Kommentare - Ukraine-Krise: Kanzler Scholz in Kiew eingetroffen

14. Februar 2022 - 15:44 Uhr

Kanzler Scholz ist in Kiew zu Gesprächen mit Präsident Selenskyj eingetroffen. Die Bundesregierung prüft noch, ob sie der Ukraine militärische Ausrüstung wie Nachtsichtgeräte liefern kann. Die G7-Staaten drohen Moskau mit Sanktionen.

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Ukraine-Krise: Kanzler Scholz in Ukraine eingetroffen...

Mal sehen was bei den Gesprächen heraus kommt. Was Selensky fordern wird.
Inzwischen gibt es Meldungen darüber, daß etliche Oligarchen das Land verlassen haben oder noch verlassen wollen. Von 20 Privatmaschinen ist da die Rede in den Medien.
Während die Presse immer mehr zur Hochform aufläuft: Angriff am Mittwoch, der Kölner Stadt-Anzeiger sprach von einem bevorstehenden Zangenangriff. Eigentlich müssten wache Mediennutzer ab dem nächstes Wochenende dort mal nachfragen, wann es denn so weit ist....

Verhalten der Ukraine

Da sich die (westlichen) Medien ausnahmslos gegen Russland eingeschworen haben, bleibt die Ansicht der Ukraine den Krieg zu vermeiden völlig auf der Strecke.
Außer Forderungen nach (schweren) Kriegsgerät ist nichts anderes aus der Ukraine zu vernehmen.
Liegt es daher wirklich nur an Russland? Ist die Ukraine überhaupt zu Zugeständnissen (Natobeitritt. Osterweiterung der Nato) bereit?.
Ein wenig mehr Objektivität der Medien würde vielleicht nicht schaden. Oder möchten diese den Krieg unbedingt, nur einer Schlagzeile wegen?

Ich hoffe, Herr Scholz kann

Ich hoffe, Herr Scholz kann deeskalierend auf Selenskyj einwirken. Es gilt einen Krieg mitten in Europa zu verhindern.

Man kann nur hoffen

Ich hoffe ,die deutsche Regierung bleibt dabei, keine Waffen zu liefern.
Und ich hoffe, Putin hält die Füße still und lässt seine Armee in Russland.

Oje ...

"Dagegen könnte Scholz nach Angaben aus Regierungskreisen weitere wirtschaftliche Hilfen ankündigen, ..."
.
Finde es nicht in Ordnung, dass so viele deutsche Steuergelder in die Ukraine fließen. Wenn es zu Sanktionen gegen Russland kommt, dann benötigt D das Geld dringend selbst. Um z.B. teures Gas zu besorgen, ach ich vergaß, zahlt ja eh der Verbraucher selbst.

Warum machen wir das?

>>"Dagegen könnte Scholz nach Angaben aus Regierungskreisen weitere wirtschaftliche Hilfen ankündigen, um das Land widerstandsfähiger gegen russische Destabilisierungsversuche zu machen."<<
.
Bisher hat Deutschland fast zwei Milliarden der Ukraine zukommen lassen wovon ein guter Teil des Geldes in den Taschen der korrupten Regierung gelandet ist. Warum tun wir das (weiter finanzielle Unterstützung). Die Ukraine ist meines Wissens ein Konglomerat aus einer pro-russischen Bevölkerung und einer westlich orientierten Bevölkerung die sich gegenseitig die Schuld gibt unterdrückt zu werden. Das ganze wird von einer korrupten Regierung angeführt die sich gerne selbst die Taschen vollmacht. Warum lassen wir nicht die Ukraine in Ruhe und die soll sich erstmal selber finden?

Waffenlieferungen würden

einen militärischen Konflikt nur in die Länge ziehen, aber das Resultat nicht wesentlich verändern.

@Giselbert, 16:06


Finde es nicht in Ordnung, dass so viele deutsche Steuergelder in die Ukraine fließen. Wenn es zu Sanktionen gegen Russland kommt, dann benötigt D das Geld dringend selbst. Um z.B. teures Gas zu besorgen, ach ich vergaß, zahlt ja eh der Verbraucher selbst.

Also "D", ich nehme an, Sie meinen Deutschland, braucht das Geld selbst, damit "der Verbraucher" es nicht bezahlen muss. Sie haben eine seltsame Vorstellung vom Wirtschaftskreislauf und seinen Teilnehmern.

Ist es denn so schwer ...

... Russland ein paar Zugeständnisse zu machen ?
Die - vor allem vom Westen und den Medien - hochstilisierte Lage könnte morgen vorbei sein - so man es denn will.

Wirtschaftliche Betrachtung

Man kann die Zuspitzung der Krise auch versuchen, wirtschaftlich zu begründen. Russland exportiert jährlich ca. 150 Milliarden Kubikmeter Gas in die EU. Der derzeitige Preis pro Kubikmeter liegt bei über 2 USD und hat sich je nach Betrachtungsweise in der letzten Zeit um den Faktor 3 bis 5 verfielfacht. Russland profitiert also durch den Aufbau der Drohkulisse mit Mehreinnahmen von mindestens 200 Milliarden Euro. Aber auch die USA als weltweit größter Erdgasproduzent profitiert erheblich von erhöhten Preisen. Allein aus wirtschaftlichen Gründen haben also sowohl Russland als auch die USA ein Interesse an einem zugespitzten Konflikt aber auch nicht an einem Krieg. Wirtschaftlich gesehen ist die Ukraine für Russland uninteressant: Die gesamte Wirtschaftsleistung der Ukraine beträgt nur etwa 10% im Vergleich zu Russland und pro Kopf ist die russische Wirtschaft 3.5 mal stärker als die schwache Ukraine. Mein Tip: Es gibt keinen Krieg, aber die Drohung ist lukrativ für Russland.

