Kommentare - Zinswende mit großer Wirkung auf den Bundeshaushalt

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Ja das ist voll Super

Meine Frau und ich gehören zu den top 10% Verdiener.
Bekommen Negativzinsen auf unsere Ersparnisse.
Häuser sind aber so teuer, dass wir seit Jahren suchen aber es gibt nichts unter 600K in Raum Frankfurt ohne dass dann noch einmal min. über 100k Sanierungs- oder Renovierungskosten anfallen würden...

Jetzt bleibt der Leitzins bei 0% also weiter Negativzins auf das ersparte aber dafür steigen die Zinsen auf die Abartigen Kredite die man aufnehmen muss...

Fas könnte man meine Ziel der EU- und vor allem Deutschen Finanzpolitik ist es, dass nur noch reiche Erben und die Top 5% ein Eigenheim leisten können...

Warum muss sich meine Generation permanent so fühlen, als würde Politik nur gegen sie gemacht... nicht für sie?

Das Ampelprogramm wird schwerer finanzierbar,

wenn die Zinsen steigen. Wir erinnern uns: Die Ampel will in den nächsten 10 Jahren 300 Mrd. Schulden aufnehmen, um den ökologischen Umbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Diese Pläne waren wohl unterlegt mit der Hoffnung, dass diese Schuldenaufnahme wegen der langfristigen Nullzinspolitik keine wesentlich höheren Zinsbelastungen mit sich bringen würde. Einige Länder /z.B. u.a.USA) haben schon Zinserhöhungen angekündigt. Damit entsteht für Deutschland und die gesamte EU eine unangenehme Konkurrenzsituation. Auf Zinseinkommen orientierte Investoren werden in Zukunft mit Zinskupon ausgestattete Anleihen (z.B. in den USA) bevorzugen .

Das ist Krank

In Frankreich stehen Wahlen an und trotz der hohen Inflation wird nichts von der EZB getan. Ist die Vorsitzende eventuell Französin? Um wessen Interessen geht es hier? Der Staat bekommt Geld für seine Schulden als Zins, der kleine Sparer verliert Geld durch Minuszins und Inflation.
Wem nützt es? Dem "kleinen Mann*Frau"?

Wer Wind sät wird Sturm ernten!

Das Ende des Gratisgeld ist sichtbar. In den USA zerreisst man inzwischen jene Apologeten, die die Modern Monetary Theory propagierten. Kelton wird inzwischen ein dünnes theoretisches Profil unterstellt. Ganz lustig was da passiert! Echt an der Reissleine hat noch niemand gezogen, weder das FED, noch Lagarde! Das kommt noch und dann Gnade jenen, die gemeint haben, das Zinsniveau bleibe ewig tief. Die Erinnerung an die frühen 90iger Jahre täte gut. Aber eben, im Internetzeitalter ist das was vorgestern war, schon vergessen! Es gibt ja Leute, die meinen ein bisschen Inflation so mit 2-3% sei nicht des Teufels. Die sollten mal schauen, was das mit ihren Ersparnissen über ein paar Jahre macht, dann kämen sie auf andere Ideen!

Finanz- und Immobilienblase

Was sollten denn die ganzen Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte (zum großen Teil Politiker) und Top-Manager bei 0% Zinsen machen, um ihr Geld zu vermehren? Klar, Geld aufnehmen (kost ja nix), Immobilien kaufen (Nachfrage regelt den Preis!) und hoch"sanieren", um so die Immobilienpreise in die Höhe zu treiben.
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Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, haben alle Fachleute gesagt, doch Gier fressen Hirn auf, und so wird mal wieder der kleine Mann die Zeche zahlen müssen, denn Steuererhöhungen sind seit 16 Jahren und nun für weitere 4 verboten. Allerdings blühen die Staatseinnahmen dank Inflation geradezu auf.

Zinswende

Hoffentlich schnell und das esbald wieder 10% auf Festgeld gibt.

@08:41 Deeskalator Vorschläge

//Häuser sind aber so teuer, dass wir seit Jahren suchen aber es gibt nichts unter 600K in Raum Frankfurt ohne dass dann noch einmal min. über 100k Sanierungs- oder Renovierungskosten anfallen würden.//
Ich hätte ein paar Gedanken:
Gedanke 1: Bauen Sie selbst, sie ersparen sich dann die Gewinnzuschläge die bei einem Verkauf eines fertigen Objekts anfallen.
Gedanke 2: Sie ersparen sich dann die 100 K Sanierungs- und Renovierungskosten, da ja solche Kosten beim Bau nach Ihren Wünschen entfallen.

Wem nützt es?

08:59 Uhr von Olaf@
Immer den Reichen und der Regierung. Der "kleinen Mann*Frau" kommt bnei diesen Plänen nicht vor.

Zinsen vs. Inflation

Wenn der Staat jetzt angenommen 0,5 oder 1% Zinsen auf seine Anleihen (Schulden) zahlen muss, macht er doch bei einer Inflation von 4-5% noch immer einen guten Schnitt, oder sehe ich das falsch?
Man möge mich eines Besseren belehren.

08:59 Uhr von Olaf

"Das ist Krank
In Frankreich stehen Wahlen an und trotz der hohen Inflation wird nichts von der EZB getan. Ist die Vorsitzende eventuell Französin?"

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. EZB Vorsitzende ist die Französin Christine Lagarde, die den Posten von Frankreich mit Deutscher Hilfe zugeschustert bekam. Im Gegenzug hat mit Frankreichs Hilfe Von der Leyen den Posten als EU Präsidentin bekommen, obwohl sie weder aufgestellt, noch vom EU Volk gewählt wurde.

Wer jetzt noch daran glsubt …

Wer jetzt noch daran glsubt , dieses System ginge inwieweit ein Naturgesetz, ist sowas von auf dem Holzweg.
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Es gab nie einen Grund, an dn Zinsen rumzupfuschen.
. Es gibt keinen Grund für hohe oder gar keine Zinsen.
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Es geht nur darum, für Reiche abzukassieren.
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Als angebliche Fachkraft gehört man schon zu den Armen. Und erst weit jenseits der 5000€ kann man drüber nachdenken, etwas zurücklegen zu können.
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Wohn-Eigentum ist alles verteilt. Da gibt niemand mehr was ab.
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Das System ist komplett am Ende.
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Und eine Änderung ist unmöglich, da das der Filz zuverlässig verhindert.
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Deshalb will Biden ja den Krieg. Danach kann man neu aufbauen.

@ Olaf um 08:59 Uhr

In der Politik ging es noch nie um die Menschen. Es geht nur um den eigenen Reichtum und Machterhalt. So war es schon immer und so wird es immer bleiben. Es gibt da einen Spruch: "Gib einem Menschen Macht und er zeigt dir wer er ist."

