Kommentare - Inflationsrate in Deutschland fällt auf 4,9 Prozent

31. Januar 2022 - 15:08 Uhr

Die Verbraucherpreise sind im Januar nicht mehr ganz so rasant gestiegen wie zuletzt. Die Inflationsrate lag nach einer ersten Schätzung bei 4,9 Prozent. Ökonomen hatten allerdings mit weniger gerechnet.

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Kommentare

Wie mache ich aus einem Elefanten eine Mücke?

5,3% im Dezember sind schon ganz schön happig. Zieht man dann die von der EZB vorgegebene Inflationsrate von 2% ab, dann bleiben 3,3% (zusätzliche Inflation lt. Welt). Jetzt liegen wir bei 4,9%, aber die Ökonomen hatten mit weniger gerechnet.
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Die korrekte Überschrift hätte lauten müssen:
Inflationsrate fällt langsamer als erwartet.

4,9%

Das ist ja auch kein Wunder, bei den unverschämten Lohnzuwächsen, die die Gewerkschaften mal wieder auf dem Rücken der anständigen und leistungsbereiten Arbeitnehmer und Rentner durchgedrückt haben.

Genug Beschwichtigungslyrik

Uns wurde weisgemacht, dass die Inflation nur wegen der "Sonderefeekte" so hoch sei. Die "Experten" gingen von einer viel niedrigen Inflation um die 3 % aus. Aber sie bleibt bei ca. 5 %.

Das heisst, dass nach 2 Jahren das Geld 10% weniger wert ist.

Das mag Frau Lagarde egal sein, aber für viele ist das einschneidend.

Und von den Gewerkschaften ist nichts, absolut nichts zu erwarten. Frank Werneke fand letztes Jahr bei einer Inflation im November 2021 von 5,4 % eine Tariferhöhung von 2,8 % auf 2 (sic!) Jahre 2022 - 2023 völlig ausreichend. Also 1,4 % pro Jahr. Ein Reallohnverlust von 4 % JEDES Jahr. Nach 2 Jahren verdient der Angestellte also 8 % weniger.

Gewerkschaftsvertreter wie Werneke und Fahimi verstehen sich wahrscheinlich in erster Linie als SPD Politiker und sind nicht an steigenden Löhnen interessiert.

Warum irgendjemand Mitglied einer DGB Gewerkschaft ist erschließt sich mir nicht.

Ich meine das nicht so...

Es ist genau so gekommen, wie es die üblichen Verdächtigen hier vorhergesagt haben: Kaum entfällt der Mehrwertsteueraspekt bleibt von der Inflation so gut wie nichts übrig.

Die Inflation

... wird sich in ganz kurzer Zeit wieder auf etwa 2% einpegeln. Denn fundamental hat sich an der soliden Finanzsituation der Bundesrepublik und des Euroraumes ja nichts geändert.

Inflation ohne Energiekosten…

Inflation ohne Energiekosten ist deutlich niedriger. Energie wird aber auch weiterhin teurer werden. Es könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, Short auf den Bund-Future und Aktienindizes zu gehen.

Wir können ohne EZB schneller die Inflation bekämpfen

indem wir uns unserer Macht als Konsumenten bewußt werden. Dazu müssten wir Preisnaivität/Preisgleichgültigkeit aufgeben und uns wieder verstärkt über die Preisverhältnisse informieren und danach handeln. Wir können dann Überteuertes durch Preiswerteres ersetzen; auf Verzichtbares verzichten; Unverzichtbares sparsamer verwenden; noch Verwendbares nicht durch Neues ersetzen, Gekauftes durch Eigenproduktion (z.B. Gemüse, Obst) austauschen. Wenn wir das alle tun, brechen wir (wegen dann folgendem Absatzmangel) sehr schnell die Inflationsmentalität der Anbieter , die im Moment glauben, jetzt jede Preissteigerung (und das Preissteigerungsausmaß) mit Begründung Corona, Lieferengpässen, Energiepreisen, Personalknappheit durchsetzen zu können. Anbieter müssten eigentlich, wie sonst jeder Andere auch, bei geringeren Möglichkeiten auf Gewinnsteigerung verzichten,sich anpassen. Hart würde das beschriebene Verhalten ohne Sozialausgleich für Arme, die immer schon knappsen mussten.

"Preisdruck wird anhalten"

Und damit auch der „Druck“ auf alle, die sich schon jetzt immer mehr „abstrampeln“ müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Und die befinden sich in guter Gesellschaft, denn sie werden zahlenmäßig immer mehr.

Inflationstendenz fallend - nicht erwünscht ?

Die Zahlen sagen, dass die Inflationsrate in der Tendenz sinkt. Wenn sich der Trend fortsetzt, dann nähert sie sich im Jahresverlauf wieder dem 2 % Ziel.
 
Wenn ich mir so manche der ersten Reaktionen ansehe, dann scheint das aber nicht für jeden eine gute Nachricht zu sein. Für wen nur schlechte Nachrichten Wasser auf die (partei-)politischen Mühlen sind, mag anderes hoffen. Ich bin sicher, für die meisten unserer Landsleute ist der Beginn fallender Preise ein gutes Zeichen.

Am 31. Januar 2022 - 15:38 Uhr von veget. Metzger

"wird sich in ganz kurzer Zeit wieder auf etwa 2% einpegeln. Denn fundamental hat sich an der soliden Finanzsituation der Bundesrepublik und des Euroraumes ja nichts geändert."

Wie bitte?
Wurden die "Corona Milliarden" aus der Portokasse bezahlt?

Wenn Putin ...

... seine Soldaten abzieht und wieder den Gashahn aufdreht, sinken die Energiepreise wieder. Und damit die Inflation.