Am 14. Februar 2022 - 15:54 Uhr von Scani Verhalten der Ukraine

>>Da sich die (westlichen) Medien ausnahmslos gegen Russland eingeschworen haben, bleibt die Ansicht der Ukraine den Krieg zu vermeiden völlig auf der Strecke.<<
Gäbe es in Russland eine Pressefreiheit, würde sich die Frage gar nicht stellen. Dagegen in den USA, wissen wir auch was in den USA passiert, auch alle negativen Dinge.
>>Außer Forderungen nach (schweren) Kriegsgerät ist nichts anderes aus der Ukraine zu vernehmen.
Liegt es daher wirklich nur an Russland? Ist die Ukraine überhaupt zu Zugeständnissen (Natobeitritt. Osterweiterung der Nato) bereit?.<<
Die Ukraine ist ein freies selbstbestimmtes Land. Die können fordern was sie wollen und wenn sich mehr den Westen nähern wollen ist das allein deren Sache. Das geht weder die USA noch Russland irgenetwas an!
>>Ein wenig mehr Objektivität der Medien würde vielleicht nicht schaden. Oder möchten diese den Krieg unbedingt, nur einer Schlagzeile wegen?<< In Russland gibt es keine Pressefreiheit, so das man nicht objektiv berichten kann

15:59 Uhr von harpdart

>>"Ich hoffe ,die deutsche Regierung bleibt dabei, keine Waffen zu liefern.
Und ich hoffe, Putin hält die Füße still und lässt seine Armee in Russland."<<
.
Waffen in Krisengebiete zu liefern verbietet schon unsere Gesetzgebung und die 12.000 Abwehrraketen die der ukrainische Botschafter uns für lau aus dem Kreuz leiern wollte gehören nunmal auch dazu (Waffen).

Die Aggression Russlands…

Die Aggression Russlands gegen Ukraine, wie es in Medien beschrieben wird, teilt sich auf zwei Strebungen: Osterweiterung NATO Truppen und mögliche militärische eroberung von ukrainische Seite die Ostukrainische gebieten, Donezk und Lugansk. Das zweites möchte Russland nicht zulassen und appelliert an dem, dass Kyiv soll die Minsker Abkommen ausfüllen.
Und ich hoffe das Kanzler Scholz, als Seite Normandie-Format den Punkt auch akzentuiert, und nicht die Russland beschuldigt
Ich glaube nicht, dass alle Foristen haben die Minsker Abkommen von 2015 gelesen. Deswegen möchte alle Punkten vorlegen.
Für Moderator: Quelle - Wikipedia.de, reine Fakten, kein Verstoß gegen Forum-Regeln.
1. Unverzüglicher und allseitiger Waffenstillstand in einzelnen Gebieten der Oblaste Donezk und Lugansk der Ukraine und dessen striktes Befolgen ab 00 Uhr 00 Minuten (Kiewer Zeit) am 15. Februar 2015.

16:06 Uhr von Giselbert

"Finde es nicht in Ordnung, dass so viele deutsche Steuergelder in die Ukraine fließen."
..
Ein Land, das Politik aktiv gestalten will - was hier dringend notwendig ist - , muss auch bereit sein, dafür etwas zu bezahlen.
Im Übrigen: Eine in sich gefestigte Ukraine treibt den Preis für mögliche Invasoren, die schon die Kavallerie in Stellung gebracht haben, in die Höhe. Für den Frieden in Europa kann das nur von Vorteil sein.

nutzloses Engagement

Natürlich hoffe ich wie jeder hier, dass sich eine Einigung findet.
.
Da ich aber von westlicher Seite nur ein Beharren auf Positionen sehe, habe ich größte Zweifel, dass dies was bring.
.
Hier braucht es eine Diplomatie der kleinen Schritte.
Putin wünscht sich zu recht Sicherheitsgarantin (dafür hat sogar Macron Verständnis). Und die Ukraine will z.Zt. eh keiner wirklich in die Nato aufnehmen.
Es kommt auch eine Zeit nach Putin.

Ich glaube die Ukraine will…

Ich glaube die Ukraine will den Krieg genauso wenig wie Russland oder Europa. Vielleicht wäre es ja ganz hilfreich den Amerikanern mal zu erklären das wir unsre Probleme in Europa gern selbst regeln würden. Wir sollten endlich anfangen eine gemeinsame Europäische Wirtschafts und Friedensstruktur aufzubauen und zwar gemeinsam mit Russland. Denn genau das ist es was Amerika seid Jahrzehnten zu verhindern versucht. Wohl wissend das ein Ganzheitliches Europa die stärkste Wirtschaftsmacht noch vor der USA und China wäre.

Es gab doch gerade die…

Es gab doch gerade die Meldung, dass Russland einlenken würde, wenn die Ukraine einer Mitgliedschaft in der NATO eine Absage erteilen würde. Das ist doch ein Hebel!
Lieber auf eine Mitgliedschaft bestehen, angegriffen und letztendlich besetzt zu werden? Das wäre doch sehr riskant. Und vielleicht sollte auch der eine oder andere Mitgliedstaat in der NATO dem Wunsch der Ukraine offen widersprechen bzw. die Mitgliedschaft ablehnen, um ein Signal zu senden.
Ein Krieg in der Ukraine wird verheerend für die Bevölkerung. Das sollte Selenskyj berücksichtigen!

@ FritzF

Waffenlieferungen würden einen militärischen Konflikt nur in die Länge ziehen, aber das Resultat nicht wesentlich verändern.

Ach so, nur Russland darf gerüstet sein, damit es einen kurzen Waffengang gibt?
Das ist ja wohl voll daneben.
Ich bin dafür, dass sich die Ukraine fair verteidigen kann. Kleine Staaten können ihre Unabhängigkeit nur bewahren, indem sie das Risiko für große Angreifer so hoch wie möglich machen.

Ich habe heute....

Ich habe heute in den Nachrichten gehört das unsere amerikanischen Freunde davon ausgehen das unsere russischen Freunde am Mittwoch in die Ukraine einmaschieren würden. Meiner persönlichen Meinung nach irren hier unsere amerikanischen Freunde und unsere russischen Freunde werden das gerade nicht tun nur um zu zeigen das unsere amerikanischen Freunde mal wieder auf den Holzweg sind mit Ihren Spekulationen.

Ichbin etwas verwundert über

die Anspruchshaltung, die von der UKR an den Tag gelegt wird. Wie auch in den Nachrichten im TV zu sehen bzw. zu hören war, fordert (!) die UKR mehr Wirtschaftshilfe, mehr militärische Ausrüstung bzw. Waffen und sie fordert (!) eine Abkehrzusage von Herrn Scholz zu N2.
Ich frage mich, mit welchem Recht hier irgendetwas gefordert wird. Eine Bitte könnte ich ja noch verstehen aber eine Forderung halte ich für mehr als anmassend. Insbesondere die Inbetriebnahme von N2 geht die UKR nix an, auch wenn Ihnen dadurch Gelder entgehen. Im übrigen bin ich nach wie vor der Meinung, dass man sich aus diesem Konflikt raushalten sollte. Die USA verhalten sich m.M. ziemlich provokant, können Sie auch, sie sind weit weg vom Schuss, während DE quasi auf dem Präsentierteller sitzt. Nach dem AFG-Flop täten wir gut daran derartige Eskapaden b.a.w. zu unterlassen. Ich möchte aber betonen, dass ich kein Putin-Fan bin, sondern lediglich Vernunft gesteuert.