@ Deeskalator

>>> Meine Frau und ich gehören zu den top 10% Verdiener. ... Fas könnte man meine Ziel der EU- und vor allem Deutschen Finanzpolitik ist es, dass nur noch reiche Erben und die Top 5% ein Eigenheim leisten können... <<<
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Nach Ihren eigenen Angaben beläuft sich ihr gemeischaftliches NETTO-Einkommen zwischen 8.000 und 10.000 Euro, richtig?
Ich und meine Frau als Normalverdiener mit zwei Kindern und Eigenheim (Preise im schwäbischen Speckgürtel ähnlich wie Frankfurt) können sich über solche Aussagen dann nur noch wundern.
Was erwarten Sie?

Wirkung auf den Bundeshaushalt

Als die Politk den Null-Zins einführte und daraufhin 23 Milliarden an Zinsen n i c h t zahlte , und dem Volk dann eine schwarze N U L L vorgaukelte , hat man deutlich Freude in der Politik gesehen ! Den anderen höchstverschuldeten EU-Ländern war das natürlich auch sehr willkommen , denn ab sofort konnte man wieder mehr Geld aus dem Fenster werfen. Es war so wie immer.....
So eine Finanzpolitik macht die Politik nur noch viel unvorsichtiger weil es ja egal ist was man macht und was passiert !

Zinswende mit großer Wirkung auf den Bundeshaushalt....

Eine Zinswende, eine Erhöhung der Zinsen durch die EZB hätte nicht nur Folgen für den Bundeshaushalt. Die Folgen für die südlichen EU-Länder wären wegen ihrer hohen Staatsverschuldung erheblich. Eine hohe Staatsverschuldung aus unterschiedlichen Gründen: Wegen den Folgen der Corona-Krise. Aber auch wegen der staatlichen Bankenrettung und der Handelsbilanzdefizite der Länder und Volkswirtschaften innerhalb der Währungszone(Verlust von volkswirtschaftlicher Kapazität). Die EZB wird sich mit einer Zinswende schwer tun.

Für den Staat

wohl eher kein Problem, das Problem wird auf den Bürger ausgelagert, der Staat verdient zur Zeit sehr gut, die Steuereinnahmen sprudeln.
Gestern Artikel über die Windmühlen und den Milliarden zusätzlicher Gewinne, will Herr H. bis Sommer weiterlaufen lassen.
Die vielen kleinen Dinge, kann dann jeder selber lesen, Staat und bestimmten Industrien geht es richtig gut zur Zeit, nur der Bürger hat zu kauen.
Keine Nullzinsen, bedeutet auch das das Theater mit den Bankgebühren aufhört, und die Rentenversicherung nicht Millionen Parkgebühren zahlen muss, und vieles mehr.
Dieser Tage auf Phönix, ein Ökonom, wir haben zu sehr verschuldet, weil Geld nichts kostet, und das geht eben auf Dauer nicht, Immobilienpreise sind fern jeder Realität nur als Beispiel.
Und die neue Regierung heizt das noch zusätzlich an, neuste Idee, Holzöfen sind auch nicht gut, wurde oder wird noch gefördert, jetzt sind sie schlecht, auch nur eins der Beispiele.
Die EZB macht nichts, Grund kennt jeder.

Des Einen Freud, des Anderen Leid ?

"Man lebt nicht von den Zinsen, sondern von den Löhnen" - das gilt jedenfalls für die Kleinen Leute, also diejenigen, die nix oder nur das Minimum (so um 1000 Euro) auf dem Konto haben. Und die kommen schnell mal in die Situation, Kredite zu benötigen.
Wer aber etwa das Tausendfache auf dem Kontohat, sieht die Sache ganz anders - und das kann man denen auch nicht verübeln.
Was sollte geschehen ?
Vor allem sollte dafür Sorge getragen werden, daß das Vermögender der BürgerrInnen nicht in falsche Hände gerät. Dieses Vermögen ist im Mittel sehr hoch und daher für Abzocker sehr verlockend. Und zu denen sind erst mal die Banken zu zählen. Deshalb sollte der STAAT mit den Geldern seiner Bürger arbeiten : Wiederauflegung der Bundesschatzbriefe - und nicht wieder diese diese heimtückische Behauptung zulassen, daß das nicht ökonomisch sei. Es IST ökonomisch, es IST sinnvoll - vor allem wenn den Bürgern ausreichend Einblick und Kontrolle in die Verwendung der Gelder zukommt.

Zinswende

Die 0-Zins-Politik hat den kleinen Sparern in den letzten Jahren Milliarden gekostet.
Hinzu kommt, dass viele Sparverträge von Banken und Sparkassen ZU UNRECHT gekündigt wurden; alles auf Kosten der "Kleinen", die es dann versäumt hatten, Widerspruch einzulegen.
Usw.
Dieses "Unrecht" ist im Sog anderer Ereignisse längst untergegangen; die Auswirkungen einer Zinswende auf den Bundeshaushalt aber ...

Sparen in Zeiten von Nullzins-Politik

Wer braucht eigentlich noch diese teuren Banken in den Zeiten, in denen sich das Sparen wegen einer Nullzins-Politik nicht mehr lohnt. Frau Lagarde sollte von diesem Halsabschneider-Posten lieber Abstand nehmen. Ein geeigneter Nachfolger wäre Dominique Strauss-Kahn.

@ - 08:41 Uhr von Deeskalator

Dann nehmen sie das Geld doch vom Konto?! Warum lassen sie sich von Banken Geld wegnehmen?
Das aktuelle Geldsystem ist leider sehr verquer. Aber wenn wir in diesem System etwas Stabilität haben wollen, müsste man die Europäische Zentralbank dazu bringen, Geld direkt an Staaten zu verleihen, und nicht weitere Banken dazwischenzuschalten.

Zinswende !

ES würde schon reichen, wenn nur ein klein wenig die Schraube nach oben gedreht wird, damit der kleine Sparer nicht noch Zinsen bezahlen muss, für sein gespartes Geld.
Das ist aber die Unverschämtheit aller Banken, sich so Geld zurück zu holen, was sie der ZB zuvor blechen mussten.
Irgend wie ist dies alles sehr hirnrissig, denn die Wohlhabenden und Reichen, die können ihr Geld in Aktien und Immobilien anlegen, was der kleine Mann nicht tun kann, weil systematisch die Preise nach oben getrieben werden, und die Politik alles laufen lässt !
Sitzen ja viele von denen in Vorständen und Aufsichtsräten und kassieren doppelt und dreifach, statt sich um eine Politik für alle zu bemühen !

Die Zinswende ...

