen (der Forist abseits des Mains gehört wohl eher nicht dazu):
Wollen wir wirklich einen erheblichen Teil unserer Energie mit EE decken, so wird dies nicht ohne starken Flächenverbrauch gehen. Die Literatur mit Modellbeispielen für EE-Vollversorgung zeigt das deutlich.

Wenn Ihr das nicht wollt, überlegt euch, was die Alternativen wären. Energieversorgung ohne Nachteile gibt es nicht.

@snogger

"Die Wohnung oder das mühsam ersparte Haus an einem Windpark oder unter einer großen Hochspannungsleitung bedeutet in der Regel bis zu 70% Wertminderung. "

Ach? Für Windparks gibts Abstände, für Stromleitungen neurdings auch. Es geht also nur um die Optik. Häuslebauer und -Käufer hatten noch niemals Garantie für den Werterhalt der Lage; überall lebt man mit dem Risiko, dass einem ein Klotz vor die schöne Aussicht gesetzt wird. Der arme Häuslebauer, für den Sie hier Mitleid heischen, der wohnt selbst drin und dem ist der Wiederverkaufswert schnuppe. Wer 1970 gebaut hat, hat jetzt auch Null Wiederverkaufswert, u.a. wegen schlechter Wärmedämmung, oft auch, weil die damals "guten" Viertel heute nicht mehr so gut sind. Such is life.

"Dies hat nichts mit, nicht vor meiner Haustür zu tun! "

Oh doch. Was Sie da schreiben, ist sogar ein Paradebeispiel dafür.

Warum nicht unteridisch?

Ja, die Leitungen sind dringend notwendig. Aber warum werden die nicht im Bereich von Wohngebieten oder sensibler Natur unterirdisch verlegt?
Ja, es würde etwas mehr kosten - aber nur einen minimalen Bruchteil von Bankenrettungen, Afghanistaneinsätzen.
Man hat den Eindruck, dass man mit den hässlichen Riesenstelzen bewußt den Widerstand der Bevölkerung provozieren will.

@kleinerhobit

"Dort kann man das Gas dann wieder in Strom und Wärme umwandeln. Die Methode nennt sich "Power to Gas" "
.
nur blöd, dass das system nicht für den transport über größere strecken gedacht ist. außerdem ist der wirkungsgrad schlechter, als wenn man den strom einfach durch kabel schickt.

an hanjustb

Warum kein Erdkabel? Nun weil es 10mal teuerer käme als eine Freileitung. Da sind wir dann schnell bei ca.100 Milliarden Euro für die 800km. Zudem müßte man notariell beglaubigte Dienstbarkeitsurkunden für jedes Grundstück durch dass das Kabel führt vereinbaren. Die Grundstücksbesitzer werden sich diese Einschränkung ihrer Verfügungsgewalt über ihre Grundstücke teuer abkaufen lassen und die Notare arbeiten ja auch nicht umsonst.

Narürlich Proteste in Bayern

Und die anderen Dauer Meckerer wird's werden wohl Schaffen, weil die Deutsche Politik keine Eier in der Hose.

tanaka fragt: "Warum nicht das Gasnetz nutzen" ?
Gas Kraftwerke sind in der Regel Sprinter, für die Spitzen Last da.
-
Die Trasse bedient aber die Grundlast.
-
Man sollte die Trasse an Grafenrheinfeld beenden.
-
Da soll sich Bayern und Speziell München mal überlegen woher der Strom denn kommt. Und das wird dann wirklich richtig Teuer.
-
Die Windräder in der Nordsee drehen sich immer und sie sind redundant.

Die Politik unserer "Volksvertreter"

ist wohl eher darauf ausgerichtet, die Profite der 4 großen Energieunternehmen zu mehren. Zudem bieten sie für abgehafterte Politiker eine schönes Möglichkeit, nach dem Ende einer politischen Tätigkeit unterzukommen.