@ FWJA

Die Aggression Russlands gegen Ukraine, wie es in Medien beschrieben wird, teilt sich auf zwei Strebungen: Osterweiterung NATO Truppen und mögliche militärische eroberung von ukrainische Seite die Ostukrainische gebieten, Donezk und Lugansk. Das zweites möchte Russland nicht zulassen und appelliert an dem, dass Kyiv soll die Minsker Abkommen ausfüllen.

Dann müsste Russland ja selbst auch das Minsker Abkommen einhalten und seine Truppen aus Donezk und Luhansk zurück ziehen. Die Gebiete gehören nämlich nach dem Völkerrrecht zur Ukraine.

16:24 Uhr von Poliós

>>""Finde es nicht in Ordnung, dass so viele deutsche Steuergelder in die Ukraine fließen."
..
Ein Land, das Politik aktiv gestalten will - was hier dringend notwendig ist - , muss auch bereit sein, dafür etwas zu bezahlen.
Im Übrigen: Eine in sich gefestigte Ukraine treibt den Preis für mögliche Invasoren, die schon die Kavallerie in Stellung gebracht haben, in die Höhe. Für den Frieden in Europa kann das nur von Vorteil sein."<<
.
Warum sollten wir mit unseren Steuergeldern die Politik der Ukraine gestalten wollen? Verstehe ich nicht? Die Ukraine ist doch mit ihrer korrupten Regierung meilenweit davon entfernt als "gefestigt zu gelten". Was mischen wir uns da mit unseren Steuergeldern ein?

Nette Worte

Ausser netten Worten und einem Scheck wird Scholz nichts zu bieten haben. Der Rest wird von den USA geregelt.
Pompeo hat vor Jahren schon angekuendigt, dass die USA mit "Allen Mitteln" Nordstream 2 verhindern wird.
Naja, die Rechlichen & Politischen Mittel haben nicht ausgereicht...
Zufaelligerweise hat sich aber noch Rechzeitig, durch verschiebung der Nato Ostflanke, die Situation ergeben, dass Russland unter Zugzwang steht.
Wie schon in Irak, Syrien und anderen "befreiten" Laendern, um Recht, Freihet, etz. zu erhalten.
Selbstverstaendlich wird eine Militaerische intervention von der Russsichen Seite den US ein fuer allemal erlauben dem Multi Milliarden Project entgueltig den Hanen zuzudrehen und der EU Ihr teures Fracking Gas aufzudruecken.
Es geht NUR ums GELD.
Dies ist ein Amerikanischer! Krieg, zur Erhaltung des US$, der auf Europaeischem Boden ausgetragen wird. Deutschland und die anderen Europaeischen Laender duerfen zuschauen und den Scherbenhaufen zusammenfegen.

15:54 Uhr von Scani

"Da sich die (westlichen) Medien ausnahmslos gegen Russland eingeschworen haben"
..
Hat keiner getan. Aber die gegenwärtige russische Regierung hat Anlass, darüber nachzudenken, warum von den vielen Nachbarskindern keines mit ihr spielen will.
..
"Außer Forderungen nach (schweren) Kriegsgerät ist nichts anderes aus der Ukraine zu vernehmen."
..
Was würden Sie vernehmen lassen, wenn sich 130000 oder 160000 bis an die Zähne bewaffnete Soldaten oder wieviel auch immer sich an Ihren Grenzen aufgebaut hätten?
..
"Liegt es daher wirklich nur an Russland? "
..
Gewiss nicht. Aber hauptsächlich liegt es an dem Oberrussen und seiner Regierung.
..
"Ein wenig mehr Objektivität der Medien würde vielleicht nicht schaden. Oder möchten diese den Krieg unbedingt, nur einer Schlagzeile wegen?"
..
Ihnen ist es jedenfalls nicht gelungen, darzulegen, dass die Berichterstattung es an "Objektivität" fehlen lässt. Erst recht nicht, dass die Medien die Schuld an einem möglichen Krieg tragen könnten.

@ 16:15 Uhr von frosthorn

" Sie haben eine seltsame Vorstellung vom Wirtschaftskreislauf und seinen Teilnehmern."
.
Ich weiß jetzt nicht wo es bei Ihnen beim Verständnis hapert. Wenn Geld weg dann weg, dann kann es nicht mehr anderweitig ausgegeben werden. (Nebenbei bemerkt: machen doch schon etliche Staaten, dass sie bei hohen Energiepreisen unterstützen).

Kreml zu NATO-Beitrittswunsch der Ukraine

Die Ukraine kann beitreten, wen sie will, das geht Russland gar nichts an.
Wenn sie damit ein Problem haben, können sie gerne auch der NATO beitreten. Problem erledigt.

Krise in der Ukraine

Die Kriegsgefahr ist kaum gebannt, wenn auch viele Politiker das Land bereisen. Die Ostukraine ist in der Hand von militärischen Untergruppierungen und Russland spielt seine Großmachtrolle aus. Ich finde es wichtig und richtig, dass man dem Land Hilfe und auch Waffen zur Verteidigung gibt. Jede verweigerte Hilfe ist zugleich ein Signal an Russland, freies Spiel zu haben. Wenn wir mit harten Sanktionen arbeiten, wird Deutschland wie auch seine Nachbarn in der EU seinen Großlieferanten von Gas verlieren. Das soll man nicht unterschätzen. Wenn die Heizungen kalt bleiben und die Energiepreise für Alternativen in die Höhe schnellen, werden wir uns auf soziale Spannungen einstellen müssen. Die Grundversorgung der Menschen steht damit auch auf dem Spiel. Das weiß auch Russland. In wenigen Wochen beginnt der Wetterumschwung in der Ukraine, dh. auch die Sümpfe werden sich wieder als unüberwindliches Hindernis für Militärfahrzeuge entwickeln. Bis dahin wird Russland gehandelt haben müssen.

Was geht das Russland an

@ Wolf1905:

Es gab doch gerade die Meldung, dass Russland einlenken würde, wenn die Ukraine einer Mitgliedschaft in der NATO eine Absage erteilen würde.

Was geht das Russland an? Die russische Regierung kann doch nicht mit einem Angriffskrieg drohen, um das ukrainische Volk zu einer Erklärung zu zwingen. Wo sind wir denn?
Und was ist, wenn die Ukraine jetzt einlenkt und in einem halben Jahr den Beitritt beantragt? Kommt dann wieder die russische Armee?

