Kommentare - Bis zu 550 Euro Corona-Bonus für Altenpflegekräfte

22. Februar 2022 - 08:50 Uhr

Die Pandemie hat Beschäftigten in der Altenpflege einiges abverlangt. Für ihre Leistungen sollen sie deshalb einen Bonus von bis zu 550 Euro bekommen. Das geht aus einem Eckpunktepapier des Gesundheitsministeriums hervor.

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Kommentare

Ein Armutszeugnis

Bis zu 550 Euro für diejenigen, die in der Pandemie bis zum Umfallen gearbeitet haben, aber 1.500 Euro steuerfreien Coronabonus für Beamte und teilweise Pensionäre, die bis auf Polizeibeamte und Beamte in den Gesundheitsämtern bestimmt nicht bis zum Umfallen in der Pandemie gearbeitet haben. Das ist ein Schlag ins Kontor für alle in der Kranken- und Altenpflege Tätigen.

Ohne Worte

……

Aber mal wieder nicht für alle

Ich kann verstehen, dass man Pflegekräften etc. einen Bonus zahlen will, für deren Einsatz in der Pandemie. Aber was ist denn mit dem Personal im Rettungsdienst? Nichts, genau, weil der ja immer noch „funktioniert“. Anfang der Pandemie: nur mit Mundschutz in die Wohnung eines Patienten, weil es nicht genügend FFP2-Masken gab. Wer äußert einen Verdachtsfall und warnt das Personal im Krankenhaus? Der Rettungsdienst. Wer fährt  wegen Überlastungen einiger Krankenhäuser die Patientin, egal ob Corona oder nicht, in andere Krankenhäuser? Der Rettungsdienst. Den einzigen Bonus den es gab war 2020: 400-600€ je nach Entgeltstufe. Und damals wurde der schon außen vorgelassen. Jetzt bekommen die Pflegekräfte, berechtigterweise einen zweiten Bonus. Auch wenn es nicht viel ist, aber was ist mit dem Rettungsdienst? Richtig der ist nicht so wichtig, „funktioniert“ ja noch. 

Der blanke Hohn

Das kommt dabei raus wenn Verwaltungen regieren.

Das ist nicht Bosheit, sondern völlige Unkenntnis.

Es ist ein weiterer Tiefschlag für alle in der ambuilanten versorgung tätigen , die wie immer in D die Hauptlast der Versorung tragen.

Die Krone des Hohns ist jedoch die Regelung:

"Dies könnten etwa Beschäftigte aus der Verwaltung, der Haustechnik, der Küche, der Gebäudereinigung, des Empfangs- und des Sicherheitsdienstes, der Garten- und Geländepflege, der Wäscherei oder der Logistik sein."

Wie Sascha Lobo im Spiegel sagte ein "LAnd der Angestellten", ich ergänze nein!  ... der Verwaltung.

 

Irgendwann werdet ihr alle begreifen das Akten oder o.g. Euch nicht behandeln!!!!! 

Dann ist es zu spät für alle und eben auch für Euch in den Büros.

Ich arbeite...

... seit fünf Jahren selbst in der Pflege, Fachbereich Onkologie. Wir tragen seit Beginn der Krise täglich 8,5 Stunden lang Masken, dauerhaft. Mittlerweile ist nicht einmal mehr das Trinken in Anwesenheit einer anderen Person gestattet. Nennt man dies nun Mehrbelastung oder nicht?

Ärzteschaft der Station hat sich fast halbiert, Pflege noch weiter geschrumpft. Wir arbeiteten auch vor der Krise bereits am Limit, dass dann die Überlastung Tatsache ist, liegt nicht an den 4000 Intensivpatienten in einem 83 Mio. Land, sondern daran, dass die Leute vorher bereits ausgebrannt waren (nicht jeder, aber viele).

Ich werde den Beruf schnellstmöglich ebenfalls verlassen. Lauterbachs Aussagen sind nur weitere Phrasen die die Scheindebatte aufrechterhalten sollen. Vertrauen ist weg, es wird sich nichts ändern. Teilweise kommt bei uns ohnehin die Meinung auf, dass dies genau so gewünscht sei.

 

Diesen lächerlichen Bonus können Sie sich schenken.

