Kommentare - Steinmeier vor Wiederwahl: Der politische Brückenbauer

12. Februar 2022 - 09:43 Uhr

Morgen soll Bundespräsident Steinmeier für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden. Seine erste Amtszeit war geprägt von Krisen, Konflikten und Corona. Dabei fand der frühere Parteipolitiker sein Thema. Von V. Wolfskämpf

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Kommentare

Traurig, daß die CDU keinen…

Traurig, daß die CDU keinen eigenen Kandidaten finden konnte...
Andererseits macht der Vorgang deutlich, wie sehr sich SPD und CDU einander angenähert haben. Wer kann noch unterscheiden?

Der politische Brückenbauer

Herr Steinmeier macht das sehr gut und ich hoffe, dass er wieder weitermachen kann !

Ich persönlich halte nicht…

Ich persönlich halte nicht viel vom Amt des Bundespräsidenten, da er nicht vom Volk gewählt ist. Als Volks Politiker hat er sich für mich, als einer der Architekten von Agenda 2010 und Harz4, disqualifiziert. Er mag ja vieles sein aber für einen Brückenbauer halte ich Ihn ganz bestimmt nicht.

Die Reden von Herrn…

Die Reden von Herrn Steinmeier wirken auf mich wie jemand, der aus einer anderen Welt kommt und vom Geschehen auf Erden keinen blassen Schimmer hat.
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Wenn Herr Steinmeier von Hass und Hetze spricht, die sich ausbreitet, blickt er immer nur in eine Richtung: rechts. Dabei sollte er auch auf die bösen Geister sehen und öffentlich ansprechen, die links oder religiös ihren Hass und Hetze versprühen.
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Wenn Brückenbauen die Arbeit ist, die ein Präsident leisten muss, dann wären wir mit einem Hoch- und Tiefbauingenieur besser bedient.
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Ich sehe die Wiederwahl dieses Mannes skeptisch.

Unsinnige Lobhudelei

Allein Steinmeiers Tätigkeiten als Minister (Harz4, Murat Kurnaz) widersprechen aber auch der gesamten Lobhudelei dieses Artikels.
Ganz abgesehen davon, dass sich mir auch nach über 60 Jahren die Sinnhaftigkeit dieses Amtes nicht erschlossen hat.
Allerdings hört sich die potentielle Einstellung des linken Kandidaten zu diesem Amt sehr vielversprechend an.
Der könnte als Bundespräsident möglicherweise tatsächlich Akzente setzen, die diesem Amt Würde und Sinn verleihen könnten.

Brückenbauer

Der rechte Mann am rechten Fleck. Aber niemand kann es allen recht machen. Das hat er auch nicht versucht. Steinmeier hat sich immer klar zur freiheitlichen Demokratie und zu unseren Grundwerten bekannt. Dass das nicht jedem mundet, ist normal.

Personalmangel

@ bolligru:
Traurig, daß die CDU keinen eigenen Kandidaten finden konnte...

Konnte schon, wollte aber nicht. Einen besseren Kandidaten zu finden, wäre auch nicht wahrscheinlich gewesen.

Steinmeier verkörpert die politischen Traditionen Deutschlands

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Die bösen Geister der Vergangenheit würden sich heute in neuem Gewand zeigen.
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Allerdings.
Da werde ich erinnert an Henryk Broders berühmte Antwort auf die Frage, wie es damals soweit kommen konnte.
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Das verstanden viele als Kritik an der AfD, bemerkenswert für einen Präsidenten, der von Amts wegen überparteilich ist.
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Bemerkenswert?
Parteilichkeit ist bei den höchsten deutschen Staatsorganen doch eher die Norm. Eine weit verbreitete gesellschaftliche Akzeptanz, dass zur Demokratie auch und vor allem klare Opposition gehört, andererseits eher nicht.

@ heribix

Ich persönlich halte nicht viel vom Amt des Bundespräsidenten, da er nicht vom Volk gewählt ist.

Aber die Bundesversammlung ist ein sehr naturgetreues Abbild der Gesellschaft. Alle Teile der Gesellschaft werden abgebildet und die Versammlung ist in jeder Hinsicht frei gewählt.
Alle weiteren Einwände sind Scheinargumente, Miesmacherei.

Recht hat er @10:05 Uhr von morgentau19

>>>Wenn Herr Steinmeier von Hass und Hetze spricht, die sich ausbreitet, blickt er immer nur in eine Richtung: rechts. >>>

Womit er ja auch eindeutig recht hat!

Ich klamüsere Ihre Behauptung mal auseinader, für Sie ist ausnahmslos ALLES "links", was nicht aus der rechten Richtung kommt, religiöse Hetze.... ja gut, dass unter "Hetzer/Innen" auch Angehörige komischer "Freikirchen" u diverser radikaler Eso Richtungen sind, dürfte Ihnen doch nicht unbekannt sein....
Aber Moment, diese Personen meinen Sie ja nicht, natürlich kommt für Sie "religiöse Hetze" nur aus einer Richtung.....

@ Nemesis87

Steinmeier hat ja jetzt viele Aufgaben: corona, Ukraine, die Sicherheit. Am wichtigsten wäre ja die Beilegung des Streits zwischen USA, Russland, Ukraine.

Das hat er ja getan, indem er Russland gebeten hat, die Truppen zurück zu ziehen und auf einen Angriffskrieg zu verzichten. Mehr kann er nicht tun.

Leider chancenlos @10:07 Uhr von nie wieder spd

>>>Allerdings hört sich die potentielle Einstellung des linken Kandidaten zu diesem Amt sehr vielversprechend an.>>>

Da gabe ich Ihnen recht! Nur leider war dieser Kandidat von Anfang an chancenlos.....
Was ich auch extrem Schade finde, habe wirklich Achtung vor der Haltung u Arbeit dieses Mannes.

@ Nemesis87

Jetzt steht es 1:0 für Putin.