Frosti

Bitte was?
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Ich verstehe, das war Satire.
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Denn von Gewerkschaften hab ich seit Dekaden nichts gehört.
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Einzig die GDL macht noch was für ihre Mitglieder.
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Und wenn man auf Politik und Arbeitgeber hört, ist eigentlich nie ein Zeitpunkt für Erhöhungen genehm.
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Das ist aber völlig egal, da für die AG imme noch nehr als genug übrig bleibt.
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Gürtel enger schnallen gilt nur für Unten.
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Wan begreifen wir eigentlich mal, dass es deutlich mehr AN als AG gibt? Dann weiß man auch wer am längeren Hebel säße, hätten wir noch Gewerkschaften.
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Die inflation ist hausgemacht. Durch sinnbefreite Globalisierung, durch hirnlosen Kapitalismus und völlig irrgeleiteter Politik.

Die Inflation ist hauptsächlich durch die Enrgiepreise getrieb

Wenn man sich mal den unterschied zwischen der veröffentlichten "allgemeinen" Inflationsrate und der Kerninfaltionsrate ansieht, kann man erkennen das die "allgemeine" Inflation gerade massiv durch die Energiekosten (insb. Gaspreise) getrieben ist.
Natürlich kann sich das auch zeitversetzt auf die Kerninflation auswirken. auch diese ist auf inzw. knapp über 3% angestiegen.
Was die Geschichte lehrt ist das Energiepreise höchst volatil sind. Der Schnelle anstieg der Energiepreise kann sich auch genauso schnell nach unten orientieren. Daher ist man ganz gut beraten bei Forderungen nach Maßnahmen (egal ob/durch von der EZB oder Politik) die erwartete Entwicklung der Energiepreise im Blick zu haben. Und hier ist tatsächlich nicht zu erwarten das der Anstieg ähnlich schnell und hoch so weiter geht.
Maßnahmen daher an der "allgemeinen" Inflation ausrichten, würde eher das Gegenteil erzeugen (ein noch deutlicheren Anstieg der Kerninflation auf die höhe der "allgemeinen" Inflation.. Augenmaß !

Versorgungslage

Die Inflation wird auch angeheizt durch fehlende Ersatzteile und Rohstoffe. Ursache ist die weltweite Störung der Verteilung und Logistik im Welthandel durch die Corona-Pandemie. Wenn Corona vorbei ist, sinkt auch die Inflation wieder auf die üblichen 2%.
Aus die Maus.

Inflationsrate in Deutschland fällt auf 4,9 Prozent...

Das klingt ja schön.
Und wie sahen in der letzten Zeit die Tarifabschlüsse aus ? So zwischen 1,5 bis 2,5 Prozent auf das Jahr bezogen. Oder 5 Prozent, dann aber auf zwei und mehr Jahre. Die IG-Metall brachte sogar in Nordrhein-Westfalen eine Nullrunde zustande (20.3. 2020 rp-online).
Es besteht Nachholbedarf für die Lohnabhängigen. Heute streiken die Beschäftigten in den Postbank-Callcentern. Ver.di fordert 6 Prozent mehr und eine Corona-Prämie, mindestens aber 180 Euro. Das wäre angemessen, wenn die Gewerkschaft nicht einknickt und die 6 Prozent auf 2 oder mehr Jahre streckt. Das wäre dann ein Reallohnverlust.

@ sikgrue

Aber wie können wir die Regierung als Preistreiber umgehen?

Auf Äpfel 🍎 aus dem eigenen Garten muss ich jetzt im Februar noch etwas warten und die Co2 Abgabe aufs Benzin kann ich auch nicht mit Sonnenblumen wegtanken.

15:42 Uhr von sikgrueblerxyz - Drauf packen ?

Sie beschreiben 'Ausweichreaktionen' der Konsumenten auf hohe Preise als mögliche Reaktion. Warum Sie dann noch einen Seitenhieb auf die EZB in der Kommentarüberschrift draufpacken, wird aus ihrem Kommentar nicht ersichtlich.
 
Ein Großteil der europäischen und deutschen Inflation ist über die Geldpolitik der Zentralbanken gar nicht erreichbar, weil sie den Einbrüchen durch die Pandemie und deren Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten zuzuschreiben sind.
 
Es ist wie mit der TEURO-Diskussion. Wenn die Statistiker die Inflationsraten von DM und Euro über die jeweils letzten/ersten 20 Jahre (und vor der Pandemie) verfolgen, stellt sich raus, dass der Euro preisstabiler als die DM war.

@ Rodriguez

Die inflation ist hausgemacht. Durch sinnbefreite Globalisierung, durch hirnlosen Kapitalismus und völlig irrgeleiteter Politik.

Inflation ist immer hausgemacht und hat immer etwas mit Globalisierung zu tun. Und wo gibt es heute noch reinen Kapitalismus?
Im Grunde sind wir bei der Ampelkoalition gut aufgehoben mit einer soliden Finanzpolitik.

@Bender Rodriguez

Ich stimme mit ihnen überein das unsere Gewerkschaften recht zahm geworden sind. Dürfte weitgehend daran liegen das sie heute hautsächlich um die Löhne der arbeitenden Bevölkerung kämpfen (und sich dadurch erpressbar machen bzgl. Drohungen durch Entlassungen) und weniger das Gesamte im Bick haben. Würden Gewerkschaften auch mal Vorderungen stellen und durchsetzen die auch potentielle Entlassungen nach sich ziehen, wäre ab und an durchaus mal was gewonnen.

>>Die inflation ist hausgemacht. Durch sinnbefreite Globalisierung, durch hirnlosen Kapitalismus und völlig irrgeleiteter Politik.

Gerade die Globalisierung und der "Kapitalismus" (was immer das ist) hat sic nun Jahrzehnte dämpfend auf die Inflation ausgewirkt. Sektoren bei denen eine Globalsierung & Co (bzw. eine Regulierung dies verhinderte) . nicht oder schwer möglich war, haben entweder zu Steigenden Preisen darin oder kräftigem Druck auf die Löhne geführt.

