Kommentare - Holocaust-Gedenktag: Die Vergangenheit nicht vergessen

27. Januar 2022 - 12:25 Uhr

Mahnende Worte und eindringliche Appelle von Bundestagspräsidentin Bas und eine bewegende Schilderung der Holocaust-Überlebenden Auerbacher: Der Bundestag hat am Holocaust-Gedenktag an die NS-Opfer erinnert.

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Kommentare

Was ist daraus geworden?

"Mobile Mordkommandos der Polizei und der SS ziehen im Sommer 1941 von Ort zu Ort und erschießen Männer, Frauen und Kinder. Von Angesicht zu Angesicht. Rund zwei Millionen Menschen werden auf diese Weise ermordet." @zdf.de
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Von diesen "Polizisten" wurden 14 verurteilt. Der Haupttenor war: "Wir haben nur unsere Befehle ausgeführt!". Dabei gab es die Möglichkeit, sich dem zu verweigern.
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Warum heute Impfgegner mit Judensternen rumlaufen und die Impfung wiederum einer Judenverschwörung zuschreiben, verstehe ich nicht. Auch nicht, warum solche Unsäglichkeiten nicht härter bestraft werden.

gut so, aber auch bitte

die Nachfolger der Judenmörder klar benennen. War es nicht grade das Stelenfeld, das B. Höcke als "Denkmal der Schande" bezeichnete?
Bitte nicht so tun, als wäre Antisemitismus heute in Deutschland nur noch eine Erinnerung.

Die monströse Industrialisierung des Massenmordes der Nazis

Die industrielle Vernichtung von Menschen aufgrund ihrerer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ist so monströs gewesen, dass sie sämtliche Maßstäbe der Menschlichkeit sprengt.
 
Gedenken der Opfer und ihrer überlebenden Angehörigen ist eine zeitlose Aufgabe der deutschen Gesellschaft.
 
Die Mahnung, dass ähnliche oder unter altem oder neuem Mantel daherkommende totalitäre Ideologien niemals wieder Unheil anrichten dürfen, ist Verpflichtung für die Zukunft.

Leider bleibt es bei Lippenbekenntnissen

Sonst würd etwas dagegen unternommen, dass Rechtsradikale in Sachsen Polizeischutz für illegale Demos erhalten, während Medizinstudenten die ein Krankenhaus gegen eben jeden Radikalen verteidigen wollen festgesetzt werden.

Oder es würde anders mit den (mit Verlaub) saudummen Vergleichen der Impfgegner umgegangen, die sich als unterdrückt wie Juden im Holocaust bezeichnen,; als nur mit Floskeln zu kommen: damit muss eine Demokratie umgehen können...

Es würde endlich anerkannt werden, dass Deutschland ein gravierendes Problem mit Latentem Rassismus hat.

Bundes- und Landtagsabgeordnete die klare Antisemitische Tendenzen zeigen und/oder höchstrichterlich als Faschisten bezeichnet werden dürfen würden deutlich vehementer an die Einhaltung ihres Schwures auf die Verteidigung der Demokratie erinnert werden...

Tom tom

Gedenken der Opfer und ihrer überlebenden Angehörigen ist eine zeitlose Aufgabe der deutschen Gesellschaft"
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Wieso nur der deutschen Gesellschaft? Ich war da genausowenig dabei, wie ein heute 50 jähriger Franzose oder Däne.
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Alle wissen, dass es dss gab. Also werden alle dafür Sorge tragen müssen, dass es nicht wieder passiert. .
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Die Wannsee-Konferenz als bürokratischer Irrwitz

Ein Kammerspiel über die ' Wannsee-Konferenz' lief kürzlich im TV und es gibt 2022 einen neuen Film darüber.
 
Das Gruselnde der realen Wannsee-Konferenz war, wie die NS-Führer es geschafft haben, den Vorgang der Judenvernichtung für 'normale' Beamte und Bürokraten auf die Ebene einer anonymen Organisationsaufgabe zu heben.

@12:35 Uhr von DeHahn

"Der Haupttenor war: "Wir haben nur unsere Befehle ausgeführt!"."

Eine weitere Lebenslüge der Nachkriegszeit war "Wir haben das ja nicht gewusst". Da haben mir meine Großeltern aber andere Sachen erzählt und angesichts der Tatsache, dass mit der Judenverfolgung Millionen Deutsche beruflich befasst waren, auch nicht glaubwürdig. Wenn jüdische Geschäfte geplündert, Synagogen geschändet und angezündet und Juden auf der Straße verhaftet oder gar erschossen werden, muss man schon mit Gewalt die Augen schließen, um das nicht zu wissen. Jüdische Kinder wurden aus dem Schulunterricht abgeholt und wurden danach nie wieder gesehen. Nachbarn verschwanden.

Tief bewegt hat mich mal ein simpler Zettel im jüdischen Museum in Prag, auf dem ein deutscher Beamter anordnete, dass Juden vor ihrer Deportation ihre Habe bei einer Sammelstelle abzuliefern hatten, aber bitte gereinigt und sortiert. Mir wird heute noch schlecht, wenn ich an diesen Zettel denke.

Ich habe mir

Gestern die Dokumentation , Die Befreiung von Ausschwitz mit Originalen Filmaufnahmen von 1945 angesehen .Einfach Grauenvoll was die Nazis den Juden angetan haben. Ich bin immer noch erschüttert.

Leider scheint der…

Leider scheint der Antisemitismus in DEU immer mehr Anhänger zu finden.
Eine Schande!
Solche Leute gehören hinter Stacheldraht.

Antisemitismus ist nicht hinnehmbar?

Danke. Gut so.

Aber immer wieder gibt es hier in unserem Land viele Menschen die Juden und Israelis verfolgen oder Schädigen wollen.

Was ist aus dem Vorfall in Leipzig geworden? Hat das Hotel endlich Maßnahmen ergriffen?

Ich persönlich würde mir ein Konsequentes hartes Durchgreifen der Sicherheitsbehörden und auch der Richter besonders bei gewalttätigen und Judenfeindlichen Demos der Antifa, Hams, PLO usw. wünschen.

@Was ist daraus geworden? 12:35 von DeHahn

Was heisst das für heute, wäre mich die präzisere Frage.
Denn ihr
" verstehe ich nicht ... warum solche Unsäglichkeiten nicht härter bestraft werden."

fällt in die Kategorie der schwierigsten Abwägung von Rechten in einer Demokratie nämlich

Freiheit der Meinung einerseits
vs Schutz vor Indoktrination andererseits

Deswegen hat D als einziges Land infolge historischer Erfahrung den §§ der Volksverhetzung

Daher ist die Meinungsfreiheit etwa im Vergleich zu den USA schon etwas eingeschränkt.
IMHO zu Recht.
Jedenfalls solange der Anti-Hetz§§ nicht weiter aufgeweicht wird,
denn soinst führt er direkt zur Zensurmöglichkeit.

