Kommentare - Ukraine-Krise: Kanzler Scholz in Kiew eingetroffen

14. Februar 2022 - 15:44 Uhr

Kanzler Scholz ist in Kiew zu Gesprächen mit Präsident Selenskyj eingetroffen. Die Bundesregierung prüft noch, ob sie der Ukraine militärische Ausrüstung wie Nachtsichtgeräte liefern kann. Die G7-Staaten drohen Moskau mit Sanktionen.

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Kommentare

re 17:36 Schwarzseher: Schwarzseher

>>Glaubt jemand ernsthaft, Putin hätte innerhalb seiner Bevölkerung Rückhalt für einen Krieg und ein Interesse daran, zum nächsten Nordkorea zu werden?<<

Ja, das glaube ich ganz ernsthaft! Es ist für keinen autoritär herrschendes Regime dieser Welt ein Problem, einen „Rückhalt“ für einen Krieg zu konstruieren. Wofür wohl streben diese Regime als erstes die totale Kontrolle der Medien und damit die totale Deutungshoheit in ihrer Gesellschaft an?

Welche Chance hat denn die Bevölkerung, sich ein objektives Bild der Lage zu verschaffen? Was soll sie denn sagen, wenn Putin einen Überfall der faschistischen Ukraine auf die russischen Enklaven behauptet? Oppositionelle sind doch dort bereits im Straflager, wenn sie nur für eine freie Berichterstattung eintreten.

Und was „Nordkorea“ angeht: An dessen Verzauberung wird doch selbst hier schon massiv gestrickt: „Auch nicht anders als hier“ usw. usw. usw.

17:39, Nachfragerin

>>Für mich klingt das nach Geldlieferungen, damit sich die Ukraine noch mehr Waffen kaufen kann...<<
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Und wenn die Ukraine noch so viele Waffen kauft, gegen einen Angriff der bestens gerüsteten russischen Armee hätte sie trotzdem keine Chance.

17:52 Uhr von Karl Klammer

Putin kann nach dem Maneuver in Belarus einfach seine Truppen zurück in ihre Heimatkasernen verlegen und sagen: "Seht ihr, ich habe es doch gesagt!". Dann wird man Putin dafür beklatschen, den Westen an der Nase herumgeführt zu haben.
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Sie gehen davon aus, dass Putin in Russland den gleichen Rechenschaftspflichten unterliegt, wie ein Staatsoberhaupt in einer freien Demokratie. Dem ist nicht so.

14. Februar 2022 - 17:52 Uhr von Karl Klammer

Was bringt sie zu dieser "weisen" Erkenntnis?
Dazu erstens unterstellen sie Russland wird von der Mafia regiert und Putin nur geduldet.
Zweitens erliegen sie der irrigen Annahme die Bevölkerung wurde dann aufbegehren.
Beides ganz sicher nicht, dazu muss man nicht einmal Russland gross kennen um das zu wissen.

17:39 Uhr von Nachfragerin

"Für mich klingt das nach Geldlieferungen, damit sich die Ukraine noch mehr Waffen kaufen kann..."
..
Ja. Sie reimen sich gern auf Teufelkommraus irgendwas zusammen, auch wenn es noch so wenig mit den Nachrichten zu tun hat, die Sie zu kommentieren vorgeben.

Nun, Sie haben eben ein Herz für Putin und andere Despoten seines Schlags. Wer wollte Ihnen da verdenken, dass Sie im Eifer des Gefechts vergessen, auch Putins hochgerüstete Truppen zu kommentieren.

Aber die versammeln sich ja auch nur an der Grenze, weil sie von der gefährlichen ukrainischen Armee bedroht werden!

Deeskalation

gebot der Stunde, wie wahr wie wahr.....
Bisher hat die Nato/USA nur das alte Spiel der Aktion-Reaktion gespielt, das ist im 22 Jahrhundert jedoch zu wenig. Deeskalation bedeutet auch, nicht mit vagen Vermutungen vor die Weltbühne zu treten und den Mutmaßlichen Angrifszeitpunkt festzulegen.
Das ist das genaue Gegenteil von Deeskalation das ist Kriegstreiberei.
Ich hoffe das Herr Scholz diesen Konflikt entspannen kann damit der alte Automatismus von Aktion-Reaktion endlich einmal durchbrochen wird...
Ich wünsche ihm dafür kreative Ideen und viel Mut jenseits der überkommenen Machtansprüche.

@17:12 Uhr von Kokolores2017

//Wieso zahlen wir nützlichen Idioten also immer für die ewig gleichen halbseidenen Eliten? Wieso müssen nicht zuerst die (kapitalkräftigen) Bürger eines Landes für dieses Land aufkommen, bevor sie andere Länder um Unterstützung bitten bzw. diese sogar einfordern?//
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Gute Frage. Vielleicht könnten ja mal unsere Journalisten für Aufklärung sorgen? Vielleicht geben die sich aber auch mit der Erklärung von Volker Pispers zufrieden:
"Starke Schultern müssen mehr tragen. Den Kaviar in schweren Taschen nach Hause..."

Am 14. Februar 2022 - 18:08 Uhr von teachers voice

Eine Demokratie die Respekt verdient würde Abstimmungen in den besetzten Gebieten zulassen, selbst unter voller internationaler Beobachtung, was die Gebiete wollen und nicht per Gesetz bestimmen das das ganze Land zu entscheiden hat.

re 18:07 Nachfragerin: Rückzug nach vorne

>>Der herbeigeredete Angriff Russlands wird nicht kommen, weil Russland damit nichts zu gewinnen und viel zu verlieren hätte.<<

Tolle Analyse! Dann stellt also der Truppenaufzug rund um die Ukraine überhaupt keine Bedrohung dar? Prima!