Was genau ist denn die Ukraine?

Eines sollte uns allen klar sein. Die Ukraine ist ein von Oligarchen beherrschtes Land, in dem Korruption weit verbreitet ist. Waffenlieferungen sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Jedoch sollte Deutschland hier dieselben Maßstäbe anlegen wie bei Ägypten oder Saudi-Arabien. Dorthin wird munter geliefert. Die Regierung sollte mal erklären, warum hier ungleich gehandelt wird.

Am 14. Februar 2022 - 16:27 Uhr von Wolf1905

Und vielleicht sollte auch der eine oder andere Mitgliedstaat in der NATO dem Wunsch der Ukraine offen widersprechen bzw. die Mitgliedschaft ablehnen, um ein Signal zu senden.
::
Ich bin ja bereits seit vor Weihnachten in ITA und rede hier ja auch mit vielen Menschen. In den Medien ist das zwar im Gegensetz zu DEU nicht das alles beherrschende Thema aber hier ist man eher der Meinung dass man sich lieber raushalten sollte. ITA ist auch NATO-Partner und die Leute hier sind auch der Meinung, dass es sich eben nicht um einen Bündnisfall handelt und man wirklich nicht an einem Beitritt der UKR interessiert ist. Das bringt - so die ziemlich einhellige Meinung - für Europa explizit auch für ITA keinerlei Vorteile u.U. aber grosse Nachteile angesichts der offensichtlichen Problematiken.

@ 16:31 Uhr von Klardenker

"2 Mrd soll Deutschland seit 8 Jahren an die Ukraine gezahlt haben, plus weitere Mrd vom IWF etc. Wo gehen diese Gelder hin? ... Gebe ich Pandora und Selenski bei Google ein, verstärkt es meine Meinung."
.
Sie haben recht, es ist nicht mehr nachvollziehbar, dass so viel Geld in ein korruptes Staatssystem fließt.
.
Vielleicht sind das auch nur kleine Entscheidungshilfen dafür, welcher Seite man zugeneigt sein sollte.

Die Ukraine "fordert"

Die Ukraine fordert und fordert von Deutschland. In einer deutschen Fernsehsendung sagte dann ein Ukraine-Mann das die bis jetzt von Deutschland an die Ukraine gezahlten fast 2 Milliarden zu wenig wären und "forderte" dann auch gleich Kriegsschiffe (natürlich für lau). Der ukrainische Botschafter "forderte" dann gleich 12.000 Abwehrraketen (natürlich für lau) von Deutschland (soviel hat meines Wissens unser ganze Bundeswehr nicht). Ich kann das nicht mehr hören. Mit welchem Recht fordert und fordert die Ukraine von uns (Deutschland) immer alle möglichen Sachen? Was für eine diesbezügliche Verpflichtung haben wir der Ukraine gegenüber? KEINE!

16:27 Uhr von heribix

"Vielleicht wäre es ja ganz hilfreich den Amerikanern mal zu erklären das wir unsre Probleme in Europa gern selbst regeln würden. "
..
In Frankreich zum Beispiel rennen Sie damit offene Türen ein. Aber erklären Sie das mal der russischen Regierung. Die nimmt nämlich die Westeuropäer nicht besonders ernst und verhandelt lieber mit den großen Jungs aus den USA.

15:55, fruchtig intensiv

>>Ich hoffe, Herr Scholz kann deeskalierend auf Selenskyj einwirken. Es gilt einen Krieg mitten in Europa zu verhindern.<<
.
Inwiefern eskaliert Herr Selenskyj denn?

Ein Vorschlag

Warum bietet man Russland nicht einfach an, NATO-Mitglied zu werden? Dann hätte Russland seine Sicherheitsgarantien, die Ukraine könnte auch NATO-Mitglied werden - und vor allem wäre Russlands Aggression mit einem Male sämtlicher Wind aus den Segeln genommen. Wenn, ja wenn das NATO-Argument wirklich der wahre Grund für Russlands Verhalten ist... Allerdings hat sich die NATO letztmals vor 18 Jahren nach Osten ausgeweitet (Stichw.: Baltikum) und es ist schon erstaunlich, dass Putin das erst jetzt auffällt. Es spricht also viel dafür, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht: aus Russland wieder das zu machen, was früher Sowjetunion hieß (siehe auch die ultimative Forderung der russischen Führung nach einem NATO-Rückzug aus den östlichen Gebieten).

Rüstungskontrolle durchsetzen

USA haben Schluss mit Rüstungskontrolle gemacht. Bush hat Irak Invasion gemacht.

Deutschland ist über das GG auf Völkerverständigung festgelegt. Aufrüstung ist Ressourcenverschwendung, belastet die Umwelt, verschwendet Steuergeld und erhöht die Kriegsgefahr. Die deutsche Bundesregierung muss Aufrüstung beenden, Frieden anstreben und Entspannungspolitik betreiben.

Brandt hat die Entspannungspolitik begründet, Schröder hat freundschaftliche Beziehungen mit Russland vertieft. Scholz darf nicht der Kriegsrethorik der Kalten Krieges folgen sondern muss sich der Völkerverständigung und Entspannungspolitik der SPD anschliessen.

Minsker Abkommen

2. Abzug aller schweren Waffen durch beide Seiten, auf gleiche Entfernung, um eine Sicherheitszone mit einer Breite von mindestens 50 Kilometern Abstand für Artilleriesysteme mit einem Kaliber von 100 mm und mehr, eine Sicherheitszone von 70 Kilometern Breite für Raketenartilleriesysteme und einer Breite von 140 Kilometern für Raketenartillerie des russischen Typs Tornado-S sowie der Typen Uragan, Smertsch und taktische Systeme vom Typ Totschka zu gewährleisten:
• Für ukrainische Streitkräfte: Gemessen von der faktischen Berührungslinie;
• Für die bewaffneten Verbände einzelner Gebiete der Oblast Donezk und Lugansk der Ukraine: gemessen von der Berührungslinie vom 19. September 2014.
Der Abzug der oben angeführten schweren Waffensysteme muss nicht später als am zweiten Tag des Waffenstillstands beginnen und innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen sein.
Dieser Prozess wird durch die OSZE und die Dreiseitige Kontaktgruppe unterstützt.

16:33 Uhr von weingasi1

>>>Die USA verhalten sich m.M. ziemlich provokant, können Sie auch, sie sind weit weg vom Schuss, während DE quasi auf dem Präsentierteller sitzt.<<<

Zunächst finde ich, wie Sie, diese Forderungen der Ukraine ziemlich grenzwertig. Geht man in Kiew davon aus, dass Deutschland verpflichtet ist? Wenn ja, was wäre die Begründung?