@15:50 von Bender Rodriguez

„Wan begreifen wir eigentlich mal, dass es deutlich mehr AN als AG gibt? Dann weiß man auch wer am längeren Hebel säße, hätten wir noch Gewerkschaften.“

Da bin ich bei Ihnen. Es ist an den AN, die Gewerkschaften zu stärken. Wäre übrigens m.E. auch insgesamt für den Standort D gut, weil sich so allzu große soziale Verwerfungen vermeiden lassen - und letztere sind weder für AN noch für AG gut.

Am 31. Januar 2022 - 15:42 Uhr von Nettie

"Preisdruck wird anhalten"

Und damit auch der „Druck“ auf alle, die sich schon jetzt immer mehr „abstrampeln“ müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Und die befinden sich in guter Gesellschaft, denn sie werden zahlenmäßig immer mehr.
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Heizkosten steigen, Benzinkosten steigen, Bio-Lebensmittel sind teurer als konventionelle Lebensmittel, E-Autos sind teurer als Benziner, Bekleidung, die in der EU gefertigt wurde, ist teurer als solche, die aus China oder Bangladesh kommt. Textilien, die aus Naturfasern bestehen, sind teurer als solche aus synthetischen Stoffen.
Das sind alles Artikel, auf die kaum jemand verzichten kann. Ist aber doch offenbar genauso gewünscht. Komisch nur, dass diejenigen, die die o.g. Veränderungen löblich finden, plötzlich bemerken, dass diese Veränderungen für einige Bürger kaum tragbar sind. Und obwohl die gleichen Foristen von Empathie reden, ist ihnen die Preissteigerung dann egal. Hauptsache, die Ideologie stimmt.

@ Einfach Unglaublich

Aber wie können wir die Regierung als Preistreiber umgehen? ... und die Co2 Abgabe aufs Benzin kann ich auch nicht mit Sonnenblumen wegtanken.

Energieverschwendung muss vernünftig besteuert werden, das muss letztlich jede Regierung machen. Also wir brauchen natürlich eine CO2 Abgabe. Und das hat auch nichts mit Inflation zu tun. Das macht unsere Regierung schon richtig.

@ veget Metzger

Unsinn

Diese Koalition ist ein Preistreiber.

Ihre Politik geht zu Lasten der Verbraucher. Es ist erklärtes Wille, Energie zu verteuern. Die Grünen hatten schon in den 1980ern das Ziel den Preis für einen Liter Benzin auf 5 DM zu treiben. In dieser Legislaturperiode werden wir ihn auch auf 2,50 Euro sehen. Mission accomplished.

Oje ...

Leider kein Grund zum Jubeln. Die Überschrift "fällt auf ... " finde ich noch zu positiv formuliert. "weiterhin auf hohem Niveau" würde es besser treffen.
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"Viele Experten hoffen ... Gaspreis: "Da kann durchaus noch ein bisschen was nachkommen.""
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Was ist das für eine Hoffnung, wenn gleich die Einschränkung mit dem Gaspreis nachgeschoben wird.
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Tja, und unsere Regierenden schauen weiter tatenlos zu.

@ 15:34 Uhr von Einfach Unglaublich - Einfach unglaublich…

wann gab es zuletzt 2 Jahre lang 5% Inflation? Insofern hinkt Ihre lustige Rechnung! Sie machen Stimmung mit schlecht machen… einfach unglaublich! Nur zum Vergleich, wenn man Momentaufnahmen hochrechnet: Wir hatten 200 000 Neuinfektionen an einem Tag - in 2 Jahren wären das ca. 146 Mio Neuinfektionen. Also bitte nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen!

Archersdream

"Gerade die Globalisierung und der "Kapitalismus" (was immer das ist) hat sic nun Jahrzehnte dämpfend auf die Inflation ausgewirkt"
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Und jetzt haben wir den Fall, dass durch hirnlosen Kapitalismus eine sinnbefreite Globalisierung vorangetrieben wurde, nur um wirklich noch den letzten Pfennig aus den AN zu pressen, weil man diese nun weltweit gegeneinander ausspielen kann.
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Und kaum bricht hier etwas klitzekleines weg, gibt es Lieferschwierigkeiten und die Preise explodieren.
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Wie das die Inflation bremsen soll wissen nur fehlgeleitete BWLer

Am 31. Januar 2022 - 15:49 Uhr von veget. Metzger

Wenn Putin ...

... seine Soldaten abzieht und wieder den Gashahn aufdreht, sinken die Energiepreise wieder. Und damit die Inflation.
__
Entgegen der von Ihnen getätigten Annahme, hat Herr Putin das geliefert, was bestellt wurde. Es bestehen nämlich langfristige Verträge. Herr Putin würde bestimmt auch gerne noch mehr liefern, wenn endlich N2 in Betrieb genommen würde. Offenbar hält man es aber für sinnvoller, einigen Bürgern - glücklicherweise bin ich davon nicht betroffen - die Wahl zu überlassen, ob sie lieber eine warme Wohnung oder leckeres Essen auf dem Tisch haben möchten. Solange man das in DE hinnimmt, wird sich das nicht ändern. Offenbar hat man ja jetzt die wahren Humanokraten in Doha entdeckt.

@ Einfach Unglaublich

Diese Koalition ist ein Preistreiber.
Ihre Politik geht zu Lasten der Verbraucher. Es ist erklärtes Wille, Energie zu verteuern.

Ja, ein Glück. Energie muss ja auch verteuert werden.
Die jetztige Regierung steht allerdings auf der Seite der Verbraucher und nicht der Industrie. Sie ist also am besten geeignet für Preisstabilität. Daher glaube ich, dass wir in ganz kurzer Zeit auch wieder bei etwa 2% Inflation ankommen.

@weingasi1, 16:07

„Hauptsache, die Ideologie stimmt.“
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Welche Ideologie?

