Kommentare - Was Amazon seinen Fahrern bietet und abverlangt

22. Februar 2022 - 10:07 Uhr

Amazon liefert viele Pakete in Deutschland mit seinem eigenen Lieferdienst aus. Häufig kommen dabei selbstständige Fahrer zum Einsatz. Die dabei kalkulierte Bezahlung von 25 Euro pro Stunde wirkt nur auf den ersten Blick attraktiv.

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Kommentare

Direkt angestellt

Was für ein komplett irreführender und falscher Artikel. So gut wie niemand von den Fahrer ist direkt bei Amazon angestellt!

Angestellt sind Sub-Unternehmer, welche nicht einen einzigen Kilometer am Tag fahren und nur die bei diesen wiederrum angestellten Sub-Sub-Unternehmern die Pakete und Routen zuordnen! Der Vorteil bei Amazon ist: Sollte etwas furchtbares passieren, ist Amazon von jeglicher Verantwortung entbunden. Verantwortlich ist dann der Sub-Unternehmer. Und bei den Sub-Sub-Unternehmern, also den eigentlichen echten Fahrern kommt so gut wie gar kein Geld mehr an. Aber das ist nicht schlimm, denn diese müssen nur sehr wenig Miete zahlen, weil von ihrem Chef ein Zimmer gestellt bekommen, dass sie sich mit 20 anderen Fahrern teilen.

Bitte vollständig berichten und nicht nur Halbwahrheiten!

 

Wenn schon Online Kauf dann …

Wir Kunden müssen unsere Macht ausspielen. Nein, ich meine nicht Verzicht auf Online, das geht nicht mehr.

Was ich meine ist, nur noch bei Onlineshops kaufen, bei denen das Logistikunternehmen wählbar ist, ruhig zu unterschiedlichen Kosten. Und dann einen wählen, bei dem die Mitarbeiter fest angestellt sind.

Mir fällt da grad nur DHL ein, aber wenn wir Verbraucher es wollen und nicht anders kaufen, werden die Verbraucherinstitute und Tester solche Dienstleister testen und Namen veröffentlichen.

Ach ja. Die tollen sub sub…

Ach ja. Die tollen sub sub sub Schachteln.

Da hab ich mit meinem Prof schon vor 30 Jahren drüber gestritten, dass das bwl Käse ist und nichts bringt. Die Verantwortung und das Risiko verschwinden nicht, sie sind nur wo anders.

Und genau dafür hat rotgrün vor Jahren die Hartz4 Sklaverei  erfunden. Ohne dieses Druckmittel würde ja keiner solche billigstarbeit machen. 

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Warum erhebt man im onlinehandel nicht einfach 30% MwSt, als Ausgleich für gesparte Miete für Laden, Parkplatz etc? 

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Oder glaubt wer, daß bei Amazon blind gekauft wird, ohne vorher im Fschhandel Infos geholt zu haben?

Was Amazon seinen Fahrern bietet und abverlangt.....

Da bleibt sich Amazon treu: Prekäre Beschäftigung für die neuen Fahrer. Als sogenannte Selbständige, mit nach Abzug der Kosten höchstens noch Mindestlohn.

Für die anderen Amazon-Beschäftigten nach wie vor kein Tarifvertrag.

Die Amazon-Aktie bewegte sich von 938,05 Euro im Dezember 2017 auf jetzt, am 22. Februar 2022  2.664,00 Euro.

Da hat man auch genug Mittel um Werbefilme zu produzieren, die schöne Arbeitsverhältnisse zeigen..... 

Amazon "gewinnt", weil es sich strikt an die Regeln hält

Die des Kapitalismus.

„Die in Aussicht gestellten 25 Euro Durchschnittsverdienst pro Stunde decken etwa nicht die Anfahrt zum Auslieferungslager und die Heimfahrt nach dem letzten ausgelieferten Paket ab“

Fazit: Den potentiellen Bewerbern werden entscheidende „Vorbedingungen“ verschwiegen. Also nicht mit „offenen Karten gespielt“. Amazon verlangt also mehr, als es bietet, um zu „gewinnen“. Durch Ausnutzung der Arbeitskraft seiner potentiellen Arbeitnehmer, also auf deren Rücken bzw. Kosten.

Uber, Uber, Uber, Uber täterä!