>>Genauso wenig wird ein Rückzug der russischen Truppen kommen. Denn dafür müssten die USA Russland etwas Besseres anbieten als die tägliche Wiederholung der immerselben Drohung.<<

Warum sollten denn „die USA etwas Besseres anbieten“, wenn die russischen Truppen keine Bedrohung darstellen? Schließlich hätte doch Russland „nichts zu gewinnen und viel zu verlieren“.

Also entweder Sie halten diesen Putin für doof oder Sie halten uns für doof,wenn ich das so pointiert sagen darf.

Stimmig ist Ihre Argumentation jedenfalls in keiner Weise. Es bleibt mir auch ein Rätsel, wie man einen Angriff „herbeireden“ kann. Das hab ich schon bei Lawrow nicht verstanden. Russland würde als angreifen, weil die USA einen Angriff behaupten?

Am 14. Februar 2022 - 17:36 Uhr von Wohlstandsbäuchlein

Hallo Wohlstandsbäuchlein

Wenn man von der Annexion der Krim absieht, die sicherlich völkerrechtswidrig war, dann war doch alles friedlich.
Ja selbst die Gaslieferungen haben einwandfrei geklappt.

Ich habe oft gelesen, dass die EU kurz vor dem Ende stand.

Die Krim ist strategisch wichtig für Russland und der Truppenaufmarsch ist sicherlich agressiv.
Unabhängig davon, dass mir die Forderungen nicht im Detail bekannt sind
(Gewerkschaft fordert auch 10 % um 4 % zu bekommen), sehe ich, zumindest öffentlich, keinen Willen zu einer gleichberechtigten Verhandlung.

Wenn sich Putin jetzt ohne Ergebnisse zurückzieht, dann habe ich das Gefühl, dass er damit den Druck der USA erhöhen wird.
Gesicht verlieren, das wird ihm egal sein, aber er ist ein Taktiker.

17:58 Uhr von eine_anmerkung.

"Und Sie denken wirklich das mit unserem deutschen Steuerzahlergeld das möglich wäre? so nach dem Motto noch ein paar Milliarden in die Ukraine pumpen und das Land stabilisiert sich dann? Warum sollen wir Deutsche immer für den Frieden in der Welt bezahlen? Verstehe ich nicht? Und das Geld was Sie dort reinpumpen wird doch wieder, zumindest zum Teil, von der korrupten Regierung abgegriffen. Nochmal! Was geht uns bezüglich unserem Steuergeld die Ukraine an?"
..
Wie wäre es mit etwas mehr Konsistenz in Ihren Meinungsäußerungen? Die Frage, ob der innere Zustand der Ukraine "uns" etwas angeht, haben Sie mit keinem Argument auch nur berührt.
Wenn es jedoch möglich ist, mit Geld etwas für den Frieden zu tun, dann sind die Mittel des Steuerzahlers (der in Ihrem Posting mal wieder eine erbärmliche Figur abgibt) hier erstklassig investiert.
Aber seien wir ehrlich: Um diesen armseligen Steuerzahler geht es Ihnen gar nicht. Sie wollen lediglich gegen die Ukraine stänkern.

18:16 Uhr von derkleineBürger

So sieht man das in der Nato ja auch schon seit die Ukraine vor über 10 Jahren ein Beitrittsgesuch eingereicht hat.
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Können wir uns jetzt wiederum mal darauf einigen, dass es nicht das Problem der Nato sein kann, dass die Länder, die Russland am besten kennen fast ausnahmslos Schutz vor Russland bei der Nato suchen? Das ist nunmal Russlands Problem und seine Politik der Beeinflussung, Einschüchterung, Erpressung bis hin zur Besetzung und Annexion sind ganz hauptursächlich dafür und schlichtweg nicht von der Hand zu weisen.
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Welcher Staat mit Achtung vor sich selbst und seinen Staatsbürgern möchte die russische Zukunftsvision: ein weiteres Belarus zu werden?

@17:38 Uhr von Wolf1905 @Wohlstandsbäuchlein um 16:28

//Sie wollen also, dass die Ukraine aufgerüstet wird mit westlichem Waffenarsenal (das sie im Ernstfall an die Russen sehr schnell verlieren würden!)?
Nein: wenn es tatsächlich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung kommen sollte, wäre es für die Beteiligten (Ukraine und Russland) eher gut, wenn es schnell vorbei ist, ohne langen kriegerische Gemetzel. Denn realistischerweise wird die Ukraine keine Chance haben, hier zu bestehen!//
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Genau so ist es. Putin soll einmal gesagt haben , dass er die Ukraine in zwei Tagen einnehmen könne, wenn er das wolle.
Mit einer aufgerüsteten Ukraine könnte es zwei oder drei Tage länger dauern. Der Blutzoll wäre aber auf beiden Seiten ungleich höher.

17:52 Uhr von Karl Klammer

Zitat:

"Zieht er seine Ukraine Manöver Übung wieder ab,
so wird man auch wegen den enormen Kosten ihn ein Bein stellen."

Sie sind ja nicht der Einzige, der behauptet, dass dieser "Truppenaufmarsch" die Russen enorme Summen kostet.

Wie kommt man auf diese Idee? Die Soldaten sind doch nicht im Ausland? Die bekommen doch hierfür keinen erhöhten Sold. Auchdie Waffen sind doch ohnehin schon da. Das Ganze kostet Russland nicht mehr als die üblichen Manöver.

Einer der Vorkommentare hat mich darauf gebracht. Könnte es nicht sogar sein, dass Russland (und die USA) durch die derzeitigen Spannungen gut verdienen. Der eine (USA) verkauft mehr Waffen, der Andere (Russland) bekommt für Öl und Gas deutlich mehr. Daher befürchte ich, dass sich auf absehbare Zeit wenig ändern wird.

18:16, derkleineBürger

>>Kann man es bitte einsehen, dass KEIN NATO-Beitritt der Ukraine einfach mehr Sicherheit und Stabilität für alle bietet ? Für uns, für die Ukraine und für Russland.<<
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Ein NATO-Beitritt der Ukraine steht doch überhaupt nicht zur Debatte.

Am 14. Februar 2022 - 16:33 Uhr von weingasi1

Zitat: Ich bin etwas verwundert über die Anspruchshaltung, die von der UKR an den Tag gelegt wird. Wie auch in den Nachrichten im TV zu sehen bzw. zu hören war, fordert (!) die UKR mehr Wirtschaftshilfe, mehr militärische Ausrüstung bzw. Waffen und sie fordert (!) eine Abkehrzusage von Herrn Scholz zu N2. Ich frage mich, mit welchem Recht hier irgendetwas gefordert wird.
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Das ist doch Wortklauberei.
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Ist es denn verbürgt, dass seitens der Ukraine das Wort "fordern" benutzt wurde?
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Den Botschafter finde ich wie folgt zitiert: "Wir brauchen modernste Waffen. Deutschland kann das liefern. Deutschland ist fähig, das zu tun. Und das zu verweigern heute, das bedeutet für uns, die Ukraine im Stich zu lassen."
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Das kann man, wenn man will, "fordern" nennen. Man kann es aber auch lassen.

@ 18:16 Uhr von derkleineBürger

"Kann man es bitte einsehen, dass KEIN NATO-Beitritt der Ukraine einfach mehr Sicherheit und Stabilität für alle bietet ? Für uns, für die Ukraine und für Russland."
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Stimmt, zudem gerade in den Nachrichten gehört, ein Nato-Beitritt stehe eh nicht zur Debatte.

Am 14. Februar 2022 - 18:07 Uhr von Nachfragerin

Hallo Nachfragerin

Die Krim als strategische Basis ist für Putin sehr wichtig.

Hier wird immer gefordert warm oder Demokrat,
Vielleicht nimmt Putin Verluste in Kauf, weil die Krim es ihm wert ist?

Die Ukraine wird immer mehr aufgerüstet, dann besser jetzt den "Brückenkopf " vergrößern oder sogar den Feind weit zurückdrängen, um die Veeteidigung vor Ort besser organisieren zu können.

Auch wir werden starke Verluste haben, leider die unteren Schichten.
Für die anderen wird es sich schon richten.

@Polios "Die nimmt nämlich…

@Polios "Die nimmt nämlich die Westeuropäer nicht besonders ernst und verhandelt lieber mit den großen Jungs aus den USA." Könnte vielleicht daran liegen das die gemerkt haben das die Befehle eh von den großen Jungs kommen. Hat Biden doch klar gestellt bei NS2.

18:25, w120

>>Wenn die Invasion unmittelbar bevorsteht, was bezweckt Selenskij mit seiner Beschwichtigung? Erhält er keine Mitteilung der geheimdienstlichen Kenntnise?<<
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Ob die Invasion jetzt unmittelbar bevorsteht oder nicht, Selenskyj möchte auf jeden Fall Panik vermeiden.

@ derkleineBürger 18:16

>>Kann man es bitte einsehen, dass KEIN NATO-Beitritt der Ukraine einfach mehr Sicherheit und Stabilität für alle bietet ? Für uns, für die Ukraine und für Russland. <<
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Das haben sie kurz und bündig auf den Punkt gebracht.
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Russland hat bereits oft genug deutlich gemacht, dass dies aus ihrer Sicht der wichtigste Kritikpunkt ist. Es sollte nicht so schwer sein, dahingehend Verständnis zu zeigen und denke, dass die ganze Situation so sehr schnell zu entschärfen wäre.
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Erst kürzlich sagte Lawrow wieder, dass Zugeständnisse zur Sicherheit der Außengrenze Russlands von elementarer Bedeutung seien und er erwähnte, dass in diesem Punkt bisher keinerlei Bewegung der NATO in Richtung einer solchen Zusicherung möglich erscheint.
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Ich finde es auch durchaus nicht anmaßend, dass die direkt anliegenden Staaten weitestgehend neutral bleiben sollten. Zudem gehört der durch und durch korrupte ukrainische Staatsapparat weder mit Milliarden „subventioniert“ noch in die NATO.

18:25 Uhr von w120

Es steht sich überhaupt nicht Russland und die USA gegenüber.
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Leider möchten viele nicht wahrhaben, dass sich Russlands Bruch mit der europäischen Friedensarchitektur vorrangig gegen uns vereinte Europäer richtet sowie gegen unser Bündnis mit den USA, welches uns stark macht, dem politischen, wirtschaftlichen und militärischen Druck Chinas und Russlands zu widerstehen.

@MehrheitsBürger 18:11 Uhr

Putin droht mit einem Angriffskrieg und der Aufmarsch seiner kriegsbereiten Battalione vom Süden der ukrainischen Grenze im Halbkreis bis nach Balarus spricht eine eindeutige Sprache. Russland droht seinem vielfach unterlegenen Nachbarn mit Krieg, um seinen Willen mit Gewalt durchzusetzen.

Wirklicher Fakt oder von Ihnen eingebildet? Wann hat Putin denn mit einem Angriffskrieg gedroht? Warum macht er dann Vorschläge zur Entspannung der Lage auf die er konkrete Antworten haben wollte. Warum ging der Westen nicht auf das Wesentliche seines Anliegens ein, sondern gab nur unbefriedigende Antworten und einige wenige Vorschläge? Wie Lafontaine im DPA-Interview richtig feststellte: „Der Westen muss lernen, dass man dem Gegenüber dieselben Rechte einräumen muss, die man für sich selbst in Anspruch nimmt.“ Das funktioniert nur, indem man den anderen und dessen Interessen versteht oder sich darum bemüht - im Großen wie im Kleinen!

@fathaland slim - Waffenlieferungen

18:26 Uhr von fathaland slim:
"Und wenn die Ukraine noch so viele Waffen kauft, gegen einen Angriff der bestens gerüsteten russischen Armee hätte sie trotzdem keine Chance."
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Und warum liefert der Westen dann so viele Waffen, wenn das der Ukraine gar nichts bringt?
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Meine These: Weil das den westlichen Rüstungsunternehmen etwas bringt.

18:07 Uhr von Nachfragerin

Der herbeigeredete Angriff Russlands wird nicht kommen, weil Russland damit nichts zu gewinnen und viel zu verlieren hätte.
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Sie können sich nicht vorstellen, was Russland dabei zu gewinnen hätte, denn weder verstehen Sie Putin so gut wie Sie denken, noch geopolitische Erwägungen.
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Schon das Russland "viel zu verlieren" hätte, ist eine eher gutgläubige Sicht. Das kann Putin durchaus anders sehen. In jedem Fall kann er den Taschenrechner zücken und sich ausrechnen, was es wohl kosten würde - denn alle Seiten haben militärische Unterstützung für die Ukraine ausgeschlossen sowie bereits recht klar umrissen, zu welchen Sanktionen es schlimmstenfalls kommen würde. .
So wird ein unbezahlbares Gut mit einem Preisschild versehen.
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Was Putin insbesondere langfristig zu gewinnen hätte, kann ich Ihnen hier leider nicht ansatzweise umreißen, aufgrund der hiesigen Grenzen. Es ist auch viel zu gewinnen und der Preis - zum jetzigen Zeitpunkt - im Grunde tatsächlich die einzige Frage.

Am 14. Februar 2022 - 18:25 Uhr von teachers voice

Hallo teachers voice

wenn Putin einen Überfall der faschistischen Ukraine auf die russischen Enklaven behauptet

Wenn Biden einen Überfall irgendeiner Gruppierung auf die russischen Enklave kauft?

Ich denke, dass er jetzt einmarschieren will?
Warum soll er auf einmal warten? Zumal es doch sumpfig wird.

@Mehrheitsbürger - 18:11

"Da helfen keine Beschönigungen und Ablenkungen vom Zentrum des Themas. Putin will seinem Nachbarn seinen Willen aufzwingen. Wenn er damit Erfolg hat, wer kommt dann als nächstes ?
Diese Frage stellen sich seit geraumer Zeit viele osteuropäischeStaaten. Und ihre Antwort ist, sich unter den Schutz der NATO zu stellen."
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Na, denn mal los.
Das osteuropäische Land welches nach Ihrer Theorie am dringendsten den Schutz der NATO benötigt wäre aktuell die Ukraine. Und nicht so zaghaft "Das widerspricht aber den Beitrittsvorschriften" - nachdem hier hinreichend dargestellt wurde, was Putin schon alles gebrochen hat muss man auf NATO Seite auch nicht mehr so zimperlich sein. Auf die Zustimmung der USA können Sie sich 100%ig verlassen, weil das deren Ziel seit über eine Dekade ist.
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Anstatt hier Witze über 5000 Helme zu machen weil man sich ziert, die Ukraine mit Waffen für diesen ungleichen Kampf auszustatten, bekommt man so endlich die militärische Präsenz die den Kreml beeindrucken wird.

@teachers voice - Die Logik der Geopolitik

18:37 Uhr von teachers voice:
" Dann stellt also der Truppenaufzug rund um die Ukraine überhaupt keine Bedrohung dar?"
> Ich schrieb, dass kein Angriff droht. Eine Drohkulisse ist es trotzdem.
_
"Warum sollten denn ,die USA etwas Besseres anbieten', wenn die russischen Truppen keine Bedrohung darstellen?"
> Wenn die USA deeskalieren wollten, müssten Sie Russland wenigstens ein bisschen entgegenkommen. Aber das werden sie nicht tun, denn die eigenen Interessen stehen höher als der Frieden in Europa.
_
"Also entweder Sie halten diesen Putin für doof oder Sie halten uns für doof,wenn ich das so pointiert sagen darf."
> Die USA und Russland agieren ausgesprochen geschickt, um ihre Interessen durchzusetzen. Doof sind nur diejenigen, die sich für fremde Interessen einspannen lassen.
_
"Stimmig ist Ihre Argumentation jedenfalls in keiner Weise."
> Die Logik der Geopolitik wird ihnen nie stimmig erscheinen. Sie passt einfach nicht in Ihr Weltbild.

Angriff ist die beste Verteidigung?

Diese Kriegslogik hat sich in Zeiten der Atomwaffen überholt, heute gilt wer als erstes schießt ist als zweiter Tod.
Die Frage die kaum beachtet wird ist die was hat die Nato/EU USA von einer Eskalation?
Die Aufrechterhaltung von 100.000 Soldaten im Feld kostet jeden Tag beträchtliche Summen, die Gasgeschäfte könnten für die USA kaum besser laufen, wer verdient an diesem Konflikt und wer braucht ihn wirklich?

Leider geben die Nachrichten in Ost und West darauf nur einfache Antworten, die wirklichen Hintergründe werden wir dann in 20 Jahren erfahren wie immer.....

@ 18:16 Uhr von derkleineBürger

"Kann man es bitte einsehen, dass KEIN NATO-Beitritt der Ukraine einfach mehr Sicherheit und Stabilität für alle bietet ? Für uns, für die Ukraine und für Russland."
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Manchmal habe ich das Gefühl, dass es den Politikern an Gerechtigkeitssinn fehlt und sie sich der Tragweite ihrer Entscheidungen nicht bewusst sind.

