Kommentare - Wahlkampf in Frankreich: Macron wie ein Popstar gefeiert

02. April 2022 - 21:03 Uhr

Mit einer einzigen Großveranstaltung kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat Präsident Macron seinen Wahlkampf begonnen. Zehntausende kamen in eine Arena nahe Paris und feierten ihn wie einen Popstar. Von Sabine Wachs.

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Kommentare

„Macron, der bisher im Wahlkampf wegen des Kriegs in der Ukraine nur wenig präsent war…“

 

Also weil er gerade Dringenderes zu tun hatte als überall „präsent“ zu sein.

 

„… fokussierte sich in seiner Rede größtenteils auf innenpolitische Themen. Bessere Bildung, mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Unterstützung für die Krankenhäuser, die nicht erst seit der Corona-Pandemie am Limit arbeiten“.

 

Wobei „Kaufkraft“ nur ein untergeordneter „Nebenaspekt“ des mit Abstand wichtigsten Themas - soziale Gerechtigkeit - ist. Und sozial ist grundsätzlich nur eine Politik, die alle einbezieht und niemanden ausschließt. Nicht (wie bei den Rechten) auf Kosten der anderer geht.

top of the pop

Er ist ja auch ein Popstar.

Nur ohne Singen. 

Macron macht das Rennen

Am Ende wird niemals ein extremer Kandidat eine Mehrheit auf sich vereinen können. Macron ist der beste Kandidat für alle Franzosen.

YGL

Macron gehörte zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Würden ihn so viele Menschen feiern, wenn sie das wüßten?

Ja, Putin hat so ziemlich…

Ja, Putin hat so ziemlich bei allem das Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen wollte. 

Dazu gehört auch, dass Macrons Beliebtheit durch den Krieg wieder in die Höhe gingen und Le Pen als nationalistische, antieuropäische Rechtsauslage keinen Schub bekam, zum Glück. 

Ich bin kein Macron-Fan, bei dem, was er innenpolitisch so angestellt hat, aber angesichts der Lage gibt es keine Alternative. Ann Hidalgo liegt ja gerade mal bei 4%. 

Ein grosser Europäer

Nach dem Totalausfall Grossbritannien ist Macron der Einzige, der in der politischen Nachfolge Helmut Kohls als Europäer für Europas Zusammenhalt nennenswert kämpft. Ein paar kleinere Länder wie z.B. die Balten tun dies zwar auch, fallen aber weniger ins Gewicht. Ohne Macron könnte Europa zur Zeit "einpacken". Leider ist auch die deutsche Regierung europamässig keine Bereicherung. Eine solche wäre insbesondere gegenwärtig so wichtig. Man kann Macron wirklich nur die Daumen drücken.

Es kann ein Kopf

an Kopf rennen geben mit Marie Le Pen, denn die hat wieder aufgeholt.Es ist noch nichts in trockenen Tücher was das Wahl Ergebnis betrifft.

@21:21 Uhr von Nettie

 

Und sozial ist grundsätzlich nur eine Politik, die alle einbezieht und niemanden ausschließt. Nicht (wie bei den Rechten) auf Kosten der anderer geht.

 

Den Rechten in Frankreich ist der Wladimir ganz übel von hinten in die Hacken rein gegrätscht. So was wie mind. 5% der bisher unentschlossenen Franzosen und Französinnen werden sich dreimal überlegen, ob der nächste Präsident im Élysée die Lautsprecherin mit Megaphon vom Kreml Marine Le Putin sein soll.

 

Bessere Wahlkampfwerbung als vom Wladimir hätte Macron gar keine andere bekommen können.

@21:57 Uhr von Für Demokratie und Freiheit

Macron gehörte zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Würden ihn so viele Menschen feiern, wenn sie das wüßten?

 

Und wo ist das Problem? Ich vermute mal ihre Unterstützung der (Haupt-) Gegenkandidatin. Oder liege ich falsch?

Dann sollten sie aber noch einmal ihren Nick überprüfen

 

Warum

fällt mir nicht nur Macron ein, wenn martialisches Denken und Handeln die Popularität fördert?