Noch nicht. Noch hat die Eroberung nicht begonnen.

Stimmen aus dem Forum

>>Andererseits macht der Vorgang deutlich, wie sehr sich SPD und CDU einander angenähert haben<<
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>>Als Volks Politiker hat er sich für mich, als einer der Architekten von Agenda 2010 und Harz4, disqualifiziert. Er mag ja vieles sein aber für einen Brückenbauer halte ich Ihn ganz bestimmt nicht.<<
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>> Die Reden von Herrn Steinmeier wirken auf mich wie jemand, der aus einer anderen Welt kommt und vom Geschehen auf Erden keinen blassen Schimmer hat.<<
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>> Ganz abgesehen davon, dass sich mir auch nach über 60 Jahren die Sinnhaftigkeit dieses Amtes nicht erschlossen hat.<<
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die auch meine Ansichten ausdrücken.
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Herr Trabert wäre wohl wirklich mal jemand mit ganz anderen und weit profunderen Erfahrungswerten. Ganz klarer Favorit meinerseits. Steinmeier kann ich nicht mehr sehen.

@ Nemesis87


1. Die Amis müssen aus Europa raus.
2. Die Ukraine bleibt ein freier Staat
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Das widerspricht sich ja.

3. Die Krim und ostukraine werden ebenfalls freie Territorien
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Beides gehört völkerrechtlich zur Ukraine.

4. Russland verspricht auf Entspannung zu setzen.
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Das wäre eine gute Wendung.

5. Frankreich garantiert die Sicherheit statt die Nato Truppen.
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Frankreich ist integrsler Bestandteil der Nato.

6. EU baut europäische Armee und tritt aus Nato aus.
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Wozu der Quatsch? Wir werden nie aus der Nato austreten.

Schnelle Auffassungsgabe bei den Rechten

@ Quoll:
Das verstanden viele als Kritik an der AfD, bemerkenswert für einen Präsidenten, der von Amts wegen überparteilich ist.

Er hat nur die Wahrheit gesagt. Und er hat die AFD nicht genannt. Und wenn die sich kritisiert fühlt, mag das Gründe haben. Ich bin hier mit Steinmeier übrigens vollkomen einer Meinung.

Fehlende Inhalte und Perspektiven

Wo hat Steinmeier Brücken gebaut? Wenn, dann nur innerhalb der etablierten Politik, nur eben kaum gesellschaftlich und zum Bürger. Zur Deeskalation vergifteter Debatten, Spaltung und Verrohung habe ich allenfalls Selbstgerechtigkeit erlebt denn irgendetwas sachdienliches. Vor allem Aussitzen wie schon bei Kurnaz.
Das Land ist mehr denn je politisch gepalten und in der Corona-Krise gelähmt. Irgendetwas zusammenführendes, über den Tag und Horizont hinaus gerichtetes habe ich von Steinmeier weder vernommen noch kann man es von ihm erwarten.
Mit der Wahl Steinmeiers 2017 gelang der SPD ein Coup. der zum Schulz-Zug führte, welcher nur alsbald entgleiste. Das könnte sich mit der Wiederwahl Steinmeiers ironischerweise wiederholen, sich Steinmeier und Scholz in Unsichtbarkeit überbieten und die SPD alsbald im Scherbenhaufen wiederfinden.
Das Amt des Bundespräsidenten ist trotz Beliebtheit nach einer Reihe von Fehlschlägen angekratzt, es fehlen charismatische Personen wie etwa von Weizsäcker.

Liebe Tagesschau

Ein klitzekleiner Hinweis auf das Amt und die Aufgaben des Bundespräsidenten für all die Ahnungslosen wäre im Artikel - zumindest in einem Satz - sinnvoll gewesen.

Etliche Kommentare belegen nämlich, dass viele offensichtlich keine Ahnung davon haben (zB "nicht vom Volk gewählt", "überflüssig" und dergleichen).

Eben @10:22 Uhr von Pfarrer Schmidt

>>>Das hat er ja getan, indem er Russland gebeten hat, die Truppen zurück zu ziehen und auf einen Angriffskrieg zu verzichten. Mehr kann er nicht tun.>>>

Eben, der Bundespräsident ist nicht "Regent"..... oder großartig regierend.

Ausblenden @10:26 Uhr von Vector-cal.45

>>>Steinmeier kann ich nicht mehr sehen.>>>

Dann blenden Sie ihn aus!
Hr Trabert hätte auch viel Hass und Häme von den unhöflichen Seiten der Opposition ertragen müssen!
Ganz ehrlich, das hat er nicht verdient!

Doch, er kann mehr tun. Sich…

Doch, er kann mehr tun. Sich nicht nur von den Russen zu verlangen die Truppen zurückzuziehen sondern auch vom Amerikaner. Genauso muss er dessen Einmischung in die Belange hinsichtlich norstream2 unterbinden.

Gerd Schröder for President

Angesichts der Tatsache, dass wir mit Russland noch viele Jahre klarkommen müssen und wenn es dann unbedingt ein ex - SPD - Funktionär sein soll, wäre Gerd Schröder der richtige Mann an dieser Stelle.

Erfasst @10:33 Uhr von r.wacker

>>>Etliche Kommentare belegen nämlich, dass viele offensichtlich keine Ahnung davon haben (zB "nicht vom Volk gewählt", "überflüssig" und dergleichen).>>>

Sie haben das grundsätzliche Problem von "keine Ahnung" aber eine "Meinung" erfasst!
"Meinung" über Wissen.....
Und selbstverständlich hat der Bundespräsident voll das einflussreiche "Regierungsamt"....
(Ja Scherz!)

Das wird ein Selbstläufer

die Wahl zum neuen BP. Die SPD,FDP und Grünen haben sich ja schon für die Wiederwahl von Steinmeier ausgesprochen.