Klar, die Fahrer sind alle selbständig! Und dank Konkurrenz müssen die sich gegenseitig unterbieten bzw.Mehrarbeit leisten. Was kann denn Amazon dafür? Schließlich geht es doch jedem Unternehmen nur um Rendite!

Was Amazon seinen Fahrern bietet und abverlangt....

Amazon stellt diese Fahrer nicht ein, sondern sie haben einen Status als Selbstständige. Da kann es passieren, daß sie, nach Abzug aller Kosten, auf nicht mehr als den Mindestlohn kommen. Und Feierabend ist, wenn der Wagen leer ist. Da gibt es keinen Zuschlag.

Für die bei Amazon angestellten Arbeiter in den Packzentren lehnt das Unternehmen nach wie vor einen Tarifvertrag ab. 

Die Amazon-Aktie entwickelte sich vom Dezember 2017 bis heute, am 22. Februar 2022, von 938,05 Euro auf 2.664,00 Euro.

Da bleiben genug Mittel um damit Werbefilme zu produzieren, die schöne Arbeitsverhältnisse zeigen....

 

@ Toni B. 11:36

Danke für Ihren deutlichen und wichtigen Hinweis auf die unvollständige und dadurch völlig verzerrte Berichterstattung.

 

Modernes Sklaventum in Deutschland ist das. Das betrifft auch viele andere ausgebeutete Menschen, z. B. häusliche Pflegekräfte aus Osteuropa oder die bedauernswerten Beschäftigten bei Tönnies und co., Reinigungsfirmen etc.

 

Das Prinzip „der Sub- vom Sub- vom Sub“ bietet leider nach wie vor genügend Verdienstanreize auf Kosten derer, die sich ohnehin im Niedriglohnsektor befinden. Und es ist zweifelsohne eine „praktischer“ Nebeneffekt, wenn man Verantwortlichkeiten munter hin und her schieben kann.

 

Es ist bezeichnend für unsere Gesellschaft, dass solcher Ausbeuterei kein Riegel vorgeschoben wird.

 

 

@14:44 Uhr von Zuschauer49

Sowohl der Artikel als auch die mit dem Suchbegriff "Amazon Flex" auffindbare Amazon-Website sind grob irreführend. Das ist die uralte "wir-stellen-dich-ein-schreibst-aber-Rechnungen" Methode (siehe deren FAQ, Punkt 4 "Gewerbeschein"), bei der aber Altersvorsorge, Krankenversicherung sowie selbstverständlich Urlaubs- und Krankheitstage, Steuerberater für die Pflicht-Einkommensteuererklärung (Pflicht), Gebühren für Gewerbeanmeldung inklusive übrigens einer ganz anderen Größenordnung an Müllabfuhrgebühren, auch wenn man nur Bits, Bytes und zweimal im Jahr eine Kugelschreibermine an Abfall hat, aus dem Stunden"lohn" finanziert werden müssen und das Auto genauso. Dito etwa Wartezeit bei Auto-Ausfall (gehabte Stürme, Umleitungen, "versehentlich" zu knappe Berechnung der benötigten Zustellzeit). Autoversicherungen haben natürlich höhere Tarife bei kommerzieller Nutzung des Fahrzeugs.
Jeder Jung-Installateur muß 50-60 Euro Stundensatz kalkulieren. 

Firmen, die den…

Firmen, die den vordergründig lukrativen Trick mit dem Subunternehmervertrag anwenden, gehen übrigens selber auch ein erhöhtes Risiko ein. Ob ein sozialversichungspflichtiger Arbeitsvertrag vorliegt, hängt nicht von dem geduldigen Papier ab, auf dem er geschrieben ist, sondern von den Fakten. In dem Moment, wo dem hoffnungsvollen Fahrer gesagt wird, um wieviel Uhr sein Arbeitsantritt ist und wo die Umkleide samt seinem Spind ist, ist's ein Arbeitsvertrag (Kriterien "Eingliederung" und "Weisungsgebundenheit"). Sehr kommod, wenn man das noch beim Rentenantrag nachweisen und somit ein paar fehlende Jahre dazukriegen kann - das kann noch nach vielen Jahrzehnten den Arbeitgeber, sofern er noch besteht. enorme Nachzahlungen kosten. 
Besteht der Arbeitgeber nicht mehr, macht das dem "Subunternehmer", jetzt als Mitarbeiter erwiesen, auch nichts. Seine Rentenansprüche werden nach Gesetz korrigiert, ob sich die Rentenversicherung an dem Fake-Auftraggeber noch schadlos halten kann oder nicht. 

