Kommentare - Präsidentschaftswahl in Frankreich: Einschwören auf den 24. April

11. April 2022 - 08:32 Uhr

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl landete Amtsinhaber Macron vor der Rechtspopulistin Le Pen. Vor der Stichwahl schwören beide ihre Anhänger ein - und buhlen um Stimmen der unterlegenen Kandidaten. Von Stefanie Markert.

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Kommentare

Macron ist der Sieger

Und in der zweiten Runde wird er auch souverän gewinnen.

Le Pen

die EU Skeptikerin als Preasident Frankreichs in der derzeitigen Situation?

 

Waere wie Pest und Cholera gleichzeitug zu bekommen. 

Was das Ergebnis ‚gefährlich‘ macht

 

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Der Vorsprung von Macron ist höher ausgefallen, als nach den Umfragen der vergangenen Tage zu erwarte war. Das Institut Elabe hatte die beiden am 8. April noch bei 26% zu 25 %.

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Ein knapperes Ergebnis hätte die Wähler aufgerüttelt. Wem es wichtig ist, die Koalition der extremen Rechten aus Le Pen/Zemmour zu verhindern, würde unbedingt zu Wahl gehen. So aber könnte manchen Wähler die ‚trügerische‘ Sicherheit des Macron-Vorsprungs vor dem Gang zur Wahlurne abhalten

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Der 2. Wahlgang ist alles andere als ein Selbstläufer für Macron. Er muss auch einen Großteil der Wähler von Mélenchon gewinnen, von denen nicht wenige in die Enthaltung driften könnten.

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Diese Wahl ist noch nicht entschieden

Die Gelbwesten Proteste schon vergessen?

Die Gelbwesten Proteste schon vergessen? Das gesamte Land stand sprichwörtlich still. Oder ist die Kandidatenauswahl auch nur was zwischen Pest und Cholera und die Franzosen entscheiden sich für das geringere Übel?

Seltsame Zeiten...

Vermutlich werden hier im Forum die 4% Abstand zwischen Macron und Le Pen als großer Sieg für den Erstgenannten gefeiert. Wenn es denn so kommt- schön das ich das noch erleben darf.

Macron braucht mehr als nur die gute Leistungsbilanz

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Macrons Leistungsbilanz ist in wichtigen Bereichen positiv. Er hat Frankreich reformiert, wo es als unreformierbar galt.

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Der Arbeitsmarkt ist flexibler geworden, die Arbeitslosenrate ist deutlich zurückgegangen. Auch das Wirtschaftswachstum hat angezogen.

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Aber Macron braucht eine Botschaft an Frankreich welche die Menschen für eine Zukunftsvision m i t n i m m t. Auch und gerade emotional.

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Er muss nicht nur den 'Macher', sondern auch den 'Kümmerer' zeigen, wenn er den erstaunlich großen Wähleranteil von Mélenchon zu seinen Gunsten in die Wahlkabinen bringen will.

 

Macron

Jeder der auch kein absoluter Fan, oder weniger begeistert ist von Macron, aber noch etwas Verstand hat, dem wird wohl nichts anderes übrig bleiben als Macron zu wählen.

Fast 50 % für die Populisten von Links und rechts

 

 Schwer nachzuvollziehen, was unsere französischen Nachbarn bei dieser Wahl umtrieb.

 

Wenn Rechts-und Linkspopulisten die Hälfte der Stimmen gewinnen können, dann kann daraus nichts erwachsen, was politische und wirtschaftliche Probleme mit den Mitteln des Machbaren löst. Populismus erarbeitet und produziert nichts, sondern verspricht nur "Freibier für alle". Das funktioniert nirgendwo.

 

Statt dem Wechsel zwischen unterschiedlichen politischen Konzepten wird so jede Wahl zu einer Frage eines Systemumsturzes. Das zerstört die politische Zivilisation eines Landes und bringt allenfalls anhaltende gegenseitige Blockaden statt Lösungen.

@08:51 Uhr von fruchtig intensiv

Die Gelbwesten Proteste schon vergessen? Das gesamte Land stand sprichwörtlich still. Oder ist die Kandidatenauswahl auch nur was zwischen Pest und Cholera und die Franzosen entscheiden sich für das geringere Übel?

 

Darauf läuft es hinaus. so hat Macron ja auch schon die letzte Wahl gewonnen.