 

 

 

Politiker denken in Kategorien

Da man aus den zahlreichen Aufsichtsrats- und Vorstandsposten "Boni" kennt, verbunden mit höheren Summen, nutzt man die "positive" Besetzung dieses Begriffes für schäbige Einmalzahlungen an Sozialarbeiter.

@09:48 Uhr von Aufmerksamleser

Bis zu 550 Euro für diejenigen, die in der Pandemie bis zum Umfallen gearbeitet haben, aber 1.500 Euro steuerfreien Coronabonus für Beamte und teilweise Pensionäre, die bis auf Polizeibeamte und Beamte in den Gesundheitsämtern bestimmt nicht bis zum Umfallen in der Pandemie gearbeitet haben. Das ist ein Schlag ins Kontor für alle in der Kranken- und Altenpflege Tätigen.

Soweit Sie den steuerfreien "Coronabonus", den die Tarifvertragsparteien, also auch die Gewerkschaften vereinbart haben, anführen, ist folgendes zu beachten:

1. Der Bonus beträgt - unabhängig von der Entgelthöhe - 1300 Euro, nicht 1.500 Euro. 

2. Er ist ein "Ausgleich" für die im öffentlichen Dienst anstehende "Nullrunde", die bei der derzeitigen Inflation für sämtliche im ö.D. Beschäftigten zu realen Gehaltsminderungen führt. 

3. Auch in der Pandemie wurde Mehrarbeit ("bis zum Umfallen") voll bezahlt und vergütet. Nach welchen Kriterien soll bewertet werden, wann ein "Bonus" zu zahlen ist?

@10:22 Uhr von Anonym

Dass der Rettungsdienst auch dieses Mal stiefmütterlich behandelt wird sehe ich auch. Ich selbst bin NotSan in Vollzeit. Wer MUSS in prekärste Wohnungsverhältnisse hinein und wer MUSS teils immer adipösere Patienten in voller PSA mehrere Stockwerke hinuntertragen? Meine Kolleg*innen und ich wurden wiederholt ausgelacht und sogar angefeindet, wenn wir die Anwesenden z.B. um das Tragen von Masken gebeten haben. Ganz zu schweigen von der emotionalen Verletzung, zu der es kommt, wenn man mit einem maschinell Beatmeten bis zu 30 auf der Straße steht, weil im gesamten Einzugsgebiet einer Großstadt keine Klinik einen Beatmungsplatz hat.

@10:34 Uhr von Konoeshidan

... seit fünf Jahren selbst in der Pflege, Fachbereich Onkologie. Wir tragen seit Beginn der Krise täglich 8,5 Stunden lang Masken, dauerhaft. Mittlerweile ist nicht einmal mehr das Trinken in Anwesenheit einer anderen Person gestattet. Nennt man dies nun Mehrbelastung oder nicht? Ärzteschaft der Station hat sich fast halbiert, Pflege noch weiter geschrumpft. Wir arbeiteten auch vor der Krise bereits am Limit, dass dann die Überlastung Tatsache ist, liegt nicht an den 4000 Intensivpatienten in einem 83 Mio. Land, sondern daran, dass die Leute vorher bereits ausgebrannt waren (nicht jeder, aber viele). Ich werde den Beruf schnellstmöglich ebenfalls verlassen. Lauterbachs Aussagen sind nur weitere Phrasen die die Scheindebatte aufrechterhalten sollen. Vertrauen ist weg, es wird sich nichts ändern. Teilweise kommt bei uns ohnehin die Meinung auf, dass dies genau so gewünscht sei.   Diesen lächerlichen Bonus können Sie sich schenken.      

Ein wahres Wort! Letztendlich führen Sie zusammengefasst aber aus, dass es sich beim "Corona-Bonus" um so etwas wie einen Etikettenschwindel handelt, denn sowohl die Mehrbelastung, als auch die Folgen ("ausgebrannt") sind - gleich ob mit oder ohne Corona - vorhanden.

Da habe ich ja nochmal Glück gehabt …

Gut dass ich ab April in Rente gehe. Sonst hätte ich mir doch tatsächlich Gedanken darüber gemacht, wie ich diese Ohrfeige, nein, diesen Faustschlag mitten ins Gesicht zurückgeben könnte. 
Vieicht könnten die Faktenfinder mal recherchieren, welche Corona - Prämien bei den anderen Parteivorständen genehmigt wurden? 
Über die Grünen wurde ja schon berichtet.