Am 31. Januar 2022 - 15:56 Uhr von Bernd Kevesligeti

Es besteht Nachholbedarf für die Lohnabhängigen. Heute streiken die Beschäftigten in den Postbank-Callcentern. Ver.di fordert 6 Prozent mehr und eine Corona-Prämie, mindestens aber 180 Euro.
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Inwiefern waren denn "Callcenter-Mitarbeiter" von Corona betroffen ? Diese ganzen Corona-Boni, die jetzt offenbar nach dem Giesskannenprinzip über ALLE Sparten verteilt werden, sollten m.M. in erster Linie diejenigen erhalten, die am meisten betroffen waren, nämlich die med. Mitarbeiter.
Gerne dann mit den doppelten Beträgen.

16:09 Uhr von Einfach Unglaublich | Energiepreise überall hoch

'Diese Koalition ist ein Preistreiber.'
 
Die regiert aber nur in DE. Die Energiepreise sind aber in jedem Land deutlich gestiegen. Frankreich, GB, USA usw. Wenn es in Ihrem Beitrag um die Sache ginge.
 
So aber sticht die parteipolitisch motivierte Polemik gleich durch.

16:14 Uhr von weingasi1

man sollte vielleicht auch Gas bestellen
wenn man welches haben will
daran wird es wohl erstrangig liegen !

16:14 Uhr von weingasi1

Was sie schreiben, kann überall nachverfolgt werden. Die Medien berichten in großen Buchstaben, daß Russland weniger Gas liefert, aber auch, das nicht mehr bestellt wurde. Das wird aber gern übersehen.

Weiter so...?

Wer sind eigentlich die politischen und finanziellen Nutznießer der Inflation? Wir, denen der EURO aufgezwungen wurde, sind es jedenfalls nicht! Vorher konnten wir eine Inflation mit einer nationaler Währung bekämpfen! Aber das Schönreden geht (wird) weiter (gehen) - Argumente kann man ja ganz einfach in die AFD-Ecke verbannen!

@ unrealistischer Optimist

Nicht immer beschwichtigen.

Die FED und die Notenbanken in UK und Japan haben die Inflationsgefahr realistisch erkannt und erhöhen die Leitzinsen.

Nur die EZB macht es wie Erdogan und hält entgegen aller ökonomischer Regeln Nullzinsen für eine geeignete Maßnahme gegen Hochinflation.

weiß gar nicht wo das Problem liegen soll

hohe Inflationsrate bedeutet die Steuern sprudeln kräftig
und geringe Zinsen
man kann es noch mehr übertreiben mit der Verschuldung
ist doch wie Ostern und Weihnachten zusammen, für unsere Politiker in Berlin

@ Egleich

Wenn die AN die DGB Gewerkschaften verlassen und Spartengewerkschaften beitreten würden, die ihre Interessen vertreten und für reale Lohnsteigerungrn (und nicht VERLUSTE wie Verdi und Co) eintreten ...

... ja dann würde sich mal was ändern.

Aber das gibt es ja nur in der Luftfahrt und bei der Eisenbahn.

Die Inflationsrate wird selektiv fallen

Für Energie und Massenartikel werden die Preise fallen, sobald sich die internationalen Lieferkettenprobleme mit stockender Abertigung an den großen Container-Terminals in China und Rotterdam auflösen.
 
Die Preise für Produkte, deren Preise von quasi-Monopolisten festgelegt werden, werden höher bleiben. Das betrifft die Halbleiter-Hersteller, deren Chips nun mal in einer Menge Produkte wie Smartphones, Autos und Konsumelektronik 📸 verbaut werden.

@ weingasi1

Herr Putin würde bestimmt auch gerne noch mehr liefern, wenn endlich N2 in Betrieb genommen würde.

NS2 brauchen wir nicht, wenn die bestehenden Leitungen nur zu weniger als der Hälfte ausgelastet sind. Über die Ukraine kommt praktisch gar nichts.
Am besten stellen wir möglichst bald auf nachhaltige Energien um und die Autokraten können uns gern haben.

@MromTRom 15:57

//Warum Sie dann noch einen Seitenhieb auf die EZB in der Kommentarüberschrift draufpacken, wird aus ihrem Kommentar nicht ersichtlich.//
Das war kein Seitenhieb sondern ein gut gemeinter Verbesserungsvorschlag. Mit welchem Inhalt. Früher hat die Bundesbank eine vorsorgliche Geldpolitik und Zinsanpassungspolitik nach Konjunkturlage betrieben. Das hat die EZB nicht getan.
//Ein Großteil der europäischen und deutschen Inflation ist über die Geldpolitik der Zentralbanken gar nicht erreichbar//
Deshalb mein Vorschlag, dass wir als Kunden die Wiederherstellung angemessener Preise beschleunigen und so der zu spät reagierenden EZB helfen.
Für alle eventuell noch Fragenden: Ich muss heute noch ein wenig preisbewußt einkaufen, so dass ich nicht mehr antworten kann.

Fachkräftemangel ist auch eine Ursache für Inflation

Durch den Fachkräftemengel werden Dienstleistungen, z.B. im Handwerk, immer teurer. Man möchte den wenigen verbleibenden Handwerkern die Löhne ja gönnen. Aber die Rechnungen werden immer höher, wenn mal was gemacht werden muss. Das erhöht die Inflation.

Keine schnelle Inflationsreduzierung zu erwarten.

Bei den notwendigen Schuldenabbau sowohl auf Gemeinde, Länder, Bundes als auf Euroebene ist kein Land in der Lage die Inflationsrate zu reduzieren. Erst ein realer mehrjähriger Schuldenabbau könnte eine Inflationsreduzierung möglich machen. Auch ein Abbau der Energiepreise lässt erst nach einem gewissen Zeitverlauf eine Reduzierung möglich.

Regelt das der Markt ?

So glauben viele. Angebot und Nachfrage. Lässt die Nachfrage nach, sinken die Preise auch wieder.

