Kommentare

Kirchensteuer

Es ist schon seltsam mit dem Glauben. Damit man seinem Glauben nachgehen kann, soll man Geld bezahlen. Steuern. Eigenartig. Geld, welches nicht nur für den Erhalt von Kulturgütern oder der Hilfe armer Menschen zugute kommt. Geld, welches nach Gutdünken in Promp verwandelt wird. Dies soll mit dem Glauben vereinbar sein.

Ich zweifele daran.

Differenzierung notwendig

Gerade das Evangelium sollte den Landeskirchen gegen manche Missstände der Welt zugrunde liegen und als Kompass dienen. Ein Machtmissbrauch einzelner, unter Vorteilsnahme der Führungspostition, wird dort mit derben Worten strikt verurteilt. Dennoch ist das Thema der Gnade für derart gefallene, bei einer Umkehr von ihrem Handeln, ebenso stark. Vielmehr sind ein neuer Lebensstil der geschenkten Liebe und des höher Erachtens des Nächsten starke Kernkompetenzen des Evangeliums. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass die Verinnerlichung der Glaubensgrundsätze und das Anwenden als Lebensstil ein Handeln der negativen Aspekte der Welt gleich -unmöglich macht.

Der Schritt eines Austretens aus der Kirche ist daher keine Lösung sondern eher das Fordern einer Rückbesinnung auf die wahrhaftigen Kernthemen des heute relevanten Evangeliums der Bibel.

Austritt

Kann ich gut verstehen das viele Leute diesen Bischof, bzw. die scheinbar weit verbreitete Geisteshaltung der Kirche(n) nicht weiter unterstützen wollen.

Ich hatte, bereits vor Jahren andere Gründe.

Nirgendwo konnte ich in der Bibel nachlesen das der dort beschriebene Gott sich für alle Menschen verantworlich ist. Immer ist nur vom Volk von Israel die Rede.

Da ich nun kein Israeli oder Israelit bin und mich nicht in Israel aufhalte, ist dieser Gott für mich weder sachlich noch örtlich zuständig. Fall erledigt.

Weiss jemand was ich tun

Weiss jemand was ich tun muss, um aus der Kirche offiziell auszutreten? Ich möchte als aktiver Teilnehmer an der Statistik der Kirchenaustritte mitwirken.
>
Ich finde die Kirche erweist sich ein ums andere Mal als ein seltsames Ding. Es ist ja nicht nur so, dass der Tebertz allein verantwortlich ist. SOndern er ist nur ein Beispiel, wie es dort ablaufen kann, und wohl in der Tendenz sowieso ablaufen wird.
Ein Fürstentum, das sich nicht rechtfertigen muss, und ausserdem, zu viel liegt in den Händen einiger Leute, die dann das Geld nicht mal verprassen müssen, sondern einfach unintelligent einsetzen-

so ist das eben...

die kirche ist eben nur eines der reichsten wirtschaftsunternehmen dieser tage. warum soll das nicht auch kunden verlieren.
.
da die menschen dieser tage (so hoffe ich) gebildeter sind als im finsteren mittelalter, kann die kirche auch nicht mehr ihre schauergeschichten verbreiten und hat nicht mehr die möglichkeit mord und totschlag zu begehen.
.
daher sollte man sich in der marketingabteilung gut überlegen, wie man marktanteile bei den nicht-wissenden (gläubigen) zurück gewinnen kann.

@Gandhismus

Beim örtlichen Amtsgericht vorsprechen und den Austritt erklären. Ausweis vorlegen, 30 Euro an Gebühren bezahlen und die Sache ist erledigt.

Der Ausritt muss dabei nur erklärt, nicht begründet werden.

Das kommt später, falls sich der Pastor die Mühe macht und mal persönlich nachfragt.

Mich würde interessieren...

...wie viele davon Gläubige waren.

Es ist ja bekannt, dass viele, die offiziell Kirchenmitglieder sind, gar nicht an das Übernatürliche glauben, sondern "aus Tradition" oder "aus Faulheit" in ihren Kirchen verblieben sind. Umgekehrt gibt es auch Menschen, die keiner Kirche angehören, aber trotzdem gläubig sind.

Wie dem auch sei... ganz unabhängig davon, wer glaubt und wer nicht, sehe ich das Schwächeln der religiösen Institutionen als etwas positives. Denn Glaube hat m. E. wenig zu tun mit Hierarchien, Hüten und Gold. Und auch nicht mit politischem Druck, theokratische Gesetze durchzusetzen (oder beizubehalten), die gegen Minderheiten gerichtet sind.

Je weniger Leute teilnehmen an organisierten Religionen, ganz gleich was sie im Privaten glauben, desto besser, denn so geht die Macht der Lobbies verloren.

@Gandhismus

Den Kirchenaustritt müssen sie persönlich vor dem zuständigen Standesbeamten erklären. Kostet bis zu 60 Euro. Dann kommt noch der Papierkram mit dem zuständigen Finanzamt.

Wirft man das Haus weg, wenn

Wirft man das Haus weg, wenn Dreck im Flur liegt? Man greift doch wohl eher zum Besen und fegt den Dreck hinaus!
Wer an der Kirche etwas verbessern will, kann in seiner eigenen Gemeinde anfangen. Die Katholiken haben es da zugegebenermaßen etwas schwerer, aber immerhin läßt Franz I. hoffen, daß das besser werden könnte.
In der Evangelischen Kirche baut sich die Hierarchie von unten auf. Jeder Erwachsene kann sich in sein Presbyterium (Kirchenvorstand) wählen lassen und dort am Bau der Kirche mitwirken. Er kann sich für die Kreis- oder Landessynode wählen lassen und auch auf höherer Ebene mitarbeiten.
Sich von der Kirche abzuwenden heißt, sie aufzugeben. Ob das wirklich jeder will, der aus Wut über einen kranken Bischof ausgetreten ist?

Unvorstellbar

Dass aus Steuergeldern der Kirchenpomp bezahlt wird (z.B. der Weihrauch), dass alle kirchlichen Sozialleistungen mittels Steuergeldern des Staates ausgeglichen werden, dass die Gehälter und der Hofstaat der kirchlichen Führungsriege von allen Steuerzahlern bezahlt werden, ist einmalig auf der Welt und logisch nicht nachvollziehbar.
Dass neben dem oben genannten Wahnsinn auch noch Kirchensteuern von Arbeitgebern und dem Staat eingetrieben werden, schlägt dem Fass den Boden aus.
Wo das Geld in solch einem (unkontrollierten) Überfluss vorhanden ist, lässt es sich gut mit lockerer Hand verplempern.
Man sollte das Vermögen der Kirchen endlich sozialisieren, das heißt der Gemeinschaft zurück geben. Man komme mir nicht mit dem Reichdeputationshauptschluss.
Die Glaubensgemeinschaften müssen sich ausschließlich über Spenden und freiwillige Mitgliedsbeiträge der Anhänger finanzieren.
Ähnlich wie jeder andere Verein.

Und es werden noch mehr

Bin auch am Überlegen, ob ich austreten soll. Nicht nur wegen Tebartz, auch andere Sachen stoßen mir auf.
Besonders der Kindesmißbrauchs, der nie richtig aufgearbeitet wurde. Die Fälle, die verschwiegen wurden bis der Schuldige schon verstorben war.
Erinnert wieder an Tebartz, statt eindeutig Zeichen zu setzen versucht man alles ein bißchen ruhiger zu machen bis die Katholiken alles vergessen haben.

Die Pfarrer und Kaplane, die wir in den letzten 15 Jahren hatten haben es versäumt, den Gottesdienst besser zu gestalten. Da machten es die alten Pfarrer besser.
Und das steht leider genauso mit dem Rest der katholischen Kirche. Es wird langsam Zeit das man die uralten Gesetze und Verhaltensweise modernisiert.

Noch erlaubt sich die Kirche den Luxus, die Mitglieder der Kirche zu ignorieren. Geld ist wohl mehr als genügend da.
Aber das wird nicht ewig so weitergehen, es kann einfach nicht

schon lange ausgetreten

An den lieben Gott glauben?!- meinetwegen...

Aber nicht an das Bodenpersonal

@Schallblech

Augias war das gelungen. Aber in seit dem Frühmittelalter verankerten Strukturen wird das nicht funktionieren. Da hilft nur der Abriss. Ersatzlos!

Kirchenaustritt überfällig

Ich bin einer von den "faulen", die sich lange Zeit vorgenommen haben den Austritt anzugehen. Irgend etwas kam immer dazwischen, doch vor einigen Monaten habe ich den Absprung endlich geschafft.

Die Krux ist, dass man irgendwie automatisch in die Kirche und das Steuersystem hinein geboren wird. Wenn die Eltern selbst auch nicht ausgetreten sind, ist man immer direkt mit dabei. Man bekommt zwar mit 14 Jahren die Möglichkeit, daran etwas zu ändern, aber mal ehrlich, wer macht das in dem Alter schon selbständig und eventuell gegen den Willen der Eltern?

Nun, ich selbst glaube schon lange an keine höheren Mächte mehr, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ob man eine Zwangssteuer bezahlt allerdings auch ;)

Jedem, der Infos über den Austritt, die Gebühren und Prozentuale Aufstellungen über die Verwendung der Kirchensteuermittel haben möchte, dem sei empfohlen "kirchenaustritt" in eine Suchmaschine einzugeben und die erste angezeigte Seite aufzurufen.

Die katholische Kirche kann

Die katholische Kirche kann NICHT von unten "reformiert" werden...

..die Strukturen sind extrem diktatorisch und wirken ausschliesslich von OBEN NACH UNTEN.

Alle Versuche "den Dreck im Flur" wegzukehren sind in den letzten 1500 Jahren gescheitert...
..heute kommt man zwar nicht mehr als Ketzer auf den Scheiterhaufen - dafür wird man mit lebenslanger Frustration "belohnt"

Das kann man sehr gut an den Laien-Organisationen sehen - die dürfen sich zwar äussern - nur hat dies keinerlei Bedeutung in der Bischofs-Konferenz - dem tatsächlichen Machtzentrum der RKK in D-Land.

Und alles was man eventuell mit seinem Pfarrer/Priester vor Ort in der eigenen Kirchengemeinde schafft kann mit einem Federstrich seitens der Kirchenleitung beseitigt werden...
..letztlich entscheidet nicht die Kirchengemeinde ob sie den Priester behalten kann - sondern dessen TATSÄCHLICHE Vorgesetzte.

