Kommentare - Minijob-Grenze steigt am 1. Oktober auf 520 Euro

29. Januar 2022 - 07:58 Uhr

Laut einem Medienbericht soll die Minijob-Obergrenze zum 1. Oktober von 450 auf 520 Euro ansteigen. Das erklärte Bundesarbeitsminister Heil in einem Zeitungsinterview. Auch beim Bürgergeld gibt es Bewegung.

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Kommentare

Beiträge zur Sozialversicherung?

Minijobs sollten nur für wenige gesellschaftliche Gruppen erlaubt werden. Minijobs sind die größten Killer der gemeinwohlorientierten Sozialversicherungen. Um die gesetzliche Rente und die gesetzlichen Kranken und Pflegeversicherung mit Beiträgen zu stabilisieren, braucht es gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze. Das heute Menschen in Mülleimern wühlen müssen, ist auch den Minijobs zu verdanken. Die Agenda 2010 lässt grüßen. Das ist eine Schande für jedes SPD Mitglied.

H_M 8:15

Sie haben Recht. Aber die Minijobs sind in der Bevölkerung sehr beliebt und in manchen Branchen nicht wegzudenken. Finanzminister Lafontaine hat sie 1999 kurzzeitig reformiert und ist politisch gescheitert. Rot-Grün hat sofort an Zustimmung verloren.

Das was mal als Einstieg in…

Das was mal als Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt gedacht war hat sich verändert. Es gibt viele Menschen die sich über den Minijob einfach nur was dazu verdienen möchten und das nicht immer weil der erste Arbeitsmarkt zu wenig bietet.
Viele Betriebe suchen händeringend Leute. Da gibt es gute Möglichkeiten über ein 450 Euro Job einzusteigen.
Bei uns fangen viele Bewerber/innen erstmal so an und stocken dann auf.
Für beide Seiten ein Gewinn!

Die Minijobs wären eine super Möglichkeit eines Zusatzverdienste

Die Minijobs wären eine super Möglichkeit eines Zusatzverdienstes. Leider - wie so oft - wird das von der Privatwirtschaft und dem Staat ausgenutzt. So werden Menschen eingestellt, deren einzige Einkommensquelle dieser Minijob ist. Und so müssen die Menschen bis zur erbärmlich niedrigen Rente sich mit solchen Jobs rumschlagen.
Naja, die SPD UND die Grünen haben es dank Agenda 2010 für die Bürger verursacht und danach wurde es von der CDU geduldet.

08:15 Uhr von H_M

>>“Minijobs sollten nur für wenige gesellschaftliche Gruppen erlaubt werden. Minijobs sind die größten Killer der gemeinwohlorientierten Sozialversicherungen. Um die gesetzliche Rente und die gesetzlichen Kranken und Pflegeversicherung mit Beiträgen zu stabilisieren, braucht es gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze. Das heute Menschen in Mülleimern wühlen müssen, ist auch den Minijobs zu verdanken. Die Agenda 2010 lässt grüßen. Das ist eine Schande für jedes SPD Mitglied.“<<
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Absolut richtig was Sie da sagen und wir schiessen uns da mal wieder selber ins Bein. Es sollte und muss alles daran gesetzt werden jegliche Beschäftigungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu überführen und nur das ist sozial werter Herr Heil von der SPD.

@H_M um 08:15

>> Minijobs sollten nur für wenige gesellschaftliche Gruppen erlaubt werden. …<<
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Welche Gruppen meinen Sie denn?
Meine Frau arbeitet nachmittags von Mo-Do in der Nachmittagsbetreuung einer Schule auf dieser Basis.
Es gibt auch einige Rentner, die ihre finanzielle Basis mit solch einem Minijobs verbessern.
Es gibt auch Menschen, die hätten aufgrund ihrer finanziellen Situation gar nicht nötig, noch Geld zu verdienen, aber mit dem steuerfreien Einkommen aus dem Minijob ist das eine schöne Sache (neben dem Kontakt zu anderen, die da arbeiten - die Caritas und andere Wohlfahrtsverbände bieten solche Jobs mit an).
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Sicher, für derjenigen, die nicht zu den von mir o. g. Personengruppen gehören und auf Verdienst angewiesen sind, ist dieses Einkommen deutlich zu niedrig. Aber was wollen Sie denn jemandem bezahlen, der max. 10 Stunden pro Woche arbeitet? Und dabei ist das Einkommen steuerfrei.

08:15 Uhr von H_M

"Minijobs sind die größten Killer der gemeinwohlorientierten Sozialversicherungen."
***
Minijobs sind wenigstens etwas stabiles.
Daneben gibt es "Freiberufler", die auf Abruf bereitstehen und nie wissen, was der Monat bringt.

08:15 Uhr von H_M

>>>Beiträge zur Sozialversicherung?
Minijobs sollten nur für wenige gesellschaftliche Gruppen erlaubt werden. <<<

Jede Medaille hat zwei Seiten. Mit den Sozialversicherungsbeiträgen haben Sie völlig Recht.
Aber: an welche gesellschaftlichen Gruppen haben Sie denn gedacht?
Mein persönliches Beispiel - mein Haupt"Beruf" ist seit einem Jahr arbeitslos. Ich bin nicht mehr vermittelbar, weil ich 2024 in Rente gehe. Meinen Minijob hatte ich schon, bevor ich coronabedingt arbeitslos wurde. Das Arbeitslosengeld ist so überschaubar, dass ich die vollen 400€ behalten darf. Dank dieses Minijobs muss ich keiner anderen Sozialkasse "auf der Tasche liegen". Eine Erhöhung auf 520€ bringt mir nichts, denn jedes zuviel, wird von meiner Witwenrente wieder abgezogen. Sogar der Bonus meines AG wird angerechnet.
Es gibt aber auch genug Branchen, bei denen eine bestimmte Anzahl dieser Minijobs sein müssen.
Ab Mitte 2022 werde ich verm. Bürgergeld bis zum Renteneintritt beziehen müssen.

Mini-Job ist gleichzusetzen…

Mini-Job ist gleichzusetzen mit Mini-Bezahlung, also dient es nur der Wirtschaft.