Doch das stimmt nicht. Die früheren, niedrigeren Preise kommen fast nie zurück.
Außerdem steigen Preise auch für Mieten, wichtige Dienstleistungen, Strom, Heizung und Grundnahrungsmittel. Da kann man schlecht drauf verzichten. Da bleibt dann weniger für Anschaffungen wie Autos oder Möbel oder den Urlaub.

Warum sollte der VW Konzern in Deutschland einen „id3“ preiswerter machen, nur weil die Kaufkraft sinkt? Dann verkauft man eben im Hauptmarkt China etwas mehr. Und in Deutschland wartet man solange, bis ein solventer Kunde erscheint. So macht man es auch im Immobilienmarkt.

Steigende Preise im Kapitalismus haben nur mittelbar mit dem Markt zu tun. Sie sind auch Ausdruck einer Gewinnoptimierungsstrategie der kapitalistischen Wirtschaft. Wenn man sich vorher zwei Anzüge kaufen konnte und noch gut Essen geht, muss man eventuell heute das Essen und den zweiten Anzug weglassen ...

Totalversagen per Stimmzettel gewählt

Die Stromkonzerne schaffen es noch nicht mal die gesunkene EEG-Umlage weiter zu geben, die eigentlich schon seit Januar in Kraft sein sollte.
Aber diese lächerliche Regierung hat es versäumt, dieses Gesetz rechtssicher zu machen.
Das ist die tolle grüne Regierungsmitwirkung....
Benzin gestern 1, 899 EUR.
Haben die Herrschaften eigentlich mal den Zähler bei der heutigen Heizölanlieferung gesehen?

@ GlobalBritain

Wer sind eigentlich die politischen und finanziellen Nutznießer der Inflation? Wir, denen der EURO aufgezwungen wurde, sind es jedenfalls nicht!

Das seh ich anders, ich lass mir gern ein paar Euro aufzwingen. Z.B. das Weihnachtsgeld. Und die Nutznießer sind z.B. die Erzeuger, die mehr für ihre Produkte bekommen. Die Bauern. Oder die Ölkonzerne.

16:14 Uhr von weingasi1 | Markwirtschaftsmechanismen ?

'Das sind alles Artikel, auf die kaum jemand verzichten kann. Ist aber doch offenbar genauso gewünscht.'
 
In einer Marktwirtschaft können Veränderungen im Ressourcenverbrauch am besten marktkonform über Bepreisung geändert werden. Wer den klimaschädllichen CO2 Ausstoß oder umweltschädlichen Verbrauch von Luft- und gewässerverunreinigenden Substanzen reduzieren will, sollte Emissionen bepreisen. Das ist wirtschaftlich der beste Weg. Sie sozialen Auswirkungen müssen über die Sozialpolitik ausgeglichen werden.
 

'Komisch nur, dass diejenigen, die die o.g. Veränderungen löblich finden, plötzlich bemerken, dass diese Veränderungen für einige Bürger kaum tragbar sind.
 
So wie es ' komisch' es ist, wenn User, die sich angeblich konservativ-bürgerlichen Werten verschrieben haben, plötzlich deren Kern aus Marktwirtschaftsbekenntnis nicht gutheißen. Und warum bei jedem Beitrag das Thema von Herrn Putin's unschuldiger Gutmenschlichkeit kommt ?

Ärmere werden die Energiepreise das Genick brechen.

Hallo,

Wenn die Nudeln 10 % teurer werden, dann werden es diese Bevölkerungsteile verschmerzen.

Heizung und Strom wird zum Killer.

Es wird wieder zu Auseinandersetzungen kommen, ob man soviel heizen muss.
Insbesondere die Position "Strom", die bisher schon zu niedrig war, wird jetzt die Menschen in eine tiefe Not treiben.

Stromabschaltung kann auch bedeuten, Therme/Heizungspumpen arbeiten nicht.
Kleinkind, Flasche wärmen?

Na ja, halb so wild, man kann ja ein Darlehen beantragen.

Macht 5,95% im Vergleich zu 01.2020

Im Januar 2021 hatten wir eine Inflationsrate in Höhe von 1,0 %, im Januar 2022 haben wir eine Inflationsrate in Höhe von 4,9 %. Macht in 01.2022 eine Inflationsrate in Höhe von 5,95 % immVergleich zum Januar 2020.

Starker Tobak. Wenn die Gewerkschaften keine ordentlichen Lohnerhöhungen rausschlagen, kündige ich und spare mit die 1 % vom Bruttolohn als Ausgleich!

Am 31. Januar 2022 - 15:49 Uhr von veget. Metzger

Wenn Putin seine Soldaten abzieht und wieder den Gashahn aufdreht, sinken die Energiepreise wieder. Und damit die Inflation.
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Würde schon reichen NORDSTREAM 2 in Betrieb zu nehmen.
Warum sind wohl USA und bestimmte weibl. Politiker hier dagegen?

@ Bernd Kevesligeti

Es besteht Nachholbedarf für die Lohnabhängigen. Heute streiken die Beschäftigten in den Postbank-Callcentern.

Ich weiß nicht, was man als Mitarbeiter im Callcenter durchsetzen kann. Der Markt wird's regeln.

Globalisierung senkt nicht die Preise, sondern erhöht Gewinne

Dafür produzieren Unternehmen dort wo es preiswert ist (ZB Ukraine oder Türkei) und verkaufen dort wo es teuer ist (also zB in Deutschland). Anderes Beispiel: Mexiko (Produktion) - USA (Verkauf). Ein Problem dabei sind die Lieferketten und die Logistik. Wenn dann die Binnennachfrage in Deutschland noch schwächelt, weil die Teutonen weniger Euros in der Tasche haben, dann ist dieses Modell für Investoren weniger attraktiv.