Man kann als Gläubiger keinen Diakon, Kanonier oder Bischof abwählen...
..da ist nix mit Demokratie oder Mitsprache.

bitte dann konsequent bis zum Ende

Hoffentlich sind dann alle, die austreten, alle die diese Kirchen verabscheuen, konsequent bis zum Ende: bitte keine kirchliche Hochzeit mit viel Emotionen, bitte keinen kirchlichen Kindergarten wählen, bitte nicht einen der begehrten Plätze in kirchlichen Schulen begehren, bitte keinen Altenheimplatz der Caritas oder der Diakonie verlangen. Natürlich gibt es dann konsequenterweise keine würdevolle kirchliche Beerdigung. Alle diese Leistungen, die die Kirchen organisieren, mitfinanzieren und mit Ehrenamtlichen unterstützen, werden dann doch verschiedentlich den Kirchengegnern gewährt. Für mich unverständlich, diese Personen wären für mich für immer außerhalb der Kirche. Sie wollten es ja so.

@Pessimist und die andere Seite der Medalie

@Pessimist von 11:45: gucken Sie mal z.B. Mk 16.15: "Und Er (Jesus) sprach zu ihnen: 'Gehet hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium. Der, der glaubt und getauft ist wird gerettet werden;' "
(Entschuldigen Sie bitte die Übersetzung, ich habe gerade keine deutsche Bibel zur Hand)

Und so nebenbei, man gehört nicht zum Volk Isreal, nur weil man da wohnt, das ist deutlich schwieriger.

Weiterhin würde mich in diesem m.M.n doch arg pessimistischen Artikel auch interessieren, wie viele Menschen jährlich der Kirche Beitreten? Wenn ich Ihnen eine Statistik zeige, wieviele Menchen in Deutschland jährlich sterben, ohne zu erwähnen, dass es auch Geburten gibt, würden Sie dann auch davon ausgehen, das Deutschland in einer Generation ausgestorben ist?

Finanzielle Engpässe

Pollack sieht auch finanzielle Erwägungen als ein entscheidendes Motiv für Kirchenaustritte. "Man fühlt sich oft seit Jahren nicht mehr eng mit der Kirche verbunden und entscheidet sich dann in einer Situation des finanziellen Engpasses für den Austritt, um die Kirchensteuer zu sparen", sagte er.

Ich halte das, mit Verlaub, für Blödsinn! Wer nah an einem finanziellen Engpaß ist, zahlt eh keine Kirchensteuer, weil sein Einkommen unter dem Grundfreibetrag inkl. Werbungskostenpauschale et cetera liegt. Wer Kirchensteuer zahlt und in signifikantem Umfang zahlt, der verdient auch ordentlich ...

200.000 Austritten stehen wieviel Eintritte gegenüber?

Die Aussage 200.000 Austritte ohne Angabe der Eintritte durch Taufe, oder Veranlagung laut Finanzamt Anmeldung-Austritt usw ist doch schlichtweg nur Propaganda zum Nachmachen aus der Kirche auszutreten, nein!, ich glaube sogar: "vom Glauben" in's total befreite Unbekannte aus/einzutreten:

=> 11:45 von Pessimist
Austritt:
>"..Nirgendwo konnte ich in der Bibel nachlesen das der dort beschriebene Gott sich für alle Menschen verantworlich ist. Immer ist nur vom Volk von Israel die Rede.
Da ich nun kein Israeli oder Israelit bin und mich nicht in Israel aufhalte, ist dieser Gott für mich weder sachlich noch örtlich zuständig. Fall erledigt."<
.
Was genau ist also der Zweck des Kirchen-Bashings?
.
Kirche deutet wohl Glauben, ist's aber nicht selbst!

Ist Rom's Ergebnisbericht der K-Gremien-Verantwortung belanglos laut o.a. Vor-Verurteilung TvE's (ROM: "Wir waren über das Projekt TvE's jederzeit objektiv informiert")??

TvE + K-Austritte vorweg wie o.a. zu verknüpfen ist ungerecht!

'"Tebartz-Effekt" vergrault Christen'

Ich weiss nicht, ob dies der richtige Weg ist. Als Christ, der ich nicht bin, wäre die Elster für mich kein Grund "meine" Kirche zu verlassen, sondern im Gegenteil zusammen mit anderen versuchen, etwas zu ändern.

Die finanziellen Erwägungen kann ich zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, andererseits ist die Kirchen"steuer" zwar relativ hoch, aber auch nicht wieder so hoch, um jemanden in ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen zu können. Nehme ich zumindest an...

Gut so!

Es kann gar nicht genug Austritte geben. Solange sich die Kirche wie im Mittelalter verhält und nicht MIT den Menschen kommuniziert, die Skandale nicht zu 100% öffentlich aufarbeitet und sich nicht den Gegebenheiten der Zeit stellt statt sich in ihrer extrem konservativen Art selbst heilig zu sprechen, müssten noch viele viele Menschen mehr austreten. Die Meinung der "Gläubigen" ist der Kirche völlig egal aber wenn es an das Geld geht, wird sich irgendwann, irgendwo auch jemand bewegen ... sogar in der Kirche. Ich selbst bin schon 1995 ausgetreten und stelle immer wieder fest, dass es der richtige Entschluss war!!

nur zu

Wenn jemand raus will aus der Kirche: nur zu. Auch Abschaffung von Kirchensteuer, etc. ist ok.

Aber dann bitte auch keinerlei Wünsche mehr nach festlicher, kirchlicher Hochzeit, Bestattung im eigenen Dorf (auf dem Land betreiben die Kirchen die Friedhöfe), kein Essen auf Rädern für Alte, keine mobile Pflege (die staatl. u. kommunalen Dienste grasen i.d.R. die profitablen städt. Bereiche ab, das Land nicht), weniger Kindergärten, weniger Nachmittagsbetreuung für Kinder, drastische Einschränkung kultureller und musischer Angebote in den Städten und auf dem Land.

Wer das (und mehr) wieder haben will, soll eben Einschränkungen hinnehmen oder neue Steuern bezahlen. Und bitte auch die überflüssigen Angestellten feuern und mit Staatsgeld bezahlen

Ich finde schon, dass der Umgang der Kirche mit dem Geld miserabel ist und verantwortungsvoller sein muss. Da liegt vieles im Argen. Aber ich sehe nicht ein, dass die Ausgetrenen auch Leistungen erhalten, die Kirchenzahler finanzieren

Du musst zum Amtsgericht

Du musst zum Amtsgericht gehen - dort wird mal Dir erklären wie es geht. Ist ein wenig Papierkram aber es lohnt sich :-) Ich habe es schon 1995 gemacht.

Kirche ist die Gemeinschaft ihrer Mitglieder

Natürlich hat jeder sein Bild von Kirche und entscheidet danach. Ich halte es aber für sinnvoll, sich vor einem Austritt um ein umfassenderes Bild zu bemühen, als um das, das einzig wegen seiner Skandalfähigkeit die Schwelle der bundesweiten Berichterstattung überschreitet.

Ich lehne ja auch nicht die Zahlung der Einkommensteuer ab, weil derzeit offenbar jeden Tag (!) für den Flughafen Berlin-Brandenburg die Summe eines Tebartz-van-Elst-Palastes in den Wind geschrieben wird, sondern freue mich, dass meine Kinder eine gute Kindergarten- und Schulzeit erfahren, die ich ihnen nicht bieten könnte. Auch wenn darüber niemand berichtet.

Und in der Tat gilt: Die Kirche, jedenfalls die evangelische, ist - organisatorisch gesehen - die Gemeinschaft aller ihrer Mitglieder, die für ihre Gestalt mit verantwortlich sind, auch durch Wahlen, Ämter, Finanzausstattung und Entscheidungen - wie beim Staat auch.

@ Pessimist - Gott nur der Gott Israels? Nein!

Sie schreiben, dass Sie in der Bibel gelesen haben, dass Gott nur der Gott Israels sei.

Schauen Sie doch einmal in der Bibel im neuen Testament in Epheser 2 ab Vers 11 nach - oder im Evangelium Johannes Kapitel 3 Vers 16!
Dann wird deutlich, dass Gott nicht nur für Israel "zuständig" war und ist, sondern für alle Menschen und dass Sie und ich eine persöhnliche Beziehung zu ihm haben können.

Wie das geht? Das steht im Besonderen in den 4 Evangelien ( Matthäus, Markus, Lukas, Johannes)...

Austritt leicht gemacht

Ich bin diesen Sommer in Baden-Württemberg aus der Kirche ausgetreten und muss sagen, es war wirkich sehr einfach. Ich musste nur beim Standesbeamten im örtlichen Bürgeramt den Austritt erklären, das Finanzamt wurde automatisch benachrichtigt, da musste ich gar nichts tun,. und gekostet hat es nur 16 Euro. Der Kirchenaustritt wird vielerorts tatsächlich immer billiger, da sich dank besserer Vernetzung der Ämter der Aufwand deutlich verringert hat. Gesamter Zeitaufwand: weniger als eine halbe Stunde.

Ich bin nun guten Gewissens, dass mein Geld nur noch an Institutionenb und Organisationen gespendet wird, die damit auch tatsächlich unsere Welt besser machen wollen. Diese Absicht haben die christlichen Kirchen nicht, denn sie verkaufen ja schließlich díe Erlösung von all dem Schlechten der Welt, und dazu muss man natürlich eine ordentliche Menge Schlechtens bewahren, damit es sich auch lohnt.

@Schallblech 12:41

Warum wollen Sie denn denen, denen die Kirche hilft, die Kirche wegnehmen, wenn es Ihnen nicht gefällt? Treten Sie aus und kehren Sie Ihr den Rücken zu, aber etwas zerstören zu wollen, weil es Ihnen persönlich nicht gefällt...

@LBrodersen

der von Ihnen genannte Betrag wandert in die kommunale Kassen. 60€ finde ich unanständig hoch, da der Vorgang durch eine Korrektur am Computer-Monitor im Handumdrehn erledigt ist. Die Geldgier des Staates steht eben dem der Kirchen in nichts nach.Als ich vor vier Jahrzehnten aus der Kirche austrat, gab es noch keine Personal-Computer in den Amtsstuben. Trotzdem war die Affäre in fünf Minuten erledigt. Kostenlos! Der Rückschritt tarnt sich als Fortschritt. Teufelswerk?