Er muss natürlich auch konsequent verfolgt werden.

was die Deutschen nicht vergessen dürfen

Am 27.Januar seien die Deutschen an den Zusammenhang Holocaust-UdSSR-Rote Armee-Rußland erinnert:an diesem Tag hatte die Rote Armee 1945 im Zuge der Weichsel-Oder-Operation auch Ausschwitz erreicht. die Rote Armee hätte auch am Bug stoppen können und damit Millionen ihrer Soldaten den Tod erspart. Die Folge wäre gewesen : Hitlers Wehrmacht hatte noch immer ein beachtliches Widerstandspotential - welches dann von den westlichen Alliierten hätte gebrochen werden müssen - so wie später bei Japan.Wahrscheinlich wären dann die Atombomben auf Deutschland gefallen.

Es ist traurig, dass heute wieder Menschen

mit Judensternen, Hakenkreuze, Heil Hitler Jacken durch die Straßen laufen dürfen und dafür noch freies Geleit von der Obrigkeit (Politik und Polizei) erhalten.
Man was passiert mit unserer Demokratie, sind wir nicht in der Lage so etwas zu verbieten im Ansatz zu ersticken und umpfangreich zu bestrafen und dies auch Öffentlich kund tun.

Die Vergangenheit nicht vergessen?

Die wurde doch schon von den Politikern vergessen, die die BRD gegründet haben.
99% aller Nazitäter wurden weder strafrechtlich verfolgt, noch verurteilt.
Vom kleinen Beamten in der Verwaltung über Abteilungs - und Amtsleiter ganzer Behörden, Richter, Staatsanwälte, Professoren, Wissenschaftler, Lehrer, Ärzte, bis hin zu Bundestagsabgeordneten, Ministern und Ministerpräsidenten, Bundespräsident und Bundeskanzler.
Nazis überall!
Geheimdienste, Bundeswehr, Polizei wurden von und mit echten alten Nazis gegründet und deren Nachwuchs ausgebildet. Die heutigen Rechtsradikalen in diesen Institutionen kommen nicht von Ungefähr! Das ist Tradition.
Die BRD wurde in übergroßem Maße von echten alten Nazis aufgebaut.
Erschwerend hinzu kommt dann noch die Erkenntnis des Berichtes über Folterkeller und KZ in Wohngebieten.
„Wir haben nichts gewusst“ war die beliebteste Ausrede unserer Großeltern und Eltern.
Alle haben es gewußt, wissen wir heute.
Aber alle haben den Persilschein bekommen.

Lippenbekenntnisse

im 2.Weltkrieg haben die Deutschen 6 Mio Juden ermordet. Dies wird ewig auf uns lasten, wir sind gut beraten, jeglichen Anflug von Antisemitismus zu bekämpfen.
Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?

Es war die Tage dennoch zu…

Es war die Tage dennoch zu präsent im ör TV.
.
Mir würde ein kurzer Bericht reichen. Ich war nicht dabei. Wieso muss mir auf allen Kanälen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden.
.
Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Es bewirkt das genaue Gegenteil. Die Leute hören nicht mehr zu, wenn über sowas geredet wird.
.
Ich sehe es an mir selbst.
.
Und das soll eigentlich nicht sein.

@12:56 Uhr von werner1955

Was ist aus dem Vorfall in Leipzig geworden? Hat das Hotel endlich Maßnahmen ergriffen?
.
An dem Vorfall war wohl gar nichts dran.
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"https://www.tagesschau.de/inland/vorfall-ofarim-101.html"
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Man muss aufpassen, dass Antisemitismus nicht auch zu einer beliebigen Floskel wird wie Rassismus, die für die eigenen Zwecke instrumentalisert wird.

Ich habe einen Traum

"I have a dream" An diese Worte von Dr. Martin Luther King mußte ich denken bei einer Nachricht der vergangenen Tage.

Im Gegensatz zu Dr. Martin Luther King habe ich aber einen Albtraum. Nämlich den, daß Max Otte tatsächlich zum Bundespräsidenten gewählt würde und dieser eine Rede zum Holocaust-Gedenktag halten müßte. Bei dem Gedanken gruselt es mich.

Warum? Nun, weil just dieser Max Otte nachweislich dem antisemitischen Verschwörungsmythos des "Great Reset" anhängt und dazu auch schon Reden auf einschlägigen Veranstaltungen gehalten hat.

Nun ist eine Wahl Ottes glücklicherweise ziemlich unwahrscheinlich. Aber alleine die Tatsache, daß eine im Bundestag vertretene Partei einen antisemitischen Verschwörungstheoretiker als Bundespräsident-Kandidat nominiert, ist angesichts des Holocaust-Gedenktages eine Schande.

Da bekommen die Worte der Bundestagspräsidentin Bas eine greifbare Bedeutung:

"Der Antisemitismus ist da"

Ein unfassbares Leid

und eine niemals zuvor da gewesene Unmenschlichkeit verbreitete das deutsche Volk in seiner Gesamtheit über alle. Wer das als "Fliegenschiss" bezeichnet ist charakterlos, unwürdig auch nur einen Tag in irgend einem Parlament für Deutschland zu sitzen. Wähler/innen einer solchen Ansammlung von Relativierern von Menschenschändern verdienen vieles, aber sicher nicht meinen Respekt. Und das meine ich 1:1 so, wie ich es schreibe. Politisch kann und muss man Streiten. Wer aber Hitler-Deutschland als kleinen Ausfallschritt darstellen will, ist nicht viel besser, als jene Terroristen und Menschenschänder in Uniform auch. Wer sich auf Geschichte berufen will, muss sie auch kennen. Insofern auch die Frage, ob alle Bundesländer in Sachen Schulpolitik heute alles richtig machen. Ich bezweifel das. Das geht schon bei der Medienkompetenz los. Um Lügen, Desinformation und Propaganda zu erkennen, muss man genau darüber reden und erklären.

...ttestEineMeinung #Unendliches Leid

Auch wenn aus dem "tausendjährigen" am Ende nur das dutzendjährige wurde, hat Deutschland doch unendlich viel Leid, über so viele Menschen gebracht.

Vergessen wir nie, wie aus dem Nationalismus der Chauvinismus des "Deutschland über alles" entstand.