Eine Verlegung mit Erdkabel kostet nebenbei etwas das Vierfache dessen, wass eine oberirdische Verlegung kostet. Allerdings wird lange nicht so viel Natur zerstört. Zumal ist der Denkansatz zur Verlegung nahe der Nord-Süd Strecken der Autobahn durchaus ein Argument, welches man bedenken sollte.

Grundsätzlich sollte der Ausbau dezentraler versorgungen in jedem Fall Vorrang haben. Ich frage mich zudem sowieso, warum die ehemals staatlichen Energiekonzerne verscherbelt wurden und nun mit deren Gewinnen lediglich die Taschen der Aktionäre und Manager füllen, anstatt damit die Infrastruktur auszubauen.

13:31 @autodidact:Stromfressenden Betriebe in den Norden

Zitiere:Es wäre sehr viel einfacher, die großen stromfressenden Betriebe in den Norden um zu siedeln. Und gut wäre es.
Das würde dem strukturschwachen Norden nützen. Aber genau das wollen einige Leute nicht.
Und es wäre vor allen Dingen weitaus schonender für die Umwelt.
**
Schon mal darüber nachgedacht, dass Betriebe auch Mitarbeiter beschäftigen.
Ziehen die Betriebe von Süden nach Norden,zieht die Arbeitslosigkeit im Norden nach dem Süden. Ihr Vorschlag hört sich nach der unsozialen Planwirtschaft an.

Wobei die Seewind-Stromerzeugung und die dafür benötigten Trassen eigentlich
auch einem Plan-Diktat gleichkommt.
An der Spitze sitzen die üblichen "politisch geförderten" 4Multistromer und diktieren dem Verbraucher den Strompreis.
Da ist die dezentrale Ökostrom-Erzeugung
vor Ort, mit ihren Kombinationen aus: Wasserkraft, Solar, Wind, Erdwärme, Wasserstoff weitaus günstiger als dieser
anfällige Stromgigant mit seinen Rost-zerfressenden Füßen und seinen gleichfalls hoch anfälligen Masten

Nächstes Projekt, dass scheitert

Wir werden es wieder erleben: "Energiewendeprojekte" scheitern.

Es wird wieder viel versproche, wovon jeder Insider weiß, dass es nicht klappen wird.

Falls die tatsächlich in den nächsten 50 Jahren die Leitung bauen werden, dann ist sie bereits überholt und überflüssig.

Lieber Herr Engel,

ist zwar nicht wichtig, aber ich war's nicht, der/die das Gasnetz nutzen wollte, sondern ich hatte einem anderen Foristen auf den Vorschlag mit Gegenargumenten geantwortet.

Autobahn via Autobahn?

Wäre es nicht möglich und Interessant die Stromtrasse in irgend einer Form entlang der Autobahn oder des Schienennetzes zu bauen? Wie wäre es wenn über den Stromtrassen für die Züge auch die Stromtrassen für die Hochspannung läuft?
Da ist das Land bereits gerodet und Verbindungen bestehen bereits. Sogar für die Zukunft könnte man doch auch die Bahnhöfe zu "Stromhafen" machen. Also an oder Nahe des Bahnhofes den Strom abzweigen und in der Stadt verteilen.

Ich kenn mich jetzt nicht mit der Physik bzw. Elektrik aus und einfach wird es auch nicht, aber eine Überlegung wert oder?

13:32 @Spoing: Dezentrale Lösung...... ist nicht mac

Widerspruch:
Die Kombination macht die dezentrale Stromversorgung möglich und kostengünstiger als dieser Wind-Gigantismus.
Die bis jetzt noch überschüssige Wind-u-Solarenergie und Wasserkraft erzeugen Wasserstoff. Das vorhandenes Gasnetz wird auch als Speicher genutzt.
Funktioniert schon, bitte googlen:
Dezentrale Energieversorgung.

14:04 @Justus

Vorschlag:
Googeln nach Energiespeicherung
für dezentrale Stromerzeugung.

an Prof.