Europa am Scheideweg

Mit der Stichwahl zwischen Macron und Le Pen entscheidet sich nicht nur das Schicksal von Frankreich, sondern auch das Schicksal von Europa. Bemerkenswert, dass es wieder einen Rennen mit Le Pen geworden ist. Das zeigt, dass sich unter Macron sich nichts grundlegend in Frankreich getan hat.Die Menschen sind sehr unzufrieden. Es ist Aufgabe des Präsidenten der Nation zuerst die Bedürfnisse der Menschen in Frankreich zu stillen. Bei Macron hat man den Eindruck, dass seine Liebe zuerst Europa gilt. Positiv ist hingegen, dass Le Pen nicht mehr so radikal, wie bei der letzten Wahl zu sein scheint, sie scheint geläutert zu sein. Allerdings ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Soll Frankreich einen Versuch mit ihr wagen? Es ist die Qual der Wahl. Wir werden sehen, welches Schicksal dem Westen bevorsteht!

@08:51 Uhr von fruchtig intensiv

Die Gelbwesten Proteste schon vergessen? Das gesamte Land stand sprichwörtlich still. Oder ist die Kandidatenauswahl auch nur was zwischen Pest und Cholera und die Franzosen entscheiden sich für das geringere Übel?

 

Ich hoffe, das die Franzosen sich für das geringere Übel entscheiden. Zumal Le Pen wohl auch in der Vergangenheit die Nähe zu Orban UND Putin gesucht hat. (Hat sie sich seit dem Krieg überhaupt schon einmal von ihm distanziert? ) Meine Befürchtung ist, sollte Marine Le Pen gewinnen,  das unsere AfD gegen sie nur ein Kindergarten wäre.

Schade dass Valerie Pecresse es nicht geschafft hat

Der Untergang der Gaullisten ist eine Katastrophe. So können die bürgerlich-konservativen Wähler Frankreichs nicht für ihre Grundsätze eintreten sondern nur zwischen Enthaltung oder einem Liberalen wählen. Wer eine konservative Politik will und dann Le Pen gewählt hat, der hat sich selbst ein Bein gestellt.

Tja ...

Da kann Macron einschwören wie er will, sein Sieg ist noch nicht sicher, Le Pen hat nach wie vor sehr gute Chancen.

Le Pen spekuliert auf den extremistischen Anhang von Zemmour

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Le Pen buhlt um den Anhang des Rechtsextremisten Eric Zemmour. Dessen offener Rassismus und demokratiefeindlichen Phantasien sind nahe am Faschismus.

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Da hat Le Pen über Jahre 'Kreide gefressen', um das Rabauken- und Extremisten-Image des 'Front National' öffentlichkeitskompatibler zumachen und muss letztlich doch wieder auf die alten Marschkolonnen des Rechtsextremismus zurückgreifen.

 

Das nächste Land, das durch…

Das nächste Land, das durch friedefreudeeierkuchen nach rechts rutschen wird. Das kommt, wenn man sich mehr um andere kümmert, das um die eigene Bevölkerung. 

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Oder, wenn es nur so aussieht.  Da kann die Bevölkerung ganz schnell beleidigt reagieren.

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Wir haben deshalb die AFD.  Ungarn den Orban und Frankreich eben Lepen. 

 

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Na, super, dass Deutschland nach 16 Jahren Merkel genau das bereits durch hat, wozu Frankreich niemals in der Lage sein wird.

Gestern gegen Heute

Nicht jeder, der Frau Le Pen gewählt hat, ist ein Radikaler. Sie vertritt, überspitzt formuliert, anders als Macron, ein Frankreich, das es realiter nicht mehr gibt: ein Volk, das aus einer Ethnie besteht, christlich ist und eine weiße Hautfarbe hat.

Aber wofür steht Herr Macron? 

Für die Moderne. 

Für Wohlstand. 

Für ein friedliches Miteinander. 

Ja, aber ob das reicht?

Es gibt immer mehr Menschen und nicht nur in Frankreich , die salopp formuliert, die Nase voll haben von Multikulti und einer mehrsprachigen Wirklichkeit in Zeiten eines Staatsverständnisses, das eher auf Freiheit als auf Regelung setzt, eher auf Durchwursteln als auf Planmäßigkeit. 

Die Untergangsangst ist schon lange ein Begleiter der weißen, europäischen Bürgerlichkeit.

Aber: Macron hat es durch seine überragende Rhetorik in der Hand, Frankreich auf halbwegs stabilem Kurs zu halten.