... ist schon seit langem überfällig.
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Negativzinsen sind Perversion. Sie stellen die Finanzmärkte auf den Kopf. Die Übertreibungen an den Finanz- und Immobilienmarkt waren die direkte Folge. Nicht nur wurden Sparer mit einer "Sondersteuer" bestraft, junge Familien müssen auch mit Finanzjongleuren, Heuschrecken und Pensionsfonds um Wohnungen in den Städten konkurrieren. Die Preise sind derart angestiegen, dass sich Normalverdiener überhaupt kein Wohneigentum mehr leisten können. Auch dies ist einer der Gründe, warum die Wohneigentumsquote in Deutschland so gering ist - viel geringer als in anderen europäischen Ländern.
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Allein - Frau Lagarde steht einer Zinswende massiv entgegen. Ich denke, es muss erst zu einem Wechsel an der Spitze der EZB kommen, damit die Zinswende eingeleitet wird. Es wäre wünschenswert, diesmal einen Ökonomen zu wählen (Frau Lagarde verfügt über keine ökonomische Ausbildung).

Zinswende

Sie hat es eingebrockt und eingeführt und versucht, damit eine massive Krise mit fatalen Auswirkungen zu verhindern. Die EZB hat nun die Aufgabe, die Kehrtwende ebenso vorsichtig einzuläuten. Dass es so nicht weiter gehen kann, sollte jedem Volkswirt und Laien mehr als klar sein. Denn andere Finanzkrisen haben wir gehabt, die sind weder vergessen noch ausradiert- es sei denn man verweigert sich, das zur Kenntnis zu nehmen. Dass Kredite nicht ewig Nullsumme sind und die Wende für Bauherren wie Schuldner sich ankündigt, gehört in eine solide Planung und Kalkulation. Es werden neue Bedingungen und Spielformen das Geldgeschäft ändern. Aber so ist es für gewöhnlich in der Finanzwelt und auf dem Markt. Und für Südeuropa gilt der alte Leitspruch der EU: Schulden machen und Sparsamkeit sind zwei Instrumente, die man gut abwägen muss. Dauerhaft können solche Staatsschulden nicht durch die gesamte EU querfinanziert und geschultert werden. Die Länder selbst sind massiv gefordert.

Oje ...

"Fricke, ...., rät zur Vorsicht: Zinswenden seien für die Politik kritisch,"
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Ist ja eine tolle Weitsicht und Erkenntnis.
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Viele Bürger schüttelt es schon seit Jahren im Angesicht der sich anhäufenden Deutschland-Schulden und zusätzlichen Bürgschaften für die EU. Die Regierenden scheinen dies mit stoischer Gelassenheit hinzunehmen, wohlweißlich, dass die Zeche (der steigenden Zinsen) letztlich der Bürger zahlen wird.

@ sikgrueb

Vom Bauen verstehen Sie wohl eher wenig.
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Ihre Einsparvorschläge sind nicht zu gebrauchen. Was meinen Sie mit "selbst Bauen"? Soll der Bauherr selber die Fundamentplatte gießen, Wände mauern, Fenster einbauen, den Dachstuhl setzen, das Dach decken und die Wasser- und Elektroinstallation vornehmen?
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Neben seinem 40 Stunden Job?
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Oder soll er selber Fachfirmen beauftragen? Welches Einsparpotential soll es da geben? Haben Sie mal die Handwerkerpreise gesehen? Und wann denken Sie wird er Handwerker finden, die für ihn arbeiten wollen, wenn deren Auftragsbücher eh voll sind?
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Willkommen in der Realität.

Normalität

Es ist höchste Zeit das wieder Normalität einkehrt aber bitte auch auch für Spar Geld. Es gibt Banken die nennen sich immer noch "Sparkasse" aber sie können dort nichtmal mehr ein "Sparbuch" eröffnen. Da ist schwer was aus dem Ruder gelaufen in den vergangenen Jahrzehnten. Aber zu viel von uns haben schön mitgemacht und sind immer reicher geworden also nicht jammern.

viele Worte um wahrscheinlich fast nix

Im Artikel wird noch nicht einmal eine Zahl genannt.
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Ich schätze den politischen Einfluss auf die EZB so groß ein, dass da nicht viel an Zinserhöhung passieren wird. Wer schneidet sich schon gerne ins eigene Fleisch
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Was hier passiert hat nur Symbolcharakter.

@Bernd Kevesligeti um 09:55

>> Eine Zinswende, eine Erhöhung der Zinsen durch die EZB hätte nicht nur Folgen für den Bundeshaushalt. Die Folgen für die südlichen EU-Länder wären wegen ihrer hohen Staatsverschuldung erheblich. Eine hohe Staatsverschuldung aus unterschiedlichen Gründen: Wegen den Folgen der Corona-Krise. Aber auch wegen der staatlichen Bankenrettung und der Handelsbilanzdefizite der Länder und Volkswirtschaften innerhalb der Währungszone(Verlust von volkswirtschaftlicher Kapazität). Die EZB wird sich mit einer Zinswende schwer tun. <<
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Ja, sehe ich auch so; steigende Zinsen mit einhergehender sich erhöhender Staatsverschuldung in den südlichen Länder der EU dürfte die Gefahr einer neuerlichen Eurokrise mit sich bringen. Aber gegen die steigende Inflation muss die EZB eigentlich die Zinsen, wenn auch moderat, erhöhen.
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Im Übrigen meine ich, dass Bernd Lucke (ex AfD) und Hans Werner Sinn (ex IfO) schon recht hatten, dass der Euro eine gefährliche Einheitswährung sei - man sieht’s alltäglich.

gesammelte Antworten

@sikgrueblerxyz
Die Baumaterialien sind in den Vergangen 18 Monat fast 2,5 mal so teuer geworden, daher ist dies fast nicht machbar. Abgesehen davon gibt es so gut wie keine Baugrundstücke die nicht vollständig überteuert sind.

@Mischpoke West
woher genau haben sie denn diese absurden Zahlen?
hier mal ein Link zu einer aktuellen Erhebung:
https://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/einkommen-so-wohlhabend-sind…

Wann haben sie denn genau gebaut oder gekauft?
in den letzten 5 Jahren haben sich die Preise für beides mehr als verdoppelt.

@PatricioKanio
Jahrgang 85
An uns (+/- 3 Jahre) hat man sämtliche gescheiterten Bildungsreformen ausprobiert.
Wir waren die Versuchskaninchen für Bachelor/Master
Wir sind die erste Generation befristet(über 50% der Neuverträge)
Im Schnitt verdienen wir bis zu 1/3 weniger für die gleiche Arbeit als unsere Vorgänger.

Das traurige ist, dass die Generationen nach uns es sogar noch schlechter haben

Politik wird schon für Dauerniedrigzinsen sorgen.....

Mehr als ein Jahrzehnt fast Nullzinsen. Die EZB ist nur noch ene Unterorganisation des EU Apparates.
Die deutsche Bundesbank war früher mal wirklich unabhängig, die EZB ist es leider schon lange nicht mehr.
Es wird keine drastischen Zinserhöhungen über 1% geben, weil ansonsten Staaten wie Griechenland, Italien, aber auch Belgien bei der Schuldenbedienung kollabieren.