Wahre Worte, wahre Worte, doch wer hier gegen die Götze Energiewende schreibt wird schnell als böser Lobbyist der 4 Großen attackiert oder als ewig Gestrieger. Die Leute wollen anscheinend auf die "Schnauze" fliegen.

@kleinerhobit

>>Wenn man den Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren will, kann man da für das bereits vorhandene Gasleitungsnetz nutzen. Die Methode nennt sich "Power to Gas"<<

Ich verfolge das Konzept "Power-to-Gas" schon seit Jahren mit Interesse.

Das Problem: Die weltweit größte Power-to-Gas Anlage hat eine Leistung von 250kW. D.h. man braucht momentan für jede große Windmühle (5MW) mehr als 20 von den größten Power-to-Gas Anlagen.

Trassen müssen nach derzeitigem Stand leider her. Wahrscheinlich leider rießige Strommasten, ich wäre aufgrund des Landschaftsbild für Erdkabel, würde dafür auch Geld spenden anstatt nur zu protestieren. Wegen Wartung wird sich Erdkabel aber wohl nicht durchsetzen.

An die Erdkabel Fragen

Es geht nicht.
Die Höchst Spannungskabel kann man nicht unter der Erde legen. Sie erzeugen eine Starke Wärme, die in der Erde nicht abfließen kann.

Wenn das Kabel in der Luft hängt, kann die Wärme ab abfließen.

Die 4Stromer treiben mächtig Reklame.

Hier wird uns ja wärmstens von sehr vielen
" 4Stromer-Freunden" diese gigantische Off-Shore Windstrom-Erzeugung und diese Nord-Süd Stromtrasse ans Herz gelegt.
Aber die dezentrale Öko -Stromerzeugung von diesen Lohnschreibern als nicht gangbar hingestellt.
Obwohl die dezentrale Energie-Herstellung u. Versorgung in der Praxis schon erfolgreich erprobt und längst schon betrieben wird.
Viele Gemeinden in Deutschland haben sich
schon in Verbundnetzen zusammen geschlossen und produzieren den nötigen Strombedarf auch zu Spitzenlastzeiten ohne die 4Stromer in Eigenregie, größten Teils mit Ökostrom.
Nicht von bezahlten 4Stromer-Ghostwriter in die Irre führen lassen.

@ tanaka

Ich MUSS Ihrer Darstellung als Windingenieur und Schiffbauingenieur eindeutig wiedersprechen!

"Power to Gas" hat ein immenses Potential für eine erfolgreiche Energiewende auf der ganzen Welt!

Es lässt sich nicht nur die gesamte weltweite bestehende Gas- Verteilungsstruktur nutzen sondern die aus dem Wind gewonnene Energie kurzfristig in bestehenden Kavernen und Saisonal in alten Gasfeldern speichern (anstatt! diese für immer mit CO2 vollzumüllen)!

Noch eine Lösung, olé! Und immernoch denken fast alle das wären alles Hirngespinste.

Ich werden einfach nur wütend wenn ich die grasierende Hörigkeit gegenüber den Machthabern in diesem Lande "die is doch Kanzlerin und weiss sicher mehr als wir..." feststellen muss.

Bloß, ich gehöre nicht zu den Leuten mit einer Einstellung die komplett veraltet ist und nicht zukunftsfähig!

Leute, Zeit für nicht nur eine Wende!

Schönen Tag.