Liebe Politik, alles gut gemacht!

Mini Job Grenze steigt

Ich finde diese Erhöhung gut, der Mindestlohn steigt ja auch.
In unserem Ort gibt es einige Rentner und Alleinstehende welche sich mit einem Mini Job ein Zubrot verdienen.
Nicht weil sie keine kleine Rente oder sonst keinen Job haben, sondern sie arbeiten und sparen für die Annehmlichkeiten des Lebens.
Daher finde ich es nicht mehr als gerecht den Lohn zu erhöhen.

08:57 Uhr von fruchtig intensiv

>>“Die Minijobs wären eine super Möglichkeit eines Zusatzverdienstes. Leider - wie so oft - wird das von der Privatwirtschaft und dem Staat ausgenutzt. So werden Menschen eingestellt, deren einzige Einkommensquelle dieser Minijob ist. Und so müssen die Menschen bis zur erbärmlich niedrigen Rente sich mit solchen Jobs rumschlagen“<<
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Sie sprechen selbst den Nachteil der Minijobs an. Die erbärmliche Rente resultiert u.a. aus diesen Minijobs weil diese zur Rente nichts beitragen. Auch wenn man Geringverdiener diesen, relativ unbürokratischen Weg wo viel von dem Wenigen überbleibt was man verdient gönnt, kaschiert dies nur ein eigentlich krankes System und da hätte ich mir, gerade von der SPD, grundlegende und sozialere Ideen gewünscht.

Midijob-Obergrenze

Ob diese Grenze steigt oder auch nicht, ändert nichts an der Tatsache das die Lebenshaltungskosten steigen und steigen und somit diese Grenze zwangsläufig, nur eine kleine Anpassung darstellt.
Inwieweit Arbeitgeber das zu nutzen wissen, ist hinlänglich bekannt.
Mehrbezahlte Vollzeitjobs, wären besser aber nicht erwünscht.

09:09 Uhr von Tada

>>>08:15 Uhr von H_M
"Minijobs sind die größten Killer der gemeinwohlorientierten Sozialversicherungen."
***
Minijobs sind wenigstens etwas stabiles.
Daneben gibt es "Freiberufler", die auf Abruf bereitstehen und nie wissen, was der Monat bringt.<<<

Kann ich ein Lied davon singen. Ich hatte zum Teil Monate - warten, warten, warten auf den Anruf wann ich antreten soll - in denen am Ende 35€ auf dem Konto waren. Das finde ich, auch für die Sozialkassen, viel schlimmer. Seit vier Jahren arbeite ich im Minijob zu festen Zeiten und weiss, womit ich rechnen kann.
Was immer wieder auch vergessen wird ist, dass der Arbeitgeber für jeden Minijobber 30% an Sozialkassen abführt. Und - jeder Minijobber hat die Möglichkeit (wenn er/sie schlau ist, wird das gemacht), den Eigenbeitrag in die Rentenkasse zu leisten. Das wird im Arbeitsvertrag vermerkt.
Natürlich wird das am Ende im Alter das Kraut auch nicht fett machen, aber das Müttergeld zur Rente ist auch nur ein Kleckerchen.

09:18 Uhr von V8forever

>>“In unserem Ort gibt es einige Rentner und Alleinstehende welche sich mit einem Mini Job ein Zubrot verdienen.“<<
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Das eigentliche Problem liegt aber doch woanders? Würden unsere Rentner eine auskömmliche Rente bekommen, wären die Minijobs überflüssig für Rentner. So wird ein Schuh draus und da finde ich es geradezu einen Hohn, das uns von der SPD während der letzten Bundestagswahl vollmundig als Erfolg verkündet wurde, das unser Rentenniveau nicht angetastet würde (was nebenbei eines der Niedrigsten in der EU ist).

09:25 Uhr von eine_anmerkung

>>>...u.a. aus diesen Minijobs weil diese zur Rente nichts beitragen.<<<

Dann muss der Rentenbeitrag des Arbeitnehmers verpflichtend sein. Derzeit ist das freiwillig. Der Arbeitgeber zahlt auch bei Minijobs 30% Sozialabgaben, u.a. an die Rentenkasse.

Was davon

im Oktober wirklich kommt, wird man sehen, hängt ja auch von der Lage ab. Und an vieles wurde gedacht, wer ist bedürftig und bei welchem Einkommen geht das los.
Eine Gruppe finde ich im Text gar nicht, die wird wohl wieder vergessen.

Minijobs heute - bedeutet…

Minijobs heute - bedeutet Minirente morgen, bedeutet mehr Armut!
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Es ist unerheblich, ob der Rentenbeitrag für AN verpflichtend ist oder der AG sein Teil leistet.
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Ansonsten kann ich mich dem Beitrag von H_M von 08:15 Uhr anschließen.

08:15 Uhr von H_M

besser kann man es nicht sagen, Danke
Minijobs lösen keine Probleme sondern schaffen welche. Eine Erhöhung der Freigrenze ist der falsche Weg.

Gründe

Die meisten Menschen werden vermutlich dankbar sein, dass sich die Bedingungen zu diesen beiden Punkten sehr zum Besseren verändern. Statt wieder alles u zerreden von wegen Altersarmut: Der Spatz in der Hand und die Taube auf dem Dach lassen grüßen. Die Taube heißt zudem, dass eine Rente in Zukunft die einzige Möglichkeit sein wird, Geld im Alter zu haben oder eben nicht. Und das wird nicht so sein. Einfaches Rechenexempel.

Hat sich Herr Heil auch…

Hat sich Herr Heil auch schon überlegt, wie er dem Fachkräftemangel abhelfen will?
Auch in den Bereichen könnten sicher Minijobs ein wenig helfen, müssen aber genauso Sozialversicherungspflichtig sein, wie andere Jobs.
Wichtig wäre aber doch schon seit Langem, dass sich die zuständigen Behörden und die Wirtschaft endlich dazu hinreißen lassen, ein umfangreiches Aus - und Weiterbildungskonzept zu erstellen und umzusetzen.
Ein Millionenheer von Arbeitslosen wartet auf angemessene Angebote um dem Fachkräftemangel abzuhelfen und von den entscheidenden Stellen kommt seit Jahren nichts.
Da wird gefordert und gefordert, aber gefördert wird nicht und schon gar nicht in notwendigem Ausmaß.
Andererseits werden die Bedingungen für Arbeitslose in England gerade wieder verschärft. Vielleicht ergibt das dann die Vorlage für Harz 5, oder Heil 1?
War ja bei Harz4 ähnlich.