Kann Steinmeier nix für! @10:32 Uhr von waldkauz

>>>Das Land ist mehr denn je politisch gepalten und in der Corona-Krise gelähmt. Irgendetwas zusammenführendes, über den Tag und Horizont hinaus gerichtetes habe ich von Steinmeier weder vernommen noch kann man es von ihm erwarten.>>>

1. Spaltet der BP nicht das Land, hat ein Virus "erfunden", oder "Extremist/Innen" berufen Corona für "ihre Sache" auszuschlachten!
2. Der BP ist kein Regent! (Nur mal so)

Steinmeier und Rechtsradikale.

@10:22 Uhr von Pfarrer Schmidt
Steinmeier hatte 2014 keine Berührungsängste mit äußerst Rechten. Oder hatte er das nicht bemerkt?
Er hat immerhin einen Vertrag mit eingeleitet, der von den rechten Putschisten innerhalb von 24 Stunden gebrochen wurde.
Der legale Präsident Janukowitsch wurde gestürzt. Verfassungsmäßig nie abgelöst.
Und Sie verteidigen die Nachfolger der Putschisten?

Frank Walternativlos

Dietmar Wischmeyer hat gestern Abend in der „heute - show“ alles zu Herrn Steinmeier gesagt.

@AfD-Presseabteilung II

Am 12. Februar 2022 - 10:17 Uhr von Quoll
Steinmeier verkörpert die politischen Traditionen Deutschlands

.
Die bösen Geister der Vergangenheit würden sich heute in neuem Gewand zeigen.
.
Allerdings.
Da werde ich erinnert an Henryk Broders berühmte Antwort auf die Frage, wie es damals soweit kommen konnte.
[...]
Bemerkenswert?
Parteilichkeit ist bei den höchsten deutschen Staatsorganen doch eher die Norm. Eine weit verbreitete gesellschaftliche Akzeptanz, dass zur Demokratie auch und vor allem klare Opposition gehört, andererseits eher nicht."

Ich übersetze Ihr Geschwurbel mal: Steinmeier soll sich gefälligst raus halten, wenn eine im Bundestag vertretene Partei versucht, die völkisch-rassistische Ideologie von damals im neuen Gewand wieder salonfähig zu machen. Ein Bundespräsident hat das nicht zu kritisieren, sondern hinzunehmen.

Eine völkisch-rassistische Partei braucht kein Parlament der Welt als Opposition. Darauf würden die meisten Menschen weltweit gerne verzichten.

@ r.wacker 10:33

Ich denke Sie werden aber kaum bestreiten, dass das Amt des Bundespräsidenten ein representatives ist.
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Umso bedauerlicher, dass selbst an dieser Stelle immer nur „Bilderbuchpolitiker“ zu sehen und hören sind.
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Ich behaupte, dass jemand der grundsätzlich nicht aus der Politik kommt, prinzipiell absolut keine Chancen auf ein solches Amt hat. Warum eigentlich? Wäre mal was anderes als ein symbolisches Spießer-Kaffeekränzchen.

Steinmeier wäre besser Pastor geworden

Ich halte von Herrn Steinmeier selber überhaupt nichts. Er wirkt auf mich wachsweich und spricht oft nur von Schuld usw. Er wäre besser Pastor geworden; das würde ihm besser stehen. Im Moment hat die Welt sowieso andere Probleme als unsere Bundespräsidentenwahl eines Menschen, der, wie ich finde, für dieses Amt ungeeignet ist. Scheinbar ist das Amt auch für alle anderen Parteinen sehr unwichtig, da kein ernstzunehmender Kandidat gestellt wurde.

Ich drücke die Daumen

Ich wünsche Herr Steinmeier viel Erfolg in seiner zweiten Amtszeit. Nach dem Abgang von Frau Merkel wäre es schade wenn auch der Bundespräsident wechselt.
In der Zeit von Politiker Skandalen groß und klein ist es sehr angenehm wenn der Präsident in keinem Skandal verwickelt ist.
Wie der Artikel schon sagt: Seine catch phrase sucht Herr Steinmeier noch. Aber vielleicht geht er auch als der Mann der leisen und wirkungsvollen Töne in die Geschichte ein. Das finde ich eine sehr wichtige Eigenschaft - gerade für Menschen die Kraft Amt eine Berater-Tätigkeit haben.

Steinmeier benennt klar und deutlich, worum es tatsächlich geht

bzw. was es tatsächlich zu verteidigen „gilt“:
"Freiheit und Demokratie im vereinten Europa" seien das Fundament, das Deutschland verteidigen müsse. Es sei "nicht unverwundbar", aber stark, gab sich Steinmeier überzeugt“.
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Die Politikwissenschaftlerin: „Was damals noch zwischen den Zeilen anklang, wurde mit der Zeit zu Steinmeiers Botschaft.
>> Trump in den USA, die AfD in Deutschland, populistische Regierungen in Polen und Ungarn - all das hat Steinmeiers Amtszeit geprägt“
Und in der „östlichen Hemisphäre“ Xi, Putin (und, und, und).
Und in Brasilien der Regenwaldzerstörer im Namen des Kapitals Bolsonaro. Hoffentlich lässt er bis zu seinem Verschwinden (und dem seiner Unterstützer in der globalen Politik) von der „politischen Weltbühne“ noch genug davon übrig.
Aufgrund der derzeitigen „geltenden“ politischen „Weltordnung“ deren Treiben (fast) ohnmächtig zusehen zu müssen tut nicht nur allen, die das Land lieben, sondern allen, denen an ihrer Zukunft gelegen ist im Herzen weh.

Bundespräsident

so leid s mir tut aber nach meiner persönlichen Meinung nach at dieser Mann keine Brücken gebaut sondern eingerissen genau wie alle diese Politiker der etablierten Parteien.
denn wer unterschreibt Gesetze damit Sie in Kraft treten können und das obwohl Fraktionszwang vorliegt , wurde erst bestätigt als man den Fraktionszwang aufheben will bei der Impfpflicht. dieses Amt kostet nur Geld und das auch danach . für was brauchen die noch Büros und Fahrer sowie Personal.