Vergessen wir nie, wie Mitmenschen zu "Volksfeinden" erklärt wurden, die man und wie der Wahn von willkürlich festgelegten "Rassen" zur Entmenschlichung und zum Raubmord an Millionen führte.

Vergessen wir nie, wie leicht und wie viele Mitmenschen zu Mittätern bei Gewaltexzessen, Raub und Mord wurden - und welche wohlfeilen Lügen als Rechtfertigung dafür benutzt wurden.

Vergessen wir all dies nie, wenn mal wieder jemand von der afd eine Geschichtspolitische Wende um 180° verlangt - und die Täter als Opfer stilisieren will.

Vergessen wir es nie, wenn absichtlich Schutzmasken und Abstandsregeln mit Judenstern und KZ verwechselt werden.

Vergessen wir all dies nie, wenn man wieder Sündenböcke sucht und mit dem Finger auf sie zeigt.

Antisemitismus auch im Ausland brandmarken

@12:53 Uhr von Bender Rodriguez
Mir fällt auf, dass unsere offiziellen Vertreter Antisemitismus im Ausland ignorieren.
In der Ukraine ist der überzeugte Nationalist und Antisemit Bandera zum Nationalhelden ernannt worden.
Eine ukrainische Jüdin erstreitet sich in Deutschland Asyl wegen ihrer antisemitischen Verfolgung (Verwaltungsgericht Frankfurt) - unsere Bundesregierung schweigt dazu.

Hass und Hetze bereiteten den Holocaust vor

Der Holocaust musste vorbereitet werden. Er wäre nicht durchführbar gewesen, ohne dass Hass und Hetze dafür den Boden bereitet hätten.
 
NS-Propagandaminister Goebbels hat das seine dafür getan, dass ein anfälliger Teil der deutschen Gesellschaft systematisch mit Lügen, Hetzreden und Denunziation zu Rassenhass und Gewalttaten aufgestachelt wurden.
 
Hetzredner wie Julius Streicher, der mit seinem 'Stürmer' den Judenhass auf die Spitze getrieben hat, waren die geistigen Wegbereiter für die nachfolgenden Pogrome, Massenerschießungen und schließlich die industrialisierte Vergasung von Menschen.
 
Das ist die Lehre, die wir Deutschen aus der Geschichte mitgenommen haben:
Das böse Wort, 'Hass und Hetze' gehen der bösen Tat stets voraus.

Am 27. Januar 2022 - 12:56 Uhr von werner1955

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Zitat: Aber immer wieder gibt es hier in unserem Land viele Menschen die Juden und Israelis verfolgen oder Schädigen wollen.
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Das Problem beginnt bereits da, wo man Juden und Israelis gleich setzt.
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Zitat: Ich persönlich würde mir ein Konsequentes hartes Durchgreifen der Sicherheitsbehörden und auch der Richter besonders bei gewalttätigen und Judenfeindlichen Demos der Antifa, Hams, PLO usw. wünschen.
.
Warum besonders bei diesem Gruppen? Sind die anderen nicht ganz so schlimm?

@schiebaer45 um 12:53

Die Nazis haben damals nicht nur Juden dahin gebracht und industriel vernichtet, sondern jegliche Minderheiten die sie für minderwertig hielten.

Darunter Sinta und Roma, als auch Sozialisten und Kommunisten, sowie andere Minderheiten.

Denkerist

Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?"
.
Wer wir?
Ich habe niemanden ermordet.
.
Man kann das nicht ewig so pauschalisieren. Und ich verbite es mir, mich da mit verantwortlich zu machen.
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Nichtmal meine Eltern haben damals schon gelebt.

Das ist es ja eben!

"Da haben mir meine Großeltern aber andere Sachen erzählt " @dr.bashir
.
Mein Großvater und meine Großmutter waren sehr verschieden: Über meine Oma hörte ich, dass sie sich in einem Laden gegen die Diskriminierung von Juden ausgesprochen hat (sie war immer sehr systemkritisch). Mein Opa hat darüber nie gesprochen. Obwohl ihm eine russiche Granate beide Beine zerfetzt hatte, sagte er: "Wenn´s nochmal gegen den Russen geht, Panzerfahren kann ich noch immer!". So waren in einer Familie Widerstand und Konformität vereint. Selbst meine Mutter, die die Entfernung von Klassenkameraden erlebt hat, hat sich kaum dazu geäußert, schließlich war sie ja im BDM. Später hat sie zum Ende des Krieges als 17jährige morgens aus zerbombten Häusern Verletzte und Tote geborgen.

12:53, MRomTRom

>>Die Wannsee-Konferenz als bürokratischer Irrwitz
Ein Kammerspiel über die ' Wannsee-Konferenz' lief kürzlich im TV und es gibt 2022 einen neuen Film darüber.
.
Das Gruselnde der realen Wannsee-Konferenz war, wie die NS-Führer es geschafft haben, den Vorgang der Judenvernichtung für 'normale' Beamte und Bürokraten auf die Ebene einer anonymen Organisationsaufgabe zu heben.<<
.
Das Haus der Wannseekonferenz liegt fast direkt neben dem ehemaligen Wohnhaus des Malers Max Liebermann. Beide Häuser sind Museen. Ich empfehle, zuerst das Haus der Wannseekonferenz und dann das Haus Liebermanns zu besuchen. Ich habe es umgekehrt gemacht, und das war keine gute Idee. Der Besuch des Wannseekonferenz-Museums ist eine ungeheuer verstörende Erfahrung, der des Liebermannmuseums trotz seines Bezuges zur jüdischen Geschichte Deutschlands eine durchaus positive. Eine solche braucht man nach dem Haus der Wannseekonferenz. Leider hatte ich die falsche Reihenfolge gewählt.

Und nun?

Parolen wie "never again" sind nur Worthülsen, es müssen endlich Menschen beschützt werden und wir müssen lernen NEIN zu sagen: Nein zu Menschen, die sich für Sophie Scholl halten, Nein zu sich selbst kennzeichnenden Querdullis, Nein zum Hirse-Hitler.... Und auch Nein zum "eigentlich netten" Nachbarn. Antisemitismus und Rassismus ist keine Meinung, das ist Hass.

Holocaust

Was lässt sich daraus lernen?
-
1. In jedem Menschen steckt auch ein Sadist.
2. Leute stehen drauf, wenn man ihnen erklärt, dass sie etwas ganz besonderes sind (Herrenvolk-Arier) und andere ergo "Untermenschen" sind.
3. Sich Menschen sehr leicht gegeneinander auspielen lassen.
4. In einer Diktatur die größten Arschgeigen/ Psychos, in die höchsten Ämter kommen.
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Kann das wieder passieren? Klar, wer es versteht auf der Klaviatur der menschlichen Instinkte zu spielen, der kann das reproduzieren, siehe im Kleinen Guantanamo.