Fließender Übergang zu mehr Arbeitszeit wäre nötig

Das eigentliche Problem ist nicht der Minijob oder die absolute Höhe der Verdienstgrenze. Das große Problem, warum der Minijob so selten in ein normales Beschäftigungsverhältnis mündet, ist die fixe Grenze. Mit dem gleichen oder einem nur leicht höheren Stundenlohn kann man seine Arbeitszeit praktisch nicht über diese fixe Grenze ausdehnen, selbst wenn die Arbeit da wäre und der Arbeitnehmer gerne mehr arbeiten würde. Man hätte mit einem Schlag so viel weniger Geld oder so viel mehr Arbeitszeit, dass sich das einfach nicht lohnt. Stattdessen wird dann lieber ein zweiter Minijobber eingestellt. Sehr häufig betrifft das gerade Frauen nach der Kinderpause, die ihre Arbeitszeit gerne mit wachsenden Kindern kontinuierlich erhöhen würden. Geht aber finanziell nicht mit dem Minijob. Hier einen fließenden Übergang zu schaffen wäre aus meiner Sicht das viel wichtigere Projekt für eine sozial agierende Regierung.

30% an Sozialkassen

Am 29. Januar 2022 - 09:28 Uhr von MargaretaK.
09:09 Uhr von Tada
08:15 Uhr von H_M
***
"Kann ich ein Lied davon singen. Ich hatte zum Teil Monate - warten, warten, warten auf den Anruf wann ich antreten soll - in denen am Ende 35€ auf dem Konto waren. ... "
Warum dann nicht eine richtigen JOB ?
"Was immer wieder auch vergessen wird ist, dass der Arbeitgeber für jeden Minijobber 30% an Sozialkassen abführt."
So scheint es ! Fragen Sie mal bei Ihrer Krankenkasse, was davon dort ankommt ? ... 0,00 nix !

Das einzige Interesse der Firmen an Mini ist das sie mit dem MA JoJo spielen können, die Arbeitgeberkosten sind bei einem regulären AV viel niedriger.

Weg ! mit Mini und Midi - normaler TZ Vertrag und bis 1.600,00 (neu) komplett steuerfrei.

Bestimmte Personengruppen, wie Rentner, die keinen Anspruch mehr auf ALG haben, von mir aus AV erlassen, oder ggf. auch nich die RV, wenn dadurch keine Ansprüche mehr erfolgen sollen.

An Mini (und Midi) hat nur der Staat Interesse.

ohne Versicherungsschutz

Eine Erhöhung der Minijobgrenze, dass wieder mehr Menschen ohne Sozialversicherungsschutz sind. Beispiel: eine alleinerziehende Frau muß dann eben bei 500 Euro Gehalt bereits 200 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung abdrucken (das ist der Mindestbeitrag für Selbstzahler). Bisher mußte eine solche Person nur 27,- Euro dafür löhnen. Anders ausgedrückt. Nach dem neuen Modell bleiben dieser Frau 300,- Euro zum Leben. Bisher waren es 442,28, wo übrig blieben (bei vollem Versicherungsschutz in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung!!!).

Ich dachte, die in der neuen Regierung befindlichen Parteien, seien sozial eingestellt.

@ 09:25 Uhr von eine_anmerkung.

„… und da hätte ich mir, gerade von der SPD, grundlegende und sozialere Ideen gewünscht“
Von der SPD?
Im Ernst?
Die Sauereien der Schröderregierung sind auch alle auf dem Mist der SPD gewachsen.
Steinmeier wurde zum Dank fürs Ausdenken und konstruieren dieser Sauereien wider die Arbeitnehmer und Arbeitslosen zum BP gemacht.
Und mit den Grünen und der FDP wird auch kaum anderes herauskommen.

Minijob-Grenze steigt am 1.Oktober auf 520 Euro...

Da werden aber sozialpolitisch keine neuen Akzente gesetzt. An dieser prekären Form der Beschäftigung wird festgehalten. Die geringfügige Beschäftigung stieg von 5,6 Millionen im Juni 2003 auf 7,9 Millionen im Jahre 2019. Zwar sind Minijobs seit 2013 rentenversicherungspflichtig,
doch die Unternehmerseite brauchte ansonsten nur geringe Pauschalen zu entrichten: 13 Prozent für Krankenversicherung und eine Umlage U1/U2 und Insolvenzgeld, etwa 30 Prozent Anteil.

Spatz in der Hand und die Taube auf dem Dach

"Am 29. Januar 2022 - 10:08 Uhr von brillehutdesign
Gründe"
JaEin !
Es bringt vor allem in Unternehmendie gesamte Lohn- und Gehaltsstruktur durcheinander UND was viel schlimmer ist, es demotiviert die Menschen zu einer vernünftigen Ausbildung.
Wenn die Spanne vom Ungelernten zum Facharbeiter oder 'Studierten' immer weiter schrumpft, haben wir bald nur noch ungelerntes Personal.
Kleine und mittlere unternehmen können sich es kaum lesiten ständig alle ausgebildeten und langjährigen MA diesen rasant steigenden Mindestlöhnen angemessen anzupassen.
Unternehmen haben auch langfriste Verträge, die nicht zuletzt auf Löhnen und Gehältern kalkuliert sind und eingehalten werden müssen. Diese Entscheidungen haben also weitreichendere Konsequenzen als nur die des 'geringfügig Beschäftigten'.
Diese politischen Entscheidungen haben Einfluss auf das gesamte Unternehmen !, auf alle Beschäftigten !