Untergrundkabel

Man kann zwar alles fordern, aber nicht alles ist mit den Naturgesetzen vereinbar. Hochspannungskabel unterirdisch zu verlegen erfordert riesige Tunnel, um die Verlustleistung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Ganz einfach gesagt, man kann nicht einfach 500 Kilovolt über wenige Zentimeter auf Erdpotenzial bringen und dann Wechselstrom verlustfrei transportieren. Die Erde wird dann richtig schön warm in dem Bereich.

wir sollten uns endlich mal

wir sollten uns endlich mal entschieden was wirr wollen. Wir können natürlich weiterhin lustig fossile Brennstoffe verheizen oder uns potentiell gefährlicher Technik bedienen oder wollen wir die Energiewende und brauchen eben diese Trassen. Dezentrale Energieversorgung wird niemals in ausreichender Menge Strom zur Verfügung stellen können. Kleine örtliche Stromanbieter womöglich noch mit Bürgerbeteiligung hat ja durchaus seinen Charme, dennoch kommen wir in einem Hochindustrieland wie Deutschland nicht ohne Stromkonzerne auch wenn sie keiner mag

Was spricht dagegen

Stromtrassen in den Nord-Süd Flussläufen ohne Hochspannungsmasten zu verlegen.
Man öffnet den Boden einmal und dann braucht die nächsten 30 Jahre niemand mehr dran.
Zum Glück fließt der Großteil der Nord- und Mitteldeutschen Flüsse in Nord-Süd Richtung.
Die Kabel für die Windparks in unserer Umgebung sind auch mit einer dicken schwarzen Ummantelung in 2 Meter Tiefe verlegt worden. Das hat keine Woche für ca. 4 Km Anbindung gedauert.
Andersrum könnte ich mir nicht vorstellen, dass eine Gaspipeline, nur wegen der besseren Wartung oberirdisch verlegt werden müsste.
Warum wird die dann in der Erde verlegt?

Jeder will Strom, keiner will Leitungen

Jeder will eine gute Infrastruktur (Strom, Schienen, Straßen, Flughäfen), aber irgendwie will keiner dafür irgendwelche Abstriche machen.
Alle wollen Ökostrom und wenn es dann in Angriff genommen wird, dann gibt's da auch wieder etwas zu meckern. Protestiert doch nicht immer erst, wenn wo anders schon Jahre lang geplant wurde. Wir stagnieren! Jeder Tag, an dem die Trasse nicht fertig ist, ist ein Tag, an dem der Süden Strom aus Kernkraft braucht.

Lobbyismus nächste Runde!

Wann hört dieses Regieren zum wohle der Großkonzerne endlich mal auf?
Energiewende nur für Eon, RWE & Co.?
Denn wer profitiert von diesem Wahnsinn wenn nicht mal wieder wie bis her immer die großen Energiekonzerne? Dezentralenetze und es würde viel mehr akzeptanz geben. Aber davon wollen gewisse Kreise nichts hören, denn denen geht es einzig und alleine um eine Gewinnmaximierung, wenn es auf Kosten der Allgemeinheit ist, ist das denen reichlich egal.

@05. Februar 2014 um 16:43 von maddin69

Ah einer vom Fach.
Sie sollten doch drin stecken in der Materie Wind + Methanerzeugung.
So eine Stromtrasse könnte man sich doch sparen, wenn man vor Ort aus H²O und CO² Methan erzeugt, dies in das bestehende Gasnetz einspeist und in kleinen dezentralen Miniblockheizkraftwerken wieder Strom erzeugt?!?
Man hätte noch mehrere Verwendungszwecke z.B. Kraftfahrzeuge statt diesen unpraktischen e-Mobilen grade im Winter. Man ist viel flexibler mit Methan.
Und was sagen Sie als Windingenieur zu der Versorgungsplanung bei Strom und Wind-/PV-Anlagen ohne bzw. mit Speicherung?
Ich vertrete die Meinung EEG ohne Speicherung ist keine Versorgung, sondern nur staatlich geregelte und garantierte Einnahme für Betreiber.
So kann man Strom umweltverträglich ( in gewissem Rahmen ) erzeugen, aber nicht mit Strom umweltverträglich versorgen.
Ist halt durch Politiker entstanden, die sich ohne Bezug auf ihre Ausbildung, als Energiefachleute präsentiert haben. Es geht um Versorgung nicht Erzeugung!