@LBrodersen

Den Kirchenaustritt müssen sie persönlich vor dem zuständigen Standesbeamten erklären. Kostet bis zu 60 Euro. Dann kommt noch der Papierkram mit dem zuständigen Finanzamt.
Das kommt m.W. auf das Bundesland an... Bei uns (ich war mal evangelisch) reicht ein ausgefülltes Formular, das man beim Standesbeamten abgibt und 25€ Bearbeitungsgebühr bezahlt.
Anschließend kommt noch ein Brief des Pfarrers, in dem er um ein Gespräch bittet. Kann man aber ignorieren (habe ich auch gemacht).
Papierkram mit dem Finanzamt beschränkt sich ebenfalls nur auf die Mitteilung.

Feudalismus

Deutschland ist die Heimat der Vereinsmeier und der Registrierwütigen. Gibt es eigentlich außer Deutschland noch ein anderes Land, indem man für seinen Glauben eine Mitgliedskarte und eine Steuererklärung braucht?

Wo ich lebe, stehen Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel allen Menschen offen. Und diejenigen, die sich dort wohl fühlen, leisten freiwillige Beiträge.

Ist die Kirchesteuer nicht ein feudalistisches Überbleibsel aus einer Zeit, in der die Regierung nicht vom Volk gewählt, sondern "von Gottes Gnaden" war? Da können wir ja auch gleich wieder Hexen verbrennen.

Was hat so etwas in einer modernen Gesellschaft zu suchen?

@fischer Jüürgen

Mit den 200000 Austritten sind tatsächlich nur die direkten Austritte gemeint. Nicht berücksichtigt sind "natürliche" Austritte durch Tod und es fehlen natürlich die "Eintritte" für eine vollständige Rechnung. Dennoch: Nach aktuellen Statistiken verlieren die Kirchen jährlich ganz deutlich an Mitgliedern. Austritte aufgrund von Skandalen spielen dabei eine durchaus wichtige Rolle.

Was ist daran Bashing, wenn jemand nicht glaubt, weil er die "Abdeckung" durch Gott nicht sieht? Es ist vielleicht falsches Verständnis der Bibel, aber gewiss kein Bashing.

Bitte nicht alles in einen Topf werfen

Ich muß doch sehr bitten, hier zwischen evangelischer und katholischer Kirche zu differenzieren, wenn Kirche und Mittelalter in einem Satz genannt werden! Ich wiederhole: Die evangelische Kirche ist demokratisch, modern und weltoffen, ist den Menschen zugewandt, und von Reichtum kann keine Rede sein.

@2otto2

Vielen Dank für Ihre Worte.

Dabei muss ich immer an den Münchner Nobelort Grünwald denken. Dort erlebte eine mir bekannte Pastorin, dass ein sehr gut verdienender Mann ihr klar sagte, er sei wegen dem Geld aus der Kirche ausgetreten. Was ihn nicht hinderte, die Angebote der evangelischen Kirche im Bildungsbereich für seine Kinder in Anspruch zu nehmen. Gefragt, warum er dann nicht bereit sein, mit seiner Kirchensteuer dazu beizutragen kam die Antwort, dafür sei seine Frau ja noch Kirchenmitglied (ohne Einkommen). Daher hatt die Familie doch so oder so das Recht, hier Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Zum Artikel ist zu sagen, dass er eine sehr geringe Aussagekraft hat. Wie sah es im Vormonat aus? Wie sieht es bisher 2013 im Vergleich zu 2012 aus? Sind jetzt schon signifikant mehr Menschen aus der Kirche ausgetreten als im Vorjahr?

Lt. Vatikan ist ein Verlassen der Kirche übrigens nur mit Willenserklärung vor dem Bischof möglich. Rom stört sich schon lange am deutschen Sonderweg

@Sasquatch

Sie reden hier von Deutschland. Hier ist alles ganz genau registriert und dokumentiert.

Ich gebe Ihnen recht mit der Kirchensteuer. Insbesondere ist sie aber eine gewaltige Diskriminierung anderer Religionen in Deutschland, die ihre Infrastruktur und Personalkosten aus (freiwilligen) Beiträgen und Spenden der Mitglieder finanzieren müssen, während die christlichen Kirchen die Gehälter fürs Personal und diverse Baumaßnahmen/Instandhaltung vom Staat bekommen (auf kosten ALLER Steuerzahler, also nicht nur von Christen)

Aber an den Klotz traut sich bisher noch keine Partei ran... Nicht mal die Grünen.

zu einseitig!

wer ist denn "die kirche"? "die kiche" besteht doch nicht nur aus ein paar schwarzen schafen. wenn ich sehe, was bei mir vor ort alles organsisiert wird - vieles im ehrenamt - dann stehen mir diese leute näher als ein bischof in limburg. wer mit kirche nichts am hut hat, der soll austreten, aber das ganze system als mittelalterlich und weltfremd abzutun ist - mit verlaub - ein absoluter schwachsinn und verkennt die tatsächlichen leistungen vieler - jeden tag.

Nicht nur die Steuer,....

sondern auch der Glaube ist zweifelhaft, wenn man die Geschichte zurückverfolgt, immer Blut und Leiden und wer keine Angst vor dem Teufel hat, braucht auch keinen Gott.
Wer ist den Gott? Der Mensch ist Gott, nur so gut oder böse die Menschen sind, so ist auch Gott;) und die Kirche hatte durch ihre Verkaufsstrategie, nämlich der Angst, damit konnte sie guten Umsatz machen.

Konsequent - na klar!

@eger:
Also ich bin da völlig der gleichen Meinung. Wenn, dann konsequent. Zumindest, wenn man nicht nur Steuern sparen möchte.

Kirchlich heiraten gehtsowieso nicht, wenn man nicht drin ist, fällt also aus. Meine Kinder möchte ich auch nicht mit dem Gedankengut infizieren, das sich Menschenverachtende Organisationen über Jahrhunderte im Namen des "wahren Glaubens" zurechtgelegt haben.
Information ist alles, am Ende muss jeder für sich enscheiden, welche Haltungen für richtig befunden werden.

In Würde sterben kann ich überall. Wenn ich zu Erde werde, ist jegliche Würde dahin. Wenn man sich die Strukturen anschaut, wird man erkennen, dass 70-80% der Kirchensteuereinnahmen für Personal und Infrastruktur verwendet werden. Nee, da spende ich lieber direkt an hilfsbedürftige und sehe, wo mein Geld ankommt.

Ich bin der Meinung..

das die Kirchensteuer ein staatlich durchgeführter Ablasshandel ist. Wieso erdreistet sich der Staat, eine Kirchensteuer überhaupt zu erheben oder einzutreiben.

Nach meinem Dafürhalten soll Staat und Religion streng getrennt werden, egal um welche Konfession oder Glaubensrichtung es sich handelt. Wir schauen mit Kopfschütteln in die Türkei, in der die Religion des Islam immer stärker vom Staat gefördert wird und sehen einfach nicht, dass auch wir nicht viel besser sind.

Jeder sollte erst einmal grundsätzlich keiner Kirchensteuerpflicht unterliegen. Möchte er dies, sollte er es nach eigener Willensbekundung beurkunden müssen.

Das aktuelle System wäre vergleichbar mit dem Kleingärtnerverein, an den ich meinen Vereinsbeitrag leisten muss, nur weil meine Eltern dort Mitglied sind bzw. waren.

Zusätzlich sehe ich auch keinen Grund, eine Glaubensgemeinschft staatlich zu subventionieren (z.B. Gehälter fürs Personal). Das kann man von den Mitgliedern finanzieren lassen.

Niemand sollte leichtfertig

Niemand sollte leichtfertig aus seiner Kirche austreten, sondern sich diese Entscheidung gut durchdenken.

Allerdings sollte niemand in seiner Kirche bleiben, nur um z. B. einen entsprechenden KiGa-Platz oder einen Arbeitsplatz bei der Kirche zu bekommen. Denn was hat das mit "glauben" zu tun?

Wer davon ausgeht, dass z. B. kirchliche KiGas von der jeweiligen Kirche finanziell getragen werden, sollte sich mal besser informieren (z. B. "Gott hat hohe Nebenkosten" von E. Müller). Wenn die Kirchen 5% der Kosten aus Eigenmitteln tragen, dann ist das heutzutage schon gut. Den Rest trägt die öffentliche Hand, also wir alle. Also sollten diese Einrichtungen wohl auch allen zustehen.

Wohin mit dem Geld

Also ich bin vor vielen Jahren schon aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber nicht, weil mir die Kirchensteuer zu hoch war, sondern weil mir diesen Steuer-"Zwang" und die Finanzierung des ganzen Kirchen-Brimboriums suspekt war.
Seitdem spende ich den gesparten Kirchensteuerbeitrag direkt an soziale, gemeinnützige und ökologische Organisationen - darunter übrigens auch an kirchliche - damit ich weiß, dass das Geld direkt dahin geht, wo ich es für sinnvoll halte.

an NikolaiNikolaewitsch

Das ist nicht wahr. Die Zahlungen, die die evangelische Kirche bekommt, sind Ausgleich für die Säkularisierungen im 19. Jahrhundert. Gehälter werden ausschließlich aus dem kirchlichen Etat bezahlt, Gebäude i.d.R. auch, außer es gibt Zuschüsse z.B. für Denkmalschutz.
Übrigens bezahlen die Kirchen den Staat dafür, daß er die Kirchensteuer einnimmt.

Kirchenaustritte

In der materialisierten Welt verlieren die Memschen immer mehr die Bindung an den Ursprung der Welt, der Frage nach dem Sinn des Lebens. Dieser wird heute in Handys und Facebookaktivitäten gemessen. Tatsächlich haben diese Menschen keine eigene innere Bindung - traurig um diese Menschen.
Die Kirchen werden von Menschen geleitet und machen Fehler. Einige sind tatsächlich nicht zu verzeihen. Aber ein Kirchenaustritt wäre das falsche Signal, es sei denn, dann Leben wäre einem gleichgültig.

Hass im Forum

Es ist mir gleichgültig, ob jemand in der Kirche verweilt oder nicht: das ist seine ganz persönliche Entscheidung.

Aber was ich so an Beiträgen hier lese, erinnert mich doch stark an das Verhalten jener, die kritisiert werden, nur halt mit umgekehrtem Vorzeichen.
Das bleibt sich also (betragsmäßig) gleich.
Ein Religionskrieg gegen die Kirchen ist wie ein Religionskrieg der Kirchen.
Da hätten wohl viele auch gleich in der Kirche bleiben können. Oder ging's gar nicht um Glauben sondern rein nur um Geld? Ich dachte, gerade das wäre der Vorwurf an die Kirchen. Jetzt ist es aber auch eigenes Argument, mit dem der Kirchenaustritt begründet wird.
Viel der Ausgetretenen wären kurzum gerade in den Kirchen in congenialer Gesellschaft.