@MargaretaK., 09:16

„Dank dieses Minijobs muss ich keiner anderen Sozialkasse "auf der Tasche liegen". Eine Erhöhung auf 520€ bringt mir nichts, denn jedes zuviel, wird von meiner Witwenrente wieder abgezogen. Sogar der Bonus meines AG wird angerechnet.“
.
Dieses bürokratische „Verfahren“ steht nicht nur im krassen Widerspruch zum vielzitierten Grundsatz (gerade auch von Seiten der Politik), dass sich „Leistung lohnen“ muss, es killt geradezu jede Eigeninitiative bei all denjenigen, die nicht wie Sie noch einen anderen bzw. eigenen „Antrieb“ haben etwas zu tun als nur das Geld „nachhaltig“ demotiviert.

@nie wieder SPD, 10.10h

Fachkräfte werden händeringend gesucht.
Da können sie in jeden Handwerksbetrieb schauen.
Das Millionenheer, von dem Sie schreiben, sind eben keine Fachkräfte und die wollen auch nur bedingt arbeiten und zwar für Traumlöhne bei null Qualifikation.
So beobachte ich das.
Und das Millionenheer, das als arbeitssuchend gemeldet ist, aber unter keinen Umständen arbeiten will, haben Sie ganz vergessen.
Ich kenne einige, die in Minijobs arbeiten und froh und dankbar sind.
Als Alleineinkunft natürlich völlig ungeeignet.

Hier scheinen

einige nicht zu wissen wie das mit den 450 € Beschäftigungen wirklich ist.
-
Hier der Link mit Zahlen.
https://www.smart-rechner.de/minijob/rechner.php
-
Berechnung für Arbeitnehmer
Monatsbrutto 450,00
3,60% Rentenversicherung 16,20
Monatsnetto 433,80
-
Berechnung für Arbeitgeber
Monatsbrutto 450,00
15,00% Rentenversicherung 67,50
13,00% Krankenversicherung 58,50
2,00% Steuerpauschale 9,00
0,90% Umlage U1 4,05
0,29% Umlage U2 1,31
0,09% Umlage U3 0,41
31,28% an Minijob-Zentrale 140,77
+1,30% an Unfallversicherung 5,85
32,58% Gesamtabgaben 146,62
Gesamtaufwand 596,62
-
Bei 520 € werden die Zahlen dann angepasst.
-
Also der Arbeitgeber hat knapp 150 Euro Kosten, der Arbeitnehmer büßt rund 16 Euro ein.

Ein Rentner bei uns im Ort

Als vor ein paar Tagen ich gerade draußen vorm Haus war, ist dieser Rentner vorbei gelaufen.
Während eines kurzen Gesprächs sagte er zu mir.
Zitat :
Ihm geht es gut, jetzt wo er in Rente ist, benötigt er sowieso nicht mehr so viel Geld.
Genau das hat er tatsächlich zu mir gesagt.
Ich musste dabei gleich ans Forum denken, weil ich das dort immer anders Lese.

Die SPD macht da weiter

wo sie 2005 aufgehört hat! Die Verschiebung, ,des Bürgergeldes sowie des Mindestlohnes, das hat schon Methode! Im Herbst die die Landtagswahlen vorbei.
Dann kann man weitermachen wie bisher.
Nein , so geht das nicht! Die Minijobs sind damals geschaffen worden als ergänzendes Einkommen für Hausfrauen und zu niedrige Renten. Soweit die ursprüngliche Idee . Heute haben wir Dank Riester und Clement niedrige Renten die in vielen Bereichen zur Verarmung der Bevölkerung bei tragen! Die Flaschensammler selbst in Corona Zeiten auf den Straßen
sind nicht weniger geworden! Herr Heil will nicht handeln! Die 3 Euro zum Januar ist bei Erhöhung der Strompreise und Lebensmittelpreise mit Verlaub gesagt
nichts als dummes Geschwätz von Herrn Heil!
Das A. Nahles die BA. in Nürnberg übernehmen soll
nachdem Sie schon Arbeitsministerin war ist schon ein Witz! Die Schröder SPD ist nach wie vor da. Man merkt es
in der Außenpolitik der SPD. Hier passiert nichts, und wird auch nicht passieren!

Hier der Link mit Zahlen.

"Am 29. Januar 2022 - 10:50 Uhr von wenigfahrer
Hier scheinen"
Viele AG wälzen mittlerweile die Steuer auf den AN ab, und das ist sogar rechtens !
Nehmen Sie das Brutto mal als Brutto für einen 'normalen' Job zum Vergleich, dann wissen Sie auch, dass der AG da günstiger käme. (Hängt natürlich etwas von der KK, BG, und gewählten Umlagesatz ab. -U3 gibt es nicht, meinen sicher Inso-Umlage)

Ist dann aber eben icht so viel NETTO und dass willja bub keiner ... hat aber dann Anspruch auf ALG (bzw. TZ-ALG)und KG und ... - wer das eine will, muss das andere mögen.

08:15 Uhr von H_M

Minijobs sollten nur für wenige gesellschaftliche Gruppen erlaubt werden. Minijobs sind die größten Killer der gemeinwohlorientierten Sozialversicherungen. Um die gesetzliche Rente und die gesetzlichen Kranken und Pflegeversicherung mit Beiträgen zu stabilisieren, braucht es gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze. Das heute Menschen in Mülleimern wühlen müssen, ist auch den Minijobs zu verdanken
----------------

kein Mensch ! absolut kein Mensch hat es nötig in Mülltonnen zu wühlen
und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?
-
beim Rest sehe ich das wie sie
Rente sollte mit Arbeit und den entsprechenden Beiträgen finanziert werden

@ Naturfreund 064

Ihm geht es gut, jetzt wo er in Rente ist, benötigt er sowieso nicht mehr so viel Geld.
Genau das hat er tatsächlich zu mir gesagt.
Ich musste dabei gleich ans Forum denken, weil ich das dort immer anders Lese.

Ja, es wird hier viel geklagt und gemosert und oft ist das gar nicht glaubhaft.
Beispiel, meine Mutter, die jetzt in Rente ist und mit 600 Euro eher eine kleine Rente hat und in die Statistik wohl als "Armutsrentner" eingeht. Aber mein Vater hat ja auch eine Rente und die beiden kommen zusammen auf etwa 2200 Euro. Das Haus ist bezahlt, sie machen keine teuren Urlaube, fahren ein altes Auto und die Kinder sind finanzell selbständig. Also was soll's.

@ Bernd Kevesligeti

Da werden aber sozialpolitisch keine neuen Akzente gesetzt. An dieser prekären Form der Beschäftigung wird festgehalten.

Prekär? Was soll denn daran prekär sein? Ich kenne viele Minijobber. Aber sind davon welche prekär? Nö.

11:27 Uhr von put in's cold war

Das Haus ist bezahlt,
-------
.
auch das wird häufig übersehen
nichts besser als ne eigene Immobilie im Alter
ich weiß die kann sich ja bekanntlich nicht jeder leisten,
so wird gerne behauptet !

11:02 Uhr von Naturfreund 064

Zitat :
Ihm geht es gut, jetzt wo er in Rente ist, benötigt er sowieso nicht mehr so viel Geld.
Genau das hat er tatsächlich zu mir gesagt.
Ich musste dabei gleich ans Forum denken, weil ich das dort immer anders Lese.
#
Das kommt ja immer auf die höhe der Rente an.Wenn ich nur so eine kleine Rente habe das ich noch einen Mini Job machen muss oder Flaschen einsammle ist die Frage nach : Mir geht es gut ,doch anders zu bewerten.

@ nie wieder spd

Ein Millionenheer von Arbeitslosen wartet auf angemessene Angebote um dem Fachkräftemangel abzuhelfen und von den entscheidenden Stellen kommt seit Jahren nichts.

Millionenheer? Welches Millionenheer? Wo sind denn die Fachkräfte?
Zeigen Sie doch selbst mal was, machen Sie doch selbst mal ein Angebot. Wir haben im Ort nur noch einen Dachdecker und der sucht händeringend Fachkräfte. Zeigen Sie mir doch mal jemanden aus dem "Millionenheer", der den Job machen kann und dazu auch bereit ist.
Das ist doch alles nur Gerede mit dem "Millionenheer".

Am 29. Januar 2022 - 11:02 Uhr von Naturfreund 064

" Ihm geht es gut, jetzt wo er in Rente ist, benötigt er sowieso nicht mehr so viel Geld.
Genau das hat er tatsächlich zu mir gesagt.
Ich musste dabei gleich ans Forum denken, weil ich das dort immer anders Lese. "
-
Natürlich gibt es Rentner denen es gut geht, wohnt im eigenen Haus und hat 45 Jahre gut verdient, und bekommt auch noch etwas Betriebsrente.
Das ist dann kein Vergleich mit dem der zur Miete wohnt, und Jahre in Niedriglohn gearbeitet hat, und auch keine Betriebsrente oder sonstiges bekommt.
-
Also kann man das so pauschal nicht beurteilen, ohne Fakten zu haben, Statistiken besagen genau das selbe.
-
Auszug vom Sommer 21:
" Demnach liegt der durchschnittliche Rentenzahlbetrag, also der Netto-Betrag nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, aller Renten bei 904 Euro netto pro Monat. Rentner, die 2020 in Rente gegangen sind, kommen dagegen nur auf 855 Euro pro Monat.
02.07.2021 "

Sind wir mal großzügig, kommen Sie mit 1000 Euro aus im Monat?.

@ Jürgen Schwark

Heute haben wir Dank Riester und Clement niedrige Renten die in vielen Bereichen zur Verarmung der Bevölkerung bei tragen! Die Flaschensammler selbst in Corona Zeiten auf den Straßen

Welche Verarmung der Bevölkerung? Wo leben Sie? Und bei uns im Ort habe ich noch nie jemanden Flaschen sammeln sehen. Ich wüsste auch nicht wozu.

Am 29. Januar 2022 - 10:50 Uhr von wenigfahrer

Hallo wenigfahrer

Zunächst einmal (nach meinern Kenntnis) muss die Minijobberin der RV Pflicht zugestimmt haben.

Bei dem Betrag sponsort sie lediglich die RV.
Natürlich muss individuell der Blick noch auf die Beitragsjahre gerichtet sein.

Man muss auch Veränderungen in der Anrechenbarkeit von Renten in der Grundsicherung im Auge behalten.
Die Grundrente ist ja schon mal so eine Hochglanzbroschüre.

Der Beitrag des AG zur KV suggeriert, dass die Minijobberin KV versichert ist, das stimmt nicht.
Sie erhält auch kein Arbeitslosengeld.

Sicherlich hat Sie Anspruch auf bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung, aber bekommen das auch alle?

Am 29. Januar 2022 - 11:10 Uhr von ika-angel

" (Hängt natürlich etwas von der KK, BG, und gewählten Umlagesatz ab. -U3 gibt es nicht, meinen sicher Inso-Umlage)

Ist dann aber eben icht so viel NETTO und dass willja bub keiner ... hat aber dann Anspruch auf ALG (bzw. TZ-ALG)und KG und ... - wer das eine will, muss das andere mögen. "
-
Ich meine gar nichts, ich bin auch kein Arbeitgeber, ich hab nur wegen der unterschiedlichen Meinungen den offiziellen Rechner vom Jahr 2022 aufgerufen.
Sehen sie doch am Link, was die Punkte bedeuten im einzelnen, weiß ich nicht.
Das ist für das Jahr die offizielle Berechnung die vom Staat vorgegeben wird, nicht mehr und nicht weniger.

@ Sisyphos3

auch das wird häufig übersehen nichts besser als ne eigene Immobilie im Alter ich weiß die kann sich ja bekanntlich nicht jeder leisten, so wird gerne behauptet !

Ich lebe auf dem Dorf und hier wohnt praktisch jeder in den eigenen vier Wänden, ob neu gebaut oder Elternhaus. Und in unserem Bekanntenkreis sind alles eher Normalverdiener.

11:40 Uhr von put in's cold war@ nie wieder spd

Ein Millionenheer von Arbeitslosen wartet auf angemessene Angebote um dem Fachkräftemangel abzuhelfen und von den entscheidenden Stellen kommt seit Jahren nichts.

Millionenheer? Welches Millionenheer? Wo sind denn die Fachkräfte?
-------------------------
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Fachkräfte ?
es finden sich ja nicht mal genug Erntehelfer,
immerhin 3 Mill gibt es und per Definition sind das Menschen
welcher dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen
was ein bezeichnendes Bild auf unsere Gesellschaft wirft
also keine Blinden und Lahme !