Gilt flexibel sein nur für den „Kleinen Mann“?

Komische Überschrift, wenn es um Stromtrassen geht, die erst mal den Stromkonzernen dienen sollen, ihr Geld zu verdienen.

Im Prinzip ist gegen solche Trassen nichts einzuwenden, denn sie können Teil der verschiedenen Maßnahmen bei der Schaffung einer mehrgliedrigen Sicherheit in der Energieversorgung sein.

Und nun zur Überschrift. Warum sind die großen Stromkonzerne nicht Willens, neue Speichertechniken zu erforschen, fördern und anzuwenden. Das Arbeitsamt verlangt von jedem Arbeitssuchenden Flexibilität und den Willen, quasi neu anzufangen aber die Konzerne sind nicht willens neue Wege zu gehen. Es gibt so viele gute Ideen deren Praxistauglichkeit bewiesen ist. Aber die Ausführung würde viel Geld kosten, kann jedoch auf Sicht wieder gut Geld in die Kassen spülen.

Nichts dagegen, dass der Finanzvorstand eines Unternehmens nur die Gewinnmaximierung vor Augen hat, von den anderen Vorständen sollte man aber einen Blick über die Quartalsberichte hinausgehend erwarten können.

Wie sieht das Netz der Zukunft aus?

Wenn ich ein Industriebetrieb in Bayern wäre, würde ich mich nicht auf eine Trasse von der Nordsee verlassen. Denn auch auf der Nordsee und in Norddeutschland gibt es längere Flautenzeiten ohne jeden Wind. Die Topologie des Smart Grid ist eher eng vermascht mit mehreren zentralen Knoten für Speicherung und Kompensation und vielen dezentralen Puffereinheiten. Dieses Netz kann und muss atmen. Es kann also wirklich sein, dass die neugeplanten Trassen in 15 Jahren obsolet sind. Um das zu verhindern, muss in Norddeutschland endlich mit der Speicherung der überschüssigen Energie begonnen werden. Umwandlung in chemische Energieträger und deren physikalischer Transport sind dann die verlustärmsten Arten der Energieübertragung.

Spanien verlängert Laufzeiten der Kernkraftwerke

Die spanische Regierung will die Kernkraftwerke 20 Jahre länger am Netz lassen als bisher geplant.
Warum geht das in Deutschland nicht?
Kernkraft ist sauber und sicher, das hat man uns Jahrzehnte lang eingetrichtert. Wäre es nicht so, hätte man alle Kernkraftwerke in Deutschland sofort abschalten müssen.
Statt die Natur weiter zu verschandeln, sollte man auf bestehende Kernkraftwerke zurück greifen und die Laufzeiten verlängern. Das wäre auch kostengünstiger für den Verbraucher. Was in Spanien möglich ist, müßte auch in Deutschland möglich sein. Die Franzosen schalten ihre Kernkraftwerke auch nicht ab.

Nach dem abschalten der Atomkraftwerke ist es..........

sicher sinnvoll um die Windparks auf See zu nutzen neue Stromtrassen zu bauen. Das schlimme ist allerdingst dabei dass diese stellenweise über bewohnte Gebiete führen nur um vielleicht ein paar Euro zu sparen. Es muss allgemein wie in Schweden und in den USA verboten werden dass diese Trassen die Gesundheit der Bürger gefährden. Auch die dämliche Ausrede der Stromkonzerne dass die Erdverkabelung um das fünffache teurer ist gehört in das Reich der Fabel weil die Leute Kosten mit rein rechnen die dort nichts zu suchen haben. Die Groko ist hier gefordert den Schutz der Bürger in Angriff zu nehmen und nicht die Energieriesen zu bevorteilen.

@ Michael69

"Dezentrale Energieversorgung wird niemals in ausreichender Menge Strom zur Verfügung stellen können"

Das muss dann aber religiöse Gründe haben, fachlich spricht nicht im Geringsten etwas dagegen.