Nicht nur die Sparguthaben werden ja schleichend entwertet, es betrifft Lebensversicherungen und auch immer mehr Betriebsrenten, von denen immer mehr auch wegen der Niedrigzinsphase kräftig wackeln.

@10:30 Uhr von Giselbert

"Was hier passiert hat nur Symbolcharakter" - das glaube ich auch. Es werden Krokodilstränen vergossen, um etwas Empathie und Volksnähe angesichts der ausufernden Inflation zu demonstrieren aber einn weitreichenden Schritt zur Stabilisierung der Geldpolitik wird es nicht geben - wer schneidet sich selbst ins Fleisch?

@9:18 von DeHahn

„Was sollten denn die ganzen Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte (zum großen Teil Politiker) und Top-Manager bei 0% Zinsen machen, um ihr Geld zu vermehren?“
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Sie sind wirklich so naiv zu glauben, diese Leute hätten ihr Geld bisher auf das Sparbuch gebracht?
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Kein vernünftiger Mensch, der sein Geld vermehren oder auch nur dessen Wert erhalten will, hat das je auf ein Sparkonto eingezahlt.

@ 10:00 Uhr wenigfahrer -Immobilienpreise fern der Realität?!

„ Dieser Tage auf Phönix, ein Ökonom, wir haben zu sehr verschuldet, weil Geld nichts kostet, und das geht eben auf Dauer nicht, Immobilienpreise sind fern jeder Realität nur als Beispiel.
Und die neue Regierung heizt das noch zusätzlich an, neuste Idee, Holzöfen sind auch nicht gut, wurde oder wird noch gefördert, jetzt sind sie schlecht, auch nur eins der Beispiele.
Die EZB macht nichts, Grund kennt jeder.“

Die Baukosten und die Materialkosten sind massiv gestiegen. Die Preise für neu gebaute Immobilien haben mancherorts ein Plateau erreicht. Die Kaufkraft muss jetzt erst mal nachziehen, damit auch die Mieten steigen können. Sonst passt das Verhältnis für den Investor nicht und es wird weniger gebaut.

Das wäre fatal. Wir haben nach wie vor eine große Knappheit.

Es spricht also vieles für eine Lohn-Preis-Spirale, also für Inflation.

Das sollte die EZB verhindern.

Das Problem der hohen Staatsverschuldung in der EU ist bekannt.

Zumal ja auf Seiten der EU auch…

@8:41 von Deedkalator

„Meine Frau und ich gehören zu den top 10% Verdiener.
Bekommen Negativzinsen auf unsere Ersparnisse.
Häuser sind aber so teuer, dass wir seit Jahren suchen aber es gibt nichts unter 600K in Raum Frankfurt ohne dass dann noch einmal min. über 100k Sanierungs- oder Renovierungskosten anfallen würden...“
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Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber wenn Sie mit Frau wirklich zu den 10% Topverdienern gehören, dann werden Sie doch wohl 700k für ein Haus aufbringen können (übrigens für den Raum F ein Schnäppchen).
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Ich verdiene ganz gut (erforsche aber nicht, zu welchem Prozentsatz welcher Verdiener ich gehöre) und habe gerade am Rande einer kleinen Großstadt (also nicht vergleichbar mit F) neu gebaut und dafür auch 750k bezahlt (zugegeben ein nicht ganz kleines Haus). Meine Tochter baut gerade in der Nähe für ca. 700k. Das sind die üblichen Preise.

Lese ich die aktuellen…

Lese ich die aktuellen Zuschriften zu diesem Thema heute, fällt mir auf, dass es endlich immer mehr werden, die erkennen, dass diese ganze Kredit und Zinspolitik so angelegt ist, dass vorwiegend wir hier und da mittlerweile auch besser verdienende Mitbürger es immer schwerer bis unmöglich gemacht wird, Kapital zu vermehren und auch Eigenheime zu erwerben.
Dank dem Diktat der europäischen Finanzpolitik dem wir hier immer schlimmer unterworfen sind, sind wir weiterhin immer mehr gezwungen die Schulden anderer zu bezahlen und dabei selber unter diesen Lasten leer aus zu gehen. Dies hat mit einer Wirtschaftsgemeinschaft nichts, dafür um so mehr mit Räuberei zu tun. Aber das sind ja Gegebenheiten, die zu nennen gleich in ein negatives Licht rücken. Wie praktisch für unsere europäische Gemeinschaftsregierung…

@ 10:23 Uhr Einfach Unglaublich- vieles ist aus d Ruder gelaufen

„ Negativzinsen sind Perversion. Sie stellen die Finanzmärkte auf den Kopf. Die Übertreibungen an den Finanz- und Immobilienmarkt waren die direkte Folge.“

Ist nur zum Teil richtig. Negativzinsen sind ein Symptom, aber nicht die Ursache.
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„Allein - Frau Lagarde steht einer Zinswende massiv entgegen. Ich denke, es muss erst zu einem Wechsel an der Spitze der EZB kommen, damit die Zinswende eingeleitet wird. Es wäre wünschenswert, diesmal einen Ökonomen zu wählen (Frau Lagarde verfügt über keine ökonomische Ausbildung).“

Schulden sind einfacher als solide Haushalte und unzufriedene Bürger. Man macht es sowieso nie allen recht.

Der „Masterplan“ ist die Finanzrepression. Also Schulden hinweg inflationieren. Das läuft seit bald 15 Jahren und beginnt jetzt erst so richtig.

Dumm war das Corona dazwischen kam. Hat gut „gepasst“ um die westlichen Bemühungen um eine Stabilisierung der Schuldenkrise zu untergraben.

Der Markt reguliert, die Politik ist das Problem.

@10:08 von Nettie

>>Dass fast die ganze Welt "verschuldet" ist, liegt daran,
dass die (Zentral-)Banken ausschließlich den Interessen der Vertreter des "Kapitals" verpflichtet sind. Und sonst keinem.<<

Da liegen Sie völlig falsch.
Staaten verschulden sich hauptsächlich für Militär- und Sozialausgaben sowie Ausgaben für ihre Staatsdiener, wenn diese Ausgaben nicht durch entsprechende Wirtschaftsleistung und daraus entstehende Steuereinnahmen gedeckt sind. Siehe Griechenland, Italien, Spanien etc.

Das Problem bei den meisten…

Das Problem bei den meisten EU-Staatshaushalten ist doch, dass auch in " guten Zeiten " die Schuldenlast nicht reduziert sondern oft sogar noch weiter erhöht wird. In Deutschland sind die Steuereinnahmen in den letzten 15 Jahren um über 50% gestiegen. Da sollte bei vernünftiger Haushaltsplanung ein Zinsanstieg keine großen Auswirkungen haben. Häuslebauer können mit Verkauf von Bund-Futures gegen Hypotheken-Zinsanstieg gegensteuern.