Nachlesen @10:50 Uhr von Cillie21

>>>Doch, er kann mehr tun. Sich nicht nur von den Russen zu verlangen die Truppen zurückzuziehen sondern auch vom Amerikaner. Genauso muss er dessen Einmischung in die Belange hinsichtlich norstream2 unterbinden.>>>

Die Aufgaben des Amtes Bundespräsident/In sollten Sie dringend nachlesen.

Oh je @10:57 Uhr von nie wieder spd

>>>.... Gerd Schröder der richtige Mann an dieser Stelle.>>>

Das sollten Sie besser als Ironie kennzeichnen, sonst glaubt Ihnen das noch Jemand.....

@heribix

Am 12. Februar 2022 - 10:03 Uhr von heribix
Ich persönlich halte nicht…

Ich persönlich halte nicht viel vom Amt des Bundespräsidenten, da er nicht vom Volk gewählt ist. Als Volks Politiker hat er sich für mich, als einer der Architekten von Agenda 2010 und Harz4, disqualifiziert. Er mag ja vieles sein aber für einen Brückenbauer halte ich Ihn ganz bestimmt nicht."

Dann lesen Sie doch einfach den Beitrag des Foristen Quoll und es erschließt sich Ihnen auf den ersten Blick, warum sich die Väter des Grundgesetzes (Mütter gab es leider keine) sich ganz bewußt dagegen entschieden haben, den Bundespräsidenten vom Volk wählen zu lassen.

Denn manche Teile des Volkes lernen es halt nie. Die muß man vor sich selbst schützen. Sieht man an einer im Bundestag vertretenen Partei.

Steinmeier vor Wiederwahl: Der politische Brückenbauer....

Ja und für wen baut er Brücken ? Er verteidigt auch heute noch die Arbeitsmarkt"reformen",mit denen viele schlechter gestellt wurden.

Sein Verständnis zeigt eine Rede vor dem Bundesverband der Arbeitgeberverbände am 19. 11. 2019 in Berlin (das Video steht im Netz). Da lobte er die Hartz-Reformen, die Senkung von Unternehmenssteuern, die Senkung der Spitzensteuern.

@nie wieder spd, 10:57

„Angesichts der Tatsache, dass wir mit Russland noch viele Jahre klarkommen müssen und wenn es dann unbedingt ein ex - SPD - Funktionär sein soll, wäre Gerd Schröder der richtige Mann an dieser Stelle.“
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Ist das ironisch gemeint, oder meinen Sie das tatsächlich ernst? Haben Sie den (den Sachverhalt m.E. auf den Punkt treffenden) Kommentar von Georg Schwarte gestern hier gelesen: tagesschau.de/kommentar/schroeder-kommentar-103.html ?

Es ist keine Persönlichkeitswahl durch das Volk

.
Der Bundespräsident ist der völkerrechtliche Vertreter des deutschen Volkes. Die Funktionen des Amtes sind unverzichtbar und unbestritten.
.
Die Wahl in der sogenannten Bundesversammlung ist es nicht. Nachdem sich die Mehrheitsparteien abgesprochen haben, könnte man auf das künstliche Wahlspektakel auch verzichten. Die Reputation des Amtinhabers wird durch dieses überholte Wahlverfahren nicht besser, im Gegenteil. Demokratie geht auch anders und besser!
.
Das Ergebnis steht schon vor der Wahl fest, Parteien einigen sich bereits im Vorfeld. Parteitaktik mit Absprachen führen zur Kandidatenaufstellung.
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Die Forderung, die Verfassung hin zu einer echten Persönlichkeitswahl durch das Volk zu ändern, ist sehr berechtigt. Das Amt würde nicht nur bei der Legitimation gewinnen. Dieses Wahlverfahren passt nicht mehr in die Zeit!

Steinmeier ist ein Stabilitätsanker in stürmischer Zeit

Deswegen ist er eine gute Wahl für Deutschland.

 
Ein Konsenskandidat der großen Lager ist in diesen Zeiten von Corona, Ukraine-Krise, Klima-Herausforderung und wirtschaftlichen Unsicherheiten ein wichtiges Zeichen. Italien hat es vor kurzem vorgemacht, als die großen politischen Strömungen des Landes von Mitte-Links bis Mitte-rechts Sergio Matarella wiedergewählt haben.

@ Michael Klaus Möller

Frank Walter Steinmeier hat Brücken gebaut in unserer Gesellschaft. Brücken zu den Querdenkern oder zu den tief Frustrierten konnte er nicht bauen. Aber das lag nicht an ihm.

- 11:18 Uhr von Kristallin

Ich weiß dass der Bundespräsident sich nicht in politische Belange einmischen darf. Wenn er es aber hinsichtlich Russland tut muss das gleiche für Amerika gelten.
Vielleicht kommt aber doch der Politiker steinmeier zu sehr durch. Deshalb bin ich sowieso der Ansicht, ein Bundespräsident sollte politisch unbelastet sein.

Eines kann Herr Steinmeier…

Eines kann Herr Steinmeier wirklich sehr gut, und das wäre Reden.
Ob er allerdings mit seinen kunstvollen Schachtelsätzen Veränderungen bewirkt hat bezweifle ich. Man appelliert, man ist besorgt und so weiter. Ich vermisse klare deutliche Aussagen zu inneren und äußeren Geschehnissen. Das geht los beim Umgang mit der AfD. Da wird auch nur verkündet das diese Partei Mist erzählt. Ja das weiß ich selbst. Aber das mal einer, auch unser Budespräsi, nach den Ursachen forscht warum so viele diesem Schwachsinn hinterher rennen, Fehlanzeige.
In den 30er Jahren ging es auch so los. Erst einige Spinner und dann kam der Oberspinner dazu. Die Ergebnisse kennen wir alle.
Aber bei uns ist es sehr wichtig das man sich zum Karneval nicht als Indianer verkleidet und das man ber Politiker das *innen hinten ranhängt.
Herr Steinmeier soll dafür kämpfen das Frauen anstatt dem *innen, den gleichen Lohn wie ihre män. Kollegen bekommen. Das wäre mal was!