@Phonomatic um 18:07

17:29 Uhr von Wolf1905
Dann doch lieber neutral bleiben, ohne in die NATO eintreten zu wollen [....] Wenn ich Ukrainer wäre, wüsste was ich bevorzugen würde.
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>> Das dürfen Sie den Ukrainern überlassen. Dort gehen ganz normale Menschen am Wochenende auf's Trainingsgelände - weil ihnen was an ihrem Land und an Ihrer Freiheit liegt. <<
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Aber sicher, ich bin ja kein Ukrainer. Übrigens gehen in Russland auch ganz normale Menschen am Wochenende auf‘s Trainingsgelände, wie es hier oder in den USA oder sonst wo auf der Erde der Fall ist - und denen wird auch viel an ihrem Land und ihrer gewissen Freiheit liegen - also das ist kein Argument, warum die Ukraine unbedingt in die NATO aufgenommen werden sollte.

@ Nachahmerin

Der herbeigeredete Angriff Russlands wird nicht kommen, weil Russland damit nichts zu gewinnen und viel zu verlieren hätte.

Und weil man wegen leerer militärischer Drohgebärden keine Zugeständnisse macht, wars das. Putins Armee zieht ab und der Alltag hat uns wieder.

@ 17:58 Uhr von eine_anmerkung.

Wir alle wissen zur Genüge, dass Sie null Interesse an internationaler Friedenspolitik haben und durch zwei einfache Reflexe gesteuert werden: "Keine Flüchtlinge in meinem Land!" und "O Gott! Bloß keine Steuern für das, was mir nicht unmittelbar nutzt!"
Gut, dass der Horizont der allermeisten etwas weiter ist.

Das Putin-Regime hat sich…

Das Putin-Regime hat sich anscheinend verkalkuliert. Man sollte ihm einen gesichtswahrenden Truppenabzug ermöglichen.

@Phonomatic und ein paar andere

Jemand will den Dachstuhl meines Hauses anzünden. Das möchte ich gerne verhindern. Aber ich werde mich dazu nicht mit den anderen Gangstern verbünden, die gerade versuchen, ein Feuer im Keller zu legen. Auch wenn die behaupten, sie seien nur da, um beim Löschen zu helfen.
Aber dieser Versuch, mich von keiner Seite benutzen zu lassen, stellt ja für Sie bereits einen Verrat dar, nicht wahr? Sie werfen mir vor, mit dem Mann im Dachstuhl zu sympathisieren. Belegen können Sie das nicht, kein Wunder, es ist ja auch nicht so. Aber womit zeigen Sie eigentlich, dass es Ihnen nur um das Haus geht?

17:55 Uhr von Wanderfalke

Das Ding ist doch durch.
"Nach Ansicht einiger Foristen war Minsk II ohnehin ein Russland-Begünstigungskontrakt und durfte deswegen auch ständig unterlaufen werden.
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Ich weiß nicht, wie Sie die Sache einschätzen - ich denke, diplomatisch ist der Zug schon dreimal abgefahren."

Die ukrainische Regierung sieht eine Alternative: mit militärischen Angriff die Gebiete zurück zu holen. Seid Ihr einverstanden mit dem? Aber dass bedeutet Krieg mit Russland.

„Stehen fest an Ihrer Seite“

Aber zur Sicherheit steht die Maschine von Scholz wohl mit laufenden Motoren auf dem Flughafen von Kiew.

Nur falls der Russe doch einmarschieren sollte solange Scholz noch in Kiew ist…

Ich denke wenn Mittwoch

die russische Armee , die Grenze zur Ukraine mißachtet und ein marschiert , dann ist der Geldadel dieses Landes mit ihrem Hab und Gut fort.
Fürs Volk bleiben dann nur noch Waffen und Kanonen übrig,
damit sie sich ehrenvoll verteidigen.
Mein Rat ,keine Waffen für die Ukraine, denn das wäre Völkermord.

17:07 Uhr von MargaretaK. - „Spieltheorie“

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Dass die Kosten für die USA nach dem Modell am geringsten sind, ist auch ohne Spieltheorie klar.
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Christian Rieck positioniert sich mit seiner Analyse allerdings eindeutig prorussisch. Die anstehende Energiewende nutzt er als eindringlich vorgebrachtes Argument für das Unterlassen von Sanktionen seitens Deutschlands/Europas im Falle eines Einmarschierens Russlands in die Ukraine.
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Inwiefern spielt das Recht der Ukraine auf Souveränität in den ganzen strategischen Überlegungen eine Rolle? Wie positionieren Sie sich hierzu?
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Bei der Spieltheorie, die das Handeln der Akteure aus rein rationalen Motiven heraus erklärt, fehlt mir zudem der (zwischen)menschliche Aspekt.
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Zur Klarstellung - ich finde das Gebaren beider Großmächte mehr als kritikwürdig. Beide Staaten sollen die Ukraine in Ruhe lassen und jeweils Ihren Beitrag zur Deeskalation (Truppenabzug - keine Truppen aufbauen) beitragen.

Am 14. Februar 2022 - 18:49 Uhr von falsa demonstratio

Wenn sie alle Artikel hier auf TS lesen vor allem auch die welche nicht diskutiert werden und ganz speziell den heutigen, wo steht was Deutschland alles macht. Dann läßt sich schon ...im Stich lassen...als eine höflich umschriebene Forderung verstehen.

@Poliós - Drohkulisse

18:34 Uhr von Poliós:
"Aber die versammeln sich ja auch nur an der Grenze, weil sie von der gefährlichen ukrainischen Armee bedroht werden!"
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Nein. Die sammeln sich demonstrativ an der ukrainischen Grenze, um als Rückendeckung der von Russland unterstützten "Volksrepubliken" wahrgenommen zu werden.
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Ansonsten hat userin Tada gestern darauf hingewiesen, dass eine Armee der Landesverteidigung dient. Diese findet an der Grenze statt.