Einfach beschämend

Beamten, und zwar allen, werden ganz problemlos mit mehr als dem doppelten Betrag bedacht, sogar die Forderung besteht auch den Pensionisten das zu zahlen. Da gibt es kein Gezerre, ob berechtigt oder nicht.

irgendwie merkt man, wer was bestimmt.

@10:46 Uhr von Sailor1974

.  2. Er ist ein "Ausgleich" für die im öffentlichen Dienst anstehende "Nullrunde", die bei der derzeitigen Inflation für sämtliche im ö.D. Beschäftigten zu realen Gehaltsminderungen führt.  
soll das ein Witz sein

?

können Sie Tarif nicht von Sonderzahlung unterscheiden?

@11:36 Uhr von Margitt.

Bis zu 550 Euro ... Für mich ist das ein Taschengeld. 
Ich denke, wenn man den Betrag nicht schnell auf das 4-fache erhöht, wird die Regierung ausgelacht werden. 

Antrag

Jede Wette, der Antrag hat 64 Seiten und erfordert mehrere Dutzend Nachweise.

@11:25 Uhr von pwg51

.  2. Er ist ein "Ausgleich" für die im öffentlichen Dienst anstehende "Nullrunde", die bei der derzeitigen Inflation für sämtliche im ö.D. Beschäftigten zu realen Gehaltsminderungen führt.   soll das ein Witz sein ? können Sie Tarif nicht von Sonderzahlung unterscheiden?

Die Corona-Sonderzahlung ist im Tarifvertrag der Länder (TdL) bei der letzten Tarifrunde im November 2020 vereinbart worden. Sie ist also eine tarifliche Sonderzahlung, quasi ein "Etikettenschwindel" für den Umstand, dass bis zum Dezember 2022 keine Tariferhöhung vereinbart wurde (gegenüber z.B. 3,2 % Erhöhung für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen in 2021 oder rund 3 % im Einzelhandel). 

Und: Der öffentliche Dienst vollzieht nur das "nach", was die anderen Bereiche ebenfalls vereinbaren. Auch in der Metallindustrie gibt es einen "Coronabonus" und eine weitere "Einmalzahlung" ("= Transformationsgeld").

Sie sehen, ich kann sehr wohl Tarif von Sonderzahlung unterscheiden, und es handelt sich bei der "Coronaprämie" um eine tarifliche Sonderzahlung. Dass bezüglich der Beamten eine "Übertragung" erfolgt, liegt darin begründet, dass der öD mit der TdL, Verdi und dem Beamtenbund auch deren Interessen vertritt und die Länder sich bei der Beamtenbesoldung hieran orientieren.

 

falscher Weg

Warum bekommen bestimmte Personengruppen eine Extrabonus? Durch die Pandemie mussten viele Berufsgruppen viel leisten (Polizei etc.) und waren Risiken ausgesetzt. Die Pflegekräfte haben nur ihren Job gemacht und wurden dafür ja wahrscheinlich auch schon bezahlt. Die Überstunden müssten halt dann bezahlt oder abgefeiert werden.

Entweder bekommt jeder einen Bonus oder niemand. Nur für die Pflegekräfte ist gegenüber vielen anderen sehr ungerecht.

@10:34 Uhr von Konoeshidan

 

... seit fünf Jahren selbst in der Pflege, Fachbereich Onkologie …

Diesen lächerlichen Bonus können Sie sich schenken.      

 

Längerfristig wird das mit den Pflegeberufen sowieso nur dadurch besser, wenn die Löhne steigen, die Wertschätzung dem Beruf gegenüber höher wird, und es einen besseren Personalschlüssel gibt.

 

Sonst wird der Beruf gerade bei der demographischen Entwicklung in Deutschland niemals attraktiver bei jungen Menschen, die man in jedem Fall braucht, damit der Berufsalltag für die schon Tätigen nicht noch beschwerlicher und anstrengender wird.