Kirchenaustritte

Wegen der Skandale aus der Kirche auszutreten, finde ich nicht den richtigen Weg. Ich bin eher für ausmisten, und das kann man m.E. besser von innen als von außen. Und dabei muss man leider viel Stehvermögen haben.

Der Fall Tebartz van Elst wäre im Übrigen auch keiner, wenn sich die Katholiken in seiner Umgebung nicht empört und den Stein ins Rollen gebracht hätten. Wären sie einfach ausgetreten, wäre irgendwann aus Rom mal die Frage gekommen: Was ist denn da los?

Ich glaube, dass kaum einer, der aus der Kirche austritt, wie Mühlenbach (s.o.) das gesparte Geld 1:1 spendet (wofür auch immer). Das wäre für mich ein Hinweis, dass es nicht ums Geld geht. Übrigens gibt es bei den Kircheneintritten (auch die gibt es) erstaunlicherweise oberhalb vom 65 Jahren eine deutliche Zunahme. Es liegt wohl doch am Geld und nicht an der Überzeugung, dass die Kirche das ihr anvertraute Geld falsch verwaltet.

Weltanschauliche Gründe

Es mögen wegen dem aktuellen Skandal besonders viele Leute aus der Kirche austreten. Aber der Trend, dass es mehr Kirchenaustritte als -eintritte (Taufen) gibt, ist ja schon seit Jahren ungebrochen. Ich glaube, dass weltanschaliche Gründe dabei letztlich eine größere Rolle spielen als kirchliche Missstände oder finanzielle Erwägungen.

Der Punkt ist einfach: es glauben immer weniger Leute an Gott.

Was uns die Bibel und andere religiöse Schriften wie der Koran über die Welt erzählen, steht im Widerspruch zu dem, was uns die Naturwissenschaften über die Welt erzählen. Und da z.B. die Evolutionstheorie und die moderne Kosmologie ein wesentlich schlüssigeres und glaubhafteres Bild von der Entstehung der Erde, des Menschen usw. zeichnen als das Buch Genesis, entscheiden sich in Gesellschaften mit hoher Allgemeinbildung eben immer mehr Menschen gegen ein religiöses Weltbild.

Aussterben wird die Religion trotzdem nie ganz. Dazu ist der Wunsch nach einem Leben nach dem Tod zu stark.

Kirchl. Sozialleistungen

"unglaublich ...dass alle kirchlichen Sozialleistungen mittels Steuergeldern des Staates ausgeglichen werden, "

Für die Kirchen gilt in dem Bereich soziale Leistungen meines Wissens nichts anderes als für alle anderen Träger der "freien Wohlfahrtspflege" auch. Die Kirchen sind da ein Akteur unter vielen.

Der Skandal ist nicht, dass der Staat bzw. gesetzl. Versicherungen für Kindergärten oder Krankenhäuser aufkommen, die von Kirchens betrieben werden, sondern der Skandal ist, dass in kirchlichen Einrichtungen die Mitarbeiter keine Religionsfreiheit besitzen.

Höchstens bei Waldorfsschulen ist's noch ähnlich, die werden auch weitgehend vom Staat bezahlt, doch als Lehrer wird nur genommen, wer das Steiner'sche Glaubenssystem unterstützt.

Trennung von Kirche und Staat...

Wenn die "echte" Trennung von Kirche und Staat vollzogen ist, wenn anachronistische Sonderrechte der Kirche abgeschafft worden sind, dann bin ich bereit auch wieder über "Kirche" nachzudenken, respektive mich daran zu beteiligen.

Kirche ist eine Organisationsform, die mit dem Glauben nichts zu tun hat- ich kann sehr wohl aus der Organisationsform Kirche austreten und trotzdem den Glauben behalten und ein gottgefälliges Leben zu führen….!

Die Frohe Botschaft braucht keine Zwischenhändler!

Kirche wird allmählich zu teuer. Hierzulande bezahlt man Kirchensteuer. Während des Gottesdienstes gibt man seine Spende in den Klingelbeutel und ganz nebenbei gehören die Kirchen seit Jahrhunderten zu den größten Besitzstandswahrern des Landes.
Wofür eigentlich? Suppenküchen, Krankenhäuser, Kleiderkammern, Kinderheime und Behindertenwerkstätten, leben entweder von großzügigen Spenden oder staatlichen Subventionierungen. Seit wann kostet die Frohe Botschaft des Herrn unser Geld? Wieso bezahlen wir Bürger Geld an Leute, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben?

12:43 von @eger: Die von Ihnen genannten Leistungen

haben mit der Kirchensteuer nichts zu tun, sondern müssen, auch wenn man in der Kirche Mitglied ist, zusätzlich bezahlt werden. (Ausgenommen Hochzeit/Taufe/Beerdigung im Rahmen eines Standardgottesdienstes).

Das die sozialen Einrichtungen wie z.B. Kindergärten der Kirchen zu über 90% aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden (soweit die Gebühren die Kosten nicht decken) sollte auch Ihnen bekannt sein.

Mit der Mär von der "sozialen Kirche" kann man heute doch niemanden mehr überzeugen in der Kirche zu bleiben.

Freie Meinung

Klar, wer austritt kann/sollte nicht mehr solche Dienste wie kirchliche Hochzeit, Kindergartenplatz verlangen.

Aber bei allen Diensten der Kirchen sollte man bedenken, wofür viele Einnahmen verwendet werden. Die Kirche (und damit meine ich nicht die kleinen Kirchen und Pfarrer im Dorf) lebt auf großen Fuß.
Man sollte sich auch dort überlegen ob man mit solch prunkvoll ausgestatteten Gebäuden wirklich kritische Kirchenmitglieder von der Uneigennützigkeit überzeugen kann

@Niko'Niko': Kirchensteuer: "an den Klotz traut sich keiner"

... dafür kommt hier in fast jedem Thread zum Thema Islam / Naher und Mittlerer Osten was für eine moderne, aufgeklärte, sekulare Gesellschaft mit strikter Trennung von Kirche und Staat wir doch sind, während "der Islam" das pure Mittelalter sei.

Merkwürdig, wie sich die Meinungen verschieben, wenn's um die eigene Brieftasche geht!

12:03 von Saganite: fragwürdige Kirchenzugehörigkeit

"Es ist ja bekannt, dass viele, die offiziell Kirchenmitglieder sind, gar nicht an das Übernatürliche glauben, sondern "aus Tradition" oder "aus Faulheit" in ihren Kirchen verblieben sind."

Es ist auch möglich dass weder das eine noch das zutrifft, sondern per Gesetz sonderbare Tatbestände geschaffen werden. Tatsache ist die Kirchenzugehörigket per Geburt, was doch sehr an mittelalterliche Zustände erinnert. Wer dann feststellt, dass er zwar ohne erfolgte Taufe weder an innerkirchlichen Abstimmungen teilnehmen darf noch irgendeinen Anspruch hat, andererseits aber gezwungener Maßen die Kirchensteuern abzugeben hat, kommt schnell zu dem Ergebnis, dass es in diesem Hause offenbar ausschliesslich um den Mammon geht.

Wäre Herr von Elst ein wahrer Christ, hätte er seine eigenen Interessen nicht über die Interessen seiner Kirche gestellt und ihr nicht diesen - voraussehbaren - Schaden zugefügt. Aber der Mann ist nur mit sich selbst beschäftigt und daher im kirchlichen Bereich ungeeignet.

@ psfl - Der Sinnfindungs-Markt hat sich erfreulich erweitert!

Sie stellen es so dar, als ob die Kirche die einzig relevante Möglichkeit wäre, das Leben vom Ursprung her grundsätzlich zu überdenken. Allein der Buddhismus und die vielen kleinen spirituellen Gemeinschaften (Sufis, Waldorfianer,...) erleben nicht zu Unrecht den gegenteiligen Effekt wie die Großkirchen, nämlich durchaus frischen Zulauf.

Schon wieder so ein Skandal mit Kirchens...

Mal angenommen, ich will aus meinem Sportverein austreten. Dann schreibe ich einen Brief - von mir aus einen eingeschriebenen Brief - und erkläre meinen Austritt zum Ende des Jahres, Beitragszahlung wird eingestellt und gut ist es.

Bei Kirchens leistet der Staat - bezahlt aus meinen Steuergeldern - dazu auch noch Amtshilfe. Die Vereinsmitglieder müssen beim Amtsgericht antreten und den ohnehin überlasteten Rechtspflegern die Zeit stehlen.

Wann wird in Deutschland die in der Verfassung verankerte Trennung von Kirche und Staat endlich ernst genommen?

@ Willi99

"Auch Robespierre, Hitler, Stalin, Mao, Ceaușescu, u.a. hatten das schon versucht."

Auch wenn es immer mal wieder fälschlicherweise behauptet wird: Hitler war kein Atheist. Aus seinen Schriften und Äußerungen geht explizit hervor, dass er an Gott glaubte und überzeugt war, dessen Werk zu tun.

Stalin, Mao und Ceaușescu waren tatsächlich Atheisten, haben aber nicht im Namen des Atheismus gemordet, sondern im Namen des Kommunismus - einer politischen Ersatzreligion, die all die typischen dogmatischen und irrationalen Züge einer Religion trägt, die man sich nur vorstellen kann.

Sicher: Atheismus allein macht noch keine menschliche, aufgeklärte Gesellschaft. Dazu braucht es positive Werte wie den Humanismus.

@psfl

Gegenargument: der Anfang des Lebens ist ganz profan eine Mischung aus Physik, Chemie und Biologie. Die Idee der Religion und von Gott und zugehörigen Wunschvorstellungen ist jedoch eine menschlich soziologische. Demnach ist mir der Umgang mit Wissenschaft näher als mit Geschichten, an die man glauben kann oder nicht. Aufklärung ist das Stichwort. Und die Kirche verweigert sich dieser, sogar im eigentlichen Wortsinne. Deshalb: jeder, wie er es mag. Einer von beiden Wegen ist mehr richtig als der Andere!

Herrgott, der Glaube hat in einer aufgeklärten Zeit ...

... nun wirklich nichts mehr verloren, denn, wie Karlheinz Deschner so schön sagt: aller Glaube ist Aberglaube. Und die Lehren unserer christlichen Kirchen sind allerhöchst abstrus. Es wäre doch schön, wenn sich die Kirchen bald auflösen würden. Also nur munter weiter mit dem Pomp und der ganzen Falschheit, bis es auch der letzte begriffen hat: Tebartz-van Elst gehört zurück ins Amt!