@ Wolfes74

Überdenken Sie die Konsequenzen! Ein russischer Einmarsch in die Ukraine ist der worst case für die ukrainische Bevölkerung!

Versteh ich jetzt nicht. Soll die Bevölkerung jetzt kuschen vor militärischer Gewaltandrohung? Die Putin Fans dementieren den Einmarsch doch. Also wozu der leeren Drohung mit Zugeständnissen auf den Leim gehen?

@ 19:07 Uhr Nachfragerin - Waffen und Überlegenheit

Ich habe vor einigen Tagen einen interessanten Bericht von einem militärischen Thinktank gesehen.

Da wurde zwar auch das wahrscheinlichste Szenario im Falle es zu einem russischen Angriff kommt dar gestellt.

Aber es wurde auch darauf eingegangen, dass rund 1/3 der ukrainischen Bevölkerung bereit wäre in dem Fall den Kampf auch hinter den Linien aufzunehmen.

Ich meine es war von rund 350.000 Mann auf Seiten der Russen die Rede, um das unter Kontrolle zu bekommen.

Also deutlich mehr als bislang aufmarschiert sind.

Am 14. Februar 2022 - 19:02 Uhr von Phonomatic

Hallo Phonomatic

Leider möchten viele nicht wahrhaben, dass sich Russlands Bruch mit der europäischen Friedensarchitektur vorrangig gegen uns vereinte Europäer

Lassen wir das "vereinte" mal so stehen.
Ich bin der Meinung, dass es ursächlich ein Konflikt der USA und Russland ist.

Wir können auch mit anderen Nichtdemokraten reden und Handel treiben.
Also warum jetzt nicht!

Wem nützt es?

Diese Frage zu beantworten schafft Klarheit im künstlichen Stress! Nützt es den Bevölkerungen
- der EU: nein
- der Ukraine: nein
- der Russischen Föderation: nein
Wer also hat davon Vorteile, wenn sich 2 oder 3 oder 4 .... streiten und sich mit der Frage "Krieg oder Frieden auf dem Kontinent" beschäftigen? Statt gegeneinander zu arbeiten und sich dabei gegenseitig zu schwächen wäre eine umfassende Kooperation aller europäischen Staaten gedeihlicher! Dieser Konkurrenz wären die USA nicht gewachsen - es sei denn, sie würden auf ihre angemaßte Führerschaft verzichten und pares inter parem sein wollen.
So lacht sich doch der MIK der USA 'nen Ast, wie wir uns an der Nase herumführen lassen!

@ 8geber

Wann hat Putin denn mit einem Angriffskrieg gedroht? Warum macht er dann Vorschläge zur Entspannung der Lage auf die er konkrete Antworten haben wollte.

Die Antwort lautet: Bitte die Truppen wieder abziehen. So einfach kann Weltpolitik sein.

19:05 Uhr von 8geber

Wann hat Putin denn mit einem Angriffskrieg gedroht?
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Die im Ausmaß und Ausstattung ungewöhnliche Ansammlung einer Armee an der Landesgrenze, die zu einer Invasion in der Lage ist, zusammengerufen aus dem gesamten Landesgebiet, sowie deren strategische Verteilung - ohne eine Erklärung zu liefern, wozu das genau dienen solle - bei der Vorgeschichte eines bereits geführten Angriffskrieges auf die Ukraine mit der Besetzung und Annexion von Landesteilen des nun erneut bedrohten Landes ...
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Da muss man die Augen schon fest verbinden, um darin nicht eine ganz explizite Drohung zu sehen. Um das zu bemerken braucht niemand mehr auch nur ein Wort.
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Aber tatsächlich wird noch eines drauf gesetzt: Es wird ein Dokument lanciert, dass ganz einseitig nur die Interessen des Drohenden - in unerfüllbarem Maße - bedient, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, was der Bedrohte eigentlich davon haben sollte, anderes, als alsbald überrannt zu werden.
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Das ist artikulierte Drohung.

19:02 Uhr von Phonomatic

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Leider möchten viele nicht wahrhaben, dass sich Russlands Bruch mit der europäischen Friedensarchitektur vorrangig gegen uns vereinte Europäer richtet sowie gegen unser Bündnis mit den USA, welches uns stark macht, dem politischen, wirtschaftlichen und militärischen Druck Chinas und Russlands zu widerstehen.
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Ich teile Ihre Kritik an Russlands Handeln - aber so ausschließlich positiv kann ich die deutschen Verflechtungen mit den USA nun nicht sehen. Die USA überschreitet m.E. genauso Grenzen.

P.S. Mein gestriger Beitrag um 23:04 Uhr war an Sie gerichtet (versehentlich hatte ich einen anderen Nick mit P. eingefügt)

So richtig daran glauben

an einer Invasion in die Ukraine kann und will ich noch nicht.
Sicher ist es so, das Putin militärisch überlegen ist.
Die Ukraine ist auch ein großer Flächenstaat und so im Handstreich glaube ich dann doch nicht, das es gehen würde.
Ich bin natürlich kein Militärexperte, könnte mir aber vorstellen, das Putin sich hierbei auch ganz schön die Finger verbrennen könnte.
Noch ist es nicht so weit und noch besteht Hoffnung.

re 18:37 Magic.fire: Respekt

>>Am 14. Februar 2022 - 18:08 Uhr von teachers voice
Eine Demokratie die Respekt verdient würde Abstimmungen in den besetzten Gebieten zulassen, selbst unter voller internationaler Beobachtung, was die Gebiete wollen und nicht per Gesetz bestimmen das das ganze Land zu entscheiden hat.<<

Wirklich? Sie würden eine Demokratie respektieren, wenn diese sich Teile von einem anderen Land einfach annektieren ließe? Weil die dortigen Bürger dies ja so wollten?