Bürgergeld : Och, schade, gibt es erst im nächsten Jahr

Der Bundesarbeitsminister ist schon in der Groko Bundesarbeitsminister gewesen. In der Zeit hätte er schon mal in die Zukunft hinein arbeiten können, um ein Konzept zu entwickeln, sodass das Bürgergeld noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann.
Aber offensichtlich ist das so schwer, weil es wieder mal an der Verwaltung und an den Software-Programmen liegt, die eine schnelle Einführung des Bürgergeldes verhindert. Was die Vorbereitung der Verwaltung angeht, da hätte der Bundesarbeitsminister die Zeit in der Groko nutzen können - denn in dieser Zeit war 2Jahre lang nur Corona ... Corona ... Corona ... - .

Am 29. Januar 2022 - 11:46 Uhr von w120

" Zunächst einmal (nach meinern Kenntnis) muss die Minijobberin der RV Pflicht zugestimmt haben. "
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Ich kann nur verlinken was der Staat offiziell als Rechner anbietet, wenn Sie den Link nehmen, können Sie auch ihre gewünschten Dinge einstellen.
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Und ich hab als Rentner mal ein Jahr gemacht, ich war versichert, und hatte aber wesentlich weniger als die 450 angesagten, nicht alle Angebote beziehen sich ja auf die Höchstsumme.
-
Die Zahlen sind vom Staat, nicht von mir.

@ wenigfahrer

Rentner, die 2020 in Rente gegangen sind, kommen dagegen nur auf 855 Euro pro Monat.
Sind wir mal großzügig, kommen Sie mit 1000 Euro aus im Monat?

Das fände ich schwierig und in der Tat hoffe ich doch selbst ein wenig höher zu liegen. Obwohl ich etwa durchschnittlich viel verdiene. Das ist aber noch lange hin und nicht leicht zu prognostizieren. Aber mit der Rente meiner Frau zusammen wird es aller Voraussicht nach auskömmlich sein. Ich mache mir darum keine Sorgen.

10:50 Uhr von wenigfahrer

Danke ihnen, wenigfahrer, für die detaillierte Aufschlüsselung.
.
Zum späteren Zeitpunkt wird in Deutschland die Zahl der Armen rapide ansteigen.
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Und wie es aussieht, ist das so erwünscht.
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Aber wie es nun mal ist, hat auch alles seine Vorteile: Deutsche Firmen kehren nach Deutschland zurück, lassen hier produzieren, wenn das Lohnniveau wie in China ist.
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Ihnen ein angenehmes Wochendende

Am 29. Januar 2022 - 10:48 Uhr von DerVaihinger

Hallo DerVaihinger

Das Millionenheer, von dem Sie schreiben, sind eben keine Fachkräfte und die wollen auch nur bedingt arbeiten und zwar für Traumlöhne bei null Qualifikation.

So beobachte ich das.
Und das Millionenheer, das als arbeitssuchend gemeldet ist, aber unter keinen Umständen arbeiten will, haben Sie ganz vergessen.

Was war ich froh diese Diskussionen nicht mehr führen zu müssen.

Ok, das sind im übrigen auch Steuerzahler, dann zählen Sie mal die Millionen auf.

Im übrigen meinen Sie nicht Arbeitslose der 1. Klasse, sondern die der 2. Klasse, ALG II.

11:42 Uhr von put in's cold war @ Jürgen Schwark

Heute haben wir Dank Riester und Clement niedrige Renten die in vielen Bereichen zur Verarmung der Bevölkerung bei tragen! Die Flaschensammler selbst in Corona Zeiten auf den Straßen

Welche Verarmung der Bevölkerung? Wo leben Sie? Und bei uns im Ort habe ich noch nie jemanden Flaschen sammeln sehen. Ich wüsste auch nicht wozu.
#
Bedenken Sie einmal das es immer noch sehr kleine Renten gibt und somit ein Mini Job und auch das Flaschen sammeln mancher Rentner/in bitter nötig hat.

11:27 Uhr von Sisyphos3

,,kein Mensch ! absolut kein Mensch hat es nötig in Mülltonnen zu wühlen
und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?"
-
-
Alleine in Frankfurt sehe ich täglich hunderte Menschen (wenn der Arbeitstag lang ist), die Flaschen suchen müssen. Und nicht nur Obdachlose u. Migrant:innen im Nirgendwo.
Rentner:innen sind genauso dabei Hartz4 - Bezieher. Dazu muß man keine Statitistiken lesen. Sehr unerfreulich, daß nun auch noch Wohlhabende ihnen diesen tränentreibend erschütternden Broterwerb streitig machen. Ich verstehe nicht, was manche Menschen dazu veranlasst, mit so einem Sozialgehabe ehrenamtlich tätig werden. Doch, eigentlich verstehe ich es.

@10:10 von nie wieder spd

„Wichtig wäre aber doch schon seit Langem, dass sich die zuständigen Behörden und die Wirtschaft endlich dazu hinreißen lassen, ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungskonzept zu erstellen und umzusetzen.“
.
Vielleicht können Sie es sich nicht vorstellen, aber auch ohne Aus-und Weiterbildungskonzept durch Wirtschaft und Behörden kann man sich weiterbilden. Problem: man muss es auch tun.
.
„Ein Millionenheer von Arbeitslosen wartet auf angemessene Angebote um dem Fachkräftemangel abzuhelfen…“
.
Mit warten ist es nicht getan: man muss schon tätig werden (siehe oben). Also in die Hände gespuckt und loslegen.
.
PS: Mir ist schon klar, dass solche Vorschläge als Zumutung und Provokation empfunden werden. Dann ist das eben so.

@ morgentau19

Minijobs heute - bedeutet Minirente morgen, bedeutet mehr Armut!