Ich kann ihre Argumentation

Ich kann ihre Argumentation durchaus ein Stück weit nachvolziehen. Allerdings ist zu bedenken, dass auch kirchliche Einrichtungen wie Kindergärten etc oft zu großen Teilen, wenn nicht zum größten Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert werden und sich die Kirche einfach den Ruhm dafür einsackt. Zudem sind viele (natürlich nicht alle!) kirchliche Organisationen nicht wirklich dem Allgemeinwohl dienlich, sondern auf Profit ausgelegt. Die christlichen Zeitarbeitsfirmen galten / gelten z.B. als den größten Ausbeutern zugehörig.
Warum jemand kirchlich heiratet, der nicht glaubt, ist aber z.B. ein Phänomen, dass ich ebenfalls oft verständnislos beobachte.

@willi99 12:53

"Eine solche Welt ohne religiöse Vorbehalte können sie finden in China, Nordkorea, Vietnam und Kuba.
Auch Robespierre, Hitler, Stalin, Mao, Ceaușescu, u.a. hatten das schon versucht."
Soso. Wo also Menschen ausgebeutet, gequält, ja ermordet werden von feigen Diktatoren und ihren Vasallen, ist der Grund der mangelnde Glauben. Da ist es ja wirklich gut, dass z.B. George W. Bush oder Obama Christen sind, dass jede einzelne Kriegspartei der beiden Weltkriege mit Gott an ihrer Seite kämpfte, dass die Amerikaner "God's own country" von den Indianern zurückerobern konnten.
Ich habe genug von dem Unsinn, dass einzig der Glaube den Menschen davon abhält, auf der Stelle seinem Nachbarn den Schädel einzuschlagen. Ich habe nie einer Kirche angehört und bin trotzdem kein Robespierre, Hitler, Stalin, Mao, Ceaușescu. Ich halte mich sogar für friedfertiger, sozial kompetenter, fairer und gerechter als die meisten Christen.

Aha.

Wer austritt hat also kein Recht mehr auf einen Kita Platz? Gehts noch? Ich finde es sowieso eine unverschämtheit dass Krankenhäuser und Kindergärten nach kath. und evangelisch aufgeteilt werden. Wenn die Kirche das selbst bezahlen würde OK, aber so ist es nicht. Wir zahlen das. Übrigens wurde die Kirchensteuer von Hitler eingeführt, um deren Segen sicher zu haben. Ja auch Gott kann man kaufen. Deutschland ist weltweit das einzige Land wo es sowas überhaupt gibt. Die Kirche hat im Staat nix zu suchen. Gar nix. Ende, punkt aus.
Es spricht ja nix dagegen weiterhin kath. oder ev. Krankenhäuser und Kitas anzubieten. Nur dann bitte auch ausschließlich durch die Kirche finanziert. Und achja, alle reden ja immer so von Gleichberechtigung und Gleichstellung. Wieso werden dann bei der Caritas keine Evangelen eingestellt? Das ist einfach nur ein schlechter Scherz und ich könnte jedes Mal Kotzen wenn ich diese selbstgefälligen Fatzken sehe.
Kann jedem nur raten: Austreten, sofort!

Tja der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht...

Wir Menschen haben ein feines Gespür für Gerechtigkeit. Warum T.v.E insgesamt beide Kirchen schädigt? Na klar beides christliche Institutionen die zentral einige hier sagen diktatorisch verwaltet werden. T.v.E ist ja nur der Funken am Pulverfass derjenigen die schon lange daran zweifeln, das es in der Kirche mit rechten Dingen zugeht. Mal ein paar Fälle nur so aus dem Gedächnis: T.v.E, Kinderschändung, Mobbing gegenüber Mitarbeitern um Gehaltskürzungen durchzusetzen. Gründen von Zweckgesellschaften um langjährige Mitarbeiter loszuwerden, Verweigerung von Frauenberatung bei Schwangerschaften.
Mitarbeiter auch evangelischer Einrichtungen werden seit Jahren massiv bedrängt, auf Gehalt zu verzichten usw. in bester kapitalistischer Gier. Der Fisch stinkt vom Kopf, und anschließend will man dann Nächstenliebe predigen, Spenden einsammeln etc. Margot Käßmann ist die einzige der Kirchenfürsten die Respekt verdient hat und sich verdient gemacht hat um den Ruf der Kirche mit ihrem Rücktritt.

Wissen besser als Glauben

Wie ist eigentlich die Idee eines Gottes (mit dem entspr. Instrument der Kirche) entstanden?

Die Hoffnung u. der Glaube der Menschen auf ein besseres Leben nach dem Tod, aus Angst u. Unsicherheit...Es ist sehr einfach, alles auf Gott zu schieben und schlimme Dinge z.B. Kriege " im Namen Gottes" zu rechtfertigen.
Es ist traurig, dass mit Nichtwissen so viel Geld gemacht wird, Menschen von Priestern in der kath. Kirche manipuliert u. nur für ihre eigenen religiösen Zwecke missbraucht werden. Deshalb bin ich auch gegen Religionsunterricht in Schulen.
Stattdessen sollte mehr Wissen unterrichtet werden. Skeptisches Hinterfragen und Zweifeln, eigene Erfahrungen sammeln, die Wahrheit erfahren wollen sind Dinge, die von der kath. Kirche leider nicht gewollt sind. Dann bröckelt ihre Macht.

Wenn damals in der DDR ...

....alle, die gegen das System gewesen sind, das Land verlassen hätten, dann würde Erich heute immer noch in seinem kleinen Land sitzen.

Ich bezweifle, dass die Austritte tatsächlich etwas mit differenzierter Meinungsbildung zu tun haben. Der Anteil der Taufscheinchristen ist sicherlich sehr hoch und das Gerangel in Limburg überzeugt vielleicht eben jene "Christen" die Kirchensteuer zu sparen.
Es geht uns in Deutschland eben einfach zu gut...

Das Schlimme ist: Die Kirchen bilden das soziale und moralische Rückgrat dieser Gesellschaft. Auf die Kirchen zu schimpfen ist sehr einfach, wenn die allgemeine Meinung es vorgibt. Die wenigsten machen sich aber eine Vorstellung davon, was passiert, wenn sich die Glaubensgesellschaften zurückziehen. Der Staat kann das Vakuum nicht füllen!

Gerade jetzt, wo doch in der katholischen Kirche...

hoffnungsvolle Zeiten angebrochen sind, kehren so viele Menschen den Kirchen den Rücken.

Ich finde das sehr schade.

Und ich appelliere an die, die sich mit dem Gedanken des Austritts tragen, zu überlegen, ob es sich nicht gerade jetzt lohnt, gemeinsam mit anderen Christen die Kirche zu gestalten.

Also hingehen, mitmachen, zweifeln, kritisieren und gestalten!
Und die Freiheit eines Christenmenschen erleben, sich trösten lassen, sich stärken lassen in der Gemeinschaft und durch die gute Botschaft!

an WattenKnall

Bei der Erhebung der Steuern wird abgefragt, ob man einer Kirche angehört und wenn ja welcher. Nur wer da etwas angibt, zahlt Kirchensteuer.

@GeMe - die Finanzierung

erfolgt bei kirchlichen Einrichtungen neben dem Staat eben auch noch von den Kirchen aus Kirchensteuergeldern. Und das kirchliche Ehrenamt ist zumeist religiös begründet. Dies entfällt dann natürlich, wenn Kirchenaustritt zum Massenphänomen wird, wie es sich viele im Forum wünschen. Billiger wird es für den Staat keinesfalls.
Am Ende haben wir dann eine Gesellschaft mit einer marginalisierten Kirche und verdunstenden Religion. Private Götter ersetzen dies nicht. Wohin eine Gesellschaft ohne Gott gelangen kann, haben wir ja im Totalitarismus des letzten Jahrhunderts erfahren. Und die Forschungsergebnisse der Gentechnologie lassen die Entmenschlichung und den Verlust an Menschenwürde bereits erahnen. Dann brauchen wir Kirchen.

@Schallblech

Die Grundlage warum die Zahlungen fließen ist klar. Ich persönlich halte sie für überholt. Wir sind bereits über 200 Jahre über die Säkularisierung heraus und der Staat soll weiterhin "Reparationen" zahlen? Das ist schlichtweg unverhältnismäßig.
Lt. einem aktuellen Spiegel-Bericht fließen derzeit ca. 450Mio. € für Gehaltszahlungen aus den Staatshaushalten (Bund+Länder) an die Kirchen. Diese Zahlungen werden von allen Bundesbürgern getragen.

außer es gibt Zuschüsse z.B. für Denkmalschutz Genau. Wie viele Kirchen kennen Sie, die nicht dem Denkmalschutz unterstehen?
Übrigens bezahlen die Kirchen den Staat dafür, daß er die Kirchensteuer einnimmt.
Auch dazu hatte ich unlängst einen Bericht gelesen. Die Zahlungen decken bei weitem nicht alle Kosten der Steuererhebung, das ist ein ziemliches Draufleg-Geschäft für die Finanzämter.

@dummschwaetzer

"Jeder sollte erst einmal grundsätzlich keiner Kirchensteuerpflicht unterliegen. Möchte er dies, sollte er es nach eigener Willensbekundung beurkunden müssen."

Das unterschreibe ich. Es widerspricht der Religionsfreiheit, dass Kinder mit der Taufe Vollmitglieder werden und nur mit kostenpflichtigem Widerruf austreten können.
Gibt man "nein" bei der Kirchensteuer an, sollte das automatisch als Kirchenaustritt gewertet und den Kirchen so mitgeteilt werden. Die Kosten für die Bürokratie sollten sie selbst tragen.

@ frosthorn

"Ich halte mich sogar für friedfertiger, sozial kompetenter, fairer und gerechter als die meisten Christen."

Jetzt übertreibe mal nicht so masslos... :-). Es ist halt wie überall: Es gibt solche und andere.

Wie entstand der Glaube?