Privatwirtschaft zurückdrängen

das wäre hundertmal sinnvoller, als mit gut gemeinten Trostpflastern ein kommerzialisiertes System in der Pflege und Gesundheit "beruhigen" zu wollen. Wenn wir Gesundheit und Pflege der Kosten-Nutzen-Rechnung unterwerfen, bleibt immer der Mensch auf der Strecke. Denn der "kostet" schließlich immer Geld. Ob als Patient oder als Angestellte/r

Typisch SPD!!

Echt schlimm, wie die Pflegekräfte, besonders seit der Pandemie von unseren Regierungsvertretern verschaukelt werden. Extrem ist es aber jetzt seit die SPD an der Regierung ist. Im Januar haben u.a. die Müllmänner 1300 Euro Bonus erhalten und die Schwestern/Pfleger erhalten max. 550 Euro und dies noch nicht einmal alle. Und wann, ist immer noch unklar.

 Die Zeiten von Brandt und Schmidt, als die SPD noch die Partei des "kleines Mannes" war, sind lange vorbei!!

Was ist mit den Kollegen im ambulanten Bereich?

Unser Team einer Familien-Zahnarztpraxis arbeitet seit Tag eins der Pandemie ununterbrochen

-in voller Schutzausrüstung

-im stark Aerosol-belastetem Bereich

-mit „Kunden“, die die Maske ab- statt anlegen

und halten gemeinsam mit den allgemeinärztlich tätigen Kollegen den stationären Einrichtungen -so weit es eben geht - den Rücken frei.

Den ersten „Corona-Bonus“ haben wir als Arbeitgeber voll aus der eigenen Tasche für unsere Mitarbeiter finanziert (was diesen in den wenigsten Fällen überhaupt klar war), lediglich der Verzicht auf dessen Versteuerung ging zu Lasten des Staates.

Nun sollen genau die Kolleginnen und Kollegen sogar ganz leer ausgehen und stattdessen „Beschäftigte aus der (…) Garten- und Geländepflege“ bedacht werden?!

Ich hoffe sehr, dass hier noch einmal nachgebessert wird….

@11:36 Uhr von Margitt.

Bis zu 550 Euro ... Für mich ist das ein Taschengeld.  Ich denke, wenn man den Betrag nicht schnell auf das 4-fache erhöht, wird die Regierung ausgelacht werden. 

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Diese Überschrift ist nicht von mir...

Wertschätzung

Ich bin jetzt seit 35 Jahren Krankenschwester, in Vollzeit, in Teilzeit, von Intensiv bis ambulante Pflege. Wir waren seit ich denken kann unterbesetzt, unterbezahlt, nicht wertgeschätzt, sondern meistens nur bemitleidet. Mir hängt es zum Hals raus...Ich kam 2020 nach 8 Jahren USA nach Deutschland zurück in die (ambulante)Pflege. Es hat sich nichts geändert. Einstiegsgehalt eines Berufsneulings, Einarbeiten von Mitarbeitern aus allen Berufsfeldern nur nicht der Pflege, konstant unterbesetzt (geteilte Dienste, Überstunden etc.), hoher Krankenstand, sehr hohe Erwartungshaltung von Kunden und Familien, konstant den MDK im Nacken, Selbsttest vor jedem Arbeitsbeginn, testen von (dementen) Kunden usw. usw.und trotzdem machen meine Kollegen und ich weiter. Wir lieben unseren Beruf und wissen, was ohne ambulante Dienste passieren würde. Beifall von Balkonen oder sog. Corona Boni entlocken uns nur ein müdes Lächeln. Es muss sich grundsätzlich etwas ändern und das nicht erst seit Corona.

Was ist mit den Kollegen im ambulanten Bereich?

Unser Team einer Familien-Zahnarztpraxis arbeitet seit Tag eins der Pandemie ununterbrochen

-in voller Schutzausrüstung

-im stark Aerosol-belastetem Bereich

-mit „Kunden“, die die Maske ab- statt anlegen

und halten gemeinsam mit den allgemeinärztlich tätigen Kollegen den stationären Einrichtungen - so weit es eben geht - den Rücken frei.

Den ersten „Corona-Bonus“ haben wir als Arbeitgeber voll aus der eigenen Tasche für unsere Mitarbeiter finanziert (was diesen in den wenigsten Fällen überhaupt klar war), lediglich der Verzicht auf dessen Versteuerung ging zu Lasten des Staates.