Die USA sind laut der Spieltheorie von Prof. Dr. Christian Rieck die, die am wenigsten Schäden in diesem Konflikt/Krieg/Sanktionen davon tragen werden.
Die Ausführungen "Ukraine Konflikt - Spieltheorie erklärt: Gibt es Krieg?" ist auf YouTube zu finden.

Claudia Bauer meint,

eines scheint allerdings sicher zu sein, das der deutsche Steuerzahler wie schon seit Jahren die Gasrechnung der Ukraine bei Gasprom bezahlen darf.

Bundeskanzler Scholz…

Bundeskanzler Scholz vertritt die gleiche klare Linie wie Außenministerin Baerbock: Gespräche, Verhandlungen und Deeskalation sind das Gebot der Stunde, gepaart mit klaren Ankündigungen von Sanktionen bei einem erneuten Einmarsch russischer Truppen in das Staatsgebiet der Ukraine.
Und hier jammern einige über Gaspreise und über Kosten für deutsche Steuerzahler.
Wie eng und dumpf man doch auf Europa schauen kann.

Ich habe ein bisschen den…

Ich habe ein bisschen den Überblick verloren:
Die Ukraine ist ein reiches Land (Hauptweizenexporteur, reich an Bodenschätzen), dennoch hat Deutschland schon 2 Milliarden Unterstützung gezahlt plus Kredite in dreistelliger Millionenhöhe zugesagt und sagt weitere zu.
Dazu kommen EU-Gelder von 600 Millionen und neuerliche EU-Zusagen.

All dies sind Hilfen aus Steuergeldern von EU-Bürgern, während die Pandora Papers auch für den derzeitigen Präsidenten der Ukraine belegen, dass er Steuerhinterziehung über eine Briefkastenfirma in einer Steueroase betreibt.
Dasselbe gilt angeblich für knapp 40 weitere ukrainische Spitzenpolitiker (und natürlich z. B. russische Oligarchen und britische Politprominenz).

Wieso zahlen wir nützlichen Idioten also immer für die ewig gleichen halbseidenen Eliten? Wieso müssen nicht zuerst die (kapitalkräftigen) Bürger eines Landes für dieses Land aufkommen, bevor sie andere Länder um Unterstützung bitten bzw. diese sogar einfordern?

@ Gaisenpeter

Eines sollte uns allen klar sein. Die Ukraine ist ein von Oligarchen beherrschtes Land, in dem Korruption weit verbreitet ist.

Ach so, das passt ja gut, und deshalb darf dort auch einfach so militärisch einmarschieren?

16:39 Uhr von Alter Brummbär

>>"Die Ukraine kann beitreten, wen sie will, das geht Russland gar nichts an.
Wenn sie damit ein Problem haben, können sie gerne auch der NATO beitreten. Problem erledigt"<<
.
Ich sehe das anders. Damals, im Rahmen der Wiedervereinigung hat Genscher unseren russischen Freunden die Zusage gemacht das es mit uns (Deutschland) keine NATO-Osterweiterung geben wird. Ohne diese Zusage wäre eine Wiedervereinigung wahrscheinlich nicht möglich gewesen und auch das ehemalige Warschauer Pakt zerfallen ist, ändert dies nicht an der Zusage und wenn Deutschland "nein" sagt, bedeutet das für die ganze NATO nein (Beschluss muss Einstimmig fallen).

16:28 Uhr von eine_anmerkung.

,,Ich habe heute in den Nachrichten gehört das unsere amerikanischen Freunde davon ausgehen das unsere russischen Freunde am Mittwoch in die Ukraine einmaschieren würden. Meiner persönlichen Meinung nach irren hier unsere amerikanischen Freunde und unsere russischen Freunde werden das gerade nicht tun nur um zu zeigen das unsere amerikanischen Freunde mal wieder auf den Holzweg sind mit Ihren Spekulationen."

Sehr amüsanter Kommentar. Wenn man zugrundelegt, daß Sie Zaungast bleiben für diese Art von Schauspiel. Alleine der Kitzel der Möglichkeiten eines angekündigten, ungewollten Konfliktes würde die 'Märkte' sofort in Frauenkleidern in d Rettungsboote hüpfen lassen und der harmlose Kampf ums Klopapier würde der Schlacht um Scheine am Bankomaten weichen. Die Leichtigkeit, mit der erwachsene Menschen in ein Krieg - Denken einsteigen, als ging es um Sportereignisse oder eine Kommunalwahl, ist für mich fast so schockierend wie die fürchterliche Nähe der Drohung eines Krieges selbst.

Amtsmißbrauch auf Kosten deutscher Steuerzahler !

Ist Olaf Scholz deutscher Außenminister ? Oder hat er wie Merkel wieder mal auf ein anderes Volk seinen Kanzleramtseid geleistet, anstatt vom deutschen Volke Schaden abzuhalten ?

16:39 Uhr von Alter Brummbär

>>>Die Ukraine kann beitreten, wen sie will, das geht Russland gar nichts an.
Wenn sie damit ein Problem haben, können sie gerne auch der NATO beitreten. Problem erledigt.<<<

Und Sie glauben, dass ein Beitritt Russlands von der NATO gewünscht ist? Das bezweifle ich sehr stark. Wozu die Waffenproduktion? Die ganzen Arbeitsplätze? Oh Graus - Der Untergang der Waffenindustrie.

Wir werden

sehen was am Mittwoch passiert, zumindest gibt es heute einen interessanten Artikel, wer sich schnell und wohin aus dem Staub macht, ist eben immer eine Frage des Geldes.
Ich weiß jetzt zwar nicht, welche Summen unser Kanzler versprochen hat, und wo die eigentlich hingehen sollen, aber es könnte ja sein, wir brauchen sehr viel selber, je nach dem wie das weitergeht.
Waffen würde ich keine liefern, aber das entscheiden ja auch andere.

@fruchtig intensiv, 15:55

"Ich hoffe, Herr Scholz kann deeskalierend auf Selenskyj einwirken."
Ich glaube, Sie verwechseln da was. Nicht Herr Selenskyj, sondern Herr Putin ist derjenige, der seit Wochen ein riesiges und stetig anwachsendes Aufgebot seiner Truppen unmittelbar an der Grenze der Ukraine aufmarschieren und sein Waffenarsenal dorthin verlegen lässt - und das gleich von mehreren Seiten - und deren Bevölkerung damit massiv bedroht.
.
"Es gilt einen Krieg mitten in Europa zu verhindern."
Allerdings. Indem man Herrn Putin davon überzeugt, dass sich eine erneute Aggression gegen die Bevölkerung der Ukraine auch für ihn nicht "lohnt". Bleibt nur zu hoffen, dass das mit vereinten politischen Anstrengungen - einschließlich derer von Herrn Scholz - gelingt.