Der Hass ist allgegenwärtig.

"Zudem plädierte sie für 'Mut zur Intoleranz' gegenüber denjenigen, die zu Hass aufstacheln und die Verbrechen der Nazis relativieren."
_
Den zweiten Satzteil kann man streichen. Es ist nicht akzeptabel, dass ganz offen oder im Verborgenen gegen andere gehetzt wird.
_
Leider ist das ein Dauerzustand, von dem nicht nur Juden betroffen sind. Und die Diskriminierung wird zum Teil auch von denen gefördert, die sich heute gegen den Antisemitismus aussprechen.

@13:02 Uhr von Denkerist

"Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?"

Sie haben recht, es werden nicht alle Opfer des deutschen Vernichtungswahns gleichermaßen gewürdigt.
Erst mal wird offenbar das gegenseitige Töten von Soldaten als normal in Kriegszeiten angesehen. Dann gab es natürlich auch noch andere Gruppen, die dem Irrsinn planmäßig zum Opfer fielen (Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, Kommunisten) und natürlich auch in allen besetzten Gebieten Massaker an Zivilisten, wenn man z.B. glaubte, Rache für einen Partisanenangriff üben zu müssen. Also Tote, derer gedacht werden muss, hat Deutschland damals genug verursacht und tatsächlich besonders viele Russen.

Besonders perfide geplant war offensichtlich die Vernichtung der Juden. Aber gelitten haben unter dem deutschen Herrenwahn viele Menschen, Völker und Gruppen.

@Lippenbekenntnisse 13:02 von Denkerist

Die sehe ich eher bei Ihnen,
denn ihr
"Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?"

ist abgesehen von dem Thema unangemessenen 'Whataboutismus' auch noch heuchlerisch.

Denn das hat Stalin auch - 25 Mio. Russen ermordet,
ganz ohne Krieg und meist auch noch eigene Genossen.

Zum Thema zurück:
Antisemitismus ist eine gesellschaftsübergreifende Stigmatisierung von 'Andersdenkenden' Punkt

@ Bullok

>>> Es ist traurig, dass heute wieder Menschen
mit Judensternen, Hakenkreuze, Heil Hitler Jacken durch die Straßen laufen dürfen und dafür noch freies Geleit von der Obrigkeit (Politik und Polizei) erhalten. <<<
.
Ja traurig. Zum Glück ist das in Deutschland nicht der Fall.
Obwohl ich bei den pro Palästina Demos, wo Israel-Flaggen verbrannt werden, auch härter durchgreifen würde, falls sie das meinen.

13:05, Bender Rodriguez

>>Es war die Tage dennoch zu präsent im ör TV.
.
Mir würde ein kurzer Bericht reichen. Ich war nicht dabei. Wieso muss mir auf allen Kanälen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden.
.
Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Es bewirkt das genaue Gegenteil. Die Leute hören nicht mehr zu, wenn über sowas geredet wird.
.
Ich sehe es an mir selbst.
.
Und das soll eigentlich nicht sein.<<
.
Ja, Sie sehen es an sich selbst.
.
Aber ist Ihnen noch nie der Gedanke gekommen, daß das vielleicht an Ihnen liegen könnte?
.
Ich jedenfalls kann Ihre ganz offensichtliche Abwehrhaltung nicht einmal ansatzweise nachvollziehen. Ganz im Gegenteil, ich finde sie schwer zu ertragen.

@ 12:53 Uhr & 13:05 Bender Rodriguez

Selbstverständlich muss die deutsche Gesellschaft und Politik Verantwortung für die Gräuel der faschistischen NS-Diktatur übernehmen und nicht die dänische oder irgend eine andere.
Das zu leugnen, gehört auch zu Relativierungsversuchen, die leider durch die 'Blauen' und rechtsradikale Gruppierungen mehr und mehr 'sprach-' wenn nicht sogar 'salon-'fähig zu werden drohen.
Und dass Sie in Ihrem zweiten Beitrag angemessenes und notwendiges Gedenken als "schlechtes Gewissen einreden" diskreditieren, spricht Bände.

@13:09 Uhr von Bender Rodriguez

"Wer wir? Ich habe niemanden ermordet."

Natürlich nicht, keine(r) von uns. Aber das sagt man so. Auch wenn man sagt, wir Deutsche seien eine alte Kulturnation, obwohl man selbst mit Goethe und Beethoven zu tun hat.

Kein Mensch hat je behauptet, dass Sie oder ich am Holocaust beteiligt waren. Auch meine Eltern nicht (4 und 6 bei Kriegsende)

@ 12:57 Uhr von Bullok

Es ist traurig, dass heute wieder Menschen mit Judensternen, Hakenkreuze, Heil Hitler Jacken durch die Straßen laufen dürfen ...

Ich bin ganz bei Ihnen. Es ist dennoch gut, wenn gerade wir die Meinungsfreiheit sehr hochhalten weil wir eben nicht eine diktatorische Gesellschaft sind.

Als äußerst skandalös erlebe ich, dass ein Teil unserer Geselschaft das jedoch nicht wahr haben will und eine Partei wählt, deren Hauptprotagonist vom Dritten Reich als 'Vogelschiss der Geschichte' sprach. Die Relativierungsversuche zu dieser Äußerung, auch hier im Forum, bereiten mir immer noch konkrete Übelkeit. Aber dann sich wegen eines Impfpieks als Opfer analog der verfolgten Juden mit 'ungeimpft' Stern auf der Brust gerieren.

Auf einer Demo der lokalen rechtsradikalen Partei samt Beteiligung von NPD Prominenz wurde in meinem Ort letzthin Klezmermusik abgespielt und die Corona Politik als 'Apartheidspolitik' bezeichnet. Die Lüge wird zur Norm. Wehret den Anfängen.

"Die Vergangenheit nicht…

"Die Vergangenheit nicht vergessen" Das ist der wohl wichtigste Satz wie ich finde. Das grausame Unrecht Das den Bürgern jüdischen Glaubens angetan wurde soll und darf nie vergessen werden. Das selbe gilt aber auch für die vielen anderen die verfolgt und ermordet wurden wie Kommunisten, Zigeuner Homosexuelle oder Behinderte. Nicht zu vergessen die 27 Millionen Sowjetbürger die ihr Leben Leben im Krieg gegen Nazideutschland gelassen haben. All diese Gräueltaten sollten uns stets in Erinnerung bleiben um zu verhindern das Deutschland nie wieder solch ein Leid hervor rufen darf. Leider scheinen viele in unsrem Land den Vorsatz der Nachkriegszeit "Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen" vergessen zu haben. Für mich zählt die Beteiligung an Kriegen auch dazu, einzige Ausnahme wir müssen uns gegen einen Angriff verteidigen.