Nun sollen genau die Kolleginnen und Kollegen sogar ganz leer ausgehen und stattdessen „Beschäftigte aus der (…) Garten- und Geländepflege“ bedacht werden?!

Ich hoffe sehr, dass hier noch einmal nachgebessert wird….

einfach nur lächerlich, wenn…

einfach nur lächerlich, wenn es nicht zu traurig wäre.

Milliarden für Tui, Lufthansa usw, für Masken und Maskenprovisionen, für Test´s und Testcenterbetreiber, Corona Zulagen für Beamten,   Bundestagsmitarbeiter..., usw., usw.

und nun bis zu ! 550 Euro im Laufe des Jahres

unglaublich, ein Schlag ins Gesicht der Pflegefachkräfte nach den vollmundigen Versprechungen

Nun ja

550 Mrd. Der geschätzte Schaden durch die sogenannte Pandemie und 550€ für die Pflegekraft. Wunderbar

@12:06 Uhr von Nelke785

Vertrauen ist weg, es wird sich nichts ändern. Teilweise kommt bei uns ohnehin die Meinung auf, dass dies genau so gewünscht sei
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@11:49 Uhr von Sailor1974

Ihr Beitrag zeugt von Sachkenntnis, und ich stimme ihm voll zu. Leider ist er nutzlos, weil es @pwg51 wohl kaum um eine Sachdiskussion gehen dürfte, sondern um das beliebte Beamtenbashing, also letztlich Sozialneid.

Ich frage diese Leute dann immer, weshalb sie nicht einfach selbst Beamte geworden sind, aber auch das bringt nichts.

@10:34 Uhr von Konoeshidan

Vertrauen ist weg, es wird sich nichts ändern. Teilweise kommt bei uns ohnehin die Meinung auf, dass dies genau so gewünscht sei.   Diesen lächerlichen Bonus können Sie sich schenken.      
———————-

Zeitverträge aus osteuropäischen Staaten sind günstiger. In Zeiten wie diesen sicher kein Problem, Nachwuchs, bzw. Ersatz von dort zu bekommen. Deshalb glaube ich tatsächlich auch, dass viele AG froh sind, den ein oder anderen mit festem Vertrag loszuwerden. 

@10:22 Uhr von Anonym

"I...aber was ist mit dem Rettungsdienst?..."

 

Sorry, aber für den Rettungsdienst ist Corona doch keine enorme Belastung!
Es ist ein Dienst wie immer! Lediglich der Maskenschutz kam hinzu. Und den betreffen Millionen anderer auch!

 

Schließlich soll der Bonus auch keine Gefahrenzulage sein, sondern Anerkenntnis für die enorme Belastung auf der Intensivstation!

 

@11:41 Uhr von Toni B.

Jede Wette, der Antrag hat 64 Seiten und erfordert mehrere Dutzend Nachweise.

-.-.-

Sie spielen auf den "Bürokratie-Wahnsinn" in Deutschland an und haben damit völlig Recht.

Was Deutschland sich an Bürokratie "leistet", ist nicht mehr zu toppen.

Einerseits diese Heuchelei, dass die sozial Schwächeren, die Pflegebedürftigen, die Kranken oder die Arbeitslosen doch sooo abgesichert seien und andererseits ist es wegen der Bürokratie und dem nicht immer vorhandenen "Wohlwollen" der Sachbearbeiter in den Leistungsstellen fast unmöglich für die Anspruchsberechtigten ihre Ansprüche geltend zu machen.

So verzichten viele schon im voraus auf ihnen zustehende Leistungen und die Politiker tun dann so, als würden sie sich darüber wundern.

Dabei sollten sie sich an die eigene Nase fassen und vielleicht Antragsverfahren GANZ einfach gestalten.

 

Politiker

bedienen sich selber mit 1,5k, und dass obwohl sie sehr wohlhabend sind und unter Garantie nicht einen Bruchteil der „Mehrbelastung“ durch Covid in ihrem Beruf haben …

 

… Pflegekräfte aber werden mit „bis zu“ 550 abgespeist. (Wer weiß nach welchen bürokratischen Hürden.) Rettungsdienste werden wieder mal komplett ignoriert. 

