Kommentare - Leichte Entspannung bei Materialmangel in der Industrie

Kommentare

in der Industrie?

Eigentlich sehr schade.

Würde doch wenn dieser Mangel anhalten könnte es viele neue möglichkeiten eröffnen Produkte länger zu nutzen, zu reparieren und sinnvoller damit umzugehen.

Ein Handy hält auch 5 Jahre und ein Hose muss nicht nach zwei mal tragen weggeworfen werden oder einen PKW kann man auch 15 Jahre nutzen.

Lieferengpässe

Wir hatten in der Firma durchaus Probleme, weil bestimmte Chips nicht geliefert werden konnten und Platinen nicht bestückt etc.
Alternative: Globalisierung zurückdrehen? Das geht schon sehr lange nicht mehr oder glaubt jemand, Telefunken und Grundig könnten Samsung und Sony ersetzen? Oder Salamander alle Schuhe produzieren?
Leute, der Zug ist abgefahren und auch die erbärmlichen Versuche des großen Weltwertebestimmers, die bösen Chinesen mit allen möglichen Tricks und Inszenierungen in die Pfui eckezu stellen, funktionieren genauso wenig, wie einst das Geplärre gegen den angeblichen Japanschund bei uns. Na immerhin bauen wir ja noch ein paar Autos - leider mit s.o.
Das Einzige was wirklich hilft, ist Frieden ohne Sanktionsgekreisch und wenigstens der ernsthafte Versuch, den eigenen Vormachtphantasien zu entsagen.

@ 14:07 Uhr von hbacc

"Oder Salamander alle Schuhe produzieren?"
Ich wollte mir ein paar neue Wanderschuhe von einem namhaften deutschen Wanderschuhhersteller kaufen : Liefertermin ab September 2022!!!
Gorotex gibt es nicht.
Ich denke fast, wir können gar nichts mehr. Ob da jetzt das Säbelrasseln von USA und NATO so hilfreich ist, da bin ich mir nicht sicher.

14:07 Uhr von hbacc

Alternative: Globalisierung zurückdrehen?
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braucht es das, Waren durch die halbe Welt karren ?
Handel ist sicher gut
aber es soll doch Vorteile bringen
für alle Beteiligten
Es ist ein Vorteil Steinkohle im Tagebau abzubauen statt 1.000 m in der Erde buddeln
aber etwas günstiger zu produzieren weil man die Abfälle dort in die Umwelt leeren darf ?
im übrigen, meine Rente zahlt kein Chinese in Schanghai

@14:07 Uhr von werner1955

Ein Handy hält auch 5 Jahre und ein Hose muss nicht nach zwei mal tragen weggeworfen werden oder einen PKW kann man auch 15 Jahre nutzen.
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Das wäre schön, aber das Problem liegt ja nicht an Lieferengpässen, sondern am Verhalten des Menschen. Es wird ja niemand gezwungen, diese Sachen neu zu kaufen.

Entspannung?

Die Warteschleifen und offenen Lieferaufträge können fast alle durch die Bank bestätigen, die bereits seit einem halben Jahr warten und den Berg der Kunden bilden. Vom Dach bis Ausbau, vom Chip bis zum Ofen wartet man- im Bau steigen die Kosten durch das Warten und die Gewerke müssen die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben. Tun wir also nicht so, als wenn Entspannung herrscht. Und was manche Experten an Erwartungen haben, sollte man auch mit Vorsicht nehmen. Der Schwenk von Corona bedingten Ausfällen ist noch nicht vorbei.

14:19 Uhr von Denkerist

>>Ich wollte mir ein paar neue Wanderschuhe von einem namhaften deutschen Wanderschuhhersteller kaufen : Liefertermin ab September 2022!!!
Gorotex gibt es nicht.
Ich denke fast, wir können gar nichts mehr. Ob da jetzt das Säbelrasseln von USA und NATO so hilfreich ist, da bin ich mir nicht sicher.<<
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Sie müssen sich schon informieren bevor Sie schreiben.
Der einzige der mit dem Säbel rasselt ist Putin. Dem traue ich zwar alles Mögliche zu, trotzdem glaube ich nicht dass der für Ihre nicht lieferbaren Schuhe verantwortlich ist.

Die Inflation liegt im Januar bei 4,9 %!

Die EZB versagt komplett.

Frau Lagarde muss sofort abgelöst werden.

Die Inflation hat trotz der gegenteiligen Beteuerungen der "Experten" weiter zugenommen.

4,9 % im Januar (obwohl nominal geringer als die 5,5 % im Dezember) bedeutet eine weitere Zunahme der Inflation. Denn nun fallen Sonderfaktoren wie die MwSt. Absenkung im Vorjahr weg. Die Inflation kann also nicht mehr aufgrund von "Sonderfaktoren" schöngerechnet werden.

Anders als uns weisgemacht wird, steigen die Energiekosten weiter und auch die Unternehmen lassen keine Gelegenheit ungenutzt um ihre Gewinne zu erhöhen und dafür die Preise zu erhöhen. Und nein, die sind eben NICHT durch teurere Rohstoffe sondern allein durch höhere Renditeziele erhöht.

Wer nicht wie Lagarde und Co im Elfenbeinturm sitz, merkt dies auch beim Einkaufen. REWE und Co erhöhen die Preise oft um 20 %.

Das stört unsere Spitzenverdiener der EZB nicht, aber für alle anderen sinken die Reallöhne beträchtlich.

14:07 Uhr von werner1955

....r einen PKW kann man auch 15 Jahre nutzen.
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dachte ich auch,
bis mir meine Regierung mitteilte, dass ich mein 12 Jahre altes checkheftgepflegtes Auto der Abgas 4 Norm wegen
nicht mehr benutzen durfte

@werner1955

Ihr Kommentar geht meilenweit am Problem vorbei. Es geht bei der derzeitigen "Chipkrise" vor allem darum, dass viele Produkte nicht mehr produziert werden können. Das betrifft zwar auch irgendwas "was länger halten könnte", aber vor allem Industriegüter, Maschinen, Geräte etc.
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Und was es noch betrifft, sind Arbeitsplätze in der Industrie. Die nämlich demnächst weg sind, wenn man nichts mehr herstellen kann.
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Da lässt es sich aus der Rente trefflich Kommentare schreiben. Es sind aber leider die Menschen betroffen, die Ihre Rente bezahlen sollen. Fangen Sie doch bitte schon mal eine Statistik der täglichen Arbeitslosenzahlen wegen Materialmangel an.

demnächst weg sind,

Donousa@
Das ist aber doch nicht so schlimm.

Wir brauchen doch politisch gewollt weniger Industrie.

Dafür haben wir ja viele neue bessere Möglichkeiten.

Lehrer, Pfleger, Polizisten usw

@werner1955, 14:07

„(…) wenn dieser Mangel anhalten könnte es viele neue möglichkeiten eröffnen Produkte länger zu nutzen, zu reparieren und sinnvoller damit umzugehen.
Ein Handy hält auch 5 Jahre und ein Hose muss nicht nach zwei mal tragen weggeworfen werden oder einen PKW kann man auch 15 Jahre nutzen“
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Hier kann ich Ihnen nur zustimmen: Dieser „Mangel“ bietet eine gute Gelegenheit (Chance), einmal innezuhalten und zu überlegen, ob in der Wirtschaft wirklich alles so sein und „weiterlaufen“ muss, wie es derzeit ist. Und ob (und, wenn nein: wie) sich daran im Sinne aller etwas ändern ließe.

Am 31. Januar 2022 - 14:43 Uhr von Einfach Unglaublich

auch die Unternehmen lassen keine Gelegenheit ungenutzt um ihre Gewinne zu erhöhen und dafür die Preise zu erhöhen. Und nein, die sind eben NICHT durch teurere Rohstoffe sondern allein durch höhere Renditeziele erhöht.
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Soweit mir bekannt ist, sind durch diese Lieferprobleme beinah ALLE Industriewaren beeinträchtigt, wenn nicht unmittelbar, dann mittelbar, wenn z.B. die Fertigungsanlagen selbst betroffen sind. Ansonsten teilen Sie doch bitte ein paar Beispiele mit, wo sich die Preise signifikant erhöht haben, nur der Rendite wegen. Das wird zwar pauschal immer wieder gerne behauptet, in diesem Falle halte ich das aber für unangebracht aber vllt können Sie Ihre Einschätzung ja belegen.

15:47 Uhr von werner1955

>>Wir brauchen doch politisch gewollt weniger Industrie.
Dafür haben wir ja viele neue bessere Möglichkeiten.<<
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Was soll denn diese sinnfreie Äußerung.
Sie werden nicht mal am äußersten rechten oder linken Rand einen Politiker finden der so einen Stuss von sich gegeben hat.

@werner1955 Zitat: "Wir…

@werner1955
Zitat:
"Wir brauchen doch politisch gewollt weniger Industrie."