16:35 Uhr von eine_anmerkung.

"Warum sollten wir mit unseren Steuergeldern die Politik der Ukraine gestalten wollen? Verstehe ich nicht? Die Ukraine ist doch mit ihrer korrupten Regierung meilenweit davon entfernt als 'gefestigt zu gelten'."
..
Ich kann gut verstehen, dass Sie den zweiten Teil meines Postings im Wesentlichen verschwiegen haben. Hätte ich an Ihrer Stelle auch getan.
Meine Antwort ist dort schon zu lesen: "Wir" - womit ich nicht Sie meine - haben selbstverständlich ein Interesse an politischer Stabilität in unserer Nachbarschaft, und und wir haben Grund, dafür auch etwas einzusetzen.
Das ist um so dringender notwendig, als die Ukraine auf dem Korruptionswahrnehmungsindex in der Tat nur um 12 Plätze besser dasteht als Russland.

@Wohlstandsbäuchlein 16:35 Uhr

"...Russland ja selbst auch das Minsker Abkommen einhalten..."
Die Westukrainer wären natürlich gerne bereit, so etwas wie einer Autonomie (bekannt?: Südtirol etc.) zuzustimmen. Immerhin ist zumindest die Osthälfte russischsprachisch. Nein? Sie würden lieber möglichst auch mit unserer Hilfe losmarschieren?
Übrigens ist Donezk eine Millionenstadt und ihre Bewohner sind russischsprachige Ukrainer, die man offenbar in Kiew nicht mag und dann medienwirksam ein paar Putin-russische Figuren zeigt. Was für ein Verständnis von Freiheit und Europa.
Tatsache ist: Die russische Krim hat "der Westen" verloren und wir einen General, aber warum man nur Nationalismus gelten lassen will, erschließt sich nicht. Wenn man nur will, gibt es immer Lösungen und gab sie auch in der Vergangenheit.

@ Giselbert

(Nebenbei bemerkt: machen doch schon etliche Staaten, dass sie bei hohen Energiepreisen unterstützen).

Staaten? Es ist unser Steuergeld, das direkt in den Rachen der Gaskonzerne fließt.

@Wohlstandsbäuchlein um 16:40

@ Wolf1905:

Es gab doch gerade die Meldung, dass Russland einlenken würde, wenn die Ukraine einer Mitgliedschaft in der NATO eine Absage erteilen würde.

>> Was geht das Russland an? Die russische Regierung kann doch nicht mit einem Angriffskrieg drohen, um das ukrainische Volk zu einer Erklärung zu zwingen. Wo sind wir denn?
Und was ist, wenn die Ukraine jetzt einlenkt und in einem halben Jahr den Beitritt beantragt? Kommt dann wieder die russische Armee? <<
.
Überdenken Sie die Konsequenzen! Ein russischer Einmarsch in die Ukraine ist der worst case für die ukrainische Bevölkerung! Sie werden besetzt, wahrscheinlich Guerillakrieg, Attentate… ohne Unterstützung aus dem Westen! Dann doch lieber neutral bleiben, ohne in die NATO eintreten zu wollen (dazu müssten ja alle NATO Mitgliedstaaten erst mal einverstanden sein, was nicht klar ist!), aber auch nicht besetzt von Russland.
Wenn ich Ukrainer wäre, wüsste was ich bevorzugen würde.

Ukraine-Krise: Kanzler Scholz in Ukraine eingetroffen...

Und "was ist denn die Ukraine" wurde hier gefragt.
Ende September beschloss die Rada, auf Druck der internationalen Geldgeber der Ukraine, ein Anti-Oligarchengesetz. 279 Ja-Stimmen, 50 Gegenstimmen und 37 Enthaltungen. Aber das Gesetz hat es in sich, schon bei der Definition von Oligarchen: Da muss jemand mehr als 1 Million mal mehr haben als das monatliche Mindesteinkommen (etwa 70 Millionen Euro). Und der einfachste Weg, aus der Definition herauszukommen ist, die Kontrolle über Medienhäuser abzugeben.

Wie mit Russland zusammen arbeiten?

@ heribix:

Ich glaube die Ukraine will den Krieg genauso wenig wie Russland oder Europa. Vielleicht wäre es ja ganz hilfreich den Amerikanern mal zu erklären das wir unsre Probleme in Europa gern selbst regeln würden. Wir sollten endlich anfangen eine gemeinsame Europäische Wirtschafts und Friedensstruktur aufzubauen und zwar gemeinsam mit Russland.

Europa hat eine gemeinsame Wirtschafts- und Friedesstruktur, die EU. Und die funktioniert.
Aber Russland torpediert alles mit Cyberangriffen, Falschnachrichten, Repression gegen die Demokratiebewegung und jetzt letztlich militärischen Drohszenarien. Solange dort Autokraten das Sagen haben, die den Westen als verweichlicht und dekadent sehen, ist eine Zusammenarbeit mit Russland schwer machbar.

Glaubt jemand ernsthaft,…

Glaubt jemand ernsthaft, Putin hätte innerhalb seiner Bevölkerung Rückhalt für einen Krieg und ein Interesse daran, zum nächsten Nordkorea zu werden?

@Wohlstandsbäuchlein um 16:28

@ FritzF
Waffenlieferungen würden einen militärischen Konflikt nur in die Länge ziehen, aber das Resultat nicht wesentlich verändern.

>> Ach so, nur Russland darf gerüstet sein, damit es einen kurzen Waffengang gibt?
Das ist ja wohl voll daneben.
Ich bin dafür, dass sich die Ukraine fair verteidigen kann. Kleine Staaten können ihre Unabhängigkeit nur bewahren, indem sie das Risiko für große Angreifer so hoch wie möglich machen. <<
.
Sie wollen also, dass die Ukraine aufgerüstet wird mit westlichem Waffenarsenal (das sie im Ernstfall an die Russen sehr schnell verlieren würden!)?
Nein: wenn es tatsächlich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung kommen sollte, wäre es für die Beteiligten (Ukraine und Russland) eher gut, wenn es schnell vorbei ist, ohne langen kriegerische Gemetzel. Denn realistischerweise wird die Ukraine keine Chance haben, hier zu bestehen!

es sind doch keine Verhandlungen im Gange

auch wenn dies täglich in den Medien behauptet wird...der "Westen" bzw. die Nato verhandeln nicht, sie beharren auf ihrer Sicht ohne Ru ein Jota entgegenzukommen....