Versöhnen nicht spalten

Wer sich klar zur Demokratie, GG und Tradition bekennt darf nicht verächtlich gemacht werden. Wir brauchen ein Präsident der Brücken baut und überparteilich ist und nicht spaltet.

Basisdemokratie und der Ausbau der Demokratie sind Teil der europäischen Demokratie. Völkerverständigung auf Augenhöhe ist notwendig. Ost- und Westeuropäische Staaten müssen anerkannt und als gleichwertig anerkannt werden.

Frank Walter Steinmeier

„So schrieb er Strategiepapiere der SPD wie:
Reform des Renten- und Gesundheitssystems im Dezember 2002
Agenda 2010 (Mitarbeit bei der Konzeption)
Er gehörte dem Steuerungskreis zur Umsetzung der Hartz-Reformen an und war an der Vorziehung der Steuerreform 2003 beteiligt.“
Und wie wir heute wissen, hat das alles ganz toll geklappt.
Sozusagen ist Herr Steinmeier unmittelbar und persönlich für viele Mißstände in der BRD mitverantwortlich.
Wieso man mit einer solchen Vergangenheit Bundespräsident werden kann, wird sich kaum jemandem erschließen.

Den Bundespräsident vom Volk wählen lassen ?

Die Frage, ob der Bundespräsident vom Volk gewählt werden sollte, ist müßig. In jedem Fall wird er von Repräsentanten gewählt, die vom Volk gewählt wurden.
 
Deutschland hatte in seiner Geschichte schon mal eine Volkswahl des Präsidenten.
 
+ Der erste gewählte Präsident, Friedrich Ebert hat, sich um die Festigung der Weimarer Verfassung und der Demokratie verdient gemacht.
 
+ Der zweite, Paul von Hindenburg, war bereits ein historischer Fehlgriff. Am Ende öffnete der Adolf Hitler die Tür zur Macht und hatte damit Anteil an der großen Katastrophe für Deutschland und die Welt.
 
Deutschland hat sich auf Grundlage dieser geschichtlichen Erfahrung für die parlamentarische Demokratie entschieden und nicht für die Präsidialdemokratie. Das funktioniert gut.

@ bolligru, um 09:58

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"Traurig, daß die CDU keinen eigenen Kandidaten finden konnte...
Andererseits macht der Vorgang deutlich, wie sehr sich SPD und CDU einander angenähert haben. Wer kann noch unterscheiden? "

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Da bin ich weitaus weniger traurig als Sie.
Im Gegenteil:
Wenn zwei Parteien den gleichen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten als geeignetsten empfinden, halte ich das angesichts der Rolle,die die Person in diesem Amt spielt, für ausgesprochen positiv.
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Anders wäre das freilich bei einem Bundeskanzler, aber da besteht wenig Wahrscheinlichkeit... :-)

@11:10 Uhr von Anderes1961

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Ich übersetze Ihr Geschwurbel mal: Steinmeier soll sich gefälligst raus halten,
.
Eine gänzlich misslungene Übersetzung.
Steinmeier kann doch sagen was er will. Aber dann so tun, als sei er oder das Amt überparteilich?
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Eine völkisch-rassistische Partei braucht kein Parlament der Welt als Opposition. Darauf würden die meisten Menschen weltweit gerne verzichten.
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Eine sehr germanozentrierte und falsche Bewertung.
Was hier so bezeichnet wird, heißt anderswo "mitte-rechts"; siehe USA. Selbstverständlich brauchen Parlamente auch mitte-rechts Parteien, genau so wie sie auch auch mitte-links Parteien brauchen.
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Darauf würden die meisten Menschen weltweit gerne verzichten.
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Schaut man über den bundesrepublikanischen Tellerrand, sieht die Welt oft ganz anders aus: Politische Opposition als Selbstverständlichkeit, nicht "Hass und Hetze".

Herr Steinmeier macht es sich teilweise zu einfach.

Wenn ich daran denke, was sich der Vorgänger von Herrn Steinmeier alles geleistet hat, bin ich über diese Besetzung regelrecht dankbar.
_
Herr Steinmeier macht es sich aber zu leicht, die Ursache des Hasses bei den Hassenden zu suchen. Die politischen Rahmenbedingungen tragen wesentlich zur Zufriedenheit der Bevölkerung bei. Wer ein glückliches Leben führen kann, ist für extreme Ansichten deutlich schwerer empfänglich. Eine gute Bildung hilft auch. Dafür braucht es aber ein effizientes Bildungssystem.

@09:58 Uhr von bolligru

Die Union HAT einen geeigneten Kandidaten gefunden: den amtierenden Bundespräsidenten Steinmeier, der über die Parteigrenzen hinweg hohe Anerkennung in der Bevölkerung genießt. Die Union hat damit eine politisch kluge und angemessene Entscheidung getroffen, die auch unterstreicht, dass das Amt des Bundespräsidenten parteipolitischen Ränkespielen enthoben sein sollte, dass es ein repräsentatives Amt jenseits der tagespolitischen Auseinandersetzung ist und sein soll.

Das Amt des Bundespräsidenten:

öffentlichkeitswirksam reden, im In- uns Ausland, Gesetze unterschreiben, die vorher schon einen demokratischen Prozess durchlaufen haben.
Sonst nichts. Zu sagen hat er nichts, und das ist auch gut so.
Wie, von wem, oder ob überhaupt gewählt, wie etwa die Queen, ist völlig uninteressant. Nur die Einigkeit zwischen den demokratischen Institutionen bez. seiner Person ist wichtig, da er für das deutsche Volk im Gesamten spricht.