Das ist ja gar nicht die Frage. Wer einen Vollzeitjob sucht, wird vermutlich auch einen finden. Es gibt jedenfalls genügend Möglichkkeiten, z.B. im Handwerk.
Minijobs sind etwas für nebenher, für Hausfrauen, für Studenten oder für Rentner. Es war nie gedacht, dass jemand ausschließlich auf einem Minijob arbeitet. Dass dann die Rente nicht reichen würde, ist ja eine Binsenweisheit, das müssen Sie uns nicht erklären.

von put in´s cold war 11:33

Da leben Sie aber in einer anderen Welt. Wahrscheinlich in einer gehobenen. Aber das ja nicht nur in der sozialen Frage. Wenn jetzt die Verdienstgrenze bei 520 Euro im Monat liegt, nicht in der Woche, wo von sollen Minijobber leben ? Doch nur wenn sie mehrere Stellen haben oder mit Hartz 4 aufstocken, wie es im Jahre 2020 ca. 1 Million Menschen machen musste.

Am 29. Januar 2022 - 11:58 Uhr von wenigfahrer

Hallo wenigfahrer

es geht doch nicht um die Zahlen, sondern um die Interpretation.

Wenn Sie Renter sind, dann sie sicherlich KV versichert und Ihre Rente wird auch nicht erhöht (kann mich irren, aber ich glaube diese geplante Änderung war entfallen).

Ich meine gar nichts,

Am 29. Januar 2022 - 11:49 Uhr von wenigfahrer

"Ich meine gar nichts, ... "

Wem soll diese Rechenaufgabe, was sagen ?

Am 29. Januar 2022 - 11:38 Uhr von Sisyphos3

...........nichts besser als ne eigene Immobilie im Alter
ich weiß die kann sich ja bekanntlich nicht jeder leisten....
.
Ja, leider. Jungen Leuten fehlt teilweise das Geld, teilweise stecken Sie in unsicheren Jobs. So ein Haus zu finanzieren bedeutet auch einen Riesenkredit aufzunehmen. Dazu kommt noch, wie oft muss man im Arbeitsleben umziehen. Manch einer gar nicht, manch einer 2-3 mal. Was noch dazu kommt, wie sieht privat die Zukunft aus? Ich hatte mal eine Eigentumswohnung. Leider ging meine Ehe den Bach runter und die Wohnung - so gut wie kaum abbezahlt - musste mit Verlust verkauft werden. Als mein Leben wieder neu sortiert war, ist der Zug nun altersmäßig abgefahren. Als Rentner z.B. 200000 EU für eine Wohnung als Kredit aufnehmen zu wollen sorgt bestenfalls für einen Lachanfall der Bankangestellten.

von put in´s cold war 11:42

Dann gehen Sie mal in einer Stadt spazieren. Da sehen Sie Leute betteln oder Flaschen sammeln. Selbst nach offiziellen Zahlen sind rund 16 Prozent der Bevölkerung arm.
Auch Literatur zu dem Thema ist schon erschienen: Ungleichheit, von Christoph Butterwegge, PappyRossa.

Alles hat seinen Preis

Ob man Mini-Jobs als Arbeitsplatzvernichter bezeichnet oder den Bedarf der Unternehmen kurzfristig mit diesem Arbeitsangebot rechtfertigt- ist eine Grundsatzfrage und Einstellungssache. NIcht alle wollen oder können Vollzeit arbeiten, Studenten, Schüler, Nebenerwerbssuchende haben schon Grund dazu, diese Angebote zu nutzen. Es ist eine Komponente des vielschichtigen Arbeitsmarktes. Aber was eben ausuferte, war die Bequemlichkeit mancher Unternehmer, mit Streichung von Fachmitarbeiterschaft billige Stellen zu schaffen und manchmal über die Stränge zu schlagen. Gut ausgebildet und bezahlte Mitarbeiter schaffen Zukunft für Betriebe. Wer selbst als Arbeitssuchende/r auf Minjobs baut, muss sich der Risiken bewusst sein. Die Pandemie hat gezeigt, wo Akzeptanz und Lücken in einem schiefen Verhältis stehen. Mini-Jobber wechseln, das Arbeitsmarktangebot hat sich geändert: nun kommen diverse unbesetzte Stellen auf wenige Bewerber. Da ist Umdenken angesagt. Auch mit Blick auf die soziale Seite.

11:42 Uhr von wenigfahrer

//Sind wir mal großzügig, kommen Sie mit 1000 Euro aus im Monat?.//
Was nur die Kosten für den monatlichen Bedarf an Lebenshaltungskosten betrifft, ein klares Ja!
Mehr benötige ich auch nicht und das, obwohl ich es mir leisten könnte.
Mein Problem ist eigentlich ein anderes, ob ich es mir leisten kann oder nicht, ist oft nicht die Frage des Geldes, sondern die Frage der Zeit dafür.

@ Bernd Kevesligeti

Dann gehen Sie mal in einer Stadt spazieren. Da sehen Sie Leute betteln oder Flaschen sammeln.

Ich weiß, dass es auch in Deutschland Menschen gibt, die betteln. Aber was hat das mit Minijobs oder Renten zu tun? Glauben Sie, die Menschen wollen statt dessen lieber Minijobs machen?

Am 29. Januar 2022 - 12:12 Uhr von ika-angel

" Wem soll diese Rechenaufgabe, was sagen ? "
-
Welche Rechenaufgabe?, lesen Sie die Kommentare wirklich?, das ist der vorgegebene Rechner vom Staat für Arbeitgeber, hab ich nun schon mehrfach geschrieben.
-
Einstellungen können Sie selber eingeben, verstehe Ihre Frage nicht.

@ Bernd Kevesligeti

Selbst nach offiziellen Zahlen sind rund 16 Prozent der Bevölkerung arm.

Ja, und in Bulgarien sind nur 6% arm. Aber arm und arm sind vielleicht nicht das selbe. Ich möchte mich hier nicht mit zweifelhaften Argumenten verschaukeln lassen.