Was ist wirtschaftliche Hilfe?

"Dagegen könnte Scholz nach Angaben aus Regierungskreisen weitere wirtschaftliche Hilfen ankündigen, um das Land widerstandsfähiger gegen russische Destabilisierungsversuche zu machen."
_
Was ist denn "wirtschaftliche Hilfe"?
Und wie verhindert man damit Destabilisierungsversuche?
_
Für mich klingt das nach Geldlieferungen, damit sich die Ukraine noch mehr Waffen kaufen kann...

Konkret viel versprochen hat Scholz dem ...

...ukrainischen Präsidenten nicht - außer etwas Geld zusätzlich zu den hineingestopften Milliarden. Ob das wohl auch in den dunklen Kanälen der korrupten Oligarchen und Bürokraten verschwindet oder wird dessen Verwendung in Abstimmung mit den anderen Geberländern scharf kontrolliert? Und ob Scholz meinem Wunsch in seinem internen Gespräch mit Selenski entsprach, den ukrainischen Botschafter in Berlin wegen seiner (nach General Kujat) rüpelhaften "Pöbeleien" nach Hause zu holen, werden wir wohl nicht erfahren. Was allerdings verwunderlich ist, dass man nach endlos vielen Sanktionen, die nicht funktionierten, zum endlos + 1ten Mal gegen Rußland einen Tag vor dem Besuch in Moskau das Gleiche versucht in der Hoffnung, es würde nun funktionieren.

Minsker Abkommen

3. Es ist ein effizientes Monitoring und eine Verifizierung des Waffenstillstands und des Abzugs der schweren Waffensysteme von Seiten der OSZE durchzuführen, beginnend mit dem ersten Tag des Abzugs der Waffensysteme, unter Einbezug aller notwendigen technischen Mittel, einschließlich von Satelliten, Drohnen, Ortungssystemen usw.

Pendeldiplomatie zwischen den Parteien

Mehrfach gab es in der Geschichte erfolgreiche Pendeldiplomatie zwischen Konflikt- und Kriegsparteien. Schon historisch die Dauerflüge von Henry Kissinger zwischen Israel und den arabischen Ländern im Jom-Kippur Krieg 1973.
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Angela Merkel hat das nach der militärischen Intervention Putins in der Ukraine 2014, also der 1. Ukraine-Krise, schon mal gemacht. Damals mit dem Erfolg des Abkommens von Mink.
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Kann Scholz das auch ? Rein technisch vielleicht, aber die Voraussetzungen sind andere. Wenn Putin seinen Eroberungskrieg haben will, dann gibt es wenig, was ihn davon abhalten kann. Die folgenden Sanktionen würden ihn persönlich nicht treffen. Nur seine Bevölkerung.

Putin hat sich verzockt

Greift er die Ukraine an , so wird ihn die eigene Bevölkerung
und die Russische Mafia (Weltweit gesperrte Konten) ihn schnellstens abservieren.
Zieht er seine Ukraine Manöver Übung wieder ab,
so wird man auch wegen den enormen Kosten ihn ein Bein stellen.

@FWJA - 16:23

"Ich glaube nicht, dass alle Foristen haben die Minsker Abkommen von 2015 gelesen. Deswegen möchte alle Punkten vorlegen."
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Das Ding ist doch durch.
Nach Ansicht einiger Foristen war Minsk II ohnehin ein Russland-Begünstigungskontrakt und durfte deswegen auch ständig unterlaufen werden.
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Ich weiß nicht, wie Sie die Sache einschätzen - ich denke, diplomatisch ist der Zug schon dreimal abgefahren.
Wenn aus dem weißen Haus Weltkriegs-Rhetorik verbreitet wird und internationale Aufrufe die Runde machen, die Ukraine zu verlassen, dann frage ich mich, was nach 77 Jahren WK II überhaupt noch in deren Köpfen haften geblieben ist.
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Da kaum Widerstand gegen solche US-Kampfansagen zu hören ist, muss so etwas wohl als angemessen und weitestgehend tolerierbar angesehen werden. Zum erwarteten Showdown wollen einige Zeitungen ja auch schon wissen wann es los gehen wird.
Ich beneide Olaf Scholz keineswegs in seiner Mission, weil alles was er aushandelt auch den USA gefallen muss.

17:18 Uhr von Poliós

>>"Meine Antwort ist dort schon zu lesen: "Wir" - womit ich nicht Sie meine - haben selbstverständlich ein Interesse an politischer Stabilität in unserer Nachbarschaft, und und wir haben Grund, dafür auch etwas einzusetzen.
Das ist um so dringender notwendig, als die Ukraine auf dem Korruptionswahrnehmungsindex in der Tat nur um 12 Plätze besser dasteht als Russland."<<
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Und Sie denken wirklich das mit unserem deutschen Steuerzahlergeld das möglich wäre? so nach dem Motto noch ein paar Milliarden in die Ukraine pumpen und das Land stabilisiert sich dann? Warum sollen wir Deutsche immer für den Frieden in der Welt bezahlen? Verstehe ich nicht? Und das Geld was Sie dort reinpumpen wird doch wieder, zumindest zum Teil, von der korrupten Regierung abgegriffen. Nochmal! Was geht uns bezüglich unserem Steuergeld die Ukraine an?

17:29 Uhr von Wolf1905

Dann doch lieber neutral bleiben, ohne in die NATO eintreten zu wollen [....] Wenn ich Ukrainer wäre, wüsste was ich bevorzugen würde.
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Das dürfen Sie den Ukrainern überlassen. Dort gehen ganz normale Menschen am Wochenende auf's Trainingsgelände - weil ihnen was an ihrem Land und an Ihrer Freiheit liegt.

Der Westen steckt in einer Dauerschleife fest.

"Die Gruppe sieben führender Industriestaaten (G7) hat Russland für den Fall eines Angriffs auf die Ukraine mit schweren Wirtschafts- und Finanzsanktionen gedroht."
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Das wird Putin sicherlich schwer beeindruckt haben.
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Dieses tägliche Gewarne wirkt inzwischen so, als hätte sich der Westen in eine Dauerschleife manövriert, aus der er nicht mehr herauskommt.
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Der herbeigeredete Angriff Russlands wird nicht kommen, weil Russland damit nichts zu gewinnen und viel zu verlieren hätte. Genauso wenig wird ein Rückzug der russischen Truppen kommen. Denn dafür müssten die USA Russland etwas Besseres anbieten als die tägliche Wiederholung der immerselben Drohung.