10:17 Uhr von Quoll | Opposition wird anerkannt

'Parteilichkeit ist bei den höchsten deutschen Staatsorganen doch eher die Norm.'
 
Das Grundgesetz definiert in Artikel 21 eindeutig, dass die Parteien an der Willensbildung des deutschen Volkes mitwirken. Alle alles gut.
 

'Eine weit verbreitete gesellschaftliche Akzeptanz, dass zur Demokratie auch und vor allem klare Opposition gehört, andererseits eher nicht.'
 
Die Rechte der Opposition sind im deutschen Parlamentarismus durch die Verfassung gut abgesichert. Das gilt für die gegenwärtigen Oppositionsparteien CDU/CSU, AfD, Linke wie auch für künftige.
Welches Problem sollte dann da bestehen ?

@Anderes1961 Ich habe lange…

@Anderes1961 Ich habe lange genug in einem Staat gelebt der sich anmaßen seine Bürger vor allem schützen zu müssen, sogar mit einer Mauer. Ich möchte nicht vom Staat vor mir selbst geschützt werden.

@gman

"Am 12. Februar 2022 - 11:33 Uhr von gman
Es ist keine Persönlichkeitswahl durch das Volk

.
Der Bundespräsident ist der völkerrechtliche Vertreter des deutschen Volkes. Die Funktionen des Amtes sind unverzichtbar und unbestritten.
.
Die Wahl in der sogenannten Bundesversammlung ist es nicht. Nachdem sich die Mehrheitsparteien abgesprochen haben, könnte man auf das künstliche Wahlspektakel auch verzichten. Die Reputation des Amtinhabers wird durch dieses überholte Wahlverfahren nicht besser, im Gegenteil. Demokratie geht auch anders und besser!
.
[...]
Die Forderung, die Verfassung hin zu einer echten Persönlichkeitswahl durch das Volk zu ändern, ist sehr berechtigt. Das Amt würde nicht nur bei der Legitimation gewinnen. Dieses Wahlverfahren passt nicht mehr in die Zeit!"

Das Wahlverfahren paßt besser in die Zeit, als es den meisten Menschen in unserer Republik lieb ist. Auch hier verweise ich auf den Beitrag des Foristen Quoll. Dann wissen Sie auch warum.

Gut gemacht

Als Steinmeier Präsident wurde, hatte sich bei mir eingenistet, ob er nicht mit diesem Posten ruhig gestellt werden sollte. Er war schließlich mitverantwortlich für das heute insbesondere von den Westukrainern heftigst bekämpfte Minsker Abkommen. D.h. er weiß sehr genau, was damals vereinbart wurde, kennt auch die Hintergründe der rechten ukrainischen Milizen und könnte durchaus etwas zu deren geistigen Hintermännern und ihren "Tätigkeiten" sagen.
Nun ist und wird er wieder Präsident, der gefälligst freundlich für allgemeinen Frieden eintritt. Bravo - sehr erfolgreich.

@ 11:33 Uhr von gman

Die direkte Wahl durch die Bevölkerung wäre im Fall Steinmeier genauso eindeutig, wenn nicht sogar noch eindeutiger als die Wahl durch die Bundesversammlung.
Im übrigen ist das festgelegte Wahlverfahren durch die Bundesversammlung als Gremium aus Bundestag und Länderparlamenten ein sehr würdiges wie angemessenes Verfahren.

@r.wacker

Auch wenn die TS erklärt was des Bundespräsis Aufgaben sind, ändert das nichts daran das er wirklich nicht vom Volk gewählt werden kann. Er wird von ca. 1400 Parteimitgliedern aller Parteien gewählt, vertritt aber das ganze Volk von D in dessen höchsten Amt.
Mir persönlich ist es egal wer den Bundespräsi wählt, denn ich sehe in dem Amt auch keinen wirklichen Sinn. Gut es kostet jede Menge Geld und das bis zum Lebensende eines jeden Präsidenten.
Aber eventuell ist das ja der Sinn des Amtes.
Ein Arbeiter der 40-45 Jahre Werte geschafft hat bekommt dann nicht einmal 50% seines Lohnes (Netto) als Rente. Das gleiche gilt für eine Krankenschwester die täglich Leben rettet. Ein Schachtelsatzbauer dagegen 200.000 im Jahr, Sekretärin, Büro und Limousine plus div. anderer Leistungen.
Und nun können Sie mir gern erklären was dieses Amt bisher bewirkt hat. Köhler hat einmal ein par Gesetze nicht einfach durch gewunken. War aber dann auch ganz schnell weg vom Amt.

Nicht vorbelastet

@ Cillie21:
Deshalb bin ich sowieso der Ansicht, ein Bundespräsident sollte politisch unbelastet sein.

Klar. Herr Steinmeier ist politisch ja nun definitiv nicht belastet.

@ Cillie21, um 11:38

.
re @ 11:18 Uhr von Kristallin
.
"Ich weiß dass der Bundespräsident sich nicht in politische Belange einmischen darf. Wenn er es aber hinsichtlich Russland tut muss das gleiche für Amerika gelten.
Vielleicht kommt aber doch der Politiker steinmeier zu sehr durch. Deshalb bin ich sowieso der Ansicht, ein Bundespräsident sollte politisch unbelastet sein. "

.
Ihre Vorstellung von einem "politisch unbelasteten" Bundespräsidenten wird ein Wunschtraum bleiben.
Ich jedenfalls kann mir beim allerbesten Willen keinen Politiker vorstellen, dem man im Falle seiner Wahl zum Bundespräsidenten keinerlei politische Vorbelastung vorwerfen könnte - auf jeden Fall aber würde.

@ 11:20 Uhr von Kristallin,@ 11:32 Uhr von Nettie

Ich halte die Wahl von Steinmeier oder Schröder oder auch vieler sonstiger sogenannter Staatsfrauen und - männer in jegliches Amt für pure Ironie.
Im Nachhinein haben sich fast alle als untauglich erwiesen.
Als Bundespräsident war bisher nur einer der Richtige: Gustav Heidemann.