Frdl. Gruß, Zuschauer49

@14:54 Uhr von Zuschauer49

Dies für eine Zielgruppe, die von Amazon mit "Du" und Parolen wie "Vielleicht sparst du für etwas Großes. (...) Oder vielleicht konzentrierst du dich darauf, deine Studienkredite abzubezahlen." angesprochen wird? 
Mit etwa einem Smart braucht man sich (ausdrücklich) gar nicht erst zu bewerben, O-Ton in der Amazon-FAQ: "Mittelklasse-Limousine oder ein größeres Fahrzeug, z. B. einen Kombi oder Transporter bis zu 2,8 Tonnen".
Frdl. Gruß, Zuschauer49

Ein einfaches Gesetz aus der…

Ein einfaches Gesetz aus der Politik, dass der Hauptunternehmer, der ein Sub-Unternehmen beauftragt, der wiederum......in dem Fall Amazon die komplette Verantwortung trägt, und schon hat das alles ein Ende.

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Ansonsten steuert Deutschland in Richtung chinesische Löhne. Der Mittelstand verschwindet zusehends, einige Reiche, mehr Armut im Land.

Oder etwa nicht?

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Oder ist es politisch so gewünscht?

Warum wird auf Amazon gezeigt?

Warum wird auf Amazon gezeigt? Ist das en vogue grad? Die Probleme, die Amazon hier macht (Scheinselbständigkeit, Arbeitszeiten von >14 Std täglich, fast Ausbeutung) haben doch DHL, GLS (selbst erlebt), DPD, Hermes doch schon seit mindestens 2003.

Vielleicht sollte mal generell in der Logistikbranche aufräumen?! Aber halt, geht nicht. Die Fahrer, die vornehmlich ehmalige Flüchtlinge sind, wissen nicht um ihre Rechte. Die kann man leichter ausbeuten. Und was zählt in unserer Wertegemeinschaft, ist nur der Profit. Traurig

Hier versagt die Ampel

Gut, die FDP mag sich ja bei diesem Bericht wegducken, aber SPD und Grüne versagen hier auf der ganzen Länge. Jeff Bezos wird immer reicher und die armen Amozon-UAN werden geschröpft bis zum geht nicht mehr. Sogar in Corona-Zeiten legt Bezos sogar noch zu und seine neue Megajacht sucht seinesgleichen. Das kann doch nicht im Sinne der SPD sein? Und dann die vielen Rücklieferungen die einfach vernichtet werden. Grüne, sagt mal was? Warum tut die Ampel hier nix und guckt einfach dem Treiben scheinbar nur zu?

@14:44 Uhr von Zuschauer49

Sowohl der Artikel als auch die mit dem Suchbegriff "Amazon Flex" auffindbare Amazon-Website sind grob irreführend. Das ist die uralte "wir-stellen-dich-ein-schreibst-aber-Rechnungen" Methode (siehe deren FAQ, Punkt 4 "Gewerbeschein"), bei der aber Altersvorsorge, Krankenversicherung sowie selbstverständlich Urlaubs- und Krankheitstage, Steuerberater für die Pflicht-Einkommensteuererklärung (Pflicht), Gebühren für Gewerbeanmeldung inklusive übrigens einer ganz anderen Größenordnung an Müllabfuhrgebühren.

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Wie bitte ? Mein Mann ist seit Jahrzehnten selbständig. U.a. führt er auch Logistik/Kurierdienste z.B. für Labore, Lebensmittelkontrolle uvm. durch. Wir mussten noch nie erhöhte Abfallgebühren zahlen. Da fragt bei der Gewerbeanmeldung niemand nach, es sei denn, man hätte explizit eine Gewerbefläche z.B. einen Autohof/Werkstätte/ Halle o.dergl. welcher erhöhte Müll/Abfall sollte denn bei einem Fahrdienst anfallen ? Wo leben Sie ? Mein Mann hat seine Firma in NRW.

 

Amazon

Na ich weiß nicht warum sich so viele über Amazon und deren "Ausbeutung" der Mitarbeiter und Selbstständigen aufregt?

Sind das alles Menschen die online nichts bestellen, sondern im Laden um die Ecke einkaufen?