KKW Grafenrheinfeld

Das KKW Grafenrheinfeld, am einen Ende der Trasse, soll demnächst stillgelegt werden.
Ob es dann, wenn schon die Trasse da ist, doch noch weiterlaufen darf?
Oder möchte man einfach nur das dortige Umspannwerk weiter nutzen?

Ich bin zwar kein großer Freund der "Energiewende",...

...zumindest nicht in der Form wie sie vor etwa drei Jahren beschlossen wurde, aber den Ausbau der deutschen Hoch- und Höchstspannungsnetze halte ich in jedem Fall für nötig! Wie auch bei infrastrukturellen Investitionen in Form von Straßen und Schienen sollten die Bürger und Politiker hier nicht bremsen sondern für jede Verbesserung dankbar sein. Schließlich liegt unser Land seit Ende des Kalten Krieges in der Mitte Europas und hat daher für jede Art Transitverkehr (auch von elektrischer Energie) enorme Bedeutung, nicht nur für uns selbst sondern ebenso für unsere Nachbarn.
Ohnehin halte ich die naive Vorstellung vieler Deutscher, man könne alle Vorzüge des frühen 21. Jahrhunderts nutzen und dabei in einer Landschaft leben, die kaum anders aussieht als vor 200 Jahren, für arrogant und egoistisch. Auch Strommasten haben eine eigene Ästhetik, man muss sie sich nur als "kleinere, verkabelte Eiffeltürme" vorstellen. Es wäre an der Zeit, sich in diesem Sinn mit der Technik auszusöhnen...

Die Netzausbaulüge...

Es wird ja großspurig behauptet, die Stromtrassen wären für die Windkraft bitter nötig.
Nun, schaut man sich mal die Startpunkte der geplanten Trassen im Norden und Osten an:
Emden (in Wilhelmshaven soll dieses Jahr ein Kohlekraftwerk in Betrieb gehen) mit Einspeisepunkt im Ruhrpott , wo die Kraftwerke Niederaußem und Datteln erweitert werden sollen. Münden soll diese Trasse in Phillipsburg, wo wenige Kilometer weiter gerade das Kohlekraftwerk Karlsruhe erweitert wird.
Eine andere Trasse geht von Kaltenkirchen über Wilster Richtung Süden.
Auffällig, dass Hamburg-Mohrburg in 40km Entfernung ausgezeichnet angebunden wäre.
Nehmen wir noch die Trasse von Sachen-Anhalt in den Raum Augsburg.
Auch hier soll in der Relativen Nähe (45km) vom Startpunkt Lauchstädt ein Kohlekraftwerk (Profen) gebaut werden.
Aber psst, wir bauen jetzt Leitungen für unsere neuen Kraftwerke und tun so, als wären sie für die Windkraft bitter nötig, merkt keiner!
Auch Experten finden die Trassen für Windkraft unnötig.

@Gandhismus

"Alle Banken , Konzerne, Manager weg, dafür unterirdische Leitungen."

Häh...? Keine Banken mehr, keine Konzerne und keine Manager und DAFÜR unterirdische Leitungen?

Versteh ich nicht.

Unterirdische Leitungen sind um ein vielfaches teurer, schon allein weil sie in etwa 3-4 mal soviel Leitungen brauchen oder größere Querschnitte, da die Kabel nicht mehr durch die Luft gekühlt werden. Das ist ja nicht wie bei nem kleinen Erdkabel in ihrem Garten. Erdkabel können auch nur max 70 km lang sein aus physikalischen Gründen und müssen zudem aufwendig isoliert werden.(Die werden nämlich ziemlich warm). Über den Kabeln wächst dann auch nichts mehr. Von den Kosten und dem Zeitaufwand des verbuddelns will ich gar nicht erst reden. Und der erhöhte Aufwand bei Reparaturen. Alle 70 km ne aufwendige Trafostation. Die ganze trasse muss ständig von größerem Wurzelwerk befreit werden und so fort. Ich möchte diesen das alles nicht bezahlen!