@ 12:53 Uhr von MRomTRom

Die Wannseekonferenz spiegelt mit einer unglaublichen Wucht das wider, was die große Hannah Arendt als "Banalität des Bösen" bezeichnet hat, was manche bis heute missinterpretieren statt die Tiefe und Wucht dieser Beschreibung an sich heranzulassen.

Am 27. Januar 2022 - 13:09 Uhr von Shantuma

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Zitat: Die Nazis haben damals nicht nur Juden dahin gebracht und industriel vernichtet, sondern jegliche Minderheiten die sie für minderwertig hielten. Darunter Sinta und Roma, als auch Sozialisten und Kommunisten, sowie andere Minderheiten.
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Das ist historisch falsch. Ihr Relativierugsversuch läuft ins Leere.

13:02, Denkerist Lippenbekenntnisse

>>m 2.Weltkrieg haben die Deutschen 6 Mio Juden ermordet. Dies wird ewig auf uns lasten, wir sind gut beraten, jeglichen Anflug von Antisemitismus zu bekämpfen.
Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?<<
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Wie kommen Sie auf diese Zahl? Haben Sie da vielleicht die Opfer des Hitlerfaschismus und des Stalinismus zusammengerechnet?
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Im übrigen empfinde ich es als große Unsitte, immer dann, wenn es um die Opfer der industriell betriebenen Judenermordung geht, sofort mit anderen Opfern, die der eigenen ideologischen Agenda vielleicht näher sind, um die Ecke zu kommen. Gern nach einem vorher pflichtschuldigst abgegebenen Lippenbekenntnis.

@DeHahn - Was ist daraus geworden? --- Nix---

Schon wieder treibt dieser Mob aufgestachelt durch die Social Medien
ihr Unwesen in Deutschland.
Es reicht schon lange nicht mehr nur polizeilich Synagogen zu sichern.

Zuviele Opfer gibt es schon heute wieder und täglich geht es weiter
mit Hass aufhetzungen und Taten auf die Demokratie,Polizei,Journalisten,Politiker,Bürgermeister, u.v.m
Die fühlen sich schon so sicher dass , diese mit Klarnamen inhre Botschaften verbreiten und rufen zu
"sogenannten " Spaziergängen auf um genügend Lämmer hinter sich zu versammeln.

Wie hieß es heute bei der Ukraine Sitzung im Bundestag
"Mäßigen Sie ihre Wortwahl"

Wer mit überlebenden zwangstätowierten aufgewachsen ist
wundert sich über den künstlich aufgemachten politischen Hass gegen nur einen Impfeinstich

Am 27. Januar 2022 - 13:09 Uhr von Bender Rodriguez

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Zitat: Ich habe niemanden ermordet. Man kann das nicht ewig so pauschalisieren. Und ich verbite es mir, mich da mit verantwortlich zu machen. Nichtmal meine Eltern haben damals schon gelebt.
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Offensichtlich haben Sie den Unterschied zwischen persönlicher Schuld und historischer Verantwortung nicht verstanden.

- 13:09 Uhr von Shantuma @schiebaer45 um 12:53

Die Nazis haben damals nicht nur Juden dahin gebracht und industriel vernichtet, sondern jegliche Minderheiten die sie für minderwertig hielten.

Darunter Sinta und Roma, als auch Sozialisten und Kommunisten, sowie andere Minderheiten.
#
Das ist mir wohl bekannt.Auch das gehört an so einem Gedenktag zu erwähnen.

12:57 Uhr von Bullok

Es ist traurig, dass wir Demokratie in soweit falsch verstehen, dass wir tolerant gegenüber den Intoleranten zu sein haben und somit den Begriff der Meinungsvielfalt manchmal auch einfach nur ungesühnt überdehnt zulassen. Vielerlei Aufmärsche von Rechten und deren politischen Armen, sollten strenger in Regeln gefasst werden und dennoch wird das die Demokratie überleben. Den Hass dagegen erstmal einfach auszusitzen und diese Krankheit nicht zu bekämpfen, könnte auf Dauer den Körper Demokratie so sehr schwächen, dass es nur eines Anstosses bedarf und das System kippt um! In meinen Augen dürfte nicht nur die Symbolik der NS und die Verleumdung von deren Taten unter Strafe fallen, sondern müsste auch offen gezeigte Sympathie und das Spiel mit deren Sprache, wie es Herr Höcke ja so bespielhaft treibt, unter Strafe gestellt werden!

...ttestEineMeinung @27. Januar 2022 - 13:09 Uhr von Bender Ro

Niemand hat sie verantwortlich gemacht.

Den Schuh haben sie sich selbst angezogen - vielleicht haben sie Angst, dass er ihnen zu gut passt?

Wenn sie sich wirklich nicht verantwortlich fühlen, warum kümmert es sie dann?

Warum wollen sie anderen - allen voran den Opfern und jenen, die so viele Menschen in ihrem Leben schmerzlich vermissen - die Erinnerung verbieten?

Weil SIE es nicht ertragen können?

Das wäre ziemlich egozentrisch.

@13:06 Uhr von Anderes1961

Sie zeigen ziemlich präzise auf, warum die AfD Hr. Otte zum Kandidaten gemacht hat: Nicht 'Hand ausstrecken' ist das Motiv, sondern die subtilen antisemitischen Verschwörungsverschwurbler hoffähig machen.
Wird nicht geschehen. Aber dass so ein Kandidat überhaupt im Jahr 2022 aufgestellt wird für das Amt des Bundespräsidenten, ist - dieses Wort wähle ich hier sehr bewusst - eine Schande.

13:05 Uhr von Bender Rodriguez

<< Es war die Tage dennoch zu präsent im ör TV.
.
Mir würde ein kurzer Bericht reichen. Ich war nicht dabei. Wieso muss mir auf allen Kanälen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden.
.
Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Es bewirkt das genaue Gegenteil. Die Leute hören nicht mehr zu, wenn über sowas geredet wird.
.
Ich sehe es an mir selbst.
.
Und das soll eigentlich nicht sein.<<
.
,.,.,.,.,.,

.
Nein, das sollte eigentlich nicht sein.
Aber wir haben keine oberste Medienstelle, die den vielfältigen Medien verbietet, jeweils Reportagen zu veröffentlichen.
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Mich macht das misstrauisch, wenn das jemand so deutet, dass ihm "ein schlechtes Gewissen" eingeredet werden soll.
Begreife auch nicht, warum sich jemand zwanghaft alles, was im TV kommt, anschaut.
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In den 60iger Jahren war das Stoff des Geschichtsunterrichts.
Schon da haben Schüler wegen Überfütterung geklagt.
Heutige Schüler, die ein Konzentrationslager besuchen, reagieren geschockt.
So verschieden ist der Mensch.