Egal welches Logistikunternehmen man in Betracht zieht, alle Beuten aus.

Man sollte sich nicht über einen Unternehmer aufregen, er ist eben clever und es sei ihm die Yacht gegönnt.  Jeder hat die Möglichkeit durch Cleverniss Geld zu verdienen oder?

seinen Fahrern bietet

Gut so. Es wird ja keiner gezwungen diese Angebote anzunehmen. Und da viel jungen Menschn trotzdem immer wieder dort bestellen wird sich auch nicht ändern.

Hier kann und muss dann jeder selbst erkennen ob das rfür Ihn richtig ist. Der Begriff: Selbständig beinnhalte ja die Tugenden "selbst" und ständig.

Kritik nur teilw. berechtigt

zunächst muss davon ausgegangen werden, dass ein erwachsener Mensch wissen muss, worauf er sich einlässt, wenn er Geschäfte/Verträge abschliesst. Wenn gegen Gesetze verstossen wird, muss das verfolgt werden. Ich glaube auch nicht, dass hier ehem. Flüchtlinge gezwungen werden, diese Art Job anzunehmen. Die Texte der Verträge muss eigentlich auch jeder verstehen; man ist ja auch im Besitz einer dt. Fahrerlaubnis davon abgesehen, muss man auch hier, wie eigentlich überall auf der Welt, für sein Recht eintreten bzw. wenn nötig Hilfe holen. Der "Staat" ist keine Nanny und nicht zu pampern da. Er muss die Rahmen vorgeben in Form von Gesetzen. Diese gibt es. Wer dagegen verstösst, macht sich strafbar. Das muss verfolgt werden. Für alles andere ist der mündige Bürger selbst verantwortlich. Diese Eigenverantwortlichkeit wird doch in anderen Bereichen immer wieder eingefordert.

Hinsichtlich dieser überbordenden Rücksendungen wurde m.W. bereits gehandelt und entspr. Order erteilt !

Abfallgebuehr fuer angemeldete Gewerbebetriebe

@15:23 Uhr von weingasi1 Wo leben Sie ? Mein Mann hat seine Firma in NRW.  

RLP! Und ich bin ziemlich sicher, daß die Abfallgebühr nicht nur in meinem Landkreis bei einem angemeldeten Gewerbetreibenden höher ist als bei einem Arbeitnehmer, der genau dieselbe Funktion durchführt. Mir wurde erklärt, daß sich die Höhe nicht nach der zu erwartenden Menge an Abfall (es ging hier um die Grüne Tonne, d.h. Verpackungsrecykling) richtete, sondern nur nach dem Kunden, also ob privat oder angemeldetes Gewerbe. 

Frdl. Gruß, Zuschauer49 

 

@12:08 Uhr von Bender Rodriguez

 Warum erhebt man im onlinehandel nicht einfach 30% MwSt, als Ausgleich für gesparte Miete für Laden, Parkplatz etc?  . Oder glaubt wer, daß bei Amazon blind gekauft wird, ohne vorher im Fschhandel Infos geholt zu haben?

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Zu 1) weil das rechtlich glücklicherweise nicht möglich ist. Wäre ja auch nur gesamteuropäisch wirksam.

Zu 2)Wenn ich in DEU zum Fachhändler gehe und mich dort beraten lasse, dann kaufe ich auch dort. Wobei das in den beiden letzten Jahren häufig nicht möglich war.

Fakt ist aber auch, dass online-Händler, hier insbesondere Amazon teilweise Vorteile, und ich rede _nicht_ von vllt günstigeren Preisen. Ich rede von Auswahl und vor allem von Kulanz ! Da könnte sich so mancher Händler vor Ort 3 Scheiben abschneiden. Leider hat es der EH verschlafen. Bevor ich in DE von Ponius zu Pilatus laufe, weil ich z.B. eine pink Bermuda in Gr. 38 brauche, bestelle ich sie im Netz, wenn sie nicht passt, sende ich sie zurück. Bezahle nach Rg.-Erhalt. Isso.

jeder klagt und jammert

aber kaufen tun die meisten bei diesen Onlineanbietern

 

ebenso weiß jeder  auch um die Arbeitsbedingungen in Fernost

trotzdem kauft mancher sein T Shirt um 3 Euro aus dortiger Produktion

auch so sieht die Wirklichkeit aus

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