 

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich weder an der Bezahlung noch an den Arbeitsbedingungen in diesen Berufen wirklich etwas ändern wird.

 

Es gäbe dafür nur einen einzigen Weg: Medizinische Versorgung raus aus den privaten Händen, denn da gehört sie nicht hin.

Wow.  Davon gehen dann…

Wow.  Davon gehen dann Steuern und Bearbeitungsgebphten ab. Und am Schluss kann man sich grad mal ein Eis kaufen.

Wer beschließt sowas? Ich würde mich Brutalität schämen, das anzubieten.

Das ist weniger, als unsere jährliche Erfolgsbeteiligung.

Aber Hauptsache der Chefarzt und der Hauptaktionär haben genug.

Oje ...

etwas weniger und es wäre nix. Und was viel wichtiger ist, keine verbindliche Aussage bzgl. Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Die Ampel zeigt mal wieder rot :-(

@Kaula64, 11:58

Danke für diese klaren Worte. Wäre natürlich schön, wenn Ihr Kommentar auch an „politisch verantwortlicher Stelle“ nicht nur gelesen, sondern sogar ein Nachdenken auslösen würde.

Bis zu 550 Euro Bonus für Altenpflegekräfte...

Und was bedeutet das "bis zu" ? Es bedeutet für Teilzeitkräfte weniger. Und außerdem bekommen nicht alle Pflegekräfte diesen Bonus, obwohl vorher im Koalitionsvertrag etwas anderes ausgesagt oder zumindest angedeutet wurde. Ebenso wird das nicht dazu beitragen, die Abwanderung aus den Pflegeberufen zu stoppen.

Aber schon im Januar rückte man davon ab. Welche Meinung wird das Pflegepersonal über Karl Lauterbach haben oder sich bilden ?

11:20 Uhr von pwg51

Das stimmt so nicht. Die Beamten des Bundes und Pensionäre bekommen nichts und wie forist sailor 1974 richtig sagt ist es für die Beamten und Angestellten der Länder der Ausgleich für eine nullrunde 2022. 

Respektabel

550 Euro Corona-Bonus ist respektable und auf jeden Fall fair.

Ich arbeite nicht in dem

Bereich. Aber ich habe sehr genau mitgekriegt, was in den Wohn und Pflegeheimen geleistet wurde sowohl von denen im direkten täglichen Covidkrankenkontakt, als auch den anderen Küche, Wäsche, Handwerk, Beschäftigung, Organisation. Alles musste komplett anders laufen. Mit demselben Personal musste in allen Bereichen eine 3fach umständlichere und körperlich wie seelisch noch belastendere Arbeit geleistet werden. Für die direkt Tätigen ist das eine persönliche Beleidigung, für die indirekt Tätigen eine Peinlichkeit. Wären diese alle nur einigermaßen gut bezahlt könnten sie den Betrag den Politikern vor die Füße werfen, so aber sind sie gezwungen das anzunehmen. Bedanken würde ich mich nicht, sondern schnell bessere Gesetze Personalschlüssel und unangekündigte echte Kontrollen fordern. Pflege ist kein Feld für Spekulanten und Aktionäre. 

15:19 Uhr von Dr. Manfred Körte "Respektabel"

550 Euro Corona-Bonus ist respektable und auf jeden Fall fair.

Ja, das ist für die ganze Epidemie ungefähr so viel, wie ein Bundestagsabgeordneter pro Werktag an Diät bekommt (ohne noch Kostenpauschale und Bürokosten einzurechnen). Die Beschäftigten auf dem Pflegesektor müssen ja in Geld schwimmen, eine gerechte Belohnung für den einen Job in der Republik, bei dem sie auf keinen Fall ausfallen, Fehler machen oder kündigen dürfen, ohne die ihnen anvertrauten Menschen zu gefährden.
Übrigens sind es je nach "Pflegebettnähe" 190 bis 550 Euro, Letzteres bekommen wohl nur die  Wenigsten.  

Frdl. Gruß, Zuschauer49

@15:19 Uhr von Dr. Manfred Körte

550 Euro Corona-Bonus ist respektable und auf jeden Fall fair.

.

Soso. Das ist kaum mehr, als der abendliche Applaus vom Balkon. 