EZB-Präsidentin Lagarde im Abseits

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EZB-Präsidentin Lagarde:
Ein überstürztes Vorgehen könne die Erholung der Wirtschaft in Europa gefährden,
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Fortgesetzter Missbrauch entgegen der vorrangigen Aufgabe der EZB.
Seit Jahren Schuldenförderung, Staatschuldenfinanzierung über die Hintertüre mit Negativzinsen und Geldschwemme. Vor den Folgen wurde gewarnt. Die sind offensichtlich der EZB-Chefin egal, sie verfolgt ungebremst eigene Ziele, entgegengesetzt der Aufgabe der EZB.
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Die vorrangige Aufgabe ist die Geldwertstabilität. Die EZB fördert mit ihrer Politik das Gegenteil.
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Wirtschaftspolitik ist vorrangig die jeweils erforderliche differenzierte Aufgabe der Staaten in der EU.
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Hier wird das Subsidiaritätsprinzip von Madame Lagarde mit Füssen getreten.
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So kann das nicht weitergehen in der EU.
Die EU ist kein Staat sondern ein Staatenverbund.

Was sich hier entwickelt hat, war so nicht vereinbart. Vertrags- und Kriterienbrüche mit dem Euro am laufenden Band von Beginn und mit Salamitaktik.

@ Giselbert

Ja, das stimmt. In der Tat gibt es keine unabhängige Zentralbank in der EU.
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Auch die Verträge müssen nicht erfüllt werden. Nach denen wäre die Geldwertstabilität die Aufgabe der EZB. Stattdessen gestaltet sie die Zinsen so, dass die Staaten sich billig finanzieren dürfen. Das hat mit ihrem Auftrag nun so gar nichts zu tun.
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Das ist aber allen Beteiligten egal und den Schuldenstaaten recht und im wahrsten Sinne billig.
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Daher wird sich auch bei der aktuellen horrenden Inflation nichts ändern. Vielleicht war es auch deswegen opportun, an die Spitze der EZB keinen Ökonomen zu setzen. Rechtsanwältin ist da schon passender, um uns zu erklären, warum Verträge nicht zu erfüllen sind. Pacta non sunt servanda.

r 2022 - 09:53Am 11. Februa Uhr von Peter Kock

Den anderen höchstverschuldeten EU-Ländern war das natürlich auch sehr willkommen , denn ab sofort konnte man wieder mehr Geld aus dem Fenster werfen. Es war so wie immer.....
So eine Finanzpolitik macht die Politik nur noch viel unvorsichtiger weil es ja egal ist was man macht und was passiert !
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Inwiefern hat man "Geld aus dem Fenster geworfen"?
Im übrigen bestätigen Sie meine Meinung, dass der Staat weder der bessere Banker noch der bessere Investor ist.
Will er da mitmischen, ist das eigentlich immer zum Scheitern verurteilt. Dennoch wird immer mal wieder gefordert, dass "mehr Staat" das Optimale wäre. Wäre es sicherlich nicht, eher das Gegenteil. Der Staat muss gute Rahmenbedingungen vorgeben, aber sonst ?

anstatt die Finanzkrise mit politischen Maßnahmen ...

in den Griff zu bekommen, haben Merkel & Co. den Weg des billigen Geldes gewählt. Letztlich leutet das die nächste Krise ein, weil es keine Anreize zum Haushalten gab, die Mittelschicht kein Vermögen mehr aufbauen kann und bei einer Inflation von 5+% praktisch schleichend enteignet wird. Die Reallöhne in Deutschland fallen weiter, die H4-Sätze werden ausgehöhlt, Armut wird um sich greifen. Wozu das? Damit man in Italien oder Griechenland aus vollen Zügen leben kann? Ich kann den Deutschen nur empfehlen, weniger zu arbeiten: es lohnt sich nicht.

Am 11. Februar 2022 - 10:30 Uhr von Löwe 48

Es ist höchste Zeit das wieder Normalität einkehrt aber bitte auch auch für Spar Geld. Es gibt Banken die nennen sich immer noch "Sparkasse" aber sie können dort nichtmal mehr ein "Sparbuch" eröffnen. Da ist schwer was aus dem Ruder gelaufen in den vergangenen Jahrzehnten. Aber zu viel von uns haben schön mitgemacht und sind immer reicher geworden also nicht jammern.
__
Wer sind denn diese "viele von (?) uns", die da so "schön mitgemacht" haben ? Meiner Meinung hat kaum ein Bürger Einfluss auf die Machenschaften der EZB. Die EZB hat vor allem die Situation der hochverschuldeten Länder innerhalb der EU im Sinn gehabt. Dass Massnahmen, egal in welche Richtung, zunächst vor allem die Akteure betreffen, die finanztechnisch agieren können, liegt in der Natur der Sache, gilt aber für jede der beiden Richtungen.

höhere Zinsen sind der Ausweg- geht aber bei der EZB nicht

- Länder mit hoher Verschuldung können keine höheren Zinsen ertragen
- die Ungleichgewichte in der Eurozone nehmen zu je länger die Niedrigzinsen dauern.
- Verschuldung ist kein Problem wenn sie in sinnvolle Infrastruktur wie Digitalisierung, Bildung oder Reformen geht, da es hier später zu Erträgen kommt. Geht sie jedoch in den Konsum verpufft sie .
- Ökonomen sprechen in diesen Fall e von einer Stagflation. Die Inflation ist nicht aufzuhalten, die EZB flutet weiter die Märkte indem sie über die BAnken Anleihen verschuldeter Staaten kauft, trotz einer weltweiten Überhitzung statt das Geld aus dem MArkt zu nehmen. Am Ende droht Arbeitslosigkeit.
- (Geldmenge M3 abzügl. BIP)wachstum+ Inflationsrate= wahre Inflation
- höhere Zinsen wären ein Segen auch für den Immobilien und Aktienmarkt, um dessen Überhitzung zu stoppen.
- der kleine Mann spart und verliert
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Am 11. Februar 2022 - 09:36 Uhr von SGEFAN99

In der Politik ging es noch nie um die Menschen. Es geht nur um den eigenen Reichtum und Machterhalt. So war es schon immer und so wird es immer bleiben. Es gibt da einen Spruch: "Gib einem Menschen Macht und er zeigt dir wer er ist."
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Wer so richtig reich werden will, der geht bestimmt nicht in die Politik, wenn z.B. das Gehalt eines Sparkassendirektors dem des Bundeskanzlers in etwa entspricht ? Und Macht, naja, die haben vllt eine handvoll Politiker an der Spitze. Die anderen dürfen für ihre Linie votieren und hier und da mal eine Redchen halten.