Eine interessante Frage! Ich denke alles begann damit, dass die frühen Menschen sich verschiedene Naturphänomene nicht erklären konnten. So wurde bedrohliches Donnergrollen und Blitze zu einem Gott personifiziert, den es zu befrieden galt. Der Monotheismus hat lange Zeit die Völker geprägt, bis es einzelne Strömungen gab, die alles einer einzelnen höheren Macht zugeordnet haben. Im Endeffekt geht es um gut und böse, schwarz und weiß. Religion ist nicht per se schlecht, transportiert sie doch Werte und Moralvorstellungen die theoretisch allen Menschen zu friedlichen leben verhelfen sollten. Leider werden eben diese Vorstellungen von der Religion und den Kirchen (egal welche) nicht mehr transportiert. Es geht nur noch um Ruhm, Macht und Geld, darum, wer denn jetzt Recht hat. Ein Kirchenaustritt in Berlin ist übrigens kostenlos. Es gibt einen Automaten zum drücken. "Kirchenaustritt"...5 Minuten und ein paar Worte später war es erledigt.

@thy 14:20

"Das Schlimme ist: Die Kirchen bilden das soziale und moralische Rückgrat dieser Gesellschaft."
Ich wiederhole mich: der Grund dafür, dass es in unserer Gesellschaft - halbwegs - gerecht und sozial zugeht, ist nicht die Existenz der Kirchen, sondern im Gegenteil die Aufklärung. Gegen diese haben sich beide Kirchen übrigens vehement gewehrt, was sie heute aber nicht daran hindert, den Lorbeer für diese Aufklärung für sich zu reklamieren.
Menschen haben in der Regel das Bedürfnis, anständig miteinander umzugehen, und wenn man sie lässt, tun sie das auch. Das hat nichts mit Religiosität zu tun.

Kirchenastritte

Ach so,
wer Austritt, darf nicht in kath. Krankenhäusern oder KITAS arbeiten: traurig.
Was hat Religion mit Krankenpflege oder Kinderbetreuung zu tun??
Die Hinwendung zum Menschen und das "Helfen wollen" sollten doch wohl ausschlaggebemd sein.
Aber offensichtlich ist das in der kth. Kirche nicht die entscheidende Auffassung- sondern die Zahlung der Kirchensteuer.

@07. November 2013 um 12:56 von piano-dubbel

Sie berufen sich auf die 4 Evangelien?
Jene 4 Evangelien die zwischen 80 und 300 Jahre nach Jesu Tod geschrieben wurden?
Was ist mit den über 20 zeitnaheren Evangelien die es nicht in das "Neue Testament" geschafft haben? Nur weil sie der Kirchenhierarchie nicht ins Konzept gepasst haben!

Nein ein vernunftbegabter Mensch weiß: Eine Kirche braucht man nicht, nur Glauben.
(Wobei ich zugebe ich komme auch ohne den aus:
Meine Philosophie: "Stimmt das alte Testament sitze ich in der Patsche, bin kein Jude.
Stimmt das neue, alles supi Gott vergiebt mir alles, sogar meinen Unglauben.")

Ich muss zugeben früher hatten die Kirchen eine Funktion: Opium (oder Valium) fürs Volk, Egoismus einschränken. Aber spätestens ab dem 9. Jahrhundert hat der Schaden den Nutzen weit überwogen. Heute sollten die Menschen wirklich überlegen was Ihnen die Kirche noch zu bieten hat.

@ckr

"Was ihn nicht hinderte, die Angebote der evangelischen Kirche im Bildungsbereich für seine Kinder in Anspruch zu nehmen. "

Der Mann hat wahrscheinlich alles Recht der Erde, unentgeltlich an der Bildungseinrichtung teilzunehmen, da diese Bildungseinrichtungen in aller Regel zwar in der Trägerschaft der Kirche sind, aber von Steuergeldern (vom Staat) bezahlt werden. Und wenn er gut verdient, hat er das mit seinen Steuergeldern bezahlt.

@ @eger: LoL. Die Mehrheit

@ @eger: LoL.
Die Mehrheit der totalitären Herrscher des letzten Jahrhunderts waren glaubige. Viele waren Christen.
Ihre Argumente sind sind wie das Todesröcheln der "Kirche".

@eger

Wo fange ich an?

- wenn ich schon aus der Kirche austrete, so betrete ich auch keine solche mehr. Das beinhaltet Hochzeiten, Taufen, Gottesdienste etcetc.
- Kinder habe ich keine (soweit ich weiss) und sind auch nicht geplant (das ist ein anderes thema). Damit entfaellt jegliche Bedrohung meiner Kinder durch Kirchenpersonal. Schon, um Kindesmissbrauch auszuschliessen wuerde ich es vermeiden, meine Kinder kirchlichen Institutionen anzuvertrauen.
- Wenn ich mal nicht mehr kann steht eine grosskalibrige Schrotflinte in der Ecke und wartet. Ebenso hat mein Anwalt alle noetigen Dokumente, um mich abschalten zu lassen. Damit entfaellt, dass ich jemandem zur Last falle - es bleibt also ein Altenpflegeplatz mehr uebrig fuer andere.
- Beerdigung? Bei den Kosten? Billigstverbrennung und ab in den Wind. Falls noch machber gehe ich in die Berge und verschwinde - dann ist diese Last mit der Restebeseitigung auch erledigt.

Ansonsten ist ihr Gedankengang diskriminierend. Sind Sie Christ?

@07. November 2013 um 14:15 von Flow_Patrol

Aha? Aua sag ich da nur, fehlendes Wissen und Halbwissen tut weh.
Hitler hat vieles gemacht, aber die Kirchensteuer hat er nicht eingeführt.
Die wurde 1803 eingeführt als Kompensation der Säkularisierung Kirchlichen Eigentums (Landes) das an die Territorialherren fiel. Auch haben viele andere Staaten die Kirchensteuer, wie Schweiz, Dänemark, Italien, Spanien, etc. nur eben alle ein wenig anders als in Deutschland.

Dann aber auch wirklich konsequent...

ckr, @eger und 2otto2 vergessen bei ihrer Argumentation doch das die genannten Einrichtungen zum großen Teil zu weit über 80% aus Steuermitteln bezahlt werden, obwohl die Kirche im Geld schwimmt.

Finde ich persönlich eine Unverschämtheit, dass die Allgemeinheit auch noch für die Ideologie-Verbreitung solcher Institutionen aufkommen muss. Insbesondere das dann noch Mitglieder derselbigen einem verbieten wollen diese vom Staat finanzierten Instituionen zu nutzen ist an Dreistigkeit oder Unwissenheit kaum zu überbieten.
Das entspricht übrigens nicht dem Gedanken der Nächstenliebe, der einem doch im Neuen Testament ständig gepredigt wird. Diese Leute werden ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht.

Nach Abschaffung der staatlichen Finanzierung bin ich auch gerne bereit, nie einen Fuss in eine solche Einrichtung zu setzen.

@2otto2

Ich stimme Ihnen insofern zu das die Menschen, wenn sie aus der Kirche austreten, sich auch klar sein müssen das sie von abhängig gläubigen zu selbstständigen werden.
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Diesen Schritt lediglich aus geldlichen Gründen zu machen macht einen weder gläubig, noch selbstständig, sondern zeigt lediglich, wessen Geistes Kinde man tatsächlich ist.
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Man sollte aber auch klar fragen, wo die meisten Austritte stattfinden, denn auf dem Land, das kann ich nur vermuten, dürften es weit weniger als in den Städten sein.
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Auf dem Land sind die Menschen allgemein aber auch eher fähig selbst zu wirtschaften, und die gesellschaftliche Teilhabe ist in den Dörfern auch meist intakter als anderswo.
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Was viele nicht sehen, es geht auch um Selbstbestimmung, und das nicht nur in religiöser Hinsicht.
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Leider ist der Tageschau Artikel jedoch in keinster Weise aussagekräftig wie es mit den Eintritten, als auch dem Bestand aussieht. Es geht ja aber auch nur um den "Tebartz" Effekt, mehr nicht.

@14:43 frosthorn

"...der Grund dafür, dass es in unserer Gesellschaft - halbwegs - gerecht und sozial zugeht, ist nicht die Existenz der Kirchen, sondern im Gegenteil die Aufklärung. (..)
Menschen haben in der Regel das Bedürfnis, anständig miteinander umzugehen, und wenn man sie lässt, tun sie das auch. Das hat nichts mit Religiosität zu tun."

Das haben sie sehr schön und treffend dargestellt- in der Tat ist es die Aufklärung gewesen, der wir u.a. unsere Entwicklung zur Empathie zu verdanken haben.
An folgender Feststellung Kants kann man dies gut exemplifizieren:
"„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
[Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784)]

Und an der Unmündigkeit des einzelnen hält die Kirche immer noch fest, wie man dies bspw. in der Frage des Dogmas der Verhütung in der katholischen Kirche festmachen kann…!

Die Kirche...

...kann ich mit dem Begriff Glauben nicht verbinden. Jedem sein persönlicher (Nicht-)Glaube - weg mit den Religionen. Es würde uns allen sehr viel besser gehen.
"Mein Gott ist besser als deiner."...wie ich das verachte!

@2otto2

Ist Ihnen bewusst, dass für all die von Ihnen genannten Dinge die Kirche gerade mal 10-20% der eingenommenen Gelder ausgibt?
Stellen Sie sich vor, man würde 70-80% der Gelder für diese Zwecke verwenden? (Ein Teil geht immer für Verwaltung etc. drauf)

Ich begrüße das sehr

Diejenigen, die dieser Sekte (mit zugegeben einigen ehrbaren Motiven, siehe 10 Gebote) angehören wollen, sollen das tun. Wer zur Besinnung kommt oder einsieht, dass er seinen Glauben an etwas größeres auch ohne die eingestandenen alten Säcke am Ruder der Kirche ausleben kann, der sei beglückwünscht.

Weiter fordere ich die Einstellung jeglicher staatlicher Finanzierung für die Kirche. Der Diakonie wünsche ich eine große Spendenbereitschaft für ihre sozialen Projekte und weniger hartherzige Schwestern in z. B. Behindertenheimen.
Wie ich selbst miterleben durfte werden die Behinderten dort, wenn sie nicht spuren, in Einzelfällen fast schon missbraucht (à la vollgekackte Windeln anlassen oder tagelang nicht waschen), auch hier sollte mal jemand hinter die alten Kirchenmauern schauen.

Selsbstständigkeit

Die Emanzipation der Menschen von den Kirchen geht angeblich mit der Bildung und besseren Einkommen (was in D-land zur Zeit nicht der Fall ist, der Mittelstand bricht weg) einher, jedoch muss man sich auch fragen, Austritt, und was dann?
.
Trete ich nur aus um "dagegen" zu sein, ist das keine Lösung, vor allem, wenn man selbst an eine höhere Entität glauben sollte.
.
Da die Kirchen jedoch "gläubige um jeden Preis" haben wollten um eine Machtbasis aufzubauen (Willst du nicht mein Bruder sein ...) müssen diese heute, da die Machtbasis nicht mehr gegeben ist, mit einem radikalen (Radix, von griech. "Wurzel") Mitgliederverlust leben.
.
Wir werden sehen das auch in Deutschland, wie in den USA bereits seit langem der Fall, die verschiedensten Religionen und Sekten dieses Machtvakuum versuchen zu füllen, letztendlich geht es dabei weniger um Religion, sondern eher dem Gefühl der Zugehörigkeit, das viele missen dürften.
.
Soziale und religiöse Belange muss man jedoch differenziert betrachten.