Lafontaine redet Klartext

Lafontaine erinnern an die Finanzierung des Umsturzes in der Ukraine und die Raktenstationen die die UYA in Rumänien und Polen aufgemacht hat.

re 16:47 Giselbert: Korrupte Staatssysteme

>>Sie haben recht, es ist nicht mehr nachvollziehbar, dass so viel Geld in ein korruptes Staatssystem<<

In der Ukraine hat sich eine Demokratie etabliert, die unser aller Respekt verdient. Sie erkennen dies interessanterweise besonders daran, dass die Regierung Selensky die nächsten Wahlen durchaus fürchten muss. Die Zeiten, in denen sich eine Machtclique eine Dauerherrschaft verschafft, sind - oder besser scheinen - vorbei.

Das heisst natürlich nicht, dass es dort keine Korruption und keine Oligarchen mehr gäbe. Aber hätten diese die Macht, gäbe es für Russland kein Problem.

Im Raum steht ein Angriffskrieg Russland - das ist Fakt

Putin droht mit einem Angriffskrieg und der Aufmarsch seiner kriegsbereiten Battalione vom Süden der ukrainischen Grenze im Halbkreis bis nach Balarus spricht eine eindeutige Sprache. Russland droht seinem vielfach unterlegenen Nachbarn mit Krieg, um seinen Willen mit Gewalt durchzusetzen.
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Die "NATO-Osterweiterung" ist eine vorgeschobene Ausrede, die für Putin keinerlei reale Bedeutung hat. Es geht um nichts anderes als die Revision der Geschichte, die der Ukraine - nach eindeutigen Volksabstimmungen - die Unabhängigkeit aus dem sowjetischen Staatenverbund gebracht hat.
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Da helfen keine Beschönigungen und Ablenkungen vom Zentrum des Themas. Putin will seinem Nachbarn seinen Willen aufzwingen. Wenn er damit Erfolg hat, wer kommt dann als nächstes ?

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Diese Frage stellen sich seit geraumer Zeit viele osteuropäischeStaaten. Und ihre Antwort ist, sich unter den Schutz der NATO zu stellen.
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Diese Situation findet Scholz vor, wenn er in Kiew und Moskau eintrifft.

re 15:55 fruchtig intensiv: Fruchtig

>>Ich hoffe, Herr Scholz kann deeskalierend auf Selenskyj einwirken. Es gilt einen Krieg mitten in Europa zu verhindern.<<

Genau - und deshalb sollte „Selensky“ bitte den Russen geben, was des Russen ist: Die Ostukraine, die Krim und die Souveränität der „Restukraine“. Alles sehr schön deeskalierend. Am besten sollte Selensky nach Lukaschenkos und Kasachstans Vorbild die Russen auch als Schutztruppen gegen die westlich gesteuerten Demokratieterroristen rufen.

Kann man es bitte einsehen,…

Kann man es bitte einsehen, dass KEIN NATO-Beitritt der Ukraine einfach mehr Sicherheit und Stabilität für alle bietet ? Für uns, für die Ukraine und für Russland.

17:23 Uhr von hbacc

Die Westukrainer wären natürlich gerne bereit, so etwas wie einer Autonomie (bekannt?: Südtirol etc.) zuzustimmen.
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Ja. Denn wissen Sie was zuerst kommt: Eine klar, ernstgemeinte und unmissverständliche Erklärung, dass die Gebiete Teil der Ukraine bleiben. Denn Autonomierechte machen nur dann Sinn, wenn man Teil der Jurisdiktion ist, die einem diese Rechte gewährt.
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Doch wer kyrillischen lesen kann, der sieht auch was da riesengroß in weiß, blau und rot an der Häuserwand steht: "Unser russischer Donbass!"
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Immerhin ist zumindest die Osthälfte russischsprachisch.
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Es will aber nicht jeder ethnische Russe auch russischer Staatsbürger werden und erst recht möchte nicht jeder der russisch spricht ein Russe werden.
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Eine ernstzunehmende Unabhängigkeitsbewegung wächst über Jahrzehnte. Die Partei zum Zusammenschluss mit Russland (russischer Block) jedoch, hatte bei den Parlamentswahlen 2012 in der Donbass-Region nur ca. 5% der Stimmen.

@ 17:36 Uhr von Schwarzseher

"Glaubt jemand ernsthaft, Putin hätte innerhalb seiner Bevölkerung Rückhalt für einen Krieg und ein Interesse daran, zum nächsten Nordkorea zu werden?"
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Die Russen sehen Putin im Recht und mit begründeten Forderungen. Deshalb und weil sie sehr große Stücke auf ihr Vaterland halten, wird es nicht an Rückhalt fehlen.

Hallo Es stehen sich die…

Hallo

Es stehen sich die USA und Russland gegenüber, wie schon so oft, allerdings jetzt etwas sehr nahe.

USA möchte , dass Nord Stream II nicht in Betrieb geht.
Nicht wegen des Frackinggases, sondern wegen der damit verbundenen Koppelung mit Russland.

Es ist richtig, dass der Natorat nicht durch USA geführt wird, aber was kann er für Planspiele ohne die USA Beteiligung machen?
Die USA beeinflußt also zumindest die Nato.

Wenn die Invasion unmittelbar bevorsteht, was bezweckt Selenskij mit seiner Beschwichtigung? Erhält er keine Mitteilung der geheimdienstlichen Kenntnise?

Wie hier schon beschrieben worden ist, besteht eine Gemengelage durch verschiedene Einheiten.
Wäre es möglich, dass die USA hier beeinflußend im Sinne eines Angriffs eingreifen? Wäre das auch der aufgerüsteten Ukriane möglich?
Nicht gegen Russland, sondern Eroberung der Krim.
Würde Putin deshalb die (ja, völkerrechtswidrig) eroberten Gebiete sichern wollen?

Die USA haben einen strategischen Plan, den sie hoffentlich nie

@17:36 Uhr von Wohlstandsbäuchlein
... umsetzen. Einfach die Punkte in einem der Strategiepapiere der RAND-Corporation nachlesen - öffentlich zugänglich - dann erkennen Sie, dass es die USA sind, die eine sehr merkwürdige Vorstellung von Deeskalation haben: Mehr Waffen, mehr Truppen, ein mögliches Interventionsfeld räumen.
Stattdessen müssten sie dafür Sorge tragen, dass Kiew die OSZE arbeiten lässt, und natürlich, dass Kiew endlich das letzte Minsker Abkommen beginnt umzusetzen.

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