Target 2 endlich mit Fälligkeitsdatum verbinden

Deutschland gibt den Ländern quasi einen zinslosen Kredit ohne Fälligkeit(derzeit 1,2 Billionen für die BRD). Verschuldete Länder nutzen das aus.
Ein Ende würde die Länder disziplinieren., wenn die EZb nicht eingreifen würde. Der Staatshaushalt dieser Länder könnte grundlegend reformiert werden. Allerdings müssten dann wohl einige Schulden abgeschrieben werden. Am Ende würden die Zinsen ein gesundes Maß haben und der tatsächlichen Inflation entstprechen.
Wie gesagt Papiergeld ist nur ein Versprechen.

Am 11. Februar 2022 - 10:08 Uhr von Nettie

Dass fast die ganze Welt "verschuldet" ist, liegt daran,

dass die (Zentral-)Banken ausschließlich den Interessen der Vertreter des "Kapitals" verpflichtet sind. Und sonst keinem.
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Gäbe es kein Kapital, bräuchte es auch keine Banken. Diese sind aber auch GeldGEBER und das schon seit der Antike. Würde man sie nicht benötigen, gäbe es sie vermutlich nicht mehr. Selbst wenn man Ihrem Wunsch gemäss das Geld abschaffen würde, würde ein anderes Wertesystem den Platz einnehmen, und nein, es würde auch dann nicht nach Güte und Edelmut bemessen, sondern nur nach etwas anderem, Zählbarem.

das wird traurig für viele Häuslebauer/-besitzer

Obwohl ich sonst gegen zu viele regulierende Maßnahmen des Staates bin: In diesem Falle würde ich es befürworten, wenn die deutsche Regierung unseren Immobilienmarkt vor einem Ausverkauf an Baulöwen und ausländische "Investoren" schützen könnte. Es ist abzusehen, dass einige (hoffentlich nicht viele) Häuslebauer und -käufer ihre Immobilien verlieren, wenn sie in der Niedrigzinsphase zu kurzfristige Kreditverträge abgeschlossen haben. Wenn die Zinsen steigen und der Kredit nicht mehr bedient werden kann, wird die betreffende Bank sich das Schäppchen unter den Nagel reißen und über ihre Immo-Abteilung an einen meistbietenden Käufer verkaufen. Leider ist heute alles überreguliert. Ob es möglich wäre, dass der Staat (bzw. ein Staatsfond) im Notfall als "Zwischengläubiger" auftreten und dem Häuslebauer menschliche und realistische Kreditkonditionen einräumen könnte, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich ist da wieder die EU vor. Mir graut vor dem Platzen der Immo-Blase.

Das billige Geld diente doch…

Das billige Geld diente doch in erster Linie dazu das man es sich leisten konnte, den Osten der EU und die Südländer mit Geld zu überschütten.

Die Zweitgewinnler in exorbitanten Ausmaßen sind jene die sich Geld für Nix leihen um Shortseller zu spielen.

Die Zeche zahlt das Gesellschaftliche Fundament, jenes welches für alles und jedes, auf Heller und Pfennig, zur Rechenschaft verpflichtet ist.

Die EZB macht was sie will !

Die EZB richtet ihre Finanzvorgaben nach den politischen Vorgaben der Süd-Europäischen Ländern. Die Staatsverschuldung war bereits vor Corona in diesen Ländern sehr hoch und die Zinsen kaum auf zu bringen. Durch Coronamassnahmen ist sie exorbitant gestiegen, damit die Verschuldung und damit die Zinsen. Das Risiko der Kreditgeber wird immer grösser und damit werden die Zinsen immer höher. Die extensive Geldpolitik der EZB um die Wirtschaft anzukurbeln hat noch einen obendrauf gesetzt. Dazu kommt das Wirtschaft und Aktionäre anscheinend wohl gar nicht mehr anders können und wollen ohne Ankurbelungs-Massnahmen.
Wir die Normalbürger sind jetzt die Leidtragenden. Wir müssen de facto die Inflation zahlen, den Gehaltsanpassungen und Rentenverbesserungen geschehen immer nachher. Dabei muss gesagt werden das seit über einem Jahr die Bundesbank immer wieder gewarnt hat.

@ deHahn um 9.18 Uhr, nicht nur Top-Verdiener

"Was sollten denn die ganzen Vorstandsmitglieder, Aufsichtsräte (zum großen Teil Politiker) und Top-Manager bei 0% Zinsen machen, um ihr Geld zu vermehren? Klar, Geld aufnehmen (kost ja nix), Immobilien kaufen (Nachfrage regelt den Preis!) und hoch"sanieren", um so die Immobilienpreise in die Höhe zu treiben."
Der Mechanismus ist klar. aber nicht nur Top-Verdiener machen das so. Die null-Zins-Politik hat viele Menschen in langfristige Sachwerte getrieben, jetzt tut die Angst vor einer Inflation ein übriges.
Wer dem Euro nicht getraut hat, hat nicht alles verballert, sondern sich rechtzeitig eine Wohnimmobilie gekauft. Wer das nicht konnte, hat sein Geld in Aktien angelegt, jeden Monat etwas. Andere haben sich über die Jahre einige Goldmünzen weggelegt.

Zumindest hat man sich Dinge, die langfristig sowieso notwendig sind/waren, möglichst bei niedrigem Zinssatz oder bar angeschafft.

Alle (ich nicht) wollten die EU, wollten den Euro. Nun haben wir den Salat.

@ 12:18 Uhr von AufgeklärteWelt

"Wozu das? Damit man in Italien oder Griechenland aus vollen Zügen leben kann? Ich kann den Deutschen nur empfehlen, weniger zu arbeiten: es lohnt sich nicht."
.
So sieht es leider aus, die kalte Progression bei der Lohnsteuer tut ein Übriges.
Da bin ich ganz bei Ihnen, lieber mit dem Fahrrad ins Schwimmbad, als mit dem Auto zur Arbeit ;-)

- 10:08 Uhr von Nettie

>>"Dass fast die ganze Welt "verschuldet" ist, liegt daran,
dass die (Zentral-)Banken ausschließlich den Interessen der Vertreter des "Kapitals" verpflichtet sind. Und sonst keinem."<<
.
Ich glaube eher dass das daran liegt das viele jahrelang über Ihre Verhältnisse leben. Die deutschen Tugenden (u.a. Sparsamkeit) gehen doch auch schon lange den Deutschen abhanden und hätte wir nicht die Schuldenbremse im GG, dann würde die Ampel (Dank den Grünen) den Kredithahn auf Kosten der folgenden Generation erstmal richtig aufdrehen.