Hoffen wir, dass er es schafft. 

@09:09 Uhr von Dany39

 

Meine Befürchtung ist, sollte Marine Le Pen gewinnen,  das unsere AfD gegen sie nur ein Kindergarten wäre.

 

wir erregen uns über die AfD und dass die diesen Zulauf hat

wie sieht es denn in Frankreich aus ?

mit der LePen und diesem Eric Zemmour

gar in Ungarn ?

Gefährliche Gemengelage

Frankreich ist wie verantwortungsbewusste Demokraten wissen D's wichtigster Partner. Dieses Land darf nicht in die Hände korrupter Rechtsextremer fallen.

 

Aufrechte Konservative & Linke werden deshalb aus Überzeugung letzten Endes doch Macron wählen, der zwar überzeugter Europäer ist aber in der bekannten Überheblichkeit neoliberaler Politkakteure die sozialen Probleme aus den Augen verliert, die dieses täglich neue Ungerechtigkeiten produzierende System schafft.

 

Viele haben genau diese Entwicklung vorausgesagt nach Macrons erster Wahl 2017: "In 5 Jahren (2022) wird's eng werden gegen Le Pen!"

 

Der Abstand zur nur nach außen umetikettierten extremen Rechten war nur deshalb größer als erwartet, weil viele franz. Wähler:innen die außenpolit. Verstrickung Le Pens mit dem Kreml-Faschisten durchschaut haben. Von Putin finanziell ausgehalten, ideologisch wie FPÖ & AfD auf Kriegsverbrecher-Sympathisantenniveau war & ist Le Pen gegen Sanktionen.

 

Das wird ihr die Wahl kosten.

Surprise, Melenchon ist auf Augenhöhe mit Le Pen

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Das große Staunen haben nicht die (so in etwa erwarteten) Ergebnisse der beiden Finalisten, also Macron und Le Pen ausgelöst, sondern die Stimmenzahl von Jean-Luc Mélenchon.

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Der hat fast zu Le Pen aufgeschlossen und hat die Mehrheit der 18-34 jährigen Franzosen hinter sich. Ein Alt-Linker oder Linkspopulist oder Neu-Linker ? oder einfach einer, der nicht in die immer weniger aussagenden politischen 'Koordinatenbezeichnungen' passt, sondern einfach die Themen angesprochen hat, welche die jungen Franzosen antreiben ? Soziales, Bildung und Umwelt.

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Auch wenn er nicht ins Finale kommt: mit seiner Bewegung wird in der französischen Politik weiter zu rechnen sein.

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Die liberale LREM von Macron war die Neukraft von 2017. Wenn sie mehr als der Präsidentenwahlverein von Macron bleiben will, muss sie ihre Basis erweitern und wird das ländliche Frankreich wie auch soziale Bewegungen der französischen Gesellschaft ansprechen müssen.

@ fruchtig intensiv

 

Die Gelbwesten Proteste schon vergessen? Das gesamte Land stand sprichwörtlich still.

 

Eine Minderheit darf immer protestieren. Was soll denn da still gestanden haben?

Bei einer Wahl nehmen aber alle Franzosen teil, da sind die Gelbwesten nur ein kleiner Teil und verteilen sich noch dazu auf mehrere Kandidaten.

 

Oder ist die Kandidatenauswahl auch nur was zwischen Pest und Cholera und die Franzosen entscheiden sich für das geringere Übel?

 

Macron ist das geringere Übel und LePen ist Pest und Cholera.

LePen unterscheidet sich von…

LePen unterscheidet sich von ihren Familienclan-Mitgliedern, die die nationale Front in den letzten Jahren und Jahrzehnten in Frankreich geführt haben, vor allem durch geschickteres Kreidefressen. Inhaltlich gibt es die gleichen nationalistischen fremdenfeindlichen und gesellschaftszersetzenden Positionen wie bei ihren Vorgängern in der Parteiführung und anderen europäischen Rechtspopulisten und Rechtsradikalen wie bei uns der AfD. Den Franzosen bleibt zu wünschen, ihre Grande Nation nicht den Rechtsaußen zum Fraß vorzuwerfen.

gez. NieWiederAfd

@ Dany39

Meine Befürchtung ist, sollte Marine Le Pen gewinnen,  das unsere AfD gegen sie nur ein Kindergarten wäre.

 

Die deutsche AFD als Kindergarten? Interessante Vorstellung.