@TooSmart

Sehr gut geschrieben,ich stimme Ihnen in vollem Umfang zu.

Nur die Liebe zählt.......

peip piep piep warum hat der gute Hirte seine Schäfchen lieb?

Das durchnittliche deutsche Schäfchen läßt im Jahr rund 32000g Wolle wachsen.
Davon gibt es rund 400g an seinen Hirten ab.

Macht in 45 Jahren auf der Weide rund 18000g Wolle für den Hirten.

Nicht sooo viel auf den ersten Blick.

Da fragt sich doch das schwarze Schaf, wieviele Jahre muss ich auf der Weide rumhoppeln, um 18000g Wolle anzusparen? Rechn Rechn Rechn, nun weiß es wieviele Jahre es für den Hirten auf der Weide verbringt.

Postmoderne Beliebigkeit

Es gibt auch Leute, die das Christentum mit seiner extremen Intoleranz, seinem Absolutheitsanspruch, seinen starren Dogmen für eine falsche Religion halten. Mein Geld könnte die Kirche ruhig haben, wenn es denn für einen guten Zweck verwendet würde. Stattdessen wird die Ideologie unter Zwangsanwendung dort verbreitet, wo sie nichts verloren hat und wo Leute sich nicht dagegen wehren können : ImHospital und im Kindergarten. Ich würde mich auch von einem islamischen oder buddhistischen Chirurgen operieren lassen, aber die Kirche verhindert dies durch ihre unerbittliche Dominanz auf dem Arbeitsmarkt. Leute, tretet aus und spendet das Geld für einen guten Zweck !

Kann man so nicht stehen lassen

Sie verweisen auf die angeblichen Wohltaten der Kirche als Sozialleister. Es sollte sich herumgesprochen haben, dass die Kosten dafür in Höhe von mindestens 90% vom Staat, also vom Steuerzahler getragen werden. Die Kirchen kleben sich nur das Etikett ans Revers mit der Aufschrift "Wohltäter". Genaueste Auflistungen finden Sie unter Carsten Frerk. Diese Fakten werden von den Kirchen sehr geschickt verschleiert. Deshalb mein Hinweis.

@rome: Religion und Krankenpflege

Religion hat schon historisch sehr viel mit Krankenpflege zu tun. Die Krankenschwester war früher tatsächlich eine Schwester, sprich: Nonne. Hospitäler wurden von (Hospitalier-) Orden betrieben.

Heute: Arbeitgeber (hier: die Kirchen) dürfen durchaus auch gewisse weltanschauliche Grundlagen von ihren Angestellten verlangen, wenn das zum Wesen des Arbeitgebers gehört. Das ist keine Diskriminierung. Mit der Zahlung von Kirchensteuer hat das nichts zu tun.

Herkunft des kirchlichen Vermögens

Das ach so finstere Mittelalter knüpft irgendwo an die Völkerwanderung an, als germanische Barbaren die römisch-griechische Kultur in Europa überranten und plünderten. Es war die Leistung der christlichen Institutionen und Lehrer(innen), welche daraus eine neue Zivilsation geschaffen haben. Generationen von Mönchen, Nonnen und Laien haben das Land urbar gemacht, Kirchen, Schulen und Universitäten errichtet. Wer keine Löhne zahlt und alles erbt, der häuft große Vermögen an. Die soll er aber nicht für sich behalten. Das Vermögen gehört aber auch nicht dem Staat um Kanonen und Drohnen zu bauen. Ja, die Gemeinschaft der Christen soll den Ärmsten helfen, z.B. den Elenden auf Lampedusa. Ich bezahle meine Kirchensteuer, denn eher ist die Kirche unter Franz I reformierbar, als die Reichen, die die Kirchensteuer sparen. Das Mittelalter liegt hinter uns, die Finsternis der Gegenwart zu überwinden ist nicht einfach. Gebt die Hoffnung nicht auf.

@ 14:41 von Emile Noir Wie entstand der Glaube?

.. Religion ist nicht per se schlecht, transportiert sie doch Werte und Moralvorstellungen die theoretisch allen Menschen zu friedlichen leben verhelfen sollten. ..Es geht nur noch um Ruhm, Macht und Geld, darum, wer denn jetzt Recht hat. Ein Kirchenaustritt in Berlin ist übrigens kostenlos. Es gibt einen Automaten zum drücken. "Kirchenaustritt"...5 Minuten und ein paar Worte später war es erledigt."<

Und genauso "Demokratie-entfremdend", unanständig- "Billig?"geht's zu in Elbphilharmonie, Flughafen usw: z.B. Bürgermeister bleiben im Amt ./. TvE wurde vorgeblich wegen Bruchteil der Baukosten weggeputscht: Tatsächlich gings um TvE's Defion des "Sakramentes der Ehe", dessen Ziel neues Leben ist(der die Ehe zwi kath Pfarrer und ev Pfarrer verhinderte!=> heutigen Gesetzesbeschluss des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg.http://www.tagesschau.de/ausland/homosexuelle-asyl-eu100.html)

"Lauter" sei der Weg zum Human-ISMUS=mein Argument als Evangel der auch für Kathol sprechen darf

@Villager, wenn man schon die

@Villager,

wenn man schon die Geschichte zu Hilfe nehmen möchte - dann sollte man sie auch tatsächlich kennen

1) auch die Germanen waren CHRISTEN und keine Barabren

2) die Christen selbst haben das Antike Wissen VERNICHTET indem sie den Inhalt antiker Bibliotheken VERBRANNTEN und in den nun freien Räumlichkeiten ihre Kirchen einrichteten

3) Nicht die Mönche haben das Land urbar gemacht sondern die leibeigenen Bauern

4) Mönche haben antike Manuskripte - die wissenschaftliches Wissen enthielten - mit ihren christlichen Märchengeschichten überschrieben

5) die katholische Kirche hat bis weit nach dem Mittelalter die Deutungshoheit über das Wissen beansprucht...
..was nicht ihre Billigung hatte wurde verbrannt bzw. totgeschwiegen

6) die römisch-griechische Kultur wurde von den Christen selbst vernichtet - meistens von innen selbst heraus (Christentum als Staatsreligion seit Theodosius)

Bitte macht ein Ende

Es wäre soziologisch interessant zu erfahren, wo der ganze Unrat herkommt, der hier kübelweise über die Kirche und ihre Mitarbeiter entleert wird. Nur wenige Schreiber verfügen über sachliches Wissen, das meiste, was hier geschrieben wird, beruht auf Vorurteilen oder ist schlicht falsch. Natürlich gibt es sie, die schwarzen Schafe in der Kirche und ihrem Umfeld. Ich kenne persönlich auch einige, auch in der evangelischen Kirche. Darüber sind wir, die der Kirche nahestehen, am unglücklichsten. Das ist aber kein Grund für ein dermaßen aggressives Verhalten, wie es hier zum Ausdruck kommt. Die meisten Pfarrer, die meisten Mitarbeiter sind gottesfürchtig und um die ihnen Anvertrauten besorgt. Ehrenamtliche spenden oft sehr viel Zeit, um das Gebot der Nächstenliebe auszuführen. Es ist widerlich, diese ganze Häme zu lesen. Ich schlage der Redaktion hiermit vor, die Kommentierung zu beenden.

Ach, die soziale Kirche...

wird immer gerne als Argument für deren Existenz angeführt. Die meisten Einrichtungen werden zu 100 % aus Beiträgen, öffentlichen Mitteln etc. finanziert. Was soll also die Diskussion über die hehren Ziele?
Hingegen ärgere ich mich maßlos, dass die hohe Geistlichkeit (so heißt das wohl im Kirchendeutsch) nicht von den Gläubigen, sondern aus Steuermitteln bezahlt wird. Ich als Atheist muss also eine Einrichtung bzw. deren Personal unterstützen, obwohl ich mich mit deren Inhalten nicht identifizieren kann?
Wer allerdings wegen des Herrn van Elst aus der Kirche austritt, stellt sich m. E. ein Armutszeugnis aus: Entweder ich glaube an die Inhalte. Dann ändern auch Mißbrauchsfälle und Verschwender ja nichts an der Lehre. Warum dann also aus diesem Grund austreten?

Die Trennung von Kirche und Staat

und damit entledigter Kirchensteuer und Zwangsmitgliedschaft hätte durchaus Chancen:

1. Die Kirche würde sich der lauen, nur aufs materielle bezogene Mitglieder entledigen.

2. Wer sich zur Kirche zählt, ist engagiert und verteidigt den Katholizismus.

4. Alle Rücksichtnahme auf den Staat aufgrund einer Verquickung könnte entfallen. Die Kirche könnte viel klarer Position beziehen in Fragen
- der Abtreibung
- zur Homosexualität
- zur Gentechnik

Und dann war doch noch das Konzil von Vancouver

1983 verabschiedeten Christen aus über 1000 Ablegern der einst einen Kirche ein Konzil, um Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung Gottes zu übernehmen. Damals wie heute war die Menschheit von Krieg, Umweltverschmutzung und auch sonst maßloser Gier bedroht. Darum wurde ein Fahrplan (konzilliarer Prozess) beschlossen, der nun für weltweit alle Christen - ja, auch für Papst, Bischöfin, Orden und Konsistorium - verbindlich ist, solange kein neues Konzil andere Pläne beschließt. Bekennende Christen werden sich also wieder mit biblischem Zinsverbot, mit fairem Teilen von Reichtum mit Ärmeren, mit Geld- und Wirtschaftssystem und Ökologie beschäftigen müssen. Aus der Masse der Planlosen fischt die Akademie Solidarische Ökonomie (eine ökumenische Umsetzung der Konzilziele) gerade die bereits Aufgewachten. Nächste Großveranstaltung: im Sommer in Heidelberg. Noch ist Kirche nicht tot. Sie muss nur ihre Kernkompetenz wieder leben. Mitmachen statt meckern!

