Kommentare - Scholz, Macron und Duda wollen den Frieden in Europa sichern

08. Februar 2022 - 23:37 Uhr

Deutschland, Polen und Frankreich sind sich einig: Europa muss alles dafür tun, eine Lösung im Ukraine-Konflikt zu finden. Dazu wollen die drei Staaten mit Russland im Dialog bleiben. Auch die NATO und die USA sollen ihren Teil leisten.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

muss alles dafür tun?

Dann sollte die Nato endlich denfensiv werden und nicht mehr für Angreiffskriege ausgerüßtet werden.

Afganistan, Lybin, Iran, Irak oder mali zeigen was die Nato macht.

Es geht nicht darum, wer wo was „sichern“ will (und wie),

sondern schlicht ums Überleben - und zwar aller und überall
.
Da ist es immerhin gut, dass die „politisch Verantwortlichen“ offenbar in seltener Einigkeit erkannt haben, worum es hier geht: „Krieg verhindern - Frieden erhalten“/
„Deeskalation, Verhandlung, Lösung - diese drei Schritte bezeichnete Bundeskanzler Olaf Scholz als die wichtigsten, um den Frieden in Europa zu sichern und einen Krieg mit Russland zu verhindern“
Und um im Sinne der für andere „übernommenen“ Verantwortung dieser gerecht werdende, also verantwortliche Taten statt wie bislang leerer Worte und dafür umso eindeutigerer gemeingefährdender „Aktionen“ unter Missachtung sämtlicher (allgemeiner!) Regeln des Anstands:
„[der ukrainische Präsident] Selenskyj sagte seinerseits, sein Land erwarte von Russland aber konkrete Schritte, die zeigten, dass eine Deeskalation ernst gemeint sei. "Ich vertraue nicht wirklich auf Worte. Ich glaube, dass jeder Politiker transparent sein kann, indem er konkrete Schritte unternimmt".

Meine Meinung: Zwei mögliche Szenarien

Szenario 1: die Ukraine kollabiert innenpolitisch. Es gibt kaum Politiker die frei von Korruption sind. Im Militär und in der Justiz gibt es große Zerwürfnisse und Brüche. Ein erneuter Putsch ist möglich. Tatsächlich hat Selenskiy Anfang Dezember dies bereits erwartet. Er verliert rapide an Zustimmung und Einfluss.
Nach einem Umsturz käme vermutlich wieder eher eine pro-russische Regierung an die Macht. Viele Westukrainer werden dann in die EU strömen (Deutschland anerkennt allerdings keine Flüchtlinge aus der Ukraine).
......
Szenario 2: in Kiew setzen sich die Hardliner durch, die lange erwartete Offensive gegen Donezk und Lugansk beginnt. Verhandlungen wie aktuell scheitern. Dies würde nicht nur zu vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung im Osten des Landes führen, sondern auch zu einer Zerreißprobe für die ukrainische Armee werden. Diese ist zwar vom Westen aufgerüstet, aber moralisch ziemlich am Ende. Ich halte ein russisches Eingreifen in diesem Fall für unwahrscheinlich.

00:08 Uhr von werner1955

>>
muss alles dafür tun?

Dann sollte die Nato endlich denfensiv werden und nicht mehr für Angreiffskriege ausgerüßtet werden.

Afganistan, Lybin, Iran, Irak oder mali zeigen was die Nato macht.
<<

Meinen Sie die Länder Afghanistan und Libyen ?
Was hat denn die Nato mit Libyen, Iran, Irak und Mali zu tun ? Sind Sie fehlinformiert ?

Autonomiestatus für den Dombas

Macron hat es erkannt: auch die Ukraine muss ihren Teil dazu beitragen, damit es Frieden wird. Und das geht nur, wenn die Ukraine den bereits im Minsker Vertrag für den Dombas festgelegte Autonomie auch gesetzlich verankert. Diese Forderung an die Ukraine sollte der gesamte Westen (Nato und USA) an die Ukraine stellen und nicht immer nur Waffen liefern. Und ich prophezeie: dann ist schnell Schluss mit den kriegerischen Auseinandersetzungen. Leider wird das der Ami nicht so mögen, da er dann Russland nicht mehr mit Nordstream2 sanktionieren kann.

Die SPD sollte endlich klar sagen, zum wem sie steht

Platzek, Gerhard Schröder, aber auch AfD-Abgeordnete, FDP-Abgeordnete lassen sich einlullen und werden zum Spielball russischer Interessen in Deutschland. Das ist bekannt.
.
Putin überfiel die Ukraine im Osten, Annektierte und Besetzte die Krim, was folgte waren Dialoge, Dialoge und nochmals Dialoge. Diplomatie. Immer und immer wieder. Und was hat es gebracht? Nichts. Russland pokert weiter und versucht Belarus und die Ukraine endgültig "Heim ins Reich" zu frühen..
.
Putin ist nicht an Deeskalation interessiert und hat Deutschland nun endgültig mit Nordstream1 und 2 in der Hand. Dreht er den Hahn ab, dann wirds kalt, dank der SPD und ihrem Herrn Schröder.
.
Wenn aber nun im Schlepptau immer noch ein Kühnert oder ein Platzek innerhalb der SPD den Pro-Putin-Kurs voranbringen, wird es langsam wirklich gefährlich für Deutschland und Europa.
.
Kanzler Scholz ist also gut beraten, endlich tacheles zu sprechen. Sowohl in seine SPD hinein, als auch gegenüber Putin.
.

Ein Interessanter, älterer Beitrag auf TAGESSCHAU.de

https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/putin-koch-101.html
.
Hier wird deutlich, wie Putin in Deutschland agiert. Und hier wird eben auch deutlich, wie schwach die deutsche Öffentlichkeit hinschaut, wenn es um eigene Interessen geht. Scholz ist gut beraten, den Dialog nicht über den Verstand zu stellen. 7 Jahre Dauerdialog von Angela Merkel mit Putin brachten nachweislich nicht viel. Heute stehen Putins Panzer klar zum Überfall auf die Ukraine.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte UserInnen,

die Kommentarfunktion für dieses Thema wird nun geschlossen. Danke für Ihre rege Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Darstellung: