Kommentare - Minijob-Grenze steigt am 1. Oktober auf 520 Euro

29. Januar 2022 - 07:58 Uhr

Laut einem Medienbericht soll die Minijob-Obergrenze zum 1. Oktober von 450 auf 520 Euro ansteigen. Das erklärte Bundesarbeitsminister Heil in einem Zeitungsinterview. Auch beim Bürgergeld gibt es Bewegung.

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Kommentare

12:13 Uhr von Schweriner1965

Ja, leider. Jungen Leuten fehlt teilweise das Geld, teilweise stecken Sie in unsicheren Jobs.
So ein Haus zu finanzieren bedeutet auch einen Riesenkredit aufzuneh.
Als Rentner z.B. 200000 EU für eine Wohnung als Kredit aufnehmen zu wollen
sorgt bestenfalls für einen Lachanfall der Bankangestellten.
......
-
alles läßt sie erklären oder begründen
ich kaufte mir meine Hütte ()unter 25) bevor ich an die Familienplanung ging
und "als Rentner", sie kümmern sich ja auch nicht um ihre Rente mit 63 .....
aber jedem sein Problem und nicht Thema hier

12:42 Uhr von Bernd Kevesligeti

Die durchschnittliche Höhe der neu zugegangen Renten im Jahr 2019 betrug 1140 Euro/Männer und 728 Euro/Frauen (Armutsfest ?).
..

das Problem mit dem Durchschnitt ....
da ist der Beamte dabei, der Selbständige der 10 .... 20 Jahre Rentenbeitrag bezahlte davon Rente kriegt #
aber auch andere Formen der Altersversorgung (Pension oder Privatrente) hat
ebenso wie die Mutter/Hausfrau, welche 20 .... 25 Jahre der Kinder wegen nicht Rentenbeiträge zahlte

12:40 Uhr von Naturfreund 064

und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?//
Glauben Sie, ich habe unterwegs bei Radtouren schon oft Flaschen zusammengelesen und das Pfand dafür eingelöst.
Das habe ich gemacht, obwohl ich bestimmt nicht darauf angewiesen bin.
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-
sehen sie da haben wir schon eines gemeinsam
und mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich ne Pfandflasche aufhebe/einlöse

Minijob-Grenze

Schade das diese Ausbeutung von Arbeitnehmern nicht abgeschaft wird.

12:09 Uhr von Bernd Kevesligeti

"Wenn jetzt die Verdienstgrenze bei 520 Euro im Monat liegt, nicht in der Woche, wo von sollen Minijobber leben ? Doch nur wenn sie mehrere Stellen haben oder mit Hartz 4 aufstocken, wie es im Jahre 2020 ca. 1 Million Menschen machen musste."
.
Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, daß ein Mini (!) Job sich halt mit Leben auf gehobenen Niveau vereinbaren lässt?
Wenn dem so wäre - warum gibts denn überhaupt noch Menschen, die Vollzeit arbeiten?

Am 29. Januar 2022 - 13:05 Uhr von Sisyphos3

Hallo Sisyphos3

sehen sie da haben wir schon eines gemeinsam
und mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich ne Pfandflasche aufhebe/einlöse


Ich hoffe aber, dass Sie das auch bei pfandfreien Flaschen machen!! "g"

von Sisyphos3 13:03

Dieser Durchschnitt bedeutet natürlich auch, daß viele deutlich darunter liegen.

Im Jahre 2020 lag die durchschnittliche Nettorente bei 855 Euro. Vorher waren das noch 904 Euro
Ganze 54.000 Renten, daß sind 0,28 Prozent aller Bezieher, lagen über 2000 Euro.

12:42 Uhr von Bernd Kevesligeti

"Die durchschnittliche Höhe der neu zugegangen Renten im Jahr 2019 betrug 1140 Euro/Männer und 728 Euro/Frauen (Armutsfest ?)."
.
Armutsfest? - Sie gehen stehts davon aus, daß der Rentner bzw. Harz4 Emfänger oder auch jeder der unterhalb des Durchschnittseinkommens in einer Blase lebt. Wenn wir Ihr Beispiel nehmen hat ein Rentnerehepaar zusammen 1868 Euro. Um dies zu bekommen haben die beiden viele Jahre in Vollzeit gearbeitet und zumindest wenn die beiden nicht auf grßem Fuß gelebt haben auch ein wenig Erspartes (Stichwort Geldguthaben der Deutschen...).
Wer über diese vielen Jahre weniger geleistet hat, kriegt auch weniger, wer mehr geleistet hat kriegt auch mehr. Was ist daran falsch?

von warumeigentlichwer 13:16

Sie haben sich vermutlich vertippt. Sie wollten sicher sagen, daß sich ein Minijob nicht mit einem Leben auf gehobenen Niveau vereinbaren lässt.

Ja, natürlich aber dann sollte man diese Form abschaffen. Sie trägt nur zur Fragmentierung der Arbeitswelt bei.

Ausbeutung

"Am 29. Januar 2022 - 13:13 Uhr von werner1955
Minijob-Grenze
Schade das diese Ausbeutung von Arbeitnehmern nicht abgeschaft wird."
Hat mit Ausbeutung nichts zu tun.
a-Niemand ist gezwungen einen solchen Vertrag zu unterzeichen.
b-Nehmen dei AN billigend den Verzicht auf Sozialleistungen zu Gunsten des höhrern Netto in Kauf.
Ich habe auch schon solche Jobs angenommen, nur habe ich mit dem AG in einen sv-pflichtigen gewandelt, das hat im Moment weniger Netto zur folge, Steuer kommt mit der Steuererklärung zurück und ich bin in allen Bereichen sozialversicherungspflichtig, obendrein habe ich noch eine besseren Kündigungsschutz ... und der AG hat keinen Cent mehr bezahlt.
c-Alle wollen immer alles, vollen Schutz und voles Netto ... und volles Recht sich über alles zu beschwehren.
Einfach mal vorher nachdenken.
d-Minijobs für Alters-Rentner, nicht EU-Rentner und Sozialhilfeempfänger (nicht AlG I+II), für Schüler, ggf. als 'ZweitJob', wenn eine sv-pflichtiges Arbeitsverhältnis besteht.

13:16 Uhr von warumeigentlichwer - Korrektur

"Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, daß ein Mini (!) Job sich halt mit Leben auf gehobenen Niveau vereinbaren lässt?"

- Da gehört natürlich noch ein "nicht" rein...

... auf gehobenen Niveau nicht vereinbaren lässt?

@09:33 Uhr von MargaretaK.

"Dann muss der Rentenbeitrag des Arbeitnehmers verpflichtend sein. Derzeit ist das freiwillig. Der Arbeitgeber zahlt auch bei Minijobs 30% Sozialabgaben, u.a. an die Rentenkasse."
.
Um es kurz zu machen: Ein 40jähriges Berufsleben als GfB (geringfügig Beschäftigter aka 450 Euro-Jobber) ergibt knapp 6 Rentenpunkte oder eine Rente von knapp 200 €/Monat, wenn sowohl der 15 % Anteil des Arbeitgebers und die FREIWILLIGEN 3,6 % des geringfügig Beschäftigten betrachtet werden.
.
Sozialpolitisch sind die 450 €-Jobs verantwortungslos, aber sie werden vor allem von Arbeitnehmern gewünscht, weil für die AN die 450 € steuer- und abgabenfrei sind. Der AG steht sich mit den 28-30 % Abzügen schlechter, als regulär etwa 18-19 % bei normaler Beschäftigung von AN.

11:27 Uhr von Sisyphos3


kein Mensch ! absolut kein Mensch hat es nötig in Mülltonnen zu wühlen
und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?


Sie haben ja gar keinen Plan von der realen Welt.

Wie lassen auch keine Flaschen rumliegen. Gerade im Sommer gibt es Parks (und auf den Rheinwiesen) Flaschensammler mit sozusagen «Revieren». Denen geben wir und andere die leeren Pfandflaschen. Für uns Cent-Beträge bis wenige Euros, und für die Sammler das Geld, was oft dazu gedacht ist, dass sie sich auch etwas soziale Teilhabe leisten können über die minimalen Grundbedürfnisse hinaus.

von warumeigentlichwer 13:26

Es ist davon auszugehen, daß sich die Zahlen auf Rentenempfänger beziehen, die viele Jahre gearbeitet haben. Bedenken Sie, daß durch Minijobs, Niedriglohnsektor auch die späteren Renten geringer sind.
Und was meinen Sie mit Blase ? Vielleicht lebte die Rürup-Kommission in einer Blase ?

Was ist daran falsch?

"Am 29. Januar 2022 - 13:26 Uhr von warumeigentlichwer
12:42 Uhr von Bernd Kevesligeti"
Dass an mitunter nicht so recht Einfluss darauf hat, wie der Verdienst der Arbeit so ist und wie das Leben verläuft, manchmal eben auch sehr unfreiwillig anders als geplant.
Gut, der zweite Teil ist einfach mal so, das Leben ist eben individuell. Beim ersten Teil herrscht doch eine gesellschaftliche Ungerechtigkeit.
Vergleichen wir maldenVerdienst eine, weil es hier schon mal kam, eines Dachdeckers, mit dem eines Informatiker, mit dem eines Pflegers, eines Kochs, eines Bandarbeiters bei VW, eines Kundenberaters bei der AfA oder BfA oder KK oder BG. Alle haben einen Beruf gelernt, alle arbeiten 40 Wochenstunden ... wie erklären Sie die unterschiedliche Entlohnung, die unterschiedlichen SozialZusatzLeistungen ? - Ich finde, dass ist die eigentliche Ungerechtigkeit. - Das sit falsch dran !

Am 29. Januar 2022 - 13:26 Uhr von warumeigentlichwer

" Wer über diese vielen Jahre weniger geleistet hat, kriegt auch weniger, wer mehr geleistet hat kriegt auch mehr. Was ist daran falsch? "
-
Das ist soweit richtig, nur um die reinen Zahlen geht es ja nicht, wer bei xx in WOB gearbeitet hat, bekommt viel und Betriebsrente, der hat mit den 48 Prozent kein Problem.
Die beim kleinen Krauter gearbeitet haben, aber schon, weil wir wohl in der EU wohl das niedrigste sind mit den Prozenten, und größte Teil, hat nun mal in kleinen Firmen oder Dienstleistungen gearbeitet.
Bei 60 Prozent wie es mal war, gäbe es einige Probleme nicht, auch die Mindestrente ist um uns herum eindeutig höher, und wir sind angeblich immer das reichste Land, fragt sich dann immer, für wen.

Am 29. Januar 2022 - 13:26 Uhr von warumeigentlichwer

Hallo warumeigentlichwer
>em>
Wer über diese vielen Jahre weniger geleistet hat, kriegt auch weniger, wer mehr geleistet hat kriegt auch mehr. Was ist daran falsch?

Zunächst hat er nur mehr verdient, nicht geleistet.

Wenn mein Sohn sich selbstständig die Socken anzieht, dann hat er eine Glanzleistung volbracht.

Für das was mein Vater an Rente bekommen hat, dafür müßte man heute - bei gleicher Leistung - 70 Jahre arbeiten.

AG steht schlechter

"Am 29. Januar 2022 - 13:32 Uhr von AbseitsDesMain…
@09:33 Uhr von MargaretaK. - Sozialpolitisch ... von AN."

Ja, so ist es, dass wird ja aber immer ... weggeredet ! ... oder ... dass weiss ich ja nicht ! - einfach mal damit befassen !

"Der Arbeitgeber zahlt auch bei Minijobs 30% Sozialabgaben, (JA) u.a. an die Rentenkasse. (sicher ??? ... kommt es tatsächlich bei der KV und RV an )"

11:27, Sisyphos3

>>kein Mensch ! absolut kein Mensch hat es nötig in Mülltonnen zu wühlen<<
.
Nein. Das machen die aus Spaß.
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>>und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?<<
.
Sie vielleicht nicht, ich schon. Denn ich kann auf das Pfandgeld mühelos verzichten. Andere nicht.

Warum?

"Vor der Einführung des Bürgergelds wolle er [Heil] nicht die Hartz-IV-Sätze generell erhöhen, sondern einen monatlichen Sofortzuschlag für bedürftige Familien einführen.

Warum? Beduerftige Singles gibt's nicht?

13:31 Uhr von Bernd Kevesligeti

"von warumeigentlichwer 13:16
Sie haben sich vermutlich vertippt. Sie wollten sicher sagen, daß sich ein Minijob nicht mit einem Leben auf gehobenen Niveau vereinbaren lässt."
.
Richtig - siehe Korrektur
.
"Ja, natürlich aber dann sollte man diese Form abschaffen. Sie trägt nur zur Fragmentierung der Arbeitswelt bei."
.
Falsch; der Mini Job hilft vielen AN mit eingeschränkter Zeit (Studenten, Alleinerzieher, Pflegende...) nicht langfristig gesehen in eine Armutsspirale zu fallen. Wenn es die Zeit wieder erlaubt muss man natürlich wieder Vollzeit arbeiten, wenn man auch nur eine Durchschnittsrente anstrebt.
Dem Arbeitgeber hilft es auch, wenn z.B. kurzfristig Mehrbedarf an Arbeit zu erledigen ist.
Dies war und ist der Sinn des Mini Jobs. Wenn nun jemand (AG oder AN) meint, einen Mini Job als Langzeitsituation zu etablieren, dann wird dies nicht gut ausgehen. Für beide! AG und AN.

13:26, warumeigentlichwer

>>Wer über diese vielen Jahre weniger geleistet hat, kriegt auch weniger, wer mehr geleistet hat kriegt auch mehr. Was ist daran falsch?<<
.
Ihre Weltsicht. Sie scheinen vorauszusetzen, daß die Entlohnung die Leistung eines Menschen widerspiegelt. Wer die wirkliche Welt kennt, kann da nur bitter lachen.

@ Bernd Kevesligeti

Dann gehen Sie mal in einer Stadt spazieren. Da sehen Sie Leute betteln oder Flaschen sammeln.

Wir machen vom Fußballverein manchmal Müllaktionen. Da kommen auch erstaunlich viele Pfandflaschen dabei raus und das Geld wir gespendet.

13:40 Uhr von ika-angel

"Vergleichen wir maldenVerdienst eine, weil es hier schon mal kam, eines Dachdeckers, mit dem eines Informatiker, mit dem eines Pflegers, eines Kochs, eines Bandarbeiters bei VW, eines Kundenberaters bei der AfA oder BfA oder KK oder BG. Alle haben einen Beruf gelernt, alle arbeiten 40 Wochenstunden ... wie erklären Sie die unterschiedliche Entlohnung, die unterschiedlichen SozialZusatzLeistungen ? - Ich finde, dass ist die eigentliche Ungerechtigkeit. - Das sit falsch dran !"
.
Da bin ich durchaus bei Ihnen. Ich hoffe sehr, dass z.B. Handwerk oder Pflege wieder besser bezahlt wird und auch einen gesellchaftlich höheren Stellenwert bekommt.
Auch aus diesem Grund wird bei mir im Haus nichts (!) "Schwarz" erledigt. (Das ist gar nicht so leicht...).

12:08 Uhr von put in's cold war

Minijobs sind etwas für nebenher, für Hausfrauen, für Studenten oder für Rentner. Es war nie gedacht, dass jemand ausschließlich auf einem Minijob arbeitet. Dass dann die Rente nicht reichen würde, ist ja eine Binsenweisheit, das müssen Sie uns nicht erklären.<<
.

Ist zum Teil auch so. Aber nicht ausschließlich.
.
Die Zahl der Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor, wozu auch MInijobs zählen, steigt stark an- entsprechend die zunehmende Armut im Alter.

.
PS. Das war keine Erklärung/Binsenweisheit, sondern eine Aussage.

13:55 Uhr von fathaland slim

„Sie scheinen vorauszusetzen, daß die Entlohnung die Leistung eines Menschen widerspiegelt. Wer die wirkliche Welt kennt, kann da nur bitter lachen.“
Also ein stückweit stimmt das schon. Es kann doch nicht angehen, dass jemand der studiert hat und vermeintlich ja nur im Büro sitzt, genauso viel oder wenig wie ein bäckergeselle bekommt weil der körperlich arbeitet.
Man kann die Leistung die körperlich oder geistig erbracht wird doch nicht gegeneinander aufrechnen. Ist aber in Deutschland groß in Mode. Sicher müssten manche Bereiche besser entlohnt werden. Nur sind das die für deren Leistung wir nicht bereit sind noch mehr Geld zu bezahlen. 50 € beim Friseur sind nun mal genug. Nur muss davon auch genug bei der friseuse ankommen, was es aber nicht tut.

von ika-angel 13:40

Oh, je zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen, da gibt es viel zu zu sagen. Zunächst mal die Frage Stammbelegschaft oder Randbelegschaft. Dann die rechtlichen Formen in denen sich Lohnarbeit vollzieht. Heute sind zum Beispiel 90 Prozent der Hilfskräfte an Universitäten mit Zeitverträgen befristet. Dann sind viele Firmen auch außerhalb von Tarifverträgen (Tarifbindung).
Zu guter letzt kommt noch die meist defensive Tarifpolitik der meisten Gewerkschaften. Selbst jetzt, bei etwa 5 Prozent Inflation hört man nicht viel davon, daß sich das zurückgeholt werden soll. Da will man sich lieber "jeeinicht" haben. Und ist anscheinend glücklich wenn man dann Lob erntet von denen in den teuren Anzügen.

13:25 Uhr von Bernd Kevesligeti

Im Jahre 2020 lag die durchschnittliche Nettorente bei 855 Euro. Vorher waren das noch 904 Euro
Ganze 54.000 Renten, daß sind 0,28 Prozent aller Bezieher, lagen über 2000 Euro.
------------------
.
wenn sie es schreiben ...
ich kann es mir nicht vorstellen dass nur 0,28 % über 2.000 Euro liegen

Bei der derzeitigen Inflation ...

... müsste die Grenze JEDES Jahr um 50 Euro angehoben werden.

Man will die Inflation selbst ja nicht bekämpfen, da sie dem Staat zusätzliche Einnahmen beschert und die Staatsschulden entwertet.

13:13 Uhr von werner1955

>>Minijob-Grenze
.
Schade das diese Ausbeutung von Arbeitnehmern nicht abgeschaft wird.<<

Fördern und Fordern wurde das Prinzip der damaligen Regierung genannt. Dieses Prinzip hat bis heute Bestand.
.
Ein Bekannter von uns hat seinerzeit die unbarmherzigen Mitarbeiter des Arbeitsamt kennenlernen "dürfen". Die zwingen Menschen in irgendwelche Arbeit, die a: unterbezahlt ist (Aufstocker) oder Arbeit, von denen die keinen blassen Schimmer haben. (drastisches Beispiel: Ingenieur, der Gartenarbeit leisten soll)
.
Wer nicht mitmacht, spürt die Konsequenzen.

PS. So lange es Aufstockerzahlungen gibt, die natürlich Unternehmen entlasten, wird sich nichts ändern.

13:41 Uhr von w120

"Zunächst hat er nur mehr verdient, nicht geleistet."
.
Nein, ich meine sehr wohl Leistung. Dies hat nämlich auch eine Zeitkomponente. Im Gegensatz zu "Arbeit".
.
"Für das was mein Vater an Rente bekommen hat, dafür müßte man heute - bei gleicher Leistung - 70 Jahre arbeiten."
.
Und wie lange lebt Ihr Vater von der sicherlich wohlverdienten Rente im Gegensatz zu Ihnen?

13:49 Uhr von fathaland slim11:27, Sisyphos3

>>und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?<<
.
Sie vielleicht nicht, ich schon. Denn ich kann auf das Pfandgeld mühelos verzichten. Andere nicht
-----------------
.
da scheinen wir uns fundamental zu unterscheiden
ich bin Schwabe !
>>wer den Pfennig nicht ehrt - ist den Taler nicht wert<<
ich bücke mich, auch wenn mir das Bücken immer schwerer fällt,
auch nach nem Cent Stück ... sehe ich es auf der Straße liegen
:-)

von warumeigentlichwer 13:54

Der Minijob als Ausweg aus der "Armutsspirale" ?
Das ist wohl eher nicht so.
Er ist ein Instrument zum Nutzen einer Seite, nämlich der stärkeren.
Ausgedehnt wurde er mit den wirtschaftliberalen Arbeitsmarktreformen zu Beginn des 2000er-Jahrzehnts.
Vermarktlichung der Arbeitswelt.

13:31 Uhr von Bernd Kevesligeti


… daß sich ein Minijob nicht mit einem Leben auf gehobenen Niveau vereinbaren lässt.
Ja, natürlich aber dann sollte man diese Form abschaffen. Sie trägt nur zur Fragmentierung der Arbeitswelt bei.


Wir beschäftigen in unserem One Man Two Women Teilselbständigkeits-Büro eine jüngere Frau als Reinigungskraft. Sie kommt für eine Stunde / Woche, in der letzten Woche im Monat für zwei Stunden.

Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Wir zahlen ihr 25 Euro / Stunde im regulär angemeldeten Minijob. Sie macht diese Reinigungstätigkeit nicht nur bei uns, sondern auch woanders, bis zu den aktuell erlaubten 450 Euro / Monat. Sie macht das als Zusatzverdienst zum Familieneinkommen, damit diese «Normalfamilie» etwas mehr Geld für Kram und Unternehmungen mit den Kindern hat.

Wenn bei ihr was mit Kindern / Schule ist, kann sie die Kinder gerne mitbringen. Wir bespaßen die dann. Einzelbeispiel im Namen vieler anderer.

Der Frau wollen Sie den Minijob verbieten.

14:04, Cillie21

>>Man kann die Leistung die körperlich oder geistig erbracht wird doch nicht gegeneinander aufrechnen. Ist aber in Deutschland groß in Mode. Sicher müssten manche Bereiche besser entlohnt werden. Nur sind das die für deren Leistung wir nicht bereit sind noch mehr Geld zu bezahlen.<<
.
Zum Beispiel die Pflege.

Am 29. Januar 2022 - 09:17 Uhr von traurigerdemokrat

Mini-Job ist gleichzusetzen mit Mini-Bezahlung, also dient es nur der Wirtschaft.

Liebe Politik, alles gut gemacht!
__
Wie kommen Sie denn auf DAS dünne Brett ? Ausschlaggebend ist dafür doch die Anzahl der Stunden, die man dafür leisten muss. Wenn man in der Gastro z.B. dafür samstagsabends arbeitet und man den Tip dazurechnet, kann das als Nebenjob ganz schön lukrativ sein. Habe ich jahrelang gemacht.

@@H M

Es war ja ausdrücklich gewollt von SPD und Grünen, dass mehr Menschen niedrige Löhne erhalten (Ausbau des Niedriglohnsektors). Nur kommt man mit diesen niedrigen Löhnen nicht über die Runden.

Daher brauchen viele Menschen zwei Jobs, um nicht in eine Schuldenspirale abzurutschen: einen Vollzeitjob und einen Nebenjob.

@w120 13.41 Ein sehr wahrer Satz!

Am 29. Januar 2022 - 13:26 Uhr von warumeigentlichwer:
Wer über diese vielen Jahre weniger geleistet hat, kriegt auch weniger, wer mehr geleistet hat kriegt auch mehr. Was ist daran falsch?
;;;;;;;

Am 29. Januar 2022 - 13:41 Uhr von w120:
"Zunächst hat er nur mehr verdient, nicht geleistet."
Vielen Dank für Ihren zuftreffenden und wichtigen Satz!
Sie haben es auf den Punkt gebracht - für alle Überheblichen, Ignoranten und "Eiskalten".
In einem System wie diesem wird Leistung völlig einseitig interpretiert, woraus sich dann ergibt, dass gerade die, die sehr viel für eine humane Gesellschaft leisten, oft die Verlierer sind. Ein den Menschen ausbeutendes Wirtschaftssystem funktioniert nur so.

von Sisyphos3 14:06

Diese Zahlen kommen aus dem Netz, wenn man entsprechende Fragen eingibt. Allerdings sind Zusatzrenten wie Betriebsrenten oder Bonusgeschichten nicht enthalten.

Am 29. Januar 2022 - 14:04 Uhr von Cillie21

Nur sind das die für deren Leistung wir nicht bereit sind noch mehr Geld zu bezahlen. 50 € beim Friseur sind nun mal genug. Nur muss davon auch genug bei der friseuse ankommen, was es aber nicht tut.
__
1. Friseure arbeiten i.d.R. nach festem Gehalt zuzügl. Trinkgeld, es sei denn, sie haben den Stuhl gepachtet. Dann erhalten sie den Gesamtumsatz "ihres" Stuhls.
2. 50 € sind relativ. Das kann viel sein, wenn nur gewaschen und gefönt wird. Für aufwendige Dinge, wie Dauerwellen, Färben, Strähnen, Extentions fällt bei unterschiedlichen Haarlängen auch gerne ein Vielfaches an.

@ Lustiger Günter

Da haben Sie sich wohl geirrt.

Aber wie kamen Sie denn auf diesen Gedanken nach den Erfahrungen mit der Hartz4 Politik?

13:55 Uhr von fathaland slim

"Ihre Weltsicht. Sie scheinen vorauszusetzen, daß die Entlohnung die Leistung eines Menschen widerspiegelt. Wer die wirkliche Welt kennt, kann da nur bitter lachen."
.
Doch; ich bin der Meinung, dass sich Leistung auf Dauer auszahlt. Auch Ihnen ist Ihr grandioses Klavierspiel nicht zugefallen. Das geht nur mit sehr, sehr viel Üben + Begabung.
Ich weigere mich nur zu akzepieren, dass hier regelmäßig so getan wird, dass man sich in eine Führungsposition hochschlafen kann.
Selbstverständlich gibt es die Unwägbarkeiten des Lebens, die jemanden abrutschen lassen können, aber genau auch für diese gibt es Mini Jobs und Mindestlohn. Ich unterstütze ausdrücklich die jeweiligen Erhöhungen.

von schabernack 14:11

Das hört sich so an, als wollen Sie an einem gefälligen Beispiel etwas rechtfertigen. Die meisten Menschen in einem Minijob wollen doch bestimmt ein besseres Arbeitsverhältnis. Wenn sie die Möglichkeit hätten.

14:11 Uhr von warumeigentlichwer 13:41 Uhr von w120

eine Frage des Rentenniveaus
lag das 1979 noch bei 50 % (Ausnahmesituation)
wird das bis 2035 möglicherweise auf 43 % sinken
dazu kommt die Anzahl der Beschäftigungsjahre
also ich begann mit 14 eine rentenversicherungspflichtige Lehre
gut, hörte mit 56 auf (was dann so 38 Beitragsjahre waren)
heute ... ?

14:20 Uhr von Bernd Kevesligeti

wie gesagt
ich kenne meinen Rentenverlauf
auch was meine Kollegen so kriegen
(in einem Großbetrieb - was sicherlich nicht repräsentativ ist)
und wollte keineswegs ihre Angaben in Frage stellen !

von denen in den teuren Anzügen

"Am 29. Januar 2022 - 14:05 Uhr von Bernd Kevesligeti
von ika-angel 13:40"

Ich meine, es war nur eine - ganz simple - Frage.

Was rechtfertigt diese großen Gehaltsunterschiede ?

Nehmen Sie einfach den selben Beruf - also, die gleiche Arbeit - der eine in einem kleinen Betrieb, der andere in einem tarifgebundenen Konzern.

Wer leistet mehr ? Wer verdient mehr ? - Wie begründet sich der Entlohnungsunterschied ?

@ Sisi

Wie viele Rentner mit geringem Einkommen leben in abgerockten Häusern, die seit 30 Jahren nicht mehr saniert wurden. Die dringend nötige Reparaturen nicht bezahlen können und das Thermostat in ihren ungedämmten Räumen auf lauwarm stellen müssen, weil Sie sich das teure Gas nicht mehr leisten können.

Da haben es doch viele Mieter besser.

Immobilienbesitz ist im Alter oft eine Belastung.

Am 29. Januar 2022 - 14:11 Uhr von fathaland slim

. Sicher müssten manche Bereiche besser entlohnt werden. Nur sind das die für deren Leistung wir nicht bereit sind noch mehr Geld zu bezahlen.<<
.
Zum Beispiel die Pflege.
__
Das ist leider häufg bei den "Sozial"-Berufen der Fall, weil man da keine "Produktivität" erwirtschaftet. Nicht falsch verstehen, bitte ! Ich bin durchaus dafür, dass in der Kranken- und Altenpflege mehr bezahlt werden sollte.
"Arbeitgeber" sind in den Berufen aber WIR ! Von allen, die lautstark mehr Lohn in der Pflege fordern, würden sich mind. 80% beschweren, wenn daraufhin die Beiträge zur KK/Pflegevers. steigen. Wenn es darüber einen Konsens gibt, kann man und sollte man das auch machen.

- 10:21 Uhr von ika-angel

>>>Warum dann nicht eine richtigen JOB ?<<<

Haben Sie meinen Beitrag überhaupt gelesen? Bestimmt nicht vollständig.
Ich bin kurz vor den 64, gehe 2024 in Rente und auf Grund einer Coronapleite meines Arbeitgebers seit einem Jahr arbeitslos.
Glauben Sie, dass ich mir das so vorgestellt habe?
Auf Grund meines Minijobs liege ich niemand auf der Tasche. Oder haben Sie ein Problem damit, dass ich mit 63 Arbeitslosengeld, Witwenrente und einen Minijob habe?
Übrigens, ich würde gerne noch zwei Jahre arbeiten.

@ cold war

Es gibt keinen Fachkräftemangel.

Sonst würden Arbeitgeber ja mehr Geld zahlen, um Fachkräfte anzugeben.

Es gibt nur zuwenige Fachkräfte, die für wenig Geld arbeiten wollen. Diese werden dann im Ausland angeworben, damit der Unternehmergewinn maximiert bleibt.

die natürlich Unternehmen entlasten

"Am 29. Januar 2022 - 14:10 Uhr von morgentau19
13:13 Uhr von werner1955"

Kommen Sie mal auf die 'andere' Seite und schauen sich an, wie (einige !) diese armen Arbeitssuchenden unterwegs sind - dann beurteilen Sie das vielleicht auch etwas differenzierter...

"... die natürlich Unternehmen entlasten ..."
Die stecken oft sehr viel Zeit und Mühr in diese Menschen, um diese wieder in Arbeit zu bringen. So eine Förderung ist auch nur kurz und dient zur Entlastung der Anleitungskräfte, die während der Anleitungszeit, ja keine andere Arbeit verrichten können.

14:11, Sisyphos3

>>13:49 Uhr von fathaland slim11:27, Sisyphos3
>>und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?<<
.
Sie vielleicht nicht, ich schon. Denn ich kann auf das Pfandgeld mühelos verzichten. Andere nicht
-----------------
.
da scheinen wir uns fundamental zu unterscheiden
ich bin Schwabe !
>>wer den Pfennig nicht ehrt - ist den Taler nicht wert<<
ich bücke mich, auch wenn mir das Bücken immer schwerer fällt,
auch nach nem Cent Stück ... sehe ich es auf der Straße liegen
:-)<<
.
Ja, da sind wir wirklich fundamental anders. Sie sind ganz gewiss reicher als ich, lösen aber Pfandflaschen, die Sie finden, ein. Ich hingegen stelle Pfandflaschen, wenn ich sie leergetrunken habe, gern neben Papierkörbe auf Bahnhöfen und in Großstädten, in denen ich unterwegs bin, und hoffe, daß sie von wirklich bedürftigen Mitmenschen eingesammelt werden.

14:30 Uhr von Einfach Unglaublich

Immobilienbesitz ist im Alter oft eine Belastung.
wo man doch immer behauptet Vermieter zocken die Mieter ab
und sie behaupten gerade "eine Belastung" als das Eigenheim wäre teurer als ne Miete

14:11 Uhr von Bernd Kevesligeti

"Der Minijob als Ausweg aus der "Armutsspirale" ?
Das ist wohl eher nicht so."
.
Sie plädieren also dazu, statt eines Mini Jobs lieber in Hartz IV zu gehen?
Nochmal - wenn die Zeit nicht reicht, um einen Vollzeitjob zu machen dann ist der Mini Job ein Ausweg. Wenn jemand aber meint, mit einem Mini Job über lange Zeit, mit etwa 25% der Arbeitszeit gegenüber einer Vollzeitkraft, eine Durchschnittsrente zu erhalten, ist doch eher... naiv.

@ Einfach Unglaublich

Es gibt keinen Fachkräftemangel. Sonst würden Arbeitgeber ja mehr Geld zahlen, um Fachkräfte anzugeben.

Wo sind denn die Fachkräfte, die Sie mit mehr Geld hinterm Ofen hervor locken wollen? Was tun die denn gerade?

14:36, Sisyphos3

>>Immobilienbesitz ist im Alter oft eine Belastung.<<
.
Ich bin sehr, sehr froh, mit bald 66 Jahren in einem abbezahlten Haus, das mir gehört, wohnen zu können.
.
Aber wahrscheinlich bin ich nicht reich genug, um richtig jammern zu können.

Nur sollte es eigentlich so…

Nur sollte es eigentlich so sein, dass wenn Minijobs besser bezahlt werden auch alle anderen Löhne angehoben werden. Wenn jetzt z.b. jemand als gelernter 12€ die Stunde hat, den künftigen Mindestlohn also, müßte der dann auch 3€ mehr kriegen usw. usw. Ein bisschen Anreiz für Ausbildung sollte schon noch da sein.

14:36 Uhr von fathaland slim 14:11, Sisyphos3

Ich hingegen stelle Pfandflaschen, wenn ich sie leergetrunken habe, gern neben Papierkörbe auf Bahnhöfen und in Großstädten, in denen ich unterwegs bin, und hoffe, daß sie von wirklich bedürftigen Mitmenschen eingesammelt werden.
.......
.
ich weiß !
ich räume meinen Müll auf - grundsätzlich
kann es absolut nicht leiden wenn hinter mir einer herputzen muß
obgleich, sie zeigten es auf, es ja auch Vorteile hat
Wie gesagt Diener zu haben, Hausmädchen oder Putzfrau
mag ja auch was Soziales beinhalten
aber ich bevorzuge keine "Knechte" für mich

12:32 Uhr von put in's cold war

>>>@ Bernd Kevesligeti
Aber das ja nicht nur in der sozialen Frage.

Nein, es ist auch eine Frage des Arbeitenwollens.<<<
So einfach wenn das wäre. Oder gehen Sie davon aus, dass z.B. ich, arbeitsscheu bin?

>>>Wenn jetzt die Verdienstgrenze bei 520 Euro im Monat liegt, nicht in der Woche, wo von sollen Minijobber leben ?

Nicht nur von einem Minijob jedenfalls. Denn dafür ist er nicht gedacht. Ein Minijob ist nur etwas für nebenher. Es gibt auch genügend Vollzeitjobs. <<<

Ich weiss nicht wie alt Sie sind. Auf jeden Fall sind Sie ziemlich von oben herab. Vollzeitjobs für Menschen wie mich, wenige Jahre vor sehr Rente, bekommen immer eine Antwort " Leider wird das nichts, weil wir an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind ".
Soll ich Ihrer Meinung nach jetzt bis 85 arbeiten? Wäre das langfristig genug?

@ morgentau19

Die Zahl der Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor, wozu auch MInijobs zählen, steigt stark an- entsprechend die zunehmende Armut im Alter.

Das ist ja die Sache der Arbeitnehmer. Jeder, der vollzeit arbeiten kann, ist aufgefordert das zu tun. Jobs gibt es ja. Und was schlagen Sie vor? Wollen Sie die Minijobs abschaffen? Was kritisieren Sie überhaupt an der Regierung? Reden Sie doch mal Tacheles.

Minijob-Grenze steigt am 1.Oktober auf 520 Euro...

Das WSI des DGB kam vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, daß 39,3 Prozent aller Beschäftigten atypisch beschäftigt waren (Leiharbeit, Minijob,Teilzeit). zU beginn der Erfassung durch das WSI- im Jahr 2003-lag der Anteil nur bei 29,5 Prozent. Insgesamt sind/waren 14,1 Millionen Beschäftigte betroffen . Addiert man dazu noch 3,1 Millionen Vollzeitbeschäftigte, die nur befristete Arbeitsverträge haben, dann sind 17,2 Millionen von 36 Millionen abhängig Beschäftigten atypisch beschäftigt, das sind 48 Prozent. Jedes zweite Arbeitsverhältnis ist somit jenseits des klassischen Normalarbeitsverhältnisses angesiedelt.

14:26 Uhr von Sisyphos3

"eine Frage des Rentenniveaus
lag das 1979 noch bei 50 % (Ausnahmesituation)
wird das bis 2035 möglicherweise auf 43 % sinken
dazu kommt die Anzahl der Beschäftigungsjahre
also ich begann mit 14 eine rentenversicherungspflichtige Lehre
gut, hörte mit 56 auf (was dann so 38 Beitragsjahre waren)
heute ... ?"
.
Ganz einfache Frage... wie viele Jahre lebte man 1979 mit Rente, bzw. wie viele Jahre wollen Sie noch leben.
Was ist so schwer daran zu verstehen, dass einen höhere Lebenserwartung einen Einfluß auf die Rentenzahlung hat? Und zwar auf beides: Renteneinstieg und Rentenhöhe.
Und wie viele Jahre wird uns das auch schon bei jeder Rentenmitteilung klar dargestellt.

14:41 Uhr von fathaland slim

Aber wahrscheinlich bin ich nicht reich genug, um richtig jammern zu können.
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schwäbisches Sprichwort
wer jammert dem kann man helfen
(kritisch wird es erst dann, wenn er nicht mehr jammert)

Zu 14:06 Uhr von Sisyphos3 "Rentenhöhe"


.. ich kann es mir nicht vorstellen dass nur 0,28 % über 2.000 Euro liegen

Es geht hier ja nicht um Pensionen! Wird oft verwechselt und auf die üppigen Renten und die Rentner verwiesen. Es gibt üppige Pensionen, aber keine üppigen Renten.

Brutto ist nicht Netto, das gilt auch bei den Renten. Netto dürften es auf jeden Fall unter einem Prozent der Rentnerinnen und Rentner sein, die eine "Spitzenrente" von über 2000 € mtl. zur Verfügung haben.

Die Rente alleine reicht für die Altersversorgung in aller Regel nicht aus. In Zukunft umso mehr, nicht nur für Minijober. U.a. siehe hier:

https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/Bilder/rentenhoehe.png;jsess…

@ warumeigentlic

Ja, das wundert mich auch immer, wie viele einem anbieten, man könnte doch auch "ohne Rechnung" ...

Für die eingesparten 19 % Mwst?

Das finde ich immer lächerlich.
Denn dann stehste da ohne Gewährleistung und es werden auch keine Gewerbesteuer und Sozialabgaben abgeführt.

Und ich muss dann immer höhere Sozialabgaben bezahlen. Nee, danke.

14:34, Einfach Unglaublich

>>@ cold war
Es gibt keinen Fachkräftemangel.

Sonst würden Arbeitgeber ja mehr Geld zahlen, um Fachkräfte anzugeben.

Es gibt nur zuwenige Fachkräfte, die für wenig Geld arbeiten wollen. Diese werden dann im Ausland angeworben, damit der Unternehmergewinn maximiert bleibt.<<
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Fachkräfte werden in Deutschland gut bezahlt. Ausnahmen, wie beispielsweise der Pflegebereich, bestätigen die Regel.

50 € beim Friseur

"Am 29. Januar 2022 - 14:23 Uhr von weingasi1
Am 29. Januar 2022 - 14:04 Uhr von Cillie21"
Die Begründung mit Haarlänge finde ich persönlich Mumpitz. Bin mit langen Haaren (coronabedingt) viel schneller fertig, als mit meinem üblicherweise kurzen Schnitt. Aber man vergisst beim Friseur sehr schnell, Miete, Wasser, Wäschekosten, Material, 'Leerläufe', wie abgesagte Termine, Kosten durch 'Beschäftigungsverbot', wie Schwangerschaft und ähnliche mehr.
Aber ich meine auch, durch das Trinkgeld geht es Friseuren oft besser alls dargestellt.
Viele andere Mindestlohn- bzw. MiniJobler bekommen keines.

@ Cillie21

Nur sollte es eigentlich so sein, dass wenn Minijobs besser bezahlt werden auch alle anderen Löhne angehoben werden.

Die Obergrenze wird angehoben. Meinen Sie das?
Die Anhebung der Löhne kommt ja auch mit der neuen Regierung. Der aktuelle Mindestlohn von 9,82 Euro wird noch im Laufe des Jahres auf 12 Euro angehoben. Passt doch.

von warumeigentlichwer 14:37

Sie verteidigen wirklich standhaft prekäre Arbeitsverhältnisse. Der Nutzen für welche Seite ist klar.
Aber wie wäre es denn wenn man wieder wie in früheren Zeiten mit normalen Arbeitsverhältnissen, etwa wie in der Zeit vor 2003 ?

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Am 29. Januar 2022 - 14:42 Uhr von Cillie21

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Zitat: Nur sollte es eigentlich so sein, dass wenn Minijobs besser bezahlt werden auch alle anderen Löhne angehoben werden.
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Nur die Anhebung der Verdienstgrenze führt nicht automatisch zur besseren Bezahlung. Man kann dann für denselben Stundenlohn nur mehr Stunden arbeiten.
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Erst die Anhebung des Mindestlohns führt zu einer besseren Bezahlung.

14:42, Cillie21

>>Nur sollte es eigentlich so sein, dass wenn Minijobs besser bezahlt werden auch alle anderen Löhne angehoben werden. Wenn jetzt z.b. jemand als gelernter 12€ die Stunde hat, den künftigen Mindestlohn also, müßte der dann auch 3€ mehr kriegen usw. usw. Ein bisschen Anreiz für Ausbildung sollte schon noch da sein.<<
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Es ist Ihnen aber schon bekannt, daß der Mindestlohn um mehr als zwei Euro angehoben wird? Bisher liegt er noch nicht bei zwölf Euro, das kommt erst noch. Außerdem heißt Mindestlohn nicht gleichzeitig Höchstlohn.

@Aber wahrscheinlich bin ich nicht reich genug, 14:41 fathaland

"um richtig jammern zu können."
zu @@14:36 Sisyphos3

So wird es sein. Und da geht es Ihnen wie mir:
Wenn ich allerdings sehe, wieviel Millionen $ an mir wöchenlich vorbeirauschen,
wo ich mit etwas mehr 'Chuzpe' zugreifen könnte
Immerhin hab ich da so einige 'Backdoors'
Aber man hat ja auch noch einige Prinzipien noch nicht über Bord geworfen *sfg*

trotz Alter.

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