.

oder willst du nur lustig sein?

Coronabonus als "Umverteilung"

Bei dem geplanten Bonus handelt es sich um eine Zahlung, die aus Steuergeldern für einen (wohl noch zu bestimmenden) Teil der bei Pflegeunternehmen Beschäftigten gezahlt werden soll. Er ist nichts anderes als eine Umschichtung eines Geldbetrages, der dann für andere Aufgaben des Staates (Bildung, Infrastruktur, Stärkung des Gesundheitswesens Investitionen, auch in der Fläche) und auch zur "Fachkräftegewinnung" nicht zur Verfügung steht.

Dass der "Bonus" - auch in anderen Bereichen - steuer- und abgabenfrei ist, ist letztlich ein Taschenspielertrick.... Da handeln Tarifvertragsparteien, aber auch der Staat als Arbeitgeber selbst wie ein "Steueroptimierer" (oder Steuerhinterzieher), der Schlupflöcher sucht... Letztlich auf Kosten der Allgemeinheit...
 

@11:50 Uhr von Flammenring

 Entweder bekommt jeder einen Bonus oder niemand. Nur für die Pflegekräfte ist gegenüber vielen anderen sehr ungerecht.

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Der ÖD, also auch Polizisten, hat seinen Bonus bereits erhalten bzw. erhält ihn in 03/22.Die meisten Angestellten in der Privatwirtschaft haben ihren Bonus bereits erhalten. Der Staat bzw. die Länder sorgen mit diesem jetzt beschlossenen Bonus explizit für die Pflegenden, die ja in grossen Teilen in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Schämen Sie sich nicht, dass Sie ausgerechnet den Pflegern dieses Kleingeld neiden ? Hoffentlich kommen Sie nie in die Situation, beurteilen zu können, was diese leisten. Was so ein paar Euronen doch sofort für Neidgefühle und Begehrlichkeiten weckt. Neid ist übrigens die hässlichste der Todsünden.

 

@ Kaula64 11:58 / @ claudia1977 11:59

Danke für Ihre Beiträge. Diese lassen tief blicken in den Irrsinn unseres Gesundheitssystems und die offensichtliche Planlosigkeit der zuständigen Politik.

 

@ Konoeshidan 10:34

 

Ich kann Ihre Haltung mehr als verstehen und sie darin bestärken, sich das nicht auf Dauer anzutun.

 

Sie sind noch bei weitem jung genug, um sich anderweitig zu orientieren. In der Pflege werden Sie weitaus schneller „ausgebrannt“ als in anderen Berufen, das kann ich Ihnen versichern.

Echt jetzt?

Vorheriger Kommentar gelöscht - warum auch immer. Die 550€ sind einfach zu wenig. Ich plädiere dafür weniger Waffen als die geplanten 50 Milliarden jährlich anzuschaffen und dafür ausreichend Geld in die Hand zu nehmen um die Menschen in Deutschland tatsächlich zu schützen. Denn ordentliche Pflege kostet was - schlechte nur Menschenleben.

Am 22. Februar 2022 - 12:36 Uhr von Vector-cal.45

Pflegekräfte aber werden mit „bis zu“ 550 abgespeist. (Wer weiß nach welchen bürokratischen Hürden.) Rettungsdienste werden wieder mal komplett ignoriert. Es gäbe dafür nur einen einzigen Weg: Medizinische Versorgung raus aus den privaten Händen, denn da gehört sie nicht hin.

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Zur Wahrheit gehört dazu, dass die Pflegekräfte in 2021 bereits € 1.500 erhielten. Auch das mag man als zuwenig ansehen. Ich will es nur bemerken. Die Krankenhäuser sind zu ca. 2/3 nach wie vor _nicht_ in priv. Hand. Auch sind die priv. Häuser nicht per se schlecht. Mein Freundin arbeitet in einem priv. Altenpflegeheim und wird erheblich besser bezahlt, als die Kollegen in den kommunalen Häusern. Letztlich werden die, die gut zahlen auch genügend Personal haben. Man muss halt wissen, dass es _irgendwer_ bezahlen muss. Im Zweifel der Bürger mit seinen Beiträgen zu Kranken/Pflegeversicherung.

 

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