China hat das Spiel verändert. Denn China selbst ist auch ein riesiger Markt. Deshalb produzieren sehr viele deutsche Firmen vor Ort für den chinesischen Markt. Man beliefert sich sogar gegenseitig, zB in der Automobilbranche. Steigert das deutsche BSP. Hat der deutsche Michel aber nichts davon, weil das Geld ausschließlich in die Taschen reicher Investoren fließt die sich dann in Hamburg für 30.000 Euro/qm eine Loft Wohnung mit Hafenblick kaufen ... das Nachsehen haben die Mieter die den steigenden Mieten nur ungläubig staunend zuschauen können ..

von Weingasi1 16:20

Die Callcenter-Mitarbeiter der Postbank sind heute in einem Warnstreik. Die Forderung nach einer Corona-Prämie erstreckt sich auf alle Beschäftigten bei der Postbank, also auch daß Schalterpersonal oder die Berater, die im Kundenverkehr sind. Man kann ja nicht auf die einzelnen Tätigkeiten aufspalten.

16:24 Uhr von Einfach Unglaublich | FED und EZB ?

'Die FED und die Notenbanken in UK und Japan haben die Inflationsgefahr realistisch erkannt und erhöhen die Leitzinsen.
 
Die FED hat ihre Erhöhungen erst angekündigt, nicht aber realisiert.
Die EZB kann mit Zeitverzug reagieren, weil sie sich auf die Gegebenheiten des europäischen Raumes ausrichtet. Ausgeschlossen sind Zinsreaktion der EZB mitnichten.
 
Es bedarf offenbar stets solcher 'Ungenauigkeiten', um mit 'erweckten Eindrücken' zu polemisieren anstatt mit nüchternen Fakten zu debattieren.

Corona und der Mindestlohn

sind ein wunderbarer Vorwand, auch nach Ende der Versorgungslücken die höheren Preise beizubehalten.
Oder glaubt irgendwer, zB die Gastronomie würde etwa durch Preissenkungen wieder mehr Kunden anlocken wollen?
Welcher Kunde bekommt schon genau mit, ob die Holzpreise sich wieder beruhigt haben? Im Baumarkt wird das Regalbrett kaum billiger werden.
Und der steigende Mindestlohn wird für jeden Einzelhändler und Dienstleister ebenfalls die Generalentschuldigung für höhere Preise sein.
Ein klein wenig nachvollziehbar, will man doch seine Finanzpuffer wieder auffüllen.
Aber das würde auch jeder Angestellte gerne.
Insofern sehe ich kaum eine Erhohlung in Sicht.
Die EZB kann die Eurostaaten kaum hängen lassen, die jetzt durch allerlei Steuerausfälle und Coronahilfen miese schreiben, sonst kommen gleich wieder die Spekulanten angerannt.
Die 10 reichsten der Welt konnten übrigens in der Pandemie ihr Vermögen glatt verdoppeln, erzähl mir also keiner, alles laufe in die richtige Richtung ...

weingai1, 16:07


Und obwohl die gleichen Foristen von Empathie reden, ist ihnen die Preissteigerung dann egal. Hauptsache, die Ideologie stimmt.

Ich wüsste schon gerne, wen Sie damit meinen. Wer redet hier von Empathie und schreibt gleichzeitig, dass ihm die Preissteigerungen egal sind?

@Einfach Unglaublich 15:56

//Aber wie können wir die Regierung als Preistreiber umgehen?//
Dafür wurde uns das Energiegeld angekündigt, dass den Verlust durch die Co2Bepreisung ausleichen soll.

@weingasi1 16.07

"Das sind alles Artikel, auf die kaum jemand verzichten kann. Ist aber doch offenbar genauso gewünscht. Komisch nur, dass diejenigen, die die o.g. Veränderungen löblich finden, plötzlich bemerken, dass diese Veränderungen für einige Bürger kaum tragbar sind. Und obwohl die gleichen Foristen von Empathie reden, ist ihnen die Preissteigerung dann egal. Hauptsache, die Ideologie stimmt."
................
Sie meinen I h r e per se egal-Werte hin oder her-empathie-/solidarbefreite-erst die anderen, dann ich-Ideologie? Sie, die Sie hier immer und immer wieder darauf hinweisen / bestehen, dass Sie sich nicht "zwingen" lassen, zum Gemeinwohl beizutragen, wollen jetzt scheinbar den Eindruck erwecken, dass Ihnen ärmere Menschen am Herzen liegen? Das halte ich für Scheinheiligkeit, um gegen die, die sich ihrer Verantwortung stellen, "bashing" (um bei einem Ihrer beliebten Worte zu bleiben) zu betreiben.

@ MRom

Dass es eher Sie sind der parteipolitische eine Lanze für die Grünen/SPD brechen will ist klar. Jedoch leider völlig an der Realität vorbei.

Sonst würden Sie ja zugeben müssen, dass die Inflation besonders hoch in Deutschland ist - HÖHER als der EU Durchschnitt.

Aber wenn man denkt, die Grünen könnten ja nichts falsch machen ...

Es gibt

unterschiedliche Einschätzungen wie es mit der Inflation weitergeht, so sehr viele teilen die Prognosen der EZB nicht, warum die EZB sich so verhält ist auch klar.
Der Staat könnte was machen, so wie in anderen Ländern auch, macht er aber nicht, warum muss zum Beispiel EEG erst im Sommer wegfallen, kann man sofort machen.
Auf Kraftstoffe kann man einiges von den vielen Steuern senken, von 170 plus, geht 1 Euro an den Staat.
Also Möglichkeiten sind viele vorhanden, wenn man will.
Wenn 4,9 Prozent eine Gute Nachricht sein soll, was wäre dann eine schlechte.
Und beim Gas, haben wir eigentlich langfristige Verträge mit guten Preisen, die auch erfüllt werden, braucht man mehr wie jetzt, aus welchen Gründen auch immer, muss man neue langfristige Verträge machen.
Natürlich wird ein Anbieter lieber ohne Durchleitungsgebühren liefern, oder das auf den Preis aufschlagen, auch verständlich.
Die Inflation hat nicht der Verbraucher gemacht, und hohe Preise, da freut sich der Finanzminister.