@Balor

"Auf den Bergen weht der Wind doch auch recht beständig.."

Erstens ist das nicht richtig. da gibts mal Flaute und dann Sturm. Ein beständiger Wind weht nicht in den Bergen. Und zweitens besteht ja Bayern nicht nur aus Bergen.

@Schulze

"Aber warum werden die nicht im Bereich von Wohngebieten oder sensibler Natur unterirdisch verlegt?
Ja, es würde etwas mehr kosten - "

In sensiblen Bereichen wird das gemacht. Aber da brauchen Sie auch immer eine Trafostation und Überlandleitungen können viel dünner sein. Die Stromverluste sind bei Erdkabeln um ein Vielfaches höher. Zudem müssen diese isoliert werden .

Mit "etwas" mehr kosten kommen Sie da nicht hin. Das ist erheblich teurer, ein Vielfaches, auch im Unterhalt (Folgekosten)

@dummschwaetzer

"Eine Verlegung mit Erdkabel kostet nebenbei etwas das Vierfache dessen, wass eine oberirdische Verlegung kostet. Allerdings wird lange nicht so viel Natur zerstört. "

Es wird genausoviel Natur "zerstört". (Geht das überhaupt?). Da wo die Erdkabel sind, wächst durch die ständige Wärmeentwicklung kaum noch was und wenn doch muß es schnell wieder raus, bevor das Wurzelwerk die Kabel zerstört. Aus physikalischen Gründen funktionieren diese Erdkabel übrigens nur über eine Distanz von ca. 70 km.

@d483573

Ihre These scheint mir nicht so wahrscheinlich. Für Kohle wär es billiger, die Kohle-KW gleich im Süden zu bauen, wo sie gebraucht werden; will man exportieren, wären die Ost-West-Achsen wichtiger.
Bei Wind ist hingegen klar, dass es ein Problem gibt; die Nachbarländer, die mangels ausreichender deutscher Nord-Südleitungen den überschüssgen Windstrom des Nordens in die Netze nehmen müssen, beschweren sich.
Könnte es nicht sein, dass schlicht möglichst dicht an bestehender Infrastruktur gebaut werden soll, damit möglichst wenig Lanedschaft zusätzlich dran glauben muss?

Mag sein, es gibt Experten, die finden, die Trassen brauche man nicht (wie begründen die das denn?); es gibt aber ebenso Experten, sagen, man braucht sie.

"Stromtrassen in den Nord-Süd

"Stromtrassen in den Nord-Süd Flussläufen ohne Hochspannungsmasten zu verlegen.
Man öffnet den Boden einmal und dann braucht die nächsten 30 Jahre niemand mehr dran."

Die Pysik. Sie müssen da nen Tunnel bauen und darin die Kabel verlegen. Hochspannungskabel können Sie nicht einfach so verbuddeln, wie ihr Erdkabel im Garten für die Buschbeleuchtung.

@ Roland Engel

Was will denn "Windkraft" mit HöS-Leitungen?

Windkraftanlagen erzeugen nicht genug Strom, um Industriegebiete zu versorgen.

Die Transformation geht nur in eine Richtung.

Es zudem auch kein Zufall, dass die neue Leitung an allen wichtigen Atommeiler und Kohlekraftwerke vorbei führt.

Ein Schelm wer mitdenkt.

@Segestes

"Wann hört dieses Regieren zum wohle der Großkonzerne endlich mal auf?"

Ich sehe das ganz und gar nicht so. Es geht um Versorgungssicherheit.

@autodidact

Es wäre sehr viel einfacher, die großen stromfressenden Betriebe in den Norden um zu siedeln.

Für die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen musste ein einzelnes Chemiewerk umziehen (6km nur). Kosten: 670 Mio. €
Jetzt können Sie sich vielleicht ausrechnen, wie viel es kosten würde, den Großteil der großen energieverbrauchenden Fabriken im Süden umziehen zu lassen. Für das Geld (was niemand hat) könnten locker zig Stromtrassen gebaut werden und das sogar unterirdisch.

@ d483573

Erwarten Sie etwas anderes von Menschen, die sich nur mit der Farbe der Schoko-Stecker-Buchse beschäftigen?

Also Menschen, die alte Technik kaufen, nur weil es äußerlich ein "Facelift" angeboten wird?

Wir haben Uranreserven von über 100 Jahren.
Wir haben mittlerweile Öl-Quellen und Öl-Schiefer in der Reserve von 300 Jahren.
Wir haben Kohleflöze, die bisweilen mindestens für 200 Jahre gesichert sind.

Energie haben wir genug, also genug Zeit. Genug Zeit an vernünftigen Technologien zu forschen und sie zu entwickeln.

Das einzige was uns in dieser Hysterie fehlt ist: Verstand.

@Herr Hirsch

"Die Kabel für die Windparks in unserer Umgebung sind auch mit einer dicken schwarzen Ummantelung in 2 Meter Tiefe verlegt worden. Das hat keine Woche für ca. 4 Km Anbindung gedauert."

Das ist doch aber ne ganz andere, viel höhere Spannung. Ne HOCHLEISTUNGspannung!
Da können Sie nicht mal eben son Kabel verbuddeln.

Da soll der Strom von tausenden Windkraftanlagen auf einmal durch. Ihr Käbelchen in 2 Meter Tiefe wäre innerhalb von Millisekunden verglüht.

Dass es eine Untergrenze für

Dass es eine Untergrenze für die Größe von Projekten gibt, sehe ich ein. Aber diese Mammutprojekte, die uns da vorgesetzt werden, die verstehe ich nicht.

Es ist nicht besonders intelligent, eine Stromtrasse nur in kleinen Teilen zu planen, um am Ende zu hoffen, dass die kleinen Teile alle zueinander passen.
Eine Stromtrasse dieser Länge und Kapazität muss in großem Umfang geplant werden, sonst gibt es am Ende nur kleine Schnipsel, die überall in Deutschland verteilt sind und niemand etwas bringen.

Wenn man den Windstrom aus

Wenn man den Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren will, kann man da für das bereits vorhandene Gasleitungsnetz nutzen.

Genauso gut könnten Sie sagen: Warum nutzen wir nicht das bereits vorhandene Stromnetz?
Weder das aktuelle Stromnetz noch das Gasnetz wurde dafür gebaut, noch zusätzlich die Mengen der erneuerbaren Energien von Norden nach Süden zu transportieren.

Warum in den Süden?

In den 50ern haben wir (Geberländer) dem Bayrischen Bauernstaat AKW's Finanziert um durch ein Überangebot an Energie Industrie anzulocken, damit die armen Würstchen nicht immer bloß an unserem finanziellen Tropf hängen. Jetzt ist im Norden ein Überangebot an Energie vorhanden. Warum nicht in Norddeutschland den Strompreis soweit gegenüber dem Preis im Süden senken das der Großteil der Industriellen neuansiedlung in SH, HH, MP, NS und HB erfolgt? Ach ich vergaß, wir alle bezahlen ja die in süddeutschland industriell verballerte Energie eh schon durch unsere Stromrechnung. Viel weiter lässt es sich da kaum noch sinken.

@Herr Hirsch

Man öffnet den Boden einmal und dann braucht die nächsten 30 Jahre niemand mehr dran.

Auch Stromkabel sind wie Straßen, sie gehen mal kaputt und müssen gewartet werden.

Die Kabel für die Windparks in unserer Umgebung sind auch mit einer dicken schwarzen Ummantelung in 2 Meter Tiefe verlegt worden.

Windenergieanlagen sind i.d.R. mit 20kV -Kabel angeschlossen. Das ist ein "kleiner" Unterschied zu 400kV.

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