@Schallblech: antidogmatische Dogmatik

In der Tat habe ich manchmal den Eindruck, dass Anti-Religiosität (egal ob gg. Christentum oder andere, insb. Islam) eine der heftigsten und dogmatischesten Glaubensrichtungen ist.

Ein Grund, die Äußerung dieser Meinungen zu unterbinden, ist das nicht.

Frei nach HDH

erinnere ich, dass der Liebe Gott aus der Kirche ausgetreten ist!

@Schallblech: Die 'Kirche'

@Schallblech: Die 'Kirche' nimmt sich Rechte heraus die ihr nicht zustehen. Zusätzlich finanziert der Steuerzahler die 'Kirche'. Das erzeugt unwillen. Wer zahlt schon gerne für etwas das 0 Wert hat.
Obendrein lachen Atheisten über die 'Kirche' und ihre Anhänger. Ich denke es ist Spott und Verachtung die Sie als Aggression fehlinterpretieren.

manchmal braucht der Mensch eben einen Skandal...

um konsequent über seine Umstände nachzudenken.

"Warum bin ich überhaupt in dieser Kirche?"

Erst dann fällt vielen wieder ein, dass sie eigentlich gar nichts mit der Kirche (oder oft generell mit diesem Glauben) zu tun haben.

In meinem Umfeld jedenfalls sind doch noch viele drinnen - ganz ohne jeglichen Bezug. Aber es gibt auch andere, die sich sogar als katholisch bezeichnen, aber trotzdem mit der Kirche nichts zu tun haben wollen und daher konsequenter Weise schon längst ausgestiegen sind.

Wenn weiterhin in Deutschland pro Kirche mehr als 100000 im Jahr aussteigen, dann dauert es ohne weitere Skandale, bei ca. 48 Millionen (beider Kirchen), noch weitere ca. 240 Jahre, bis dann alle ausgestiegen sin.
Ich prophezeie aber, es wird sehr viel schneller gehen.

Katarsis...

Bitte jetzt rasch alle austreten die Geld sparen wollen, die sich mit dem Glauben und der Kirche eh schon lange nicht mehr identifizieren können.

Wendet Euch einfach anderen wichtigen Dingen zu, wie spielen mit Mobiltelefonen und dann bitte meckern einstellen.

Danke.

@ nasebohne

"Frei nach HDH erinnere ich, dass der Liebe Gott aus der Kirche ausgetreten ist!"

Teufel aber auch!

Nur logisch...

Wir haben tief gebohrt - nix Hölle.
Wir sind hoch geflogen - nix Paradies.
Fazit - warum an etwas Geld und Zeit verschleudern, was es erwiesenermaßen nicht gibt.
Das Christentum ist auf dem richtigen Weg. Es geht unter - mögen die anderen Religionen diesem wegweisenden und weisen Weg folgen. Aber ich befürchte schlimmes ...
Statt Waffen sollten wir lieber naturwissentschaftl. Lektüre zu gewissen Staaten exportieren.

@ Thy

"Die wenigsten machen sich aber eine Vorstellung davon, was passiert, wenn sich die Glaubensgesellschaften zurückziehen. Der Staat kann das Vakuum nicht füllen!"

Welche Vakuum meinen Sie? Meinen Sie kirchliche Krankenhäuser und Kindergärten? Die werden ja heute schon von der Krankenkasse und vom Staat bezahlt. Oder meinen Sie die Luxusimmobilien in 1A-Lagen, an denen die Kirche prächtig verdient? Oder dann vielleicht die Luxushotels, die sogar von der Grundsteuer befreit sind? Oder meinen sie die Charterflüge, die der Vatikan anbietet?

Es reicht, dass ein Hotel eine Kapelle hat, schon kann es die Steuer umgehen. Das ist krasse Wettbewerbsverzerrung.

Abfassung 4 Evangelien

mindestens die ersten drei Evangelien wurden nachweislich einige Jahre vor 67 n.Chr. geschrieben. Denn alle drei Evangelien berichten die exakte Vorhersage Jesu von Zerstörung Jerusalems und des Tempels (Matth. 24,15). Diese geschah 70 n.Chr..Wer damals Jesu Worten glaubte (die jüdische Urgemeinde tat es), konnte entfliehen.
Ich bin kein Kirchenmitglied, glaube aber als selbständig denkender Mensch an Fakten.
Wer die Glaubwürdigkeit der biblischen Evangelien anzweifelt, kennt in der Regel die Tatsachen nicht.
Es handelt sich bei den Evangelium un glaubwürdige Augenzeugenberichte, die nachprüfbar sind.

Es gäbe noch weniger Mitglieder der Kirche

Durch die Zwangs Konfession von Neugeborenen ist für mich die Zahl der Mitglieder künstlich hoch gehalten. Man wird ja dazu gezwungen bevor man richtig denken, reden oder laufen kann. Viele steigen später entweder wegen Bequemlichkeit oder Angst vor der Reaktion von Freunden oder Bekannten nicht aus. Wenn man dann noch die Christliche Union wählt ist man ja fast gezwungen Christ sein zu müssen.

Die gestiegen Anzahl zeigt mit das die Leute oft einen Grund für ihre Entscheidung suchen der sie nicht schlecht dastehen lässt. Die Vorfälle in den christliche Kirchen in der letzten Zeit geben genug Anlass.

Übrigens merken immer mehr Leute das die ganzen Wohltaten wie Kindergärten von "ihren normalen" Steuern bezahlt werden. Sie merken auch das die Pensionen der Geistlichen der Staat zahlt und nicht die Kirche. Und vielleicht auch das die Kirche als Arbeitgeber auch nur als Ausbeuter auftritt.

Wäre nicht die Zwangs Konfession wären es noch weniger. Daran denkt aber keiner der Journalisten.

@Villager

"Es war die Leistung der christlichen Institutionen und Lehrer(innen), welche daraus (Anm.: aus den "germanischen Barbaren") eine neue Zivilsation geschaffen haben. Generationen von Mönchen, Nonnen und Laien haben das Land urbar gemacht"

Das ist jetzt nicht Ihr ernst. Alle Germanen waren also "Barbaren". Wahrscheinlich wie die Ureinwohner Afrikas oder Amerikas? Das ist jetzt aber eine ziemlich arogante Auffassung, die Sie da vertreten.

Und: Mönche und Laien haben das Land nicht urbar gemacht, sondern Laibeigene und Sklaven (auch der Kirche).

@Wolfes74

> Fazit - warum an etwas Geld und Zeit verschleudern, was es erwiesenermaßen nicht gibt.

Ein Argument, dem man mit der vergleichbaren Frage der Forderung nach natürlicher Sichtbarbeit von Radio oder WLAN Funkwellen auch nicht nahe kommt. Man braucht einen darauf eingestellten Empfänger und etwas Geduld in unserer Instant-Gesellschaft.

Gleichbedeutend heisst das, wer keine Spielregeln im Evangelium befolgen will, "dem widersteht Gott". s. 1 Petrus 5,5 Das heisst, das Thema "lebendiger Glaube" bleibt leer und Verfehlungen können die Folge sein.

> Das Christentum ist auf dem richtigen Weg. Es geht unter [..]

Das ist bei derzeit 60%, die lt. EKD Kirchensteuerzahler sind, nicht sehr realistisch. Ein besseres Korrektiv als den christlichen Lebensstil, der die Freiheit des Einzelnen in seiner Entscheidung in den Vordergrund stellt und die Liebe, habe ich unter den Konfessionen nicht gefunden. Martin Luther erklärte: "Der Glaube alleine" und der Wille des Einzelnen ist bedeutend.

ach ja...

und die ev. Kirche nimmt keine Kirchensteuern? Und ist nicht dem Papst unterstellt?
Es gibt weltweit nur Deutschland und Oesterreich wo Kirchensteuer zwangseingefordert ist.

@17:11 v wirral@Schallblech: Die 'Kirche' und Selbsteinschätzung

>".. Die 'Kirche' nimmt sich Rechte heraus die ihr nicht zustehen. Zusätzlich finanziert der Steuerzahler die 'Kirche'. Das erzeugt unwillen. Wer zahlt schon gerne für etwas das 0 Wert hat.
Obendrein lachen Atheisten über die 'Kirche' und ihre Anhänger. Ich denke es ist Spott und Verachtung die Sie als Aggression fehlinterpretieren."<
.
Ihr Beitrag ist völlig Ihre eigene Meinung was Aggressivitäts-Interpretation/Inhalt vom zitierten User Schallblech sein soll.
Er trifft nicht eine einzige der von mir daraufhin allesamt überprüften Aussagen des Users!

Wer die Leistung der Kirche mit Auslache, Spott, Verachtung und "Null" aufzeigt, dessen Einschätzungen zeigen tatsächlich oft auf sich selbst zurück, denn die eigenen Fehler sieht man zu oft zuerst beim "Angezeigten".

"wirral", Ich glaube Sie wissen nicht wohin Sie hiermit Atheisten und Millionen Menschen vom
ach so hehren Throne Ihres Spruches, Selbsteinschätzung, einordnen.

Was Sie diesen Gläubigen zumuten!

nichts Neues

manche merken es spät ..aber Gottseidank rechtzeitig..aber sind meistens aber nicht bereit die Schritte dann zu machen ...gelllllllllllll so ist die Spezis Mensch...und er hat sich seit der Steinzeit was das verhalten angeht um keinen Millimeter verändert und ist auch dazu nicht in der Lage..das ist eben die Spezis Mensch...Guts Nächtle

@ 07. November 2013 um 18:17 von Marsha

Falsch, auch in anderen Staaten der Welt, (Schweiz, Dänemark, Italien, Spanien) fast überall auf der Welt wo Kirchen enteignet wurden.

@07. November 2013 um 17:56 von Hugomauser

Nun ja.. definitionsgemäß waren alle Germanen Barbaren, wie auch alle anderen von ihnen aufgezählten Völker: Denn alle Nicht-Griechen waren Barbaren...

So schwer es mir auch fällt: Ich muss eine Lanze für die Mönche brechen.
Im Frühmittelalter haben die Mönche in Ihren Klöstern wirklich gearbeitet, besonders die Orden der Zistersienser und Bettelorden. Damals war noch nicht die große Nachfrage nach Büchern und für sich beten lassen. Das Bild was sie von den Mönchen haben stammt aus dem Hochmittelalter von den Klöstern die inzwischen sehr reich und mächtig geworden sind und die "faulen, dicken, hochmütigen" Mönche hervorgebracht haben.
Auch muss ich sagen das es im christlichen Europa KEINE Sklaven (definitionsgemäß) gegeben hat. Nur Leibeigene und Hörige.

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