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Keine zukunftsfähige Alternative

Ein neoliberaler Macron und eine rechte Le Pen sind keine zukunftsfähige Alternative. Wenig Hoffnung auf Stärkung der Armen und der Provinz. 

Das Ergebnis zeigt keinen 'Rechtsruck' - im Gegenteil

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Nimmt man das Ergebnis der drei rechtsrandigen Kandidaten, Le Pen, Zemmour und Dupont-Aignan zusammen, dann haben sie in Summe weniger Stimmen bekommen, als Le Pen in 2017 im zweiten Wahlgang alleine.

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Nimmt man auf der anderen Seite die Stimmen der liberalen Mitte, der Grünen, der Linken zusammen, dann ergibt das über 60 %.

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Nur: diese Stimmen sagen zwar etwas über die politische Verortung der Franzosen aus, lassen sich aber nicht einfach zu einer präsidentiellen oder parlamentarischen Mehrheit addieren. Die Frage, ob die Stimmen der Ausgeschiedenen alle bei Macron oder in der Enthaltung landen, ist offen.

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So gesehen hat Le Pen immer noch eine Chance, dass aufgrund der Wahlenthaltungen im Lager der Mitte bis links ein Mehrheit für sie zustande kommt.

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Der eigentliche Kampf um die Präsidentschaft wird spannend.

LE PEN gegen Macron

Beiden müssen die Wähler aus einem anderen Lager für sich gewinnen. 

Noch ist nichts entschieden, Le Pen hat auf jeden Fall gute Chancen  

Le Pen und die angebliche Volksnähe

Die wieder Mal kolportierte Beschreibung von rechten, meist schlecht informierten Kommentaroren, dass Rechtsaußenparteien quasi "aus Notwehr" gewählt werden (müssen), weil "die Anderen/"Altparteien"  alles (!) falsch gemacht haben / "alle-in-einen-Sack..." etc , all das offenbart stets nur eins:

 

1. Demokratische Unreife. Man spielt nicht mit der Demokratie!

 

2. Das Auf-den-Leim-gehen von Leuten, die mit komplexen Themen überfordert sind u. deshalb die ganz groben Keile, angeboten von RN-/AfD-/PiS-/Trump-Demagogen als "Lösung" ansehen.

 

2. Rechtsextreme, die sich als "volksnah" maskieren haben, wenn sie polit. Macht erlangt haben, noch niemals in der Geschichte "den einfachen Leuten" zum Guten verholfen, geschweige denn sich mit den Kapitalinteressen abgelegt. Im Gegenteil, sie kollaborieren mit korrupten Eliten, siehe Orban, Putin.

 

Das letzte Mal, als sich "kleine Leute" einem "Volksverführer" in Europa ausgelieferten: Elend, 2. WK, 60 Mio Tote.

Was bedeutet 'liberal' in der heutigen Zeit ? Und in Frankreich

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Der Freiheit in allen Bereichen verpflichtet, weltoffen und tolerant.

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Wirtschaftlich an freiem Wettewerb, Leistungsprinzipien und Chancengleichheit durch gleiche Bildungschancen ausgerichtet

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Nur: ohne eine s o z i a l e Kompomente erreicht der Liberalismus nicht alle in der Gesellschaft, die auch mitgenommen werden müssen. LREM ist als d i e  liberale Partei Frankreichs gestartet und neben den Liberalen von Rutte in NL die stärkste Kraft des Liberalismus in Europa.

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Mittelfristig hat nur der Sozialliberalismus die Chance, mehrheitsfähig zu sein. Egal ober er durch eine Koalition von Liberalen und Sozialdemokraten oder durch eine breitgefächterte Einzelpartei zustande kommt.

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Das wird die Herausforderung für Macron. Er muss neben dem urbanen, modernen auch das ländliche Frankreich in den Provinzen erreichen.

Warten auf den 24. April

Bis dahin kann man nur hoffen, dass Europa nicht um eine weitere rechtsextreme Regierung "bereichert" wird.

Weil es dann endgültig "auseinanderzufallen" und in Gewalt und Chaos zu versinken droht.

@09:15 Uhr von Giselbert

Da kann Macron einschwören wie er will, sein Sieg ist noch nicht sicher, Le Pen hat nach wie vor sehr gute Chancen.

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Das glaube ich nicht. Macron wird gewinnen. Und zwar deutlich sichtbar

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