Nein, es ist nicht erst seit heute so, förderlich war es schon immer. Auch die Herren S und P schwimmen auf dieser Welle, heute.

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Macron versus Scholz

Ich beneide die Franzosen um diesen vitalen und zupackenden Macron, der sich mit Verve für die europäische Sache einsetzt. Frau Merkel, die ich anfangs als deutsche Thatcher einschätzte, hat mich diesbezüglich nicht immer überzeugt. Und Herr Scholz? Typ deutscher Buchhalter/Finanzamtssachbearbeiter. Die europäische Solidarität, die jetzt gegen Putin so wichtig ist, wäre ohne Macron nicht möglich gewesen. Merci, Monsieur le Président!

@22:31 Uhr von hbacc

fällt mir nicht nur Macron ein, wenn martialisches Denken und Handeln die Popularität fördert? Nein, es ist nicht erst seit heute so, förderlich war es schon immer. Auch die Herren S und P schwimmen auf dieser Welle, heute.

 

Sie sprechen in Rätseln... Bei martialisch fällt mir nur einer ein. Obwohl sie den wohl mit "P" meinen, ist dieser angesichts ihrer sonstigen Kommentare wohl nur Grundrauschen.

21:57 Uhr von Für Demokratie…

"Macron gehörte zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Würden ihn so viele Menschen feiern, wenn sie das wüßten?"

 

Ja! Zusätzlich wissen die meisten Franzosen, dass ihr Präsident gerne Fußball spielt, am liebsten mit den klassischen Fußballschuhen aus geschmeidigem schwarzem Leder - nicht mit diesen neumodischen Einwegdingern aus Plastik - und seit seiner Jugend ein  Anhänger von Olympique de Marseille ist.

Das Weltwirtschaftsforum und seine Programme sind eher ein Horror für weiter östlich des Rheins Sitzengebliebene, mit staubigem Rost Spielenden. 

@22:28 Uhr von warumeigentlichwer

 

"@21:57 Uhr von Für Demokratie und Freiheit

>>Macron gehörte zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Würden ihn so viele Menschen feiern, wenn sie das wüßten?<<

.

Und wo ist das Problem? Ich vermute mal ihre Unterstützung der (Haupt-) Gegenkandidatin. Oder liege ich falsch?

Dann sollten sie aber noch einmal ihren Nick überprüfen"

.

Muss man immer gleich Motivationsforschung betreiben um sich neuer Erkenntnisse zu verwahren?

Es ist doch weitgehend bekannt, das Macrons Sozial-Politik jahrelang unter extremen Protest stand. Mit reinen Verlautbarungen und Geldgeschenken, die nun Unternehmen leisten sollen, wird er nur wenige überzeugen. Es sei denn er beherrscht das Popstar-Showbusiness so gut, um das Publikum wirklich zu blenden.

@22:31 Uhr von hbacc

 

fällt mir nicht nur Macron ein, wenn martialisches Denken und Handeln die Popularität fördert? Nein, es ist nicht erst seit heute so, förderlich war es schon immer. Auch die Herren S und P schwimmen auf dieser Welle, heute.

 

Die Herren X und Y sind schon ertrunken.

Und Herr Z ist spurlos verschwunden.

@ Nettie

„Und sozial ist grundsätzlich nur eine Politik, die alle einbezieht und niemanden ausschließt. Nicht (wie bei den Rechten) auf Kosten der anderer geht.“

Das stimmt, die Rechten machen in aller Regel Politik für Minderheiten. Das Phänomen haben die sich wohlmöglich von den Linken abgeschaut (oder andersherum - Problematik: wer war eher da? Das Ei oder das Huhn?)

Denn wenn Reiche enteignet werden sollen, oder bestenfalls in Arbeitslagern für die breite Masse arbeiten sollen (Vorschlag der deutschen Linken), dann haben auch nicht alle was von dieser Idee, außer die, die ein Arbeitslager betreiben. 

Aber dieser Wirtschaftszweig ist zum Glück nur bei 4,9% der deutschen Bevölkerung beliebt 

 

 

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