Was Menschen wie Sie nicht kapieren -> schon als Sie geboren wurden hatte die Politik beschlossen die Kohle- und Stahl-Industrie zurück zu fahren.
Grund dafür:
1) ein Überangebot von Kohle und Stahl auf dem einheimschen wie auf dem Weltmarkt
2) Sinken der Nachfrage nach Kohle weil das Erdöl der Haupt-Energieträger wurde
3) die Gefahr einer "brennende Ruhr"

Schlüssel dafür war die Gründung der Montan-Union - aus der letztlich die heutige EU hervor ging
erst sie ermöglichte ein gemeinsamen Handeln um einen langfristigen gezielten Rückbau dieser Industrie - der mehr als 50 Jahre andauerte - begleitet mit hunderten von Mrd an Subventionen!
Wer erinnert sich noch an den "Kohle-Pfennig" in seiner Stromrechnung - den übrigens nach 1990 auch die Ossis bezahlt haben
*sarkasmus*
.
übrigens:
wir subventionieren mit ca. 1 Mrd Euro pro Jahr die deutschen Alu-Hütten - davon 750 Mio für Strom
politisch so gewollt

Wir konnten die…

Wir konnten die Globalisierung vorwärts drehen, Dann geht das auch wieder rückwärts.
China kann nix, was wir nicht selber könnten. Auch USA nicht. Oder sonstwer.
Der Kapitalist müsste halt auf seine Milliarden Gewinne verzichten. Dann wird das produkt noch nichtmal teurer.

Am 31. Januar 2022 - 14:07 Uhr von hbacc

Hallo hbacc

Alternative: Globalisierung zurückdrehen? Das geht schon sehr lange nicht mehr oder glaubt jemand, Telefunken und Grundig könnten Samsung und Sony ersetzen

Neuer Versuch!

Telefunken und Grundig wird in der Türkei produziert.

Eas wäre dann wohl das erste Mal, dass die ifo-"Experten"

Eas wäre dann wohl das erste Mal, dass die ifo-"Experten" richtig liegen.
...
Tun sie aber wieder nicht. Ich habe beruflich mit einem großen Teilgebiet bei der Beschaffung dieser Produkte zu tun, vor allem im Elektronikbereich.
..
Der Markt ist "leergefegt". Da ist nichts mit Entspannung. Selbst simpelste elektronische Bauteile fehlen und die Lieferzeiten, welche mit "frühestens 2023" angegeben sind, sind ausschließlich unverbindlich. Das Ausweichen auf kleinere Hersteller, auch aus Übersee, hilft ebenfalls nicht. Aktuell versuchen wir, anstelle von Automatisierungssteuerungen (SPS) auf alte Schaltungstechnik auszuweichen (also auf das, was man vor 40 Jahren gemacht hat). Und was soll man sagen, auch da fehlen genau die Bauteile, die benötigt werden, um so eine Steuerung zu kompensieren. Auf der gesamten Welt ist absoluter Mangel an Elektronik und Schaltungskomponente
...
Die drei Prozent Entspannung auf diesem Gebiet rühren daher, dass diese Firmen wohl die Tore schließen mussten.

Am 31. Januar 2022 - 16:41 Uhr von fruchtig intensiv

Hallo fruchtig intensiv

welche Änderungen würden Sie den wünschen?

Wäre der Aufbau einer Teilproduktion bei uns sinnvoll?

USA will ja mehr ins Land holen (intel etc.).

Was könnten wir aber überhaupt noch, ohne Intel, AMD oder Microsoft?

Selbst die Bundesbahn hat ihr Rechenzentrum in die Cloud verlagert.

14:46 Uhr von Sisyphos3


«einen PKW kann man auch 15 Jahre nutzen.»
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dachte ich auch,
bis mir meine Regierung mitteilte, dass ich mein 12 Jahre altes checkheftgepflegtes Auto der Abgas 4 Norm wegen nicht mehr benutzen durfte.


Selbstverständlch hätten Sie deses Auto weiter nutzen dürfen, aber nicht mehr damit in Stuttgart in diese Innenstadtzonen hinein fahren dürfen, für die Einhaltung gewisser Abgasgrenzwerte gefordert ist.

Mein 23 Jahre alter Benzin-LPG-Hybrid Rover wurde mir nicht verboten zu benutzen. Scheckheftgepflegt ist der nicht, aber prima in Schuss und gut gelaunt. Der hat die Grüne Plakette, und darf überall dort hin, wo das mit der Grünen Plakette erlaubt ist. Aber nicht auf Reitwege in Wäldern.

Lieferprobleme kommen zum ungünstigen Zeitpunkt

Wegen der Globalisierung wurde die Fertigung vieler Ingenieursprodukte nach China gegeben.
China liefert Stahl, Kleidung, Chemikalien, Pharmazeutika, Batterien, Solarmodule, Spielzeug, Sportartikel, Möbel, Elektronik, etc etc. und bald auch ganze PKW.
Und die chinesische Konjunkturlokomotive verschlingt Unmengen an Baustoffen, Energieträgern und Nahrungsmittel.
Keine guten Aussichten.
Da fällt mir ein DDR Witz ein: „Nee, Fahrräder ham wa nich. Wir haben keine Spielkonsolen und keine Fernseher. Keine Fahrräder und keine E-Bikes gibt es einen Stock tiefer ..“.

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