@weingasi1 um 12.29 Uhr, wer "verdient" am meisten

"Wer so richtig reich werden will, der geht bestimmt nicht in die Politik, wenn z.B. das Gehalt eines Sparkassendirektors dem des Bundeskanzlers in etwa entspricht ?"
Richtig. In Bremen "verdient" ein Sparkassendirektor mehr als der Bundeskanzler, ebenso die Vorstände des Energieversorgers, der Straßenbahn und auch einige "Verantwortliche" der zahlreichen gGmbHs und anderer halbstaatlicher "gemeinnützigen" Organisationen, z.B. der Wohlfahrsverbände, Heimbetreiber, regionaler Lotteriegesellschaften.

"Und Macht, naja, die haben vllt eine handvoll Politiker an der Spitze. Die anderen dürfen für ihre Linie votieren und hier und da mal eine Redchen halten." Einerseits ist das richtig. Andererseits bekommen Sie aber Positionen, in denen sie richtig Asche "verdienen", nicht ohne die "richtige" Gesinnung, ohne das richtige Parteibuch.
Die herrschende Politik, die Politiker, sind auf die Unterstützung einflussreicher Menschen aus struktur- und herrschaftsrelevanten Bereichen angewiesen.

11:38 Uhr von Sparer

@10:08 von Nettie
>>Dass fast die ganze Welt "verschuldet" ist, liegt daran,
dass die (Zentral-)Banken ausschließlich den Interessen der Vertreter des "Kapitals" verpflichtet sind. Und sonst keinem.<<
.
"Da liegen Sie völlig falsch.
Staaten verschulden sich hauptsächlich für Militär- und Sozialausgaben sowie Ausgaben für ihre Staatsdiener,
>> wenn diese Ausgaben nicht durch entsprechende Wirtschaftsleistung und daraus entstehende Steuereinnahmen gedeckt sind. Siehe Griechenland, Italien, Spanien etc."
.
Auf einer auf was beruhenden "Wirtschaftsleistung" und den darauf entstehenden Steuereinnahmen (Ihrer Meinung nach)? Auf der Herstellung, dem Vertrieb (und dem Einsatz) von Waffen? Das wäre dann (meiner Meinung nach) wohl DAS Beispiel für einen Teufelskreis.

... und Deutschland zahlt sowieso

EU-weit gedacht bedeuten niedrige Zinsen das den Deutschen Ihr Sparvermögen aufgefressen wird. Hohe Zinsen bedeutet das die Länder die finanztechnisch nicht haushalten können vornehmlich Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich via EU (und da bedeutet in erster Linie Deutschland) finanziell gestützt werden. Nicht umsonst gieren diese Länder nach einer Verallgemeinerung der Schulden (die bei uns in Deutschland gemäß Verfassung ausgeschlossen sind). Jedenfalls zahlt besonders Deutschland solange die betroffenen EU-Partner nicht endlich Reformen einleiten um endlich ins finanztechnische Fahrwasser zu kommen und dies zeichnet sich immer noch nicht ab. An den Schluck aus der Pulle aus Brüssel kann man sich ja schließlich auch gewöhnen.

Zinseszins

Ja, so etwas gab es mal. Ich habe vor gut 25 Jahren - allerdings auf eigenem Grundstück - gebaut. Und meinte, einen Kredit aufnehmen wäre nicht verkehrt. 100kDM mit irgendeiner einer Ausstiegsklausel. Beim Vernichten alter Unterlagen sind mir die Abrechnungen in die Hände gefallen. Tatsächlich habe ich die 100k nicht anrühren müssen und die damaligen Zinsen (irgendwas oberhalb 5%) führten dazu, dass das Konto anwuchs - die Zinsen waren größer als die Tilgung. Dann habe ich den Kredit zurückgeben können und zumindest keinen Pfennig eigenes Geld verbraucht - im Gegenteil. Haus war eigenleistig fertig und ist seit 25 Jahren schuldenfrei.

@ draufguckerin um 13:04 Uhr

Die EU ist an sich nichts schlechtes (zumindest die ursprüngliche Idee. Der Euro hingegen ist katastrophal. Man kann nicht verschieden starke Volkswirtschaften in eine Währung packen und dann auch eine Politik betreiben dass andere Länder für die Dummheit und Pleitepolitik eines anderen Landes aufkommen.

von wolf 1905 10:42

Ab einem bestimmten Zinssatz werden die südeuropäischen Staaten ihre Schulden nicht mehr bedienen/abtragen können. Staatsbankrotte werden dann im Raum stehen. Die Währungszone könnte zerbrechen, was besonders dem deutschen exportgetriebenen Wirtschaftsmodell schaden würde (Exportüberschüsse-Beggar the Neighbour), da dann weniger gekauft würde. Oder bei dem Austritt von Ländern aus dem Euro, die eigene Währung abgewertet würde, was eben zur Verteuerung von Produkten, die eingeführt werden führt.

@weingasi1, 12:36

"Gäbe es kein Kapital, bräuchte es auch keine Banken"
.
Höchstens Vermittler.
.
"Diese sind aber auch GeldGEBER und das schon seit der Antike"
.
Aber nicht für jeden, sondern nur nach bestimmten von ihnen selbst festgelegten Kriterien für von ihnen als "kreditwürdig" erachtete Menschen. Und wer diesen Kriterien bzw. ihren Ansprüchen "genügt" (also kredit- bzw. vertrauens-"würdig" ist), entscheiden die anhand der solchermaßen festgelegten "Bewertungsmaßstäbe" selbst. Vermutlich nach persönlicher Interessenslage.

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Mir scheint fast so als hätte man mit der Zinswende ...

... bis zum Regierungswechsel gewartet.
.
Es drängt sich mir die Erwartung auf, dass die Probleme, die die südlichen Schuldenländer mit höheren Zinsen voraussichtlich bekommen, dann vermutlich über gemeinsame Euro-Schulden-Aufnahme abgefedert werden könnten.
.
Von der neuen, Rot-Grün-Gelben Regierung wird man da dann vermutlich wenig bis gar keinen Widerspruch erwarten können.

Einfach unglaublich

"Soll der Bauherr selber die Fundamentplatte gießen, Wände mauern, Fenster einbauen, den Dachstuhl setzen, das Dach decken und die Wasser- und Elektroinstallation vornehmen?
."
"Vom Bauen verstehst du offensichtlich nichts?", war doch deine Frage.
.
Das war früher alles völlig normal. Da haben sich die entsprechenden Handwerker nach Feierabend getroffen: "ich mach dein Keller, Du mein Dach. "
.So konnten sich auch normale Menschen ein Haus leisten.
.
Das war nicht Schwarzarbeit. Es nennt sich Nachbarschaftshilfe.