@ 16:23 Uhr von GlobalBritain, Teil 2

Zitat: „ Weiter so...?
Wer sind eigentlich die politischen und finanziellen Nutznießer der Inflation?“

Ich vergaß zu erwähnen: All diejenigen, die Schulden haben, sind ebenfalls Nutznießer, denn wenn die zu zahlenden Schuldzinsen geringer sind als die Inflation, dann machen Sie einen Gewinn! Inflationsbereinigt sinkt Ihre Verbindlichkeit, auch wenn sie nominal durch die Zinsen steigt! Je mehr Schulden Sie haben, desto besser! Die Finanzminister von Griechenland und Italien freuts!

Eigentlich findet durchaus eine Umverteilung statt

Undzwar von unten nach oben. Denn die auch wegen der Coronapandemie niedrigen Zinsen machen zusammen mit der Inflation den Mittelstand jeden Monat ein klein wenig ärmer. Die Reichen hingegen konnten ihr Vermögen dank besserer Anlagemöglichkeiten sogar verdoppeln.

Die Rekordjagd des DAX ist da kein gutes Zeichen. Denn für jeden Gewinner an der Börse müssen andere Federn lassen. Als der Wohlstand des Mittelstands in Deutschland am stärksten stieg (in den 60ern bis in die 70er) dümpelte der DAX bzw. sein Vorgänger vor sich. Ein eigentlich gutes Zeichen das für eine gerechtere Gesellschaft steht.

Nur 4,9%

Naja, dann ist ja alles gut. Was niemand gerne erzählt ist, dass Heizen, Wohnen, Lebensmittel und Mobilitätskosten usw. im überwiegenden Teil Diejenigen überproportional trifft, die ohnehin nichts haben. Das die Inflation genau in diesem Bereich noch deutlich drüber liegt und sich z.T. erst später auswirkt, geschenkt.

Und während man sich ganz oben geifernd jedes Jahr 30%-40% mehr in die Taschen gesteckt hat, gehen unten die Lichter aus... Heizung verkaufen und nen Satz Wolldecken anschaffen... Heizen können die Geringverdiener und ihre Bälger dann ja mit Autoreifen, brauchen Sie ohnehin nicht mehr, da keine Kohle mehr für Sprit da ist. Als Anzünder eignen sich dann die Bescheide der Rentenversicherung.

Entweder, die Gesellschaft fängt langsam an, sich zu überlegen, wie man die unethischen Vermögenskonzentrationen auflöst und global wieder der Weltgemeinschaft zuführt, oder es wird bald ein disruptives Ereignis eintreten. Egal, mir gehts ja gut...

@ Hinterdiefichte

Das würde ich ALLEN Mitgliedern einer DGB Gewerkschaft empfehlen.

Um die extrem hohe Inflation abzufedern, sich die 1 % Mitgliedsbeitrag (Brutto !) sparen.

16:40 Uhr von Möbius | Ja, es regelt der Markt

‚So glauben viele. Angebot und Nachfrage. Lässt die Nachfrage nach, sinken die Preise auch wieder.'
 
Doch, so funktioniert das in der Marktwirtschaft.
 
‚Steigende Preise im Kapitalismus haben nur mittelbar mit dem Markt zu tun. Sie sind auch Ausdruck einer Gewinnoptimierungsstrategie der kapitalistischen Wirtschaft.'
 
Also diese Aussage hinterlässt den gewogenen Zeitgenossen baff. In der Marktwirtschaft richtet sich das Produktionsprogramm eines Unternehmens nach Nachfrage, eigener Kostenstruktur und dem Vergleich mit den Preisen der Wettbewerbsangebote aus. Daraus ergibt sich dann, welche Spanne (‚Gewinn‘) beim eigenen Produkt am Markt durchgesetzt werden kann.
 
'Gewinnoptimierung' ist ein gesunder Teil marktwirtschaftlicher Mechanismen, zumal aus Gewinnen die Investition in neue Technologien und neue Arbeitsplätze refinanziert werden.

Eine Umverteilung sehe ich nicht

@ Möbius
Die Rekordjagd des DAX ist da kein gutes Zeichen. Denn für jeden Gewinner an der Börse müssen andere Federn lassen.

Mit Sicherheit aber nicht die Geringverdiener. Denn die werden vermutlich keine Aktien kaufen. Also auch nicht die schwächeren Werte, die Kursverluste machen.

Am 31. Januar 2022 - 16:31 Uhr von veget. Metzger

Herr Putin würde bestimmt auch gerne noch mehr liefern, wenn endlich N2 in Betrieb genommen würde.

NS2 brauchen wir nicht, wenn die bestehenden Leitungen nur zu weniger als der Hälfte ausgelastet sind. Über die Ukraine kommt praktisch gar nichts.
Am besten stellen wir möglichst bald auf nachhaltige Energien um und die Autokraten können uns gern haben.
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Wer weiss, wann das der Fall sein wird. Weder wachsen Speicher noch WKA noch Leitungen auf den Bäumen. Insofern werden wir noch eine ganze Weile nicht auf Gas verzichten können und wollen. Wenn N2 endlich in Betrieb geht, braucht kein Gas durch die UKR zu kommen. Ich weiss nicht, was SIE brauchen; ich brauche jedenfalls in DE eine warme Wohnung. Nach Möglichkeit zu einem bezahlbaren Preis.