Ursachenforschung? @ 11:44 Uhr von Mischa007

>>>Das geht los beim Umgang mit der AfD. Da wird auch nur verkündet das diese Partei Mist erzählt. Ja das weiß ich selbst. Aber das mal einer, auch unser Budespräsi, nach den Ursachen forscht warum so viele diesem Schwachsinn hinterher rennen, Fehlanzeige.....>>>

Wo nach soll er "forschen"? Dass Rechtsextremismus in Dt nie "weg" war? Immer wieder von neuen rechtsextremen Parteien befeuert wurde? Weiß er sicher.

Wer rechtsextremen Parteien komplett auf dem Leim geht, teilt deren Anschauung! Ob das in den 80ern passierte oder Heute passiert.

11:33 Uhr von gman | Wie in Österreich

'Die Forderung, die Verfassung hin zu einer echten Persönlichkeitswahl durch das Volk zu ändern, ist sehr berechtigt. Das Amt würde nicht nur bei der Legitimation gewinnen. Dieses Wahlverfahren passt nicht mehr in die Zeit!'
 
Die Österreicher wählen ihren Bundespräsidenten direkt, obschon er kaum andere Amtskomptenzen als der deutsche Bundespräsident hat.
 
Deutschland hat sich 1949 nach der Pleite mit dem direkt gewählten Hindenburg und der folgenden nationalsozialistischen Diktatur dafür entschieden, dass das Machtzentrum in den Parlamenten und nicht bei einer Einzelperson liegt.
 
Die Väter des Grundgesetzes haben einfach abgewogen. Würde der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt aber keinerlei Einfluss auf die Regierungsgeschäfte haben, würde das als Widerspruch empfunden. So kam dann die Lösung, den BP durch die Bundesversammlung wählen zu lassen.

Ich sehe jetzt

weder einen Vorteil noch einen Nachteil, ich selber kann ihn nicht wählen, was andere machen, hab ich keinen Einfluss.
Ich muss also nehmen wie es kommt, ist bei jeder Wahl so, meist ist die Stimme verloren, also ändert sich für den Bürger eher nichts.
Für Politiker mag das wichtig sein, ich würde es gut finden, wenn alle Bürger die jeweilige Person wählen könnten, ist aber leider nicht so.

@ heribix

Ich persönlich halte nicht viel vom Amt des Bundespräsidenten, ...
.
Wer Respekt erwartet, sollte auch bereit sein, selbst Respekt zu gewähren.

... da er nicht vom Volk gewählt ist.
.
Da die Mitglieder in der Bundesversammlung die ganze Breite der bundesdeutschen Bevölkerung wiederspiegeln, ist das kein echtes Argument. Glauben Sie wirklich, dass auch nur eine Wahl anders ausgegangen wäre, wenn die Bevölkerung direkt gewählt hätte? Ich nicht.

Ein Aufrechter

Frank Walter Steinmeier ist schon jetzt ein großer und würdiger Präsident in der deutschen Geschichte.

@ 10:13 Uhr von Pfarrer Schmidt

Für mich ist schon verwunderlich und auch durchaus besorgniserregend, dass nicht alle dem zustimmen, dass man "immer klar zur freiheitlichen Demokratie und zu unseren Grundwerten" steht. Aber wir müssen eben damit leben, dass es einen gewissen Prozentsatz gibt, der sich ganz dunkle faschistisch-nationalistische Zeiten (zurück) wünscht; das war schon so, als noch die NPD, DVU etc in der Bundesversammlung dabei waren.

"I have a dream"

"I have a dream" Diese Worte von Dr. Martin Luther King kamen mir in den Sinn, als es um die Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl ging. Das habe ich vor kurzem schon einmal geschrieben, aber es erscheint mir angebracht, angesichts des einen oder anderen Beitrags, das zu wiederholen.

Denn anders als Dr. Martin Luther King habe ich einen Albtraum. Nämlich den, daß Max Otte als Bundespräsident gewählt werden könnte. Unwahrscheinlich, aber auch bei diesem Wahlverfahren nicht unmöglich.

Und nun stelle man sich vor, Otte, der nachweislich antisemitischen Verschwörungstheorien anhängt und darüber schon Reden hielt, würde als Bundespräsident gewählt und müßte eine Rede zum Jahrestag der Wannseekonferenz halten. Da läuft es mir eiskalt den Rücken runter.

Und um das noch zu steigern: Man stelle sich vor, ein solcher Mann hätte durch eine Direktwahl eine Legitimation durch das Volk.

Danke an die Väter des Grundgesetzes, die das zu verhindern wußten.

@ 11:32 Uhr von Nettie

„Haben Sie den (den Sachverhalt m.E. auf den Punkt treffenden) Kommentar von Georg Schwarte gestern hier gelesen: tagesschau.de/kommentar/schroeder-kommentar-103.html ?“
Ja,ja …
Im Endeffekt reduziert Herr Schwarte das Ganze auf diese Quintessenz: Ex-Kanzler mit Sinn für Kohle
Als wenn es ein Argument wäre, wenn man zu den ca 200.000 € pro Jahr, die für exKanzler oder ex -Bundespräsidenten gezahlt werden, noch 600.000 € dazubekommt. Es reicht in allen Fällen aus.
Wenn ich hier damit argumentieren würde, dass sämtliche Gehälter, Diäten, Versorgungsposten ohne tatsächliche Arbeitsleistung und andere finanzielle Zuwendungen viel zu hoch sind, würden mir viele Menschen Neid unterstellen.
Dabei wäre das tatsächlich boshafte Ironie, denn es liegt mir nichts ferner als das.