Eine Abstimmung dort kann ja gerne stattfinden. Allerdings unter ukrainischer Regie und nicht unter der Regie der Besatzungsmacht. Das ist doch alles komplett auf den Kopf gestellt und schlicht Kopf verdrehend.

Die schlichte Wahrheit ist: Russland ist nicht bereit, an seinen Grenzen souveräne und demokratische Staaten zu akzeptieren. Russland ist nicht bereit, mit einem souveränen Nachbarn ein freundschaftliches Verhältnis zu unterhalten. Es erwartet Unterordnung.
Russland spielt den Bully und wundert sich über Liebesentzug..

Am 14. Februar 2022 - 18:25 Uhr von teachers voice

Am 14. Februar 2022 - 18:25 Uhr von teachers voice

Hallo teachers voice

Ich bin davon überzeugt, dass wir das auch hinkriegen würden.

Der Zufall kann blitzschnell eine Eskalation auslösen.

Wir sind doch schon für den Krieg, er darf nur nicht bei uns stattfinden.

Ich vermisse den Protest für eine friedliche Einigung.

Und Pressefreiheit? Das wär doch mal ein Thema.

man kann nur hoffen, dass die EU zur Vernunft kommt

und sich der weiteren NATO-Ost-Erweiterung entgegenstellt. Sie ist nicht im Interesse der EU. Die Ukraine ist ein Pufferstaat. Was täten die US-Amerikaner, wenn Kanada einem chinesischen Verteidigungsbündnis beiträte? Das Verhalten des Westens ist nur noch lächerlich, weil es unter dem Deckmäntelchen von Selbstbestimmung Expansionspolitik betreibt, selbst aber teils aggressiv in anderen Ländern interveniert: Irak, Syrien, Ukraine, Afghanistan, Jemen, Lybien, ...

@phonomatic

"... Eine klar, ernstgemeinte und unmissverständliche Erklärung, dass die Gebiete Teil der Ukraine bleiben...."
Dann sollten Sie doch mal nachlesen, welche "ideen" dazu die Westukrainer haben. Und Sie behaupten hier tatsächlich, dass sich Russland darauf nicht einließe? So ähnlich steht es nämlich im Minsker Abkommen und dieser Punkt ist wohl der, der von ukrainischer Seite am heftigsten bekämpft wird.
Russland wird die Krim nicht ihrem ukrainischen Schicksal überlassen aber für die Ostukraine hat das Land bestenfalls "brüderliches" Wohlwollen.
Auch die russische innerukrainische Opposition wird, wie Sie auch vielleicht mal überlesen haben z.T. brutal drangsaliert.

re 19:05 8geber: Drohungen

>>Wann hat Putin denn mit einem Angriffskrieg gedroht? Warum macht er dann Vorschläge zur Entspannung der Lage auf die er konkrete Antworten haben wollte.<<

Wie droht man denn Ihrer Meinung mit einem Angriffskrieg? In dem man sagt „Ich drohe mit einem Angriffskrieg“?

Und wie nennen Sie es denn, wenn jemand „Vorschläge zur Entspannung der Lage“ macht, die er selbst herbeigeführt hat?

@w120 - Die Ukraine will keinen Krieg.

18:51 Uhr von w120:
"Die Krim als strategische Basis ist für Putin sehr wichtig. [...] Vielleicht nimmt Putin Verluste in Kauf, weil die Krim es ihm wert ist?"
> Das hat er 2014 bereits getan. Die Geschichte ist durch.
_
"Die Ukraine wird immer mehr aufgerüstet, dann besser jetzt den 'Brückenkopf' vergrößern oder sogar den Feind weit zurückdrängen, um die Verteidigung vor Ort besser organisieren zu können."
> Ich denke, dass die bloße Truppenpräsenz an der russischen Westgrenze völlig ausreicht, um die Ukraine von militärischen Abenteuern abzuhalten.
_
Herr Selenski klingt auch deutlich entspannter als Biden & Co. Ich deute das so, dass die Ukraine an keiner direkten Konfrontation mit Russland interessiert ist.

NATO usw.

In der Ukraine herrschen doch seit Jahren pol. Zustände, die wir in Ungarn leider schon kennenlernen mussten. Korruption, Günstlingswirtschaft, Subventionsbetrug usw. Die EU muss sich seit Jahren mit dem Orban plagen, die Rechtsstaatlichkeit dort ist nur noch Show.
Muss den jeder, der in die EU und in die Nato will automatisch auch aufgenommen werden? Hinreichend schlechte Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit sollten uns doch klüger gemacht haben. Der Verdacht liegt doch nahe, dass das in der Ukraine nicht viel besser wird. Wir sichern dem Putin zu, dass die Ukraine nicht in die Nato kommt und er hört mit den Spielchen dort auf. Einen Versuch sollte das mindestens wert sein.

@ krittkritt

Stattdessen müssten sie dafür Sorge tragen, dass Kiew die OSZE arbeiten lässt, und natürlich, dass Kiew endlich das letzte Minsker Abkommen beginnt umzusetzen.

Warum so einseitig? Kiew und Moskau müssen das Minsk-Abkommen umsetzen.
Und dass nicht die Ukraine, sondern die russische Armee die OSZE Beobachter blockiert, wissen Sie vermutlich genau.