Logik eines HartzIV-Empfängers

"Das ist ja auch kein Wunder, bei den unverschämten Lohnzuwächsen, die die Gewerkschaften mal wieder auf dem Rücken der anständigen und leistungsbereiten Arbeitnehmer und Rentner durchgedrückt haben." @frosthorn
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Während Unternehmen ihre Preiserhöhungen nach Belieben vornehmen können (z.Zt. "nur" 4,9%, schnief), müssen die armen Lohnempfänger (von der GDL mal abgesehen) IMMER rückwirkend Lohnforderungen stellen, die in der Regel eine Erhöhung erzielen, die stets UNTER DER INFLATIONSRATE liegt.
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Beispiel Öffentlicher Dienst 2020:
1. Laufzeit 28 Monate: 01.09.2020 - 31.12.2022 (=2 1/2 Jahre)

2. Entgelt
TVöD VKA (Kommunen) und TVöD Bund
Entgelterhöhung in 2 Stufen nach 8 Monaten Verzögerung:
01.09.2020: keine Erhöhung ("Nullrunde")
01.04.2021: +1,4%, mindestens 50 €
01.04.2022: +1,8%
.
Mal mit der aktuellen Inflationsrate vergleichen! Klar, bei HartzIV gibt´s noch weniger, da kann man schon mal neidisch werden!

16:55 Uhr von AlterSimpel | Gegensteuern als Konsument

'sind ein wunderbarer Vorwand, auch nach Ende der Versorgungslücken die höheren Preise beizubehalten.
 
Lokal mag das vereinzelt funktionieren. Über das Ganze gesehen nicht, weil der preisabsprachenfreie Wettbewerb der Anbieter nunmal keine Veranstaltung von 'Freunden' ist.
 
"Oder glaubt irgendwer, zB die Gastronomie würde etwa durch Preissenkungen wieder mehr Kunden anlocken wollen?"
 
In der Gourmet-Gastronomie eher nicht. Aber wenn in der Pizzeria 'Milano' die Quattro Stagioni 12 Euro und gegenüber bei 'da Luigi' nur 8 Euro kostet, wird es zu einem run kommen, der Milano nachdenken lässt.
 
'Welcher Kunde bekommt schon genau mit, ob die Holzpreise sich wieder beruhigt haben? Im Baumarkt wird das Regalbrett kaum billiger werden. '
 
Oh, ich !
Weniger beim Regalbrett aber bei Dachbalken und -latten. Da gehen die Preissteigerungen für einen Bauherren gerade 4 stellig nach oben. Dito bei Blockstufen aus Marmor.

4,9 %

Also immer noch höher als Lohn und Rentenerhöhungen.

Danke

17:21 Uhr von MRomTRom

Zitat:
"'Gewinnoptimierung' ist ein gesunder Teil marktwirtschaftlicher Mechanismen, zumal aus Gewinnen die Investition in neue Technologien und neue Arbeitsplätze refinanziert werden."
So bekommt man es oft erklärt. Hört sich theoretisch auch gut an.

Aber in Wirklichkeit werden insbesondere von den großen Konzernen für Investitionen und neue Arbeitsplätze Kredite aufgenommen, denn diese kann man neben den Investitionen von den Steuern absetzen und das so gesparte Geld plus mögliche reale Gewinne als Dividente an die Aktionäre auszahlen.

Am 31. Januar 2022 - 16:58 Uhr von Wohlergehen

Sie meinen I h r e per se egal-Werte hin oder her-empathie-/solidarbefreite-erst die anderen, dann ich-Ideologie? Sie, die Sie hier immer und immer wieder darauf hinweisen / bestehen, dass Sie sich nicht "zwingen" lassen, zum Gemeinwohl beizutragen, wollen jetzt scheinbar den Eindruck erwecken, dass Ihnen ärmere Menschen am Herzen liegen? Das halte ich für Scheinheiligkeit, um gegen die, die sich ihrer Verantwortung stellen, "bashing" (um bei einem Ihrer beliebten Worte zu bleiben) zu betreiben.
__
RICHTIG ! Mir ist das auch relativ egal. Deshalb habe ich auf diesen Widerspruch hingewiesen. Weder fordere ich die Abkehr von konventionellen Energien, noch bestehe ich auf ausschliesslich Bio-Produkten bei Lebensmitteln oder fairgehandelten Textilien. Wer es sich leisten kann, der hat die Wahl. Das haben aber eben nicht alle.
BTW. Da sind Sie ja wieder. Hat Ihre Abstinenz ja nicht sehr lange angehalten. Sei's drum.

Am 31. Januar 2022 - 17:21 Uhr von MRomTRom

Hallo MRomTRom

Sie gestatten aber die Bemerkung, dass ein Teil der Gewinne auch oft noch einem anderen Zweck dient, als Einkommen, ggf. über mehrere Ecken, auf den Konten einiger zu landen.

Arbeitsplätze auch, aber auch oft für den Kollegen Roboter.

von falsa demonstratio 17:11

Sie spielen auf die vulgärökonomische These von der Lohn-Preis-Spirale an. Sie wird gegen Lohnforderungen in Stellung gebracht. Warum sollen die Lohnabhängigen die Verantwortung für die Inflation haben ? In den letzten Jahren gab es nur geringfügige Steigerungen, was aber jetzt die Inflation wie gesehen werden kann nicht bremst. Die Löhne machen übrigens nur einen Teil der Produktionskosten aus. Was natürlich je nach Branche anders ist.

17:05 Uhr von Einfach Unglaublich |Dauer-Dramatisierung

'Sonst würden Sie ja zugeben müssen, dass die Inflation besonders hoch in Deutschland ist - HÖHER als der EU Durchschnitt.
 

Unten mal die Inflationszahlen mal im Vergleich. 📈

EU-27: 5,3 %
GB: 5,4 %
DE: 5,7 %
 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217052
/umfrage/inflationsraten-in-den-laendern-der-eu-monatswerte/

 
Nüchterne Zahlen. Ein gravierender Unterschied ist darin nicht erkennbar. Dazu müssen Sie dann schon ein Quantum an Dramatisierung einrühren.
 
Parteipolitische Leidenschaften, die Sie in der Regel für die blaue Seite erkennen lassen, sind einem Pragmatiker wie mir fremd. Mich interessieren Lösungen - im Beruf, in der Politik und im Privaten.
 
Also, bemühen Sie sich mit Lösungsvorschlägen, dann lässt sich besser debattieren.

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