Für mich...

...in der ganzen Latte der Feier- und Gedenktage der wichtigste, wenn nicht sogar der einzig wichtige.
Vielleicht sollte man alle anderen abschaffen, damit nicht mehr gefühlt ein oder zwei Drittel der Menschen in Deutschland sich einreden können, sie hätten mit dieser Vergangenheit und ihren Folgen nichts zu tun.
Für uns alle, die wir hier leben, ergibt sich die gleiche Verantwortung: Antisemitismus, Rassismus, Ausgrenzung, Intoleranz sind inakzeptabel.

13:07, krittkritt

Müssen Sie das hier diskutierte Thema den wirklich für Ihren ideologisch bedingten Hass auf die Ukraine instrumentalisieren?
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Ja, offensichtlich müssen Sie es.

Warum?

Der Holocaust war das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte und hat Millionen von Menschen den Tod gebracht. Das sollte nie vergessen werden. Am 03. Oktober feiern wir in Deutschland den "Tag der deutschen Einheit". Am 03. Oktober 1942 wurde aber auch von deutschem Boden aus die erste Fernrakete der Welt in Richtung Weltall gestartet. Die Erkenntnisse aus diesem Flug waren im Anschluss die Grundlagen für die Herstellung der Vergeltungswaffe 2 (V2). Mit dieser Waffe hat Deutschland der Welt weiteres Leid, Unglück und den Tod gebracht. Verantwortlich war dafür ein unmenschliches und grausames Regime. Daher für mich umso unverständlicher, das der "Tag der deutschen Einheit" mit all den stattfindeden Feiern auf den 03. Oktober gelegt wurde.

@12:35 Uhr von DeHahn

"Warum heute Impfgegner mit Judensternen rumlaufen und die Impfung wiederum einer Judenverschwörung zuschreiben, verstehe ich nicht. Auch nicht, warum solche Unsäglichkeiten nicht härter bestraft werden."

Weil Takt- bzw. Geschmacklosigkeit nicht strafbar ist und da wollen wir auch nicht hin. Was diese Schuldzuweisungen angeht wenden sich die meisten von denen glaube ich nicht explizit gegen "Juden" sondern gegen einen bestimmten Mann - wobei der Zusammenhang natürlich besteht.

@DeHahn, 13:11

Ich kann genau die selbe Geschichte erzählen. Mein Vater war der einzige aus einer siebenköpfigen Familie, der nicht von den Nazis ermordet wurde. Allerings starben die anderen nicht aus Rassen- oder Religionsgründen, sondern waren Kommunisten, Sozialisten oder auch einfach nur Gewerkschafter. Seine Unversöhnlichkeit gegenüber allem Faschistischen und Rassistischen habe ich übernommen.
Meine Mutter und meine Großmutter waren nicht nur Mitläufer, sondern aktive Unterstützer des Naziregimes. Für sie war und blieb der einzige Fehler, den man Hitler vorwerfen konnte, dass er den Krieg verloren hatte. "Sonst sähe es heute anders aus!" lamentierten sie regelmäßig.
Und dazwischen gab es jede Menge Wegducker mit den üblichen Lügen wie "wer damals nicht mitmachte, wurde ja selbst an die Wand gestellt".
Die Selbstfreisprecher von heute ("wieso? ICH habe niemanden ermordet!" oder "endlich mal einen Schlussstrich ziehen") sind einfach nur unerträglich.

@Bender Rodriguez - 13:05

"Es war die Tage dennoch zu präsent im ör TV.
.
Mir würde ein kurzer Bericht reichen. Ich war nicht dabei. Wieso muss mir auf allen Kanälen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden."
.
"Auf allen Kanälen" stimmt schon mal nicht.
Sie hätten sich zur Reinerhaltung Ihres Gewissens auch mit Dschungel-Camp oder Rosamunde Pilcher Stories ablenken können.

13:09
"Ich habe niemanden ermordet.
.
Man kann das nicht ewig so pauschalisieren. Und ich verbite es mir, mich da mit verantwortlich zu machen."
.
Dass dieses Gedenken als Mahnung für uns gilt haben oder wollen Sie wohl nicht begreifen.

Fathi

Aber ist Ihnen noch nie der Gedanke gekommen, daß das vielleicht an Ihnen liegen könnte?
.
Ich jedenfalls kann Ihre ganz offensichtliche Abwehrhaltung nicht einmal ansatzweise nachvollziehen. Ganz im Gegenteil, ich finde sie schwer zu ertragen."
.
Selbstverständlich liegt es nicht an mir. Ich bin ein durch und durch gesetzestreuer Bürger. Es liegt an dieser Dauerberieselung. Dadurch wird das Thema beliebig.
Ich kann mich ni ht 24/7 aufraffen, etwas zu bedauern, das ich nicht zu verantworten habe. Ich kann mich ja auch nicht 24/7 über etwas positives freuen.
.
Du wirst diese Haltung einfach ertragen müssen. Ob du willst oder nicht.

13:16, Mischpoke West

>>@ Bullok
>>> Es ist traurig, dass heute wieder Menschen
mit Judensternen, Hakenkreuze, Heil Hitler Jacken durch die Straßen laufen dürfen und dafür noch freies Geleit von der Obrigkeit (Politik und Polizei) erhalten. <<<
.
Ja traurig. Zum Glück ist das in Deutschland nicht der Fall.
Obwohl ich bei den pro Palästina Demos, wo Israel-Flaggen verbrannt werden, auch härter durchgreifen würde, falls sie das meinen<<
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Nein, das meint Forist/in Bullock ganz gewiss nicht. Den bei den von Ihnen erwähnten, schwer zu ertragenden Demos sieht man Judensterne, Hakenkreuze und Heil Hitler-Jacken eher selten, wenn überhaupt.

@ deHahn

Zitat: "Von diesen "Polizisten" wurden 14 verurteilt. Der Haupttenor war: "Wir haben nur unsere Befehle ausgeführt!". Dabei gab es die Möglichkeit, sich dem zu verweigern."
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Zu allererst: Jeder von uns kann sich glücklich schätzen, nicht zu diesem Zeit gelebt haben zu müssen.
Es lässt sich im Nachhinein leicht sagen ... mit dem Verweigern. Das hätte eine komplette Einschätzung der Lage bedurft. Wer war dazu in der Lage? So ohne WWW ec.?
Und die Strafverfolgung ab '45? Wie sollte die denn ablaufen? Polizei, Richter, Staatsanwälte sind eine "Schnellentnazifizierung" durchlaufen, wie viele andere Amtsträger, auch in der Wirtschaft. Man brauchte sie zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, zum Wiederaufbau ... wie die ersten Offiziere der neuen Bundeswehr, auch Funktionäre der späteren DDR.
Selbst Kurt Georg Kiesinger, von 1966 bis 1969 dritter Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, war ab 1933 NSDAP-Mitglied, ein Mann der ersten Stunde also.
Doch was hätten WIR getan ... damals?

@ 13:15 Uhr von artist22

"Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?"
..
Denn das hat Stalin auch - 25 Mio. Russen ermordet,
ganz ohne Krieg und meist auch noch eigene Genossen."

Die Ermordung von 25 Mio. Russen durch deutsche Truppen dadurch rechtfertigen, dass die Verteidiger des überfallenen Landes zu rechtfertigen! Das finde ich fast so verwerflich, wie Stalin eine Mitschuld am Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion zuzuweisen!

Aber es passt in die heutige zeit.

13:02 Uhr von Denkerist | Frage am falschen Platz

'Wir haben in diesem Krieg auch 25 Mio Russen ermordet. Wie sieht es da aus?'
.
Berechtigte Frage, aber am falschen Platz.
 
Wer alles in einen Topf wirft, kann am Schluss nicht mehr erkennen, um was es geht. Manche machen das bewusst, um zu relativieren. Das unterstelle ich Ihnen in diesem Fall nicht.
 
Fakt ist, dass Hitler's Wahn und sein Überfall auf die Sowjetunion 1941 diese 25 Millionen Tote verursacht hat. Punkt.
Unmenschlich und grausam war die 'Vernichtung durch Hunger' von 3 Millionen russischen Kriegsgefangenen, die ideologisch dem Wahnsinn geschuldet war, dass sich germanische Herrenmenschen der slawischen Untermenschen entledigen dürfen.
 
Auch wenn beide Handlungsstränge zu einem gemeinsamen Großbild gehören: heute Gedenken wir des Holocaust.

Am 27. Januar 2022 - 13:24 Uhr von schiebaer45

- 13:09 Uhr von Shantuma @schiebaer45 um 12:53

Die Nazis haben damals nicht nur Juden dahin gebracht und industriel vernichtet, sondern jegliche Minderheiten die sie für minderwertig hielten.

Darunter Sinta und Roma, als auch Sozialisten und Kommunisten, sowie andere Minderheiten.
#
Zitat: Das ist mir wohl bekannt.Auch das gehört an so einem Gedenktag zu erwähnen.
.
Der Holocaust ist einmalig. Da gibt es nicht zu relativieren, auch nicht durch den -durchaus richtigen- Hinweis auf andere Opfergruppen.

@Bender Rodriguez (13:05)

Zitat: "Wieso muss mir auf allen Kanälen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden."

Genau deswegen.

Sinn und Verstand

Selbstverständlich muss die deutsche Gesellschaft und Politik Verantwortung für die Gräuel der faschistischen NS-Diktatur übernehmen und nicht die dänische oder irgend eine andere..
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Ich wüsste nicht warum oder wofür.
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Wir waren nicht dabei. Wiedergutmachung geht nicht. Wir können nur aufpassen, dass es nicht ht wieder passiert. Und das geht wirklich jeden an. Nicht nur deutsche Staatsbürger

@ 13:14 Uhr von dr.bashir

"Erst mal wird offenbar das gegenseitige Töten von Soldaten als normal in Kriegszeiten angesehen."
Die 25Mio. waren allein russische Zivilisten!

Wir müssen die Erinnerungen an diese schrecklichen Geschehnisse

Wir müssen die Erinnerungen an diese schreckliche Geschehnisse immer wach halten und leider sterben die Letzten Zeitzeugen weg, die uns aus erster Hand berichten können. Es waren unbeschreibliche Taten und es stockt einem der Atem wenn man darüber hört. Sowas darf niemals wieder passieren und dafür müssen wir alle Sorge tragen. Aufgrund dieser Geschehnisse bin ich ein bekennender Gegner des Antisemitimus geworden und ich habe einige jüdische Freunde in den USA. Ich denke aber auch, das wir uns in Bezug des Antisemitismus immer noch nicht ehrlich gemacht haben? Es gibt zwei Arten davon und das wird unterdrückt. Der eine, latent vorhandene rechtsextreme Antisemitismus den es zweifellos nach wie vor gibt. Aber auch einen eingeschleppten muslimischen Antisemitismus der komplett unterdrückt wird. Mehr möchte ich nicht schreiben da ich dann wieder mit dem roten Balken rechne.

Bitte nicht vergessen!

Zumeist, wenn heute über oder vom Holocaust geredet wird, bezieht sich alles "nur" auf die Juden.
Doch in den KZs starben auch politische Gefangene, ja eben die bösen "Kommunisten" die ja auch heute noch verteufelt werden, jene die man unter dem Begriff "Zigeuner" führte, Homosexuelle im Rahmen des "Euthanasieprogramms" viele, die als "lebensunwertes Leben" oder geisteskrank eingestuft wurden und sicher noch viele mehr, was kaum noch jemand weiß.
Wenn heute zu recht gemahnt wird, dieses Menschheitsverbrechen niemals zu vergessen und für die Zukunft daraus zu lernen, sollten wir auch sehr darauf achten, es nicht für "Einzelne" zu instrumentalisieren, um was auch immer damit heute zu begründen.
Anderenfalls wird es aus Bockigkeit, Unverständnis und dem Gefühl heraus bevormundet zu werden verleugnet und bewusst ignoriert. Die Anfänge dessen sehen wir heute ja schon.
Die wichtigste Lehre aus dieser Zeit sollte neben "Nie wieder!" wohl "Wehret den Anfängen!" sein.

KZ Bergen-Belsen

Hallo

Bis KZ Bergen-Belsen ist es von mir aus nicht weit.
Ich war natürlich schon mal da.

Erschütternd war für mich die Dokumentation im ZDF über "den normalen Mann", die Einheiten, die die Menschen im Wald erschossen haben.

Konnten die Soldaten sich wehren (verweigern) oder hätte man sie wegen Befehlverweigerung erschossen?

Aber, ich fühle mich nicht schuldig.
Meine Aufgabe wäre es, mit dafür zu sorgen, dass sich sowas nicht wiederholt.