@Einfach Unglaublich 10:28

//Was meinen Sie mit "selbst Bauen"? Soll der Bauherr selber die Fundamentplatte gießen,.../
Auch das oder einige der von Ihnen angeführten Arbeiten haben viele Bauherrn zur Einsparung gemacht, wenn sie eigene Fähigkeiten oder sachkundige Freunde hatten und auch nach dem 40 Stundenjob.
//Oder soll er selber Fachfirmen beauftragen? Welches Einsparpotential soll es da geben? Haben Sie mal die Handwerkerpreise gesehen? Und wann denken Sie wird er Handwerker finden, die für ihn arbeiten wollen, wenn deren Auftragsbücher eh voll sind?//
Man kann z.B. ein schlüsselfertiges Fertighaus bauen. Dann kennt man in etwa den Preis. Dann kümmert sich der Unternehmer um Handwerker und Baumaterial.

@10:42 Deeskalator

//Die Baumaterialien sind in den Vergangenen 18 Monat fast 2,5 mal so teuer geworden, //
Im Gegensatz zu manch anderen Preisen sehe ich diese Preise (2,4mal) als nicht dauerhaft sondern als Marktstörung,erst recht nicht wenn sich der Bauboom abkühlen sollte.
//Abgesehen davon gibt es so gut wie keine Baugrundstücke die nicht vollständig überteuert sind.//
Wie „draufguckerin„ richtig beschrieben hat, werden bei einer nachhaltigen Zinswende viele Bauherren, die nicht richtig kalkuliert haben, in Finanznöte kommen. Dann gibt es mehr Notverkäufe und Versteigerungen mit moderateren Preisen, wenn das auch für die Betroffenen sehr traurig ist. Aber es bleibt für die Betroffenen oft kein anderer Weg aus den Schulden

@15:43 von sikgrueblerxyz

„Man kann z.B. ein schlüsselfertiges Fertighaus bauen. Dann kennt man in etwa den Preis. Dann kümmert sich der Unternehmer um Handwerker und Baumaterial.“
.
Das geht auch mit Massivbauweise mit z.B. Bauträger: Preise und Leistungen werden vorher vertraglich genau festgelegt. Das funktioniert hervorragend (wie ich aus eigener Erfahrung weiß).

Überfällig

Ob nun mit Negativzinsen Schulden tilgen oder Zinsen für die Schulden zahlen. Der Steuerzahler zahlt es immer.
Aber ohne Positivzinsen funktioniert der Kapitalismus nicht.
Eine Prognose der Inflationsrate ist Spekulation. Die Realität hält sich nicht daran.

Am 11. Februar 2022 - 14:24 Uhr von Nettie

Aber nicht für jeden, sondern nur nach bestimmten von ihnen selbst festgelegten Kriterien für von ihnen als "kreditwürdig" erachtete Menschen. Und wer diesen Kriterien bzw. ihren Ansprüchen "genügt" (also kredit- bzw. vertrauens-"würdig" ist), entscheiden die anhand der solchermaßen festgelegten "Bewertungsmaßstäbe" selbst. Vermutlich nach persönlicher Interessenslage.
_
Im Normalfall natürlich nicht, sondern es wird beurteilt, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Kredit zurückgezahlt wird. Da entscheiden weder schöne blaue Augen, noch ein sympathisches Auftreten. Natürlich gibt es auch da einen gewissen Ermessensspielraum, so wie es auch Fehlentscheidungen gibt aber auch Sie würden vermutlich niemandem etwas leihen - es muss ja noch nicht einmal immer Geld sein - wenn Sie wissen, bzw. vermuten, dass Sie das geliehene Gut nicht zurück bekommen. Dann können Sie natürlich etwas verschenken aber Banken handeln nun mal mit Geld. Andere mit Kartoffeln. Beide wollen verdienen.

@weingasi1, 16:40

Ich habe den Eindruck, dass Sie meine Ausführungen bewusst missverstehen. Oder sie zumindest nicht verstehen wollen.

@16:00 Uhr von sikgrueblerxyz

"...werden bei einer nachhaltigen Zinswende viele Bauherren, die nicht richtig kalkuliert haben, in Finanznöte kommen.."
Die abgeschlossenen Kreditverträge haben auch weiterhin bestand und somit auch die vereinbarten Zinsen, es sei denn die Bauherren müssen in der Zukunft umschulden. Es betrifft auch nur die wenigen. D.h. eben, dass die Immobilien in der Zukunft nicht unbedingt billiger werden. Allenfalls wird der Preisanstieg gedämpft, sollten die Zinsen steigen.
Auch die Baumaterialien werden nicht billiger!

Am 11. Februar 2022 - 15:29 Uhr von geselliger mis…

Es drängt sich mir die Erwartung auf, dass die Probleme, die die südlichen Schuldenländer mit höheren Zinsen voraussichtlich bekommen, dann vermutlich über gemeinsame Euro-Schulden-Aufnahme abgefedert werden könnten.
Von der neuen, Rot-Grün-Gelben Regierung wird man da dann vermutlich wenig bis gar keinen Widerspruch erwarten können.
__
Dann müsste Frau Baerbock den Herrn Lindner auf geradezu magische Art becirct haben, denn der war immer der grösste Feind einer, wie auch immer gearteten Schuldenunion und eventueller Euro-Bonds.
Dass die FDP ihre Linie, die ja absolut richtig ist, jetzt derart verlässt, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und würde bei ihren Wählern auf totales Unverständnis stossen. Ich hoffe, dass die FDP insofern ihrer Linie treu bleibt.

Am 11. Februar 2022 - 13:28 Uhr von Nettie

Auf einer auf was beruhenden "Wirtschaftsleistung" und den darauf entstehenden Steuereinnahmen (Ihrer Meinung nach)? Auf der Herstellung, dem Vertrieb (und dem Einsatz) von Waffen? Das wäre dann (meiner Meinung nach) wohl DAS Beispiel für einen Teufelskreis.
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Der Kostenfaktor Waffen/Militär dürfte aber hier vornehmlich GRC betreffen, weil da noch immer der Unsicherheitsfaktor Türkei besteht. Bei ITA/ESP liegen die Probleme eher bei den Sozialkosten (Wahlversprechen) sowie einem teilw. überbordenden Beamtentum, sowie einem gewissen "laissez faire".

Die großen Verlierer....

....sind die Generationen die jetzt Mitte 30 bis Ende 40 sind.

Denen wird seit 20 Jahren erzählt man müsse für eine vernünftige Rente privat vorsorgen.

Seit 12 Jahren haben wir eine Nullzins Politik. Die kleinen und mittleren Einkommen haben doch garkeine Möglichkeit fürs Alter vorzusorgen, weil das Gesparte von der Inflation aufgefressen wird.

Alternative: Aktieninvestments. Kleine Zinsen, deren Erträge am Ende von den Depot und Handelsgebühren aufgefressen werden.

Wer nicht das Glück hat von den Eltern zu erben hat gute Chancen mit 70 in der Fußgängerzone zu betteln.

Sparen muss wieder lohnenswert sein für den Otto Normalbürger, sonst steuern wir auf eine Katastrophe zu.

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