@Anna-Elisabeth

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Was ist falsch daran, einfach nur ein friedliches Miteinander zu wollen? Ich will auf keiner Seite stehen.
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Daran ist ja nun gar nichts falsch und mein Post bezog sich nicht auf Sie. Allerdings betonen manche User übermäßig ihre Neutralität, bei denen ich eine Parteinahme ausmache, was ich dann unehrlich finde.
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Wenn die Menschen in der Ukraine in einem von Russland unabhängigen Staat in Frieden leben wollen, tue ich mich schwer damit einen Angriff Russlands auf die Ukraine tolerierbar zu finden. Und hoffe, dass Russland die Souveränität der Ukraine anerkennt, die genommene zurück gibt und etwaige weitere Drohungen unterlässt.
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Genauso kritisiere ich die Einmischung der USA. Russland hat allerdings m.E. mit dem militärischen Stellung beziehen begonnen. D.h. nicht, dass D. bzw. Europa nicht versuchen sollten zu deeskalieren. Aber wenn ich dem spieltheoretischem Ansatz folge, wird man man die Ukraine im Falle des Falles opfern.

@Nachfragerin um 19:07 / fathaland slim

@fathaland slim - Waffenlieferungen
18:26 Uhr von fathaland slim:
"Und wenn die Ukraine noch so viele Waffen kauft, gegen einen Angriff der bestens gerüsteten russischen Armee hätte sie trotzdem keine Chance."
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>> Und warum liefert der Westen dann so viele Waffen, wenn das der Ukraine gar nichts bringt?
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Meine These: Weil das den westlichen Rüstungsunternehmen etwas bringt. <<
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Ich glaube nicht, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine nur getätigt werden, um westliche Rüstungsunternehmen zu finanzieren; ich glaube, man macht dies, weil die Ukraine dies wünscht und sich dadurch stärker fühlt - vielleicht ist es ja auch ein Zeichen an Russland, dass eine Invasion auch für sie und ihre Soldaten einen hohen Preis bedeutet!
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Aber auch so glaube ich, dass gegen die Stärke der russischen Armee die Ukraine letztendlich chancenlos ist.
Kann man nur hoffen, dass es nicht knallt!

Am 14. Februar 2022 - 18:07 Uhr von Nachfragerin

„Der herbeigeredete Angriff Russlands wird nicht kommen, weil Russland damit nichts zu gewinnen und viel zu verlieren hätte"

Der Meinung bin ich auch.

Hier sitzt der Regisseur in der Loge und schaut, wie alle beflissen hin und her laufen und um Zugang zur Loge bitten.

Die Frage ist, was er davon hat.

Wenn es nur um die Ukraine ginge, wäre die Angelegenheit schon lange erledigt.
Ganz einfach, es geht um Vergeltung gegenüber der NATO.
Darum sind die Leichtgewichte aus der EU nur gelitten.

Da diese Tragödie jetzt aber langsam langweilig wird,
hat Herr Scholz die beste Möglichkeit alles zu einem guten Ende zu führen.

Z.B.
„Der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin und seine Frau Ludmilla Putina besuchten
im Rahmen ihres Staatsbesuches in der Bundesrepublik Deutschland
am Dienstag, den 25. September 2001, den Deutschen Bundestag.“
Die Reden von Herrn Putin und Herrn Thierse könnte man sich noch mal ansehen.

Was man auch nie vergessen sollte

Wo hat Putin sie finanziellen Mittel für seine Hochrüstung her, mit der er jetzt die Ukraine bedroht ?
Indirekt haben wir alle das wohl mit finanziert, indem wir immer feste Gas verbraucht und bezahlt haben, oder an der Tankstelle.

Aktuell

Habe gerade in den Nachrichten gehört, dass Scholz morgen Putin auffordern wird, 'bestehende Dialogangebote' anzunehmen.

Was denn für Dialog-Angebote ?
Was hat der Westen Russland denn zu bieten außer Drohungen ?

Beschämend.

NATO

Wenn Putin sich tatsächlich die Ukraine einverleiben würde, würde er die Grenzen Russlands direkt an die NATO vorverlegen. Dabei möchte er doch die NATO möglichst weit weg haben...
Er selbst hat es in der Hand, denn niemand möchte die Ukraine in die NATO aufnehmen.
Seine Sicherheitsgarantien muss er nicht von anderen fordern.

16:35 Uhr von eine_anmerkung.

...und wird es nach dem gewaltsamen Einmarsch von Putins Soldateska dann besser? Bestimmt nicht da sind wir uns doch hoffentlich einig. Wer ist schon frei vor Korruption der hebe den ersten Stein. Nur soll auch die Bevölkerung in der Ukraine über Ihr Land mit bestimmen könne und nicht dem trostlosen Machtapparat von einer Hand voll korrupter Oligarchen aus Moskau ausgeliefert werden.

von Polios 18:43

Geben Sie doch mal "Verbote von Medien in der Ukraine" ein.
Aber was machen denn nun kritisch eingestellte Menschen nach dem kommenden Wochenende ?
Fragen sie dann Presse und andere Medien, die in Endlosschleife von einem Angriff phantasieren, wann dieser denn kommt ? Per E-Mail oder Leserbrief.

Soldaten vor ukr. Grenze real

17:19 Uhr von Omikron:
"Jahr 2016 ... berichtete The Guardian , dass Russland bald 330.000 Soldaten an der Grenze haben würde. Doch nichts passierte und die Geschichte wurde stillschweigend fallen gelassen."
Mh, 2022 ist zwar die tatsächlichen Anzahl der Soldaten nur 1/3 der gemutmaßten aus 2016. Dafür aber real!
Und damals, im Jahr 2020, beschrieb der "Spiegel":
"Kaukasus 2020, Russland startet größtes Militärmanöver des Jahres [mit] 13.000 Soldaten, 250 Panzer: ... ein Manöver der Superlative".
Was haben wir dann jetzt, im Jahr 2022?

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