Natürlich ist das Tragen des Judensterns nicht zu tolerien, aber dennoch die Ausgrenzung Nichtgeimpfter, die Wortwahl, das macht nachdenklich.

Wenn ich die Politik Israels kritisiere, dann lasse ich mich nicht zum Antisemiten stempeln.

Auch hier bei uns muss man auf die Demokratie achten.

Das gehört jetzt aber nicht hierher.

13:24, schiebaer45

>>- 13:09 Uhr von Shantuma @schiebaer45 um 12:53
Die Nazis haben damals nicht nur Juden dahin gebracht und industriel vernichtet, sondern jegliche Minderheiten die sie für minderwertig hielten.
Darunter Sinta und Roma, als auch Sozialisten und Kommunisten, sowie andere Minderheiten.
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Das ist mir wohl bekannt.Auch das gehört an so einem Gedenktag zu erwähnen.<<
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Nein.
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Der heutige Gedenktag bezieht sich auf die Wannseekonferenz, bei der die industrielle Vernichtung der europäischen Juden beschlossen wurde.
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Dieser Opfer wird heute gedacht. Punkt.
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Und nicht der von den Nazis ermordeten Linken und Schwulen, um nur mal zwei Gruppen zu nennen, denen ich selbst angehöre.
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Bitte nicht vom Thema ablenken.

13:14 Uhr von Nachfragerin | Mehr Relativierung geht nicht mehr

'Leider ist das ein Dauerzustand, von dem nicht nur Juden betroffen sind. Und die Diskriminierung wird zum Teil auch von denen gefördert, die sich heute gegen den Antisemitismus aussprechen.'
 

Das ist schon Missbrauch eines Gedenktages für unterschwellige Botschaften durch unspezifische Geraune. Nennen Sie die Dinge beim Namen und ersparen Sie uns diese Spiegelfechterei. Vor allem denken Sie daran, welchem Tag wir heute gedenken.

Holocaust !

Ja, das Nazi- Regime hat äußerst viel Leid verursacht, aus einer ideologisch völlig verblendeten Einstellung. Das damalige Regime hat den zweiten Weltkrieg angezettelt, was einem einzelnen Mann zu verdanken war der geistig völlig daneben schien, und all seine Schergen unterstützten ihn dabei, und leider nur wenige haben sich dagegen aufgelehnt und dafür ihr Leben lassen müssen.
Nur heute sitzen wieder so Verblendete, Leugner und Lügner der Geschichte im BT, und verbreiten ihre Thesen und es folgen ihnen wieder etliche. Und leider schauen viele zu, das Gesetz erlaubt ihnen sogar zu demonstrieren, statt ihnen den Zahn zu ziehen, da unsere Geschichte es verlangt. Es muss Grenzen geben, und es muss alles unternommen werden, diesen Menschen keine Bühne zu geben. Notfalls müssen Gesetze umgeschrieben werden, um unsere Demokratie zu schützen, und zu vermeiden, dass D jemals wieder so etwas widerfährt.

@ falsa demonstratio 13:21

Das ist historisch korrekt. Das ist kein Relativierung. Sie versuchen die Geschichte zu verleugnen.

12:35 Uhr von DeHahn

< Warum heute Impfgegner mit Judensternen rumlaufen und die Impfung wiederum einer Judenverschwörung zuschreiben, verstehe ich nicht. Auch nicht, warum solche Unsäglichkeiten nicht härter bestraft werden. >
- - - - -
Es wundert mich nicht, wenn Impfgegner Vergleiche mit der damaligen Zeit anstellen - auch wenn beide Themen sehr unterschiedlich sind.

@ 13:09 Uhr von Bender Rodriguez

"Wer wir?
Ich habe niemanden ermordet.
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Man kann das nicht ewig so pauschalisieren. Und ich verbite es mir, mich da mit verantwortlich zu machen.
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Nichtmal meine Eltern haben damals schon gelebt."

Das wäre auch meine Meinung, aber wir als Deutsches Volk werden ewig auf diese Verbrechen reduziert. Gerade in Russland hatten wir viele Jahre, in denen die Deutschen an Ansehen gewannen. Man war stolz, etwas aus Deutschland zu haben, jemand zu kennen - trotz der Geschichte. Durch die Politik der letzten Jahre, der letzten zeit, wurde dies allerdings zerstört.

13:31, Bender Rodriguez

>>Selbstverständlich liegt es nicht an mir. Ich bin ein durch und durch gesetzestreuer Bürger. Es liegt an dieser Dauerberieselung. Dadurch wird das Thema beliebig.<<
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Ach du liebe Güte. Sie sind ja wirklich komplett schmerzbefreit.
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Mehr werde ich dazu nicht sagen.

dr.bashir

Das kann ich bestätigen “sie haben es gewusst“. Bis zum schlimmsten Detail, was oft bestritten wird. Ich weiß es ganz sicher seit einem Versprecher im Streit. Aus gesichert nicht “besserinformierten“ Kreisen. Eine eindeutige Formulierung benutzt von Kindern lange vor dem Schuleintritt, zu einem frühen Zeitpunkt.

Heutzutage sehe ich leider hier in D und auch in anderen Ländern, dass wir mit “Wehret den Anfängen“ nicht ernst machen. Es wird sprachlich, symbolisch und gewalttätig viel zu viel hingenommen.

12:42 Uhr von frosthorn


Gut so, aber auch bitte die Nachfolger der Judenmörder klar benennen. War es nicht grade das Stelenfeld, das B. Höcke als "Denkmal der Schande" bezeichnete? Bitte nicht so tun, als wäre Antisemitismus heute in Deutschland nur noch eine Erinnerung.

Zu seiner eigenen besseren Erinnerung haben die vom Künstlerkollektiv «Zentrum für Politische Schönheit» dem Herrn Bernd Höcke auf dem Nachbargrundstück zu seinem Wohnhaus in Bornhagen / Thüringen mit Einwilligung des Mieters ein verkleinertes Stelenfeld aus 24 Holzstelen hingebaut. Fast egal, von wo der Bernd aus seinem Haus aus den Fenstern guckt, dieses Stelenfeld ist immer in Sicht.

Bernd hat dagegen geklagt vor Gericht, hat aber verloren, da die Stelen nur auf Privatgrund stehen, aber nicht im Öffentlichen Raum. In Bornhagen ist nun viel los. Manche toben mit Bernd, mehr andere kommen als Touristen, um sich das kleine Stelenfeld mal selbst anzusehen.

Der Bernd kann es gar nicht übersehen zu seinem Ärger.

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