@11:23 Uhr von Anderes1961

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Denn manche Teile des Volkes lernen es halt nie. Die muß man vor sich selbst schützen. Sieht man an einer im Bundestag vertretenen Partei.
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Wie sollen diese "vor sich selbst geschützt werden"? Parteiverbot?
Hatten wir das nicht schon mal?
Und zu der Frage des "lernen es halt nie" würde ich mir mehr Debatten wünschen. Wer lernt es nie?
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Steinmeier sagte: "Ich wünschte, sagen zu können: Wir Deutsche haben für immer aus der Geschichte gelernt"
Ich wünschte auch, das sagen zu können. Daher täte Deutschland gut daran, sich endlich an den etablierten freiheitlichen Demokratien zu orientieren.
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warum sich die Väter des Grundgesetzes (Mütter gab es leider keine) sich ganz bewußt dagegen entschieden haben, den Bundespräsidenten vom Volk wählen zu lassen.
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Ob das Staatsoberhaupt vom Volk gewählt wird, ist eher zweitrangig. Die verfassungsrechtlichen Rahmen
in z.B. USA und AU belegen, dass man so oder so eine funktionierende Gewaltenteilung gewährleisten kann.

Richard von Weizäcker mit über 80 % der Stimmen gewählt

Steinmeier ist nicht der erste Bundespräsident, der lagerübergreifend gewählt wird. Konsenskandidaten sind keine Einzelerscheinung in der Bundesrepublik.
 
Der großartige Richard von Weizäcker erhielt bei seiner Wahl 1984 und 1989 jeweils über 80% der Stimmen, weil die großen Parteien und die FDP für ihn stimmten.
 
In historischer Erinnerung bleibt, wie er in seiner Rede zum Kriegsende den 8. Mai 1945 als einen 'Tag der Befreiung' für Deutschland bezeichnete.
 
Roman Herzog hat sich mit seiner 'Ruckrede' eine rhetorisches Denkmal gesetzt.
 
An einem solchen müsste Steinmeier erst noch arbeiten.

Zu 11:48 Uhr von MRomTRom ".. vom Volk wählen lassen?"

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Ja, es gibt gute Gründe die dafür sprechen, diese Frage ist nicht müßig sondern sehr berechtigt
Das aktuelle Wahlverfahren passt weder in die Zeit noch ist dieses Verfahren für das erste Amt im Staat ausreichend demokratisch. Mehrheitsparteien bestimmen in Absprachen das Ergebnis vorweg. Man könnte das Verfahren auch possenhaft nennen.
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Hindenburg ist kein Argument gegen eine Persönlichkeitswahl durch das Volk.
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Auch unsere Nachbarn haben geschichtliche Erfahrungen.
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Die Österreicher haben mit dem Universitätsprofessor und Freimaurer Alexander van der Bellen, der auch die Staatsbürgerschaft von Estland besitzt, einen vom Volk gewählten Präsidenten mit einer hervorragenden Reputation.

H u H unterlassen! @11:52 Uhr von Quoll

>>>Was hier so bezeichnet wird, heißt anderswo "mitte-rechts"; siehe USA>>>

Dass für Sie die US Republikaner "Mitte-rechts" sind, wundert mich nicht....

>>>Politische Opposition als Selbstverständlichkeit, nicht "Hass und Hetze".>>>

Geht auch in Dt, die rechte Partei im BT unterlässt "Hass u Hetze" kein Thema oder?

Tut kein Staat! @11:59 Uhr von heribix

>>>Ich möchte nicht vom Staat vor mir selbst geschützt werden>>>

Tut ja auch kein Staat, wenn Sie sich selbst schaden möchten können Sie das tun! Sofern Sie beim "selbst schaden" Niemand anderen schaden...

@AfD-Presseabteilung II

"Am 12. Februar 2022 - 11:52 Uhr von Quoll
@11:10 Uhr von Anderes1961
[...]
Eine sehr germanozentrierte und falsche Bewertung.
Was hier so bezeichnet wird, heißt anderswo "mitte-rechts"; siehe USA. Selbstverständlich brauchen Parlamente auch mitte-rechts Parteien, genau so wie sie auch auch mitte-links Parteien brauchen.
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[...]
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Schaut man über den bundesrepublikanischen Tellerrand, sieht die Welt oft ganz anders aus: Politische Opposition als Selbstverständlichkeit, nicht "Hass und Hetze"."

Politische Opposition ist auch bei uns eine Selbstverständlichkeit. Hass und Hetze einer Partei mit völkisch-rassistischer Ideologie braucht kein Mensch. Germano-zentriert ist allenfalls die Ideologie dieser im Bundestag vertretenen Partei, die gegen Menschen anderer Herkunft hetzt.

Und Ihre Selbstverharmlosung können Sie sich sparen, auch anderswo heißen Parteien mit völkisch-rassistischer Ideologie nicht Mitte-Rechts, sondern rechtsextrem. In Frankreich zum Beispiel.

@heribix

"
Am 12. Februar 2022 - 11:59 Uhr von heribix
@Anderes1961 Ich habe lange…

@Anderes1961 Ich habe lange genug in einem Staat gelebt der sich anmaßen seine Bürger vor allem schützen zu müssen, sogar mit einer Mauer. Ich möchte nicht vom Staat vor mir selbst geschützt werden."

Vor sich selbst geschützt müßten Sie allenfalls dann werden, wenn sich sich wünschen würden, daß es mal wieder an der Zeit wäre, daß eine Partei mit völkisch-rassistischer Ideologie an die Macht käme. Aber ich weiß natürlich, daß Sie das nicht möchten.

Ihre Aversion gegen eine Staatsmacht kann ich absolut nachvollziehen. Und selbstverständlich kann man auch die Idee eines vom Volk gewählten Bundespräsidenten ins Spiel bringen. Ich für meinen Teil bin allerdings sehr glücklich darüber, daß sich die Väter des Grundgesetzes was dabei gedacht haben, eine solches Konstrukt wie die Bundesversammlung zu bevorzugen, vor allem angesichts eines Kandidaten Max Otte.

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