Politik kann nur Rahmenbedingungen schaffen

Wenn Betriebe von der IT bis hin zum Logistiker und Hilfskraft nicht schaffen, Bewerber und Mitarbeiterschaft zu rekrutieren und zu halten, dann sollte man ihnen zunächst den Ball zuspielen, woran das liegen mag. Zeiten ändern sich mit vielen Einflussfaktoren. Wie man lernen musste, dass nicht jeder Abiturient Koch oder Bäcker sein kann, nicht jeder Abiturient und Studierende alle Bedarfe des Arbeitsmarktes vom Handwerker bis Einzelhandelsverkäufer ersetzen und abdecken kann- so muss man auch konstatieren, dass Einkommen, Arbeitsplatz- und Arbeitszeitregelung und Modell mehr sind als eine reine Rechenaufgaben. Familie und Beruf sind nicht von ungefähr im Fokus vieler Streitigkeiten, wie man was am besten regelt. Und der Mini-Job ist für manche Menschen zeitlich eine befristete Möglichkeit, Geld zu verdienen. Damit kann ein Betrieb heute aber nur begrenzt punkten- denn ein Mitarbeiterstamm muss mehr enthalten als Minijobber. Die Pandemie treibt diese Entwicklung nun in neue Dimensionen.

@ Bernd Kevesligeti

Aber das ja nicht nur in der sozialen Frage.

Nein, es ist auch eine Frage des Arbeitenwollens.

Wenn jetzt die Verdienstgrenze bei 520 Euro im Monat liegt, nicht in der Woche, wo von sollen Minijobber leben ?

Nicht nur von einem Minijob jedenfalls. Denn dafür ist er nicht gedacht. Ein Minijob ist nur etwas für nebenher. Es gibt auch genügend Vollzeitjobs. Leider können viele Vollzeitjobs im Handwerk gar nicht besetzt werden.

@ Bernd Kevesligeti

Da leben Sie aber in einer anderen Welt. Wahrscheinlich in einer gehobenen.

Ja, wahrscheinlich. Ich lebe auf dem Land und bin Handwerker. Angestellt.

@9:16 von MargaretaK.

„Mein persönliches Beispiel - mein Haupt"Beruf" ist seit einem Jahr arbeitslos. Ich bin nicht mehr vermittelbar, weil ich 2024 in Rente gehe. Meinen Minijob hatte ich schon, bevor ich coronabedingt arbeitslos wurde. Das Arbeitslosengeld ist so überschaubar, dass ich die vollen 400€ behalten darf. Dank dieses Minijobs muss ich keiner anderen Sozialkasse "auf der Tasche liegen".“
.
Liebe MargaretaK.,
da sind Sie in einer wirklich schwierigen Situation, die Sie aufgrund Erkrankungen bzw. Alters sicherlich auch nicht mehr wesentlich werden ändern können.
Umso bemerkenswerter finde ich es, dass Sie dennoch versuchen, weiter für Ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Und selbst falls Ihnen das nicht immer komplett gelingen sollte: genau dafür sind die Sozialsysteme da, um solchen Menschen in Not zu helfen.
Meine Hochachtung hierfür haben Sie auf alle Fälle.
Das sollte mal gesagt werden.

12:14 Uhr von Bernd Kevesligeti von put in´s cold war 11:42

Dann gehen Sie mal in einer Stadt spazieren. Da sehen Sie Leute betteln oder Flaschen sammeln. Selbst nach offiziellen Zahlen sind rund 16 Prozent der Bevölkerung arm.
#
Meine Tochter betreibt eine Tafel bei der ich manchmal mit helfe. Da lernt man viele Menschen kennen die an der Armut Grenze leben.

11:27 Uhr von Sisyphos3

//kein Mensch ! absolut kein Mensch hat es nötig in Mülltonnen zu wühlen
und was herren/frauenlose Flaschen anbelangt, glauben sie die lasse ich liegen ?//
Glauben Sie, ich habe unterwegs bei Radtouren schon oft Flaschen zusammengelesen und das Pfand dafür eingelöst.
Das habe ich gemacht, obwohl ich bestimmt nicht darauf angewiesen bin.

Minijob und ALG II

Hallo,

Als ALG II Empfänger ist man verpflichtet, (fast) jeden Job anzunehmen.
Dabei kommt es nicht darauf an, dass er bedarfsdeckend ist, sondern es reicht, wenn er die Höhe der Leistung mindert.

Bei 520 Euro darf man 184 Euro behalten.
Da man von ALG II nicht leben kann, sind diese Jobs übergefragt.
Gehen sie mal 8 Stunden putzen! Zumal es hier kaum zusammenhängende Jobs gibt.

Die Gefahr, da es in der Regel um niedrigqualifizierte Tätigkeiten geht, dass die Arbeitsplätze zunehmend gesplittet werden.
Das bedeutet einen zusätzlichen Druck auf die AN (ständiger Konkurrenzkampf, Verfügbarkeit etc.).

von put ins´s cold war 12:25

Vielleicht sind es Menschen, die in prekärer Beschäftigung hängen, die betteln. Vielleicht reicht auch nicht die Aufstockung vom Amt.
Die durchschnittliche Höhe der neu zugegangen Renten im Jahr 2019 betrug 1140 Euro/Männer und 728 Euro/Frauen (Armutsfest ?).
Und wenn Sie selber fragen, ob bettelnde lieber noch Minijobs machen wollen, dann sagen Sie ja selber aus, wie prekär das ist....

Am 29. Januar 2022 - 12:17 Uhr von Oppenheim

Hallo Oppenheim

Sie kennen sicherlich die Variante des Minijobs, der kurzfristigen Beschäftigung.

Dazu gibt es noch Leiharbeit.

Im Gegensatz zum AG, der das bewußt ausnutzt, hat der AN oft keine andere Möglichkeit.

Freiberufler auf Abruf

Tätigkeiten als "Freiberufler" auf Abruf fallen in der Regel unter Scheinselbständigkeit - und sind nicht erlaubt. Eine Meldung z.B. beim Zoll könnte da Abhilfe schaffen.

Mir scheint, hier wird gerne vergessen, dass wir die Erhöhung der Minijobbeträge der FDP zu verdanken haben, eine Bedingung zur Bildung einer Ampel-Koalition - im Koalitionsvertrag verankert und Eingehalten werden muss.
Wir haben nun mal keine reine Rot-Grüne Regierung - bei der es sicher anders aussehen würde.

Heil und in Zukunft auch Nahles sind absolute Fehlbesetzungen, die "agieren" sehr weit an der Realität vorbei.

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